1885 / 177 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Polen bestehende Absaßbedürfniß der vielfach auês&ließlich auf ihre Forsten angewiesenen Grundbesiyer ein viel zu dringendes sei, als daß die bescheidenen deutswen Holzzölle irgerd welchen Eirfluß auf die- selben üben könnten. Die Gründe davon sind nicht weit zu sucen. Geseße, welche eine Schonung der Forsten vorsrieben, bestehen in den genannten Ländern nit, in welchen der Holzverkauf nicht selten die einzelne sichere Einnabme ift, auf welchbe die Landwirthe angewiesen sind. In ge- wifsen Geaenden Schwedens und Norwegens verlohnt der Getreidebau des ungünstigen Klimas wegen nur wenig; în Polen und West-Ruß- land werden die Kornpreise durch das mossenhafte Getreideangebot des woblfeil produzirenden und außerordentli fruchtbaren Gebiets der „\chwarzen Erde“ (Klein- und Neu-Rußland) seit lange und in zunehmendem Maße gedrückt, und hat der sonît zur Aushülfe dienende Branntweinbrand einen Umfang erreict, der die Zuwendung zu dieser Industrie unsicher und wenig lohnend ersceinen läßt. Was bleibt deren, die größerer Baarsummen bedürfen, unter solen Verhältnissen anders übrig, als Holzverkauf in großem Stil und zu jedem Preife? Bei dem Mangel einheimiswer Nachfrage nah Forsterzeugnisjsen aber hat man keine andere Wabl, als das geschlagene Holz, bezw. den rictrentiren- den Forst, unverkauft zu Hause zu behalten oder zu jedem gebotenen Preise ins Ausland lofzus@lagen. Deuts(&land aber ist der nächste ausländis&e Nacbbar, der von Schweden und Norwegen aus dur woblfeil fahrende Schiffe, von Rvfland aus mittelst Flößung auf der Weichsel und anderen in die Ostsee mündenden Strömen, un- \{chwer erreibt werden kann. Z L

Diese Verschicdenheit der Verkältnisse von drüben und büben, cle jede Konkurrenz unserer rationell bewirihscafteten Forsten mit den massenbaft und na Belieben ge\chlagenen Hölzern der nördlichen und östliden Nachbarlärder unmögli macbt, ift es gewe}en, welche der Reichsregierung bereits vor Jahr und Tag den Gedanken an eine Eihöhurg der Holzzölle nabe legte Widersprucbslust, Voreinge- nommenbeit und mangelhafte Sackenntniß verhinderten unsere fortschrittlib-n Freibändler an ri&tiger * Beurtheilung dieser durd die Verhältniffe dringend gebotenen wirthscaftlid und finanziell gleich zwecknäßigen Maßregcl. Jeßt, nun dieselbe in Auétführung kommt, werden die WVorauésagungen des Reichskanzlers über die Einflußlosigkeit der neuen Zölle auf das \@wedishe und ruisis@&e Angebot und auf die von den dortigen Ver- käufern gestellten Preise wörtlich bestätigt und wir erleben abermals, daß die Vorhersagungen der freibändlerisden Sthrift- und Schul- gelehrten von den Thatsachen Lügen gestraft werden. :

Möchte diese Erfahrung mindcstens an denjenigen niht spurlos vorüber geben, die überhaupt im Stande sind, vom wirklichen Leben zu lernen und die Einsicht zu gewinnen, daß NProbiren vielfah über Studiren geht!

Die „Post“ {ließt eine Besprehung der neuen Submissionsordnung mit folgenden Säßen:

Von er gherzigen bur-aukratischen oder fiskalischen Gesichtspunkten halten sib die neuen Submissionsvorschriften hiernach in löblicer Weise fern, im Gegentheil zeigen eine Reihe von Vorschriften und zwar vor Allem die Vorschriften über die Ertheilung des Zuschlages einen großen, vor der Uebcrnahme schwerwiegender Verantwortlichkeit nicht zurückschck@recker den Zug. 5

Ohne Zweifel sind noch weitaus nicht alle Wünsche der Inbu- ftriellen und Gewerbetreibenden durch die neuen Bestimmungen erfüllt, allein man wird auch in diesen Kreisen anerkennen müssen, daß, soweit Anregungen gegeben sind, über weiche die betheiligten gewerblichen Kreise einig waren, und wenn nit Üüberwiezend Gründe des staais- lichen Interesses entgegenstehen, das weitgehendste Entgegenkommen stattgefunden hat.

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des Statistischen Amts der Stadt Berlin ind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 19. Juli bis inel. 25. Juli d. I. zur Anmeldung gekommen: 187 Ebheschließungen, 789 Lebendgeborene, 34 Todtgeborene und 966 Sterbefälle.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

De, Ulm, Dex uinentbehrliwe Nathgever in dem Verkehr mit allen Staats- und Gemeindebehörden. Ein Handbuch für Jedermann bei Abfassung von Gesuchen und Be- \ckwerten aller Art in allen Verwaltungs- und Polizeiangelegen- heiten, mit viclen Formularen. 3. Aufl, 163 S. Preis kart. 1,80 Leipzig, Verlag von Gustav Weigel. Das Schriften, welches be- reits in dritter Auflage vorliegt, enthält auf knappem Raume für den deutsben Reichsbürger das Nöthige über Staatsangehörigkeit, Auswanderung und Verlust der Staattargcebörigkeit, Freizügigkeit, Armenwesen. Beurkundung des Personenstandcs und der Eheschliec- ßuna, Militärangelegenheiter, Ürlaubegesube, Gewerbe und ge- werblides Konzessiorwesen, Steuern, Stadtverwaltung, Polizei- wesen, Sc&ulwesen, Straßen und Wege, Waisenrath.

