1886 / 219 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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Anatomie.

zu erwähnen. Sie ist unstreitig in das Handelsregister nicht eingetragen; es ist mithin der Vorschrift des Art. 210 H.-G.-B. in Betreff dieses Theils des Gesellschaftsvertrages nicht genügt.“

_ Na der im Reichs-Eisenbahnamt aufgestellten, in der Ersten Beilage veröffentlihten Nachweisung über die im Monat Juli d. F. auf deutschen Bahnen (aus\cließ- lih der bayerischen) beförderten Züge und deren Ver- spätungen wurden auf 39 größeren Bahnen bezw. Bahn- komplexen mit einer Gesammtbetriebslänge von 32 070,69 km befördert: An fahrplanmäßigen Zügen: 15 390 Courier- und Schnellzüge, 138 014 Personenzüge, 62 897 gemischte Züge und 115005 Güterzüge; an F ep am mapigea

onen- und gemischte

üge und 24149 Güter-, Materialien- und Arbeitszüge. Jm

anzen wurden 778 349 779 Achskilometer bewegt, von denen 293 034 582 Achskilometer auf die fahrplanmäßigen Züge mit Personenbeförderung entfallen. Es verspäteten von den 216 301 fahrplanmäßigen Courier-, Schnell, Personen- und gemishten Zügen im Ganzen 2607 oder 1,21 Proz. (gegen 1,01 Proz. in demselben Monat des Vorjahres und 1,38 Proz. im Vormonat). Von diesen Verspätungen wurden jedo<h 1222 durch das Abwarten verspäteter Anshhlußzüge hervorgerufen, so daß den aufgeführten Bahnen nur 138 Verspätungen = 0,64 Proz.) zur Last fallen (gegen 0,82 Proz. im Vormonat). n demselben Monat des Vorjahres verspäteten auf den eigenen Stre>en der in Vergleih zu ziehenden Bahnen von 204 969 beförderten fahrplanmäßigen Zügen mit Personen- beförderung 1174, oder 0,57 Proz., mithin 0,07 Proz. weniger. ige Folge der Verspätungen wurden 212 Anschlüsse versäumt

Züge un 4255 Courier-, Scnell-, Pe

egen 602 in demselben Monat des Vorjahres und 1003 im

ormonat). Wird eine Gruppirung der Eisenbahnen nah den auf je eine Anschlußversäumniß entfallenden Zugver- spätungen vorgenommen, so kommen in erster Neihe die Wismar-Rosto>er Eisenbahn (11 Anschlußversäumnisse auf 3 Verspätungen) mit 0,27, die Dortmund-Enscheder Eisenbahn (1 Anschlußversäumniß auf 1 Verspätung) mit 1,00, die Medlenburgische Friedrih Franz-Eisenbahn (11 Anschlußver- säumnisse auf 13 Verspätungen) mit 1,18, während die Saal- bahn (1 Anschlußversäumniß auf 13 Verspätungen) mit 13,00, die Württembergischen Staats-Eisenbahnen (5 Anschlußver- säumnisse auf 110 Verspätungen) mit 22,00, die Werrabahn (1 Anschlußversäumniß auf 26 Verspätungeu) mit 26,00 die ¡eßte Stelle einnehmen und auf 7 Eisenbahnen 31 Verspä- tungen ohne Anschlußversäumnisse, und auf 4 Eisenbahnen weder Verspätungen no< Anschlußversäumnisse vorgekommen find,

S. M. Kreuzer-Fregatte „Bismar>“, Kommandant Kapitän zur See Kuhn, und S. M. Kreuzer-Korvette „Carola G Kommandant Korvetten-Kapitän Ashmann, sind am 15. Sep- tember cr. in Chefoo eingetroffen.

Elsaß - Lothringen. Straßburg, 16. September. (W. T. B.) Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz, welher Sih heute zum Festakt in die Universität begab, wurde am Hauptportale des Kollegien- gebäudes vom Rektor, vom Senat und von den Vertretern der Studentenverbindungen empfangen. Jm Lichthofe hielt Rektor Reye eine Ansprache, in welcher er hervorhob, die Kaiser-Wilhelms-Universität werde sih, eingedenk der Worte des Kaisers in der Stiftungsurkunde, dur< ernste Arbeit die Huld des Kaisers und die Achtung des deutschen Volks, zumal der Elsaß-Lothringer, zu verdienen suchen. Die Ansprache {loß mit einem Hoh auf Se. Majestät den Kaiser. Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz erwiderte:

„Indem Ih Ihnen Meinen Dank für die Worte ausspreche, welche Sie an Mich richteten, habe Jch Ihnen gleichzeitig das Be- dauern Sr. Majestät des Kaisers auézudrü>ken, daß es Allerhöchst- demselben abermals versagt ist, unter Ihnen zu erscheinen, wie es Sein persönliher Wunsh war. Dankbar, daß Se. Majestät Mich mit Seiner Vertretung beauftragte, sprehe Jch es gerne aus, wie Ich stets die Tage als frohe, festlihe für Mich betrachte, an denen Ich unter Männern der Wissenschaft und ni<t minder in den Räumen der Hochschule weile. Denn immer wieder von Neuem fühle Jh Mich dann von dem Geist der Zeiten angeweht, wo Ih selbst als Student auf der Universität weilte. Wenn \{<on damals die Aufgabe unferer akademischen Lehrer eine bedeutungsvolle war, so sage Ich, daß, nachdem der gewaltige Zeitabschnitt der nationalen Wiedergeburt Deutschlands hinter uns liegt, mit Recht das Ziel, welches Ihnen heute vorshwebt, unsere Jugend zu thatkräftigen Stüßen des Reichs zu erziehen, ein be- fonders erbabenes und erfreuliches genannt werden muß. BVlickten damals Meine Zeitgenossen und Ich in eine unbestimmte Zukunft, so sehen wir heute im reiferen Alter unsere Hoffnungen und Wünsche thatkräftig durchgeführt. Die Stätte, auf wel<her wir hier stehen, ist der \{önste Beweis dafür ! Möge diese jüngste Pflanz- shule der Wissenschaften in [keiner Weise den älteren Schwestern nachstehen, von denen Jh vor Jahresfrist an der Oft- grenze des Reichs eine seit Jahrhunderten bestehende besuchte, vor wenigen Wochen aber das halbtaufendjährige Bestehen der aller- ältesten im Deutschen Reiche feierlich beging. Eine Mahnung aber rihte Ih dabei an Sie Alle, daß ein Jeder in seinem Berufe be- strebt sei, im Sinne unserer Vorfahren weiter zu wirken, sich dabei jedo< vor Ueberhebung Hüten möge. Denn gerade hier an dieser Stelle und seitdem diese Gauen mit dem Mutterlande wieder ver- bunden sind, gilt es für uns Deutsche, zu zeigen, daß der Sinn für Erhaltung des Friedens und das Streben, Uns in Friedfertigkeiten zu bewegen, Uns erfüllt. So hoffe Ich, daß die Hocbschule sich dieser \hönen Aufgabe gewachsen zeigen wird, zu reichem, verheißungsvollen Segen der Zukunft. Das walte Gott!“ Hierauf ließ der Kronprinz Sih sämmtliche Professoren, Dozenten und die Vertreter der Studentenverbindungen vor- stellen. Nach Besichtigung der Räume des Kollegiengebäudes

zu haben.

