1906 / 13 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

die ftraf:e{btlihen VorsHhriften gegen Beleidigung

Die chrisilicen Kreise lassen fich niht mehr Fen. Warum nimmt der Kriegsminister auf diese Rüdcksiht als auf das Offizierkorps? Der © ut daran, fis dieser Ansicht anzuïchliezen. Unter inaftiven Offizieren befinden fich Hunderte und [l verwerfen, wenn sie auch nit ofen damit Militärverwaltung verzihtet doŸ nit auf ‘deren erträglid, daß die Militärverwaltung ge- von Offizieren als vorhanden anfieht, Jede Beseitigung eines ehrengeridbtlihen und dafür find uns NReichstanzler

Kunft und Wissenschaft.

dazu bieter, daß verbessert werden. an die Wand dr Kreise weniger fanzler täâte g den aktiven und Tausende, die das bervortreten. Die Mitarbeit. Ist es aber wifffsermaßen zwei Kategorien die fie verschieden bezurteilt? zun Verfahrens erfolgt mit Zustimmung des Kaisers, die Vertreter der Regierung Anspru auf machen will, so muß er den gzritet hat. M

Abg. Bebel (Soz): rfiärung dem

fstatuieren wollte. enden G-:rihte oft fast unbegreiflize das Begnadigungêreht oft mehr als sei niht mögli, die terwerfen, wie fie in anderen in’ dem hier zur Sprathe ge- {were Provokation vor.

umgegangen war, al bl erflären, ‘daß der- Beleidigte fich Waffen mit ibm pels war ein solches, taß Feldhaus ihn beftrafie; das Zivilgeridt hat ja das Verhalten eines te, es gab [zider fein Verfahren, die weil Göpel niht Militär war. Nun, rihte, so ärztlihe; warum ift dieser Weg fönnen aus diesem Falle wieder schen, der Gesezgebung und Dieser Zuftand muß Das Reichsgeriht bat fih em Duellzwang geftellt als der Rei sezlichen Vorschriften gezen

des Römerp lier Aemter

immer mehr hervortrat, da war es ganz selfbstverständli

age, ob Haltern am Ende das so viel gesuchte Aliso sei, aufgeworfen wurde, und auch nicht unvzrftändlih, daß rage von vielen energisch bejaht wurde. Vieles sprach dafür, und wirklih durchs{hlagendé Gründe gegen die Id

Bekleidung Mir sehen jetzt, daß die erfenn Milde walten lafsen, daß ferner milde geübt wird. Nun sagt Offiziere tenfelben Ans{auungen zu un Bevölkerungêkreisen g

sei es aus religissen der Fall. Herr Feldhaus hat ich bin ein prinzipieller Gegner des Duells, sondern dieses Duell gefällt

Meine Herren, die Gründe, welhe das Ehrengeriht bewogen haben, diesen Spruch zu fällen, kann ich zu meinem Bedauern im einzelnen nicht anführen, weil fie ihrer ganzen Natur nach geheim sind und auch für ein etwaiges gerihtlihes Verfahren nit zur Aber, meine Herren, aus dem Gang der Untersuhung, aus den Akten kann ich dcch einiges vortragen, was ein klares Liht auf den ganzen Fall werfen wird.

Der Herr Vorredner hat ja bereits die ganze Angelegenheit auch aftienmäßig hier erörtert, im allgemeinen zutreffend; ih kann mich nur dea%, S{hlußfolgerungen Zweifellos ist der Brief, den der Arzt Göpel zunächst an die Mutter des Leutnants Feldhaus geschrieben hat, Form niht angemessen. Wenn ihm gedroht werde, wenn er nit gerade in dem Haus der Familie verkehrt hätte, so wäre es wobl an- gezeigt gewesen, die Polizei in Anspruch zu nehmen, fo ist es die Affâre würde dann wahrscheinliß einen ganz anderen Gang genommen haben. Meine Herren, Göpel hat stets ausgesagt, wo er auch vernommen ift, daß er sich zweifellos erheblih gekränkt geschen hätte, daß seine Honorarforderungen nit beglihen und überhaupt diejenigen Nück- sichten, die er nach seiner Ansicht zu fordern hatte, nit genommen Das ist der Grund gewesen, warum er den Brief des Leutnants Feldhaus, ten uns der Herr Aktg. Noeren vorgelesen hat, zurückgesandt hat und dabei ganz zweifellos durhaus beleidigende Worte gegen den Feldhaus gebraucht hat. Das ftebt vollkommen Nun sagt dex Herr Vorredner, €s ift durhaus das einzig Richtige, daß Leutnant Feldhcus auf diesen beleidigenden Brief nichts Ich bin völlig anderer Ansicht. Wenn damals in diesem ersten Falle der Leutnant Feldhaus das Organ benußt bätte der ihm widerfahrenen Beleidigung, was ihm zu Ge- nämli den Ehrenrat , ganze Affâre aus der Welt geshaft worden. und links.) Gewiß, meine Herren! wird ftillschweigend eine derartige ihm zugefügte Beleidigung dulden, er wird dagegen vorgehen und wird nicht stillhalten und abwarten, bis eine s{härfere und s{chwerere folgt. (Sehr rihtig! rechts.) Das Der Leutnant Feldhaus bat rubig till gebalten, hat keinen Ton gesagt, nichts erwidert. Ih bin der festen Ueber- zeugung: damals lag keine {were Beleidigung vor, damals ift auf der anderen Seite noch nicht die Aegriertheit gewesen, die nabber zu Tage trat, und ein Ausgleih würde sich obne weiteres dur den Ebren- rat haben finden laffen. Nachdem das nicht erfolgte, sezt fich nun Göpel hin und \chreibt diesen s{werverlezenden Brief. ja anerkannt und ich glaube, der Herr Vorredner auch —, daß diese Beleidigung eine sehr {were gewesen ift. das auch empfunden und sofort dem Ehrenrat darüber Mitteilung und man kann wobl fagen, daß der Ehbrenrat alles , um den Aus- nach der Allerbö{bsften Order herbeizuführen. ist niht nur einmal gemacht, er ist mehrfach gemacht worden, und er it zuleßt gescheitert an dem Widerstand des Göpek, der erklärt hat : ich bin nit in der Lage, darauf einzugehen, weil mich Leutnant Feldhaus durchaus nicht in dem Maße als einen Ehrenmann an- gesehen hat, wie ih es beanspruwen konnte. (Lathen in der Mitte und links.) Nun, meine Herren, Sie lachen darüber, daß der Göpel die Empfindung von si hatte, ein Chrenmann zu sein? Das allerdings auch anerkannt, daß er ein etwas Mensch wäre, angenommen durch2us provokatorishe, {were Beleidigung dem Herrn Feldhaus ins Gesiht ges{leudert bätte, und er ift dafür bestraft worden mit Zweifellos ist die Sühne dadurh erfolgt, aber nicht erfolgt

