1906 / 12 p. 8 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

arr E r red erm M É p I E P P R ER mNE t I E R E PAE T T7 L

den beiden anderen rheinis<en Marktorten Koblenz und Neuß nur eine Steigerung von 163 bezw. 170 auf 190, und auf den meisten Märkten des Ostens (Breslau mit 185, Stettin mit 183 und Berlin

Die Durhschnittspreise der vershiedenen Fleishsorten, feinste und {<le<te Ware ausgenommen, betrugen im ¡weiten Halbjahre 1905

mit 177 ausgenommen) wurte im Dezember der Saß von 160 garniht mehr oder nur unerhebli< überschritten, auf einzelnen Märkten überhaupt nit erreicht.

{warz aussehen. Das zweite oben F Mittel if die aus- \{ließlihe Anwendung farbenempfindliher Platten für Ballon-- aufnaÿmen. Aber man tut gut, damit ni<t genügen zu lafsen, sondern in Erwägung des Umstandes, daß infolge der in der Luft enthaltenen Dunftbläëchen und Staubteilchen die gelben Strahlen in ihrer Wirkung zurü>treten, die Wirku g Lichts no<- dur< Anwendung eines Gelbfilters zu Nagerk: Nicht jede Gelb-

| Dritte Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich. Preußischen Staatsanzeiger.

für 1 kg in Pfennigen

in den Marktorten ogenannten

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Königsberg i. Pr.

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Rindfleisch ) vom Baue

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Juli 135 August 143 September 156 Oktober . [160 November 160 Dezember 160 Sulít August ; September 135 Oktober ¿ H35 November Dezember

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Auguît September Oktober November Dezember . Juli

August September Oktober November .

120; : 126/130

160/150/130 150/150/135 150/160/150 150/160/150 150/170/155 150/170/135

Invaliden versicherung der Seeleute.

Die Geschäftéstelle für die Invalidenversicherurg der Seeleute weist darauf bin, daß die Beiträge für die versiherungérfli&tigen Seeleute von den Reedern an die genannte Lübe>, und zwar stets für das abgelaufene Jahr îin den ersten

se<s Wochen des neuen Jahres abzuführen sind.

hat von den Reedern ohne Aufforderung zu erfolgen. der Nichteinhaltung der Frist sehen die betreffenden Bundesrats-

vorshriften Ordnungsftrafen vor.

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ume find, wie Z arbeiter in den Ausstand getreten.

inen wahrs(heinlih feine Zeitungen.

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A. F. In seiner Januarversammlung, welhe zugleih die all- jährli abzubaltende Hauptversammlung war, nabm der Berliner Verein für Luftschiffabhrt den IJabreéberiht seines Vorstandes entgegen. Der Verein zählt gegenwärtig 807 Mitglieder, darunter

ben 284 Mitglieder, darunter 5 Damen,

Ueberhaupt {on aufgestiegen find 485 Mitalieder, 134 unter ibnen baten die Qualifikation als Ballons Von den 84 Fahrten, die im verflossenen Jabre mit efunden haben, gingen aus: von Pofer,

28 Damen. Im Jahre 1905 ha unterncmmen.

Ballonfahrten

fübrer erworben.

Vereinzballons statt Bitterfeld, 10 von

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Kecblenzer bezw.

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bei jeder Fahrt 159 km zurúdzelegt worden, die weiteste i i in Podolien erstre>te,

Í aus. Veileßt wurde ie zu den Otliegenheiten der ¿s Verfiands für 1906 fand cines Mitglieds dur< Zuruf

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das vieles zu beraten fei, was werten Tönne, und daf es besonderz und ers<werende 5 Dit ie man fi îlar werden Die erste die si in drei geregelte, auf-

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Die Beitraaszablung Für den Fall

Zur Arbeiterbewegung. „W. T. B.“ meldet, die Seyer und In den nächsten

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von untergeordneter m erboben hat, bft bei fiarter Bewegung auf- und abwärts gänzlih : i iniémäßig Auge gefaßt wird.

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. . . [150/155/145/160/150/150/185/165/158/165/150/160/150/180/150 170 145/150 1554138 150 150 160/156 . ,. [159/150/145/160/153/150/185/165/154 165/150|160/150]167 160 165 145/150 155/135 125/150 160/155.

Geschäftsstelle

44 von Berlin, 22 von Wiesbaden und Von diesen Normal-, 17 Sonderfahrten, 12 wurden vom ener Verein ausgeführt, 2 dienten zur Uebung des ionals, 1 seitens des Köntglih?-n aeronautischen enberg zu wifsenihattlihen Beobachtungen. Vereins enifielen $ auf „Sigsfeld“, 20 auf 1°, 32 auf „Helmboly“, welche damit im ganzen Fahrten erreit baben, was sowobl für das Ballons efen Wartung glänzendes Zeugnis ablegt. Im Durch-

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d s, Sekunde nicht solde

Unsärfe des Bildes zu besorgen

Frage des Eirflufses der Dreb- und Pendel- 25 die Ergebuisse pbotographisher Auf-

s feine regelmäßigen Perioren beider Be- Rethnung gezogen werden fönntes, wenigstens Haben und dúrít:a au nit fest- beiter Bewegurgen

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Zeit ciser Minute zu

manniz- Umbrehungen des l den gemöhrlichen bürfien alé u-gefähre Itorm zu betraten sein. Dat würte alíc ciner Berichiebvung der zu photographierenden Segen- fikrte ix der S#uxnde um 6 S1ad und bei Annahme, das der Apparat bei inr Driiung cinen Ries vos 3m Umfang beschreibt, bei ciner s Cfurte ciner Beridiebung des Bildes um 19 mm seén. Da zur Berméiiturg vor Unichárfen aber héchítens 0.1 mm nevungen juliifig fix, fo folgt hieraus, baß cine Expositions- bauer vor ‘y CAunte cie iu Lang ift, um dem Ginfluß der Dreisvrweguzrg v2 Ballors ju begegnen und das fie nur ’/14, Sekunde

