1886 / 138 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

lie po Trg Baemltiags 19 o ronprinz der 3. Garde-Ulanen-Regiments dur auf dem Bornstedter F i Abends erschien Hoheit der Am Pfing

wohnte Se. Ka ung des 1. und . Majestät den Kaiser

öchstderselbe mit Jhrer Königlichen ctoria im Circus Krembser. stjonntag Vormittag begaben Sich Jhre Kaiser-

Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin mit Emen Töchtern zum Gottesdienst nah der Kirche

Nawhmittags 3 Uhr fand im Neuen Palais ein Diner glichen Hoheiten der Prinz und Im, Se. Hoheit der Erbprinz und Jhre

ie Erbprinzessin von Sachsen-Meiningen, Prinz Ludwig von Baden u. A. geladen

Abends empfing Se. Kaiserliche Hoheit der Kronprinz den Unter-Staatssekretär des Auswärtigen, “rasen von "Berim, zu einem längeren V

Gestern Nachmittag unternahmen die Kronprinzlichen Herrschaften mit den Prinzessinnen Töchtern und einer gela- denen Gesellschaft eine Dampfschiffspartie nah wurde das Souper eingenommen und dann ge Rückfahrt angetreten.

Unter den Gästen der Höchsten Herrschaften befanden Sich der Erbprinz und die Erbprinzessin von Prinz und die Prinzessin Prinz Ludwig von Baden U.

zu welchem rinzessin ilt

oheit der

P 6

sin Sachsen-Meiningen, ns von Hohenzollern, der

Die erschütternden Nachrichten aus Ba der Telegraph gestern übermittelte und Extra überallhin verbreiteten, haben die Pfingstfreude verwandelt.

Ist es schon an und es Menschenleben in geistiger edt das tragishe Geshi> des Königs Ludwig Il. um so innigere Theilnahme, als derselbe zu unserem Kön in verwandtschaftlichen Bezi land die Verdienste unverge heit des Reichs erworben hat

ern, welche lätter sofort

für si ergreifend, wenn ein herrlich Umnachtung endet, so

ungen stand, und in ganz en sind, die er sih um die Ein-

Ein in jedem Jahre einmal erscheinender Kalender ehört nah einem Urtheil des Reihs gerichts, II. Straf- nats, vom 1. April d. J., ni . 7 Litt. b des Na el erlaubt ift.

___— Nath der im Rei in der Ersten Beilage veröffentlichten Na Monat April d. J. auf lih der bayerischen) beförd spätungen wurden auf 38 größeren Bahnen b komplexen mit einer Gesammtbetriebslänge/ von 31 befördert: An fahrplanm und Schnellzüge,

t zu den Zeitschriften, aus welchen nah d rudee feu os ut Abdru>

einzelner Arti 8-Eisenba

eutshen Bahnen (ausshließ- erten Züge und deren Bee A Lo ntbe 20,58 km äßigen Zügén: 13812 Courier- e, 61 344 gemischte Züge erfahrplanmäßi und gemi und Arbeitszüge. Jm eter bewegt, von denen rplanmäßigen Züge. mit Es verspäteten von den Pren und

roz. (gegen nd 1,25 Vos en wurden jedo< 403 ßzüge hervorgerufen, 1 Bahnen nur 837 Verspätungen gegen 0,84 Proz. im Vormonat). orjahres verspäteten auf den ih zu ziehenden Bahnen von mäßigen Zügen mit roz., mithin 0,03

; 18 149 Personenzü und 107166 Güterzüge; an au ügen: 2660 Courier-, Schnell-, Personen- ge und 18038 Güter-, Materialien- anzen wurden 711 612 138 Achskilom 217 299 134 Achskilometer auf die fah Personenbeförderung 193 305 fahrplanmäßigen Courier-, ügen im Ganzen 1240 oder selben Monat des Vorjahres u Von diesen Verspätun äteter Ansch

0,61 Proz. in dem im Vormona dur<h das A so daß den aufgeführte: = 0,43 Proz.) zur Last f n demselben Monat des tre>en der in Vergle 185 341 beförderten fahrplan beförderung 734, oder 0,40 P n Folge der Verspätungen wurden egen 426 in demselben Monat des rmonat). Wird eine Gruppirun den auf je eine Anschlußversäumniß spätungen vor Me>lenburgis versäumniß auf (4 Anshhlußversäumnisse die Main-Ne>arbahn (21 Anschlußve gen) mit 1,33; während die Reich (10 Anschlußversäumnisse s ), die Badischen Staatseise versäumnisse auf 58 Vers: _ Staatseisenbahnen (1 An spätungen) mit 31,00 die legte nbahnen 16 Verspätun auf 9 Eisenbahnen weder Ve }se vorgekommen sind.

gten zum Bundesrath, Königli the Freiherr von Stengel 8 tünchen abgereist.

warten versp

5 Proz. weniger. 917 Anschlüsse versäumt Vorjahres und 1384 im der Eisenbahnen nah entfallenden

genommen, so kommen in erster Rei Friedrih Franz-Eisenbahn Verspätung) mit 1,00, die Werrabahn r)pätungen) mit 1,25, äumnisse auf 28 Ver- s-Eisenbahnen in Elsaß- auf 83 Verspätungen) L nbahnen (4 Anshluß- ätungeu) mit 1450, die Württem- \{lußversäumniß auf Stellen einnehmen, ne Anschluß- pätungen no<

(1 Anschluß- auf 5 Ve

bergischen

und auf 7 Ei äumnisse, un

Die Bevollmächti bayerishen Ministerial-Rä von Kastner, sind nah er Bevollmächtigte zum Bundesrath,

e Ministerial-Rath von Werner, ist hie

Der General der J General-Jnspecteur des Milit ens, hat sih in dienstlihen A

Großherzoglich r angekommen. nfanterie von Strubberg, Erziehungs- und Bildungs- ngelegenheiten nah Schlesien

Der Großherzoglich Allerhöhsten Ho e, Freiherr ihm von seiner Regierung bewilligten kurzen

S. M. Kreuzer „Adler“, Kapitän von Wietersheim eingetroffen und beab

badische Gesandte am hiesigen von Mars , hat einen

laub angetreten.

i Kommandant Korvetten- eim, ist am 14. Juni cr. in Gibraltar ihtigt, am 17. Juni cr. wieder in See

oot „Fltis“ ist am 14. Ju , am 20. Juni cr. wie euzer „Habicht“, <udmann I.,

A, M age!

nant Hofmeier,

und ugt t n von

de Loando eing

Kiel, 14. Zuni.

