1885 / 204 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

der Regierungs-Hauptkassen sowie bei der Kreiskasse zu Frankfurt a. M. einzureichen. .

2) Jeder Schuldverschreibung muß, da nach S. 3 des Gesetzes vom 4. März d. J. ihre Verzinsung zu 4/2 Prozent mit dem 30. September 1885 aufbört, der noch im Verkehr befindlihe, am 1. April 1886 fällige Zinsschein (Reihe IV Nr. 8) und die Zinssceinanweisung zur Reihe V beigefügt sein. Fehlt der Zinsschein , so ift sein Werthbetrag baar ein- zuzahlen.

3) Wer fonfolidirten papiere in

die neuen Schuldverschreibungen der 4prozentigen Staatsarleibe hier bei der Kontrole der Staats- Empfang nehmen will, hat derselben persönlich oder durch einen Beauftragten die zu 1 und 2 genannten Effeiten mit einem Verzeichnisse zu Übergeben. Formulare zu dem Verzeichnise find vom 14. September d. J. ab ebenda und in Hamburg bei dem Kaiserlihen Postamt Nr. 2 unent- geltlich zu haben. Genügt dem Einreicher der Effekten eine numerirte Marke als Empfangsbescheinigung, so ist das Ver- zeihniß einfa, wünscht er eine auedrüdlide Bescheinigung, jo ist es doppelt vorzulegen. Jm leßteren Fall erhält der Einreicher das eine Exemplar sofort mit einer Empfangs- besheimaung zurü. e

4) Wer die neuen Sculdverschreibungen dur eine der oben genannten Provinzialkassen bezichen will, hat derselben die zu 1 und 2 genannten Effekten mit einem doppelten Ver- zeihniß einzureihen. Das eine Verzeichniß wird mit einer Empfangsbescheinigung versehen sogleich zurückgegeben. For- mulare zu diesen Verzeichnissen sind vom 14, September d. J. ab bei den gedahten Provinzialkassen und den von den Königlichen Regierungen in den Amtsblättern zu bezeichnenden fonfligen Kaßen unentgeltlih zu baben.

5) Die Verzeichnisse find für die auf Thalerwährung und die auf Markwährung lautenden Schuldverschreibungen ge)ondert aufzustellen. Jn jedem Verzeichniß find die Schuldversthrei- bungen nach Littern, Nummern und Werthabschnitten geordnet aufzuführen. Die Effekten selbst sind ebenso zu ordnen. Jede Klasse derjelben ist mit einem Papierstreifen zu umgeben, auf welhem die Stülzahl vermerkt wird. | j

6) Ff eine 41/zprozentige Schuldverschreibung von einer öffentlichen Behörde außer Cours gesezt und erfolgt die Ein- lieferung von einer Privatperson oder einer anderen Behörde, so muß dem Umtaush die ordnung2mäßige Wiederincours- sezung vorausgehen. Privat-:Außercourésezungsvermerke hindern den Umtausch nur dann, wenn Derjenige, zu dessen Vortheil die Schuldverschreibung außer Cours gesegt worden ist, vorher den Verlust des Papiers hierher angezeigt hat.

7) Die Auêreichung der neuen Schuldverschreibungen der 4 prozentigen konsolidirten Stzatëanleihe erfolgt nur gegen Rückgabe der Marke oder Empfangsbesheinigung (Nr. 3 und 4). Die neuen Schuldverschreibur gen find in Werth: abshnitlen zu 5000 F, 3000 M, 2000 F, 1000 MÆ, 500 M, 300 M, 200 # und 150 M auêgefertigt worden. Sie werden am 1. April und 1. Oktober jeden Jahres verzinst und mit Zinsscheinen Reihe 1 Nr. 3 bis 20 für die Zeit vom 1, Ok- tober 1885 bis 30. September 1894 nebst Anweisungen zur Abhebung der Reihe II ausgereicht. :

Die Ausreichung geschieht nah Feststellung der eingelieferten Dokumente und, soweit angängia, in den den Legteren ent- sprehenden Werthabshnitten. Auf besondere Wünsche der Einreicher wird nach Möglichkeit Rücksicht genommen werden.

