1886 / 154 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die Afsift. Aerzte 2 Dr. von Stiegl

Mangoldt, Dr. Thier\<, Dr. Gün

Regts. Nr. 106, Dr.

. Kl. der Ref.: Dr.Geßler, Dr. Donat, Dr. Carl,

iß, Dr. Sonnenfkalb, Dr. Westphal, Dr. von

des 1. Bats. Landw.

Werner des 2. Bats. Landw. Regts. Nr. 106,

Dr. adl, Hennig des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 107, Krönig,

inkler, Dr. h ( Asfist. Aerzten 1. Kl. der Res, Dr. Schinze, Assist. Arzt 2. Kl.

Jaessing des Res. Landw. Bats. Nr. 108, zu

Landw. des 1. Bats. Landw. Regts. Nr. 104, Dr. Merkel,

Assist. Arzt 2. Kl. der Landw. des 2.

zu Assist. Aerzten

ats, Landw. Regts. Nr. 104, 1. Kl. der Landw., befördert.

Preußen.

Nichtamtliches. Deutsches Neich.

Berlin, 3. Juli. Se. Majestät der

Kaiser und Ens wohnten, wie „W. T. B.“ aus Ems

meldet, gestern Aben

der Vorstellung im Theater bei.

eute früh brahte das Musikcorps des 4. Garde- Goudbie - fe tue Königin aus Koblenz Sr. Majestät

eine Serenade.

Später machten Allerhöchstdieselben eine Kurpromenade und hörten ina die Vorträge des Ober-Hofmarschalls Grafen von Perponcher und des Chefs des Militärkabinets, General- Lieutenants von Albedyll.

Bei Jhren Kaiserlihen und Königlichen Hoheiten dem Kronprinzen und der Kronprinze\- sin war gestern zum Diner im Neuen Palais der Prinz Nicolaus von Nassau und zum Thee der Ober-Ceremonien-

meister Graf Eulenburg mit Gema

lin, der englishe Bot-

asts - Sekretär Scott mit Gemahlin sowie der Sekretär 1D bten Gesandtschaft beim Vatican, Graf Monts,

geladen.

Der Bu

ndesrath hielt am 2. d. M. unter dem

Vorsiß des Staats-Ministers, Staatssekretärs des Innern von Aciitdee eine Plenarsizung ab. Jn derselben e der

Vorsißende Mittheilungsschreiben des Präsidenten des

eichs-

tages vor, nah welchen der leßtere den Entwurf eines Gesetzes

über die Besteuerung des Theilen abgelehnt, die Vorlage, dem Reih und Großbritannien abgeschlo

zum gegenseitige und K

unst, in

ranntweins in allen seinen betreffend die Gent

ene Uebereinkunft n Schuye der Rechte an Werken der Literatur i unveränderter Fassung angenommen

hat. Von dem ersteren Schreiben wurde Kenntniß genommen,

der Vertrag mit Großbritannien soll zur Ratifikation gebracht

werden. Der vom Reichstage bei Berathung des Entwurss

eines Geseßes, betreffend die e a des Zolltarifgeseßzes 0

vom 15. Juli 1

879, angenommenen Resolution wegen Rük-

erstattung des von den deutschen Kokoswaarenfabrikanten seit

dem 1. Janua wurde keine Fol

Verordnung wegen Ergänzung Tagegelder, Fuhrkosten 2c. der Beamten der Marineverwaltung die Zustimmung ertheilt.

r 1884 H Zolls auf Kokosgarne ge zu geben beschlossen, dem Entwurf einer der E über die

ilitär- und Für bei mehre-

ren Disziplinarkammern erledigte Stellen wurden die erforder- lihen Wahlen vorgenommen. Eine Vorlage, betr. die Revision des Patentgeseßes, wurde den Ausschüssen für Handel und Verkehrund

für Zustizwesen

über den Entwurf Kaiserlichen des Nord-Ostsee-Kanals und

Bildun zweier i ] Binnenschiffahrts-Berufsgenosseaschaft, wird in

einer

treffend die ostdeutsche

zur Vorberathung überwiesen. Die Berathung einer Verordnung wegen Errichtung Kanalkommission zur Herstellung über die Vorlage, be- Schiedsgerichte für die

einer der nächsten Sißungen stattfinden. Seitens des Aus-

usses für Zoll- und ues f beffenk Anordnungen

Badens,

Durchfuhrverkehrs mit

Steuerwesen wurde über den Antrag wegen des Ein- und

Wein, Bier und Branntwein

nach dem Großherzogthum Baden, Bericht erstattet. Es wurde beschlossen, zu erklären, daß gegen den Erlaß der von der badischen Regierung im Entwurf vorgelegten Verordnung ein

Bedenken Seite Mit Beziehung

niht zu erheben sei.

ns des Bundesraths eines Zuschusses aus

auf die Verwilligung

Reichsmitteln für die Veranstaltung einer allgemeinen deut-

io Jndustrie-Ausstellun shloß die Versammlung

in Berlin im Jahre 1888 be- on mit Rüsicht auf die ablehnende

\ Haltung eines großen Theils der deutschen Jndustrie gegen- über dem geplanten Ausstellungsunternehmen von der Ein-

stellung eines Unterstü

ets Beh Dachschi fer in Dachschiefe

fretiteeig für Rückvergütung

die Ausstellung von Zoll-Legitimationsscheinen

ißung desselben in den Reichshaushalts-Etat 1887/1888 abzusehen. Endlih wurde über

Betrages von 3 Millionen

i ingaben wegen

andlung von Taba> und Tabacssurrogaten,

Mark e

E eines Zollvereinslagers für ausländischen eestemün

e und Verlängerung der Ls ausländishen Taba>, ferner, betreffend der Branntweinsteuer für he at Sprit,

ür Waaren

und den Erlaß des Zolls für eine Sendung von der Aus- ftellung in Antwerpen zurü>beförderter Balken, sowie über die dem Kaiser wegen Wiederbesezung einer Senats-Präsidenten-

und einer Rathsstelle beim Reichs eriht in machenden Vorschläge Beschluß aefaf

eines Beamten

Leipzig zu t. Das Rekursgesuh< gegen seine unfreiwillige Verseßung in den

Ruhestand wurde verworfen.

