1906 / 24 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Muselmann kauft heute sogar mit Vorliebe cin billiges Stück Baum- wollstof} in einem farbenreihen Dessin, aus welhem dann für die ganze Familie Kleidungsstücke hergestellt werden.

Englands Anteil an der Einfuhr ist nab wie vor sehr bedeutend, da es bejondes infolge weitgehender Spezialisierung in der Fabrikation zu verhältnismäßig niedrigen Preisen liefern kann. Die \s{härfste Kon- Jurrenz bereitet ihm Italien, welches si infolg seiner billigen Arbeits- Iöhne und frahtgünstigen Lage in einer sehr günstigen Situation be- findet. Außerdem liefern noch Deutschland, Holland und in neuerer Zeit au Spanien und Rußland. In den roben Geweben nimmt England eine ganz hervorragende Stellung auf den türkishen Märkten ein. Nachdem es infolge der Vorgänge auf dem Weltbaumwollmarkte im leßten Jahr der Vorperiode 1902 einen Rückgang seines Einflusses zu verzeichnen gehabt hatte, stieg die englihe Zufuhr 1904/05 wieder erheblih, ohne jedoch das Jahr 1902 ganz erreichen zu können. England führte nah

der Türkei aus: i rohe Gewebe gebleidte Gewebe

1902 . . 1089 977 Pfd. Sterl. 1902 . . 924 763 Pfd. Sterl. 1903 . . 671 795 Z

. 858718 A ide 1904 . . 833 000 -

1904 . . 1 049 000 L T, clotb, ein grobes Gewebe, das einen ganz eigenartigen,

durch die Fabrikation bedingten Geruch besißt, auf defsen Vorhanden- scin der Käufer unbedingt achtet, wird mit einem vier» bis fünfs farbigem Rand (gelb, violett, rot, blau und teilweise auch grün) in Stüden von etwa 30 Yards, 29—36 Zoll breit, verkauft. Die Aufs machung geschieht derart, daß das Stück zu Falten von je ein Yard Länge gelegt wird. Die Preise variieren zwischen ?/s bis ®/s h. pro 24 Yard. England deckte fast den ganzen Bedarf, amerikanishe Ware fonnte besonders infolge der dem Orientmarkt nicht entsprechenden Konditionen nur geringen Absaÿz finden.

Grer-Shirtings, die ebenfalls fast aus\{chließlich von England geliefert werden, kommen in Stücken von etwa 30—40 Yard Länge und einer Breite von 27—50 Zoll auf den Markt. Die Preise \{wanken zwischen 18 und 32 -Z für das Meter.

Cabot ift ein grôöberes zähes Gewebe, welches besonders von der unbemittelten Bevölkerung außerordentli viel gekauft wird. Die Aufmachung geschieht in Stücken von 36—40 Yard Länge und 28 bis 36 Zoll Breite. Die Preise von 44 Cent8 pro Yard sind nahezu feststehend und lassen dem Händler einen kaum nennen8werten Gewinn. Diese Ware wird besonders von Amerika und England auf den Markt gebracht, die italienishe Konkurrenz, die zeitweise einen beträchtlichen Nückgang aufzuweisen hatte, gewinnt mit ibrer neuerdings forgfältiger hergestellten Ware wieder erheblih an Boden. : Ee

Der Handel mit den vorerwähnten Stapelartikeln ist infolge der sehr gedrückten Preise außerordentlich \{chwierig und eine Kon- kurrenz nur {wer lohnend. Dieser Geschäftezweig liegt nämli haupt\ählich in den Händen weniger Spezialfirmen (Armenier), die in England selbs Einkaufskäuser haben, von welhen das Garn auf- gekauft und dann kontraftlih verpflichteten Webereien zum Weben zugeführt und später zur Weiterverarbeitung in die Appreturanstalten gegeben wird. Auf diese Weise werden alle Zwischenspesen beseitigt und die Ware in vollendeter Weise der Nachfrage angepaßt.

Eine zweite Gruvpe sind die Prints, Kattune, Satins, Jaëmas, Indien rouge usw. Satins. Die _einfarbigen Satins kommen fast aus\{ließlich aus England, und zwar shwerere Ware in 40 cm Breite, leihtere Ware in 27 cm Breite. Prints. Die befseren und mebr- farbigen Prints bringt zum größeren Teil auch Deuts{bland, zum kleineren Teil Oesterreich. Italien, das bither hauptsählih gegen England mit seinen billigen Qualitäten konfurrierte, fabriziert seit einigen Jahren auch große Quantitäten mittlerer Qualitäten, die es mit Erfolg im Orient absezt. Jasma, muselinartige bedruckte baum- wollene Kovftücher, kamen hauptsählich aus der Schweiz, neuerdings soll aud Svanien einige Poîten geliefert haben. Die ganz geringen Qualitäten werden übrigens in Konstantinopel selbst vermittelst cin- faher Hol;stempel bedruckt. Infolge zunehmenden Gebrauch8 von weiheren Muselingeweben foll der Verbrauch seit Jahren keine Steige- rung erfabren baben. —_

Buntgewebte Matragzenstoffe kommen in den billigen Qualitäten vorwiegend aus Belgien und dann aus Englard, die mittleren Qualitäten liefern Deutschland, Frankreich, die Schweiz und im kleineren Umfange auch Italien. / E

Futterstoffe für Damenkonfektion werden in den ordinaren Qualitäten von England, in den mittleren von Deutschland und Italien geliefert. Grobe Futterstoffe für Herrenkonfektion (Steiss Leinen) bringt fast auss{ließlich Belgien.

Packleinwand kommt în bedeutenden Meng:n aus England und Belgien.

Bei der Reibe wieder Jtalien, w| Bedarfs gedcckt baben dürfte.

Weferung von Baumwollflanellen stebt in erster welches ungefähr die Hälfte des gesamten Deutsche Ware erfreut sih aber auch bereits großer Beliebtbeit, und zwar kommen die besseren Sorten aus dem Elsaß, die geringeren aus dem Rheinland. Frankrei brachte neben ganz ordinären Waren au einen Flanellstof (ciselé) în der Breite von 80 cm in fehr s{öner Ausführung und erzielte damit cinen beträtlihen Absa8.

Barchent kommt hauptsählich aus Deutshlaud. Troßdem die

italienische Konkurrenz zu billigen Preisen anbietet, gelingt es ibr do |

17ck il

nit, festen Fuß zu fassen, denn die deutshe Ware erbält selbst bei feinen Preiéunterschieden ibrer besseren Farben wegen den Vorzug. Deutse Ware in 70 cm Breite kostet 365—50 Cent. für das Meter, italienische bingegen in der Breite von 60 cm etwa 32—35 Cent.

