1906 / 188 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Budapest 22, Kopenhagen 36 New York 45; ferner wurden Er- krankungen gemeldet an Masern und Röôteln in Hamburg 128, Budavest 49, Kopenbagen 113, New York 293, Paris 94, St. Peters- bura 74, Prag 29, Wien 198; desgl. an Diphtherie und Krupp in Berlin 28, Hamburg 27, London (Krankenhäuser) 135, New York 924, Paris 35, St. Petersburg 67, Stocktholm 22, Wien 69; desgl. an Typhus in New York 51, Paris 28, St. Petersburg 102.

Im Monat Juni 1906 (für die deutshen Orte) find na- stehende Todesfälle außer den in den fortlaufenden wöchentlichen Mitteilungen verzeihneten Fällen von Cholera, Pest und Gelbfieber emeldet worden: Pocken: Athen 27, Barcelona ?) 19, Malaga?) 18, uenos Aires 159; Fleckfieber: Bukarest 2, Madrid 2) 3, Kairo 283; Genidckstarre: Genua!) 2, Buffalo?) 4, Indianapolis ?) 2; Influenza: Berliv 7, Barcelona?) 12, Bordeaux, Genua! je 4, Madrid?) 28, Malaga?) 13, Marseille 16, Murcia?) 6, Rotterdam, Buenos Aires, Detroit‘) je 3, Havana!) 6, Indianapolis?) 4, New Orleans 3, Rio de Janeiro 47, St, Louis) 5; Tollwut: Mailand 2; Ausfaß: Havana !) 23 Beriberi: Rio de Janeiro 10; Ankyl ostomiasis: Rio de Janeiro 6 : | Im übrigen war in nachstehenden Orten die Sterblichkeit an einzelnen Krankheiten im Vergleich mit der Gesamt- sterblihkeit eine besonders große, nämlich höher als ein Zehntel: an Masern und Röôteln (1886/95 starben aus folher Ursahe 1,15 von e 19090 m sämtlichen deutschen Berichtsorten Gestorbenen): în Alteneflen, Burg, Köpenick, Gidel, Emden, Lüneburg, Reckllinghausen, Rotthausen, Coburg, Meiningen; an Diphtherie und Krupp (1886 95: 4,27 9/6 in allen deutschen Orten): in Staßfurt; an Keuchhusten: in Haspe, Horst, Kalk, Roßberg. Mehr als ein Fünftel aller Gestorbenen it ferner nachstehenden Krankheiten erlegen: der Tuberkulose (1886/95 starben an Lungenschwindsucht_ 12,38 9% in allen deutschen Orten): in Anklam, Brieg, Forst, Höhscheid. Zserlohn, Kalk, Kreuz nah, Neumünster, Saarbrüdckten, Schwelm, Sorau, Bamberg, Kaisers- lautern, Ludwigshafen, Neustadt a. Haardt, Würzburg, Meißen, Karls- rube, Konstanz, Offenburg, Braunschweig, Bremerhaven, Metz, Aussig, Bu- farest, Genf, Graz, Innsbruck, Hûpre, Linz; den Krankheiten der Atmung8organe (1886/95 starben an akuten Erkrankungen der Atmungsorgane 11,98 %/ in allen deutshen Orten): in 37 deutschen Orten, darunter sogar mehr als ein Drittel in Caternberg, Oberhausen, Peine; ferner in Beuthen Land“), Barcelona?), Genua !), Madrid ?), Mailand, Malaga 2), Marseille, Murcia ?), Toulon: dem Magen- und Darmfkatarrh, Brechdurchfall (1886/95 starben an afuten Darmkrankheiten 11,72 %%_ in allen deutshen Orten): in Altenessen, Beuthen, Reinickendorf, Weißensee, Bogutschüt, Bunzlau, Köpenicck, Eschweiler, Glay, Gaesen, Laura- bütte, Lipine, Rirxdorf, Roßberg, Sterkrade, Zaborze, Amberg, Kempten, Lehhausen, Regensburg, Rosenheim, Speyer, Aue, Döbeln, Eßlingen, Reutlingen, Tübingen, Pforzheim, Offenba, Gera, Greiz, Zerbst, Colmar, Hagenau, Alexandrien. : . : Von den 316 deut\chen Orten hatten 2 im Berichtêmonat eine verbältnismäßig hohe Sterblichkeit (über 35,0 auf je 1000 Ein- wobner und aufs Jahr berechnet) : Lebbausen 39,6, Langenbielau 43,0 (1889/98: 35,0). Im Vormonat betrug das Sterblichkeitsmarimum 42,1 9/0. Die Säuglingssterblihkeit war in 11 Orten eîne beträchtliche, d. h. böber als ein Drittel aller Lebendgeborenen, in: Speyer 340 9/50 (Gesamtsterblichkeit 21,1), Merseburg 342 (16,9), Hobensalza 352 (27 0), Scönebed a. E. 375 (23,0), Gmünd 381 (25,3), Köslin 383 (24,8), Graudenz 432 (23,4), Coburg 459 (22,5), Reichenbach 514 (27,2), Lechhausen 604 (39,6), Langenbielau 650 (43,0). Die Gesamtsterblihkeit war während - des Berichts- monats geringer als 15,0 (auf je 1000 Einwohner und aufs Jahr berehnet) in 115 Orten. Unter 10,0 °/%0 betrug sie in Schöneberg 9,9 (1888/97: 15,4), Küstrin 9,7 (1886/95: 213). Dee 9,7 (1892/ 1901: 19,4), Wilbelmshaven 9,7 (1890/99: 13,9), Geestemünde 9,6 (1890/99: 18,5), Rotthausen 9,5 (1900/04 : 22,0), Landau 9,1 (1899/ 1903: 12,7), Wald 8,8 (1896/1900: 15,2), Dtich.-Wilmeredorf 8,7 (1898/1902: 11,7), Siegen 8,1 (1886/95 : 19,8), Steglitz 7,8 (1886 95: 18,2), Wilhelmsburg 7,4, Höhscheid 7,0, Wermelksirchen 4,7 (1902/04: 12,2). Die Säuglingsfsterblichkeit betrug in_54 Orten weniger als ein Zehntel der Lebendgeborenen. Unter einem Siebentel derselben blieb sie außerdem in 81, unter einem Fünftel in 88 Orten. ; Im ganzen scheint sich der Gesundheitszustand gegenüber dem Vormonat nit wesentlich geändert zu haben. Eine höhere Sterblichkeit als 35,0 °/5%o hatten 2 Ortschaften gegen 2 im Mai, eine geringere als 15,0 °/ hatten 115 gegen 95. Mehr Säuglinge als 333,3 auf je 1000 Lebendgeborene starben in 11 Orten gegen 7, weniger als 200,0 in 223 gegen 237 im Vormonat.