Der

Bevollmächtigte zum Bundesrath, O

shwarzburg-rudolstädtische Staats-Minister Dr. von Bertra if von hier wieder abgereist. -

Der Chef der Admiralität, General-Lieutenant von

Caprivi, hat Der

sih mit Urlaub nah Thale im Harz begeben. hiesige amerikanishe Gesandte George H

s ist von seinem Urlaub hierher PraCgelehrt und

at die Geschäfte der Gesandtschaft wieder ü

Bayern. Prinz-Regen in seinem Pri andten sowi

ernommen.

München, 3. Zuli. (W. T. B.) Der t, Prinz Luitpold, empfing heute Mittag vatpalais sämmtliche hier beglaubigten Ge-

e deren Sekretäre und Attachés in einer

rivat-Audienz, um deren Glü>wünsche zu der ihm nun-

mehr Doyen

geseglich VUTDE : es diplomatischen Corps , den Ars en Nuntius

übertragenen Regentenwürde dur< den

A. di Pietro, entgegenzunehmen. Der Prinz dankte und wird

nunmehr die udienzen zur

esandten in besonderen Staats-

einzelnen é neuen Beglaubigungs-

Ueberreihung ihrer

schreiben empfangen.

Vormitine tar

W. T. B.) Heute

Darmstadt, 2. Juli. e<hnis<hen Hoh-

d zur Jubelfeier der

ania e E N

schule ein herzog, die

estakt im Saalbau statt, welhem der Gro ß- S die Spißen der Behörden, sowie zahl- reiche Deputationen und von auswärts erschienene Festgäste beiwohnten. Die Stadt ist reih beflaggt.

Tes (W. T. 2 ohne Oppo

Smith, Churchill, _ jorität von 1807 Bentin>, Northcote und

die 1 Christiania abgereist.

hohe

Republik aus.

sagte in seiner An

prache : Frankreichs erfordern,

zu erreichen.

Ministers.

Präsidenten der

worden ist ur

mein sehnli

Frankreichs betraut ist, ist

2, QUli, (W, T.

Antwort, daß er Gouverneur von Paris zu

Spanien. Madrid,

und Deutsch ausgesprochen.

Türkei.

der

klärungen ersucht.

britannien und Der Bdenitter 4E actes ition wiedergewählt worden i 3. Juli, früh 11/, Uhr. (W. T. B.) Bis jeßt sind gewähl1: 102 Konservative, 36 Anhänger Gladstone s, 14 dissentirende Liberale und 8 Parnelliten. Unter den Kon- servativen befinden si<: Bourke, Gorst, Balfour, W. H. welcher Leßtere mit Stimmen

eingetroffen und mit großen

vollkommener gegenseitiger Ueberein 5 das Unter

welche fortan beide Lände

Ne ih mih< über Jhre

as gute Einvernehmen zwis

in der dem Kriegs-M bereit sei,

ein Dekret werden aus Anlaß der

Alphons XIII. die Strafen für gem

nicht für politishe und militäris Die Abtheilung für den ö

rland.

gewählt Hicks-Beach.

ängern Gladstone's: Duncan, Jacob Bright, Roscoe, Herbert : ládstone n Playfair, unter den dissentirenden Liberalen Caine und Wodehouse. Die Konservativen haben 5, die An- hänger Gladstone's 4 Sitze gewonnen. Churhhill, welchem

Aerzte volllommene Ruhe anempfohlen haben, ist nah

rankreih. Paris, 2. Juli. (Köln. Ztg.) Gestern Aben blos die Einweihung des „Cercle national des armées de terre et de E in dem „Splendid- otel“, das zum Feste glänzend beleuhtet war. Sir Anzah! von Offizieren, alle im Ueberro>, mehrere Minister und

eamte und Mitglieder des diplomatischen Corps wohnten er brachte den

; -Minister Boulan dem Feste an. Der Kriegs-Minister ter Aube den

Trinkspruch auf die Armee, der Marine-Mini ) auf die Flotte, „deren Offiziere in den Cercle kommen würden, um mit denen des Landheeres si< zu verbrüdern“, und General Coloman, Präsident des Cercle, den Toast auf die

(Fr. C.) Der französishe General-Resident in G ar Le Myre de Vilers, welcher nach den Versicherungen mehrerer Blätter auf seiner hrt nach Hauptstadt der Hova-Regierung großen Schwierigkeiten _be- gegnet sein sollte, ist obne wis fr pa in Tananarivo eierlihkeiten am Hofe der Kö-

nigin empfangen worden. Er überreichte der Leßteren die Urkunde des Friedensvertrages und seine Beglaubigungsschreiben und f „Die nteressen Madagascars und

beide Nationen von nun an durch unauflöslihe Bande verbunden seien. Ew. Majestät kann überzeugt sein, daß ih nihts verabsäumen werde, um dieses Jndem ich so handle, entspreche ih übrigens den Absichten des Präsidenten der Republik und des Ebenso weiß ih, daß ist. Die Aufmerksamkeiten aller kunft im Königreich erwiesen wor Jh hege die aufrichtigsten Wüns volles und gedeihlihes Regiment.“ „Mit Freuden empfange ih au

verbinden werden. undlichen Versicherungen, daß en. Frankrei<h und Madagascar niemals unterbrochen werden wird. . . . Wir wünschen. schon seit langer Zeit, mit Frankreich in gutem Einvernehmen zu leben, und Sie können versichert sein, daß wir früher, unser Möglichstes zu thun, zu erhalten. Z<h sehe mit Besfrie meinem Königreiche jeßt herrschen gewährt, Lider 4 in der Kul er Wunsch ist.“ Auch Drouin, welcher mit der Vertheilung erlangten R er für Fran

verbleiben.

2. Juli. G T. B.) eburt des Königs

eine Vergehen, aber

e, erlassen.

entlichen Unterricht hat ihre

Ansicht zu Gunsten des Vertrages zwischen Spanien

land über das [iter

Konstantinopel, 2. Zuli. .)

Die D rte hat in Sofia wegen ewisser Stellen in hronrede und der Adre] b

mit der zwishen der Türkei und Bulgarien abgeschl

Konvention nicht im Einklange stä

se

London, ) ladstone ist in Midlothian

Eine große

Fahrt nah der

dies der Wille Ew. Majestät Art, die mir seit meiner An- den sind, bürgen mir dafür. che für Ew. Majestät ruhm- Die Königin antwortete : s Jhren Händen den vom epublik unterzeihneten Vertrag, der mit stimmung ausgearbeitet pfand der Beziehungen bildet, Desgleichen

stets bereit sind, wie um die guten Beziehungen z mir der in ie Möglichkeit tur voranschreiten zu lassen, was der französishe Konsul der von Madagascar zosen und Schüßlinge in Tananarivo eingetroffen, des- gleichen die Ehrenwache des Ger 39 Mann Marine-Jnfanterie ur

digung, da de Friede

eral-Residenten, bestehend aus 1d 5 Offizieren.

