1885 / 210 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Schema B.

11 A 25 4. 11 M 25 S. ° Serie I. Zinscoupon Nr... Z zur N vierundeinhalbprozentigen Pcioritäts-Obligation ° er Z Eisern-Siegener Eisenbahn-Gesellschaft, c Emission vom Jahre 1885 Nr... -- 11 25 S hat Inhaber dieses vom... ab bei unserer S Gesellschaftskasse zu erheben. = C. a, 186. s Die Direktion der Eisern-Siegener Eisenbahn-Gesellschaft. Ausgefertigt

(Namens®ftempel des (Facsimilirte Unterschrift Kontrolbeamten.) zweier Direktions-Mitaglieder.) Ungültig , wenn eine E>e abgeschnitten oder die Vorderseite durchkreuzt ift.

(Tro>enftempel.)

Schema C. A zu der vierundeinhalbprozentigen Prioritäts-Obligation der Eisern-Siegener Eisenbahn-Gesellschaft, Gmisiion vom Zahre 1285 Mr o,

- über 500 M

Inhaber empfängt gegen diesen Talon na< Maßgahe des $. 3

des Privilegiums vom . .ten . .. . . . 188 . bei unserer Gesells<hafts-

kafse die . . Serie der Zinscoupons zur obigen Prioritäts-Obligation der Eisern-Siegener Eisenbahn-Gesellschaft. Siege, den . en... 188

Die Direktion der Eisern-Siegener Eisenbahn - Gesellschaft.

Nusgefertigt (Tro>kenftempel.) (Facsimilirte Unterschriften

(Namensf\tempel des Kontrolbeamten.) zweier Direktions-Mitglieder.)

Ministerium des Jnnern.

Dem Landrath von Moltke ist das Landrathsamt im Kreise Tost: Gleiwitz, dem Landrath L ei st das Landrathsamt im Kreise Landes- hut übertragen worden.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

__ Preußen. Berlin, 8, September, Jhre Majestät dié Kaiserin und Königin i wie das W. T. BL meldet, gestern Abend 11 Uhr 40 Minuten in bestem Wohl- sein in Baden-Baden eingetroffen.

Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz kehrte in der Begleitung Sr. Majestät des Kaisers und Königs von den Manövern des III, Armee-Corps am Sonnabend hierher zurü> und begab Sich direkt über Span- dau zu Wagen nah dem Neuen Palais.

Am Sonntag fuhr Höchstderselbe mit Sr. Königlichen O dem Prinzen Heinrich mit dem 4 Uhr - Zuge vom

euen Palais na< Berlin zur Familientafel und besuchte Abends die Vorstellung im Victoria-Theater.

Gestern Morgen 9 Uhr begab Sich Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz mit dem Prinzen Heinrih in dem Kaiserlichen Extrazuge zu den Manövern des Garde-Corps,

_— Die Befreiung der Handelscorrespondenz auf Entfernungen von mindestens 15 km von dem Schluß- notenstempel aus Nr. 4a des Tarifs zum Reichs-Stempel- geseß erstre>t si, wie der IV. Civilsenat des Reichsgerichts dur< Urtheil vom 9. Juli d. J.,, in Uebereinstimmung mit dem 1, Civilsenat und den vereinigten Strafsenaten, aus- gesprochen hat, niht nur auf die eigentlihe Handelscorrespon- denz, sondern au< auf Briefe, deren Jnhalt die unter der Tarifposition 4a bezeihneten Geschäfte darstellt, gleihviel, ob durch diese Briefe das Geschäft abgeschlossen oder der Abschluß eines vorher telegraphish vereinbarten Geschäfts bestätigt wird.

__— Die Bevollmächtigten zum Bundesrath , Königlich württembergisher Wirkliher Direktor von Schmid, und Königlich sächsisher Geheimer Regierungs-Rath Böttcher sind hier angekommen; der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Königlich sächsishe Geheime Finanz-Rath Go lz ist von Berlin wieder abgereist.

Der Chef der Admiralität, von Caprivi, ist hierher zurü>gekehrt.

__— Der General - Inspecteur ‘der Artillerie, General- Lieutenant von Voigts-Rhes, ist zu den Herbstübungen des XIV. Armee:Corps abgereist.

Sachsen-Weimar-Eiseuach. Weimar, 7. September. (Th. C.) Der Großherzog befindet si< in bestem Wohl- jein in Venedig; die Großherzogin trifft demnähst auf ihren \<lesishen Besißungen in Heinrichau ein.

__ Me&lenburg:Strelig. Neustreliß, 6. September. Die „Neustrelißer Zeitung“ vom gestrigen Tage schreibt anläßlih des Regierungs-Jubiläums Sr. Königlichen S Großherzogs:

Sin Vierteljahrhundert i morgen verflof Großherzog Georg, der E E herzogs und Herrn, Der Verewigte

General - Lieutenant

[ seit der hocbselige der erlaubte Vater unseres allverehrten Groß- sanft în ein befseres Leben hinübersblummerte. war unter den Fürsten Deutshlands ein Muster

as Welbeit, Milde nyd - einer alle eiue, Lai 1 den Waffen berufen werden können, beträgt heute {hon über gend nöthige Gelegenheit geboten, statt sib in un d 1 fassenden treuen Liebe. Tief gegründet in wahrer GotteEfurt, 3000 Mann. unserer Produktion dur< Konkurrenz auf Se G N ae Son geriog e der hohen und {weren Verantwortlichkeit Schweiz. Bern, 7. September. (W. T. B.) Der A 2 e - S etnna neuer und großer Absaßzmärkt

ßt, uf NKegenkenherzen gelegt ift, und alle seine Handlungen | internationale Kongreß zum Schuß des lite- Leitidvazen M6 Le odirken Ditete Ste maten Berdoties

trugen das Gepräge dieser seiner Herzensstellung. Darum war au der Sbmerz um feinen Heimgang so groß, so allgemein die Trauer seines ganzen Volks! Wie groß und aufrichtig aber die Trauer um den Verewigten, ebenso groß und aufrihtig war das Vertrauen und die Liebe, die Allerhöchstseinem Sohne, unserm jeßigen Allerdur{- lautigften Großberzog und Herrn Friedrid Wilhelm entgegen- gebra<t wurde, als ihn Gottes Rathshluß auf den Thron {einer Väter berief, und ihm die Krone Med>lenburgs reite. Eine hohe und verantwortungsvolle Gabe! Stolzere, glänzendere Kronen mag es geben , ehrwürdiger und edler ift feine als die uralte Dbotritenkrone. Sie ist das Zeichen der Herrschaft über ein Volk, wie cs in ganz Deutschland, dem Lande der Treue, kein treueres giebt, Für das Glü - dieses Volkes zu sorgen, welch ein herrlicher, aber au< s{werer Beruf! Als der Großherzog vor 25 Jahren die Stände seines Landes um si versammelte, um den Eid der Hul» digung von ihnen entgegenzunehmen, gelobte er in feierlicher Stunde, die Regierung getreu der altehrwürdigen Landesverfas-

lons-Kommandanten derlichen Anzahl von Offizieren von stehenden Heeres zu den bosnish-herzegowinishen Truppen ver- lautbaren. ] seßt, die sih freiwillig hierzu melden. au<h künftighin wie