Verkehrsanstalten.

Die nächste Beförderung für Pakete nah Swakopmund und Lüderizbucht, jedo erst nah Abgang des Woermanndampsers „Eduard Woermann“ (legte Beförderung für diesen Dampfer ab Berlin Lehrter Bahnhof für Pakete am 14. August 11,23 Abends), findet statt mit Extradampfer „Lotte Menzell“, ab Hamburg am 17. August Abends, in Swakopmund etwa am 16. September. blu in Hamburg am 17. August 2,0 Nachmittags. Leßte Beförderung a Berlin Lehrter Bahnhof am 16. August 11,22 Abends.

Ueber den Stand des Fernsprechwesens in den verschie- denen Ländern gibt die soeben vom Internationalen Bureau der Telegraphenverwaltungen aufgestellte Statistik für das Jahr 1904 Aufschluß. Sie umfaßt alle euroväishen Länder mit Ausnahme Montenegros und der Türkei, wo es kein geordnetes Fern- \prechwesen gibt, sowie folgende außereuropäische Staaten und Kolonien: Queensland, Victoria, MWestaustralien, Südaustralien, Neusüdwales, Tasmania, Kapland, St. Thomé, Loanda, Macao, Dahomevy, Aegypten, Tunis, Natal, Transvaal, Oranje River- Kolonie, Senegal, Japan, Französish-Indo-China, Britisch-Indien, Niederländisch - Indien. Unter den aufgeführten Ländern nimmt Deutschland sowohl hinsihtlih der Zahl der Ortsfernsprehneße, der Teilnehmerstellen, der öffentlihen SpreWstellen und Verbindungé- leitungen, wie binsihtlich der Gesamtlänge der Anschlußleitungen und Berbindungs8anlagen und \c{hließlih auch in bezug auf den Nerkehrsumfang den ersten Play ein. Wie die „Voss. Ztg.“ aus der Statistik des Internationalen Bureaus der Telegraphen- verwaltungen mitteilt, besaß Ende 1904 Deutschland

1) Februar. ?) März. 3) April. ‘) Mai.

E,

, Sonntag, Abends 8 Uhr: Gastspiel von inrih Theater Bôtel. Der Postillion von E

Cessingtheater. Gastspiel des Neuen Operetten- | Im Garten tägli: Großes Militärkouzerl.

theaters aus Hamburg. Sonnabend und folgende Tage: Die luftige Witwe. Anfang 8 Ubr.

Vom 16. d. M. ab finden die Aufführungen der | Theater des Westens. (Station : Zoologischer „Lustigen Witwe“ im Theater des Westens | Garten. Kantstraße 12.) Letzte Woche: Gastspiel att. des ersten italienischen Kinderoperneusembles. (Einmalige Aufführungen.)

chillert e [lnertbeater.) | Educande di Sorrento. S rater (Metigertienters Sonntag: Die Regimentstochter. Anfang 8 Uhr.

Morwitz-Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Gast- e von inrich Böôtel. Der Troubadour. roße Oper in 4 Akten von G. Verdi.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr : Bei halben Preisen : Komische Oper. Sonnabend: Don Pasquale. Die Zauberflöte. Abends 8 Uhr: Carmen. Sonntag: Hoffmanns Erzähluugenu.