Neu-Einführung

2,9 Millionen Gulden eingestellt werden.

gendsten Vorlagen erledigt werden.

genden Wortlaut:

Zwe>en.

zuwenden.

utorität, wie folgt :

wiesen wird, daß bezahlt ist und

mittel und des Inventars zu zahlen :

Stelle gewähren, wie ihm gere<t und nüßlich erscheint.

das folgende Iahr zu zahlende Pacht beziehen.

finden.

¿c licher gewöhnlicher betrahtet werden,

trachtet zu werden wünscht ;

mittelbar inne hat;

von 1881 fällt.

schieben, bis über das Gesu, gemäß dieser Akte, entschieden ift.

Dillon, OD’Connor, Mahory und Pinkerton.

Agitation ins Werk segen werden. Die Agitation wird von der irischen Nationalliga Großbritanniens geleitet werden und machen die Beamten und reisenden Agenten der Organi- sation gegenwärtig große Anstrengungen, die Zahl der Zweig- vereine in England und Schottland zu vermehren.

Die französische Regierung hat die 11 beshlagnahmten englishen Fischerboote, welche seit dem 5. d. M. in Havre festgehalten wurden, wieder freigegeben. Der Ehren- sekretär der \sc<hottis<-protestantishen Allianz charafk- terisirt in einer Entgegnung auf das Schreiben Lord Randolph

Churchill’s, anläßlih des von der Allianz erhobenen Protestes

gegen die Ernennung eines Katholiken zum Kabinetsminister,

die Bemerkung Lord Randolph's als einen indirekten Angriff auf den Protestantismus des Throns.

Dublin, 16. September. (W. T. B.) Das «Journal

„United Jreland“, das Organ Parnell's, macht mit Rücksicht auf die wahrscheinlihe Ablehnung der Parnell’schen A grarvorlage, den Vorschlag, daß alle aus dem efiß O A Pächter in Masse si< in die Asyle für Nothleidende

egeben sollen. Das Blatt hebt hervor, daß man in solchen

Distrikten, wo die Mehrheit des Munizipalraths aus Nationa- listen bestehe, solhen Pächtern in Bezug auf die Freiheit, in die Asyle einzutreten und dieselben wieder zu verlassen, sowie

M OO ihres Unterhalts besondere Privilegien zugestehen önne.

Frankreih. Paris, 15. September. (Köln. Ztg.)

begab Sich der Kronprinz in die Kupferstihsammlung in der Der Kriegs-Minister ist heute zu den Manövern des

alten Akademie und alsdann in die Ausstellung in der alten

18. Corps abgereist, begiebt si< dann zu denen des 12. Corps und wird am Sonntag nach Paris zurü>kehren. Jn einer Note an die Zeitungen wird heute der Behauptung wider- sprochen, daß die Reiterei bei den Manövern um das Lager

von Chalons bedeutende Verluste an Pferden und Mann-

Oesterrei<h-Ungarn. Wien, 15. September. Die

schaften gehabt hätte. Nur drei Offiziere und einige Neiter scien an Sonnenstih ohne ernste Folgen erkrankt und der

„Presse“ schreibt : Die großen Manöver in Galizien | Pferdeverlust der 12 Reiter-Regimenter zusammen beziffere aben mit dem gestrigen Tage ihren Abschluß gefunden. Es | si< auf 14, was bei der furhtbaren Hiße allgemeines währte sich au< bei diejem Anlasse die Tüchtigkeit aller | Erstaunen erregt habe. General Boulanger hat den Kom- Theile der Armee in vollstem Maße und fand dieselbe in dem | mandanten des (C. Armee-Corps (Chalons sur Marne), Handschreiben des Kaiserlihen Kriegsherrn an den Feld- | des 7. (Besançon), des 14. (Lyon), des 15. (Marseille), des

marschall Erzherzog Albre<ht warme Anerkennung. Der | 16. (Montpellier), des 17. (Toulouse) und des 18. (Bordeaux) Monarch verläßt nun Galizien, nicht, ohne no< vorher die brieflih mitgetheilt, er habe zur besseren Ueberwachung der

herzlihsten Kundgebungen der Bevölkerung entgegengenommen Grenze angeordnet, da

Wie die „P. C.“ meldet, werden die Kosten für die

des Repetirgewehres si< auf

ungefähr 15 Millionen Gulden belaufen und dürften von

diesem Betrage in das wi d pro 1887 als erste Rate circa t

offizier besißen geläufig spricht.

Portugal. Lissabon, 16. September. (W. T. B.) Meldungen belgischer und französischer Handels- und Schiffahrtsvertrages zwischen tugal und dem Kongostaate werde als unbegründet bezeichnet.

j 16. September. (W. T. B.) At Kardinal Gori Merosi ist gestocben.

Bukarest, 17. September. (W. T. Y) Bratiano gestern Abend au hte und auf dey

Prag, 15. September. Nach dem „Prager Tageblatt“ wird der böhmische Landtag erst im Dezember zusammen- treten und bis in den Januar tagen. Die Session soll von kurzer Dauer sein und sollen nur das Budget und die drin-

Großbritannien und Jrland. London, 14. Sep- tember. Die dur< den Telegraph bereits angekündigte Parnell’she Land-Bill hat nach der „Allg. Corr.“ fol-

Rumänien.

Als der Minister: Präsident einer Sißung des Ministerraths zurü>ke Wege nah seiner Wohnung, in Begleitung des Deputirte, Robescu, eine Straße passirte, wurde ein Schuß auf dey Der Begleiter Bratiano's, Robescy

von dem Schuß in der Nierengegend le Die Polizei ergriff den Attentäter in dem als er einen zweiten Shuß abfeuern wollte; Stoica Alexandrescu und ist Schankwirth in Rimnicu-Sargqty im Bezirk Nimnicu. Die Untersuchung ist im Gange. |

Sofia, 15. September. (W. T. B. Die Sobran

Temporäâre Hülfs-Bill (Irland 1886). Eine Bill zur temporären Hülfe der Pächter in Irland und zur Zulassung gewisser langjähriger abgefeuert. Pächter (leaseholders) zur Landakte von 1881 und zu anderen

In Anbetracht des großen Rückgangs der Preise der ländlichen Produkte seit der Zeit, wo die Mehrzahl der rihterli< festgesetzten Pachten der Pächter, den Statuten unterworfen, abges<häßt wurden, ist es nüßli<, temporäre Vorkehrungen zur Unterstüßung der Pächter solher Stellen in gewissen Fällen zu treffen und gewissen Pächtern

die Wohlthaten der Bestimmungen der Landakte von 1881 zu- Bulgarien.

spätet eingetroffen.)

