1906 / 214 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

dem Dozenten am Dr. Senckenbergshen Institut in Frankfurt a. M. Dr. med. Eugen Albrecht ist das Prädikat „Professor“ beigelegt und i D dem Stabshoboisten, Militärmusikdirigenten Neindel bei dem Grenadierregiment König Friedrich TIT. (2. Slesischen) Nr. 11 der Titel „Königlicher Musikdirektor“ verliehen worden.

Finanzministerium.

Der Katasterkontrolleur, Steuerinspektor Große in Halle i. W. ist in gleicher Diensteigenshaft nah Minden und

der Rendant der Regierungshauptkasse in Gumbinnen, Landrentmeister Hörstke vom 1. Oktober d. J. ab in gleicher Amtseigenschaft an die Regierung in Danzig verseßt worden. F Der Katasterlandmesser Kunz in Posen is zum Kataster- fontrolleur in Heiligenbeil bestellt worden.

Urkund Es

betreffend die Errichtung einer evangelischen Melanchthon-Kirhengemeinde zu Berlin.

Mit Genchmigung des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten und des Evangelischen Oberkirchenrats sowie nah Anhörung der Beteiligten wird von den unterzeihneten Behörden hierdurch folgendes festgeseßt:

É Die Evangelischen in demjenigen Gebiet von Berlin, welches um-

grenzt wird : 3 3 i a2. im Westen von der Bärwaldbrücke (Treffpunkt mit der Grenze

der St. Simeons-Kirhengemeinde) an durch die Mittellinie der Bärwaldstraße bis zum Schnittpunkte mit der Mittellinie der Blücherstraße, durch die Meittellinie der Blücherstraße und die Mitteilinie des Kaiser-Friedrich- Plaßes (urter Aus\{[. $ der auf dem leßteren stehenden Neuen evangelishen Garnifon- firde) bis zum Schnitlpunkte dieser Mittellinie mit der MWeichbildgrenze von Berlin,

þ. im Süden: durch die Weichbildgrenze von Berlin von dem zu a bezeichneten Scnittpunkte an bis zum Auébiegen der MWeichbildgrenze von Berlin nach Nordosten,

c. im Osten: dur die W: ibbildgrenze von Berlin von dem zu b bezeichneten Ausbiegen an bis zur Kottbuser Brücke (Treffpunkt mit den Kirchengemeinden von St. Simeon und

St. Thomas), von dem zu c bezeihneten Treffpurkte an durch

d. im Norden: das Nordufer des Landweh1kanals (Grenze der St. Simeons- Kirchengemeinde) bis zu dem zu a bezeihneten Auégangspunkt, werden aus der Heilig-Kreuz-Kirchengemeinde hierselbst ausgepfarrt und

zu einer selbständigen MelanŸthon - Kirhengemeinde vereinigt.

In der Melanchthon-Kirchengemeinde werden zwei Pfarrstellen errichtet. Hs

In der Melanchthon-Kinchengemeinde gelien bis auf weiteres die gegenwärtigen Gebührenordnungen der Heilig-Kreuz-Kirhengemeinde. F 7

Die Melanchthon-Kirchengemeinde hat während eines Zeitraums von 30 Jahren vom Tage des Inkrafttretens ihrer Errichtungkurkunde an gerechnet das unbedingte Recht der Mitbenuzung des in Marien- dorf, Kirhhofstraße, belegenen Kirchhofes der Heilig Kreuz-Kirchen-

gemeinde dergestalt, daß / a. die Verwaltung dieses Kirhhofes allein der Stanimgemeinde

verbleibt, welhe auch alle Verwaltungs- und Unterhaltungékosten

allein zu tragen hat, i - L 2 b. die Zweiggemeinde nur die Stolgebühren für Begräbnifsse ihrer

Mitglieder auf diesem Kirchhofe sowie die Auslösungsgebühren im Falle der Beerdigung von Mitgliedern auf anderen Kirchböfen bezieht, während alle übrigen Gebühren ver Stammgemeinde zufließen.

Diese Urkunde tritt am 15. September 1908 in Krast. Berlin, den 24. August j N den 31. August

1906 P (T i S5) Königliches Konsistorum H E. der Provinz Brandenburg, Königliche Polizeipräsident. Abteilung Berlin. Jn Vertretung: Steinhausen. Friedheim.

Vorstehende Urk unde bringen wir hierdurch zur öffent- lichen Kenntnis. Zugleih ordnen wir zwecks Ausführung der Parochialregulierung folgendes an:

1) Die interimistishe Verwaltung der beiden Pfarrstellen an der Melanchthon-Kirche übernehmen die Geistlichen Pastor Rhein und Pastor Ostrowski von der Kirche zum heiligen Kreuz und zwar ersterer die der ersten Pfarrstelle, legterer die der zweiten Pfarrstelle. l

Die genannten Geistlichen werden au die Anmeldung der in dem neuen Parochialbezirke wahlberechtigten Gemeinde- glieder zur Wählerliste während der durch Kanzelabkündigung noch zu bestimmenden Tagesftunden in der Sakristrei der Melanchthon-Kirche bezw. in ihren Wohnungen entgegennehmen.

2) Die Zahl der zu wählenden Kirchenältesten beträgt 12, sodaß nah $ 28 K.G. u. S.-O. 36 Gemeindevertreter zu

wählen find. 3) Etwaige bei dem Verweser der ersten Pfarrstelle Bala Rhein anzubringende Reklamationen gegen die ählerliste und ebenso etwaige ebenfalls bei dem Verweser der ersten Pfarrstelle zu erhebende Einsprüche gegen die Wahl der Aeltesten und Gemeindevertreter sind von As dem Vorstande der Kreissynode Berlin Kölln Stadt gemäß S8 36 und 40 K.G. u. S.-O. en, da es zur Zeit an einem elanchthon- Kirchengemeinde fehlt.