Leßtere, wie überhaupt alle Verpflegskojten der einheimischen

sondern

bestritten. heimishe, nah der Art der Jäger-Bataillone Bataillone bestehen, jedes zu 360 Mann (die Compagnie auf dem Friedensstande zu 84 Mann). Ada Mann den rons als Trainsoldaten zugewiesen sind, so werden rund gegen 2000 Bosnier und Herzegovzen befinden.

rarischen Eigenthums wurde heute dur<h den Bundes- rath Droz eröffnet. Droz wurde zum Präsidenten E gewählt. und der argentinishen Republik waren bei der Eröffnu

niht anwesend. d

„Zournal officiel“ welches die Wähler zur auf den 4. Oktober zusammenberufen werden.

aus Madrid vom 7. d. M., Vormittags 10 Uhr, meldet: Die Regierung habe den vinzen aufs Neue

er ihm gelafsen, dem Wohlergehen seines Landes Me>lenburg zu weihen. Wie gewissenhaft und treu er sein Fürstlihes Wort eingelöst hat, wir wissen es Alle und baben in dem verflofsenen, an großen Ereignissen überaus reichen Zeitraum vielfache Beweise davon gehabt. Wie sein verklärter Vater gehört unser Großherzog zu den Fürsten, die es mit ihren Regentenpflichten besonders ern nehmen. Wem im Lande wäre es nit bekannt, ein wie reges Interesse er allen

Regierungsangelegenheiten zuwendet und wie weise und sorg- fältig er alle einsblägigen Verhältnisse erwägt, bevor er scine Entscheidung abgiebt. Vertrauenëtvoll darf \si< ein Jeder,

der eine Sorge auf dem Herzen hat, an seinen erhabenen Lande€- vater wenden und der wohlwollendsten und gere<testen Entscheidung gewiß sein. Ueberall, wo er glaubt, belfen zu können und zu dürfen, bilft er gern. Wie viel Sorge und Kummer hat er gelindert, wie viel Thrânen getro>net! Das schöne persönlibe Verhältniß, welches hier zu Lande, Gott sei Dank, von Alters her bestanden hat zwischen Fürst und Volk, ift au< unter der Regierung unseres gegen- wärtigen Großherzogs ungetrübt geblieben, und die gemeinsam durlebten Jahre haben nur dazu beigetragen, die Beziehungen gegenseitiger Anhänglichkeit fester und inniger zu gestalten, Die 25 jährige Wiederkehr des bedeutungëvollen Tages, der dies Band knüpft, muß somit für jeden treuen Me>lenburg-Strelitzer ein Anlaß der Freude und des Dankes sein. Des freudigsten Dankes zunächst gegen Gott, dessen Gnade unserem Großherzog bisher in so rei<hem Maße zu Theil geworden ist, des freudigsten Dankes gegen unseren verehrten Großherzog felbst, unter dessen weisem und gütigem Scepter die Wohlfahrt Meclenburgs in den abgewichenen ereigniß- reiben Jahren trotz tiefeingreifender Veränderungen sich stetig und glü>li< weiter entwidelt hat, des freudigsten Dankes cndlich gegen unsere Allergnädiaste Großherzogin, die ihrem hohen Gemahl treu zur Seite steht vnd ihn in dem Bestreben, das Glü> seiner Unterthanen zu fördern, mit den rciben Schäten ihres Geistes und Herzens in erfolgreibster Weise unterstüßt. Wünscen wir unserem ehrfur<tsvoll geliebten Herrsherpaare das reinste, ungetrübteste Glüd>! Möge es der Vorsehung gefallen, den Großherzog und seine bobe Gemahlin no< ret lange in ungeshwähter geistiger und körperlicher Kraft und Frische zu erhalten, zur Freude ihres Hauses und zum Segen des ganzen Landes! Wir aber unsererseits wollen an diesem festlihen Tage das Gelöbniy unentwegter Treue erncuern, alter me>lenburgischer Treue in guten und bösen Tagen ! __— 7. September. (W. T. B.) Der Festzugzu Ehren des fünfundzwanzigjährigen Regierungs-Fubiläums verlief äußerst glänzend. An demselben nahmen alle hiesigen und die Strelißer Gewerke, Korporationen, die Kriegeroereine des Landes 2c. Theil. Vor dem Schlosse brahte der Kaufmann Wollert das Hoch auf den Großherzog aus, welcher von dem Schloßbalkon aus den Festzug in Augenschein nahm. Nach dem Gesang der Nationalhymne dankte derselbe den Fest- theilnehmern. Auf dem Schüßenplaß findet ein Volksfest statt. Sämmtliche Festtheilnehmer werden dort frei bewirthet. _— 8. September, früh. (W. T. B.) An der gestrigen Hoftafel nahmen gegen 350 Personen aus allen Ständen Theil. Der Großherzog von Me>lenburg-Schwerin brachte dabei einen Toast auf den Fürstlihen Jubilar aus, welchen dieser mit Dankesworten erwiderte. Abends fand ein Fa>elzug, JFllumination der Stadt und ein großes Feuerwerk statt. Alles verlief glänzend. Der Großherzog und die Großherzogin von Me>lenburg-Schwerin sind Abends na< Schwerin zurü>gekehrt.

