1906 / 22 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Drei. uricuncOk oed dim a T C E Tr G A Gt

Abg. Osfel (Zentr.): Freilih bantelt es sch um eine Detail- frage, die aber für die Künstler und Ausstellungsleiter Deutshlands von sehr großer Bedeutung ist, Ih muß dabei bleiben, daß eine Kontrolle für diese Bilder eingeführt wird, die wir bisher nickt gehabt haben. ;

Der Geseßentwurf wurde hierauf. im ganzen endgültig an- genommen, ebenso ohne Debatte in dritter Beratung der Gesetzentwurf, betr. die Wertbestimmung der Einfuhr- scheine im Zollverkehre.

Darauf seßte das Haus die erste Beratung des Entwurfs einer Maß- und Gewichtsordnung fort.

Abg. Dr. Bärwinkel (nl.): Als ih im vorigen Jahre namens meiner Freunde unsere Stellung dailegte, konr.te ih mich noch hoff- nungsfreudig der Vorlage gegenüberstellen. Heute, nahdem die vor- jährige Kommissionsberatung hinter uns liegt, sind meine Hoffnungen ciwas herabgestimmt. Die Aillmmehfafsüng der Materie ift ja will- kommen, ebenso stimmen wir der Tendenz zu, die Sonderstellung Bayerns auf diesem Gebiete aufzuheben; aber in der Wahl der Mittel ideint die Negierung keine besonders glücklihe Hand gehabt zu haben. Der Kernpunkt der Vorlage liegt in der Verstaatlihun der Eichämter. Jch freue mich, daß allerscits hiergegen energi! Stellung genommen worden ist. Die für diese Maßnahme angeführten Gründe sind für mich niht überzeugend. Haben sih Mißstände bei den gemeindlihen Eichämtern ergeben, fo sind diese auf andere Weise zu beheben als durch die Verstaatlihung; wir sind mit einer s{härferen Kontrolle der Eichärater durchaus einverstanden. Der Umstand, daf: die jezigen Eichbeamten, Eichmeister usw. ihre Stellung bloß im Nobenamt wahrnehmen, mag zu Mißständen geführt haben, die beseitigt werden müssen, aver auch hier ist die Verstaatlihurg niht das rechte PViittel. Es kann ja den Eichmeistern gesegliÞh verboten werden, Nebenbeschäftigungen av8zuüben, sie können zu reinen Eihmeistern im Hauptamt gemaht werden. Ih halte aber die verwaltungstechnishen Gründe für nebenfählich und den finan- ziellen Gesichtspunkt für den für die Regierung auss{chlaggebenden.

(Schluß des Blattes.)

Das Herrenhaus erklärte in der heutigen (6.) Sißung, welcher der Präsident des Staatsministeriums, Reichskanzler Fürst von Bülow und der Minister des Jnnern Dr. von Bethmann-Hollweg beiwohnten, zunächst den Bericht über die Ausführung von Eisenbahnverstaatlihungsgeseßen auf Antrag des Berichterstatters Herrn Büchtemann durch Kenntnisnahme für erlediat, desgleihen die über- sihtlihe Darstelung der Ergebnisse der im Jahre 1905 gepflogenen Verhandlungen des Landeseisenbahnrats auf Antrag des Berichterstatters Herrn Ma rx und die Denkschrift, betreffend die in der Zeit vom 1. April 1903 bis 31. März 1905 erfolgten Bauausführungen an denjenigen Wasserstraßen, über deren Regulierung dem Landtage besondere Vorlagen gemacht worden sind, auf Antrag des Berichterstatters Herrn von Graß.

Darauf folgte die Verlesung der Jnterpellation der Mitglieder Graf Finck von Finckenstein-Schönberg, Graf zu Eulenburg-Pra ssen und Genossen:

„Erschzint es der Königlichen Staatsregierung möglich, die vater landsfeindlihen Untrrnehmungen der Sozial- demokratie mit den Mitteln der bestehenden Gesetgebung erfolg- reich zu befämpfen ?*

Auf die Frage des Präsidenten erïilärte der Präsident des Staatsministeriums, Reichskanzler Fürst von Bülow:

Ich bin bercit, die Interpellation jogleih zu beantworten.