143/180/145 146/148/150/159/150|165/145/150/145] 150 148 180 153 151/152 170/162|153! | | 7 150 180 156 168 155 /170/170/158 180/150 165 148/160/160 155/155 150 170/159 147/180 155/169 155/170 170/170 180/155 165/150 160/165 155 155/160 170/161 140/180 155/154 155/170/170/170 180/158 165 150 160/165 155 155 155/170/161 145/140/180 155/154 152/170 170 170/166|150 165 150 160/165 /155/151/155/160/158 130/100 110/125 128 145/125/115 125/130/127/130 140/120 135 /125/130/145 135 120 140/120/127 105 125/137 129 152 131/125/127/150/135/131/148/120 145 125/130/150 135/125 140 130/133 135/115 125/140 138 155/135 141/130 150/136/145/150/115 145 124 140/155 135 128/140 130/137 [130/115 125/135 137 155 135/145/130/150/138/145 150/123 145 135/140/160/140/125/150/140]138 135/135/120 135 135 130 155/135/139 130 150/135/145/150 125/145 135/140/155 135 125/153/140]138 135/130/120 125/135 130 155/135/129/127/150/135/145/141/115 140/135/140/155 130 125/153/130/135 « « [141/150 130 140 162 153/180 155 160 160/140 156/142/170/ 160 145 150/135 165/175/163 170 200/157 : 1148/160142 155 178 159 180 171/162 176 150/167/154]178 175 150 150/146 170 197/190 170 210 . 162/160 150/160 181 169 185 175 170 176/150/177 | 160 150 150 160 171 159 185 175 175/180/150!165|170/180!180 164 150/150 175/200,190 190 220/172 . [160 150/160 160.170 169 185 175 174 185 150/173/170|188/170 170 150/150 185 /200/190/190 220/174 160/160 160 160 164 149 185/165 170 183/150/177|170/178/165 167 150/150 185/200 190 190 220/172 120 165 150/130 148 143/165/130/148/151/150/170/135/190/165 150 145 135/160/145/155/170/17t [152 137 160 150 155 158 149/167/151/159 155/150 | . [160 165 160/160 166 163 195 164/167 155/160/182/149/188 175 175 157 145/160 149/170/170 175|166 . [160 160 160 160 170 162/195 169/184 159 160/170/150/180 170 178 160 145/160 146/170 170/180|166 160 165 165 160 170 164/195 165/170 1609|160|160|150/180 164 180/160 149/160 /149/170/180.180|166 . 1160 165 165 160 168 151/195 148/164 160 160160150166 155 180 160 150/160/145/170/180 170/163 135/165 130/150 151 150/180 /145/160/160/150|169/139/150 155 145/145 135 150/145 163/145/150/150

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beiragen dürfte, um die genannte Grenze für die Schärfe des Bildes einzuhalten. Die Pendelbewegungen des Ballons verlaufen meiïtens no< viel s\Hneller und unregelmäßiger. Wie s{neil, ist nit zu sagen. Aber sie kaben das Gute, daß sie meist don der Bewegung der Luftschiffr im Korbe _ abbängig und daber wesentli einzushränken und auf eia Minimum zurü>zuführen sind, wenn auf ein „Sißen Sie stil!" des Photographen die Mitfahrenden bemüht find, fic jeder Bewegung zu enthalten. Achtet der Photograph dann no< aufmerksam darauf, den Einfluß der Drebbewegung, die ihre Richtung bäufig wechselt, dadur< zu beschränken, S er für die Aufnahme den Moment des Sill- standes, also des Wechsels der beiden Bewzgungen, erwählt, so wird das der Schärfe seines Bildes förderiam fein. Immerhin bleibt als Er- gebnis der vorstehenden Untersuhung die Forderung, so furz als irgend möglich zu erponieren! Welches ift aber die angemeffenfte und zu- treffendste Erpositionszeit? Zur Beantwortung der Frage wird man zwar von irdishen Verhältnissen und Erfahrungen aus- gehen Fkönnen, aber fi darüber im flaren sein müfsen, daß die Lichtverbältnisse im Ballon von denen auf der Erde wesentlih verschieden find. Die irdishe Erfahrung lebrt, daß bei einer Oeffnung = /z der Brennweite !/z6 Sekunde Erposition nôtig ist, um auf moderner Tre>enplatie ein rihiig auterpo- niertes Bild zu gewinnen, bei gutem Sonnenliht genügt au< 1/00 Sekunde. Die Helligkeit im Ballon, abhängig von den beiden Komponenten, der Sonne und dem erleu<teten Himmel, unter Um- ständen au< von Reflexen der Gegenstände im Terrain, ist aber viel arôößer als auf der Erde, und wenn au< im zweiten Punkte größeren Verschiedenheiten ausgeseßt, so do< immer auf 50 bis 60 9/6 der Gefsamthelligkeit zu s>äßen und in dem Grade zunehmend, als der Himmel frei wird. Man wird also ni<t febl- gehen, wenn man die Helligkeit im Ballon auf das bis 2fahe wie unter normalen Verhältnissen auf der Erde tariert, woraus folgen würde, daß die Expositionszeit im Ballon von /:00 auf 1/150 Sekunde verkürzt werden kann, um dieselbe Wirkung zu erzielen wie auf der Erde. Aber man wird sih au< darüber flar sein müssen, daß die Ballonphotographie unter ganz anderen Licht- verhältnifsen bezügli<h der aufzunehmenden Gegenstände arbeitet, als die terrestris<e. Mana vergegenwärtige sich den Unterschied. Jede Auf- nahme auf der Erde hat mit einem Vorder- und einem Hintergrunde zu re<nen. Um beiden na< Möglichkeit gere<t zu werden, wird der Vorder- grund bäufig untererponiert. Vom Ballon aus gibt es teinen Vorder- grund, alfo fällt diese irdishe Rücksicht auf möglichst gleißmäßige Schärfe von Vorder- und Hintergrund weg, und man kann im Ballon bei bho<hempfindliher Platte bis auf $ der Erpositionszeit, d. i auf !/,59 bis 1/00 Sekunde berabgehen. Geschieht dies, so wird man das Richtige erreichen, vorauégeseßt, daß man das entstehende Negativ au richtig zu lesen weiß. Da vom Ballon aus gesehen, jeder Gegenftand bell ist, wid man im Bilte keine s{<warzen Schatten erwartea dürfen. Der “Unterschied zwis<hen Licht und Schatten ift, vom Ballon aus gesehen, außerordentlih gering, was darin seinen Grund hat, daß die Luft einen großen Teil des Lichtes refleftiert und vom durhfallenden Lichte einen gewissen Anteil absorbiert. Da nun vom Ballon aus gesehen, sämtlihe Gegenftände von viel Luft umflutet find, müssen die Helligkeitskontraste s<wach scin. In noch bôhexem Grade vershwinden die Farbenkontraste, weil dem weißen Lichte dur die Luft die blauen Strahlen in höherem Grade als die anderen enizogen werden, was zur Folge bat, daß weiße Gegenstände in großer Eatfernuna rôtlih ersheinen. Die vereinte Wirkung von Absorption und Reflexion if, daß im allgemeinen sich alle bellen Farben na< der Roticite des Spektrums zu verschieben, die dunkeln Zône blau werden. Werden auf sole Art. {hon für das Auge Farben und Helligkzitöwerte abgedämpft, so ist diese Wirkung auf die photograpbisde Platte bei entfernten Gegenständen noh unendlih größer; denn diejenigen Farbiôöne, die gleih dem Blau den stärksten Eindru> auf die photographische Platte hervorbringen, sind in der angegebenen Art abges<hwädht, die na der roten Seite des Spektrums zu liegenden, geringeren Eindru> auf die Platte hervorbringenden da- gegen _in ihrer Häufigkeit vermehrt. Hierin liegt die Hauptursache der Schwierigkeit, gute Ballonaufnabmen zu erhalten, also in der Verwendung der Helligkeits- und Farbeznkontraste an si< und in der besonderen Wirkung, welche bei der Verschiedenheit der <hemis<hen Wir- fungen der Farben auf die photographische Platte geübt wird. Der Mittel. wodur< es mögli wird, diesen Uebelständen soviel als möglich abzuhelfen, gibt es ¡weierlei: soldze rein <emischer Natur und solche, die eine b-sontere Auëwahl der photographis<hen Platten treffen. Wer je Ballonaufnahmen gemacht bat, weiß, daß der Weg, die Kontrafte möglichst ftarf hervortreten zu laffen, möglichst harte Entwi>klung der Platte ift, und daß die Helligkeitéverschiedenheiten sih stärker geltend machen bei gering als bei ftarf exponierten Platten. Möglichste Kon- zentration des CatwiFlers und s{hneliste Entwi>klung ist also eine Hauptbedingung für cin gutes Bild. Der Entwilkler kann gut 4 bis 6 mal so fonzeatriert scin wie bei gewöhnlihen Aufnahmen. Es find somit für tiesen Sonder;iwe> alle diejenigen Entwi>ler zu vermeiden, die glei ben Œisecnentwidlern und vielen alfalishen Entwidlern starke Fonzzntration ni&t zulassen. Am empfeblenswertesten ist Rodinal in Verdünrnungen von 1 : 10, selbst 1:8. Man laffe sih nicht erschre>en und befürdte feinen Mißerfolg, wenn die Platten anfangs ganz