Der Chronist. Kurzgefaßte Notizen zur Zeitgeshichie, zuglei ein fortlaufendes Supplement zu jedem Konver sationélerikon. Herausgegeben von Dr Karl Siegen. 2. (Quartal) Hest. 75 s. (Leipzig, Verlag von Carl Reißner.) Das 2. Hest des „Chronisten“ gicbt die Zeit vom 1. April bis 1. Juli ums(bließend, in zuver- lässiger, klarer, knapvcr Weise auf 34 Bogen über alle wichtigen Ercignisse des verflossenen Vierteljahres erwünschten Arfschluß So ift besonders der politisen Vorgänge in England und des Minister- wechsels daselbst, der Geschicte von Frankreich, China, Oesterreich, Spanien, Braunschweig 2c. gedacht, cin Resumé aller Reibstagssißzungen dieses Vierteljahrs gegeben, den Fortschritten der deutschen Kolonial- politik Sorg*alt zugewandt, ebenso von den interessantesten Entdedungs- reisen, Erfiadurgen 2c., von belangreihen Todesfällen Notiz genommen. Das Heft entkält aber auch kurze Biographien lebender Tagesgrößen, so von Brisson, Salisbury, Komaroff, Graf Paul Scumaloff, Pendleton, Oberst Strau 2c. Ebenso sind alle wibtiger Creignisse aus dem Gebiete von Theater, Kunst, Literatur und Wifs-nschaft be- rücfsichtigt ; kurz, es dürfte so leiht nichts vergessen sein, was hin- chtlid des öffentlichen Lebens des letzten Bierteljahres irgend be- merkenswerth ist. Allen Gebildeten, zumal auch dem Gelebrten, kann dieses Heft als Nacscblagebuch empfohlen werden.

Das diesjährige Ofsterprogramm des Bugenhagen- \chen Gymnasiums zu Treptow an der Rega enthält: „l) Treptow vor, während und nach dem dreißigjährigen Kriege“, Theil 1, vom Oberlehrer: Karl Friedr. Sudhaus; 2) Schulnachrihten vom Direktor Prof, Lic. Alexander Kolbe. Was zunäcst die historisce Abhandlung anlangt, so bringt das Programm vorerst nur den 1, Theil derselben: „Treptow vor dem Kriege“, worin der Verfasser von der Lage der Stadt Treptew, ibrem Wohlstande, ihrem Handel und ihrer Schiffahrt im Allge- meinen handelt und sodann die Geschichte der Stadt von 1572 bis 1620 licfert, indem er über ihre inneren Zwistigkciten, ihre Streitig- keiten mit anderen Städten, ihr Verhältaiß zu den verschiedenen Herzögen Pommerns während dieser Zeit, namentlid zu Herzog Johann Friedrich u. dgl. m. berichtet. Der Verfasser {ließt sich bei seirer Darstellung hbauptsächlich an ein Manuskript des Justiz- fommifsarius und Hauptmanns a. D. Adolf Heintze an, wels, von Htärtzes Erben für die Magistrats - Bibliothek von Treptow erirorben, eine ziemlich zusammenhängende Geschichte

Trcxtows von seiner Umwand!ung in eine deutsbe Stadt (im Jahre 1277) bis zum Beginn der brandenburaishen Herrschaft (1653) ent- hält und eine mit großer Sorgfalt auf Grund umfangreiwher Studien abgefaßte Arbeit ist, Aus den S{bulnachrichten, welche auf die Abhandlung folgen, ersicht man u. A., daß das Bugenhagensche Gymnasium, an welchem, ßer dem Dircktor, 4 Oberlehrer, 5 ordentliche Lebrer, 1 Gymnafiak-Elementarlehrer, 1 Gymnasial- Zeichen- und Vorschullehrer, 1 Eymnasial- Turn- und Vorschullehrer und 1 Gesfanglehrer wirken, aus 9 Gymnasialtlassen (Ober- und Unter-

Prima, Ober- und Unter-Sekunda, Ober- und Unter-Tertia, Quarta, Quinta und Sexta) und ciner Vorscbule voa 3 Klassen besteht, daß das Gymnasium am 1. Februar 1884 im Ganzen 195, am 1. Fe- bruar 1885 205 Schüler, die Vorschule aber am 1. Februar 1884 44, am 1. Februar 1885 41 S@®üler zählte, daß sich unter den Sc{ülern des Gymnasiums am 1. Februar N 191 evangelise, 1 fatholisher und 14 Juden, 84 aber einheimische, 115 auswärtige und 6 Ausländer, in der Vorscbule aber zu derselben Zeit 38 evan- gelisbe und 3 Juden sowie 33 einheimische und 8s auswärtige Schüler befanden. Schließlich sei noch bemerkt, daß am Michaelis- termine 1884 6 und am Oftertermine 1885 9 Schüler das Abiturienten- Examen bestanden.

Unter dem Titel: „Bulletin des publications nou- velles delalibrairieGauthier-Villars, Année 1884, Paris, Gauthier-Villars, imprimeur-libraire u bureau des longitudes etc. 1885“ veröffentlicht die Pariser Buchhandlung von Gauthier-Villars ein Verzeichniß von neuen, von ihr herausgegebenen Schriften. Die- selben bestehen meist aus periodischen Zeitscriften über Mathematik, Physik, Astronomie, Elektrizität, Technik, Photographie X. Der In- T Fer einzelnen Bände wird mehr oder weniger auéführlih an- egeben. is Die Bucb- und Antiquariatshandlung von Joseph Jolo- wicz in Posen hat eixen Katalog (Nr. 89) ihres antiqua- rishen Bücherlagers veröffentlidt, Derselbe umfaßt 1946s Sgriften, die unter 4 Rubriken (deuts&e Literaturgeshichte und Wörterbücber, deutsche Literatur von der Mitte des 18 Jahrhunderts bis zur Gegenwart, Ueberseßungen aus fremden Spracpen 1n die veutsbe, Nadbtrag) vertheilt find. Unter den verzeichneten findet h eine Menge werthvoller und interessanter Werke; wir verweilen na- mentlic auf die Namen Goethe, Schiller, Lessirg, Herder, Wieland, Byron, Shakespeare.

Getwerve und Handel.