Sei es daher gesetli<h versügt von Ihrer erhabenen Majestät der Königin und den im gegenwärtigen Parlament versammelten genen und weltlihen Lords und Gemeinen und vermöge ihrer

$. 1. Wenn bei einer Stelle, welche den \tatutarishen Be- dingungen, auf welche sih das Landgeseß (Irland) Akte 1881 bezieht, unterworfen ist, wo der statutarishe Termin vor dem 31. Dezember 1884, auf Gesuch des Pächters solcher Stelle, es zur Genüge der irischen Landkommission, welhe hier der Gerichtshof genannt ist, be-

Beziehungen

a, die halbe Pacht, die im Jahre 1886 wegen solcher Stelle | nehm Die CIn ordnungsgemäß zu entrichten ist, und ebenso die Hälfte der Rückstände, | digkeit und Unabhängigkeit. 5 D . / j | Deputation im russischen Konsul b, der Pächter nicht im Stande ist, den Rest solcher Pacht oder beschäftigte si< weite

Rückstände ohne Verlust seiner Stelle oder Entwerthung der Kultur- So darf der Gerichtshof einen fol<hen Nachlaß der Pacht jener

Dieser Nachlaß soll sih auf die ordnungsgemäß im Jahre 1886 zu zahlende Nat auf die vorhergehenden Rückstände und auf die für a

8. 2. Der langjährige Pächter (lessee) einer Stelle, welcher nach Ablauf der Pacht (1ease), welche zur Zeit der Genehmigung der Landgeseß- (Irland) Akte 1881 existirte, als ein gewöhnlicher Pächter (tenant) mit von Jahr zu Jahr zu zahlender Pacht, nach den Be- dingungen der langjährigen Pacht betrahtet würde, soll nah Geneh- migung dieser Akte, selbs wenn solche langjährigen Pachten (leases) nicht abgelaufen sind, als gewöhnlicher Pächter eines Pachtgutes mit der Pacht, wie sie in dem langjährigen Pachtvertrag (lease) erwähnt ist, betrahtet werden und auf seine Stelle sollen alle Bestimmungen der besagten Akte von 1881 über gewöhnliche Pachten Anwendung

Antwort auf die

Session einberufen sind, halten es

zu erklären,

Iedoh soll solcher langiähriger Pächter (lessee) nicht als that- gste Bestrafung der

a, wo solcher langjähriger Pächter für besagte langjährige Pacht eihes zu verlangen. bedeutende Zahlung geleistet und er niht als einfaher Pähter be- b. wo sol< ein langjähriger Pächter nicht die Stelle felbst un- F Alexander i dem Thron entsagte, c. wo die Stelle derartig ist, daß sie unter die Ausnahme- bestimmungen des 58. Paragraphen der Landesgeseßz- (Irland) Akte

S. 3. Wo ein Prozeß zur Erlangung der Pacht für cine Stelle, auf welche sich diese Akte bezieht, oder zur Wiederbesitzergreifung der Stelle wegen Nichtzahlung der Pacht, eingeleitet ist, vor oder nach einem bezüglih folher Landstelle gemäß dieser Akte eingerei<ten Gesuch, und {webt, ehe über das Gesuch entschieden ist : so foll das Gericht, vor dem ein solcher Prozeß \{webt, wenn die Hâlfte der schuldigen Pacht gezahlt wird, den Prozeß suspendiren oder hinaus-

Die Bill ist unterzeichnet von den Herren Parnell, Sexton,

15. September. (Allg. Corr.) Jn iris - nationa- listischen Kreisen in London heißt es, daß im Falle der Ver- werfung der Parnell'shen Land-Bill nicht nur die irishen Bewohner Londons, sondern die aller größeren Städte Großbritanniens, abgesehen von dem, was in Jrland passiren kann, eine kräftige Homerule- und Anti-Exmissions-

für die in kurzer Frist ir der Nationalversammlung Fürsten für den erledigte

vorgelegten

wir volles Vertrauen

wissen wird.

entwurfs, 15 Millionen,

wovon 840 000 Fr., Abzug kommen.

Rußland und Polen.

Der „Regierungsanzeiger“ bter Zeit gespannten Beziehungen l 1 ulgarien war der Posten eines diplomatischen Agenten in Sofia unbeseßt ge

jüngsten Ereignisse in Bulgarien die reters Rußlands erheischten, welcher 1lât genießt, wurde die zeitweilige Ver- plomatischen Agentie in Sofia dem bisherigen diesseitigen Botschaft in Wien, 1 von Kaulbars, übertragen.

t Wegen der in le zwischen Rußland und B

‘Da aber die Anwesenheit eines Vert die erforderliche Autoritä wesung der di Militär-Attaché General-Major Baro! Derselbe i} bereits Balkanhalbinsel komm von Kaulbars eingehend kenn

Das „Deutsche politische Verwirrung“: Unverkennbar macht i olitis<hen Welt!

der handelsp ernsteste Beachtung verdient,

rdr ß die Truppenabtheilung eines je Forts erster Linie zum wenigsten einen Soldaten sse, welcher, die Sprache des N

nehmen wird für die Einigung der Bulgaren, ihre Selbstän: Die Adresse wurde durch eine

] at überreiht. Die Sobranje ] rhin mit Finanzvorlagen morgen über die auf die Eröffnungsrede der Regentschaft zy erlassende Antwort berathen. Die rumelischen Re: gimenter sind, mit Ausnahme eines einzigen, das in Sofi verbleibt, nah Philippopel 16. September. nah eingehender Vorberathung in de Akklamation folgende Regentschaft an: „Die Vertre für das Vaterland fkritishen Zeit zu einer außerordentlichen l i für ihre Pflicht, für eine