Desterreih-Ungarn. Wien, 8. September. (W. T. B.) Der Reichsrath isst durh Kaiserlihes Patent auf den 22, d. M. einberufen worden. Pest, 5. September. Die „B. C.“ meldet: Die gemein- samen Ministerkonferenzen, in welchen die den Delega- tionen zu unterbreitenden Vorlagen festgestellt werden sollen, wur- den für die leßte Woche des Monats September anberaumt. Die Verhandlungen der beiderseitigen Regierungen, betr. die Erneue- rung des Zoll- und Handelsbündnisses und dcr damit im Zusammenyanze stehenden Geseßentwürfe, finden erst im Monat November statt. Bis November werden die Au3weise, die zur Be- rehnung und Feststelung des Quotenverhältnisses nothwendig sind, von den Organen der beiden Finanz-Ministerien festgestellt und behufs Kenntnißnahme gegenseitig mitgetheilt werden, Auch die österreihis<h-ungarische Zollkonferenz dürfte in den nächsten Wochen vorerst in Angelegenheit der für die ru- mäniscen Vertragsverhandlungen festzustellenden Sub-Jnstruk-

tionen zusammentreten. Der „Pester Lloyd“ berichtet, daß in Bosnien und der Herzegowina mit dem 1. Oktober vier neue Com- pagnien aufgestellt und gleichzeitig au<h vier Bataillon s- stäbe in den Stationen Sarajewo, Banjaluka, Doluja-Tusla und Mostar errichtet werden. Eines der nächsten Armee- Verordnungsblätter wird die Ernennung der Batail- und die Uebersezung der erfor- der Znfanterie des Es werden nur Offiziere und Unteroffiziere über- l __ Dieselben behalten die Uniform ihrer Stamm- eine entsprehende Zulage.

i bisher Regimenter und empfangen Truppen, werden keineswegs aus dem gemeinsamen Kriegs-, aus dem bosnish-herzegowinishen Landesbudget

Vom 1, Oktober an werden sonach vier ein-

selbständige

) Da außerdem noch über im Offupationsgebiet stehenden Train: Esca-

sih im Präsenzdienste

Die Zahl der Urlauber und Reservemänner, die zu

Es muren zwanzig Delegirte anwesend.

ten, Arago (Frankreih) zum Die Delegirten Desterreih-Ungarns

Frankreih<. Paris, 7. September. (W. T. B.) Das veröffentliht ein Dekret, dur

Vornahme der allgemeinen Wahlen

Spanien. (W.T. B.) Eine Depesche des „Temps“

Gouverneuren in den Pro-

sung zu führen und alle Kräfte, die Gott ihm gegeben und die

deutschfeindliche

streng anbefohlen, um jeden Preis

zu s{<affen.

lesen wir:

Türkei.

tember. Hoffnung begründet, schaftli< werde beigelegt haben.

Ein Telegramm des „Reut inKassala Alles gut “ste

nachdem diese mit anderen

Kassala zu Hülfe zu komm etwa am 11. d. M. aufbre

Blatt wird heute Abend

französischen diplomatischen gierung zurü>geführt, aeführte Sprache Eintrag thue.

nannten Orten feien ausrei

e I: Nußland und Polen.

Die abyssinishe Vorhut habe \ih

Maßregel wird auf Vorstellungen

und Valencia vorgekommen, zu verhindern. Jn den chende militärische Vorsicht: maßregeln getroffen und die Urheber von Angriffen geg, die Vertreter Deutschlands verhaftet worden ; ) digen würden ebenso wie die in Madrid Verhafteten den (6 rihten übergeben werden. Jn San Sebastian hat q Sonntag Abend ungeachtet des Verbots des Gouverneurs ej, anti-deutshe Kundgebung stattgefunden, und wu; eine Anzahl Verhaftungen vorgenommen.

i _ Konstantinopel, 7. September. (W. T. y Die vorgestrige Konferenz der türkishen Minis; mit Drummond Wolff dauerte |

E ats

daß der Zwischenfall {ließli freun. ) Æ werden; die Tumulte in Madr) würden, außer für deren Urheber, feine unangenehmen Folg:

Afrika. Egypten. Kairo, 7. September. (W. T.Y schen E U T ea E e u E dai , t 5 am 15, August habe die $; saßung einen Waffenstillstand mit den Hadendo was geslof

er

he

zwei Stunden.

die S ,

——— C :PA6 St. Petersburg, 8. Sz»

. (W. T. B.) Das „Journal de St. Péter: bourg“ sagt bezügli< der Karolinen-Frage: konziliante Verhalten der betheiligten Regierungen

dur d Werde d

Stämmen in Kämpfe gerathen seie; E

en ;

chen.

__ Wie dasselbe Bureau meldet, ist das Journal „B08phor E égyptien“ aufs Neue unterdrü>t worden, und i auf Grund von Anordnungen der fran

zum leßten des Agenten

in Bewegung gesetzt, y;! weitere 10 000 Mann würd; E

zösischen Regierung ; de Male erscheinen. L

ten bei der französischen F: wonach die vom „Bosphore égyptien! den Fnteressen Frankreihs in Egypt!

¿wr

Geschäftsführers dz

Die „Mitteldeut

Wer ain

baben, Jahre

begeisterung sprungweise durch

die nicht cerarbeitet, werden...

gespielt baben, die denselben Rübenzucker-Industrie hat

das früher nahezu werthlos

mochte, hat gut und billig zu p

industrie dominirte.

gesblagen. No vor 10 Jahre wirthschaftliwe Maschinen

Deutschland allein und anderen

nit nur Rußland portirt. amerifanisce arbeitet

in die

leubtung8gegenstände, hat sie streitig gemacht und mebr als d rei< selbft zu exportiren. von der Landwirth\{aft dienen

u. A. folgende Stelle aus de Handelskammer mit :

überrashend als glänzend inau ist dem deuten Kapital und

Handel und Industrie die Möglikeit ( Es werden gewiß nicht a si cine sanguinisdbe Phantasie im

gaukelt, aber wir theilen mit der üb Volkes die Ueberzeugung, daß diese e die Verheißung einer großen Zukun boffnungêreihe Anfänge wenigstens

demnächst wohl au< die Massen d Volkes, denen die Heimath zu en den durcarbeiten können, ohne wie b der Nationalität verloren zu gehen.“

Berliner Politishen Nachrichten“ F

In den

Der \<weizeris<he Konsul

neuesten Berichte an den eidgend\ Vebersiht über die allgemeine

Kundgebungen, wie sie in Saragossa

Gewerbe der Vereinigten Staate

welche der deutsche Gewerbe e in der Welt geschaffen hat. Deutscblands ist so zu sagen mit Siebenmeilenstiefeln vorwärts s{ritten, und wir sind jeßt im besten Zuge, dasjenige dur< so same Arbeit und emsigen Fleiß zu erreichen, diejenige Stufe zu klimmen, die man vor einem Dutend

Wir {ind nun so kühn, die Behaup der Zeit der Weltausëstellung von Philadel in seinem bekannten Aussprucbe die Kritik über die Leistungen de deutschen Industrie, die ins Ausland zu exportiren trachtete, i gefaßt hat, wir in der Entwi>kelung nit um anderthalb Lustre; E sondern um Jahrzehnte vorwärts gekommen sind.

die früher für den Erport Deutschlands b

l 1 Ländern Die deutshe Nähmaf Scbranken.

