1906 / 231 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Wetterberiht vom 29.September 1906, 94 Uhr Vormittags.

BES E A S Wind #8 B Witterungs Name der |5 22 i Sea 2E s Beobatungs- LEZ ritung, Wetter S S E r L S L Wind- 25 L der legten 25 Z| stärke S S 24 Stunden 4 D mm | | Borkum 770,6 [NW 2 heiter 14,3| 0 [vorwiegend heiter Keitum . . | 768,1 |WNW d wolkig 13,6) 0 | Regenschauer Hamburg . . | 769,1 WSW2 halbbed.| 102| 0 | ziemlich heiter Swinemünde | 764,7 WNW 3 bedeckt | 12,1} 0 | meist bewölki Rügenwalder- | münde . . | 762,6 [WNW d bedeckt |_12,5|_0 | meift bewölkt Neufahrwafser| 761,0 N 2/bedeckt | 10,8 2 [Nachts Niederschl. Memel . | 760,0 |ANW 3 wolkig |__9,8|_2 [Nachts Niederschl. Aahen . . . | 771,6 |NNW 1 Nebel 80| 0 | ziemli beiter Hannover . . | 770,5 [WSW3 wolkig 8,5) 0 | ziemli beiter Berlin... | 767,2 W 4bedeckt |_11,3/_0 | meist bewölkt Dresden . . | 769,2 W 2sbedeckt | 10,6|_0 | meist bewölkt Breslau . . | 766.8 |W 3 \bededckt 10,6| 0 | meist beroölft Bromberg . | 7628| W ödösbedeckt | 11,7| 0 |_meist bewölkt Mey . . .| 771,0 /NO A4\Nebel 44| 0 | ziemli heiter Frankfurt, M. | 771,3 |O 1 Nebel 62/0 | ziemlich heiter Karlsruhe, B. | 771,1 NO 2\wolkenl.| 5,6| 0 | ziemlich heiter München . . 772,0 Wintst. wolkenk.}__3,7|_0 |_tiemlih heiter | | |(Wilhelmshayv.) Stornoway . | 771,8 |W 1/halbbed.|_10,0| _ziemlih heiter | | | | | (Kiel Malin Head | 771,1 |S 1/heiter 8,9| “fend heiter : | | (Wustrow i. M.) Valentia . 767,8 |OND 1 wolkig 125 |__meist bewölkt | | | Königsbg., Pr. Scilly. | (6500 4 heiter 13,3| Nachts Niebersl | G Aberdeen . 771,2 [WNW 1 heiter 8,9) |__meist bewölkt | | | Magd Shields 772,3 W 3hhalbbed.|__6,7|_— Me l | | (Grü "Schl. Holyhead . 70e hte | 78 M | | | | |(Mülhaus., Els.) Isle d'Aix . | 765,9 |O 9 \wolkenl.| 10,8| 0 i eite j | | | (Friedrichshaf. St. Mathieu | 766,1 |ONO 3\beiter 87| 0 Pera heiter | Bamber Grisnez ; 770,8 |ONO 2 /Dunft 11,2 0 Cbimeecat iur (OMN Paris . …_. | 769,8 \/NO 2 heiter 7,2| 0) Vlisfingen . | 772,1 Windst. [Nebel 9,3/ 0| i A... E l'beiter 138/_ 0) Bodoe . . . |_757,0 |[NNW 6|bedeckÆ |__ 2,2 | Chriftiansund | 765,7 |NNW 6 bedeckt O2 D Skudesnes . | 766,1 N 4heiter |_10,6|_2| S . . [763,8 SO llbedeŒ | 105| 0 | estervig ._. | 765,5 |WNW 8 Regen |_12,5| | R Kopenhagen . | 763,7 |WNW sNtena | 127] 0 —— Karlstad . . 763,9 /NW 2beiter 5,0 1 | Stoholm 761,0 NW 4heiter 44/0 pas Wisby 761,3 NNW 6 halbbed. 8,3 2 | Z Hernösand . | 757,9 |WNW 2 wolkenl.| 4,1| 0 Haparanda | 749,5 |N 4 keiter 13! O Niga . . | 757,4 WNW 2 bedeckt 56) 3| Wilna. . .|75886W lsbedeck | 58/ 11| Pinsk 757,6 W 3\bedeckt |_104/_0 | _—_ Petersburg 750,2 WNW 4 beiter 32 F ——_— Wien 769,9 W 2lbeiter 9,3/__0 e LTEN Prag 769,8 |W 1/bededckt 112! 0 | —- Nom . |_768,6 (N 3\wolkenl.| 84 0 | -———— Florenz. . 7605S l1wolkenl| 74 0 | Cagliari 766,8 [NW 2hbeiter 17,6 E S Cherbourg | 769,6 SO ls|bedeck | 118| 0| E T Clermont ___| 769,5 (SW 1|wolkenl.|_ 4,0) 0 __—_—_ Biarriß . . | 766,0 [DSD 2\wolkenl.|_12,8/_0 | —— Nizza 767,6 Windft. [wolkenl. 13,5) 0 | e Krakau . . . | 766,6 |WSW3|bedeck | 108 0 Lemberg ._. | 7642 W 5 bbedeckt 86/0 O Hermanstadt | 770,6 |SO [1|wolkig 28/0 ———— Triest . . . | 768,7 |Windst. |wolkenl.| 124 0 Diitibist, « - | (695 wolli 10 O Livorno . | 768,2 /NO 3\wolkenl.|_13,3/_0 | L BDiarad 771,0 [WSW 1 [wolkig O Helsingfors . | 754,7 |WNW 3 wolkenl. 22 0 | —— E Kuopio _._. | 749,7 /NW 2 wolkenk.| 1,2) 0 Ramin Zürich . . _. |_769,9 /NO 1\wolkenl.| 42| 0 | -— Genf S I Go —__ Lugano . . . | 769,1 |N Iwolfenl.| 7,01 0 | - Sintis . . . | 568,9 /NO 4|wolkenl. 40! “4 Et gp ra A Wid ._._. | 770,5 (W 3shalbbed.| 1000| | R GRDES Warschau . | 762,3 |WNW 2 bedeckt 104 T B Portland Bill' 769,7 ONO 4 wolkig | 13,3! | e E