| 4 \cheibe hat jedoh diese erwünshte Wirkung, die gelben #\

Poleaüser (dur< Koble bergestellt) 3. B. nicht ; denn fie dämpfen die- lauen und gelben Strablen. Das einfachste und sicherste Selbfilter wird bergestellt dur<h gelbgefärbte Gelatine zwishen planparallelen Gläsern. Der Gedanke liegt nabe, daß die Anwendung von Gelbfiltern eine neue Schwieriakeit bringt, nämli die Notwendigkeit einer Vers [längerung des Expositionszeit mit den oben erörterten unerwüns<ten olgen. Doch besteht diese Schwierigkeit unter Anwendung höchst farbenempfindliher Platten (man wähle nur deutshe als die zweifellos besten) keineswegs. Man brau<ht als Erpositionszeit 1/100 Sekunde niht zu überschreiten. Man habe nur den Mut, ni<ht zu lange zu exponieren, und man wird \si< von dem guten Erfolge bald überzcugen! Eine Schwierigkeit bleibt immer, gegebenenfalls den Wert der Helligkett im Ballon ang: He mas gsa Es gibt dafür bisber no< feine sichere Methode der Messung; aber eine folhe wird gesu<t werden müssen. Diese no< bevorstehende Arbeit is äußerst wichtig, und es unterliegt taum einem Zweifel, daß das Preblem genauer photomeiris<her Be- stimmung der Helligkeit vom Ballon aus gelöst werden wird. Zweifellos scheint au, daß diz durhaus noŸ nicht ers<öpfte Frage des besten Farbenfilters zur Gewinnung der s<ärfsten Helligfkeits- kfontrasie bei dem Fortschritt unferer vhotographish-optis<en Technik noch bessere Wsungen finden wird. Auch könnten statt der jezt an- gewendeten */z Objektive mit */, Odjektiven weitere Fortschritte gema<t werden, fobald die Vorfrage gelöst sein wid, wie lange in diesem Falle zu exponieren ist.

