1886 / 258 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

5) und 6) Verdunstungsgröße einer freien Wasserflähe und Nieder- \<läge, Tafel XVI1II bis Tafel XXII. 7) Da, Tafel XX1II bis Tafel XXV. b) Winde, Tafel XXVI. 9) Frost- und Schncee- grenzen, sowie Anzahl der Cistage, Frosttage und ommertage, Tafel XXVII und Tafel XXVIII. 10) Zweistündliche Beobachtungen der Luft- und Erdbodentemperaturen, sowie der absoluten und relativen Feuch- tigkeit, Tafel XXIX bis Tafel XXXI1I. C. Anhang. 1) Verzeichniß der eingegangenen Geschenke. 2) Verzeichniß der Behörden 2c., an welche die monatli< erscheinenden Beobachtungs-Ergebnisse versandt sind. 3) Verzeichniß der Behörden 2c., an welche der Jahresbericht pro 1884 versandt ist. —— In der Zahl der forstlih-meteorologischen Stationen ist während des Jahres 1885 keine Veränderung eingetreten. Es giebt deren 17: Friten (540 50* n. B., 389 134‘ 6. L., 90 m über dem Meere), Kurwien (539 50‘ n. B., 399 9' ö. L, 124 m ü. d. M.), Karlsberg (509 28' n. B., 349 2‘ ö. L, 600 m ü. d. M.), Eberswalde (590 50 n. B., 319 294‘ óô. L, 42 m ü. d. M.), Schmicedefeld (509 361“ n. B., 289 284' ô. L., 680 m ü. d. M.), Friedrichsroda, Obkerförsterci Lohra, (519 22’ n. B., 289 14' ö. L.,, 353 m ü. d. M.), Sonnenberg, Oberförsterei Andreasberg, (519 451! n. B., 289 103‘ ò. L., 774 m ü. d. M.), Marienthal (52° 16‘ n. B., 289 384' ô. L., 143 m ü. d. M.), Lingel, Oberförsterei Lüneburger Haide, (529 59 n. B., 270 55! ó. L, 9% m ü. d. M.), Hadersleben (55% 16/1. B., 970 94 5 L, 34 m ú. d. M.), Shoo, Oberförsterei Aurich, (09 364 n. B, 25% 14‘ 6. L, 3 m ü. d. M.), Lahnhof, Oberförsterei Hainchen, (50% 531 n. B., 259 544“ ö. L., 602 m ü. d. M.), Hollerath, Oberförsterei Reifferscheidt, (509 273“ n. B., 249 34‘ 6. L, 612 m ü. d. M.), St. Johann Ober-Amt Urach, (489 295“ n. B., 269 59‘ 3, L, 760 m ü d. M.), Hagenau, Oberförsterei Hagenau-Ost, (480 50' n. B., 259 28' 6. L., 145 m ü. d. M.), Neumath, Oberförsterei Lemberg, (489 59' n. B.. 249 575! ö. L, 340 m ü. d. M.) und Melkerei, Oberförsterei Barr, (489 25‘ n. B., 240 573‘ ô. L, 930 m ü. d. M.). Die Form des vorliegenden Jahresberichts ist gegen die des vorhergehenden Jahres theilweise verändert. So sind u. a. die „Ve- obahtungen aus dem Thier- und Pflanzenleben“ fortgefallen, weil die phänologishen Beobachtungen, welche in Preußen bisher nur an den forstlih-meteorologishen Stationen ausgeführt wurden, auf Beschluß des Vereins Deutscher forstliher Verfuchsanstalten im Jahre 1885 von den meisten deutschen forstlihen Versuchsanstalten in größerem Umfang angestellt sind. Im Ganzen wurden die phänologishen Be- obahtungen an 154 Oberförstercien ausgeführt, und zwar: in Baden an 22, in Braunschweig an 10, in Elsaß-Lotbringen an 20, in Hessen an 35, in Preußen an 101, in Thüringen an 32 und in Württemberg an 34. Hinzugefügt ist eine Beobachtungsreihe von zweistündigen Ablesungen, welche in den 14 Tagen vom 15. bis 30. Juni 1879 auf der Feld- und Waldstation in Eberswalde ausgeführt wurden und sich auf die Temperatur der Luft und des Erdbodens in den verschiedenen Tiefen von 0,0; 0,15; 0,3; 0,6; 0,9 und 1,2 m Tiefe, fowie auf die absolute und rela- tive Luftfeuchtigkeit bezichen. Die Beobachtungen begannen um Mitternacht vom 15. zum 16. Juni und hörten um Mitternaht vom 30. Juni zum 1. Juli auf. Eine theilweise Veröffentlichung dieser Beodachtungen, soweit sie sih auf die Mittelwerthe der Luft- und Erdbodentemperaturen beziehen, is bereits in der Festschrift zur 50jährigen Jubelfeier der Forst-Akademie Eberswalde erfolgt, doch hat eine ausführlihere Veröffentlihung in den Jahresberihten bis jeßt aus Mangel an Raum unterbleiben müssen. Wenn auch die Beobachtungen nur den kurzen Zeitraum von 14 Tagen umfassen, so dürftea sie do< manchen interessanten Anhalt liefern für den Unter- \chied, welcher in der wärmsten Jahreszeit in dem täglichen Gang der Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnisse im Walde und auf dem freien Felde stattfindet.