8) Ueber den Empfang der neuen Dokumente ift unter einem von der Kontrole der Staatspapiere aufgestellten Ver- zeihnifse Seitens der Einreicher der 41/zprozentigen Effekten besonders zu quittiren.

Berlin, den 1. September 1885,

Hauptverwaltung der Staatsschulden. Sydow.

Angekommen: Se. Excellenz der Vize-Präsident des Staats: Ministeriums, Minister des Jnnern, von Puttkamer, aus der Provinz Westpreußen ;

Se, Excellenz der Staats - Minister und Minister der geistlicen, Unterrichts: und Medizinal-Angelegenheiten, Dr. von Gosler, aus der Provinz Ostpreußen.

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Allerhöchster Bestimmung gemäß r e aroße Parade auf dem Tempelbofer Felde morgen nit u ) Uhr, sondern erft um 10} Ubr Vormittags beginnen. Die in der diesseitigen Bekannt- machuxg vom 26. v. M. angeordreten Absperrungsmaßregeln werden dementsprech-:nd der Zeit nab um eine halbe Stunde hbinaués- gesboben, so daß die Absperrung der Tempelbofer Chaufsee erft um 9x Ubr beginnt und die Maßregeln wegen der Omnibufse und Pferde- babnen erft um 9 Ubr be;w. 11} Uhr eintreten.

Berlin, den 1. September 1885.

Königliches Polizei-Präfidium. s

VetanunnitmaGungen auf Grund des Reihs2gesezes vom 21. Oktober 1878.

Jch gebe hiermit bekannt, das ih mit Verfügung vom Heutigen das unter dem 19. d. M. Nr. 3088 (R.-A. Nr. 194) aus- gesprochene Verbot, insoweit es dieMitgliedshaftzuDtters- leben umfaßt, zurückgenommen habe, da die gemahten Erhebungen ergeben haben, daß der Fachverein für Groß- Ottersleben und Umgegend mit Unret als Mitgliedschaft der Vereinigung der Metallarbeiter Deutschlands in den von dem Ausschufse herausgegebenen Rechenschaftsberiht aufge- nommen wurde.

Mannheim, den 30, August 1885.

Der Großherzogliche Landeëkommifsar für die Kreije Mannheim, SETEA S Mosbach.

Nigtamfliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 1. September. Se. Majestät der Kaiser und König wohnten gestern in Potsdam dem Exerzieren der 1, Garde-Fnfanterie-Brigade bei und nahmen den Vortrag des Civilkabinets entgegen.

Heute nahmen Se. Majestät im hiefigen Palais den Vortrag des Polizei:Präfidenten von Madai und jodann 1n Gegenwart des Gouverneurs und des Kommandaxten von Berlin militärishe Meldungen sowie die Rapporte der Leib- Regimenter entgegen, empfingen den General-Quartiermeister der Armee, Grafen Waldersee, und hörten den Vortrag des Chess des Militärkabinets, General-Lieutenants von Albedyll.

Am Nachmittag besihtigten Se. Majestät die Ruhmeshalle und empfingen vor Tische den pérsishen Botschafter Mobsin- Khan nebst den Mitgliedern der Botschaft, sowie den neu er- nannten Minister-Residenten der Südafrikanishen Republik, Jonkheer Beelaerts van Blokland.

Jhre Majestät die Kaiserin und Königin wohnte om Sonntag dem Gottesdienst in der Friedenéfirche bei und besuhte im Stadtshlofse zu Potédam die zum Besuch Jhrer Majesiäten anwesenden Großherzog und Großherzogin von Mecklenburg:Schwerin, welche mit den Mitgliedern der Kaiserlichen Familie sowohl zum Diner wie zum Thee auf Schloß Babelsberg erschienen.