Ländergebiete, wie z. B. die Niederlande, Bel

Zeitungsftimmen.

\he Jndustriezeitung“ sagt üb:| die Entwickelung der E Aeg L E A i Herz für unsere Industrie und für die vate ländis<e Entwickelung bat, der muß seine Freude über die Stellu:: fletf si< im Verlauf der leßte f

Die industrielle /

Sturm

Branden hat st< Doutshland bereits eine Weltstellur: erobert, Bodenreihthümer, deren Bedeutung man ri keineswegs richtig erfaßte, sind ershlossen worden, w beispielsweise die reihen Kalilager der Provinz Sacse

deutung erfahren, der den Zu>erexport zu einem wichtig Faftor unserer Handelébilanz mabt. Dur< neue Erfindur ist cin Mineral in der Zu>erindustrie zur Geltung gekomme

1 aewesen ist, und das die denkbar rationells Gewinnung des Zu>ers Erman Unsere Eisenindustrie, die früher sh nit cinmal im eigen: Lande gegen die belgische und englische Konkurrenz zu

roduziren

neuer Erfindungen sih in die Lage versetzt, \o billig zu produziren wie irgend ein anderes Land der Welt und \si< Absat gebiete im Süden und Südwesten Europas erobert, qu deaen früher allein und aus\sch:ießlid die englische * Eiser

r j Unsere Maschinenindustrie hat insbesondere f eine Reihe von Spezialitäten die englische vollständig aus La Felt hren war Deutscland für englische lant l | n ein Hauptabsatßgebiet, deutswe Industrie landwirthschaftliher Maschinen so erstarkt, daß si sondern für große <inenindustrie fordert bereits di . 1 Bronzewaarenindustri itet im Großen und Ganzen nit mit der Feinheit de Pariser Industrie, aber für einzelne Massenprodukte,

versorgt, für

Unfere

den Parifer

as sie v

m Fahresberiht der Dortmund

__ Unser Berichtejahr nimmt in den Ann eine hervorragende Stelle ein dur den

neuer und

Jahre E Taumel der Sieg ter : e } zu nehmen hoffte. Industrie und im wirthschaftlichen Leben aber giebt es keine Erfol die niht heiß, hart und mühsam errunge

tung aufzustellen, daß \ phia, sfeit Professor Reulea

ds bii Weitem nit die Ro 1 feit einigen Jahren zufällt. einen Aufs{wung von ungeahnter B

gelernt, hat unter Mithül|

Etablissements weit! gten, Spanien, Ftalien s da ermag bereits na< Frart Für einzelne demische Fabrikate, abgesehen

den Kaliprodukten, ist Deutschlar geradezu maßgebend geworden. . „.

Die „Rheinish-Westfälishe

alen des Deutschen Reid j Beginn einer neuen, eben' gurirten Kolonialpolitik. Dur i der deutschen Intelligenz die so drin

wegung Raum und Luft, für

Bedeuitu

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zusammen

Für einzeln!

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{hüten ver

Inzwischen ift d!

daß fie nat Summen (!

besonders Le

Zeitung“ theil!

lohnender Thätigkeit A

lle Hoffnungen si erfüllen, dic Glü> der ersten Erfolge vor E erwältigenden Maiorität unsere F

rsten Schritte der Kolonialpoliti! E ft in sih tragen, indem sie al! E die Wege andeuten, auf denen sit E er übersbießenden Kraft unsere E

g wird, zu gedcihliher Existenz wer

i8her dem Vaterlande und \oga! |

in Philadelphia giebt in seine F sisben Bundesrath eine interessant: F Lage von Handel, Industrie und F

n von Amerika.

Da der Beri!

erlei sehr lehrreide Streiflihter auf wirths{aftlibe Fragen mans riet, Vie von der manhefterlichen Theorie geflifsentli< ver- dunkelt zu werden pflegen, so dürfte die Kenntnißnabme der bezüglichen Berichtsftellen aub für diesseitige Leser von Interesse sein.

„Das Jahr 1884 bat si ¡ür die Vereinigten Staaten, bemerkt der Korsul einleitend, in Bezug auf die Ergebnifse von Handel, Gewerbe und Industrie, sowie auf die Prosperitäts-Verkbältnisse der Bevöélkerung, troß reiber Ernten und obglei vershont von außer- gewöhnlicen stôörenden Ereignifsen, als ein im Ganzen höchst unbe- friedigendes entwi>elt. Es fehlte im eigenen Lande, wie von auê- wärts, an anregenden Elementen, welbe im Stande gewesen wären, die im Jahre 1882 begonnene und dur das Jahr 1883 ftetig forts wirkende Reaktion, wie sie naturgemäß der vorhergegangenen Periode der Ueberth tigkeit in allen Geschäfts- und JIadufstriebranden folgen mußte, aufzuhalten und in entgegengejeßtere Bahnen einzulenken, Kraft- anstrengungen zu diesem Ende, wie sie hie und da vorkamen, trugen nur dazu bei, die Lage zu vers<hlimmern und das unerfreulidbe Re- sultat herbeizuführen, daß die Geschäftssuspensionen eine Höhe er- reiten, welhe an Zahl, wie an Beträgen selbs diejenige des in dieser Beziehung hervorragenden Jahres 1878 überstiegen. Es fann freili< zu Gunsten des Jahres 1884 angeführt werden, daß die Zu- nabme gegen 1878 mchr als aufgewogen wird dur die seitherige Zunahme im Geschäftsverkehr und in der Zahl der teftehenden Ge- \{äftäfirmen; dessen ungeactet bleibt der Thatbestand bezeihnend für die Geschäftélage des Jahres 1884. E :

