1885 / 90 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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rar

Kanalisations- und Entwrässerunggearbeiten oder sonstige große, nit immer si verzinsende Arbeiten vornimmt, sie fih umsieht, wo sie i< auf einem anderen Gebiete erholen und den Staat zur Unter- ftüpung heranziehen kann. Da verfällt denn die Gemeinde natur- gemäß an der Hand des Staatshaushalts-Etats auf die Unterrichts- verwaltung, und wenn fie mit Kanalisationen, S&lacthäusern, Rathbäusern und dergleihen die städtisten Abgaben um hunderte von Prozenten erhöht hat, dann ift es die Unterrichtsverwaltung, wel(e die Mittel zu gewähren hat, um die kommunalen Defizits zu beseitigen, sei es dur< Zuschüsse oder dur< die Uebernahme von An- ftalten auf den Staat.

Meine Herren, das Thema, welches heute anges<lagen, ift in gewissem Sinne uners{<öpfli<. Ich will nur no< zwei Bemerkungen anknüpfen. Die Frage nah meinem Ideal auf dem Gebicte des höheren Unterrichts, welche der Hr. Abg. Seyffardt (Krefeld) beban- delt hat, möchte ih beute nit eingehender entwi>eln. Was ih hier- über gesagt habe, ist meine Meinung geblieben, und ih freue mi \sciner Zustimmung; aber vielleibt unters{äßt der Hr. Abgeordnete etwas die Scbwierigkeiten, die si<h mir bei der Einführung von ab- ges{blofsenen Schulen mit kürzerer Dauer entgegenstellen. J gebe mir die allergrößte Mühe, fie zu fördern, aber die bloße Rang- und G-haltsfrage der Lebrer ift es do<h nicht allein, aub nicht einmal zu einem irgendwie erheblichen Theil, welche die Bestrebungen der Unterri&téverwaltung verkümmert, Wenn i gegenwärtig den Muth habe und na< meiner Kenntniß des preußiscben Urterrichtswesens au die Pflicht dazu habe, den Gemeinden nahe zu legen, sie möchten ihre Vollanstalten, namentli wenn die Obterklassen ungenügend besu<ht find, auf Anstalten mit sieben- oder se<sjähriger Kursus- dauer zurü>schneiden, so bin i< faft immer auf Wider- fireben gekommen, ih habe oft das Gefühl gehabt, als bâtte i< den Gemeinden etwas zugemuthet, was sie ge- wifsermaßen in ihrer Selbstabtung beeinträchtige. Ich stehe im Uebrigen aber nicht an, dieses Odium ruhig weiter zu tragen, und halte es für richtig, daß wir das, was zu einer fehlerhaften Ueber- produktion an akademis<h Gebildeten führt, aller Maßen hintanhalten, und ich gebe Hrn. Seyffardt (Krefeld) darin auch Recht, daß die se<s- und siebenjährigen Anftalten auf realistis<hem Gebiet entschiedene Vorzüge in meinen Augen haben J will dem Hrn. Abg. Seyffardt in seinen Ausführungen über die Halbbildung an den höheren Lehranstalten folgen und, wie i< es au< anderweit ausgesprochen habe, scheint mir ein Schüler, welcher cine se<sjährige Bürgerschule dur<gemaht, ja sogar ein Schüler, welcher eine siebenjährige Realschule oder ein fiebenjähriges Real-Progymnasium absolvirt hat, für das prafktishe Leben werthvoller, als ein junger Mann, der Unter-Sekunda an einem humanistishen Gymnasium durgemact, also eine fiebenjährige Gymnasialbildung sib erwozben hat. Es ist meines Erachtens nicht allein für die höhere Unterrichtêverwaltung, sondern darüber hinaus für unser gesammtes öôffentlihes Leben eine der nachtheiligsten That- fachen, daß aus der Unter - Sekunda der Gymnasien eine Masse jüngerer Leute abgehen mit ciner Art von Bildung, die kaum als Halbbildung zu bezeichnen ist; die jungen Leute haben alle Kategorien von Bildungsstoffen angeschnitten, aber absolut nichts Abgeschlofsenes in Händen, was ihnen für das praktische Leben nüß- lih sein, kaum etwas, was sie zu erfo! greicher Fortarbeit befähigen fönnte. Das, was sie in den klassishen Sprachen wissen, ist minim, keiner oder kaum einer, der von der Unter-Sekunda abgeht, wird noch eintnal den Câfar oder Livius oder gar einen griechishen Autor vor- nehmen, um sih daran zu erbauen, oder die Fabeln des Phädrus oder einen leihteren Dichter, und was sie auf dem Gebiet der Mathematik und Naturwissenschaften und in den neue- ren Sprachen wissen, ist gleihfalls zu gering und zu wenig systematis<h abgeschlossen, um ein sicheres Fundament für praftisde Berufearten zu bieten. Eia junger Mann dagegen, der ein siebenjähriges Real-Progymnasium, eine siebenjährige Real- \{hule over eine se<sjährige höhere Bürgershule mit Erfolg zurük- gelegt bat, hat in der That ein an Kenntnissen und Fertigkeiten reiches Werkzeug, ein Material erworben, mit dem er im Leben vorwärts streben und arbeiten kann.

Meine Herren, zum S{luß no< die andere Bemerkung dem Hrn. Abg. Peters gegenüber, welcher auf die Regelung der Aszensions- verhältnisse der Lehrer ein besonderes Gewicht legte. Jh bin gern bereit, den guten Erwartungen, die er an mein bis- heriges Verhalten in dieser Frage geknüpft hat, auch heute no< zu entlsprehen; ih hoffe, daß es mir gelingen wird, aller- dings na Ueberwindung nit unerhebliher Schwierigkeiten, die noch voriiegen, in gewissem Umfange eine Aszension eintreten zu lassen, und zwar, wie ih nicht vers<w.izen will, babe ih an der Hand sorg- fältiger Grhebungen und Erwägungen mich dafür entschieden, die As:ension innerhalb der Provinz eintreten zu lassen. J< will das Ihnen jeßt niht weiter ausführen, es wird ja wohl die Zeit kommen, wo wir uns näher darüber unterhalten werden. J< will aber bei diefer Gelegenheit nochmals erklären, daß ih hoffe, das Ziel, das ih mir gestellt habe, zu erreichen.