Zur Bearündung der Jnterpellation erhielt Graf zuEulen- bur g-Prassen das Wort, dessen Rede bei Schluß des Blattes noch fortdauerte.

Statistik und Volk2wirtschaft.

Zur Arbeiterbewegung.

Am Dienttagabend tagte eine zahlreich besuhte allgemeine Versammlung der Stock- und Zeiluloidarbeiter Berlins und der Umgegend, um zu dem Ergebnis der Verhandlungen der SHlihtungefommission in Frage der Lohnbewegung Stellung zu nehmen. Diz Arbeitgeber, die ter „Freien Vereinigung der Holzindustriellen“

anzeschlofen sind, hatten, wie die „Voss. Ztg.“ berichtet, die zwischen

dieser und dem Holzarbeiterverband bestehende Schlichtungskommission angerufen, die mehrfah-getagt und folgende Vorschläge angenommen hat, die au dié Arbeitgeberk ommission in ihrer allgemeinen Versamm- lung zu vertreten erklärt hat: „Die Arbeitszeit beträgt 51 Stunden wöchentlich (84 Stundéntäglich, bisher 9 Stunden); wo kürzere Arbeitszeit bereits eingeführt, bleibt diese bestehen. Der Mindestwochenlohn beträgt 25,50 (bisher 21,60) usw.“ Nach einigen unwesentli

Beanstandungen erklärte sh die Versammlung mit den Verein- barungen einverftanden. Nach demselben Blatte haben auch die Berliner Schlossergesellen (für Bau, Werkstatt und Fabrik) in einer Versammlung zu einem neuen Lohn- tarif Stellung genowmen. Der kestehende Tarif, der am 1. April 1906 abläuft, ist bereits gekündigt. Der neue, der als Grundlage den Arbeit- gebern unterbreitet werden soll, seßt in seinen Hauptpunkten fest: „Die neunstündige Arbeitszeit bleibt bestehen; Ueberstunden find nur in dringenden Fällen zu leisten und werden bis 8 Uhr Abends mit einem

Zuschlage von 30 v. H. vergütet; von 8 bis 10 Uhr mit 50 v. H.

und von 10 Uhr ab, also Naghtarbeit ebenso Sonntags- arbeit mit 75 v. H. Zuschlag berehnet. Der Mindeststundenlohn beträgt 50 S (biöjec 35 und 40 S) usw. In den Be- trieben, wo günstigere Lohn- und Arbeitsbedingungen bestehen, gelten diese weiter. Der Tarifvertrag soll nur von Organisation ¿u Organisation abgeschlossen werden, tritt am 1. April 1906 in Kraft und hat bis zum 1. April 1908 Gültigkeit.“ Der Tarif fand die Zustimmung der Versammlung, die die Lohnkommission beauftragte, mit der Berliner Schlosserinnung und dem „Verband Berliner Schlofsereien und verwandter Gewerbe" in Verhandlungen einzutreten.

Im Stahlwerk zu Mannheim find nah der „Frkf. Ztg.“ am Dienstag ctwa 250 Arbeiter wegen Lohndifferenzen in den Ausftand getreten. Wie der „Generalanzeiger“ meldet, war eine Kommission der Arbeiter mit den von der Direktion wegen der Weiterarbeit gemahten Vorschlägen einverstanden; troßdem erfolgte dann der Ausstand.

Im „Theresienshahte"“ der Wittkowitzer Werke in Polnisch-Ostrau (vgl. Nr. 21 d. Bl.) ist, wie „W. T. B.“ meldet, gestern die Nachmittagsschicht eingefahren, da eine Einigung zwischen den Arbeitern und der Gewerkschaft erzielt worden ift.

In Genf haben, wie der „Frkf. Ztg.“ telegraphiert wird, die T ypographen in verschiedenen Druckereicn die Arbeit niedergelegt, auch in der Druckerei des Amtsblatts. Der Grund ift die Anwendung des neuen Gesetzes über die Schließung der Drudkereten am Sonn- abendnahmittag 5 Uhr durch die Drulereibesiger.

Theater und Musik.

Schillertheater O. (Wallnertheater).