4) Die ersten Erneuerun förpershaften der Melancht Hes 1909 stattzufinden.

ahres 1909 ausscheiden und Gemeindevertreter ist S 4 S.-O. rechtzeitig dur Auslosung L bestimmen.

: 5) Durch das zwischen dem bestellten Vertreter der

rationsinteressenten, der Stadtgemeinde Berlin und der

ilig- Kreuz- Kirchengemeinde hierselbst am 16./25. Mai 1894 abgeschlossene, vom Königlichen Konsistorium der Provinz Brandenburg am 11. Juni 1894 C. 14746 firhen- aufsihtlich und von der Königlichen Generalkommission für die Provinz Brandenburg und Pommern am 16. Juni 1894 J. Nr. 1733E im Interesse der Separationsinteressenten ge- nehmigte Abkommen ist dieParzelle Kartenblatt 3 Flächenabschnitt Nr. 1704/77 von 14 a 90 qm Größe gebildet dur einen Teil des Platzes D (jeßt „am Urban“) auf der Mayer’schen Karte vom Jahre 1846 zu dem am 25. August 1859 bestätigten Rezeß über die Ablösung der Pg auf dem Urban oder Schlächterplan (Tempelhof III, 1. T. 113) der Heilig-

ur Entscheidung vorzule emeindekirhenrat der

swahlen der kirchlichen Gemecinde- on - Kirchengemeinde haben im Die mit dem Ablaufe des

Sepa-

s

s{ließzung jeder anderen Benußung der Fläche überwiesen und es ist dadurch für die He! g-Kreuz-Kirchengemeinde ein superfiziarishes Recht begründet worden, über welches sie agleich einem Eigentümer S fann (8 2431, 22 A. L R.) Dieses fupersiGSe cht und die auf Grund desselben auf dem genannten late errichtete Melanchthon- firhe nebst allem Zubehör werden der Melanchthon-Kirchen- gemeinde übereignet, sodäß diese mit ihrer Errichtung bezüglich aller aus dem vorerwähnten Abkommen sih ergebender Rechte, Ansprüche und Verpflichtungen und bezüglih des Eigentums am Melanchthon-Kirchengebäude nebst Zu ehór an die Stelle der Heilig-KreuyKirchen tritt, G

Meitere Ausstattungen erhält die Zweiggemeinde von der Stammgemeinde nicht. Berlin, den 6. September ai

8.) Königliches Konsistorium der Provinz Brandenburg, Abteilung Berlin. Faber.

Urkunde,

betreffend die Errichtung einer evangelischen Pfingst-Kirhengemeinde zu Berlin.

Mit Genehmigung des Herrn Ministers der geistlichen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten und des Evangelischen Oberkirhenrats sowie nah S berdus der Beteiligten wird von den unterzeichneten Behörden ierdur folgendes festgeseßt:

e L Die Evangelischen in demjenigen Gebiet von Berlin, welches

umgrenzt wird: :

a, im Norden: vom Schnitipunkte der Mittellinie der Lands- berger Allee mit der verlängerten Mittellinie der Landsberger Allee bis zum Sé&nitlpunkte derselben mit der Weichbildgrenze von Berlin, :

þ. im Osten: von dem zuleßt genannten Súnittpunkte an durh die Weichbildgrenze von Berlin bis ¿zum Schnittpunkte dere selben mit der Paro@ialgrenze dec Samariter-Kinhengemeinde, von da durch die Mittellinie der Ee bis zum Schnitt- purkte mit der Miitellinie der, Zorndorferstraße (Parochial- grenze der Samariter-Kirhengemeinde?, /

c. im Süden: von dem zuleßt genarnten Schnittpurkte an dur die Mittellinie der Zorndorferstraße (Parochialgrenze mit der Samariter: Kirchengemeinde) bis zum Sthritipunkte mit der Meittellinie der Tilsitersiraße, : :

4, im Westen: von da ab durch die Miitellinie der Tilsiterstraße bis zum Schnittpunkte mit der Mitiellinie der Lantsberger

Allee werden aus der Auferstehun „Kirchengemeinde hierselbst ausgePp farrt und zu einer selbständigen Pfin git „Kirchengemeinde vereinigt.

Die vierte Pfarrstelle in der Auferftehungs-Kirchengemeinde geht mit ihrem derzeitigen Inbaber als zweite Pfarrstelle auf die Pfingst- Kirchengemeinde über. In dieser Gemeirde wird auferdem noh eine Pfarrstelle (die erste) errihtet.

Für die Pfingst-Kirchengemeinde gelten bis auf weiteres die gegenwärtigen Gebührenorpuungeo et Auferstehungs-Kirhengemeinde.

Die Pfingst-Kirchengemeinde hat so lange, bis sie in den Besiß eines gebrauhsfähigen Kirch ofs gelangt, das echt der Mitbenußung des Kirchhofes der Auferste ungs-Kirchengemeinde (zu Weißensee am Ughtenberger Wege) d | allein der Stammgemeinde

a. die Verwaltung d verbleibt, wel&e auch alle Verwaltungs- und Unterhaltungsfoften allein

zu tragen hat, E E E 7 b. die Zweiggemeinde nur die Stolgebühren für Begräbnisse ihrer

Mitgliezer auf diesem Kirhhofe sowie die Auslösung®8gebühren im Falle der Beerdigung von Mitgliedern auf anderen Kirchhöfen bezieht, während alle übrigen Gebühren der Stammgemeinde zu-

fließen.