Der Abg. Seyffarth (Liegniß) trat entschieden für die Kommissionsvorschläge ein; für die Bildung des Volkes, welche das geiftige und sittliche Kapital eines Staates ver- mehren sollte, müßten in jedem Staate au< die Mittel vor- Ber Alg. S8

er Abg. midt (Stettin) polemisirte gegen den Abg. Dr. Delbrü> und spra<h si „auch gegen die Anregung des Abg. Dr. Kropatshe> aus, die Wohnungsgeld-Zuschußfrage in einem eigenen Geseße zu regeln. Dadurch werde die all- gemeine Regelung der Dotationsfrage in einem umfassenden Unterrichtsgeseß in den Hintergrund geshoben, und das Zu- standekommen des legteren no<h mehr, als es bereits ge- R r Ea graecas vertagt,

er Abg. Dr. Natorp gab seiner Freude darüber Aus- dru>, daß der Minister den Wünschen des Lehrerstandes we- niger Abneigung entgegenbringe als der Abg. Dr. Delbrü>, der dem Richterstand um deswillen eine höhere Rangstellung anweise, weil leßterer gewisse Hoheitsrechte des Staats ausübe. Mit dieser Distinktion werde für keinen der beiden Theile das Geringste gewonnen.

Der Abg. Dr. Perger bemerkte, es sei ja bereits bekannt geworden, daß die von dem Abg. Dr. Kropatsd> angezogene be- fondere Meinungsäußerung in der Kommission von ihm (dem Redner) herrühre. Die Kommentirung derselben leide aber an einigen Jrrthümern, Er glaube allerdings, daß an den Richterstand “in seiner Allgemeinheit größere Anforde- rungen bezüglih der gesellschaftlihen Repräsentation u. dal. gemacht würden, als an den Lehrerstand, denen auh größere finanzielle Mittel zur Seite stehen müßten. Einen Vorwurf gegen die Lehrer habe er nicht im Geringsten damit aussprehen wollen, Sein Votum basire auf den Erfahrungen, die er innerhalb des Lehrerstandes zu Ende der 30er undo Anfang der 40er Jahre selb gesammelt habe; wenn die Verhältnisse seitdem in ihrer Allgemeinheit andere geworden seien, so werde sein Urtheil hinfällig.

_ Hierauf wurde die Debatte geschlossen, und nah einer Reihe persönlicher Bemerkungen der Kommissionsantrag in seinen beiden Theilen mit dem Amendement Seyffardt zum Beschluß erhoben.

Nah dem Antrage der Budgetkommission wurde die Petition wegen Anlage eines Bahnhofes an der Luisenstraße in Potsdam der Regierung zur nohmaligen Erwägung dahin überwiesen, ob nicht dur< Anlage einer Haltestelle mit provi- POLE Personenhalle die Wünsche der Petenten erfüllt werden

Der Abg. Grahn, bis zum 1. April Kreishauptmann in

Zellerfeld, war zu dem geda<hten Termin zum Landrath ernannt worden. Das Haus erklärte das Mandat desselben auf Antrag seiner Geschäftsordnungskommission für fort- bestehend.

Um 31/24 Uhr vertagte si< das Haus auf Freitag 11 Uhr.

Statistische Nachrichten.

Die” Zahlen über die Einfuhr in den Monaten Januar und ed enar d. J., welche das soeben ausgegebene Februarbeft der Statistik des Deuts>&en Reichs entbält, laffen deutli den Einfluß erkennen, welhen die im Februar eingetretenen bezw. die no< in Aus- ht genommenen Zollerböhungen auf den Verkehr ausgeübt haben. Besonders merkbar ift die in Voraussicht der Einführung höherer Zölle herbeigeführte Steigerung der Einfubr bei Getreide, Malz, Hülsen- frühten, Raps und Rübsaat, Holz, Spirituosen, Schaumwein, Mehl und Dachscbiefer. So gingen in der Zeit vom 1. Januar bis Ende Februar d. J. in den freien Verkehr (alles in Doppelzentnern = 100 kg): von Weizen 3 629 837 gegen 1 557 406 *im korrespondirenden Zeitraum des Vorjahrs; von Roggen 2330 186 gegen 1513242; von Gerste 1 368 190 gegen 793 132; von Malz 257028 gegen 126 424; von Hülsenfrüchten 188 150 gegen 129 109; von Raps und Rübsaat 200 380 gegen 120 773; von rohem Bau- und Nutzbolz (Weicbholz) 1 849 293 aegen 737 280; von Sâge- und Schnittwaaren 1 958 577 gegen 661 710; von Arrak, Cognac, Rum, Franzbranutwein 26 755 gegen 5891; von Schaumwein in Flaschen 16 156 gegen 4636; von Mebl 117716 gegen 61936; von Dachschiefer 2c. 195 963 gegen 66 303. Außerdem hat die Einfuhr nicht unerheblih zugenommen von rober Baumwolle, Schafwolle und Wollengarn, von Cichorien, Kartoffeln, frishem und getro>netem Obst, sowie“ von frishen Süd- früchten und Kerinthen, von Kaffee, Rohtaba>, S{malz und Hart- holz; abgenommen dagegen die Einfuhr von Baumwollengarn und Seide, von Farbholzextrakten, \{wefelsaurem Ammoniak, Knochen- fohle, Knocenmehl und Chilisalpeter, von Roheisen, Maschinen, Cemert und rohem außereuropäis<hem Bau- und Nußholz, von Hafer und Mais, Klee- und Leinsaat, Petroleum, Baum- und Leinöl, Heringen, Reis und Kesalz, sowie von Vieh aller Art.

