1886 / 237 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

hend, das Germanische und seine Unterabtheilungen, sowie die alt-

ocdeutsche, mittelho<deutshe und neuho<hdeutshe Zeit leßtere natürlih am ausführlihsten behandelt. Sehr interessant is unter Anderem dasjenige, was in dem zweiten Abschnitt über Volks- Etymologie, über die poetishe und die Studentensprahe, über den Bedeutungéwandel und die Neushöpfung von Wörtern gesagt wird. Ein dritter Abschnitt prüft die Einwirkung fremder Sprachen auf das Deutsche. In dem zweiten, besonderen Theile wird zumeist die Frage der neuho<hdeuts<hen Orthographie erörtert. Dann kommt die Lehre von der Betonung, tos und Syntax sowie die Lautlehre des Neuhbochdeutschen zur Sprache. Allgemein unterrihtend ist der sechste Abschnitt, der sih mit den Eigennamen beschäftigt. In dem Buche werden Jung und Alt, Lehrer und Schüler, Fahmann und Laie cine Fülle von beahtenswerthen Mittheilungen finden.

Von tem „Universal-Lexikon der Kochkunst“ (Leipzig, I. J. Weber) sind 2 Lieferungen (9 und 10) à 1,20 # erschienen. Dieselben enthalten die Artikel: „Pfau, gebraten“, bis „Schwein“ und Küchenzettel für die Monate Oktober und November.

Im Verlage von Richard Vertling in Danzig ist ein von M. Ueberschaer re<t umsihtig und geschi>t zusammen- gestellter „Pfarramts- Kalender auf das Jahr 1887“ er- schienen. Derselbe, für evangelishe Geisilihe in Preußen be- stimmt, bringt zunächst das Kalendarium mit den Fest-, Erinne- rungs- und Namenstagen für die Provinzen Brandenburg und Sachsen fowie für die übrigen Provinzen, dann mit dem nöthigen Raum zum Streiben den täglichen Notizkalender mit den Gedenk- tagen. Daran schließen si< Terminkalender und Tabellen für Notizen aller Art über die pfarramtlihen Geschäfte, Taufen, Trauungen, Kon- firmanden, Kommunionen, Begräbnisse, Schulrevision,Gemeinde-Kirchen- rath 2c., darunter au<h Blätter für die Abkündigungen, die die losen Zettel zwe>mäßig erscßen. Beigegeben sind die Agende, der Lebens- lauf des Dher-Hofpredigers D. Kögel (mit Porträt), klir<liche Gesetze und Verordnungen, Verzeichniß der Predigerseminare und Missions- anstalten, Literaturbericht u. A. m. Der Kalender gewährt den Geist- lichen durch scine zahlreihen Tabellen eine wesentliche Ersparniß an Schreiberei ; scin kleines Format (kl. 49) gestattet überdies, ibn bequem in der Tasche unterzubringen, was namentli< denjenigen Geistlichen willkommen sein dürfte, wel<e Filialen zu bereisen haben. Die Aus- stattung ist sauber. Der Preis beträgt für ein elegant gebundenes Eremplar mii Golddru>k 1,25 4.

Veterinärwesen.

Belgien. In Belgien ist die Ein- und Durchfuhr von Schweinen und frishem Schweinefleish aus den Niederlanden verboten worden.

Gewerbe und Handel.

Der Aufsihtsrath der Neuen Gas - Aktiengesells<haft

hat beschlossen, der bevorstehenden Generalversammlung die Ver- theilung einer Dividende von 6% für das abgelaufene Geschäftsjahr 1885/86 vorzuschlagen. ___— Der Aufsichtsrath der Berliner Actiengesell\{<aft für Eisengießerei und Maschhinenfabrikation (früher J. C. Freund & Co.) hat den Nechnungeabschluß für das mit dem 30. Juni cr. zu Ende gegangene Geschäftsjahr festgestellt. Derselbe ergiebt einen Reingewinn, welcher neben den Abschreibungen die Vertheilung einer Dividende von 6°%/% auf das um 600000 4 erhöhte Aktien- kapital gestattet; ein dementsprehender Vorschlag soll der General- versammlung der Aktionäre unterbreitet werden.

Danzig, 8. Dktober. (W.T B.) Die Einnahmen der Marien- burg-Mlawkaer Eisenbahn betrugen im September d. J. na< provisorischer Feststellung 150 300 A gegen 141 702 4 nah definitiver Feststellung im Monat September 1885, mithin 8598 mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Hamburg, 7. Oktober. (W. T. B.) Dem hiesigen Verein der Petr oleum-Importeure ist Seitens des preußis<en Mi- nisteriums des Innern ein Erlaß zugegangen, wona von der polizei- lihen Unterfuhung fol<her Originalfässer, welche mit dem Stempel des Hamburger Wappens und mit der Umschrist „Hamburger Petroleum-Import Reichêtest“ verschen sind, abzusehen ist, falls nicht ein Verdacht nahträgliwer Veränderung des Inhalts obwaltet.

__ Bradford, 7. Oktober. (W. T. B.) Wolle ruhiger, mitunter G O Garne ruhig, unverändert, in Stoffen gutes Beschäft,

Verkehrs - Anstalten.

Im Verlage von Alecrius Kießling in Berlin 8., Brandenburg- straße 64. erschien soeben die Winter-Ausgabe von „Kießling?s Berliner Verkehr“, 96 Seiten in Westentashen-Format (Preis 30 9), mit den zuverlässigen Winter-Fahrplänen sämmtlicher von Berlin ausgehenden Eisenbahnen, inkl. der Stadt- und Ringbahn, sämmtlicher Pferdebahnen, der elckirishen Bahn, Omnibus-, Droschken- tarif und Stundenplan der Sehenswürdigkeiten Berlins. Als Supplement zu obigem Verkehr erschien in demselben Format eine neue Ausgabe von „Kießling's Taschenplan von Berlin“, mit sämmtlichen Pferdebahnlinien (in Roth) und Straßenverzeihniß nebst Angabe der Postbezirke, Preis 20 Z. Beide Werkchen erfreuen sich bereits seit Jahren durh ihre Zuverlässigkeit, Uebersichtlichkeit und V E Format der Gunst des Berliner Publikums in hohem

aße.

