1886 / 136 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

iedsrihterlihen

Reichs - Gold- und und einem Bericht des Kom- he Schußgebiet nahm die ies die vom Reichstage mit- des deutschen Regelung <niker, und den Antrag wegen die Tagegelder, Fuhr-

lagen, die obwaltende Differenz der | heidung des Reichsgerichts zu ult der Vorlage über die Ausprä Silbermünzen im Jahre 1885 missars für das südwest- Versammlung Kenntniß, ü Centralvorstandes betreffend

den Centralbehörden der Bundesstaaten 109 des genannten Gesetzes seiner a<t worden (vergl. 1886, Seite 19 ff.).

der Anmeldung auf den nach- 11 des genannten Gese sformular

anzusehen sind, ist von äßheit des bestimmt und öffentlih bekan liche Nachrichten des R.-V.-A. m Uebrigen wir stehend abgedru>ten $. das beigefügte Anmeldun meldungspfliht erstre>t Betrieben, welche bereits a. a. O. als Betriebe mi Arbeitern in | genommen worden sind.

Berkin, den 10. Jun Das Nei

gung von

es, sowie auf

echnifkêrverbandes, des Vertragsverhältnisses der Ted Ergänzung der Verordnung über

Ausschüssen » Abänderung des Betriebs- Deutschlands von Kinetitpatronen, Streich- dem Geseßentwurf wegen entalishe Sprachen und Ergänzung und Kautionen Zustimmung. Der Resolution Reichskanzler : daß die Vermehrung der der Beaufsichtigung der thunlichster

bezirke überall da herbeigeführt einer solchen Maßregel zur vo Aufsichtszwe>e herausstellen

die Unternehmer von Grund des $. 1 Absay 3 und 4 t Motoren oder mit mindestens zehn

das Kataster einer Berufsgenossenschaft auf-

verwaltung zuständigen der in Vorschlag gebrachten reglements Bezug auf die Beförderung hölzern und Gasreinigungsmasse, ) Errichtung eines Seminars für ori dem Entwurf

Verordnung der Reichsbankbeamten die des Reichstages , zu wirken,

-Versicherungsanit. Eisenbahnen

8. 11 des Unfallversiherungs8geseßes.

r den $. 1 fallenden Betriebes hat m Reichs-Versicherungsamt zu b zu mahenden Frist unter Angabe sowie der Zahl der dur- spflichtigen Personen bei der

Verordnung

Jeder Unternehmer eines unte Pensionen

den leßteren binnen einer von de ftimmenden und öffentli<h bekannt des Gegenstandes und der Art desselben, \chnittlih darin beschäftigten versicherung unteren Verwaltungsbehörde anzumelden. L L r die nicht angemeldeten Betriebe hat die untere Verwaltungs- die Angaben nah ihrer Kenntniß der Verhältnisse zu er-

gänzen. :

Dieselbe ift befu zu einér Auskunft dar | Geldstrafen im Betrage bis z

Die untere Verwaltungs Klafsen und. Ordnunge zgichniß sämmtlicher j standes: und der Art des Betri tigten versiheru

der Ausfsichts- werde, wo \i{< das Bedürfniß llkommeneren Erreihung der herausgestellt

Verkleinerung

gt, die Unternehmer niht angemeldeter Betriebe iber innerbalb einer zu bestimmenden Frist dur< u 100 M anzuhalten.

behörde hat ein na< den G n der Reichs-Berufsstatistik geordnete etriebe ihres Bezirks unter Angabe des Gegen- ebes sowie der Zahl der darin beschäf- ersonen aufzustellen. E öheren Verwaltungsbehörde einzurei insihtli<h der Einreihung der d Ordnungen der Reichs-Berufs-

eihes Verzeichniß ezirks dem Reichs-

gewerblihen Töpfereibetriebe Unfallversicherungspflicht beschlossen. dem Betriebsjah

de über die Verlängerung der aus r 1885/86 fällig werdenden Rübenzukersteuer- kredite Beschluß gefaßt und der Bericht d zu der Uebersicht der jahr 1884/85, G cihshaushalt für 1881/82 d die Ausführung der seit sowie über die zu

plan es Aus\chusses für Reichs - Ausgaben

Rechnungswesen N : über die

und Einnahmen für das Etats allgemeine Rehnung über den und zu der Denkschrift, betreffen hre 1875 erlassenen Anleihegeseße, | orlagen gefaßten Beschlüsse des Reichstages entgegen genommen.

Der Schlußbericht über die gestrige Sibung des Herrenhauses befindet sih in der Ersten Beilage.

Die heutige (21.) Plenarsißung des Herren- e Staats-Minister Dr. Friedberg und Dr. hlreiche Regierungskommissare beiwohnten, / um 10 Uhr ß ein Antrag des Herrn

und von dieser erforderlichenfalls H triebe in die Gruppen, Klassen un statistik zu berichtigen. : höhere Verwaltungsbehörde hat ein

sämmtlicher versicherungspflichtiger Betriebe ihres Versicherungsamt einzureichen.

Formular für die Anmeldung. Kreis (Amt). Gemeinde- (Guts-

Anmeldung _ :

auf Grund des $. 11 des Unfallversicherungsgeseßes.

Gegenstand. | Zabi dex durcsdinittlid | | |

Unternehmers | Betriebes. *) |

Regierungsbezir

hauses, welcher di von Goßler, sowie za eröffnete der Prä

sident, Herzog von Ratibor, 20 Minuten mit der Mittheilung, daß ] von Kleist-Rezow, betreffend die Gewährung größerer Frei- elishe Landeskirche, eingegangen sei.

diesen Antrag dur einmalige Schluß-

R omorf versicherungspflihtigen Bemerkungen.