Deutsche Seerwoarte,

Mitteilungen des Königlihen Aëronautischen Observatoriums Lindenberg bei Beeskow, veröffentlißt vom Berliner Wetterbureau. Drachenaufstieg vom 28. September 1906, 9 bis 104 Uhr Vormitta

Tes 122 m

Seehöhe

erreihten größten Höhe Temperaturzunahme von 2,1 ° Abnahme der Feuttigkeit. ÿ on 24° an und raf

08:

500 m | 1000 m | 1500 m |2000 m | 220m

Temperatur (C t 9,6 7,6 5,6 6,7 6,2 8

Rel. Ftak. (/)| 97 | 7 | 7 | 8 | 2% | 2

Wind-Richtung . | W bis WNW |WNW |WNW|WNW|WNW « Geshw. mps n 1.10 16 12 12 unter 10

wishen 400 und 1300 m Höbe Stratuswolken, darüber bis zur

dhe

Statistik und Volkswirtschaft.

Das endgültige Ergebnis der Volkszählung vom 1. Dezember 1905 für den preußischen Staat und dessen Provinzen.

Die lebte Volkszählung ist mit Rücksicht auf ihre cingehende Aus“ nußung für die wachsenden Bedürfnisse der Verwaltung und Wissenschaft umfangreiher als alle vorhergehenden gewesen. Troßdem kann das Königliche Statistishe Landesamt bereits jeßt, noch niht zehn Monate nah dem Zähltage und kaum aht Monate, nachdem die ausgefüllten Zählpapiere seitens der Kreisbehörden und Magistrate an dasfelbe eingeliefert wurden, deren wichtigste Ergebnisse in der „Statistischen Korrespondenz“ in endgültiger Feststellung bekanntgeben. Nund 400 000 Drts- und Kontrollisten, 8 Millionen Haushaltungsverzeich- nisse und über 374 Millionen Pi arten waren rehnerisch und sachlich zu prúfen und pes durch Nückfragen zu vervollständigen und richtigzuftellen. Zur Bewältigung dieser Aufgabe war ein Arbeits- personal von nicht weniger als 400 Beamten, Bureauhilfsarbeitern, Hausarbeitern und anderen Hilfskräften erforderli.

Da für viele Zwecke der Verwaltung und Wissenschaft eine genauere Angabe über den Umfang der ersten Auszählung von Wert fein dürfte, bringen wir noch folgendes zur allgemeinen Kenntnis : Die Feststellung des Religionsbekenntnisses erfolgte mit Unter- scheidung des Geschlehts für jede Stadt, jede Landgemeinde und jeden Gutsbezirk des preußishen Staates insgesamt für etwa 53000 Ge- meindeeinheiten in nachstehender Gruppierung: I. evangelische Christen: Mitglieder der evangelishen Landeskirche, der evangelis- lutherischen Kirche, der Den Kirche, Alt- usw. Lutheraner sowie Alt- usw. Reformierte; Il. katholische Ch risten: 1) Angehörige der rômish - katholishen Kirche, 2) Rusfish - Orthodoxe, 3) Angehörige der griehis{ch- (orientalisch-) und die der anderen katholischen Kirchen; III. andere Christen: 1) Mennoniten, 2) Baptisten, 3) Angehörige der ap-stolishen Kirche (Irvingianer), 4) Freireligiöse, 5) Chruistlihe und andere Dissidenten, 6) sonstige Christen; 1V. Juden; V. Personen niht christlihen S (ohne Juden); V1. Personen mit unbestimmter An- gabe der Religion; VII. Personen ohne Angabe der Religion. Im Anschlusse hieran sind ferner für jede Gemeindeeinheit und rach den vorgenannten großen Religionsgruppen sowie nah dem Ge- {leckchte ermittelt worden: die Zahl der deutschsprechenden Be- wohner, die Personen mit einer der hauptsählich vorkommenden fremden Muttersprachen, die anderen Fremdsprahigen zu- fammengefaßt, die Gemischtsprachigen und die der deutshea Sprache vollkommen mädhtigen Personen, ferner für die Kreise im ganzen fämtlihe Fremdsprachigen sowie die Personen mit deutscher und einer

fremden Muttersprahe. Weiterhin ist durch die erste Auszählung die

ermittelten

1905 immerhin noch 495 518 Köpfe. Teil auf der neuerlihen Abnahme der übersee infolge deren ein größerer Anteil der männlichen bleibt, sowie anderseits auf der starken, meist Geschlehts bestehenden Vermehrung der Reichsauslä

Die Bevölkerung in den preußishen Provinzen betrug bei den Zählungen von 1875 bis 1905:

Ortsanwesende Bevölkerun g*)

Zunahme (+) oder Abna

Diese Er

aus Per

Die dur(schnittliche jährliche Volkszunahm des leßten Jahrfünfts im preußishen Staate Zu A vorhergehenden niemals zuvor einen fo ho völlig zuverlässige Aufnahmen des Standes der Bevölke gefunden haben, d. h

Staatéangehörigkeit der am 1. Dezember 1905 Personeu, für jeden Kreis nah Stadt Und. Lar Mes

festgestellt worden. Die Ergebnisse der leßten Volkszä j der Staatsangehörigkeit werden emä ebenso wie diese cid die Mutterspra$e Gegenstand eines ausführlicheren Artikels s pel ay eschränken wir uns auf einige besonders wissen8wert; Im preußishen Staatsgebiete sind gezählt worden: Zunahm am am Abnahme S oder 1. Dez. | 1. Dez. ausend deg Standes 1900 | 1905 | über: |durse E Per- ad | hi onen. 5 . 34 472 509/37 29 L davon: 3 324] + 81,83 + bs männliche Personen . , 16 971 425/18 398 903 8 T lan R E FON N ilitarpersonen . 23% 84 948 5 9 Ueberschuß des weiblihen T T Geschlechts... 529659| 495518] 6446| 134

o poährad nam hen Betrag errei f led

cht, seitdem rung statt

. seit der Errichtung des Norddeutschen Bund

Sie betrug aufs Tausend der Bevölkerung im ganzen 5

i in der Zeit L n O0 dagga om is zum

n a R O L, Deiéutber 1871: 69

e 1871 E j „: 4876: 105

. O N 1 z 1880: 11.7

É S L 1885: 75

N L a O 118

L e O N 2 4 OLADOs 124

Die méuihe Bovitterk 1 h t ärt U B.