Sanitäts8wesen und Quarantänewesenu.

Oesterreich-Ungarn.

_ Nah einer Anordnung des K. K. österreichishen Handels- Ministeriums sind die Fiumaner Seeprovenienzen im Hafen von Triest bei Ankunft unter normalen Verhältnissen nur strenger ärzt- liher Untersuchung, Dedinfektion der Gebrauchsgegenstände und 24 stündiger Beobachtungsreserve zu unterziehen.

j Jtalien. __ OQuarantäne-Verordnung Nr. 19.

Das Königlich italienis<he Ministerium des Innern hat dur Erlaß vom 27. September 1886 Folgendes angeordnet :

1) Die von der Insel Sardinien kommenden und nach den der- e benachbarten fleinerecn Inseln bestimmten Schiffe werden vom 27, September d. J. ab einer siebentägigen Beobachtungsquarantäne unterworfen, welche im Lazarethe der Insel Asinara abzuhalten ist. Wenn während der Ueberfahrt Cholerafälle oder der Cholera auch nur verdächtige Krankheitsfälle unter den eingeschifften Personen vor- gekommen sind, so werden die Schiffe der strengen Quarantäne unterworfen, deren Dauer je nah Umständen vom Ministerium be- stimmt wird. i

2) Schiffe, welche zur Massenbeförderung von Passagieren oder von ländlichen und Handarbeitern vom Festlande nah Sizilien und den dazu gehörigen Inseln und umgekehrt dienen, müssen sich mit einem Arzte, gemäß der Bestimmung der Verordnung Nr. 7 vom 18, April („N.-A.“ Nr. 101 vom 29. April d. J.), versehen und werden überdies in den Abgangs- und Ankunftshäfen einer besonderen Beoh- a<htung unterworfen.

Wenn sich bei einer der eingeschifften Personen Verdacht der Chclerakranfkheit ergiebt, wird das Schiff nah der Insel Asinara esührt und die fernere Bestimmung des Ministeriums über seine Be- andlung eingeholt.

3) So lange der gegenwärtige Gesundheitszustand der Insel Sardinien andauert, bleibt die Postverbindung zwischen Cagliari und O unterbrochen und wird diejenige zwishen Cagliari und Neapel nicht wiederhergestellt.

Berlin, 8. Oktober 1886.

Preußische Klassenlotterie. (Ohne Gewähr.)

Bei der gestern beendigten Piehung der 1. Klasse 175. Königlich preußischer Klassenlotterie fielen in der Fan as Biehtn

1 Gewinn von 15 l. auf Nr. 47 256.

1 Gewinn von 5000 # auf Nr. 28 964.

1 Gewinn von 500 # auf Nr. 87 328.

2 Gewinne von 300 # auf Nr. 62 455. 132 260.

_ Die fogenannten beweglichen Industrie- und Feld- eisenbahnen in Preußen. (Stat. Corr.) Wie hohe Bedeu- tung die 1876 von dem Franzosen Decauville erfundenen fogenannten transportablen Industrie- und Feldeisenbahnen seit dem Anfange dieses Jahrzehntes für den Betrieb der Landwirthschaft und ihrer Neben- gewerbe, für die Forstwirthschaft, den Bergbau und die Hütten- industrie au< in Deutschland und ine gewannen, fo lagen do<h über die Zahl und den Umfang der bezüglichen Anlagen in den einzelnen Provinzen u. #. w. des preußishen Staats, über die Beschaffenheit des Oberbaues und rollenden Ma- terials derselben, über die Bezugêorte und Herstellungskosten, sowie über die Betriebskräfte u. \. w. bis vor Kurzem nur höchst dürftige, in der Fachliteratur zerstreute Nachrichten vor. In An- erkennung des unbestrittenen Bedürfnisses ordnete daher der Minister des Innern im Jahre 1884 eine Aufnahme der in Preußen vor- handenen bewegli<hen Shmalspurbahnen an, und zwar auf Grund ciner Zählkarte, deren Ausfüllung den Königlichen Landräthen u. \. w., erforderlichenfalls unter Heranziehung technisher Beamter, oblag. Das Se dieser sih auf das Jahr 1883 beziehenden, im Königlichen Statistischen Bureau bearbeiteten Aufnahme, welches demnächst in der Zeitschrift des Statistishen Bureaus ausführlih mitgetheilt werden wird, kann, wie folgt, zusammengefaßt werden.

_Im Berichtsjahre wurden im gesammten preußis<hen Staats- gebiete überhaupt 381 tragbare Bahnen fragliher Art mit einer Ge- sammtgeleiselänge von eiwa 435,5 km und einem rollenden Materiale von 6616 Wagen verschiedener Art gezählt. Neben diesen eigentlichen transportablen Shmalspurtahnen fanden si< no< im damaligen Landdrosteibezirke Stade 1205 kurze, gleihfalls verlegbare \{<mal- spurige Bahnanlagen mit einer Gesammtlänge von 46,5 km und 1212 Transportwagen vor, deren Konstruktionsverhältnisse jedo<h so einfa waren, daß sie mit den transportablen \{malspurigen Eisen- bahnen im gewöhnlichen Sinne nicht zusammengeworfen werden können. Die eigentlichen beweglihen Schmalspurbahnen waren 1883 im Staate sehr ungleich vertheilt; die größte Zahl davon besaß die Pro- vinz Sachsen, welcher die Provinzen Hannover und Brandenburg folgten. In Bezug auf die Geleiselänge trat die Provinz West- preußen, betreffs der Wagenzahl die Provinz Brandenburg direkt hinter Sachsen. Im Stadtkreise Berlin und in den Hohen- zollernshen Landen wurden transportable \{malspurige Bahnen über- haupt nicht ermittelt. Im Ucbrigen war die Zahl derselben am kleinsten in den Provinzen Westfalen und Hessen-Nassau, wo ent- sprechend dem industriellen Charakter mehr festliegende bezw. Draht- feilbahnen gebrau<ht werden. Nachstehende Uebersiht zeigt die Ver- theilung der verlegbaren Schmalspurbahnen auf die einzelnen Pro-