Geftern verabschiedete Sih Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Friedrih Carl bei Jhrer Majestät der Kaiserin.

Beide Kaiserlihe Majestäten trafen Abends in Berlin ein.

Der Kaiserliche Eesandte am Königlih rumänischen Hofe, Wirklice Geheime Legations-Rath Dr. Busch, ist von dem ihm Allerhöchst bewilligten Urlaube nach Bukarest zurück- gekehrt und hat die Geschäfte der dortigen Gesandtschaft wieder übernommen.

Der General der Kavallerie, Graf von der Gols, General-Adjutant Sr. Majestät des Kaisers und Königs und Chef des Reiterden Feld-Jäger-Corps, ift nah Berlin zurück- gekehrt.

Der General-Lieutenant Graf von Kanitg, à la euite der Armee, ist aus Schmuggerow in Pommern hier eingetroffen.

Der Kaiserli russishe Botschafter am biefigen Aller: höchsten Hofe, Graf Shuwalow, bat einen ihm von seiner Regierung bewilligten Urlaub angetreten. Während seiner Abwesenheit von Berlin fungirt der Botschafts-Rath Graf Murawiew als interimistisher Geschäftsträger.

Bayern. Regensburg, 1. September, früh. (W. T. B.) Sr. Kaiserlihen und Königlihen Hoheit dem Kronprinzen wurde gestern Abend von der Feuerwehr sowie den Turn- und Kriegervereinen vor der Königlichen Villa ein glänzender Fackelzug dargebraht. Bei der si daran schließenden Serenade wirkten sämmtliche hicsige Männergesangvereine mit. Von einem glänzend beleuhteten Dampfboot aus richtete Dr. Gerster eine Huldigungsan sprache an den Kronprinzen. Jn das am St&lufse derselben auf den Kronprinzen ausgebrachte Hoh stimmte die dicht ge- drängte Vienschenmafse, welhe den ganzen Play anfüllte, be- geistert ein.

Württemberg. Stuttgart, 30. Augusi, (St.-A., f. W) Jn WildþÞ“d ist heute früh der Königlih Württem- bergische Milifs æ@ âthtigte in Berlin und Bevollmächtigte zum Bundesr@h, „æeneral-Lieutenant von Faber du Faur, gestorben.

Oesterreich-Ungarn. Stiahlau, 29. Auguft. (Presse.) Nach Schluß des Manövers, dem auch die Minister Graf Käl- noky und Graf Bylandt-Rheidt beiwohnten, fuhr der Kaiser mit der Suite in den nä&st dem Manöverfelde bereitstehenden Hofwagen nach Pilsen, während Erzherzog Albrecht mit den Erzherzogen Wilhelm und Rainer nah dem dem Grafen Ernst Waldstein gehörigen Waldshloß Kozel ritten, wo dieselben nah 3 Uhr ankamen und mit dem Generalstab2{cf Baron Beck, dem Landesvertheidigungs: Minister Grafen Welsersheimb und der engeren Suite Absteigequartier nahmen. Das auf einer Anhöhe inmitten eines Waldparkes romantisch gelegene Schloß if mit den Orten Stiahlau und Dobran durch eine Feldtelegraphen-Linie verbunden.

Pe f, 29. August. Dem „Nemzet“ zufolge sind die Wahlen für den serbischen Kongreß beendet. Von den fünfzig Civilvertretern gehören vierundvierzig der radikalen Partei, drei den fogenannten Notabilitäten und drei der flerifalen Parte: an. Von den fünfundzwanzig Geisilihen können sechszehn als loyal betrahtet werden. Die Radikalen sind daher mit 31 Stimmen in der Majorität.

Großbritannien und JFrland. London, 31. August. (W,. T. B.) Der vereinigte Ausschuß des englischen und des französishen Schied8gerichtsvereins hat eine Resolution beshlosen, welche besagt: er habe für die Be- hauptuna, daß Olivier Pain auf Befehl der englischen Behörden getödtet worden sei, keinerlei Beweis aufzufin- den vermocht.