A rung ha rker zugeno j weiblihe. Der zahlenmäßige Ueberschuß des Weiblichen tee S männlihe Geschlecht hat sich während des leßten Jahrfünfts y 34 141 Personen vermindert, betrug aber in Preußen am 1. Dejenia

scheinung beruht ischen Auswanderung Bevölkerung im Lande tonen männlidn nder.

E

hme (—) aufs

E mit Aiberer oder um abgenommen, das ist aufs Tausend um 251,61 oder 56,3 durchschnittlich jährlich. Demgegenüber betrug während des Jahr- fünfts 1895/1900 die jährlihe Zunahme vom Tausend der Evangelischen 14,0, ter Katholiken 19,5, der anderen Christen 31,3, der Juden 6,6 und der Personen mit anderem oder unbekanntem Bekenntnisse 135 0. Geht man auf frühere Volkszählungen zurück, so ergibt sich, daß betrug

die Zahl der 1871 1885 1895 1905 Evangelishen . . 15988934 18244405 20351448 23 341 502 Katholiken . 8268169 9621763 10999505 183 352 444 anderen Chiiften . 56 928 82 030 119 245 182 533 a L 325 587 366 575 379 716 409 501 Bekenner anderer

Religionen bezro. der Personen mit unbekannter Ne- R A 88 3 697 5 209 7 344.

Noch deuilicher werden die Verschiebungen der einzelnen Religions- gruppen, wenn man ihre Anteile an der Gesamtbevölkerung be- rechnet. Es entfielen nämlich auf tiefe vom Hundert

l 1871 1885 1895 1905 Evangelische . 64,89 €443 63,89 62,59 Rain . 33,06 833,98 3453 35,80 andere Christen |. 0,23 0,29 0,37 0,49

unbekannter Religion haben dagegen

L BILP en: tif Svangelische: Unierte, Lutheraner, R j : 5) KLtEStiTO N, heraner, Reformierte .. a. Röômisch-Katholische b. R R O A ta c. Angehörige der griehis{ch- (orientalis{ch- d anderen fatholischen R E E

3) Andere Christen: a. Mennoniten S c. Apostolishe (Itvingianer) reireligiôse hristlide und andere Dissidenten Sonstige Christen

E +0 4 Ga. S 0

M 00 060 S S E e S E E S E & $50.0 0 d @ E P S E E S S

S R R S

L. Suden T. FV.

ersonen nicht christlicher Religion (ohne Juden).

FFIones mit anderer, unbestimmter Angabe der E

Y. Personen ohne Angabe der Religion

A 02S 0-0 D. S

Staat. Hundert der Bevölkerung in den Sréviciei Ls u | au l La E Zählungsperioden 1 O

1. Dezbr. | 1. Dezbr. | 1. Dezbr. | 1. Dezbr. | 2. Dezbr. | 1. Dezbr. | 1. Dezbr. | 1889 1890 1895 | 1900

1876 | 1880 | 1885 | 1890 | 18% | 1900 | 1905 bis bis bis | bis

| | 1890 | 1895 1900 | 1905

A. Staat . 25 742 404/27 279 111/28 318 470/29 957 367/31 855 15 9 509/27

E Prov nze 11/28 318 470/29 957 367 31 856 123 34 472 509/37 293 324] + h + 6,33 k 8,22 + 818

. Ostpreußen . .| 1856421 1933 936) 1 959 475| 1 958 663| 2 006 689 1 996 626| 2 030 176] 2,45) 50! + 168

d Sade M00 120 12 1 1 R Et t HIS

: : | 1122 330 : 4| 1677 304| 1888 848| 2040 148 + 20,03| '24| + 1261| + 8,

IV. Brandenburg . | 2 157 322| 2 266 825| 2 342 411| 2 541 720| 2 821 695| 3 108 5: L E L E +0

: 2942411 | | 3108 554| 3 531 906| + 8,51| + 11,02| | L 136

V. Pommern . .| 1461 983| 1540 034| 1505 575| 1520 889 1574 147| 1634832| 1684 32 0: L E VI Posen... 74 1 606084) 1703 397| 1715618) 1751 642| 1828833 1887267 1986637 1 210 4 dw +1 320 1 28 VIL Séesien . - .| 3 843 699| 4007 925| 4 112 219| 4 224 458 4 415 309| 4 668 857| 4942611| L 2793| L fol L 821 + 50

: e | | 4 94 Dl ¿ 5

VIII. Gasen ._. . .| 2169 027| 2 312 007| 2428 367| 2 580 073| 2 698 549| 2 832 616 2979221 L 2 L 159 L Lad L 26 IX-Sihlesw.-Holsi 1.073 926) 1127 149 1 150 306) 1219 523 1286416! 1387 968| 1504 248] +- 602 e E n - « - «| 2017 393| 2120 168/ 2 172 702| 2 278 348| 2 422 020| 2 590 939 2 759 544] 4 4/86| + 6/3 ,97| + 66

X1I. Westfalen . . .| 1905 697] 2043 442| 2 204 580| 2 428 661| 2 701 420| 3 187 777| 3 16 l ed 10 XIL. Heffen-Naffau. | 1 467 898| 1554 376| 1592 454| 1664439 1756 802| 1897 981| 2.070 0681 L 4M F L N T 0 X111. Rheinland . .| 3 804381] 4074 000! 4 344 527| 4710 391| 5 106 002! 5 759 798! 6.496 337 Lt E T 29 | &| 3 2 75

XIV. Hohenzollern „.| 66466) 67624/ 66720 66085 65752 66780| 68284 0056| 080 4 156 L I ) mit Einschluß des Kreises Herzogtum Lauenburg, von 1890 ab auch mit Einschluß der Insel Helgoland. E