Nuf dem Gebiete der Baumwollbosenstoffe war 1904/05 ein reges Geschäft, besonders in den billigen Qualitäten bemerkbar. SFtalien, welches die Führung hat und ein sehr bedeutendes Geschäft Jamentlid aub nah Persien matt, hat in Lodzer Ware, die außer- gewöhnlich billig angeboten wurde, eine bisber zwar nicht umfang- reiche, jedo sehr beachtenëwerte Konkurrenz erbalten. i

‘In baumwollenen Möbelstoffen hal infolge seiner ge- fälligen Dessins und billigen Preise der Absatz Italiens erbeblih ju- zenommen, außerdem liefern noch Frankrei, Belgien und Deutsch- land.+ Ein großer Teil dieses Artikels wird übrigens mit Jute ver- mischt geliefert und ift in dieser Art, ebenso wie die mit einem leichten Scidenshuß gearbeiteten Stoffe, die gleichfalls meift aus Ftalicn kommen, sehr beliebt. Die Preise für die Stoffe mit Seiden- ibuß betragen 4—12 pro Meter, die andere Ware fkoftet pro

Die baumwollenen Samte und ähnliche Artikel fanden guten Absatz, überwiegend wurden sie von Deutschland (Crefeld) und dann auch von England, sehr wenig von Italien, auf den Markt gebradit. : :

Der bedeutend: Absay von baumwollenen Strumps- und MWirkwaren ist im fstetigen Steigen begriffen. Deutschland (Cbemnig) liefert an Strümpfen nach wie vor den größten Teil billiger und guter Mittelware. Italien und Oesterreich führen kleine PBoften geringe arobfädige Sorten und Franfkreih unerbeblihe Quanten feiner Ware ein. Baumwolltrikotagen finden ebenfalls einen guten Absatz. Die ortinären Sorten liefert fast auës(ließlid Italien, wäkrend die mittleren und befferen Sor!en in bedeutenden Poîten aus Deutschland kommen.

che Baumwollgarne liefern faït auss{ließli England und Ftalien ¡war in sehr bedeutenden Quantitäten. Die englische IRare ist von vorzüagliher Qualität und sehr beliebt. Die italienishen Garne find ¡war etwas billiger als die englischen, fallen aber nit fo gleitmäßig und \chôn aus wie die englishe Ware, die man infolges

n in den fk Nummern bevorzugt. Die italienishe Industrie

c ---

defsen in den Hhoden 2 i ( hat aber bedeutende Fortschritte gemaht und besonders in der leßten Zeit ibre Oualität erbeblih verbefjert. Oefterreich hat neuerdings

erfolarcih Versuche gemalt, seine Ware einzuführen. Die Eirfubr von „Türkish-Rotgarnen“ hat keine Ver-

9

9/0 geveses und ie beiden folgen Statistiken zeigen die Ausfuhr der Wis Bäumwollartikel Englands und Deutschlands nah der ürkei. England. 7 18 1 40.000 S Baumwollstoffe, ungebleiht 85 L g F A geei L 671 795 L 833 C00 S o edrudt . . .. . 94550 L 1253000 $ o in Stück oder Faden gefärbt. . . . « 655 103 © 862 000 & Diverse Baumwollgarne, M 5 257466 S 386000 S " e un á N gefärbt . 938 775 L 211000 £ Zusammen 3 635 907 & 4594 000 S. Deutschland. 1903 1904 Baumwollwaren . 8 972000 & 9558 000 M Baumwollgarne . 1 183 000 M 996 000 # Zusammen . 10155 000 A 10 554 000

eihisch-Ungarishen Bank vom

r

(

4 o mebrung aufzuweisen, da ein bedeutender Teil seit einigen Jabren in der Túrkei selbt mit Anilinfarben gefärbt wird. Aus England kommen

4 E & 4 9 .. C s ar A M, ck Tit reti haurtiädlid feinere, aus Stalien grôöbere Nummern. Einige dzutsde

in der Hand Eng in geringem Umfa

Ab- und Zunahme gegen den Stand vom 15.

1 629 810 000 (Abn. 43 561 000), Silberkuran

Goldbarren 1 091 178 000 (Zun. 6 166 000), ees 459 892 000 (Abn.

(Abn. 5 769 000),

Pfandbriefe im Umlauf

275 898 000 (Zun. 725 000), steuerpflihtige Notenreserve 217 181 000

3 367 000), Wechsel 60 000 000 (unverändert), 48 055 000), darlehne

die vom Königlichen

Die Lieferung von Näh- und Häkelgarnen lie O Lands, Od che, Slaihe und italienishe Ware geht

ng. Die Garnpreile haben sih im allgemeinen um find i en St

m weiter eigen begriffen.

t vornehmlih

Baumwollwatte wird zum größten Teil aus Deutschland eingeführt. (Nach einem Bericht des Handelssachverständigen bei dem Kaiserlichen Generalkonsulat in Konstantinopel.)

Täglihe Wagengestellung für Kohlen u 4 an der Ruhr und in Oberschlesie

An der Ruhr sind am 26. d. M. gestellt 21031, niht recht- ¡eitig gestellt 1582 Wagen.

Fn Oberschlesien sind am 24. d. M. gestellt 8

¡eitig gestellt 128 Wagen.

Wien, 26. Januar.

Fanua

Lombard 43 160 000 284 585 000 (Zun. 502 000),

Zun. 53 094 000).

Die Preisnotierungen vom Berliner Produktenmarkt sowie olizeipräsidium ermittelten Marktpreise in

Berlin befinden sih in der Börsenbeilage.

Amtliher Marktbericht vom Magerviehbhof in FriedrkhSfelde. Rindermarkt am Freitag, den 26. Ja- nuar 1906.

Auftrieb : 1000. Ueberstand :

Mil@lühe . « 569 Stück Stück

ugo sen 0 E z

Bullen, JIungvieh . if O

Verlauf des Marktes: Lebhafter Handel;

Es wurden gezablt für : Primakühbe E

a. 4—6 Jahre alt:

I. Qualität, gute schwere . . . . . 370—420 Æ TI. Qualität, gute mittels{were . . . 270—340 „, III. Qualität, leihte Durhschnittsware . 175—270 , b. ältere Kühe: i I. Qualität, gute {were . . 275—340 M

TIT. Qualität, mittels{were. . c. bodtragende Färsen. ... « « « B. Zugodfen : J: Qualität II. Qualit

über 12 Ztr. 10—12 Ztr. 9—10 Ztr.