Korvette „Donau“

Kommandant Kapitän- cr. in Aden eingetroffen der in See zu gehen.

i Kommandant Korvetten- ist am 12. Mai cr. in St. Paul

W. T. B.) Die österrei

ist heute Nachmittag hier einge

Aachen, 14. ni. (W. T. B.) Erzbischof Cre- ees von Köln ist zu ahttägigem Aufenthalt hier einge-

tro

Bayern. München, 14. Juni, Nachmittags. (W. T. B. Das heute veröffentlihte Thronfolge- E Ee

schaftspatent lautet: Im Namen Sr. Majestät des Königs!

„Bayerns Königliches Haus und sein in Glü>k und Unglü> treu zu ihm stehendes Volk ist vom s<wersten Schiksals\chlage getroffen. Nach Gottes unermeßlihem Rathshluß is Se. Majestät König

Ludwig Il. aus dieser Zeitlichkeit geschieden.

Durch diesen das ganze Vaterland in \{<merzli<ste Betrübni verseßenden Todesfall ist das Königreih Bayern fn der GunE vereinigung aller seiner älteren und neueren Gebietstheile na< den Bestimmungen der Verfassungsurkunde, auf Grund der Haus- und Staatsverträge, Unserem vielgeliebten Neffen, dem Bruder weiland Sr. Majestät, Sr. Königl. Hoheit dem Prinzen Otto, jeßt Majestät, als nä<hstem Stammfolger nah dem Rechte der Erst-

geburt und der agnatisch-linealen Erbfolge angefallen.

Da Allerhöchstderselbe dur ein {hon länger andauerndes Leiden verhindert ist, die Regierung Allerhö<stselbst i führen, so en 7 ) < estimmungen der Ver- fassungsurkunde, in Allerhöhstdesselben Namen die Reichsverwesung

Wir als nähst berufener Agnat, nah den B

zu übernehmen.

Die nach der Verfassung erforderlihe Einberufung des Landtages

ist bereits verfügt.

Indem Wir im Namen Sr. Majestät des Königs die Reichs- verwesfung hiermit übernehmen, versehen Wir Uns zu allen Ange- hörigen der bayerishen Erblande, daß dieselben Se. Majestät den König als ihren re<tmäßigen und einzigen Landesherrn so willig als pflihtmäßig erkennen und Allerhöchstdemselben und Uns, als dem dur die Verfassung berufenen Regenten, unverbrüchlihe Treue und

unverweigerlihen Gehorsam leisten.

Damit der Gang der Staatsges<häfte nicht unterbrochen werde, befehlen Wir, daß „[ämmtlihe Stellen und Behörden ihre Ver- rihtungen bis auf nähere Bestimmung wie bisher nah ihren Amts- es ersen die amtlichen Ausfertigungen von nun an im

l Majestät des Königs Otto von Bayern, wo solches vorgeschrieben ist, erlassen, bei der Siegelung aber sih der bisherigen Siegel, so lange, bis ihnen die neu zu fertigenden werden zugestellt

men Sr.

werden, bedienen jollen.

Wir wollen alle Bediensteten an den von ihnen geleisteten Ver- fassungs- und Diensteseid besonders erinnert haben und versehen Uns gnädigst, daß alle Unterthanen Sr. Majestät dieser Unserer in tiefem Schmerz im Namen des Königs an sie gerihteten Aufforderung in

Treue folgen, Gegeben München, den 14. Juni 1886. ; Luitpold, Prinz von Bayern. Dr. Freiherr von Lutz, Dr. von Fäustle, Dr. von Riedel, Freiherr von Crailsheim, Freiherr von Feilitß\{<, von Heinleth.

Ueber die Katastrophe in Schloß Berg meldet das

„W. T. B.“ Folgendes:

Der König war am Sonnabend Nachmittag 2 Uhr ohne wischenfall auf Schloß Berg eingetroffen, wo Graf Holn- tein mit dem A Begleiter des Königs ernannten Major

fassen-Sekretär Klug en angekommen war, um den König zu

Freiherrn von Mittags aus

vat und dem Ho n empfangen.

Ein Telegramm des Leibarztes, Ober-Medizinal-Raths Dr, von Gudden an den Minister-Präsidenten von Luß, d. d. Verg, 13. Juni, Abends 6 Uhr 15 Min., meldet: „Die Doktoren Hagen und Hubrih sind auf Dienstag Vormittag 9 Uhr bestellt. Das Parere über Prinz Otto wird voraus- sihtlih Dienstag Abend übergeben werden können. Hier geht es bis jegt wunderbar gut. Die persönliche Untersuchung hat

übrigens das schriftlihe Gutachten nur bestätigt.“

__ Dieses Gutachten der eidlih über den Gesundheitszustand König Ludwigs vernommenen vier Aerzte (vom 8. Juni)

lautete : Wir erklären einstimmig:

1) Se. Majestät sind in sehr weit worgeschrittenem Grade seelen- ( und zw Sornt von Geisteskrankheit, die den Irrenärzten aus Erfahrung wohlbekannt und als Paranoia

gestört, und zwar leiden dieselben an jener

(Verrücktheit) bezeichnet wird.

2) Bei dieser Krankheitsform, ihrer allmählihen und fort- \hreitenden Entwickelung und \{<on sehr langen, über eine größere Reihe von Jahren sih erstre>enden Dauer ist Se. Majestät unheil- bar und nur no< eîn weiterer Verfall der Geisteskräfte siher in

Aussicht.