Mr. Gladstone ift auf der Rückreise von Norwegen in Wick (Schottland) eingetroffen.

1. September. (W. T. B.) Das Unterhausmitglied Sir Matthew White Ridley ift zum finanziellen Sekretär des Schaßamts ernannt worden.

Der „Times“ wird aus Shanghai, vom 31. August, gemeldet, daß Sir Robert Harte von seinem Posten als englisher Gesandter in China zurüdckgetreten sei und wiederum zum General-Fnspektor der chinesishen Zölle werde ernannt werden.

(A.C.) Aus Simla, vom 28, August, wird gemeldet : Die Bildung der neuen Ghurka-Regimenter wird nicht vor November vor fih gehen können, da die dieserhalb mit Nepaul gepflogenen Unterhandlungen noch nicht ab- geschlossen sind. Die Truppenmacht, welche sich an dem Uebungslager in Lahore betheiligen soll, wird wie folgt zusammengeseßt sein: zehn Batterien Artillerie, zwei Regi- menter britishe und se{s Regimenter Sepoy-Kavallerie, zwölf Regimenter britische und vierzehn Regimenter Sepoy-Jnfanterie und sechs Compagnien Sappeure. Einer hier eingegan- aenen Nachriht aus Bhutan zufolge, wäre Tongso Penloo, der Rebellenhef, thatsählih Herr des ganzen Landes. Deb Raja habe sih an die chinesishen Behörden in Lhassa um Hülfe gewandt.

Frankreich. Paris, 28. August. (Fr. C.) Heute Vor- mittag 10 Uhr wurde auf Anordnung des Kardinal-Erzbischofs Guibert in der Notre-Dame-Kirche eine feierliche

Todtenmesse für die in Tongking und China gefallenen französishen Soldaten dur den General- vicar der Kirche, Abbé Petit celebrirt. Das ganze Mittel- {hi} war {warz verhängt und mit Trophäen, Palmen und Schildern, auf welchen die hervorragendften Kämpfe verzeihnet waren, geschmüdckdt. Jn der Mitte erhob sich ein mäthtiger Katafalk, umgeben von mehreren Reihen Kerzen. Auch das Hauptportal der Kirche war der Feier ent- sprehend {warz auzges{lagen. Der Marine-Minisier wohnte der Messe bei; der Kriegs-Minifter hatte sich durch seinen Ordonnanz-Offizier vertreten lassen. Des Weiteren bemerkte man eine große Anzahl von Offizieren in Uniform. Während der ganzen Messe veranstalteten die Damen des Comités des Hülfsvereins für die Verwundeten des Land: und Seeheeres eine Sammlung zu Gunsten des genannten Vereins Die Deputation der Mannschaft des „Bayard“, welche an dem Trauergotteëdiensie bätte Theil nehmen follen, war in Folze der neuen Bestimmungen in Betreff der Abfahrt des Sarges mit der Leiche des Admirals Courbet ferngeblieben, Derselbe bätte bekanntlich bis nähsten Montag im Fnvaliden- dom bleiven sollen, wurd Wunsch der Familie des Admirals und des Gemeinderaths von Abbeville nach jener Stadt übergeführt. Eine Abtheilung

von 14 Mann-des „Bayard“ unter dem Befehl eines Offiziers

gaben der Leiche das Ehrengeleit.

Der Marine-Minister ht den Bericht der Zoll- |

verwaltung von Tongking und Annam für das erste Vierteljatr 1885 empfanaen. ämter in Haiphong, j Hoa, Turane und Quin-Hon. Einnahmen betrugen 366 977 Fr., gegen 83 974 Fr. im ersten Vierteljahr 1884, Hong-Hoa hatte gar: táne Einnahme, und das dortige Zoll- amt ist am 27. Januar eingezogen worden. Die ausgeführten Landeserzeugnifse, deren Werth sih auf 933 640 Fr. belief, gingen zum geringsten Theil nah Saigon, zum größten Theil nah Hongkong.