Von hohem Interesse ist die Anwendung farbiger Photo- graphie im Ballon, wofür dur< den Berliner Verein für Luftshiffahrt bereits eine Ballonfabrt bchufs Anstellung von Versuhen bewilliat worden ist, obne daß es bisher mögli< war, ans Werk ¿u gehen. Denn man darf fih von der farbigen Photographie na< der wissenshaftlihen und te<hnisGen Seite wichtige Vorteile versprechen. Wieviel eindring- licher werden farbige Photogramme zu uns von der Schönbeit der vom Ballon geshauten Welt reden. An der Ausführbarkeit ist nicht zu zweifeln, es gibt in dieser Beziehung kfine Schwicrigkeiten mehr, selbît niht in der Notwendigkeit kürzester Momentaufnahmen und der verschiedenen Empfindlichkeit der Platte unter verschiedenen Farktenfiltern. Ja, die farbige Phbotoarapbie vom Ballon aus ift von einer nicht zu unters<äßenden Schwierigkeit befreit, wel<he für die terrestrishe Photographie dieser Art besteht, nämli<h von der Notwendigkeit, die drei Aufnahmen nicht gleichzeitig, sondern {nell Vintereinander von derselben Stelle zu machen, um genau si< de>ende Bilder zu er- halten. Da die Ballonaufnahmen ausnaÿmslos Fernaufnahmen sind, besteht für sie keine Gefahr dex eben gedahten Art, wenn die Aufnahmen gleichzeitig mittels einer dreiteiligen Camera er- folgen. Seibjst die kleinen Verschiedenheiten der Erpositionsdauer unter den verschiedenfarbigen Filtern können dur< den Apparat leit überwunden werden, sei es unier Anwendung verschiedener Blenden, fei es auf andere Weise. Noch wäre als aur eine wichtige Sade für die Ballonphotographie auf Erfahrungen mit Moment- vershlüfsen hinzuweisen, deren Zuverlässigkeit im Punkte der Zeitdauer bäufig fehr fragli< ift. Bei Luftkältegraden ift leider bisher bei keinem Verschluß auf ein sicheres Funktionieren der Federn -zu re<hnen. Im Prinzip verfetit sind die Fallvershlüfse, weil fie allzu beträhtliche Verschiedenheiten der Belihtung zwishen dem oberen und dem unteren Rande tes Objektivs ergeben. Am empfeblenswertesten in diesem Betrat find die Schli8- oder Spaltvershlüsse, denn während der Nuyeffekt der Fallvershlüsse zwishen 0,3—0,5 der Bes lihtungszeit s<wanft, erreiht der der Slißvers<hlüfse beinabe den Wert = 1, und felbst tleine Erschütterungen führen Unschärfen von Belang nicht herbei. Auch sind diese Vershlüffe gegen Temxreratur- unterschiede am wenigîten emvfindlih und bei den zwei dünnen Achsen, auf denen sie. laufen, am sichersten im Punkte der Viskofität bei normaler Beweglichkeit zu erbalten.

In der sih ans{licßenden Diskussion wurde dur< den Hauptmann

Groß noch besonders auf die Wichtigkeit der Erfindung einer Viethode ¿ur photometris(en Bestimmung der Helligkeit im Ballon hingewiesen und für Versuche zu diefem Zwe> auch dic Unterstüßung des Luft- schifferbataillons in Aussicht gestellt. _ Ueber die leyien Freifahrten berihteten der Vorfißende des Fabrtenauss{usses, Hauptmann von Kebler, und die betreffenden Ballonführer, soweit anwefend. Es fanden im Dezember 5, im Januar bisher 2 Fahrten statt. Das Hauptinterefse wurde begreif- liherweise der am 21. Dezember von Bitterfeld aus mit dem Wasserstoffballon „Aßmann“ unternommenen Fahrt entgegen- gebradt, bei der dieser Ballon dur< Berührung mit einer eleftriihen Siarkstromleitung in Brand geriet und vernichtet wurde. Der Fübrer des verunglü>ten Ballons, Leutnant Sttelling, in defsen Begleitung fi< Leutnant Humann und Dr. Ladenburg befanden, entwarf eine anshaulihe Schilderung des bes dauerlihen Ereignisses. Dana entshloß man fi<h na< mehr denn vierfstündiger Fahrt in der Nähe von Forft zur Landung, weil der Ballon auf ein sehr auêëgedehntes Waldgebiet zutrieb. Eine geeiznete Stelle bot sh in einem £00 m breiten Felde innerhalb des Forster Waldes. Wegen der großen Geschwindigkeit von 60 km pro Stunde wollte man möglihst diht hinter dem Waldrande landen und hatte den Ballon etwa 1d m vor dem Waldrande bis dicht über die Wipfel fallen laffen, als man plöglih 8 m jenseits des Waldes eine Hc<spannung8- leitung erbli>te, aur die der Korb direkt zutrieb. Ein Ueberfliegen wäre bei der großen Geschwindigkeit, selbst bei großer Ballastausgabe, niht mehr mögli< gewesen. Der Führer zog deshalb sofort die Reißleine, um wenigstens den Korb und seine Insafsen vor einer Be- rührung mit der Leitung zu bewahren, wodur erreiht wurde, daß der Ballon mit den Tauen oberhalb des Ringes auf die Leitung stieß. Im Moment des Abprallens entstand ein Flammbogen, der das Gas am Füllanfsaß entzündete, worauf der Ballon fofort in Flammen stand. Der ‘Korb fiel aus ewa: 4 m Höhe zur Grde, die brennende Hülle in der Windrichtun dar- über hinweg. Die Lustschiffer konnten den Korb ohne weiteren Unfall verlassen. In der Diskussion über das verlust- bringende Vorkommnis wurde u. a. darauf hingewiesen, daß die im östliien Deutschland sih stark vermehrenden oberirdishen Starkfirom- leitungen von Jahr zu Jahr zu einer größeren Gefahr für die Luft- s<iffabrt erwüchsen, besonders seitdem die Landwirtschaft begonnen hat, selbît kleinere Wasserkräfte zur billigen Gewinnung von Elektri- zität zu benußen und sole ais geringerem Verlust auszeseßten Stark- strom an die Verbrauchsstelle zu leiten. Von anderer Seite wurde die Notwendigkeit betont, stets Ballast in Reserve zu halten, um ähnlichen Gefahren, wie im Fall des Ballons „Aßmann“, na< Möglichkeit {nell zu entgehen. Sorgfältigste Orientierung über vorhandene Starkftromleitungen dur< besondere Karten hierfür dürfte au der voa jenen ausgehenden Gefahren vorbeugen helfen. Zum Ersatz für den in Verlust geratenen Ballon wurde endlich beschlossen, obne Sâäumen einen neuen Ballon zu bestellen und ihm einen eiwas größeren Inhalt, nämlih 700 cbm zu geben. Der neue Ballon wird zu Chren Seiner Hoheit des Prinzen Ernft von Sachsen-Alten- burg, defsen reger Mitgliedschaft sih der Verein seit lange erfreut, den Namen „Ernst“ empfangen.