B.) General S aussi er erklärt inister Boulanger in seiner Stellung als

arishe Eigenthum

er Sobranje,

nden, telegraphish um lu f-

Dieser Tage wurde vom über die Zahl der nach 6. Juli 1884 und vom

der ersteren 3317 501

Betrieben und ferner 44 versiherung der im Reichs- ekommen und in Kraft g Pige für Beamte und

das Unfallversicherungsgesey schaftlichen Arbeiter. Die

also von den

troffen worden.

pes E e dend E E d

Die „Landes-Zeitun schreibt über die Sozialreform : e T

sonen und über die auf Berufsgenossenschaften veröffentlicht. ; f Arbeiter, die bildeten Berufsgenossenshaften 62 mit Ausführungsbeh und Staatsbetriebe eue Unfallversicherun etreten: dasjenige,

In diesem Jahre sind zwei n

Personen für die land-

Zahl der Leßteren

Durchführung dieses eamten und Personen des Sold Arbeiter gegen die , also mehr als

7 Millionen geshäßzt. Mit

schen mehr als 10 Millionen Folgen von Unfällen gesichert sein der sämmtlichen Einwohner Deutschlands. Zugleich Personen au genügende Vorsorge betreffs dèr K

__ Wenn man erwägt, wie viel An Einführung einer obligatoris<

Zeitungsftimmen. g für Elsaß-Lothringen“

den Unfallversi

28. Mai 1885

Grund dieser

en Unfall- und Krankenversicherung zu er-

E O E

Samt eine Uebersicht erungsgeseßen versicherten Per-

Danach beträgt die Zahl Zahl bisher ge- im Ganzen örden für die stehenden Arbeiter. 8geseße zu S tande etreffend die des Sosldatenstandes, und forstwirth- wird auf etwa Geseßes werden atenstandes abge- wirths\chaftlihen der fünfte Theil ist für alle diese rankenversicherung ge-

fehtungen die ersten Versuche der

atten, wie shwierig es war, auf einem bis dahin gänzli

benen Gebiete obne Erfahrung vorzugehen, mit wie viel Uebelwollen auf der einen, mit wie viel in der Sache felbst liegenden Hindernissen auf der anderen Seite zu kämpfen war, wie ferner niht nur die Feststellung der Gefeße, sondern vor Allem au< ihre organisatorishe Durhführung von der freilih betreffs der land- und forstwirthschaftlihen Arbeiter no< nit die Rede sein kann die angestrengteste Thätigkeit erforderte : dann muß man ofen und ehrlich bekennen, daß das, was bisher erreiht worden ist, Alles ist, was billiger Weise erreiht werden konnte. Die Unfall- versicherung von mehr als zehn Millionen Arbeitern bedeutet einen der größten Fortschritte unserer Zeit, mit dem das Deutsche Reich allen civilisirten Staaten geradezu bahnbrechend vor- angegangen ist. Dadurch ist die materielle Existenz der Arbeiter in der gesammten Industrie, dem Baugewerbe und den Verkehrsgewerben sowie in der Land- und Forstwirthshaft insofern gesichert, als sie einen geseßlihen Anspru<h auf Verpflegung und Entschä- digung für den Fall von Betriebsunfällen haben, welche vorübergehende oder dauernde Arbeitsunfähigkeit zur Folge haben; die Entschädigungspfliht wird von der in Genossenschaften vereinigten Gesammtheit der Unternehmer getragen und damit an- erkannt, daß der Einzelne, der im Dienst einer größeren Gesammtheit steht, niht mehr wie bisher auf si allein angewiesen ist, f\ondern von dieser Gesammtheit im Falle des Bedürfnisses getragen und ge- \<ütßt wird. : A

Der merkwürdigerweise gerade von den Gegnern der Reform er- hobene Vorwurf, daß dieselbe . ins Stocken gerathen sei oder nit {nell genug vorwärts gehe, muß Angesichts des bisherigen Ergeb- nisses, wenn man die Schwierigkeiten der Entwickelung rihtig ver- anshlagt, als ein vollständig haltloser erkannt werden; keiner von den Tadlern überlegt ih, was es heißt, eine derartige Organi- sation, wie sie für die Industrie, das Baugewerbe und das Trans- portgewerbe geschaffen ist, in verhältnißmäßig kurzer Zeit ins Leben zu rufen; keiner von den Tadlern scheint den Widerstand zu s{äten, der von ihnen selbst stets der Feststellung der Gesetze entgegengeftellt worden ift ; keiner von ihnen berücksichtigt, daß ein langsames, vor- sihtiges Vorgehen auf diesem Gebiete eine unbedingte Noth- wendigkeit ist. : A

Die Thatsache der Unfallversiherung von mehr als 10 Millionen Arbeitern ist eine glänzende Widerlegung der Behauptung von dem Stillstand der Reform; zuglei aber auch die Erfüllung eines guten Theils der Kaiserlihen Botschaften vom 17. November 1881 und 14, April 1883, in deren letzterer der Kaiser speziell zur Vollendung des Werkes der Unfallversiherung anspornte. Dasselbe kann jeßt als vollendet betrachtet werden; das Ge- lingen desselben bürgt au für die weitere Fortsetzung der sozial- politishen Reform. Die Wirkung dessen, was bisher geschehen, wird sicherlih nit ausbleiben, so sehr \i< au<h immer no<h ungünstige Einflüsse geltend mahen. Die Arbeiter müssen na) Allem, was bis jeßt gethan worden, zu der Ueberzeugung gelangen, daß ihre be- re<htigten Interessen von dem Staate mit Ernst und Nah- dru> gewahrt werden und daß ihnen bisher no<h kein ein- ziger fozialdemokratisher . Führer und „elbst ni<t die ganze sozialdemokratishe Fraktion au< nur annähernd so viel Dienste ge- [leistet hat, wie der Staat mit den Wohlthaten, die ihnen durch die Unfallversicherung zu Theil geworden sind. Die Sozialdemokratie verheßt die Arbeiter, die vom Staat in Angriff genommene Sozial- reform hilft ihren Beschwerden, soweit sie berehtigt sind, wirksam ab; das darf von dem bisher Erreichten gesagt werden und wird auch von dem gelten, was noch zu erstreben ist.

