1886 / 207 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

flärli<, daß für viele Zwe>ke in der Industrie gegenwärtig Kohlen oder Wärme gebraucht wird, wo das früher wenig oder nicht so be- trächtlih der Fall war, z. B. für die zahlreichen Thonwaarenfabriken, Leuchtgas- und chemischen Fabriken und die zahllosen Dampfmaschinen- Für manche Trokeneinrihtungen wandte man früher fast

Anlagen. Für gar keine künstliche 1 Auf die Divergenz in

Wärme an.

Gewicht gelegt worden. diesen Umständen eine beredte Sprache.

und der ausgicbigsten Hülfsquellen des Bahn gerathen ift.

Wären die Kohlen England wie etwa Maße zugemefssen, Koblen- und Eisengeshäft wenig Bedenkliches. Von namhaften englischen Fahmännern ist lands nur no<h für . schauungen ist von anderen Seiten widersprochen, te<nis<hen Kommission des bergbaulihen Vereins Bergamtsbezirk Dortmund, wonach der land no< 6—800 Jahre ausêreihen soll. auh sei, mit der Thatsache , daß in vorrath immer ahr und mehr abnimmt und Tages so gering ist, daß der Abbau ganz änderlihen Thatsache muß England renen. stellcnweise die englischen Kohlen nirgend fonstwo antrifft. Jahren die Möglichkeit

einer unterseeischen

führbarfkeit bezweifelt wurde, sich d und cine Bergwerk

tiefste Schacht befand auch im

damals (1882) s unweit Manchester, erreidte, und daß

der Athton, 860 m

Steinkohlen aus 844 m Tiefe terausgcholt wurden.

England no<h Kohlen in Tiefen von 1200 m sich vorfinden. Abbau überhaupt möglich oder rentabel sein wird (die Erdwärme in der Tiefe dinfte etwa 45 9 C. betragen), bleibt dahingestellt. Dagegen läßt sich mit ganz unbedingter Sicherheit voraussagen, daß die Stein-

nicht näher erörtern.

Ende hat. : i Doch auch Deutschland muß

sparsam umzugehen. westlichen Theilen Deuts auêreichend angeschen, selbst 1

Deutschlands für mehr

sondern 100 Millionen Tonnen Kohlen jährlich fördern. ß die angedeutete Zeit no<h re<t lang ist daß sih in andern Ländern und fremden Welttheilen no< unge- Angesichts Schritt begegnet, drängt ih immer und immer wieder die Ucberzeugung auf, der Weltpolitik wird, der ih fein Land und kein Kulturvolk dcr Erde wird verschließen können. 1873 veröffentlihte unser berühmter Landsmann „über Brennmaterial“, 8 9% mehr an Stein- foblen brauchen, dagegen nur ungefähr 40/0 mehr gefördert würden statistishen Angaben waren nicht anz zutreffend, was jedoch die gemachten Schlüsse nicht A ermehr

ein großer Trostgrund, daß und heure vers{<wendung,

Lager vorfinden sollen... Aber An welcher man gegenwärtig auf

til

daß die Kohlenfrage dereinst einc Aufgabe Bereits im_Jahre ntlichte u Wilhelm Siemens in England eine Schrift: in welcher mitgetheilt wird, daß wir alle Jahr

(die der Arbeit zu Grunde liegenden

In diesem Maßstabe könne

Ausnützung der Wärme ersetzen, d h.

Erfolgen 4 2% Steinkohlen weniger verbraucht werden, Wi hat in den verflossenen Fahren aber sondern fortwährend eine Steigerung

aus der ersten Tabelle ersehen, im Gegentheil keine Abnahme,

des Koblenverbrauches auf der Erde stattgefunden, und entschieden darauf hin, der Kohlenvershwendung Einhalt Nach Angabe des Hrn. Geheimen Bergraths Dr. Wedding findet

bei Heizung unserer Wohnräume nur etne Wärmeausnußzung von 14% ftatt. Es greift demna<h hier wohl die denkbar großartigste verschiedensten Zweigen

Koblenvers<hwendung Platz. Aber auch in den

< der Richtung sehr gesündigt; z. B.

E den Leistungen Englands bezügli der Koblenförderung und Eisenerzeugung ist auffallenderweise bisher wenig Die vermehrte Kohlenausfuhr führt unter Sie zeigt, daß die englische Industrie troy des angebli<h fo vortheilhaften Freihandelssystems

Landes auf eine abschüssige

Waffer in unerschöpflichem fo hâtte die jeßt obwaltende Verschiedenheit zwischen Die Kohlenlager Eng- lands sind aber feincêwegs mehr fo unergründli< groß und reich.

der Kohlenvorrath Eng- 105 Jahre ausreichend bere<net.

Kohlenvorrath Nun, England der

aufhört, mit dieser unab- Schon jeßt holt man aus Erdtiefen heraus, Verfasser erinnert \i<, als vor einigen Verbindung England und Frankreich lebhaft besyrohen und die tehnische Aus- daß von Sir Edward Watkin (Vor- sißendem der Tunnelbau-Kommission) darauf hingewiesen wurde, daß 1 im Kohlenbergwerk Nbteufung von

foblen in England fortwährend theurer werden mü} das auf den Weltmarkt cinen Einfluß ausüben wird, wollen wir hier Es genügt die Andeutung, daß es dann der Mathtstellung Englands auf dem Eifcnmarkt ein für allemal ein

es sich eine ernste Mahnung sein lassen, mit dem ihm zugemessenen berrlidhen Kohlenreihthum re<t Von Fachmännern wird das Ko s als venn wir nicht 65 Millionen Tonnen, | zu ernster Erwägung

hlenlager in den

1 die Förderung ni<ht v Also müßten wir 4 %/% durch te<nishe Fortschritte in vollkommenerer es müßten bei gleichen te<hnischen

Nuteffekt bei maschinenanlagen nur vollkommen nußlos verloren.

ordentli< viel Wärme nußlos \{lingt gewaltige nünftiger Weise

sih, daß für einen mit großer einer Stre>e von 119 Meilen

gleichen unt Geschwindigkeit in der Pfund erforderlich war.

schnelle Abnußtzung der Diesen An- | Gefolge hat. Auch im U: 0 von der für den Ober- in Eng- wie dem Kohlen- vielleiht eines | einzigen Tag.