M12

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie *.)

Absaugelegenheit für Armbänder aus Glas nach E British-Indien.

Armbänder aus Glas, welche gegenwärtig auss{ließlih aus Oester- rei eingeführt werden, sind im britis<-indishen Markt ein be- deutender E und werden von dem {mu>liebenden Inder, welcher meistens ju arm ist, aus Gold oder Silber gearbeitete Gegen» stände zu erstehen, viel und gern gekauft. Sie werden in allen möglichen Farben und Mustern in den verschiedensten Preislagen ge- liefert. Die Verpa>kung ist eine derartige, daß je ein in Papier ein- geshlagenes Paar si in einer kleinen weißen Pappschachtel befindet. Ein Dutzend dieser Schahteln wird wiederum in einen größeren Kasten verpa>t, von denen dann 200 Stü> in einer mit wasserdihtem Teerpapier ausges<lagenen Kiste versandt werden. Muster von sol hen Armbändern liegen während der nächsten vier Wochen im Reichsamt des Innern, Berlin W., Wilhelm- straße 74, Zimmer 174, zur Ansicht aus und können na< Ablauf dieser Frist Handelskammern und Vereinen auf kurze Zeit zur Ansicht übersandt werden. (Nah einem Bericht des Kaiserlicen General- fonsulats in Kalkutta.)

Aus\chreibungen.

Lieferung von Kunstdünger na Frankrei. 1) An die Ligue agricole de la Marne in Condé-fur-Marne. Ver- bandlungstermin: 20. Januar 1906 in Châlons, Rue de la Marne 16. Das Bedingungsheft ist dur< den Präsidenten des Syndikats, Cb. Barrá in Condé-sur-Marne zu beziehen. 2) An das Syndicat des agriculteurs de l’arrondissement de Gien in Gien (Depart. Loiret), Rue Jules Michot. Verhandlungstermin : 20. Januar 1906. (L’Engrais, Paris.)

Jtalien. Die Errichtung einer Semaphorstation in Fosfo Cupo bei Civitavechia für die italienishe Marine soll am 90. Januar 1906, Vormittags 10 Uhr, bei der Direzione del Genio militare di Roma in Rom, via del Quirinale 11, vergeben werden. Anschlag: 34 500 Lire. Kaution 3459 Lire. (Gazetita Ufficiale del Regno d'’Italia.)

Hafenbauten in Livorno (Jialien). Das „Bollettino delle Finanze“ teilt mit, daß Salvatore Orlando, einer der De- vutierten für Livorno, der Königlichen Kommission für die Häfen Staliens einen Plan für die Verbesserung des Hafens von Livorno unterbreitet hat. Darin ist u. a. die Vertiefung des Hafens und der Bau eines großen Do>ks -vorgesehen. (The Board of Trade Journal).

Spanien. Lieferung von Segeltuch und ähnlichen Geweben an die Junta administrativa del Arsenal de Ferrol. Es handelt si{< um den Bedarf für das Jahr 1906. Vorläufige Kaution: 960 Pesetas, endgültige: 1920 Pesetas. Näheres bei den Comandancias de Marina in FSerrol und CGoruña fowie beim

Marineministerium in Madrid. Der Verhandlungstermin steht noh nicht fest. (Gaceta de Madrid.)

Lieferung von Apparaten zur Behandlung der Ge- treidevorräâte (aparatos para la manipulación de las mercancias á granel) in den Hafenshuppen von Barcelona (Spanien). Verhandlungstermin: 7. Februar 1906, Mittags. Anfragen und An- gebote sind an die Junta del Puerto de Barcelona zu richten. Kaution: 1000 Pesetas. (Gaceta de Madrid.)

Ausnußzung von Wasserkraft in Spanien. “Angel Duran y Sifaravo in Coruña hat die Erlaubnis erbalten, 2000 1 Wasser pro Sekunde aus den Flüfsen Maceda, Landro oder Landrave zur Erzeugung elektrisher Kraft unter Benußung eines Wasffserfalles entnehmen zu dürfen. Juan Meijide Iglesias in Chantada (Provinz Lugo) hat die Erlaubnis erhalten, 240 1 Wasser pro Sekunde aus dem Flusse O3ma zu Industriezwe>en entnehmen zu dürfen. (Bericht des Kaiserl. Konsulats in Madrid.)

Neue Straßenbahnen in Spanien. Die Compañia Vizcaína de Electricidad bat die Konzession zum Bau einer eleftri- hen Straßenbahn in Bilbao erhalten. Die Bahn foll von der calle de Hurtado de Amézaga bis zu dem dur die calle de Luchana, die Alameda de Urquijo und die Gran Vía berührten Plage führen.

Ferner is der Compañía de los ferrocarriles económicos de Asturias in Oviedo die Konzession zum Bau und Betrieb einer Dampfstraßenbahn Ribadefsella—Arriondas—Covadonga (21 km) er- teilt worden. (Gaceta de Madrid.)

Niederlande. Lieferung von Eisenbahnmaterial an das Ministerie van Koloniën in s’Gravenhage. Es handelt ih um 70 Garnituren Kuppelungen und Puffer für Eisenbahnwagen, Schraubenpfähle, -Blehe und -Bolzen, Reserveteile für Minenwagen, Bremévorrihtungen, 50 000 flußeiserne Krampen, 52 000 heißgewalzte und verzinkte Schraubenbolzen, verzinkte flußeiserne Platten usw. Verhandlungstermin: 24. Januar 1906, Mittags. Angebote find an das Technishe Bureau des genannten Ministeriums zu rihten. Die bestekken liegen daselbst zur Einsicht aus und sind au< durch die Firma Mart. Nijhoff in s’Gravenhage, Nobelstraat 18, zu beziehen. (De Indische Mercuur.)

Niederlande. Die Lieferung von 85000 kg Super- vbosphat, 30000 kg Ammoniaksuperphosphat usw. an die Ie Genossenshaft Middelharnis - Sommeledijk in

9 is, Provinz Südholland, soll demnä<hst vergeben werden. E y roniteur des Intérêts Matériels.)