_3) Dur die Krankheit ist die freie Willensbeftimmung des Königs vollständig ausges{<lossen und is derselbe als verhindert an der Ausübung der Regierung zu betraten, welche Verhinderung nicht

nur länger als ein Jahr, sondern die ganze Lebenszeit andauern wird. Gudden. Hagen. Grashey. Hubri(.

Am Pfingstmontag Vormittag machte die Königliche Polizei-

Direktion in München Folgendes bekannt: Nachdem Se. Majestät der König seit seiner Ankunst in Schloß Berg den ärztlichen Rathschlägen ruhig Folge geleistet, machte der- B Aae Abend um 63/, Uhr in Begleitung des er- von dem der König und Gudden längere Zeit nicht zu- rüdgekehrt sind. Nach Durchsuchung des Parte Und m diu D wurden Se. Majestät mit Gudden im See efunden. e. Majestät gaben ebenso wie Gudden Anfangs WG shwache Lebenszeichen, do<h waren die von Dr. Müller vorgenommenen Wiederbelebungsversuche vergeblih. Um 12 Uhr Nachts wurde der Tod Sr. Majestät konstatirt. Das Gleihe war bei Magen der Fall. ach einem von der „Allg. Ztg.“ veröffentlihten Privat- telegramm aus Starnberg hatte der König O Bormitta auf einem Spaziergange im Park eine Zeit lang in ruhigem Gespräh auf einer Bank im sogenannten Hirschpark in der N des Sees verweilt. Abends speiste der König mit dem Lei arzt Dr. Gudden anscheinend ruhig. Um 63/, Uhr verließ der König mit Gudden das Sc<hloß und veranlaßte den Arzt die Wächter zurüzulassen. iy

Die Bevölkerung der Hai tstadt ist in allen Kreisen zue das Ereigniß auf das Tiefste bewegt; überall zeigen si

beinah E e Raue s l U isten Trauer M ] hme; die Kirchen sin erfüllt; von sämmtlichen Kirhthürmen findet Trauerläuten statt. | E

,— 14. Juni. (W. T. B.) Die Minister Freiherr von Crailsheim, von Fäustle und von Riedel sind heute Mittag nah Berg abgereist, um den Befund der Leiche des Königs zu beurkunden. Die A Eb R an derselben nah der Haupt- und Residenzstadt soll baldigst erfolgen. Die Parade- Ausstellung soll in der alten Schloßkapelle stattfinden.

Heute Vormittag 10 Uhr fand in der Türken-Kaserne die Vereidigung der Generalität statt; gleihzeitig erfolgte in allen anderen Kasernen die Vereidigung der Trup- pen. Der Shwur lautet auf Gèhorsam gegen Se. Majestät König Otto T. von Bayern und den Verweser Les Ren too T B

14. Juni, Abends. . T. B.) Ein Leitartikel der „Neuesten Nachrichten“ Lspricit in Ausdrücken tiefster

edizinal-Raths von Gudden einen Spaziergang im Park,

nämlih die Regierung Zwangsma oder ob man die Jrländer selbst ihre eigenen Angelegenheiten regeln lassen wolle. Mr. Gladstone bestreitet den Gegnern seiner Vorlage das Recht, die leßtere unter Berufung auf die Union zu verwerfen. Die Union, welche er abzuändern tracht, sei eine solche, die „nur auf dem Papier stände, erlangt dur< Gewalt und Täuschung und niemals von dem irischen Volke sanktionirt. Jrland verlange nicht die Beseitigung der Union, sondern die Herstellung eines Parlaments ohne diejenige Prärogative, dur< welche die Rei ginteressen beein- trächtigt werden könnten. Jrland habe die Bestimmungen, dur welche au der Minorität ein Schutz gewährt werde, freudig nonen. Mr. Gladstone führt sodann die Vortheile aus,

ine N ei einer Stärke, die Beseitigung der Streitigkeiten mit Jrland und Entfaltung der Hülfsquellen dieses Candea, der im 1 der

Trauer das furchtbare Geschi> eines so glänzend veran

Monarchen, der aus der Erhabenheit idealster Anschauung i furtbarste Krankheit gestürzt sei. Gerade die Katastrophe he weise, wie nöthig die Einsezung der Regentschaft gewesen sei, wenn überhaupt anhängliche Verehrung und bayerisde Königstreue noh Zweifel an der Nothwendigkeit der statt: gehabten Staatsaktion hegen konnten. Der Artikel ließt: Vor der Majestät des Todes verstummt jeder kleine Ge: B E ir P EIONR iron AEN Ludwig's un: erblicher Geist. le herzergreifende Tragik dieses

Geschi>s wird in aller Welt fe i ls erben und sein Fürstenhaus erwed>en !“

Ymerzliche Trauer für Bayern Die Leiche des Königs Ludwig soll heute Nag

zwischen 2 und 3 Uhr hier eintreffen. Dieselbe wird in y Kapelle der Residenz übergeführt, am Dienstag vom Profes mpt id Beide A r aufgebahrt werden. Der Tag der Delseßung ist no< unbestimmt; wahrscheinli wi

die pl 1 am Sonnabend erfolgen. FNGentis ans

159. Zuni, früh. (W. T. B.) Gestern Abend 81/, Uhr

at im Vorhofe des Schlosses Berg durh den Stiftsß

ürk und drei andere Geistliche die Ein se n der LN des Königs stattgefunden, welche darauf in einem Jnterims- sarge auf einem vierspännigen Leichenwagen, dem drei Wagen mit den Geistlichen und den Personen der engeren Begleitung des Königs folgten, nah München übergeführt wurde. Von der Münchener Vorstadt Sendling ab wurde der Zug von einer Abtheilung des ersten {weren Reiter-Regiments eskortirt. Nachts 1 Uhr 20 Minuten langte der Leichenzug im Residenz: s{hlosse an. Da die Ankunft desselben so

wurde, so fand keine Ansammlung des Publikums statt. Die Kaiserin von Oesterreich, welche in Feldafing weilt hatte einen prachtvollen Kranz nah Schloß Berg übersandt.

rüh nicht erwartet

Sachsen. Dresden, 14. Juni. (W. T. B.) Der

preußische General z. D. Graf von Monts ist hi ; Folge eines Schlagflusse | ist hierselbst in

s gestorben.