Das „Dresdener Tageblatt“ sagt:

„In einem Ziele begegnen si die Dampypfersubventionen und Kolonialbestrebuñgen: Sie sollen dem bürgerlihen Gewerbefleiß der deutschen Binnenstacten neue Erwerbsquellen ersließen, sollen unsere Industrie und unseren E konkurrenzfähiger mahen. Sonderbar genug, daß diese Absichten von den konservativen Parteien lebhaft unterstüßt, von den liberalen Parteien lebhaft bekämpft worden sind. Handel und Industrie wurden bisher für die Emporien des Libera- lismus gehalten. Beiden ist dur die konservative Strömung der Reichspolitik jetzt eine unshäßbare Hülfe zu Theil geworden mögli immerhin, daß mit dieser Thatsache dem Liberalismus künftighin ein weites Terrain entzogen sein wird. Die Fehler desselben am 15. Dezem- ber 1884 haben {were Folgen tir die Herren gehabt wenn sie no< einmal Stellung zu nehmen hätten, würden sie die auswärtige Politik und die immer weitere Kreise ziehenden Kolonial- Ideen vielleicht anders beurtheilen. Wir Sachsen sind gestern in Bremen stark inter- essirt gewesen. Unser hochentwi>eltes Industrieland wird von den überseeishen Linien den größten Vortheil haben, prozentualiter ge- rechnet, mehr als die se<s alten Provinzen Preußens. Vom groß- industriellen Eisenwerksbaron bis herab zum ärmsten Weber wird N die Segnungen des Reichsshußzes und des Reichspostdienstes empfinden,“

Jn der gestrigen Notiz der „Berliner Politischen Nachrichten über die RNeichs-Finanzverwaltung ist ein Peer enthalten. Es sollte, wie das genannte Blatt mittheilt, heißen:

„So zeigen, was die Einnahmen anlangt, zwar die Uebershüsse der Verkehrsanstalten dur<hweg ein Minus gegèn den An welcher bei der Post und Telegraphie auf 796 000 M, bei der $ Eisenbahn auf 148 000 (4, bei dem Bankwesen (ni<t Reichs- auf 520 000 4 s\i<h beziffert. Demgegenüber ergaben indessen die Einnahmen der verschiedenen Verwaltungszweige ein Plus von 1 400 000 M“

Centralblatt für das Deutsche Reich. Nr. 27. Inhalt : Versicherungswesen: Sitze der Schiedsgerichte verschiedener Berufs- genofseri<aîten, Polizeiwesen : Ausweisung von Ausländern aus dem Reichsgebiete.

Justiz-Ministerial-Blatt. Nr. 27. Inhalt: Den Preußischen Beamtenverein betreffend.

Centralblatt der Bauverwaltung. Nr. 27. Inhalt: Amtliches; Perfonal-Nachrihten. Cirkular-Erla vom 22. Juni 1886, E Das Buchhändler-Vereinshaus in Leipzig. Elektrische Beleuhtung des Great Western-Bahnhofs in London. Ueber Betonbauten. Limnoria lignorum und andere Holz- zerstörer an den Nordseeküsten. VermisŸtes : Ergebniß der Regie- rungs-Bauführerprüfungen im Re nungsjahr 1885/86. Preu- ischer Beamten-Verein. Cäsar's Rheinbrücke. Preisbewerbung für Entwürfe zur Erweiterung des städtischen Museums in Dey Verband deutscher Arhitekten- und Ingenieur-Vereine. Persfonen- verkehr auf der Berliner Stadt- und Ringbahn. Burg Dank- warderode. Heft VII bis IX der „Zeitschrift für Bauwesen.“ Bücherschau.

Statistische Nachrichten.

Erwerb und Verlust der Ret<s- und Staats- angehörigkeit in Preußen 1885. (Stat. Corr.) Nach den neuesten amtlichen ula anenstellangen erwarben im Jahre 1885 (bezw. 1884) die Staatsangehörigkeit in Preußen dur< Aufnahme 1465 ( 1417) Angehörige anderer deutsher Bundesstaaten, durch Naturalisation 2544 (2220) Ausländer, ferner dur<h Wiederverleihung 500 Cr frühere Inländer, wel<he im Auslande verblieben, und 258 derer, welche in das Inland zurü>tkehrten. Die Zahl. der an Fami bäupter und Einzelpersonen ertheilten Urkunden dur<h welche diese Veränderungen bewirkt wurden, betrug bei den Aufnahmen 496 (468), bei den Naturalisationen 1009 (914), bei den Wiederverleihungen ohne Rückkehr 206 (309) und bei denen mit Rü>kehr 133 (117). Bei den Aufnahmen überwogen die Familienhäupter, bei den übr gen Rechts- akten die Einzelpersonen, am meisten bei den Wiederverleihungen unter

Rückkehr in das Inland. Das männlihe Geschle<t war übe rall

F 742 (752) dem evangelishen und 120 (239) dem jüdishen Bekennt-

als Reifeziel angegeben; 7758 (11 171)

den Beruf anbetrifft, so waren bei dem Verluste der Reichs- und F Staatsangehörigkeit die Tagelöhner und Dienstboten, nächstdem die T Personen ohne Berufsangabe weitaus am stärksten vertreten.

F Jahre 1885 dem preußishen Staate nah den Berichten der Kreis-

A behörden 28 620 Personen „entfremdet gegen 40915 bezw. 46 570, 98 157 und 68 200 in den vier Vorjahren.

Mlih hessis<hen Centralstelle für die Landesstatistik“ hat

#1885 in entgeltlicher Pflege befindlih gewesenen Kinder unter se<s FJahren. Sterblichkeitsverhältnisse Mai 1886. —- Anzeige.

Rechnungsjahr 1885/86. (Centralbl. der Bauv.) Vor den König-

1885/86 im Ganzen 120 Kandidaten (im Vorjahre 185) die erste

Q Itach den älteren Vorschriften vom 3. September 1868 ift nur 1 Kan- didat, nah den Vorschriften vom 27. Juni 1876 sind 119 Kandidaten,

Ml uszeihnung bestanden, während in Hannover und Aachen keiner der geprüften Kandidaten dies Gesammtzeugniß erhielt.