Lieferung von Prägmaschinen nah der Türkei. Der „Levant Herald" teilt mit, daß für die türkische Münze neue Maschinen angeschafft werden sollen. Vèan will alle Münzen mit glattem Rande aus dem Verkehr ziehen. (The Board of Trade Journal.)

TrinkwasserversorgungderStadtPloesci(Rumänien). Wie das -österreihishe Konsulat in Ploeëci berichtet, hat der oberste te<nishe Rat mit einigen Abänderungen den zwis<en der Primarie von Ploeëci und dem Ingenieur Lindley bezügli<h der Wasser- versorgung der Stadt abgeschlossenen Vertrag genehmigt. (Handels- mufeum, Wien.) i A

Eine Lieferung von eisernen ren un ei für die bulgarischen Sgra ynen i N D u ano 34 209 Fr. foll am 2. Februar ei der Finanzkommission în A 5 (Bulgarische Handelszeitung.)

die Gefängnisver-

Sofia vergeben werden.

Lieferung von Khakidrell an Tis in Kairo. Verhandlungêtermin: 30. Januar 1906, Mittags. Das Bedingungsheft liegt bei der genannten Verwaltung aus. Angebote sind ohne Vermittelung der Post bei dem Inspecteur général des Prisons einzureihen. (Journal Officiel de Gouver-

nement Égyptien.)

Eisenbahnbau in Argentinien. Das „Bulletin“ der französishen Handelskammer in Buenos Aires teilt mit, daß die argentinishe Regierung den Bau folgender Eisenbahnlinien beschlossen hat: Villa Mercedes-Rosario, Cordoba—Rio Cuarto, Holmberg— Dolores, Dean Funes—Rosario mit Abzweigung nah Villa Maria, Barranquera—Otumpa— Tintina, Formosa—Embarcación, Soto—

Berlin, Montag, den 15. Januar

Dolores, San Juan—Jachal. Diese Linien werden einen Bestandteil

des Staatseisenbahnnetzes bilden. 4 M

Ferner hat der argentinis<e Ken folgende Konzessionen ge- nehmigt: Dem Señor Santiago I- de*) für eine Eisenbahn von Rufino (Provinz Santa Fé) na< Catriló (Pampa Central) und den Señores Taglioni*; für eine Eisenbahn von Mar del Plata über Tandil nah Azul. (The Board of Trade Journal)

Der Grundstü>s8verkebr in Berlin und den Vororten.

Nah dem Jahresbericht des Vereins Berliner Grund-

ffü>s- und Hyvotbeken-Makler in Berlin, eingetragenen Vereins, über das Jahr 1905 hat der Grundstü>ksverkehr in Berlin und in den Vororten in allen seinen Einzelbranhen im vergangenen Jahre ein Ausdehnung erfahren, die alles bisher in Groß-Berlin Dagewesene in Schatten stellt. Im Stadtinnecn hat das im Vorjahre geschilderte Bestreben großer Institute, Prachhtbauten zu befizen und die stehenden zu erweitern, weitere Fortschritte gema<ht. Zu nennen “find hier die Arron- dierungskäufe der Dresdner -Bank de* Französishen- und Markgrafenstraße, ferner die Erwerbung (Nationalbank für Deutschland in der Bebrenstraßz und die de 179 der Kaufmann- haft in der Neuen Friedrih- und Spand? ‘l¿e. Von sonstigen großen Besitveränderungen- in hervorragende! (verwähnt der Bes rit: Den Ankauf des Komplerxes in der * p1graße seitens der Aschinger- Gesellschaft, den Verkauf des Po | {X und des Savoy- botels, der Reichshallen, des jeßigen Bankgr! [7er Nationalbank, des Saroniahbotels und des Reichshofes. Qik 17,fen noch zahlreiche Umsäße, welche viele Millionen umfassen, d # den immer mehr in Aufnahme kommenden Seitenstraßen b.| +Mh- und Leipziger Straße vollzogen haben. In der Leipziger ‘<..üße dauert die Preis- erhöhung fort, und sind bei den erfolgten Ve fen, welche dortselbst immer seltener aus dauerndem Besitz erfolg. ungeahnte Summen erzielt worden. Erwähnt sei hier die E> Zthelmftraße und die Ed>e Mauerstraße. Sowohl in der Friedrih- al au in der Luisen- stadt entwidelte si dasselbe Bild wie im Vorjahre. Wo fich ge- eignete Abrißgrundstü>e: fanden, wurden fol&? behufs Errichtung von Neubauten erworben. Der Südwesten erfreut“ sih der fortgeseßten Beliebtheit. Der neue, nunmehr vollständig Pggeltellte Stadtteil Kaßba-, Evlauer-, Kreuzberg- und Monumentenstraße zeichnet fich dur< ges<ma>voll ausgeführte Bauten aus. Im Zentrum find hervorragende -Grundstü>e errihtet worden. Die teils im Vorjahre, teils in diesem Jahr mit großen Kapitalien ausgestatteten Terrain- esellshaften Haben ihre Gelände ershlossen und parzelliert. Der Zug nah dem Westen hat si< weiter verstärkt, und ist ein großer Teil der erwähnten leerstebenden Wobnungen in der Stadt die Folge dieser Massenauswanderung. Die Tauenzien-, Joahimsthaler und Kantstraße bilden sh immer mebr zu hervorragenden Geschäftsstraßen aus. Die Ladenpreise steigen, die großen Banken errihten dort, wie in den belebtesten Berliner Stadtgegenden, Wechselstuben. _ Während die Zunahmen an leerstebenden Gewerberäumen und Geschäftslokalen nur sehr gering ist, gestaltete sih die Zahl der leerftehenden Wob- nungen viel ungünstiger als im Vorjahre.

Statistik der leerstebenden Wohnungen ohne Gewerberäume.

