1886 / 241 p. 1 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Zum Zwe>ke der öffentlihen Zustellung - wird dicier Auszug der Klage bekannt gemacht. Mes, den 8. Oftober 1586. Metzger, Landgerichts-Sekretär, Gerichtsschreiber des Kaiserlichen Landgerits.

[33761] Königliches Amtsgericht München I.

In Sachen des vom Kgl. Advokaten Siegel I. dabier vertretenen Schneidermeisters Anton Ebner in Neuhausen gegen den Schreiner Andreas Luttner, früher in Neuhausen, z. Z. unbekannten Aufenthalts, wird Letzterer zur mündlichen Verhandlung über den flägcrishen Antrag auf kostenfällige Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 71 4 Hauptfsacereft nebt 5"%/ Zinsen bieraus seit 1. Januar 1885 für in den Jahren 1333 und 1884 gelieferte Kleidungs8- stücte in die öffentlihe Sitzung des obengenannten Gerichts vom

Dienstag, den 30. November 1888, Vormittags 9 Uhr, Sitzungssaal 2/0, nah erfolgter Bewilligung der öffentlichen Zustellung geladen. München, den 9. Oktober 1336. R Der geschäftöleitende Königliche Gerichtsschreiber : (L. 8.) Rid. [33769] Oeffeutliche Zustellung.

Die Handlung L. Baerwald in Nakel, vertreten dur den Justiz-Rath Krause in Nakel, klagt gegen den Landwirth Kunibert Krüger, früher in Wertheim, als Miterben des am 1. Juli 188d verstorbenen Gutsbesizers Wilhelm Krüger, gegenwärtig unbe- fannten Aufenthaltes, wegen Kaufpreises für auf Kredit entnommene Holzwaaren in der Zeit vom Juli 1884 bis zum Juni 1885 und des Anweise- geldes von 10 „S für je 3 6. des Kaufgeldes für die entnommenen Holzwaaren sowie wegen Erstattung dex beim Ankauf amerikanischer Noten gehabten Auslagen an Stempel, Porto, Versickerungégebühr und Provision,

mit dem Antrage auf Verurtheilung der Wittwe und Erben des genannten Wilhelm Krüger zur Zahlung eincs Theilbetrages von 300 M. nebst 69% Zinsen seit dem 1. Juli 1889, und ladet den Mitbeklagten Kunibert Krüger zur mündlichen Verhandlung des Rechtsftreits vor das Königliche Amtsgericht zu Nakel auf den 17. Dezember 1886, Vormittags 11 Uhr.

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Nakel, den 1. Oktober 1586.

v. Miaskowski,

Gerichts\{<reiber des Königlichen Amt3gerichts.

[33765] Oeffentliche Zustellung.

Die Direktion der Ilseder Hütte zu Groß-Ilsede, vertreten dur<h den Agenten Hansen zu Peine flagt gegen den Kasernenwirth Müller, früher in Groß- Pülten, jetziger Aufenthalt unbekannt, aus der Liefe- rung von Waaren, mit dem Antrage, den Beklagten mittelst vorläufig vollstre>baren Urtheils zur Zahlung von 126 1. 62 S nebst 6 9/0 Zinsen seit Zustellung der Klage zu verurtheilen und lader den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Peine Abth. T. auf den 23. Dezember 1888, Vormittags 9 uhr.

Zum Zwecte der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Peine, den 9. Oktober 1886.

Staevel, Gerichts\<hreiver des Königlichen Amtsgerichis.

[33764] Oeffentliche Zustellung.

Die Josef Weißhaupt'schen Cheleute von Gerberts- hans, Gemeinde Hirschlatt, O-A. Tettnang, ver- treten dur< Rechtsanwalt Mèezler in Ravensburg, flagen gegen dea mit unbekanntem Aufenthalt ab- wesenden Bauern Xaver Wieland von Berg, D.-A. Tettnang, aus cedirter Bürgschaftsforderung, auf Verurtheilung des Beklagten zur Bezahlung von 1080 Æ 50 F nebst 5 2/0 Zinsen hieraus vom 93. Januar 1886 an, und laden den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Ravens- burg auf

Donnerstag, deu 30. Dezember 1856, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, cinen bei dem gedachten Ge- richte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Zum Zwe>e dec öffentlichen Zustellung wird diefer Auszug der Klage bekannt gemacht.

Ravensburg, den 7. Oktober 1886.

Gerichts\hreiberei des Königlichen Landgerichts.

VFustiz-Referendar Breuling.

[33773] Oeffffeatliche Zustellung.

Der Kaufmann August Freund in Kanstatt, ver- treten dur< Rechtsanwalt Wirth hier, klagt gegen den mit unbekanntem Aufenthalt abwesenden , zuletzt in Ravensburg wohnhaften Bäder Friedrih Freund von Heilbronn aus einem Darlehen von 3000 und wegen für den Beklagten bezahlter Schulden im Betrag von 677 4 42 H auf Verurtheilung des Beklagten zur Bezahlung von 3677 M 42 A nebst 43 9/0 Zinsen aus 3000 vom 1. November 1884 an und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Ravensburg auf

Donnerstag, den 30. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- rihte zugelassenen Anwalt zu bestellen. é

Zum Zwette der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bckannt gemachk.

