1886 / 211 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

ibm selbst geführten, unverändert in seinem Besiy befindlichen Um Ves ü meg nachträglih dur Korrekturen, Einschaltungen u. \. w. einen unrichtigen, von dem ursprünglichen abweichenden Anbalt giebt.“

Der Kaiserliche Gesandte bei den Vereinigten Staaten von Amerika, von Alvensleben, hat einen ihm Allerhöchst bewilligten Urlaub angetreten. Während der Abwesenheit des Herrn von Alvensleben von Washington fungirt der Legations- Rath Freiherr von Zedtwiß als interimistisher Geschäfts- träger.

Der General der Jnfanterie von Stiehle, General- Adjutant Sr. Majestät des Kaisers und Königs, Chef des ngenieur- und Pionier-Corps und General-ZFn}specteur der 7 ane und der General-Lieutenant von Voigts-Rhes, General-Jnspecteur der Artillerie, haben heute Berlin verlassen, um den großen Herbstübungen des XV. Armee-Corps bei- zuwohnen.

iomaringen, 8. September. (W. T. B.) Der König E ist afiewi Abend hier eingetroffen und wurde am Bahnhof von dem Fürsten und der Fürstin

von Hohenzollern empfangen. (W.T.B.) Se.

Bayern. Nürnberg, 7. September. s Kaiserlihe und Königliche Hoheit der Kronprinz ist Nachmittags 31/4 Uhr von dem Manöverfelde bei Kloster Heilsbronn mittelst Extrazuges hierher zurü>gekehrt. Höchst- derselbe machte heute eine Rundfahrt dur die Stadt und nahm die Sehenswürdigkeiten in Augenschein. Am Abend findet ein Diner statt, zu welchem zahlreihe Einladungen ergangen sind. A

: ius 8. September, Vormittags. (W. T. B.) Se. Kaiser- lihe und Königliche Hoheit der Kronprinz hat Sich bereits heute früh 61/2 Ühr zu den Truppenmanövern bei Großhabersdorf begeben.

Hessen. Darmstadt, 8. September. (W. T. B.) Prinz Ludwig von Battenberg trifft heute hier ein.

Oesterreih-Ungarn. Wien, 7. September. (W. T. B.) Die „Polit. Corresp.“ meldet, das englishe Kabinet D fürzlih ein Rundschreiben an seine Vertreter bei den

ignatarmächten des Berliner Vertrages versandt, in welchem es die Festhaltung des Berliner Vertrages als die beste und sicherste Basis für die Lösung der Schwierigkeiten in Bulgarien und Ost-Rumelien empfiehlt und die Ueberzeugung ausspricht, daß die Modifikation des Statuts für Ost-Rumelien im Sinne der Wünsche des bulgarischen Volkes einen Eingriff in den Berliner Vertrag nicht bedeuten würde. Schließlich wird die Beschleunigung der bezüglichen türkish-bulgarishen Unterhand- lungen befürwociet. / | :

Die „N. A. Ztg.“ schreibt: Die Worte, mit denen der Chef der zur Revindikationsfeier in Pest entsandten militärischen Deputation, General-Lieutenant von S<hlichting, beim Festbanket am 2. d. M. den Gruß der brandenburgischen Waffenbrüderschaft ausgedrückt hatte, sind in den vorliegenden Berichten bisher nur sebr ungenau wiedergegeben.

Angesichts der auszeihnenden Aufnahme, mit welcher diese Deputation von Seiten aller betheiligten Autoritäten, vor Allem aber von Sr. l Se Aa Majestät dem Kaiser und Könige Franz Joseph beglü>t worden ist, erscheint es als eine Pflicht, die gesprochenen Dankesworte in vollständigerer Fassung mitzutheilen. Vollinhaltlich lauteten dieselben:

Es sei mir gestattet, in meinem Dank und in meinem Trinkspruch die allgemeine militäris<e Bedeutung des Festes, welhes Sie heute begehen, besonders hervorzuheben. Mit denselben Gesinnungen, wie die Brandenburger vor 200 Jahren auf ihres Kurfürsten Befehl durh die Karpathen zogen, um \sih_ bundesbrüderlih neben der großen Kaiserlichen Armee, den ungarischen Schaaren und den kurbayerisch- \ähsishen Truppen unter den glorreihen Befehl des Herzogs Karl von Lothringen zum Kampf um Ofen zu stellen kommen heute deren Nahkommen auf ihres Königs Befehl, um an Jhrer Festfreude Antheil zu nehmen. : ;

Unser König hat dafür gesorgt, daß unsere Deputation die e<ten und denkbar direktesten Nachkommen jener Brandenburger seien. Die beiden Regiments-Commandeure bringen Ihnen den Gruß der Fahnen und Standarten, welche dur<h die Ofener Bresche gezogen sind. Es sind die ältesten der Armee. Jedes der beiden anderen Mitglieder legt, indem es heute Ihren Jubel theilt, do< gleichzeitig ein Lorbeer- blatt auf das Grab eines Ahnen, welcher hier im Kampfe den Helden- tod fand. Sie sehen, meine Herren, daß au<h in den Blättern unserer Kriegsgeschihte die Thaten fortleben, deren Erfolge Sie heute feiern. In diesem Sinne darf der Soldat von einer Blutsverwandt- schaft reden, welhe gemeinsam bestandene blutige Kämpfe verleihen.

Große, mähtige, selbständige Staaten fing aus jenen alten Bundesschaaren im Laufe der Jahrhunderte emporgewa<hsen un- vergessen sci auch ihnen die alte Waffenbrüderschaft !

Indem ih Vielseitiges in meinem Trinkspruch vereinigen möchte, erhebe ih das Glas zu ehrerbietiger Huldigung für den erhabenen Herrscher, Hljee und König dieser mächtigen Reiche! ich leere es auf das Wohl des Königreichs Ungarn und seiner damals so {wer bedrängten, jeßt reih erblühten Hauptstadt und fordere Sie auf, der alten Waffenbrüderschaft ein Hoch zu bringen. Möge der alte Stamm in Zukunft neue Blüthen treiben. Die Waffenbrüderschaft jener Tage wirke fort und lebe hoch!