vinzen. Zahl Ga b B ahl der eleiselänge Zahl der Provinzen: Bahnen m Wagen

Dshtelte E. 25 22 965 378

Weslptelben. E 28 61 998 913

Stadtkreis Berlin . E

Brandenburg E49 61 994 973

Po C. 48 51 907 539

Posen E84 33 826 429

C. 2M 17 222 275

C 81 982 1131

Schleswig-Holstein... 23 22 706 523

Hannover . E 53 220 848

Westfalen . 2 890 105

Hessen-Nassau E 5 000 58

M B 19 794 444

O S

Von diesen Bahnen ist der größere Theil (69 9/6) nah einem der bekannteren, zur Zeit herrshenden Systeme angelegt, der kleinere Theil nah eigencm Ermessen der Besitzer konstruirt. Unter jenen Systemen treten als oft angewendete neben Decauville namentlich hervor: Orenstein u. Koppel (Berlin), Gebrüder Koppe u. Co. (Alfeld in Hannover), Hoffmann (Berlin), Dr, Müller (Berlin und Inowrazlaw), Dolberg (Nosto>k und Berlin) und Dietri<h (Berlin). Bei der Vertheilung der einzelnen Systeme auf den Staat maht si< neben deren Alter und besonderen Vorzügen ihre lokale Bedeutung geltend. Als Schienenform findet si<h fast aus\{ließli<h die Vignolschiene, nur bei Hoffmann die diesem eigenthümliche Spißschiene. Das Schienenmaterial besteht der Regel nah aus Eisen oder Stahl; Holzschienen aus Langholz mit Beschlag von Bandeisen sind, abgesehen von jenen Schmalspurbahnen im Stader Bezirke, nur bei 6 Bahnen ermittelt. Als rollendes Material finden fich, ent- sprehend dem Gebrauchszwe>e, Plattform-, Kipp-, Etagen- und Kastenwagen, sowie solhe mit gaßlagern. Erstere machen 66 2% sämmtlicher Wagen aus. Um die Entgleisungen mögli<hst zu ver- hindern, ist man neuerdings mehr und mehr zur Anwendung der Rillenräder übergegangen. Die Bezugsquellen des liegenden und rollenden Materials hängen von den Systemen ab.

Was den Betriebs8zwe> der beweglichen Schmalspurbahnen an- langt, so bediente sih ihrer in hervorragender Weise die Landwirth- chaft, weniger die Industrie. Bei der Landwirthschaft waren es an erster Stelle die Zuckerfabriken, wel<he namentlih im Interesse des Rübentransportes auf die Benußung dieser Bahnen hindrängten. Von sämmtlichen 381 beweglihen Shmalspurbahnen wurden 1883 bereits über 580% für landwirthscaftlihe Zwecke und davon vier Sicebentel zum Rübentransport bezw. bei der Zu>kerfabrikation ver- wendet. Von den übrigen Bahnen erschienen 22 beim Bauwesen, 958 bei Ziegeleien, 73 bet industriellen Unternehmungen und je 2 bei Handelszwe>ken bezw. dem Forstbetriebe.

Die bewegende Kraft wurde bei den transportablen S<hmalspur- bahnen fast aus\{licßli< dur<h Menschen oder Thiere gestellt; nur eine Bahn im Regierungsbezirke Münster wurde dur cine Lokomotive von 40 Pferdestärken betrieben. Außerdem trat die Dampfkraft aber noch als stehender Motor bei 9 Bahnen auf, wo die Betriebskraft dur 15 Dampfmaschinen von im Ganzen 219 Pferdekräften erzeugt wurde. Die Spurweite der Bahnen war eine außerordent!i<h ver- schiedene; wurden doch bei der fraglihen Erhebung nicht weniger als 57 Spurweiten ermittelt, aufsteigend von 335 bis 1000 mm. Am meisten zur Anwendung gelangte die Spurwecite von 500, sodann die von 600 bezw. 400 mm. Die Betriebszeit der tranêportablen Schmal- spurbahnen hängt naturgemäß von dem Zwe>ke ab, welchem sie dienen ; während des ganzen Jahres stehen sie fast nur bei einzelnen Industrie- zweigen im Betriebe.

__ Neben den vorgeschilderten beweglihen Bahnen sind bei der be-

züglichen Grhebung noch eine Anzahl von 334 festliegenden Schmal-

spurbahnen mit einer Geleiselänge von 589 km und 6190 Wagen ermittelt worden; dieser Theil der Ermittelung erscheint jedoch lü>en- haft. Betreffs der Vertheilung dieser festliegenden Bahnen auf die

Provinzen u. \. w. wiederholt \si< annähernd -das bei den beweglichen

Bahnen Gesagte, desgleichen bezüglich des Schienenmaterials und der

Wagen. Als bewegende Kraft erscheinen hier bei 14 Bahnen Loko-

motiven, bei 17 stehende Dampfmotoren und beim Reste Menschen-

und Thierkraft. Es dienen von diesen Bahnanlagen nur 7,5 9% der

Landwirthschaft, dagegen 8,7 9% industriellen Zwecken, 1 Bahn der

Forstwirthschaft, der Rest dem Bauwesen und sonstigen Zwe>en. Die

Spalding (Pommern),

nah in den Grenzen von 300 bis 1000 mm, gehen in einigen wenigen Fällen aber no< über diese Maxrimalspurweite hinaus und nähern fd mit 1,25 m derjenigen der Vollbahnen.