Velgien. Brüssel, 13. Juni. (W. T. B) Die

Delegirten der Arbeitervereine des Landes hielten heute eine Versammlung ab, um über die Opportunität eines allgemeinen Strikes zu berathen. Die Berathung war eine geheime. Abends soll eine neue Versammlung statt: finden. Die Bürgergarde, welche zusammenberufen worden war, ist wieder entlass en worden. Die Stadt hat ihr gewöhnliches Aussehen. Mit den Eisenbahnzügen sind weniger Personen hier eingetroffen als an anderen Sonntagen, da

Regenwetter eingetreten ist. i

Eine Depesche aus Charleroi, von Abends 6 Uhr,

meldet, daß in dem ganzen Kohlenbe>en Ruhe herrs{t: ebenso berichten Depeschen aus den A rorinae n nirgends zu Ruhestörungen gekommen ist.

14. Juni. (W. T. B.) Jn der gestern zusammen-

etretenen Versammlung der Delegirten der Ar- ettervereine des Landes führte der kürzlih von dem Assisen-Gerichtshof in Gent verurtheilte Ansee l e den Vorsiß. Gegen 500 Delegirte, welche die Arbeiterpartei des gesammten Landes vertraten, nahmen an der Versammlung Theil. Es gelangten dur< Akklamation folgende 3 Resolutionen zur Annahme: v Die Propaganda zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechts

stellung solle eintreten, sobald die Arbeiterpartei die nothwendige Kraft erlangt habe und falls die Regierung weiter die Ge währung des allgemeinen Stimmrechts verweigern würde. 3) Eine neue Manifestation soll für den 15. August, den belgischen Nationalfeiertag organisirt werden. ußerdem wurde für den Dae daß die beabsihtigte Manifestation am 15. August ver

aid a r a für das ganze Land zu ertlaren. ¡Fn der Stadt herrschte den ganzen Abend hindurch die vollste Ruhe. E M

oll fortgeseßt werden. 2) Eine allgemeine Arbeitsein-

oten werden sollte, beschlossen, 24 Stunden

Großbritannien und Jrland. London, 14. Zuni.

(W. T. B.) Das Wahlmanifest des Premiers Gladstone an seine Wähler in Md oth lan besagt: Die Königin hat in die Auflösung des Parlaments gewilligt, um die Meinung des Landes über die wichtigste und gleichzeitig einfahste Frage zu erfahren, welche man dem Lande jeit einem halben Jahrhundert unterbreitet hat. Der Premier beruft si auf sein leztes Manifest e eine „tonservative Regierung die Vorlage eingebracht hätte, den Jrländern ein so hohes Maß von Autonomie zu bewilligen, so würde dieselbe Seitens der liberalen Partei eine kräftige Unterstüßung gefunden haben; aber die Konservativen hätten no< im Januar eine auf Zwangsmaßregeln beruhende Politik in Vorschlag gebracht, welche dur fertigt war. Er (Gladstone) babe f als die der Zwangsmaßregeln entschieden und darnach ein Kabinet auf einer dieser R gebildet. Er habe im Einverständniß mit seinen Kollegen vor- geschlagen, zu untersuchen, ob es nicht mögli<h wäre, Jrland einen eigenen geseßgebenden Körper zu geben und zwar unter Bedingungen, wie sie die Ehre und die Jntegrität des Reichs erheischen. Es gebe überhaupt nur zwei 0 ie e: 0

ügt hinzu: wenn

die Ereignisse nicht gerecht ih für eine andere Methode

olitik entgegengeseßten Grundlage

olitik, über welche das Land p e M oll regeln anwenden Joue,

he die von ihm verfolgte Politik mit \i< brächte. Es seien inheit des Reichs und Vermehrung

Ehre Großbritanniens von dem Schandfle>, welcher ihm na der Meinung der gesammten ivil, Welt M endlih Wiederherstellung der Würde des Reichsparlaments und ein wirklicher Fortschritt der Angelegenheiten des Landes. Mr. Gladstone sagt ließli: ca N

rege mit halben Maßregeln zu behandeln. Er habe seinen

e, und

ei unmöglich, die irishe

eil für die Lösung der Frage gethan; das Uebrige zu

thun komme nun den Wählern zu.

Statistische Nachrichten.

Ueber die Breslauer Unterrichtsanstalten und ihre Frequenz am Séhlusse des Schuljahres 1884/85 finden wir in den Monatsberihten des Statistischen Amts der Stadt für das Jahr 1885 folgende Angaben von allgemeinem Interesse. i und 2 königlichen Gymnasien mit je 3 bezw. 2 Vorschulklafsen hatten zusammen in 80 Klassen 3115 Schüler, während die beiden städtischen Realgymnasien, von denen nur eins eine Vorschule besaß, in 25 Klaffen von 971 Schülern besuht wurden. Mit der neunklassigen Königlichen Ober-Realshule war eine vierklassige Königlihe tehnis<he Fach- Baugewerk|schule : verbunden, wel<he von 340 bezw. 41 und 97 Schülern besu<ht Die 3 städtischen höheren Bürgershulen mit je 3 Vorschul- kflafsen hatten in 47 Klassen eine Frequenz von 2074 Knaben aufzu- Für den Unterricht der weiblihen Jugend sorgten außer den 2 höheren ftädtis<hen Mädchenschulen mit 23 Klassen und 831 [ rinnen und den 2 Mädchen-Mittelshulen mit 712 Schülerinnen in 14 Klassen namentli< 17 private höhere und mittlere Mädchen- schulen, wel<he in 140 Klassen von 2707 Kindern besu<ht wutden. Dagegen gab es nur 4 höh 627 Schülern in 29 Klassen.

sagen!“ Der Fürst wurde beim Eintritt in die Versamm-

lung und beim Verlassen derselben lebhaft begrüßt.