Lebensdauer der Bevölkerung. (Statist. Korr.) Die Frage, ob die dur<s<nittliche Lebensdauer der gegenwärtig in Deutsch- land lebenden Menschen größer oder kleiner als die früherer Perioden sei, ist von allgemeinem Interesse und deshalb auch häufig aufgeworfen, jedo sehr verschieden beantwortet worden, je na<hdem größeres Gewicht auf die in Folge der modernen Verkehréverbältnisse, der vermehrten Gewerbsthätigkeit, der Benußung von Kraftmaschinen und der stärkeren Inanspruchnahme aller geistigen und körperlihen Kräfte bedingte Steigerung der Abnußung oder auf die besseren Einrichtungen gelegt wird, welhe auf Grund der wissenschaftlichen Forsbungen und te<nishen Erfindungen für die Erhaltung bezw. Wiederherstellung der Gesundheit, dur< zwe>mäßigere Ernährung, Bekleidung und Unter- bringung durch sanitätépolizeilihe Maßregeln und erweiterte Thätigkeit der Krankenhäuser u. st. w. haben getroffen werden können.

,_ Wo, wie im preußischen Staate, für cine weit zurü>kreichende Neihe von Jahren brau<hbare Nachrichten über die Sterblichkeits- verhältnisse der Bevölkerung vorliegen, kann jene Frage von der Statistik beantwortet werden, und dics ist au< von verschiedenen Seiten, gestüßt auf das von amtlicher Seite veröffentlihte Zahlen- material, ges{<ehen, wobei leßteres indessen zuweilen niht ganz sach- gemäß verwerthet worden ift.

Zunächst darf ni<ht außer Betrabt gelassen werden, daß die größere oder çcieringere dur<hs<hnittli<he Lebenedauer der Menschen zu verschiedenen Zeiten weder aus den uns überlieferten, jedenfalls sehr lü>enhaften Nachrichten über das Vorkommen sehr alter Personen, noch aus den statistishen Zahlenwerthen über das Durcschnittsalter der Gestorbenen oder das Dur<schnittsalter der zu einem bestimmten Zeitpunkte gleichzeitig lebenden Personen keurtheilt werden kana. Wenn wir u. A. erfahren, daß Simonides, Sophokles, Xenophon und Diogenes über 90, Xenophanes 91, Epicbarmus, Kratinus, Philemon und Timotheus 97, Jsokrates und Zeno 98, Solon, Thales und Pittakus 100, Hippokrates, Demokritos, Alexis und Hieronymus 164, sowie Gorgias gar 108 Jahre alt geworden sind, so können diesen Beispielen alljährlid aus den in die preußischen Sterbercgister ein- getragenen Todesfällen eine beträcbtlive Anzahl gegenübergestellt werden, in denen gleih hohe oder höhere Lebensalter erreiht worden find. Unter den während des Jahres 1883 im preußischen Staate gestorbenen waren z. B. 683 Männer und 1073 Frauen 99 bis 95 Jahre, 124 Männer und 245 Frauen über 95 kis 100 Jahre und 34 Männer nebst 75 Frauen über 109 Jahre alt; von ten zuleßt erwähnten waren 9 Männer und 25 Frauen vor 1780 geboren. Die größere Lebensdauer des gegenwärtig lebenden weibliwen Geschlechtes tfommt {on in den wenigen zuleßt mitgethe!ilten Zahlen zum Aus- dru>e, während si die höcbstbetagten Personen aus den verschiedensten Berufêsgruppen rekrutiren, ohne daß die vershiedenartige Lebensweise oder der Familienstand einen irgendwie ersichtlichen Einfluß auf die Erreichung jener seltenen Altersgrenze ausgeübt hätten.

_Das Durchschnittsalter der Gestorbenen läßt sih aus den Sterbes- registern bere<nen und hat während des Jahrzehntes 1867—76 im preußischen Staate dur<hs{nittli< für männliche Personen 25,77, für weibliwe 27,58 Jahre betragen. Die einzelnen Beobachtungsjahre weisen dabei ziemlih starke Schwankungen nah; doch geben diese leßteren keinen Aufschluß über etwanige Veränderungen in der dur{- \hnittlihen Lebensdauer der Bevölkerung. Das Durs<nittsalter der Gestorbenen sinkt nämli ebensowohl, wenn ungewöhnlih viele Kinder, wie wenn verhältnißmäßig wenige Personen aus den höheren Altersfklassen sterben, also in Jahren, in denen Kinderkrankheiten epidemish auftreten, wie in den na< Theuerungen und Epidemien folgenden Jahren, in denen eine dur< das vorgängige Aus\<eiden vieler \{wä<{liden, kränklihen und alten Personen besonders wider- standsfähige Bevölkerung vorhanden ift. Änderseits erhöht \i< das Durcbschnitisalter der Gestorbenen in Krieges- und Seuchenjahren,

Auch das Durschnittsalter der Lebenden, welches ih aus den Ergebnissen der Volkszählungen ermitteln läßt und z. B. im preußi- {en Staate am 1. Dezember 1880 bei männlichen Personen 26,08 und bei weiblihen Personen 26,91 Jahre betragen hat, eignet nh nit als Unterlage für die Beurtheilung der in der durh{<nittlichen Lebensdauer der Menschen vorgekommenen Veränderungen. Wenn ¿. B. nach Kriegsjahren einige Jahre hindur<h mehr Kinder als ge- wöhnli< geboren worden sind und in Folge günstiger Umstände die KindersterLlichkeit niedrig gewesen ist, so finden si bei der nächsten Volkszählung mehr Kinder vor, und das Durchschnittsalter der Leben- den stellt si niedriger als früherhin; do< würde die Rechnung dasselbe Ergebniß liefern, wenn dur< verheerende Epidemien cine be- trähtlihe Menge älterer Personen fortgerafft worden wäre, Haben dagegen wenige Geburten stattgefunden, oder ist die Kindersterblickeit höher als gewöhnli gewesen, so wird das Durchschnittsalter der Lebenden re<nungsmäßig steigen.