Ravensburg, den 7. Oftober 1886. Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts. Justiz-Referendär Breulin g.

[33772] Oeffeutliche Zustellung.

Die Pauline Freund von Widmannsthal, vertreten dur< Rechtsanwalt Freiherrn von Sternenfels hier, ladet unter Bezugnahme auf die früher in der am 22. März 1886 erschienenen Beilage zu Nr. 70 dieses Blattes eingerückte öffentliche Zustellung ihren Che- mann Friedrih Freund, Bäcker von Heilbronn, zu- letzt in Ravensburg wohnhaft, jeßt unbekannten Auf- enthalts, als Beklagten, zur Fortseßung der münd- lichen Verhandlung vor die Civilkammer des K. Landgerichts Ravensburg auf den 30. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforde- rung, einen bei dem genannten Gericht zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Ravensburg, den 7. Oktober 1886.

Gerichts]creiberei des K. Landgerichts. Fusti:-Referendär Breuling.

[337741 Oeffentliche Zustellung. Der Bauer Valentin Doell zu Rappelsdorf, _ver- treten dur< den Rechtsanwalt Emmrich zu Suhl, flagt gegen 1) Georg Julius Klein <midt in unbe- fannter Abwesenheit, 2) den Schneider und Nacht- wächter Valentin August Wilbelm Kleinschmidt in Elberfeld, 3) Friedrich Kleinschmidt in unbekannter Abwesenheit, mit dem Antrage: Beklagte zu verurtheilen: anzuerkennen, daß sie wegen ihres 4 Antheils an der im Grundbuch von Sd(leusingen Band IX. Fel. 434 Abthei- lung 111. Nr. 20 aus der Urkunde vom 15. No- veinber 1856 für Johann Valentin Rettner eingetragenen Kaufgelderforderung von 150 Thaler 450 M nebst Zinsen befriedigt sind, in Löschung dieser Post zu willigen, ibnen auch die Kosten des Verfahrens zur Last zu legen,

und ladet die Beklagten zur mündlichen Verhand-

lung des Rechtsstreits vor das Königliche Amts-

gericht zu Schleufingen auf

den 13. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung an die Be- klagten zu 1 und 3 wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Geue,

Gerichtsschreiber des Königlichen Aßntsgerichts. [33785] Oeffeutliche Zustellung.

Die Anna Maria Högel, ohne Stand, Ghesrau von Ludwig Brenner, Meßger, Beide zu Ottweiler wohnend, Klägerin, vertreten dur Rechtsanwalt Leibl, klagt gegen ihren genannten Ehemann Ludwig Brenner, Beklagten, weaen Gütertrennung, mit dem Antrage, die zwischen Parteien bestehende eheliche Gütergemeinschaft für aufgelöst zu erklären, dieselbe zur Massebildung und Auseinandersezung vor Notar zu verweisen und dicsen zu ernennen, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Mechts- streits vor die 11. Civilkammer des Königlichen Land- gerichts zu Saarbrücken auf den 9. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Ge- rihte zugelassenen Anwalt zu bestellen

Zum Zwecke der öffentlichen Zustellung wird dieser Auszug der Klage bekannt gemacht.

Saarbrücten, 7. Oktober 1386.

Cüppers, Aisist., Gerichtsschreiber des Königlichen Landgerichts,

[33778] Oeffentliche Zustellung.

Der Schmiedemeister Tillmann zu Bredow, ver- treten dur den Rechtsanwalt Grüßtzmacher in Stettin, flagt gegen den Schmiedemeister Kersten, früher zu Neuenkirchen, jeßt unbekannten Aufenthalts, wegen 510 6 Zinsrückitände von dem auf dem früher dem Beklagten gehörigen Grundstücke Neuenkirhen Band Ik. Ne. 35 Abtheilung 111. Nr. 2 für den Kläger cein- getragen gewesenen Kapital von 850 Thalern mit dem Antrage, den Beklagten zu verurtheilen, darin zu willigen, daß die in der Arrestsache Tillmann c/a Kersten 6. 47. 86. IV. von dem Gerichts- vollzieher Metzker bei der Verwahrun( s\telle des Königlichen Amtsgerichts zu Stettin Nr. 255 des Verwahrungsbuchs hinterlegten 240 4. an den Kläger gezahlt werden, oder an den Kläger 210 M zu zahlen, die Kosten des Nechtsstreits zu tragen, das Urtheil für vorläufig vollstre>bar zu erklären, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor das Königliche Amtsgericht zu Stettin, Zimmer Nr. 55, auf deu 29. Dezember 1886, Vormittags 10 Uhr.

Zum Zwecke der ¿fentlichen Zustellung wird diefer Auszug der Klage bekannt gemacht.

Stettin, den 27, September 1386.

Wöldike,

Gerichts\{reiber des Königlichen Amtsgerichts,

Abtheilung IV.

[33776] Oeffentliche Zustellung.