Gestern abend ging auf der Stammbühne des Scillertheaters das fünfaktige biblis@e Drama „König8glaube* von Hermann Stodte zum ersten Male in Szene. Der Verfasser, Lehrer am Johanneum in Lübeck, konnte des öfteren für den lebhaften Beifall danken. Das war insofern durhaus berechtigt, als tas Stück ganz geschickt und bühnengereht in der Szenenfolge, nit ohne dramatische Höhepunkte und in der im Ganzen gutzubeißenden Aufführung einigen Eindruck machte. Nichtsdeftoweniger blieb für den kundigen Hörer mancher Wursch unerfüllt. Es fehlt den Geschehnissen der Neiz des ursprünglich Könstlerishen; etwas Lebrbaft Korrektes und daher nicht unmittelbar Packendes liegt in der Bekbandlung des Stoffes, dessen Elemente, auch wie sie hier geboten werden, durhaus dramatish fru@tbar sind und in der Hand etwa cines Hebbel fich zu wirklihem Bühnenleben gefügt haben würden. Bei aller nit zu leugnenden Erfindung an- mutiger und leidenshaftliher Szenen fehlt diefen doch der poetisde Zauber. Jm Mittelpunkt der Handlung fteht Adonia, der Sobn Davids, der mit seinem Bruder Salomo in der Erstrebung des Anrehts auf die Thronfolge wetteifert. Adonia ist ein Feuergcist, ein Shwärmer und glaubt, dur Träume und allerlei Erlebrifse bestärkt, an seine Bérúfring, Dieser Königsglaube verleitet ihn, als David, von allen Seiten bedrängt, zum größten Teil au von Bathsfeba beeinflußt, den Salomo zum Nachfolger bestimmt, dem König öffentli seine alte SGuld, den Mord an Uria, vorzuwerfen, gegen den Willen des Königs, der ihn verflu@t, den Oberbefehl des ihm zujubelnden Heeres im Kampfe gegen die Phbilifter zu übernehmen und nach deren Unterroerfung eine gewaltsame Eroberung des Thrones zu vlanen. Aber seine im Grunde rechtlie Natur, die im Ver- trauen auf JIebovabs ihm günstige Absicht nichts Böses unternehmen will, veranlaßt ihn, sch{ch von dem ihn auf- reizenden Ioab, der, wegen der Tôtung Absalons von David ver- stoßen, gegen diesen Rache plant, zu trennen und waffenlos den Vater

um Verzeihung und um den Thron zu bitten. Er kommt zu spät. David ift kurz uber gestorben. Er ‘wirft alle Ee von ‘fich, um mit seiner Geliebten glücklich zu werden. Diése gibt #ch aber den Tod, um ihn seiner Jdee treu ‘zu erhalten. Jn Verzweiflun \stürmt er nun, Wunder erhoffend, - gegen Salomo is findet im Streit mit dessen Begleitern den Tod. Die Aufführung, die Willy hmann als Regisséur geleitet hatte, war stimmungsvoll, litt aber unter zu lautem Pathos; besonders \{mälerte Herr Paeschke als Adonia -auf diese Weije feine font treffliche Leistung. Herr Pategg gab den David in seiner kraft- vollen, würdigen Art. Für den zielbewußten klugen Salomo fand Herr Ziegel den treffenden Ausdruck, desgleihen Heinz Bernecker für den Joab. Bei Lotte Holms als Abisag, wie bei Anna Feldhammer als Batÿseba war mehr der gute Wille als die Ausführung anzuerkennen.

Im Königlihen Opernhause geht morgen, Freitag, „Der Evangelimann“, musikalishes Schauspiel von W. Kienzl, mit Herrn Kraus in der Rolle dcs Matbias in Szene. Im übrigen lautet die Besetzung: Johannes: Herr Berger; Martha: Fräulein Destinn; Magdalena: Frau Goeße; Engel: Herr Wittekopf; Schnappauf: Dare Nebe.