Kopenhagen, 14. Juni. Gestern Abend reiste die Herzogin von Chartres von und die Kronprinzessin gaben das Geleit.

Kairo, 14. Juni. Der Gesundheitszustand der in Affuan und an anderen Orten stehenden Truppentheile ijt zur Zeit ein un- 150 Soldaten sind in der leßten Zeit an astrishem Fieber und am Schlagfluß gestorben; rankte sollen nächstens hierher transportirt werden.

Die „Times“, meisten übrigen Morgenblätter urtheilen abfällig über das Manifest Gladstone's; nur die Daily News“ verspricht si< davon einen gro ind drü>t die Ueberzeugung aus: das Volk werde si<h um den Staatsmann scaaren, der den Muth und die Fähigkeit er glü>lihen Lösung der irishen Frage besitze. In Sligo (Jrland) fanden am Sonnabend Abend Durch eine unbedeutende Beschädigung en Palais erbittert, griffen die Katholiken die Häuser der angesehensten Protestanten an, s{lugen die ein und zündeten ein Haus an. Da die Polizei außer war, den Tumult zu unterdrü>en, mußte Militär aufgeboten werden, welden die eni mit uE De säuberte. ie Ruhe ist sodann nicht weiter gestört worden. pi (W. T. B)

= 14, Juni,

(W. T. B.) andard“ und die

Dänemark. (W. T. B.)

ßen Erfolg | 0 hier ab. Der Kronprin Die 3 städtischen

derselben bis zum Bahnho (W. T. B.)

rnste Unru des bischöfli günstiger:

Zeitungsftimmen.

„Düsseldorfer Anzeiger“ Scheitern der Branntweinsteuer-Vorlage: l

Die Branntweinsteuer-Kommission des Reichstages hat ihre Ar- beiten mit einem völlig negativen Ergebni Regierung in Vors<hl rung der bestehenden

Das Leichen- begängniß der bei den leßten Unruhen Getödteten fand heute in vollflommener Ordnun militärische Vorsichtsmaßregeln getroffen.

ranfreih. Paris, 12. Juni. (W. T. B.) Jn der Prtigen Sißung des Senats brachte der Ju stiz- die Vorlage über die

Belfast, 12. Juni.

L E E rivat-Knabenschulen mit Städtische Elementars<hulen waren 36

für Knaben, 40 für Mädchen und 4 für Knaben und Mädchen vor- 17559 Mädchen

und mittlere

die von der teuer nebst der Abände- \{<raumbesteuerung ist mit zehn gegen aht Stimmen abgelehnt worden, na<hdem au andere in der Kommission gemachte Abänderungsvorschläge nicht die Mehrheit gefunden hatten.

Dieser Ausgang ist im höchsten Grade bedauerlih, um so mehr, als in den maßgebenden Parteien, die für das Zuftandekommen einer Reform der Branntweinbesteuerung allein in Betracht kommen können, volle Uebereinstimmung herrs<t über die Nothwendigkeit der Er- shließung neuer Einnahmequellen, über die finanziellen Bedürfnisse, Uber die Ziele der Steuerreform, über die Nothwendigkeit einer Er- höhung der Branntweinabgaben unter Wahrung der damit verbundenen landwirthschaftlihen Interessen und über die Angemessenheit des Branntweins als Objekt für eine selbst hohe Besteuerung, dur welche im Interesse der Sittlichkeit und Volksgesundheit dem über- handnehmenden Branntweingenuß Einhalt gethan werden könnte. Wenn troy dieser weitgehenden Uebereinstimmung aus den Berathungen der Kommission nichts Positives hervorgegangen ift, \o erklärt #i< dies aus der Verschiedenheit der Interessen der einzelnen Parteien, deren Stellung hier no<mals kurz gekennzei<hnet werden möge

Einzig und allein die Freisinnigen und Sozialdemokraten hatten unter diesem Widerstreit der finanziellen und landwir Interessen nicht zu leiden: für sie stand es von vornherein fest, daß diese Interessen keinerlei Berücksichtigung verdienen; für sie bildete allein das arbeitende Volk den Vorwand, eine Neform zu hindern, die sie in früheren Jahren felbst stets nachdrü>klih gefordert hatten. Ihre Betheiligung an der Berathung und die von den Freisinnigen aufgeworfene Frage na< den Bedürfnissen hatte weiter keinen Zwe>, als eine Handhabe für ihr ablehnendes Verhalten zu finden ; sie warfen bei allen Anträgen stets ihre Stimmen nah dieser Richtung hin in die Waage. /

Konservative, Nationalliberale und Centrum wollen na<h ihren Erklärungen die Branntweinsteuerreform, jede Partei aber auf eine andere Weise, und keine ohne genügendes Entgegenkommen gegen die von den anderen vertretenen berechtigten Interessen. kommen, daß fie thatsächli< decn Freisinnigen und Sozialdemokraten zu dem glei<h anfangs von diesen verfolgten Ziele der reinen Negation verholfen haben. : 2 : :

Nach einem lateinishen Sprüchwort freut si<h der Dritte, wenn Zur Freude haben die Freisinnigen und Sozial- demokraten allerdings allen Grund: denn der Reichstag besorgt ihre Nichts kann die Zerfahrenheit unserer parlamentarischen eleuchten, als diese Thatsache der völligen Unfähigkeit Nichts aber

ebra<hte Verbrauchs 16493 Knaben

517 Klaffen unterrichtet Elementarschulen,

157 Mädchen besu<ht wurden.

Ausweisung der Der Senat wird am Dienstag die Kom- mission für die Vorlage ernennen. Der Vize-Präsident

Senats, Laurent Pichat, ist gestorben. E (W. L B.) Jn einer Versammlung der

strikenden Bergarbeiter in Decazeville wurde ein- stimmig beschlossen, morgen, Montag, die Arbeit wieder aufzunehmen.