M. ( riedriGhWilhelmstädtishesTheater.)

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Populäre Vorstellun . : bei halben Preisen: L o P atenschmied. | Lustspielyaus. (Friedristraße 236.) Sonn-

Romantis%-komishe Oper in 3 Akten von Albert abend, Abends 8 Uhr: Unsere Käte. Sommer- Lorting. preise: Parkettfauteuil 3,20 M

ankreich blieb mit 3999 Neyen doch besteht bereits ein weiter and Großbritannien —, das e Schweiz mit 351 Neten, Landes erhebliche Zahl. it 101 Orts- ußland, das 106 N ebr als der winzigste europäis Oesterrei (317), Ungarn (92) nd in der Entwicklung zur Norwegen 227, Schweden 179, lande 61, Belgien 17, Serbien 14, ien 7, Griechenland

4503 Ortsfernsprehneße. u weit dahinter zurü is zu dem nächstfolgenden L nur 1214 Ortsnege aufwei eine im Verhältni No günstiger steht fernsprehn

Staat mit

Umfang des das kleine Luxembur ck bildet R

8 zu dem

Das Gegenstü reibe fünf m it Fernsprehwesen. und Italien (92 Neßten) fi Non den übrigen Ländern besißt Dânemark 81, Span Rumänien T7, 4 Ortsnete.

üdgeblieben.

ien 69, Nieder erzegowina 8, Bulgarie tfallen auf ei 5,7 Quadratkilometer, rei 134, Großbritannien 542, Oesterreich 946, Schweden 2502, 7319, Rußland 211 645 Quadrat- dem Fernsprechwesen leider kaum anstellen, } onders fortgeshrittene, wie die in der Statistik fehlen. 2 Ortsfernspreh- Japan 29, Vik- d 13, Westaustralien 11, l und Oranje je 1. Reihenfolge der Länder a ellen in Betracht zieht.

bt mit 510049 Anshlüssen an der S 824 und hierauf erst F

ch der Zahl d

Im Durchschnitt en nen Ort mit Fern-

\vreheinrichtung in Luxemburg Schweiz 18, in Deutschland 120, Frank Niederlande

3115, Ungarn 39531, Vergleiche zwischen der anderen Erdteile laffen ih außereuropäishe Länder, Vereinigten Staaten von N den aufgeführten Staaten neßen voran. toria 22, Queen Natal 4, Senegal 4, Dahom Durchaus anders

land blei Großbritannien mit 348 82 Sprechstellen, obwohl ersteres Säiredrn axA gas I t binsichtli er Za er

In Rußland in Oesterreih 48 787, Niederlande Belgien 24 368, Neusüdwales it. Indien 4915, 3688, Kaypland aal 24 Sprech- Zablen hervorgeht, bat

Europas und weil zahlreiche darunter bef ordamerika, British-Indien mit 56 disch-Indien hat 4 sland 16, Tunis 16, Kaplan

Teilnehmerst Dann folgt

ranfreich mit 122911 teres 3999 Orts- rtsneße an ahter Anschlüsse 112 108 es 56886,

nete besißt. Stelle steht, nimm der Schweiz genannt. Fapan 38 064, Norwegen Ungarn 24 454, . Indien 5464, Br

land 3936, Rumänien Natal 830, Tunis 7 Wie aus diesen

Fernsprehanshlüsse Am populärsten

Stalien 25 891, Victoria 8824, Westaustralien 4719, 2648, Luremburg 2348, stellen und so fort. Deutschland 126871 seine Nachbarstaaten zusammeng?nom “der Fernspreher ni \kandinavishen Ländern entfällt nämli eine F mark auf 52, in

79, Transv

lih auf 47, in Däne- Schweiz auf 64 Ein- f 110. In Großbritanien be- Fernsprehanshluß, in Nieder- ch der 290. bezw. 317. i bältnis erbeblich un Spanien 1124, Italien 1273, Europa f

ernsprechstelle durchschnitt Norwegen auf 959,

in Deutschland dagegen erft au chnittlih der 125. Einwohner land der 188., in Belgien und

Ländern ist das Ver günstiger (Oester-

ußland 2348 Ein- elt sh die Zahl d die Länge der zu ihrer ießlich der vorhandenen as 122fahe des Erd- 1734 476 km, ch 484 375, auf Oester- auf Rußland 138 694 Fernsprechstellen be- folgt Frankreih mit 6779, umänien 2738, Norwegen 2543, Däne- 50, die Schweiz 1021, Oester- Niederland 382, Luxemburg öffentlihe Sprechstellen.

zusammengenomme lie Fernsprechstellen, also nur 214 me

den übrigen rei 536, Ungarn 787, wobner auf «in Anschluß). der Teilnehmerstellen auf 1464467 un Anschließung erforderlichen Leitungen ein Vorratsdrähte auf 4 949 522 km, E. Deutschland n 1313 652, auf Frankrei f die Schweiz 200 880, ie Zahl der öôffentliche

auf Großbritannie reih 261 383, Aemter. Die trägt in Deutschland 23 britannien hat 5290,

und Ungarn je 1130, Schweden 10 reih 592, Rußland 444, Italie 185, Spanien 126, Belgien 120 außerdeutsche 23 998 offent land allein.

n 3 Deutsch-

Theater und Musik.

t der Königlihen Theater beginnt Mittwoch, 15. August, für das Schhau- 19. August. August in der Oper 17, im Schau- erfolgt von Montag, dem 13. d. M., im Königlichen Schauspielhause, Vor- erkauf beginnt für die

_ Die neue Spielzei für das Opernhaus am \pielhaus Abonnementskarten für spiel 13 Abende umfassend ab in der Theaterhauptkaffe, mittags 10—1 Uhr. Oper Sonntag, den den 16. August.