Großbritannien und Jrland. London, 6. Sep- tember. (Allg. Corr.) Der Herzog und die Herzogin von Connaught verabschiedeten sih gestern von der Königin in Balmoral anläßlich ihrer bevorstehenden Ab- reise nah Jndien, wo Se. Königliche Hoheit das Kommando über die in Rawal Pindi, im Pendschab stationirte Division der bengalischen Armee wieder übernehmen wird. Die Kinder des CIog Gen Paares bleiben während der Abwesenheit ihrer

ltern bei der Königin.

Der Prinz von Wales kehrt am 12. d. von Homburg nah London zurü>. Der Erzherzog Ludwig Victor von Oesterreich ist in London eingetroffen und im Bristol Hotel abgestiegen.

Um den Frieden in Belfast dauernd zu befestigen, hat die irishe Regierung beschlossen, die Polizeimaht der Stadt um 500 Mann permanent zu vergrößern. j

Nach langem Krankenlager starb gestern hier Samuel Morley, der bekannte Philanthrop und früheres Unterhaus- mitglied für Bristol, im Alter von 77 Jahren.

7. September. (W. T. B.) Salisbury konferirte heute längere Zeit mit Hartington über die irishe An-

elegenheit und den Antrag Parnell's betreffs der Agrar- rage. Pau! fand ein Kabinetsrath statt.

4. September, Abends. (W. T. B.) Jm Unter- hause erklärte Unter-Staatssekretär Fergusson, der Regierung sei keine Mittheilung von einer Seitens einer Tripel-Alliance angebli<h beabsichtigten Theilung Süd-Ost-

Der Gedanke einer russishen Ofkku-

Europas zugegangen. z S tz6n Bulgariens oder dessen Verwaltung dur einen russishen Gouverneur beruhe auf der Hypothese von der ulässigkeit einer separaten Aktion Seitens einer einzelnen Macht welche die Regierung indessen nicht als wahrscheinlih Was die Nachricht von dem Aufgeben habe die Regierung keinen

annehmen könne. Port a E Sd so derartigen Beschluß gefaßt. - Bei der Beratung des Kriegsbudgets, dessen sämmt- lihe Positionen erledigt wurden, ‘erklärte der Staatssekretär des Kriegs, Smith, es sei die Einseßung eines Comités be- \hlossen, welches den Zustand der während der leßten 5 Jahre elieferten Geshüße und des übrigen Kriegsmaterials unter- iden solle. Die Bill, betreffend die über die Unruhen in Belfast anzustellende Untersuchung, wurde in zweiter Lesung angenommen. L | = A Seyicubes: früh. (W. T. B.) Der „Standard“ shreibt, die Sahe des Fürsten Alexander von Bul- garien sei die Sache einer jeden Macht, welche gegen die Herstellung der Herrschaft Rußlands in Konstantinopel sei. So langsam auch die Prozesse der Diplomatie sih vollziehen möchten, so dürfe L Alexander doch zuversichtlich annehmen, daß er, falls er sih entsch&ieße, die Geschi>e seines Volkes zu theilen, im Kampfe nit blos auf seine eigenen Hülfsquellen angewiesen sein würde.

Frankreich. aris, 6. September. (Köln. Ztg.) Die Lage der Dinge auf Madagascar ist wieder so ernst ge- worden, daß die Regierung die Absendung von Verstärkungen beshlossen hat. Die Tünche der S unter welcher man während der Empfangsfeierlichkeiten des französischen Residenten beiderseitig das Mißtrauen verste>t hatte, ist schnell verblaßt, und heute bereits weigern sih die Hovas, einigen Bestimmungen des Friedensvertrages nachzukommen, eine Widerseplichkeit, die Le Myre de Villers in erster Linie englishem Einflusse zuschreibt. Daß der General- Resident si<h nah Tamatave zurü>gezogen habe, wird vom Ministerium des Aeußern in Abrede gestellt: es will bis jeyt feine derartige Nachricht erhalten haben. Die gestern aus Numea eingetrofsenen Briefe be- rihten von Zwistigkeiten zwischen dem neuen Gouverneur von Neu-Caledonien, Nouet , und den Offizieren der dortigen See- station. Der Gouverneur hat die Weisung, die in jenem Theile des Stillen Ozeans gelegenen Fnselgruppen, nament- lih die Neuen Hebriden, scharf zu überwachen, konnte aber seiner Aufgabe niht in vollem Maße gere<t werden, weil seine Befehle unter allerlei Vorwänden umgangen wurden, sodaß der Gouverneur \{hließli<h um seine Entlassung ein- kam. Das Austreten der See-Offiziere erklärt sih dadur, daß Nouet Civilbeamter ist. Die Hiye der leßten Tage hat viele Opfer unter den Truppen gefordert. Jm Lager von Chalons ist ein Theil der Mannschaft erkrankt und viele Pferde sind umgekommen, was aber niht wundern darf, da man ungeachtet der tropischen Hive die Reiterei im Durc- s{hnitt in zwei Tagen Märsche von 35 Stunden ausführen ließ.

Spanien. Barcelona, 2. September. (Köln. Ztg.) Am 1. September erfolgte hier ein anarchistis<es Dynamit-Attentat, worüber Folgendes bekannt wurde. Bereits seit einigen Tagen fand eine Arbeitseinstellung der Maurer P hauptsächlich aus dem Grunde, weil die Arbeitszeit auf aht Stunden täg hepabgesebt würde. Alsbald jedoch trennte sih ein Theil der Arbé@er don den Aufständigen ; die Leßteren be- gannen gegen die Ersteren Drohungen auszustoßen, und der Gouverneur erklärte, er werde die Arbeiter, welche arbeiten wollten, gegen Bedrohung in Schuß nehmen. Auch die Arbeit- geber vereinigten si<h zu gemeinsamen Maßregeln und am 1. September fand in einem öffentlihen Gebäude eine Versammlung von etwa 150 Unternehmern statt, die si< sämmtlih mit Ausnahme von etwa acht schrift: lih über die Bedingungen verständigten, unter welchen fie weiter arbeiten lassen wollten. Während das Schriftstück zur Unterzeihnung umging, erfolgte ein ungeheurer Knall. Eine in einem eisernen Rohr enthaltene Dynamit-Kartusche war unter einen Tisch geworfen worden und hatte sich dort ent- laden. Fünf Bauunternehmer sind R ee sieben andere weniger {wer verwundet. Die Bestürzung in der Stadt ist groß.