Bei der Mascinenfabrik Eßlingen betrug in der Ges&äftsperiode 1884/85 die Umsaßsumme aller Lieferungen an Lokomotiven, Wagen, Kesscln, Dampfmascbinen, Brückten und Eisen- kfonsiruftionen verschiedener Art 35 Mill, Mark. Nachdem auf ältere Bestände des Javentars ca. 120 (C00 4 abgeschrieben worden, ver- bleibt noch cin Nettogewinn von 139 666 4, und wurde auf Antrag des Vorstandes und Aufsichtéra1hs beschlossen: auf das Modell-Konto weitere 25 000 M, auf das Werkzeug-Konto 15 000 M abzuschreiben, dem Reservefonds 59/9 mit 4983 46 zuzutheilen, sodann 90,000 M als 3 9/9 Dividende an die Prioritäts-Aktien zu vertheilen und den Rest mit 4682 16 auf neue Rechnung zu übertragen. Aus dem Berit des Vorstandes is herrorzuheben, daß der derzeitige Bestand der Bestellungen (mit ca. 2 Millionen) cin befriedigender ist und die Arbeiterzahl ca. 1250 Mann beträgt.

Wien, 31. Juli. (W. T. B.) Wie die „Presse" meldet, ist die Karl-Ludwigs-Bahn entsblossen, das mit den Galizischen Staatsbahnen abgeschlossene Tarifkartel zum 1. Januar k. I. zu kündigen, nachdem die von ihr bei den Verhandlungen wegen Revision des “da gemachten Vorschläge bis jeßt nit angenommen wor- den find.

Prag, 30. Juli. (W. T. B.) In der heutigen Sitzung der Handelskammer wurden folgende Anträge vorgelegt: Die Regierurg möge erwirken, daß dem Nete der böhmischen Banfkfiliale ein Minimale von 50 Millionen zugewiesen werde. Die Prager Bankfiliale möge in eine Hauptfiliale umgeroandelt werden, welcbe von einer eigenen, aus einem Vorsitzenden und aht in Böhmen wohnhaften Mitgliedern bestehenden Direktion geleitet wird. Den Voir sitzenden und zwei Mitglieder der Direktion soll die Wiener Hauptanstalt ernennen, bezüglih der übrigen sech{8s Mitglieder sollen von den fünf Handelskammern Böhmens und von dem Landes- fulturrathe Vorschläge nach Wien gemacht werden. Ja die Direktion der Wiener Hauptanstalt soll von dem Generalrath ein Mitglied der Prager Hauptfiliale gewählt, bei allen böhmischen Filialen die \prachlihe Gleichberebtigung gewahrt und die Werthangabe auf den Banknoten aub in czehisher Sprache ausgedrückt werden. Weitere Anträge beziehen sich auf den Wirkungskreis der Prager Hauptfiliale. Die Anträge wurden mit allen Stimmen gegen die- jenigen der deutschen Mitglieder der Handelskammer angenommen,

Antwerpen, 30 E. L B) Wollaubrron. 2033 B. Laplatawollen angeboten, davon 981 B. verkauft. Geschäft unbelebt, Preise wie am ersten Tag.

Bradford, 30. Sul (W. T B) Wolle ruhig, aver stetig, Exportgarne stetig, andere träge, für Stoffe besserer Begehr.

Submissionen im Auslande.

L Belgien,

1) 19. August, Mitiags. Börse zu Brüssel. Fertigstellung des neuen Empfangsgebäudes zu Station Urlon. Voranschlag 63 241 Fr. Vorläufige Kaution 3000 Fr. Auskunft beim Ingenieur en chef, Direktor Ramacckers, rue Latérale 2, zu Brüssel und beim Architekten Van de Wijngaert fils, avenue Victor Tesch, zu Arlon. Preis der Pläne 41 Fr. 60 Ct. Lastenheft Nr. 162 in der Expedition des „MNeichs-Anzeigers8*.

2) 26. August, Mittags. Börse zu Brüssel. Uebernabme gegen Baorzahlung einer bedeutenden Anzabl alter Eisenbahn-Wagenräder verschietener Größen, die in den Ateliers zu Malines und Luttre lagern. 44 Loose. Lastenheft Nr. 150 wie ad 1,

3) 21, August, 11 Ubr Vormittags. Provinzial-Gouvernements- Gebäude ¿zu Hasselt. Bau cines Theiles der Route Hechtel-Loozen bei Exel und Petit-Brogel. Voransblag 52987 Fr. Vorläufige Kaution 2650 Fr. Preis der Pläne 5 Fr. 509 Ct. Lastenheft Nr. 65 bei der Administration des Ponts et Chaussées et des Mines, rue de Louvain No. 24, zu Brüffel, käuflich.

4) 22. August, 11 Uhr Vormittags. Provinzial-Gouvernements- acbäude zu Namur. Wiederaufbau der Brücke über den Bach Samson für den Uebergang der Route Samson—Gramptinne. WVorarschlag 17 700 Fr. Vorläufige Kauticn 90 Fr. Preis der Pläne 8 Fr. 10 Ct. Lastenheft Nr. 90 wie ad 3.

5) 21. August 1885, Mittags. Provinzial- Gouvernements: Gebäude zu Lüttich. Fertigstellung des für das chemische Institut der Univer- tät Lüttih bestimmten Gebäudes an der place de l’Uniyvers.té, sowie Bau eines zweiten Gebäudes zu gleicem Zwecke am Quai de l'Vniversité,. MVBoransdlag 416 318 Fr. Vorläufige Kaution 20 C00 Fr. Preis der Pläne 14 Fr. Laftenheft Nr. 88 wie ad 3,

IT. Niederlande.

1) Hollandshe Yzeren Spoorweg Maatschappy.

Lieferuyg von 2000 Tonnen Heerdkohlen. Bedingungen lieazcn zur Einsicht aus im Hauptmagazin zu Haarlem und auf den Stationen Amsterdam (Westerdok), NRotierdam (Delftsbe Poort) und Utrecht (Maliebaan). Einscbreibung bis 10. August 1885,

2) 11. August 1885. Deichverwaltung von Rynland.

Lieferung von 2950 Tonnen Ruhrkohlen für die Dampfmühlen zu Spaarndam, Halfweg, Gouda und Katwyfk.

Bedingungen sind in dem Sekretariat der vorgenannten Deich- verwaltung zu Leiden zu bekommen.

3) 12. August 1885, Nachmittags 1 Uhr. von Rotterdam im Ratbhaus

Lieferung von Brüdlen für Oberbau des ciserunen Viadukts in der Gemeinde-Gasfabrik am Oftzeedyk.