bei die staatlihen Geseze zu achten hätte, : A H, dah die Fr B Die Ausgrabungen bei Haltern i. Westf. 1905. Die Ausgrabungen bei Haltern haben den ersten Reiz der Neuheit r einen großen Teil des Publikums, in gewissem Das schadet nihts. Nach den eríîten drängte alles dana, rasch Klarheit über die ausgedehnten römischen Ießt gilt es, in bedähtiger Arbeit die ge- wonnenen Refultate zu festigen und das \{chöne Untersuhungsobjekt nach allen Richtungen wifsenshaftlich auszubeuten, wenn das auh bisweilen an Zeit und Geduld harte Anforderungen ftellt und dazu s{üttelt und meint, zu tief in den Halterner Sand hinein. sihere Nömer- lager Nordwestdeutshlands gebraht hat, und dieses unter verhältnis- mäßig fo günstigen Untersuhungsbedingungen, muß noch viel mehr ergeben, als fie bisher schon ergeben hat. Objekt hon selbst dafür, daß man immer wieder durch kleine und f in Eifer gehalten wird. Die „Tücke des bjefts* haben wir in Haltern oft genug kennen gelernt. Wenn man gerade meint, nun müsse die Arbeit glatt weiter, laufen, und es werde alles \{chôn und regelmäßig herauskommen, dann fteckt g:wiß gerade an der Stelle eine recht nette Schikane im Boden, die uns ein paar Tage aufhält. Und wenn man immer wieder von der starren Regelmäßigkeit der rômishen Anlagen redet, so find wir in Haltern nahgerade dahin gekommen, jede Unregelmäßigkeit für möglih zu halten. Programm für die legtjährige Ausgrabung, die wieder von dem um die westfälishe Forshung fo verdienten Vorfigenden der Alter- Professor Dr. Koepp und dem Direktor der

je gesagt: i man uns, es ne O H bin ein Feind dieses Duells, t doch ein bedeutender Untershied. Auf welche

daß Herr Göpel darauf

verloren, wenigstens zierung sind bisher nicht

Demgegenüber ist aber immer wieder zu betonen, 4 der Funde bei Haltern niht von dieser Gleich- seßung abhängig ist und niht mit dem Moment \{windet, wo ein Ort ihnen den Namen Alifo die Bedeutun Aliso zu m

vorgebracht worden.

Verfügung gestellt werden. daß die Bedeutun erfügung gef n

mir niht. Das if Meise das Gericht

auêgegangen em saft als Landroehroffizier

festgestellt hat, wäre, dem Herrn Feldhaus Schwierigkeiten

Anlagen zu gewinnen. Gövel mit Selbftmordgedanken daß er aljo sehr S nervôs war, und es läßt sih wo der Mann if mir zu kreuzen ; das Benehmen zunäfst mit Recht mit Nichtachtun au sein Verhalten auf seine I 32 jährigen! Der Kriegsminister Sàdhe aus der Welt zu hafen, es gibt ja auch andere Ebreng en worden ? : soluter Widerspru besteht ¿wischen s{hauungen eines einzelnen Stan unter allen Umständen beseitigt werden.

aanz anders zu dief Einmal könnten die ge Der Kanzler eröffnet Revision des Strafgeseßbuches. fation der Vorarbeiten fiher noch Dinge bier aber vertrage Bank nicht.

ftreitig macht. Ebenso ist auch nde von Oberaden nicht mit dem Maßstabe die Entdeckung bei Oberaden bekannt wurde, wurde natürlich sofort diese Identifizierung vorgenommen,

verlor ein gut Teil seines Nimbus, und die in Haltern

Jett hat Herr Pfarrer fältigen und gründlichen

Oberaden* herausgegeben. Auf ihren r Tih nicht eingegangen werden.

wert, die

den ehrengerihtlihen Akten niht zu ersehen. Sollte dies der en sein, so geht daraus zur Evidenz hervor, daß die Gewiß- eine schwere Beleidigung mit Leib und Leben einstehen zu dringend mahnt zu einer äußersten Vorsicht (Sehr ritig! rechts) und zu der Achtung vor der Ehre des anderen.

: : verantwortlich. Wenn der i ‘Ant Gipel näht, an di den Namen eines christlicen Kanzlers

Schaden wieder gut mahen, den er an-

uns doch gar

Au®grabung Kondolenzbesuche empfangen. k noch einen ein die Ergebnisse seiner sehr sorg- in Ton und iben Jnbalt fann 1 Der moralische reeng A den der Kanzler pon ibm vertretenen Regiment zugesü ch feine Erflärung wieder gutgemabt werden. eine Klafse gibt, die Recht und be son früber im Gegensaß zum Äbg. Bachem nettêorder vom 1. Januar Ueber das Duell Wort zu verlieren.

Im übrigen forgt das eihen Inhalt kann hier natür- I hier nur meinen Stand- age kurz festlegen. Ih habe persönlih nie behauptet, [iso 1 i Haltern gelegen haben. Aber ich bin au jeßt noch niht überzeugt, daß es nit bei Haltern gelegen haben kann, nament- lich au dur die Funde von Oberaden nicht. ; seits eine Anseßung von Aliso bei Oberaden niht für unmögli. Nah den unzureihenden Zeugnissen der ftfffteller kôanen wir Aliso nun einmal nit fixieren. das siherfte Resultat all des Streitens hin und her. wir es. Bei Haltern ist ein so bedeutender Nömerplatz,Zeine fo feste, dauernde Anlage herausgekommen, die wohl Alifo sein fönnte. W bei Oberaden berauskommt, wifsen wir noch nit. die genaue UntersuGung lehren, interessanten Punkt natürlich zuteil werd-n wird. seine hohe Bedeutung schon na i auf ein anderes berufen, auf eine gleihung. Denn an dem Ort, der jeßt dur die rômischen Reste als römischer Haltepunkt erwiesen ift, hängt, wie Prein nahgewiesen hat, seit ältesten Zeiten der Name Else, das mit Aliso sehr wohl zusammen- i Aber Namen wie Elie kommen zu häufig vor, als daß man diefem Argument allzu fes vertrauen dürfte. bleibt die Entsheidunz der Zukunft vorbehalten. Oberaden darf uns n 3 ern niht irre machen; und andererseits dürfen wir uns durch vorgefaßte Meinung für Haltern niht gegen Oberaden einnehmen lafsen. Rubig und objektiv heißt es an die Arbeit gehen. Zunähft muß der Boden von Oberaden befragt werden, was er denn birgt. Und birgt er in der Tat Reste, die fo bedeutend titügpankt der Römer angehört haben fönnen, dann mag man die Alisofrage wieder aufwerfen und zusehen, ob nun die Möglichkeit, Aliso bei Oberaden oder bei Haltern zu [ofalisieren, gegeben ift. Ich fürhte, es wird auch dann noh nit mögli fein, den strikten Beweis für den einen oder anderen Ort zu führen, und es wird noch längerer Arbeit und nohch weiterer glücklicher Funde bedürfen, bis unsere Kenntnis der römischen Reste in Westfalen jo weit geht, daß wir die Ents§eidung, wo Aliso gelegen haben muß, lar n. Der aber wird am rüstigsten auf der Bahn zur richtigen Kenntnis unserer ältesten Heimatsgeshihte vorwärtéshreiten, der sih selbst am wenigsten den Wez und die freie, sicht durch Hypothefen sperrt.

