1906 / 217 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Gädi>e zu Kellerim Kreise Ruppin, dem Rentner Franz Kikut, dem Kirchenvorsteher Hausbesiger Alepander O! szewütt, pee den Steuererhebern Wilhelm

] zu Berlin, dem pensionierten Eisenbahnlokomotivführer Gustav Bartelt zu Schleusenau im Faneye Bromberg, dem pensionierten Eisenbahnweichen- enkel-zu Mm L MNY im Landkreise

Kreis Hohensalza, dem Buchdru>erei-

u Lankwitz: im Kreise Teltow, ruseberg, dem Lagermeister ausdiener Wilhelm Lindner, dem Färbermeister und Werkführer Wil- elm Thies zu Goldap, dem Zuschneidermeister Heinri < zu Bielefeld, dem Schleifermeister Karl Triebel, dem Schlosser Adolf Bax-

zu Altmark im Kreise Stuhm, ork und Theodor Sella

steller Emi berg, bisher in Amsee, geschäftsführer Otto NRA dem Lagerinspektor Wilhelm Karl Wallberg, dem beim zu Berlin,

ling MWerkführer August lósius, Co zu Fak ob <nepp zu städtischen

r dem ühlhausen i. Th.,

im

Krofdorf im Kreise Weylar,- dem Arbeiter und Rohrleger August Spangenberg zu Herberhausen im Landkreise Göttingen und dem bisherigen | zu Eisenbahnstre>enarbeiter Wilhelm Ludewig zu Manshnow Kreise Lebus das Allgemeine Ehrenzeichen zu verleihen.

Die Genehmigung erfolgte unter der Bedingung, daß als Deckung füt die neue Serie nur Hypotheken mit mindestens ebenso langer Unkündbarkeit“ genommen werden.

München, den 10. September 1906.

Königlich bayerisches Mg Merium des Jnnern.

Brom- Staatsrat Krazeisen.

Bekanntmachung.

Durch Entschließung des Königlih württembergischen Ministeriums dés Junern vom heutigen Tage ‘ist der Stadt- gemeinde Ulm die staatliche Genehmigung erteilt worden, die nachbezeichneten Stücke der 31/4 prozentigen Schuldverschrei- bungen auf den Jnhaäber im Me von fünf Millionen Mark, derén Ausgabe’ ‘von dem Königlich württembergischen Ministerium des Jnnern am 28. Februar 1905 (vgl. „Deutschen Reichsanzeiger“ von ‘1905 Nr. 53) genehmigt worden ist, als 4 Prozent verzinslihe Schuldverschreibungen auf den Jnhäber' in ‘den Verkehr zu bringen und zwar:

Buchstabe Q Nr. 601— 870 zu 2000 7 R Nr. 1551—1820 zu 1000 z S Nr. 2001——2270 zu 500 M

el-

dem Werkführer

Deutsches Reich.

Auf Grund des in der Fassung des

1903 (Neichsgeseßblatt S. 233) ist

Klasse A angehören, geldes, den Anforderungen geseßes genügt. Berlin, den 11. September- 1906. Der Reichskanzler. Fm Auftrage: Werner.

BVakannitmaqhun@

Am 15. September d. J. wird im Bezirk der Königlichen Eisenbahndirektion Breslau von der im Bau begriffenen voll- spurigen Nebeneisenbahn Goldberg—Haynau—Reisicht km lange Teilstre>e Goldberg— a. N., Adelsdorf, Brockendorf und Baudmannsdorf für den Gesamtverkehr eröffnet werden.

21,12 den Stationen Neudorf

Berlin, den 12. September 1906.

Der Präsident des Reichseisenbahnamts. Schulz.

Bekanntmachung,

Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den

JFnhaber betreffend.

Der Bayerischen Handelsbank in München wurde

die Vebeigunee erteilt, daß „sie innerhalb Maximalgrenze de

Gesamtbetrage von 12 Millionen Mark,

7000 n V u 9000 „6M v 7000 „2 gie: i000 40169400 in den Verkehr bringe. München, den 10. September 1906.

Königlich bayerisches i a N AB R des Jnnern.

Staatsrat Krazeis en.

Bekanntmachung, Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den

Fnhaber betreffend.

Der Bayerischen Bodenkreditanstalt in Würgz- erteilt, daß sie innerhalb der fandbriefumlaufs eine weitere XXIV .) Serie 4prozentiger, bis zum Jahre 1915 unverlosbarer und unkündbarer Hypothekenpfandbriefe auf den Jnhaber im Gesamtbetrage von 6 Millionen Mark, eingeteilt in Stücke zu 9000; 1000, 500,200 und 100/46, in den, Verkehr bringe.

burg wurde. die Genehmigun( eseßlichen Maximalgrenze des

Theater.

¿Mönigliche Schauspiele. Freitag: Opern- haus. 180. Abonnementsvorstellung. Der Waffen- bhmicd. Komishe Oper in 3 Akten von Albert

ring. Musikalishe Leitung: Herr Professor F imesberger. Regte: Herr Regisseur Braunschweig. Anfang 7 Uhr.