Ausgabe

Der allgemeine Billettv 12. August, für das Schauspielhaus Donnerstag,

Mannigfaltiges. Berlin, den 10. August 1906.

Die bisher noch nit geklärte Frage, w rfunden wurde, und d wer zuerst Feuerwasse in fefselnder Weise erörtert. der berühmte Berthold Schwarz lvens nicht in Betracht; die Araber, d manche halten die Chinesen, Im Hinblick auf die oben- zwischen dem englishen ansfritforscher, e, die in den „Mitt. 1905 erschienen ift. urt, Guttmann hatte in zur Geschichte des Schießpulvers“ 1904) behauptet, daß die \hießpulverähnliher sein müße,

o und von wem d die damit in Ver-

das Schießpulver e€ n verwendet

bindung stehende Frage, wird im „G kommt, so schreibt diese Z als Erfinder des Schießpu Chinesen, die Inder k andere die Inder für erwähnten beiden Fragen i Chemiker Oscar Professor Gustav ¡ur Gesch. d. Medi Herausgeber dieser einer Arbeit „Das älteste Doku („Zeitschr. f. anorg. Chemie“

1313 und 1325 8s zum Jahre 1313 die i bekannten vulverähnlihen Mis Die von Oppert aus der von Gewehren und der Zusammen pulver sei offenbar vi Oppert faß

annten es eber, un die wahren Erfinder. st|st nun eine Polemik Guttmann und dem deutshen S Op vert von großem Intere} ¡zin und Naturwifsenschaften“

Polemik ist Paul Di

Mischungen und daß die [lerdings bereits seit 1280 ch nit jum Schießen verwendet gebrachte Beschreibung seßung und Herstellung von Schieß- als dieser annehme. ue zusammen, was Schießpulvers und der

chungen no „Sufraniti“

el jüngeren Datums, t dem gegenüber zunächst aufs ne

er den indishen Ursprung des

bekannt wurden, fo in solhen des 12. Fahrhunderts. Der Gebrau des Pulvers sei indessen noch für ältere Zeiten in Indien festgestellt ; so erwähne der buddhistische König Afoka (259 bis 222 v. Chr.) in seinem vierten Stikt „Feuerwerke und andere himmlishe Schau- stellungen“. Guttmann erwidert darauf, daß man aus der indischen Kenntnis von Feuerwerk niht auf die Bekanntschaft mit Schieß-

ulver, mit dessen zerstôörender und treibender Wirkung \ch{ließen dürfe. lle Stellen Opperts ließen sich ¿wanglos aus der Kenntnis des

Griechischen Feuers erklären. Oppert kommt dann noch einmal ein- gehend auf die Sache zurück und erweist, daß das „Sufraniti“ ein durchaus verläßlihes Dokument fei. eurige Waffen würden häufig in den alten indishen Epen, im „Mahabharata“, im „Hariwamsa* und im „Namayana“ erwähnt, das erstere aber sei ein im zweiten

Fahrhundert n. Chr. vollendetes Gpos. Daß die Chinesen vor den

Fndern Schießpulver gekannt und verwendet hätten, sei nit erwiesen. Sließlih bemerkt Oppert, daß _die Erfindung des Schießpulvers riht das Werk einer besonderen Intelligenz, sondern ein Werk des RUO sei. Interessant ist ein Exkurs Opverts über die „Blaue Bohne“, wie wir die Flintenkugeln zu nennen pflegen. Im „Vanaparva“ wird bemerkt, daß die kleinen Bleigeshofse Bandhuka heißen. Nun ist das altsansfritische Bandhuka (Caesalpina Bonducella) eine indische

Lianenart, deren Samenkörner harte, rundlihe Kugeln von der Größe

einer Flintenkugel find. Diese Bohne kam \{chon früh nah Arabien und wurde dort Bonduk Hindi genannt. „Die Bohne hat eine bläuli-bräunliche Farbe und erinnert an den im Deutschen gewöhns

lihen Ausdruck blaue Bohne für Kugel.“ Sie wird au als Brechmittel

in der Medizin verwendet. Am Schwarzen Meer wächst eine Haselnuß Karyon Pontikon. Aus Pontikon entstand das aramäische und arabische Pfundug. Dieses Pfunduq wurde mit Bunduk verwechselt, und leßteres