(Sehr richtig! durch seine E hat, kann durd fest, das es bei u treten fann. 1 ; die Ansicht vertreten, daß die Allerhöchste Kabi 1897 nur den Zweck habe, die Duelle einz selbst und feine Bedeutung brautSe ih kein verl uell führt in den meisten Fäll-n gar nicht zur Bestrafung D Der neue preußische Justiz bause am Sonnabend von der , 9 damit, daß, ohne daß von sozialdemokratische nommen ift, die ganze irdishe Dreieinigke l und Artillerie, gegen diz geplante Versammlung auf muß? Das zeigt ein Maß von Rüdsich Es ift immer zweifelhaft, ob gegen den Reichskanzler § 116 werden fann, der den Ungehorsam gegen Strafe bis zu 2 Jahren Gefängnis seine Grkflärungen fönnen wir uns | Es ift unerbört, was er erklärt hat, in das Duell fird. sagt, daß es den Duellanten überlafjen 1 1 se, fi Gott auseinanderzuseßen, fommti beinabe auf den toztai Grundsaß heraus: J 4 die Frage eine einfahe Rechtêfrage. es verstêßt gegen S§S 201 ff. des

sammenbange mit der Praxis des Begnadigung S die Duellanten an der entiheidenden S T bödbft woblgefälliges Werk getan : au bekanntli auf diesem Gebiete ungestir sofort mit der v

Wir haben beute geler abe hat, Duelle zu verbüten; er soll

Ueberraf i : a E A Mili masse bedauerli , ter Herr Abgeordnete hat dann noch gesagt, Sejey mit FUyen

g des Offizierstandes

daß dies nit Meine Herren,

es liege hier eine außerordentliche Ueberhebun E ae Perspektive mit der Diese Revision läßt bei der Kompli- Jahrzehnte auf sih warten; diese n eine folde Hinausihie ] teit des Offizierkorvs ruht nah meiner Au?- als der Abg. Himburg meint; die au in dieser Hinsicht hat vor Jena geführt. des Rechts und der Respekt vor iben, so helfen Sie uns diese Reste jener

Bei dcn Duelldebatten, die im efunden haben, waren alle Parteien digkeit, das Duell zu beschränken. beute nihts geändert worden. Lage, in das Verfahren Dieses Gericht sei selbständig e unterlägen nur der Bestätigung des Wir sind der Ansicht, daß die Tüchtigkeit aemadht bat, und auf

Ich halte anderer- einzushränken.

Aber bewiesen ist fie ni&t.

minister fprach im Abgeordneten-

auf die lange nt E S 2 Majestät des Gesctzes“.

Finden müssen welcher Konfession sie angehören, huldigen noch heute dieser ! rechts ; Widerspru in der Mitte.) Gewiß, ih. Das weiß jeder, daß er, wenn er zum

chlide Geseze durhaus verftößt.

Wie reimt fi r Seite etwas unter- Frfanteriz, Kavallerie geboten werden t, das bei uns nur L kei nit troß seiner Immunität Strafgeseßbuhs angewendet die Staatsgeseze unter Eine bessere Reklame als für den 21. d. M. nit denken. sbesondere, daz weite Schichten der Kricaëminister darüber ssen werden müfse, fih mit ibrem demofratishen Privatsahe. Für

Die Tüchtig f ganz anderen Grundlagen, Auffassung des Offizierkorps 100 Fahren den preußischen Staat nah Glaube an die Gleichheit Gesetzen aufrechtertatten b Exfklusivität beseitigen. Abg. Bassermann (nl.): Laufe der letzten Iabre bier ftattg einig in der Betonung der An dieser Stellungnahme ift au Kriegsminister erklärte, er sei nit vor den Ebrengerihten einzu und Ra seine S obersten Kriegéberrn. unseres Offizierkorps dieses zum ersten der Welt dieser früher vom Aba. v. Bennigsen behaupteten eht da; Das Drell nimmt immer mebr ab. Die Duell- t abges{lossen mit der Annahme eines dur den die verbündeten Regierungen ert wurden, mit allen Mitteln dem Duell entgegenzutreten. vom Neujabrêtag 1897, der diz Die Reform muß einsezen bei beim Verfahren zei ungen leiht nah einer gewiffen Vielfah wird gewünscht, daß die Oeffentlichkeit {lossen werde, weil sie o

worden wären. Sitte. (Sehr richtig

meine Herren, das weiß i Duell greift, gegen göttliche und men C rt! in der Mitte und links; Zurufe.) Gewiß!

was den Verstoß gegen die göttlichen Gesetze anlangt, fo soll man demjenigen, der aus Gewifsenszwang oder feinen Umfständen

tumékommission für Westfalen, rômisch-germanishen Kommission geleitet wurden, In erster Linie galt es, Klarheit über die Disposition des ro Nachdem 1904 die ältere und jüngere Ostfront mit ihren Toren genau untersucht war, mußten jet die Tore der anderen drei Seiten gesucht werden, Hauptstraßen des Lagers und die Lage der Hauptgebäude feststellen zu Das Tor der Südseite wurde erfreulich rasch gefunden. Etwas wroœ’tlich von der Lagermitte führt ein alter Hoblw:g, die Grenze der Halterner Mark, uer E das Lager hbindurch. Es ftellte sh no eute i:

Das muß erst war Élar vor-

Respekt vor den „Grofen Lagers“ ju hafen. 7 ine H

i ist, so kann Oberaden \ih Nun, meine Herren, um damit den Zu 2 zu laffen, er gläubiger Christ ift, (Lachen bei den

ozialdemokraten und aus der

Ebre unter dagegen verstößt, es überlassen, wenn

bängen fann. abzufinden.