] Wären die

fällt jede Rücksicht des reinen und unverfälshten allen feinen Anlagen womöglich gar dafür zu forgen, werde. Was aus dem Staat und

die man

zwischen

von von

Pendleton Es follen in Ob deren

fern sein, Gerade

zuerst

mehr fo

wirft.

nicht über Bord von allen Staaten Koblenindustrie diesem íIndustrien vorgehen müssen. diesen für den Bestand

aus

sen. Wie weit

mit | lung. lange lustig darauf Krankheiten eintreten,

1000

Jahre

Es ift zwar

der Kohlen- und Tritt te dustrien von

früher aus einfachem fertigt werden, wie 3.

werden. Das

r

möglich zu gestalten.

Wie wir oben | zunehmen will.

das weist uns

zu thun. i 5 E : *) Diese Erfindung rührt

welchem von den Engländern

beträgt der

3K Inserate für den Deutschen Reichs- und Königl. Preuß. Staats - Anzeiger und das Central - Handels- register nimmt an: die Königliche Expedition

. Ste>briefe und Untersu<hungs-Sachen. 2, Zwangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vor-

den Feuerungsanlagen der 50 bis 60 °/o. Bei der Eisenerzeugung ging vor Er- findung der Regeneratoren oder Wärmespeicher *) ebenfalls außer-

verloren. Auch der Weltverkehr ver- Mengen an Wärme bezw. fommenden Geschlehtern t wurde kürzli auf der Philadelphiaer Eisenbahn in Amerika, wo ja große Fahrgeshwindigkeiten recht beliebt sind, Versuch gemacht zur Bestimmung ) Geschwindigkeit gefahrenen Zug auf Länge hin und zurü> 6725 Pfund (von je 0,453 kg) Koblen verbrau<ht wurden, während bei einem Zuge unter gleihen Verhältnissen, Stunde, ein Kohlenverbrau<h von nur 4420 Man sicht also, daß die feiten der Eisenbahnzüge einen unerhörten Betriebêmaterialien Seeverkehr findet bei den großen Dampfern eine maßlose Kohlenvershwendung statt. Ein großer transatlantischer Dampfer verspeist, je nah feiner Fahrges<bwindigkeit, beiläufig be- merkt, pro Tag ein Pösthen Kohlen von z. B. einen Eisenbahnzug von mindeltens _Läng [ fann); wohlgemerkt: das ist erst das Futter der Schiffskessel für einen

Koblen theurer, so würde ih die Vershwendung derselben ganz von selbst verbieten. auf spätere Zeiten fort. Manchesterthums ist der Staat mit und Einrichtungen daß der Handel profitabel besorgt allen sonstigen Staats8angehörigen, die nicht Handel treiben, bei einem fol<en Wirthschaftsprinzip wird, das kümmert die Herren Freihändler gar niht., Am weitgehendsten ist dieses System in seiner ganzen na>ten selbstsüchtigen Mißgestalt in England zur Durchführung gebracht. in, da England mit

Nähr- Ob man früh- oder rechtzeitig genug der Industrien Schritt thun wird, entzieht si zur Zeit natürli<h noch jeder Beurthei- Vielleicht läßt man den Dingen Lanf und verhält si< wie beispielsweise ein los lebt, bis plöuli<h ernste Störungen oder und der dann alle möglichen Mittel versucht, die aber, weil zu spät angewendet, meist wirkungslos sind. Deutschland ift mehrfah der Vorschlag, die Kohlenindustrie zu ver- staatlichen, aufgetauht. Jedenfalls allen, wel<he an unserer nebmen gleichgültig welchem politischen Parteistandpunkt dieselben angehören dringend zu empfehlen. j i

Schon oben ist angedeutet, daß Koblenförderung und Roheisen- erzeugung auf der ganzen Erde in veuerer Zeit ni<ht mehr wie früher mit einander Schritt gehalten haben. einander ersbeint dieser Umstand auffallend. aber wohl erklärlich, hauplsätlih dadurch, daß viel Gegenstände, die [ Eisen hergestellt wurden, jeut aus Stahl B, die Eisenbahnschienen, so daß ihre Ab- nußung nit mehr fo {nell wie früher su<ht man die Dauer des Eisens au mittel, metallis<he Ueberzüge (Verzinkungen u. vorzüglichsten Anstriche zu erhöhen. ihren ganzen Scharfsinn an, um die Eisenkonstruktionen bei möglichst geringem Materialaufwand fo widerstandsfähig Allcs zusammengenommen läßt es be- greiflich erscheinen, daß der Eisenverbrauh nicht wie vordem |

Im Gegensatz hierzu maht von Kohlen Jeder Gebrauch, fo gut oder so \<le<t, als es die gerade vorhandenen Feuerungsanlagen er- lauben oder die meist sehr geringe Heizbefähigung ermöglicht.

von Sir Wilhelm Siemens her, in der Westminster Abtei zu London, in der sich die Grabstätten großer englischer See- und Kricegshelden, Staatsmänner und Künstler u. \. w. befinden, am 26. v. I. ein ehrendes Denkmal errichtet ift.

gewöbnli<hen Dampf-

Der Rest der Wärme geht

Koblen, die wir ver- erbalten sfollten. So praktischer Es ergab

ein des Kohlenverbrauchs. gehen.

aber bei nur 12 Meilen hohen Geschwindig-

Luxus bilden, der no< dazu und zahlreiche Unfälle im

und und

Kopfseite c des Kronprinzen etwa 150 t (womit man | den Klängen

15 Wagen Länge befrachten

Aber bei den jetzigen Preisen Nach der Anschauung Sieger von nur dazu da oder hat Ein Vorschlag, übersenden,

Die Zeit dürfte indessen durh- man dasselbe als unpraktis<

wird wohl oder übel einer Verstaatlichung der und Lebensankcr aller übrigen durchaus nothwendigen | a stimmte. so lange als mögli<h freien Lungenkranker, der \o

Auch in ist die Sache wichtig genug, sie úInduftrie Intereste

Bei der Abhängigkeit der In- 1 Gr ist | Vorsitzenden, Kaeding in

ange-

erfolgen kann. Andererseits durch alle möglihen Schußz- dergl.) sowie durch die Hochgebildete Ingenieure wenden

und dauerhaft als

onderlic)