Niedrige Preise und demzufolge äußerst niedrige Gewinne, wo solte überhaupt erzielt werden konnten, waren die Regel im ge- \c<äftlihen und im Produfkftenverkehr, woraus si hinwieder ein Dru> auf die Arbeitslöhne in allen Gebieten der gewerblichen Thätigkeit ergab, der den arbeitenden Klassen äußerste Sparsamkeit zur un- erläßlichen Pflidt machte. Vielfawe Betriebseinstellungen einerseits und Arbeittäeinstellungen andererseits vershlimmerten die Lage, so daß bei Wiedereintritt besserer Zustände, wofür das laufende Jahr no wenig Aussit bietet, eine geraume Zeit darüber hingehen muß, bis id diese Klassen der Bevölkerung genügend erholt haben wer- den, um über die nothwendigen Lebentbedürfnisse hinaus wieder als Konsumenten zur Verbesserung der allgemeinen Geschäftélage ibren wichtigen Antheil beitragen zu können. Die ‘reichen Ernten des Jahres waren allerdings ein großer Segen für dieselben, indem sie alle hauptsä&lichen Lebensbedürfnisse dur<hgehend zu niedrigeren Preisen erhielten; diese Preise brachten aber den Produzenten, den Farmern, so geringe Resultate, daß sie kaum die Preduktionsfkosten de>ten und somit auch die Fähigkeit dieser großen Klasse, von der sehr viel für den Gang der Geschäftz abhängt, in fühlbarer Weise als Käufer und Konsumenten lähmten, für die ÜUeberproduktion der Industrie in die Lü>ke zu treten. : -

Unter solhen Umständen war es ein Glü>, daß die Einwande- rung des Jahres 1884 wieder einen bedeutenden Abfall gegen das Vorjahr zeigte, namentlih soweit derselbe die unbemittelten Klassen von Arbeitern ohne Beruf und auc die gewöhnliben Handwerker betraf, für die Beschäftigung {wer und meist nur periodenweise zu finden war. Es ist diesen sämmtli, wie das seit einigen Jahren bon geseben ist, für einstweilen no< durchaus abzurathen, auf Gerathewohl ihre Heimath zu verlassen und in dieses Land berüber zu kommen, wie ja die bezügliden Maßnahmen der Landesbebörden gegen die Einwanderung von mittellosen, nicht nachweiêbar arbeité- fähigen Personen, gegen die <inesiscen und gegen fontrakilih her- über bezogene Arbeiter, meist veranlaßt dur die Proteste und im Interesse der hiesigen arbeitslosen Bevölkerungêtheile, {on genügend andeuten.“ S : i:

Die in dem Berichte angeführten Thatsachen führen eine um fo beredtere Sprache, als es wohl kaum des ausdrüdliben Hinweises bedarf, daß der Berichterstatter selbst den dofktrirären Anscwauungen des Mancesterthums keineswegs fern steht, wie seine Betonung des „Segens*“ niedriger Preisstände binlänglid darthut, obwohl er selber den Nachweis der enormen Beeinträcbtigung erbringt, die die durch- gehends niedrigeren Preisftände dem Verdienst und damit der Konsum- kraft des amerikanishen erwerbthätigen Volkes in Stadt und Land zugefügt haben.

Statistische Nachrichten.

Gemäß den Veröffeniliwungen des Kaise heitsamts sind in der Zeit vom 23. bis inkl, 2 den Iahreëdur<scbnitt berecnet,

rliwen GSesund- 29, Augutt cr. von als

je 1000 Einwohnern auf : bscbn ] gestorben gemeldet: in Berlin 23,0, in Breslau 200. Königsberg 29,0, in Köln 27,4, in Frankfur! a. M. 20,9, in Hannover 1,0, n Kassel 38s mnn Magdeourg 2053,

in Stettin 21,9, in Altona 17,4, in Straßburg 34,1, in Mes 18,5, in München 29,8, in Nürnberg 26,7, in Augsburg 31,5, in Dres- den 19,2, in Leipzig 23,1, in Stuttgact 20,6, in Braunschweig 24 3, in Karlsruhe 21,2, in Hamburg 25,0, in Lübe> —, in Wien 23,0, in Pest 31,5, in Prag 27,9, in Triest —, in Krakau 30,9, in Basel 12,1, in Brüßfjel 24,3, in Amsterdam —, in Paris 22,0, in London 17,5, in Glasgow 21,2, in Liverpool 20,3, in Dublin 20,1, in Edinburg 16 0, in Kopenhagen 16,7, in Stockholm 20,5, in Chri- stiania 27,7, St. Petersburg 29,8, in Warschau 35,6, in Dea 3,0, Mm Mom 263, t QUtin —, iu Bukarest —, in Madrid —, in Alexandria —. Ferner aus der Zeit vom 26, Juli bis 1. August cr.: in New-York 35,6, in Philadelphia 22,2, in Baltimore 19,7, in San Franzisko —, in Kalkutta 29,7, in Bombay 26,7, in Madras 30,6. i, |

Die fortdauernd kühle Temperatur der Luft, die während der Berichtswoche in ganz Deutschland vorherrshte (in München sank das Thermometer wiederholt im Laufe der Wocbe bis auf 7,0 Grad, in Berlin am 28. August bis auf 6 Grad C.) übte auf den Gesund- heitszustand im Allgemeinen einen günftigen Einfluß aus, so daß die Sterblicbkeit in den meisten Grofßstädten eine geringere und nur aus wenigen Orten (Kassel, Straßburg, Nürnberg, Aaccen, Wien, Christiania) bemerkenswerth höhere Sterblichkeitsziffern als aus der Vorwoche gemeldet wurden. Inébesondere haben Darmkatarrhe und Brecdurchfälle der Kinder eine weitere erheblihe Abnahme gefunden, so daß der Antheil des Säuglingsalters an der Sterblichkeit ein ansehnlih geringerer war als in der Vorwoche. So starben von 10 000 Lebenden, aufs Jahr bere<net, in Berlin 90, in München 143 Säuglinge, gegen 114 bezw. 179 der vorangegangenen Woce. Dennob war das Vor- kommen dieser Krankheitsformen immer no< in Aachen, Berlin, Breélau, Danzig, Dreéden, Düsseldorf, Frankfurt a. M., Ham- burg, Nürnberg, und namentlib in Köln, Königeberg und Straßburg ein außergewöhnlihes; au<h in Wien, Brüfsel, Budapest, Christiania, Paris, London, St. Petersburg, Warschau war die Zahl der an ihnen gestorbenen Kinder no< immer eine namhaft größere. Rußhrfälle zeigten ih gleichfalls seltener. Von den Infektionskrankhciten traten Masern, Scharlach, Diphtherie häufiger, typhöôse Fieber und Poden seltener als Todesursachen auf. Masern riefen in Danzig, Mainz, Duis- burg, London, Liverpool mehr, in Erfurt, Magdeburg, Paris und St. Petersburg wenizer Todesfälle hervor. Die Zahl der Opfer an Scharlacbfieber war in Berlin die gleiche wie in der Vorwocbe, in Danzig, Duisburg, Mainz kamen Scharlacbfälle niht selten in Verbindung mit Masern und Diphtherie zum Vorschein. Die Sterblicbkeit an Diphtherie und Croup war vielfa eine gesteigerte, wie in Berlin, Breélau, Danzig, Halle, Hamburg, Königsberg, Leipzig, Nürnberg, Posen, Brüssel, Christiania, London, Warschau, Wien; in Frankfurt a. O. und Paris hat dagegen die Zahl der Sterbefälle etwas abgenommen. Lyphöse Fieber riefen in Berlin und Paris mehr, in St. Petersburg und Warschau weniger Sterbefälle her- vor, in der Stadt Wiesbaden ist die Epidemie erloschen, es kamen nur no< sporadishe Erkrankungsfälle zur Meldung. Erkrankungen an Fle>typhus zeigten s< in den Regierungsbezirken Aachen und Marienwerder häufiger. Aus Köln und Prag wird je 1 Todesfall an epidemischer Geni>starre gemeldet. Todesfälle an Po>ken wurden aus München, Rom, Odessa je 1, aus Paris und Prag je 4, aus