Bulgarien. Sofia, 6. September. (W. T. B.) Bei der Unterredung mit den Offizieren anläßlih seines Besuhs im Lager erklärte Fürst Alexander, er beabsichtige, am 13. d. M. Bulgarien zu verlassen, und richtete zugleich die dringende Bitte an sie, sih seinem Vorhaben nicht zu widerseßen.

7. September. (W. T. B) «n Folge eines Seitens der Minister und der hervorragenden Parteiführer geäußerten Wunsches soll der russis<he Konsul sih bereit erklärt haben, eine Abschrift der ihm gestern zugegangenen und münd- lih mitgetheilten Dep e über die bezüglih Bulgariens zu beobachtende Politik Rußlands der Regierung zu geben.

7. September, Mittags. (W. T. B.) Es ist nunmehr eine Regentschaft gebildet worden, bestehend aus Stambuloff, Mutkuroff und Karaweloff. Das Ministerium isst wie folgt zusammengeseßt: Rodoslawof}f Präsident, Stoiloff Justiz, Natchevits<h auswärtige An- gelegenheiten, Geschoff Finanzen, Jvanthof| Unterricht, Nicolajeff Krieg. Der Fürst empfing heute Vormittag die Mitglieder der neuen Regierung, sowie die Vertreter der Mächte. Der Fürst beabsichtigt, bereits heute um 21/4 Uhr abzureisen; der Negentschaftsrath, mehrere Minister, sowie Offiziere werden den Fürsten bis na< Lompalanka begleiten. uan hier aus wird der Fürst voraussichtlih eine Proklamation erlassen.

7. September, Abends. (W. T. B.) Ein Telegramm der „Agence Havas“ meldet: Der Fürst empfing heute Vor- mittag die Vertreter der fremden Mächte, dankte den- selben für die moralische Unterstüßung und für die Rathschläge, die sie ihm in einem schwierigen Zeitpunkte gegeben hätten, und be- zeihnete das Konstantinopeler Protokoll als eine der Haupt- ursachen für seine Abdankung, weil dasselbe seinen e gestattet habe zu sagen, daß er einfacher Beamter Rußlands sei. Er habe in das Land zurü>kehren wollen, um dasselbe an hellem Tage mit seiner eigenen freien Zustimmung, und nicht wie ein Uebelthäter verlassen zu können. Der Fürst betonte besonders, wie s{hwierig es sei, das Land unter den geaenarüigen Um- ständen zu regieren. Er wünsche dem Lande einen glei er- gebenen Regierungsnahfolger und hoffe, daß dessen Bemühungen von D gekrönt sein möchten.

Der Fürst hat betreffs seiner Abdankung eine Pro- klamation erlassen, welche also lautet: „Nachdem wir uns von der s{hmerzlihen Wahrheit überzeugt Man daß unsere Abreise aus Bulgarien die Wiederherstellung guter Be-

| waarenfabrikation ist vollauf bes<äftigt, gespitte Plüsche, scwie Krimmer finden vorzüglichen Absatz ; aus für Plüsche mit Wollfutter, für Mäntel bestimmt, macht si< reger Begehr bemerkbar. Für den Sommer wird in Berliner Waare no< wenig gethan, do<h empfangen Gera und Greiz in Stapelwaare, und zwar hauptsächli< in Soleils und Soleil-Diagonals, fortgeseßt für nächsten Sommer re<t beträchtliche Auf- träge und zwar zu Preisen, die si< auf 75 4 bis 1 # per Meter gegen höchste Preise des Vorjahres höher kalkuliren. In der Trikottaillen- fabrifation arbeitet man weiter mit voller Kraft, neue Ordres sind zwar in leßter Woche nur wenige eingegangen, doch genügen die vor- liegenden no< vollständig, um auf Wochen hinaus die Beschäftigung in regester Thätigkeit zu halten. Große Erxportfirmen suchen bereits in den billigen Sorten Taillen Ordres für nächstes Frühjahr unter- zubringen ; da sie aber höbere Preise als die bis jeßt gegebenen nit anlegen wollen, werden die Ordres nicht acceptirt, da Fabrikanten

iehungen zwishen Bulgarien und Rußland erleichtern wird, 4 nachden Le von der Regierung des Kaisers von Ruß: | land die Zusicherung erhalten haben, daß die Unabhängigkeit, | die Freiheit und das Recht unseres Staates unangerührt f bleiben werden und daß si<h Niemand in die inneren Landes: f angelegenheiten einmischen wird, erklären wir unserem viel: F geliebten Volke, daß wir auf den bulgarishen Thron ver: zihten. Wir wünschen damit vor aller Welt zu beweisen, wie F theuer uns die Jnteressen des Vaterlandes sind und daß wir F bereit sind, für seine Unabhängigkeit Alles zu opfern, selbst das, was uns no< theurer wie das Leben ist. Fndem wir unseren aufrihtigen Dank ausf rehen für die Ergebenheit, F die uns das Volk in den glü>lichen wie in den trüben Tagen bewahrt hat, welche das Volk und der Thron seit unserer An jeßt endlih damit vorgehen, auh für das fertige Fabrikat höhere kunft in Bulgarien zu, bestehen hatten, verlassen wir das Î Preise zu verlangen, auf welchen sie bestehen müssen, in Folge der Fürstenthum, indem wir Gott bitten und bis an das Ende # immer noch steigenden Rohstoffpreise.' unserer Tage bitten werden, daß er Bulgarien erhalten und beistehen und daß er dasselbe groß, stark, glüli, A - einig und uno “machen möge. Wir ernennen zu Regenten Stambuloff, Karawelosî und Mutkuroff wir befehlen allen bulgarischen Staatsangehörigen, sich den Befehlen und Anordnungen der von uns eingeseßten Regent chaft zu unterwerfen und die Ruhe im Lande zu erhalten damit bei der ohnehin s{hwierigen Lage des Vaterlandes jed Verwi>elung vermieden werde. Gott beshüße Bulgarien! Gegeben in unserer Residenz in Sofia, am 7. Septem ber 1886. Alexander.“ Fürst Alexander ist heute Nachmittag na<h Lom