Y: Diese Urkunde tritt am 15. September 1906 in Kraft. Berlin, den 23. August E den 30. August

Genuß dieses Grundstücks und der auf demselben in Bau be- griffenen Pfingst-Kirche werden der Pfingst-Kirchengemeinde über- eignet, sodaß diese mit ihrer Entstehung bezüglih aller dieser Rechte und Ansprüche an die Stelle der Auferstehungs-

Kirchengemeinde tritt und demgemäß die vorerwähnte Ein- tragung im Grundbuche auf sie umzuschreiben ist. sonstige Ausstattung Stammgemeinde nicht. Berlin, den 5. Se C

Ein crhält die Zweiggemeinde von ibres

Königliches Konsistorium der Provinz Brandenburg, Abteilung Berlin. Faber.

Abgereist:

der Unterstaatssekretär im Ministerium für Handel und Gewerbe Dr. Richter, in dienstlichen Angelegenheiten;

der Präsident des Reichsversicherungsamts Dr. Kauf- mann, mit Urlaub nah Thüringen und der Rheinprovinz.

Nichlamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 10. September.

Seine Majestät der Kaiser und König hörten vor- gestern im Königlichen Schlosse zu Breslau den Vortrag des Sie des Generalstabes der Armee, Generalleutnants von

Moltke.

Der Kaiserlihe Gesandte in Bern, Wirkliche Geheime Nat Alfred von Bülow is von tem ihm Allerhöchst be- willigten Urlaub auf seinen Posten zurügekehrt und hat die Geschäfte der Gesandtschaft wieder übernommen.

Der Wirkliche Geheime Oberregierungsrat Dr. Koch bei der Königlichen Oberrehnungskammer ist von seiner Urlaubê- reise nah Potsdam zurückgekehrt.

Der Regierungsrat von Radecke in Köslin if der Königlichen Regierung in Oppeln, der Regierungsrat von Wurmb in Oppeln der Königlichen Regierung in Potsdam und der Regierungsassessor Dr. jur. Gujiav Haarmann in Dt.-Krone der Königlichen Regierung in Cóln zur weiteren dienstlihen Verwendung überwiesen, der Regierungsassessor reiherr von Borcke in Bunzlau dem Landrat des Kreises ohannisburg und der Negierungsassessor Freiherr von Oldershausen in Gr.-Wartenberg dem Landrat des Kreises Neumarkt “i. Schles. zur Hilfeleistung in den landrätlichen Geschäften zugeteilt worden.

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M.S. „Panther“ am 6. September in Montreal eingetroffen und geht am 17. September von dort nah Chatham (New Brunswick) ab.

S. M. S. „Niobe“ ist vorgestern in Singapore einge- troffen. : S. M. S. „Luchs“ ist am 7. September in Schanghai eingetroffen. 4 i S. M. Flußkbt. „Tsingtau“ ist am 7. September von Hongkong in See gegangen und an demselben Tage in Macao eingetroffen und geht morgen von dort nah dem Westfluß

in See.

S. M. S. „Iltis“ ist am 7. September in Tschimulpo

S (Li: S) Königliches Konsistortum 0 1E. der B Brandenburg, Königliche Polizeipräsident. bteilung Berlin. Jn Vertretung : Fried heim.

Steinhausen. Vorstehende Urkunde bringen wir hierdurch zur öffentlichen

Kenntnis. Zugleih ordnen wir zwecks Ausführung der Parochialregulierung folgendes an:

1) Die interimistische Verwaltung der ersten Pfarrstelle

der Pastor Pfeiffer von der Auferstchungs-Kirche.

an der

der bisherigen vierten Pfarrstelle a1 iritt mit dem 15. Sep-

Pfingst-Kirchengemeinde

übernimmt Der Jnhaber Auferstehungs-Kirche, Pastor Sylvester tember 1906 als zweiter Pfarrer zur

über. , Die genannten Geistlichen werden auch die Anmeldung

der in dem neuen Parochialbezirke wahlberehtigten Gemeinde- glieder zur Wählerliste während der dur Kanzelabkündigung noch zu bestimmenden Lageguggren in dem Betsaale Peters- burgerstraße 57 hierselbst bezw. in ihren Wohnungen entgegen-

nehmen. O 9) Die Zahl der zu wählenden Kirchenältesten beträgt 12, : 98 R-G. u. S.-O. 36 Gemeindevertreter zu

sodaß nach wählen find. : :

3) Etwaige bei dem Verweser der ersten Pfarrstelle Pastor Pfeiffer anzubringende Reklamationen gegen die Wöhlerliste und cbenso etwaige ebenfalls bei dem Verweser der ersten Pfarrstelle zu erhebende Einsprüche gegen die Wahl der Aeltesten und Gemeindevertreter sind von diesem dem Vorstande der Kreissynode Berlin Stadt I gemäß $8 36 und 40 K.G. u. S.-D. zur Entscheidung vor ulegen, da es zur Zeit an einem Gemeindekirhenrat der V gemeinde fehlt.

