1886 / 234 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

E E

bis unter die Selbstkosten heruntergingen. Wir begnügen uns, ohne weitere Aussichten für die Zukunft zu diskutiren, damit, daß es vot- läufig als erfreuliches Zeichen zu betrachten ist, die Beschäftigung und zwar infolge eingehender Aufträge zunehmen zu sehen und die Hoffnung auszusprehen, taß damit ein Wendepunkt zum Bessern erreicht sei. Erhöht wird diese Hoffnung durch die in letzter Zeit günstiger lautenden Bericte vom s{lesishen Eisermarkt. In England ist man von Woche zu Woche mebr überzeugt, daß die Preise niht mehr zu den vor Kurzem notirten niedrigen Ziffern zurüctkehren werden, da sowohl für Roh- eisen als au für Fertigfabrikate und Stablwaaren cine feste Tendenz berrs{<t. Auch in Scottland ist mehr Nachfrage nah Eifen. Belgien behauptet ebenfalls seine Notirungen, sowie au Frankrei, obwohl auch daselbst bicr und da die Nachfrage weniger reae is. Sehr animirt ist in letter Zeit die Stimmung auf dem amerikanischen Markte, und wenn die Berichte nicht tenderziös gefärbt sind, so muß das Geschäft daselbst ein äußerst lebhaftes sein. s

Dcr Aufsichtsrath der Chemnißer Werkzeugmaschinen- Fabrik, vorm. Ioh. Zimmermarn. in Chemniß hat beschlossen, der Generalversammlvng die Vertheilung einer Dividende von s °/o vor- zushlagen. Die Abschreibungen betragen 186 100 :

Die Commerzbank zu Lübe > löst jeßt die Aktien der in Liquidation getretenen Lübe>ker Bank zum Course von 1029/6 ein, zuzüglich 4 9/0 Zinsen vom 1. Januar bis 1. Oktober cr.

Die „New-Yorker Hdls -Ztg.“ schreibt in ihrem vom 94. September datirten Wochenbericht: Die hinter uns liegende Woche hat ein Ereigniß von großer und weittragender Bedeutung niht nur vom finanziellen Gesibbtspunkte aus, fondern au für unsere gesammte Geschäftswelt, mit sih gebraht. Es ist dies die lang erstrebte Verständigung des bereits vor geraumer Zeit zur Reorgani- sation der Philadelphia und Reading Ei!enbahn- Gesellschaft gebildeten mächtigen Syndikats mit dem Manne, welhem die genarnte Com- pagnie ihre hervorragende Stellung in der Kohlen - In- dustrie, aber au< hauptsählih ihren finanziellen Zusammen- bruh zu verdanken hat, Franklin B. Gowen. _ Ebenso wie #\. Zt. mit Beseitigung ter West Shore S>wierig- keiten die Angelegenheiten der „Trunk “-Eisenbahnen auf eine folidere Basis gebraht wurden, so wird jeßt die Sanirung der Neading die vortbeilhaftesten Folgen für alle an der Förderung und an dem Transport von Kohlen betheiligten Gesellschaften des ganzen Landes haben. Das Ereigniß ist denn auch von der Fondsbörse mit ciner starken Hausse begrüßt worden. Das Export-Geschäft will no< immer niht re<t in Schwung kommcn. Für Baumwolle ist es allerdings noch zu früh, zumal die Emte in diesem Jahre eine ver- spätete ist; aber auch Getreide ift verhältnißmäßig nur wenig zur Verschiffung gelangt, da die hiesigen Preise, troß eines Rückganges derselben, sich über Parität mit den Notirungen in Europa gehalten haben. Am Geldmarkte hielten sih die Call Loan-Raten zu- meist auf 5—6 9% p. a. Auch auf feste Termine war gegen accep- tables Unterpfand zu 69/0 leiht anzukommen. Von Diskonten war das Angebot ein Zeichen der Geschäftsbelebung ziemlich beträcht- lih, und zeigten si die Banken in Accommodirung ihrer Kunden ret liberal, ohne indessen die nothwendige Vorsicht außer Acht zu lassen. Am Wechselmat kte stellte sih eine wesentliche Befestigung ein, und zwar niht nur für beide Sichten Sterling, sondern au für Kontinental - Devisen in Folge knappen Angebots Tommerzieller Wechsel und beträchtlicher Nachfrage Seitens der Arbitrage- A gegen Effekten - Abgabe für curopäisc)e Rechnung. ETTE Am Waaren- und Produktenmarkt hat das Geschäst im Ganzen genommen einen befriedigenden Verlauf gehabt, wenn auch auf einzelnen Gebicten si< weniger Regfamkeit zeigte, als in der Vorwoche. Weizen und Mais verkebrten in überwiegend weichender Tendenz und begegneten, ebenso wie Weizenmehl, von kem sih nur einzelne Sorten im Werthe behaupten konnten, für Export be- chränkter Nachfrage. Der Frachtenmarkt if ruhig geblieben. Baumwolle folgte den Schwankungen des Liverpool-Marktes und hat bei ziemli<h lebhaftem Lerminhandel eine Anfangs er- zielte Avance \spätcr wieder eingebüßt. Am Wollmarlte herrschte eine feste Stimmung. VBrasil-Kaffees waren ruhiger und stellten si unter dem Einfluß willigerer Berichte von Rio und den europäischen Märkten im Werthe niedriger ; reins<me>ende Sorten fanden ebenfalls weniger Beachtung. Für Robzucker wurde bei mäßig lebhaftem Geschäft cine Avance etablirt. Thee behielt, wenn auch ruhig, feste Preistendenz. Provisionen baben auf fast allen Gebieten eine Einbuße erlitten und im legitimen Verkehr an Lebhaftigkeit verloren. Terpentinöl

ift höher, von Harz sind die besseren Grade williger gewesen. Naffi-

nirtes Petroleum in Fässern und Kisten hat die im vorigen Berichte gemeldete Preisaufbesserung niht behauptct, und ist $ [O8 niedriger. Die Spekulation in Pipes lines Certifikates bewegte ih innerhalb enger Grenzen, und zu 642 C. Gd. {loß der Markt heute ziemlich fest. Für Zinn und Kupfer wurde in Sympathie mit der steigenden Tendenz des Londoner Marktes eine Avance ctablirt, während Eisen stetig, Zink und Blei aber williger waren. Fremde und ein- heimishe Manufakturwaaren sind ruhiger gewesen. Der Import fremder Webstcfffe beträgt für die heute beendete Woche 9 340 578 Doll. gegen 1674817 Doll, in der Parallelwode des Vorjahres : i Königsberg i. Pr., 5. Oktober. (W. T. B.) Die BVetriebs- einnahme der Ostpreußischen Südbahn für September 1886 be- trug na vorläufiger Feststellung im Personenverkehr 80 353 #, im Güterverkehr 221 923 Æ, an Extraordinarien 15 000 f, zusammen 317 276 M, darunter auf der Strecke Fis<hhaufen—Palmnicken 5355 A, im Monat September 1885 416166 Æ, mithin gegen den entsprebenden Monat des Vorjahres weniger 98 890 4, 1m Ganzen vom 1. Januar bis ult. September 1886 2 332 238 46 (definitive Ein- nahme aus russishem Verkehr nach russishem Stil), gegen 3 769 035 4 im Vorjahr, mithin gegen den entsprehenden Zeitraum des Vorjahres provisorish weniger 1219 882 46, definitiv weniger 1436 795 London, 4. Oktober. (W. T. B) Wollauktion. Schluß fest, australishe Merino- und Kapgrease-Wollen erzielten ungefähr Eröffnungépreise; australishe Kreuzzuhten, Kapfleece und Scoured- Wollen # theurer. : Bradford, 4. Oftober. (W. T. B.) Wolle ruhiger, cnglische stetig, Merino s{<wächer, Exportgarne ruhig, Stoffmarkt gut.