Auch das durschnittliche Alter ciner Generation eignet st@ nicht zur Entscheidung darüber, ob die dur<s<nitiliche Lebensdauer der Be- völkerung größer geworden ist als in früherer Zeik. Man berechnet dasseibe als ariihmetishes Mittel des Alters beider Eltern zur Zeit der Geburt ihres ersten Kindes, oder aus dem dur&\cnittlichen Heirathsalter, sofern bekannt ist, wieviel Zeit durschnittli< zwischen der Gheschließung und der Geburt des ersten Kindes verstreicht. Son im flassishen Alterthume wurde das Alter einer Generation rihtig auf 334 Jahre angegeben, und auch die neuesten Bere<nungen lassen keine nennenéwerthe Abweichung hiervon erkennen; der Mathe- maltiker Fourier hat dasselbe zu 33,3 bestimmt, und die jüngste, für Frankrei angestellte Bere<nung hat 33,06 Jahre ergeben.

Dagegen läßt sich aus der allgemeinen Sterbeziffer ein Schluß auf die bezügli der dur<schnittlihen Lebensdauer vorgekomrnenen Veränderungen ziehen; no<h besser aber eignen si für diesen Zwe> die aus Sterbetafeln zu entnehmenden Nachrichten über die mittlere Lebensdauer (Lebenserwartung, vie probable), d. i. die Zeitstre>e, na deren Verlauf von den eine bestimmte Altersstufe Ueberlebenden

nur no% die halbe Anzahl vorhanden sein wird. Aus diesen statiftisben Zahlen läßt sid nahweisen, daß si< im preußisben Staate die dur<s{nittli<e Lebensdauer der Bevölkerung gegenwärtig erhebli< höher stellt als vor 100 Jahren. Den Nachweis bierfür werden wir in einem zweiten Artikel erbringen.

Im Laufe des Jahres 1884 sind nah den Mittheilungen des Bureau „Veritas“ 969 Segel- und 179 Dampfsciffe ver- unglü>t. Dieselben vertheilen si< auf die verschiedenen handel- treibenden Staaten wie folgt:

I. Segel\<Giffe. Sciffe

Tonnen

Vereinigte Staaten von Amerika . 65 33 477 E I 404 E R 9 5 369 E E 4 384 E e B 27 569 E C R 16 647 N es L 2 821 Großbritannien und Irland . . 460 156 337 a L 418 L 19 580 S E i E 960 E E 1 1 546 E 4 828 E O 37 317 Rer laat 15 5 145 E e iei e i R 3139 S s a 9 2516 R «(A e A 0E 8 494 Et e E 8 2 885

Zufammen 969 Schiffe mit 333 836 Tonnen. Il. Damfs<iffe.

2 Schiffe Tonnen Vereinigte Staaten von Amerika 6 7789 e, 1 1 338 Ga 1 136 C s A 1 984 E J 1 526 S O. r... B 2 806 G e e dae a e 1 966 O H 9 627 C R 5 1 449 Großbritannien und Jrland . . 145 113 604 S 2 410 O 2 453 G E J 3113 O 4 a S 3 881 Schweden 1 355 Sn 5 5 645

_ Zusammen 179 Dampfer mit 150 082 Tonnen. Die verunglü>ten deutshen Segelschiffe ma<hten 2°%, die Dampfer 2,15 9% des Bestandes der deutshen Kauffahrteiflotte vom 1, Januar 1884 aus. __ Gewerbe und Handel.

Das „Deutsche Handels-Archiv“ bringt im Märzheft 1885 eine Uebersiht über die Förderung von Steinkohlen, Braunkohlen und Eisen in Preußen im Jahre 188 na< den vorläufigen Ermittelungen und Schäßungen. Wir ent- L den bezüglichen ftatiftishen Zusammenstellungen die folgenden

ngaben :

L D E Es betrug

im en N Ag ver Be Dans die Förderung der Absay Bergamtsbezirke Werke Mpbettor in Tonnen Breslau . . 138 52011 15348250 13866148

O 4 134 17 737 20 708 Dortmund . . 194 100955 28403258 28384715 Bis 27 33 091 7616262 7448874 Klausthal . 11 3158 437819 427834

Darnah waren im Jahre 1884 in Preußen insgesammt 374 Steinkohlenbergwerke mit 189 379 Arbeitern in Betrieb, wel<e 51 823 326 & fôrderten und 50 148 279 t abseßten. Gegen das Vor- jahr hatte sich die Zahl der Werke um 10 vermindert, dagegen waren A, pad ene T A (—- fe 0); es wurden 1205388 t mehr gefördert un 3 t mehr abgeseßt, was einer ( von 24 bezw 23% entspre s E

UR ei der Braunkohlenförderung is im Jahre 1884 in Preußen eine ähnliche Zunahme zu verzeinen. NaD bee oben angegebenen Quelle betrug:

e as die Zahl die der

im Ober-Bergamtsbezirke a der N Absatz n Tonnen

A ad Arbeiter O 41 1251 415280 300648 D 298 18465 11 196 312 10 449 969 D 42 1014 329137 239 698 Raue A, 28 783 181 361 165 507 Im Ober-Bergamtsbezirke Dortmund wird keine Braunkohle

gebaut. In ganz Preußen waren im Berichtsjahre 409 Braunkohlen- gruben mit 21 513 Arbeitern in Betrieb, welhe 12 122 090 t Kohlen förderten und 11 155 822 t abseßten, Verglichen mit den entsprecen- den Ergebnissen des Jahres 1883 hatte si die Zahl der betriebenen ah um Veo C C h e Köpfe (+ 4,0 9%), die För- erung um b „L °/0) und der Absaß um 232721 & E Erin pa : . Ueber die CEisenproduktion Preußens im Jahre 1884 in den fünf Dber-Bergamtsbezirken geben wir folgende U ALAGE

_ Beim Roheisen betrug

im Ober-Bergamts- die Zahl der die Produktion

bezirke betriebenen Werke in Tonnen Beau O 406 539 E 1 839 Don o M 1078 233 Do G9 933 726 Klausthal. 5 108 538

Im Ganzen waren in Preußen im Berichtsjahre 97 Werke in Betrieb, welche 2 527 875 t Roheisen produzirten; zwei Werke und 12 736 t weniger als im Jahre 1883.