Schauspielhaus. 188. Abonnementsvorstellung. Wilyelm Tell. Schauspiel in 5 Aufzügen von B von Schiller. Regie: Herr Adler. Anfang

} C.

Sonnabend: Opernhaus. 181. Abonnements- vorstellung. Dienst- und Freipläßze sind aufgehoben. Neueinstudiert: Carmen. Oper in 4 Akten von ‘Georges Bizet. Text von Henry Meilhac und Ludovic Halóvy, nah “einer Novelle des Prosper Meriméé. Anfang 7# Uhr.

S@châuspielhaus. 189. Abonnementsvorstellung. Zum eésten Male: Klein Dorrit. Lustspiel in 3 Akten O von Franz von S<hönthan. Anfang

r.

«Deutsches Theater.

Anfang 74 Uhr. onnabend: Zum ersten Male:

märchen. Sonntag: Das Wintermärchen. „Montag: Der Kaufmaun von Venedig.

Freitag: Erdgeist. Das Winuter-

LCessingtheater. Freitag, Abends 74 Uhr: Neueinstudiert: Hedda Gabler. Schauspiel in 4 Akten von Henrik Ibsen.

75a des Krankenversicherungsgeseßes eseßes vom 10. April 1892 (Neichs- geseßblatt S. 379) und des Abänderungsgeseßes vom 25. Mai der Kranken- Sterbekasse „Volksverein“ (E. H.) in Osnabrü> von neuem die Bescheinigung erteilt worden, daß sie denjenigen Mitgliedern gegenüber, die nah Maßgabe der Saßungen der vorbehaltli<h der Höhe des Kranken- des 8 75 des Krankenversicherungs-

s Pfandbriefumlaufs O 31/5 pro- zentige verlosbare Hypgthekenpfandvriese au R Jnhaber im nämlich:

6000 Stü Lit. U. Nr. 69 001——75 000 A 6 000 000,—, 45.451 —52 450 3500 000, —, 63701—72 700 1 800 000,—,

H T Nr. 1251—1525 zu 200 M

Stuttgart, den 11. September 1906.

Königlich württembergishes Ministerium des Jnnern. Für den Staatsminister :

Scheurlen.

und

Königreich Preußen.

Seine Majestät der König haben Allergnädigst geruht : den' Regierungsrat Dr. Porcher in Cöln zum Ober-

regierungsrat und

“den bisherigen ordentlihen Professor Dr. Alfred Philippson zu Bern zum ordentlichen Professor in der philosophishen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg zu

ernennen.

Ministerium der geistlihen, Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten.

Der bisherige Privatdozent und De L Mitarbeiter am Meteorologishen Jnstitut Dr. Wilhelm Meinardus zu Berlin ist zum außerordentlichen Professor in der philosophischen und naturwissenshaftlichen Fakultät der Universität zu Münster ernannt worden.

Ministerium für Landwirtshaft, Domänen und Forsten.

Die Oberförsterstelle Gertlauken im Regierungs- bezirk Königsberg ist voraussichtlih zum 1. Oktober 1906 zu béteden und sind Meldungen mit möglichster Beschleunigung vorzulegen.

die Haynau mit

Ministerium des Jnnern.

Dem Oberregierungsrat Dr. Potcher ist die Leitung der

der geseßlichen Finanzabteilung bei der Regierung in Cöln übertragen worden.

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee.

Breslau, 9. September. “Prinz Arthur von Groß- britannien und Frland, Herzog von Connaught und Strathearne Königl. Hoheit, Chef des Hus. Regts. von Zieten (Brandenburg.) Nr. 3, zum Generalfeldmarshall ernannt.

Fm Beurlaubtenstande. Neues Palais, 5. September. Micaelsen, Oberlt. des Landw. Trains 1. Aufgebots (Mosbach), pen arts in Königl. bayer. Militärdienste der Abschied

ewilligt. G

700 000,—

Nihfamfliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 13. September. Jhre Majestät die Kaiserin und Königin haben der Oberin des Lehmgrubener Diakonissen-Mutterhauses in

Breslau Valeria Gräfin Poninska das silberne Frauen- verdienstkreuz am weißen Bande Allergnädigst zu verleihen

Seine Königlihe Hoheit der Prinz Albre<ht von Preußen, Regent von Braunschweig, ist, „W. T. B.“ zufolge, heute früh 5 Uhr 20 Minuten verschieden.

Den Kammerherrndienst bei JFhrer Majestät der Kaiserin und Königin übernimmt vom 21. September bis Ende September bezw. Anfang Oktober d. J. der König: lihe Kammerherr und Schloßhauptmann Graf von Carmer.,

Der Präsident des Oberlandeskulturgerihts, Wirkli Geheime Oberregierungsrat Rintelen ist vom Urlaub jurüs,

Laut Meldung des „W. T. B.“ ist S. M. S. „Stein“ vorgestern in Funchal auf Madeira eingetroffen und seßt am 18. September die Reise nah Santa Cruz de Teneriffe fort.

S. M. S. „Seeadler“ is gestern in Port Louis auf Mauritius eingetroffen und geht am 20. September von dort BOAL Seyschellen in See.