Da

S

November

2

des Golde’schen Feier eröffnet wurde, nahm zunächst Hr. Berein das Wort, um im Namen des Festgebers, des Hrn. Adolph Ehrlich (Schwarzer in Schöneberg) die erschienenen Festgeno} Schauspieler Carl Karuß in einem in gebundener Rede gehaltenen )rolog auf die Feier des Tages hinwies. "ierauf das Wort zu einem Hoch auf den Sedan, Se. Majestät den Deuts in welches die Versammlung hierauf sih von den Pläßen erhebend die Nationalhymne anstimmte.

fand stürmishen Beifall und wurde Nunmehr begann das Festdiner. rische Akte mit Gesang und Musik ab. lihe Familie folgte cin Hoh auf den Fürsten Bismark, dem Begrüßungstelegramm übersendet wurde. Ein stilles Glas wurde dem Andenken des Prinzen Friedri Carl, ein zweites den gefallenen Kame- raden gewidmet. Schließlich sprah der Kamerad Reiß, der einst in der Düppeler Schanze Nr. 2 hatte, Namens der geladenen Invaliden 2c. dem Gastgeber den Dank aus, welhem die ganze Festversammlung durch freudige Hochs zu-

nun aber alle Kulturstaaten ein Interesse daran haben, daß der Menschheit die unersetzbaren Kohlen fo lange wie mögli erhalten bleiben, so wäre es dringend nöthig, Fortschritte in der Technik, welche auf Ersparung von Kohlen ab- zielen, in jeder Beziehung gefördert, womöglich dur< besondere aus\hreibungen u. dergl. hervorgerufen Richtung bereits höchst beachtenswerthe

des Brennmaterials : i i worden. Indessen werden dieselben leider no< viel zu wenig ange-

wendet. Auch hier sollte der Staat daher mit gutem Beispiel voran-

daß diejenigen Erfindungen und

reis- würden. Es find nah der Fortschritte dur<h Anwendung

in gasförmigem Zustande u. dergl. gemacht

Die Sedanfeier, welche den Invaliden des Kreises Teltow auf dem Terrain der Schöneberger Wiesen an der Winter- feldstraße veranstaltet war, einem eigens hierzu errichteten umfangreichen, Festons reih ges{<müd>ten Zelt hatten si<h etwa 500 Invaliden

Kampfgenossen des Teltower Kreises eingefunden, langen Reihen E Festtafeln Platz nahmen, während die an der errichtete

trug einen erhebenden Charakter. In mit Fahnen, Guirlanden

welche an den Kaisers,

Nach die

Musiktribüne die Büsten des und des Prinzen Friedri<h Carl trug. Armeemarsches, mit welchem

pl (G Adler sen zu begrüßen, worauf der

Lieutenant Zierold nahm obersten Kriegsherrn, den

schen Kaiser, begeistert drei Mal einstimmte, die

telegraphishen Gruß zu sofort ausgeführt. Während desselben wechselten rheto- Dem Toaste auf die Kaiser- ein

Sr. Maiestät einen

die erste preußische Fahne aufgepflanzt

Nach der kürzlich veröffentlichten Vereinsstatistik der Stolze" schen Schule bestehen gegenwärtig 382 Vereine mit 3603 Mitgliedern, und zwar in Preußen 286 Vereine, 6482 Mitglieder, im übrigen Deutsch- land 49 Vereine, 994 Mitglieder, Mitglieder, im Ausland 9 jahr ein Zuwachs von 23 Vereinen und 1164 Mitgliedern. Vorstand des Verbandes Stolze’scher Stenographenvereine will die Stenographie jeßt auch Auslandes zugänglih machen, in oder Lehrer der Stenographie vorhanden sind, sowie denjenigen Per- sonen, die dur< irgend welche Umstände von der Benußung der öffent- lihen Unterrichtskurse abgehalten werden.

den Berlin Meldenden, welcher die Absicht der Erlernung der Stenographie zu erkennen giebt, die Adresse eines dem Wohnorte des Angemeldeten zunächst wohnenden Lehrers der Stenographie oder des nächsten Ber- eins aufzugeben, welcher bereit ist, die Korrekturen eingesandter Ar- beiten für den Selbstunterricht zu übernehmen. gleichzeitig dur< den Vorstand des Verbandes mit der erforderlichen Korrektur der Arbeiten und der sonstigen Correspondenz beauftragt. Die Uebersendung geeigneter Lehrmittel wird auf Wunsch des Ange- meldeten dur< den Verbandsvorstand gleichzeitig vermittelt, auch ein Verzeichniß der im Verlage des Verbandes erschienenen Bücher und Schriften beigefügt. gliederzahl der Vereine die erforderlichen tüchtigen Kräfte zur Ver- fügung stehen, so ist er im Stande, selbst weitgehenden Anforderungen gere<ht zu werden.

in der Schweiz 38 Vereine, 984 Vereine, 143 Mitglieder; gegen das Vor- Der

denjenigen Gegenden Deutschlands und des denen zur Zeit noch keine Bereine

Derselbe hat seinen zweiten t e g (G Reichs-Hauptbank, Hrn.

Kalkulator bei der - ) beauftragt, jedem sich

NW., Karlstraße 25,

Dieser Letztere wird

‘Da dem Verbandsvorstande in der großen Mit-

Der elfjährige Violin - Virtuose Henri Marteau, welcher fürzlih in feiner Vaterstadt Reims als Zeichen der Anerkennung von der Stadtvertretung ein goldenes Palmenblatt mit ehrender In]\chrift erhalten hat, wird am 20. d. M. im Kroll'’\<hen Saale zum

ersten Mal auftreten.

M

Großhaadel.

Oeffentlicher Anzeiger.