Grzählung erwählt, wo ihm die örtlihen Schwierigkeiten, mit denen

0 und seine Phantasie sih in bekannten Verhältnissen freier bewegen p 0 eas Werk ist daher au entschieden no< besser gelungen als die früheren.

u Pariser Bus ni<t Mißtrauen gegen feinen Inhalt \{öpfen ; dieser hält sich

a Ustrirte belletristishe Bei age wird durch das Bildniß des verstorbenen Tontgs Ludwig IT. von Bayern eingeleitet, welches dur< ein \{<wung- dlles, elegish austönendes Gedicht begleitet ist.

n 300 M füllen das Unterhaltungsblatt.

stärker vertreten als das weiblihe; dem Familienstande na< hatten die Ledigen, dem Alter nah die Personen zwishen 30 und 40 Jahren, dem Berufe na< die Gewerbe- und Handelsgehülfen und Fabrif- arbeiter, sowie die selbständigen Industriebeflissenen den bedeutendsten Antheil. Von den naturalisirten Ausländern kamen 977 (757) aus den Niederlanden, 795 (461) aus Oesterreih-Ungarn, 236 220) aus den Vereinigten Staaten, 209 (295) aus Dänemark, 40 B42 aus Rußland; 1672 (1210) der Naturalisirten gehörten dem katholischen,

nisse an. Die Entlassung aus der Staatsangehörigkeit bezw. aus der Reichs- und Staatsangehörigkeit wurde im Berichtsjahre (bezw. im Vorjahre) ausgespro<hen dur 199 (169) Urkunden für 4909 (385) ersonen, welche die Staatsangehörigkeit in einem anderen Bundes- Ferlo erwerben wollten, und dur 5909 (8476) Urkunden für 10 168 (15 087) Personen, wel<he in das Ausland zu ziehen beabsihtigten. ür die Ueberwanderungen in einen anderen Bundesstaat wurden

103 (80) Urkunden an Familienhäupter, 96 (89) an Einzelpersonen, für die Wanderungen in das Reichsausland dagegen nur 1155 (1824) an Familienhäupter, 4754 (6652) an Einzelperfonen ertheilt. Von den Ueberwandernden waren 418 (330) evangelis<, 59 (47) fatholis< und 12 (4) jüdisc; die meisten diefer Personen wollten, wie hon 1884, die hamburgische Staatsangehörigkeit erwerben. Von denjenigen Ent- lassenen, welche in das Ausland zu ziehen beabsichtigten, hatte wiederum der größte Theil, nämlih 8256 (12716), die Vereinigten Staaten von Amerika, die meisten übrigen die Niederlande oder Oesterreih-Ungarn dieser Personen waren evan- gelischen, 2126 (3557) fatholishen, 229 (260) jüdischen Bekenntnisses. Hinfichtlih der Betheiligung der Geschlechter, Altersgruppen und Familienstände waren die Ergebnisse bei dem Verluste der Staats- bezw. Reich8angehörigkeit ähnliche wie bei dem Erwerbe; was dagegen

Durh<h Auswanderungen ohne Entlassungsurkunde wurden im

1 Von diesen Personen ent- fielen im Berichtsjahre (im Vorjahre) auf die Bezirke Bromberg 3841 (4869), Marienwerder 3069 (9524), Schleswig 2870 (4333), Stettin 1989 (2332), Köslin 1928 (3951), Posen 1792 (2558) und Danzig 1718 (2406).

Die Nr. 363 der „Mittheilungen der Großherzog-

folgenden Inhalt: Uebersicht über die im Großh. Hessen im ‘Jahr

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

Ergebniß der Regierungs - Bauführerprüfungen im ihen tehnishen Prüfungskommissionen in Berlin, Hannover - und Aachen haben im Laufe. des verflossenen Rechnungsjahres 1. April

taatsprüfung als Regierungs - Bauführer bezw. Regierungs- Maschinenbauführer abgelegt, und zwar: in Berlin 98, in Vannover 19 und in Aachen 3. Von diesen Kandidaten haben 34 die Prüfung bestanden und sind infolge dessen zu Regierungs- Bauführern bezw. Regierungs-Mascinenbauführern ernannt worden.

nd zwar 32 für das Hochbaufach, 38 für das Bauingenieurfa<h und 19 für das Maschinenfach, geprüft worden. Von den 98 Kandidaten, elhe in Berlin der Prüfung si< unterzogen haben, baben zwei mit

Das Werk „La vie partout“ von Philippe Daryl Paris, J. Hetel et Cie., rue Jacob, 18) ist um einen neuen Band bereichert worden, der sich „La petite Lambton betitelt. Der Verfasser hat diesmal Franfrei<h und Paris zum Schauplatz feiner

r in seinen früheren Werken zu kämpfen hatte, nit entgegentreten

e i Die Heldin, eine Kunstreiterin, für ihren Beruf be- cistert, ist so ideal gehalten, daß man ihr Original \{<werli< im Hippodrom finden würde; man darf daher aus dem Titel des

on allen Anstößigkeiten frei, die man in Pariser Romanen leider llzuhäufig findet. „La petit Lambton“ ift eine Erbschaftsgeshichte it untergeshobenen Grben; sie ist geschi>t erfunden und durchgeführt Ind hält den Leser in Spannung bis zu dem tragis<hen Schluß, der rst die A des RNäthjels bringt. Mit usgabe der se<{sten Lieferung liegt jeßt der 1. Band es „Univerfallerikon der Kochkunst“ (Leipzig, I. J. Weber), dritter ee fertig vor. Das für bürgerliche und feine Haus- tungen, für otels und Restaurants glei empfehlenswerthe Werk d bis Ende dieses Jahres in 6 weiteren Monatslieferungen 1 M 20 S zum Abschluß gebraht; wir behalten uns vor, dann b<mals eingehend auf dieses verdienstliche Buch zurü>zukommen. Die mit großem Schnittmusterbogen und illustrirter belle- istisher Beilage erschienene Quartalsnummer von „Mode. und aus“ Lieute Verlagsgesellschaft Dr. Russak & Co., Berlin W., bierteljahrspreis 1 M) ist wieder reihhaltigen Inhalts. Mode- uheiten und Handarbeiten bieten der Damenwelt nüßlihen Stoff zu usliher Beschäftigung, Im „Haustheil“ und «Meinungsaustau!<“ finden si< dem Bedürfniß der Hausfrauen angepaßte Aufsäße. Die

( \ ( Eine humoristische riginalzeihnung „Berlin beim Morgengrauen“, Jllustration nah rofessor P. Thumann „Die Zeit der Rosen und der Träume“, die ortseßung des Romans „Schloß Croxton“ von P. Olliverio, ine kaiserliche Lehrerin“ von Neumann-Strela, „Sai-De“, Märchen n Heinr. Bäer, Kunstkritishes von Dr. Russak u. #. w., Rath- fgaben, darunter ein Prämienräthsel mit 6 Prämien im Werthe

Gewerbe und Handel.