Dem NReligionsbekenntnisse nah hat im preußi i 7 5 5 n

S taatsgebiete seit dem 1. Dezember 1900 zugenommen O S S 18 128 N e

d. i. aufs Fauend ins pit: tin anderer DEMoaen bezw. / : i :

277% die Zabl der s urch\cniitli ersonen mit unbekannter Religion 0,01 002 00 T En e überhaupt jährlich Das \chnellere Anwachsen der Kopfzabl der Katholiken gegenüber P L E O R » A um um den Evangelischen ist wohl namentlich dem zwishen Preußen Svangelishen . . . . . 15283925 69,85 13,6 einerseits und den süddeutshen Staaten anderseits stattfindenden Katholiken 1238774 102,26 19,7 Bevölkerungsaustaus@e zuzuschreiben. Wenigstens entsprach in s Christen . 43406 311,99 55,8 den legten Jahrzehnten der verhältnismäßigen Abnahme der Juden - 17119 43,79 8,6. Gvangelishen im Königreihe Preußen eine Zunahme dieser in

Baden, Boyern, Württemberg und vor allem in Elsaß-Lothringen, während bei den Katholiken genau das Umgekehrte R Es liegt daher die Vermutung nahe und dürfte sich dur die weiteren Feststellungen für sämtliche deutshe Bundesstaaten bestätigen, daß diese Entwicklung noch fortbesleht. Daneken trägt es allertings auch zur Grböhung des fkatholischcn Bevölkerungsanteils bei, daß die natür'ihe Beoölkerungszunahme der überwiegend dem fkatholishen Bekenntnisse angehörenden polnishen Bestand‘eile stark ist, sowie

. ferner, daß die

ch stetig rermebrenten Reichzautländer in der großen

Mehrzakl Katholiken sind. Ihre Eesamtzahl belief fich 1900 in Preußen auf 368288 Köpfe (eins{[. 285 Berionen E Staats- angehörigfeit bezw. ohne - deren Angabe), daçezen 1905 \{hon auf 926 122 (einschl. 1248 wie vor), darunter 357 970 Katholiken. Ferrer kommt in Betracht, daß die preußische, auf der Reise befindlide Schiffé- bevölferung namentli der ganz überwiegend evangelischen Küsten

bevölkerung entstammt.

Der auf die Juden entfallende Anteil hat

ih im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung beständig vermindert; er betrug 1880 13,33 v. T., 1885 12,94, 1890 12,42, 895 11,92, 1900

11,38 und 1905 nur 10,98 v. T.

Die geringe Zunahme der Juden

an Kopfzahl berubt wohl hauptsählich auf Auswanderung sowie auf

den zablreihen Uebertritten zu anderen Bekenntni

-

sen.

Die Verteilung der einzelnen wihtigeren Bekenntnisgruppen und deren Zunahme aufs Tausend der ortéanwesenden Bevölkerun Staats ift für 1900/1905 der folgenden Uebersicht zu entnehmen. Es wurden in Preußen dem Religionébekenntnisje nah gezählt:

Fünfjährige Zunahme (+

i de L: ter 1905 1 männlihe weibliche Personen Personen ¡usammen 11467491 +- 11874011 23 341 502 6 622 036 6712729 13334765. 479 352 831 10 387 6461 16 848 6 632 902 6719542 13352 444 6 785 7 075 13 860 19 074 23 296 42 370 20 960 24 694 45 654 6 486 4518 11 004 29717 21 359 51 076 7 940 10 629 18 569 90 962 91 571 182 533 202 109 207 392 409 501 364 38 402 4 105 154 5 679 970 293 1 263

am

. Dezember 1900

überhaupt

21 817 577

12 103 476 284

9 910 12113 670

13 876 38 143 32 215 8 400 27 679 18 814 139 127 392 322 739

6 984 2 090

oder

Abnahme (—)

aufs

e

I ++1++++| ++

Tausend 69,85

leßten Volkszählung if durch eingehende Vorschriften in der Bei ding zur Ausfüllung der Frage nah dem Religionsbekenntnis der Nersuch gemacht worden, festzustellen, inwieweit die Bevölkerung quf die feinere Unterscheidung der besonderen Zugehörigkeit zu den ein- glnen evangelishen Kirhengemeinshaften noch Wert legt. Dabei hat ih berausgestelt, daß diese Unterscheidung in der oßen Masse der Bevölkerung verloren gegangen i und i nur die Zugehörigkeit ¡u dem evangelishen Christentum zum Ausdruck gebraht worden ist. Dementsprehend wird daher voraus- htlich auch bei künftigen Volk3zählungen die Fragestellung nah dem Religionsbekenntnifse vereinfaht werden. Aus dem gleihen Grunde fann bier nur die Gesamtziffer der Evangelischen mitgeteilt werden.

Mie bei der Gesamtbevölkerung, so üÜberwiegt das weiblihe Ge- {let au bei den meisten Religionsgemeinshaften; lediglich bei den Russish-Orthodoxen, den Angehörigen der griehis{-(orientalisch-) und der anderen katholishen Kirchen, den Freireligiösen sowie den

Verteilung der preußischen Bevölkerung

in den Provinzen

| N uetunie

cristlihen und anderen Dissidenten ist das Gegenteil der Fall. Ungewöhnli Volkszählungsjahrfünfts L S und anders Katholischen sowie die christlihen und anderen

enten. in unserem öftlihen Nachbarreiche, das legtere inneren kirherpolitishen Bewegungen zuzuschreiben sein. Etwas zurückgegangen ist nur die Zahl der Mennoniten und die der sonstigen Christen. 1 sonstiger nit christlihec Religionen sind unter anderen gezählt worden : On, Buddisten, Mohammedaner, Schiiten, Sunniten, Feuer- anbeter usw,