Personen. **) heiten. an die evan; Das Haus beschloß, ung zu erledigen. em sodann die Rechnungen nungskammer für das Jahr 1884/85 und dieUeber sicht von den Staats-Einnahmen und Aus- gaben d esselben Jahres genehmigt word des mündlichen Berichts

ahtrags-Etat für 1886/87 eingetreten. Herr Lindemann, beantragte Namens der Kommission die unveränderte Genehmigung des Etats-

erdinand Radziwill kritisirte den Nachtrags-Etat Die Bestimmung für Sludirende deutscher Herkunft bedeute ein politishes Programm, be- <e Regierung ihren polnischen Unter- anen feindlih gegenüber stehe und die deutschen Studirenden lnischen vorziehe. Die polnische Bevölkerung solle prin- r< deutsche Beamteverwaltet werden, und das beweise, l der preußischen Unterthanen dur das Geseß zurü: Es solle nit nur von der geistigen Förderung evölkerung abgesehen werden , sondern d trete au<h dem Bestreben der Thatsachen entgegen.

der Kasse

en waren, wurde

in die Berathun der Budgetkom-

mission über den Der Berichterstatter,

E E (Unterschrift des zur Anmeldung Verp

seiner politischen Seite hin. daß ein Fonds errihtet werden soll

deute, daß die preu

< auf die Ausführung von ist niht erforderli, eshäftigt werden.

*) Nur solche Betriebe, wel<he \i Bauarbeiten erstre>en, sind anzumelden; do daß die Arbeiter ausschließli<h bei Bauarbeiten b Die Anmeldung hat auch dann zu erfolgen, wenn wen n (Arbeiter und solche Betriebs

<erungspflihtige Persone ; 2 Gehalt oder Lohn Zweitausend Mark

deren Jahresarbeitsverdienst an

nicht übersteigt) beschäftigt werden. zipiell nur du

daß ein Thei geseßt werden solle. der polnischen B Regierung zu bilden, mit völliger Verdrehung der het In allen ihren Handlungen sehe man Agitationen und Hintergedanken prinzipiell das ganze polnische Vereinswesen. chen Bevölkerung aber den gesezmäßigen We dränge man sie dadurch auf erbli>ten jeßt in der preußischen nationalen Jnteréssen.

fönnten niht ausbleiben.

andelsregister-Beilage wird Nr. 24 der

In der heutigen j nntmachungen veröffentlicht.

Zeichenregister- Beka

die Polen.

Nichtamtliches. Deutsches Rei <. Berlin, 11. Juni,

Shneide man den ungeseßlihen. Die Polen Negierung den Todfeind threr

E Bao k vou einer solchen Politik

Kaiser und König begaben Sih heute Morgen zur Truppenbesichtigung nah Potsdam.

Jhre Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten die Kronprinzessin gestern Vormittag 10 Uhr 4 Minuten von der Station park nah Berlin und wohnten der Feier der Enthüllung des Denkmals des Hochseligen Königs Friedrich Wilhelm 1V. bei.

Um 121/52 Uhr erschien zum Frühstück im Kron aiserlihe Hoheit der Großfürst Michae

v Preußen. Die Folgen

Angelegenheiten , es sei no< Niemandem in den Sinn gekommen, die Regierung Sr. Majestät, die nux wie ein Wohlthäter an Polen gehandelt habe, polnishen Bevölkerun überkommen,

geistlichen / Dr, von Goßler, erklärte: der Kronprinz und als Todfeind der zu bezeihnen. Als Preußen Polen auf dem Gebiet rihtswesens eine völlige Wüste bestanden, und erst dur Auf- wendung ungeheuerer Mittel sei eine Besserung gelungen; in den dreißiger Jahren habe es dort 50 Proz. Analphabeten gegeben, jeßt seien es nur no< 10 Proz. die ehemalige polnische Republik dies

rinzlihen Palais Se. wits< von Rußland.

Von 11/4 Kronprinz dem

r ab extheilte Se. Kaiserliche Hoheit der ilitär-Jntendanten des Garde-Corps, Oberst- Lieutenant a. D. Bergau, dem Fürsten zu Salm-Horstmar, dem Fürsten zu Solms und dem Lieutenant Müller, Mitglied Expedition, nah einander Audienzen. A 4 Uhr fuhren Jhre Kaiserlichen und Königlichen ten der Kronprivz und die Kronprinzessin mit Jhrer essin Victoria zu einem längeren unstausstellung. : Hoheit der Kronprinz begab Sich von <- dem Museum für Völkerkunde zur daselbst dur<h die Néu-Guinea-Comp brahten, von dem Reisenden Dr. Fin ) überbrachten ethnologishen und naturwissenschaftlichen Gegen-

Abénds 7 Uhr wohnten die Kronprinzlichen Herrschasten der Aufführung der englishen Oper } Wallner-Theater bei und kehrten darauf um 9 Uhr 38 Minuten na dem Neuen Palais bei Potsdam zurü.

Er glaube nicht, erreicht haben Gesellschaft

Unterrichtsverwaltung. Vorlage wolle nur die werthvollen politischen und sozialen Elemente in den östlihen Provinzen kräftigen und den Rü>- Die Hoffnung, daß aus Bevölkerung mit der Zeit gute Beamte Aus diesen

preußischen

öniglichen Hoheit der Pri Besuch! nach der Se. Kaiserli

gang des Deutschthums verhindern. der polnischen ; i e D hervorgehen würden, habe si< nicht erfüllt. ( esihtigung der betreffende nie zur Ausstellung ge-

inch aus Neu-Guinea

Forderung Gegen den Vorwurf des Vor- der Regierung gegen die Polen in brutaler Weise erfolge, müsse er die Regierung entschieden verwahren ; die Vere seien erwiesenermaßen von den ionen mißbrau<ht worden. ) e Hochschulen besuchten, s{lössen ih von ihren deutschen Genossen ab ; und stellten sich feindlich zu i aufmerksam beobachtet werden und müsse regeln führen, wie sie die Reg