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talien. Nom, 1. Seplember. (W. T. B) Dex „Agenzia Stefani“ wird aus Zanzibar gemeldet: der Aviso „Barbarigo“ sei gestern von einer mehr als ein- monatlihen Erforschungsreise an der Ostküste Afrikas für wissenschaftliche und kommerzielle Zwecke dorthin zurück- gekehrt. Jn der Depesche verlautet nihts über eine Beseßung von Port Johnes; ebenso enthalten die offiziellen Depeschen nichts derartiges.

Türkei. Konstantinopel, 31. August. (W. T. B.) Ein Telegramm der „Agence Havas“ meldet: Sir Drummond Wolff wurde geftern vom Sultan in einer mehrstündigen Privataudienz empfangen, welcher auch der Minifter des Aus- wärtigen, Asym Pascha, beiwohnte. Die Unterredung soll, wie es heißt, die egyptishe Frage nur im Allgemeinen berührt haben.

Nuߧland und Polen. Kiew, 1. September. (W. T. B.) Gestern Vormiitag fand in Gegenwart des Kaisers in der Umgebung von Kiew ein Manöver zweier Truppen- Abtheilungen gegen einander statt. Fm Laufe des Nat: mittags besihtigten der Kaiser das Kadetten:Corps, die Kaiserin das Kinderafyl für Mädchen und das Gymnasium, und hierauf Beide Majestäten gemeinscaftlih diz Festung und das Militärhospital. —- Abends 6 Uhr fand im Palais ein Diner von 130 Gedecken stait, wozu auch die höhere Geist- lichkeit, die höheren Staatsbeamten, die Adels - Marschälle Kiews und der Nachbargubernien Einladungen erhalten hatten. Hierauf wohnten die Majestäten der Galavorstellung in der Stadtoper bei. Vor der Aufführung wurde die Nationalhymne gesungen und auf Verlangen des Publikums wiederholt. Nach der Voritelung machten die Majestäten eine Rundfahrt durch die glänzend illuminirte Stadt und wurden allenthalben von der Bevölkerung enthusiastish begrüßt. Kurz nah 10 Uhr Abends traten der Kaiser und die Kaiserin sodann die Rückreise nah St. Petersburg an.

Afrika. Egypten. Alexandria, 27. August. (Allg. Corr.) Mr. Marriott, Parlamentêmitglied für Brighton und General: Auditeur der britishen Armee, ift hier ange- fommen und hat sich nah Kairo begeben, wo er von dem Khedive in einer Audienz empfangen wurde. Prinz Amadeus, Herzog von Aosta, ist ebenfalls hier eingetroffen. Eine Deputation, bestehend aus mehreren Tausend Europäern, malte heute Abend dem Khedive im Rasfeltin- Palast ihre Aufwartung, um ihm für seine Anstrengungen im Zusammenhange mit der Zahlung der Entschädigungsforde- rungen zu danken. Ein großes und einflußreiches Comité, zusammengeseßt aus Vertretern aller europäishen Einwohner, überreihte eine passende Adresse im Palast. Die Anlagen waren mit mehreren Taufend Personen, welche Entschädigungen erhalten haben, gefüllt. Mit Musik, Bannern, Fackeln, Feuer- werk und Hochrufen bethätigten fie ihre Dankbarkeit. Als der Khedive auf der nach dem Garten führenden großen Ter- rafse ershien, wurde Se. Hoheit mit Rufen: „Es lebe der Khedive!“ empfangen. Gegen 40000 Personen betheiligten sich an der Kundgebung.

Kairo, 28. August. (A. C.) Die numerishe Stärke der Derwische, welch2 Dongola beseßt haben, if sehr übertrieben worden; doch hat fich Tumbul mit seinen An- bängern in fünf Schiffen nah Akasheh zurückgezogen. Die Rebellen halten die Argo-Fnsel besetzt.

