1906 / 192 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

30 9/6 gegen das Vorjahr zugenommen baben. Infolge der zunehmenden Einwanderung in der neuen Provinz Saskathewan hat diese Provinz den Hauptanteil an der zugenommenen Anbaufläche. Die Saaten- stands- und die Ernteaussichtenberihte find wie in früheren Jahren von den Provinzialregierungen sowohl, wie von privater Seite von Korrespondenten gesammelt. Alle Berichte stimmen darin überein, daß, sollten unvorhergesehene Fälle nicht eintreten, eine überaus e Ernte zu erwarten ist, die alle vorangegangenen erhebli< überschreiten dürfte. In Interefsentenkreisen sieht man mit Spannung den bald zu erwartenden Ernteshäßungsberichten entgegen.

Gesundheitswesen, Tierkrankheiten und Absperrungs- maßregeln.

Norwegen.

Durch eine Königlih norwegis<he Verordnung vom 7. d. M. find die Städte Ofaka und Schimonoseki in Japan für pest- verseu<t erklärt und gegenüber den Herkünften von dort die Quarantänevorschriften (Gese vom 12. Juli 1848 und Verordnung vom 13. Oktober 1900) in Kraft gesezt worden. (Vergl. „R.-Anz.“ vom 31. Oktober 1900, Nr. 260.)

Indien.

_ Nath einer Mitteilung der Regierung in Kalkutta vom 21, Juli d. I. ist der Hafen von Verawal in Kathiawar als pestverseucht erklärt worden.

Verkehrs8anftalten.

Nath einer amtlihen Meldung aus Bromberg find die Stationen Kijewpristan und Ssamarapristan für den Güterverkehr

ni<ht mehr gesperrt. Theater und Musik.

Trianontheater.

Das Trianontheater, das sonst seine Lustspiele aus Frankrei oder Jtalien bezieht, versuchte gestern einem Werke eines englischen Verfassers, nämli< Arthur W. Pineros Lustspiel: „Die Frau ohne Lächeln“ (deuts< von Alfred Halm), hier Eingang zu ver- hafen. Pinero hat in England als Dramatiker einen gea&teten Namen, einige seiner Arbeiten sind früher {hon hierher gedrungen, fo „Die zweite Frau Tanqueray“, die au< Eleonora Duse in Berlin ge- spielt hat, und „Lord Quer*, vor einigen Jahren im Lessingtheater aufgeführt, aber keine hat si< in Deutschland Heimatsre<t erwerben können. Seinem neuesten „Lustspiel“ dürfte au<h \<werli< ein längeres Leben beshieden sein. Die Bemühungen eines Ehemannes, seine allzuernste junge Frau aufzuheitern wobei die re<t anrüchige alte Anekdote von der an einer dur< die Zimmerde>e geführten Schnur befestigten Puppe, die tanzt, sobald oben Zärtlichkeiten ausgetauscht werden, eine Hauptrolle spielt zwangen au< dem Publikum kaum ein Lächeln ab, zumal da die handelnden Personen ebenfalls ohne Blut und Leben wie Puppen nach der Laune des Verfassers hin und her geshoben werden. Die junge Frau zeigt zum ersten Male Bree als sie erfährt, daß ihre Ehe wegen eines Form- ehlers nichtig ist, und dem bis dahin lustigen Ebemann vergeht das Lachen, als er die Puppe tanzen sieht, während seine Frau und ein junger Maler si< oben im Lesezimmer befinden. Dieses so frivol ersheinende Spiel entpuppt si zuleßt aber harmloser, als es auésieht, ohne freili< dadur< ents<uldbarer oder fefselnder zu werden. Es kommt zu keiner Katastrophe, da der Maler, den die sh von der Chefefsel befreit glaubende Frau nun heiraten wollte, alsbald den Laufpaß erbält und sie selbst reumütig in die Arme ihres sie zärtlih liebenden Gatten zurüd>fehrt. Die Mitwirkenden waren redlih bestrebt, den blassen Figuren etwas Farbe zu geben, vermochten aber kein Interesse für sie zu erwe>en. Besondere An- erkennung verdienen die Leistungen der Damen von Nuttersheim,

Ladema>, Kollendt, der Herren Iunkermann und Laurence.