Kunft, Wissenschaft und Literatur.

_Im Verlage von C. C. Meinhold und Söhne in Dresden erschienen : „Grundsäße für den Gemeindeanlagenfuß in allen Staaten und in jeder Gemeinde. Mit einem Anhange über die den Gemeindeanlagen analogen Staatsabgaben und die Matrikularbeiträge im Deutshen Reich. Vom Geheimen Regierungs-Rath Carl Julius Sperber.“ (6s Bogen gr. 89. Preis 2 M) Der Verfasser, seit länger als vier Jahrzehnten im höheren Staatsdienst bei den Königlich sächsischen Regierungsbehörden angestellt, hat in dieser Schrift seine vielen, in allen Zweigen der Verwaltung gemachten Erfahrungen, soweit folhe die bisherige Behandlung des Gemeindesteuer- oder rich- tiger des Gemeindeanlagenwesens und die damit zusammenhängende Ge- meindeverwaltung betrifft, niedergelegt , zugleih aber au< auf diese Erfahrungen gestüßte motivirte Vorschläge gemacht, in welcher Weise in jeder politischen Gemeinde jedes Staates das Gemeindekassenwesen und die sogenannten Gemieindesteuern oder Gemeindeanlagen geregelt sein follten, um für die Zukunft die jeßt fast überall hervortretenden Klagen der Abgabepflichtigen über ungerechte und unverhältnißmäßige Zuziehung zu diesen Gemeindeabgaben bestimmt und gründlih zu beseitigen. Außerdem hat der Verfasser seiner Schrift einen Anhang beigegeben, in welchem nicht nur die Einführung von Staatsanlagen auf die politishen Gemeinden und selbständigen Güterkomplere anstatt be- stehender Staatssteuern, wie z. B. der Einkommensteuer, Grund- steuer 2c., empfohlen und die Art und Weise ihrer Erhebung dargestellt wird, sondern dur<h welchen derselbe auch die mögliche Erseßung der Reichsmatrikularbeiträge in Deutschland durh zu bestimmende und auf die deutschen Staaten umzulegende Reichs8anlagen nachzuweisen bemüht gewesen ist. Bei dem allgemeinen Interesse, welches der Be- steuerungófrage zur Zeit entgegengebraht wird, ist eine Prüfung der Vorschläge des Verfassers in weiteren Kreisen erwünscht.