G ch -

statizufinden. Die mit dem Ablau Gälîte der gewählten Aeltesten und S 43 Abs. 3 K.G. u. bestimmen. 5) Der Stätie zunächst der seitens der 1 gemietete Betsaal hierselbst, Petersburger} Die der Auferstehungs-Kirchengemeinde aus der auf von den Umgebungen Band hierselbst am Petersburger la teilung IT Nr. 3 zu ihren

fingst-Kirchen-

4) Die ersten Erneuerungswahlen der kfirhlichen Gemeinde-

des Jahres 1909 ausf cheidende Gemeindevertreter is gemäß S--O. rechtzeitig durh Auslosung zu

kförperschaften der Pfings-Kirchengr enh haben im Herbst 1909

fingst-Kirchen emeinde wird als gattesdienstlihe Auferstehungs-Kirchengemeinde iraße 57, Ae. em

Blatte des im Grundbuche des Königlichen Amtsgerichts T zu Berlin 906 Blatt Nr. 8400 verzeichneten, belegenen Grundstücks in Ab- unsten erfolgten Eintragung zZU-

(Korea) eingetroffen. : : S. M. S. „Jaguar“ ift vorgestern von Schanghai nah

Nanking abgegangen.

10. September. Seine Kaiserliche und der Kronprinz und Seine L

Hot e ind, haben in das

Potsdam, 1 Königliche Hoheit de s y lihe Hoheit der Prinz 0E Wilhelm, gestern vormittag aus Breslau hier cingetroffen ih, „W. T. B.“ zufolge, Nachmittags über Nauen in Manóövergelände des Gardekorps begeben. ¿

10. September. Seine Majestät der Kaiser, Seine Kaiserliche und Königliche oheit der Kronprinz und Königlichen Hoheiten die Prinzen Eitel-Friedrich, August Wilhelm und Oskar begabzn Sich vorgestern morgen mittelsSonderzuges nach Kön1g# elt, woauf dem Pfaffenberge der Denkstein zur Erinnerung an das Bun elwißer Lager Friedrichs des Großen, ein Obelisk aus hlesishem Granit mit einer am Sockel eingelassenen bronzenen Inschrift und Orientierungstafel, feierlich enthüllt wurde. Na der Festrede des Vorsißenden des Denkmalsausschusses Grafen von îler-Rogaubrachteder Präsident des Kreiskriegerverbande Schweidniß, Generalleutnant 3. D. Freiherr von Reitzenstein ein Hoch auf Seine Majestät den Kaiser aus, Allerhöchst welcher hierauf eine Ansprache hielt. Mit der Abnahme des Parademar\ches der anwesenden ‘Truppen und Kriegervereint \hloß die Feier. Seine Majestät der Kaiser fuhr, D zufolge, hierauf über Schweidniy nah Rogau und kehrte von dort über Schlanz nah Breslau zurück, wo Abends im Zwinger bei Jhren Majestäten eine Tafel Rg die Provinz stattfand. Bei der Tafel brahte Seine ajestät einen Trinkspru auf dit Provinz aus, worauf der Oberpräsident Dr. von Graf Zedlif- Trüßschler erwiderte. Lan i Gestern vormittag wohnten Jhre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin sowie sämtliche Fürstlichkeiten und die fremden Offiziere einem feierlichen Gottesdienst auf dem Palai& plaß bei, nach dessen Beendigung Seine Majestät der Kaiser nah dem ehemaligen Garnisonkirhhof fuhr, auf Grund und Boden das von der Armee. gewidmete Denkmä für den General von Clausewiz enthüllt wurde. Hierauf be gab Sich Seine Majestät nah Sibyllenort, um an den von Seiner Majestät dem König von Sachsen g? ebenen Frühstück teilzunehmen, besichtigte Nachmittags, nad Brealau zurückgekehrt / die dortige Universität u? empfing das Sclesierkomitee für das Linienschif

Breslau,

stehenden Re

Kreuz-Kirchengemeinde zur Erbauung einer Kirche unter Aus-

auf den ungestörten und unentgeltlichen Besiß,

t d Ansprüche, insbesondere auch das Recht t und An : Gebrauch und

„Schlesien“ unter ührung des Herzogs von Natibor. Abends fand eine Tafel bei dem Tonameandierenden General,

General der Jnfanterie von Woyrsch statt.

Baden.

Der 80. Geburtstag Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs wurde von den staatlichen und Stisthen Behörden, der Universität, den Schulen, Korporationen und Vereinen in glänzender Weise gefeiert.

Deutsche Kolonien.

Aus Windhuk in Deutsch - Südwestafrika wi P. T. B: guoige E, E E Am 30. August wurden im Gefeht im Aubrevie - wundet: Leutnant Martin Elshner, geboren am 12. 7. 1877 zu reitin, früher im ußartillerieregiment Nr. 1 (leiht, eishschus in linken berarm), und Reiter Julius tanko, geboren am 1. 7. 1882 zu Garbassen, früher im Fußartillerieregiment Nr. 2 (\{chwer, Schuß in linkes Ellenbozen- elenk). Reiter Wilbelm Wößner, geboren am 20. 12. 1884 zu Menzingea, früher im FInfanterieregiment Nr. 111, ift am 29. August im Lazarett zu MWarmbad an Typhus und Lungentuberkulose gestorben.

Oesterreich-Ungarn.

Zwischen dem österreichishen Ministerpräsidenten Freiherrn von Beck und dem ungarischen Ministerpräsidenten Dr. Wekerle ist nah einer Depesche des “W: L. D.“ vereinbart worden, die den Ausgleih betreffenden

ragen einer aus ungarischen und österreichischen Fach- referenten zusammengeseßten Kommission zu überweisen.

Großbritannien und JFrland.

Der König Eduard ist, „W. T. B.“ zufol von Marienbad wieder in London Aen, ge, vorgestern

Frankreich.