Im Königlichen Opernhause geht morgen, Donnersta Otto Nicolais komische Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ E der bekannten Beseßung ver Hauptrollen in Szene. Als erste Neueinstudierung der Spielzeit wiro „Nigoletto*“ in italienischer Sprache vorbereitet. Fräulein Farrat (Gilda), De $<er-n Hoffmann (NRigoletto) und Naval (Herzog) sind Träger der Hauptrollen.

Im Thaliatheater haben sich die Ecneuerungsarbeiten um einige Tage verzögert, die Eröffnung der neuen Spielzeit mit de Schwanke „Bis früh um Fünfe“ findet daher erst am Sonnabend stat.

Mannigfaltiges. Berlin, den 15. August 1906.

Die bereits angekündigte vom 1. bis 12. September d. I. in der Philharmonie stattfindende Ausstellung für Kindeswohl verspriht nah den bisher eingegangenen Anmeldungen eine überaus reibe und vielfältige Darbietung alles dessen zu gewähren, was das Kind, seine Interessen und seine Pflege betrifft. Außer einer Anzahl erster Firmen haben hervorragende Vertreter der Wiffenschaft und der Kunst sowie des Unterrichts und der Erziehung ihre Beteiligung zugesagt. Eine Gönnerin des Vereins hat die Ausi@müdnng der Ausstellungsräume mit Blumen und gärtnerishen Anlagen über- nommen. Für die Ankündigungsplakate is dur< den Maler Gustav Klim ein anmutiges Bild gestiftet worden, dessen Dru> die Firma Meisenba< und Riffarth übernommen hat. a Professor Sophie Koner unterftüßt die Ausftellung dur< die Anfertigung von Ent- würfen für fünstlerishe Einladungs- und Ansichtskarten. Eine Anzahl

erster Firmen hat das erforderliche “Material für die Ausftattung der Ausftellungsräume mit Stoffen und Teppichen in dankenswerter Weise zur Verfügung gestellt.

Der Verein „Dienst an Arbeitslosen“ macht erneut auf seine Bro>kensammlung aufmerksam. Nach den Ferien denkt mandher bereits an den bevorstehenden Oktoberumzug und fängt {on an, Ueberflüssiges und Wertloses aus dem Haushalt zu entfernen. Konservenbüchsen, Papier, Lumpen, Metallbruch, alte Kleider, Wäsche, Schuhwerk, au< manches Stück des Hauérats und des Geschirrs kann man der Bro>ensammlung, des dur< seine „Schrippenkirhe*“ und „Fugendhilfe“ bekannten Vereins (N. 31, A>erstraße 52), überweisen. Eine Postkarte genügt, um die fostenlose Abholung in Berlin und Umgegend zu bewirken.