London 5, aus Budapest 6, aus Venedig, Warsbau, Wien je 8 gemeldet. Vereinzelte Erkrankungen kamen aus Hamburg und aus den Regierungsbezirken Marienwerder und Königsberg zur Mits- theilung; in Budapest, Wien, London hat die Zahl der Po>en- erfranfungen erbebli<h abgenommen. Die Cholera rief in Spanien in der Zeit ‘vom 17. bis 27. August 55785 Erkrankungen und 17756 Todesfälle hervor. Do< hat, wenn auch die tägliche Erkrankungsziffer im Allgemeinen eine etwas größere geworden ist, die durbscnittlihe Zahl der Todesfälle, namentli in den Provinzen Granada und Zaragoza, abgenommen. Au< in Madrid ift ein er- beblicher Nachlaß der Epidemie e-sictlih. In der oben angegebenen Zeit erkrankten daselbs 280 und starben 162 (im Dur(schnitt also 14) Personen an der Cholera. In Marseille und Toulon wurden aus der Zeit vom 29. August bis 4. September 145 bezw. 115, aus Gibraltar (6. bis 17. August) 5 Todesfälle an Cholera gemeldet. In Voltri (bei Genua) sind weitere <oleraverdächtige Fälle nicht vorge- kommen. An einigen anderen Orten Italiens follen wohl verdächtige

Fâlle vorgekommen sein, do<h fehlt hierüber jede amtliche Be- stätigung. Land- und Forstwirthschaft. Mainz, 3. September. Die „D. Wiein-Ztg.* \<hreibt: Nach

dem dieser Tage stattgehabten Regen hat si das Wetter gebessert, und erfreuen wir uns während des Tages warmen Sonnenscheins. Die Nätte sind dagegen erheblih abgekühlt und dürften viel wärmer sein. Die Trauben zeigen vielfa< cine unaleihe Entwi>klung, und es bedarf nad unserer Ansicht sehr guten Wetters bis zum Herbst, wenn der 188er den bei der Hiße im Juli gehegten Erwartungen einigermaßen entsprechen soll. Geschäftlih ift immer Nabfrage na braubkaren Sacben der leßten Jahrgänge, deren Preise vorausë\icht- lid dur< den 1885er keineswegs „rü>wärts* gehen werden.

Veterinärwesen.

Das franzöôsishe Zollamt zu Feignies (Departement Nord) ist dur< Dekret vom 27. August d I. für die Einfuhr und die Durc(fuhr von Pferden, Eseln, Rindern, Sthafen, Ziegen _und Schweinen, insoweit die genannten Thiere na< vorgängiger Fest“ stellung ihres Gesundheitszustandes nah Frankrei zugelassen werden dürfen, eröffnet worden.

Gewerbe und Handel,

Unter dem Titel „Informes y docnmentos relativos á comercio interior y exterior. agricultura é 11n- dustrias“ erscheinen seit Juli d. I. von der Secretaría de fomento, colonizacion, industria y comercio de la República mexicana hberau3gegebene monatliche Berichte, welche alle die Daten vereinigen, die bisher im „Diario oficial“, der amtlicen Zeitung ter Republik, sowie in dem „Boletin“ der genannten Be- hörde veröffentliht zu werden pflegten. Die „lnformes etc.“ werden nunmehr regelmäßig bringen: Konsulatsberichte, offizieüe und private Berichte aus der Republik und den einzelnen Staaten derselben, Uebersihten der Preise von Waaren aus dem Inlande und Auélande,

endli< Ueberseßungen und Abdrü>k: aus anderea Veröffent- libungen ähnliher Art. Diesem Plan gemäß enthält das Sulibeft Konsulaisberihte über die Viehzuht in Kalifornien,

den Handel mit Spanien (von 1850 bis 1882), mit Kuba (1884), die Reiskultur in Valencia, den Handel mit Liverpool (1884), mit Philadelphia, den Seeverkehr mit Frankreich (1884) und den Handel mit den Philippinen (1884). Daran reihen \ih die offiziellen und privaten Berichte aus den einzelnen Staaten, überseßte Artikel, he- treffend die Kultur und Behandlung der Ramié-Pflanze, New-Yorker fowie inländishe Marktpreise und Börsennachrichten. Das Auguít- heft bringt Konsulatsberihte über den Handel mit den Philippinen, mit Guayaquil und Galicia (Spanien), dann Berichte Über Handel, Industrie und Landwirthschaft aus dem Innern der vereinig- ten Staaten von Mexiko, endli Börsen- und Marktnachrichten Veracruz, Habana), : s s für die bier zahlbaren Desterreicbiscben Silber-Coupons ist auf 163,25 #4 für 100 Fl. Oesterr. Silber herabgesett worden. j . Nürnberg, 5. September. (Hopfenmarktbericht von Leopold Held.) Die Zufuhren seit dem leßten Bericht vom 1. d. M betrugen ca. 1300 Ballen aller Sorten, und das gleiche Quantum wurde scither au< wieder umgeseßt, wobei jede Qualität in Folge guter Frage ca. 5—7 M im Preise gewinnen konnte. Die heutigen Abladungen bestanden in ca. 500 Ballen Markthopfen uxd ca. 350 Ballen auswärtige Sorten. Das Geschäft entwi>elte i schr langsam; lettgemeldete Preise wurden nur in Ausnahms- fällen, und für besonders \{öne Waare gezahlt. Bezahlt wurden : bester Markthopfen zu 592—54 4, Mittelwaare 44—46 H, geringe 40—42 M, Hallertauer und Württemberger 57—64 M, badische 52—d57 4, vorjähriger 18—25 4M Verkauft wurden die heutigen Zufuhren nur theilweise; die Stimmung ist eine sehr ruhige und die Preise sind rü>gängig. Aus allen Produktionspläßen, mit Ausnahme einiger kleiner Distrikte, spre<hen die Berichte über reichliche Crnte- ergebnisse, jedoÞ ist man über den Ausfall der Qualität noch nit klar, und zwar weaen vielseitig ungleiher Reife des Produktes Die bis jeßt eingetroffenen Sendungen div. Sorten lasen im Großen und Ganzen erkennen, daß das Meiste in guter Mittelqualität be- tehen werde. : N London, 7. September. (W, T. B.) Wollauktion. Wolle flau, oustralisbe 1—14, Kapwolle 14—2 niedriger als bei der letzten Auktion. - Glasgow, 7. September. (W. T. B.) Die Verschiffungen von Roheisen betrugen in der E Ne 8200 gegen 12 900 Tons in derselben Woche des vortgen Jahres. y adt, 7. September. (W. T. B.) Wolle ruhig, aber fest, Garne belebter, billiger, Stoffe besser.