Schande und Nichtswürdigkeit den Staatsstreich vom 21. August das Werk einer Handvoll übelgesin duen, welcher die bulgarische Bevölkerung e1 zwang, sih mit der Armee zu erheben, Unabhängigkeit der Krone Bulgariens geseßmäßige Ordnung wieder herzustellen der Regierung stren brecherischen Handstr völkerung findet niht Worte, um die ohne Beispiel dastehende patriotishe Selbstverleugnung Ausdru> zu geben, welcher

um die Unabhängigkeit, Freiheit Unjeres Staates zu gewährleisten ) j Beziehungen zwischen Rußland und Bulgarien wiederherzustellen. Die Volksvertreter haben die feste Hoffnung, daß nah diesem guten Beziehungen voll und ganz werden wiederhergestellt werden. Wir sind vollkommen überzeugt, daß alle Bürger im Hinbli> auf die große Gef lande droht, sih um die Ne stand leihen werden, we eFrieden und Sich intakt die vertretun Anerkennung aus f

zurücgekehrt. (W. T. B.) Die So

Nach Votirung der

pentwurf ein betreffend den des Fürsten Alexander; der

St. Petersburg, 17. Sep

in verschiedene Länder dek

ommandirt gewesen. Die Aufgabe des Baron wird es sein, die Lage der Dinge in Bulgarien en zu lernen und dur seine Rathschläge den

T n einen regulären Ausgang aus der Krise, in welcher sich das Land befindet, zu léBtern. ; |

Zeitungsfstimmen. Tageblatt“ schreibt über „handels

) seit geraumer Zeit in der Beurtheilung age eine Unsicherheit geltend, welche di da einerseits mancher Freund der hett

oder Unte, abarlania

Journale betreffs A

n in Regierungskrejj,,

F Kamp Seri gewirkt, daß die Reife nun eingetreten sei und die

Ï Qußnießern der QOunns getragen werden, biëher ni<ht in be-

iht ya, M gen, Gedanfenblige,

Augenbli,

derselbe heißt F fennzei

Ÿ beweglichen Zeit verwirren lassen.

; f A ver Zweifler ist gestiegen. Wozu die Schutzzölle, wenn sie zwar | je hat eine Adresse q den Kaiser von Nußland angenommen, in welcher @

Die Vertreter der Nation richten für ein langes und glückliches Leben de sie bringen dem Kaiser ihre aufrihtigen Glü>wünsche, den E ihrer Anhänglichkeit und tiefen Ergebe ind über

ihre heißen Gebet s Kaisers an Gott.

N ien, Dem Ueberschuß der Gütererzeugung muß Raum geschaffen : werden Diescr Gedankengang hat in jüngster Zeit dur<h das Rund-

nheit dar un) zeugt, daß nach Allem, was geschehen, die Spannung

zwischen Rußland und Bulgarie und der Kaiser, wie früher, das bulgarise und das nationale Werk unter seinen hohen Shut

- die Handelskammern gerichtet, eine scheinbar eifrige Unterstützung ge- E funden; j Nertragêtarifen als das Ziel der Bemühungen der K. K. Regierung.

; z iebe s Schreiben wurde der Anfang der Ein- sz getrieben hat. Das Schreil ( ifanç ; A genannt; bereits preist man die unbezwingliche Macht

Und wird

( T h ichen Liberalizmus Billen, diejenigen, welche innerlih dem wirthschaftlichen Liberaliêëmus

branje nahn r Kommission dur Eröffnungsrede der ter der Nation, welche in dieser

1 i i fil 5 in der 2Luversich Î Drängen der öffentlichen Meinung gefügt hätten in der Zuversicht,

| gesihter werden, wenn die Umfehr nun doch nicht eintritt, dem Erfolg

Î wären, das Feld zu räumen, um dasselbe in ein Versuchsfeld umwan- , das Feld ;

iter Fndivi: a j S anae Öndivi deln zu lassen; aber au auf sie hat die Abnahme des internationalen

g erregt hat und sie um die Ehre und die zu vertheidigen, die und gleichzeitig von Urheber jenes ver: | Die bulgarische Be ihrer Bewunderung über

unermeßlichen Opfer diese

bulgarischen ahr, welche dem Vater: gierung schaaren und ihr den Bei velcher nöthig ist, um dem Vaterlande Ruhe, erheit im Fnnern zu bewahren, damit unser Staat gegenwärtige Krisis überstehe. Die National: spricht den Regenten und der Regierung ihre us für die von ihnen zur Sicherung des Frie: dens und der Ruhe des Landes ergriffenen Maßregeln, sowie 1 Aussicht genommene Einberufung ,„ welche verfassungsgemäß einen n Thron zu wählen hat. Die Aufmerksamkeit die von der Re ] Geseßentwürse prüfen und be Es ist uns angenehm, erklären zu können, daß r l der Negierung haben, und wir hoffen, daß sie durch ihre Weisheit, Einsicht und Energie die cFnteressen des Vaterlandes zu sichern und zu schüßen l Es lebe Bulgarien !“ Adresse begann _die Sobranje die Berathung des Geseh: betreffend die Aufnahme einer Anleihe von

| sei es in Schaßbonds oder unter anderer die Berathung wurde scließli< vertagt. Die Regierung brachte den Gese Ankauf der Jmmohilien Kaufpreis wird s\ih auf 21/, Millionen Francs belaufen, welche der Fürst der Bank \chuldete, in

S A L L A E RE L S,

S

: irths<aftspolitik im Begriffe steht, wankend zu werden, shender WirihsGen die alte freihändlerishe Schule zu hoffen beginnt, währe für sie ein neues Morgenroth herein. Man brau<ht mit E vrBekenntniß nicht hinter dem Berg zu halten, daß es allerdings In- dem lle giebt, welhe nachdem sie die Früchte des Schutzolles ge- dustrie haben nun die Neigung verspüren, es wieder einmal mit nossen Sreihandel zu versuchen, da der Schußzzoll die Nothlage E oßgewerbe nit habe verhindern können. Vielleit helfe nun r r ‘Freihandel über dieselbe binweg. Die deutshe Industrie, so do) A von diesen Versuchépolitikern äußern, wäre unter der früheren hôrt ‘haft liberaler Anschauungen no< ni<t reif gewesen für den erti f dem Weltmarkte; der Schußzoll habe aber in solchem Maße du ¡e ih an die allmähliche Beseitigurg der Zollschranken deutjche Indu oe, Man beruft sich dabei gelegentlih auf das ju lche Vorbild und weist der deutshen Industrie die Aufgabe zu, ay Tho Unter freihändlecisher Flagge die Welt zu erobern. S E Freilih wagten sih solche Anschauungen, soweit sie von bisherigen

i O ibfkeit: es ¿n Augenbli>seingebun- i Form in die Deffentlichkeit; es waren Augenblic>seingebu stimmter Fo die in die Nang 1 ae Meise inein- , , 3 in er Zeit 6 wieder un n wurden; aber sie kehren in jüngster Zeit öfter or die Unsichern, die sih durch die Einzelerscheinungen der

a ia Bes 6 s des letzten Jahres be- it die Ergebnisse des Handelsverkehrs des leßten Jal) W É evoien sind, haben diese Zweifel neue Nahrung erbalten; die

t E ILE 0 Ginf ehre er auch die Ausfubr ershweren? Die durch , Einfuhr abwehren, aber a1 erschweren? Die du L aanealle zu kräftiger Ausdehnung si<h entwi>kelnde Industrie bedarf A “roßen auswärtigen Absaßfeldes; sie ist ausfuhrbedürftiger ge- e Nur die Steigerung und Förderung der Ausfuhr kann uns

hre: ben welches der österreichishe Handels-Minister Bacguchem an ì

denn derselbe bezeichnet die Förderung der Auétfuhr und den ¡u diesem Zweck erforderlichen Abf{<luß von Handelsverträgen mit

