1886 / 86 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

nährung und Muskelbewegung vertraut, beobachten die wundersamen Funfktioncn des Gehirns und der Nerven, um dann, nachdem wir so die Beschaffenheit und innere Thätigkeit des menschlichen Körpers und Geistes klar erschaut haben, in dem folgenden Theil zur Geschichte des Menschengeshlechts übergeführt zu werden. Professor Dr. Ranke hat den reihen wissenschafstlihen Stoff, den er dem Leser bietet, nicht nur in volksthümlicher, jondern auch in einer, jedem Gebildeten inter- cf\anten Weise darzustellen verstanden. Die zahlreichen, überaus sauber, zum gr: Fen Theil in Buntdruck ausgeführten Jllustrationen erleihtern wesentlich das Verständniß der Anthropologie und ein alphabetishes Sachregister den praktishen Gebrauh. Der zweite Band des großen Sanmelwerks reiht sich in Gediegenheit des In- halts und Eleganz der Ausstattung dem ersten ebenbürtig an und läßt erwarten, daß das ganze Werk eine allgemeine Naturkunde werden wird, wie sie die Literatur bisher noch nicht aufweisen kann.

Im Verlage von J. H. Maurer-Greiner, Hofbuchhändler, Berlin, erschien in vierter Auflage cine kleine Volks\chrift, betitelt : „Lebensmuth und Todesfreudigkeit, ein ernstes Wort an deutsche Männer im Waffenrock wie im_Friedenskleide“, von G. Huyssen, Konsistorial-Nath und Militär-Oberpfarrer. Das kleine Buch verfolgt den Zweck, gegen einen tiefen Schaden in den bürger- lichen wie militärisen Kreifen unsercr Nation in gemeinverständlicher Weise die ernste Stimme cristlicher Mahnung und Warnung zu er- heben, nämlich den Selbstmord, der leider in unseren Tagen immer häufiger vorkommt. Derselbe wird hier, im Gegensaß zu der im ersten Theile des Schrifthens kurz beleuchteten freudigen Hingabe des Lebens im Kampf für das Vaterland und die höchsten Güter des Menschen, als eine des Mannes unwürdige Muth- losigkeit und Mattherzigkeit dargestellt, vermöge deren einer das ihm von Gott geschenkte Leben wider Gottes Willen aus felbstsüchtigen Rücksichten seinem Vaterlande, sciner Familie und seinem Berufe entzieht und es gewissenlos, ohne an scine und der Seinigen Zukunft zu denken, zerstört, sobald ihm irgend eine MWiderwärtigkeit des Lebens das Sterben leihter erscheinen läßt, als das ernste, felbstverleugnende Kämpfen, Ringen und Dulden. Es steht zu hoffen, daß das Schrifthen, welches auf dem Grunde christ- liher Let ensanschauung, von jeder konfessionellen Meinungsverschieden- beit unberührt, in allgemein gültigen sittlichen Ideenkreisen sich bewegt, vielleicht, wenn cs in unserm Volke zu zablreiher Verbreitung käme, dahin wirken könnte, die absolute Verwerflichkeit und Unmännlichkeit des Selbstmordes mehr zur allgemeinen Kenntniß zu bringen und fo manchen davon abzuhalten. Die in so kurzer Zeit nöthig gewordene vierte Auflage beweist am besten, daß die kleine Schrift Aufmerksam- feit verdient und lesenswerth ist. In Bezug auf die Massenverbrei- tung des Schrifthens sei bemerkt, daß dasselbe, welches im Einzel- verkauf 60 «4 kostet, in Partien zu billigerem Preise abgegeben wird, nämlich 50 Eremplare zu je 50 -, 100 zu je 40 -.

Das im Herbst mit großem Beifall aufgenommene Buch: „Unter der Kriegsflagge des Deutschen Reichs“, von dem Kaiserl. Marinepfarrer P. G. Heims hat erfreulicher Weise in der jeßt im Verlage von Ferdinand Hirt u. Sohn in Leipzig erschienenen „zweiten Reise“: Kreuzerfahrten in Oft und West, Bilder und Skizzen von der Reife Sr. Majestät Kreuzer-Korvette „Nymphe“ (April 1884 Oktober 1385) eine Fortseßung erhalten (Preis geb. 8 H, geheftet 6 M). Nach einer idyllishen Einleitung „Haideerinnerungen“ führt uns der Verfasser an den Küsten der Ostsee umher, dann durch die Nordsce nah England, weiter durch den atlantischen Dzcan nach Brasilien und anderen südamerikanishen Ländern, nach Jamaika, Kuba und den Bermudas, dann nah Nord-Amerika und über die Azoren und Spanien nah der Heimath zurück. Der Verfasser hat mit \charfer Beobachtungsgabe auf seinen Kreuzfahrten alles Interessante gesammelt und in abwechselungsreichen Skizzen in der fesselndsten Weise wieder- gegeben. Er verbindet mit reichem Wissen, tiefem Gefühl und wohl- thuender Vaterlandsliebe cinen ansprehenden Humor und erweist sich auch in diesem Buche als cin Meister veran\haulihender populärer Darstellung. Die vornehm ausgestattete „zweite Reise“ wird cinen ebenso großen und dankbaren Leserkreis finden, wie ihn die erste gefunden hat. 4, __— eWeimar - Album." Blätter der Erinverung an Carl August und seinen Musenhof. Eine geschihtlihe Schilderung von August Diezmann. Mit vielen Stahlstich-Zllustrationen. In 12 Heften zu je 75 H. Leipzig. Schmidt u. Günther. 1. Heft. Seit hundert Jahren waren die Blicke Deutschlands, ja Europas, auf Weimar gerichtet, anfangs mit einer gewissen selbst spöttelnden Neu- gierde, fpâter mit immer steigender Bewunderung, Man wallfahrtete dahin feit den Tagen Amaliens, und unter Carl August konnte Niemand Anspruch auf den höchsten Grad der Bildung machen, wer nicht in den Weimarischen Kreisen, am Hofe oder im Hause Goethe's geweilt hatte. Die Stadt Weimar galt damals unbedingt für die geistige Hauptstadt des Deutschen Reichs, und noch heute zieht es Tausende zu den von den Genien der größten deutschen Dichter ge- weihten Stätten. In dem verdienstvollen Werke, welches die Ver- lagshandlung in einer billigen Prachtausgabe herausgiebt, finden si in künstlerischen Stahlstichen die Bildnisse der edlen Herzoglichen Familie fämmtlicher Dichter und bedeutenden Geister, die in Weimar lebten und wirkten. Aber auch ihre Heimstätten und die Lieblingsorte, wo sie gern weilten und ihre unsterblihen Werke erdachten, sind nicht vergessen, Das N E L cin Gemeingut des deutshen Volks zu werden, und der illige Preis (pro Lieferung 75 K) des vornech Prachtwerks - N G bie Michaffung, ] K nehmen Prachtwerks er