Wort erhielt nun die Bedeutung Haselnuß, neben der von Flinten-

fugel und Flinte; denn die Bohne wie die Nuß hatten die gleiche

Verwendung. Dur die Araber gelangte dann das ursprünglich

sanskritische Wort wieder nah Fndien eine merkwürdige Wort- wanderung. Nach der kleinen, runden Bundukbohne wurde zunächst

die Bleikugel und dann das Geschüß, aus dem sie geschossen wurde,

Der „Mark Brandenburg-Verein®" veranstaltet, wie in den Vormonaten, so au jet an den Sonntagen 12. und 19. August

Ausflüge für Herren und Damen, die diesmal zu den Spree- niederungen und den von Friedrih dem Großen angelegten

Kolonistendörfern Neu-Zittau und Gosen führen. Nah mehr- stündiger Wanderung durch Wald und Niederungen werden die Gosener Berge erstiegen, von denen sih wunderbare Rundsichten bieten; hierauf Ueberfahrt zu der mitten im Seddinsee elegenen idyllishen Insel Seddin-Wall, und nah mehr- stündiger Erholung Dampferfahrt nah Schmödckwiß und Heimfahrt mit der Bahn. Teilnehmerkarten für Gäste zu 1,80 u für Bahn, Dambvferfahrt, Uebersegen und Kaffeetafel sind in den Geschäftsstellen A. Keller, Zigarrengeschäft (Molkenmarkt 14), Touristenmagazin von H. Muves (Kronenstr. 15) und in der Redaktion der „Mark“

(Urbansftr. 66) zu haben.

Königsberg i. Pr., 7. August. Ueber das neuerlihe Vor- kommen von Wölfen in Ostpreußen wird der „Wer Zeitung“ folgendes berihtet: Am Sonntag gegen Abend vernahmen zwei Männer in einem Haferfelde im Walde bei Gollupken ein ver- dâchtiges Geräush, nahmen aber an, daß es von einem dort äsenden Reh berrühre. “Als fie darauf laut riefen, sahen fie ein starkes hundeähn lihes Tier nah dem Walde laufen, in dem fie einen Wolf erkannten. Am Montag hütete ein Junge in derselben Gegend die Schafe und anderes Vieh. Da kam aus dem nahen Dickicht ein braungelbes hundeähnlihes Tier, er riff zu«ächst ein altes Schaf, und als der Junge Lärm machte, ließ es dieses los und stürzte i auf einen Iährling, mit dem es im Walde verschwand. Obwohl ih mehrere bewaffnete Männer aufmachten, um nach dem Verbleib des frechen Räubers zu suchen, war weder von diesem noch von dem Raube etwas zu finden. Fn Gonschorowen hat ein ähnli be- shriebenes Tier einem Schaf den Rüdcken zerrissen, konnte aber verjagt werden. Die Bewohner der umliegenden Ortschaften gehen nur bewaffnet oder wenigstens mit einem ordentliden Knüppel versehen aufs Feld oder über Land. Bisher ift es leider niht gelungen, eines der Tiere zu erlegen.

Friedrichshafen (Bodensee), 9. August. (W. T. B.) Heute wurde nah mehreren Vorversuchen das erste Televhonseekabel nach dem- System Profeffor Pupins durch den Bodensee gelegt. Das Kabel liegt in einer Mazximaltiefe von 250 m und ve rbindet Friedrichshafen mit Romanshorn. Die Kabellegung wurde für die württembergische, bayerishe und \{weizerishe Telegraphen- verwaltung von der Firma Siemens und Halske au3geführt.

Genf, 9. August. (W. T. B.) Die Internationale Zah n- arztvereinigung beendete beute nahmittag ibre Arbeiten. Ver- schiedene Anträge, so au betreffend die Schaffung eines Doktortitels für zahnärztlihe Chirurgie, wurden für die nähste Vereinigung, die 1907 in Amsterdam stattfindet, zurückgestellt. Das Organisations- komitee für den Weltkongreß der Zahnärzte, der 1909 in Berlin abgehalten werden soll, seßt sih zusammen aus den Herren MWalkhof-München, Dick-Berlin , Schäfer-Stuckert-Frankfurt und Hielger-Côln.

Nach Schluß der Redaktion eingegangene Depeschen.

Moskau, 10. August. (W. T. B.) Eine Abordnung der Arbeiter zweier Fabriken meldete sämtliche Arbeiter dieser Fabriken zum Beitritt zu dem „Verband russischer Leute“ an. Auf diese Weise hoffen die Arbeiter, dem Zwang zur Be- E an einem politishen oder allgemeinen Ausstand zu entgehen.

Werchneudinsk, 10. Auguit. (W. T. B) Auf der Bahnstation Sludienko raubten Bewaffnete 95 000 Rubel; mehrere Beamte wurden verwundet.

fen ftügt. euerwafen

bishen Schriften erwähnt,

in Europa

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

Sonntag und folgende Tage, Unsere Käte.

Der Rastelbinuder.

Sonnabend: Anfang 8 Uhr

Abends 8 Uhr: | Verehelicht: Arthur Graf von Bothmer mit Frl. Natalie von Wale - Schuldt (Goldensee bel Ratzeburg).