en während des letzten

stark - Orthodoxen nebst den

zugenommen die Russi Das erstere dürfte eine Folge der politishen Unruhen

Zu den Bekennern

Ueber die Verteilung der preußishen Bevölkerung in den Jahren

1895 und 1905 nach dem Religionsbekenntnisse auf die einzelnen

rovinzen gibt die hierunter weiter folgende Zusammenstellung

em Religionsbekenntnisse

nah d 1895 und 1905,

Auf 1000 ortsanwesende Personen kamen Staat. am 2. Dezember 1895 am 1. Dezember 1905 Provinzen. Evange- Katho- | Andere Andere | Gyange- | Katho- | Andere | Andere lische lis Christen | Juden und lif (if Ghriste | Juden und

| Ee Men | unbekannt ische ische zal | unbekannt

A. Staat. 638,88 | 345,30 3,74 11,92 0,16 625,89 358,04 4,89 | 10,98 0,20

B. Provinzen. | |

T E s eo 853,01 | 132,88 6,91 7,16 | 0,04 847,49 137,03 8,76 | 6,68 0,04 11. Westpreußen . . . 469.79 | 507,35 9,28 13,54 0,04 465,80 514,43 9,90 | 9,83 0,04 111. Stadtkreis Berlin 847,09 | 92,63 8,10 51,36 0,82 830,95 109,77 9,38 48,47 | 1.43 V, Branbenbura .. - » 947,86 | 41,91 3,47 6,52 0,24 916 84 65,29 6,10 | 11,45 | 0,32 V. Poel ¿X «9 968,61 20,16 SA 7,41 0,04 959,76 29,81 4,65 | 1 4 0,05 E Doe e e 306,10 | 671,09 0,91 21,89 0,01 304,69 678 51 1,46 | 15,32 0,02 yII. Slesien 447,22 | 540,11 S0 1008 | 0,04 429,00 559,50 1,99 | 9,48 0,03 V Ca e o 925.07 | 69,50 2,40 | 2,91 0.12 916,38 77,49 3,39 | 2,70 0,08 IX. Stleswig-Holstein . . 975,33 | 18,80 | 2,56 | 2,88 0,43 966,95 | 27,41 3,21 | 2,06 0,26 R Qn ape 862,29 | 128,59 218 | 6,22 | 0.12 855,88 | 134,64 3,70 9,65 O15 X1. Westfalen . . 4041 | 91059 | 3,02 | T6 | 0,05 479,10 | -, DIO¡OT 9,10 9,74 | 0,05 I. Hessen Nalau ¿ = + ¿ 693,76 | 274,79 5,08 | 26,03 | 0,34 686 00 | 283,02 6,49 | 24,16 | 0,33 T Nea. o o 279,52 | 707,04 3,68 | 9,60 0,16 291,72 | 694,81 4,71 SOEI 0,15 V. OONenioUe «e 38,97 | 952,18 | 0,09 | 8,76 | 4452 | 943,57 | 0,01 | 6,87 | 0,03.

Danah waren am 1. Dezember 1905 die Evangelischen verhältnis- mäßig am zahlreihsten in Schleswig-Holstein (966,95 v. T), Pommern (959,76 v. T.), Brandenburg (916,84 v. T.), Sachsen (916,38 v. T.) und Hannover (855,88 v. T.), dagegen die Katholiken in Hohenzollern (948,57 v. T.), Rheinland (694,81 v. T.), Posen (678,51 v. T.), Sthlesien (559,50 v. T.) und Westpreußen (514,43 v. T.). Dabei ist bemerkenswert, daß die Evangelischen im Staat#gebiete gleihmäßiger verteilt sind als die kfatholishe Bevölkerung, welche vorzugsweise in den östlihen und westlihen Gebieten angehäuft ist. Die Juden sind näbst der Reichshauvtstadt (48,47 v. T.) am häufigsten in Hefsen- Nafsau (24,16 v. T.), Posen (15,32 v. T.) und Brandenburg (11,45 v. T). Vergleicht man die Zu- bezw. Abnahme der Angehörigen der einzelnen Religion8gruppen während des leßten Jahrzehntes în den Provinzen, so ergibt sich, daß entspreWend dem Staatsdur{schnitt in fast allen von ihnen auch die Anteile der Evangelischen kleiner und diejenigen der Katholiken größer geworden find. Eine Ausnahme macht neben Hohenzollern nur Rheinland, wo tem Anwachsen der Evangelishen jedesmal ein Abnehmen der Katholiken entspricht, während in Westfalen die Ziffern fast unverändert sind. Die Zahl der Juden ist in allen Landesteilen verhältnismäßig geringer geworden, mit Ausnahme der Provinz Brandenburg, wo sie von 6,52 v. T. am 9. Dezember 1895 auf 11,45 v. T. der ortsanwesenden Bevölkerung am 1. Dezember 1905 gestiegen ist, entsprehend der stärkeren Zu- nahme der in den Vororten und der weiteren Umgebung Berlins wohnenden Juden.

Handel und Gewerbe.

(Aus den im Reichsamt des Innern zusammengestellten „Nachrichten für Handel und Industrie“.) Rußland.

Annahme von Zinsscheinen der Schaßscheine, deren Termine abgelaufen sind, bei Zollzahlungen, Laut Mikt- teilung der besonderen Kanzlei für Kreditangelegenbheiten hat der Finanzminister verfügt, daß Zinsscheine von Schaßscheinen, deren Termin abgelaufen ist, bei Zollzahlungen anzunehmen find. (Zirkular des Zolldepartements vom 17. August 1906, Nr. 19 603.)

Das Hotelgewerbe in Japan.

Seitdem Japan in der ganzen Welt bekannt geworden ist, mehrt #ch auc die Zahl der fremden Besucher sichtlih, und man beginnt in japanishen Kreisen sh bewußt zu werden, daß die Fremdenindustrie eine neue große Einnahmequelle für das Land werden kann.

Die Zeitung „Chugai Shogyo“ gibt über den Reisendenverkehr folgende interessante Angaben, und zwar unterscheidet sie orientalische Reisende (aus den umliegenden Ländern China, Korea usw.) und occidentale Reisende (aus Guropa und Amerika).

Gs sind in Japan angekommen : : Drientalen Occidentalen Zufammen

1902 . 4950 3759 13 709 1903 6418 8810 15 228 1904 8621 6026 14 647 10 9237 7293 16 530 1906 (bis April) 4426 4516 8 942.