\ckwer \chwer {wer a. Norddeuts{es Vieh (Ost- u. Westpreußen, Pommern, S (a R b. Süddeutshes Vieh: a. Gelbes Frankenvich, Sgeinfelder . . . . 500—580 420—489 , _—- Í b. Pinzgauer . . . . « 550—590 490—520 , S c. SüddeutsesScheckvieb, : Simmentaler, Bay- reuther . 6 495—550 „, 440—500 —- ¿ C. Jungvieh : y Nieverung2vieb Göhenvieh 5 zur Zut zur Mast zur Zut jur Mast a. $2—14 Jahre alt: Ea Qualität 170—275 E A h E S 4 a E A II. Qualität 150—190 , 2 i -— S b. 1}—24 Iabre alt: a. Bullen und Stiere: Y I. Qualität 450—575 # 260—310 # 500—560 M 270—355 [T. Qualität 270—300 , —- e, 450—4809 235—2695 -e b. Färsen:

L. Qualität 330—375 # —- 4 S f II. Qualität 250—300 , -— ¿ ¿ -—— 4 Eursbericbte von den auswärtigen Fonds8märkten.

Hamburg, 26. Januar. (W. T. B.) (SWluß.) Gold in Barren: das Kilogramm 2790 B., 2784 G., Silber in Barren: das Kilogramm 89,85 B., 89,35 G.

Wien, 27. Januar, Vorm. 10 Uhr 50 Min. (W. T. B.)

Einb. 4% Rente M.-N. p. Arr. 100,00, Oesterr. 4%/a Rente Ungar. 4 °/% Goldrente 114,45, Ungar. 49/9 Rente in Kr.-W. 96,30, Türkische Lose per M. d. M. 149,25, Buschtierader Eisenb.-Aktien Lit. B —,—, Nordwestbahnaktien Lit. B Oesterr. Staatsbahn per ult. 667,00, gesellschaft 123,50, Wiener Bankverein 563,25, Kreditanstalt, Oesterr. per ult. 67450, Kreditbank, Ung. allg. 797,00, Länderbank 442,00, Brüxer Koblenberawerk —,—, WMontangesellschaft,

in Kr.-W. per ult. 100,15,

per ult. —,—,

539,00, Deutsche Reihsbanknoten per ult. 117,47. London, 26. Januar.

“g Ds Plagzdiskont 3, Silber 30/2, Bankeingang 10 000 fd. Sterl. 2

Pp aris, 26. Januar. (W. T. B.) (Séluß.)

Rente 98,90, Svezkanalaktien 4290.

(W. T. B.) Wesel

Madrid, 26. Januar. (W. T.

Lissabon, 26. Januar.

feit, \{wähung tbervor. fts Lur

aktien herabzudrüdcken. : arêßeren Um‘äßen wieder fester,

Am Nachmittag wurde

wieter Soutb:rn Railwayaktien. Das Komm lers Der Appellationsgerihtshof entshicd, daß die A

(W. T. B.) Aus3weis der Oester- 93. Januar (in Kronen).

t 298 423 000 (Zun.

tragende Kühe mehr begebrt als frischmilende, steigender Umsaß in bayrishen Zugochsen.

e . 430—450 A. Milchkühe und bohtragende Kühe:

« 175—275 e

« 220—379 =

(W. T. B.) (Schluß.) 2F °/% Englische

) Goldagio 95. New Vork, 26. Januar. (Shluß.) (W. T. B.) Die Tendenz der Börse war nicht einbeitlich Bei Eröffnung la i späterhin tiefen erneute allgemeine Pefitioréslöfungen eine Ab- Die Spekulation suhte den Kurs der Reading-

da die Ertwoartung eines günstigen Bankautweises Anregung bot. Die Makler der Morgangruppe kauften

nd Koks n.

012, nit rechts

r: Notenumlauf in Gold zahlb. Hypotheken-

ät IIT. Qualität

Südbahn-

Oefterr. Alp.

3% Franz.

auf Paris 23,35. en Spezialwerte die Haltung bei

eschâft war gering.

fassungsmäßig sei. Die Börse {loß bei s{hleppendem Verkehr mit lafung 47 Kursen. Aktienumsay 1 340 000 Stü. Geld auf 94 Stunden Dur(schn.-Zinsrate 4, do. Zinsrate für letztes Darlehn des Tages 32, Wechsel -auf London (60 Tage) 4,83,90, Cable Cn QOfe00, Silber, Commercial Bars 653/32. Tendenz für eld: Stetig. Rio de Janeiro, 26. Januar. (W. T. B.) Wechsel auf London 17?1/z2.

Kursberichte von den auswärtigen Warenmärkten.

Magdeburg, 27. Januar. (W. T. B.) Zuckerbericht. Kornzucker 88 Grad o. S. 7,90—8,05. Nachprodukte 75 Grad o. S, 6,15—6,40. Stimmung: Schwach. Brotraffinade T o. F. 17,75. Kristallzucker T mit Sack —,—. Gem. Raffinade m. S. 17,62Ï—17,75, Gemahblene Melis mit Sack 17,25—17,37}. Stimmung: Still, Robzucker 1. Produkt Transito frei an Bord Hamburg: Januar 16,30 Gd., 16,40 Br., —,— bez, Februar 16,40 Gd., 16,45 Br.,

j bez, März 16,55 Gd, 16,65 Br, —— bej, Mai 16,80 Gd., 16,90 Br., —,— bez, August 17,20 Gd., 17,30 Br.,

—,— bez. Willig. (W. T. B.) Nüböl loko 56,00, per

Csln, 26. Januar. Mai 56,50.

Bremen, 26. Januar. (W. T. B.) (Börsenshlußbericßt.) Privatnotierungen. Schmalz. Stetig. Loko, Tubs und Firkins 402, Doppeleimer 41. Speck. Stetig. Kaffee. Unverändert. Offizielle Notierungen der Baumwollbörse. Baumwolle. Stetig. Upland loko middl. 597 S. : Hamburg, 26. Januar. (W. T. B.) Petroleum. Lustlos, Standard white loko 7,20. *

Hamburg, 27. Januar. (W. T. B.) Kaffee. (Vormittage- bericht.) Good average Santos März 383 Gd., Mai 39 Ed, September 407 Gd.,, Dezember 403 Gd. Fest. Zudcker- markt. (Anfangsbericht.) Rübenrohzucker 1. Produkt Basis 88 °/, Rendement neue Usance frei an Bord Hamburg Januar 16,35, März 16,50, Mai 16,80, August 17,20, Oktober 17,45, Dezember 17,55.

lau. s Budapest, 26. Januar. (W. T. B.) Raps per August

27,80 Gd., 27,90 Br. London, 26. Januar. (W. T. B.) 96% Javazucker loko rubig 9 sh. 3 d. Verk., Rübenrohzucker loko ruhig, 8 sh. 2 d.

ert.