Bei den Abrechnungsstellen der Reichsbank sind im ni cr. 1 063 928 800 M abgerechnet worden. | Sm Inseratentheil wird eine Bekanntmachung der Königlichen nbahn-Direktion Aitona veröffentlicht, auf welche wir an dieser „_ hinweijen. Sie betrifft die Abstempelung der 42 proz. erlin - Hamburger Eisenbahn - Prioritäts - Obliga- nen III, Emission, der Altona - Kieler Eisfenbahn- ¿oritäts-Obligationen IL., TIT. und IV. Gmission und der <leswigschen Cisenbahn-Prioritäts - Obligationen roz. Zin en und die Ausreichung neuer Zinsscheinbogen. „len, 2. Juli. (W. T. B.) Die Kreditanstalt dementirt Weinrih*\<e Konkursmasse umlaufenden Ge- L Bemerken, n der Stand der Masse unverändert sei. ondon, 2. Juli. (W. T. B.) Wollauktion. Tendenz , grreise eher theuerer. tverpool, 2. Juli. (W. T. B.) Heute findet kein Baum-

enm d rk Pie : ew-Dork, 2. Juli. (W. T. B.) Baumwosllen- u n nad Gogotfuhren in s Unionshäfen TOv0 B,, © roßbritan ., Aus ° t 6000 B. Vorrath 35D ( 000 B. A E

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(Aus dem Jahrbuch der Königlich preußischen Kunstsammlungen,

Theil von Europäern noch unbetretenen Gegenden tammend, m [ei Kostbarkeiten zugesührt hat. / a iattud

in Brasilien mitgebrahten Gegenstände übernommen werdén; ferner Vermittelung seines Bruders, des Herrn Professors Nehring hier-

H. C. E. Meyer in Hamburg eine interessante Sammlung zur Ansicht uan, die bei dem no<h unfertigen Zustande des Museums für 6 deshalb, Dank der Seitens der Direktion des Kunstgewerbe-Museums gewährten Unterstüßung, in dessen Lichthof Unterkunft fand. Für einige, bei späterer Rücnahme der Sammlung dem ethnoïogishen Museum überlassene Doubletten hat der Eigenthümer zu verbindlihem Dank vervflichtet.

Provinz Posen, fowie eine Anzahl von Alterthümern aus ver- schiedenen Provinzen, welche hierselbst in einer kleinen Privatsammlung

Lichterfelde ein Bronzefund aus dem Lebathale, Hinterpommern, sowie ein fehr interessantes Bronzegefäß aus einem Gräberfelde bei Tanger- münde von Herrn Apotheker mühungen die Königlichen Museen bereits eine Nethe der interessan-

verflossenen Vierteljahre gemacht hat, ist die eines großen hierati)hen Papyrus, der sich im Nachlasse des Herrn Geheimraths Lepsius vor- gefunden Hat. des neuen Reiches ents kennen lehrt, enthält in ihrem ersten Theile eine Anzahl Zauber-

Dann wird erzählt, wie Prinz Hardadaf von seinem königlihen Vater beauftragt war, einen no<h lebenden Wunderthäter, den Dedèi, an den

ablegt und wie er ihm zum Schluß die bevorstehende Geburt dreier Söhne des Sonnengottes (d. h. dreier Könige aus einem neuen Ge- schlechte) vorhersagt. Geburt dieser Kinder, die eine Priesterfrau unter Assistenz verschiedener Götter zur Welt bringt; es sind die späteren Könige der fünften Dynastie. die Geburt seiner Nebenbuhler melden zu wollen der Papyrus E ab. E B

Zusammen mit diesem in jeder £ insiht wichtigen Manuskriyt erwarb die Abtheilung no< zwei Todtenbiichee einen entotiiGea s

dur das dankenswerthe Entgegenkommen der Familie Lepsius wesent- lich erleichtert.

Von anderen Erwerbungen feien drei nannt, die wir Herren Dr. Mordtmann in Konstantinopel verdanken.

In der Zeit vom 1. Januar bis 31. März; 1886 wurden unter Anderem erworben : __ Zwei Thüren mit Füllungen in eingelegter Arbeit. bis XIV. Jahrhundert. ( lih deutschen Generalkonsuls, Legationsraths von Derenthall.) Bilderrahmen, bayeris<en Wappen. Anfang XVIIL. Jahrhunderts. Giebelstü> in Stein A N e Wt u Vtodell eines Webestuhles. euts<hland, XVII. Jahrhunderi. Neun Schmu>kstü>ke aus Atchin auf Sumatra. E Nail C fal

ahbildung des Corvinus-Pokals in Wiener Neustadt. Original : Silber mit Email. Ende XY. Jahrhundert. | s

Geschenke, welche der Sammlung zugingen : Herr Hauptmann Hoehne. XVII. Jahrhundert.

Fräulein Fournier in Kösen.

Herr Hofuhrmacher Löbner. dur<brohen und gravirt.

Herr Dr. Jagor. Indische Decke in Tuchmosaik. Herr Oskar Hainauer. goldet.

hundert.

a E Wilhelm Gumpreht. Zwei Vasen, Majolika. Spanien

Herr Professor Dr. Anton Ewald. Berlin um 1820. |

_ Permanente Ausstellung für Kunst und Kunstgewerbe in Weimar. Schüssel, Fayence, blau gemalt. Moustiers um 1720. Zwei Schalen, japanische Fayence.

Herr Professor Dr. Günther. Gläser.

Dr. Emil Riecbe> aus stellung der von seinen Reisen mitgebrahten ethnographischen und kfunstgewerblichen Sammlungen im Kunstgewer -Museum, Februar 1884, dem Kunstgewerbe-Museum 331 Gegenstände zum Geschenk gemacht. Von den Kunstwerken, welhe Dr. Emil Riebe> in seinem Besitz behielt, überwies er alle diejenigen, welche zur Vervollständigung der Sammlungen von Bedeutung sein konnten, L

eingestellt wurden.