S. M. S. „Niobe“ hat gestern die Reise von Singapur nach der ostasiatishen Station fortgeseßt.

Primkenau, 13. September. Jhre Majestät die Kaiserin ist, „W. T. B.“ zufolge, von Breslau und Jhre Königliche-Hoheit die Prinzessin Victoria Luise von Potsdam gestern abend hier eingetroffen.

Braunschweig.

Das Herzogliche Staatsministerium macht in einem Extra- blatt der amtlichen Braunschweigischen Anzeigen das Ableben Seiner Königlichen Hoheit des M tingen Albrecht von Preußen, Regenten des Herzogtums, bekannt.

Fn einem zweiten Extrablatt wird, „W. T. B.“ zufolge, auf Grund des Regentschaftsgeseßzes von 1879 die Konsti- tuierung des Regentschaftsrats bekannt gegeben. Der Regentschaftsrat wird die provisorishe Regierung des Landes nah jenem Gesehe führen. Er besteht aus den drei stimm- führenden Mitgliedern des Staatsministeriums, nämli Staats- minister Dr. von Otto, Wirklichen Geheimen Rat Hart- Raft Wirklichen Geheimen Rat Dr. Trieps sowie dem Präsidenten des leßten Landtags, Geheimen Justizrat Semler, und dem Präsidenten des Herzoglichen Oberlandesgerihts Dr. Wolf. Die Landesversammlung des Herzogtums Braunschweig wird unverzüglih einberufen werden.

Deutsche Kolonien.

Aus Windhuk in Deutsh-Südwesta frika „W. T. B.“ zufolge, gemeldet : Seit dem 16. August werden bei Gamsmund der Unteroffizier S Ehlers, geboren am 25. 2. 1881 zu Ro>klum, früher im nfanterieregiment Nr. 49, und der Gefreite Gustav Stü>le, ge- boren am 21. 10. 1882 zu Ne>arthailfingen, früher im Grenadier- regiment Nr. 123, vermißt. / Der Reiter Karl Schmidt, geboren am 21: 3. 1884 zu Ermstedt, früher: im Ulanenregiment Nr. 12, ist R D im Lazarett zu Keetmanshoop an Nierenentzündung gestorben.

wird,

Oesterreich-Ungarn.

Der Wahlreformaus\{<uß ist gestern wieder in Wien zusammengetreten. Im p er Verhandlung betonte nah einer Meldung des „W. T. B.“ der Ministerpräsident Freiherr von Be die unbedingte Notwendigkeit der Wahlreform und forderte die Mitglieder des Ausschusses auf, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben, sondern in der kurzen zur Verfügung stehenden Zeit den Neubau der Verfassung dur<hzuführen. Der Ministerpräsident {loß mit der Bitte, in allseitiger und hin- gebungsvoller Arbeit dem Staate rasch eine neue Zukunft und den Völkern Oesterreihs ihr Recht zu geben. ah kurzer R vertagte der Ausshuß sodann die Weiterberatung auf heute.

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten und Zweiten Beilage.)

geruht.

——— R

Sonnabend, Abends 74 Uhr: Rosmersholm. Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die versunkene

Giode. Abends 8 Ühr: Hedda Gabler. Abends 8 Uhr: Spagteuliebe.

Schillertheater. O0. (Wällnertheater.)

Freitag, Abends 8 Uhr: Das Lumpengefinudel. | Freitag : ragikomödie in 3 Aufzügen von Ernst von Wolzogen. f n 3 Akten von M. BiBGR i Abends 8 Uhr: Frau Juger von | (Gaston Chalindrey: estrot. ; Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Maria Stuart. ae Abends 8 Uhr: Die Ehre.

N.(Friedri<hWilhelmstädtishesTheater.) Freitag, Abends 8 Uhr: Jugendliebe.- Lustspiel von Adolf Wilbrandt. Hierauf: Die Dienstboten. Lustspiel von Roderih Benedix.

Sonnabend, Abends 8 Uhr: Hasemanns Töchter.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Weh’ dem, der lögt! Abends 8 Uhr: Zapfeustreich.

Anfang 7F Uhr.

Direktion Max Garrison. badour.

Sonnabend: Fra Diavolo.

Theater des Westens. (Station: Zoologischer Garten. Kantstraße 12.) Freitag: Der Opern- ball. Anfang 7F Uhr.

Sonnabend und folgende Tage: Der Opernball. Anfang 74 Uhr.

rektion: Kren und’ Schönfeld.)

yon Paul Line.

Komische Oper. Freitag: Figaros Ho» zeit. | Sonnabend: Hoffmanus Erzählungen.

plagst! Fünfe!

Lustspielhaus. (Friedrihstraße 236.) Freitag, Sonnabend und folgende Tage: Spagenuliebe.

Residenztheater. (Direktion: RihardAlexander.)

Die Höhle des Löwen. ennequin und P. Bilhaud. ihard Alexander.) Anfang

Sonnabend: Zum ersten Male:

Lorhingtheater (Beltealliancestraße Nr. 7/8). Freitag: Der Trou-

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr : Der Troubadour. Abends 7# Uhr: Fra Diavolo.