Minister

rinzen eum. Für die Fortbildung der Handwerker bestanden eine Sonntags- und eine Abendshule mit einer Oberstufe von einer und einer Unterstufe von fünf Abtheilungen ; dieselben hatten im Schuljahre 1884/85 eine Frequenz von 544 Schülern. Außerdem gab es noch eine gewerbliche Zeichens<hule mit 6 Abtheilungen; hier wurden 119 männlihe und 37 weibliche Personen unterrichtet. den 34 Kindergärten und Kleinkinder-Bewahranstalten befanden si< Die Königliche Universität zählte im Sommer-Semester 1884 1481 und im Winter-Semester 1884/85 1389 immatrikfulirte Studirende, die Königlihe Kunstshule wurde von 45 Schülern und 69 Schülerinnen befu<ht und im Königlichen katho- lishen Lehrer-Seminar wurden 92 Zöglinge unterrichtet. \chnittli<he Frequenz ergiebt fi< aus folgender Zusammenstellung. Es entfielen Schüler bezw. Schülerinnen :

13. Juni.

2011 Knaben und Mädchen. D) n der heutigen Sißung der Deputirtenkammer legte der Minister des Auswärtigen, Graf Robilant, die italienis<-fran- zösishe Schiffahrtskonvention vor. Ein heute ver- theiltes Grünbuc< enthält Dokumente über die Vorgänge in Rumelien und Griehenland. Der Radikale Pantanointerpellirte über die ital ienishe Kolonial- politik in Afrika und die Prinzipien, auf welchen dieselbe beruhe. Der Pentarchist Dibreganze fragte an wegen der Expedition des Grafen Porro und des Schußes der italienishen Jnteressen in Afrika.

4. Juni. (W. T. B.) Aus dem den Kammern vor- gelegten Grünbuch geht hervor, daß Jtalien stets die Er- haltung des Friedens im Auge gehabt und sih von dem Einvernehmen der Mächte niht getrennt hat. Fnsbesondere hat Jtalien mit den Kabineten von Berlin, Wien und London kooperirt und der Türkei und Griechenland entsprechende Rathschläge ertheilt. Jn der ostrumelishen Frage b antragte es bei den Mächten die Annahme des türkisch-bulga- rishen Arrangements, vorbehaltlich der definitiven Sanktionirung der Akte, und des ostrumelishen Statuts. : Alexander empfahl es die Annahme des zwischen den Mähten und der Pforte getroffenen Uebereinkommens. Graf Robilant erklärte außerdem dem Vertreter Englands, daß es sein Wunsch sei, Jtalien möge in den das Mittelländische ragen wie in anderen konform mit Eng- ngesichts der Reserve Frankreichs erklärte ex würde mit

12. Juni.

Die durch-

auf eine auf eine

den öffentlichen Elementarschulen den Vorschulen der Gymnasien und Realgymnasien . . e den Privatschulen a A den öffentlichen höheren Bürger- schulen für Knaben und Mädchen der Ober-Realshule (ohne Fach- flafsen 2c.) a den Realgymnasien den Gymnasien .

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Von der vierten, gänzli<h umgearbeiteten und mit geographi- schen Karten fowie mit naturwissenschaftlihen und te<nologischen Abbildungen rei ausgestatteten Auflage von Meyers Konversa- tions-Lexikon, welche i:in Verlag des Bibliographschen Instituts zu Leipzig erscheint, ist jeßt der 4. Band (1024 S.) zur Ausgabe gelangt. Derselbe führt den Text von „China“ bis „Distanz“ fort, enthält eine ältig gcarbeiteter Artikel, aus denen wir den eutschland“ und die dazu gehörigen Artikel d. Befreiungskrieg,

t: So ist es ge- Dem Fürsten

zwei sich streiten. Menge lehrreicher und fo höchst interessanten über (deutshe Literatur auf 33 S., l d. Bund, d. Orden, d. Sprache, d. Necht, deutsh-franz. Krieg von 1870—71 u. \. w.), der im Ganzen 180 S. füllt, besonders hervor- heben, und ift außerdem mit 27 Jllustrationébcilagen (11 Deutfch- land betreffenden Karten, wie Fluß- und Gebirgskarte, geologischer Karte, K. der Bevölkerungsdichtigkeit, K. der Vertheilung der Kon- fessionen, und 7 Geschichtskarten, wie Deutshl. um d, I. 1000, Deutschl. 1347—1378, Deutschl. nach dem westfälishen Frieden 1648, Deutschl. beim Beginn der Fretheitskriege 1813, Deutscher Bund, volit. Karte des Deutschen Reichs; ferner Karten von Dänemark, von China und Japan, von Aeqguatorial-Afrika , Uebersichtskarte des Weltverkehrs, Stadtplänen von Danzig und Christiania, endlich verschiedenen Abbil- dungen auf besonderen Tafeln, wie solchen des deutschen Reichsadlers und des Kaiserwappens, von Dampfkesseln, Dampfmaschinen, Dampfpflug, . w.) und 208 Abbildungen im Text verfehen. sehr das Werk in seiner 4. Auflage im Verhältniß zur 3. vermehrt worden ist, erhellt daraus, daß, während die 3. Auflage bis zum Worte „Distanz“ 19572 Artikel und Verweisungen enthielt, die neue Auflage davon 23 841, also ein Mehr von 4300 Artikeln, liefert, und daß den 387 Karten, Tafeln und Abbildungen der ersten 4 Bände der 3. Auflage 921, also fast 3 Mal mehr, in der 4. Auflage gegenüber- Wie ferner der innere Gehalt der vorliegenden Encyklopädie, die Art der Bearbeitung des Textes durchaus befriediat, so gilt dies au< von der äußeren Erscheinung: auch dieser 4. Band zeigt die ele- gante, gediegene Ausstattung wie die vorhergehenden 3 Bände.

Zur Belebung der Gustav-Adolf-Sache, zumal bei allen Ver- einsfesten empfiehlt sih die Vertheilung und Verbreitung der im Ver- Klein in Barmen erscheinenden Sammlung: „Für die Feste und Freunde des Gustav-Adolf-Veretns“ (bis jeßt 30 Hefte zu je 10 4) als vorzüglich föcderlih. Die Zusendung er- gt überallhin franco; Nichtabgesettes wird zurü>kgenommen.