: | des Volkes für Nah wie vor dann wäre zweifellos die (Unruhe in der Mitte

Ich glaube, keiner von Ihnen

Sozialdemokraten; Zurufe von den S Mitte.) Da haben Dritte nicht mit binein zu \prehen. Und was das anlangt, daß er gegen die Geseze des Staats verstsßt, so wird er deshalb bestraft; das bleibt bei feinem aus. 2 Meine Herren, was den zweiten Punkt der Interpellation betrifft, so habe ich im Auftrage des Herrn Reichékanzlers folgende Erflärung abzugeben, welche ih verlesen werde: e „Zur Auêtragung von Ebrenbändeln besteht bei uns die Sitte des Zweikampfes in weiten Kreisen der gebildeten Stände. (Widerspruch links; Sehr richtig! rechts.) 5 / Im Offizierkorps ist der Zweikampf in wirksamer Weise durch die Allerhöchste Verordnung vom 1. Januar 1897 bekämpft worden. Weitere Abbilfe könnte aber nur von einer gleichzeitigen Aenderung der geseßzlihen Bestimmungen über die strafrehtliche Verfolgung der Beleidigung und des Zweikampfes erhofft werden. (Sehr richtig! rechts und bei den Nationalliberalen.) Eine solche Aenderung des Gesetzes ift {on aus Anlaß der früheren Interpellationen ernstilih erwogen worden und wird au jeßt noch im Auge behalten. Sie läßt sich aber ni®t dur{chführen obne eine Umgestaltung der Abschnitte des Strafgesezbuches über Beleidigung und Zweikampf und ohne einen tiefen Eingriff in unser Strafsysiem, inébesondere soweit es die Festungsftrafe und die Geldstrafe be- trifft. Dieses isi nur möglich im Zusammenhang mit der in Vor- bereitung befindlichen als sicher

rechtsrevision die

an der Bedeutung von solche Wege Í annebzinen, daß er {hon zu einer Zeit über diese Stelle führt-, als im übrigen noch der Kastellgraben, von dem jeßt äußerlich längst keine Spur mebr zu sehen ifi, ein Verkebrsbindernis bildete. aleiht im Grundriß vollkommen den beiden im Osten hon erforshten Toren : binter dem westlihen Torturm fand sh als etwas Neu?s im Boden ein großes, sehr sorgfältig gepvflegtes Wafserbafsin, dessen Wände ehms@iht und Spuren der Holzvershalnng kennt- lid waren. Au das Westtor kam, dem östlihen genau gegenüber d. h. niht genau in der Mitte der Westseite, nah kuriem Suchen Glaubten wir nun des Nordtores vollkommen ficher zu sein, zumal der oben erwähnte alte Weg auch die Nordfeite des Lagers dem Südtore gegenüber du:chs\chnitt, so bhattzn wir freilih zu langem vergeblihen Suchen wurde es an einer Stelle gefunden, wo wobl niemxnd mehr es erwartet batte : anz nabe an diz Nordwestecke berangeschoben, fam es zum Vorschein! as einzige, was dizse Stelle für sih anführen kann, ift, daß hier der böchîte Punkt der Lagers liegt, und so die Tortürme zuglei den | besten Aussihispunkt b j Nun versuche sich bei dieser vzrschobenen Lage der Tore einer, ein Bild von der inneren Einrichtung des Lagers zu machen, bei der man ¡unähft von der Voraussetzung auszugeben bat, daß die beiden Haupt- straßen des Lagers fich rechtwintklid schneiden und der Hauptbau in die Längsachse des Lagers zu liegen kommt. Wo fteckzn in diesem Lager Praetorium. Principia ufw.? unsere bisberigen Tastungen im Innern keinen befriedigenden Erfo Aufgab2z bleibt Gerade von uns wichtige

(Zurufe links.)

Strafgeseßbu§s. adigungêérechchts

Offizierkorps noch beute. telle als solide an

debatte im Jahre 1895 ha nationalliberalen Antrages,

fönmea, dann mag man gesehen werden, die ein Kösener S. C. darf fih befar Dinge erlauben, die an den Arbeitern des Gesetzes gerohen werde der Ebrenrat nidt die Aufg : j mindern, aber die Aufgabe hat er nit, darf fie ni besonders schwerer Fall vorliegt, :

Nechter Hand, linker Hand, [hes die heutige Verhandlung bietet ; nah dem Abs. minister Göp-l ter cigentlid;e Auffafsungen er

ist niht gesehen. li waren. Es folate der Allerhöchste Erl Anzeige an den Ehrenrat vorsri Bestrafung der Beleidigungen ,

Schablone abgemacht. bei der Verhandlung ausges{lo}e Wirkung ausübe als die Beleidigung selbst. Die neuerliche mähtige l ner von großer Bedeutung angehören, verlangt Bestrafung der Beleidigungen und des Duells ner Instanz, - ähnlich den Militärebrenräten. lichen Abänderungen ift diese Abänderungen hon früber der Staatssekretär des Reich#- daß das Duell mehr auch stets das Verlangen des Reichstags ung verträgt hon heute niht mehr Strafen wird man das Duell fih die Duelle künftig von selbit namentli wenn hierbei die Geseßgebung den beteiligten

pa feine uma dei e SIEEA auf die Verhinderung dz ff eine bärtere | alles vertausdit, trafmaß felbst | Bewegung der Anti- |

j y hinzuwirken. klar fällen können. dinuuwirken. Feldbaus, nah dem Krieg®mt 5 mann. Es ift ja außerordentlih schwer, solche Kreise plößlich dur die Gesetzgebung zu

Bermwaltung

früß triumvbiert.

Das Gericht hat

muß erhöht werden.

unbefangene Aus- A E D. Duell-Liga, der Män

Herr Feldhaus hat

ebenfalls \{chwerere «4 sowie die Einrihtung ei 2 i Die Ankürdigung von beabsichtigten geleß gewiß freudig zu begrüßen, wobl nit kommen, twwie ! justizamts gesagt hat. einzuschränken ift, es ift das d

Die sfentlihe Mein les Duell. Dur rigorose wobl aber werden

Lo Ten alia ey

Gesetzgebung g m B FranÉreid die

unstatthaft. 1 _W militärishen Ebrbegriffe ebenso baarsarf zugespißt find w deuts&en Armee, müssen wir ganz bestimmt bezweifeln. s Kriegministers und des Kanzl Der Kanzler hat ofen und rüdckhaltlos sih tie moralishe Wirkung seiner Erklärung nit ist auch fein in Deutshland mögli, Zu dem Kreise zu denen er si rechnet, Herren von der Verwaltung. D der seinen Mitgliedern das Du-Ul vo von der höôchiten em _ [ f fassung des Kösener S. C., ein fehr seltenes und et Verbindung als eine nach § 128 des Sir.-V.- lid befemmt feine Bebêrde Kenntnis von die!em Bedingung gtmacht wird, unter der Mitglied Strafgesezbuh, er betradbtet

21 G N Es e 16 zu handeln. Nah den S 12

getan hat, seinen Kräften

er das tun mußte,

aber fo bald

Deutscher Reichstag.