. Industrielle Etablissements, Fabriken und

SInserate nehmen an: die Annoncen-Erxpeditionen des „„Junvalidendank“‘, Rudolf Mosse, Haasenstein « Vogler, G. L. Daube «& Co., E. Schlotte, Vüttner & Winter, sowie alle übrigen größeren

des Deutschen Reichs -Anzeigers und Königlich Preußischen Staots -Anzeigers: Berlin SW., Wilhelm-Straße Nr. 32.

ladungen u. dergl. . Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. . Verloosung, Kraftloserklärung, Zinszahlung M u. st. w. von öffentlichen Papteren.

stre>bar zu C t sei \chuldig, den Kläger schadlos zu halten, indem er entweder den Gläubiger befriedigt oder ihn auf

Zwangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

erklärendes Urtheil dahin, der Beklagte | zustellungstage

Bekanntmachung. Durch Aus\{lußurtheil vom 20. hat das Königlihe Amtsgeriht zu Recklinghausen

[27499] i August d. I.

Antrag des Tischlers Heinrih Schulte zu Waltrop, die Hypothekenurkunde, welche über die im Grundbu< von Waltroy Bd. 7 Bl. 16 Abth. 111. sub 1 für die Eheleute August Henning zu Waltrop cingetragene Post ad 200 Thlr., gebildet ist, für kraftlos erklärt.

Recklinghausen, 20. August 1835.

Götte,

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. [27510] Oeffentliche Zustellung.

Nr. 6388. Landwirth Joseph Gebhard von Reuthe klagt gegen Kronenwirth Adolf Be> von Reuthe, z. 3. an unbekannten Orten abwesend, aus Dar- lehen vom 24. Februar 1885, und ladet den Ve- klagten in die Sißzung Gr. Amtêsgerihs ECmmen- dingen zu dem von dem Herrn Amtsrichter auf Dienstag, den 24. Oktober 1886, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Termine mit dem Antrage auf für vorläufig vollstre>bar zu erklärendes Urtheil dabin, der Beklagte sei \<uldig, an den Kläger 202 A. nebst fünf Prozent Zinsen vom 24. Fe- bruar 1885 zu bezahlen und die Kosten zu tragen. Dies wird dem Beklagten zum Zweck der Zustellung eröffnet. Emmendingen, den 30. August 1886. Der Gerichtsschreiber des Gr. Amtsgerichts.

S) Jer.

27511] Oeffentliche Zustellung.

Nr. 6889, Landwirth Peter Giedinger von Reuthe klagt gegen Kronenwirth Adolf Be>k von Reuthe, z. 3. an unbekannten Orten, aus übernommener Bürgschaft, für ein vom Beklagten bei Landwirth Georg Gehri in Wildthal aufgenommenes Darlehen vom Jahre 185 und ladet den Beklagten in die Sitzung Gr. Amtsgerichts Emmendingen zu dem von dem Herrn Amtsrichter auf Dienstag, den 26. Ok- tober 1886, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Termine, mit dem Antrage auf für vorläufig voll-

auf

andere Weise sicherstellt und die Kosten zu tragen. Dies wird dem an unbekannten Orten abwesenden Beklagten zum Zwecke der Zustellung eröffnet. Emmendingen, den 30. August 1886. Der Ge- rihts\chreiber des Gr. Amtsgerichts.

(L. S.) Jäger.

[27512] Oeffentliche Zustellung.

Nr. 6890. Bernhard Be>, Wittwe Katharine, geb. Sutter, von Reuthe, klagt gegen Kronenwirth Adolf Beck von Reuthe, z. Z. an unbekannten Orten, aus Darlehen vom 24. Februar 1878 und 99 November 1881, und ladet den Beklagten "in die Sitzung Gr. Amtsgerichts Emmendingen zu dem von dem Herrn Amtsrichter auf Dienstag, den 26. Oktober d. Js., Vormittags 9 Uhr, be- stimmten Termine, mit dem Antrag auf für vorläufig vollstretbar zu erflärendes Urtheil dahin, der Be- flagte sei s<uldig, an die Klägerin 200 nebst Zinsen und zwar zu vier Prozent aus 100 M. seit 59 November 1881 und zu fünf Prozent aus 100 vom Klagzustellungstag an zu bezahlen und die Kosten zu tragen. Dies wird dem Beklagten zum Zweck der Zustellung eröffnet. Emmendingen, den 30. August 1886.

Der Gerichts\<hreiber des Gr. Amtsgerichts. (T, S) Iäger. [27513] Oeffentliche Zustellung.

Nr. 6824. Bierbrauer Geo!g Kiesel Wittwe, Friederike, geb. Schäfer, von Emmendingen, klagt gegen Kronenwirth Adolf Be> von Reuthe, z. Z. an unbekannten Orten abwesend, aus Bierlieferung von den Jahren 1885 und 1886, und ladet den Be- flagten in die Sitzung Gr. Amtsgerichts Emmen- dingen zu dem von dem Herrn Amtsrichter auf Dienstag, den 26. Oktober 1886, Vormittags 9 Uhr, bestimmten Termine mit dem Antrage auf für vorläufig vollstretbar zu erklärendes Urtheil dahin: der Beklagte sei shuldig, an die Klägerin 153 M 24 S nebst fünf Prozent Zinsen vom Klag-

. Verschiedene Bekanntmachungen. . Literarische Anzeigen. . Theater-Anzeigen. \ In der Börsen-

Aunoncen-Bureaux. K

. Familien-Nachrichten. / Beilage. 38

an zu bezahlen und die Kosten zu

tragen. Dies wird dem an unbekannten Orten ab-

wesenden Beklagten zum Zwecke der Zustellung er-

öffnet. Emmendingen, den 28. August 1886.

Der Gerichtsschreiber des Gr. bad. Amtsgerichts. (L. S.) Jäger.

[27508] Oeffentliche Zustellung.

Der Kaufmann Manus Levi Elias in Kassel, ver- treten dur< MRechtsanwalt Hirsch daselbst, klagt gegen den Schreinermeister Wilhelm Röttger aus Kassel, jeßt in unbekannter Ferne, wegen hypothe- farisher Forderung, mit dem Antrage, zur Zahlung von 3000 S. nebst 5 /a Zinsen seit 1. April 1886 unter Anerkennung eines Pfandrechts an dem im Grundbuche von Kassel Art. 1209 Abth. I. Nr. 1, 2, 3, 4 eingetragenen Grundvermögen, und ladet den Beklagten zur mündlihen Verhandlung des Rechts- streits vor die dritte Civilfkammer des Königlichen Landgerichts zu Kassel auf den 17. November 1886, Vormittags 9; Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zweck der öffentlichen Zustellung wird diefer Auszug der Klage bekannt gemacht.