Bedingungen und Zeichnungen liegen im städtisben Sekretariat im Timmerhbuis zu Rotterdam zur Einsicht aus und sind für 1,00 Fl. bei den Buchdruckern Wed P, van Wasberge en Zoon zu Rotterdam, Houttuin 73, käuflich6. Ri v8 Si j

4) 14. August 1885, Nackmittags 2 Uhr. Rykes Magazyn van Genecsmiddelen im Haag.

Lieferung von 1250 kg Sulphas chinini. Bedingungen liegen im vorgenannten Magazyn zur Einsicht aus und sind von demselben auf

Gemeinde- Verwaltung

Franko- Anfrage kostenfrei zu beziehen.

I[T. Jtalien. E 10. August, 2 Uhr. Territorialdirektion des Militärkommissariats des VIII. Armee-Corps zu Florenz. Lieferung von farbigen Tuchftoffen, Flanellstoffen. Näheres an Ort und Stelle.

Verkehrs-Anftalten.

Bremen, 31. Juli. (W. T. B.) Die Dampfer des Norddeutschen Lloyd „Eider“ und „General Werder“ sind beute um 6 Ubr, der erstere in Southampton, der andere in Bremen eingetroffen.

Triest, 20. Il. (W. T. B). Der Lloydbampfer „Hungaria“ ist heute Mittag aus Konstantinopel hier eingetroffen.

Baumwollgeweben und

Berlin, 31. Juli 1885.

Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.)

Bei der heute angefangenen Biehung—der 4. Kiasse 172, Königlich preußischer Klassenlotterie fielen:

1 Gewinn von 30,000 M auf Nr. 49 494.

1 Gewinn von 15 000 A auf Nr. 91 153.

4 Gewinne von 6000 / auf Nr. 1523. 34572. 45 481. H.

42 Gewinne von 3000 4/6 auf Nr. 298. 499. 3682. 10 599. 12 024. 12572. 18864. 20157. 20659. 20849. 21 106. 99 392, 26583. 27133. 32854. 37 683. 38190. 39386. 39 931. 45918. 46960. 49821. 52868. 53531. 54513. 54 812. 55588. 68502. 68638. 73306. 77783. 79 027. 79964. 82676. 83036. 87346. 87 642. 89743. 90 670. 91 010. 91924. 92154.

39 Gewinne von 1500 # auf Nr. 825. 1258. 2629. 3988. 5975. 8272. 8995. 11 074, 16242 19425. 20 503. 91 1563. 26667. 27746; 27813. 28290, 3285/7. 94 990. 35 784. 38197. 43 034. 43506. 49171. 55116. 59525. 61 692. 62478. 71399. 76045. 79150, 79192, 81 165. 82 497. 86 351. 91 740. 93 873. 93 945. 94 337. 94 484.

66 Gewinne von 550 M auf Nr. 434. 818. 959. 1890. 3483. 4106, 4520 5/6, 6236. C040. (798, S 9836. 9968. 13056. 15017. 15788. 16911. 18 264. 21176. 25098. 25685. 29226. 29363. 29 557. 33 057. 33 330, 33996. 34067. 38064. 38333. 38437. 39 140. 39 610. 39957. 40826. 41693, 41871. 42045. 43 351. 47 840. 48075. 57255. 58163. 58655. 59587. 60 127. 60804. 61078. 61681. 65671. 66830, 67476. 68 338. 69498. 71011. 71696. 72329, 81 061. 82927. 84 (S7. 86 C09. 89606. 90966. 92933. 93 955.

Die am 26. Juli in Leipzig abgehaltene Génerals- versammlung des Verbandes deutscher Handlungs- ge hülfen war aus allen Theilen Deutschlands sehr zahlrei besucht und dokumentirte dur den Verlauf der Verbandlungen, daß alle Mitglieder das lebhafteste Interesse an dem Gedeihen dieser, auch von den selbständigen Kaufleuten unterstützten Vereinigung haben. Dem vorgelegten Geschäftsbericht entnehmen wir, daß der feit vier Jahren bestehende Verband am 1. Juli 4986 zahlende Mitglieder (jeßt 5193) besaß, worunter fih mehrere stiftende und außerordentliche (unter- stüßende Prinzipale) befinden und daß 70 Verwaltungsftellen in Deutsch- land den Verkehr mit dem Vorstande vermitteln. Im letzten Jahre sind allein 3165 neue Mitglieder beigetreten. Von dem vorhandenen Ge- \chäftsübersbuß in Höhe von 4960 wurde das Konto der Wittwen- und Waisenkasse und das für Unterstüßung bei Stellenlosigkeit dotirt. Die Stellenvermittelung hat sich im Verhältniß zum vorigen Jahre bedeutend gebessert. Die Kranken- und Begräbnißkasse hat einen eigenen Fonds von 9000 # Sie zahlte im ersten Halb- jahre 1885 etwa 8500 # Entschädigung. Der Hauptpunkt der Tagesordnung war die Begründung einer Wittwen- und Waisenkasse, Die Vorscläge des Vorstandes hierzu wurden ange- nommen. Für diese Kasse ist cin Fonds von zwanzigtausend Mark vorhanden. Ferner wurde die Einführung der Unterstüßung bei Stellenlosigkeit na den Vorschlägen des Vorstandes genehmigt und die Mittel dazu verwilligt. Die anderen Gegenstände der Tage®ord- nung betrafen Statutenänderuncen. Der Inhalt des Geschäftsberichts und der Verlauf der Generalversammlung, in welcher der alte Vor- stand einstimmig wieder gewählt wurde, sind jedenfalls geeignet, dem Verbande deutsher Handlungsgehülfen (Leipzig) zahlreiche Freunde zuzuführen.

Mannheim, 31, Julïi. (W T. B) Der ¿Neuen BadisWen Landeszeitung“ zufolge, hat die gestern Abend abgehaltene General - versammlung des Heidelberger Scchloßvereins mit großer Mehrheit bes{lossen, sih gegen das jeßt vorliegende Projekt einer Drathseilba hn nah dem Schloß und der Molkenkur zu erklären. In der zahlrei besu&ten Versammlung wurde gegen die Abstimmung Protest erhoben.