Herr Lieutenant d. R. Paul Ricbe> in Halle a. S., auf welchen nah dem am 22, Juni 1885 erfolgten Tode seines Bruders der gesammte Kunstbesitz des Verstorbenen überging, hat die erwähnten stände, 52 orientalishe Arbeiten von ganz h Werthe, dem Museum zum Geschenk gemacht. zur befonderen Erinnerung an Dr. Emil Riebe> aus der zweiten Sammlung desselben Bronzeguß, von drei Dän Be auf einem Marmorso>el mit bezügliher Inschrift aufgestellt erden.

Verner hat derselbe gestiftet :

Berlin, 3. Juli 1886. Amtliche Berichte aus deu Königlichen Kunstsammlungen. Berlin, G. Grote’sche Verlagsbuchhandlung. T. Königliche Museen. 1. Januar bis 31. März 1886. (Schluß.) E. Ethnologis<e und nordische Abtheilung. H [E Ethnologische Sammlung. Für Afrika ist die ethnologische Abtheilung dur die Sammlung Entde>ungsreisenden Paul Reichard bereichert, die, weil aus zum

Für Amerika konnten die von Dr. Ehrenreih aus seinen Reisen

das Geschenk einer werthvollen Sammlung, glei falls aus silien, Herrn Nehring zu verdanken. Dieselbe A die

t, zu.

Aus dem seit Kurzem erst eröffneten Korea hatte Herr

erkunde innerhalb desselben nicht aufgestellt werden konnte und

11. Nordische Sammlung. Angekauft wurde eine größere Sammlung von Alterthümern aus

nigt waren. Geschenkt wurde von Herrn Dekonomie - Ingenieur Schweder in

©

artwih daselbst, dessen freundlichen Be-

1 Funde verdanken. Bastian.

| ____F. Aegyptishe Abtheilung. Die wesentli<ste Erwerbung, welche die ägyptische Abtheilung im

Diese unshäßbare Handschrift, die etwa dem Anfang

tammt und auch sprahli< ein ganz neues Gebiet

iten, die si König Cheops von seinen Söhnen vortragen läßt. zu faffen, wie derselbe vor dem Könige Proben seiner Kunst Das leßte Kapitel erzählt dann wirklich die

Zum Schluß scheint eine untreue Dienerin dem Könige

koptishen Pavyrus; der Ankauf dieser werthvollen Stücke wurde

himjarishe Gemmen ge- E Erman. G. Kunstgewerbe-Museum.

I. Sammlungen. s Kairo, XI!T, (Durch freundliche Vermittelung des Kaiser- Holz, geshnißt und vergoldet, mit dem pfalz-

gehauen, mit cingeseßter Platie aus Florenz um 1420.

Gold mit Email

Stogriff mit Elfenbein und La, 27 Stück Kinderspielzeug in Silber.

, Uhrtheile und Spindelkloben, Deutschland und England, XVII. JIahr-

land, XVIII. Jahrhundert.

rt.

: Doppeladler aus Schmiedeeisen, ver- Wappenzeichen der Familie Giustiani. Italien, XVI, Jahr-

Schmu>kstüke, Eisenguß.

err Sigismund Lassar. Tasse mit Schale, Sèvres-Porzellan. erren Krugmann und Haarhaus, Sammetfabrikanten in Elber- Sammlung von Musterabschnitten eigenen Fabrikates, zum nach älteren Stoffen des Kunstgewerbe-Museums gezeichnet.

Drei gesliffene und ver oldete Schlesien, XVIII. Jahrhundert. G

Stift ung R iebe>. Halle a. S. hatte am Schluß der Aus-

i dem Museum als Leih- und gestattete, daß sie in die betreffenden Theile des Museums

ervorragendem Ferner hat derselbe

japanishes Räucherbe>en aus

gestiftet: ein onenfiguren getragen, 288 cm hoh. Dasselbe

in Jntarsia und Holzschniterei rei ausgeführten Zimmers desg XVII. Jahrhunderts aus Sthhloß Flims in Graubüieken

R große Sammlung von Photographien, welche Dr. (Fmil Riebe> auf seinen Reisen in Asien aufgenommen hatte, nebst den Originalplatten. Dieselbe enthält mehrere Tausend Blätter, in Aeu een i

ur Annahme diefer bedeutenden Sentung haben Se. Maze tät

der König geruht, mittels Allerhöchsten Grlasses vom 28. April telcat die Landesherrliche Genehmigung zu ertheilen. Lessing.

II. Unterri<htsanfstalt. Das Wintersemesi SEmiaze E Das iInter]emester wurde am 5. tober begonne 27. März geschloffen. E E Ferien vom 24. Dezember bis 3. Januar. Lehrplan und Lehrpersonal blieben im Wesentlichen wie im ver- gangenen Jahre. Der großen Sqchülerfrequenz wegen mußte die Aktzeichenklase e werden. ie Zahl der ausgegebenen Unterrichtskarten betrug 1281. Die Kopfzahl der Besucher : E Vollshüler Hospitanten Zusammen Ele O6 436 540 Schülerinnen 38 102 140 L Summa 142 938 680 Slipendien zum Besuche der Tagesfachlassen erhielten dur Bewilligung des Königlichen Ministeriums für Handel 2c. :

: 3 Tischler, 4 Modelleure (darunter eine Dame), 1 Ciseleur, 2 Schlo er, 6 Maler und 1 Kupfersteher; aus dem Fonds der Kronprinz Griedri<-Wilhelm-Stiftung : 1 Bildhauer, 1 Cifeleur und . Maler; aus der Dr. O. Markwald - Stiftung: 1 Bildhauer 1 Cifeleur. E. Ewald.

IT. D a Pational-Galerie. i . VDelgemälde. Bil feFerbeln, Thierbude. Bilhelm 2amphausen, Episode aus der Schlacht bei R Gesfammtaufwand 16 000 M. 2E UNAE, | E B. Bildhauerwerk, Karl Schlüter, Bronzeabguß einer weiblichen Portraitbüste. Bernhard Roemer, Nire. Getönte Marmorbüste. Gesammtaufwand 3500 6 e …_ C. Handzei<hnungen 2c. ¿riedri Kaiser, 20 Aquarelle und Zeichnungen. Gesammtaufwand 690 4 Jordan. __Die von dem Apotheker Hayn auf Grund der von dem Ober- Präsidenten der Provinz Brandenburg unter dem 4. September 1825 ertheilten Konzession in dem Hause Adalbertstraße Nr. 16 ein- gerihtete Apotheke ist am 30. v. M. nah vorgeschriebener Mevision eröffnet worden.