Die vorstehenden Zahlen zeigen bei Orientalen eine stete Zu- nahme bis 1905. Die starke Zunahme in 1903 is auf die große Ausftellung in Ofaka zurücfzuführen. Im Jahre 1904 zeigt ih in der Gesamtziffer ein Ausfall infolge des Krieges. Im Jahre 1906 ist die Zahl der Reisenden beider Kategorien fast glei stark. Ueber- dies zeigen die ersten vier Monate dieses Jahres schon eine Zunahme um die Hälfte, verglichen mit dem Vorjahre. Bei gleih fort- shreitender Zunahme dürfte für 1906 der Fremdenbesuch etwa 80 °/o größer sein als im Vorjahre. :

In den Monaten Fanuar bis April 1906 waren unter den orientalishen Reisenden 90 9/6 Chinesen. Unter den occidentalen Be- suhern waren etwa 1200 Amerikaner, 1100 Nussen, 1009 Engländer, 300 Deutsche, 300 Franzosen usw. : :

Interefsant ist eine Statistik, welhe das japanische Finanz- departement kürzlich herausgegeben hat und welche besagt, wieviel Geld die Reisenden durhshnittlich in Japan verausgaben. Es {äßt das von den Touristen in Japan zurückgelassene Geld im Jahre 1903 auf 18700 000 Yen (1 Yen = 2,09 4), 1904 auf 15 600 000 Yen, 1905 auf 18 000 000 Yen, 1906 (Januar bis April) auf 10 400 000 Yen. Der Durchschnitt der Ausgaben (für Hotels, Einkäufe von „Naritäten“ und Modernem usw.) ist ausgerechnet für einen orientalishen Besucher auf 736 Yen, für einen occidentalen Besucher auf 1823 Yen. Für 1906 dürfte also für das Land auf eine Einnahme von etwa 30 Millionen Yen gerechnet werden.

__ Es ift fast unnôtig hervorzuheben, daß das Hotelgewerbe in Japan überaus gute Zeiten hat. Die Preise in den Gasthöfen haben sh in wenigen Jahren verdoppelt und verdreifaht. Im Innern zahlt der Reisende für geringe Verpflegung in europäischer Kochart, bei sehr mäßigem Komfort, 15—20 Fr. pro Tag, in den Hafenstädten Yokohama und Kobe muß der Fremde für Essen und Zimmer in den sog. Hotels ersten Ranges 25—30 Fr. rechnen.

Dolmetscher,

Gegen Ausbeutung der Reisenden dur die Führer, ulis, Verkäufer, moderner „Antiquitäten" 2c. wird in jüngster Zeit

in allen Zeitungen energishe Abbilfe verlangt. Man erfährt jeßt au, daß es polizeilihe Vorschriften über die Fremdenführer gibt, die die Fremden {ügen sollen. Diese Vorschriften, wie sie in Yoko- hama z. B. in Kraft find (in den anderen Präfekturen foll es ebenso sein), sind recht ausführlih; fie enthalten 19 Artikel etwa folgenden Inhalts: Die Fremdenführer haben si bei der Polizei zu melden, Alter usw., Höhe ihrer Lohnforderung, die fremde Sprache, die sie beberrscken, anzugeben und Schulzeugnisse betjubringen (Art. 2 und 3). Schwerbestrafte Personen, Säufer, Irrsinnige, zanksücbtige Leute bes kommen feine Konzession (Art. 7). Es ift ihnen verboten : 1) höhere Forderungen auf Tagelohn usw. zu stellen, als ter amtliche Tarif ibnen erlaubt; 2) sich für Geschäfte, die sie vermitteln, Provisionen auszahlen zu lafsen; 3) Touristen zu Einkäufen zu nötigen, und 4) in \{chmußzigen Kleidern zu erscheinen.

Der Führer hat dem Touristen einen Tarif zu übergeben, aus dem hervorgeht, wie viel er zu beanspruchen hat, und in dem die vor- stehenden Verbote abgedruckt sein müssen. Di? Führer sollen eine Gilde bilden, einen Obmann wählen; Führer, die gegen die Vor- schriften handeln, sollen bestraft werden usw.

Diese Vorschriften bestehen in Iapan seit dem 1. April 1903, ohne daß jemand davon etwas wußte. Erst jeßt werden sie in den Zeitungen in einer europäishen Sprache veröffentliht, im „Japan Herald“ vom 6. Juni. (Schweizerishes Handel3amtsblatt.)

Eisenbahnbau auf dem philippinischen Archipel.

Kürzlich ift es endlih gelungen, den {on seit dem Jahre 1902 in Aussicht genommenen Bau von Eisenbahnen auf dem philippini- hen Archipel zu vergeben. i

Die erste Ausschreibung fand am 12. Juni v. I. ftatt. Die von der Regierung aufgestellten Bedingungen waren jedoch fo scharf, daß sie sich im Dezember v. J. veranlaßt sah, ihre Forderungen wesentlih einzushränken. Zu dem auf den 20. Januar d. I. fest- yesezten Anmeldetermin gingen nur drei Gebote ein. Zwei waren von dem Bankhause Speyer & Cc. und das dritte von einem Syn- dikat eingereiht, das sich aus den Firmen William Salomon & Co,, Cornelius Vanderbilt, der Baufirma I. G. White & Co., Charles M, Swift, der Jaternational Banking Corporation, G. R. Wilfon u. Heidelbah, Ickelheimer u. Co. zusammensegte. Die Einigung mit diesem Syndikat kam, nahdem die Regierung in_einigen Punkten E batte, verhältnis8mäßig ras zustande. Schon am 28. Mai d. X wurde von der philippinishen Kommission das Gesey erlafjen, das der Gesellschaft, die unter dem Namen Philippine Railway Com- pany nah den Gesezen des Staates Connecticut organisiert ist, die dauernde Konzession zum Bau und Betrieb von Eisenbahnen auf den Inseln Panay, Negros und Cebu erteilt.