Veröffentli<hungen des Kaiserlichen Gesundheits- amts. Nr. 36. Inhalt: Gesundheitszustand und Gang der Volks- frankheiten. Witterung. Volkskrankheiten in der Berichtswoche. Volkskrankheiten und Gesammtsterblichkeit im Berichtsmonat. Statistishe Nachweisung über Sterblichkeitsvorgänge in deutschen Städten von 40000 und mehr Einwohnern. Statistishe Nach- weisung über Sterblichkeitsvorgänge in einer Anzahl größerer Städte des Auslandes. Nachweisung der àus Berliner Krankenhäusern gemeldeten Erkrankungen. Nachweisung der aus deutschen Stadt- und Landbezirlen gemeldeten Erkrankungen Witterungs-Nachweis. Cholera-Nachrichten. Uebersiht der Erkrankungen und Todesfälle

reist, wo er morgen Nachmittag eintreffen wird. # an Pocken in Bayern im Jahre 1885. Kindersterblikeit im gg tanta Gan, / j | an iben Bergmanrsstande. Gesundheits- und Sterblichkeitsver-

x i i immer im Palais um 4 Uhr, begah : ) l 1 fie O dorruin des Mächte, E demjenigen Rußlands hältnisse in L, M ene gus SEUas in gefolgt, in das Vestibule und ‘verabschiedete si dort mi Golia getan Stn Le lersender "Veterineberitt über kurzen Abschiedsworten von den Beamten und anderen hervor F das Königreich der Niederlande für das Jahr 1885. Medizinalgeset- A ine Dr Ea O Ee R Ba 2 gebung d. Medlenburg-S<hwerinsches Cirkular an dieKreisphysifer, betr.

a egru ere, U : t die niht amtlichen Atteite, die außer Lande obhnenden Hebammen S R e 1a E ae U und an Rest E d „der Universität ¡u Rosto, „heir. Bivi- lo} den Wagen ; die Minister, die Mitglieder des Regent)ca}tls ektion. Reuß-Plauische Verordnung, betr. die Beerdigung der E und e Anzahl onderer Personen gaben dem Fürsten Leichen der an anste>enden Krankheiten gestorbenen Personen. Britische in mehreren anderen Wagen das Geleit. Die Bevölkerung" # Verordnung, betr. die Vieheinfuhr aus dem Auslande. Recht- braiie, dem Fürsten, als er das Palais verließ und bei der sprechung. Erkenntniß des preußischen Ober-Landesgerichts zu Naum- Fahrt durch E Stadt, sowie am Ausgang derselben unaus." bura, betr. Impfgescß. Einrichtungen zur Förderung der öffent-

lichen Sn I as B auna Mo j U A A O N ; J räfidiums, betr. Harzer Gebirgsthee. Provisorishe Instruktion Truppen der Garnison ohne Waffen Spalier gebildet. Prâf G 7. September, Abends. (W. T. B.) Die diesseitige

des Statthalters von Mähren, betr. die sanitätspolizeiliche Unter-

: L j suhung der gebrannten geistigen Getränke. (Schluß.) Kongresse, Regierung hatte sich an die Pforte gewandt mit de Bitte um Unterstüßung gegen etwaige fremde

Verhandlungen geseßgebender Körperschaften 2c. 13. Versammlung des Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege in Breslau.

Okkupation. Nach den in den lebten Tagen hier von

St. Petersburg aus gegebenen amtlichen Erklärungen glault

(Schluß.) Generalversammlung für Gesundheitstehnik in Hannover. 959. Verfammlung ZeutiGer Naturforscher in Berlin. T0050! man indeß niht mehr, daß eine Okkupation zu erwarten wär T L genen Geschenke. Sterblihkeitvorgänge in deutschen Städten ußland und Polen. St. Petersburg, 8. September. mit 15 000 und mehr Einwohnern für den Monat Juli 1836, (W. L B) Der K, aiser H Kaiserin sind gestern e E E C er Ge S BIOARAe in einer Anzahl ; 3 -Citowsf (Brest-Graie ŸÏ größerer Städte slandes. afen und baselbft von den Großfürsten Nifolaus ders „Centralblatt der Abgaben-Gesebgebung und Ver ( 2 R 1 M waltung in den Königlich preußischen Staaten. Nr. 18. Aelteren und „Füngeren, dem Großfürsten E H Inhalt: Anzeige der im Reichsgeseßblatt erschienenen Geseße und lajewitsh, dem Prinzen Alexander von Oldenburg, dem Ch! Verordnungen. I. Allgemeine Verwaltungsgegenstände: Verände- des Generalstabs, Obrutscheff, den General-Gouverneuren rungen in dem Stande und in den Befugnissen der Zoll- und Steuer- von Warshau und Wilna, sowie von den Spißen de stellen. Annahme von Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen zur Bestel- Civil- und Militärbehörden empfangen worden. Eine Depu lung von Amtskautionen. 111. JIndirekte Steuern: Erkenntniß des tation der Bauernschaft von Wyssoko-Litowsk reichte den Königlichen Gerichtshofes zur Entscheidung der Kompetenzkonflikte. Kaiserpaare Salz und Brod dar. E der E VI. Perfonalnachrichten. Wyssoko-Litowsk begaben sich der Kaiser und die Kaiserin au n der Gräfin Potocki gehöriges A gleichen Namens wo dieselben ihr Absteigequartier nahmen. b

Landtags - Angelegenheiten.

2 Der Landtags-Abgeordnete Amtsgerichts-Rath Rübs am ist, der

„Frankf. Ztg.“ zufolge, in seinem Wohnorte Hanau gestorben. Herr

Rübsam gehörte dem Centrum an und vertrat im Abgeordnetenhause F den hessishen Wahlkreis Hünfeld-Gersfeld.

Zeitung“?

Zeitungsftimmen.

Der „Norddeutshen Allgemeinen \chreibt ihr Korrespondent in der Eidgenossenschast: Dieser Tage hat der Chef des Departements des Innern, Bunde rath Schenk, dem Bundesrath über das zu crlassende Alkoholgefes T Nah der Statistik des Deutschen Reichs hatten die Ernte- Memorial überreicht, in welchem die Einführung eines beschränkte f[ä<hen und Erntemengen der wichtigsten Nährfrüchte für Verkaufsmonopols vorgeschlagen wird. Nachdem fowohl die Pres!" Menschen und Vieh im Jahre 1885 in Deutschland folgende Größe:

Statistische Nachrichten.