20. Sigung vom 15. Januar 1906, Nachmittags 1 Uhr 30 Minuten.

(Bericht von Wolffs Telegravhishem Bureau.)

Tagesordnung: JFnterpellation der Abg. Roeren eines Landwehroffiziers ausforderung entwürfe, be-

Mir sind der Meinung,

1) cs

i dies Justizminister bei dieser verz¡wickten Anla Zutttzmtniil

der nit diesen Duelkomment der Anhänger dieser Anshauun

Reichtfkanzler , nit Ku s immer mehr vermindern : n r zu Hilfe kommt, und ein Ausgleihverfahren zwischen Personen einge

gen gehören die Kreise, gehören die Herren vom Bundesrat und die ie Borufsen gehören zum Kösener S. C-, rihreibt:; wer es verweigzrt, wird BYerschiß betroffen. sekrctes Buch,

Strafgesezbuches. daß bei der

der kommend-n Kampagne vorbehalten.

chung des Innerea versprehen wir für den Charakter der ganzen Anlage. FEinst- weilen haben unsere Srabungen im Innern uns durch Kleiafunde entshädigt, der in kommen ift.

Le at etr 0D A arn B 20S Mnn m:

und Genossen, betreffend mit shlichtem Abschied we zum Zweikampf, und erf treffend den Servistarif und die Klasseneinteilung der Orte, sowie die Abänderung des Geseßes über die Be- willigung von Wohnungsgeldzushüssen vom 30. Funi

(Fortsezung des gestrigen Berichts.)

Abg. Roeren (Zentr.) fortfabrend: Jedenfalls steht fest, daß in dem ganzen Verfahren ein s{werer i] so verwerfliher, weil er durch eine amtlihe Juastitution ausgeübt Die ganze Autorität im Lande muß dadurh unter- l Hohn auffafsen, enn _ einer andecn bebördlihen Stelle die böberen Stände die Aufforderung gericht:t wird, fie möchten durh Gesiltung und Bildung den übrigen Ständen 0ols gutes Beispiel Auch diejenigen, die in den s{limmsten Notfällen noch das Duell paffieren laffen wollen, müssen diesen amtlichen verurteilen. Jedenfalls muß die Militärverwaliung Maßregeln er- greifen, die geeignet find, einen solWen Zwang für die Zukunft zu verhindern.

Preußisher Staats- und Kriegsminister, Generalleutnant von Einem gen. von Rothmaler:

Meine Herren! Gbe ich auf den Fall selbft eingehe, sei es mir ge- | stattet, diejenigen Worie zu verlesen, welhe Seine Majestät Kaiser Wilbeim I. in der Verordnung für die Ebrengeritte 1874 gesprohen bat. Es beißt dort:

„Sine ehrengerihtlihe UntersuHung muß insbesondere in dem immerhin möglichen Fall gesehen, wenn ein Offizier in frevelhafter Weise cinem Kameraden ohne jede Veranlafsung eine {were Be- [leidigung zugefügt Haben sollte; dern cinen Offizier, welher im- stande ist, die Ehre eines Kameraden in frevelhafter Weise zu verlegen, werde ih ebensowenig in Mein-m Heere dulden, wie einen Offizier, welcher seine Ehre niht zu wahren weiß.“

bei den Sozialdemokraten ) ! ift die RichisHaur, welhe in der Armee ftets eingehalten wird, und

Entlafsun gen Unterlassung der te Beratung der G

angenommen werden , anderweitige strafrechtlize Behandlung der Beleidigung und des Zweikampfés cine wichtige Frage bilden wird. Inwieweit eine solhe Aenderung der Gesetzgebung eine Wandlung der zur Zeit herrshenden Ansichten über die Wahrung der ver- lezten Ebre ausüben wird, muß abgewartet werden. Solange aber der Zweikampf in weiten Kreisen noch als ein anerkfanntes Mittel zur Wiederherstellung der verlegten Ehre gilt, kann auch das Offizierkoryvs in seinen Reihen kein Mitglied dulden, welches niht bereit ist, gegebenenfalls mit der Waffe für seine Ehre einzutreten.“ (Hört, hört! und lebhafte Zurufe in der Miite und links.) Gewiß, meine Herren, ungeseßlich, ja wohl! auf die Ungeseßzlichkeit folgt Strafe. (Lebhafte Zurufe links und Unruhe.) Meine Herren, die Allerhöchste Kabinettsorder vom 1. Januar 1897 sagt in ihrem Eingang : „Ich will, daß Zweikämpfen Meiner Offiziere in höherem Maße als bisher vorgebeugt wird.“ Diese Allerhöchste Kabinettsorder hat derartig günstig Zweikampf im Heere gewirkt, daß im vergangenen Jahre 1905 ein einziges Duell zwischen zwei aktiven Offizieren stattgefunden hat. (Hört, bört! rechts.) Ich glaube, das ift eine so durhaus günstige Wirkung, daß wir uns nur alle darüber freuen können. (Bravo! rechts.)

Auf Antrag des Abg. Grafen Hompesh (Zentr.) tritt das Haus in die Besprehung der Jnterpellation ein.

ons.): Wenn ein Offizier mit s{lichtem Ab- e Duellforderung zu stellen, ist das theoretisch

aber wir wollen do nicht Offizierkorp8, aus denen die Bedeutung find für dieses, chauungen hat das Offizierkorps unsere Schlachten Der Fürst Bismarck sagte einmal: „Eins können unseren preußischen Leutnant.“

führt wird. hem (Zentr.): Das Verh ültig. Es kommt auf das Urteil d ren Spruch die Bestätigung des obersten Kriegs- die öffentlihe Meinung ein Recht, sich mit Mein Fraktion8genoffe i aben, daß er glaubte, Feldhaus wäre Duell für unvereinbar mit seinzn An- ber das Urteil selbst betrifft, so stellt gensaß zu den bestehenden Geseßen und in n Mehrheit des deutshzn Volkes. die das Duell unter Umständen bmen außerdem eine ganz erflufive Masse des Volkes hat eine entgegenge?eßte ist in weiten und niht den s{lechtesten | ins Gesicht E T {ärung des Kanzlers bat mi& in ihrem ScWhlußsaß es L es ist mir dabei eiskalt über den m Munde eines Vertreters Offizierkorrs könne kein Mitglied in feinen benenfalls eine beftehende Strafvorschrift Wenn derartige Erklärungen in diefem lers verlesen werden, so ist das eine Be- feinen Umständen zu duldenden Anschauung, die Es hâtte umgekehrt das Offizierkorps dürfe niemand in seinen Reiben cht die göttlihen und Menschengeseße voll und ganz Erklärung steht in direktem Widerspruch zu nisters, der Gener: H unzulässig sei, einen Offiziers- zu ftnguirieren. rienigen Offiziersaspiranten, denen Wie kann der tgegengesezten Erklärung diesem Offizierkorps darf niemand auf dem Standpunkt chlihen Recht nicht vereinbar betrahte daher diese Erklärung Reichskanzler !