Verkehrs - Anstalten.

Hamburg, 5. Oftober. (W. T. B.) Der Postdampfer „Lessing“ der Hamburg-Amerikanishen Packetfahrt- Aktiengesells{<aft ist, von Hamburg kommend, gestern Nach- mittag 4 Uhr in New-York cingetroffen.

Sanitäts8wesen uud Quarantänewesfen.

Oesterreich-Ungarn.

Die K. K. Scebehörde zu Triest hat für alle Seeprovenienzen der italienishen Küste zwishen Kap Maria de leuca und Golf von Gaëta eine Ttägige Quarantäne angeordnet.

Schweden.?

Laut Bekanntmachung des Königlich schwedischen Kommerz-Kolle- giums vom 24, September 1886 ist die Insel Sardinien vom 93. dess. M. an als von ter Cholera befallen erklärt worden,

Berlin, 5. Oktober 1886.

Die Verhandlungen der 10. Hauptversammlung des Deutschen Vereins für das höhere Mädchenschulwesen haben beute hierselbft in der Aula der neuen Augustaschule ihren Anfang genommen. Bereits gestern hatten vorbereitende Aus\hufß;sißzungen ftatt- efunden. Abends waren die Theilnehmer in den Kaiserhallen festlich begrüßt worden. Der heutigen ersten Hauptversammlung wohnten u. A. der Staats-Minister Dr. von Goßler sowie die Geheimen Ober- Regierungs-Räthe Schncider und Wätold bei. Die Zahl der Theil- nehmer und LZheilnehmerinnen beträgt über 470. Nektor Dr, Keller

Feb emzamienaeemiemmmnee eme E S S O O O ai O C D G O O A i e E eian reer Ta Ten a n E E E E S S I Pi

eröffnete die Verhandlungen mit ciner kurzen Anspra<e, in der er u. A. darauf binwied, daß der Verein zur Zeit bereits 2800 Mit- alieder zähle. Im Namen der Regierung begrüßte sodann der Staats- Minister Dr. von Goßler die Versammlung etwa mit folgenden Worten: „Es i} mir cine lebhafte Freude, daß es mein Amt mir

auptstatt Sie zu begrüßen. Jch brauche an dieser Stelle nicht erst das

nteresse betonen, welches i< allen Zweigen der Unterrihtsverwaltung pflihtmäßig ¿uwende, was mich hierher treibt, ist das Bedürfniß und der Wunsch, SJhnen meine Sympathie und Hochachtung auszusprechen. Jhre Bestrebungen sind mir bekannt, ih habe versuht, aus Jhren Protokollen mir selbst ein Urtkeil zu bilden, nicht allein über die Fragen, welhe Sie beschäftigen, sondern au<h über die Art, wie

ie an deren Löfung gegangen. Ie mehr die Fragen des Unterrihts und der Erziehung auf der Tagesordnung stehen, um so metr ift es nothwendig, jene Grenzlinien ‘vor Augen zu haben, welche nothwendig sind, um ein Ueberspringen zu Unmöglichkeiten zu vermeiden. Man ist gerade in den Fragen des Unterrichts und der Erziehung leiht geneigt, auf Grund kleiner Erfahrungen zu generali- siren. Wohl kein Zeitungsblatt fällt uns in die Hand, ohne daß die \<wierigsten Fragen der Erziehung kurzer Hand erledigt werden. Es kann uns dabei nur das trösten, daß heute \{<warz is, was morgen weiß sein wird Unter den Schwierigkeiten des Mädchenf{hulwesens hat Ihr Verein, und ih freue mich dessen, die goldene Mittelstraße zu halten si< bemüht. Die Schwierigkeiten und ÜUebergriffe finde ih wesentli in zwei Extremen, erstens giebt es noch immer eine große Zahl von Männern und Frauen, die sih nicht darüber klar werden, daß die Mädchen berufen sind, nicht blos nah ihrer gemüthlichen sittlihen Seite, sondern au nah der intellek- tuellen gefördert zu werden. Auf der andern Seite sind die Er- werbsverhältnisse so i<wierig geworden, daß die Frage: „Was wird aus unseren Töchtern?“ in der That eine solche ist, welbe die Herzen der Eltern und der Freunde des Volkes aufs Tiefste bewegt. Bei einer gewissen schablonenhaften Handhabung kommt man leicht dazu, dem Mädchenschulwesen etwas aufzudrängen, was ihm nicht gebührt : die Gleichstellung der Mädchen mit den Knaben. Wir müssen ja allerdings auf Grund unserer germanishen und christlichen Welt- ansWauung daran festhalten, daß das Weib gleihwerthig dem Manre, andercrseits aber dürfen wir do nicht verkennen, daß in phy- siologischer Hinsicht das Weib doch wesentlih andersartig gestaltet ist. Aufgabe der Erziehung muß es scin, die Eigenartigkcit Beider richtig zu erfennen. Dabei muß jedo<h auch daran festgehalten werden, daß das Mädchen kürzere Zeit der Schule gehört und gehören kann, wie der Knabe; es beruht das zum Theil auf der natür- lihen Differenzirung der Geschlechter, andererseits auf Sitte und Gewohnheit. Die Grundlagen, auf denen die deutshe Frau er- wacse, müssen wir unverändert, ja, wenn Gott will, vermehrt, den nachfolgenden Geschlehtern überliefern. Unsere deutshe Frau, die Trägerin aller wahrhaften, <ristlihen, humanen und idealcn Gedanken, wird bei uns mit Necht als die Trägerin des Hauses und der Familie betrahtet. Es fehlt nit an Aussprüchen solcher, welhe Nicht- <risten und Nichtdeutshe find, ih denke nur an Tacitus und Napolcon, welche daria gipfeln, taß der Werth einer Nation auf der Familie, dem Haus, der Frau beruht. Wir müssen dahin streben, daß diese Fülle von Eigenschaften der deutschen Frau unverkümmert vnsern kommenden Geschle<tern überliefert werde. Der naturgemäße Wirkungékreis der Frau wird und muß auch ferner das Haus bleiben, die Bethätigung der Frau in Kunst und Wissenschaft darf daher nicht als Haupt- aufgabe betrachtet werden.“ Der Redner beleuchtete nunmehr von diesen Gesichtépunkten aus den neuen preußischen Normalplan für die höheren Mädchenschulen, dcren Grundgedanken er als gesund und ent- wielungsfähig bezeihnete. Er ging dabei vor Allem auch auf das Verhältniß zwishen Schule und Haus ein. Namentlich in der Groß- stadt werde die Schule vielfah das Haus ergänzen müssen, so auch in der Entwi>kelung der Spielfähigkeit; andererseits fei die Schule geradezu berufen, läuternd auf das Haus zu wirken. Für all diese Aufgaben habe der Plan einen ernsten Versuch der Lösung ge- macht ; cr fürchte sich nicht vor der Kritik; er werde gern bereit fein, das Bessere dem Guten vorzuziehen. „Unsere deutsche Frau ift cine der edelsten Schöpfungen. Dieses Ideal aufrecht zu erhalten, ist die Aufgabe, die Sie sih gestellt haben die Zukunft wird es ihnen danken.“ (Lebhafter Beifall.) Im Namen der badishen Schul- behörde begrüßte sodann Ober-Schulrath von Sallwick die Ver- sammlung, im Austrag der württembergishen Schulverwaltung der Vorsitzende, Rektor Heller, im Auftrage Hamburgs Direktor Noht, im Namen des Brandenburgischen Provinztal-Schulkollegiums_Pro- vinzial-Schulrath Müller, Namens der Stadt Berlin Stadt-Schul- rath Fürstenau. Der einzige Punkt der heutigen Tagesordnung betraf „die neuesten Formbewegungen auf dem Gebiete des sremdsprachlichen Unterrichts“.