Die verehelichte Kaufmann Kühn zu Stralsund, Friedchen, geb. Bahls, früher verwittwete Kaufmann Düwakhl, vertreten durh den Rechtsanwalt Langemak zu Stralsund als Prozeßbevollmächtigten, klagt gegeri die Erben des Lehrers Johann Ewert, früher zu Bessin, demnächst zu Stralsund, insbesondere den Kaufmann Max Johann Wilhelm Ewert, früher zu Barth, jeßt unbekannten Aufenthalts, wegen ciner

ypothekenforderung (Zinsen-Rückstand), mit dem Antrage auf Verurtheilung der Beklagten zu ihrer, der Klägerin, Befriedigung wegen der von ihr gefor? derten rü>ständigen Zinsen von 75 sé. aus den, den Beklagten gehörigen, zu Stralsund in der Wasser- straße unter Nr. 16 und in der Mauerstraße unter Nr. 38 belegenen, Band II1. Blatt 51 des Grund- bus der Stadt Stralsund auf den Namen des Lehrers Johann Ewert eingetragenen Grundstücken, und ladet den Mitbeklagten Kaufmann Mar Fohann Wilhelm Ewert zur mündlichen Verhand- lung des Rechtsstreits vor das Königliche Amts- gericht zu Stralsund auf den 7. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, Zimmer Nr. 1.

Zum Zwecke der öfentlihen Zustellung wird dieser Auszug dec Klage bekannt gemacht.

Stralsund, den 6. Oktober 1886.

Sekretär Willert,

Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts.

[33781] Vekaunntmachung. /

Dur Urtheil der 1. Civilkammer des Kaiserl. Landgerichts zu Metz vom 9, Oktober 13886 wurde die zwischen Franz Christnacher, Unternehmer, und Therese Mangeot, zu Plappeville wohnhaft, am 9. Suni 1885 geschlossene Che für getrennt erklärt.

Publizirt gemäß Ausf.-Ges. v. 83./7. 1879.

Meg, den 8. Oktober 1886,

Der Landgerichts-Sekretär : Mezger.

[33793]

Die gewerblose Friderika Kracer, Ehefrau des geschäftslosen Alex Kaufels, früher Bä>ter und Wirth zu Krefeld, vertreten dur< Rechtsanwalt Bloem, klagt gegen ihren Ehemann, den früheren Bäcker und Wirth, jeßt geshäftslosen Alex Kaufels zu Krefeld mit dem Antrage auf Gütertrennung, und ladet den Beklagten zur mündlichen Verhandlung des Rechtsstreits vor die. I. Civilkammer des König- lichen Landgerichts. zu Düsseldorf auf den 7. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderung, einen bei dem gedachten Gerichte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Marzen, Aktuar, als Gerichts\<reiber des Königlichen Landgerichts.

[33786]

Die Ebefrau Josef Oemmelen, Therese, geb. Compes, zu Willich, vertreten dur< Rechtsanwalt Liessem, klagt gegen ihren Ehemann Josef Oemmelen, Handelsmann zu Willich, mit dem Antrage auf Gütertrennung, und ladet den Beklagten zur münd- lien Verhandlung des Nechtsstreits vor die IT. Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Düsscldorf

aus den 7. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufiorderung, einen bei dem gedachten Ge- rihte zugelassenen Anwalt zu bestellen.

Marzen, Aktuar, als Gerichts\hreiber des Königlichen Landgerichts. [33788] Vekanutmachung-

Die dur< Rechtsanwalt Schmitz 11. vertretene Selma Leisel zu Elberfeld, Ehefrau des Bauunter- nehmers Carl Hast daselbst, hat gegen diefen beim Königlichen Landgerichte zu Elberfeld Klage crhoben mit dem Antrage : die zwischen ihr und ihrem genannten Ehemanne bcstehende eheliche Gütergemeins{aft mit Wirkung seit dem Tage der Klagezustellung für auf- gelöst zu erklären.

Zur mündlichen Verhandlung i} Termin auf den 7. Dezember 1886, Morgens 9 Uhr, im Sitzunge saale der I. Civilkammer des Königlichen Landgerichts zu Elberfeld anberaumt.

Der Landgerichts-Sekretär : Schuster. [33787 Vekauntmachung.

Die dur Rechtsanwalt Dahmen ver retene, zum Armenre<t zugelassene Emilie Caroline Freitag zu Elberfeld, Chefrau des Handelsmanns Grust Klees daselbst, hat gegen diefen beim Königlichen Land- gerichte zu Elberfeld Klage erhoben mit dem An- trage: die zwischen ihr und ihrem genannten Ghe- manne bestehende cheliche Gütergemcinschaft mit Wirkung seit dem Tage der Klagezustellung für aufgelöst zu erklären.

Zur mündlichen Nerhandlung ist Termin auf den 7. Dezember 1886, Morgens 9 Uhr, im Sitzungssaale der I. Civilfammer des Königlichen Landgerichts zu Elberfeld anberaumt.

Der Landgerichts-Sekretär: Schuster. [33789] Klagc-Auszug.