Auch bei der Produktion von S<weißeisen nahm die Zahl der betriebenen Werke um zwei ab; dagegen stieg die Produktion um 30 649 t gegen das Vorjahr. Es betrug im Oberbergamtsbezirke:

die Zahl der die Produktion betriebenen Werke in Tonnen Vell. 14 249 232 Me D 17 404 Dorlmund . . ¿ 45 579 830 D 02 572 648 Mau. 48 15 830

zusammen in Preußen 140 1 434 944 Nur bei der Produktion von Flußeisen war im Jahre 1884 ein Werk mehr in Betrieb als im Vorjahre; do wurden nur 7383 t mehr erzeugt als 1883. Die Gefsammtproduktion vertheilte s auf die einzelnen Ober-Bergamtsbezirke wie folgt:

Betriebene Produktion

Werke in Tonnen Beretlall, 5 2 27 091 Q A 3 108 Dortmutd. Le 899 046 O 9 85 485 Maul 1 43 157 zusammen in Preußen s2 1054 887

Im Ganzen nahm die Eisenproduktion Preußens im Jahre 1884 nur um 25296 t oder # %/o zu, während sich die Zahl der betriebenen Werke um drei verminderte.

M 90.

Zweite Age | zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Cla A

Berlin, Freitag,

den 17. April

on

[254 EInser ate für dea Deutscben Reichs - und Königl. Preufi. Staats - Anzeiger und das Central-Handels- register nimmt an: die Königliche Expedition des Dentschen Reichs-Anzeigers und Königlich Preußishen Staats-Anzeigers: Berlin 8W., Wilhelm-Straße Nr. 32.

E

9812 Stebrief.

Balzer, geboren am 19. Januar 1868 zu Görliß,

j ebruar straße 2 ned U esen welcher sich verborgen hält, ist die

rsucungshaft wegen Unterschlagung în den ú E Ia. 143. 85 verhängt. : ö Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das i Untersuchungsgefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 11/12, Ks liefern. E i E pen 10. April 1885. Königliche Staatsanwaltschaft beim Landgericht L. Beschreibung: Alter * 17 Jahre, Größe 1,62 m, Statur \{lank, Haare blond, Bart keinen, Augen braun Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlih. Klei- dung: grauer Ro>k, s{<warzer Hut. Besondere

Kennzeichen fehlen.

Ste>brief. 6 [R den unten beschriebenen Malergehülfen

iedri i Y M E Lo Otto Friedrich Keb eri die n Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen

de 1885, weler flücbtig ist, ist die Untersuchungs- haft wegen Urkundenfäls<hung verhängt.

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in [2913]

das Untersuhungsgefängniß hierselb, Alt-Moabit Ne 11/19 abzulieen Berlin, den 15. April 1885. Der Untersuchungsrichter bei dem Könitalichen Landgerichte I, Bailleu. 2 Beschreibung: Alter 30 Jahre, am 1, August 1854 | d

in Berlin geboren, Größe 1,60 m, Statur \{lank, | mark Pankow und des Ritterguts Weißensee belegene d bellblond, Stirn niedrig, Bart: blonder | Grundstü

aare e Bart Augenbrauen blond, Augen blau, Nase

ewöhnli<h, Mund runs. Gesicht rund, Gesichtsfarbe blaß.

Klebsch ist taubstumm.

3135 Ste>brief. / l egen die unten beschriebene verehelihte Xylo-

18. Januar 1853 in Spandau geboren, welche sich

verhängt.

Es wird ersuWt, dieselbe E verhaften Ie E E ) t auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, Untersuchungsgefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 11/12, von e icin Meve Bairas eus dém Opt bu(e zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nicht hervorging, insbesondere derartige For- derungen von Kapital, _Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der E E oe E L Nt T3 T H FRF E A y ten anzumelden, und, falls der betreibende Glau- rund, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe ge]und, M 6 widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen,

abzuliefern. : j Berlin, den 8. April 1885. Könialihe Staatsanwaltschaft am Landgericht I, Beschreibung: Alter 32 Jahre, Größe 1,65 m, Statur mittel, Haare dunkelblond, Augenbrauen dunkel, Nase gewöhnli, Mund gewöhnli, Kinn

deuts. [3132] Ste>brief.

Gegen den - Getreidehändler Louis Schilling, zuleßt in Halle a. S. wobhnhaft, geboren am 25. De- zember 1840 zu Muttlau, Kreis Weißenfels, evan- gelisd, welcher sih verborgen hält, ist die Unter- suchun gshaft wegen Betrugs verhängt. i

Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gerichtsgefängniß zu Bitterfeld abzuliefern.

Ein näheres Signalement kann nicht angegeben werden. : i

Bitterfeld, den 8. April 1885.

Königliches Amt8gericht. Rittler. [3137] Ste>brief. :

Gegen den Kanzlisten Otto Sturm zu Berlin, geb. 29. Januar 1858, welcher sih verborgen bält, soll eine dur Urtheil des Königlichen Schöffen- gerits zu Kolmar i. P. vom 14. Januar 1885 er- fannte Gefängnißstrafe von aht Tagen vollftre>t werden. Es wird um Strafvollstrekung und Bes nacrichtigung zu den Akten D. 192/84 ersucht.