Haupt heute früh im Glanze der nordishen Sonne in des Reiches

In ten Tagen vom 25, bis 29. Oktober gelangt in Köln durch die Firma I. M. Heberle (Lemperyß Söhne) die bekannte Samm- lung des Herrn Eugen Felix zu Leipzig, eine der bedeutendsten und wertbvollften Kunstsammlungen in deutshem Privatbesiß, zur öffent- lihen Versteigerung. În der Literatur bereits dur<h die 1880 ershicnene, von A. v. Cye und Boerner bearbeitete Publikation bekannt, erscheiut sie jeßt noch einmal in dem von der genannten Firma soeben herausgegebenen, mit ungewöhnlihem Aufwand ausgestatteten Auktions- kfaialog, einem stattlichen, reich illustrirten Quartbande von 228 Seiten Umfang, nah ihrem Besißstande systematish verzeihnet und im Einzelnen beschrieben. Mit den reichsten Mitteln und mit feingebildetem Geschma> angelegt und fortdauernd bereichert, umfaßt die Sammlung neben dem Besten, was die hervorragendsten Kunstauktionen, von der Minutoli’ schen bis zur Gedon'schen, an den Markt brachten und was der Besitzer hier und da sonst im Kunsthandel erwarb, verschiedene größere, im Ganzen erworbene Kollektionen, wie die Sammlung Milani, die dur< ihre Eisenarbeiten berühmte Kollektion Sovter und namentlih au<h den im Februar 1869 bei einem Hausabbruch zum Vorschein gekommenen Negensburger Silberfund, der außer Schmukstü>ken, Dokumenten 2c. den ganzen Besitz eines begüterten Patrizierhaufes der Renaissance an silbernem Prunkgeschirr und Tafelgeräth zu Tage förderte. Ist die antike Kunst in der Sammlung Felix ausgeschlossen und das Mittelalter nur gelegentlih dur cinzelne treffliche Proben vertreten, so bietet sich dafür die Kleinkunst der Nenais- fance von den noch in die gothische Zeit hinabreichenden Anfängen bis in die spätesten Ausläufe in einem um fo glänzenderen Bilde dar. An die seltensten und stattlichsten Steinzeugkrüge reihen sich emaillirte und glasirte Töpfereien von höchstem Reiz, darunter mehrere Hirschvogel- früge, an die vorzügli{hsten emaillirten Humpen und Willkommen eine in sih geschlossene Reihe der crlesensten Venezianer Gläser, an die Glas8malereien gothisher Fenster die s{hönsten Schweizer Glasscheiben der Renaissance. Unter den Emaillen ist der mittelalterlihe Grubenschmelz wie das Limousiner Maleremail durch die kostbarsten Stücke vertreten. Nicht minder bedeutend ist die Sammlung der Elfenbeins<nitzereien, der Schnitereien in Holz, der Reliefs und Medaillons in Buchsbaum sowie der Arbeiten in Stein, unter denen wieder die Portraitmedaillous und Relicfs in Kchlheimer Stein besonders hervorragen. Den Arbeiten in Leder, Wachs, Kreidemasse 2c., den Pergamenthandschriften und Miniaturen fehlt es ni<t an Stücken bester Qualität. Unter den Möbeln sind es in erster Linie die Kabinets\{hränkchen, Kassetten und Schatullen, welche die eingehendste Beachtung fordern. In jedem Betracht ungewöhnlich aber ist vor Allem der Neichthum an Erzeug- nissen der Gold- und Silberschmiedekunst, an kir<li<hem Geräth, an filbernem Trink- und Tafelgeschirr jeder Art sowie an goldemaillirten Schmudstücken, unter denen das Ordensgeshmeide Christian's T. von Sachsen sich herrorhebt ; und niht unwürdig dieser Abtheilung er- scheinen endlih die der Uhren und Geräthe, der Niellen, der ge- \hnittenen, ges<hmiedeten, getriebenen, geäßten und tauschirten Eisen- arbeiten, der Bronzen und des Geschirrs und Geräths in Messing, Kupfer und Zinn. Ausgeschlossen bleiben von der Versteigerung nur eine Kollektion von Gemälden und eine an den \<önsten Stücken reiche Sammlung in Bronze gegossener Medaillen, die demgemäß in dem zusammen 1175 Nummern umfassenden Katalog nicht mitverzeichnet sind. Was letzteren betrifft, dessen Ausstattung

Salzbrunn bis zum Schluß der Saison (außer 2420 sonst.

die Architekten ps und Ne>elmann in Leipzig übernahmen, \o ent- spricht seine äußere Erscheinung dem feltenen Werth der Sammlung Mit Kopfleisten und Vignetten ges<mü>t, mit zahlreihen in den Text gedru>ten und auf 36 besonderen Tafeln beigefügten Abbildungen versehen, giebt er zugleih ein wenigstens annähernd zutreffendes Bild der in ihr vereinigten Kunstshätze, von denen nur wenigen der hervor- ragendsten, wie dem köstlihen, von Peter Opel zu Regensburg in Buchsbaum geschnitzten Kabinets\chrönkhen, der 1563 von Jeremias Metsker in Augsburg gearbeitcten Standuhr mit der Darstellung einer Värenjagd in der durchbrochenen Kuppel, dem angeblih von Hans Dollinger gearbeiteten Kehlheimer Steinrelief mit den Figuren Karl's V. und Ferdinand's I., zweien der vornehmsten mittelalterlihen Elfenbein- \hnigereicn, der scltenen Siegburger Pilgerflashe mit den als Drachen- figuren gestalteten Henkeln, dem kolossalen, an die Palifsy-Arbeiten an- kÉlingenden glasirten Henkelkrug u. \. w., ein besonderes Blatt gewidmet werden konnte, während Stücke wie das bekannte, Dürer zuge\criebene Relief der vom Rücken geschenen Frau, die edle, in Elfenbein ges<nißte Renaissancefigur des hydratödtenden Herkules u. a. m. in der Fülle des Vorhandenen fast vers{<winden.