London, 26. Januar. (W. T. B.) (S(hluß.) Chile-Kupfer fest, 787/s, für 3 Monate 77.

London, 26. Januar. (W. T. B.) Wollauktion. Wolle fest und lebhaft, feine Merinos etwas teurer. Liverpool, 26. Januar. (W. T. B.) Baumwolle. Umsay: 12 000 Ballen, davon für Spekulation und Export 1000 B. Tendenz: Stetig. Amerikanishe good ordinary Lieferungen: Rubig, Januar 6,02, Januar-Februar 6,02, Februar-März 6,02, März- Avril 6,05, April - Mai 6,08, Mai - Juni 6,10, Juni - Juli 6,11, Juli - August 6,12, August - September 6,05, September- Oktober 5,81. Offizielle Notierungen. (Die Ziffern in Klammern beziehen s auf die Notierungen vom 19. d. M, American good ordin. 5,83 (5,96), do. low middling 6,01 (6,14), do. middling 6,17 (6,30), do. good middl. 6,33 (6,48), do. fully good middl. 6,43 (6,58), do. middl. fair 6,67 (6,82), Pernam fair 6,42 (6,55), do. good fair 6,68 (6,81), Ceara fair 6,42 (6,55), do. good fair 6,64 (6,77), Egyptian brown fair 612/16 (6), do. brown fully good fair 83/s (84), do. brown good 81/16 (8/16), Peru rough good fair 8,40 (8,65), do. rough good 8,75 (9,00), do. rough fine 9,70 (9,70), do. moder. rough fair 6,45 (6,45), do. moder. good fair 7,45 (7,45), do. moder. good 8,35 (8,35), do. fmooth fair 6,50 (6,63), do. smooth good fair 6,71 (6,84), M. G. Broah good 5? (57/16), do. fine 51/16 (53), Bhownuggar good 4/16 (47/s), do. fully good 4/16 (5), do. fine 51/16 (5!/s), Domra Rr. 1 good 4/16 (47/s), do. fully good 4/16 (5), do. fine 5/16 (5/s), Scinde fully good 4?/s (43/16), do. fine 4} (4/16), Bengal fully good 4!/s (43/16), do. fine 4} (45/16). Madras Tinnevelly good 5F (5/16).

Manchester, 26. Januar. (W. T. B.) (Die Ziffern in Klammern beziehen sch auf die Notierungen vom 19. d. M.) 90r Water courante Qualität 87 (83), 30r Water courante Qualität 91/2 (91/5), 30r Water befsere Qualität 93 (10), 40r Mule courante Qualität 10 (10!/;), 40r Mule Wilkinson 10 (103), 42r Pincop? NRevner 93/5 (93/¿), 32r Warpcops Lees 9 (97/3), 36r Warpcovs Wellington 104 (104), 60r Cops für Nähzwirn 19 (19), 80r Cops für Näbzwirn 24 (24), 100r Cops für Nähzwirn 304 (305), 120r Cors für Nähzwirn 394 (393), 40r Double courante Qualität 11!/s (11/s), ¿Or Double courante Qualität 14/5 (14/8), Printers 231 (231), Tendenz: Fest. E

Glasgow, 26. Januar. (W. T. B.) (S@(luß). Roheisen, Middlesborough warrants fest, 52/7F. Die Vorräte von Robeisen in den Stores belaufen sich auf 14688 Tons gegen 13 304 Tons im vorigen Jahre. Die Zahl der im Betriebe befindlihen Hocböfen beträgt 91 gegen 85 im vorigen Jabre.

Paris, 26. Januar. (W. T. B.) (SW{luß.) Rohzude: rubig, 8809/6 neue Kondition 20—203, Weißer Zucker ruhig, Nr. für 100 kg Sanuar 24!/s, Februar 24}, März-Juni 24/8, Mai-

August 25!/s. Amsterdam, 26. Januar. (W. T. B.) Java-Kaffee good (W. T. B.)

ordinary 31. Bankazinn 100.

Antwerpen, 26. Januar.

Raffiniertes Type weiß loko 197 bez. Br., do. Januar 19j Br, do. Februar 19 Br.,, do. März - April 20 Br. Ruhig. Schmalz. Januar 94/s.

New York, 26. Januar. (W. T. B.) (Schluß.) Baumwolle- preis in New York 11,70, do. für Lieferung März 11,21, do. für Lieferung Mai 11,34, Baumwollepreis in New Orleans 11/6 Petroleum Standard white in New York 7,60, do. do. in Philadel bia 7,55, do. Refined (in Cafes) 10,30, do. Credit Balances at Dil Citv 1,58, Shmalz Western steam 7,85, do. Rohe u Brothers 8,00, Ee- treidefracht nach Liverpool 2, Kaffee fair Rio Nr. 7 8/16, do. Rio Nr. 7 Februar 6,90, do. do. April 7,00, Zucker 3, Zinn 36,15—36,35, Kuvfer 18,00—18,50. Baumwollen - Wochen beriht. (Die Ziffern in Klammern beziehen sih auf die Beträge der Vorwothe.) Zufuhren in allen Unionshäfen 110 000 (1837 000), Auéfuhr na Großbritannien 45 000 (74 000), Ausfuhr nach dem Kontinent 31 000 (95 000), Vorrat 924 000 (932 000).

Petroleum.

Verdingungen im Auslande.

Oesterreich-Ungarn.

1. Februar 1906, 12 Uhr. Direktion der K. K. priv. Kaiser- Ferdinands-Nordbahn: Lieferung von Brennholz. Näheres bei de Mas@inendirektion in Wien (2/2 Nordbahnstraße £0) und beim „Reichsanzeiger“. :

Belgien.

9. Februar 1906, 11 Uhr. Gouvernement provincial in Arlon: Pflasterung und Instandhaltung der Straßen in der Provini Luremburg. $8 Lose. Cahier des charges Nr. 151 für 25 Centimef. Rue e Augustins 15 in Brüssel. Eingeschriebene Angebote ¿uw 5, Februar.

Fe Februar, 114 Ubr. Börse in Brüssel: Einrichtung der Damvfbeizungéanlage mit niedrigem Druck im Post- und Telegrapher- ebäude in Ostende. Cahier des charges spécial Nr. 103, 40 Gentime?. Eingeschriebene Angebote zum 10. Februar. 2

16. Februar, Mittags. UHôtel de ville in Antwerpen: Liese rung und Aufstellung der „Apparate zur Heizung des Théâtre Iyriqu? flamand. Sigerbeitsleistung 6C00 Fr. / :

16. Februar, 11 Uhr. Gouvernement provincial in Hasselt: Pflasterung der Straße von St. Trend nah Maestricht. 81 000 Fr: Sicherbeitéleistung 8400 Fr. Cahier des charges Nr. 159, 20 Cer times in Brüssel, Rue des Auguftins 15. Eingeschriebene Angebott

enumsaßsteuer ver-

¡um 12, Februar.