Ein Sohn: Hrn. Leutnant Albert

S j . Geboren: Bentraltheater. eaten. Bu 8 Uhr: | Sre: u Labes (Bretten). Sine perelte in en. Tochter: Hrn. Eberhard von Gentil de Lavallade

(Bonn).

Trianontheater (Georgenstraße, nahe Bahnhof aus Friedrichslraße). Sonnabend: Die herbe Frucht. Anfang 8 Uhr

Sonntag un

Verantwortlicher Redakteur:

d folgende Tage: Die herbe Frucht. Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Verlag der Expedition (I. V.: Heidri ch) in Berlin.

G E E D E! 2ER E BE E D E R E I I B R E

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Marie von Kröhher mit Hrn. Ritter- besiger und Oberleutnant d. Ref. Friedrich der Mülbe-Boddin (ohm [Mark]).

Druck der Norddeutshen Buchdruckterei und Verlag#/ Anstalt Berlin SW., Wilbelmstraße Nr. 32.

Sieben Beilagen (einshließlich Börsen-Beilage).

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlih Preußischen Staatsanzeiger.

O

¿ 15s,

Berlin, Freitag, den 10. August

Berichte von deutschen Fruchtmärkten. Zusammengestellt im Kaiserlichen Statiftishen Amt,

1906.

1906 Qualität s ans | ; N S +8, Am vorigen ußerdem wurden H gering | mittel j gut ite | Betauss- R Os Markttage am Markttage August Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner für Pre taali E raa - : y __| Menge wert 1 Doppel- eus A I Tag niedrigster | höhfter | niedrigster | höchster | niedrigster | höhster ¡entner preis | dem | Dopp elzentner M. t. | M. | M. | M. M. Dovpelzentner M M. M | (Preis unbekannt) 9. Landöberg a. Lr 16,00 16,00 E Wetzen s ongrowh . 16.20 | 16.809 17.00 | 17.20 17.30 175 é ; : : 2 , t 1 1 ,50 ° Ban 15,60 | 16,80 | 16,90 | 1720 | 17,30 1770 - E Ms : 7 | Hirschberg i. 16,770 | 16,90 17,10 | . 17,30 1750 | 17,70 : , i - Birsvera i 16,80 17,00 | 17,50. | 17,60 18,40 b 18,60 j 6 “ote mft : E E =ck o T R 17,40 8 26 7,2 7,5: : N ige Si | 92% | 92% | 00 | 17,60 E E L S L S 20 a Mek E L 80 18,10 1340 | 1840 18,40 18,60 60 1 084 18,07 1800| 28 29 « 12h , neuer Weizen —| 1660 | 1660 | 17,60 | 17,60 3C0 5 130 17,10 Fe. O 2 7 | Rastatt : 4% [ 1600 |. 1650 | 1680 | 1700| O 17,60 ' / 8. 0 Z Neubrandenburg i ia N 19,00 j O 74 E 9 171 19,00 H ; j - Château-Salins , _— | T 10 L 40 17,40 200 3 480 17,40 S A - 400 : i Kernen (enthülster Spelz, Diukel, Fese). / i C | 9. | Langenau i. Wrttbg. L 20,20 20,20 9080 | 92080: f 2100| 21,00 | 30 625 | 2093 f 2073 29 | 9. | Landéberg a. W. - - 14,00 | 14,00 i S EAE N ottbus L ' E E S : i e S D . . SOE L 14,50 j 14,50 j 14,70 14,70 9 13 E 7 p Tae: ti) e oa) 2 E 2 | 1% | 80 | 00 % n N e L 13,60 | 1380 | - 1400 | 1420| 180 | 14.60 : ' : E: A Mi 1450 | 14,80 15,00 15,10 15,30 | 15,50 / i o x s 4 G 64 _ E E |- 14,10 830 : 5 f 98 | d Sn A : R = E 15,50 | 15,50 j 16.00 | 16/00 11 579 13,95 13,95 | 0 40 - Reus 1 . 15,50 15,80 1680 | 1610 | E | 16,50 80 1290 16,13 16,20 | 2.8 20 - | Döbeln L R 2 E 1450 | 1450 | 15,50 | 15,50 360 5 430 15,08 15,03 8. 8. 20 O A f L 15,00 | 15,30 | 15,50 15,50 j : y fs é i . . , alter Roggen 1600 |- 0 2 32 16,00 16,50 2. 8 : E 15,50 | 15,50 15,90 | 15,90 | 1625 | 1625 19 302 15,90 16,40 2, 8 9. Os 0 W. . : 1450 | 1460 E Gerfte. G : i j « ongrowiß. . : 1300 | 1500| 160 | 1 + j ; ' : j ° Breslau . y E 12,00 | 12,50 12,60 | 13,00 1310 | 13,50 L pi A Zu a - L . . Braugerste | O | TEDO 160 | 15,60 : O i M e: bRaliboe ; 14,90 | 15,00 15,30 | 1550 |/ 1580 | 16,00 i s E ; s ; : : s “_ _ 00-600 E : g n E I -” _| Göttingen j i =.| 15,00 | 15,00 | 1610 | 16,10 H AHO 13,50 100 | AA 20 T Neubrandenburg ¿ : d | E 16,00 | 16,00 j 135 E 6 96 16,00 16,25 9, 8, E L Château-Salins . | 1650 | 17,00 | S Le E Se 13,50 13,20 | 600 9. Da a. W. 1460 | ‘1460 N a 9s f L E : : ottous . | e fi | E ° L | E f (N E 15,20 5 j 5 Q c r ‘9a e . - | Wongrowiß E 14,00 | 1420 T 20 L 15,28 15,10 | 2,8 j reêlau alter Hafer | 16,30 | 16,70 | 16,80 17,20 17,30 | 17,80 ch 14,20 E A . , E r 1380 | 1420 14,30 | 1450 | 1460 | ‘15,00 : | E s s triegau . 1680 | 17,00 1720 | 1740 | 1760 | 1780 i S Y Göttingen L S le l 1400 1 15,00 140 2 240 16/00 17, 2.8. 5 « 1E Ae O E 1E O : E 30 «Nes 60 T7 1700.0 - 1000 (2000 Y 1000 | 1800 70 1230 17,57 1157| dg i : | Döbeln 2 [A E O1 E LOM 20 330 1650 | 1640 | 8.8. 10 î 2 - ' | 14 1 1 ,00 5 E , | o e L e - 17,80 1780 E 1900 | B10 1890 | 1840 100 1 800 18,00 17,95 | | E 15,00 | 1500 | 560 | 1660 |* 1600 | 160 11 640 16 | 18 | S7 - | Château-Salins . . T 1650 | 1700 E. 2000 41 640 15,60 | 17,80 | 2.7. Bemerkungen. Die verkaufte Men 3 j i