Die zum Armenrecte belassene Gertrude Christ- mann, Chefrau des Agenten Hermann Bergerhoff zu Düren, vertreten durch Rechtsanwalt Justizrath Maas in Aachen, klagt gegen ihren genannten Ghe- mann Hermann Bergerhoff, Agent zu Düren, mit dem Antrage:

„Königliches Landgericht wolle die zwischen Par- teien bestehende ehelihe Gütergemeinschaft mit allen geseßlichen Folgen für aufgelöst erklären, ¡e Parteien zur Auseinanderseßzung vor einen Notar in Düren verweisen und dem Verklagten die Kosten zur Last legen“.

Klägerin ladet den Beklagten zur mündlichen Ver- handlung des Rechtsstreits vor die zweite Civil- kammer des Königlichen Landgerichts zu Aachen auf

Donnerstag, den 16. Dezember 1886,

Vormittags 9 Uhr.

Aachen, den 5. Oktober 1336.

Plümmer,

Gerichtssreiker des Königlichen Landgerichts.

33791] Kaiserliches Landgericht zu Straßburg i. E.

Die Fanny Schmidt, frühere Wittwe von Ferdinand Zech, jeßige Ehefrau des Kaufmanns Wilhelm Hisgen, in Straßburg, vertreten durch Rechtsanwalt Bloch, klagt gegen ihren genannten Ehemann mit dem Antrage:

Die Gütertrennung zwischen den Parteien aus- zusprechen, dieselben zur Ausceinandersctzung ihrer Mermögensverhältnisse vor einen otar in Straßburg zu verweisen und dem Beklagten die Kosten zur Last zu legen.

Zur mündlichen Berhandlung des Rechtsstreits ist die ófentlihe Sizung der I. Civilkammer des Kaiserlichen Landgerichts zu Straßburg G vom 15. Dezember 1886, Morgens 9 Uhr, bestimmt.

Der Landgericbts-Sekretär : Krümmel. [33792]

Dur Urtheil der 1. Civilkammer des Kaiser- lihen Landgerichts zu Straßburg G von 99. September 1886 wurde die Gütertrennung zwischen den Eheleuten Kaufmann Abraham genannt Albert Levy und Clementine, geborene Dreyfus, in Straß- burg ausgesprochen. Zur Auseinandersetzung der Ver- mögensverhältnisse wurden die Parteien vor Notar Lw in Straßburg verwiesen und dem Chemanne die Kosten zur Last gelegt.

Der Landgerichts-Sekretär : Krümmel.

[33790] Bekanntmachung.

Sophie Emilie Roth, ohne Gewerbe, in Barr wohnend, Ehefrau des daselbs wohnenden Müllers August Brenner, vertreten dur< Rechtsanwalt Dr. Ruland, klagt gegen ihren genannten Ehemann, mit dem Antrage auf Trennung der zwischen ihnen bestehenden Gütergemeinschaft.

Zur mündlichen Verhandlung des Nechtsstreits vor der I. Abtheilung der Civilkammer des Kaiserl. Landgerichts zu Kolmar i. E. ist Termin auf den Bee Annen 1886, Vormittags 9 Uhr, be-

immt.

Der Landgerichts-Sekretär : Jansen.

[33721] Bekanntmachung.

Durch Beschluß der 1. Civilkammer des Kaiser- lien Landgerichts zu Met vom 8. Oktober 1886 wurde die zwischen den Eheleuten Emil Céné, Gasft- wirth, zur Zeit in Konkurs, und Maria Beaumel, zu Queulen wohnhaft, bestehende Gütergemeinschaft mit Wirkung vom 30. September 1586 aufgelöst ; behufs Auseinandersehung der gegenseitigen Ver- mögensre<hte wurden Parteien vor Notar Bazin in Metz verroiesen.

Publizirt gemäß Ausf.-Ges. vom 8./7. 1379.

Meg, den 8. Oktober 1886. 5

Der B E eßger.

meist in größeren Loosen verkauft,

[33794] Oeffentliche Laduttg.

In Sachen, betreffend die Abstellung der den po- litischen Gemeinden Großen-Lengden, Klein-Lengden, Benniehausen, Gelliebausen, Wöllmarshausen, Satten- hausen und den Häuslingen und Brinksißern zu Macd>enrode in Theilen der fiskalischen Forsten der Königlichen Oberförstereien Ebergößen und Rein- hausen, Landkreis Göttingen, zustehenden Raff- und Lesecholz- und Häkelholzberehtigung, werden alle un- bekannten Berechtigten, welche aus irgend einem Grunde Ansprüche an die gedachten Forstgrundstü>ke zu maten haben, und die etwa unbekannten Forst- eigenthümer, zur Anmeldung und Klarmachung ihrer Ansprüche oder Widersprüche in dem auf

Sonnabend, den 27. Novenber 1886,

Vormittags 10 Uhr,

in der Otter'shen Gastwirthschaft zu Bennichausen anstehenden Termine unter der Verwarnung hier- durch aufgefordert, daß im Falle des Ausbleibens ibre Berechtigungen nur nah Angabe der übrigen Betheiligten berücksichtigt und sie in fonstigen Be- ziehungen als zustimmend angesehen werden sollen.