17. Februar, 11 Uhr. Direction des ponts et ch 7, Rue des Briqueteries in Namur: Ausbesserung der Straßen von Perwezet de Saint Ghislain nah Sclayn. 55 918 Fr. Sicher- heitsleistung 5600 Fr. Cahier des charges Nr. 158, 20 Cts. in s ag des Augustins 15. Eingeschriebene Angebote zum 19. März 1906, 11 Uhr. Direction d j . l’Escaut maritime March&au-Bldo Zélabde t A ees V Bau einer Schleuse in Mecheln nebst Ausführung der dazu gehörigen A N 2 o a » Aerheitoleiftung 55 000 Fr. Cahbier es char j un e ne | / Brüffel Mh g Aegustins 19: für 1,30 Fr. bezw. 9 Fr. in emnächst. Börse in Brüssel: Verkauf von 45 C00 k Zinks auf der Station Schaerbeek. Sicherheittleiftuns 2000 eza

Bulgarien.

18. Februar 1906. Kreisfinanzkommission zu Sofia: Lieferun von Lampenzylind:-rn und -Glocken für die bulgari ( Î Wert 4627,90 Fr. Kaution 281 98 Fr. E SCAI Ren,

Brasilien.

Die auf den 22. Januar 1906 festgeseßte Frist inrei von Angeboten auf die in. Neifalnelger a s E T Nr. 6, veröffentlihte Ausschreibung der Intendantur der Brasilianischen era e Mai B s e O („Westinghouse“- arate, nen und Teile dazu, Hebew . a. m. zum 1. Februar 1906 verlängert worben. E

Theater und Musik.

Im Königlichen Opernhause wird morgen, Sonnta fünfte und E Vorstellung im Mozart- Zyklus “Die el wiederholt. In den Hauptrollen find die Damen Destinn, Herzog, Dietrich, die Herren Wittekovf, Philipp, Hoffmann bescâftigt. Am Montag geht „Der Lange Kerl“ zum zweiten Male in folgender Beseßung in Szene: Krugwirt: Herr Hoffmann ; Dôrte: Fräulein Destinn; Barbelies: Frau von Scheele-Müller ; Zimpel: Herr Lieban; Gundling: Herr Knüpfer; Oberst von Kleist : Herr Berger. Den Beschluß des Abends bildet das Tanzlied Ae dals Brautwerbung“ von E. Graeb, in der bekannten Be- ezung. Im Königlichen Schauspielhause wird morgen „Der S{wur der Treue“ von Blumenthal und Montag Gustav j Luslspiel e S ieverdel: O

Neuen niglihen Operntheater geht morgen „Torquato Tasso“ mit den Herren Matkowsêky, raue, SubDla und den Damen Poppe und Lindner in den Hauptrollen in Szene.

Im Deutschen Theater findet am Freitag, dem 2. Fe-

bruar, die Erstaufführung von ugo vo - thals Tragödie „Oedipus und cie” Spbinx“ geg manns Regie führt Mar MNReinhardt. Am Montag geht Krleists

„Käthhen von Heilbronn“ und am Donnerêtag „Eine Florentinishe Tragödie*, „Der heilige Brunnen“ und „Der Herr N E Szene. An den übrigen Abenden der nähsten Woche wird Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ wiederholt.

Das Lessingtheater bringt in nähster Wohe Wiederholungen von Gerhard Hauptmanns Glashüttenmärhen „Und Pippa tanjzt“ außer morgen abend noch am Dienstag, Donnerstag, Sonnabend und nächsifolgenden Sonntagabend; am Montag wird „Elga“ aufgeführt, am Mitlwoch geht Henrik Jbsens Schauspiel „Rosmersholm*“, neu einstudiert, zum ersten Male in Szene und wird am Freitag wieder- holt. Als Nachmittagsvorstellungen sind angeseßt: für morgen: „Trau- mulus*, mit Albert Bassermann in der Titelrolle, für nähstfolgenden Sonntag: „Benignens Erlebnis* und „Hanneles Himmelfahrt“.

i Im Schillertheater 0. (Wallnertheater) wird morgen und nächsten Sonntagnachmittag „Nora“, morgen abend „Flachsmann als Erzieher“ gegeben. Am Montag und Mittwoch geht „Cyprienne“, Dienstag, Donnerstag und Freitag „Königsglaube* in Szene. Am Sonnabend wird der Schwank „Die Logenbrüder“, nächsten Sonntagabend „Ueber unsere Kraft“ gespielt. Das Schiller - theater N. (Friedrih - Wilbelmstädtishes Theater) bringt morgen und kommenden Sonntagnachmittag „Crainquebille“, „Die Bâäuerin* und „Abschied vom Regiment“. Morgen abend sowie Mittwoch und Sonnabend geht „Ueber unsere Kraft“, Montag „Zapfenstreih", Dienstag tas Schauspiel „Wanjuschins Kinder“ in Szene. Am Derricteas findet cine Wiederholung von „Cyprienne“, Freitag vom „Veilchensresser“ statt. Nächsten Sonntagabend wird „Die Ehre" aufgeführt. i _ Im Theater des Westens wird die Operette „Schüßen- liesel* auch in nächster Wobe wiederum den Spielplan be- hercshen. Nur am Dienstag findet bei aufgehobenem Abonnement ein Gastspiel von JIsadora Duncan ftatt und am Mittwoch den 31. d. s „Gasparone“ in Szene. Morgen nachmittag wird „Zar und zimmermann“, nächsten Sonntagnahmittag „Die R aubite flôte“ aufgeführt. Als nächste Schülervorstelung wird am Sonn- abendnahmittag „Der Sohn der Wildnis“ gegeben. Die Vorstellung am Freitag findet bei aufgehobenem Abonnement ftatt.

In der Komischen Oper wird morgen nachmittag Hugo Wolfs Sg bei ermäßigten Preisen aufgeführt. Abends gehen „Hoff- manns Erzählungen“ mit dem Kammersänger Bertram in einer Haupt- rolle in Szene, am Dienstag wird Leoncavallos ,Bohême*“, am Mon- tag und Mittwob werden „Hoffmanns Erzählungen“, Donnerstag die Oper „Der Corregidor“ gegeben. Mit der Aufführung am Freitag erreiht die Oper „Hoffmanns Erzählungen“ das Jubiläum der 50. Wiederholung. Der Kammersänger Bertram wurde von der Direktion der Komishen Oper auf weitere zwei Jahre (bis 1908) verpflichtet.