@

Handel und Gewerbe.

Nach der Wochenübersicht der Reihsbank vom 7. August 1906 betrugen (+ und im Vergleich zur Dea ugus:

Aktiva:

Metallbestand (der |

Bestand an kurs- fähigem deutschen Geldeoder an Gold in Barren oder aus- ländishen Münzen, das Kilogr. fein zu 2784 M berehnet)

Bestand an Reis- kafsensheinen .

Beftand an Noten anderer Banken .

Beftand an Wechseln

Bestand an Lombard- forderungen

Bestand an Effekten Bestand an sonsti Aktiven E E Passiva: das Grundkapital der Reservefonds

der Betrag der um- laufenden Noten .

die jonstigen tägli

fälligen Verbind- lichkeiten x E

die sonstigen Passiva

900 857 000 (— 10 743 000)

39 854 000

949 257 000

_—

26 502 000

17 386 000 (+ 6 632 000)|(+ 917 723 000

(— 53 786 000)

63 281 000 (— 20 608 000) 61 055 000 (+ 4862 000)

114 410 000

16 263 000

860 959 000 (— 43 841 000)

61 220 000 48 723 000

82 685 000

180 000 000 (unverändert) 64 814 000 | (unverändert)

1340 892 000 | (— 395 751 000)

180 000 000 (unverändert) 64 814 000 (unverändert)

| 1294 354 000 (— 26 667 000)

494 290 000 (— 37 639 000) 34 570 000

484 095 000 (— 34 496 000) 22 346 000

1904 L

O

D

m0

O I M9

7 9

00 O

D

D

S SS

25 94:

r

(+ 4206 000)

17 381 000

(+ 11 776 000

751 415 000

(— 36 558 000)

54 125 000

(— 5721 000)

81 487 000

(+— 989 000)

87 015 000

(— 8 467 000)

150 000 000

(unverändert)

951 614 000

(unverändert)

1 246 127 000 (— 23 848 000)

464 910 000

(— 19 846 000)

25 393 000

(+— 561 000)

Die Abnahme des Metallbestandes war 9,6 Mill. M , deutender als im Vorjahre, die Abnahme des S ebe ficudag L um etwa 10 Mill. Mark stärker als im Vorjahre. Die Abnahme M war um etw2 10 Mill. Mark bedeutender als im

(Aus den im Reichsamt des Innern „Nachrichten für Handel und Abge rfe aide

Deutsches Reich.

Veredelungsverkehr mit Shmiermitteln - rat hat in seiner Sißung vom 23. Juni d. I. E er E E der Veredelung8ordnung anzuerkennen, daß binfihtlih des Antrags für eingedicktes Rüböl, Banmwollsamenöl, Olein und Tallowoil ¿ur Mischung mit Mineralöl und demnähstigen Wiederausfubr der M Schmiermittel einen zollfreien Veredelungsverkehr zu- die Voraussetzungen des § 2 der Veredelungëordnung vorliegen. (Zentralblatt für das Deutsche Reich.)

Verzeichnis der für die Pflanzeneinfuhr geöffneten ausländischen Zollstellen. In Nr. 44 des ‘Zentralblatts für das Deutsche Reich“ vom 13. Juli 1906 ist ein Verzeichnis der Zoll- stellen veröffentlicht, die in Belgien, Frankreich, Jtalien, Luremburg den Niederlanden, Oesterreih-Ungarn, Portugal, Rumänien, der Schweiz, Serbien und Spanien für die Pflanzeneinfuhr geöffnet find.