Nachtrags-Etat eingestellt. Agitation

e, welche geschlossen worden, zu politischen Selbst die Polen, welche

l lbst „Der Mikado“ im olen selb

nen. Das Alles s{ließli<h zu Maß: ierung hier getroffen habe. Der Minister sprah \<ließli< die Hoffnung aus, das Haus werde das Wenige, was die Regierung fordere, bewilligen. »ltowskfi meinte: der Nachtrags-Etat verstoße Verfassung, weil er die polnischen Unterthanen von heilen der preußischen Staatsverwaltung aus\ließe. Es sei Selbstmord, der daduxh' der polnischen Bevölkerung zu- gemuthet werde „ohne zu bedenken, Moral verboten sei. Man stelle

Der Bundesrath hielt am 10. d. M. unter dem Vorsiß - des Königlih bayerischen Gesandten, Grafen von Lerchenfeld- n dexselben wurde beschlo}sen, alde> und Pyrmont und den Walde>schen Ständen \{hwebenden Streitigkeit wegen s Domanial-Stammvermögens zux Bezahlung der en Amwmortisationsgelver den Streitstheilen - vor-

e Herr von ering, eine Plenarsizung. ab. er zwischen dem Fl

daß der Selbstmord durch ‘die sih:auf den Staudpunkt'orièn-

talischer Fürsten, w ihren Unterthanen eine seidene Schnur auer su der Rene sih selbst zu entleiben. Der böse Samen, der - hier gesäet werde, werde böse Frucht tragen, Wer dem Sate „Justitia fundamentum regnorum“ zustimme, fönne diese Vorlage niht annehmen.

Die Diskussion wurde hierauf geschlossen und der Nach- trags-Etat in allen Positionen mit allen gegen die Stimmen der Polen angenommen. i 4 Es folgte der mündliche Bericht der Budgetkommission über den Geseßentwurf, betreffend die Beseitigung der s<hwebenden Schuld von 30 Millionen.

Derselbe wurde nach einer finanztechnishen Debatte, an der sih die Herren von Pfuel, Graf ur Lippe, M finan s Minister Dr. von Scholz und der Unter-Staatsfekretär Meine>e betheiligten, angenommen. i

Der leßte Gegenstand der Tagesordnung war die ein- malige Schlußberathung über den Geseßentwurf, betreffend die Abänderung der Ft nigligan erordnung vom 17. März 1839, betreffend den Verkehr auf den Kunststraßen 2c. | Diese Vorlage wurde nach kurzer Debatte, an der ih der Referent, Herr von der Osten, ferner Graf Udo zu Stolberg: Wernigerode und der Regierungskommissar, Geheime Reg.-Rath Freiherr -von Zedliß und Neukirch, betheiligten, mit der von ‘dem Grafen Stolberg beantragten Abänderung angenommen, daß dieselbe nur für die Provinz Posen Gültigkeit haben solle. Die Tagesordnung war damit erschöpft. Der Prä- sident {loß die Sizung um 1 Uhr 45 Minuten und wird zu der nächsten Sißung, welche nicht vor Ende dieses Monats stattfinden soll, besonders einladen.

Hat ein Redacteur in seiner Zeitschrift aus einer anderen Zeitschrift, in der ohne Angabe der Quelle unbefugt ein Artikel nahgedru>t war, diesen Artikel abgedructt, so ist er nah einem Urtheil des Reichs gericht s, III. Strafsenats, vom 1. April d. J., wegen fahrlässigen Nachdrus zu bestrafen, wenn erx bei Anwendung der nah den konkreten Verhältnissen erforderlichen Sorgfalt hat annehmen müssen, daß der fragliche Artikel in der Zeitschrift, der er ihn ent- nommen, unbefugt nachgedru>t worden war.

Die Bevollmächtigten zum Bundesrath, Königlich bayerischer Ministerial-:Nath von Herrmann und Ober- Negierungs-Rath Shmidtkonz, Königlich sächsischer Geheimer Finanz-Rath Golz, Königlih württembergischer Ober-Steuer- Rath Fischer und Großherzoglich me>lenburgischer Ober: Zoll-Direktor Oldenburg sind von hier abgereist.

S. M. Kreuzer-Korvette „Carola“, Kommandant Korvetten-Kapitän Ashmann, is am 11. Juni cr. in Malta eingetroffen und beabsichtigt am 15. dess. Mts. wieder in See zu gehen.

otsdam, 11. Juni. (W. T. B.) Se. Majestät der aufer und König trafen mittels Extrazuges heute Vor- mittag hier ein und begaben Sich zur Besichtigung des Regi- ments Gardes du Corps und der Garde-Husaren nah dem Bornstedter Felde. Der Besichtigung wohnten bei: ZJhre Kaiserlihen und Königlichen Hosen der Kronprinz und die Kronprinzessin, Jhre Königliche Hoheit die Prinzessin Wilhelm mit Jhren Söhnen, Jhre Königlichen Hoheiten die Grobbérzogin von Baden, die Erbprinzessin von Sachsen- Meiningen sowie die cha Q Victoria, Sophie und Margarethe. Nah der Besichäigung fuhren Se. ajestät nah Schloß Babelsberg.

Kassel, 10. Juni. Der Provinzial-Landtag hat in seiner heutigen Sizung dem Entwurf eines Gesetzes über die Termine bei Verträgen über Wohnungsmiethen in den Provinzen Schleswig-Holstein, Hannover, Hessen-Nassau und den Hohenzollernschen Landen mit einer Modifikation die ZuU- ftimmung ertheilt und si< alsdann bis Donnerstag, den 17. d. Mts., vertagt, um den Ausschüssen für ihre Arbeiten Zeit zu lassen.