Im Köntglichen Schauspielhause wird morgen das Lust- spiel „Goldfishe“, von Schôönthan und Kadelburg, in folçcender Be- seßung aufgeführt: Oberst: Herr Eggeling; Erich: Herr Boettcher; Winter: Herr Oberländer; Emmy: Fräulein Eshborn; Josephine: Fräulein von Mayburg; Mathilde: Frau T Hans: Herr Herßer; Stettendorf: Herr Kraußneck; Wolf von Pötlaar-Benzberg : Herr Erich Ziegel als Gast.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

. Berlin, 25. Januar. (W. T. B.) Aus Deutsch- Südwestafrika wird amtlih gemeldet:

Wie neulich berichtet, batte s\{ch Cornelius, der seit De- zember im Tirasgebirge sißt, dem ihm drohenden Angriff des Leutnants von Crailsheim zu entziehen gewußt und am 13. Januar einen Viehposten bei Umub, nördli von Bethanien, überfallen. Die in Bethbanien stehende 5. Kompagnie des Feld- regiments 2, unter. Oberleutnart von Wittenburg, nahm ihm damals den größten Teil des geraubten Viehs wieder ab und ver- folgte ihn in der Richtung auf SBeimusis. Die Abteilung des Leut- nants von Crail8heim und Teile der 4. Kompagnie des Feld- regiments 2 unter Leutnant Freiherrn von Stein |chlofsen sich ihr unterwegs an.

Am 19. Januar früh gelang es, den Gegner in den Tiras- bergen in der Gegend der Aribamsa8pforie zum Kampf zu stellen. Er zählte über 100 Gewehre ‘und war außerdem von zahlreihen nicht mit Gewehren au*gerüsteten Kriegern begleitet. Nach dreistündigem Gefecht wurde Cornelius in die Fluht geschlagen. Er liß 12 Tote, Hottentotten und Herercs, darunter einen Hererokapyitän, auf dem Dan Eine Anzahl Gewehre, Reittiere und Großvieh wurden erbeutet.

Auf deutscher Seite sind 3 Mann gefallen und 3 Mann {wer verwundet. Der geschlagene Gegner floh in nocdwestliher Richtung u E durch die 5. Könipagnie des Feldregiments 2 bi3 Korais verfolgt.

Der Oberst Dame meldet außerdem, daß auf der Saypenitpate Windhuk—Kub die Milzbrandsperre, und auf dem Baiwege die Ninderpestsperre aufgehoben fei.

Die Sanierung der für die Verpflegung unserer Truppen so bedeutsamen Verhältnisse dürfte in erster Linie dadur herbeigeführt scin, daß im November vorigen Jahres ein großer Teil des frankbeiteverdächtigen Zugviehs getötet worden ist. Es ist zu hoffen, daß nachG Ergänzung des nun verbliebenen Bestandes an Zugtieren eine Erleichterung im Ver- pflegungsnahschub eintritt. Immerhin darf die Möglichkeit niht aus den Augen gelassen werden, daß troy aller Vorsicht?maßregeln die Seuche erneut zum Autbruch kommen kann.

(Fortsezung des Amtlichen und Nichtamtlihen in der Ersten, Zweiten, Dritten und Vierten Beilage.)

Theater. Königliche Schauspiele. Freitag: Opern-

haus. 25. Abonnementsvorstellung. Der Evangeli- mann. MusikalisWes Schauspiel in 2 Aufzügen, nah einer von Dr. Leopold Florian Meißner er- zäblten wahren Begebenheit, von Wilhelm Kienzk. Musßikali\he Leitung: Herr Kapellmeister Dr. Muck. Negie: Herr Regisseur Braunshweig. Anfang 73 Uhr. Schauspielhaus. 26. Abonnementsvorstellung, Gold- fische. Lustspiel in 4 Aufzügen von Franz von Shönthan und Guftav Kadelburg. Regie: Herr Regifseur Keßler. (Wolf von Pöhlaar-Benzberg : ißer Erich Ziegel, vom Shillertheater, als Gaft.) nfang 7 Uhr. Sonnabend: Opernhaus. Auf Allerb5§sten Be- fehl: Galavorftelluug. Zum ersten Male: Der Lange Kerl. Ein lustig Spiel in 2 Aufzügen. Dichtung und Musik von Viktor von Woikowséky- Biedau. Anfang 8 Uhr. Das Abonnement ift auf- gehoben. Ein Billettverkauf hierzu findet nicht statt. Schauspielhaus. 27. Abonnementsvorstellung. Prinz Friedcich von Homburg. Schauspiel in 5 Auf- zügen von Heinrih von Klcist. Anfang 74 Uhr. Neues Operntheater. Sonntag: 6. Billettreserve- say. Torquato Taf}o. Schauspiel in 5 Aufzügen von Wolfgang von Goethe. Anfang 74 Uhr. Der Billetivorverkauf bierzu findet an der Tageékaffe des Königlichen Schauspielhauses gegen Zahlung eines Aufgeldes von 50 4 für jeden Sigßplay statt.