ZeitungsSftimmen.

Die „Norddeutsche Allgemeine Zeitung“ bringt eine Korrespondenz aus Nizza über die Vieh-Einfuhr aus Jtalien nach Frankreih, welche, wie das genannte Blatt dazu bemerkt, auch für uns namentliÞ deswegen von Interesse ist, weil sie ersehen läßt, daß man auch dort, wo der Streit der Parteien den unbefangenen Blick nicht trübt, die Erfohrung gemacht hat, daß erhöhte Einfuhrzölle den Preis der Nahrungêmittel bezw. des Fleisches nicht steigern, wie unsere heimischen Freihändler uns glauben machen wollen. Die Korrespondenz lautet wie folgt :

Die Geringfügigkeit der Viehzucht in den füdöftliden Depar- tements des feftländisben Frankrei mat alljährli% eine bedeutende Zufubr von anderwärts gezühtetem Schlachtvieh erforderlib. Die bedeutendsten Viehmärkte der biefigen Gegend werden in Nizza und in Les Arcs abgehalten. Für Nizza allein betrug der Antrieb im Jahre 1884: 9444 Ocbsen, 1074 Kühe, 7963 Kälber, 21 159 Hammel, 55981 Sghafe, 1402 Ziegen, 218 Lämmer und Zickel, 883 Schweine,

aber bereits heute Vormittag auf F

Danach bestanden 7 Zoll: F Hanoi, Nam-Dinh, Quang-:Yen, Hong: |

welhe ¡usammen einen Handelêwerth von rund 7 500000 Fr. Dar-

tellen. Das auf diesen beiden Märkten

t 2 m D J : angetriebene ift nur zum geringen Theile französishen Ursprungs ;

Iiezeh das DauPt-

fontingent desselben wird von den nahen okteritalieniiden Provirzen,

vorzugéweise von Piemont aus geftellt.

Das italienishe Schlactvieh

erfreut sich wegen seiner autge;eidneten Eigenschaften einer großen

Beliebtbeit, und \ind die gelegentlid argeftellten Versucte, algerisches Vieh zu verdrängen, tis jeßt frubtlos verlaufen. trieb ven italienishem S&laihtvieb ne Südfrankreib e die Zolämter Foutan-Tenda und Ventimialia urd gebt e lidfeit aus ten na&hftebenden Zahlen Hbervor, weile jährigen Dur&fcnitt derselben für die Jahre 1880 1884 Ocbsen und Kübe: 23574 Stü. Durchschnitts 14051 7é0 kg. Dur&scbrnittêéwerth 11 731 56 Kälter: 16111 Stück. Durc{s&nittEge Durcbschrittéwertb 1240 572 Fr. Schaivieh: 48 799 Stü. Daur(scbnittêwerth 1 645 724 Fr. Sc(bweine: 6144 Stü. Durtbscbnittswerth 442 368 Fr. Frishes Schlachtvieh: Durchschnittsgewicht 116 240 Ke. s{rittêwerth 174 369 Fr. Während der gedahten fünf Ja vieb- und Stlathtfleis-Einfuhr über Foutan und Vertimiglia dur®f 15 240 009 Fr. pro Iabr dargestellt 1 1 226 000 Fr. jährli abgeworfen. ie alten, durch das

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den französisben Viebzöllen erscheint es ur zustellen, wie s die Fleiscbpreif auf dem biesigen Markte

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dur fonsumenten bedinat wurte.