Gibraltar, 24, Juli. Die drei vom Stettiner „Bullan® erbauten chinesischen Panzerschiffe, welhe Plymouth am 14. d. M. verließen, kamen am 18. früh nah glatter Fahrt auf hiesiger Rhede an und gingen am 21. im Hafen vor Anker; sie werden von allen ehrlichen Beurtheilern, wie in Plymouth, fo auch hier bewundert. Der erste Offizier des englishen Kriegs\chiffes „Sylvia“ machte der Korvette „Ting-Yuen“ einen mit Besichtigung des ganzen Scchbiffes verbundenen Besu, den Lieutenant Lender erwiderte, der sodann an etnem Diner auf der „Sylvia" Theil nahm. Die ursprünglih auf den 23. festgeseßte Abfahrt wird erft heute Nbend 6 Uhr erfolgen, und Port Said, da Malta nicht angelaufen wird, wohl am 1. August erreicht werden.

Neues Friedrih-Wilhelmftädtishes Theater. Hr. Direktor Frißsche ist nah acbtwöcbiger Abwesenheit von Berlin bier eingetroffen und hat die Leitung der Direktionsgeshäfte wieder übernommen. Mit der Rüdckehr des Direktors werden die Vor- bereitungen für die nächste Saison ein \chnellercs Tempo erhalten, wenn auc für den Rest des Sommers keine anderweitigen Disposi- tionen getroffen werden dürften, da der „Großmogul“ voraussihtlich unverändert auf dem Repertoire bleibt.

Bad Gastein, 31. Juli, (W. T. B)

\{auspieler Beraudal i heute Nat nach kurzem plöulich gestorben.

Der Königliche Hof- Unwohlsein

Redacteur: Riede l. Berlin: -—- n L: Verlag der Expedition (Sch olz). Druck: W. Els ner. Drei Beilagen (eins@ließlih Börsen-Beilage), und die Besondere Beilage Nr. 6,

sowie das Verzeichniß der gekündigten Stamm-Aktien der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn.

neue |

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

M 177

Berlin, Freitag, den 31. Juli

185.

Æ i Fnserate für den Deutschen Reihs- und Köntgl. Preuß. Staats-Anzeiger und das Central-Handels-

register nimmt an: die Königliche Expedition | 1. Steckbriefe und Untersnchungs-Sachen.

des Deutshen Reichs-Anzeigers und Königlich

Preußishen Staats-Anzeigers : Berlin SW., Wilhelm-Straße Nr. 32. æ

2, Ae Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

3, Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen etc.

4. Verloosung, Amortisation, Zinszahlung

n. s. w. von öffentlichen Papieren.

Deffentlicher Anzeiger. ?

5. Indnustrielle Etablissements, Fabriken nnd Grosshandel. 6. Verschiedene Bekanntmachungen.

Inserate nehmen an: die Annoncen-Expeditionen des „Jnuvalidendank“, Rudolf Mosse, Haaseuftein & Vogler, Büttuer & Winter, sowie alle übrigen größeren

G. L. Daube & Lo., E. Schlotte,

Annoncen - Bureaux.

7, Literarische Anzeigen. 8. Theater-Anzeigen. | In der Börsen- beilage.

“Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

{21653] Stec{briefs-Erneuerung.

Der gegen den Buchbindergesellen Josef Paul Przybyszewski, geboren am 2. März 1859 zu Schwetz, wegen Diebftabls in actis J. III D. 305/83 unter dem 11. Juli 1883 erlassene und unter dem 13. Juni 1884 erneuerte Steckbrief wird hiermit nochmals erneuert.

Berlin, den 24. Juli 1885,

Staatsanwaltschaft bei dem Königl. Landgerichte T. Simon v. Zastrow.

{21652] Steckbriefs-Erledigung.

Der gegen die verehelibte Buchdruckter Korn, Bertha, geb. Paatz, wegen Verleitung zum Meineide in den Akten V. R. I1I. 363 de 1885 unterm 9, Juli 1885 erlassene Steckbrief wird zurückgenommen.

Berlin, den 27. Jali 1885,

Königliches Landgericht T. Der Untersuchungsrichter. Herzbru ch.

Subhaftationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. [21664]

Spezial - Konkurs - Aufgebot und Zwanugs-

verkauf eines Grundstücks.

Nachdem über das auf den Namen des Schbmicdemeisters Franz Hortmann in Hamburg im Schwarzenbeker Schuld- und Pfandprotokoll Band XXVI. Fol. 15 rag. 1 eingetragene, in Wohltorf belegene, etwa 19 a 78 qm große Grundstück nebst Zubehör auf Grund eines vollstreckbaren Urtbeils des Königlichen Amtsgerichts zu Schwarzenbek vom 2. Juli 1885 und in Folge Antrages des Hufners Jo- hann Hinrich Koops in Wohltorf zur Befriedigung des Ltzteren wegen seines Anipruhes aus einer proto- follirten Kapitalforderung nebst Zinsen von 600 4 und Kosten die Zwangsvollstrekung im Wege des Spezial - Konkurses erkannt worden ift, so werden Alle und Jede, welhe an dieses Grundstük nebt Zubehör aus irgend einem rechtliden Grunde dingliche Ansprücbe oder For- derungen zu haben vermeinen, mit alleiniger Aus3- nahme der protsokollirten Gläubiger, hierdurch bei Vermeidung des Auss\s{chlusses von dieser Masse aufgefordert, solche spätestens am

Sonnabend, den 15. August 1885, Vormittags 10 Uhr, als dem hierzu bestimmten leßten Angabetermine, im unterzeichneten Amtsgerichte, Auswärtige unter Bestellung eines Vertreters, anzumelden und eine Abschrift der Anmeldung beizufügen.

Der Aus\chließungsbescheid wird nur an hiesiger Gerichtstafel veröffentlicht.

Einzigster Termin zum öffentlichen meistbietenden Verkaufe wird anberaumt auf

Montag, den 31. Auguft 1885, Mittags 2 Uhr, an Ort und Stelle, zu welchem #sch Kausfliebhaber n Gastwirth Bloeker in Wohltorf einfinden wollen.

Die Verkaufsbedingungen können vom 15. August d. I. an in hiesiger Gerichtsschreiberei eingesehen werden, auch wird der ernannte Sequester, Anbauer Heinrich Koops in Billenkamp bei gewünschter Be- \ibtiaung des Grundstücks zur Verfügung stehen.

Schwarzenbek, den 23. Juli 1885.