Tin Comilé fordert in Versen von Hamburg aus auf, Beiträge zu einem Denkmal zu spenden, welhes „dem alten Vater Claudius“, dem „Wandsbe>er Boten“ dadur gesetzt werden foll, daß durch die cinlaufenden Gaben ein Stipendium gegründet wird, um auf eine no<h näher vom Comité zu bestimmende Weise die no< lebenden Enkel des alten Claudius der drü>endsten Noth zu entreißen,

Beiträge nehmen entgegen: Hofprediger Frommel, Berlin; Ober-Konsistorial-Nath Dr. von Burk, Stuttgart; Ober-Konsistorial- Rath Dr. Franz, Dresden; Kirchen-Rath Dr, Ruperti, Eutin; Archidiakonus Freiherr von Soden, Chemnit i. S.; Hauptpastor Kedenburg, Wandsbe>; Pastor Petersen, Steinbe> bei Hamburg; Pastor Paulsen, Altona, und die Erpedition des „Mesldorfer Anzeigeblatts.“

Zur Besichtigung einer unter dem Vorsitz des Oberst von Loßberg, Commandeurs des 3. Garde-Regiments zu Fuß, im Haupt-Montirungs- Depot am Kupfergraben hier!elbs stattfindenden Stiefel - Aus- stellung der Deutschen Armee ist eine größere Anzahl Offiziere und Zahlmeister hier eingetrofen.

Wien, 4. Oktober. Triest 14 Erftrankungen,

(W. T. B.) Cholera-Bulletin. Ju L 3 Todesfälle, in Pest 17 Erkrankungen, 6 Todesfälle.

Szegedin, 4. Oktober. (W. T. B,) Die Cholera ist nun mehr auch hier aufgetreten; bis heute Nachmittag sind 8 Personen an derselben erkrankt und 4 gestorben,

Die Violinvirtuosin Frl. Arma Senkrah gab geftern im Saale der Philharmonie ein Concert, welches eine reiche Fülle musikalis<er Genüsse darbot. Brabm's „akademische Fest-Ouvertüre“, vou dem Philharmonischen Orchester treffli<h ausgeführt, machte den Anfang; ihr folgte das {öne Violinconcert von Mendelssohn, das die Concertgeberin mit vollkommener LEeherrshung aller te<hnishen Schwierigkeiten auéführte. Der Vortrag des Adagios war einfach und natürli, der Grundidee des Meisters entsprechend; nur im Schlußsaß des Concerts hätte ein zu großes Treiben des Tempos vermieden wcrden müssen. Außerdem trug Frl. Senkrah noch im Verlauf des Abends zwei sehr anmuthige Salonstüke: „Ro- manze und spanischer Tanz“ von Bird, eine recht melodiès gehaltene, wenn auch ctwas zu lange sérénade mélancolique 1 on Ischaikowsky, fowie ein rhythmisch sehr belebtes und originelles „JIntermezzo“ aus einem Concert von Lalo vor. Nach jedem der genannten Tonstücke wurde die Künstlerin mit stürmischem Beifall, Hervorruf und Vlumenspen- den begrüßt. Die Reinheit der Intonation, die leichte und sichere Bogenführung, die den Ton stets frei, cinem gesungenen ähnlich, er- klingen läßt, sowie die feinsinnige Ausdru>kêweise sind als besonders lobenêwerthe Cigenschaften ihres Spiels hervorzuheben. Hr. Georg Liebling spielte das Klavier-Concert von Liszt (Es-dur) mit großer Bravour und erntete reihen und wohlverdienten Beifall. Dec \<öne Duysensche Flügel kam dem Spieler hierbei sehr zu Statten. Das Orchestèr trug no<h zwei interessante Musikstücke: eine Ouvertüre von Beclioz und die sehr <arakteristish gehaltene, dur feine Tonmalerei ausgezeichnete s\ymphonishe Dichtung von Saint-Saëns: „Le rouet d’Omphale“ betitelt, vor. Das fehr zahlreich versammelte Publikum nahm auch diese künstlerischen Leistungen des Orchesters und seines vortrefflihen Dirigenten, des Professors Mannstädt, mit sehr leb- haftem Beifall auf.

Fr. Amalie Joachim veranstaltet am nächsten Sonntag im Kroll’s<hen Saale ihren ersten diesjährigen Liederabend. Das Programm, zum Theil ganz neu, ist sehr gewählt und rei und dürfte, wie stets und bei einer fo bedeutenden Künstlerin nicht anders zu erwarten, bei unserem musikliebenden Publikum das größte Interesse erregen.

Am Donnerstag, den 7. Oktober, Abends 74 Uhr, findet im Saale der P hilharmonie cin OrchesterConcert des Kom- ponisten Carl Feininger untcr Mitwirkung des Berliner Phil- barmonis<hen Orchesters statt. Villets zu 4, 3, 2 und 1 1 sind bei Bote & Bo, Leipzigerstr. 37, zu haben.

Bâäder-Statistik.

Personen 24 529 DO 919

1 293

Aachen bis zum 30, September (Kurgäste und sonstige Fremde) Baden-Baden bis zum 1. Oktober (Fremde) s Bertrich bis zum 15. September (Kurcäse) Cudowa in der abgelaufenen Saison (außer 706 Familien mit 1489 an Erholungs8gästen und Durchreisendenz; wirk- liche Kurgäste 838 Familien mit Persone)... Elster bis zum 28. September (nebt 799 Durreisenden, O N Ems bis zum Schluß der Saison (außer 10 570 Durchreis. ; G S Kreuznach bis zum 22. September. . Münster am Stein bis zum 15, September Neuenahr bis zum 30. September (Fremde) ...., Rehburg bis zum 15. September, Schluß der Saison (Kurgäste) E E Reinerz in diesem Jahre bis zum Schluß der Saison (außer 2642Erholungsgästen und Durchreisenden ; Kurgäste)

1 489 4 469

9 $80 5 082 1 919 5 676 1 276 9 991 Fremden: Kurgäste) . N 3 600 Salzdetfurth bis zum 20. September, Schluß der Saison Gu 631 Sw{langenbad bis zum Schluß der Saison (außer 132 DULOFCenbat R Sylt bis zum 26. September (Durchreisende und Kurgäste) Warmbrunn bis zum 26. September (Kurgäste) i: Wiesbaden bis zum 3. Oktober (Fremde) . Wildungen bis zum 28. September (2287 Nrn.) ,

1 366 4 146 2 172 80 090 2 989

e

Nedacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S < olz).

Druek der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlags-Anstalt, Beclin SW., Wilhelmstraße Nr, 32.