Zugleich werden die aus irgend einem Grunde be- theiligten dritten Personen, insbesondere die Zehnt- herren, Gutsherren, Pfandgläubiger , Hütungs-, Fischerei- oder sonstigen Servitutberechtigten zur Wahrnehmung ihres Interesses bei der in Rede \te- henden Ablösungssache zu obigem Termine hiermit geladen unter der Verwarnung, daß Jeder, welcher seine Rechte nicht anmeldet, es ih beizumessen hat, wenn deren Sicherstellung unterbleibt.

Göttingen, den 6. Oktober 1886.

Der Königliche Spezial-Kommissar: Niemann, Oekonomiec-FKommisjionsrath.

Verkäufe, Verpachtungen, Verdinguugen 2c.

LO0BaN) Holzverlauf iu den Grof:herzogli<h Mectlenvurg-Strelitzer Forsten.

Aus den Großherzoglichen Oberförstereien Lütten- hagen, Streliß, Langhagen und Mirow follen nach- stehende Hölzer am

Mittwoch, den 27. Ottober er.,

: Vormittags 10 Ut$r, in dem Gebäude des Großherzoglichen Kammer- und Forst-Kollegii in Neustreliß unter den im Termin bekannt zu machenden Vedingungen öffentlich meist- bietend auf dem Stamme verkauft werden.

Tare Pro fm

Kiefern

Größe der Fläche

| Jn halt | fm Lütteuhagen. 120 11000} | 800f 2

L f Grünow 206 O00

s ¿ QOO Mechow [1000] : Laeven | 800]

Obverförsterei Streliß.

Goldenbaum 101 120 [720 Fürstensee 4 i OSCE Dabelow 6 B80

. S 00 | 22041

Oberförsterei Langhazeu. Priesterbä> [132 100 [1200] 5,8 750

Oberförsterei Mirow. (CSanow Sl O0 6080 Peetsch So (6600 12 ; 172| 8: —150| 600 N

Mirow 181i] 80—140| 650| 2 [10|—

Schillersdorf |210[100—120 700] 1,8 9/50 Der Zuschlag erfolgt im Termin, wenn das Gebot pro Maßeinheit die Taxe erreicht oder übersteigt. Sobald der Zuschlag ertheilt ist, hat der Käufer 30% des Kaufpreises des von ihm erstandenen Sdlages an den betreffenden Oberförster zu ent- richten. s

Begang Alter

Nr.

E O

Oberförsterei Gnewiß 217

M U! E V5 S

12 13 14 15 16

1,31 9/50 1,4 2

Die fonstigen Verkaufsbedingungen können bei den Revier- und Shußtzbeamten eingesehen werden und sind letztere angewiesen, den Reflektanten die Swläge vorzuzeigen.

Mirow, den 10, Oítober 1886. Der Oberförster Scharenberg.

[33680] Königliche Oberförsterei Schevenhütte, Kreis Düren, Reg.-Bezirk Nachen. In der Oberförsterei Schevenhütte kommen im Laufe des Winters 1886/87 folgende Nußzhölzer zum

Verkaufe:

1) 360 fm Eichen- und 900 fm stärkeres Buchen- tammholz; das Holz wird nach der Aufarbeitung

9) 900 fm Kiefern-Grubenbolz ; das Holz wird zum Theil auf dem Stocke zur Selbstwerbung verkauft.

3) 500 fm Eichengrubenholz; das Holz wird meist Ee auf dem Stocke zur Selbstwerbung ver- auft.

Langerwehe, den 7. Oktober 1886.

Der Oberförster. Wery. [33690] Éiseubahn-Direktionsbezirk Altona.

Die in den diesseitigen Oberbaumaterialien-Maga- zinen angesammelten,_für Eisenbahnzwe>ke niht mehr verwendbaren alten Oberbau- bezw. Baumaterialien, als Herzstü>ke, Schmiede- und Gußeisenabfälle 2. sollen öffentli<h im Meistgebotverfahren verkauft werden. : E

Bedingungen nebst Nachweisung der zum Verkau? gestellten Altmaterialien liegen in unserem Malte- rialien-Burcau hierselb aus und können gegen frankirte Einsendung von 90 -3 daher bezogen werden.

Angebote sind unter Benußung der vorgeschriebenen een are frei und mit der Ausschrist „Angebot aus

\nkauf alter Oberbaumaterialien“ verschen , bis 28. Oktober cr. verschlossen an das vorbezeichnete Bureau einzusenden, woselbst die Eröffnung am genannten Lage, Vormittags 11 Uhr, erfolgen wird,

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Altona, den 1. Oktober 1836.

Königliche Eisenbahn-Direktion.

|

Î Ehrenzeichen zu verleihen.

Deutscher Reichs-Anzeiger

und

Königlich Preußischer Staats- Anzeiger.

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Alle Post-Anstalten nehmen Bestellung an;

für Berlin außer deu Post -Anstalten auh die Expedition |

SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

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Berlin, Mittwoch,

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die Königliche Expedition f des Dentschen Reihs-Anzeigers |

und Königlich Preußischen Staats-Anzeigers

Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

88G.