Das April-Heft der „Internationalen Revue der gesammten Heere und Flotten“ hat folgenden Inhalt : Form und Geist. Betrachtungen über die niedere Truppenführung der Infanterie. Von Freiherr von der Golß. Einige Bemer- fungen über die Lage der modernen Festungen gegenüber der heutigen Artillerie. Von Oberst-Lieutenant Spohr. Der mitteleuropäische Nord-ODsten als Kriegsshauplaß. Von v. W. W. Napoleon als Feldherr. Studie, angeregt durch das gleichnamige Werk des Haupt- manns Graf York von Wartenburg. Von Oberst Walter von Walt- hoffen. Die K. K. Marine-Akademie in Fiume, und die See- offiziersprüfungen der österreihishen Kriegsmarine. Von Kr, De la politique dans l’armée. Reorganisation du corps d'état- major belge. Italienische Correspondenz. Von R. Die Be- festigungsfrage in Dänemark. Von n. Schweizerische Strategie- Probleme. Studien und Skizzen von S. Chestril. Spanische (Sorrespondenz. Mezensionen.

Gewerbe und Handel.

Dem Aufsichtsrath der Deutschen Edison-Gesellschaft wurde Seitens der Direktion der Rechnungsabschluß für das Geschäfts- jahr 1885 vorgelegt, welcher zufriedenstellende Resultate des vorjährigen Geschäftsbetriebes nahweist. Aus dem Reingewinn werden 100 000 M4 zu Abschreibungen verwendet, 130 000 K in Referve gestellt; es ver- bleibt alsdann ein Betrag, welcher die Vertheilung einer Dividende von A 9 Aa an He in gestattet.

L DIO em in der Generalversammiung der Versicherungs- gesellshaft Deutscher Phönix zu Frankfurt a. M. a a pes Bericht der Direktion waren die Geschäftsergebnisse des Jahres 1885 wenngleich etwas hinter denen des Vorjahres zurückstehend, do immerhin befriedigende, denn es ergab sih ein Reingewinn von 688 597 Æ Davon konnten 616 000 # mit 112 M für jede Aktie Litt. A. und 56 Æ für die Aktien Litt. B. als Dividende zur Ver- theilung gelangen und es wurde die Dividenden-Ergänzungs-Reserve durch Zuweisung des Restbetrags auf 678 362 4. erhöht.

___— Dem in der gestrigen Generalversammlung der Frank - furter Rückversicherungs-Gesellschaft zu Frankfurt a. M. erstatteten Bericht der Direktion entnehmen wir, daß die Prämien- einnahmen für geleistete Rückversiherungen in den Zweigen der Fener- versicherung und Lebensversicherung sih auf 840 702 A beliefen, wäh- rend für Feuershäden und Sterbefälle aus 1885 416 834 M. zu ver- güten waren. Als reiner Uebershuß verblieb nach Abschreibung von 10%, welche statutengemäß dem Gewinn-Reservefonds zugeführt wur- den, der Betrag von 194 766 #, wovon 192 000 M als Dividende zur Vertheilung an die Aktionäre gelangen, während der Rest von

2766 auf Dividenden-Conto pro 1886 übertragen wird. Es erbält somit jede Aktie 16 M

Der Aufsichtsrath der Weimarischen Bank hat nah Vorlegung dcs Abschlusses pro 1885 beschlossen, der bevorstehenden Generalversammlung vorzuschlagen, den Reingewinn von 329 532 M gemäß 8. 35 der Statuten zu Abschreibungen und zur Verstärkung der Reserven zu verwenden.

London, 8. April. (W.T. B.) Wollauktion. Stimmung ruhig, Preise zu Gunsten der Käufer; australische Scoureds 1è, andere ¿—-1, \chneeweiße Kapwolle 13, andere Kapwolle 1—1} niedriger als die Schlußpreise der leßten Auktion.

Bradford, 8. April. (W. T. B) Wolle ruhiger, matt, Garne ruhig, williger, Stoffe gedrüt.

Submissionen im Auslande.

: Rumänien. i: j

17. April (n. St.). 8. Artillerie-Regiment, Botoschani. Liefe- rung von 461 Kravatten, 922 Paar Leiuwandsußsepen, 461 Paar Baumwollhandshuhen, 461 Nähzeugtäshchen, 2 Hafersäcken, 140 Stück Fourageleinen, 285 Hanfgurten und 100 Paar Sporen. Näheres an Ort und Stelle.

Verkehrs - Anstalten.

Hamburg, 8. April. (W. T. B.) Der Postdampfer „Moravia“ der Hamburg-Amerikanisben Packetfahrt- Aktien-Gesellschaft ist, von Hamburg kommend, heute Vormit- tag in New-York eingetroffen.

: Hamburg, 9. April. (W. T. B.) Der Postdampfer „Nhaetia“ der Hamburg - Amerikanischen Packetfahrt- Aktiengesell\chaft ist, von New-York kommend, heute Morgen 3 Ukr ouf der Elbe eingetroffen.

Triest, 8. April. (W. T. B.) Der Lloyddampfer «Minerva“ ist heute Nachmittag 5 Uhr aus Konstantinopel hier eingetroffen.

Berlin, 9. April 1886.