Kassel, den 30. August 1886.

Hosffmeyer,

Gerichts\hreibergeh. des Königlichen Landgerichts.

Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. 27607] 7 A Der Verkauf der nah den Herbstübungen zur Aus- rangirung kommenden Pferde der Potédamer Garnifon

soll stattfinden : 1) Am 27. September: a. beim Garde - Husaren - Regiment Vormittags 8 Uhr auf seinem Reitplat circa 60 Pferde, b. beim 1. Garde-Ulanen-Negiment Vormittags 10 Uhr auf dem Kasernenhofe, Louisenplaß Nr. 9, circa 56 Pferde.

2, Am 28, September:

À

a. beim 3. Garde-Ulanen-Regiment Vormittags 8 Uhr am Stallthurm der 1. Escadron circa 60 Pferde,

b, beim Regiment der Gardes du Corps Vor- mittags 10 Uhr auf dem Stallhofe der Leib- compagnie ca. 53 Pferde.

Potsdam, den 2. September 1336. Kommando des Garde-Husaren-Regiments.

2760414]

Eisenbahn- Direktionsbezirk Elberfeld. % Die Lieferung des nachbezeihneten Kleineisenzeuges für Schienen des Normalprofils 1885 auf Holz- \<wellen soll im Wege des öffentlichen Verdings vergeben werden :

8 500 Paar = 223 t Laschen,

Laschenbolzen,

35 000 Stück =

SLOOO Unterlagsplatten,

T - Haknägel und

36000 , Federringe.

Die Bedingungen und sämmtliche Zeichnungen ein Heft können gegen Einsendung von 50 von dem Kanzlei-Vorsteher Pely hier bezogen werden.

Angebote, wel<he mit der Aufschrift: Lieferung von Schienen-Befestigungs-Matertal“ ver sehen scin müssen, sind bis Montag, den 13. Sep tember d. I, versiegelt und portofrei bei uns einzu reichen. folgenden Tage, Vormittags 11 Ühr, in Gegenwak der etwa erschienenen Bieter.

Elberfeld, den 1. September 1886.

Königliche Eisenbahn-Direction.

t

O

Nedacteur : Ni edel.

Verlag der Expedition (Scholz). Dru> der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlag? Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32. Drei Beilagen (eins<ließli< Börsen-Beilage.)

Berlin:

„Angebot auf \

Die Oeffnung der Angebote erfolgt a! A

zum Deulscheu Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Auzeiger.

¿ 207

Dow”

Erste Beilage

Berlin, Freitag, den 3. September

E ———

Inserate für den Deutschen Reicks- und Königl. |

Preuß. Staats - Anzeiger und das Central - Handels-

register nimmt an: die Königliche Expedition des Deutschen Reichs-Anzeigers und Königlich

Preußischen Staats-Anzeigers : Berlin SW., Wilhelm-Straße Nr. 32. M

27457] Steckbriefs-Erneucrung. Der gegen den Handelêmann Gustav Krouer, im 16. Mai 1537 in Berlin geboren, wegen wieder- jolten wissentlihen Meincides vom Untersuchungs- iter des hiesigen Königlichen Landgerichts I. in den Men U, R. I. 846. 83, jeßt J. 1I. A. 568. 83 ep., unter dem 21. Dezember 1883 erlassene Stek- rief wird erneuert.

Berlin, den 27. August 1586. Staatsanwaltschaft beim Königlichen Landgericht T.

27456] Steckbriefs-Erledigung.

Der gegen die unverehelichte Helene Clara Mar- jarethe Jenny Henkel wegen Urtkundenfälschung, Betruges und Unterschlagung in den Akten V. R. 1. 5L 85 unter dem 13. Juni 1885 erlassene Steck- rief wird zurü>genommen.

Berlin, Alt - Moabit Nr. 11/12 (NW),

11, August 1886. dFöonigliches Landgericht T. Der Untersuchungsrichter.

den

27458] Steckbriefs-Erledigung.

Der unterm 5. August 1886 hinter den Schmiede- ehrling Mar Vogel aus Berlin erlassene Steck- rief ijt erledigt.

Potsdam, den 30. August 1886.

Königliche Staatsanwaltschaft.

27455]

Dem Tischlergesellen Anton Oleja> aus Kugelna n Schlesien, zuleßt in Friedrihsroda wohnhaft, ist egen hn wegen Uebertretung dcs $. 360 3. 11 » Str. G. B. erlassener Strafbefehl zu behändigen. Da der Aufenthaltsort des 2c. Dleja> hier unbe- annt ist, so wird um Ermittelung und Bekanntgabe zes gegenwärtigen Aufenthalts gebeten.

Schloß Tenuceberg, den 51. August 1886.

Herzoglih Säch). Amtsgeri{t, Abth. 11.

Böhm.

27589]

Der Schmiedegeselle Ernst Nunge in Amerika eboren zu Klodebach, Kreis Grottkau, am 9. Novem- ber 1864, zuleßt in Dittersbach, Kreis Waldenburg wohnhaft gewesen, i

wird beschuldigt,

als Wehrpflichtiger in der Absicht, sich dem Ein- ritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entzichen, ohne Erlaubniß das Bundes- E verlassen bezw. nach erreichtem tmilitärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bundesgebictes aufgehalten ¡u haben, L

ergehen gegen $. 140 Abf. 1. Nr. 1. Str.-G

Derselbe wird auf den 7. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, dor die Strafkammer bei dem Königlichen Amts- este zu Waldenburg i. Schl. zur Hauptverband- ung geladen. ; :

i unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe Uf Grund der nach $. 472 der N von dem Civilvorsitzenden der Ersatz-Kommission des Aushebungsbezirks Grottkau über die der Anklage ju Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklä- Merurtheilt werden. i

aldenburg i. Schl., den 29. August 1886,

Der Königliche Staatsanwalt.

2 - 93 e

Zwangsvollstre>kungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. [27519]

In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung des |

der Chefrau des Bauunternehmers Lorenz, Anna, ge Langni>el, gehörig gewesenen, zu Tannenkrug legenen Kruggehöfts c. p. is zur Abnahme der e A H E zur Erklärung über den 8 , fowie zur Vo Verthei- [ung ein Termin auf | e Dienstag, 21. September 1886, __ Vormittags 10 Uhr, vor unterzeiGnetem Gerichte anberaumt, wozu die Betheiligten biedurh geladen werden. Stargard i. Me>l., 27. August 1886. roßherzogli< Mecklenb. Amtsgericht. &. Scarenberg.