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht :

dem Vermessungs-Revisor Meridies zu Oppeln, und den pensionirten Steuer-Einnehmern Heß zu Bischofstein im Kreise Rössel, Ewert zu Ortelsburg, bisher zu Bischofsburg im Kreise Rössel, Condereit zu Stallupönen, bisher zu Sensburg, und Lehmann zu Görliß, bisher zu Strehlen, den Rothen Adler - Orden vierter Klasse; dem bis- herigen Kassirer beim Königlichen Brunnen - Comtoir in Niederselters, A ugu st Vigelius, den Königlichen Kronen- Orden vierter Klasse; dem bisherigen Gemeinde-Vorsteher Werner zu Leuthen im Kreise Habelschwerdt, dem bisherigen

Ortsschulzen Heerda zu Nöhrensee im Landkreise E,

dem pensionirten Gerichtsvollzieher Weibke zu Schulenburg im Kreise Springe, bisher zu Kalenberg, und dem pensionirten Siedemeister Reising zu Trotha im Saalkreise das Allgemeine

Se. Majestät der König haben Allergnädigst geruht : den nahbenannten Offizieren 2c. die Erlaubniß zur Anlegung

i der ihnen verliehenen fremdherriichen Jnsignien zu ertheilen, F und zwar:

des Komthurkreuzes des Königlich bayerischen

Verdienst-Ordens vom heiligen Michael: dem Obersten von Zangen, persönlichen Adjutanten Sr. Großherzoglichen Hoheit des Prinzen Wilhelm von Hessen und bei Rhein; des Ritterkreuzes erster Klasse desselben Ordens dem Hauptmann von Kußgleben, Flügel-Adjutanten Sr. Hoheit des Herzogs von Sachsen-Meiningen; des Königlich sächsischen Allgemeinen Ehren- zeichens: dem Wachtmeister und Regiments schreiber Seeband vom Altmärkischen Ulanen-Regiment Nr. 16; des Ritterkreuzes erster Klasse des Großherzog- lih badishen Ordens vom Zähringer Löwen: dem Major Auer von Herrenkirhen im 4. West- fälischen Jnfanterie-Regiment Nr. 17, und dem Major von Eichhorn vom Großen Generalstabe, fommandirt bei der 5. Armee-Jnspektion; der Krone zum Ritterkreuz erster Klasse des Großherzoglich hessishen Philipps-Ordens: dem Major Kroll, Commandeur des Hessischen Jäger- Vataillons Nr. 11; des Ritterkreuzes zweiter Klasse mit Schwertern dete en Ordens: dem Premier-Lieutenant von der Bee, à la suite des 1. Hessishen Jnfanterie-Regiments Nr. 81 und Adjutant der 61. Jnfanterie-Brigade; des Ritterkreuzes zweiter Abtheilung des Groß- herzoglich sächsischen Haus-Ordens der Wachsamkeit oder vom weißen Falken:

dem Hauptmann Marschall von Sulicki, à la suite des Jnfanterie-Regiments Nr. 9 und Adjutant der 62. Jn-

fanterie-Brigade;

des Ritterkreuzes zweiter Klasse des Herzoglich sachsen-ernestinischen Haus-Ordens: dem Premier-Lieutenant von Schönberg vom Rheini- hen Jäger: Bataillon Nr. 8; des Fürstlich walde>ischen Militär-Verdien st- kreuzes erster Klasse und des Ehrenkreuzes erst er

M Klasse des Fürstlich lippishen Gesammthauses:

dem Obersten z. D. Fun>, Bezirks-Commandeur des O (1. Kassel) 3. Hessischen Landwehr-Regiments r. 83; ferner:

des Kaiserlich russischen St. Annen-Ordens zweiter Klasse: dem Major Grafen von Keller, beauftragt mit Wahr- nehmung der Geschäfte als Abtheilungs-Chef bei dem Großen Generalstabe; des Großherrlih türkischen Osumanié-Ordens dritter Klasse: dem Oberst-Lieutenant von Stockhausen, Commandeur des Kadettenhauses zu Oranienstein;

der vierten Klasse desselben Ordens:

dem Hauptmann von Hoepfner vom 1. Garde-Regi- ment z. F. ; sowie des Großherrlich türkischen Medschhidje-Ordens

dritter Klasse:

dem Second-Lieutenant von Felgenhauer 1. vom Ostpreußishen Füsilier-Regiment Nr. 33, kommandirt als Erzieher zum Kadettenhause in Kulm.

Königreich Preußen. Finanz-Ministerium.

E Geheime Ober-Finanz-Rath Dahlke ist in seiner Eigenschaft als Mitglied der Hauptverwaltung der Staats- \hulden in der öffentlihen Sißung des Ersten Senats des Königlichen Ober-Verwaltungsgerihts am 6. d. M. nah Maßgabe des $8. 9 des Geseßes vom 24. Februar 1850 (Geseß- Samml. S. 57) und des $. 1 des Gesezes vom 29. Januar 1879 (Gesez-Samml. S. 10) vereidigt worden.

Ministerium der geistlichen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Königliche Universität.

Die medizinishe Fakultät der hiesigen Königlichen Univer- sität hat für das Jahr 1885/86 das Paderstein' sche B O

dem Assistenten am anatomishen Institut, Dr. med. Fablonowski, züèrkannt. Die Verleihung des gedachten Stipendiums für das Jahr 1886/87 wird \. Z. durch die FulosopgERe Fakultät erfolgen. Berlin, den 6. Oktober 1886. Der Rektor der Königlichen Univeriität: Kleinert.

l

Se. Excellenz der Staats-Ministev, von Boetticher, aus der Pro-

«C P

Angekommen: Staatssekretär des Jnnern, vinz Westpreußen.