…_ Wie wir erfahren, ist nah einem hier eingelaufenen Telegramm

die Gemahlin des Ministers der öffentlihen Arbeiten, Staats- Ministers Maybach, in San Nemo am Mittwoh Vormittag sanft ents{chlafen. Der Minister ist auf dem Wege nah San Remo. (N. A. Z)

Nachdem im November vorigen Jahres der 1883 in zweiter Auflage ershienene große Katolog der Gemälde-Galer ie der König- lihen Museen durch den damals an dieser Stelle (Nr. 276 des „N, A") besprochenen „Nachtrag“, der die inzwishen weiter ausge- stellten nebst den neuerworbenen Bildern umfaßt, die erforderliche Vervollständigung erfahren hat, ist jeßt dur das soeben zur Ausgabe gelangte „Verzeichniß der im Vorrath der Galerie befind- lihensowiederanandere MuscenabgegebenenGemälde“ die Katalogisirung des Gesammtbestandes der Galerie zum Abs{luß ge- bracht worden und damit für diese Abtheilung der Museen das Material, das sie dem Studium darbietet, in einer den heutigen wissenschaft- lichen Anforderungen entsprehenden Beschreibung vollständig nach- gewiesen. Das im Wesentlichen von Dr. Bode und Dr. Tschudi bearbeitete, nebst den angefügten Registern in engem Druck 266 Seiten umfassende „Verzeichniß“, das wie die übrigen Publikationen gleicher Art im Verlage der W. Spemann'schen Buchhandlung erschienen und zum Preise von 4 4 zu beziehen ist, {ließt sich in derx Ancrdnung und in der Bchandlungsweise des Materials dem Katalog von 1883 an. Es zählt die Bilder in alphabketisher Folge der Meisternamen bezw. der Schulen auf, fügt jedesmal die bezüglichen historischen Daten bei und läßt bietauf die Beschreibung der einzelnen Bilder sowie dic Angaben über die Art der Ausführung, über die Maße und über den gegenwärtigen Aufbewahrungsort sowie da, wo das Vild sich nit in den Vorrathsräumen der Galerie befindet, das Datum der Ueberweisung au die betreffende Sammlung folgen. In den biographischen Notizen, in der Beschreibung und in den gelegentlich angefügten fkritishen Bemerkungen ift dabei durchweg die möglichste Kürze angestrebt, was um so mehr geboten war, als es fich in vielen Fällen um Schulwerke und folche Gemälde handelt, die nur im All- gemeinen nach Zeit und Nationalität zu charafkterisiren sind, nicht aber die Zuweisung an cinen bestimmten Meister gestatten. Im Großen und Ganzen ift deshalb auch die alte Benennung beibehalten und nur bei fiherem Anhalt von dieser abgewihen, in solchen Fällen aber jedesmal au die frühere Bezeilhnung der Waagenschen Kataloge beigefügt und damit die sofortige Identifizirung des betreffenden Bildes

ermöglicht. Beschrieben sind in dieser Weise im Ganzen 1007

(Gemälde, von denen 132 im Vorrath der Galerie aufbewahrt werden, während die übrigen, zum kleineren Theil bereits früher, zum weitaus größeren auf Grund des 1884 aufgestellten Vertheilungsplans an die verschiedencn Museen und Sammlungen zu Aachen, Bonn, Breslau, Kassel, Düsseldorf, Emden, Erfurt, Göttingen, Hannover, Hildesheim, Kiel, Köln, Königsberg, Magdeburg, Münster, Dsnabrück, Stettin und Wiesbaden sowie an das Kunstgewerbe-Museum und die König- lihe_ Porzellan-Manufaktur zu Berlin abgegeben wurden. Ein Negister der beschriebenen Gemälde nah wvtesen gegenwärtigen Auf- bewahrung8orten sowie ein zweites nach der Folge der Nummern, die sie in den früheren Katalogen führten oder aber, soweit bisher über- haupt nicht katalogisirt, nunmehr erhalten haben, erleihtert nah jeder Seite hin eine bequeme praktische Benußung des dankenswerthen Verzeichnisses.

Im Victoria-Theater seßte vorgestern die unter Direktion des Mr. G. Caron stehende französische Operngesell\chaft ihr Gast- spiel fort, und zwar mit der Aufführung der zweiaktigen komischen Oper: „Galathee“ von Jules Barbier und Michael Carré, zu welcher Victor Massé die Musik geschrieben hat. Die Gäste, welche mit der ersten Aufführung, dem Donizetti'schen „Don Pasquale“ wenig Cindruck gemacht hatten, erzielten mit der „Galathee“ einen erfreu- lieren Erfolg, ohne das allgemeine Urtheil, daß ihre Leistungen den Ansprüchen an eine Operngesellschaft ersten Ranges wenig entsprechen, bedeutend abzushwächen. Weder \timmlich noch gesanglich vermögen sie strengen Anforderungen zu genügen, verstanden es jedoch vorgestern, die grazióse Massé’she Musik recht gefällig wiederzugeben und auch, was bei dem ersten Gastspiel mit Necht getadelt worden war, die \{hau- spiclerische Seite ihrer Rollen in ein wirkungêvolleres Licht zu sekzen. Hr, Acyonau sang die Partie des Pygmalion recht gefällig; sein nit großes, aber sympathisches Organ berührt angenehm, und da er die Leidenschaftlichkeit der Rolle auch mimisch recht anschaulih aus- zudrücken wußte, so war feine: Leistung eine im Großen und Ganzen zufriedenstellende Frl. Allefsandri füllte mit ihrer, wenn auch gut geshulten, so doch nur mäßigen Stimme nicht das Haus, ihr Spiel hätte feuriger sein müssen, es verrieth zu viel von der Kälte des Marmors, aus welchem Galathee zum wirklichen Leben ersteht. Die Partie des Orestes dürfte bei geeigneter Beseßung durch einen tüchtigen Tenoristen eines Ge Erfolges sicher sein, als sie durch Hrn. Piotti erzielte. Hr. Roche als Midas spielte und sang recht leidlich, was von Hen. Burger als Ganymed nicht gesagt werden kann.

Residenz-Theater. Wie alljährlich bei der vorgerückteren Jahreszeit, giebt sih beim theaterbesuhenden Publikum ée dur 6s gerechtfertigte Wunsh kund, die Vorstellungen später als wie us üblih beginnen zu lassen. Die Direktion des Residenz-Theaters hat nun, in dem Bemühen, diesem Wunsche Rechnung zu tragen, den oe et De i Saa Us derselbe den

eaterabend eroffnet. 1e Borstellung des wanfts ,„ B beginnt demnach ers um 7} Uhr. h E