Veber die tüchtige Leistung französisher Alpenjäger, die unlängst den Mont Blanc erstiegen haben, berihtet das „Fournal des Débats* folgendes: Am Sonntag, den 9. August, um 4 Uhr Nachmittags, verließ der Zug das Dorf des Houches, das sieben Kilometer südwestli<h von Chamonix liegt. Um 7 Uhr fam er an den Paß du Tricot, wohin der Kapitän Crignon den Proviant voraus hatte schaffen lassen. Dort wurde Lager gehalten. Die Jäger zündeten Freudenfeuer an, denen bald Feuerzeihen auf den benachbarten Bergen antworteten. Dies war der Abschiedsgruß an die Bergbesteiger. Im tiefen Schweigen der Nacht ertönte ein Gesang, der von der Bergkette weithin wider- ballte. Um 10 Uhr wurde neuerdings aufgebrohen. Der Zug bildet eine Kette, bei der einer hinter dem andern marshiert und flettert bis zur Hütte der Tête-Roufse (3160 m). Dort wurde zum zweiten Male Halt gema<t und zu Abend gegessen. Um das nächste Ziel die Aiguille de Goûter, zu ersteigen, mußten die Alpenjäger auf den Anbru< des Tages warten. Vor dem Aufbruch stellte der Kapitän seinen Leuten die Gefahren des Unternehmens vor und forderte alle, die vor diesen Gefahren zurüd>shre>en, auf, umzukehren. Aker alle waren fest ent- \{lofsen, bis zum Gipfel auszubarren. In Gruppen zu fünf Mann, 4 m voneinander entfernt, geht es zum Sturm auf die Spitze vor. Man kann es wirkli< einen Sturm nennen, denn die Aiguille du Goûter steigt jäh wie eine Festung senkre<t über der Hütte von Têtes- Roufse in die Höhe. Die Besteigung is außerordentli< \{<wierig und aefährlih. Der geringste Fehltritt bringt einen Stein ins Rollen, der in seinem Falle andere mitreißt und bald eine förmliche Lawine bildet. Die Jäger leisten wahre Wunderdinge an Gewandtheit und Behendigkeit, stüßen si< mit den Knien und den Händen, ziehen sich gegenseitig an den Händen in die Höhe. Nur einer erstaunlihen Geisteëgegenwart und Tatkraft gelang es, ohne Unfall über diesen \<roffen Hang den Gipfel der Aiguille zu erreichen. Es war 84 Uhr geworden. Der Aufstieg hatte fünf Stunden gedauert. Alle waren zufrieden und fröhli<h, als man auf der Höhe für eine halbe Stunde Halt machen konnte. Darauf geht es weiter durh Schnee und Eis, die alles bede>en, soweit das Auge reit, und die in weiter Ferne in den Gesihtskreis übergeben. Die Neigung is sanft und der Aufítieg verbältnismäßig leiht. Um 10 Uhr langen die Jäger am Dôme du Goûter an. Die Sonne strahlt und das Eis wirft die Strahlen mit blendendem Glanze zurü>. Zur Rechten erhebt \i< die Miagesvize, von der fortwährend ungeheure Schneelawinen in die Gletsher von Bionnafsay stürzen. Segen Mittag erreihten die Alpenjäger Vallot (4400 m). Die Mehrzahl litt an der Bergkrankheit. Es blieben nur no< 400 m bis zur Spitze des Berges übrig. Der Kapitän hielt die Probe für aus- reihend und ,gab das Zeichen zum Abstieg. Manche Stellen find außerordentli gefährli<. Man sieht einige Hundert Meter über ih ungeheure Eisblö>e hängen, die die geringste Erscütterung berunterstürzen kann. Schnell und \<weigend geht der Abstieg vor si. Um vier Uhr kommen sie zu den Grands-Mulets. Fünf Minuten Ruhepause: man seßt \si< auf den S<hnee und bolt den leßten Mundvorrat heraus. Unterbalb der Grands8e Mulets breitet s< ein riesiger Eisstrom aus, sehr steil und von einem Gewirr breiter Spalten dur<zogen. Häufig kann man die Eisfpalten nit umgeben und muß sie auf s{malen und s{lüpfrigen Eisbrücken überschreiten. Dabei kann man besonders die Kaltblütigkeit und die Gescidlihkeit der Soldaten bewundern. Es ist kein Unfall zu be- flagen, und um 10 Uhr Abends kehrten alle na< Chamonix zurüd, ¿war ermüdet, aber in stolzer Haltung und leichten Schritts. Die Truppe bestand aus 6 Offizieren, 75 Mann, einem einzigen Führer

und einem Träger.

Ueber die Auffindung einer antit.« Galeere auf dem Meeresgrunde werden, dem „Hann. Cour.“ zufolge, uas Wvorng folgende Einzelheiten berihtet: Antonio Serra, der mit einer Anzahl von Tauchern aus Livorno im Auftrage der griehis<hen Regierung in die griehishen Gewässer gefahren war, um dort die Hebung eines antiken Schiffes zu versuchen, das bei Kythera auf dem Meere8grunde ruht, ist soeben na< Livorno zurü>gekehrt und hat über seine bis- berigen Arbeiten interessante Mitteilungen gema<t. Er fuhr an Bord des Dampfers „Utile" mit den TauHern und allem für die Hebung nötigen Material ab. Die griehishe Regierung stellte ihm zu seinen Arbeiten au< ein Kriegss{<if zur Verfügung. Nach einer langen, mühbseligen Arbeit gelang es ihm tatsählih, die ge- sudte Galeere in einer Tiefe von 50 m aufzufind-zn. Es war biéher ni<t mögli<, mit Sicherheit festzustellen, ob es ih um ein rômishes Schiff handelt; aber alle Wahrscheinlichkeit spricht für diese Annahme. Das Schiff ist im Laufe der Jahrhunderte dicht mit Sand überde>t, und es ist. nur no< das Gerivpe übrig geblieben, das 45 m lang und 10 m breit ist. In diesem Gerippe liegt die 1} m hohe Sandschicht, sodaß den Tauchern bisher eine genaue Feststellung des Inhalts niht mözlih war. Um nun das