Thaliatheater. (Dresdener Straße 72/73. Di- Freitag, 8 Uhr: Wenn die Bombe plaßt! Schwank mit Gesang in 3 Akten von Jean Kren und Arthur Lipp\hiß, Gesangstexte von Alfred Schönfeld. Musik

onntag, Nachmittags 3 Uhr: Bis früh um

BPentraltheater. Freitag: Geschlossen wegen

der Seneralprobe zur Novität „1001 Nacht“. Sonnabend: Zum ersten Male: 1001 Nacht. Operette in 3 Akten von Johann Strauß.

Trianontheater (Gcorgenstraße, nahe Bahnhof Friedrihslraße). Freitag: Zum ersten Male: Der Hausfreuud. Anfang: 8 Uhr.

Schwank

Triplevattc. | A R A

Familiennachrichten.

Geboren: Ein Sohn: ‘Hrn. Geheimen Ober- regierungsrat von Guenther (Berlin). Eine N Hrn. Rittmeister Lehmann (Langen alza).

Gestorben : Hr. Geheimer Medizinalrat, Professor Dr. Hermann Cohn (Breslau). Hr. Geheimer Sanitätsrat Dr. Deahna (Arnftadt).

Abend E Verantwortlicher Redakteur:

J. V.: Weber in Berlin. Verlag der Expedition (I. V.: Heidri <) in Berlin-

Sonnabend und folgende Tage: Wenn die Bombe | Hru> der Norddeutschen Buchdru>kerei und Verlagê-

Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen (eins<ließlih Börsen-Beilage).

lungen der Arbeiter mit den einzelnen Arbeitgebern

zum Deutschen Reichsanzeiger und K

Berlin, Donnerstag, den 13. September

Nichtamfkliches.

Großbritannien und Jrlani.

Durch eine gestern veröffentlichte Armeeorder wird der Generalstab offiziell eingeführt. Einer Depesche des

T. B.“ zufolge wird er in den den allgemeinen Armee leitenden Großen Generalstab und den Kommandostellen wirkenden Generalstab «ingeteilt. Die Angehörigen “des leßteren sollen die Fommandeure, denen sie beigegeben sind, besonders bei der Ausbildung der Offiziere und Truppen unterstüßen. Jn «ner der Armeeorder beigegebenen at betont der sriegsminister M K day es Pflicht des Generalstabes sei ‘dafür zu sorgen, daß das Militärsystem auf moderner öhe stehe und die Militärwissenschaft in all’ ihren Zweigen gebührende Berücksichtigung finde. Haldane nage Bezug auf jen Erfolg des deutschen Generalstabes und führte Stellen qus den Schriften des Generals Bronsart von Schellendorff an.

Rußland.

Die Erlaubnis zur Abhaltung des geplanten der Kadettenpartei ist, laut Meldung des „W.

nicht erteilt worden.

Ueber die Vorgänge in Siedlce wird, obiger Quelle zufolge, von dort amtlih gemeldet:

Am 10. September wurde auf der Ogorodnajastraße vom Balkon ines Hauses auf einen Offizier geschossen. Sieben junge Leute wurden verhaftet. Die Nacht auf den 11. verlief ruhig. Am 11. Abends wurde auf der Stodolnajastraße wieder auf einen Offizier geschossen. Das Militär bes{<oß hierauf zwei Häuser. In der Nacht uf den 12. fielen Schüsse aus einem Garten bei der Rentei, offenbar gegen Wachtposten. Diese antworteten nit a<t Schüssen. Im <(ristlihen Hospital wurden ses verwundete Juden und eine Jüdin aufgenommen, von denen dret ge- storben sind. In das jüdische Hospital wurden 17 Tote, 12 s{<wer uind 60 leiht verwundete Juden gebraht, 21 wurden auf dem jüdishen Kirchhof begraben. 54 Personen wurden ver- haftet, davon 43 mit Waffen in der Hand. Infolge Brandstiftung entstanden 12 Brände, die von der Feuerwehr auf ihren Herd be- hränkt wurden. Aus Geschüßen wurden sieben Schuß abgegeben, dur Gewehrfeuer haben namentli<h die Häuser des Zentrums der Stadt gelitten. Viele Läden wurden geplündert und MWobhnungseinrihtungen zerstört. Die Juden wandern zum Teil in die benahbarten Städte und Dörfer aus. In der Stadt herrschte geslern vollfommene Ruhe, ebenso in den übrigen Ortschaften des Gouvernements. a Ü uth

Wie bis jeyt festgestellt worden ijt, beiragi die ZAa er Toten 142, der shwer und leicht Verleßten 450. 280 Personen sind verhaftet worden. A

Ueber die bereits gemeldeten Unruhen in Kamyschin (Gouvernement Saratow) wird amtlih noch folgendes bekannt gegeben :

Die Revolutionäre benußten die Abwesenheit der Truppen, die zur Unterdrü>ung von Unruhen na< der Ortschaft Nicolajewska ge- sandt waren, um in einer Straße Barrikaden zu errihten. Gleich- zeitig bemächtigten sh die Aufrührer, die mit bereits im Vinter gestohlenen Berdangewehren und Revolvern bewaffnet waren, auf einer Bahnstation einer Lokomotive und rissen die Sghienen des Gleises auf. Der Kampf zwischen den Polizeimann- {aften und den Revolutionären dauerte bis zum Abend und endete mit einem völligen Mißerfolge der Aufrührer. Letztere hatten dabei 6 Tote und 40 Verwundete ; verhaftet wurden 11 Mann.