Kolmar i. P., den 13. April 1885,

Königliches Amtsgericht. [2810 Ste>briefs-Erneuerung.

Det gegen den Regierungs-Sekretariats-Assistenten Friedri Karl Erxlebeu wegen Unterschlagung unter dem 12. März 1885 - erlassene Ste>kbrief wird er- neuert.

Potsdam, deu 14. April 1885. : Königliches Landgericht. Untersuhungsrichter.

[2811] Ste>briefs-Erneueruug. Der gegen den Kassirer Karl Hoff aus Neuendorf wegen wiederholter Unterschlagung und Betruges unter dem 11. Februar 1885 erlassene Steckbrief wird erneuert. : Potsdam, den 13, April 1885. _ i Königliches Landgericht, Der Untersuchungsrichter.

[3136] Stebriefs-Erledigung. Der gegen den Hausdiener Einst Louis Krause, geboren am 18. Oktober 1845 zu Swnellenfurth, Kreis Bunzlau, in den Akten 89 D 1367. 82 wegen Unterschlagung unter dem 19. Juli 1884 erlassene Ste>brief ist erledigt. Berlin, den 14. April 1885. Königliches Amtsgericht I., Abtheilung 89. v. Prittwiß.

A4 Strafbefehl.

Auf den Antrag der Königlichen Staatsanwalt- \<aft wird gegen Sie wegen der Beschuldigung, im

M u, s. w. von öffentlichen Papieren.

“Stedtbri Tuchungs - Sachen. | gegen 8. 361 Nr. 3 Skt. G. B. —, wofür als Ste>briefe as S m Beweismittel bezeichnet ane Bata Ss s

S 4 Karkeln, cine Geldstrafe von 5 4 und 1m Fa ) l en den unten beschriebenen Laufburschen Robert dieselbe nicht beigetrieben E fann, che Le i : ; c strafe von 1 Tage festgeseßt. ugleid werden JFhne 1885) hier Linienstraße 20 die e verzeineten Kosten mit 1,20 4 auferlegt.

und einer Fläche von 28 ha 35 a 73 qm zur Grundsteuer

veranlagt. Auszug gus der Steuerrolle Ven

Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige äßungen

graph Anna Jahrmargt, geborne Stuardt, am hee jpd ps das Grund Na ereien area E g me 4 yi s aßhaf sowie besondere Kaufbedingungen können in der | nachzuweisen.

verborgen hält, ift die UntersuhungBaNt reges ihts\{reiberei, Jüdenstr. 58, 1L., Zimmer 29 A.,

\{werer Urkundenfälschung in actis J: TLO: 128. 89 E eben

Oeffentlicher 1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. 5,

2. Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen 6

u, derg]. R 7 3. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc. d

4. Verloogzung, Amortisation, Zinszahlung G

Geldstrafen und Kosten sind an das Steuer-Amt g Ruff zu zahlen. [

foll des Gerichts\<reibers Einspruch erheben. Ruf}, den 6. Februar 1885. Königliches Amtsgericht. Bienutta. te Kostenbere<hnung. 1) Gebühr für den Strafbefehl . . 1,00 M (8. 63 des Gerichtsfostengesetzes) Bs

2) Schreibgebühr zusammen 1,20 M

An den Losmann George Lolischkies.

u. dergl.

Zwangsversteigerung.

am 1. Juli 1885, Vormittags 11 Uhr,

gewöhnli, Zähne gesund, Kinn | yor dem unterzeichneten Gericht an Gerichtsstelle | von Zustellung der gegenwärti Jüdenstraße Nr. 58, 1 Treppe, Zimmer Nr. 15, versteigert werden.

Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die nit

widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nicht berüdsichtigt werden und bei Verthei- lung des Mau ees gegen die berüfsichtigten Ansprüche im Range zurücktreten. e Sn, welche das Eigenthum des Grundstücks beanspruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfal!8 nach erfolgtem Zuscblag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru< an die Stelle des Grundstücks tritt. / : Das Urtbeil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 1. Juli 1885, Mittags 1 Uhr, an Gerichtsstelle, Jüdenstraße 58, I, Zimmer 15, G E N Feb a erlin, den 28. Februar 10909. / E Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 52.

[2912] SKwwangsversieigerung. Im Wege der Zwangsvollstre>ung foll das im Grundbuche von der Königstadt Band 70 Nr. 3790 auf den Namen der Aftien-Gesellschaft für Erwerb und Verwaltung von Immobilien zu Berlin ein- getragene, an der Prenzlauer Chaussee “und an dem Kommunikationswege belegene Grundstü

am 3. Juli 1885, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte an Gerihts- telle Jüdenstr. 58 I., Zimmer 15, versteigert werden. :

Das Grundfstü> ist mit 236/100 Thlr. Reinertrag und einer Flähe von 1 Hektar 75 Ar 25 qm zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblatts, etwaige

bschäßungen und andere das Grundstück betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen fönnen in der Gerihts\<reiberei, Jüdenstr. 58 I[., Zimmer 29 A., eingesehen werden. :

Alle Realberechtigten werden aufgefordert , die nit von selbst auf den Ersteher übergehenden An- sprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteige- rungsvermerfs niht hervorging , insbesondere der- artige Forderungen von Kapital, Zinsen, wieder- fehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Ver- steigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, falls der betreibende Glävbiger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des

eringsten Gebots nicht berüdsihtigt werden und bei Bert eung des, Kansas gegen die berüd>tsichtigten Ansprüche im Range zurüctreten.