Königlich Preußisches Amtsgericht. H. Koenigsmann, Dr. [21663]

ÎÍn Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung des früher dem Maurer W. Scbüning zu Swerin gehörigen Häuslerei Nr. 39 zu Hohen-Viecheln, hat das Großherzogliche Amtsgericht zur Abnahme der Rechnung des Sequesters, zur Erklärung über den Theilungsplan, sowie zur Vornahme der Vertheilung Termin auf

Mittwoch, den 19, August 1885,

Vormittags 11; Uhr, Zimmer Nr. 8, bestimmt, Der Theilungsvlan und die Rechnung des Sequesters sind zur Einsibt der Betheiligten auf der Gerichts\chreiberei, Abtheilung für Zwangs8- vollstreckungen und Konkurse Zimmer Nr. 9 medergelegt.

Wismar, den 29. Juli 1885.

L, Ur y

Gerichtsschreiber des Großherzogl. Amtsgerichts. [21662]

In der Zwangs®versteigerungs\abe des Fahrnow- {ben Grundstücks Nr, 6 in Mechow is zur Ab- nahme der Rechnung des Sequesters, zur Erklärung Über den Theilungsplan, sowie zur Vertheilung Termin auf

Montag, deu 24. Angust 1885, . Morgens 310 Uhr, vor biesigem Gerichte angeseßt.

Der Theilungsplan liegt vom 14. Auguft an zur Einsicht in der Gerichtsschreiberei aus.

Feldberg, 24. Juli 1885.

Großherzoglich meckl, strel. Amtsgericht. Runge.

[21666] Aufgebot. | Nachdem die Aluminium- und Magnesium-Fabrik, atent Gräßel, Aktiengesellshaft zu Bremen, ver-

treten durch den Fabrikanten Dr. phil, Richard

Gräßel und den Kaufmann Hermann Henrich eyer junior Beide aus Bremen, Ï

) von der Vormundschaft für die minderjährigen

Kinder weil. Baumanns Johann Sander von dem unter Artikel 4 der Grundsteuer-Mutterrolle der Gemarkung Hemelingen, Kartenblatt 3, Par- zelle 146/111 eingetragenen Grundstücke denjenigen Theil, welcher jeßt auf Blatt 3, Parzelle a./111 zur Größe von 1 ha 53 a 98 qm aufgeführt ift,

2) von dem Baumann Johann Martens Hs. Nr. 10 in Hemelingen von der unter Ar- tifel 10 der Grundsteuer-Mutterrolle der Gemar- kung Hemelingen Kartenblatt 3, Parzelle 107 ver- zeichneten Flätbe denjenigen Theil, welcher jeßt als Parzelle a./107 zur Größe von 1,1068 ha aufge- führt ift,

3) von tem Baumann Wilhelm Ehlers zu Heme- lingen von dem unter Artikel 13 der Grund|steuer- Mutterrolle der Gemeinde Hemelingen, Karten- blatt 3, Parzelle 108 den jeßt auf Kartenblatt 3 Parzelle a./108 zur Gesammtgröße von 3,2070 ha aufgeführten Theil

fäuflich erworben und bezüglid der Kaufobjekte Ediktalladung der bekannten und unbekannten Gläu- biger beantragt hat, so werden alle Diejenigen, welche an obenerwähnten Grundstücken Eigen- thums-, Näher-, lehnrecbtliche, fideikommifsarische, Pfand- und andere dingliche Rechte, insbesondere auch Servituten und Realberechtigungen zu haben vermeinen, hiermit aufgefordert, etwaige Rechte in dem hierzu auf

Montag, den 5. Oktober d. J., an hiesiger Gerichtsftelle anberaumten Termin an- zumelden, widrigenfalls für den sich nicht Melden- den im Verbältniß zum neuen Erwerber das Recht verloren geht.

Achim, den 18. Juli 1885.

Königliches Amtsgericht T. Kus.

[21703] Aufgebot.

Auf Antrag des Friedrich Bambach in Rüfssels- heim, für sich selbst als geseßliher Miterbe des Nachlasses seiner Großeltern väterlicherseits, des am 31. März 1885 verstorbenen Johannes Bambach in Rüfßselsheim und dessen bereits früher verstorbenen Ebefrau Katharina, geborenen Hummel, sowie Na- mens fünf weiterer geseßliher Miterben dieses Nach- lafses, nämlich fünf Kinder der genannten Johannes Bambachs Eheleute, wird hiermit Aufgebot erlassen und ergeht demgemäß Aufforderung an

Justine Bambach gebürtig von Rüßjelsheim, gegenwärtig Falls über- haupt noch am Leben etwa 56 Jahre alt, Tochter der genannten verstorbenen Johannes Bambach Che- leute, seit vielen Jahren bereits na Amerika aus- gewandert und dermalen unbekannt wo abwesend, daß gleichen Falls dieselbe kereits verstorben sein sollte, an deren Nachkommen, ihre etwaigen An- sprüche und Rechte als Miterben an dem mehr- erwähnten Nachlasse der Johannes Bambach Che- leute von Rüfsel8heim spätestens in dem Aufgebots- termin

Donnerstag, den 29, Oktober 1885,

Vormittags 9 Uhr, dabier anzumelden, widrigenfalls Verzicht ihrerseits auf ihr Erbrecht an diesem Nachlasse unterstellt und derselbe den allein sich gemeldet habenden Erben, d. h. den oben genannten Antragstellern überlassen werden wird.

Groß-Gerau, den 11. Juli 1885. Großherzoglich Hessisches Amtsgeriht Groß - Gerau.

Dr. Werle.

121667] Aufgebot.

Der Kupfershmied Anton Stöveken in Altenberge hat das Aufgebot des in der Kataster-Gem. Alten- berge belegenen, auf den Namen der Wittwe Schul- lehrers Heinri Ishorft, geb. Wobbe, Band 9 Blatt 44 des Grundbuchs berichtigten Grundstücks Flur 8 Nr. 475/108 zum Zweck seiner Eintragung als Eigenthümer beantragt.