Deutsches Damen-JIournal. Organ für die gesammten Interessen der Damenwelt (Bromberg, Verlag von W. Nebe's Nachf. 4. 5. Bd.). Die Nr. 42 dieses Journals, vom 16. Oktober d. J, hat folgenden Inhalt: Der Roman eines Mutter- herzens. Von Ernst Pasqué. (Fortseßung.) Das Kron- prinzen-Geburtstags-Faßl. umoreske von Robert von Hagen. Undine. Von W. Lago. (Fortsezung.) Heimweh. (Ge- dicht.) Onkel Tom's Kindergärtlein. (Die polnishen Kinder, von Ign. Tomaszewski Der türkishe Abc-Shüte. Hast Du mich lieb? [Scherz-Gedicht von M. Böhm.]) Justinus Kerner (Dichter und Arzt, f 1862, 21. Februar). Vom Bücertish (der Anfang des Liedes: „Der deutshe Michel", von Frau Agnes Kayser- Langerhannß). Kunst und Leben (Deutscher Verein für das höhere Mädchenshulwesen. Kultusminister Dr. von Goßler über Mädchen- erziehung. Die Tantième ist kein leerer Wahn. Ueber Betasten der Brödchen und Aehnliches, Deutsche Frauenvorbilder auf dem Throne. Veber kleine Ursachen und große Wirkungen. Die Manie des Preis- aus\reibens für Gedichte. Der Kampf zwischen Wolle und Leinwand.). S Spießbürgerliche Plauderei (Wie es einem Ehemann aus der Provinz in der Reichshauptstadt ergehen kann). Frauenloos (Gedicht von Kayser-Langerhannß). Sprechsaal des Deutschen Damen-Journals (Ih war verstimmt, von Aspasia-Pelzwerk). Humor (mehrere \herzhafte Anekdoten). Für Haus und Heerd. Unsere Kinder, von Hol Dr. von G Für den Haushalt. Allerlei Recepte. Die

ohnung. Hausapotheke. Die Wäsche. Herbstblumen (Gedicht von Anna Nitschke). Die erziehende Bedeutung der Kunst für das Leben des Volkes. Silbenräthsel. Briefmappe. An- zeigen. Das „Deutsche Damen-Journal“ erscheint wöchentli<h für den Preis von 10 & Z pro Nummer. Dasselbe wird, nah der Versicherung des neuen Redacteurs desselben, Gustav Spiethoff, die Erscheinungen der Gegenwart, soweit die Frau dabei befonders in Betracht kommt, wiederspiegeln; es will ni<t als lästiger Moralist erscheinen, sondern ein gutes Unterhaltungsblatt sein und nützliche Winke für Haus und Herd ertheilen.

Gewerbe und Handel.

Bei den Abrechnungsstellen der Reichsbank sind im Oktober cr. 1210662800 e abgere<hnet worden _ gegen g 000 A im September cr. und 1083 722800 A im Oktober

Der Cours für die hier zahlbaren Oesterreichis<en Silber-Coupons ist heute auf 163 „6 für 100 Fl. Oesterr. @iilber erhöht worden.

Nürnberg, 30. Oktober. (Hopfenmarktberi<t von Leopold Held.) Das Geschäft am Markt war heute im Gegensatz zu den vorherigen Tagen ruhig. Es kauften die (epporteure nur kleinere Posten und auch die Kundschaft war beute nicht kauflustig. Dennoch waren die Preise im großen Ganzen für bessere Hopfen unverändert und nur lei<tere Sorten mußten einige Mark na<hlassen, um zum Verkauf zu kommen. Die Landzufuhren betrugen heute circa 400 Ballen, während die Bahnabladungen si nahezu auf 800 Säâ>e belaufen. Die Tendenz des Marktes ist heute ruhig. Die Notirungen lauten: Gebirgshopfen 70—75 #; Martthopfen 32— 59 M; Aisch- gründer 45—70 #4; Hallertauer prima 75—90 A, mittel 55—65 M, geringe 40—45 #4; Württemberger prima 85—90 M, mittel 50— 60 A; Badische prima 80—85 H, mittel 50—65 M; Wolln- zaher Siegel 70—95 #Æ; Spalter Land 75—120 A; Elsäfser

35- 60 M

London, 30. Oktober. (A. C.) In der gestrigen Monats- sißung der Handelskammer von Macclesfield gelangte ein Brief von Mr. T. Wardle, dem Chef des Seidenkultur-Departements in der „Indischen und Kolonial-Auéstellung“, zur Verlesung, worin dersclbe sagt : „Jch erfahre auf die Autorität des Premier-Ministers hin, daß die Regierung auf meine Empfehlung beabsichtigt, der ge- drückten Lage des Seidengeschäfts in England ihre baldige Aufmerksamkeit zu widmen, um zu ermitteln: welche Schritte zur Besserung gethan werden können. Es ist die Absi<t der in- dishen Regierung, die bengalische Seiden-Industrie wieder zu beleben, und auf den Wunsch der Regierung bin ih in dieser Richtung thätig. Es ist wahrscheinli, daß die Königliche Kommission für die „Indische und Kolonial-Ausftellung“ in irgend einer Richtung bezüglih der indischen Seidenkultur Schritte thun wird, und der Prinz von Wales wird zweifellos ein lebhaftes Inter- esse in der Sache entwi>eln.“ i