Zimmerzahbl Teerftebende E über | unbe- Wohnungen 44: 9 | 6 6 | j

2 3 kannt | überbaupt : 41 7845

0j 1}

| j 1905| 22| 2209 2711| 1287| 645| 382| 218] 330 1904| 20! 1239! 1473 1049 994 374/ 239! 357 131 5436 1903! 14! 989| 1236 868| 429| 298| 223| 367 | 105 4529 1902| 12! 761 533 357! 245! 203! 182] 2841 7 2984 1901| 7! 519| 288 162 155] 208) 136! 284 4 1761 1900| 30 1172| 562, 330/ 333; 276) 202 262 63 3230

Ueber die Umsäße im Immobilienverkehr der Stadtgemeinde Berlin gibt der Bericht für die Zeit vom 1. Oktober 1904 bis 1. Oftober 1905 na<stehendes Bild: :

a. Freiwillige Veräußerungen : j L

2320 Grundstü>e mit einem Kaufpreis von 583 479 824,—

b. Zwangsversteigerungen: *

155 Grundstü>e mit einem Meistgebot von 35 112 204,— ,

c. Vererbungen :

350 Grundstü>e mit einer Wertangabe von 91 940 522, angegebener Gesamtwert : 710 532 551,— gegen 600 096 028 Æ im Vorjahre. EN

Demnach ist ein diesjähriger Mehrumsaß pon 110 Millionen Mark zu verzeihnen, nachdem s{hon im Vorjah1e die gegebenen Ziffern eine erstaunlihe Zunahme ausgewiesen hatten. : ;

Aus den dem Verein zu Gebote stehenden Ziffern über den Ges jamtumsay bebauter und unbebauter Grundstü>e gibt der Bericht folgende Uebersiht: Berlin 710532000 #Æ, Charlottenburg 141 060 000 &, S&öneberg 86 000 000 Æ, Wilmersdorf 75 009 000 A, Rirxdorf 53 600 000 #, Steglitz 25 855 000 Æ, Borhagen-Rummels- burg 15 900 000 4, Tegel 14 000000 #&, Friedenau 10 835 000 , Schmargendorf 8 000 000 #, Zehlendorf 6 915 000 Æ, Reini>kendorf 6 500 000 Æ, Friedrihsfelde und. Karlshorft 5 000 000 Æ, Treptow 4 500 000 4, Tempelhof 4 490 000 4, Oberschöneweide 4 000 000 Æ,

inersdorf 1 750 000 4, Briß 1 330 000.4, zusammen 1 175 267 000,46 Vier treten no< mehrere Vororte, deren Ziffern nit vorliegen. Mit dem bedeutenden E des Immobilienverkehrs hat au das Hypotbekengeshäft gleichen Schritt gehalten. Der Geldbestand war während des ganzen Jahres bis zu den legten Monaten flüssig, und der Pfandbriefabsaß der Hypothekenbanken überaus ae Divid M Die Gesamtsumme der von 37 Banken erworbenen Registerhypotheken betrug im I. Halbjahr 1905 296,70 Millionen Mark gegen nur 265,37 Millionen Mark im gleihen Zeitraume des Vorjahres. Der Obligationenumlauf bezifferte sih am 30. Juni auf 8220,48 Millionen gegen 7871,81 Millionen Mark am 31. Dezember und 7676,92 Mil- lionen Mark am 30. Juni 1904. Im leßten Quartal flaute das Ge- {äft dur die ungünstigen Geldverhältnisse sowie dur die Wirren in Nußland entschieden ab, und die meisten Banken haben ihre Tätig- keit entweder ganz eingestellt oder do< stark reduziert. Die Ver- \{uldung des Grundbesizes im Weichbild Berlins i troß der an- gestrengten Bautätigkeit niht übermäßig gestiegen. Sie beträgt nah den leßten Angaben 5 478 095 679 Æ gegen 5 239 117 775 M und hat si demna< um 240 Millionen gegen 190 Millionen im Vor- jahre erhöht.

Konkurse im Auslande.

j ; Galizien.

onkurs ist erôffnet: L

D Ueber ¿fe ermögen des nit registrierten Kleiderhändlers Majer Weißliy in Krakau, Krakauer Gasse Nr. 7, mittels Beschlusses des K. K. Landesgerichts, Abteilung VI, in Krakau vom 7. Sanuar 1906 No. cz. 8. 2/6. Provijorisher Fonturamalle: verwalter: Advokat Dr. Wladislaus Wilkosz in Krakau. Wahl- tagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmasseverwalters)

*) Wohrsiß nicht genannt.

1906.

18. Januar 1906, Vormittags 10 Uhr. Die Forderungen find bis zum 19. Februar 1906 bei dem genannten Geriht anzumelden; in der Anmeldung ist ein in Krakau wohnhafter Zustellungsbevollmächtigter nambaft zu machen. Liguidierungstagfahrt (Termin zur Feststellung der Ansvrüche) 12. März 1906, Vormittags 10 Uhr.

Bukowina. 2) Ueber das Vermögen der Geschäftsfrau Rosa Fris in Koßtz- man mittels Beshlusses des K. K. Landesgerichts, Abteilung IV, in Czernowig vom 10. Januar 1906 No. S. 1/905. Provisorif Konkursmafseverwalter : Advokat Dr. Isak Arnold in Koßman. Wahl- tagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkursmasseverwalters) 24. Januar 1906, Vormittags 10 Uhr. Die Forderungen sind bis zum 20. Februar 1906 bei dem genannten Gericht oder bei dem K. K. Bezirksgerihte in Kotzman anzumelden; in der Anmeldung ift ein în Czernowiß oder Koßman wohnhafter Zustellungsbevollmächtigter nams- baft zu mahen. Liguidierungstagfahrt (Termin zur Feststellung der Ansprüche) 24. Februar 1906, Vormittags 10 Uhr. D 3) Ueber das Vermögen des Spezereiwarenhändlers Josef Neu- haus in Czernowiß, Herrengasse 48, mittels Beschlusses des K. K. Landesgerihts, Abteilung 1V, in Czernowiß vom 10. Januar 1906 No. 8. 2/966. Provisorisher Konkursmafseverwalter : Advokat Dr. Adolf Fischer in Czernowiß. Wahltagfahrt (Termin zur Wahl des definitiven Konkur8mafseverwalters) 26. Januar 1906, Vormittags 10 Uhr. Die Forderungen find bis zum 10. März 1906 bei dem ge- nannten Gericht anzumelden ; in der Anmeldung ist ein in Czernowiß wohnhafter Zustellungsbevollmächtigter namhaft zu machen. Liquidie- rungstagfabrt (Termin zur Feststellung der Ansprüche) 16. März 1906, Vormittags 10 Uhr.