_Im Neuen Theater wird am Dienstag Donnays Komödie „Liebesleute“ und am nächsten Sonnabend Oëêcar Wildes „Salome“ aufgeführt. An den übrigen Abenden nähßster Woche geht Shakespeares „Sommernachtstraum* in Szene.

Auch in nächster Woche bleibt der Spielplan des Lufstspiel- hauses unverändert. Allabendlih wird Kadelburgs übermütiger Schwank „Der Weg jur Hölle“ dargestellt. Morgen und nächsten Sonntagnahmittag wird Halbes „Jugend“ gegeben.

Das Residenztheater behält den satirishen Shwank „Der Prinzgemahl“ au weiterhin in der Originalbesezung ununterbrochen auf dem Spielplan. Als Nachmittagsvorstellung ist für morgen der C Ane "ia für nähsten Sonntag „Die Höhle des Lowen“ angeseßt.

„Im Thaliatheater finden morgen zwei Vorstellungen statt : Os wird „Charleys Tante“, Abends „Bis früh um Fünjfe“

geben.

o entra tba ee wird morgen nahmittag bei halben Preisen in erster Beseßung „Der Zigeunerbaron*, Abends „Das süße Mädel“ gegeben. Am Montag und Mittwoch finden zwei Vorstellungen zu halben Preisen statt: am Montag wird „Bruder Straubinger“, am Mittwoch „Das \üße Mädel“ aufgeführt. An den übrigen Tagen der nächsten Woche werden aufgeführt: Dienstag: „Die Pupve*, Donnerstag : „Der Vogelhändler“, Freitag: „Orpheus in der Unterwelt“*, Sonn- abend, Nachmittags: „Schneeweißhen und Nosenrot*, Abends: „Das süße Mädel“, Sonntag, Nachmittags: „Der Bettelstudent“, Abends: „Der Vogelhändler“. :

Im Trianontheater findet am Dienstag die Erstaufführung des Schwankes „Loulou“ statt.

Im Kleinen Theater wird morgen abend und, mit Ausnahme des Montag, an dem Wedekinds „Marquis von Keith“ mit dem Ver- fasser in der Titelrolle gegeben wird, an allen Abenden der kommenden Woche, einschließlich nächsten Sonntag, das Drama Kinder der Sonne“ yon Gorki aufgeführt. Morgen und nächsten Sonntag geht Nachmittags „Nachtasyl“ in Szene.

In der Neuen evangelischen Garnisonkirhe (Kaiser Friedrihplaß) findet morgen, Nachmittags 6 Uhr, eine musikalische

Walter Fischer. Die Ansprache hält der Divi F Th. Müller. | Der Eintritt ist frei. ivisionépfarrer C.

In Wien fand gestern, wie „W. T. B.“ meldet, aus A beutigen 150. Geburtstages Mozarts in Anwesenheit des üriteea des Unterrichtêsministeriums, der Vertreter von Behörden, des Rektors der Universität, zahlreicher Professoren der Hochschulen, der Studenten- [Gast gund vieler esta e E F eler nat. Der akademische

rchesterverein und der Gefangveretn trugen Werke von M : Professor Dr. Guido Adler hielt die Festrede. E E

Die Konzertdirektion Hermann Wolff kündigt für die nähste Woce folgende Konzerte an: Sonntag: Philharmonie (Mittags 12 Uhr): Oeffentliche Hauptprobe zum VII. Philharmo- nishen Konzert, Dirigent: Arthur Nikisch, Solisten: Lula Mysz- Gmeiner, K. u. K, österr. Kammersängerin, Anton Witek (Violine) und Fr. Klingler (Bratsche). Montag: Saal Bechstein: Klavier- abend von Augusta Zuckermann; _ Philharmonie: VII. Philharmo- nishes Konzert. Dienstag: Saal Bechstein: Konzert von Annie Ritter (Ges\.), Mitw.: Herrmann Monich (Klav.); Beethoven-Saal : Konzert von Jeanne Diot (Viol.); Singakademie: Konzert von Alfred Wittenberg (Viol.); Oberlichtsaal der Philharmonie: Klavierabend von M. von Zadora. Mittw och: Saal Bechstein: 11. Lieder- abend von Susanne Dessoir, Mitw.: Prof. Karl Halir, Rob. Kahn und L. Schrattenholz, Bruno Hinze-Reinhold: Beethovensaal : V. Abonnementsabend des Böhmischen StreiWquartetts; Singakademie: Klavierabend von Flora Scherres-Friedenthal. Donnerstag: Saâl Bechstein: Liederabend von Anni Bremer, Mitw. : Karl Kämpf ; Beethoven-Saal : Klavierabend von Severin Eisenberger; Singakademie : VI. Quartettabend der Herren Professoren Joachim, Halir, Wirth, Haus- mann, Mitw. : Prof. Andreas Moser; Philharmonie: Konzert von Ee d’Albert mit dem Philharmonischzn Orchester. Freitag: Saal Bei- stein: 17. Lieder2bend von Ludwig Dosse; Beethoven-Saal : Konzert von Theodor Spiering (Viol.) mit dem Philharmonischen Orchester ; Singakademie: I1. Liederabend (Die BVallade in ihrer historishen Ent- widelung) von Alexander Heinemann. Sonnabend: Saal Bechstein : Liederabend von Cally Monrad; Beethoven-Saal: 11. Klavierabend von Ferruccio Busoni; Singakademie: Konzert von Leonid Kreutzer (Klav.) mit dem Philharmonischen Orchester.

Mannigfaltiges. Berlin, den 27. Januar 1906.