Bayern. München, 10. Juni. (W. T. B.) Die Proklamation, betreffend die Uebernahme der Re- gents<haft, lautet wie folgt : :

„Im Namen Sr. Majestät des Königs! L

Unser Königlihes Haus und Bayerns treu bewährtes Volk ist na< Góöttes unerforschlihem Rathshluß von dem ershütterndem EGr- eigniß betroffen worden, daß Unser vielgeliebter Neffe, Se. Majestät König Ludwig 11. an einem \{<weren Leiden erkrankt sind, welches Allérhöchstdieselben an der Ausübung der Regierung auf längere Zeit im Sinne Titels 2 $. 11 der Verfassungsurkunde hindert. Da Se, Majestät für diesen Fall Allerhöchstselbst weder Vorsehung getroffen haben, no< dermalen haben treffen können, und da ferner über Unseren vielgeliebten Neffen, den Prinzen Otto {hon längeres Leiden verhängt ist, welches ihm die Uebernahme der Regentschaft unmöglih mat, so legen Uns die Bestimmungen der Verfassungsurkunde als_ nächst- berufenem Agnaten die traurige Pflicht auf, die Reichsverwesung zU übernehmen. Indem Wir dies von dem tiefsten Schmerze ergriffen öffentli kund und zu wissen thun, verfügen Wir hiermit in Gemäß- beit Titels 2 $. 11 und 16 - der Verfassungsurkunde die Einberufung des Landtages auf Dienstag, den 15. Juni 1886. :

Luitpold, Prinz von Bayern. (Folgen die Unterschriften sämmtlicher Minifter.) i

Ein Armeebefehl des Prinzen Luitpold kündigt an, daß der König dur<h eine s{hwere Erkrankung von der Regierung abgehalten werde, und daß Prinz Luitpold die Regierung und den Befehl über die Armee im Namen des Königs führe. i : i

Der Oberst-Stallmeister Graf Holnstein und der Reichs- rath Graf Törring werden als Kuratoren für die

Kabinetskasse beschästigen.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 10. Juni. (W. T. B.) Der Kaiser stattete heute dem japanishen Prinzen Tul Schimi einen Besuh ab. Der Prinz fuhr bei den Erzherzögen vor.

Im Abgeordnetenhause beantragte heute Kron0 wetter, einen Ausshuß zur Untersuchung der Hand- habung des Vereinsgeseßes den Arbeitern gegen über einzusezen. Das Gesey, betreffend die zollfrei? Maiseinfubt aus Bulgarien und Serbien, wurde angenommen und ebenso das Anarchistengeset in dritter Lesung mit 186 gegen 46 Stimmen genen bt ; /

Rest, 10. Juni. (W. T. B.) Das Abgeordneten haus náhm heute in namentlicher Abstimmung den goll- tarif mit 151 gegen 113 Stimmen als Grundlage für n Spezialdebatte an. Die Anträge der Opposition sind som! abgelehnt.

Civilliste si< mit dex Ordnung der Verpflichtungen der

10. Juni, Abends. (W. T. B.) Heute Abend rottete si< wieder eine rößere Volksmenge in den Straßen zusammen. Militär {loß die aus etwa 2000 Personen bestehende Ansammlung ein. Nah Entfernung der Frauen und der Neugierigen wurde der aus Arbeitern und Pöbel bestehende Rest truppweise nah dem Polizeigebäude und den Kasernen abgeführt und daselbst detinirt.

Niederlande. Haag, 10. Juni. (W. T. B.) Heute i hierselbst die Konferenz zur Regelung der Frage der shwimmenden Schankwirthschaften in der Nordsee zusammengetreten. Vertreten sind: Deutschland dur< den Geheimen Ober-Regierungs-Rath Weymann und den Geheimen Regierungs - ath Donner, Belgien dur Kopold Orban, Dänemark dur< Brunn, Frankreih durch Mancel, England dur< Kennedy und Trevor, die Nieder- lande dur<h Rahusen, Buys und Verkerk-Pistorius. Der Minister der Waterstraat, des Handels und der Jndustrie sprach in der Eröffnungsrede die Hoffnung aus, daß diese Konferenz die Konvention über die Fischerei-Polizei von 1881 in logischer Weise ergänzen werde. Das anzustrebende Ziel sei, Ordnung und Gerechtigkeit in den Sitten der Fischer zur Geltung zu bringen und den Mißbräuchen ein Ziel zu seßen, welhe der Handel mit Spirituosen in der Nordsee erzeuge. Die Konferenz begann sofort ihre Arbeiten und wählte Rahusen zum Präsidenten, Kennedy zum Vize-Präsidenten.

Belgien. Brüssel, 10. Juni. (W. T. B.) Das „Journal de Bruxelles“ wendet si<h gegen alle die Erzählungen verschiedener Zeitungen über die von der Regierung getroffenen militärishen Maßnahmen, um den Vorkommnissen anläßlih der für den 13. Funi ge- planten Ma nifestation zu begegnen, und bemerkt : alle Wohlgesinnten könnten in Ruhe den Ereignissen entgegen- schen und volles Vertrauen zu der festen Haltung der Regie- rung haben.

Großbritannien und Frland. London, 10. Juni. (W. T. B.) Im Oberhause brachte der Staatssekretär für Indien, Lord Kimberley, heute zur Kenntniß, daß die Re- gierung der Königin die Auflösung des Parlaments angerathen und die Königin ihre Einwilligung ge- geben habe. Das Parlament werde aufgelöst werden, sobald die nothwendigen parlamentarischen Arbeiten erledigt sein würden. Carl Carnarvon bestritt, daß er Parnell ein irisches Parlament in Aussicht gestellt habe: auf Parnell's Wunsch habe er im Juli v. J. eine Privat-Unterredung mit demselben gehabt, von welcher dem Kabinet nichts bekannt ge- wesen sei; er sei aber keine Verpflihtung eingegangen. Das Haus vertagte sih shließli<h bis zum 19, Funi.