M oll Berliner Polilifchen lesen wir: Der Pariser „Moniteur officiel du Commerce“ 3 einen Bericht des französishen Konsuls in Hamburg übe \ch¿n Handel na Afrika, dessen Verfaffer ein kurzes, aber 1 es Bild von dem augenblicklihen Stande der dieëbezüglicben dex bmungen giebt. So mawt der Konsul feine Lands sam, daß nit nur Hamburger Häuser erften F cien ; afrifani’ben Kontir ents ge béstehenden Niederlafur( Franffurt a. M., Stuttgart a die Mitglieder der Gesellshaftez, welcbe en so ungemein viel zur Popularisirung der rebungen in Deuts%land beigetragen baben, seien. Diese neuen Handelégesell\haften von Faktoreien und Anlage von Pflanzungen, ur Thatkraft Deutsblands neue Déboucés zu e dieser Gesellsbaften würden nothwendigerwetfe, Domüil, so doch wenigstens eine Succursale in Der Zæeck dieses Berichtes ift offenbar der, Interessenten möglichst frübzeitig auf das Erstarken Konkurrenz in Afrika, wo Frankreih bekanntli ausgedehnten nialbesiz sein eigen nennt, binzulenken, damit ße später n:cht den Thatsachen überrasbt werden. Aus den letzten Berichten Über Stand der Ein- und Auéfubr der französisben Kolonien Weftafri erhellt úbrigens, daß der deutiwe Antheil an dem dortigen Gesammt bandel fi seit den leßten Jahren in stetig bewegt hat.

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auffsteigender Nicptung

Amtéblatt des Reichs-Postamts. Nr. Verfügungen: Vom 21. August 1885. Umtauscb meldesceine jur Erhebung der statistisben Gebühr. scifver bindungen mit Dänemark.

Amtliche Nathrihten des Reichs - VersicverungS amts. Nr. 20. Jnkalt: 1. Amiliher Theil. Verordnung, betreffend die Formen des Verfahrens und den Geschäftsgang Des Reichs- Versicherungs - Amts. Vom 5. August 1885. WBeschcbeide und Beschlüfse.

Statiftische Nachrichten.

Gemäß den Veröffentlitwungen des Katiserliben GesundD- bdeitsamts sind in der Zeit vom 16. bis inkl. 22. Auguê# cr. von je 1000 Bewohnern auf den Jabresdurhscchrnitt berebnet, als gestorben gemeldet: in Berlia 238 in Breslau 32,8, în Königsberg 31,7, in Köln 295, in Frankfur! a. M. 21,1, in Hannover 19,6, in Kafsel 234, in Magdebura 305, in Stettin 22,9, in Altona 33,3, in Straßburg 32,7, in Met 14,1, in München 30,5, in Nürnberg 19,4, in Augsburg 32,3, in Dres-

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den 21,5, în Leipzig 20,3, in Stuttaart 17,8, in Braunshweia 31,8, in Karlsrube 22,1, in Hamburg 27,7, in Lübeck —, in Wien 296, in Pest 23,0, in Prag 291, in Trieft —, in Krakau 35,3, in Basel 26,4, in Brüfiel 30,7, îin Amsterdam 20,0, in Paris 22,1, in London —*), in Sla8gow —, in Liverpool —, in Dublin —. in Edinburg 14.9, in Kopenbagen 17,6, in Stockholm 292, in Chri- ftiania 21,0, ix St. Petersburg 29,1, in Warschau 36,9, in Odessa 35,3, in Kom 25,5, iz Turin —, in Bukarest —, in Madrid —, Ferner in der Zeit rom E L New-York —, in Philadelphia —, in Baltimore A ranzi in Kalkutta —, in

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Auf dem Calvaire von JUy Ein Gedenkblatt zum

Mit Vignette. Dic Blume des Glückes. Von Elisabeth

. (9. Forts.) Unéerklärlihes aus Vergangenheit und Gegzen-

rt. II. Das Ende des Spiritizmus. Von Moritz Wirih. (S&lusß.

ndlict. Von Rudolf Bergner. Mit Originaljeihnung

Rundschau der Erfindungen. Von G. va

flage. Von Dr. Hermann Guttmann. Mit

nd 3 Illustrationen. Unterhaltungen mit

t: i Freimurnd Minor. Plauderecke: Wie die

Leute reisen. Der weltgeshictiide Tag von Sedan. Ein-

geregnet. Eine kleine Wortrerwe&selung. Beilage: Bilder aus

Kopenbagen. Aus der Frauenweit: Gute Gedanken. Ein

Kapitel vom Swrüren. Arsenik auf dem Toilettentish.