Die Einnahme aus den indirekten Steuern un Monopolen hat, laut Bericht des „W. T. B.“, in f ersten aht Monaten dieses Jahres gegenüber dem Budget- voranshlag einen Mehrertrag von 71 Millionen rancs ergeben. Eine Note des Finanzministers fügt hinzu daß troß dieses Mehrertrags noch über 10 Millionen not- A E um das Gleichgewicht des Budgets für 1906 jerzustellen.

Rußland.

Zu vorbereitenden Arbeiten für den Bau einer Amur- eisenbahn von Pokrowsk am Zusammenfluß des Schilka- und des Ano bis Chabarowsk ist in den leßten Tagen die Kaiserliche Genehmigung erteilt worden. E Wie das „W. T. B.“ berichtet, findet Ende Oktober in St. Petersburg ein Kongreß des Verbandes zur Erreihung der Gleihberehtigung der Hebräer statt. Der Be wird die Frage der Beteiligung der E gg g hege Hain Wahlkampagne beraten. on den ferner heute vorliegenden Depeschen „W. T. B.“ seien folgende erwähnt: s Mies Mee In Siedlce haben ernste Ruhestörungen stattgefunden. Vors- gestern abend begannen Revolutionäre in vershiedenen Straßen auf militärishe Shußzwa@en zu schießen. Alle Häuser, aus denen gefeuert wurde, wurden von Truppen bis Mitternaht beshofsen. Ueber go Peri [enen es aut A rar sein; einige Häuser n Brand geraten. Unbestätigte Pera und von Plünderungen g erüchte \sprehen von einem n Kamyschin ouvernement Saratow) benußte ge Volkshaufe die Abwesenheit der Truppen, die e En Mea Unruhen nah E im Gouvernement Astra#an abgesandt waren, um den Versuch zu machen, Sträflinge, die zum Bahnhof geführt wurden, zu befreien. Es kam dann zu Unruhen, in deren

E auch die Telephon- und Telegraphenleitung unterbrochen : Im Stadtgefängnis zu Taschkent (Turkestan) wurde v

ein großer Minengang entdeckt, ten politische “i pee des R

gefangener Sappeure der Minenkompagnie angelegt haben.

__ În der Staateébankstelle in Wladiwostok wurde vorgestern ein

für das 36 Regiment bestimmter Betrag von 107 000 Rubeln von

drei, ansheinend dem Regiment angehörigen Personen, einem Offizier

t jus E iy A in Empfang R die, wie ) \pâter herauéftellte, Betrüger ware d ! iments-

uniform v:rschafft hatten. : A O E R

4 Ftalien.

er Pater Franz Xaver Wernz, ein Deutscher, ift, „V. T. B.“ zufolge, zum Jesuitengeneral N as gestern vom Papst empfangen worden.

L Spanien.

er „Jmparcial“ bestätigt, daß die Regierung keinen Beschluß bezüglih der Frage des Konkordats fasse

den status quo beibehalten Reibe. idr

: Amerika.

Der Präsident von Cuba Tomas Estrada Palma hat den Kongreß für den 14 d. M. zu einer e L Ea E Beratung bér Lage Sudar ufen.

us Havanna in New York eingegangene Depeschen be- agen, dem „Reuterschen Bureau“ tolae- E H Auf- Pud sel die Telegraphenleitungen östlih von Pinar del Rio urhschnitten haben. Es werde ein Angriff auf Pinar del Rio befürchtet, wo nur 1000 Mann z E stehen, während Guerras Streitmaht auf He 3000 gut berittene Leute geschäßt 0D. Die tren Brücken auf der Westeisenbahn sind ge- prengt worden, und Guerra droht damit, auch die größeren zu sprengen, wenn sie noch für weitere Truppensendungen be- E werden sollten. Der Staatssekretär für die öffentlichen rbeitea Montalvo y Morales stellt die Meldung in Abrede,

a Regierung einen offiziellen Waffenstillstand erklärt

Asien.

n Nah einer Meldung des „Reuterschen Bureaus“ haben in Persien die Wahlen Jôr die Volksvertretung noh Nit stattgefunden; die Geistlichkeit hat den vom Groß- pesir herstammenden Entwurf einer Verordnung über die ildung eines Parlaments abgelehnt und einen eigenen Ent- urf vorgelegt, der aber die Zustimmung des Is noch nicht gefunden hat. n einer am 6. d. M. zt Teheran abgehaltenen und von der Geistlichkeit sowie s Jndustriellen und Handelstreibenden stark besuhten Ver- pa ung wurde das Verhalten der Regierung scharf kritisiert.

ayrend die Geistlichkeit noch einige Tage Geduld zu haben L pfahl, befürwortete ein angesehener Kauftnann die sofortige o legung der Bazare. Ec und 25 volkstümliche Führer fit d sich darauf nah der englischen Gesandschast begeben er Absicht, dort zu bleiben, bis der Schah den Entwurf

unterzeichnet und den früheren Großwesir samt einigen anderen Personen, die als Gegner der Reformen gelten, verbannt hat.

Die chinesishe Regierung erhebt, „W. T. B.“

pu ae, von neuem Protest gegen die Errichtung

apanischer Gerichtshöfe in Kwangtung mit der Be- gründung, daß nah den früheren Abmachungen mit Rußland die chinesischen Staatsangehörigen nicht gehalten gewesen seien, den Geseßen des Staats, an den das Gebiet verpachtet sei, zu gehoren. China protestiert auch gegen den Titel eines Generalgouverneurs, der dem obersten japanishen Beamten in der Provinz Kwangtung beigelegt wird.