Endlich ist die 1883 er Erhebung -«au< noch auf die Drahtsei(, bahnen ausgedehnt worden, welche bei außerordentlichen Terrain- \hwierigkeiten zur Ergänzung der beweglichen und festliegenden Jn- dustrie- und Feldeisenbahnen dienen, insbesondere bei tiefen Sw{lutten und Flußthälern. Solcher Drahtseilbahnen würden in Preußen dg, mals 69 mit einer Gesammtdrahtseillänge von 92643 m ermittelt Diese Bahnen sind mit einer Ausnahme sämmtlich festliegend ; sie kommen nur in 9 Provinzen vor. Die meisten Drahtseilbahnen haben die Provinzen Westfalen, Rheinland und Sachsen. Die Ver- wendung der Drahtseilbahnen fand aus\{ließli< in der Industrie statt ; bei 90 9/0 derselben diente der Dampf als bewegende Kraft, bei dem Rest die Schwerkraft (\hiefe Ebene).

Nach dem Angeführten stellte si<h_ die Gesammtlänge der 1883 erfaßten beweglihen und festliegenden Schmalspurbahnen, abgesehen wiederum von jenen kleinen Shmalspurbahnen im Regierungsbezirke Stade, auf 1 024,9 km mit cinem rollenden Material von 12 806 Wagen, welche Zahlen \si<h nah Ausgleihung der hervorgehobenen Lücke dur<h Schätzung bei inéëgesammt 860 Schmalspurbahnen auf 1300 km Geleise und 15600 Wagen erhöhen mögen.

Seitdem haben die der Land- und Forstwirths<haft beziehungs- weise der Industrie dienenden Schmalspur- und Seilbahnen auf Grund verbesserter Systeme und erweiterter Heranziehung der Dampypf- kraft cinen derartigen Aufs{<wung genommen, daß jene Zahlen von 1883 zur Zeit vorwiegend nur no< historis< von Interesse sind. Hoffen wir daber von ciner Wiederholung der Aufnahme in der einen oder anderen Weise eine Ergänzung jenes Bildes, sowie dessen Aus- dehnung auf das gesammte Deutsche Reich.

Diejenigen hiesigen Einwohner, welche für das Kalenderjahr 1387 außerhalb Berlins im Umherziehen ein Gewerbe zu betreiben beabsichtigen, zu welhem nah dem Geseß vom 1. Juli 1883, betreffend Abänderung der Gewerbe-Ordnung, an Stelle des bisherigen „Legitimationss\ceines“ ein „Wandergewerbe- schein“ erforderlih ist, werden in ihrem eigenen Interesse auf- gefordert, dasselbe unverzüglich schon jeßt anzumelden. Die betreffenden Gesuche sind regelmäßig bei dem Königlichen Polizei-Prä- sidium einzureichen. Die demnächst von der Königlichen Direktion für die Verwaltung der direkten Steuern in Berlin ausgefertigten Gewerbescheine sind seiner Zeit bei der Königlichen Steuerkase, Hinter dem Gießhause Nr. 1 pt., gegen Zahlung der mittelst besonderen Be: nachrihtigungsshreibens genannter Direktion bekannt gegebenen Steuer einzulösen. Nur diejenigen Personen, welche aus\<ließlih niht selbstgewonnene rohe Erzeugnisse der Land- und Forstwirth- schaft, des Garten- und Obstbaucs, der Geflügel- und Bienenzut im Umherzichen feilbieten wollen, und deshalb eines Wandergewerbe- scheins niht bedürfen, haben den erforderlihen Gewerbeschein direkt bei der Königlichen Steuer-Direktion, Abtheilung für Gewerbesteuer, Hinter dem Gießhause 1 L, na<hzusuchen.

Wien, 7. Oktober. (W. T. B.) Triest 13 Erkrankungen, 2 Todesfälle, 7 Todesfälle.

Szegedin, 7. Oktober. 38 Erkrankungen, 13 Todesfälle.

, Choleraberi<t. Ja in Pest 13 Erkrankungen,

T B) Gera eid

Ds Residenz-Theater bringt morgen die bereits ange- kündigte Novität „Ein Großstädter“, Lustspiel in 3 Akten von E. Gondinet, und vorher das einaktige Lustspiel „Ein anonymer Bl von F. Coßen zur Aufführung.

._Mit großem Beifall gelangte städtishen Theater die alte Pobl'she Posse „Der Jongleur“ zur Aufführung und fand vor gutbesetztem Hause freundlihe Aufnahme. Das frische, flotte Spiel der Dar- stellenden verhalf dem alten, aber immer no< wirksamen Stü zu dem gewohnten Erfolge, der in erster Linie wohl dem wie immer tüchtigen Spiel des Direktors Hrn. Thomas . zuzuschreiben ist. Die Rolle des türkenfreundlihen Schneidermeisters bietet ihm rei<li< Gelegenheit, fein komisches Talent von der besten Seite zu zeigen; der sä<hsis<e Dialekt des Meisters Kleemeier verfehlte im Munde des Hrn. Thomas seine humoristishe Wirkung nicht, und die eingelegten Couplets waren mehr oder minder gefällig. Zu zweit verdient wohl Hr. Huff genannt zu werden, welcher den Stadkreisenden Me> mit großer Gewandtheit spielte und die lustige Rolle mit Glü> dur<führte. Recht lobenswerth fand si auch Fel, Tscherpa mit ihrer Aufgabe ab; die énergishe Prinzipalin der Akrobaten - Gesellshaft Stolperkrone gestaltete si< in der gebotenen Darstellung zu einer re<t belustigenden Figur, welche \chauspieleris<h wie au< gesanglih re<t zufriedenstellend wirkte. Hr. Schmitt gab den Studenten Karl Freihold ni<t übel, doch hätte er ihn flotter spielen können. Das Dienstmädchen Dörthe fand in Frl. Gödi>ke eine fehr geeignete Darstellerin, wel<he zum Gelingen re<ht erfreuli<h beitrug. Das Publikum unterhielt si<h an dem neu aufgefrishten Werke re<t gut und ließ es an Beifalls- bezeugungen für die Mitwirkenden niht fehlen. Es steht zu erwarten, daß der „Jongleur" dem neuen Unternehmen die erwünschte Anziehungs- kraft verleihen wird.