Bradford, 1. November. (W. T. B.) Wolle stetiger, Garne für den Export gefragter, Preise unverändert, für Stoffe ziemlicher Begehr. :

Washington, 1. November. (W. T. B.) Die Staats- <uld der Vereinigten Staaten hat im Monat Oktober um 13 201 619 Doll. abgenommen; im Staatsschaße befanden sich ult. Oktober 451 068 033 Doll.

Submissionen im Auslande.

I. Luxemburg. i 15. November, 2 Uhr. Stadtverwaltung von Wormeldingen. Arbeiten und Lieferungen für Bau einer Brü>e. Voranschlag : 41 369 Fr. Näheres beim S4 Ti Worré zu Luxemburg. 1I. Portugal. 12. Novembcr. Direktion der Süd- und Südostbahn zu Lissabon (32 Play do Carmo). 120 000 Kreosotshwellen und 24 000 Eichen- \<wellen: Näheres an Ort und Stelle.

Verkehrs - Anstalten.

Hamburg, 2. November. (W. T. B.) Der Postdampfer „Teutonia“ der Hamburg-Amerikanischen Pa>etfahrt- N esells<aft ist, von Hamburg kommend, gestern in Veracruz eingetroffen.

Triest, 2. November. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Ahchille* ist mit der ostindisch-chinesischen Poft gestern Nachmittag hier eingetroffen.

Berlin, 2. November 1886.

von Ulrici {.

Am 31. Oktober is auf seinem Landsiy zu Wansee der Ober-Landforstmeister und Ministerial - Direktor a. D. von Ulrici aus dem Leben geschieden. Wenngleich derselbe bei zunehmender körperlicher Schwäche seit dem 1. April 1885 dem Staatsdienst hatte entsagen müssen, so verband ihn do ein lebhaftes Interesse bis zu seinen legten Lebenstagen mit dem Walde und der Jagd. von Ulrici hat es verstanden, mit ernster und erfolgreiher Arbeit heiteren Lebensgenuß zu ver- binden und si< in allen Kreisen warme Freunde und Ver- ehrer zu erwerben. Se. Majestät der Kaiser und König ge- ruhten ihn beim Ausscheiden aus dem Dienst durch die Ver- leihung des Adels auszuzeichnen.

Nobert Oswald von Ulrici, Sohn des zu Frankfurt a. O. verstorbenen JZustiz-Raths Ulrici, wurde 1816 zu Lübben in der Meder - Laus geboren. Seine Schulbildung erhielt er auf dem Gymnasium zu Frankfurt a. O. Jn rascher Folge bestand er mit Auszeichnung die Prüfung zum Ober- förster, Regierungs- und Forst-Referendarius und zum Regie- rungs-Assessor. Jm Jahre 1848 als Oberförster zu Morbach im Regierungsbezirk Trier angestellt, wurde er 1850 zum Forstinspektor in Potsdam, 1853 zum Forstmeister daselbst er- nannt und 1856 als Ober-Forstbeamter nah Liegniß verseßt. Bei seiner ungewöhnlichen Arbeitskraft war er neben seinen eigentlichen Dienstgeschäften fast ununterbrochen noch mit be- sonderen Aufträgen als Taxations-Kommissarius und Exami- nator betraut. Jm Jahre 1862 erfolgte seine Berufung als Hülfsarbeiter in das Finanz-Ministerium, 1863 seine Besför- derung zum vortragenden Rath und 1868 zum Land- orst- meister. Jm Jahre 1880 endlih wurde er zum Ober- and- forstmeister und Ministerial-Direktor der Abtheilung für orsten im Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten ernannt. Von preußischen Orden \{hmü>ten der Stern zum Rothen Adler-Orden zweiter Klasse und der Kronen-Orden zweiter Klasse seine Brust.