als au< die Brencr und die an der Brennerei inter! Frnteflädbe i

firten Landwirthe fi<h entschieden für das Monopol auge L N kg) sprohen hatten, war zu erwarten, daß die Bundesverwaltun! Roggen . 5 896 618 5 890 095 wenigstens einer limitirten Monopolisirung des Branntweinverkauf: Weizen . 1913 821 9 599 271

nicht abgeneigt sein werde. Es ist unzweifelhaft, daß der Bunde Spelz . 374 553 4166 447 ratb, wenn au nit einstimmig, so do< in seiner Mehrheit, d Gerste 1 739 524 9 960 645 vorgeschlagene System annehmen wird. Dagegen fragt es si, F Kartoffeln . 9 916 333 97 953 643

die Kommissionen und hernah die im Dezember zusammentretendt Hafer 3 776 838 4 342 357 eidgenössischen Räthe das Verkaufsmonopol annehmen werden. Offer Wiesenhbeu . 5 903 286 15 884 187.

bar dürfte si< ein Theil der Räthe damit nicht begnügen und di vollfommene Monopolisirung von Fabrikation und Verkauf verlang Gemäß dem vom Departement des Junern vorgeschlagen) System haben die vom Bund konzedirten Brennereien allen Reb e ReR dem S abzugeben. Der Bund M für) en Hektoliter Nohfpiritus 60—70 Fr., wenn derselbe zu Trinkbrann!> beiter 150 mit 8615 Arbei in 1883) in Betri wein verarbeitet werden kann, andernfalls nur 40—50 Fr. Die Ret S d Silber Biel aid Gei, Misen, ne nigung des Spiritus ift der Privatindustrie überlassen. Die Reinigung F stein, Wolfram, Kobalt, Wismuth, Eisenstein 2c. betru g anstalten beziehen den Robspiritus aus\cließli<h vom Bund. Ei 6 172 679 M 32 A an Rohwerth gegen 5 764 006,22 4 im Vor- er Hektoliter absoluten Alkob jahre. Im Königlihen Steinkohlenwerk zu Zau>erode wurden

Die „Zeitschrift des Königlich sächsischen Statistishen Bureaus“ (XX1I. Jahrgang 1885, Heft 111, und IV.) giebt folgende Erträg- nisse des Crzbergbaus, des fiskalishen Berg- und Hüttenwesens, der Porzellanmanufaktur für 1884 an.

Beim Erzbergbau waren von 238 Gruben 144 mit 8601 Ar-

müssen dafür der Eidgenossen!|chaft

160—170 Fr. bezahlen. Die Einfuhr von Spiritus, Sprit und 8! 9 795 906 h1 Steinkol Ö i ci

: L , ( S len gefördert bei einer Belegung von 1132 Of- brannten Vassern jeder Art stcht nur dem Bunde zu. T fizianten und Arbeitern (worunter 30 Frauen); der Absay an Stein. M Bei diesem System fällt für den Staat die Steuererhebung kohlen, Koks 2c. brahte Netto 1800457,10 #4 gegen Alles, was damit zusammenhängt, vollständig weg, und es tritt 1894 372,49 M in 1883. Vom fiskalishen Braunkohlenwerk deren Stelle der Kauf des Rohjspiritus von den Brennereien und zu Kadißs<h wurden bei einer San von 136 Mann

Verkauf desselben an die Rektifikationsanstalten. Das Wichtiglt! dabei ist die Bestimmung des jeweiligen Kauf- und Verkaufprei b welche nicht eben große Schwierigkeiten bietet. .… h Sehr wichtig i\t das finanzielle Ergebniß, welches man vot] Branntweingeseß erwartet. Da bei Einführung des Gesetzes Kantone kein ODhmgeld mchr beziehen dürfen, bedarf es hicti!! einer E von 4500009 Fr. Soviel muß also di! Cl unent abwerfen. Damit aber auch die übrigen Kanton! die kein Ohmgeld erheben, die ihnen in Aussicht gestellten Gt quoten erhalten, muß die Branntweinsteuer mindestens 7 000 000 F! abwerfen. Dazu kommt, daß der Bund, welcher an Zöllen a! Alkohol, Branntwein 2c. im Jahre dur<s<nittli<h 2 000 000 ti 2 300000 Fr. Einnahme hat, beim Erlaß des Gesetzes 1 150 000 Fr. verlieren wird. Diesen Verlust muß ebenfalls d! Branntweingesetz wieder einbringen, ebenso die auf 500 000 Fr. bered 1411 813,13 M gegen 1 555 837,86 # im Jahre 1883 f neten Verwaltungskosten. Demnah muß das Gesetz 8 650 000 O ; A T l i abtragen, was cine Summe von 3 Fr. auf den Kopf macht Die Nr. 367 der „Mittheilungen der Groß- E O . p . | bherzogli<h hefsis<hen Centralstelle für die Landes- Der (Leipziger) „Monatsschrift für Textil statistik“ hat folgenden Inhalt: Frequenz der Großh. Technischen Industrie“ wird aus Berlin, 5. September, geschrieben: Hochschule zu Darmstadt 1886—86. Erwerbung und Verlust der Die Wollenwaarenfabrikation lat in Bouclós. Soleil-Diagonlk Staatsangehörigkeit im Großh. Hessen dur<h Aufnahme, Wiederauf- sehr viel zu thun; Alles, was in diesen Stoffen in den nädi nahme, Naturalisation und Entlassung 1885. Meteorolog. Beob- Wochen produzirt werden wird ist bereits im Voraus vergeben; all ¡achtungen ¿u Darmstadt Juli 1886, Metcorolog. Beobachtungen anderen Qualitäten sind weniger aefragt und deshalb in ziemlié zu Schweinsberg Juli 1886. Korrigenden im Arbeitshaus zu Die- Quantitäten am Lager. N ore Et von benen mae N burg 1881—1885, Prozesse in Bezug auf die Zölle und Steuern Anfang der Saison fo viel bersprä : wollen gar nit zit des Reichs, sowie die privativen inneren indirekten Steuern und Ab-

659 887 hl Kohlen für 148 605,40 4 Netto verkauft (gegen 157 162,00 M im Vorjahre). Bei den fiskalishen Hüttenwerken zu Freiberg wurden 678 253 Ctr. Erze und Gekräte für 9 323 080,26 4 eingekauft und an Gold (789 Pfd.), Silber (120 619 Pfd.), Wismuth, Bleiprodukten, Kupfervitriol, isenvitriol, Arsenikalien, Zink, diverser Schwefelsäure, Schrotwaaren, Bleiwaaren u. \. w. zusammen für 13 471 620,38 M (gegen 13 255 307,85 A in 1883) verkauft. Das Aufscher- und Arbeiterpersonal bestand aus 1352 Männern .und 42 Frauen. Das Königliche Blaufarbenwerk zu Oberschlema erzielte eine Verkaufseinnahme von 753 003,87 4 für Blaufarbenprodukte, Nil, Wismuth und verschiedene andere Produkte. Das Beamten-, Auf- scher- und Arbeiterpersonal bestand aus 96 Personen.