Fs) ntragsmäßig ist die Zwangsversteigerung der zum Rachlasse des Sneideraltermannes Carl Nelfenex ehörigen, zu Stargard belegenen Grundstücke, näm- ih des Wohnhauses an der Schloßstraße Nr. 138 des Grundplans, des Wallgartens Nr. 429 des rundplans und des Gartens Nr. 51 des Freien- andes verfügt und zur Anmeldung aller dinglichen sprüche an die Grundstücke qu. und an die zur Immobiliarmasse derselben gehörigen Gegenstände untex den geseßzlihen Ausnahmen von der Meldungs- Mt, zur Vorlegung der Originalien und fonstigen istlihen Beweismittel, sowie zur etwaigen rioritätsausführung unter dem Nachtheile der Ab- weisung und des Ausschlusses ein Termin auf onners:ag, den 11. November 1886, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgericht angeseßt. Uebrigen wird auf das in der Neustrelitzer ng inserirte Proklam d. d. 28. August 1886 urh Bezug genommen. Stargard i. Me>l., 28. August 1886. roßherzogli< Me>lenb. Amtsgericht.

Stebriefe und Untersuchungs-Sachen. | [27498]

1. Stecbriefe und Untersuchungs-Sachen.

2. Zwangsvollstrekungen, Aufgebote, Vor- is ladungen u. dergl.

Berkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. Verloosung, Kraftloserklärung, Zinszahlung u. f. w. von öffentlichen Papieren.

3, 4.

2 A

“ce O Aufgebot. _Der Kaufmann Victor Israel in Hofgeismar hat das Aufgebot der im Band Y. Artikel 207 des Grundbuchs von Ebers<üß in Abtheilung 11. unter Nr. 3 eingetragenen Post von: i | 99T haler Kaufgeld an Iohann George Engelbre<ht aus Sielen, laut Vertrag vom 15. Mai 1850 beantragt. Dec Inhaber der Urkunde wird aufgefor- dert, spätestens in dem auf den 7. Dezember 1886, Vormittags 12 Uhr vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Krastlos- erklärung der Urkunde erfolgen, die Ausbleibenden mit ihren Ansprüchen auf die Post werden aus- geshlosfsen und die Post im Grundbuche wird Je- lôöf<t werden. 9 Hofgeismar, den 23, August 18836. Königliches Amtsgericht. Abtheilung I.

[27501] Aufgebot.

Auf Antrag des Kausmanns Eduard Constein hier, Neucenburgerstraße 2a., als Pfleger für den Nachlaß und die unbekannten Erben des am 11,/12.Suli 1586 zu Berlin verstorbenen Konditors Albert Behr werden sämmtliche Nachlaßgläubiger und Vermächt- nißnehmer des 2x. Behr hierdur< aufgefordert spätestens in dem auf : | den 2. Novemder 1886, Vormittags 114 Uhr vor dem unterzeihneten Gerichte, Neue Friedrich- straße Nr. 13, Hof parterre, Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine ihre Ansprüche anzumelden, widri- genfalls fie dieselben gegen die Benefizialerben nur infoweit geltend machen können, als der Nachlaß mit Ausschluß aller seit dem Tode des Erblassers auf- gekommenen Nußungen dur< Befriedigung der ange- meldeten Ansprüche nicht ers<öpft wird. ,

Verlin, den 27. August 1886.

Königliches Amtsgerichts T. Abtheilung 48.

127523] Aufgebot. s Der Gärtner &. Düßler zu Klausdorf hat das Aufgebot der angebli<h in der Nacht vom 24. zum 29. Dezember 1585 bei dem Brande scines Hauses mitverbrannten Sparkassenbücher der hiesigen Ttädti- schen Sparkasse nämli Ser. 11. Nr. 17335 über 60 auf den Namen Caroline Düßler lautend und S e 220785 Ube 200 6 auf den Namen Diener Menz lautend, beantragt. Der In- baber der Sparkassenbücher wird aufgefordert \väte- stens in dem auf E |

den 19. März 1887, Vormittags 11 Uhr vor dem unterzeihneten Gerichte, Zimmer Nr 12 anberaumten Aufgebotstermine seine Nechte anzu- melden und die Sparkaffenbücher vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung derselben erfolgen wird

Stralsund, den 20, August 1886. i i

Königliches Amtsgericht. I. [19043] Aufgebot. Das Aufgebot des nachstehend aufgeführten Spar- kassenbuches : / des Quittungsbuches der hiesigen Kreis-Spar- kasse Nr. 1801, ausgefertigt auf Alexander

___ Joseph Lis über 894 4. 10 3, | ist von dem Schwarzviehhändler Alexander Joseph Lis von hier beantragt worden. O

Es werden die unbekannten Inhaber dieses Spar- kassenbuches aufgefordert, ihre Rechte spätestens in dem auf / i den 6. Februar 1887, Vormittags 92 Uhr, anberaumten Termine anzumelden und das aufgebotene Sparkassenbuch vorzulegen, widrigenfalls auf Antrag die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird.

Kempeu (Prov. Posen), den 2. Juli 1886.

Königliches Amtsgericht.

[27522]

Aufgebot zum Zweck der Todeserklärung. : Von den Geschwistern des am 20. März 1834 zu Vadersdorf aeborenen Seefahrers Carsten Milden- stein ift die Todeserklärung desselben beantragt und diefer Antrag damit begründet, daß der genannte Carsten Mildenstein am 17. März 1852 mit dem Schiff Margaretha Meiélahn, Kapitän Hans Macke- prang, von Orth mit der Bestimmung nah Eng- land abgegangen, Schiff und Mannschaft aber ver- schollen set. Nach der Bestimmung des $. 3 des Patents vom 21. April 1840 wird dieser Antrag hiemit zur öffent- lichen Kunde gebra<ht und Termin zur Untersuchung der Sache und eventuell Todeserklärung auf den 19, Oktober 1886, Vormittags 10 Uhr, anberaumt mit der Aufforderung, daß Ieder, welcher etwa gegen die beantragte Todeserklärung Einwen- dungen zu erheben beabsichtigt, mit diesen Cinwen- dungen in dem angesetzten Termin hervorzutreten hat. Burg a. F., den 30. August 1886. i

/ Königliches Amtsgericht.