_ Anläßlich des 25. Stiftungsfestes der Königlichen Land- wirtshaftlichen Hohshule fand am gestrigen Freitagabend im „Englischen Hause“ ein F estmahl statt, an dem der Rektor, das Lehrerkoliegium, Deputationen der ftudentishen Verbindungen und eine Anzahl Chrengäste, unter ihnen der Kurator der Hochschule, Ministerialdirektor Dr. Thiel, teilnahmen. Der erste Trinkspruch, auêgebracht von dem derzeitigen Rektor der Hohschule, Geheimen Regierungsrat, Professor Dr. Orth, galt Seiner Majestät dem Kaiser und König. Der begeistert aufgezommene Hochruf sand seinen Ausklang in der Volkshymne, deren erste Strovhe die Versammlung stehend gesungen hal. Bald darauf ergriff der Geheime Negierungs8rat Orth wiederholt das Wort zu einigen sachlichen Mitteilungen, dankte \o- dann den zahlreihen Gästen, die er alle namentlih bezeihnete, und sprach insbesondere dem Ministerialdirektoc Dr. Thiel den Dank für die Förderung der Interessen der Landwirtschaftlihen Hochschule aus. Ihm galt quch der Hochruf, in den die Versammlung herzlich ein- stimmte. Der Ministerialdirektor Dr. Thiel dankte in einer Rede, in der er einen Vergleich zwischen Universität und Hochschule zog, die Forschertätigkeit an der leßteren in den verflossenen 25 Jahren hervor- hob und betonte, daß alle Ursache vorbanden fei, sih des Erreichten zu freuen. Sein Hochruf galt dem Leben, Blühen und Gedeihen der LandwirtscaftliGen Hochschule. In schönen, des öfteren von lautem Beifall unterbrchenen Worten feierte dann der Studiosus Werner das Lehrerkollegium und namentlih den Rektor, Professor Dr. Orth. Die [egte der offiziellen Reden hielt der Geheime Regierungsrat, Professor Dr. Delbrüdck, der in humoristishen, dabei auch markigen Worten ein Hoch auf die studierende Jugend ausbrachte.

_ Das Königliche Institut für Meereskunde, Georgen- straße 34—36, veranstaltet in der kommenden Woche, Abends 8 Ühr, folgende öffentlihe, Herren und Damen zugänglihe Vorträge: Am Montag spriht der Dr. Seibt-Berlin über Deutschland und die Völkerwanderungen der Gegenwart; am Dienstag und am Donnerstag dec Dr. Brühl - Berlin über Biologie und Wirtschaßtsgeschihte des Herings, mit Lichtbildern; am Freitag der Marinebaumcister Dir über die Motellschleppversuce und ihre Bedeutung für den Entwurf von Schiffen, mit Lichtbildern; am Sonnabend der Professor Lenz-Berlin über die Bedeutung der Seebeherrshung für die Politik Napoleons. Am Sonntag, den 4. Februar, findet eine Besichtigung der Köntalichen Versuchsanstalt für Wozsserbau und Schiffbau auf der Sleuseninsel im Tiergarten ftatt. Einlaßkarten sind zum Preise von 25 H $ für den Abend von 12 bis 2 Uhr Mittags und an den Vortragsabenden selbst von 6 Uhr ab im Institut zu haben; außer- dem in der Zeit von 9 bis 4 Uhr im Deutschen Flottenverein, Bern- burger Straße 35 I.

Der Deutsche Tiershußverein zu Berlin (gegründet 1841), der unter dem Protektorat Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheit der Kronprinzessin steht, der einzige Verein am Ort, der den praktishen Tiershuß autübt und dazu die Anstalten Tierasyl (mit Pension) und Tierdepot unterhält, feiert am Sonnabend, den 17. Februar, Abends 8 Uhr, im Neuen Königlichen Operntheater sein Winter- fest. Die Regie des Künstlerteils hat der Königlibe Sänger Frank, die Musikleitung der Korrepetitor am Königlichen Opernhause Dr. Krone übernommen. Für den künstlerishen Teil des Festes haben si eine Anzahl ges{äßter Mitglieder der Königlichen Bühnen u. a. die Königliche Solctänzerin Fräulein Urbanska bereitwillig in den Dienst der guten Sache gestellt. Nah dem künstlerishen Teil findet ein Ball, verbunden mit Tombola und Kabarett, statt. Billette zu 5, 3 und 1,50 K (Parkett) sind im Bureau des Vereins (Dessauer Straße 3 11), im Tierdepot (Stadtbahnbogen 79/80), bei dem Hoflieferanten Robert Winkelmann (Hausvogteiplay 11a) und bet Nuden u. Co. (Potsdamer Str. 20 T) zu haben.

Für das Alpenfest der Berliner Liedertafel läuft mit dem beutigen Sonnabend das Bezugsreht der Mitglieder auf die für fie reservierten Karten ab. Die niht abgehobenen Karten werden vom Montag, dem 29. Januar, ab anderweitig vergeben. Es wird wiederholt darauf hingewiesen, daß zu dieser am Sonntag, den 4. Fe- bruar, im Neuen Königlichen Operntheater stattfindenden Oen Gäste nur durch Mitglieder eingeführt werden können.

er Eintrittépreis beträgt 5 H Ein Kartenverkauf findet bei R. Neufeind (Friedrichstraße 67), P. Schmidt (Prenzlauer Allee 22) und C. Zwoiener (Enckeplay 2) statt.

Auf der Treptower Sternwarte spricht der Direktor Archen- hold morgen, Sonntag, Nachmittags 5 Uhr, über einen „Ausflug in die Sternenwelten“, um 7 Uhr über das Thema „Gibt es ein Leben auf dem Mond?“, und am Montag, Abends 9 Uhr, über „Finsternisse und Gezeiten“. Mit dem großen Fernrohr wird am Tage die Sonne, Abends der Mond, der „Jupiter“ und der Orion- nebel gezeigt. Die Eintrittspreise sind für den morgigen Sonntag auf die Hälfte herabgeseßt.

Crefeld, 26. Januar. (W. T. B.) Das Stadtverordne kollegium besd:loß aus Anlaß der Silberhochzeit J Majestäten des Kaisers und der Kaiserin 100000 46

ten- hrer zur

Vesper statt, bei der die Konzertsängerinnen Asta Caspari (Sopran) und Hedwig Schmidt (Alt) mitwirken, Die Orgel spielt der Organist

Förderung der Kunft in Crefeld zu stiften.

_ Hamburg, 27. Januar. (W. T. B.) Wie hiesige Morgen- l blätter melden, hat der Senat beshlossen, den Ober- und Unter- [5 beamten der Polizeibehörde für die von ihnen am 17. d. 2M. E gezeigte Umsicht und Pflittreue seinen Dank und seine | Anerkennung aussprechen zu lafsen.

Diedenhofen, 26. Januar. (W. T. B.) Amtlich wird ge- meldet: Heute vormittag 6 Uhr 20 Minuten stieß der Personen- zug 1472 auf den Schluß des im Bahnhof Diedenhofen stehenden Güterzuges 8048. Drei Reisende wurden leiht verletzt. Vom Güterzug wurden 3 Wagen zertrümmert. Der Verkehr erfolgte bis 10 Ühr morgens durch Uznsteigen an der Unfallstelle.

Wetterbericht vom 27. Januar 1906, Vormittags 8 Uhr.