gestern Abend im König-

Fr. Amalie Joachim wird in ihrem ersten Concert, welches am nächsten Sonntag im Kroll'’\<hen Saale stattfindet, Lieder von Schubert, Löwe, Brahms, C. Böhm, Prochászka, N. Fuchs und G. e zum Vortrag bringen. In dem Concert werden neben der Künstlerin die Hrrn. Tor Aulin (Violinvirtuose) und Rudolph Panzer (Pianist) mitwirken. Leider giebt Fr. Joachim in dieser Saison nur drei Liederabende, da sie nah Beendigung derselben eine größere Concertrundreife unternimmt, welche sie auf längere Zeit von Berlin fernhalten wird.

__ Der Komponist Hr. Carl Feininger aus Baden, der in Leipzig seine Studien unter E. F. Richter und Pagniß gemacht hat, trat gestern im Saale der Philharmonie zum ersten Mal mit einer größeren Anzahl eigener Orchesterwerke vor das hiesige Publi- fum. Gutes Formtalent und geschi>te Behandlung der Instrumen- tation zeigten sih glei in der ersten Ouverture, sowie in dem Adagio und in der Mazurka für Streichinstrumente. Trat hier auch in der Erfindung der Motive wie in der harmonishen Kombination noth keine befondere Originalität hervor, so war dies jedo<h in der „Dra- matischen Duverture“ der Fall, die eine viel größere Selbständigkeit des Stils erkennen ließ. Der „Narziß“ ist nah persönlicher An- gabe des Komponisten die Grund-Idee dieses höchst phantasievollen Werkes. Ein hierauf folgendes symphonishes Orchesterwerk litt an be- denklichen Längen und war nicht so flicßend und abgerundet wie das vorher Gehörte. Gern erwähnen wir no< zweier Stimmungslieder: a. „Sehnfucht“ und b ,Caprice“, von denen das erste dur<h melodischen Neiz und das zweite dur) lebendige rhythmishe Gestaltung vortheil- haft wirkten. Das zahlreich erschienene Publikum bezeigte seine Theil- nahme durch reihe und wohlverdiente Beifalls\penden.

Im Saale der Philharmonie wird am Montag, den 11. Oktober, Abends 74 Uhr, unter Leitung des Prof. Karl Klind- worth eine Gedächtnißfeier für Franz Liszt stattfinden.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S <ol z).

Dru> der Norddeuts<hen Buchdru>kerei und Verlags-Anstalt, Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen (eins<hließli< Börsen-Beilage).

Berlin:

eem G E Can A A E

Spurweiten der festliegenden Shmalspurbahnen bewegen sich der Regel

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Anzeiger.

M 2B'T

“1. Ste>briefe und Untersuhungs8-Sachen. Z Zwangsvollstrekungen, Aufgebote, Vorladungen u. 3 Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

4. Verloosung, Kraftloserklärung, Zinszahlung u. s. w. von |

e

öffentlihen Papieren. ; Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen. 32993 Steckbriefs-Erneuerung. E als die unverchelihte Johanne Juliane Hoff- mann, geboren am 1. April 1844 zu Sichogora, Kreis Posen, wegen Vollstrekung einer Gefängnißstrafe von einer Woche unter dem 27. April 1880 in den Akten H. 682. 1873 rep. erlassene und unter dem 17. Juni 1881, 14. Januar 1882 und 31. August 1883 erneuerte Ste>brief wird abermals erneuert. Berlin, den 4. Oktober 1886. Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgerichte T. 32954 Steckbriefs-Erledigung. l E den Kaufmann (Buchhalter) Franz Emil August Retzlaff wegen Unterschlagung, \<we- rer Urkundenfälshung und Betrug unter dem 18. No- vember 1885 A an U. R. II. 964. 85 er- lassene Ste>kbrief wird zurü>cgenommen. G A Altmoabit Nr. 11/12 (NW.), den 5. Ok-

ber 1886. F : P Der Untersuchungsrichter beim Königlichen Landgericht T. Althaus.

2952 : ; P E die Wittwe Barbara Scheins, geb. Reif, aus Zell, unterm 21. September 1886 erlassene Steckbrief ist erledigt. : Sia a. M., den 5. Oktober 1886.

Der Untersuchungsrichter I.

¿2951 N [ In n Privatklagesahe des Bäkergesellen Franz

ardege aus Göttingen, Privatklägers, gegen den B Adolf Bielefeld daher, Angeklagten, wegen Beleidigung, wird der auf Freitag, den 5. No- vember 1886, Vormittags 11 Uhr, vor hiesigem SMhöffengericht anberaumte Termin hierdurch auf- gehoben. :

Göttingen, den 4. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht. T1. v. Clausbruc.

Zwangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

32386] Aufgebot. | Rücksichtlich der nahbenannten, angeblich abhanden gekommenen Urkunden : E I. der von der Deutschen Lebensversicherungs-Ge- sellschaft in Lübe> am 9. Januar 1878 über das Leben der Fe Mathilde Marx, geb. Rettberg, in Neunkirchen ausgestellten, auf Inhaber lautenden Police Nr. 73081, groß 3000 „#6, II. der von derselben Gesellschaft am 22. Sep- tember 1871 über das Leben des Musikus Johann Christian Püschel in Quedlinburg ausgestellten, auf Inhaber lautenden MVolice Nr. 954996, groß O A III. der von derselben Gefellschaft über die Ver- pfändung der Police Nr. 26721, groß 500 Ct. Thlr,, auf den Namen von Franz Michel Hall in Köln lautend, am 2. April 1875 ausgestellten Deposital- \cheines, IV. der von derselben Gesellschaft am 16. Novbr. 1876 für Helene Ottilie Hedwig Haselmann în oen ausgestellten Ausfteuer-Police Nr. 3346, groß 500 d, | / V, der von derselben Gesellschaft am 12. Juni 1874 über das Leben des Sprahlehrers Carl Hugo von Be>er in Helsingfors ausgestellten beiden auf Inhaber lautenden Policen Nr. 62731 und Nr. 62732, groß je 5000 M, ist das Aufgebotsverfahren beantragt worden, und zwar: ad I. von der Frau Pauline Mathilde Meis8ner, geb. Rettberg, vorher verwittweten Marx in Kochem, f i II. von der Frau Wwe, E. Püschel in Qued- inburg, i E ad T. von dem Stellmachermeister F. M. Hall in Köln a. Rh,, 4 ad IV. von dem Bäermeister Wilhelm Fromme in Soest, E f ad Y. von dem Senator L. Meghelin in Helsing- ors, sämmtli vertreten durh den Rechtsanwalt Dr. Fehling hieselbst. Diesem Antrage gemäß werden Alle, welche an die bezeichneten Urkunden Ansprüche zu haben ver- O aufgefordert, solche Ansprüche spätestens in em auf Donnerstag, den 21. April 1887, Vormittags 11 Uhr, i anberaumten Aufgebotstermine bei dem unterzeichneten Amtsgerichte anzumelden und die Urkunden vorzu- legen, unter dem Rechtsnachtheile, daß die gedachten Urkunden für kraftlos erklärt werden sollen. Lübe, den 29. September 1886. Das Amtsgericht. Abtheilung Il. Asschenfeldt Dr. Veröffentlicht : O Gerichts\{reiber. [33139] Amtsgericht Hamburg. L Auf Antrag des Kaufmanns J. H. Burau als Testamentsvollsire>er von Alida Maria Alwina, geb. Kraupner, des Carl Fricdrih Wilhelm Neichert Wwe., vertreten dur< den Rechtsanwalt Dr. L. Behn, wird ein Aufgebot dahin erlassu: daß Alle, welhe an den Nachlaß der hieselbst wohnhaft gewesenen, am 5. November 1383 zu Marseille verstorbenen Alida Maria Alwina, geb. Kraupner, des Carl Friedrih Wilhelm Reichert Wwe., Erb- oder sonstige Ansprüche zu haben vermeinen,

Das Amtsgeriht Hamburg, Civil-Abtheilung VIII.

oder den Bestimmungen des | V

Erste B

cilage

Berlin, Freitag, den $. Oktober

| dergl. | |

ez E I

publizirten Testaments, wie au< den dem Antragsteller als Testamentsvollstre>er ertheilten Befugnissen widersprehen wollen, hiemit gu gefordert werden, sol<he An- und Widersprü spätestens in dem auf

Sonnabend, 27. November 1886,

10 Uhr V.-M., i anberaumten Aufgebotstermin im unterzeichneten Amtsgericht, Dammthorstraße 10, Zimmer Ir. 56, anzumelden und zwar Auswärtige unter Be- stellung eines hiesigen Zustellungsbevollmächtigten bei Strafe des Ausschlusses.

Hamburg, den 4. Oktober 1886.

Zur Beglaubigung : 5 Romberg Dr., Gerichts-Sekretär.

[33201] Bekanntmachuug. Die Hypothekenurkunde über das Darlehn von 200 Thaler, eingetragen für den Kaufmann Theodor Brüggemann zu Senden auf Grund der notariellen Urkunde vom 22. Januar 1841 in Abtheilung Il. Nr. 9 des Grundbu<hs von Senden Band XIII. Fol. 91, ift für kraftlos erklärt. Lüdiughauseu, 2. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht.

133202] Bekanntmachung.

Die Hypothekenurkunde über 600 Thaler Darlehn, eingetragen auf Grund der notariellen Schuldurkunde vom9?2, Juni 1868 für den Handelsmann Bernard Hage- mann zu Senden in Abtheilung 11. Nr. 14 des Grundbu<hs von Senden Band X1II. Foi. 37, ift für kraftlos erklärt.

Lüdinghausen, 2. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht.

Heilbronn. Oeffentliche Zustellung. (Klage-Auszug.) / Die Rosine Löffler, geborene Stäbler, von Klein- garta<, hier wohnhaft, vertreten durh Rechtsanwalt Dr. Kleine von Heilbronn, klagt gegen ihren mit un- betanntem Aufenthaltsort abwesenden Ghemann Jacob Löffler, Maschinenführer von Kleingartach, zuleßt hier wohnhaft, auf Trennung der Che wegen böslicher Verlassung der Klägerin seitens des Be- flagten seit dem 20. Oktober 1882 beziehungsweise wegen von dem Beklagten begangenen Ghebruchs mit dem Antrage zu erkennen: die zwischen den Parteien am 2. November 1875 zu Kleingartah geschlossene Ehe sei dem Bande nah zu trennen, eventuell der Beklagte sei schuldig, das eheliche Leben mit der Klägerin wiederherzustellen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilammer des Königlichen Landgerichts zu Heil- bronn auf deut 11. Januar 1887, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Heilbroun, den 4. Oktober 1886. Kandelsieder, : Gerichts\<hreiber des Königlichen Landgerichts.