Literarische Neuigkeiten und periodische S riften,

Deutsche Kolonialzeitung. Organ des Deu ; vereins in Beclin, Des 7,7 Inhalt: Dentscher Kol Koloniz, Rundschreiben des Präsidiums bezüglich des von der Gesellschaft {7° Deutsche Kolonisation veranstalteten Allgemeinen Deutschen Kon E + Geheimer Sanitäts-Nath Dr, H. Varrentrapp. Vort es, cyklus des Dr. Breitenbah in Wittenberg am 12. März Bitter am 13., Naumburg a. S. am 15., Altenburg am 17., Kalbe erfeld am 19., Bernburg am 20., Sangerhausen am 21., Gotha am 23 ME: -—— Vortragscyklus des Kolonie-Direktors Sellin in Wismar D 10. März, Nostock am 12.,, Schwerin am 13. März. Stei L Inanspruchnahme des Auskunftsbureaus. Mittheilungen aus dere Auskunftsbureau des Deutschen Kolonialvereins. Einwanderun D die brasilische Provinz Rio Grande do Sul. Die Wirksamkeit d». Deutschen Gefellschaft zu Newyork. Kolonialpolitiche Vorgâ E Französishe Verwaltung und Gerichtsbarkeit auf Madagaskar E Portugal an der Delagoabai. Vom Bau des Panamakanals L Der jüngste Anlauf zur Durchführung der Monroe-Doktrin. Englische Strafakte in der Südsee. -— Die koloniale Entwickelung Südwestafrikas. 111. Ackerbau und Plantagenbau. Von Walde Belck. In Sachen Pechuel-Loesche contra Stanley. Von Richard Lesser. Die deutschen Kolonien Chiles, mit Berücksichtigung ibte wirthshaftlichen Beziehungen zum Mutterlande. Von Karl Seidler Die finanzielle Lage und dec Panl Chiles. Von Dr. H Pola: kowsky. Die Spani'chen Kolonialverhältnisse. 2. Ueber de Umgang mit Negern. Von Dr. Max Buchner. Aus Kaiser Wilhelms-Land. 11. Die Sammlungen des Dr. Finsch. Üteraty „Atlas von Afrika“. U. Dorgeel, „The Germans in England“ Redaktionelle Korrespondenz. Vom Kongo. Bureau dez een dg n: Stier e e Adre Mitglieder. Ein- adung zur dritten ordentlichen Generalversamr \ S 18 Karlsruhe. OORAT L E

entralblatt für Deutsche Beamte. Nr. 14. Inhalt. Abonnements-Einladung. Zum 1. April. Einige Wet die Beamten-Prüfungen. Beamten-Beurlaubungen. Aus der Berathung des Etats der Staats-Eisenbahn-Verwaltung. Zu den Anstellungsverhältnissen der Cisenbahnbeamten. Reichshaushalts- Etat für I Jahr vom 1 Apr Es, Fragen und Ant- vorten. Aus den Vereinen. Mittheilungen. V 4 we Wrieskasian 2 Brat d eilunger Vakante Stellen, _Deutsche Gemeinde-Zeitung. Nr. 13. Inhalt: De Gefeßentwurf, betreffend den Servistarif und die Klasfeneintheilu, der B ees Die Belastung mit Kommunalabgaben in Preußen, Neue Reichstags-Vorlagen. Reichstags-Verhandlungen. Landtags- Verhandlungen. Beschlüsse über Petitionen beim preußis{en Land- tage. Sächsische Landtags-Verhandlungen. Vermehrung der Lotterieloose in Preußen. Der Tabackbau in Deutschland. Ver- einnahmung der Geldstrafen in Standesamtsfachen. Unentgeltliche Verabfolgung “Pezw. Kosten-Zurükerstattung durch die Standesämter bei auf berufsgenossenfchaftliche Reichsverhältnisse sich beziehenden Ur- kunden. Streit wegen Nichtaufnahme eines bayerischen Staats- angehörigen in das Verzeichniß der Stimmberechtigten bei den Stadt- verordnetenwahlen in Hessen. Petition an den Reichskanzler, be- treffend die Verunreinigung der Flüsse, Reichsgerichtlihe Ent- eidung, betreffend die Veranstaltung einer Lotterie. Die Zurüt- forderung von im falshen Spiel abgenommenem Gelde unter Drohung oder Gewaltanwendung. Verschiedenartige Unterzeichnung eines beweiéecrheblichen Schriftstücks mit einem Stamtnnamen und cinem Bornamen und Stammnamen als Urkundenfälshung strafbar. Ge- hülfinnen oder Verkäuferinnen in Destillationen sind nit kranken- verficherungspflichtig. Aerztemangel auf dem platten Lande. Ferienkolonien armer kränkliher Kinder sind kein fozialer Schaden, vielmehr eine Wohlthat für diese. Breslau, Erhebung einer Ge- flügelsteuer. München, Konzessionspfliht der Kaffeeschenken. Leipzig, Bekanntmachung, betr. die Herstellung elektrischer Leitungen, Danzig, Uebernahine der Bekleidungskosten der Scbutleute in den städtischen Gtat. Plauen i. V., Maßregeln zur Beseitigung dér Nauchplage. Staatswissenschaftliche Literatur. Beilagen: Orts- gesetze. Deutscher Gemeinde-Anzeiger und Schul-Anzeiger. : Geschichts-Blätter für Stadt und Land Magdeburg. 21. Jahrgang 1886. 1. Heft. Inhalt: Die Territorialpolitik der Magdeburger Erzbischöfe Wichmann, Ludolf und Albrecht. 1152— 1232. Von De, phil. J. Hartung. Meistersänger in der Stadt Magdeburg. Von Fr. Hülße. Das Wetebuch der Schöffen von Kalbe a. S. (Fortseßung und Schluß.) Mitgetheilt von Dr. G. Her- tel. Kosten des Magdeburger Palliums von 1465. Von F. Kind- scher in Zerbst. Miscellen. Von Dr. Hertel: 1) Urtheil über Grzbishof C-nst. 2) Verbindlichkeit der Verlobung. Vereinds- Chronik. z __ Die Sparkasse. Nr. 99, Inhalt: Der Niedergang der Zinsrate. Aus dem Verwaltungsbericht der Reichsbank, Die englischen Postsparkassen und die preußischen Kassen. Sparkassen- wesen, Aus dem Verwaltungsberihte Duisburg, Hamm, Hittfeld, Bremen. F Gesperrte Sparmarken. Geld-, Münz- und Bank- wesen, Versicherungswesen. Verstaatlihung der Assekuranz. Sozietät-Monopolfrage. Städtefeuersozietät in der Provinz Bran- denburg. Verkehrswesen. Juristisbes. Briefkasten.