O s wel<he das Eigenthum des Grund- tüd>s beanspruchen, werden auf efordert, vor Schluß des Versteigerungstermins die instellung des Ver- fahrens herbeizusühren, widrigenfalls na erfolgtem

wird am 3. Juli 1885, Mittags 1 Uhr, an Gerichtsftelle, Jüdenstraße 58 I., Zimmer 15, ver-

: davon in Kenntniß gesetzt, daß der ernannte Richter- Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das îm | Commissar, Herr Landrichter von Münt am Grundbuche von der Königstadt Band 69 Nr. 3757 auf 6. März 1885 den vorläufigen NVertheilungsplan auf L den Namen der Aktien-Gesellshaft für Erwerb und ) Verwaltung von Immobilien zu Berlin eingetragene, östlich der Schönhauser Allee und auf beiden Seiten

der Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts

zu Düsseldorf zur Einsicht der Betheiligt i

der Feld geleat hat. e S: oen N Bea en Prenzlauer Chaussee bis an die Grenze der Feld- | die Aufforderung, bei Vermetdung der

Ca Pan Va und sonstigen geseßlihen Nachtheile unter Bestellung

eines beim Königlichen Landgericht zu Düfseldorf

zugelassenen Rechtsanwalts binnen etnem Monat

ft von diesem Plan zu nehmen und ihre etwaigen ; ¿ : E Einwendungen zum Protokoll des Herrn Richter- [29 G B Das Grundstü> ist mit 452/100 Thlr. Reinertrag | Commissars anzumelden, diese Einwendungen auch, E diy nei amigg rig pv aron cigerung Hollmann hieselbst früher gehörigen, allhier an der Pauls\traße auf der SUUNte P E: t Cy bes j i S j i legenen Hauses und Gartens Nr. 755 VL., it zur binnen derselben Frist dem Herrn Richter-Commissar egenen D La: s Thailungeplan, lende’ jn: oer nahme der Vertheilung ein Termin auf

Montag, den 27. April 1885, Mittags 12 Uhr, im Amtsgerichtsgebäude, Zimmer Nr. 7, hierselbst

falls sie im Kollokationsverfahren Berüd>sichtigung finden sollen, binnen eines ferneren Monats dur Klage zu erfolgen und die Anstellung dieser Klage

An e a m E Anzeige + | Inserate nehmen an: die Annoncen-Expediiionen des

„Jnvalidendank“, Rudolf Mosse, Haasenftein

Grosshande!l. Verschiedene Bekanntmachungen. Literarische Anzeigen. Theater-Ánzeigen.

| In der Börsen- Î Familien-Nachrichten. M

beilage. Das Urtbeil über die Ertheilung des Zuschlags

ndet werden. Berlin, den 28. Februar 1885. i e Königliches Amtsgericht 1.. Abtheilung 52.

921] 8 Auf Anstehen der zu Solingen bestehenden Spar-

F S

mber 1883 betreibt, werden

I. die Subhastaten: Eheleute Albert von der Werth, Schreiner, und Luise Augustine, geb. Alt, früher zu Baurscheid, jeßt in Amerika ohne bekannten Wohn- und

Aufenthaltsort,

1) Die zu Küppersteeg unter der Firma Rechtsanwalt Stapper,

gen Aufforderung Cin-

Der Rechtsantoalt : Bloem. i : : Veröffentlicht D Ee den 15. April 1885.

ater, j | Gerichts\reibergehülfe des Königlichen Landgerichts, IT. Civilkammer.

[2923] N Ï i In Sachen, betreffend die Zwangsvollstre>ung in die Alfert’she Häuslerei Nr. 26_ zu Polz, wird zur Abnahme der Rechnung des Sequesters, zur Er- flärung über a as, Aut: zur Vor- bme der Vertheilung Termin au ai Freitag, den 1. Mai 1885, Vormittags 11 Uhr, bestimmt. e / Sl ibeitia wird die Angültigkeit des nicht ein- gereichten Hypothekenscheins Fol, d über 750 M gemeinkundig gemacht.

Dömit, den 13. April 1885, H Großberzogliches Amtsgericht. Zur Beglaubigung: Kie>see, Akt.-Geh.

[2924] Nach heute erlassenem, seinem ganzen Inhalte nah dur< Anschlag an die Gerichtstafel und durch Abdru> in den ret i pugdin E ans emachtem Proklam finden zur Zwangd®versletgerun der I L Eribier I. Kühl gehörigen Grbpachthufe Nr. I. zu Zittow mit Zubehör Termine: - 1) zum E nach e endlicher Reguli- rung der Verkaufs-Bedingungen am ‘Mittwoch, den 27. Mai 1885, ¿MTSnE 12 Uhr, 9) zum Ueberbot am ai Mittwoch, den 17. Juni 1885, Mittags 12 Uhr, 3) zur Anmeldung dingliwer Rechte an das Grund- #ü> und an die zur U Ne defselben ehôrenden Gegenstände am 4 Mittwoch, den 27. Mai 1885, Vormittags 115 Uhr, “L im Zimmer Nr. 7 (Ne Ga) des hiesigen Amtsgerichtsgebäudes Statt. : : Tudlaae bee Verkaufsbedingungen vom 13, Mai 1885 an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum Sequester bestellten Erbpächter W. Giesenhagen zu Zittow, welcher Kaufliebhabern nah vorgängiger An- meldung die Ben anng des Grundftü>ks mit Zu- behör gestatten wird. S Schwerin, den 8. April 1889. _ ; Großherzogli< Me>lenburg - Schwerinsches Amtsgericht. Zur Beglaubigung: Der Gerichts\cbreiber (L. 8.) F. Meyer, A.-G.-Secr.

2922 l Nr heute tilajenem, seinem ganzen Inhalte na<

r< Ans{lag an die Gerichtstafel bekannt gemachtem E a zur Zwangsversteigerung des dem Slofermeister B U f zu Wismar gehörigen, in der Breitenstraße daselbst an der Nord- seite unter Nr. 1193 belegenen Hauses mit Zubehör

Termine

Industrielle Etablissements, Fabriken nund T! Vogler. > A ou E a. E Sáhlotte, Büttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

Annoncen - Bureaux.

gehörenden Gegenstände, sowie zum Verkaufe na< zuvoriger endliher Regulirung der Ver- faufsbedingungen am Mittwoch, den 1. Juli 1885, Mittags 11 Uhr,

2) zum Ueberbot am

Mittwoch, den 29. Juli 1885, Mittags 11 Uhr,

im Zimmer Nr. 8 des hiesigen Amtsgerichts8gebäudes

Dieser Strafbefe vird vollstre>bar, wenn Sie Anti : ; E S ae 4 s Zustellung bei | kasse für die Stadt Balingen, vertrelei zuni Lts Statt.