Jn der heutigen Unterhaussizung sprach der Premier Gladstone die Hoffnung aus, daß die Auflösung des Me zu Ende dieses Monats werde erfolgen ónnen, und stimmte mit Hiks Beach dahin überein, daß der baldmöglichste Zusammentritt des neuen Parlaments erwünsht wäre; er könne darüber aber erst morgen, nahdem er mit dem Kabinet berathen, Auskunft geben. Der Premier empfahl \{<nelle Abwickelung der Geschäfte und beantragte, daß das Haus der Regierung den Vorrang für die no< zu erledigenden Finanzvorlagen einräume und sh von morgen bis nächsten Mittwoch vertage. Die Eisen- bahn- und Kanalvorlage ließ derselbe fallen, hofft aber, die Medizinal-Bill no< zu erledigen, und stellte den weiteren Antrag, morgen der Regierung einen pro- visorishen Kredit zu bewilligen, welcher bis zum 1, Oktober den laufenden Bedürfnissen entspreche. Das Haus trat hierauf in die Einzelberathung des Marine-Budgets ein. Der Unter-Staatssekretär Bri ce erklärte: Lord Lyons in Paris sei gestern telegraphisch an- gewiesen worden, seine Aufmerksamkeit auf das Gerücht von ciner bewaffneten Expedition na<h den Neuen Hebriden zu richten. Die Regierung zweifele nicht, daß rankrei die Abmachung vom Jahre 1878, welche 1883 be- sâtigt worden sei, loyal beobachten werde.

Belfast, 10. Juni, Nachmittags. (W. T. B.) Nach den lezten Nachrichten wurden während der gestrigen Unruhen fieben Personen dur<h Flintenschüsse getödtet; sehszehn Verwundete, darunter ein Sterbender, wurden ins Plpial gebraht, Fn der Stadt befinden sih 700 Mann Yendarmerie und Polizei. Seit heute Morgen ist es ruhiger geworden.

S 10. Juni, Nachmittags. (W. T. B.) Nachdem im ufe des Vormittags wieder kleine Zusammen- rottungen vorgekommen waren, steigerten sich dieselben im Laufe des Nachmittags. Gegen 3 Uhr wurde eine Polizei- Abtheilung von der Volksmenge angegriffen, so daß Militär zu Hülfe gerufen werden mußte; beim Erscheinen desselben jerstreute sih die Volksmenge. Von den gestern Verwundeten sind no< zwei im Hospital, zwei andere in ihren Wohnungen gestorben.

ho 11. Juni, früh. (W. T. B.) Die Ruhestörungen dauerten den ganzen Abend über fort, namentli<h in der Nähe der Kaserne der Polizei, wo größere Zusammenrottungen sattfanden, so daß Militär zu Hülfe gerufen werden mußte, welches die Straße mit dem Bajonnet säuberte.

D Frankreich. Paris, 10. Juni. (W. T. B.) Die eputirtenkammer begann heute die Berathung der Vor- uge, betreffend die Ausweisung der Prinzen. Die Cg Tien Graf Mun, Duguet de la Faucconnerie, de la orge und Piou bekämpften den Entwurf, Susini und ontjau vertheidigten denselben. Die Berathung wird morgen drtgesezt werden. za Der Staatsrath erließ eine Entscheidung, nah welcher de Beschluß des Generalraths der Seine, betreffend e Bewilligung von 5000 Frcs. für die Familien er Bergwerksarbeiter in Decazeville, für ungültig U erklären ist.

al Jtalien. Rom, 10. Zuni. (W. T. B.) Der König inete heute Vormittag 11 Uhr im Sizungssaal der Depu- nh tammer das Parlament, welches zu seiner 16. Legis- (hiepne rode zusammentrat. Jn der Thronrede werden ver- ne me Geseßentwürfe zum Wohl der arbeitenden Klassen us ündigt, denen der König seine ganz besondere Fürsorge E. Das Budget werde im vollständigen Gleichgewicht j eoeLegt werden ; u strenge Sparsamkeit werde sich das- s immer mehr konsolidiren. Eine Reform auf dem Ge- d der Zölle, die Vollendung der begonnenen Eisenbahn- wi due die weitere Entwi>kelung der öffentlichen Arbeiten der en den Nen MEEIRES des Landes beschleunigen. Vg önig \sprah das Vertrauen aus, daß das Haus mit hlwollen und Eifer die Maßregeln prüfen werde, welche

vorbereitet worden seien, um die Streitkräfte FJtaliens zu Lande und Wasser noh weiter zu heben und zu stärken. Die Beziehungen Ftaliens zu den auswärtigen Mächten seien niht nur freundschaftlihe, sondern au<h sehr herzliche. Der Eintra<ht Europas sei es no< einmal ge- lungen, den Orient vor einem großen Brande zu bewahren, dessen s unbekannt, aber sicherli< sehr ausgedehnt gewesen sein würden. Fn loyaler und energischer Weise habe Jtalien wirksam an der Wiederherstellung und Erhaltung des Friedens mitgearbeitet, wie dies die Jnteressen des Landes und der Civilisation erheishten. Am Schluß der Rede wurde darauf hingewiesen, wie nothwendig es sei, dem Staat eine sichere Grundlage zu geben und die politische Frei- heit sowie die ökonomischen moralischen Kräfte des Landes immer fruhtbarer zu gestalten, um zu zeigen, daß Jtalien in der That eine sichere Stätte wohlgeordneter Kraft und fozialen Friedens geworden sei.

Der Papst hat das bereits angekündigte Consistorium heute abgehalten.