[27520]

Auf Antrag der bislang bekannt gewordenen Erben

des weil. Tischlergesellen Gottfricd Hickstein in Niese

werden Alle, welche cin näheres oder gleich nahes

Erbrecht zu haben vermeinen, aufgefordert, solches in

dem auf

Sonnabend, den 30. Oktober d. J., Morgens 10 Uhr,

an der Amtsstube zu Shwalenberg angeseßten Ter-

mine so gewiß anzumelden und zu begründen, als

sonst die Provokanten als die näheren Erben ange-

nommen werden sollen.

F. Sqharenberg.

Oeffentlicher Anzeiger.

ans 7

5G,

Al

S G E: A Industrielle Etablijsements, Fabriken und h Großhandel.

Berfchiedene Bekanntmachungen. Literarische Anzeigen.

CLEAR o

a an A

„Jnvalidexdan“, Nudo!f Mosse, Sasscustein «& Vogler, G. L. Daube & L£o., E. Seh{stte,! Vüttuer & Winter, sowie alle übrigeu größeren |:

c

Snferate nehmen an: die Annoncen-Erpeditionen ves k

Annuoncen-Vureanz.

Theater-Anzeigen. I Sn Be Familien-Nachrichten. / Bei g renbon gaben alle bis dahin über den Na ge euen Verfugungen anzuerkennen, au< weder Lw »mungsablage no<h Ersay der erbobenen S En, sondern ihre Anfprüe auf as zu bes<ranken, was von der Erbschaft noch) vor- handen ift. i E Blomberg, 27. Aug. 1886. Fürstl, Amtsgericht. T. L. A Ert

M

E laß

V

[27497]

Der Kaufmann Ruben Susmann Levi Svangen- thal zu Kassel hat das Aufgebot einer zu Gunsten der Landeskreditkasse aufgestellten Schuld- und Pfand- verschreibung vom 6. Mai 1858 über 2000 Thlr. eingetragen im General - Währschafts - Hyvotheken- Protofolle von Kirhhof, welche ihm angeblich ver- loren gegangen sei, beantragt. :

__ Der unbekannte Jnhaber wird aufgefordert sväte- stens in dem auf N des Donnerstag, den 14. April 1887, Morgens 10 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Ter- mine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung dere selben erfolgen wird. : j

Melsungen, den 26. August 1886.

Königliches Amtsgericht. Schaefer.

[2751 l Eiustweilige Verfügung. In Sachen des Kaufmanns L. Weil zu Braun- B 4 E die Rechtsanwälte Justizrath Xaht und A. Naht zu Weilburg, gegen den Dienst- Encht Heinrich Löhr von Kraftsolms, zuletzt in Phi- lippstein wohnhaft, zur Zeit unbekannt wo ? abwesend für si und als gefeßlicher Vertreter seiner minder- jährigen Kinder: 1) Heinrich Löhr und 2) Luise Löhr zur Zeit in Möttau, wegen Forderung, wird wegen des dein Ersteren aus Zahlungsbefehl vom 26, Mai 1886 angebli zustehenden Anspruchs von 43 N (in Buc)staben : dreiundvierzig Mark neunundtreißig Pfennig) nebst fünf Prozent Zinsen seit dem 1. März 1006 Inwie wegen 509 M (in Buchstaben: fünfzig art) Kosten, der dinglihe Arresk auf Höhe von 100 Æ (in Buchstaben : einhundert Mark) angeordnet und dem Heinrich Löhr jede Verfügung über die laut Sparkassenbücher Nr. 425 und 426 bei dem Vor- {huß- und Kreditverein zu Philippstein auf den Namen seiner Kinder Heurich und Luise Löhr hinter- legten 200 A. (in Buchstaben: zweihundert Mark) verboten und dem genannten Verein verboten, irgend eine Verfügung über diese Sparkassenforderung oder eine Zahlung darauf zuzulassen. Durch Hinterlegung von 100 F (in Buchstaben : einhundert Mark) wird die Vollziehung dieses Arrestes gehemmt und der Schuldner zu dem Antrage auf Aufhebung des vollzogenen Arrestes berechtigt. Weilburg, den 230. August 186. Königliches Amtsgericht. T.

27503] Verkündet den 16. August 1886. <_ Pakubowiß, Gerichtsschreiber.

In Sachen, betreffend das Aufgebot von Hypo- thekendokumenten und Hypothekenposten IV a P. 9 und 10/86, i |

erkennt das Königliche Amtsgericht zu Ortels- burg, für Recht: :

da unterm 14. April 1886 das Aufgebot: . folgender Hypothekenurkunde: des Hypothekendokuments über die Post, Ortels- burg Nr. 82 Abth. 111. Nr. 12 über 3€0 Thlr. zu 6/0 verzinsliche Darlchnsforderung der Kreissparkasse zu Ortelsburg, bestehend aus der Ausfertigung der gerichtlichen Obligation vont 23. APll 1862 nebst Ingrofsationsvermerk vom 13. Mai 1862 und Hypothekenbu<8auszuge von demfelben Tage Antragsteller: Sattlermeister Theodor Bohle in Orteleburg, vertreten durch den Rechtsanwalt Hassenstein dortselbst j

II. folgender Hypothekenpost :

der bei Gr. Jerutten Nr. 2 unter Abth. 1II. Nr. 24 eingetragenen unverzinslihen Kaufgelder- restforderung von no< 26 Thlr. 25 Sgr. 8 Pf. aus dem Vertrage vom 5. Mai 1869, in dem Grundbuche auf den Namen der Wittwe Eva Specka, geb. Ferrarius, lautend, nah Ausweis der gerictlichen Schenkungsurkunde vom 21. Fe- bruar 1872 im Wege der Schenkung dem Wirth Carl Nilewski in Prussowiborrek übereignet, worüber ein Hypothekendokument nicht “_ge- bildet ist, i

Antragsteller: Gastwirth Adalbert

__ in Gr. Jeruttcn, erlassen ift,

1) die zu T. bezei<nete Hypothekenurkunde wird zum Zwecke der Löschung der derselben zu Grunde liegenden Hypothekenpost für kraft- los erflärt, |

diejenigen, welhe si< zu der zu II. bezeih- neten Hypothekenpost nit gemeldet haben, werden mit ihren Ansprüchen und Rechten auf dieselbe ausgeschlossen.