Täglihe Wagengestellung für Kohlen und Koks an der Nuhr und in Oberschlesien. An der Ruhr sind am 13. d. M. gestellt 22867, nicht re<t- ¡eitig gestellt keine Wagen. : : i In Oberschlesien sind am 12. d. M. gestellt 9002, niht rets ¡eitig geftellt keine Wagen.

In der vorgestrigen Aufsichtsratésizung der Königsberger Walzmühle, Aktiengesells<haft, wurde laut Meldung des „W. T. B.“ beschlossen, der am 16 Februar stattfindenden General- versammlung vorzuschlagen, daß der na< normalen Abschreibungen verbleibende Reingewinn von ungefähr 11 000 Æ auf neue Ne<nung vorgetragen werde. i A L

Der re<nungsmäßige Koblenabsaß des Rheinish-West- fälis&en Koblensyndikats Essen betrug, laut Meldung der „Rhbeinish-Westfäl. Ztg.“, im Dezember 1905 4901 173 t (gegen 4 679 621 t im Dezember 1904), oder arbeitstäglib im Durchschnitt 211 943 t (183 332 t). E L

Die Reederei-Aktiengesells<aft von 1836 in Vam- burg, die über fünf große Segler verfügt, übernimmt laut Meldung des „W. T. B.* die Segelshiffsreederei B. Wenke Söhne. Hierdur< wird die Flotte um se<zebn große Segler vergrößert.

Wien, 12. Januar. (W. T. B.) Vertreter große Tertil-, Glas- und Porzellanindustrien aus Böhmen und Mähren baben in Reichenberg und Brünn Beratungen a gehalten wegen Anknüpfungen direkter Geschäftsverbin- dungen mit Importeuren in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. 5

Belgrad, 13. Januar. (W. T. B.) Mehrere große Ge - treideerportfirmen, darunter Danon u. Co. und Drevfus u. Co., haben si bier etabliert, um serbisdes Getreide und Rob- vrodukte über Braila und Gala na< Genua, Marseille und London auszuführen. S

New Orleans, 12. Januar. (W. T. B.) In der gestrigen Sitzung der Vereinigung der Baumwollpflanzer des Südens teilte der Vorsizende des Autshusses mit, der Auss{uß fei einstimmig dafür, die Baumwollvorräte zu halten, bis der Preis 15 Cents für das Pfund betrage; dem Ausshuß; für die Bemessung der Anbaufläche solle vorges<lagen werden, eine jebhnprozentige Verringerung dieser Flähe zu empfehlen sowie eine gleibgroße Ver- minderung der Verwendung von künstlichem Dünger. Die Konferenz nabm einstimmig einen Bericht an, der bestimmt, daß der no< vor- handene Teil der Baumwollernte zurü>gebalten werden soll, um den

reis von 15 Cents für gewöhnlide und von 24 Gents für Sea- R zu erzielen, und daß ia jedem Staate ein aus Bankiers und Pflanzern gebildeter Auss{uß den Plan durhfühbren soll.

New York, 13. Januar. (W. T. B.) In der vergangenen Wote wurden 16 000 Dollars Gold und 905 000 Dollars Silber ausgeführt; eingeführt wurden 34000 Dollars Gold und 19 000 Dollars Silber. /

New Y ork, 13. Januar. (W. T. B.) Der Wert der in der vergangenen Wode eingeführten Waren betrug 14710 000 Doll.

egen 12 930 000 Doll. în der Vorwohe, dabon für Stoffe 3 110 900 Dol. gegen 2 780 000 Doll. in der Vorwote.

Die Preisnotierungen vom Berliner Produktenmarkt sowie die vom Königlichen Polizeipräsfidium ermittelten Marktpreise in Berlin befinden si< in der Börsenbeilage.

Berlin, 13. Januar. Bericht über Speisefette von Gebr. Sause. Butter: Die reihlihen Zufuhren von feiner Butter konnten niht ganz geräumt werden, und die Preise mußten etwas nah- geben. Auch die Berichte von den auswärtigen Pläßen lauten flauer, wodur die Stimmung des hiesigen Marktes ungünstig beeinflußt wurde. Die heutigen Notierungen find: Hof- und Genofsenschafts- butter Ia Qualität 117 bis 118 #, Ila Qualität 113 bis 116 Schmalz: Die amerikanishen Börsen zeigten keine -einbeitlihe Tendenz. Die größeren Schweinezufuhren ermutigten die Spekulation zu Abgaben, welche zeitwei)e die Preise etwas berunterdrüd>en, anderer- seits konnte auh die Haussepartei vorübergebend höhere Preise durh- setzen und begründet ole durch das kleine ager bei großer Erport- nachfrage. Die heutigen Notierungen find: Choice Western Stean 461 bis 463 4, amerikanisches Tafelshmalz (Borussia) 49 „4, Berliner Stadtshmalz (Krone) 48 #, Berliner Bratenshmalz (Kornblume) 51 M in Tierces bis 57 G Spe>: Nuhig.

Ausweis über den Verkehr auf dem Ber liner S{lahtviehmarkt vom 13. Januar 1906. Zum Verkauf standen 4702 Rinder, 1328 Kälber, 6211 Schafe, 11098 Schweine. Var kt-

reise nah den Ermittelungen der Preisfestsezun skfommission. ezahlt wurden für 100 Pfund oder 50 kg S<lachtgewicht in Mark

w. für 1 Pfund in Pfg.): ; A Sie Ri A PLE 1) vollfleishig, emáäsftet, böchhster Slachtwerts, höchstens 7 Jahre alt, 73 bis 77 Æ; 2) junge fleischige, niht ausgemästete und ältere ausgemästeté 68 bis 72 M; 3 mäßig genährte junge und gut genährte ältere 62 bis 67 M;

¿hrte jeden Alters 58 bis 60 #& Bullen: 1) voll- Ÿ) gering roy v : pla<twerts 72 bis 75 e; 2) mäßig genährte

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