S ; a R 0 | ieses Rund- ; ist unglaublih, welhe üppigen Hoffnungen dieses un auen Lf Len allezeit aufnahmefähigen Boden des Manchester-

i f D i sicheren

rheit, welhe sfi< dur<h alle Irrungen einen 1 ( E N die Wahrheit sei die Cobden'sche frohe Bolscaft ibr Gegenbild die \chutzöllnerische Verirrung. m bedenklidsten benehmen si< die Schußzzöllner wider

ugethan sind, aber aus Zweckmäßigkeitsgründen sich dem Erfolg ge- aat hatten. Sie gestehen ganz unverhohlen zu, daß sie von in Nußen der Schußzölle nie überzeugt gewesen wären, fich vielmehr dem

ü c R E h Spo Dios tio “0 c el- daß ja die Zukunft do ihnen gehöre. Diese biederen Doppel

e ille ihr freundliches Lächeln zuwenden.

uf alle Fälle ihr freundliches Lächeln 3 E Í ; d s auh die überzeugungstreuen Anhänger der heute Vor herrschenden Richtung sind unsicher geworden. Nicht daß sie bereit

Güteraustaushes, vor Allem der Nückgang N M as Einfuhr beunruhigend, ja verwirrend gewirkt. Sie verg ei a n Zeitabschnitt unter der Herrschaft der ersten Handelsverträge S handelspolitishen Begebenheiten der letzten Jahre und den wahrfchein- lih bevorstehenden Ereignissen. Jene ersten O E A n größere Reibe von Iahren abgeschlossen; die äußere E wir he {haftlihen Verhältnisse schien gesichert und war nicht en x A ausgeseßt, wel<he heute von den verschicdensten Seiten L A rehenbaren Zwischenräumen, ja fast ohne Unterbrechung, n R wirthschaftliche Welt beläftigen. Die Verträge waren A nte abgeschlossen und während ihrer Dauer blieben die Zolltarife N zelnen Länder annähernd unverändert . Ver Handel und die E e waren daher in der Lage, die Beziehungen zum Auslande O überbliken; sie hatten die Gewähr, daß die E der einzelnen Länder die geschäftlichen Berehnungen nicht durckreuzen werde. Seit der Kündigung der Verträge der fecziger Zahre ist dies alles anders geworden. Die neuen Berträge haben „cin durchaus verändertes Aussehen; sie sind auch auf ganz andere Wetse zu Stande gekommen. Der Vertrag, welchen Napoleon 111. mit Großbritannien 1860 abshloß und der den Reigen der liberalen Verträge ee hatte den Zwe>, die Säße des allgemeinen franzöfischen Zo e herabzusetzen, um allmähli<h weitere Ermäßigungen derselben D gen zu lassen. Die freihändlerishe Anwandelung bemächtigke sich aud) der anderen Staaten, und sie alle wurden von dem gleichen O gee tragen, den eigenen Tarif zu ermäßigen. Man rüstete fich des E damals nicht mit den Waffen aus, die heute beliebt sind; man be» gnügte si vielmehr mit dem Markten um die Säße der alten Tarife.

Als das Ende der Vertragsdauer heranrü>te, war die Lage eine andere geworden. Auf dem europäischen Festlande hatte sich I unter den Gewerbetreibenden, als bei den Staatsregierungen die U eber- zeugung gebildet, daß die liberalen Handelsverträge eigentlich S britishen Inselreiche von unzweifelhaftem Nußen wären, i l en die industrielle Uebermacht des letzteren gesteigert, dagegen dic M inen talen Industrien in der Entwickelung gehemmt hätten. Je mehr inan sich dem Ende der Verträge näherte, um so lebhafter und lauter wurde das Begehren na<h höheren Zöllen, und die wieder

" E » zu diere Zeit holte Verlängerung der Vertragsdauer sollte nur dazu dieren, Zeik für

die Vorarbeiten zu den neuen Unterhandlungen zu gewinnen. Wiese

, ? ; S at tio Vorbereitungen hatten aber dur<hweg das eine Ziel im e die Schaffung eines Kampftarifes, der als Waffe bei den Unterhand ungen dienen sollte. Man war nicht mehr von der Absicht getragen, weitere Ermäßigungen zu gewähren, jedenfalls dachte Niemand mehr darau,

a Ä e. E olso Fre 2 im Sinne der Napoleonis<en Handelspolitik fchrittweise zum Fre!

handel überzugehen. Die neuen Handelsverträge unterscheiden sich des- halb von denjenigen der älteren Zeit durch die R Da einbarungen über die Zollsäße, während die alten Verträge nicht N n förmliche Vertragstarife enthielten. Die Autonomie ist daher den liber 8 Staaten wieder zurückgegeben worden und an die Steue der A sind meist erhöhte, theilweise hohschutzöllnerische Tarife ge n Auch in Bezug auf die Dauer der Verträge ift eine A R Vat vorzuheben. Während nämlich die ersten Verträge auf A ja auf eine no< längere Dauer abgeschlossen wurden, und Pes Abmachungen, welche lediglih die Meistbegünstigung betrafen, ne t heute in Kraft sind, beschränkt man die Vertragbdauer In S lichst Zeit auf wenige Jahre, um die Freiheit der Bewegung mg M bald wieder zurü>zuerhalten und die gewonnenen Erfahrungen ra]

wieder verwerthen zu können.