Serbien.

Die serbishe Regierung ist von ihrem Gesandten in Konstantinopel, „W. L. B." zufolge, verständigt worden, daß die türkische Regierung dem sofortigen Jnkrafttreten des zwishen Serbien und der Türkei age s<hlossenen Handelsvertrages zugestimmt habe. Da der Vertrag von der Skupschtina no< ni<t angenommen sei, so werde er vorläufig auf Grund des seinerzeit beschlossenen

Ermächtigungsgesehes als Handelsprooisorium in Kraft treten.

Asien.|

Das „Reuter)he Bureau“ ‘erfährt über die Stellung- nahme der englishen Regierung zu dem chinesischen Zolledikt, daß die Versicherung der chinesishen Regierung, die Stellung Sir Robert Harts werde m<t verändert, hin- genommen werden müsse, die Gutwigung er Dinge indessen aufmerksam beobachtet werde und die Regierung keineswegs gewillt sei, irgend etwas zuzulassen, was als eine Nichterfüllung der Verpflichtungen Chinas in dieser Angelegenheit aufgefaßt werden könnte.

Betrieb der hei einzelnen

O

zwei

Afrika.

Meldungen, die dem „Reuterschen Bureau“ unterm

17. August aus Adamaua über Yola (Nigerien) zugegangen sind, berihten, daß die deutsch - französishe Kom- mission zur Festsepung der Grenze zwischen Kamerun und Französish-Congo dort zusammen- etreten sei, daß ihre Arbeiten unter den günstigsten edingungen ihren Fortgang nehmen, sowie daß zwischen den

beiderseitigen Führern der Kommission , Hauptmann S ee- fried und Major Moll vollkommenes Einvernehmen herrsche. Die Arbeit sei am 10. Parallelkreise aufgenommen worden und werde voraussichtlih im Januar zu Ende ge-

führt werden.

[E

Statistik und Volkswirtschaft.

Zur E B E L s G O

Der Ausstand der Drehsler in Berlin (vgl. Ar. . Bl. hat, wie bie D "Blätter een bereits im- Laufe des Dienstag eine tr Lebliche Abnahme gezcigt. Es wurde kur 08, A DettiGe ma | i en s Gesellen gestreikt. In den meisten E Ua

er Forderungen.

Erste Beilage

Die Rheinflößer aus Camp, Rhens, Neuendorf und Kastel sind, der „Frkf. Ztg.“ zufolge, in eine Lohnbewegung getreten. Sie fordern Verkürzung der Arbeitszeit, Erhöhung der Tagelöhne und Reisegelder, Verbesserung der Kost- und S lafverhältnisse und bessere Behandlung seitens der Floßmeister. Der Lohn der Flößer beträgt durhschnittlih 1,50 A Die Flößer sind meist im Verband der Hafenarbeiter Deutschlands organisiert. Die Firmen find ersucht worden, st< bis zum 13. d. M. ‘zu äußern Bei einer Weigerung der Firmeninhaber soll eine allgemeine Arbeitseinstellung erfolgen.

In der Solinger Gewerk schaftsbewegung maten ih, wie die „Rh.-Westf. Ztg.“ berichtet, hon seit Anfang vorigen Jahres Zentralisationdbestrebuni bemerkbar. Es war nämli der Zusammenschluß aller lokalorganisierten Fachvereine zu einem Solinger Industriearbeiterverband beabsichtigt. Das Zustande- kommen dieses Verbandes wurde vom Metallarbeiterverband vereitelt, der sh bemühte, die einmal vorhandene Zentrali- sationsbewegung in eine andere Bahn zu lenken und für sich auszunußzen. Das hat er zum Teil au< dur die Fortführung des S(lägereiarbeiterstreiks erreicht. Die kleineren und mitt- leren Fachbereine, die si< seit Jahren vergebli<h bemühten, cine Revision der Preitverzeihnisse (Lohntarife) herbeizuführen, haben s< dur<h die großen Summen, die der M.-A.-V. für den Schlägereiarbeiterstreik hergab, bestimmen ales. dem M.-A.-V. beizutreten, um dessen anscheinend unversiegbare eldquellen au< für ih zu ershließen. Es sind _in der leßten Zeit der Neider- verein, der Ausmacherverein und der Schleiferverein aus der Taschen- und Federmesserbranhe dem M.-A.-V. beigetreten, ferner der Scherenhärterverein und der Feilerverein, und am Montag hat nun au<h no< der Gabelsleiferverein mit 50 gegen 37 Stimmen seinen Beitritt zum M.-A.-V. beschlossen. Die größeren Solinger Fachvereine haben aber troy des Uebertritts der genannten Fachvereine zum M „A.-V. den Plan der Gründung des Industriearbeiterverbandes niht aufgegeben Die drei größten Fachvereine: der Tafelmesserschleiferverein, der Scherenschleiferverein und Rasiermessershleiferverein sowie noch einige andere Vereine ver- Lene, Branchen wollen den Verband in den nächsten Tagen ins eben rufen.