Die Porzellanmanufaktur zu Meißen beschäftigte 737 Beamte, Aufseher und Arbeiter und erlangte eine N etto-Einnabme von

wie überhaupt der 9: j ( j gaben 1885—86. Preise der gewöhnlichen Verbrauchsgegenstände Qualitäten, u ‘Vene LITIET Soleils enl es gerin Zuli 1886. Vorläufige Ergebnisse des Betriebs der Eisenbahnen ie E ddt zugespiut hat. Die E Ae

Plüstf

kommen,

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

_ Leitfaden für Polizeibeamte bei Vernehmungen über Sittlihkeits-Verbre<hen und Vergehen 2c. von Carl von Raumer, Königlicher Kriminal-Kommistar. Preis kart. 1 4. R. von Deker's Verlag, G. Schen> in Berlin. Der vor- liegerde Leitfaden, dem no< weitere Theile über die einzelnen Ab- schnitte des Strafgesezbu<hs für das Deutsche Reich folgen sollen, ge eine gedrungene, auf rihterlihen Entsheidungen, Präjudizien 2c. eruhende Darstellung derjenigen Punkte, auf wel<he es bei einer protokollarishen Vernehmung vor Allem ankommt, und zwar in der übersihtlihen Form, daß jeder Paragraph des Strafgeseßbuchs für sih behandelt ist. Diese Leitfäden bilden eine hohwichtige Unterlage für die spätere ridterlihe Entscheidung und sind deshalb den Polizei- Organen zu empfehlen.

Poleographie der cimbrishen Halbinsel. Ein Versuch, die Ansiedlungen Nord-Albingiens in ihrer Bedingtheit dur< Natur und Geschichte na<hzuweisen, von Prof. Dr. ph. K. Jansen. Stuttgart. Verlag von I. Engel- born. 1886. (8. Heft der „Forshungen zur deutschen Landes- und Volkskunde“; 79 S. Preis 2 4). Um darzuthun, daß die An- siedlungen Nord-Albingiens durh Natur und Geschihhte bedingt seien, beschreibt der Verfasser der vorliegenden Schrift auf einigen 20 Seiten zunächst die Lage und Bodengestalt der cimbrischen Halbinsel nach allen Beziehungen (die Begrenzung und Gestalt derselben, ihren Boden im Allgemeinen, ihre Niederungen und Erhebungen, ihre Gewässer, die Zerschnittenheit ihres Bodens und ihr Wegenez) und geht sodann, ua<- dem er so in knapper Form die Natur und Lage der cimbrischen Halbinsel gezeihnet, zur Bevölkerung derselben und ihrer Ge- \chihte, (der Geshihte der Bevölkerung im Allgemeinen, ihrer Städte und Staaten) von der Urzeit bis zur Gegenwart, über, indem er zunächst Urgeschichtliches brinat, sodann die griehis<-römi- {hen Nachrichten über die Halbinsel mittheilt, hierauf übec die Aus- und Einwanderung in dieselbe berihtet, sodann die Geschichte der- selben in der fränkishen S unter den sächsis{<-salis<hen Kaisern, sowie in der staufis<hen Zeit in knapper Form darstellt, alsdann die Zeiten der Reformation, endlih die neue Zeit (seit dem Jahre der Zulirevolution) auf 6 Seiten schildert. In einem besonderen Abschnitt stellt sodann der Verfasser die Ergebnisse und Folgen der geographischen Verhältnisse sowie der geschichtlichen Entwickelung der cimbrishen Halbinsel zusammen, indem er 1) von den verschiedenen Perioden ihrer Besiedlung, 2) von der Vertheilung ihrer Bewohner und 3) von der Steigerung des Verkehrs handelt. Den Schluß der gründlicben und gediegenen Schrift bildet eine kurze Besprehung der Deutung und Rechtschreibung mehrerer geographischer Benennungen.

Von der 13., vollständig umgearbeiteten und mit Abbildungen und Karten versehenen Auflage des Broc>khausschen Kon- versations-Lerikons, die in 240 Heften à 50 H oder 16 Bänden erscheint, sind wiederum 6 Hefte, Heft 211—216, zur Ausgabe gelangt. Dieselben führen den Text von „Spaichingen“ bis „Süß-Oppenheimer“ fort, enthalten, ebenso wie die voraufgegangenen Hefte, eine Menge theils längerer, theils fürzerer, gut gearbeiteter und interessanter Artikel aus den verschiedensten Wissen8gebieten und sind außerdem mit 5 Tafeln Abbildungen (Spechte, Sti>k-, Strik- und Wirkmaschinen, Stelzvögel T, Stärkefabrikation, Spinnenthiere und Tausendfüßer) und einer illuminirten Karte (Spanien und Portugal) ausgestattet.

„Kunst und Gewerbe“, Zeitschrift zur Förderung deutscher Kunst-Industrie, herausgegeben vom Bayerishen Gewerbe-

Museum in Nürnberg, redigirt von J. Sto>bauer. Zwanzigster Jahrgang. Nürnberg. Verlagsanstalt des Bayerishen Gewerbe-