ï : O So kam cs, daß die meisten Staaten wieder in den volen S ihrer Zollautonomie gelangt sind, und dieselbe entfalket denn au fübrte her ihre ganze Beweglichkeit. Nah mühsamen M I T A A Jtalien 1878 einen neuen Tarif ein mit einer großen Rei Schuß CGrhöhungen; Deutschland folgte 1879 mit seinem Tarif n Hi n er nationalen Arbeit; Frankreich 1881 mit der Umwandlung ees . Werth- in Gewichtszölle, welche ja nur eine E e A Ae Zölle war; Oesterreich-Ungarn folgte 1882; in der S E en ein erhöhter Tarif Anfangs 1885 Geseteskrast in E der allgemeine Tarif in diesem Jahre S eaen tungen entsprehen aber bereits ni<t mehr I iee U Lage der Zollgeseßzgebung. Dieselbe hat vielmehr ata Geiste der neuen Zeit cinen Ausbau erfahren, indem E S ja ganze Gruppen derselben no<hmals zum Theil (N Deutsch- erhöht worden sind, und augenblicklich werden ni<k nur A ud land und Frankrei weitere „Tarifnovellen“ vorbereitet, sondern ‘nd vollständig umgearbeitete Tarife stehen in Desterrei-Lngacn un Italien in Sicht. Selbst die freihändlerischen Länder, N Le und Großbritannien sind von der wachsenden \hutzöllneris<hen V

einem vervollkommneten Rüstzeug für die in den nächsten Jahren bevorstehenden Vertragsunterhandlungen. . ...

volitishen Verhältnisse einen großen Theil der Gewerbetreibenden a und L da der Zusammenhang der Dinge und die Entwickelung der wirthschaftlichen Zustände nur mit einem großen Aufwand von Kenntnissen beurtheilt werden kann, welche zu erwerben die Mehrzahl der Gewerbetreibenden, vermöge ihrer beruflihen In- anspru<hnahme, heute ni<ht mehr ia der Lage ift. Daher mag es fommen, daß in neuerer Zeit man<he Industrielle geneigt sind, den ihnen unklaren handelspolitis<en Zuständen die Schuld an der wirthschaftlihen Nothlage beizumessen; und diesen Mangel an Urtheilsvermögen benußen dann die drich den Schutz der nationalen Arbeit benachtheiligten oder \si<h bena<theiligt glaubenden Interessenkreise, um der Unzufriedenheit neue Nahrung zu geben.

aber der gegenwärtige Zeitpunkt so ungeeignet als nur möglich.

ollpolitik der Festlandstaaten Europas zu bilden, ist vor Allem er-

Bo lig, daß t sih über deren Bedeutung und Aufgabe klar wird. Für den englischen Freihandel war neben den übers<weng- lihen Vorstellungen über Weltbürgerthum und Brüderlichkeit die Absicht maßgebend, die Welt mit britisden Erzeugnissen zu ver- sorgen; die Vermehrung der großgewerblihen Thätigkeit vor Allem war das Ziel der Mantbesterpolitik. England und Stottland sollten eine große Weltwerkstätte werden. Frankreich, indem es dieser Führung folgte, hoffte an dieser Versor- gung der Welt theilnehmen zu können. Um auf dieser Grundlage dauernde Erfolge zu erzielen, hâtte es nur des Einverständnisses der anderen Länder bedurft, eines Einverständnisses, das freilih gleih- bedeutend gewesen wäre mit dem Verzicht auf die Hoffnung ciner eigenen Gewerbthätigkeit. Wäre es gekommen, w'e man jenseit des Kanals gehofft hat, so wäre heute {hon die Menschheit in zwei sehr ungleiche Theile gegliedert. Den einen Theil bildete ein räumlich be- \chränktes, aber dicht bevölkertes und mit Großbetrieben reich ausgestattetes, vom Meere umspültes Inselreih, das mit mädtiger Handelsflotte die Erzeugnisse seines Gewerk fleißes über den Erdball verbreitete. Der andere Theil würde die übrigen Länder um- fassen, Linder mit Üüberwiegendem Aerbau, mit Viehzucht, „dünner Bevölkerung und spärlichem Gewcrbebetrieb. Sie wären die Ver- brauh8länder, die ihren Bedarf an Bekleidungsstoffen und Haus- einrihtungen, an Werkzeugen, Maschinen und Verkehrêmitteln cin- taushten gegen Früchte des Bodens und die UVebershüsse der Viehwirthschaït. Jhr kümmerlihes Gewerbe beschränkte sih auf die Ausbesserung und Ergänzung der britischen Einfuhrwaaren und auf die De>kung des von dcm britishen Großgewerbe vershmähten Bedarfes.

Einverständniß der nichtbritischen Welt fehlte: Die Zeit der ersten Handelsverträge gab einen sehr verrätherishen Vorgeshmack von dem, was den Festlandsstaaten der volle Freihandel gebracht hätte. Selbst Frankrei) war wenig erbaut über die Ergebnisse des Vertrages von

legenheit der britischen Industrie Vortheile brachte, die für das französische Großgewerbe ebenso viele Nachtheile waren. Mit dem zunehmenden wirthschaftlihen Verständniß erkannten au<h dic

eigentli<h si< einem kaum greifbaren Gegenstand zugewendet hatte, während die große Masse der Staatsangehörigen, welche in erster

f " F Ÿ , , L .- N e A , Q N L Linie bei der Gütererzeugung betheiligt ist, leer auëging, Nun wurde

Es ist nicht zu vermeiden, daß eine sol<he Lage der handels-

Für Hoffnungen auf eine bevorstehende zolpolitishe Umfkehr it Um s\i< ein Urtheil über die Lebensfähigkeit der herrschenden

Es ist aber nicht so gekommen, weil die Voraussetzung das

1860 und überzeugte si bald, daß derselbe der natürlichen Ueber- i irt Vi d F io Roy l ay übrigen Staaten, daß die alleirige Rücksicht auf die Verbraucher

die glei<hmäßige Ausbildung und eine kraftvolle Entfaltung möglichft vieler Zweige des Gewerbefleißes als die Grundbedingung der Lebens- fähigkeit jedes einzelnen Staatswesens ins Auge gefaßt, da A immer mehr zeigte, wie die Vernachlässigung der großgewerb- liden und handwerklißen Thätigkeit ein verhängnißvoller Fehler war, verhängnißvoll ni<t nur für „die dabei uen betheiligten Bolksthcile, sondern namentli auch für die S )s schaft. Nicht nur die Lehrmeinung ging von der Vertheidigung der internationalen Arbeitstheilung über zur VBefürwoortung der selbständigen gewerblichen Gliederung des einzelnen Volkskörpers, sondern auch die Staatsweisheit verließ das freihändlerische Ver]uhsfeld und bekannte sih zur nationalen Wirthschaftspolitik. Schußzölle sind aber die erste Forderung derselben, da thatsächlich fein anderes Mittel U ist, welches die cinheimishe Gütererzeugung vor dem mit rel eren Mitteln ausgestatteten fremden Wettbewerb zu schüßen im Stande wäre. Die Erfahrung und die auf dieselbe gegründete Mae Forschung haben dies dargethan, fo daß man a E heute herrschende Auffassung erkennt die Nothwendigkeit der Schußzö le an. Man darf ni<ht übersehen, daß gleichzeitig, wie das {uß- zöllnerishe Dogma ausgebildet worden ist, sich eine große Umgestal- tung auch in Bezug auf die übrigen P E vollzogen hat und daß diese Wandlungen innig ¡usammenbängen. Man kaun heute niht mehr den Schvß der nationalen Arbeit M geben, ohne gleihzeitig das ganze Lehrgebäude „umzustoßen, wel<es \ih aus den neuen s\taatspolitishen Lehrsäßen zufammenseßk_ j - Wer also vou einer Cin- und Unmkehr spricht, die in, A