Personalveränderungen.

Königlich Preußische Armee. Ernennungen, Beförderungen und Versekßungena. Fm aktiven Heere. Baden-Baden, 7. Oktober. v. Werder, Rittm. und Escadr. Chef vom Drag. Regt. Nr. 3, unter weiterer Belassung in dem Kommankto zur Dienstleist. bei dem Kriegs-Ministe- rium, à la suite des Regts. gestellt. v. Schoenermar>, Sec. Lt. von der Res. des Hus. Regts. Nr. 12, früher in diesem Regt., im aktiven Heere, und zwar als Sec. Lt. mit einem Patent vom 12. April

1883 bei dem Hus. Regt. Nr. 12 wiederangestellt. Baden-Baden, 9. Oktober. v. Brandis, Hauptm. und Comp. Chef vom Garde-Füs. Regt. unter Stellung à la suite dieses Regts., zur Dienstleist. bei dem Militärkabinet Sr. Majestät des Kaisers und Königs kommandirt. v. Poellnit, Hauptm. vom Inf. Regt. Nr. 94, als Comp. Chef in das Garde-Füs. Negt. verseßt. v. Stuckrad II., Sec. Lt. vom Inf. Regt. Nr. 94, zum Pr. Lt. befördert. v. Kahlden, Sec. L. vom Kaiser Alexander Garde- Gren. Regt. Nr. 1, in das Inf. Regt. Nr. 14, Graf v. Stra- wiß, Sec. Lt. vom 1. Garde-Drag. Regt., in das Huf. Regt. Nr. 4,

verseßt.

Ñ Abs<Giedsbewilligungen. Im aktiven Heere. Baden- Baden, 5. Oktober. v. Carnap, Hauptm. a. D., zuleßt in der 8. Gend. Brig., die Erlaubniß zum Tragen der Uniform des 3. Garde- Gren. Regts. ertheilt.

Fm Sanitäts - Corps. Baden - Baden, 5. Oktober. Dr. Gollmer, Assist. Arzt 1. Kl a. D., zuleßt im Inf. Regt. Nr. 66, der Charakter als Stabsarzt verliehen.

X11. (Königlich Württembergisches) Armee-Corps.

Abschiedsbewilligungen. Im aktiven Heere. 4. Okto- ber. v. Wagner-Frommenhausen, Gen. Major und Comman- deur der 27. Kav. Brig., in Genehmigung seines Abschied8gesuches mit Pension zur Disp. gestellt. v. Moser, Major und etatsmäß. Stabsoffiz. im Drag. Regt. Nr. 29, mit Pension und mit der Regts. Uniform, unter Verleihung des Charakters als Oberst-Lt., der Abschied

bewilligt.

Im Beurlaubtenstande. 4. Oktober. Hochdanz, Pr. Lt. der Res. des Gren. Negts. Nr. 119, mit der Landw. Armee- Uniform, unter Verleihung des Charakters als Hauptm., Ni>, Sec. Lt. von der Landw. Inf. des Res. Landw. Bats. Nr. 127, der Ab-

schied bewilligt.

Nichtamtliches. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 13. Oktober. Se. Majestät der Kaiser und König nahmen, wie „W. T. B.“ aus Baden- Baden meldet, gestern Vormittag die Vorträge des Wirklichen Geheimen Legations - Raths von Bülow und des Militär- fabinets entgegen und machten später mit dem Flügel-Adju- tanten Oberst-Lieutenant von Petersdorff eine Spazierfahrt.

Mittags nahmen Se. Majestät bei Jhrer Majestät der Kaiserin und Königin das Diner ein, zu welchem auch die Prinzen Hermann und Gustav von Sachsen-Weimar geladen waren. : |

Dann arbeiteten Se. Majestät in Allerhöchstihrem Kabinet. | Abends fand bei Jhrer Majestät der Kaiserin Familienthee

att.