Von der „Jllustrirten Geschichte der K K. Armee in ihrer fulturhistorishen Bedeutung“, herausgegeben von Gilbert Anger (Wien, Selbstverlag), liegt die 6. und 7. Lieferung (60 s) In derselben wird der Abschnitt „Landsknechte“ zu Ende geführt und beginnt die Geschichte des österreihishen Heerwesens im 16. Jahr- hundert (Karl V. und seine Feldherrn). ni reichem historischen Material ausgestattete Heft ist au< mit viclen Jllustrationen, meist Nachbildungen alter Schnitte, ges<mü>t.

Mebr als je zuvor beschäftigt sih die ganze gebildete Welt jeßt wieder mit Goethe und verfolgt mit regstem Interesse die Thätigkeit Worten äußert sih über die Bestrebungen dieser Gesellshaft Hermann Grimm in seinem Aufsaßze: „E oethe im Dienste unserer Zeit“, im Juniheft der <en Runds<au“ (Verlag von Gebrüder t : ois-Reymond schildert die „Berliner Französi}he Kolonie in der Akademie der Wissenschaften“, und ihre weitzweigende Bedeutung eistige Leben in Norddeutshland. Jn den „Erinnerungen an al“ werden wiederum mehrere aus dem Innern Afrikas des kühnen D i in seinen cigenen Worten sein Bild besser malen, als je es die als ganz bewunderns8werthe st gesteht, da

Meer betreffenden land vorgehen. : Graf Robilant dem französischen Vertreter : Vergnügen eine effektive Theilnahme Frankreichs an der Flott e n- demonstration sehen, da es sih um ein wesentliches Friedens- interesse handle. Jtalien als Mittelmeermacht könne die ihm bei dieser Gelegenheit obliegende Aufgabe nicht ablehnen. Frank: reich möge ebenfalls dem Appell entsprehen. Er (Robilant) wäre glü>lih, wenn die drei Mächte, welche die größten Fnteressen im Mittelländishen Meere haben, gemeinsam dieses Meer und mit ihren Jnteressen die Sache des Friedens vertheidigen Aus einer weiteren Reihe von “s hervor, daß Jtalien in Athen von einem, den europäischen Frieden und selbst die wahren FJnteressen Griechenlands efährdenden Unternehmen abrieth und Mittel zu einem ehren- aften Rückzuge anbot. Am 5. Juni beauftragte Graf Robilant den italienishen Vertreter, unverweilt die Zustimmung Jtali ens zu dem englischen Vorschlage bezüglih der Auf - hebung der Blo>ade zu ertheilen.

Griechenland. Deputirtenkammer : : 103 Stimmen den Geseßentwurf an, nah welchem die departementsweise Gesehentwurf, betreffend die Herabseyung der Zahl der Deputirten auf 150, wurde ebenfalls genehmigt.

Gestern fand die Eröffnung des zur Trockenlegung des Kopais-Sees angelegten Kanals statt. wohnten mehrere Delegirte des Ministeriums bei.

Konstantinopel, 14. Juni. 1 } An Stelle des verstorbenen Justiz-Ministers Server Pascha ist Djevet Pascha zum Justiz-Minister ernannt worden.

Bukarest, 12. Juni. i der Kammer wurde heute ein Dekret verlesen, wodurch die Session bis zum 22. Juni verlängert wird.

Sofia, 14. Juni. Nationalversammlung ist heute mit einer Thron- rede des Fürsten eröffnet worden, in welcher derselbe erklärt: er schäße sih glü>lih, in der Hauptstadt die erste Nationalversammlung begrüßen zu j râjentanten der bulgarischen Nation di allans theilnehmen. Die Thronrede heldenmüthige die ein Mann erhoben die Jntegrität \ und rühmt den Muth der Soldaten, welhe den Feind lagen, bis auf sein Gebiet verfolgt und genöthigt gen Vertheidigern umzusehen. Die eldenthaten der bulgarishen Armee und die bedeutenden pfer der Nation hätten alle Hinderni ünschen und legitimen Bestrebungen i afft. Der Schluß der Thronrede lautet: „Mit Freuden heute vor Jhnen, daß die Union vollzogen ist, emeine bulgarishe Versammlung die Angelegen- Fragen, welche das gemeinsame Vaterland betreffen, en und darüber entscheiden soll. Der siegreihe Krieg hat garien einen ehrenvollen Play inmitten der Balkanstaaten geschaffen und der Nation Vertrauen zu ihren eigenen Kräften e Hoffnung für die Zu au bis zu einem gewissen t l de ndes geschwächt und neue Lasten, neue Bedürfnisse, für die man Fürsorge tragen muß, hervorgeru wird Jhnen unter

Zustände besser | und Unfruchtbarkeit der zum Schaffen bereiten Parteien ist au<h so geeignet, zum Gewissen derer mahnend zu \sprehen, welche die wahren Interessen des Volkes und das Ansehen des Parlaments vor Beeinträchtigung zu {ütßen als ihre Aufgabe betraten. dem Ergebniß der Kommissionsberathungeu ist diese Aufgabe jeden- falls nicht gelöst...

Dem „Hannoverschen Courier“ schreibt man aus der Provinz : |

Wie reich der sogenannte arme Mann eigentlih sei, wie unge- zählte Millionen ihm zur Verfügung stehen, hat Niemand \{hlagender bewiesen als der großmüthige Beschüßer seiner Armuth Herr Eugen Richter. Freilich hat er den Veweis geliefert unbeabsichtigter Weise. Er will vor der Erhöhung der Branntweinsteuer warnen und s von 30 # für 100 1 einem das dem armen Manne

d. Mythologie,

Depeschen

i Konsumsteuer Diamanten u. Kapital von 24 Milliarden gleihkomme, t l : aus der Tasche gezogen werden soll. Nun giebt dieser selbige arme ß allein 900 Millionen Mark im Jahre

in Preußen j: 0, den au<h Richter

Branntwein aus. Nach dem Zinsfuß von %/0, seiner Rechnung zu Grunde legt, steht ihm dana<h für den Luxus des Branntweintrinkens allein ein Kapital von 25,7 Milliarden zur Ver- fügung, dem armen Mann im ganzen Reiche möchten deshalb wohl immerhin ca. 40 Milliarden zu Gebote stehen. stehen sie leider niht zu Gebote.