[27548] 5 Oeffentliche ZuFellung.

L Theres Niedermeier, led. großj. Tagelöhnerin von Feldheim, hat für si< und als Bevollmächtigte des Vormundes ihres außerehelihen Kindes Karl, gegen den Bräukne<t Simon Dr \< aus Kehlheim, nun unbekannten Aufenthaltes, wegen Vaterschaft und Alimentation Klage erhoben mit dem Antrage zu er- kennen: e

1) Simon Dorsch habe die Vaterschaft zu ihrem

Kopkow

2)

Die nah dem Auss{<lufse fi<h Meldenden und Le-

außerehelihen Kinde Karl anzuerkennen,

U A p N

2) derselbe fei schuldig, während der erften 14 Lebensjahre des Kindes einen jährlihen Unter- baltsbeitrag von 100 # in vierteljäZrigen Beträgen voraus zœhlbar, dann die Hälft». des seinerzeitigen Schulgeldes und der etwocigen E A Leichenkostea, fowie cine Kind- ettfostenents@ädigung vou 25 (zwanzigfünf)

baben gung 5 (zwanzigsuns) M

3) derfelbe habe ïümmtli<he Koften

- ftreites zu tragen,

4) das Urtheil wolle binsihtli{< der Alimente und der _Kindbettkostenentshädigung für vorläufig

vollftre>bar erflxt werden. i

Dur mündlichen Verhandlung: des Rethtsstreite ist Termin auf G S Le den 29. Oktober c.„, Vorm. 9 Uhr, Mei ¿egts wozu Simon Dorsch hiermit ge- Rain, am 31. Anguft 1886. Gerichtsschreiberei des È. bayer. Amtsgerichts (L. 8.) Veh, st. Gerihtéschreiße [27549] _DiE Chefrau des zu Shwevpenhaufen wohnenden Schmiedes Nikolaus Bredel, Philiypine, geb. Müller daselbst wohnend, vertreten dur Rechtsanwalt Dußhr. klagt gegen ihren genannten Ebemann auf Auflösung der Errungenscaftsgemeinschaft. s g MUT mündlichen Verhandlung ist Tezmin auf den 29. November 1886, Vormittags 9 Uhr, im Sitzungssaale der I. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Koblenz anbevaumt. E S Hübner, Gerichts\<reibergch. des Königlichen LandoertLts.

S Armensache. [7,5 ] Vek (20920) __ Bekanntmachung. ¿ Die Katbarina Ggensberger, Ehefrau dezs Sattlers Ludwig Werner, Beide in Neubreisa< wohnhaft, vertreten dur<h Rectsanwalt Port, klagt gegen ihren genannten bemann, mit dem Antrage auf Trennung der zwischen den Parteien bestehenden Gütergemein- chaft. Ï

QU if î Map T D att T Res Delana des Rechtsftreits" vor der 11. Abtheilung der Civilfkammer des Kaißerlichen Landgerichts zu Kolmar i. E. ift Termin auf den

30. Novemver 1886, Vormittags 9 Uhr, bestimmt.

Der Landgerichts-Secretair. Ml L,

[27493] In die Liste der bei dem Königlichen FKammer- geriht zugelassenen Rechtsanwalte ist eingetragen : Nr. 51. Max Guttmann zu Berlin £0 Schmidstraße Nr. 40 X. K Berlin, den 31, August 1886. Der Präsident des Königliden Kammergerichts. [2745] _ Vekanntmachung. _In die Liste der bei deu Oberlandesgericht in Köln zugelassenen Rechtsanwälte ift heute . Paul Meufer etngetragen worden. Köln, den 1. September 18386. Königliches Oberlandesgericht.

[27494] g Die Eintragung des Rechtsanwalts _Justtizraths Lubows fi hierselbst in der Liste der bei dem Oker- Landesgerihte zugelassenen Reht2anwälte ist gelöscht Vreslau, den 30, August 1886. Königliches Ober-Landesgericht. Sc<hultyß-Völ>er.

Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2e. 27280] Pferde-Verkauf.

Am Montag, den 13. September cr., Vor- mittags 10 Uhr, sollen an der bede>ten altstädti- schen Reitbahn zu Brandenburg a. H. ca. 20—30 auszurangirende Dienstpferde öffentlih tneistbietend verkauft werden.

Vrandenburg a. H., den 25. August 1386.

Vrandenb. Kürassier-ZNegt. Nr. 6.

[255924] Vekanntmaczuug.

Die im Kreise Bromberg belegenen, zu dem von: dem Fiskus angekauften Rittergute Zolondowo ge- hörigen Domänen-Vouwverte Zolondowo, Vee: renberg und Nekla sollen auf den für a<tzehn Jahre zu rehnenden Zeitraum vom 1. März 1887 bis Johannis 1905 öffentli meistbietend verpachtet: werden.

Zu diesem Zwe>e ist Termin auf

Montag, den 27. Septeurber d. J, Vormittags 10 Uhr, im Sitzungssaale des hiesigen Regierungs-Gebäudes vor dem Domänen- Departe= mentsrath, Regierungsrath Strit>ker anberauzt, wou wir Pachtbewerber hiermit einladen. «2 _ Die bezeihneten Vorwerke licgen in ciner Gnt» fernung von 1 bis 3 km von der Staticn Marimt« lianowo der Bromberg-Dirshauer Eisenbahn und 10 km. von der Kreisstadt Bromberg aut”ernt.

Auf dem Vorwerk Zolondowo befixdet fi eine große Brennerei, in vollem Betriebz und auf dem Vorwerke Beerenberg eine Ziegelei.

Die Verpachtung geschicht entweder im Ganzen oder in zwei Pachtshlüffeln.

I. Die Gefammtdomäne Zolondowo mit den Vor- werken Beerenberg und Neklg enthält 1256,83 ha, darun.er 1143/26 ha Ader und 27,50 ha Wiesen. Das Pachtgelderminimum is auf 19 000 4. festz