alten des Leutnants Feldhaus teil des Ebren-

einen der besten Haltern bisher zum Vorf Eine Art rohen Trinkhorns is aus zwei zufsammengefügt. Der weitgeöffnete Mund der oberen bildet zugleih das EGingußlochW, während der bohgestreckte Haarshoyf zu einem MWidderkopf umgebildet ift und defsen Schnauze, cin kleines Loh, die Die Unterfeite des Gefäßes bildet eine mit Föstlidem Humor flott modellierte Maëke, die ihr Epheukranz in den bachischen Kreis verweist ein Urikum. nit nur in Haltern und eine neue Zierde des Museums in Haltern, das nun in abseh- barer Zeit, dank der bohberzigen Beibilfe, die dem Halterner Alter- i; Seiner Majeïtät würdigen Räumen fo wird aufgestellt werden können, wie es das verdient. rwähnt fei hizr noch, daß auf Grund der g:\samm-lten BeobaŸHtungen

über die Wallkonstruktion auch ein neuer Versuch gemacht ift, den Wall dur tine Rekonfstruktion anshaulih ju mahzn. Mit Hilfe von Seine Erzellenz der Herr Kultusminister zu gewähren die Geneigtheit hatte, ist an der Nordw-stecke ein Stück Wall w aufz2ebaut. defsen- wzsentlihe Teile jeßt wobl als unzweifelhaft rihtig Den Aufbau leiteten die Herren Geberimer Baurat Bierznann und Intzadantur- und Baurat SHmeddiag. : Eine weitere Aufgabe des Jahres 1905 war die Verfolgung des Grabens eines dritien, auf dem Plateau bei Haltern gelegenen Lagers. war {hon in dec ersten zum Vorschein

ist an sih ganz gleihg gerichts an, und da dieser berrn gefunden hat, fo hat dièsem Spruch zu beschäftigen. sih allerdings darin geirrt zu È entlassen worden, weil er das shauungen gehalten habe. ih dasselbe in direkten Ge ; lebhaften Gegensaß zu der gewaltige Es siad nur noch ganz kleine Kreise billigen, und diese fleinen Stellung ein.

Kreisen als

tba charafterisizrt diese E Uno: Wel Noeren eint imentli befom Statut, obgleih in diesem Statut zur Umständen ungeseßlih zu elr e des Kösener 8. C., verstößt systematish ge aber er wird deéwegen Privilegium des S. C., ungeseßlih feierli beshworen der Oberen gehorsamt wird auch dann, wenn einveritanden

zu bandeln. Der Staatsanwalt,

Ausflußöffnung darstellt.

einschreiten,

der bôöthsten zulässigen Strafe. nah dem Bürgerli®en Strafgesezbuch Standpunkt Und, meine Herren, ih glaube, soweit ih die Verbandlungen der Antiduell:Liga verfolgt habe, ist aus diesen Verhandlungen immer die Wir haben kein Strafgesez, das die Sühne für die verleßte Ebre in der Weise gibt, wie es ein Ehren- mann fordern fann. (Sebr richtig! rechts.) Das ift der Dur(klang bei allen Verhandlungen der Antiduell-Liga gewesen, soweit ih fie dur die Zeitungen babe verfolgen können. (Sehr ridtig! rechts.) Nun, meine Herren, handelt es fi um die Frage : war denn der Göpel ein minderwertiger Mann, wie ihn naher der Beleidigte dar- Ich mötŸhte zunäEst bemerken : fünf Vierteljahre lang hat der Arzt Söpel den Augenarzit Peretti in seiner Praxis ver- Ich möchte glauben, daß ein Augenarzt, ein Arzt, der etwas auf seine Patienten, auf seine Praxis bält, zu seinem Vertreter gewiß nit einen Mann wählt, der jung und unerfahren ist, der nicht ein Ghren- Es wäre unverantworilich, diese Praxis einem sollen Manne arzuvertrauen ; es wäre auch nit einzusehen, warum die Familie Feldbaus fo lange Zeit mit diesem Göpel in Verkebr gestanden hat. Es liegt ferner, meine Herren, das aktenmäßige Zeugnis eines anderen Arztes vor, der bestimmt aussagt: Göpel bothgebildeter überall da, wo er verkehrt hat, durhaus der Beliebtheit erfreut. Es scheint also beinabe so, meine Herren, daß erst nah dieser Angelegen- die Minderwertigkeit des Betreffenden aufgeftellt worden ift. sehr mifßilih, sehr bedenklih dem Beleidicer Beleidigung erfolgt rihtig! rechts. Widerspruch in der Mitte und links.) Das sollte nicht geschehen. Nun, meine ‘Herren, möchte ich noh auf einen Punkt hinweisen. Ich stehe auf dem Standpunkte, daß diese Beleidigung durchaus in einer unangemessenen Form erfolgt ist. er Sanitätsoffizier gewesen, das Ehrengeriht nämli, sagen können: dieser Mann hat sih an der Ehre verlegt, indem er frevelhaft einen andern beleidigte, er wird auêgestoßen und von einem Duell wäre keine Rede gewesen. Organ vollfommen gefehlt. (Lachen links.) Wenn wir solhe Organe einsetzen könnten, so wäre uns allen damit gedient. und Zurufe links.) Meine Herren, geäußert hat, Feldhaus Habe des Duells bekannt,

Gewissenszwang liegt, um

tumêverzin dem Kaiser

Beschlüffen

| graben werden, dem Kösener S

e i | wenn gleichzeiti Das Uriel pte in g don ard wird mit deutlichen Worten der Duell; vermanente Verlegung bestehender Gesege ! offenbaren Beleidigung & 174 und 175 geben fehr r Nath jeder Richtung ift durc sorge getroffen, daß das Duell wirklich ftattfi Uebertreibung sagen, daß der Köfener S. C. dem Zwette, bestehend laublihen Unfug ein Ende zu maden, teigung. Auch hieraus ein Klassenstaat fißenden Kreise zur Regel erbe in die Augen seben.