Türkei. Konstantinopel, 11. Juni. (W. T. B.) Der Justiz-Minister Server Pascha ist gestorben.

Zeitungsftimmen.

Die „Staatsbürger - Zeitung“ stellt Betrahtungen darüber an, daß die politishen Parteien im Niedergange be- griffen seien, und sagt :

__„. « Verstärkt allein hat \si<h die Zahl derjenigen, weiche der Wirthschaftépolitik des Fürsten Bismark zustimmen. Ihre Hoffnung, daß der Bekehrten immer mehr werden würden, hat sich im gleichen Maße erfüllt, wie die Prophezeiungen der Gegner, die an Schwarz- feherei Unendliches geleistet haben, zunihte geworden sind.

Vor uns liegt eine statistishe Aufzeihnung über die Lage der deutshen Eisen- und Stahl-IJadustrie, aus der sih ergiebt, daß die Hüttenwerke, und no< mehr die Maschinenfabriken, in Deutschland von dem Jahre 1879 bis 1885 einen sowohl in Betreff der Arbeiter- js wie auch der Löhne ganz erheblichen Aufs{hwung genommen aven.

Zahlen beweisen, und fo wollen wir nur auf diejenigen hinweisen, deren Nichtigkeit buchmäßig festgestellt ist, die also nicht im geringsten angefochten werden können.

In 103 Aktiengesellschaften erzielte man im Geschäftsjahre 1878/79 bei einem Aktienkapital von 374 225 841 Æ einen Gesammt-Ueber- {uß von 8 592 304° 4 oder 2,29 %, im Geschäftsjahre 1884/85 da- gegen mit einem Aktienkapital von 364 125 084 A einen Uebershuß von 19 301 085 F. oder 5,30 %; das ergiebt einen Mehrertrag von 3,01 9/0 des Aktienkapitals. Bei den 50 Eisenhüttenwerken dieser 103 Aktiengesellschaften stellte fh im Jahre 1879 der Ueberschuß auf 1,81 %, 1585 dagegen auf 3,67 9/0; bei den 53 Maschinenbau- Anstalten aber betrug im ersteren Jahre der Uebershuß 3,36 %/o und im Jahre 1885 9,10 % des Aktienkapitals.

__ So viel in Betreff dieses einen großen Geschäftszweiges, wobei wir uns vorbehalten, au< in Betreff anderer industriellen Gebiete nachzuweisen, daß erst die Umkehr von den Lehren des Mancester- thums einen Aufschwung herbeizuführen vermochte. Die gläubigen Anhänger des Manchesterthums haben fi< in Gegner desselben ver- wandelt und die politischen Parteien verlassen, welche sih davon nicht lo8zusagen vermochten.

Jm „Düsseldorfer Anzeiger“ lesen wir unter der Ueberschrift „Die Branntweinsteuer und die Arbeiter“:

Wenn gegenüber der Forderung, daß cine höhere Besteuerung des Branntweins das Brennereigewerbe nicht ruiniren dürfe, häufig geltend gemaht wird, daß an der dabei hauptsächlih betheiligten Kartoffelbrennerei lediglih der Großgrundbesiß interessirt fei, so wird dabei doh nur die eine Seite der Sache berücksichtigt. Denn es ist richtig, daß im Gegensaß zu Süd- und Westdeutschland in den Osft- provinzen, in welchen weitaus der meiste Spiritus erzeugt wird, die Brennerei zumeist als Nebengewerbe neben dem landwirthschaftlichen Großbetriebe vorkommt. Allein damit ist do<h keineswegs gesagt, daß der Gewerbebetrieb allein dem Großgrundbesite Vortheil bringt. Auch der Bauer und insbesondere der kleine Besißer oder Arbeiter, welcher neben dem Tagelohn seinen Kartoffela>ker hat, ift für die Verwerthung sciner Kartoffeln zum großen Theil auf die Spiritus- fabrikation angewiesen. Gerade die ärmeren Schichten der Bevölke- rung bestreiten aus dem Ueberschusse ihres Kartoffellandes über den eigenen Bedarf zumeist die Mehrkosten des an Arbeitsverdienst fargen Winters. Vor Allem aber bietet die Brennerei und der davon abhängige Bau der Kartoffel nahezu die einzige Möglichkeit, den ländlichen Arbeitern einen einigermaßen ausreihenden Arbeitsverdienst zu schaffen, und zwar zum Theil wenigstens au in den Winter- monaten, in denen sonst für den ländlihen Arbeiter si<h wenig Arbeitsgelegenheit darbietet. Gerade die Oslprovinzen, in denen die Kartoffelbrennerei ihren Hauptsiy hat, sind aber ohnehin {on dem Zuge nah dem Westen mehr als erwüns<ht unterworfen ; sie zeigen nah der letzten Volkszählung zumeist statt einer Zunahme, einen Rückgang der Bevölkerung, welcher theils von der Auswanderung über das Meer, theils von dem Verzuge in die Großstädte und die Centren der Industrie, namentlich im Westen, herrührt. Diese Erscheinung is in einer Zeit, in welcher es der Industrie {wer hält, die vorhandenen Arbeitskräfte voll und lohnend zu beschäftigen, niht unbedenklich; sie bedroht die industriellen Arbeiter mit einem die Nachfrage überwiegenden Angebot von Arbeitskraft und dadur< mit einem Dru auf die Löhne. iese Gefahr würde sehr verschärft, wenn die jeßt in der Brennerei und beim Kartoffelbau beschäftigten Arbeiter dort brodlos und dadurch genöthigt würden, anderwärts für ihr Fortkommen zu sorgen. Es würden daher, wenn durch eine die Existenzbedingungen des Brennereigewerbes nicht berü>sihtigende Branntweinsteuer, wie sie die Freisinnigen gestalten möchten, die Kartoffelbrennereien im Osten ganz oder zum Theil eingehen müßten, keineswegs allein deren Besitzer, sondern die ganze ländliche Bevölkerung jener Gegenden und unmittelbar felbst die industrielle Arbeiterwelt empfindlih in Mitleidenschaft gezogen werden. So eng hängen gegenwärtig die wirthschaftli<hen Interessen der verschiedenen Zweige der nationalen Produktion zusammen, daß das Wohl und Wehe des einen die anderen mehr oder minder ernstlih berührt, und es ist daher das Gegentheil einer weisen Wirthschaftspolitik, wenn nit jeder Zweig des heimishen Erwerbes die gebührende Berük- sichtigung erfährt.