Deutsches Theater. Freitag: Der Kauf- manu vou Venedig. Sonnabend: Der Kaufmaun von Venedig.

Berliner Theater. Freitag: Wilhelm Tell. S3nnabend: Kean.

Lessingtheater. Fceitaz, Abends 8 Uhr : Nora.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Und Pippa tanzt. Soantag, NaHmittags 3 Uhr: Traumulus. Avends 8 ühr: Und Pippa tanzt.

(Wallner theater.) Cyprienne. Lusispiel

Schillertheater. 0. Fc-itag, Abends 8 Uhr:

D Aufzügen von Victorien Sardou und E. de Najac. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Königsglaube. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Nora. Abends 8 Ubr: Flachêmann als Erzieher.

N.(FriedrichWilbhelmstädtischesTheater.) Freitag, Abends 8 Uhr: Ueber unsere Kraft. (I. Teil.) Schauspiel in 4 Akten von Björnstjerne Björnson.

Sonnakend, Abends 8 Ubr: Cyvrienue.

Sonntag, Nachmittags 3 Ubr: Crainquebille. Die Väuerin. Abschied vom Regiment. Abends 8 Ubr: Ueber unsere Kraft. (1. Teil)

Theater des Westens. (Station Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Freitag (15. Vorstellung im Freitag8abonnement): Die Zauberflöte.

Sonnabend, Nachmittags 3 Uhr: Bei kleinen

reisen: Der Kurprinz von Brandeuburg. Gua 7i Ubr: Schügenliesel. (Friß Werner, als

ast.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Bei halben Preisen : Zar und Zimmermann. Abends 74 Uhr: Schügtenliesel. (Friz Werner, als Gaît.)

Komische Oper. Freitag: Soffmauus Er- zühlungen. Sonnabend: Die Bohème.

Neues Theater. Liebesleute. Anfang 74 Uhr.

Sonnabend: Ein Sommeruachtstraum.

Freitag :

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Frei- tag, Abends 8 Uhr: Der Weg zur Hölle.

Sonnabend: Der Weg zur Dölle.

Residenztheater.(Direktion: Richard Alexander.) Freitag, Abends 8 Ubr: Der Prinzgemahl. Satiri]her Schwank in 3 Akten von Leon Xanrof und Jules Chancel. Deuts von Wilbelm Thal.

Ie und folgende Tage: Der Prinz- gemahl.

Sonntag, Nahmittazs 3 Uhr: Herkulespillen.

Thaligtheater. (Dresdener Straße 72/73.) Direktion: Kren und Schönfeld. Freitag, Abends 8 Uhr: Zum E50. Male: Bis früh um Fünfe! Schwank mit Gesang in 3 Akten von Jean Kren und Artbur Lippschiß. Musik von Paul Line. iger end und fclgende Tage: Bis früh um

ufe!

Sonnabend, Nachmittags 4 Uhr: Hönusel und Gretel.

Sonntag, NaEmittags 34 Uhr: Charleys Tante.

Zentraltheater. Freitag, Abends 8 Uhr : Das süße Müädvel. (Lolo: Mia Werber.)

onnabend: Zwei Festvorstellungen. Nachmittags

4 Uhr: Brinzeßchen Goldtraut. Abends

7EUhbr: Die Fledermaus. Vor jeder Vorstellung:

Jubelouverture und Patriotischer Feftprolog.

Trianontheater. (Gcorgenstraße, nabe Bahnhof Friedrichstraße.) Freitag, Abends 8 Uhr: Die Wetterfahue.

Sonntag Nahmittags: Die herbe Frucht.

In Vorbereitung: Loulou.

Konzerte.

Singakademie. Freitag, Abends 8 Uhr:

Liederabeud (S@hubert-Strauß-Abend) von Anna Stephan.