Schiff» von diesem Sande zu befreien, hat Serra den Plan zu einer Maschine entworfen, die er gegenwärtig in Genua herstellen läßt, Sie wird von einem Kran gestüßt und unten zu beiden Seiten von einem Ballast von je 4000 kg Gewicht fest: gehalten. Sie hat zwei in einer Spiße endende Schäfte, in deren Mitte eine Schraube arbeitet, die dur<h einen elek, trishen Motor in Bewegung versezt wird un5 indem sie das Wasser um den Sand im Kreise herumtreibt, diesen Sand entfernt und so das Sciffsgerippe davon befreit. Bisher konnte man aus der Galeere bereits 11 Amphoren heraufbringen, von denen einige gut erhalten, andere dagegen völlig zerbrohen sind; fie zeigen die klassishen Formen, mit ¡wei Henkeln, die mit Arabesken verziert O Nah der Meinung der griehishen Archäologen stammen le aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die Tongefäße wiesen augen- \<einlih Spuren von Bronzefle>en auf, was vermuten läßt, daß siz mit den vielen Bronzestatuen in Berührung waren, die das Schiff enthalten baben wird, Bronzestatuen, die wahrsheinli< in der Zeit der rômishen Eroberung aus Griechenland entführt wurden, wie dies bereits bei früheren am Meeresgrunde gemachten Funden der dew ist. Eine ausgezeihnete Bronzearbeit dieses Ursprungs ist ekanntli<h jeßt im griechischen Nationalmuseum ¿ur Aufstellung gelangt. Außer den Amphoren wurden au< einige Stüd>e der Schiffsbekleidung heraufbefördert, die ein System der Zusammen- fügung mit Bolzen aufwiesen, das man bisher no< ni<t kannte und das den Ar(äologen daber besonders interessant ist. Es handelt sh um über Kreuz gestelle Achsen, die dur< eine Art hölzerne Nägel, in denen ein Kern von Eisen- oder Kupferdraht ist, mit einander verbunden sind; das System diente augenscheirlih dazu, abzudihten und Widerstandskraft zu verleihen. Die ita- lienis@en Taucher baben indeffen au noh an einer anderen Stelle eine interessante Entde>unz_ gema<ht. In Navarino su@ten sie nah den 72 türkischen Schiffen, die in der berühmten See- \<la<t von 1827 untergegangen sind, und fie haben in einer Tiefe von 38 m 16 davon wiedergefunden. Auch diese waren mit einer di>en Sandschicht bete>t. Bei seiner Rückkehr erhielt Serra ein Telegramm von der allgemeinen italienishen Schiffahrtsgesells<aft, das ihn aufforderte, einen Versuch der Hebung des vor wenigen Tagen gescheiterten „Sirio* zu machen.

Posen, 14. August. (W. T. B.) Eine bedeutende Feuers- brunft entstand gestern 11- Uhr Nachts in den ausgedehnten Ma schinenwerk stätten der Kreuzburger Bahn, das in den Lagerräumen an großen Massen von Holz und Papier reie Nahrung fand. Bedroht waren ein daneben liegendes Beamtenwohnkhaus und die ni<t weit entfernte Hermannsmühble, jedo< gelang es der Feuerwehr, das Feuer au beiden Seiten aufzuhalten und damit den größten Teil der alien Maschinenwerkstätten mit ibren Lagern an Eisenbahnbedarf8materialien zu erhalten. Die Löscharbeiten dauerten die ganze Nacht an.

Hildesheim, 15. August. Wee T. B) [Die feierlihe Konfekration und Inthronisation des am 26. April neu

gewählten Bischofs von Hildesheim, Bertram, fand heute '

morgen im hiesigen Dom statt. Den Weiheakt vollzog der Fürsts bischof Kopp aus Breslau unter Assistenz der Bischöfe von Dsnas brü> und Paderborn, während der Oberpräsident Wengel als Königlicher Kommissar der Feier beiwohnte. Zahlreiche Korporationen und Vereine aus dem Bistum Hildesheim waren mit ihren Fahnen zu der Feier ershienen.