genossenschasten (Berlin, Fr. Kortkampf). Nr. 13, vom v: April. Inhalt: _ Zur geneigten Birbtutin, Amtliche Bekanntmachungen: Reisekosten und Tagegelder im \ciedsgerichtlichen Verfahren sind von den Genoffenschaften, niht aber von den Sektionen zu tragen. Polizei-Verordnung der Königlichen Regierung zu Han- nover, betr. Sicherheits-Vorkehrungen an Bodenluken. Schreiben des Ministeriums des Innern, die Beitreibung von Forderungen der Berufsgenosfenschaften betr., vom 20. März 1886. Aus der Ver- waltungspraxis: Die Unfallversicherung der Seeleute. Die BVe- schaffung der Mittel zur Deckung der Verwaltungskosten der Beruss- genossenshaften, Mittheilungen aus den Genossenschaften und ihren Organen: Beschlüsse der Vorstandssißung der Brauerei- und Maälzerei- Berufsgenossenschaft vom 24, und 25. März 1886. Bericht über die Generalversammlung der X. Sektion der Papiermacher-Berufs- genossenschaft am 29. Januar cr. Briefkasten. Sprechsaal: Der in Anrechnung zu bringende Lohnbetrag jugendlicher Arbeiter und nicht ausgebildeter Personen. Bücherschau. Ortsübliche Tage V r e Á

asVolkswohl. (Allgemeine Ausgabe der Sozial-Corres| ondenz,) Nr. 14. Inhalt: Der soziale Krieg in Belgien. —- Bie Ver- mehrung der Lotterieloose in Preußen. Abnahme oder Zunahme des Mittelstandes ? Ueber Kirchengesang und Kirchenmusik, Vom Kopenhagener Arbeiterbauverein, Erfolge des Wichernshen Rauhén Hauses. Literatur (Bericht über die Gemeinde-Verwaltung der Stadt Berlin). Beilage: Ein sozial-ethisher Maler. Arbeiter verhältnisse: Die Delegirtenversammlung des Vaterländischen Frauen vereins. Streiks. Neueres über Deutschlands Arbeiterkolonien. Amerikanische Arbeiterverhältaisse. Anzeigen.

Für die Schreibstube. 2. Jahrgang. Nr. 13. Jnhalt: Die Erbschaft. Kostenansaß für die Aufnahme von Auflassung vollmachten Stenographie und Nedefertigkeit. Vereinsnachrichten Si E Feut!leton. Aufgaben. Briefkasten.

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Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Scholz). Druck: W. Elsne!t. Sechs Beilagen (einschlicßlich Börsen-Beilage), und die Besondere Beilage Nr. 2, fowie das Verzeichniß der gekündigten Prioritäts-Aktien

Berlin:

der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn.

Die Berufsgenossenschaft, Organ der deutschen Berufs-

Erste Beilage

zum Deulschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staals-Anzeiger.

KFönigreich Preußen. Privilegium eventueller Ausfertigung auf den Inhaber

1 D , pro ender Anleihescheine der Stadt Graudenz bis zum Betrage von 125000 Reichswährung.

Vir [Wilhel m, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. Nachdem von der Stadtverordneten-Versammlung in Graudenz unterm 24. November 1885 beschlossen worden ist, zum Bau eines öffentlihen Schlachthauses ein Darlehn von 125 000, geschrieben Einhundertfünfundzwanzig Tausend, Reichs- mark aus dem Reichs-Invalidenfonds zu entnehmen, Mir auf den Antrag der gedahten Stadtvertretung, zu diesem Zwecke auf Verlangen der Verwaltung des Reichs- Snvalidenfonds bezw. dessen Rechtsnachfolgers auf jeden In- daber lautende, mit Zinsscheinen versehene, sowohl Seitens der Gläubiger, als auch Seitens der Schuldnerin unkündbare Anleihe- scheine in einem Gesammt-Nennbetrage, welcher dem noch nicht getilgten Betrage der Schuld gleihkommt, also höchstens im Betrage von 12 000 4 ausstellen zu dürfen, da sich hier- gegen weder im Interesse der Gläubiger noch der Schuldnerin etwas zu erinnern gefunden hat, ; in Gemäßheit des §. 2 des Geseßes vom 17. Juni 1833 zur Aus- itellung von Anleihescheinen zum Betrage von höchstens 125 000 M, in Buchstaben „Einhundertfünfundzwanzig Tausend Mark Reichs- währung“, welche in. Abschnitten von 2000, 1000, 500 und 90 M nah der Bestimmung des Darlecihers bezw. dessen Nechténachfolgers über die Zahl der Squldscheine jeder diefer Gattungen nach dem anliegenden Muster auszufertigen, mit 4 Prozent jährlih zu verzinsen und ‘nach der durch das Loos zu bestimmenden Folgeordnung vom Fahre der Ausgabe der Anleihescheine ah mit jährlich mindestens Einem und höchstens Sechs voni Hundert des Nennwerths der ursprünglichen Kapitalschuld unter Zuwachs der Zinsen von den getilgten Schuldbeträgen zu tilgen sind, dur gegen-

wollen

Berlin, Freitag, den 9. April

dreißig Jahren nah dem Rückzahlungstermin nicht erhoben werden, sowie die innerhalb vier Jahren, vom Ablauf des Kalenderjahres der Fälligkeit an gerechnet, niht erhobenen Zinsen verjähren zu Gunsten Stadt Graudenz. : |

Das Aufgebot und die Kraftloserklärung verlorener und ver- nihteter Anleihescheine erfolgt nach Vorschrift der §8§. 838 und f. für das Deutsche Reich vom 30. Januar S. 83 bézw. nah §. 20 des Ausführungs- Civilprozeßordnung vom 24. März 1879

noch fkraftlos

der Civilprozeßordnung 1877 R.-G.-Bl.

gesetzes zur Deutschen Geset-Samml. S. 281. fönnen weder aufgeboten , och soll Demjenigen, welcher den Verlust von Zinsscheinen vor Ablauf der vierjährigen Verjährungsfrist bei der Verwaltung der Stadt Graudenz anmeldet und den stattgehabten Besitz der Zinsfceine Anlcibescheines oder sonst in glaubhafter Weise frist der Betrag der ange1nel- Zinsscheine gegen Quittung

dur Vorzeigung des i darthut, nah Ablauf dec Verjährungs deten und bis dahin nicht vorgekommenen ausgezahlt werden.