Zu der bereits kurz gemeldeten Beendigung des seit 6 Wochen bestehenden Ausstands der Bauarbeiter in Siegen (vgl. Nr. 215 d. Bl.) teilt die „Rh.-Westf. Ztg.“ noh mit, daß die Arbeitgeber die Sperre aufgehoben haben und den Maurern einen Lohn von 446 A4 bis zum 31. März 19007 und vom 1. April 1907 ab bis 30. April 1908 mit 48 H die Stunde zu zahlen bereit sind. Die Arbeitnehmer sind jedo< hierauf niht eingegangen, sie verlangen 46 die Stunde und 50 S für das nächste Jahr. Das Kreisgewerbegeriht als Einigungsamt

wird no<hmals angerufen werden. Fn Hanau haben, wie die „Köln. Ztg." erfährt, die Gold-

und Silberarbeiter beschlossen, in eine Lohnbewegung einzutreten.

Die in den städtis<hen Gasanstalten Leipzigs beschäftigten Gemeindearbeiter nahmen, wie die „Lpz. Ztg.“ berichtet, in einer Versammlung Stellung zu ihrer neuen orderung: Einführung der achtstündigen Arbeitszeit bezw. des Dreishichtsystems in den städtischen Gasanstalten. Diese Forderung ist \{on vor zwei Jahren dem Rate der Stadt Leipzig mit ausführlicher Begründung vorgelegt worden. Eine Antwort ist aber erst vor kurzem erfolgt und zwar des Inhalts, daß zur Zeit für die Einführung der Acltstundenschicht keine Veranlaffung vorliege, da einmal gar nicht alle Arbeiter hinter dieser Forderung stünden und da andererseits dur die verbesserten maschinellen Einrichtungen den Arbeitern wesentlihe Erleichterungen geschaffen worden seten. Das leßtere wurde von der erwähnten Versammlung bestritten mit der Behauptung, daß die betreffenden Erleichterungen und Vorteile ganz

eringfügiger Art seien. Nachdem ein Antrag, nunmehr bei dem

tadtberordnetenkollegium vorstellig zu werden, als verfrüht abgelehnt worden war, bes<loß die Versammlung, dem Rat durch den Arbeiter- aus\huß folgende Forderungen ¿u unterbreiten: Für die Feuerhaus- arbeiter ist neben der in Aussicht gestellten Verbesserung der mascinellen Einrichtungen der achtstündige Schichtwechsel einzuführen, für die Hofs und Platarbeiter in den Gasanstalten die neunstündige Arbeitszeit. Falls innerhalb einer no< zu bestimmenden Frist diese Forderungen nicht bewilligt werden, soll eine neue Versammlung si< über weitere Maßregeln s{<lüssig machen.

In Saint Claude (Departement Jura) find, wie der „Frkf. Ztg.* telegraphiert wird, 3500 Tabakpfeifenfabrikarbeiter in den Ausstand getreten. Ein Teil der dortigen Edelsteinschleifer hat sih den Streikenden anges<lofsen. & L

In Brüx hat si<, wie „W. T. * meldet, die Lage etwas gebessert. Qux Nachmittagsschicht ershienen von 913 Gruben- arbeitern 318. Zwet Versammlungen von Grubenarbeitern sprachen ih für den Ausstand aus. In Dux fuhren bei der Nach- mittagss{<i<t 338 von 851 Grubenarbeitern ein. (Vergl. Nr. 216

d. Bl.)

Kunft und Wissenschaft.

Na dem Jahresberiht der Generalverwaltung der Königlichen Museen für die Zeit vom April 1905 bis Ende März 1906 haben die Museen im verflossenen Verwaltungs- jahre wiederum ihren Besiß in erfreulihster Weise erweitert.

Seine Majestät der Kaiser und König hatten die Gnade, mehrere hervorragende Bilder aus der Galerie von Sanssouci dem Kaiser H zu überweisen: 1) Die Leine Magdalena von

ubens, 2) Venus und Adonis von demselben Meister, 3) Apostel- kopf von van Dy>, 4) Samson und Dalila von Rembrandt, 5) Die Enthauptung Johannes? des Täufers von Girolamo Romanino.

Seine Majestät haben ferner ein Exemplar der auf die Ein- weihung des Doms in Berlin geprägten Medaille dem Muünzkabinett als Geschenk überwiesen. Auf Befehl Seiner Majestät des Kaisers und Königs sind die von dem Oberbibliothekar Dr. Flemming in Bonn bei seiner Teilnahme an der Sondergesanvescal! nah Abessinien gesammelten 33 axumitischen Kupfermünzen dem ünzkabinett über- wiesen worden.