„London, 1. Juli. (A. C.) _Auf der Great Northernu- Eisenbahn in Irland fand gestern Nachmittag unweit Porte - down ein furhtbares Eisenbahnunglü> ftatt. Die Loko- motive eines von Dublin kommenden Perfonenzuges entgleiste und stürzte in einen neben dem Damm laufenden Graben, wobei alle Waggons, mit Ausnahme des Conducteur-Coupés, mitgerissen wurden, 4 Paffagiere wurden getödtet und etwa 20 verwundet, viele so s{wer, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird.

Rom, 2. Juli. (W. T. B.) Von gestern Mittag bis beute Mittag sind an der Cholera in Codigoro 5 Personen erkrankt und 1 Person gestorben, in Venedig 2 Personen erkrankt und 2 ge- storben, in Brindisi 18 Personen erkrankt und 9 gestorben, in La- tiano 105 Personen erkrankt und 32 gestorben, in Oria 3 Personen erkrankt und 3 gestorben, in Francavilla 44 Personen erfrankt er gestorben, in San Vito 2 Perfonen erkrankt und 7 ge-

orben.

_Am gestrigen Abend brate das Kroll’\<he Theater um ersten Male: „Aennchen von Tharau“, lyrische Oper in 3 Aftten von Noderich Fels, Musik von Heinrich Hofmann. Diese Oper, welche auf den Bühnen außerhalb Berlins längst gekannt und werthgeschäßt, ist auch hier niht unbekannt. Dieselbe wurde bereits vor mehreren Jahren zu einem wohlthätigen Zwe>e von Dilettanten im Saale des Königlichen Schauspielhauses aufgeführt, und einzelne Theile, wie namentlih der Monolog des Simon Dach im 1. Aft, der Marsch und das Duett ¿wischen Aennchen und Johannes im 3. Akt sind gern gehörte und gesungene Sachen. Die von Hein- rich Hofmann neu omponirte Weise zu dem bekannten „Aennchen von Tharau ist's, die mir gefällt“ überrascht zuerst durh den Gegen- sab zu dem Volksliede, do<h fesselt sie dur< Eigenart und leiht faßlihe Melodie. Der Komvponist zeigt sih in der vor- liegenden Oper als der _vielgewandte und sichere Musiker, der die Kenntnisse, welche ihm sein Studium, namentli< das der Wagner- schen Partituren, verliehen, in geshi>ter und formvoller Weise zur Anwendung bringt. Seine Musik ist wohlklingend und erfreut wegen der korrekten Behandlung der menschlichen Stimme. Die Handlung ist im Anschluß an das bekannte Volkslied von Roderich Fels erfunden. Simon Dach, Magister der Theologie und Professor in Königsberg, freit um Aennchen, „des Pastors von Tharau Töchterlein, und erhält fie, welche den Wünschen ihres Vaters gehorsam ift, zur Braut, während in ihrem Herzen die Liebe zu ihrem früheren Jugendgespielen, dem jeßigen Studenten Johannes, \{<lummerkt, Zum heftigen Konflikt kommt es, als dieser in Tharau erscheint und in jugendlihem Feuer Geliebte wieder für _fi< erringen will. Eine eter davon ift, _daß er relegirt, in seiner Verzweiflung Soldat wird und in den Krieg zieht (die Handlung spielt gegen Ende des dreißigjährigen Krieges). Als ieger, wenn au verwundet, ehrt er zurü> und erhält von Simon Dach selbst, welcher die wahre und tiefe Liebe seiner Braut zu Johannes erkannt hat und großmüthig verzihtet, Aennchen zur Braut. Neben dieser Handlung geht eine ¿weite Liebesepisode zwishen dem Werbeoffizier und Gretchen, Aennchen's Freundin her. Die gestrige Ausführung kann nah jeder Nichtung hin als eine wohlgelungene be- zeichnet werden. Die Titelpartie lag in den Händen des Frl. Mölle- ring. Wenn dieselbe au<h na< der schauspielerishen Seite bin niht genügte, fo erfreute sie dur ihre helle und ausgiebige Sopran- timme, musikalishe Sicherheit und sinngemäßen Vortrag. Hr. Fri>e brachte dur seinen klangvollen fympvathischen Bariton die Partie des Simon Dach zu vollster Geltung. Den Johannes sang Hr. Schreiber uns niht zu Dank: abgesehen von dem scharfen Klang seiner Tenor- stimme, gab er auch nach der Seite der Darstellung hin zu wenig, um zu befriedigen. Einen prächtigen Werbeoffizier, den Jost von Henne- wiß, stellte Hr. Heine dar. Derselbe crrang sich durch den bhumorvollen Vortrag seiner Nolle und die vorzügliche Ausführung der beiden Einlagen 2 Nummern aus den Singufliedern von Heinri Hofmann) den lebhafte- sten Beifall. Seine Partnerin, Frl. Rödiger als Greten, Aenn<hen's Freundin, erfreute durch die Frische ihrer Stimme und die Korrekt- heit ihres Gesanges sowie dur< munteres Spiel. Die Darsteller erhielten vielfachen Applaus, und wiederholt wurde der Komponist, A auch der Kapellmeister und Hr. Kommissions-Rath Engel vor die Lampen gerufen, um ‘fo für viele Mühen ihren wohlverdienten Lohn aj ernten. ÿ D. Gel A orgen wir . Dofmann's „Aennchen von Tharau“ wieder- holt. Am Montag singt Fr. Carlotta Groffi die Constanze in Mo act's ref rung aus dem Serail“. Außer der Genannten wirken in diefer Auffü rung E Erl (Belmonte), Hr. Riemann (Osmin), Hr. Frone> (Pedrillo), Frl. Buttschardt (Blondchen) und Hr. Theile (Selim) mit. ür das Walhalla- Theater sind Frl. New-York, Frl. Minna Micchetti und der

Franziska Ahrens aus omiter Hr. Lube engagirt

ie vollständige Vertäfelung, Wände, Thüren und Dee eines

worden.

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