Mit diesem Anleih zum Schlusse des werden für fünfjährige Ze einer neuen Reihe von Z zahlung betrauten Stellen gegen \cheinreihe beigedruckten Anweisung. erfolgt die Aushändigung der n des Anleihesheines, sofern dessen V Zur Sicherheit der hierdurch eingegangenen Verpflichtun die Stadt Graudenz mit ihrem gesammten gegenwärtigen und zu- fünftigen Vermögen und mit ihrer Steuerkraft. l essen zur Ürkunde haben wir diese Ausfertigung untcr unjerer Unterschrift ertheilt. Graudenz, den .

escheine sind zehn halbjährliche Zinsscheine bis

ausgegeben; die ferneren Zinsfcheine iträume ausgegeben werden. ins\cheinen erfolgt bei den mit der Zinsen- Ablieferung der, der älteren Zins- Beim Verluste der Anweifung \{einreihe an den Inhaber Vorzeigung rechtzeitig geschehen ift.

Die Ausgabe

Der Magistrat. Eigenhändige Unterschrift des Magistrats-D

¿-Dirigenten und cines anderen Magistrats-Mitgliedes unter Beifügung ihrer Amtstitel. g - _— s

wärtiges Privilegium Unsere landesherrliche Genehmigung mit der rechtlichen Wirkung ertheilen, daß ein Pag Inhaber dieser Anleihe- scheine die daraus hervorgehenden Re ift, ohne zu dem Nachweise der Uebertragung des Eigenthums ver- pflichtet zu sein. E t i

Dur vorstehendes Privilegium, welches Wir vorbehaltlich der Rechte Dritter ertheilen, wird sür die Befriedigung der Inhaber der Anleihescheine cine Gewährleistung Seitens des Staates nicht über- nommen.

Urfundlich unter Unserer Agen Unterschrift und beigedrucktem Königlichen Insiegel. Gegeben Berlin, den 19, März 1886.

(L. 3.) Wilhelm. von Puttkamer. von Sholz.

Provinz Westpreußen. Negierungsbezirk Marienwerder.

Anleibheschein der Stadt Graudenz, ._. te Ausgabe, Buchstabe . Nummnmier . über Mark Reichswährung. Ausgefertigt in Gemäßheit des landesherrlichen Privilegiums

vom 19. März 1886 (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu . vom . . ten 18... Nr. .. Seite .. . und Geseß-

Sammlung für 18 .. Nr... . Seite. .).

Auf Grund des unterm 10, Dezember 1885 genehmigten Be- \chlufses der Stadtverordneten - Versaunmung zu Graudenz vom Schuld von 125 000 M

aus dem Reichs-Invalidenfonds bekennt sih der Magistrat in Graudenz Namens der Stadt Graudenz durch diese, für jeden Inhaber gültige, sowohl Seitens des Gläubigers als auch Seitens der Schuldnerin unkündbare Verschreibung zu einer Darlehnss{chuld von Mark Meichswährung, welhe an die Stadtkasse baar

94, November 1885 wegen Aufnahme ciner

gezahlt worden und mit 4 (vier) Prozent jährlih zu verzinsen ift.

Die Rückzahlung der ganzen Schuld von 125 000 #6 erfolgt vom Jahre 1887/88 ab aus cinem zu diesem Behufe gebildeten Tilgungsstock von einem Prozent des Nenunwerths des ursprünglichen Shuldkapitals jährlich, unter Zuwachs der A von den getilgten Sd leibt jedoch das Recht vorbehalten, den Tilgungsstock dur größere Ausloosungen um höchstens Fünf vom Hundert des Nennwerths des ursprünglichen

uldbeträgen. Der Stadt Graudenz

Schuldkapitals für jedes Jahr “zu verstärken.

Die durch die verstärkte Tilgung ersparten Zinsen wachsen eben-

falls dem Tilgungsstock zu.

Die jährlichen Tilgungsbeträge werden auf 500 beziehungsweise

200 M abgerundet.

Die Folgeordnung der Einlösung der Anleihescheine wird durch

das Loos bestimmt.

Die Ausloosung erfolgt vom Jahre 18 . . ab im Monat Sep- ; tember jedes Jahres, die Auszahlung des Nennwerths der ausgeloosten

Stücte an dem auf die Ausloosung folgenden 1. April.

Die ausgeloosten Anleihescheine werden unter Bezeichnung ihrer

Mitiunern und Beträge, fowie des Termins, an welchem die Rückzahlung erfolgen soll, öffentlich bekannt gemacht. Diese Be- kanntmachung erfolgt spätestens \sechs, drei, zwei und einen Monat vor dem Fälligkcitstermine in dem „Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats - Anzeiger“, oder dem an dessen Stelle tretenden Organ, dem Amtsblatt der Königlichen Regie- rung zu Marienwerder oder dem an dessen Stelle tretenden Organ, in je einem in Graudenz und in Danzig erscheinenden öffentlichen

Buchstaben,

Blatte.

bekannt gemacht.

__ Durch die vorbezeichneten Blätter erfolgen auch die sonstigen gib Anleihe betreffenden Bekanntmachungen, insbesondere . die Be-

zei Anleihescheine.

__ Bis zu dem Tage, wo solchergestalt das Kapital zu entrichten ist, wird es in halbjährlihen Terminen, am 1. April und am 1. Oktobcr von heute an gerehnet, mit 4 (vier) Prozent jährli in

Reich8münze verzinst. Der 3 für die Einlösung bestimmten Tage.

Die Auszahlung der Zinsen und des Kapitals eres gegen bloße | eihescheins in

Graudenz bei der Stadtkasse und in Berlin und in Danzig bei den in den vorbezeihneten Blättern bekannt gemachten Einlösestellen und zwar j Fälligkeitstermins folgenden Zeit.

Mit dem zur Cu gua Line des Kapitals eingereichten Anleihe- azu gehörigen Zinsscheine der späteren Fällig-

keitstermine zurücfzuliefern. Für die fehlenden Zinsscheine wird der Betrag vom Kapital abgezogen. Die durch Ausloosung bing bestimmten Kapitalbeträge, welche innerhalb

Rückgabe der ausgegebenen Zinsscheine bezw. dieses An

auch in der na dem Eintritt des

scheine sind auch die

¿zur Rückza

en. Regierungsbezirk Marienwerder. ._.) Zinsschein (1te) Serie

Anleibeschein der Stadt Graudenz,

._. , Ausgabe, Buchstabe . . . Nr. währung zu 4 Prozent Zinsen über .