Forderung hervorgegangen :

höhste Ersiaunen geseßt, : diese Erklärung aus de Staatsverwaltung, das Reiben dulden, das nicht gege des Gesetzes bewußt verleßt. Namen tes Kanz festiguag der unter zur Zeit noh beißen müssen,

Mitteln, die vorangeben.

e Forderung erfolgen. autführlihe Bestimmungen über das durch diese Bestimmung Für- ndet: man fann alio ohne indung ift zu

Dietem un- zzigt man nicht die geringste der heutige Staat [ediglih der die Verlegung der Gesetze dur die be- bt. Man muß den Dingen, wie fie Der Duellzwang in der A n die leitenden Kreise im Staate ihn nicht die Duellanten

Pistolenduell.

bezeihnet werden können.

e Gesezz außer Kraft

f in gewissen Kreisen besteht. ? B Ha dee. BEsront ves aMronen Lag gestellt hat ? g ersieht man, wie Befestigunas8graben

der Kabinetts-

. Diese 5: ate. Dies al von Geßler,

order, die der Vorgänger des Kriegsni seinerzeit verlesen hat, wona es fo wie vielfach geich-hen, dieser Order ist doch das Wobl de ibre religiôse Ueberzeugung das ier mit einer ganz en

shobener Achse angelegten, nah dem Befund älteren Lagers bilden Auch bier wurden wir überrascht. Grabens warden wir in weiiem Bozen um die Nord- und Weftseite des „großen Lagers“ durh die Aecker geführt. Es ergab fih ein sogenannte große Lager an Umfang weit über- traf und 30 ha gegenüber den 20 ha des „großen Lagers“ umfaßt. Es hat alío vor der Anlage des großen Lagers hier oben {on ein bzi nur einem Graben und bei dem Feblen jedes tiefgehenden Wallgerüftes weit weniger feft war als die ipäier: Anlage, so betrabten wir es als eine nur für beshränkte Zeit [assen ihm einftœeilen den Namen des „Feld- | Leider müfsen wir nah dieser Entdeckung fürchten, daß die ! Erforshung des Lagerinneren noch schwieriger szin wird, als wir gedaßht, j m f Ten e me den S Spuren de Feldiagers zu renen baben. Die Bedeutung des Nömer- ! a R L R ; s 5 p Eer e Qn Lan s Feftitelluna E E | es ift eigentúmlic, daß fie niht nur in unserer, der deutshen Armee böbtem Maße bervorgztreten. | Demgegenüber it das Arschza von Haltern im Publikum be- | deallich ins Wanken geraten, da ibm ein

erwahien ift.

wirklih sind, in wäre nicht möglih, wen begünstigten. Wir endlih unter das t er gestellt werden, daß

Bei Verfolgung des om 2. Mai

werden immer wieder verlangen, d ie D gemeine Strafgeseß gegen die Totshläger und fie ihrer Privilegien entkleidet 3 von der anderen Seite verlangt wird, die schärfere Be- nit den Duellanten, fondern vor Schaden gereichen. ang diefer

aspiranten, L f mann in seinen Augen ist.

text und 30 Abg. Himburg (dk nn ein lassen wird, weil er unterläßt, ein l eine strafbare Handlung zu begehen, fo unter allen Umständen zu mißbilligen ; übersehen, daß die Anschauungen im bervorgeben denn mit diesea Anf

ftrafung der Beleidigung, das wird r allem den unbequemen oppositionell:n Parteien zum

Abg. Traeger (fr. Volksp.): An den Ausg eser von vornherein keine aus\chweifenden Hoffnungen meist aus wie das Hornberger rrashung kat die Verbandlung aber doc gebracht.

fommen ? Auch in j steben, der mit dem gôttlihen und m ist, dahin müssen wir kommen. I 0 „da! als cinen bôsen dies nefastus für einen christlihen eta; Auf andern Gebieten weiß doch der Kanzler, z. B. gegen die Sozial- estät des Gesetzes ganz anders zu wahren, tigen Töône zu finden.

Römerlager gestanden; da es

pellation habe i geknüpft ; sole Verhandlungen geben Schießen. Eine Uebe bat di Fch hatte niht erwartet, daß in die! teidiger entstehen werde in der Perso unter dem Einfluß der Erklärung Frage der Interpellation nur ein I Bestimmungen über Beleidigungen ist etwas gebe nabe bumoristisch, wenn der Reichskanzler dieses Medik en will. Dagegen soll kein Offizier im Heere ge- Wenn der Kanzler, nicht ein duellwütiger Kavallerist verkleidet, fo

Feldhaus ift als ein sollte meinen, daß das auch einem Ghbrenrat genügen sondern er bat 2 anerkennen wollen, ibn Wir können ere bößer steht

e Genugtuunz niht genügen? _ Standesebre aufräumen. lle in strikten Gegensaß geseßbuhs gestellt. nur noch s{limmer. Es war ursprünglih nicht zu nehmen, i dner zwingen mich doch zu einer Entgegnung rspruch. Wenn der Abg. Roerea gesagt hat, gebrahi habe, daß das Duell

guterzogener,

errihtzie Anlage un

demokratie,

(Hört, Hört! da weiß er die ri

em Falle dem Beleidiger ein Ver- n des Kriegsmiaisters. stan des Reichekanilers, der auf die Nein hat. Mit der Verschärfung der gebessert, und es wirkt bei- edifkamznt au

uns die fremden Staaten niht nahmahen, Der Fürst Bismarck hatte damit wie immer ret. ernsler Selbsterziehung : Könige hat unsere Offiziere dahi langt, daß jedes Mitglied für fei Der besondere Ehrbegriff des sagt; wer den n tun, niht Offizie Jeder, dem eine tuung; diese muß der Staat vers bietet. Aber hier versagt der Staa 134 mal recht minimale Strafen. Es ist also ganz erklärlich, Stand \ich auf seinen Standpunkt stellt. Duelle, aber vers{winden werden fic nicht, Ghrabschneider solhe Strafen widerfahr f ers Meg heute verwaltung, das Offizierduell zu r e strafen auf das Duell geseßt werden. „Uebers Leben noch geht die Ehre! Die beutige Verbandlung zeigt doh beren. Es hat wobl selten ein Fall vor- zu Tage trat, daß der bestehende Zustand nit Dazu die Erklärurg des Kanzlers. Beamte des für die Beachtung der Freunde haben