ESE | 0 Name der E Puh Le 22 E Beob Z2 3 ricjtung, SS 22 verlauf Beobachtungs-| © S = Wetter | 2S |2VO ftation L Es Wind- S Ex der letzten 2a stärke N 24 Stunden S2 & m [N S H | mm! | | | j | Borkum . . | 760,4 |/SW «4lbedeckt 45| 1 [Nahm. Niedershl. Keitum 755,7 |[WSW öshalbbed.| 4,4|_0 |Vorm. Niedershk. Hamburg . . | 760,2 |/WSW6|Nebek |___3,6|_2 |Nahm.Niedershk. Swinemünde | 758,2 |WSW 5 bedeckt 3,7| 2 |Nathts Niederl. Rügenwalder- | münde _. | 756,5 |SW_ 4\bedeckt 2,00 | meist bewölkt Neufahrwafser| 756,7 S 4sbedeckt 22|_0 | meist bewölkt Memel 753,1 |/SW 7\|Dunst 1,9) 2 |Nalhts Niederschl. Aachen . . . | 766,4 |/(SW 3\[bedeckt 4,8 2 Hannover. . | 762,8 |WSW 2|bedeckt 5,4 1 | Regenschauer Berlin... | 761,8 |[SW 2(bedeckt |_ 42|_1 [Nahm.Nieders{hl. Dreéden . - | 764,7 [WNW 1 bede | 4,2| 1 [Nachts Nieders{k. Breslau . . | 763,4 |SW sbedeckt | 12| 2 |Vorm. Niedersk. Bromberg 760,4 |[SW 3\Nebel | 1,1| 1 Vorm. Niederschl. Meg .| |— |— Frankfurt, M. | 768,2 (SW 3\bedeckt |__ 3,21 Nachts Niederschl. Korlsrube, B. | 769,7 |W 3|bedeckt |__2,8 2 |Nahm.Niederschl. München . . | 769,6 |SW 4lbedeckt | 2,0| 1 |[Nahm.Nieders{k. / | | (Wilhelmshayv.) Stornoway . | 752,0 |WNW 4\wolkig |___95,6| |_meist bewölkt | | Kiel Malin Head | 756,8 |[SSW 4|Negen | 8 E Stach Nieders. / | | | (Wustrow i. M.) Valentia . . | 766,1 |/SW 2sbedeckt | 9,4 |Nachts Niederschl.

| | | (Königsbg., Pr.)

Scilly . . . | 768,9 W 3\wolkig |__7,8| |_meist bewölkt | | (Cassel) Aberdeen . | 752,9 [WNW 4wolkig | 8,3| | meist bewölkt Pei s i | (Magdeburg) Shields 757,6 |[SW 3\wolkig 10,0 | meist bewölkt l | (GrünbergSchL) Holyhead . . | 763,1 W [wolkig |___8,9|_— [Nachts Niederschl. | | | (Mülhaus., Els.) Isle d’'Aix . | 769,2 |SO 3|bedeckt | 6,0| 0 | meist bewölkt | | (Friedrichshaf.} Sit. Mathieu | 769,4 W 3ibededlt | 82| 0 meist beroôlft | | | (Bamberg) Grisnez . | 755,5 [WSW d5|bedeckt | 7,8/ 0 [Nachts Niederschl. Paris [769,3 |SSW ssbedeckW |_ 851} __— Vlissingen . | 765,7 [SW 3\Dunst |__52/_0_ Helder . . _| 762,2 WSW 4shalbbed.|__ 6,1 0 Bodoe . ._. | 715,7 |/SW s|bedeckt | 1,6 E Cbristiansund | 729,3 |WSW 9 Schnee |_14_8_ Skudesnes | 745,0 |WNW s bedeck | 5,5_3 Skagen | 745,0 W _9\Dunst 86 Vestervig . _| 750,1 |WSW s8|bedeckt |__6,1| Kopenhagen - | 753,2 |WSW 4Nebel | 46 0 Karlstad . . | 737,2 (WSWö6 balbbed. 6,21 Z Stoctholm _ | 737,0 /WSWs|bedeckt | 6,00 2 Wisby. | 743,6 [(SW 6|\bedeck | 3,91 D Hernösfand | 727,4 |/[SW 4 bedeckt 34 1 Haparanda | 720,8 |[SSW 6 Schnee |_ 0,0/_4 Rga .. | 751,9 |SW 4Abedeckdt | —12| 0) Wilna. | 759,8 S 2hbededt | —6,0_0 H Pinsk | 764,4 [SSO 1|bedeckt | —8,6|_0 Petersburg . | 748,3 WSW 5 bedeckt | —5,4| 0 | Wien _ (767,9 |Windft. |bedeckt | —3,4| 2 | A Prag 766,3 [SW 2\bedeckt |__3,0_1_ Rom . (767,9 N _2\wolkenl.|__ 4,2/_0 Florenz 769,5 |[SW 1\woltenl. | —0,4/ 0 | Cagliari . . | 767,5 NW A4\wolkenl.|_ 5,5|_0_ Cherbourg 768,5 |WSW 3 bedeckt | 84/0 E Clermont | 771,9 |WSW 1 |bedeckt | 2,0| 0 Biarrig . . | 772,0 |Windst. [Dunst |__7,2/. 3 Nizza . [768,6 |[ONO 1/heiter |__2,7/_0_ Krafau . .. | 765,8 (W 1hheiter | —4,9/_0 Lemberg | 766,7 |WSW2'Schnee | —4,2| 0 Hermanstadt | |— —- Triest . . | 770,0 [Windst. |bedeckt 0,4 Brindisi . . | 765,9 |N 3 Regen 92| 2 Livorno ._. | 767,9 NO 3\bedeckt 44 5 S Belgrad . | 769,6 |W 1\Nebel =5,0 E Helsingfors . | 740,8 |SSW 7|Schnee 18/9 Kuopio . . . | 735,1 |S 2\bedeckt 01/ 2 Zürich . . . | 771,7 /NW 2/Dunft | —2,0|_0 Genf . (772,0 NO 1/Dunst | —1,0| 0 | —— Lugano . . |7705N Lsheiter | —4,0|_0 -— K Säntis . . . | 556,4 WSW 2 beiter | 7,4) |_" —- ; Wik. . . . | 745,9 [W 5 wolkig | 3,9| | R / Warschau . . | 771,9 |SSW 2 bedeckt ,| —0,8/ —- | Portland Bill! 767,7 WNW s5'wolkig | 7,8! |

Ein Hochdruckgebiet über 770 mw liegt über Frankreich, ein Minimum unter 715 mm über den Lofoten. In Deutschland ift das Wetter trübe und mild, bei mäßigen Südwestwinden. Nuhiges,, mildes, veränderlihes Wetter ist wahrscheinlich.

Deutsche Seewarte.

R A E L B T E E 2 wide