Allerhöchstdieselben haben zu genehmigen Ferd, daß zur Erfor- {ung der axumitishen Altertümer eine Erpedition nah Abessintien ent- sandt werde und daß die Kosten derselben bis zur Höhe von 90 000 M aus dem Allerhöchsten Dispositionsfonds bei der Generalstaatskafse be- stritten werden. Ferner bewilligte Seine Majestät der Kaiser und König aus dem Allerhöchsten Dispositionsfonds 60 000 H, verteilbar Wf ver Fahre R ay B Gewer gen Zus den Professor

er in asien für das Museum ur erkunde.

Eine glänzende e tiBering von hôöchstem wissenschaftlichen Werte ist der Sammlung der antiken Originale zuteil Ll durch die Preeltee von Architektur aus Baalbek, die na Abschluß der auf $

{ät des Kaisers und Königs unternommenen Aus- N S TOL aud der l Masse der f Baalbek lose umher-

[8 Aus gd grabung als A e ner Majestät dem Sultan den König-

liegenden Bruchstü>ke von Seiner tidben Museen überlassen wurden.

Der ethnologishen Abteilung wurde von den Erben des ver- ewigten Direktors dieser Abteilung, Geheimen Regierungsrat Bastian ein Geschenk von 10 000 „% zu Ankäufen in Erfüllung eines Wunsches desselben überwiesen, Ein ungenannt sein wollender Gönner überwies dem Museum für Völkerkunde 110 000 A zum Ankauf der Samm-

öniglih Preußischen Staatsanzeiger.

1906.

lung Zavaleta, einer umfangreichen, sehr bedeutenden arhäologish- ethnographishen Sammlung aus Argentinien.

Die Ausgrabungen in Babylon und Kalat Schergat, dem alten Affur, wurden fortgeführt. Hierbei ist der außerordentlih verdienst- vollen Tätigkeit der Deutschen Orientgesellshaft dankend zu gedenken, welche au im verflossenen Etatsjahre dur< ihre Beiträge das Unter- nehmen tatkräftig gefördert hat. h

_Für das Baalbek-Unternehmen hatte Seine Majestät der Kaiser die Gnade, zu den Vorarbeiten für die Publikation 42 000 4 aus dem Allerhöchsten Dispositionsfonds zu bewilligen. Diese Arbeiten sind erheblih fortgeschritten.

Die Arbeiten zur Verlegung des Einganges zu der großen Ruine in Baalbek, die Lern eines Raumes für die Aufbewahrung kleinerer Funde sowie die Versendung von Architekturstü>ken an die Abteilung antiker Bildwerke in Berlin wurden unter Leitung des Ingenieurs Königlichen Baurats Dr. Schumacher aus Haifa aus-

geführt.

Die Expedition nah Arxum in Abessinien zur Erforschung der dortigen Ältertümer brah Anfang Dezember 1905 über Genua und Aden auf und hat die geplanten Arbeiten unter Leitung des Archäologen Professor Dr. Littmann im Frühjahr 1906 beendet.

Der Gemäldegalerie wurde die Gemäldesammlung des ver- storbenen Kunstsammlers Adolf von Carstanjen, bestehend aus 49 Ge- mälden, als Leihgabe, zunächst auf fünf Jahre, zur Aufstellung im Kaiser Friedri-Museum seitens der Verwaltung des von Carstanjen- {hen Familienfideikommisses übergeben.

Unter den Ankäufen der Abteilung sind als besonders hervor- ragende Erwerbungen zu erwähnen: zwei Altartafeln Simon Marmions aus dem Besitze Ihrer Königlichen Hoheit der Fürstin zu Wied, eine Landschaft von Cima da Conegliano, die vom Kaiser Friedrich- Museumsverein durch San des Kaufpreises übernommen wurde, ein großes Gemälde von Murillo, die Anbetung der Hirten, ein Werk [einer früheren Zeit und das aus dem Gymnasium zu Glaß stammende Madonnenbild eines bohmis<hen Meisters aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, eines der bedeutendsten Denkmäler der historis<h wichtigen altböhmis<hen Malkunst.

Der Kaiser B überwies fünf Gemälde zu dauernder Aufstellung: Von Ugolino da Siena drei zusammengehörige Tafeln mit den lebensgroßen Halbfiguren der Heiligen Petrus, Paulus und Johannes des Täufers; von einem Florentiner Meister aus der Nachfolge Giottos eine thronende Madonna mit Heiligen; von Giovanni di Paolo eine Kreuzigung; von Masaccio vier kleinere Tafeln mit männlichen Heiligen und von Francisco Goya das Bildnis eines jungen Mönches. :

Der Sammlung der <hristlihen Bildwerke wurde von dem Kunstgelehrten Professor Dr. Sarre seine Sammlung persish- arabisher Altertümer zur einstweiligen Aufstellung im Kaiser Friedrich- Museum als Leihgabe überwiesen. :

Die Gipsabgüsse von Bildwerken des hristlihen Zeitalters wurden aus dem neuen Museum in das Kaiser Friedri<-Museum übergeführt und dort im Kellergeshoß aufgestellt.