Scchs Beilagen (eins<ließliG Börsen-Beilage).

Berlin:

P D

Erste Beilage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Anzeiger.

: 234.

Berlin, Dienstag, den 5. Oktober

1886.

Ey

Statistische Nachrichten.

Im Großherzogthum Hessen betrugen na< den „Mitth. der Gr. H. Centralst. jür die Landeëstatistik* die für das Jahr 1885—86 zur Erhebung überwiesenen direkten Steuern 8321 302,91 46 Davon entfielen auf die Einkommensteuer 4 016 307,99 A (3 983 039,55 M von Privaten und Korporationen, 33 268,14 M von Mitgliedern des Großh. Hauscs und Standesherrn); Gewerbesteuer 851 670,87 s. (849 758,31 é von Privaten und Korp., 1272,72 A. von Mitgl. des Großh. Hauses und Standesherrn, 639,48 H von Staatsanlagen); Grundsteuer 3 092 392,98 # (2 811 445,20 M bezw. 108 013,86 6, 72 927 A. von Kameraldomänen, 59 021,76 #4 von Forstdomänen, 4964,98 M von sonstigem Staatsbesiß, 36 020,58 H von Pfarreien und Schulen); Kapitalrentensteuer 360 931,07 M. (358 185,41 M. bezw.

9745,66 A). :

Die Nr. 368 der „Mittheilungen der Groß- herzoglih Hessishen Centralstelle für dic Landes- statistik“ hat folgenden Inhalt: Ergebnisse_des Betriebs der Hessishen Ludwigs-Eisenbabn 1885. Direkte Steuern 1885—86. erkehr auf den fliegenten Brücken 1886—1886. Vorläufige Er- gebnisse des Betriebs der Eisenbahnen Juli 1886, Meteorol. Beobachtungen zu Darmstadt August 1886. Metecorol. Beobach- tungen zu Schweinsberg August 1886. Vergl. meteorol. Beobach- tungen Juli 1886. Sterblickeitsverhältnisse Juli 1586. Anzeige.

Gn Stand der Bevölkerung der Stadt Frank- furt a. M. im Jahre 1885. Dem fkürzlih erschienenen XXIX. Bande der „Jahresberichte über das Medizinalwesen 2c. der Stadt Franksurt a. M.“ entnchmen wir folgende von dem Stadtarzt Dr. A. Spicß zusammengestellte Ungaben. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1885 ergab eine ortsanwesende Bevölkerung von 154 441 Personen (darunter 1663 Mann aktiven Militärs), und zwar gehörten 72759 dem männlihen und 81682 dem weiblichen Ge- i<le<tc an. In den 6 leßten Zähljahren ergaben si hinfichtlich der Geschlechtsvertheilung sowie bezüglich der Zunahme folgende Resultate :

B evbsterun: Geschlecht in Zunahme (+) Sa J Prozenten oder Abnahme (—) überhaupt männl. weibl. in Prozenten 1864 82 334 54,2 45,9 -+ 8,4 1867 78 277 49,3 50,7 4,9 1571 91 040 48,8 51,2 + 16,3 1875 03136 49,3 50,7 + 13,3 1880 136 831 472 52,8 + 32,7 1835 154 441 471 52,9 -+ 12,9 Nachdem bis 1864 die männliche Bevölkerung überwogen hatte, ist seitdem das Umgekehrte der Fall, und zwar nahm das Ucberwicgen des weiblichen Geschle<ts bei jeder Zählung zu. Die Zunahme der Gesammtbevölkerung ist in der leßten Zählperiode geringer als in den vorhergehenden, jedo< von derjenigen des Zeitraums 1871/75 nur wenig unterschieden. Die Zählperiode 1875/80 weiht nur dadurch von den anderen so wesentlih ab, daß im Jahre 1877 die Außen- gemeinde Bornheim mit ca. 11 700 Köpfen der Stadtgemeinde cin- verleibt wurde; bringt man diese von der Zunahme in Abzug, so ver- bleiben für die Zählperiode 1875/50 nur 17,0 ?°/o.

Literarische Neuigkeiten und periodishe Schriften.

Gegen die S<hwurgerichte. Von dem Verfasser von „Die Verbrecherwelt von Berlin“. Berlin und Leipzig, Verlag von J Guttentag (D. Collin). Preis 146 : ;

Centralblatt für Deutsche Beamte. (Berlin SW. 12, Friedrichstraße 214.) Nr. 39, Inhalt: Rechte der Reichébeamten. IV. Die Stellenjägerei in Frankreich. Mittheilungen : Beamten- nervosität. Erlaß Sr. Majestät des Kaisers. Ein Versammlungs- palast für Eisenbahnbeamten. Erlasse und Entscheidungen : Form der Berichte an den Regierungs-Prôäsidenten. Reichsgerichts-Ent- scheidung. Zu $. 156 R -Str.-G.-B. Befugniß der Polizeibeamten zur Sistirung. Hypothetische Beleidigung. Wittwen- und Waisen- gelder. Verre<hnung von Wohnungsgeldzuschuß. Haftpflicht. Amt- liher Schriftwechscl, Entzichung des Kindes durch List. Aus den Vereinen. Vacante Stellen. Briefkasten. Unterhaltungs- blatt: Dcs Rektors Tochter. (Forts.) Inserate. :

Deutsche Beamten-Zeitung. (Berlin 8W,, Belle-Alliance- Play 8.) Nr. 19. Inhalt: Bekanntmachungen des Vorstandes und der Zweigvereine. Vergünstigungen für die Vereinsmitglieder. Verordnungen betr. die Höhe der den Zugführern und Weichenstellern zu zahlenden Umzugskosten und Tagegelder. Reichsgerichtsentschei- dungen über die Alimentotionépflicht der Kinder, sowie die Anlage der Mündelgelder betr. Das Lehramt (Fortfegung). Die Be- rechnung des Gnadenquartals für die Hinterbliebenen verstorbener Lehrer. Der Berliner Miethskontrakt (Fortseßung). Die Fahr- geshwindigkeit der Eisenbahnen. Ucber die Entwickelung der Stenographie. Aussclicßung der neuen Privat-Verkehrsanstalten Berlins von der Beförderung amtlicher Schriftstü>ke, VBekannt- machungen der Universitäten Halle und Bonn. Bücherschau. Briefkasten. Feuilleton. Familicnanzeigen. Inserate.

Deutsche Medizinal-Zeitung. (Verlag von Eugen Grosser in Berlin.) Nr. 79. Inhalt: 59. Versammlung Deutscher Natur- fors<her und Aerzte: Cohn, Lebensfragen. His, die zoologische Station in Neapel und das wachsende Bedürfniß nach wissenschaft- lichen Centralanstalten. Stri>ker, Werth des Anshauungsunterrichts. Krause, Veränderung der Nerven des Rückenmarks nah Amputa- tion. Grünfeld, Blasentumoren. Madelung, diffuse multipie Lipome. Madelung, der Dupuytren’shen Palmaraponeurose ent- sprechende Erkrankung der Fußsohle. Küster, narbige Stenosen der Trachea. Unna, Urticaria simplex pigmentosa. Schwimmer, Tuberkulose der Haut und der Schleimhäute. Schuster, Crysipelas bei Syphilis. Geheimmittelunwesen. Berichtigung. Umschlag. Bibliographis<hcs. Vakanzen. Stellengesuche. Anzeigen.