Philharmonie, Oberlichtfaal. Freitag, Abends 8 Ubr: Konzert von. Elisabeth und Gudrun ete (Gesang) und Klara Schmidt-Guthaus

ioline).

Saal Bechstein. Freitag, Abends 74 Uhr: Klavierabeud von Gottfried Galston.

Beethoven-Saal. Freitag, Abends 8 Uhr:

Ix. Orchefterkammerkonzert von E. N. von Rezunicek mit dem Philharmonischen Orchester.

Birkus Albert Schumann. Freitag, Abends präzise 74 Uhr: Extragalavorstellung. Ganz

febhenswerte. Novität: Miß Alice Mitchell und ihre 20 farbigen Studeuten, einschließlich Topsy, Heury Williams, Billy Yeger, die - aus- gezeihueten San figes. Ferner: Die phäno- menale Mirza Golem-Truppe. Die großartigen ueuen Spezialitäten sowie sämtliche Clowns und Augufte. Zum Scluß: Die diesjährige große Ausftattunespantomime: Femina, das neue Frauceureicch.

Sonntag: Zwei Vorstellungen: Nachmittags 34 Uhr (ein Kind frei) und Abends 74 Uhr. In beiden Vorstellungen: Miß Alice Mitchells 20 Tenunuessee - De eRe Mirza Golem- Truppe. Zum S@&luß: Femina.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Käte Battefeld mit Hrn. Land- rihter Edmund ODebler (Breslau—Beuthen O.-S.). Verehelicht: Hr. Leutnant Traberth mit Frl. Marie Przikling (Neisse). Geboren: Ein Sohn: Hrn. Oberstleutnant von Meyer (Hofgeismar). Eine Tochter: Hrn. Korvettenkaplitän Alberts (Berlin). Hrn. Hauptmann Arthur von Gustke (Glogau). Gestorben: Hr. Generalleutnant z. D. Gustav Richter (Charlotienburg). S Leutnant Waldemar von Krohn ( annover). Hr. E a. D. Ludwig von Bose (Liegniß). Hr. Fidei- Lommibene: Paul von Below (Neddentin). Hr. Geheimer Sanitäts8rat Dr. Bernhard Zielen- ziger N etIoan . Fr. Marie von Glasenapp, ge illnow (Grünewald). Fr. Kommerzienrat a Simundt, geb. Pollack (Berlin).

Verántwortlicher Redakteur : Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag det Expedition (J. V.: Heidrich) in Berl in.

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags- Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Neun Beilagen (eins{ließlich Börsen-Beilage).

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger

M 22.

Er s e Beilage

Berlin, Donnerstag, den 25. Januar

Amlsißées.

Deutsches Reich.

Auswärtiger Handel des deutschen Zollgebiets mit Getreide und Mehl. Bearbeitet im Kaiserlichen Statistishen Amt. L) Ein- und Ausfuhr uach Erutejahren, beginnend mit L. August.

Gesamteinfuhr

Davon sofort verzollt oder zollfrei

Gesamtausfuhr

1906.

Davon Ausfuhr aus dem freien Verkehr

1. August

1.

August

1. August

1. August

1905

104 |

1903

1905

1904 |

1903

190585 | 1904 |

1905

1M |

1903

bis 15. Januar

bis 15. Januar

bis 15. Januar

bis 15.

Januar

1906

| 1905

1904

1906

1904

196 | | 1904

1906

1G. |

1904

C

Gattung, Ausbeuteklasse

2) Meh

dz

= 100 kg

14 514 829 4 274 459

6 524 461 10 809 282 4256 369 135 590

9 288

lausfuhr. p

10 623 990 2 064 387

3 079 209

8 609 484

4 247 415 108 646

e 7714

Aus

Verkehr

dem freien

Gegen Zollnathlaß

1. August

1. August

1905

1904 | 1903

1905

1904

bis

15. Januar

15. Ja

1906 |

1905 | 1904

1905

10 686 749 3108 815 2 238 778 9 993 849 5 313 152

166 574 9 488

11 627 585 3186 787 5 070 078 9211 277 3446 371

126 168 8 679

3) Einfuhr in den freien Verkehr nach V

Gesamte verzollte Menge f)