Verkehrs-Anstalten.

amburg, 7. September. (W. T. B.) Der P ostdampfer A L Hamburg - Amerikanishen Packetfahrt- Aktiengesell\<aft is, von Hamburg kommend, heute Morgen 3 Uhr in New-York, der Postdampfer „Bavaria“ derselben Gesellshaft, von Westindien kommerd, heute in Havre eingetroffen. 8, September. (W. T. B.) Der Postdampfer „MNhe- nania* der Hamburg- Amerikanischen Pa>etsahrt- Aktiengesells<baft hat, von Westindien kommend, gestern

Lizard passirt. Sanitätswesen und Quarantänetoesen.

TULr er.

Die Quarantäne für Provenienzen aus dem Hafen von Varna ist auf 4 Tage, für Provenienzen aus den Donauhäfen und Odessa auf 3 Tage erh3ht und für Provenienzen aus ganz Ftalien eine Ouarantäne von 12 Tagen eingeführt worden.

Dänemark.

Laut Bekanntmachung des Königlich dänischen Justiz-Ministeriums vom 27. August 1885 sind au diejenigen Schiffe, welHe von Gibraltar fommen oder auf der Reise mit Schiffen aus diesem Hafen in Berührung gewesen sind, nah Maßgabe des Geseßes vom 30. März d. I. („MReichs-Anzeigec“ Nr. 104 vom 5. Mai d. I) einer Quarantäne unterworfen,

Berlin, 8. September 1885.

Zu Ehren der hier tagenden Internationalen Tele- graphen-Conferenz hatten der Magistrat und die Stadtoerord- neten von Berlin gestern Abend in den Festräumen des Rathhauses eine Abendunterhaltung veranstaltet. Die Mitglieder des

Magistrats-Kollegiums sowie die Mitglieder der Stadtverordneten-

d

versammlung warea sämmtli in Amtstra®t zu der Feier ersch enen. Unter den Gästen befanden \si< u. A. auch die Staats-Minifter von Puttkamer, Dr. von Goßler, Maybach, Dr. Friedberg sowie der

Staatssekretär Dr. von Stephan. Na< Beendigung des ersten Theils des von der Brennerschen Kapelle vorgetragenen Concerts begrüßte in Vertretung d:8 Ober-Bürgermeifsters

von For>enbe> der Bürgermeister Dun>er die Gäste, worauf der Delegirte für Jtalien, Szr. d’Amico, in herzliben Worten dankte. Nachdem noch der Stadtverordneten-Vorsteber Dr. Straßmann sib dem Gruß des Bürgermeisters Dun>er anges<lossen und dem Vor- redner gedankt batte, wurden im Saale die Stühle in Reiben geftellt. Dann folgte die Aufführung eines Festspiels „Elektra*, von von E. Wildenbru<, welches lebhaften Beifall fand und nab dessen Schluß die Mitwirkenden, die Frls. Schwarz und Meyer, die Herren Ludwig und Kahle, soœxie dér Autoc des Stückes wiederholt gerufen wurc- den. Na der Aufführung nahm das Corcert seinen Fortgang, während die Gäfte an reihbesetten Tafeln cinen Imbiß einnahmen. Das Fest {loß mit einem von dem Bürgermeister Dun>er ausge- brachten Hoch auf Se. Majestät den Kaiser, welches bei den Anwesenden centhusiastishen Wiederhall fand.

Die Jury der großen allgemeinen Gartenbau-Vués- stellung in Berlin hat folgende Hauptpreise vertheilt: Der Oekonomie-Rath und Baumscbulenbesißzer Spaeth-Berlin empfing für seine vortrefflichen GFammtleistungen dea CEhrenpreis Sr. Majestät des Kaisers, Den Ebrenpreis Ihrer Majestät der Kaïserin erhielten J. Farnsen und Sohn (Narden) für Konserven und den Ebren- preis des Kronprinzlihen Paares emyfing Ht:rmann Prefssel- Hannover für eine dekorirte Tafel. Der Chrenvreis der Stadt Berlin wurde zwischen Friedri Behr-Kötben und der Hildesheimer Konti-

nental-Präservenfabrif getheilt. Mit den Ehrenpreisen der Stadt Berlin (je 500 F) wurden bkbedah<ht: Anton Jani>i - Berlin für cine dekorative Gruppe, Adolphe d'Haene - Geift für Blattpflanzen, F. Sander u. Co. - St. Albans (England),