Für den Bau von Eisenbahnen auf den Inseln Samar und Leyte waren keine Angebote eingegangen.

Die Verhandlungen mit dem Hause Speyer u. Co. nahmen längere Zeit in Anspruch. Da die Regierung in den zahlreichen Streitfragen anfangs auf ihren Forderungen beharrte, sien eine Zeit lang die Möglichkeit einer Einigung aus8geshlofsen, bis die Negie- rung \chließlich unter dem Drucke der Verhältnisse, da kein weiteres Angebot vorlag, sich zum Nachgeben ents{loß. Am 2. Juli d. E, erhielt dann die Firma Speyer u. Co., die eine Korporation unter dem Namen Manila Railroad Company gegründet hat, die dauernde Eisenbahnkonzession für Luzon. - i

Die Manila Railroad Company übernimmt die von der gleich- namigen englishen Gesellshaft betriebene Bahn Manila—Dagupan mit sämtli&en Nebenbahnen und verpflichtet si, die im Bau be- findlihen Strecken fertig zu stellen, sowie etwa 421 Meilen neuer Bahnen zu bauen. Hierdurch sollen einerseits die wihtigsten Handels- plâße in den Provinzen Rizal, Pampanga, Tarlac, Pangasinan, Union an das Hauptnes Manila—Dagupan angeschlossen werden, anderer- seits die fruchtbaren Provinzen Cavite, Laguna, Batangas, Tayabas, Camarines Sur und Albay Eisenbahnen erhalten.

Die Gesellschaft gibt sämtlihe Ansprüche, die sie als Rehtsnach- folgerin der englischen Gesellschaft gegen die Regierung der Ver- einigten Staaten, die philippinishe Regierung, Provinzen und Ge- meindewesen hat, insbesondere einen Anspruch von 1515 000 Doll.

egen die Vereinigten Staaten wegen Beschädigungen zur Zeit des rieges und der Insurrektionen und durch Räuberbanden auf.

Die Manila Railroad Co. erhâlt keine Regierungsunterstüzung, während der Philippine Railroad Co. von der philippinishen Re- gierung für die Dauer von 30 Jahren 4 °/6 Zinsen auf 95 °/9 der ge-

Den beiden Gesellschaften steht das Ret zu, Regierungsland in einer Breite von 100 Fuß für ihren Schienenweg zu benugen, ebenso das für den Bau von Bahnhöfen, Maschinenschuppen, Waren- häusern, Werkstätten usw. erforderlihe Regierungsland in Anspruch zu nehmen.

In den beiden Konzessionsakten ist darauf hingewiesen, daß soweit wie tunlih philippinishe Arbeiter herangezogen werden und daß das für den Bau verwandte Material von guter Beschaffenheit sein muß. Die Eisenbahnmaterialien haben zollfreien Eintritt; die Manila Railroad Co. hat außerdem für die an ihre Bestimmung ankommenden Siffe, deren Frahtgut nur aus Eisenbahnmaterialien besteht, Freiheit von den Hafenabgaben erwirkt.

Die Gesellschaften sind von Steuern jeder Art befreit. Anstatt dessen haben sie in den ersten 30 Jahren #°/%, in den folgenden 50 Jahren 14 9/6 und în den weiteren Jahren einen von der Regie- rung festzusezenden Prozentsaß ihres Rohverdienstes zu zahlen.

Columbien.

Paßiwang für Ausländer. Laut Gesezesdekrets Nr. 38 vom 14. Juli d. I., betreffend die Hafenpolizei, haben alle Aus- länder bei ihrer Ankunft in einem columbishen Hafen, falls sie landen wollen, einen von dem columbishen Gesandten oder Konsul des Landes oder Hafens ihres legten Aufenthalts vorschriftsmäßig beglaubigten Reisevaß bei sich zu führen. Der Reisepaß muß An- gaben über die Nationalität des Ausländers, dessen Stand, Vor- leben und Führung enthalten. Ist ein Reisender verdächtig, daß er die öffentliße Ordnung gefährdet, so soll ihm die Landung ver- weigert und er gezwungen werden, mit demselben Schiffe, mit dem er angekommen, wieder zurückzugehen. Ebenso wird verfahren, wenn die Au3weizpapiere nit cinwandsfrei ersheinen. Verboten ift ferner die Landung solcher Personen, die nah Gutachten des Hafenarztes mit einer ansteckenden Krarkheit behaftet sind. Bis zum Bekanntwerden der vorstehenden Bestimmungen können Einwanderer und Ausländer im allgemeinen in den columbishen Häfen landen, aber nur unter einer nach Gutachten der B und Hafenbehörden ausreihenden Haftpflichterklärung der betreffenden Konsuln.

Das Dekret ist mit dem Tage der Veröffentlihung im Diario Oficial îin Kraft getreten. (Diario Oficial vom 19. Juli 1906.)

Wagengestellung für Kohle, Koks und Briketts am 28. September 1906:

Nuhrrevier Oberschlesishes Revier Anzabl der Wagen Gestellt . 19 165 6 534 Nicht geftellt 2 505 1 463.

Das Auguftheft des im Reihsamt des Innern herausgegebenen „Deutschen Handels-Archivs“, Zeitshrift für Handel und Ge- werbe (Verlag der Königlichen Hofbuhhandlung von E. S. Mittler u. Sobn, Berlin SW. 68, Kochstraße 68—71), enthält in seinem Geseßz- gebungsteil u. a. Abänderungen der belgischen Gesezgebung über die Ge- werbesteuer der Versicherer und Aktiengesellshaften, das österreihische Geseß über Gesellschaften mit beshränkter Haftung nebst der zur Durhführung der steuerrechtlihen Bestimmungen ergangenen Verordnung, den russis{- rumänischen Handelsvertrag vom 24. Februar (a. St.) 1906 und den italienishen Allgemeinen und Vertragszolltarif. Von leßterem hat der Verlag auch eine Sonderausgabe zum Preise von 1,80 M ver- anstaltet. Im statistishen Teil ist Ausführliches über den Außenhandel und die Schiffahrt Spaniens im Jahre 1904 mitgeteilt. Handels- berihte der Kaiserlihen Konsuln liegen vor aus Dedeagatsh, Korfu, Piräus, Spezia, Calcutta, Vokohama (Ueberblick über Japans Außen- handel im Jahre 1905 im Vergleich mit den beiden Vorjahren), Wutschau, Kapstadt (Außenhandel im Jahre 1905), Mazagan, Rabat und Ciudad Bolivar.