Cöln, 14. August (W. T. B.) Nachmittags und Abends gingen im ganzen Rheinlande {were Gewitter nieder. In Cöln richtete ein Wirbelsturm großen Schaden an. In Aachen herrschte, wie der „Kölnischen Zeitung" gemeldet wird, ein furchtbares Unwetter verbunden mit Hagelshlag. Der Betraum des Münsters siand mehrere Fuß unter Wasser. Ver an _den Feldern an- gerihtete Schaden if groß. Auh über Solingen und Umgebung is Nachmittags ein s{<weres Unwetter nieder gegangen und hat namentli in dem südlichen Stadtteile mehrfah Schaden angeri<tct. In Scaberg stürzte infolge des beftigen Sturms das Stationsgebäude ein, wobei mehrere Personen dur< Glassplitter verlegt wurden. In Dorperhof wurde ein dreizehnjähriger Knabe unter den Trümmern eines einstürzenden Hauses begraben und getöôötet, ein anderer {wer verlest. In Müngsten wurden die städtis<en Anlagen star? beschädigt. Auch aus anderen Orten sind Meldungen eingelaufen, daß Hâuser zusammenstürzten und Bäume entwurzelt wurden.

_ Stuttgart, 15. August. (W. T. B.) In der Zu>er fabrik in MünKer bei Cannstatt entstand heute vormittag infolge Kurz \<lufses der eleftrishen Leitung Feu er, das so ras< um si griff, daß das ganze Anwesen in Flammen steht. Zwei Arbeiter sind tot; eine Anzahl anderer, man spri<ht von 23, wird vermißl

__ Verviers, 14. August. (W. T. B.) Gin mächtiger Hagel“ \<auer ging heute über Verviers und Umgegend nieder und richtete großen Schaden an. Telephon- und Telegraphendrähte find zerstört; au<h viele Häuser erlitten Beschädigungen. Mehrere Personen wurden verlegt.

(Fortsezung des Amtlichen und Nichtamtlichen in der Ersten Beilage.)

S E

Theater.

tag: 153. Abonnementsvorstellung. Die luftigen Weiber von Windsor. Komisch-phantastishe

namigem Lustspiel von H. S. von Mosenthal.

Freitag, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Heinrich Bôtel. Der Posftillion von Lougjumeau.

iali iele. Overnbaus. 8, Sonnakend, Abends 8 Uhr: Populäre Vorftellung Königliche Schauspiele Da N bei halben Preisen: Der Waffenschmied.

y . v0 - | M, i i ädti ; Oper in 4 Akten na< William Shakespeares gleih- o E L tel O Ves L Sa Sonnabend, Abends # Uhr: Populäre Vorstellung

Freitag und folgende Tage, Spagzenliebe.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) Donners-

tag, Abends 8 Uhr: Spagtenuliebe. Abends 8 Uhr:

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Jlse B-ate mit Hrn. Oberleutnant Kurt Loöoff (Berlin). Frl. Anne-Lise Schaefer mit Hrn. Gymrasialoberlehrer Eugen Kösters (Breslau—Brüzi, Rheinprovinz).

Residenztheater. Sonnabend, den 18. August : Verehelicht: Hr. Oberlehrer Alfred Sebulke mit

Frl. Gertrad Puße (Sagan).

Musik von Otto Nicolai. Musikalishe Leitung: | bei isen: t i ößl i S i j 1 ei halben Preisen: Das Nachtlager in Granada. | Die Hößle des Löwen. Schwank in 3 Akten Geboren: Ein Sohn: Hrn. Ernst von Bredow

Herr Kap-llmeister von Strauß. MNRegie: Herr | Romantishe Oper in 3 Aufzügen von Conradin | von M. Hennequin und P. Bilhaud. (Gaston Anfang 8 Uhr.

Sonntag und folgende Tage: Die Döhle des

Oberregifseur Droescher. Ballett: Herr Ballett- | Kreuger meister Graeb. Anfang 7# Uhr. Kreußer.

Sonntag, Abends 8 Uhr: Vorleßzte Opern-

Chalindrey: Nichard Alexander.)