Landes - Kultur - Zeitung. (Müller - Köpen, Berlin N.) Nr. 39. Inhalt: Die (V.) Geschäftsanweijung vom 31. März 1877 für die Kataster-Controleure. Ueber die Dauer des Bau- bolzes und dessen Zerstörung. Ueber Arbeiterwohnungen. Verschiedenes: Kaiserlihe Kanalkommission. Gefeß, betreffend Ab- änderung der Königlichen Verordnung, betreffend den Verkehr auf den Kunststraßen. Rost an Eisen und Stahl zu entfernen. Be- treffend die Besiedelung polnisher Güter. Literarisches. Persoualnachrihten. Briefplat.

Verhandlungen des Vereins zur Beförderung des Gewerbfleißes. (Berlin, Verlag von Leonhard Simion.) 1886. VII. Heft Inhalt: Abhandlungen. Mikrostruktur ciner Panzer- Platte. Vom Geheimen Bergrath Dr. H. Wedding. j

Blätter für höheres Schulwesen. (Friedrich _ Weiß Nachf. [Hugo Söderström] Grünberg i. Sl.) Nr. 10. Iínhalt: Dr. Aly, Die Machtfrage. Knauth, Zur Einheitss<hule. Dr. Nottebohtn, Ueber Nebenerwerb. (Schluj3.) Dr. Thimm, General- versammluug des Provinzialvereins Ost- rmd Westpreußen. (Schluß folgt.) Generalversammlung des Provimzialvereins Posen. Prof. Dr. Darpe und Pr. Keller, 4. westfälisher Philologen1ag. Kleine Mittheilungen. Büchershau: Vogrinz, Latein und Griechisch. (S<hluß.) Aly, Zur Pädagogik und Schu! politik.

Deutsche Gemeinde-Zeitung. (Verlag von P. Stankie- wicz, Berlin 8W.) Nr. 39. Inhalt: Zur Schankfrage. T. Schluß des Reichstages. Mitwirkung der Berufsgenossenschaften bei dem Verdingungsverfahren. Entscheidung des Ober-Verwal- tungsgerichts, betreffend die Berechtigung des Landraths zur Anwen- dung von Zwangsmitteln Die Verbreitung der Sparkassen in Europa. Warnung vor „Harzer Gebirgsthee“. Der Deutse Privatbeamten-Verein. Deutscher Juristentag. Verhandlungen des DeutsHen Vereins für öffentli®e Gesundheitspflege zu Breslau. Zur Vernichtung des konfiszirten Fleishes. Armenunterstüßzungs- fonds im Kreisc Gubrau. Aufstellung von Verbandkasten in Schlachthäusern und Markthallen. Innungsstreitiakeiten. Er- hebung von Gebühren für Fleishuntersuhungen zu Berlin. Die Orts-, Betriebs- und Innungskrankenkassen zu Breslau. Beilagen: Archiv für Verwaltungsrc<ht Bd. X11. Ortsgeseke Bd. XVII. Deutscher Gemeinde-, Polizei- und Schulanzeiger Nr. 39.

Arbeiter-Versicherung im Deutschen Reich (Verlag von Julius Bloem in Dreêden). Nr. 10. Inhalt: An unsere Abonnenten. Wie ift bei Unfällen zu verfahren, entsprehend den Bestimmungen des Unfallversicherungs-Geseßes? Die Ergebnisse der Krankenversiherung im Bezirke der Königlichen Kreishauptmann- haft Dresden im Jahre 1885. Die Ueberwachung der in ärzt- liher Behandlung befindlichen Kranken und der Rentenempfänger. Zur Unterhaltung und Belehrung. Entscheidungen und Verord- nungen. Vermischte Nachrichten. Fragekasten. Briefkasten. Eingcsandt. Literarishes. Inserate.

Deutsche Landwirthschaftlihe Presse. (Berlin SW,, Wilhelmstr. 32.) Nr. 78. Inhalt: Die Staatspreise für Rennen. Von Graf G. Lehndorf. Feuilleton. Das naturwifsenschaftliche Zeitalter. Der Stand der Viehzucht in cinigen Staaten Nord- Amerikas. Schußvorrichtung an Futtershneid-Maschinen. (Mit Abbildung.) Corre)pondenzen. Halberstadt. Neubrandenburg. Gnefen. Geisenheim. London. Landwirthschaftlihe Lehr- anstalten. Sprechsaal. Handel und Verkehr.

Deutscher Fisherei-Verein. Mittheilungen der Sektion für Küsten- und Hochsee-Fischerei. (W. Moeser, Berlin.) Nr. 6. Inhalt: Aus den Referaten der Bremerhaven-Geestemündener Ver- sammlung. Die Nußfische der deutswen Meere. Das Roosen' sche Verfabren, Fische zu konserviren. Die Fischerciverbältnisse in den Gewässern innerhalb Skagens mit Ausnahme des Limfjord8. Einige Mittheilungen über die Anlage von Fischbrut-Zuchtteihen am Frishen Haff. Von Hrn. Ober-Fischmeister Hoffmann-Pillau. Fischerei-Verein und Fischerei-Genossenschast an der ÜUnterweser. Kleinere Mittheilungen. /

Nr. 7. Inhalt: Das Versiherungëwesen für besbädigtes und verlorenes Betriebsmaterial der Seefiscber. Die Seefischereien Norwegens. Von Hrn. Dr. Friedrih Heinde. Ueber die Nahrung unserer Robben-Arten. Von Hrn. Professor Dr. A. Nehring. Störe und Störfischerei an der preußishen Ostseeküste. (Mit Abbildungen.) Von Hrn. Dr. Pancritius. Kleinere Mittheilungen.

Nr. 8. Inhalt: Die Secfischereien Norwegens. Von Hrn. Dr. Friedrih Heinke. (S<luß.) Die Anlage eines Lande- und Löschplat:es für Scefischereisahrzeuge in Norddeich. Von Hrn. Dr. M. Lindcman. Ueber Treibnebßfischerei în der Ostsee. Von Hrn. Fisch- meister Hinkelmann. Die Mle der deutschen Meere, (Mit Abbildungen). Bericht des Oberfischmeisters Hoffmann über die Fischerei im Frishen Haff und der angrenzenden Dstsee vom Jahre 1885. Kleinere Mittheilungen.