Aenderungen und Ergänzungen der ranntwein- steuerausführungsbestimmungen. L aci hat fi dée Sißung vom 11. Juli 1906 verschiedenen Aenderungen und Er- gänzungen der Branntweinsteuerausführungs8bestimmungen die Zu- stimmung erteilt. Die Aenderungen und Ergänzungen find in Nr. 44 f aus für das Deutsche Reich* vom 13. Juli 1906 ver-

Zur Ausstellung von Zeugnissen für die Einfuhr von Bier nach Oesterreich-Ungarn ermächtigte Anstalten. Nach Artikel 5, Ziffer VIII des Zusaßverträges vom 25. Januar 1905 zum Handelsvertrage zwishen dem Deutschen Reihe und Desterreih-Ungarn vom 6. Dezember 1891 sollen, so lange in leßterem Lande die innere Biersteuer nach dem saccharometrishen Gehalt der Stammwürze erhoben wird, die von deutshen wissenshaftlihen An- stalten über diesen Gehalt ausgestellten Zeugnisse bei der Einfuhr von deutshem Bier nah Oesterreit-Ungarn seitens der dortigen Behörden anerkannt werden. Die zur Ausstellung berechtigten An- stalten und das von ihnen dabei zu beobahtende Verfahren jollen im

Punkt (.) in den legten sechs Spalten, daß entsprehender

L l ge wird auf voTe Doppelzentner und der Verkaufs i ; ; a E . | . h in liegender Strich (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der Erie: E oe Sa 6 m Der DurYhschnittspreis wird aus den unabgerundeten Filen berehnet. ! S

ericht fehlt.

Einvernehmen beider Regierungen festgestellt werden. Von der ss:

reihisch-ungarishen Regierung find nun folgende Anstalten p P pat a9 stellung der beregten Zeugnisse ermächtigt anerkannt : das Institut für Gärungszwecke in Berlin, die Laboratorien für landwirtschaftlih-tehnische Gewerbe der Königlich tehnishen Hohshulen zu Danzig und. Breslau die Versuchsstation in Wiesbaden, die ehemals von dem Königlichen Professor Ambry geleitete wissenschaftliche Station für Brauereien in München, die ehemals von dem Königlichen Professor Dr. Prior ge- leitete Brauereiversuchs8anstalt in Nürnberg jowie die Brauereivers suhsanstalt des Königlichen IOTO Dr. Vogel in Weibenstephan Die österreihisch-ungarishe Regierung hat fih ferner bereit erklärt, von der kfonsularishen Beglaubigung tiefer Zeugnisse abzusehen. :

Á A \chweizerische Maschinenindustrie. Der Gefamtumsay zeigt im Jahre 1905 nach dem Beri ) Vereins s{chweizerisher Maschinenindustrieller S in e R wie auch in wesentlich höherem Maße bei der Einfuhr eine eT- heblihe Zunahme des Warenaustaushes zwishen der Schweiz und dem Auslande. Beide Richtungen weisen ein beträhtlich höheres Gesamtergebnis auf, als je in den vergangenen Jahren konstatiert werden konnte. Es liegt nabe, diese ganz ausnahmêweise Erscheinung mit der für Ende 1905 oder Anfang 1906 vorgesehenen, teilweise sehr erheblihen Erhöhung der Zollsäße sowohl für den Import nach der Schweiz, wie namentlih für den Export aus derselben in Beziehung zu bringen, Wie weit dieses zutrifft, wird erst aus der Zusammenstellung für das nächste und die folgenden Jahre annähernd zu erkennen sein; es besteht kein Zweifel, daß dieser Faktor in der namentlich in der zweiten Hälfte 1905 erhöhten Handelebewegung mitgespielt hat. Immerhin ist nicht zu bestreiten, daß in hohem Maße auch die gesteigerte Aufnahmefähigkeit der meisten S Länder für die Produkte der Maschinenindustrie ieige des großen Aufshwunges auf den meisten industriellen Gebieten, daran ihren wesentlihen Anteil hat. An der erwähnten Ce eraO, nesen Ee e Ausfuhr aus der Schweiz vor allem die ) - n ashin ie di if i Mascdinentaue A inen sowie die Erzeugnisse des allgemeinen ie Zahl der in den Werkstätten der shweizerishen Maschinen-

industrie œu Ende 1905 bezw. zu Anfang 1906 iten Ubtiee wird, laut Bericht des Vorstandes an die Mitglieder des Vereins, mit 31313 Mann angegeben, gegenüber 27 839 Mann im Vorjahre ; fie weist fomit eine Zunahme von rund 12,5 9/6 auf. :

L Was die Maschineneinfuhr und Ausfuhr anbetrifft, so hat die qu steigende T R in noch erhbeblih gesteigertem Maße angedauert. 8s fand dies in besonders hohem Maße bei der Einfuhr statt. Die