S 9 e , ee a j y 4 i 1 l m unterzeichneten GeriWte \Grifili oper h Bos Da bort ace Lib i RabVanwalt das | 1885 an auf der Gerichtsschreiberei und bei dem zum Kollokationsverfahren gegen die nachbenannten Suhb- hastaten in Verfolg dec Licitation vom 15. Sep-

Auslage der Verkaufsbedingungen vom 17. Juni equester bestellten Herrn Rechtsanwalt Ziehl in

Wismar, welcher Kaufliebhabern na< vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grundstücks mit Zubehör gestatten wird. &€

Wismar, den 13. April 1885. Großherzoglich Me>lenburg-Schwerinsches Amtsgericht.

j tbekargläubiger, welhe ihre For- | 3163] _ E

M Sg do hle wik, pv und zwar iee in 6 In Saden U Nis Se a p dvs i izil ibrer Anwälte, nämlich: | der dem Erbmüller Karl Parker geHori(

E nan ie Dee tes B F. W. | Erbgraupenmühle bei Warin hat das Großherzog-

j ur | liche Amtsgericht zur Abnahme der Rechnung des Eiehel - bestehend. Hanblung, / veeteeten bur® S icisrs Dur Erklärung über den Theilungsplan,

sowie zur Vornahme der Vertheilung Termin auf

Dienstag, den 5. Mai 1885, Vormittags 10 Uhr, estimmt. Der Theilungsplan und die Re<nung

en nieder- | des Sequesters werden vom 25. April d. I. an zur Einsicht der Betheiligten auf der Gerichts|\chreiberei niedergelegt sein.

Warin, den 16. April 1885-7

Ritter, Ger.-Sekr., Gerichtsschreiber des Großherzogli Meklenburg- Scbwerinschen Amtsgerits,

2914]

anberaumt, und werden die bei der Zwangsverstet- gerung Betheiligten dazu mit dem Bemerken ge- laden, daß der Theilungsplan zu ihrer Einsicht auf

der Gerichts\<hreiberei niedergelegt ift.

Rosto>, de 13. Al N Großherzogli Me>lenburg-Schwerinsches Amtsgericht. Zur Beglaubigung: E. Blan>, A.-G.-Aktuar.

2916

l A E Verfahren, betreffend die Vertheilung des Erlôses der zwangsweise dur< Notar Burger in Rappoltsweiler versteigerten Liegenschaften der Che- leute Judas Judas, Handelsmann und Eva Lehe mann, Beide früher in Bergheim, jeßt ohne bes fannten Wohn- und Aufenthaltsort, werden die leßteren hiermit zu dem zur Erklärung über den A auf Dienstag den 2. Juni 1885, Vormittags 10 Uhr, beim hiesigen Kal. Amts- gerihte anberaumten Termine gemäß $. 51 des Ge» seßes vom 30. April 1880 vorgeladen, Rappoltsweiler, den 14. April 1885.

(L. 8.) H. Krebs, Amtsgerichts\chreiber.

[2917] Anfgebot. E Es ift das Aufgebot folgender angebli abhanden ekommenen Urkunden E : 1) der von der Lebensversicerungs- Anstalt für die Armee und Marine unterm 1. Januar 1873 aus- gestellten Police Nr. 1107, laut deren auf das Leben des Königlichen Garnison-Auditeurs Herrn Alfred Emil Lenz in Neisse die Summe von 500 Thalern versichert ift, : : e Herrn Divisions-Auditeur Lenz in Magde- burg; L l 2) Ee Stamm-Aktien der Rumänischen Eisen- bahnen-Aktien-Gesellshaft Serie D. Nr. 1793 und 2531 à 400 ee Serie E. Nr. 158 665 und 158 666 à 100 Thaler, i von Frau Wittwe Kreusel, Emilie Mathilde, geb. Thorshmidt, in Meißen; 3) des von der Kur- und Neumärkischen Ritter- schaftlichen Darlehnskasse zu Berlin unterm 9. De- zember 1874 dem Herrn Premier-Lieutenant Albert von Borstel zu Berlin ertheilten Depotscheines Nr. 67 a, über den deponirten Preußishen Staats- \chuldschein Litt. F. Nr. 12 988 über 109 Thaler, von Herrn Premier-Lieutenant der Landwehr- Kavallerie Albert von Borstel zu Wiesbaden; 4) des auf den Namen des Fräuleins Marie Linke ausgestellten Sparkassenbu<s Nr. 120 580 der hiesigen städtischen Sparkasse Über ein Guthaben von 415 M 56 S, : von Frau Auguste Linke, geb. Slink, hier, 5) dcs 4} 9/0 Berliner Stadt-Anleihescheins Litt. O. Nr. 11 943 über 100 Æ, vom Gemeinde-Kirchenrath zu Bu{how-Carpzow ; 6) des Hypotheken-Antheilsheines Nr. 19 159 der Norddeutshen Grundkredit-Bank, Hypotheken-Ver- sicherungs-Aktien-Gesellshaft zu Berlin über 300 „H, ausgestellt - unterm 17. Februar 1880 für Robert Eggers in Rosto> und mit Blankocession desselben

1) zur Anmeldung dingliher Re<hte an das Grund-

Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch

Monate November und Dezember 1884 als Land-

streiher umher gegangen zu sein Uebertretung

an die Stelle des Grundstücks tritt.

{uüd und an die zur Immobiliarmasse desselben

versehen, von Fräulein Louise Luci zu Rofto>;

s k E # 2M L f J f E} A