Museums (C. Schrag). IX. Heft. Inhalt : Die Dekorativ-Kunst avf der Jubiläums - Kunstausstellung zu Berlin. Von Hermann Billung. Einiges über die alten Glashütten im bayerischen Walde. Von Carl Friedrih. Studien über portugiesishe Keramik. Nach Ioaquim de Vasconcellos. Von F. Jaecnnitke. (Fortseßung.) Museen, Vereine, Schulen, Ausstellungen 2c. Nürnberg. Bayerisches Gewerbe-Museum. Are Die Ausftellung von Schülerarbeiten in der Königlichen Kunstgewerbeshule. Augsburg. Schwäbische Kreis-Ausstellung. -— Dresden. Zweiter Delegirtentag des Verbandes der deutschen Kunstgewerbevereine. Mittheilungen aus dem Kunst- handel. Aus dem Buchhandel. Die periodische Literatur der Kunst und des Kurstgewerbes. Kleine Nachrichten. Erklärung der Beilagen. JUustrationen. Merkbüchlein. Entworfen von L. Hellmuth. Zinnmontirte Glaskanne. Entworfen von L. Hell- muth. Salzburger Fayencetopf. Aufgen. von C. Mell. Wasser- speier von Sandstein. Von einem Brunnen an der Balustrade vor dem Pal. Borghese in Nom. Aufgen. von R. Gehring. Italienisher Holz-Kandelaber. Blau bemalt und theilweise vergoldet. Aufgen. von R. Gering. Fußbodenplatten aus Fayence in San Sebastiano in Venedig. Gez. von F. O. Schulze. Geometrischer Aufriß des auf Beilage 27 gegebenen altindishen Siedekessels. Detail zur Beilage 27. Haus zum Ritter in Schaffhausen. Altar des hl. Aloisius in der Jesukird;e in Rom. Loggia in der Billa Farnesina. Kunstbeilagen. Einlagen von einer italienischen Truhe. Sc<hmu>kkästhen mit Limoge8-Emailmalerei. Altindischer .Siedekessel.

Gewerbe und Handel.

Der Verwaltungsrath der Deutschen Bank in Berlin hat die Errichtung einer Filiale in Frankfurt a. M. beschlossen. Außerdem wurde bes<hlossen, zur Beförderung der übersceishen Bezichungen und in Auëführung des ursprünglichen A sowie der statutarischen Bestimmung der Gesellschaft, in Form einer eigens zu diesem Zwe> zu begründenden Bank, Zweigetablissements zunächst in dem Laplata- Staat zu errichten.

Die „New-Yorker Hdls -Ztg." {reibt in ihrem vom 27, v. M. datirten Wochenbericht: Das inländische Geschäft entwidelt sich in durchaus gesunder Weise. Ohne sih mit allzugroßen Lägern zu überbürden, bereiten sih die Kaufleute in den kleinen Plätzen hinreichend für den von ihnen erwarteten lebhaften Herbit- absaß vor, und dies wirkt auf die Großhändler und durch diese wiederum auf die Fabrikanten zurü>, welche sih dadur< zum Bezuge größerer Posten von Rohmaterialien und Halbfabrikaten, wie sie solle zur Herstellung ihrer Artikel gebrauchen, veranlaßt sehen. Das Geschäft am Waaren- und Produkten- markt kann, Wenn auh ni<ht als lebhaft, im Ganzen genommen do<h als ziemli<h befriedigend bezeichnet werden. Weizen hat kaum fo viel Erportbegehr wie in der Vorwoche ge- habt und si< im Werthe niht behaupten können. Mais stellte ih für Termine im Preise ebenfalls niedriger, während effektive Waare bei etmas besserer Frage in stetiger Tendenz verkehrte. ufer erlitt eine schr ‘erhebliche Einbuße, Weizenmehl hat dagegen für einzelne Sorten cine kleine Avanz aufzuweisen. Am Frachtenmarkt ist das Geschäft im Laufe dieser Woche ohne besondere Regsamkeit verlaufen. Für Baumwolle sind nah Empfang der Nachrichten aus Bul- garien und unter dem Einfluß der willigeren Haltung des Liverpool- Marktes niedrigere Preise etablirt worden. Brasil-Kaffecs behielten bei sehr bedeutenden Umsäßen entschieden steigende Tendenz, an der au reinshmed>ende Sorten partizipirt haben. Rohzu>ker fand mehr Be- achtung und stellte si<h im Werthe eine Kleinigkeit höher. Am Theemarkt herrschte ein stetiger Ton. Provisionen verkehrten bis zum Schluß der Mittwochsbörfe fast durchgehends in fester und auf einzelnen Gebieten in steigender Tendenz, sind aber am nächsten Tage neuerdings williger gewesen. Terpentinöl wurde höher gehalten und hat mäßige Nach- frage gehabt, Harz war flau, ohne im Werthe wesentlihe Verände- rungen erfahren zu haben. Raff. Petroleum is unverändert. Jn Pipe line Certificates bleibt die Spekulation vorwiegend bearish. Schlußpreis 61}e. G. Metalle standen in ruhigem Verkehr und sind keinen Fluktuationen von Bedeutung unterworfen gewesen. Wit fremden und cinheimishen Manufakturwaaren ist es: etwas stiller gewesen. Der Import fremder Webstoffe für die heute be- endete Woche beträgt 2857 789 Doll. gegen 2285 146 Doll. in der Parallelwoche des Vorjahres.

Breslau, 7. September. (W. T. B.) In der heutigen ordentlihen Generalversammlung der vereinigten Breslauer Oel- fabriken wurden sämmtliche Vorlagen des Aufsichtsrathes und des Vorstandes genehmigt. Die Dividende wurde auf 3F % festgeseßt. Die Auszahlung erfolgt von morgen ab hier bei der Kasse der Gesell- {aft und in Berlin bei Jafob Landau. Die ausscheidenden Mit- glieder des Aufsichtsraths wurden einstimmig wiedergewählt. London, 6. September. (Allg. Corr.) Dem Ausweise des V e r- bandes der Hüttenbesißzer von Cleveland für August zufolge wurden in genanntem Monat 140 000 t Clevelander und 67 000 t Eisen anderer Gattungen fabrizirt, im Ganzen 207 000 t oder 1000 mehr als im Juli. Es sind 92 Hochöfen im Betriebe, von denen 74 Clevelander Cisen fabriziren. Die Vorräthe vermehrten ih im August um 21 300 t. _ London, 7. September. (W. T. B.) Wollauktion- Eröffnung. Das Totalangebot beträgt 225000 B. australische und 40 000 B. Kapwolle. Heute waren 13 082 B. ausgeboten. Die Auktion ist sehr gut besuht; lebhafte Konkurrenz, hauptsä<hli<h für England. Australishe grease 1—1#, scoured 2, grobe grease croß- bred 3—1, feine 1—1}, Kapwolle, grease und fleece 1}-—2, scoured \nowhite 3 d. theurer als zum Schluß der leßten Auktion.

New - York, 6. September. (W. T. B.) Weizen - Ver- \chiffungen der leßten Woche von den atlantischen Häfen der Ver - einigten Staaten nah Großbritannien 131 000, do. nah Frank- rei 72 000, do. nah anderen Hâfen des Kontinents 46 000, do. von Kalifornien und Oregon nah Großbritannien 50 000, do. nah anderen Häfen des Kontinents 20 000 Qrts.