die Borsigshen Gärten (Könialier Gartenbau-Direktor Gaerdt) für Lymphaeen und Fried:ib Mäker-Berlin für Gesammtleistungen. Die große filberne Staatsmedaille empfingen: Ernst Benary-Erfurt für Gemüse, das Königlihe pomologiste Institut Proskau für Obst, W. König-Weißensee sür Warmhauérflznzen, die Stadt Berlin (Ober- gärtner Jörns-Blankenburg) für G.müse, Frau Louise Böbme in Bromberg für die bervorragendste Gesammtleistuang in Blumena- arrangements und C. Manso-Berlin für eine Tafeldekoration. Die kleine silberne Staatêmedaille wurde zuerkannt: L. Spaeth-Berlin für cine Sammlung Früchte, dem Rheingau- Verein für Obst-, Wein- und Gartenbau für Obst; der Stadt Berlin (Oberzärtner Mende- Heinerédorf) für Gemüse, an Friedri Bebr-Köthen füc Kartoffeln, an Heinri Krauß: Ehrenfeld für Orcbideen, an Otto Stephan-Berlin für eine dekorative Gruppe, Gustav A. Scbulß-E>artsberg für Kalthaus- pflanzen, Otto Neumann-Sthöneberg für Bouvardien, H. Hildmann- Oranienburg für Kakteen, H. G. Trenkmann-Weißenfels für Sämereien, Karl Fr. Friebel in Borhagen für Hyazinthen, Ed. Zimmermann- Altona für ein Gewäcbshaus, Petsch sen. in Berlin für Fruchtwcine, die Königliche Lehranstalt in Geisenheim für tranéportable Obstdarren, die Tempelhofer Baumsculen für Koniferea, Georg W. Gâädert-Stuttgart für Obstbaum-Palmetten, E. Mosisch - Treptow für Alleebäume und außerdem für Quitten- Wildlinge, Choné Berlin für Eucbaris H. R. C. Prost Hamburg für Kameclien, und Emil Liebia-Dresden für Azaleen. Eine große goldene Medaille wurde Hrn. Lorberg- Berlin für Obstbäume, eine silberne Staatsmedaille Hrn. Max Colm-Breslau für Gesammtleistung zuerkannt. Den Ehrenpreis der Berliner Gärtnerbörs2 erhielt Wilhelm Hans in Herrnhut. Die vom Hamburger Gartenbau-Verein au®geseßte goldene Medaille erhielt Spindler-Spindlersfeld für seine Gesammt- leistung. Firner erhielten die Königlich bay:rischen Hof-Wintergärten die große goldene Vereinsmedaille für Palmen. Außerdem wurden dur Diplome geehrt: Choné-Berlin und Lakner-Steglit, Königlicher Hofgärtner, die außer Konkurrenz autgéstelt hatten. Im Ganzen famen außer den Ehrenpceisen 32 silberne und 41 bronzene Staatsmedaillen sowie eine große Anzabl Preise voa Privatpersonen und goldene, sil- berne und bronzene Medaillen sowie Kunstgegenstände und Ehren- diplome zur Vertheilung, die von Seiten des Ausschusses gestiftet waren.

Die galvanishen Reproduktionen haben auf der Internatio- nalen Ausstellung von Arbeiten aus edlen Metallen und Legirungen in Nürnberg eine sehr würdige Vertretung ge- funden. An erster Stelle ift das umfangreiche Arrangement der be- fannten Londoner Weltfirma S. Elkington u. Cie. zu erwähnen, welches drei gesonderte Schränke mit trefflichen Arbeiten umfaßt. Daran s\tließt sb die Nürnkberg - Kannstädter Firma Gießler u. Stern mit einer großen Anzahl ni<ht weniger gelungener Arbeiten. Sehr hübs< find au<h die von dem Ungarischen Landes - Kunstgewerbe - Museum in Budapest ausgestellten Gegenstände. Daran \c{ließen si die galvanoplastishen Erzeugnisse von Gustav Grohe in Berlin und die galvanoplastiswen Wanddeko- rationen der Fabrik für Kunstindustrie in Bronze und Galvanoplastik von Peartree und Cie. in Verlin. In der historischen Abtheilung hat das Kunstgewerbemuseum in Berlin seine galvanoplastischen Nach- bildungen tes Silbershatzes der Stadt Lüneburg und Hr. Paul Telge in Berlin seine Reproduktionen des Goldfundes von Vettersfelde und von Hiddensoe ausgestellt. Der beiden gewaltigen Löwen von Christofle & Co. in Paris, welche vor dem Haupteingange Wache halten, ift bereits früher geda<ht worden.

Marseille, 7. September, Abends. (W. T. B.) Heute starben hier 16 Personen an der Cholera. : E .

Toulon, 7. September. (W. T. B) Die Zahl der gestern hier an der Cholera Gestorbenen beträgt 6.

Mit dem vieraktigen Lustspiel „Der Hexenme ister“ von Friedr. Gust. Triesh hat das Deutsce Theater gestern Abend die Reihe der Novitäten eröffnet. Einen Anspruch auf ernste Kritik erhebt dieses Bühnenwerk wobl {werli<, und so sei wenigstens gesagt, daß es vermöge einiger Vorzüge im Stande ist, dann und wann die Heiter- feit der Zuschauec zu erregen und dieselben dur einige gut gelungene

Wite und Situationen für die Unwahrscheinlihkeit der die Geduld oft re<t ermüdenden Handlung cinigermaßen zu entschädigen. Weitgehende Nachsichtigkeit des Publikums und eine

so ausgezeichnete Darstellung, wie sie gestern das Deutsche Theater bot, werden selbs dem für die eb:n genannte Bühne nicht ret passenden Schwank einen freili<h nicht unbestrittenen Heiterkeitéerfolg fichecn. Das Hauptverdienst an demselben gebührte bei der gestrigen Vorstellung in erster Linie Hrn. Kadelburg, wel<em in der Rolle des Grafen Schönboff reichlib Gelegenheit geboten war, seine fünstlerisben Fähigkeiten in dem glänz-ndsten Lichte erscheinen zu lassen z; elegantes Spiel, feiner Humor waren Hauptvorzüge seiner durcaus anerkennenéwerthen Leistung. Gleich ausgezeibnet war Hr. S tbôn- feld, meler als Husaren-Lieutenant beredtes Zeugniß von der Biel- seitigkeit seines Talents ablegte Lobenswerth war die Darstellung des alten jovialen Ministerial-Raths Knaus dur Hen. Hôder. Frl Sorma verstand es, wie immer, dur ihr naives, frisches Spiel die Herzen der Zuschauer zu gewinnen. Sehr bedauerli< ist es, daß Frl. Geßner in der ihr zugefallenen Rolle fo wentg Gelegenheit hat, ihre vortrefflide Begabung in einer für sie und dasPublikum befriedigenden Weise verwerthen zu könnea. Während Hr. Stallmann die lustige Rolle des Kandidaten mit Geschik durführte, ließ das Spiel der Darsteller des nebenbei gesagt vollständig überflüssizen Ehepaars Günthner s\¿<hr an feinem G:s{hma> zu wünschen übrig. Das Publikum schien si< im Allgemeinen gut zu untechalten, ohne si über die Shwächen des Lustspiels irgend w:lher Täuschung hiîn- zugeben.