Der ausgedehnte Kreis seiner L und Bekännten betrauert in dem Verewigten den liebenswürdigen Menschen ; Gattin und Kinder verlieren . in ihm den treuen Berather. Die Freunde des Waldes und der Jagd, insbesondere die Forstbeamten, beklagen den Verlust eines hervorragend tüch- tigen, mit ungewöhnli<h umfassender allgemeiner Bildung aus- gerüsteten Technikers und tüchtigen unermüdlichen Waidmannes. Ein dankbares und freundlihes Andenken ist dem Dahin- geschiedenen namentli im Kreise Derjenigen gesichert, die den Vorzug hatten, ihm dienstlih nahe zu stehen, und in ihm den eifrigen Mitarbeiter, den humanen Vorgeseßten und bewährten

Freund g 0 Friede seiner Asche!

= Laut offiziellen Stre>enrapports beträgt die Gesammtstre>e der am 29. und 30. Oktober cr. in der Le Ne abge- haltenen Hofjagden 84 Hirsche, 154 Stü Rothwild, 4 Schaufler, 12 Stü>k Damwild und 3 Rehbö>e. Davon entfielen auf die Strecke: Sr. Majestät des Kaisers und Königs 16 Hirsche, 12 Stü>k Rothwild und 1 Rehbod, Sr. Majestät des Königs von Sachsen 12 Hirsche und L V en Hoheit des P G r. Königlichen Hoheit des Prinzen Georg von Sachsen 3 Hirsche, G Sr. Königlichen H von Preußen 9 Hirsche, Damwild, und

oheit des Prinzen Heinrich 12 Stück Rothwild und 5 Stü

Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Albrecht! Lon PREUYEN 9 Hirsche, 8 Stück Rothwild und 1 Stü} amwild.

Das „Centralbl. der Bauv.* veröffentliht das Gutachten derk Königlichen Akademie des Bauwesens über den Plan eines Um- und Ausbaues der Kuppel der St. Dasselbe lautet: Nach eingehender dem Entwurf zur Frage stehenden Grundzüge beschlie wie folgt: 1) Bei dem beabsichtigten Umbau der Zurüdkgreifen auf den ursprünglichen Entwurf zu empfehlen. die jeßige Form der Kuppel eine Folge der Deformation sei, wahrscheinli< und niht nachgewiesen. 3) Diese jeßige Kuppelform i zweifellos ürsprünglihen Charakters, an si sehr s{<óôn, un in dieser Form au<h für den Laternenaufbau am geeignetsten 4) Die Theilungen der Kupfereinde>ung müssen, der \<li<hte Grundform und dem Kupferstich entsprehend, gleihmäßige und nicht zu stark hervortretende sein. 5) Bezüglich der Laterne wird empfohlen; a. den So>el zu Gunsten der Säulenwirkung etwas nicdriger zul halten, b. die ganze Laterne etwas geringer in den Höhenabmessunge zu gestalten, i twas höher herauszuheben, Ÿ

2) Daß E

d. anstatt der bedeutungslosen Vasen wie im ersten Entwurf zwölf

Figuren zu verwenden, e. die Standpunkte dieser Figuren bereits in® der Attika durh Soelvorlagen zu betonen. 6) Im Uebrigen sieht ® die Akademie es als selbstverständlih an, daß die Gelegenheit benug

wird, auch die unfertigen Skulpturen der Façade zu vollenden. |

Seit dem 1. Oktober cr. erscheint im Verlage der Buchdru>er von A. Winser, Friedrichstr. 214, der „Friedrichstädtische Be zirks- und Gescbäfts-Anzeiger“, und zwar wöchentlich des

Sonnabends. In der Friedrihsstadt, für welche ein \sol<hes Blatt

bisher no< nit existirte, ist damit besonders für die Geschäfts- welt ein nutbringendes Verkehrs-Organ geschaffen, dessen Vertheilun an alle Bewohner der Stadtbezirke 15—30 gratis geschieht.

Die Glasperlenfabrikation Venedigs. Die neuesten!