Der Inhaber dieses Zins\cheincs empfängt gegen dessen Rückgabe und späterhin die Zinsen des vorbenannten An-

Pfennig bei der Stadtkasse zu Gra denz und bei den bekannt gemachten Einlöfestellen in Berlin und

Provinz Westpreuß

te geltend zu machen befugt | Crster (bis .

Mark Reichs- Ma Pei

leibesheines für das Halbjahr v mit (in Buchstaben) Mark . .

Graudenz, den i Der Magistrat. E ültig, wenn dessen Geldbetrag nicht inner-

Dieser Zinsschein ist un ) n i lligkeit, vom Schluß des betreffenden

halb vier Jahren nah. der i Falenderjahres an gerechnet, erhoben wird.

Provinz Wesiyronyen Regierungsbezirk Marienwerder.

zum Anleiheschein der Stadt ._. . Ausgabe, Buchstabe . . . * k . Mark Reichswährung.

Der Inhaber dieser Anweisun zu dem Anleiheschein der Stadt Graudenz Buchstabe . . Mark Reichswährung zu 4 Prozent Zinsen die . fünf Jahre vom . Bi der Stadtkasse zu Graudenz und bei den mit 1 Stellen in Berlin und Danzig, sofern olcher legitimirten Inhabers des Anleihe-

empfängt. gegen deren Rückgabe

Zinsscheine für die 18

der Zinsenzahlung betrauter Seitens des als f li scheins kein Widerspruch erhoben ist.

Graudenz, den . . ten

Der Magistrat. |

Anmerkung. Die Namenöunterschriften unter dem Zinsscheine und der Anweisung können mit Lettern oder Facsimilestempeln gedruckt werden, doch muß jeder Zinsschein bezw. jede Anweisung mit der rift eines Kontrolbeamten versehen scin.

eigenhändigen Namensuntersch i Blattbreite

Die Anweisung ist zum Unterschiede auf der ganzen unter den beiden leßten Zinsscheinen mit davon abweichenden Lettern in nahstehender Art abzudrucken:

. ._. ter Zinsschein. ._._. ter Zinsschein.

Anweisung.

Nichtamtliches.

Berlin, 9. April. Jm weiteren Verlauf der ) Sißung des Reichstages ergriff bei ge seßes

Preußen. gestrigen (85. der zweiten Berathung des Militärpensions zur Begründung seiner Anträge der Abg. von Freiherr von Manteuffel, wie in der s „Reichs- und Staats-Anzeigers“ mit- das Wort und erklärte: die Sozialdemokraten rlage nicht prinzipiell ablehnend gegenüber, aber die Gestalt, welche das Geseh in der Kommission ange-

(niht der Abg. Nummer des getheilt wurd tänden der

Sollte cincs dieser Blätter eingehen, so wird von der Stadt Graudenz mit Genehmigung des Königlichen RNegierungs-Präsidenten zu Marienwerder ein anderes Blatt bestimmt und die Veränderung in dem „Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger“

verderben. j Kategorie

die Armee aus- Der finanzielle Effelt seiner Anträge werde nicht ein so ungeheurer sein, daß er nicht Zudem handele es sich um eine Schul über seinen alten Soldaten habe.

Volkes werde sich sagen, daß die minder gut dotirten Mili- tärpersonen mindestens mit ebenso großer Nothwendi aufgebessert werden müßten. elegenheit, wo die Sozialdemokraten ihre dies- auf eine nebelhafte Zu-

etragen werden könne. , die das Reich Das Rechtsgefüh

nung der Einlösestellen für die Zinsscheine und die ausgeloosten

der Versorgu! sei die cinzige ] j bezüglichen Wünsche anbringen könnten ; kunft dürfe man die Leute niht vertrösten, um so mehr als die Regierung in der Kommission erklärt habe, niht die Jni- tiative übernehmen zu wollen. Sie könnten der ganzen Vor- lage niht zustimmen, wenn niht auch die unteren C ber*dsihtigt würden. 1 Biochure des Obersten von François und wiederholte denn Kommissionsbericht

insenlauf der ausgeloosten Anlcihe|\cheine endigt an dem

verwies sodann

erwähnten

1888S.

Klassen drei vorgeschlagen habe. Die Säße der 4, und 5. Klasse seien so minimale, daß man Anstand nehmen müsse, cine derartig geringe Summe an die betreffenden Penfionäre auszuzahlen. Der finanzielle Effekt werde ein so großer, wie von den Gegnern des Vorschlags angenommen werden fönnte, s{chwerlich sein, da der Feldzug bereits volle 15 Jahre hinter uns liege und die Zahl derer, welhe eine Pension beziehen, sich von Tag zu Tag ver- ringere. Komme zur Jnvalidität noch die Noth, fo sei das