Der Generaldirektor, Wirkliher Geheimer Oberregierungsrat Dr. Bode überwies der Abteilung eine Sammlung von 21 wertvollen orientalischen Teppichen aus feinem Besitz. i

Non den Ankäufen sind besonders zu erwähnen: eine große Portallünette in glasiertem Ton von der Hand des Luca della Robbia mit der Madonna zwis<hen anbetenden Engeln und eine bedeutende italienishe Quattrocentobronze, anscheinend ein Werk des Donatello. Es {tellt einen Wandleuchter in Gestalt einer jugendlihen na>ten Frau, die auf einer Muschel steht und mit beiden Händen ein Füll- horn hohhält, dar. Dasselbe wurde dur Erstattung des Kaufpreises vom Kaiser Friedrih-Museumsverein übernommen. Der genannte Verein überwies sieben kleinere Bildwerke zu dauernder Aufstellung.

Die Sammlungen der antiken Bildwerke mußten einen großen Teil des Jahres wegen ihrer Umstellung teilweise geschlossen bleiben. Die hervorragende Bereicherung der Sammlung dur Ueber- weisung von Architekturstü>ken aus Baalbek ist bereits vorher erwähnt worden.

Die Ausgrabungen in Milet wurden dur< den Direktor Dr. Wiegand mit gutem Erfolge fortgeseßt. Für die genannten Aus grabungen mußte wiederum ein beträhtliher Teil der Erwerbungs- mittel der Abteilung verwendet werden. E :

Das Antiquarium siedelte in die früheren Räume der Ge- mäldegalerie, nahdem der Umbau derselben beendet war, Über und befindet si< no< in der Neuaufstellung. An hervorragenden Er- werbungen if zu nennen eine Sammlung ausgezeihnet {<ôner Bronzen aus dem Heiligtume des Zeus in Dodona.

Im Kupferstihkabinett wurde am 6. Juli 1905 eine Aus- stellung von neueren englis<hen Radierungen Steindru>en und Holz- schnitten eröffnet. Am 23; Januar dieses Jahres wurde eine folche der wichtigsten Erwerbungen der leßten Zeit auf dem Gebiete der neueren Kunst eröffnet. i L

An Erwerbungen sind hier zu nennen: Werke älterer Kunst: eine Predella (Altarstufe) beklebt mit 13 altkolorierten Kupferstichen der italienishen Schule 15. Jahrhunderts, Darstellungen aus dem Leben und der Passion Christi. Kupferstihe der deutshen Schule des 15. Jahrhunderts: Israel van Me>enem, Meister des h. Erasmus u. a., zwei unbeschriebene Kupferstiche von Christofano NRobetta, einem Florentiner Kupfersteher vom Anfang des 16. Jahrhunderts; von Francisco de Goya außer einigen Radierungen aht Lithographien von großer Seltenheit, davon zwei Unika. Unter den erworbenen Zeichnungen find zu erwähnen : Meister E. S. (deutscher Kupfersteher von der Mitte des 15. Jahrhunderts) Halbfigur eines Mädchens; Georg Friedrih Schmidt, Bildnis eines Herrn und einer Dame 1745, Pastellzeihnung ; Daniel Chodowiei, ôtel- und Bleistiftzeihnungen ; Francisco de Goya, zwei Zeichnungen.

Werke neuerer Kunst. Men: Lithographien, olz- <hnitte von deutschen Meistern aus der ersten Hälfte des 19. ahr- (On ents: ohann Christoph Erhard, Johann Adam Klein, Gauer- mann, Theodor Hosemann, Adolf S{roedter, Franz Krüger, Gott- ried Schadow u. a. Graphische Arbeiten neuerer deutscher Künstler : Ä von Menzel, eter Halm, Albert Krüger, Max Klinger, Otto Greiner, ilhelm Leibl, S{moll von Eisenwerth, Karl Stauffer - Bern, Wilhelm Steinhausen, Friy Werner, Ernst Mors Geyger, Hans Thoma, Arthur Kampf u. a. Graphische Arbeiten neuerer ausländischer Künstler: James Me. Neill Whistler, Muirhead Bone, C. H. Shannon, Honoró Daumier, Ad. Mouilleron, Auguste Raffet, Edouard Manet, Eugene Carrière, Jan Veth Carl Larsson.

Im Münzkabinett wurde die Ausfonderung der Dubletten der früheren Imhoof-Blumerschen Sammlung antiker griehis<er Münzen weitergeführt und ein erhebliher Teil zur Versteigerung ge- bracht. Die Sammlungen erfuhren eine Vermehrung von 158 griechischen Münzen, 43 rômishen Münzen, 20 orientalishen Münzen, 955 mittel- alterlihen und neuzeitlihen Münzen, 81 Medaillen, 7 Siegelstempel, 4 Medaillenstempel, 1 Bleisiegel und 28 Stü> Papiergeld. Unter den Erwerbungen find besonders zu erwähnen: 1) Großes Gold- medaillon mit dem Brustbilde Alexanders des Großen und einer Nike neben einem Tropaeum, eins der Stücke aus dem unde von Abukir, die dem Münzkabinett als Leihgabe überwiesen find, 2) Kaiser Rudolf 11., ovaler goldener Gnadenpfennig, 3) Georg IL., Herzog von Liegnit-Brieg, und seine Gemahlin Barbara von Brandenburg, gefaßte Medaille, 4) Hermann Graf von Wied, ovale goldene Medaille,