Demnach werden alle Eigenthums-Prätendenten zu dem om Amtsgericht auf den

2, November cr., Vormittags 115 Uhr, anberaumten Termine unter der Verwarnung ge“ laden, daß, wenn sie nicht spätestens im Termin si melden und ihr Widerspruchsrecht bescheinigen, die Eintragung des Besittitels für den Antragsteller erfolgen wird und ihnen überlassen bleibt, ihre An- sprüche in einem besonderen Prozesse zu verfolgen.

Burgficinfurt, 25. Juli 1885.

Königliches Amtegericht.

[21665] General-Aufgebot. I. Folgende Personen: 1) a. der Shuhmachermeister Carl Robert Schroeder aus Neufahrwasser etwa 60 Jahre alt und b. dessen Sohn Johann Julius Schroeder aus TEUSLSE E geboren daselbst am 4. Juli 1852, zu a. und b, seit ihrer Abmeldung von Danzig nach Amerika am 11. Mai 1857 ver-

schollen,

2) der Goltarbeitergehülfe Franz Edmund Wolle, geboren am 21. Juli 1829 zu Danzia, aufhaltsam daselbst, dann in Marienburg, Stargardt in Pommern und zuleßt in Breslau bis zum 31. Juli 1860, seitdem verschollen,

3) der Maurergeselle Josef Rudolf Liebe, geboren am 18. April 1853 zu Loeben bei Schoenedck, bis 13. Mai 1874 in Danzig aufhaltsam, seit- dem verscbollen ; ;

II. die unbekannten Erben oder sonstigen Nachlaß-

beretigten

9, Familien-Nachrichten.

2) des durch Urtheil des hiesigen Amtsgerichts vom 14. Januar 1885 für todt erklärten Bâckermeisters Gustav Robert Fectner aus Danzig,

3) der am 7. September 1878 zu Oliva verstorbenen unverebelihten Josephine genannt Anna Patelschek, geboren in Prangenau, Kreis Danzig,

4) des am 28. Dezember 1884 zu Danzig, Wall- platz, verstorbenen Fräuleins Laura Heyne,

werden auf den Antrag

ad I. 1) a. und b. des Abwesenheits-Vormundes,

Kaufmanns Johann Albert Kaliszewski in Langsfubr,

2) der Frau Sekretär riederike Schiefke, geb. Wolle, in Stneidemühl, als Sch{wester des Provokaten,

3) des Abwesenheitsvormundes, Rechtsanwalt Teswer in Danzig,

ad II. 1) des Nadlaßpflegers, Rechtsanwalt Weiß in Danizig,

2) des Nachlaßpflegers, Rechtsanwalt Weiß in Danzig,

3) des Nacblaßpflegers, Rechtsanwalt Rosen- heim in Danzig,

4) des Nadwblafvflegers, Justiz-Rath Holder-

H Egger in Danzig,

hiermit offentlih aufgefordert, fi spätestens in dem

Aufgebotstermine

den 4. Mai 1886, Vormittags 115 Uhr,

(Zimmer Nr. 42) \chriftlich oder persönlich zu

melden, widrigenfalls

ad I. die dort genannten Personen werden für todt erklärt werden,

ad II, der Nachblaß dem sich meldenden und legitimirenden Erben oder Nachlaßberechbtigten, in Ermangelung dessen aber der Stadt Danzig werde verabfolgt werden, und der si später meldende Erbe alle Verfügungen des Erb-

\caftsbesitzers anzuerkennen \{chuldig, weder

Rechnungslegung noch Ersatz der Nutzungen,

sondern nur Herauêgabe des noch Vorhandenen würde fordern dürfen.

Danzig, den 13. Juli 1885.

Königliches Amtsgericht RI.

Os] Aufgebot.

Im Grundbu von Burgsolms Band VI. Blatt 149 Art. 275 Abth. Il1. lfd. Nr. 1 ift folgende Hy- pothek eingetragen auf den Grundstücken:

Flur 3 Nr. 75, Flur 4 Nr. 288, Flur 7 Nr. 293 Eintausend sechshundert fünf und ¿zwanzig Mark Kaution zu Gunsten der Kinder aus der Che des verstorbenen Mathias Tilges zu Ocs mit der Catha- rine, geb. Dohneckte, jeßigen Ehefrau Jacob Schweitzer zu Burgsolms, nämlich: a. Elisabeth, b. Jacob, c, Elisabeth Catbarine, d. Anna Elisabethe, e. Philipp Tilges, aus der Eintragung vom 8. Fe- bruar 1865 zu Lasten der Cheleute Jacob Scbweitzer zu Burgsolms Uebertragen aus dem Hypothcken- buch von Burgsolms Vol. I. Fol. 5/6 Nr. 8. Die Post ist angeblich getilgt und soll im Grundbuch gelöscht werden.

Auf den Antrag der Grundstück8eigenthümer wer- den deshalb die unbekannt wo abwesenden Hypo- thekengläubiger aufgefordert, ihre Ansprüche uud Rechte auf die Post svätestens im Aufgebotstermin,

am 17. Dezember cr., Morgens 11 Uhr, bei dem unterzeibneten Geriht anzumelden, widri- genfalls fie mit ihren Anfprüchen auf die Post wer- den ausges{lossen werden.

Braunfels, den 17. Juni 1885.

Königliches Amtsgericht.

Lee Aufgebot. Hypothekamortifirung betr. :

Im Hypothekenbucbe des K. Amtsgerichts Kel- heim für Saal Bd T S. 210 findet fich auf dem Anwesen der Gütlerseheleute Anton und Magdalena Pauli Hs, Nr. 31 in Obersaal folgender Eintrag:

„1827 den 5. Oktober, Fünfzig Gulden Elterngut dem vermiften Josef Scbmidbauer, unverzinëlih bis zu seinem Erscheinen, auf dem Anwesen liegend, laut Uebernahmsbrief vom 30. Juni 1808, Auch hâtte er im Erkrankungsfalle ein halbes Bett und den Untershluf bis zur Wiedergenesung zu verlangen.“

Da die Nac(forshungen nach dem rechtmäßigen Inhaber der bezeibneten Ansprüche frucbtlos ge- blieben und vom Tage der leßten auf diefe For- derungen fih beziehenden Handlung an gerechnet mehr als dreißig Jahre verstriben find, so wird gemäß §. 82 des Hypothekengeseßes in der abge- änderten Fassung des Art. 123 Ziff. 3 des bayer. Ausführ.-Ges. zur R.-C -P.-O. auf Antrag der oben- genannten Besitzer der hypothecirten Sache hiemit Feder, welcher auf die erwähnten Forderungen ein Recht zu haben glaubt, zur Anmeldung inner- halb sechs Monaten spätestens im Aufgebots- termine unter dem Rechtsnachtheile öffentlih auf- gefordert, E im Falle der Unterlassung der An- meldung die Forderungen für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelöscht würden. Als Aufgebotstermin wird die Sißung vom

Samstag, den 31. Oktober 1885, 3 Vormittags 84 Uhr, Sitzungsfaal hier, bestimmt. Kelheim, den 24 März 1885. Königliches Amtsgericht. Der Königliche Amtsrichter :

(L. 8.) v. Mässenhausen.