Freitag: 154. Abonnementsvorstellung. Der Ring | vorstellung. Carmen. Oper in 4 Aktea von Bizet. Löwen.

des Nibelungen. Bühnenfestspiel von Richard Wagner. Erster Tag: Die Waklküre. In 3 Akten. (Wotan: Herr Franz Schwarz, _ Großherzoglich sähsisher Kammersänger, vom Stadttheater in Leipzig, als Gast.) Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. Sonntag, den 19. August :

Billettverkauf ohne Vorverkaufsgebühr täglich. Im Garten tägli: Großes Militärkonzeri.

spiel in 5 Aufzüg William Shakespeare. Trauerspiel in 5 Aufzügen von William Shakespeare Hamburger Neuen Operettentheaters. Die Fünfe!

ebe sett bo 5 Ii 0 S gel, t Uebersezt von August ilhelm von Schlegel luftige Witwe.

Anfang 74 Uhr. Dienst- und Freipläge find auf-

Lessingtheater. Donnerstag: Wiedereröffnung. Und Pippa tauzt. Anfang $8 Uhr.

Kreitag: Ein Volksfeind. Anfang Uhr.

Sonnabend : Nora. Anfang 7# Uhr.

Schillertheater. O. (Wallnertbeater.) Morwitz - Oper. Donnerstag, Abends 8 Uhr: Carmen. Oper in 4 Akten von Bizet.

Sn Sonnabend: Die luftige Witwe. Anfang 8 Uhr. res E Sonntag: Die lustige Witwe. Anfang 8 Uhr.

Komische Oper. Donnerstag: Hoffmauns Erzählungen.

Freitag : Die Bohème.

Sonnabend: Hoffmanns Erzählungen.

Sonntag: Hoffmanus Erzählungen,

Anfang $8 Uhr.

Lächeln.

Lächelu.

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di- rektion: Kren und Schönfeld.) Eröffnung der Saifon 1906—1907: Sonnabend, den 18. August, Abends

Theater des Westens. (Station: Zoologischer | 8 Uhr: Bis früh um Fünfe!

162. Abornementsvorstellung. Romeo und Julia. | Gren. Kantstraße 12.) Freitag: Gaftspiel des Sonntag uad folgende Tage:

Bentraltheater. Donnerstag, Abends 8 Uhr:

Der Raftelbinder. Operette in 3 Akten. ; Freitag und folgende Tage: Der Rastelbinder. | Verlag der Expedition (I.V.: Heidri <) in Berlin.

Trianontheater (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichslraße). Donnerstag: Die Frau ohne

Freitag und folgende Tage: Die Frau ohne

(Regzoto). Hrn. Referendar Max von Viere> (Roñto>). Hrn. Amtsrichter Rüffer (Krappl® O.-S.) Eine Tochter: Hrn. E Hans von Viere> (Dreveskirhen i. M.).

Gestorben: Hr. Hauptmann a. D. Konrad von Liebe (Berlin). Hr. Güterdirektor, Oberleutnan! der Landwehr a. D. Herrmann Frenzel (Ditters- bah, Kreis Lüben). Verw. Fr. Kreisgerichtsra! Mathilde Irmer, geb. Be>er (Breslau).

Bis früh um D

Verantwortlicher Redakteur: Dr. Tyrol in Charlottenburg.

Drud> der Norddeutshen Buchdru>erei und Verlagk- Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Vier Beilagen (einshließli< Börsen-Beilage).

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger. 1906.

2 192.

Amtliches.

Deutsches Reich. Ueberlsiht

Berlin, Mittwoch, den 15. August

der Ausprägungen von Reihsmünzen in den deutshen Münzstätten bis Ende Juli 1906.

*) Vergl. den „Reichsanzeiger“ vom 6. Juli 1906, Nr. 158,

Berlin, den 14. August 1906.

Hauptbuchhalterei des Reihsshaßzamts.

Biester.

Goldmünzen Silbermünzen Ni>kelmünzen Kupfermünzen 1) Im Monat Juli 1906 find geprägt worden in: Dei Wr Fünf- Zwei- n- Fünfzig- _Zehn- inf-. __Zwei- Ein- reGnung marfstüde | markstüde | markstüde | vfennigstüde | pfennigstüde | vpfennigstüde | pfennigstüde | pfennigftüde

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Berichte von deutschen Fruchtmärkten. Zusammengestellt im Kaiserlichen Statiftishen Amt.

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