die Handelspolitik einzutreten scheine, der muß auch an die Mög. ich- keit einer Uinkehr auf sozialpolitishem Gebiet glauben. Aber hierfür liegen keine Anhaltspunkte vor, ja wer aufmerksam beobachtet, 8 sich vom Gegentheil überzeugen. Das Gebiet der Sozialgefebge ung dehnt fich aus; täglih werden derselben neue Aufgaben R und bereitwillig sucht sie sich neue Felder ihrer Thätigkeit auf. Die Cinmischung des Staats in die gewerblichen Verhältnisse, seine Fürsorge für das wirthschaftlihe Gedeihen feiner Angehörigen verbreitert sich U dringt zugleih in die Tiefen. Und gerade die auf die R fommnung und Ausbildung der Gewerbe gerichtete schaffende Kraf der Staaten wendet sih immer neuen Hülfsmitteln zu, die as h weniger als eine Umkehr vermuthen laffen. Der Schußzoll ift ereits niht mehr die einzige Triebkraft. Der Staat. trifft Veranstaltungen, um neu entstehenden Gewerben unmittelbare Vortheile zu bieten, und in diesem Bestreben zeichnen sich gerade diejenigen Staaten aus, welche bisher in ihrer gewerblichen E A "aren, wi mentlich diejenigen an der unteren Donau.

" Rat na den Stand der Volkswirthschaft in den einzelnen Kndern, so wird man erkennen, daß unter der Ae Schutzzolles ungeheure Fortschritte erzielt worden sind. Vie A A haben sih überall vermehrt; die Gütererzeugung hat in „mehreren Lindern eine Ausdehnung angenommen, wel<he den Inlandbedarf über-

fremder Erzeugnisse des Gewerbefleißes zu verzichten; es sind voll-

Umskehr zuläßt.

steigt, ja weit hinter sih läßt; in diefen Ländern sind fo ziemlich alle Erwerbszweige vertreten und sie wären wohl in der Lage, auf die Einfuhr

fommen ausgerüstete Wirthschaftégebiete ohne wesentliche Lüden n der Gütererzeugung. Andere Länder stehen im Begriffe, auf dieselbe Stufe der Vollständigkeit des Gewerbebetriebes vorzurücken. Nur ein verhältnißmäßig kleiner Theil von Staaten ist erst im Anfange dieser gewerblichen Entwickelung; aber überall ist dieser Anfang _gemacht und zwar mit Ernst und eisernem Willen, der keine Aussicht auf

Während dicfer Art die Mehrzahl der Festlandstaaten Europas an Kraft und Selbständigkeit gewonnen hat und der aer -nördlihe Staatenverein zu einem Riesen herangewa@hsen ift, bietet uns Großbritannien mit seiner falschen Menschenfreundlichkeit A Bild eincs langsamen unaufhaltsamen Rückganges; es wird ia weise aus seiner leitenden Stellung im Weltverkehr A, un zwar nicht allein auf dem Gebiete der großgewerblichen Erzeugung, sondern auch anf demjenigen des Handels. Am deutlichsten geht dies hervor aus einer Betrachtung der Ausfuhrverbältnisse der E 15 Jahre. Die britishe Ausfuhr hat näâmli< in den ersten dieser Jahre dem Werthe nach bercits so_ viel betragen, wie am A dieser Zeit, und wenn man diesen Stillstand aud) theilweise auf den Niedergang der Preise zurückführen muß, so bleibt es immerhin Ca bedenklihe Erscheinung, daß mit dem Anwachsen der Bevölkerung 0 Entwicklung des Verkehrs und dem Steigen des Wohlstandes der

In der gleichen Zeit hat Oesterreib-Ungarn vermocht, seine Aus-

uhr zu verdoppeln, Deutschland hat dieselbe um eine Milliarde Mark e und die Vereinigten Staaten von Nord-Amerika baben die ihtige von 442 Millionen Dollar im Jahre 1871 auf 742 Millionen im leßten Jahre gebracht. Gleichzeitig befreiten sie sih derart von der britishen Bevormundung, daß der Antheil Großbritanniens an der Einfuhr der Vereinigten Staaten 1885 nur no< 25 vom Hundert der Gesammteinfuhr betrug, während dieser Antbeil 1880 no< 31 vom Hundert auësmachte. Ueberdies ist es den Vereinigten Staaten gelungen, einen immer größeren Theil ihrer steigenden Ausfuhr an Großbritannien abzugeben, so daß dieses letztere jeyt über die Hälfte der amerikanis<en Erzeugnisse aufnimmt.

Solche Ergebnisse lassen es nicht zweifelhaft erscheinen, welche

Richtung die Handelspolitik der Festlandsstaaten au< in Zukunft be- s A wie wenig begründet die Hoffnungen sind, welche die unverbesserlichen Freihändler sowie die an einem übermäßigen Ausfuhrbedürfniß krankenden britischen und schweizerischen Industrien an das Rundschreiben des österreichishen Handels-Ministers knüpfen. Offenbar stüßen si dieselben au auf die Thatsache, daß in den aller- leßten Jahren der internationale Güteraustaush niht nur der frei-

ad

bändlerischen, sondern auch der \hutzöllnerischen Länder abgenommen hat. In der Tbat läßt fich diese rüctläufige Bewegung nit leugnen. Sie begann in Frankreich und den Vereinigten Staaten bereits 1882, in Oesterreih-Ungarn 1883, in Veutshland 1884, während Rußland schon seit mehreren Jahren, namentli in der Einfuhr ras< abnchmende Ziffern zeigt. Aber es ist bezeihnend für die neuzeitlichen wirthschaftlichen Anschauungen, daß in keinem dieser Länder die Abnahme der Einfuhr ungern gesehen ist, daß sie vielmehr als das angestrebte Ziel bezeichnet wird. Die Verminderung der Einfuhr entspricht den auf den Schuß

des cinheimishen Abfaßfeldes gerihteten Wünschen. .

Die Vertheidiger des Schußzolles, welche die Verminderung der Einfuhr anstreben, sollten si<h deshalb bewußt sein, daß damit cine Abnahme der Ausfuhr unvermeidlich verbunden ist. .