Aus qcinesisher Quelle wird gemeldet, daß die Un- ruhen im Jnnern des Landes, die infolge des dur die Uebershwemmungen verursahten Mangels an Nahrungsmitteln ausgebrochen find, namentlich im JFangtsetale noch fort- dauern. Der Waiwupu warnt davor, gegenwärtig Reisen in das Jnnere des Landes zu unternehmen.

Wie dem „Reutershen Bureau“ aus Schanghai

emeldet wird, L nah dem Brief eines Missionars aus

opingfu in der Provinz Schansi vom 18. August eine starke Boxerbande die OrtsQ aff FDan insien überfallen. Die Missionare und die christlichen ingeborenen flohen in das Amtsgebäude,*um Schuß zu suchen, sie wurden aber von den Boxern verfolgt, welche die Behörden durch Bedrohungen ein- shüchterten und die Herrschaft über die Stadt an fd rissen. Ein deutscher Leutnant, der die Gegend bereist, traf zufällig in der Stadt ein und sammelte eine kleine Zahl chinesischer Soldaten um si, mit denten er die Boxer überwältigte. Der Anführer der Boxer und elf Mitglieder der Bande fielen. 42 wurden gefangen genommen, der Rest zersprengt. Nachher traf ein cinesisher General mit einer größeren Truppenmach{ ein. Die Missionare sind in Sicherheit.

Afrika.

Der Aufstand in Mogador scheint niedergeworfen zu sein. Eine aus Mogador in Tanger eingetroffene Nach- riht besagt, der Kaid Anfloos habe von den Stadtbatterien Besiß ergriffen; die Regierungstruppen hätten sich auf seine Seite gestellt und die Juden gezwungen sich in das Juden- viertel zurückzuziehen. Zu Blutvergießen sei es niht ge- kommen. Nah einer Depesche des „Reuterschen Bureaus“ berichtet ferner ein in Tanger eingetroffener Bewohner von Beit ei daß der Kaid Anfloos von der ganzen Stadt Besitz ergriffen habe.

Statiftik und Volkswirtschaft.

internationaler Kongreß für Versiherungs- R wissenschaft. Mena m Reich8tag8gebäude wurde heute vormittag unter , nahme von nabezu 1000 Mitgliedern der C E E Kongreß für Versicherungswissenschaft eröffnet. 21 Regierungen, darunter die Reichs- und die preußische Staatsregierung, ferner städtishe Behörten und fkaufmännishe Korporationen haben offiziele Vertreter entfandt. um Präsidenten des Kongresses wurde der Vorsitzende des deutshen Vereins für Versicherungs- wissenshaft, Generaldirektor Dr. Hahn- Magdebura, zum Generale sekretär der Geschäftsführer dieses Vereins Dr. Manes gewählt. unächst richtete der Präsident des ftändigen Aus\{hufses, Präsident der [gishen Staatsbank Lepreux, eine längere Ansprache an die Ver- sammelten, worauf der Generaldirektor Dr. Hahn im Namen des deutshen Vereins für Versicherungëwifsenshaft die Kollegen welche aus nah und fern, zum großen Teil selbs über die Meere, aus dem fernen Often und von den Antipoden zur Teilnahme am Kongresse bierber geeilt find, begrüßte. Alsdann B E Erei S ets 3 Ne BEETAng, Unterstaaisfekretär e nnecn ermu f Ansprathe: A h, das Wort zu folgender _ „Meine hovere rten Herren! Seine Majestät der Kais, König haben mi zu beauftragen gerubt, Sie bei Ihrem e iben treten in Berlin in Seiner Majestät Namen willkommen zu beißen. Ich bitte Sie, aus dieser Kaiserlihen Begrüßung erseben zu wollen welch? regen Anteil Seine Majestät an dem Gegenstand Ihrer Arbeiten nimmt. Auch der Herr Reichskanzler Fürft von Bülow und der Herr Staatssekretär des Innern Graf von Posadowsky-Wehner laffen SFhnen einen herzlihen Willkommensgruß entbieten und Ihren Be- ratungen gesegneten Fortgang wünschen.

Graf Posadowsky, dem die Uebertragung des Ebrenpräsidiums des Konarefses eine dankbar empfundene Genugtuung bereitet bat, be- dauert lebbaft, diese Funktion niht auch heute bei Ihrer Eröffnungs- feier ausüben zu können, weil er mit mehrwöhentlibem Sommer- urlaub im Auslande weilt. An seiner Stelle und als Vertreter der übrigen beteiligten Behörden sehen Sie eine ftattliß- Zabl von Beamten des Reichs und d:r Bundesftaaten, welche grofienteils zuglei als Mitglieder des Oraanisation2ausshufses für den Kongreß unmittelbar mittätig sind. Das Kaiserliche Aufsichtsamt für Privatversicherung, das Neichsversiherung3amt und das Statistishe Amt baben es \ich zur Me gene hee ge en darzvbtieten, welche aus ter Praxis ges{chövft, aber zur Bereicherung der / ftimmt, boffentlich hren Beifall finde S SPIRDaIE Fe