ein Zustand, der allerdings zu den shrecklihsten im mensch- lichen Leben gerehnet werden müsse. Lehne man das be- treffende Amendement ab, so sei in der That nicht me er- sihtlih, warum man das betreffende Geseß „Militär-Penjions- gescz“ und nicht lieber „Offizier-Pensionsgeseß“ nenne. Fn den ferneren Paragraphen würden durh das Amendement die Zahlen der Dienstjahre verringert; eine derartige Ver- ringerung sei nicht nur angemessen, sondern entspreche au die Herabsezung von 1/29 auf 1/59. Hierauf entgegnete der Staats-Minister Bronfart von Schhellendorf f: Meine Herren! Der Herr Abgeordnete, ter so eben gesprochen, hat hervorgehoben, daß ihm und seiner Partei es unmögli sein würde, der Gesetzesvorlage, wie sie aus den Berathungen der Kommission hervorgegangen ist, zuzustimmen, wenn nicht gleichzeitig eine Aufbesse- rung der Pensions\äße der Unterklassen stattfände. Er hat geméint, das Nechtsgefühl des Volkes würde beeinträchtigt werden, oder. es würde das Rechtsgefühl des Volkes es nit verstehen, wenn man den Offuieren, also den höberen Funktionären, die ja hon an und für ih dur) Gehalt u. \. w. besser geïtellt wären, Etwas zuwenden wolle, während man gleichzeitig die Unterklafsen vergäße. Meine Herren, ich glaube, daß es meine Pflicht ist, auf diese ganze Frage, die jeßt hier augereo, worden ift, eingehend mich zu äußern, weil au den verbündeten Regierungen daran liegen muß, daß nicht etwa auf Grund derjenigen Ausführungen, die wir eben gehört haben, cine Verwirrung des Rechtsgefühls im Volke einträte. i Der Herr Abgeordnete hat gemeint, es müßten also die Säße der Unterklassen erhöht werden, einmal, weil die Offiziere Etwas be- kämen, und dann hat er von seinem Standpunkt aus behauptet, es läge an und für sh ein Bedürfniß zur Erhöhung der Säße der Unterklafsen vor. Was die erste Frage aubctrifft, so bitte i, meine Herren, doch nicht zu vergessen, daß die wesentlihe Erhöhung der Pensions\ätße der Unterklassen, welche im Jahre 1871 herbeigeführt worden ist, gleichzeitig Seitens der verbündeten Regierungen ins Auge gefaßt war mit derjenigen Erhöhung der Offiziers-Pensionen, welche jetzt, wie ih hoffe, zur Durchführung gelangen wird. Man kann also nicht sagen, die Offiziere bekommen jeßt Etwas, darum müssen die Unterklassen auch Etwas bekommen; sondern richtig wäre cs, zu sagen, die überverhältnißmäßige Erhöhung, die bereits im Jahre 1871 den Unterklassen zu Theil geworden ist, wird jeßt nachträglih in geringerem Maße auch den Offizieren bewilligt. Die Offiziere sind damals ausgeschlossen worden, nicht deshalb, weil man der Meinung war, daß es überhaupt zu viel wäre, was ihnen nun gegeben werden foll, sondern, weil damals au bei den Beamten allgemein die Skala mit der Erhöhung von 1/80 pro Jahr existirte. Nachdem inzwischen für die Beamten die Nothwendigkeit exfannt worden is, von 1/80 auf !/eo zu gehen, zunächst in Preußen und dann, wie auch die Anerkennung der Nothwendigkeit hier bereits ausgesprochen ist, flir die Reichsbeamten, kommt man nothwendig dazu, das für die Offiziere jeßt auch zu thun. l Der Herr Abgeordnete hat nun für die Frage des Bedürfnisses nihts weiter beigebracht, als seine subjektive Meinung, einige (Frfah- rungen, die er behauptet, in seinen Kreisen gemacht zu haben, be- ziehungsweise auch von einzelnen anderen der Herren Abgeordneten, und dann die Autorität cines verabschiedeten Offiziers, dessen spezielle Anträge er ih ja angeeignet hat. Meine Herren, diefe Broschüre, auf die sih der Herr Abgeordnete thatsächlih gestüßt hat in seinen Anträgen, ist mir ja auc seiner Zeit zugegangen; ih habe sie zunächst nit gelesen, wenigstens niht die Vorschläge gelesen ; ih lese immer zunächst das Vorwort und darin stand, daß bei der tief einshneidenden Wirkung desselben auf die darunter leidenden alten Kameraden ih der Verfasser die Aufgabe gemacht hat, in der nachfolgenden Schrift dem hohen Reichstage über die Tragweite der bestehenden Bestimmungen seine Beobachtungen und Vorschläge zu unterbreiten in der gewissen Hoffnung und Zuversicht, daß sie von einer Versammlung so erleuchteter Männer mit Sympathie aufgenommen, einer geneigten Beurtheilung unterzogen werden,

Ich konnte mich ja zu dieser Kategorie niht zählen und habe also die Broschüre vorläufig liegen lassen. Nachdem aber der Herr Abgeordnete die Vorschläge dieser Broschüre zu den seinigen gemacht und also auf die Autorität des Hrn. Oberst von François noch seine cigene Autorität gesett hat, so bin ih allerdings in der Lage gewesen, diese Broschüre zu lesen, und ih muß nun allerdings sagen, daß sie doch von so vollständig falschen Vorausseßungen größtentheils ausgeht, daß nah meiner Meinung die Zweckmäßigkeit der Vorschläge gar niht anzuerkennen ist. Namentlich sind ja auch diese speziellen Vor- schläge, die da gemacht werden, durchaus willkürlich und ohne jede nähere Begründung. Meine Herren, das ist auch gar kein Wunder, denn man muß wirklich an einer Stelle stehen, in welcher viele Fäden zusammenlaufen, um sich ein allgemeines Urtheil über die Noth wendigkeit einer Veränderung diefer Verhältnisse bilden zu können.

Meine Herren, ih halte nun doch aber für nöthig, von meinem Standpunkte aus hier nochmals genau zu. begründen, weshalb eine Aufbesserung der Pensionssäße der unteren Klassen augenblicklich absolut unnöthig ist. Ich muß be- kennen, meine Herren, daß ih in den Kommissionsverhandlungen, namentlich an dem ersten Tage, wo diese Sache erörtert wurde, viel- leiht nicht in der Lage war, eine so bestimmte Stellung dazu einzu- nehmen, wie ih es jegt bin. Jch bin ja allerdings in gutem Glau- ben g auch damals, daß, weil gar keine irgendwie meiner Mei- nung nach zu berücksihtigenden Bes{hwerden an die Militärverwaltung

elangt waren, man der Ueberzeugung Raum geben dürfe, die Ver-

hältnisse wären ordentlich und gut und den Bedürfnissen entsprehend geordnet. Jch habe indessen doch meine Bereitwilligkeit erklärt, auf eine weitere Prüfung der Sache noh einzugehen, und ih habe das nun auch und im verstärkten Maße noh gethan zwischen dei Ab- {luß der Kommissionsverhandlungen und der heutigen Plenar- verhandlung. N

Meine Herren, wenn man cinen Vergleich wai zwischen der Ge- staltung der Ser lorgung dee Offiziere und der Unterklassen ih be- nußze ausdrülich das Wort „Versorgung“ —, so wird jeder Un- befangene zugeben müssen, daß die Versorgung bei den Unterklassen verhältnißmäßig besser und ausreichender geregelt ist, wic bei den Offizieren. Namentlich aber, meine Herren, wird zugegeben werden müssen, daß im Laufe der leßten 40 bis 60 Jahre die Verhältnisse der Unterklassen in einem so erheblich überwiegenden Maßstabe gegen- über den Pensionsverhältnissen der Offiziere begünstigt worden sind daß es meiner Meinung nah wirkli {hon ein höchst bedenkl ches

chste Veränderung bestände dort befindlichen

Unternehmen ist, ei die Ansicht zu vertreten, es müßte, weil für die Offiziere etwas geschieht, für die Unterklassen auch etwas geschehen.