Noch vorgestern hat ustizminister Dr. Beseler erklärt, die volle n die Sozialdemokratie angewendet bloß gegen die Sozialdemokratie fein Angriff auf die öffentlihe Ordnung, wenn b zur Waffe gegriffen d Widersprüche, die der einfache Rechtébewußtseins nit versteht, Wer diese

da wir je5t auf dem ganzen Eine lange Zeit

r preußischen Das Offizierkorys ver- ne Gbre mit seiner Person einfteht. ziers ist der Mut, der nicht ver- ! sih nicht aneignen kann, der würde gut r zu werden; es wird ja niemand dazu gezwungen. Ehrverlezung widerfährt, kat Anspru auf Genug- haffen, weil er die Selbsthilfe ver- t; es gibt für Gbrverlezung manch-

es mir aber der Beleidigte

Strenge des Gesetzes werde gege

gelten? Ift €s / fehlerhaften und geschossen wird? Das fin Mann, der Mann des fittlichen l i ewußtsein des Volkes verwirren müssen. die Prämifse ablehnen. b dem Hause laut geworden wären, ft, den allein angemessenen, vertreten. Da muß aber meine große Verwunderung aussprechen es Abg. Himburg namens der konservativen man zur Wah- weil nach den

: gilt, sondern daß fie genau fo gilt in dem öôfsterreihishen und in dem A französischen Heer, welhe auf derselben Grundlage der allgemeinen Wehrpflicht aufgebaut find wie unser Heer.

W=28 nun den Fall selbst anbetrifft, meine Herren, so steht zweifellos feft, daß eine schwere Beleidigung gegen den Leutnant Das durch den Divisionskommandeur nicht also, wie der Herr Vorredner soeben gesagt hat, durch einige Offiziere des Ehrenrats, die noch fsoldatisher bätten sein wollen als der Brigadekommandeur berufene EShrengeriht hat sein Urteil dabin gesprohen, daß Leutnant Feldhaus, weil er es abgelehnt hat, für eine ibm zugefügte Beleidigung j ¡war unter | den Anschauungen eines Offiziers über den Austrag von Ehren- s{uldig der Verletzung der Standesehre zu erklären sei, und beantragte Eatlaffung mit s{hlichtem mittels Allerhöchster ! Kabinettsorder vom 6. September vorigen Jahres dahin Entscheidung Der Leutaant Feldhaus wird mit s{lichtem Abschied ent- (Hört, bört! in der Mitte und bei den Sozialdemokraten.)

diese Quali- fikation erst gibt, Standesbewußtsein ani tai ; gefährliBer Konkurrent !

Seit dem September ist Haltern nicht mebr der einzige ! Nachdem in Haltern die erste sichere römische? feitgestellt war, mußte das Streben dahin gehen, nun von bier aus wziter ju kommen und weitere Römerspuren im Lande nah- ¡uweisen. Jett ift der ersie erfreulite Schritt über Haltern hinaus getan. Bei dem Ort Oberaden, etwa 4 km öftlich von Lünen an

Prein - Methler und genannten Diftrikt rêmisher Amvhorenscherben in dem {weren dortigen Boden und geshütt !

Rest des Walles fiHtbar ift. | VRorbandenscins dieses ¡weiten Römerlagers ift nit mehr zu zweifeln, und wic müssen den Entdeckern dankbar für diesen Fortschritt sein. f wieder das [eitige, ansheinend unvermeidliche Sespznst Aliso auf, über viel geftrit Die Ausgrabungen von Haltern find niht unterzommen das Kastell Aliso zu finden, das den Hauptstüt

L. Zl Pp . §7 44 1 gs * ihren Feldzügen in Westfalen bildete.

i weiter im Auge behalt r ju werden duldet werden, der sih dem ein Privatmann, si îo als t ist das doch im höchsten Grade bedentlih. Ehrenmann allgemein anerkannt, und wohlbegründete Urteil des Zivilgerihts Das ist aber niht geschehen, doh nit als einen vollkommenen Ehbrenmann ane entlaffen, weil er der Standesehre niht genügte niht anerkennen,

die ihm durh Gese gebotene Genugt müssen mit dzm Begriff der militärischen Das Ghrengeriht hat sib in diesem Fa u dem Wortlaut des bestebenden Stra? folhèen Behandlung wird das Uebel Abg. von Tiedemann (Rp.): das Wort

Duell entzieht. felt war, die das Nechtsb j 3 Konsequenzen niht will, muß au gewünscht, daß nur die diesen Standpun ih dem Ab

Feldhaus vorgelegen hat. man: vil, muß au

ä Ö wenn ein jeder Wäre Göpel Offizier Dove danten emerfung i Seit wann ist es denn ein Rehts\ n Ehre ein Unre@t begehen mu lihe Sühne nit vollfommen genügt? „Ueber Ehre“, aber auch das Gesey geht Mut hat diese ganze Sache nichts steht der moralische.

solange nit einem frivolen l esellschaftlih cht in der Macht der Kriegs- niht, wenn Todes-

der Oberlehrer dur den Fund | Römerlager j;

der Pfarrer Organ dagewesen , die ihn auch

unmögli mache rung der verleßzte desehre der Geseßzen die mög } due ger cen nta gebt die über die Ehre. 1 böber als der physische Mut | d ralisch auch der Abg. Bassermann nicht s{ärfere Töne für Mit solchen Gründen ch begrüße es, daß die Anti-Duell-Liga ndet. Sie verficht |

stande8gemäße Anführung

Senugtuung welhe mit

beseitigen, auch

durch Wald, sogar noch ein Hier aber hat dieses | : Abg. Dove (fr. Vag.): mehr zu pet einen Unterschied von den frü gelegen, wo so fraß aufrecht erbalten bleiben fann. Es ist wohl noch nicht dagewe|en, Reichs erklärte, er halte fih nit für Sitte gegenüber einzutreten. Gesetzentwurf vorg strafe beseitigen und für Beamte,

(Widerspruch

was der Herr Vorredner scheint mir hbervorzugehen, als ob er annehme, einen prinzipiellen Gegner es aus der Anschauung heraus, daß

Ich bedaure, daß die Verurteilung des Duells verteidigt man eher das Due auch unter den geb aber kfeineêwegs die ' herstellen können ; fi l | Shwaten der Bevölkerung entgegenzukommen, will sie ihre Hand

o wett Tit 2

funden hat.

Ständen Mitglieder j fi Ansibt, daß die Gerichte die Ehre nicht wieder e verwirft prinzipiell das Duell, und nur um den

Aeußerungen der e | und zu einem Wide ¡ daß der Reichstag zum Ausdruck

Gesetze dieser

s # » 2 punkt der Röme Ó eis früber einen

er die Bedeutung

die sich duellieren, die Unfähig-

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