(W. T. T Die 11- egen s Dem reichen Staate Er beschränkt sih nun darauf, ih die Zinsen von 27 Milliarden auszubitten, die Zinsen etwa des 17. Theiles eines Kapitals, das nur zum Branntweintrinken benußt wird. Wie bescheiden do< der Staat eigentlich ist!

Jn der „National-Zeitung“ lesen wir:

Nach der Versicherung des Herrn Eugen Richter sind die sämmt- lihen deutshen Schutzgebiete in Afrika und im Stillen Ocean „Sand- lôcher“ oder „Fiebernester“ ; die südwestafrikanishen Gebiete wercen in die erstere Kategorie gere<hnet. W ) “uns t Bericht des Reichskommissars Dr. Göring liest, wird indeß einen so überaus ungünstigen Eindru> au< von Damara- und Namaqu-Land keineswegs erhalten, obglei dasselbe unzweifelhaft das von der Natur am wenigsten begünstigte deutshe Schußzgebiet ist. Dafür ist es in seinem Klima dem unsrigen verhältnißmäßig ähnli und insofern vielleicht später, wenn eine genauere Untersuhung möglich geworden, für die Nieder- lassung Deutscher, welche selbst Landwirthschaft treiben wollen, eher geeignet, als die Kolonialgebiete mit tropishem Klima. Auf diesen ersten Beriht des Reichskommissars hin wird gewiß Niemand deut- \hen Landleuten, welhe auswandern wollen, anrathen, sih statt nah Amerika oder Australien nah Südwest-Afrika zu wenden; ehe davon die Rede sein könnte, müßte erst eine viel eingehendere Feststellung der dortigen Lebensbedingungen , : kostenlos Grundbesiß zu erlangen, scheint do< aus diesem Bericht das Land,

sehr ähnli<h den

lage von Hugo

Der Feier (W. T. B.)

Wer den von uns mitgetheilten

Rumänien. (W. T. B.) Jn

Das mit interessantem und

Vulgarien. (W. T. B.) Die

der Goethe-Gesellshaft. In warmen

fönnen, an welcher Re- esseits und jenseits des

priht ihre hohe An- âtel, Berlin).

Reichskommissars hervorzugehen, da sehen von einem wasserarmen Küstenstreifen, l Gebieten ist, in denen die holländischen Boeren, also Leute von gleicher Abstammung wie die Bevölkerung Norddeutschlands, seit langer Beit Landwirthschaft treiben; für Viehzucht ist das Land nach Dr. Göring's Bericht vortrefflih geeignet, für den Ackerbau wenigstens brauchbar ; eln, namentli) Verbesserung der Wasserverhält- ristenzbedingungen si<h no< erheblih günstiger ge- Handel mit den Eingeborenen ni<ht so völlig bedeutungslos zu- scin, wie wisse fortschrittlihe Kenner des „Sandlohs“ behaupteten , jeßt die kritische n habe unterrihten können,

Vaterlandes vertheidigen,

herrührende mitgetheilt, nderen vermochte. nergie zeigt si< hier von Neuem: er selbst lih kraftlos sei, und hon hat er einen fertigen P 1 weit gefahrvollere Reise im Kopf als die, welche er soeben erst über- Liebe- und verständnißvoll zeihnet uns Preteioe

ie Erfor-

nah mächti er noh gänz-

dur< Kulturmaßr z r eine neue,

nisse, würden die

e überwunden und den An die Aussichten für den

ulgariens Befriedigung wunden: batte dinand Cohn „Jean Jacques Rousseau als Botaniker.“ ( } {hung des Sanskrit, die Wissenshaft vom Alterthum Indiens, ift enwärtig ein Jahrhundert alt, und Vielen dürfte daher der von Pro- or H. Oldenberg herrührende Rü>kbli>: „Ueber Sanskritforshung“ willkommen sein; der verdiente Gelehrte hofft auf ein zweites J bundert indischer For halts als das erste.

scheinen doch

t Femmissar während sie felbst \si< an den Gestaden der Spree für kompetent era<hteten, Südwest-Afrika zu beurtheilen. Herr Göring hält bekanntli<h zunächst die Verwer- thung des, wie er berichtet, außerordentlihen Fischreihthums durch die Anlage von Fischguano-Fabriken für rathsam. Man sollte denken, das wäre für ernsthafte Leute ein lediglih ges<äftsmäßig zu prüfender Vorschlag. Aber da das „Sandloch“ zu nichts brauhbar sein da wird der Gedanke an die Herstellung von Fischguano mit abgeshma>-

tem Spott aufgenommen. Fabrikation uns Düngemitteln, über deren Rentabilität wir natürli<

vorderhand nicht urtheilen wollen, ni<ht ebenso ehrenwerth sein sollte, wie der Schnapsauss\chank.

nstatirte i N E l (s aufwerfen ,

heiten und

< voll bedeutsameren In- it der weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannt gewordenen „Familie Buchholz“ beschäftigt \si<h ein spezieller Artikel, während Theodor Krause das „Berliner einer sharfen und gewissenhaften Kritik unterzieht. Rundschau“ reihen si literaris<e unv bibliographishe Notizen an. Endlih wird auch Gottfried Kellers diesem inhaltreihen „Rundschau “-Heft um ein gutes Stü>k vorwärts

, wahrscheinli

kunft eingeflößt.

sowie herrli B Punkt die Finanzmittel des

Der „Politischen

Die Frage liegt nahe, warum denn die

, Ein hierauf bezüg- Roman „Martin Salander“in reitet werden, und Sie

er Regierung Jhre Unterstüßung nicht ver-

werden hoffentlich