7710 883 2 279 761 1759 857 8 505 472 3 967 561 148 950 9 054

1 736 244 1 176 327 743 149 396 323 168 055 169 590 419 008

2 015 968 2236 351 1 182 492 283 238 228 016 381 802 610 564

1492 933 841 681 689 916 175 516 195 492 353 615 453 160

677 109 754 840 222 041 97 202 267

331 694 343 113

erzollung. Davon verzollt

1 087 784 2 220 847 752 598 193 929

355 477 528 148

959 645 1156 808 466 271 339 089 964 327 128 000 305 323

beim unmittelbaren Eingang in

den freien Verkehr Niederlagen,

bei der Einfuhr von

Freibezirken

usw.®)

im Veredelungsverkehr

(Mühlenlager)

1. August

1. August 1. August

1. August

1905

1904 | 1903

1905 | 1904 | 1903

1905 | 1904 | 1903

1905 | 1904 | 1903

bis 15. Januar

bis 15. Januar

bis 15. Januar

bis 15. Januar

1906

1904

1906

1906 | 1905

1905

1904

1906 | 1905 | 1904

1) Besonders festg

Warengattung

dz = 100

51737 39159 7414 1019

. [198204 19867 71030 53942

eseßt.

203585 13344 59616 64979 12505

1054

326513 32650 27210

141692

Einfuhr auf Niederlagen und Freibezirke usw.*)

. [13 070 834

3811504 5 630 082

. [10 077 908

3892 196 102 21 142

1271

4) Niederlageverkehr.

9 421 752/11 627 585 3 074 232/ 3 186 787 1 992 596) 5 070 078 9414 347} 9 211 277 4 640 365] 3 446 371

281 142

Verjzollt von Niederlagen und Freibezirken usw.*)

1439511 624 717 998 925 866 631 445 829

2 509

8113 917 1497 537 2315 368 7 427 976 3 376 621 70 921 329

99 701

1 266 829

513 368 169 402 940 095 516 889

3 354

1 706 703 789 082 232 486 908 205 670 810

6 499

3331| 4166 14/ 5389 293

670 1 994

3 798

1079| E A008 L 1687

Ausfuhr von Niederlagen und Freibezirken usw.*)

1. August

1. August

1. August

1905

1904

1903

1905

1904 | 1903 1905

| 1904

| 1903

bis 15, Januar

bis 15. Januar

bis 15. Januar

1906

1905

|

1904

1906

S | 1 1906

L 0006

| 1904

dz = 100 kg

2) Berichtigung der Anmeldestellen.

Warengattung

2 877 301 954 614 1451 456 1509 665 809 998 9 420 609

Unmittelbare Einfuhr

2 494 709 469 518 T57 287

1 166 652 869 786

13 156 225

2 950 435 777 327 476 999

1 428 856

1 345 289

17 524 434

1439511 624 717 998 925 866 631 445 825

2 509

1 706 703 789 082 232 486 908 205 670 810

6 499

1 266 829 513 368 169 402 940 095 516 889

3 354

5) Veredelungsverkehr (Mühleulager usw.).

Einfuhr von Niederlagen, Freibezirken usw.*®

Von Mühlenlagern verzollt

928 184 15 504 429 894 89 309 227 052 5 974 181

776 699 19 519 276 878 57 234 167 728 11 680 226

Ausfuhr gegen Zollnatlaß

1. August

1.

August

1. August

1. August

1905

| 1904

2

1905 |

194 | 1903

1906 | 194 | 1903

1905

1904

bis 15. Januar

bis 15. Januar

bis 15. Januar

bis 15. Januar

1906

1905

1904

1906

1906 | 1904

1906 1905 1904

E O |

Roggenmehl

®) Die als Freilager im

dz = 100

kg

9 943 133 058 2 927 88 340

2

15 364 97 332 6 554 14 856 1 pa

25 431 51 727 1 922 99 521 302 100

1141 234

1870 1294

121 1646 | 15 4651 des 123 1079

‘8103 a 1629

1935 |

3331

14 8 045 1537

3798

Zollgebiet dienenden Häfen zu Brake, Altona, Stettin, Neufahrwasser sowie die Zollausshlußgebiete Emden und Bremen,

20094 | 20 109 839 82

351 235