1) der am 21. Juli 1884 zu Danzig, Shüsseldamm,

verstorbenen Frieda Augufte Posenansfki,

[18599] Aufgebot.

Nr. 15 546. Der Nechtsanwalt und Notar Justiz- rath Dr. Brück von Wiesbaden hat Namens der Insftitutsvorsteherin Fräulein Amalie Helene Ader von da das’ Aufgebot ter Obligationen nebst Cou- pons und Talons des Gr. Bad. Eisenbahn-Prä- mien-Anlehens vom Jahre 1867 über je 100 Tha- ler Secrie 1530 Nr. 76 467, Serie 1530 Nr. 76 468 und Serie 893 Nr. 44 623, deren Besiy und Ver- luft glaubhaft gemabt wurde, beantragt. Die In- haber der Urkunden werden aufgefordert, \pätestens in dem auf

Freitag, den 15. Oktober 1886, Vormittags 10 Uhr, vor dem Gr. Amtsgerichte bierselbft I. Sto, Zimmer Nr, 1, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzule- gen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkun- den erfolgen wird.

Karlsruhe, den 9. Juli 1885,

Gerichtsschreiberei Gr. Amts8gerichts :

e 8) Braun.

[18600] Anfgebot.

Nr. 14902. Daniel Schloß in London, vertreten durh Georg Swloß in Frankfurt a. M., hat das Aufgebot des 4% bad. 100 Thaler-Looses Serie 2127 Nr. 106 333 nebst Couvons und Talon, dessen Besitz und Verluft glaubhaft gemacht wurde, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, späte- stens in dem auf

Freitag, den 15. Oktober 1886, Vormittags 16 Uhr, vor dem Großh. Amtsgericht hierselb I. Sto, Zimmer Nr. 1 anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzu- legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Ur- kunde erfolgen wird.

Karlsruhe, den 9. Juli 1885,

Gerichtsschreiberei Großherzoglihen Amtsgerichts. (L. 8.) Braun.

[21672] Aufforderung zur Statuseinsicht.

In dem Kollokationsverfahren, welches auf An- stehen des Samuel Haas, Handel8mann zu St. Goar, der Rechtsanwalt Müller zu Koblenz be- treibt, behufs Vertheilung des Erlöses der auf An- stehen von Josef Mayer II., Handelsmann zu St. Goar, am 17, Juli 1876 beim Königliben Frie- densgerihte zu Boppard gegen die Eheleute Johann Mallmann, Schmied, und Maria Anna, geborene Hetert, Beide früher zu Halsenbah wohnend, jeßt ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltéort, lizitirten Immobilien, hat der zur Leitung des Verfahrens ernannte Ricbterkommifsar Herr Landrichter Sprung unterm 15, Oktober 1883 einen provisorisben Ver- tbeilung8plan, und unterm 7. Dezember 1883 einen Nacbtrag zu demselben aufgestellt.

Die Gemeinschuldner werden demnach hierdurch aufaefordert, binnen einem freien Monat a date von diesem WVertheilungtplan und dem Nachtrag zu demselben auf der Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts bierselbst Einficht zu nebmen und ibre etwaigen Einwendungen gegen den- selben in der gleihen Frist zum Protokoll des RNicbterkommissars vorschriftsmäßig anzumelden.

Koblenz, den 24. Juli 1885.

Heinnicke,

Gerichts\chreiber des Königlichen Landgerichts.

[21673] Aufforderung zur Statuseinsicht.

In dem Kollokationsverfahren, welchwes auf An- stehen des David Hirsch, Handelsmann in Mandel, der Recht8anwalt Loenartz zu Koblenz betreibt, be- hufs Vertheilung des Eclöses der auf Anstehen des vorgenannten David Hirsh am 20 April 1883 beim Königlichen Amtsgericht zu Kreuznab gegen die Wittwe und Erben des Nikolaus Pries II., zeit- lebens Tagelöhner in Mandel bei Kreuznach, licitirten Immobilien, hat der mit der Leitung des Werfah- rens ernannte Richter-Kommifssar, Herr Landgerichts- Rath Fingerhuth, unterm 1. Juli 1885 einen pro- visorishen Vertheilungëeplan aufgestellt.

Der Mitgemeinscbuldner Georg Pries, Tage- löhner, früher in Rüdesheim, jeßt ohne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort, wird demnach hierdurch aufgefordert, binnen einem freien Monat, a dato, von diesem Vertheilungsplan auf der Ge- ricbté\creiberei des Königlichen Landgerichts hier- selbst Einsicht zu nehmen und seine etwaigen Ein- wendungen gegen denselben in der gleiben Frist zum Protokoll des Richter-Kommissars vorschriftsmäßig anzumelden. Koblenz, den 24. Juli 1885.

Beine / Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

[21670] Bekanntmachung.

Das Aufgebot der Nacblaßaläubiger und Ver-

mächtnißnehmer des am 22. November 1883 zu

Dittersbach, Kreis Walderburg, verstorbenen Fleischer-

meisters Gustav Ash aus Dittersbah ift durch Ec-

laß des Aus\clußurtbeils beendigt.

Waldenburg i. Schl., den 21, Juli 13835. Königlibes Amtsgericht.

[21668] Bekanntmachung.

In Sachen, betreffend das Aufgebot der Nachlaß- gläubiger des am 15. April 1884 in Trebnitz ver- storbenen Stellmachers Carl Müller, ift das Ver« fabren beendet.

Könnern, den 25. Juli 1885.

Königliches Amtsgericht.