__— Einem Hamburger Marktbericht vom Ende April über die deutshe Maschinen- und Montan-;Fndustrie entnimmt das „Deutsche Handelsarchiv“ Folgendes:

„Was die deutsche Maschinen-Jndufstrie betrifft, so ist das Maschinenbaugeshäft im Allgemeinen ruhig, dagegen hat das Spéezial- Maschinenfabrikat tägli<h neue Erfolge zu verzeihnen. Wir sind heute in der Lage, einzelne, die deutshe Mühlenbau-Technik be- treffende hochbedeutsame Fälle \sol<her Art registriren zu können. Jn der Mühlenbau-Technik der Gegenwart nimmt Deutschland unbe- stritten den ersten Rang ein. Mit Ausnahme der Fachmänner dürfte es Wenigen bekannt sein, daß die Industrie, welche uns das Material zur Erzeugung unseres täglichen Brodes liefert, in den leßten 20 bis 30 Jahren eine vollständige Umwälzung erfahren hat. Wir wollen daher kurz erwähnen, daß der historishe Mahlstein bei Seite geshoben und der Walzenstuhl (cylindrishe Walzen) an feine Stelle getreten ist. Die hierdur< in Verbindung mit den gesteigerten Ansprüchen an ein gutes Mehl in dem Mühlenbetriebe verursachten Um- wälzungen sind von einer fol< einshneidenden Bedeu- tung, daß der „Iroumonger“ vom 3. April d. J. das

in England während der leßten 3 Jahre in Müllerei-

Mujeums in Köln). Kunstwerks find dem Text eingedru>t.

fort. des Bayerischen Gewerbe-Museums, über den Württembergischen Kunst- gewerbeverein in Stuttgart sowie die Ausstellung der Baugewerk8- \hule ebendaselbst, über die Zinn-Ausftelung im Mitteldeutschen Kunstgewerbe-Verein zu Frankfurt a. M., aus dem Hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe sowie über die Kunstgewerbeschule zu Pforzheim. Kunsthandel und dem Buchhandel (in leßterem Abschnitt wird u. a. Hirth's „Formenschaßz“ für 1885 untec Beigabe mehrerer Probe- Abbildungen Literatur der Kunst und des Kunstgewerbes fowie kleine Nachrichten. Von den dem Heft beigefügten drei Kunstblättern zeigt das erste (in \{<öner Chromolithographie von J. Herr in Nürnberg) eine weitere farbige Aufnahme einer jener prächtigen türkischen Fayenceplatten von Jechil- Djami in Brussa, deren die Zeitschrift {hon eine ganze Reihe ver- öffentliht hat. Wiedergabe eines alten italienis<hen Sammetstoffs (Granatapfelmuster) un, E Stickerei (Maria mit dem Kinde und zwei Heilige) in Seide (Gewerbe-Mufeums. ein bronzenes Tintengefäß (deutshe Renaissance) mit originellen Ornamenten in Flachrelief, aus dem ftädtishen Muscum in Salzburg. In den Tert eingefügt sind feraer no< eine ganze Anzahl anderter bhemerken8werther Abbildungen, z. B. Fayence-Teller, entworfen von L. Hellmuth, eine salzburgis<e Fayence- Kanne, Fayence-Fußbodenplatten aus San Sebaftiano in V

ein reizvolles Stoffmuster von einem alten Bilde, eine Holzschnitzerei (Wappenschild) von den Thüren der Uffizien in Florenz, ein origineller Thürklopfer aus Graz 2c.

iandwirth#s<ha T weizen einen mittleren Stand von 98$, also günstiger als 1885 ;

maschinen angelegte Kapital auf 60 Millionen Mark s{häßt, wovon, na< der gleichen Quelle, ungefähr die Hälfte, also 30 Millionen Mark, in die Taschen der deutschen und amerikanishen Mühlenbau- anstalten geflossen ist. Auch in den anderen europäis<hen Ländern find ähnliche Summen für Neu- und Umbauten angelegt worden Die englische Fachzeitschrift „The Miller“ beri<tet in ciner ibrer leßten Num- mern, daß die „Société des Grands Moulins de Corbeil“ in Paris, deren Müglenwerke die großartigsten Frankreichs sind, die voll- ständige Neueinrihtung ihrer Anlagen, wozu ein Kosten- aufwand von etwa einer Million Francs erforderli< ift, ey der deuts<hen Mühlenbau-Firma G. Luther über- tragen habe. Der Sieg ist ledigli<h dem Rufe der deutschen Müblenbau-Technik und der Vorzüglichkeit der in diesem Falle auf- gestellten Projekte zuzuschreiben, da die französishen Mitbewerber theilweise niedrigere Preise forderten als die genannte deutshe Firma.