Das Eigenthum der Privatflüsse steht den Ufer- eigenthümern, nah einem Urtheil des Rei sgerits, V. Civilsenats, vom 2. Juni d. J., unter den aus ihrer Natur und den positiv geseßlihen Bestimmungen sich ergeben- den Einschränkungen je für ihre Uferstre>e zu; der Uferbesigzer ist daher prinzipiell jeder oberhalb seines Besites stattfindenden Zuleitung, außer der des auf natürlichem Wege zufließen- den Wassers, zu widersprechen befugt, ohne den Nachweis eines ihm dur die Zuleitung zugefügten Nachtheils führen zu müjjen. Dieser Grundsaß erleidet aber eine naturgemäße Einschränkung insofern, als der durch die Zuleitung betroffene unterhalb liegende Userbesitzer \i< diejenigen ge, mögen sie in einer bloßen Vermehrung des Wasservorraths oder in der Bei- mengung fremder e bestehen, gefallen lassen muß, welche das Maß des Regelmäßigen, Gemeinüblichen nicht überschreiten, selbst wenn dadurch die absolute Verwendbarkeit des ihm zu- fließenden Wassers zu jedem beliebigen Gebrauche irgendwie beeinträchtigt wird. Dagegen hat der Untenliegende ein un- bedingtes Widerspruchsreht gegen eine über das Gemein- üblihe hinausgehende Zuleitung von fremdem Wasser oder fremden Stoffen, ausgenommen, wenn der Oberliegende nachweist, daß die un ebräuchlihe Zu- leitung den Untenliegenden nit belästigt , und daß dieser nur zur Chikane des Oberliegenden von seinem Wider- fpruhsre<t Gebrauch macht. „Mangels einer positiv-re<ht- lichen, unmittelbar anwendbaren Vorshhrift kann von der aus der Sache selbst si< ergebenden Erwägung ausgegangen werden, daß der private ebenso wie der öffentliche Fluß inner- halb seines Zuflußgebietes der von der Natur gegebene Recipient ist, niht nur für das aus dem Boden und von dessen Oberfläche von selbst abfließende Wasser, sondern vermöge der Bedingungen, unter denen menschliche Ansiedelung und Boden- benußzung naturgemäß vor sih gehen muß, auch für dasjenige Wasser, das aus wirthschaftlichen Gründen fkünstlih fortgeshafff werden muß, wie ni<ht minder für mancherlei Stoffe, welche dem wirthschaftlih benußten Wasser si<h beimengen und vor E Ableitung nicht wieder aus- geschieden werden können. Die Benußzung der Flüsse zu einer derartigen Ableitung ist älter, als die Bildung irgendwelcher Rechtsnormen über das Eigenthum an den Flußläufen; sie ist in gewissem Maße unvermeidlih und unentbehrlih, und die Verpflichtung, sie zu gestatten, gehört insoweit zu den durch die Natur bestimmten Einschränkungen des Eigenthums an den Flußläufen, denen jeder si< unterwerfen muß. Bei fortschreitender Bevölkerungsdichtigkeit und Industrie kann allerdings die Benußung der Flüsse als Ableitungskanäle eine Ausdehnung gewinnen, welche die berechtigten Jnteressen Anderer gefährdet. Bei öffentlichen Flüssen und bei derjenigen Benußung von Privatflüssen, welche das Gemeinwohl beeinträchtigt, ist es eine der polizeilichen Aufgaben des Staats, die erforderlichen Grenzen zu ziehen. Bei der Kollision mit privatrechtlichen Fnteressen, wie es die des unterhalb liegenden Uferbesißers find, muß das Prinzip den Auss<hlag geben, daß die Auss\chließlihkeit und Willkür- lihkeit des Gebrauchsrehts des einen Eigenthümers ihre noth- wendige Begrenzung findet in der dem anderen Eigenthümer ebenfalls zustehenden Ausscließlichkeit und Willkürlichkeit. So wenig es sih mit der Aus\ <ließlihkeit und Willkürlichkeit des Ge- brauhsre<hts des obenliegenden Eigenthümers vertragen würde, wenn ihm die Benußung seines Eigenthums am Flußlaufe zu jeder den Untenliegenden irgendwie berührenden Immission versagt sein sollte, so wenig ist es mit den Rehhten des Untenliegenden vereinbar, daß er jede beliebige JImmission zu dulden habe. Es würde au<h mit dem Grundsaße der Ausschließlichkeit des Eigenthums nicht zu vereinbaren sein, wenn dem Untenliegenden zur Begründung des Einspruches gegen eine Jmmission neben der Berufung auf sein Eigenthum no< der Nachweis einer befonderen Schadenszufügung auferlegt werden sollte.

Der General-Lieutenant von Zglinihki, Jnspecteur der 1. Feld-Artillerie-Jnspektion, hat sih nah beendetem Urlaub nah Posen zurückbegeben.

Der Königlich niederländische Gesandte am hiesigen Allerhöchsten Ho Jonkheer van der Hoeven, ist vom Urlaub na< Berlin zurückgekehrt und hat die Geschäfte der Gefandtschast wieder übernommen.

S. M. Kreuzer-Korvette Korvetten-Kapitän Junge, mit dem Ablösungs-Kommando für S. M. Kreuzer „Habicht“ und S. M. Kanonenboot „Cyclop“, ist am 12. Oktober cr. in Lissabon eingetroffen und beabsichtigt, am 20. Oktober cr. die Reise fortzuseßen.

Württemberg. Stuttgart, 12. Oktober. (St.-A. Ae Aus Anlaß des Geburtsfestes der rinzessin ilhelm fanden gestern auf Marienwahl bei Ludwigs- burg große Festlichkeiten statt. Am Sonnabend bereits waren die Eltern der as Prinz Wilhelm zu E Lippe mit Gemahlin und den Prinzessinnen Bathildis, Adel- eide und Alexandra zu einem etwa achttägigen Besuch ange- ommen. Gestern Mittag gegen 12 Uhr trafen der König und die Königin mit den Großfürstinnen Olga Feodorowna und Wera sowie dem Großfürsten Michael mit Sohn, Groß-

„Luise“, Kommandant