[33015]

[33014] Oeffentliche Zustellung. (Klage-Auszug.) Der Schiffer Jacob Haag von Murr, O.-A. Marbach, vertreten dur<h Rechtsanwalt Dr. Kleine von Heilbronn, klagt gegen seine mit unbekanntem Aufenthaltsort abwesende Chefrau Friederike Katharine Haag, geborene Oettinger, von Murr auf Scheidung der Che wegen grundloser Verlassung des Klägers Seitens der Beklagten seit Spätjahr 1883 mit dem Antrage zu erkennen: die am 29. März 1881 vor dem Standesbeamten zu Murr geschlossene Che der arteien wird dem Bande nach getrennt, Beklagte fet die Kosten des Rechtsstreits zu tragen, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Heilbronn auf : den 11. Januar 1887, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Aiwalt zu bestellen. Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Heilbroun, den 4. Oktober 1536. C C ; Gerichts\hreiber des Königlichen Landgerichts,

wird

[33008] Oeffentliche Zustellung. Der Holzhändler Joseph Jaegi in Markirh klagt gegen den Jakob Farny, Fuhrmann, früher in Mar- fir), jezt ohne bekannten Wohnort abwesend, aus cinetn demselben vorshußweise gezahlten Geldbetrage, mit dem Antrage auf Verurtheilung des 2c. Farny zur Zahlung von 4 198,95, "und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsftreits vor das Kaiserliche Amtsgericht zu Markirch auf den 27. November 1886, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwecke der öffentlihen Zustellung kv dieser Auszug der Klage bekannt gemacht. Cherbourg, i Gerichts\{Greiber des Kaiserlichen Amtsgerichts.

Sturxtgart.

[33003] Oeffentliche Zustellung. L Der Hirschwirth Christian Hellerich in Hößlins- warth, O. A. Schorndorf, vertreten durch Necht8- anwalt Wörner in Stuttgart, klagt im Urkunden- prozeß gegen den ledigen und volljährigen Iohann David Nikker, früheren Postboten, zuleßt in Oppels-

Deffentlicher Anzeiger.

dem leßteren am 26. Auguft d. I. abges Kaufvertrag über das Anwesen zum Hirsch in linswarth, mit dem Antrage: „den Beklagten dur e | vorläufig vollstre>bares Urtheil zur Bezahlung der Summe von 4325 4. sammt 4$ */9 Zinsen hieraus vom 1. September d. J. j 3 des gemeinderäthlich aufgestellten Pfandkassiers Jakob Friz, Gemeindepflegers in Hößlin8warth, und zur Tragung der Prozeßkosten zu verurtheilen und ladet den ng_ Rechtsstreits vor die I. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Stuttgart auf

mit der Aufforderung, einen bei dem gedahten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

[33016]

ri östges, Caroline, i Hoe, us durh Rechtsanwalt Mengelbier, klagt gegen ihren Ehemann Johann Heinri Pôöstges, Gemüsehändler zu Odenkirchen, mit dem Antrage auf Gütertrennung, und ladet den Beklagten zur münd- lichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die I1T. Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Düsseldorf

auf : ven 14. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedahten Ge- rihte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

[33013]

lihen Landgerichts zu Straf;{burg i. E. vom 23, September 1886 wurde zwischen den Eheleuten Mathias Gangloff, Akerer, und Theresia Gebhardt zu Niedershäffolsheim aus- gesprochen. Zur Auseinanderseßung der Vermögens- verhältnisse wurden die Parteten vor Notar Keller in Straßburg verwiesen und dem Chemanne die

Kosten zur Last gelegt.

1886.

Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesells<.

abges <lof enen Höhe

an und zwar zu Händen

Beklagten zur mündlihen Verhandlung des

Mittwoch, den 12. Januar 1887, Vormittags 9 Uhr,

Den 4. Oktober 1886. Sekr. Merz, i Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts.

Die Ehefrau des Gemüsehändlers Iohann Hein- geb. Kemmler, zu Oden-

Marzen, Aktuar, : als Gerichts\<hreiber des Königlichen Landgerichts.

Dur Urtheil der 11. Civilkammer des Kaiser-

die Gütertrennung

Der Landagcrichts-Sekretär : M Weber. i

[33214] In der Strafsache / gegen den Christoph Ständer, geboren am 19. Ger bruar 1862 zu Burgwalde, zuleßt wohnhaft in Montabaur, wegen Entziehung von der Militär- dienstpfliht, wird, E M Angeschuldigte des Vergehens gegen d: 140 Absaß 1 Nr. 1 des Strafgefe buchs eshuldigt is, auf Grund der $8. 480, 325 326 der Strafprozeßordnung n zur De>kung der den Angeschuldigten möglicherweise treffenden böten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens der Arrest auf Höhe von 3000 4 (in Worten dreitausend Mark) angeordnet und das im Deutschen Reiche befindlihe Vermögen des An- geshuldigten mit Beschlag belegt. M. 97/86. Neuwied, den 27. September 1886. Königliches Landgericht, Strafkammer.

[1329731 Bekanntmachung.

In der Liste der bei dem Herzoglichen Landgericht hier zugelassenen Nechtsanwälte ist der unter Nr. 10 eingetragene : E Stadtsyndikus Rechtsanwalt Eugen Victor Huth hier in Folge Todes gelöst worden. _ Altenburg, den 4. Oktober 1886. Herzogliches Landgericht.

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. Berufs-Genofssenschaften.

| 7, Verschiedene Bekanntmachungen. . Theater-Anzeigen.

| 9. Familien-Nachrichten.

/ In der Börsen-Beilage.

[32971] Bekauntmachung. In Gemäßheit des $. 20 der Rechtsanwalts-Ord- nung wird hierdur< bekannt gemacht, daß der seit- herige Gerichts-Afsessor Oskar Kohlsto> hier bei dem Herzoglih Sächs. Landgericht zu Gotha als Rechtsanwalt zugelassen und in die Rechts8anwalts- Liste eingetragen worden ift.