7. September. (W. T. B) Der Werth der in der ver- gangenen Woche ausgeführten Produkte betrug 6 365586 Doll. gegen 6 556 509 Doll, in oer Vorwoche.

Submissionen im Auslande.

Niederlande.

Verdingungen.

1) 17. September 1886, Nachmittags 1 Uhr.

Waterstaat, Handel en Nyverheid im Haag: Lieferung des während der Jahre 1887 und 1888 zur An- fertigung von Briefmarken, Postkarten, Postanweisungen und anderen Formularen erforderlihen Papiers.

Näheres an Ort und Stelle. Bedingungen käuflih bei den Buchhändlern Gebr. van Cleef im Haag, Spui.

__ 2) 23. September 1886. Nachmittags 2 Uhr. Königlich Nieder- ländishe Lokal - Eisenbahn - Gesellshaft zu Apeldoorn, Provinz Gelderland: Vergebung der für die Stre>e Deventer—Wierden der De- venter-Almelo’s{<en Lokal - Eisenbahn nothwendig werdenden Erd- und anderen Arbeiten.

Taxwerth 284 600 Fl.

Auskuaft an Ort und Stelle und beim Haupt - Ingenieur K. H. van Brederode in Apeldoorn.

Italien.

11. September. Mittags. Neapel. Baudirektion des See- Departements. Lieferung von Kupfer. Voranschlag 55 290, Kaution 5530 Fr. und 700 Fr. Kosten.

Näheres an Ort und Stelle.

Birma.

Zeitungsnachrihten zufolge wird nä<stens mit dein Bau eines Eiscnbahnneßes in Birma begonnen werden, dessen Kosten auf 40 Millionen Mark veranschlagt werden.

Verkehrs - Anstalten.

Hamburg, 7. September. (W. T. B.) Der Postdampfer „Francia“ der Hamburg-Amerikanishen Pa>ketfahrt- S hat, von Westindien kommend, heute Lizard passirt,

8, September. (W. T. B.) Der Postdampfer „Rugia der Hamburg-Amerikanishen Pa>ketfahrt-Aktienge!ell- \<haft ist, von New-York kommend, gestern Abend 9 Uhr auf der Glbe eingetroffen

Wien, 7. September, Abends. (W. T. B.) Der E hat die Regierung aus ôkonomishen Rücksihten bes{lossen, nur zwei Betriebsdirektionen der österreihishen Staatsbahnen, und zwar eine in Budweis und eine in Spalato zu bilden.

Ministerie vom

Berlin, 8. September 1886.

Die Feierlichkeiten aus Anlaß des 50 jährigen Bestehens der Organisation des Feuerwerks8wesens haben gestern Abend im großen Festsaal des Grand Hôtel am Alexanderplaß mit der Be- grüßung der Gäste ihren Anfang genommen. Der Saal war prächtig mit Fahnen und Guirlanden ges<müd>t. Auf der Estrade gegenüber dem Haupteingange standen auf hohem mit Kanonenrohren bekleideten Sotel die lorbeerges<hmü>ten Büsten des Kaisers und des Kron- prinzen. Darüber prangte, von einem Flaggenwald umgeben, eine große goldene 50, mit der ein rothes F vershlungen war. Etwa 400 alte Herren aller Jahrgänge und viele aktive Feuerwerker der Landarmee und der Marine waren aus allen Theilen Deutschlands eingetroffen. Im Namen der in Berlin bestehenden Vereinigung der alten Herren des Feuerwerkspersonals rief der Rehnungs-Rath Hobe den Gästen ein herzlidhes Willkommen zu. Sr. Majestät des Kaisers gedachte in patrio- tischer Rede Rehnungs-Rath Rothe. Dann gab man fich in ungezwungener Unterhaltung dem Austausch alter Erinnerungen hin. Aus Anlaß der Feier hat Oberst Witte eine Festschrift verfaßt, die unter dem Titel: „Geschichte de3 T in den leßten 50 Jahren“ in der Mittler’\hen Buchhandlung erschienen ist. Außer in Berlin wird der Tag au<h in Spandau, Stettin, Köln und Straßburg festlih begangen.

Amtliche Unterrichtskurse in der vereinfachten Stolze’ schen Stenographie werden im Abgeordnetenhause wegen der daselbst zur Zeit stattfindenden umfangreichen Umbauten in diesem Jahre voraussichtlih nicht stattfinden können. Dagegen wird bereits am Dienstag, den 14. d. M., in dem Hörsaal der Akademie der Künste (Schinkelplat 6, Bau-Akademie) ein öffentlicher theoretischer Unterrichtskursus in dieser Kurzschrift eröffnet, welcher, zwölf Lektionen umfassend, Dienstag und Freitag Abends von 8} bis 9$ Uhr stattfinden wird. Der einleitende Vortrag behandelt das Wesen und die Geschihte der Stenographie und steht der Eintritt zu demselben unentgeltlih frei. Für die Theilnahme am Kursus find pränuwerando 6 M zu entrihten. Ausführlihe Prospekte versendet auf Verlangen gratis und franko der Leiter des Kursus, Hr. L. Loepert, SW. Blücher- straße 14; auch sind Eintrittskarten vorher beim Hauswart der Bau-

Akademie erhältlich. (W. T. B.)

Düsseldorf, 7. September. Die vierzigste Hauptversammlung des Gustav Adolf-Vereins, zu der \hon beute ca. 800 Theilnehmer hier eingetroffen find, wurde heute Nachmittag dur< eine Begrüßungsansprahe des Vorsißenden des Rheinischen Hauptvereins, Konsistorial-Raths Natorp, eröffnet.

New-York, 7. September. (W. T. B.) Nah Meldungen aus Charleston beträgt die Zahl der dur< das Erdbeben um- gekommenen Perfonen im Ganzen 96.

In Kroll’s Theater wiederholt Josephine von Maleczky morgen zum leßten Male die „Gilda“ in Verdi's „Rigoletto“, die Titelpartie wird von Hrn. Dr. Basch gesungen; in der Rolle des „Herzog“ stellt \s<h dem Berliner Publikum ein neuer Tenor, Hr. en vor, während die „Maddalena“ dur< Fr. Garsóö-Dély ver- treten ist.

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