ieses rege und nachhalïtige Interesse der amtlihen Stellen an Ihrer Tagung kann auch nicht unis denn das Versicherungswesen hat sich während der leßten Jahrzehnte dem staatlichen Verwaltungsorganismus als eines seiner wich- tigsten Glieder angefügt. Für diz Sozialpolitik, in der es zur Freude des ba nbre{enden Deutsck{lands \ich in allen Ländern des Erdballs mehr und mebr zu regen beginnt, bilden die Grundsätze der Zwangsversicherung geradezu das Rückzrat des gesamten geseßlihen Systems, und zwar deshalb, weil sie dem tiefsten ethishen und gewerblihen Bedürfnisse gerecht werden, weil sie der Kraft- entfaltung und dem Freiheitsbewußtsein des Individuums den erforder- lichen Spielraum ofen balten, aber doch nur, soweit die Gebote menshlicher Gemeinschaft es zulassen, und weil sie da, wo diese Gebote es erheischen, die Pflicht zum Eintreten des einen für den andern und den Anspru auf Hilfe selb wider den Willen des Be- Ke ees UNE Qu eyen. and ne q rege Tätigkeit der gesetzgebenden Faktoren und der Verwaltungsbehörden wie auf dem Gebiete der E lerteriderura finden Sie bei uns in Deutschland jeßt auch in der wesentlich älteren, mit reihen Erfahrungen und einem zuverlässig arbeitenden Ver- waltung8apparat ausgerüsteten Privatversicherung, die j1 den größten Raum bei Ihren Arbeiten in AÄnspruch nehmen wird. Sie kommen hier in einem Lande zusammen, in dem seit kurzem die Auffiht über die privaten Versicherungäunternehmungen an der Hand eines auf eigenartiger Grundlage aufgebauten, zwar ein- \hneidenden, aber doch nirgends die erforderlihe Bewegungsfreiheit der Unternehmungen hemmenden Reich3geseßes in einer, wie ih glaube sagen zu dürfen, besonnenen und wirksamen Weise geführt wird. Sie kommen zu uns in dem Augenblick, in dem die Grundlagen des Ver- siherungsvertrag3rechts eine aesezéide Regelung erfahren sollen, die, wie wir hoffen, ihrem Abshlufse nahe Die NReichs- verwaltung weiß die vielfahen Anregungen hoch zu \{ägen, die ge i der Vorbereitung der Geseze von den Vertretern der Versicherungswifsenshaft empfangen hat; fie legt großen Wert darauf, auch bei der Durchführung der Auffi t fortdauernd den Rat

V

der Männer der Wissenschaft zu bôören, und fie ist dazu in die L geseßt, weil in dem der Reichsaufsichtsbehörde benen Versiche

rungsbeirate zum Segen für die Sache auch die Versiheru

wissenschaft durch berufene Vertreter zum Worte De Wenn also in diesen Räumen, in denen so oft {on praktische Fragen des Versicherungëöwesens beraten und ibrer Lösung zus geführt worden find, in den nächsten Tagen die Vertreter der Ver- siherungswifsenshaft eines großen Teiles der bewohnten Erde ihre Erfahrungen au?taushen werden, so find wir davon überzeugt, daß diese Ihre Beratungen auch der Praxis in hohem Maße von Nutea sein ee is

_ e Reichsverwaltung dankt der Kongreßleitung, daß aus der Fülle von Gegenständen, die fich zu einer E, D Beratung eignen, namentlich auch die von wirtshaftlihen und sittlichen Ge- sihtspunkten aus gleich wihtigen Fragen der Volksverfiherung und der Kinderverfiherung in Ihre Tages3rdnung aufgenommen worden sind. Wir verspre uns viel von der Erörterung dieser Ver- fiherungsarten, bei denen noch manhe Zweifel zu lösen find. Die groben Gesellschaften, die in mehreren Ländern Slbätte betreiben,

aben ein berechtigtes und dringendes Interesse daran, ihre Ein- rihtungen tunlichst so zu treffen, daß sie den Anforderungen aller jener Länder genügen. Es wird vielen von Ihnen bekannt sein, daß auf Grund einer Anregung der Reichsyerwaltung Verhandlungen zwischen einzelnen Staaten {hweben, die eine einheitliche internationale Regelung gewisser, seitens der Aufsichtébehörden an die Versiherungs3- unternehmungen zu rihtenden Anforderungen bezwedcken.

Sollte Ihr Zusammensein dazu beitragen, das Interesse an solchen Vereinbarungen in weiteren Kreisen zu weden, so würde dies von der Reichsverwaltung als ein besonderer Gewinn betrahtet werden.

Seien Sie davon überzeugt, daß die Reihsverwaltung und daß die verbündeten deutshen Regierungen, gleihwie die hoben Regierungen der auswärtigen Staaten, deren Vertreter wir zu unserer Freude unter uns sehen, von der volkswirtshaftlihen Bedeutung des Versicherungs- wesens durchdrungen sind, daß fie es als eine vornehme Aufgabe 2A Staatsgewalt betraten, der Versicherungstätigkeit wirkungsvollen Schuy zu gewähren. Wie die geseßlihe Arbeiterzwangsversiherung den Schuß der wirtshaftliG Schwäthsten sich zum Ziele ge- sezt und es erreiht haf, den Versicherten bei Unfällen, Krankheit, Invalidität und im Alter und hoffentlich bald auch für die Hinter- bliebenen die nöôtige Versorgung zu gewährleiften, so verfolgt und er- reiht die private Versiherung das Ziel der Erhaltung des Besitzes und,des Wohlstandes, fie befördert das Blühen von Industrie und Landwirtschaft und erzieht zu einer vorsorgenden und vorausberechnenden Haushaltéëführung. Die beiden fenen Versicherung8gruppen dienen in bervorragendem Maße dem Gemeinwohl, ihre Fort\ritte find die e der Kultur in ihren verschiedenartigsten Ersheinungs-

Die Reichsverwaltung wird Jhre Arbeiten mit der lebhaftesten Aufmerksamkeit verfolgen und hat den herzlihen Wuns, daß E unter der tatkräftigen Initiative des comité permanent des congrès internationaux d’actuaires und des verdienten Deutshen Vereins für Versicherungswifsenschaft zustande gekommene Kongreß ih würdig seinen Vorgängern anreihen möge, daß Ihre Beratungen dazu bet- tragen mögen, dem Versicherungswesen zu immer weiterer Blüte zu verbelfen zum reihen Segen für die Unternehmungen und die vielen Millionen, denen sie Versicherungss{hußz bieten.