Die Lieferung von 60 000 Stück Glühkörpern ist von der Königlihen Eisenbahndirektion zu Königsberg i. Pr. ausgeschrieben worden. Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen an das Nehnungsbureau der Eisenbahndirektion bis zum 10. Oktober 1906 einzusenden. Zuschlagsfrist bis 7. November 1906. Die Lieferungsbedingungen liegen im Verkehrsbureau der Korvoration der Kaufmannschaft von Berlin Neue Friedrih- straße 54 1 zur Einsicht aus.

Ueber eine Firma in Kiew, die ein sogenanntes Handels- museum bezw. Musterlager gegründet hat und neben der Herausgabe einer Handelszeitung zablreihe Muster deutsher Firmen für besagtes Museum zu gewinnen trachtet, sind der Berliner Handelskammer vertraulihe Mitteilungen zugegangen. Interefsenten erfahren bierüber Näberes möndlih im Verkehrsbureau der Handelskammer. Näheres auch im Zentralbureau der Korporation der Kaufmannschaft, Neue Friedrichstraße 51 T, an den Werktagen wischen 9 und 3 Uhr.

Der Verein ostdeutsher Holzhändler und Holz- ndustrieller, Sig Berlin, wird auf Einladung seines Zweigvereins ¿Salhhsen (umfassend Provinz Sachsen nebst dem Herzogtum Anhalt und Königreich Sachsen) seine diesjährige XIT. Generalversamm- lung, zu der auch Gäste zugelassen sind, am 7. und 8. Oktober in

Halle a. S. abhalten. Die Hauptversammlung beginnt am Montag, den 8. Oktober, Vormittags 94 Uhr, im großen Sitzungssaale der Handelskammer. Auf der Tagesordnung

stehen außer dem Jahresbericht u. a. zur Verhandlung: Der Fracht- urkundenstempel. Die allgemeine ministerielle Verfügung Nr. 10 vom 6. März 1906, betreffend den Holzverkauf in den fiskalischen Forsten. Der Geseßentwurf, betreffend die Siherung der Bauforde- rungen. Oertlihe Vereinigungen zum Schuße gegen unlauteres Ge- baren von Bauunternehmern. Die Besteuerung des Holzeinkaufs deutsher Firmen in Oesterreih. Die Undurchführbarkeit der Holz- verzollung gemäß Teil II1, Ziffer 4 der amtlihen Anleitung für die Zollabfertigung.

Der 11. Internationale Handelskammerkongreß in Mailand nahm auf Grund einer im Auftrage der Aeltesten der Kaufmannschaft von Berlin verfaßten Denkschrift über Vereinheit- lihung des Wechselrehts eine Resolution an, die in An- erkennung der Vorteile und der Notwendigkeit einer Unifikation des Wechselrechts die Einleitung internationaler Verhandlungen seitens der Regierungen fordert.

Der soebea erschienene I1. (statistishe) Teil des Jahre s8- berichts des Vereins für die bergbaulihen Interessen im Oberbergamtsbezirk Dortmund für das Jahr 1905 ent- hâlt in übersihtliher Anordnung eine Fülle interefsanten s materials. In dem 1. Abschnitt wird des näheren die Kohlen- produktion in Deutshland und den anderen wihtigen Gewinnungs- ländern behand:lt. Die gesamte Kohlengewinnung der Welt im Fahre 1905 if auf 920 Millionen Tonnen zu \chägen, während die des Vorjahres sih auf 886 Millionen Tonnen belief. Der 2. Abschnitt des Berichts enthält insbesondere Angaben über den Kohlenverbrauh insgesamt und auf den Kopf der Bevölkerung. Ein weiterer Ab- schnitt behandelt den Kohlenabsaß, zunähst für den Ruhr- bezirk. Das Hauptabsatgebiet für die Steinkohlen des Ruhrbezirks

samten Baukosten garantiert werden.

Erstece Gesell|haft hat 12 Monate, leßtere 6 Monate Zeit, um von einem von dem Generalgouverneur zu bestimmenden Termin ab die notwendigen Vermessungen, Pläne und Kostenanshläge zu machen. Diese sind dem Generalgouverneur vorzulegen, der die end- gültige Entscheidung über die einzuschlagenden Wege trifft. Ec wird dabei von einem von der Regierung mit einem jährlihen Gehalt von 24000 P. angestellten Eisenbahnsachverständigen unterstüßt. Der Saqversländige ist gleichzeitig dem Generalgouverneur und dem Sekretär für Handel und Polizei zugeteilt. Er ift in allen die Eifen- bahnen auf den Philippinen betreffenden Fragen zuzuziehen und hat die Aufsicht über den Bau und Betrieb aller Bahnen.

Die Spurweite der Bahnen ist 3 Fuß 6 Zoll (etwa 1,0668 m).

bilden Rheinland und Westfalen, die nahezu 70 °/9 des Gesamt- versandes aufnehmen. In dem Kapitel „Ein- und Ausfuhr“ wird ein Bild von der Gestaltung des internationalen Steinkoblenhandels gegeben. Als hauptsächlihstes Ausfuhrland etscheint Großbritannien. Der Abschnitt „Marktlage“ enthält neben den Berichten der Verkaufs- vereine Angaben über die Prei8gestaltung für Kohlen, Koks und Briketts sowie für verschiedene Eisensorten an den wichtigsten deutschen Pläzen. Aus dem Abschnitt „Verkehrswesen" i zu ersehen, daß im Jahre 1904 der Anteil des Kohlenverkehrs an dem Gesamtgüterverkehr auf den deutschen Eisenbahnen 42,20 gegen 42,89 %/ im Vorjahre betrug. Im Schlußabschnitt wird eine Statistik über die Entwicklung der Arbeiterzahl und des