Nr. 9 Inhalt: Bericht des Oberfishmeisters Hoffmann über die Fifcherci im Frischen Haff und der angrenzenden Ostsee vom Fahre 1885. (Schluß). Bericht über die neue Wikersheimer's<he Konservirungsflüssigkeit. Die Austern-Industrie im Departement Morbiban. Nach offiziellen Quellen von E. B. {Kleinere Mittheilungen. L

Preußisches Verwaltungsblatt. (Otto Drewiß, Berlin N., Monbijouplat 10.) Nr. 52. Inhalt: Befugnisse, resp. Pflichten der Polizei-Crekutivbeamten, betr. Sistirungen und BVer- baftungen. Polizeilihes Einschreiten gegen das Reklamewesen. Vermeidung der Doppelbesteuerung bezüglih der Schulbeiträge. Kommunal-Realsteuerfreiheit in Bezug auf Kommunal-Einkommen- steuerpfliht. Freiheit von Kommunallasten auf Grund der Ver- jährung. Kommunal-Forensalbesteuerung. Kommunailasten- freiheit der Geistlichen. Kommunal-Realabgabenpfliht der Kirchen- und Pfarrgrundstü>ke. Benachrichtigung der Gemeindemitglicder von den zu erhebenden Abgabenbeträgen dur< Umlaufszettel. Polizeilihes Einschreiten bezüglich ciner zum Tranêport der Lösch- werkzeuge geeigneten Durchfahrt für jeden Hof der Sciten- oder Hintergebäude eines Grundstü>ks. Polizeilihe Untersagung der Ableitung von Fabrikmwassern in Privatgewässer. Kihvertrag des Pferdeecigenthümers mit dem Fiskus dur<h das Vorceiten von Pferden vor der Remonte-Kommission. | E

Mittheilungen für die öüöffentli<hen Feuer- versiherungs- Anstalten. (Fr. Stollberg in Merseburg.) Nr. 19. Inhalt: Zu den Angriffen gegen die öffentlichen Feuer- versicherungs - Anstalten. Verhandlungen des preußischen Abgeordnetenhauses über cine Petition des Rheinisch-Westfälischen Feuerwchr- Verbandes um geseßliche Regelung des Feuerlöschwesens in Preußen, im März 1886. Ergebnisse der Unterstüßungskasse der vereinigten landschaftlichen Brandkasse zu Hannover für beim Feuer- wehrdienste verunglückte Feuerwehrmänner im Jahre 1885.

Der Standesbeamte. (Eugen Grosser, Berlin.) Nr. 28. Snhalt: Standesamtliches: Rechtsverhältnisse in dem Schutzgebiete der Marschall-, Brown- und Providence-Inseln. Verehelichung von Württembergern im Auslande. Ehen von Deutschen und Schwei- zern. Behandlung der den Gemeinde- oder Gutsvorständen zum Aushang zugehenden Aufgebote. Statistik. Chekonsens für Offiziere des Seebataillons. Kindesentziehung bei geschiedenen Eheleuten. Alimentation der Eltern dur< Kinder. Personalien und Bezirksveränderungen. Kirchenbu<hführung in erledigten Pfarreien. Familiennamen-Aenderungen. Gemeindeamtliches: Ünterstützungswohnsiß bei Wohnsißverlegung außerhalb des Bundes- gebiets UÜnterstüßungswohnsiß der Ghefrau. Verjährungsfrist der Hebammenhülfe. Stellung des Mündels8 gegenüber Kapital- anlagen des Vormunds. Wandergewerbe in Bettfedern. Schank- wirthschaft und Gesellenherberge. Genehmigung gewerbliher An- lagen. Dienstpflihten des Gesindes in den ehemals Bayerischen Gebiets8theilen. Ladung öffentliher Beamten als Zeugen. Gartenmöbel in Dienstgärten. Amtskautionen. Literatur. Vermischtes. Anzeigen. i

Zeitschrift für Forst- und Jagdwesen. Zugleich Organ für forsiliches HersuGdweken, (Berlin, Verlag von Julius Springer, Monbijouplayz 3.) 10. Heft (Oktober). Inhalt: 1. Abhand- lungen. Die Einführung japanisher Waldbäume in die deutschen Forsten. Notizen für die geplanten Anbauversuhe zusammengestellt von Dr. Chr. Luerssen, Prof. d. Bot. a. d. Kgl. Forst-Akademie zu Gberswalde (Schluß). I1. Mittheilungen. Die Kiefer in Finn- land. Vom Forstmeister Borenius zu Mustiala in Dan, Eecr-Ordnung der Stadt Hagenau von 1624, Veröffentlicht von C, E. Ney. Die 3. Wanderversammlung des Nordöwestdeutschen Forstvereins in Bremen am 27. bis 29, Juni 1886. Vom Provin- zial-Forstmeister Quact-Faslem in Hannover. Bericht über die 32, Versammlung des Sächsischen S zu Oschaß. Vom Forstmeister Riebel zu Muskau. Versammlung des Schweizerischen

Forstvereins zu Glarus am 9. und 10. August 1886. Von Prof. El. andolt in Zürih. IV. Literatur. Uebersicht der forstlih beachtens- wertben Literatur. V. Notizen.

Forstverfehrsblatt. (Berlin, Adlerstr.) Nr. 11. Inhalt: Handel und Verkehr: Etroas über das Unfallversicherungs- gesetz. Wald-Eifenbahnen im Reichslande. Forst- und Jagd- wesen: Amtliche Mittheilungen. Ueber den Einfluß der Wald- bebandlung auf die Vertheilung der wässerigen Niederschläge auf und in den Boden von C. E. Nev (Fortsetzung). Vereinsnacricten : XV. Versammlung deutsher Forstmänner zu Darmstadt (Schluß). Gerichtliches. Kleinere Mittheilungen. Fragekaften. ,

Das Volkswohbl (Allgemeine Ausgabe der Sozial-Correspon» denz, herausgegeben von Dr. Victor Böhmert in Dresden). Nr. 39. Inhalt: Die Fortschritte der deutsben Lebenêversicherung. Hand- fertigkeits-Unterriht (Sleud). Die Neuregelung des Armenstiftungs- wesens. Zur Auswanderungsfrage. Die Wasserversorgung der Stadt Dreóden. Die Reform der ländliben Armenpflege. Arbeiterverhältnisse: Ueber die Arbeiterverhältnisse in Chemniß. Arbeiterkolonien und Verpflegungsstationen. Anzeigen.