Gotha, den 5. Oktober 1886.

Der Präsident des Herzogli<h S. Landgerichts. Berlet.

(32972) Bekanntmachung.

Der für den K. Advokaten und Rechtsanwalt Ludwig Neuner bestandene Eintrag in der Anwalt- liste des unterfertigten Gerichtshofes ist wegen Auf- gebung der Zulassung gelö\{<t worden.

München, den 5. Oktober 1886.

Königl. bayer. oberstes Landesgericht. (L. 8) v. Shebler, Prsdt.

[33039] Bekanntmachung. Der dur< Höchste Entschlicßung des Kgl. bayer. Staatsministeriums der Justiz zu München vom 27. September l. Is. zur Rechtsanwaltschaft bei dem Kgl. bayer. Landgerichte Frankenthal zugelassene ge- prüfte Rechtspraktikant Heinrich Straub von Laumersheim S ist unterm heutigen Tage in die Liste der bei diesem Landgerichte zugelassenen Rechtsanwälte eingetragen worden. Frankeuthal, den 6. Oktober 1886.

Kgl. bayer. Landgericht.

ebe, Kgl. Landgerichtêpräsident,

[33040] Vekanntmachung.

Der dur<h höchste Entschließung des Kgl. bayer. Staats-Ministeriums der Justiz zu München vom 27. September lf. Is. zur Rechtsanwaltschaft bei dem Kgl. bayer. Landgerichte Frankenthal zugelassene geprüfte Rechtspraktikant i

Ludwig Heinrih Hauber von Culenbis ist unterm heutigen Tage in die Liste der bei diesem e zugelassenen Rechtsanwälte eingetragen worden.

Frankenthal, den 6. Oktober 1886.

Kgl. A Landgericht.

Ce Kal. Landgerichts-Präsident.

33041]

l Der mit Entschließung des K. Staats-Ministeriums

der Justiz vom 27. September 1886 zur Rechts-

anwaltschaft bei dem K. Amtsgerihte Ludwigshafen

a. Rh. zugelassene geprüfte Rechtspraktikant Dtto

Acker aus Rütheim wurde heute in die Liste der

bei dem K. Amtsgerichte Ludwigshafen a. Rh. zu-

gelassenen Rechtsanwälte mit dem Wohnsiße in

Ludwigshafen a. Rh. eingetragen.

Ludwigshafen a. Rh., den 6. Oktober 1886. Königliches Amtsgericht.

Culmann.

Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. [33189] Pferde-Verkauf.

Montag, den 25. und Dienstag, den 26. Oktober 1886, Vormittags 8 Uhr, sollen auf dem Klages8markte (Amsterdam) hierselbst je 54 überzählige Dienstpferde öffentlich meistbietend ver- kauft werden.

Hannover, den 6. Oktober 1386.

Loren.

[32966] Holzverkauf

Alter | &j,, |f des | O | | Holzes. | ;

äßte de

Holzmaÿfe.

/ (f | |

Schußtbezirk.

Abgesch

sollen im Wege des \criftlihen Aufgebotverf 18 i fie ee excl. u Stod- und Neisigholzes auf dem Stamm verkauft werden ——_—_—— _ EE E HIE S 7 E BEA STAEEZAZZ) | Tar- werth pro fm Derb-

holz. M A

Haunoversches Train-Vataillon Nr. 10.

Regierungsbezirk Frankfurt a. D Oberförsterei Limmritz i. d. Neumark. im Wege der Submission.

ahrens die in den unten bezeihneten Schlägen

Bemerkungen.

| A : Maekow / 100/120 Kiefern 600

| | Trebow 120/140 | y 11600

Go 5 1200

u

Zelle

Gartow

l | 3,6 | 120/140 | E EOO

4 [100/120 | , | 850

294 a.

Als Angeld ist im Falle des Zuschlages

genau zu bezeichnenden Schläge mit der unter

der Aufscrift „Holz-Submission für Oberförsterei 20, Oktober cr., hier einzu]enden. Die Ocffnung diefer ; Donnerstag, deu 21. Oktober cr., V Die D O 2

r: q der Kopialien aus meînen E Bie sebrster Arnold zu Neumühl, werden auf Verlangen die Schläge zeigen. Limmritz, den 3. Oktober 1826.

bohm, . O. A. Waiblingen wohnhaft, zur Zeit mit

von der genannten Erblasserin am 30. August am 10. April 1884 hieselbft

1883 errichteten,

unbekanntem Aufenthalt abwesend, aus einem mit

9 |20

9/80 10 70

10 | 40

f Trter vr êl t & und speziellen Bedingungen der Forstverwaltung rückhaltslos

Far y F D , 6 So twa Offerten wird in Gegenwart der etwc S T ormittags 11 Uhr, im Bureau des Unterzeichneten erfolgen. ngen liegen dahier zur Einsicht jederzeit Bureau bezogen werden. M 5 Güßlaff zu Trebow, Liese zu Zelle und Andreas zu Gartow

An der Chaussec zwis<hen Trebow und Zielenzig, 3 Kilom. von Langefeld. _

Die sog. Schinderheide, 3 Kilom. von Trebow entfernt. : i

An derselben Chaussee zwischen Mauskow und

Rd G Schweders" Mühle, Kriescht. | 7 Kilom. von Sonnenburg, an der Straße nah Radach.

der 9. Theil. des bezahlen. Die Gebote

9/90

Bei 4 Kilometer von

summarischen Meistgebots binnen

find pro Festmeter für die

| i önigli Forstkasse Limmritz zu | 8 Tagen bei der Königlichen Forstkasse Lin nes ftlichen SerriGerung, daß G Offecénd dik altat ines

unterwirft, abzugeben, und in versiegelten mit Limmrigz*“ verschene: Offerten bis Mittwoch, den ershiecnenen Submittenten am

ofen, und können in Abschrift

Der Oberförster: Danz.