_ Ein zielbewußtes Fortschreiten auf dem einges<lagenen Wege wird daher der deuts<hen Industrie weitere große Erfolge sichern, um so mehr, als auch die transatlantishen Länder in wa<hsendem Maße als Käufer von Müllereimaschinen auftreten.“

; Amtsblatt des Reihs-Postamts. Nr. 31. Jnhalt: Verfügungen: vom 7. Juni 1886: Postverbindungen nah Nor- derney; vom 7. Juni 1886: Postverbindungen nah den Inseln Föhr und Sylt. Archiv für Post und Telegraphie. Nr. 10. Inhalt:

I. Aktenstü>e und Aufsäße: Die Durchführung der Kranken- und Unfallfürsorge im Betriebe der Reichs-Post- und Telegraphen- verwaltung. Der Fahrplan der subventionirten deutschen Post- dampferlinien. Das Postwesen von British-Indien im Jahré 1883/84. II. Kleine Mittheilungen: Die Parifer Stadtbahn. Herstellung von Post- und Telegraphengebäuden in Oesterrei. Aenderungen im britishen Packetpostdienste. Elektrische Krasft- versorgung vom Niagarafall aus. III. Zeitschriften-Ueberschau. Rot Dampsfsschiffverbindungen nach außereuro- päischen Ländern. Juni 1886. ;

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des_Statiftishen Amts der Stadt Berkin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Woche vom 30, Mai bis incl. 5. Juni cr. zur Anmeldung gekommen: 213 Ehe- \<ließungen, 824 Lebendgeborene, 30 Todtgeborene, 645 Sterbefälle.

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

__ „Normalstatut für Innungs-Krankenkassen nebst Einleitung und Erläuterungen sowie einer praktischen Anleitung zur Errichtung derartiger Kassen“, von dem Regierungs-Rath E. Fu hr- mann in Merseburg (L. Haufers Verlag, Berlin C., Spittelmarkt 2, und Neuwied, 1,20 4). Nachdem zahlreihe Innungen si<h na< Maßgabe der Bestimmungen des Artikels 1 des Gesetzes vom 18. Juli 1881 neu konstituirt oder reorganisfirt haben, find dieselben bestrebt, für die von den Innungsmitgliedern ' beschäftigten Gesellen und Lehr- linge Innungs-Krankenkassen zu errihten, stoßen jedo< hierbei auf nicht unerheblihe Schwierigkeiten, weil neben mehreren Bestimmungen des Krankenversicherungsgesetes vom 15. Juni 1883 no<h die Vor- schriften des Titels VI Nr. 11 der Neihs- Gewerbeordnung ($$. 97 bis 104 g.) zu berücksichtigen sind und weil namentlich bei den Bestimmungen über die Organe der Innungs-Krankenkasse zu beachten ist, daß die In- nungs-Krankenkasse ledigli eine Einrichtung der Jnnung ist und zu dieser in einem Abhängigkeitsverhältniß steht. Zwar ist von demInnungsausfhuß zu Berlin ein Statnt für Jnnungs-Krankenkassen entworfen worden (vergl. „Arbeiter-Versorgung“ 1. Jahrgang S. 363, Heufers Verlag zu Neuwied) ; allein dieses kann, ganz abgesehen davon, daß es einige Unrichtigkeiten enthält, besonders von den Innungen der mittleren und kleineren Städte fast gar niht benußt werden. Um die Errich- tung von Innungs-Krankenkassen zu fördern, hat der Verfasser das von ihm auf Grund seiner praktis<hen Erfahrungen als Dezernent für Innungen und Krankenkassen im Regierungsbezirk Merseburg und unter genauer Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften entworfene Normalstatut der Oeffentlichkeit übergeben. Dasselbe wird zur Er- füllung einer der wesentlichen Aufgaben der neuen Innungen, nämlich der Förderung eines gedeihlichen Verhältnisses zwischen Meistern, Ge- ellen und Lehrlingen mit beitragen und allen Innungen will- kommen fein.

__—- În dem soeben erschienenen 6. Heft 20. Jahrgangs 1886 von „Kunst und Gewerbe“, Zeitschrift zur Förderung deutscher Kunst-Industrie (herausgegeben vom Bayerischen Gewerbe-Museum in Nürnberg, redigirt von J. Sto>kbauer; Nürnberg, Verlag des Baye- rishen Gewerbe-Museums, C. Schrag) beschreibt Schnütgen eine mit Niellen reich ausgestattete romanishe Kelchcuppa aus dem 12. Jahr- hundert, welche in technischer, ikonographischer und arhäologischer Beziehung Beachtung verdient (jeßt im Besiß des erzbischöflichen Mehrere Abbildungen dieses höchst interessanten / Tert ei | Dann seßt F. Jänni>e seine Studien über portugiesishe Keramik (na< Joaquim de Vasconcellos) Weiterhin folgen Mittheilungen über neue Erwerbungen

Den übrigen Inhalt bilden Nachrichten aus dem

daraus besprochen), die Uebersiht der periodischen

Auf dem zweiten Blatt sehen wir die Lichtdru>k-

und Goldfäden aus der Mustersammlung des Bayerischen Das letzte Blatt reproduzirt in Zinkographie

ein Merkbüchlein und zwei

enedig,

Von den Buchhändlern und Antiquaren Joseph Baer & Co.

in Frankfurt a. M. und Paris liegen wiederum 2 Kataloge, der Lager- katalog 180 und der antiquarish

fatalog findet man 351 Schriften verzeihnet, welche fih auf Ungarn, Rumänien und die füdflavischen Länder beziehen und fehr verschiedenen ntalts, aber zuglei<h mehr oder weniger intèressant und werthvoll sind. D. T von 258 Schriften des verschiedenartigsten Inhalts in eutscher, holländisher Sprache, unter denen es gleihfalls an werthvollen und zum Theil feltenen Schriften nicht fehlt.

e Anzeiger Nr. 362, vor. Im Lager-

Der antiquarische Anzeiger bringt unter dem Titel „Miscellanea“

lateinischer,

italienisher, französischer,

englis{her und

Land- und Forstwirthschaft.

Washington, 10. Juni. (W. T. B.) Der Bericht des Saftli>en Bureaus konstatirt für Frühjahrs- *