Die Arbeiter-Versorgung. Centralorgan für die Staats- und Gemeindeverwaltungsbehörden, Vorstände der Kraukenkassen und Berufsgenossenschaften. (Herausgegeben von I. Schmitz zu Berlin C., Alexanderstraße 36a.) Nr. 21/22. Inhalt: Amtlicher Theil: Bescheide und Beschlüsse des Reichs-Versicherungs8amts : 1) Was ist ein Werftbetrieb ? Versiherungépflicht der Werftarbeiter ($. 1 U.-V.-G. u. 8. 1 Ausd.-Ges.). 2) Ucber die Bedeutung des $. 5 Abs. 8 des Unfallversicherungsgesetes. 3) Zu &S. 8 und 55 Abs. 1 U.-V.-G. Nichtamtlicher Theil: Ueber die Simulation bei den Kranken- fassen. L Was versteht man unter ciner „vorübergchenden Be- \{äftigung“ ? Protokoll über die Versammlung höherer Verwals- tungsbeamten zu Halle. I. Die Einkünfte und Leistungen der in der Stadt Duisburg bestehenden Pensionskafsen. Entscheidungen zum Krankenversicherungégefeß : 1) Was versteht man unter ärztlicher Behandlung im Sinne des $. 6 Ziff. 1 K-V-G. 2) Die Er- höhung der Beiträge zur Gemeinde-Krankenversicherung kann im Falle des 8. 10 Abs. 1 K.-V.-G. in der Regel nur dann beantragt und genehmigt werden, wenn {hon mebr als ein Jahresabs{luß vorliegt. 3) Auch darüber, ob cine Person versiherungepflihtig ift oder nicht, ist na< Maßgabe von $. 58 Abs. 1 K.-V.-G. zu entscheiden. 4) Für die Entscheidungen der Aufsichtsbehörden find Kosten niht in Ansat zu bringen. 5) Welche Behörde ift Aufsihtsbehörte im Sinne des 8. 76 Abs. 1 K-V.-G. 6) Die geseßlichen Feiertage gehören nicht zu den „Arbeitstagen“. Auf die unter $. 87 des Krankenversicherung8geseßes fallenden Kassen findet die Vorschrift des $. 85 Abs. 4 cit. keine Anwendung. 7) Zur Anwendung des 8, 8 Abs. 2 K.-V.-G Shhiedsgerichtlihe Entscheidungen: 1) Für die Folgen irrthümlicher Aufnahmen in das Genossenschaftskataster haftet die betreffende Genossenschaft, da cs deren Sache ist, die An- meldungen einer Prüfung zu unterziehen. 2) Der Verlust des linken Auges ist mit 20 9/6 des Arbeitsverdienstes genügend ents<hädigt. Er- weiit dieser Verlust sih später als nachtheilig für das gesunde Auge, so kann event. cine anderweite Feststellung in Gemäßheit des $. 65 U.-V.-G. beantragt werden. 3) Falls dur< das Statut keine ab- weihenden Vorschriften getroffen sind, ist zur Feststellung einer wegen dauernder Erwerbs8unfähigkeit zu gewährenden Rente nur der Ge- nossenschaftsvorstand zuständig ($. 57 des Ges.). Verhandlungen der 1. Spruchsitung des Reichs-Versicherungsamts : 1) Die unehelichen Kinder eines getödteten Vaters haben nah dem Unfallversicherungs- geseße vom 6. Juli 1884 überhaupt keinen Entfchädigungsanspruch. 2) Bei Beurtheilung des Grades der verminderten Erwerbsfähig- keit Éönnen zufällige günstige Arbeitsverhältnisse mangels ciner Gewähr für ihre Fortdauer nicht den Ausschlag geben. 3) Zur Frage der Entschädigungsbere<tigung der Leistenbrücbe. Briefkasten: Umfang der im Zustande der Erwerbslosigkeit zu gewährenden Krankenunter- stüßung. Hat der Armenverband des Unterstütungswohnsitzes oder der vorlävfig unterstütende Armenverband den Regreßanspru<h na< & 57 Abs. 2 K-V.-G,? Zur Frage des Krankheitsbegriffs. Versicherungspflicht der im elterlichen Haushalt beschäftizten Söhne. Fällt das dur< die Verwaltung der Gemeinde-Krankenversicherung entstehende Porto den Gemeinden zur Last? t

Die Hilfsgenossensha{t. Sozialpolitiswe Zeitschrift. Insbesondere fär Krankenkassen jeder Art, für Berufsgenosjenfchaften und Vercinigungen zur Hebung der wirthschaftlihen Lage. (Verlag von Alexander Duncker in Leipzig, Roßstr. 13.) Nr. 11. Inhalt: Zur Invaliditäts- und Altersverforgung der Arbeiter. Lücken im Ünfallversicherungsgesez. Die Unfallversicherung der landwirth» {aftlichen Arbeiter und die landwirthschaftlihen Nebenkctricbe. Einrichtung von Ortékrankenkassen-Verbänden. Zur Haftpflichtfrage in der Schweiz. Kleine Mittheilungen. Literatur.

Die Sparkasse. (Essen, Dr. jur. Heyden.) Nr. 111. Inhalt: Volkswirthschaftlihe Rundschau. Die Postsparkafscn in Frankrei. Sparmarkensystem bei den Cisenbahnen. Postspar- kasse Hollands. Vorschuß- und Sparverein in Staßfurt. Schul- sparka}senwesen in der Grafschaft Stolberg-Stolberg. Sparkafsen- Filialen. Städtische Anleiben. Falsches Geld. Versicherungs- wesen. Verkehrswesen: Postkarten, Postal-Ordres. Juristisches. Neue Ni>kelmünzen. Schullehrer als Rendanten. Silberfund. Literatur: Neues Postsparbuh. Lindemanns Provinzial-Drdnung. Shlofsers Weltgeschichte. Aus dieser Welt der Komödie. Unterhaltendes. Briefkastèn. Annoncen. l

Der Fuhrhalter, Zeitschrift zur Förderung der Gesammt- Interessen des Fuhrgewerbes, Verkehrs, Sports 2c. Offiztelles Organ deutscher Fuhrvereine und amtlihes Publikations-Organ der Fuhr- werks - Berufsgenossenschafts - Scktionen. (Berlin C., Fischer- brü>e 14.) Nr. 39. Inhalt: Fuhrwerks-Berufsgenossenfchaft. Ueber Holzpyflasterung. Das Anrufen in der Fahrtrihtung. Weiteres zum Thema : Ueber das Fahren. —_ Strafsache. Aus dem Reiche. Berliner Mittheilungen. Sportnotizen. Bei- lage: Gemeinnüßiges. Pferdemärkte im Deutschen Reich. Literarisches. S

Milch-Zeitung. (M. Heinsius in Bremen.) Nr. 40. Snhalt: Die Hebung der Käserei in der Schweiz, von F. Merz in Faido (Schweiz). Änste>kende Hausthierkrankheiten : Die Bedeutung der Rindertuberkulose nah wissenshaftlidber und statistis<er Erforschung (Schluß). Geflügel-Cholera. Rinderpest. Ausstellungen: Ausstellungs- und Thierschauwesen in Me>lenburg. Allgemeine Berichte: Milchertragsprüfungen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die Botschaft des Präsidenten der Vereinigten Staaten, betreffend das Olecomargaringefeß. Instruktionen an die Binnensteuer-Kollektoren in Bezug auf das neue Olcomargaringeseß in den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Rindviehtypen in Sg\leswig-Holstein. Butterverfälshung in Ostindien. Erfah- rungen in der Praxis: Ueber ein neues Fleishkonservirungsmittel. Ueber neue Behandlung des Strahlkrebses. Statistik: Die allge- meinen wirthshaftlihen Erscheinungen in der Rinderhaltung im Deutschen Reih nah den Zählungen von 1873—1883 (S<{luß). Verschiedene Mittheilungen. Literatur. Spre<hsaal. Unter- ridtswesen: Landwirthschaftlihes Technikum. Brennerei (Molkerei-) No NER S Markt- und Ausstellungskalender. Markt-

erichte.