Das hat viele der Anhänger des Schußzolls irre gema<ht und aus diesen Erscheinungen leiten seine Gegner die Gründe gegen ihn ab. Würde die Sozialpolitik hier stehen bleiben und wäre der Schutzzoll ihr einziges und letztes Hülfsmittel zur Hebung und Sicher- stellung der Gütererzeugung, fo müßten wir allerdings bekennen, daß ihr Gebäude auf einem sehr lo>eren Boden ruht. Aber der Schuß- zoll ist nur die erste Stufe der Sozialreform, aber au< deren Vor- bedingung. Er hat die nationalen Wirthschaftskörper, die nationale Ordnung geschaffen, die Weltwirthschaft in nationale, möglichst ho- entwi>eite Gruppen gegliedert; und cs ist nun die Aufgabe der Zukunft, auf diesem Grunde weiter zu bauen Die Sozialpolitik steht damit vor dem zweiten Theile ihres Aufgabenkreises. ..

Amtsblatt des Reichs-Postamts. Nr. 47. Inhalt: Berfügungen: E Lau 1886, Verwendung der Postkarten als Formulare zu Drucksachen. L

- Archiv für Post und Telegra ie Ne Sale Aktenstücke und Aufsäße: Zur Geschichte des s<leswig-holfsteinischen Postwesens zu Anfang des XV111 Jahrhunderts. mden und seine Telegraphenanstalten. Die französishe Postsparkasse im Jahre 1884, Kleine Mittheilungen: Das Gas-Glühlicht. Das Binden der Bücher in römischer Zeit. Eisenbahnen in Baden. Schiff- barkeit der Hudsons-Bay. Verkebrsverhältnisse auf Java. Das Postwesen in den Straits-Settlementé. Zeitschriften-Ueberschau.

Neichs8tags - Angelegenheiten.

Die Vorlage, enthaltend die Rechenschaft, welche dem Reichstage zufolge der Bestimmung im $. 28 Absay 2 des Gesekßes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen E Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1878 (Reichs - Geseß- blatt S. 351) über die Anordnungen zu geben ist, die von der Königlich sächsischen Regierung auf Grund des S. 28 jenes Gescßes unter dem 25. Juni d. J. mit Genehmigung des Bundes8- rathcs getroffen sind, hat folgenden Wortlaut : E Das König'ich sächsishe Gesammt-Ministerium hat auf Grund des $, 28 des Gesectes gegen die gemeingefährlichen Bestrebungen der Sozialdemokratie vom 21. Oktober 1578 mit Genehmigung des Bundesraths für die Stadt Leipzig und den Bezirk der Amtshaupt- mannschaft Leipzig dieselben Anordnungen, welche zuleßt am 22. Juni 1885 getroffen worden sind, mittelst des in der Anläge beigefügten Beschlusses vom 25. Juni 1886 auf die Dauer cines Jahres von Ne en. e E L welche in Nr. 149 des „Neich8-Anzeigers" und auf die für landespolizeilihe Verfügungen vorgeschriebene Weise bekannt gemacht worden sind, erwiesen si<h aus folgenden Gründen 8 nothwendig. : E e E eit Bu leßten Verlängerung des sogenannten fleinen Be- lagerung8zustandes über die Stadt und den Bezirk Der A schaft Leipzig verflossene Zeitraum ift durch) den außerordentlichen Aufschwung bemerkenswerth, welchen das Fachvereinêwesen in e Landestheile genommen L In P V Leipzig allein ist die An- Ja Det Sar o 2G O G G E Rebe dieser numeris<hen Ausbreitung macht sih eine Steigerung des früher mehr sporadis<h zum Ausdruck gekommenen ordnungsfeind- lichen und pessimistishen Geistes in diefen Vereinen bemerkbar, n hinter weiter geste>ten Zielen die nriprünglichen gewerblichen Zwecke in den Hintergrund treten und destruktive Tendenzen die Oberhand winnen läßt. : L E N ist der Va mit unmittelbaren Interei)en des Gewerbes faum no< erkennbar. E Dabei vermeiden es die Statuten, die ins Auge gefaßten fozialen und politischen Ziele irgendwie sichtbar werden zu lassen, Meist geben dieselben „die Förderung der gewerblichen Interessen der Bereinb- mitglieder“ als Zweck an und \pezialifiren diefes allge N durh Angabe ciniger völlig unbedenklicher Unternehmungen, E er Verein ins Leben rufen und unterhalten foll. Das eigentliche A der Vereine würde daher gar nicht erkennbar sein, wenn L legentlihen Aeußerungen und beiläufigen Erscheinungen und Anzei p mit veller Bestimmtheit die Thatsache hervorträte, daß die „Aa vereine im engsten Zusammenhange mit der sozialen S Partei stehen, zum Theil geradezu Schöpfungen und Vrgane der 9 . o. N der sozialdemokratis<hen Partei die aaaristishen und revolutionären Tendenzen und andere, no< auf dem E Me henden Staatë- und Gesellschaftsordnung sich verhaltende L es R A gen ungetrennt und unterschiedélos nebeneinander bestehen un P trieben werden, so muß die extensive und tnkensve Meeren N der Fachvereine hon an und für sich als cin die öffent iche Si e heit und Ordnung bedrohender Umstand so lange angesehen a en, als der nachgewiesene Zusammenhang mit der \fozialdemokratischen Partei besteht i : i gescilderten Verhältnissen der Fatvereine kommt die Lohnbewegung in Betracht, welche, theils aus den leßteren felbst Lu vorgehend, theils ohne diese Vermittelung, die gewerblichen und Ar- beiterfreise au<h in Deutschland zur Zeit erfüllt. S Zwar lassen die fozialdemokratischen Stimmführer keine Grelegen- heit ohne den Versuch vorübergehen, die Berantwortlichkeit von ihrer )artei abzuwenden, welhe aus den Strikes nah der Richtung der Arbeiter selbst erwächst. Allein es ist in die Augen fallend, daß jede Arbeitseinstellung von den sozialdemokratischen Agitatoren im Hin- bli> darauf mit gespannter Aufmerksamkeit überwacht wird, daß Mo- ente, in denen das den Strikes zwar nicht immer. aber Las lar oft zum Grunde liegende Gefühl des Neides und der L egehrlichkeit dur) erfahrene Mißerfolge zu heftiger Leidenschaft entflammt ift, eine Gelegenheit wie keine andere darbieten, um den angestrebten Um-

wegung niht verschont geblieben. Alle Staaten versehen sich mit

fuhr in gleichem Verhältnisse zu steigern.

meisten übrigen Länder, Großbritannien nicht vermocht hat, seine Aus-

sturz der bestehenden Staats- und Gesellshaftsordnung anzubahnen.

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