Messieurs! Au nom de Sa Majesté l’Empereur et Roi, mon auguste souverain, je vous souhaite très cordialement la bienvenue en Allemagne.

Je suis sûr que Vos délibérations sont pénétrées de Pesprit d’une science qui, n’ayant pour but que l’exploration de la vérité et des lois éternelles qui régissent l’humanité entière, ne connaît pas les frontières séparant les différentes nalen vier: Cnbranie: bind P

a eser Ansprache brate der Präsident des Kongrefses, Generaldirektor Dr. Hahn, ein Hoh auf Seine Majestät tongreses, und König von Preußen aus, dankte der deutshen Reichsregierung und allen En auf dem Kongresse vertretenen Regierungen und Behörden für ihre Teilnahme an den Verhandlunygen und legte dann den Zweck des Kongrefses dar. Er {loß mit den Worten:

_ „Fünf Kongresse für Versiherungswissenschaft find run bereits zusammengetreten, Ueberall ist seit etwa zwei Jahrzehnten die Wifsen- haft eifrig bei der Arbeit, das Versicherungswesen vom P wirtschaftlichen, rehtlihen, technischen, sozialen, moralischen, medizinishen Standpunkt zu ergründen und zu erfafsen. Große Fortschritte find zu verzeihnen, aber noch entbehren wir bis zum heutigen Tage einer Begriffsbestimmung der Versicherung, welche allge- meine Anerkennung und internationale Geltung gefunden hat. Es hat nun neuerdings ein ‘jüngerer Gelehrter der Berfiherungswi}senschaft in seinem trefflichen Buche eine neue Begriffsbestimmung aufgestellt, welche ihren Weg zu machen scheint, insofern dieselbe bereits der Alt- meister deutschen Versicherungswesens, Professor Dr. Emminghaus, in seiner Kongreßshrift „Die Grenzen der Versicherungsmöglichkeit" fch angeeignet hat und mit überzeugender Wärme vectritt. Diese Begriffs- E diz ih ter internationalen Nahprüfung dringead empfehle,

„Unter Versitherung versteht man: auf Gegenseitigkeit be- rubende wirtschaftliche Veranstaltungen zwecks Deckung mufälligen shägbaren Vermözensbedarfs.“

Wie arm, wie kalt, wie nüchtern klingen diese Worte! Wer môchte annehmen, daß diese die Macht bâtten, einen so an- sehnlihen Kongreß wie den unsrigen aus aller Herren Länder zusammenzuführen, die Macht, das lebhafteste Interefse aller Staatsregierungen zu erwecken, die Macht, fast alle Fakultäten zu wissenshaftlihen Forshungen anzuregen ? Aber hinter diesen einfachen Worten erhebt sihch riesengroß die weltumspannende Versicherung, erhebt sich die wohltätigste und segensreihste aller mensch- lichen Veranstaltungen: eine Veranstaltung, die getragen wird von der JIoee der Brüderlihkeit aller Menschen, indem sie einen für alle und alle für einen eintreten läßt, die dem Leb-zn des einzelnen und der Wohlfahrt der Familie gegen alle Fährlihkeit des Lebens wirtshaftlihen Rückhalt und wirt- schaftlihe Sicherheit gewährt, die den Kampf gegen die Elemente aufnimmt, indem fie die von denselben zugefügten Schäden wieder ausgleiht, die der Flagge des Kaufmann3 über die Meere folgt, welche der modernen Gütererzeugung, dem modernen Güter- verkehr, welche damit dem Handel und der Industrie eine sihere Grund- lage liefert, und welhe zuleßt sh die Aufgabe gestellt hat und die Aufgabe lösen wird, dem lon Frieden zu dienen dur ver- pen d Ehe Sre äße im Kampf des Daseias. Das ist

erung! r zu dienen, muß das j - ms Pee (G2agen lassen! 8 i los Dice ddieal

ir aber, die wir uns heute bier versammelt haben un

dem Zeichen der Versicherung8wifsenschaft , N Je E haben aus allen Ländern der Welt, wir find alle durchdrungen von der Ueberzeugung, def nur durch internationale Wechsel- wirkung die Versicherung8wifsenshaften zur höthsten Blüte gebracht werden können, zu einer Blüte, welhe das gesamte Versicherungs- wesen in allen Zweigen und Betriebsformen je länger je mehr, be- fähigt, seine Aufgaben in der vollendetsten Weise zu ôsen zum Segen jedes Volkes und zum Glücke des Menschengeschlehtes ! Hierauf folgten noch zahlreihe Ansprachen von Vertretern der vershiedenen Regierungen und Länder. Namens des preußischen Ministers der geistlichen, Unterrihts- und Medizinalangelegenheiten Marte R iee Tg ergan He Elfter den Kongreß.

mittag fan e erste Arbeits\fitzun Volksversiherung behandelt wurde. S E

Zur Statistik des auswärtigen Handels des deut Zollgebiets im Cas 1906. En

Das Kaiserlihe Statistishe Amt hat soeben eine 2. ä zum Februarbeft 1906 der „Monatlichen ee E s wärtigen Handel“ herau83gegeben, das diejenigen Warenmengen nah-

weist, welche zwar noch vor dem 1. März d. J. Anmel - braht wurden, aber erst nahher bis Gnde Bu 1906 n fe