Haus und Herd: Geflügelnez. Mit Abbildung. Damenbriefkaîten.

Humoristishes: Das Faß der Danaiden. Mit Jlluftration.

Sprecsaal. Kolonialer Briefkasten. Briefkasten.

L Gewerbe und Handel, _ Der Einlösungs-Cours für in Berlin in Silber zablbaren Vesterreiwishen Coupons ift auf 163,25 # für 100 Fl. er-

? höht worden.

Amsterdam, 31. August. (W. T. B.) Bei der heute von der niederländishen Handels8gesellshaft abgehaltenen Auktion von Surinamzucker wurden 463 Boucauts zu 17 à 195 und 40 Sack zu 17} verkauft.

Glasgow, 31. Auguft. (W. T. B.) Die Verschiffungen von Robeisen betrugen in der vorigen Wote 8200 gegen 9 500 Tons in derselben Woce des vorigen Jahres. _— Braojoro, 31 August. (V. L. B) [chwächer, in Stoffen mehr Geschäft.

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*) Der englische Bericht ift nit eingetroffen.

Submisfionen im Auslande. L Oesterrei.

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Berlin, 1. September 1885.

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Burticbeid bis zum 26. Auçcuft (Kur- und Badegäfte) .

Cranz am 21. August (anwesende Kurgäste) :

Cudowa tis zum 26. August (nebft 736 Erbolunz8zäf

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Gurbaven bis zum 27. August (Fremde und Badeaäfte) ; bis zum 20, Auguft (nebît 5686 Durhreis.; Kurgäste) is zum 26. Auzuft (nebft 7222 Durtreis.; Kurgäfte)

Goczalkowiy bis zum 19. Auguft (nebft 80 Durchreis.; Kur-

5 zum 19, Auguft (nebft 780 Durcbreisenden; fremde . August (Fremde und Badegäftt) . rls August (Badeaäfte). .

Kiisinger z s E A nigêborn bei Unna bis ¿um 16, Auguft (nebst 840 Durcb- reisenden ; Kurgäfsten) E

Kreuznach bis zum 28 August (Kurfre:nde)

Marienbad bis zum 23 Auguft e,

Münster am Stein bis zum 28. August (Kurfremdz) .

Neuenahr bis zum 28, Auauft (Fremde) :

Neubäuser am 20. Auguft (anwesende Kurgäste) .

Neukuhren am 29 Auguft (arwesende Kurgäste). . .

Devnhbausen bis zum 28, August (nebst 4687 Durcbreisenden : a,

Peterêtbal zum 23, Auguft (ein{l. der Durc- reisenden; Nrn.)

Pyrmont tis zum

Rauschen am 21. Auguft (anwesende Kurgäste) L

Reidenball bis zum 30. August (nebst 3983 Pafsantenparteien ; MAurpáticien 2921: Ku) . . ¿ # j

Schandau bis zum 24, August . A

S{warzort am 21. Auguft (anwesende Kurgäste)

Soden am 28. Auguft (Kurgäste) . L,

Sooden a. d. Werra bis zum 21. Auguft (577 Nen.).

Warmbrunn bis zum 23. Auguft (nebft 5983 Erbolungs- Gallen UnD Dura: B)...

Warnemünde bis zum 17. Auguft (Familien bezw. einzelne C i

C Aa

Westerland bis zum 26. Auguft (eins{l. ver Durchreisenden)

Wildungen bis zum 23. Augnst 1 In)... „5

Wilhelmshöhe (Luftkurort) bi Kassel am 21. August (an-

27, Auguft (Kurgäste und Durchreisende) .

wesende Parteieñ von Kurgäften und Fremden)