Publikationen der von der General-Direktion der italienisen Statistik |

beschäftigen si<h mit den!

herausgegebenen „Annali di Statistica“ Heft II. de

JIndustrie- und Gewerbeverhältnissen des Königreichs. selben (Rom, 1886) bringt fehrsverhältnisse der Provinz Venedig. Den eingehenden Berichten? sind zwei ausgezeichnete Uebersichtskarten beigegeben, von denen die! eine die Eisenbahnen und Staats- sowie sonstigen öffentlihen Straßen!

der Provinz, die andere die Sitze der Industrie veranshaulicht. Am | das Hütten- und F

stärksten vertreten sind folgende Industriegruppen : Salinenwesen, die Metall- und chemische Industrie mit 10 077 Arb, ! vie Industrie der Nahrungs- und Genußmittel mit 365 Arb., die! Textilindustrie (exkl. Leinenindustrie im Hausbetriebe) mit 4568 Arb. und verschiedene andere Industriezweige mit 2559 Arb,, zusammen mit! 17 569 Arb Unter den einzelnen Industriezweigen behauptet die Glas- und Glasperlenfabrikation mit 4793 Arbeitern gegenwärtig den ersten Plaß, m<t nur, weil sie allein 27,3 9% aller irdustriellen

Einnahmen des venetianishen Handels ausmacht. dieser Industrie sind Venedig selbst und gelegene Gemeinde Personen in den verschiedenen Zweigen dieser Fabrikation, wie aus” folgender Uebersicht glatten, massiven Glas- derjenigen zum gewöhnlihen Gebrauch) 115 Personen, bei der F fation von Emaille in Gold, Silber, Personen, bei der Fabrikation von groben 3010 Personen, bei der Glasbläserei vor der Lampe 375 sonen, bei der Herstellung von Gläsern und Krystallen gewöhnlichen Gebrau<h 450 Personen. Dieselben auf 56 Fabriken und 160 Werkstätten. zum Theil aus Jtalien, lande bezogen; Der Werth der Produkte

Per- zum

beziffert si<h jährlih auf etwa 10 Millionen Lire; weder lose in Kisten und Beuteln, oder in Schnüren. ist Abnehmer davon; ein besonders großer Theil wo in Paris, Lyon, Lille, Angers 2c. große Fabri die rohen Perlen weiter verarbeiten und in den Handel bringen. Auch íIndien und Afrika sind gute j fation {on vor Jahrhunderten in hoher Blüthe stand und noch steht. Schwerin, 31, Oktober. Auf dem Seminarhofe zu Neukloster bei Wismar ist vorgestern ein von den Volkss\chullehrern in Medlenburg dem hochseligen Großherzog Friedri<h Franz 1. errihtetes Denkmal aufgestellt worden.

welches von dem Bildhauer Schweriner, modellirt worden ist. Residenz-Theater. Das Gondinet' sche Großstädter“ erlebt heute bereits die 25. Aufführung. feitserfolg ist dem Stück allabendlich treu geblieben.

Lustspiel

Belle-Alliance-Theater. Fr. Marie Geistinger be i i do bedarf die geniale Künstlerin no< einiger Tage der Ruhe und wird voraussichtlich L B

0 dabin bleibt der „Suppé-Abend“, der am Sonntag bei vollständig"

findet sih auf dem Wege der Besserung, Ende dieser Woche ihre Gastspielthätigkeit wieder aufnehmen.

ausverkauftem Hause wieder einen außerordentlichen Erfolg erzielte,

auf dem Repertoire.

Das Walhalla- Theater hat die Operette

Kroll's Theater. Königlich niederländishe Hofsängerin, Frl. Dyna Í belgishe Hofpianistin Frl. Zélie Moriamé und der Königlich preußishe Concertmeister Hr. Jules de Swert, deren 1. Concert für morgen, Mittwoch, angezeigt ist, getroffen.

Bäder-Statistik.

Aachen. Die Gesammtzahl der seit 1. Januar d. J. bis jeßt in Aachen eingetroffenen Fremden beträgt 27 329. Vgl. über Aachen: Aachen, Burtscheid und Umaebung. Neuester Führer für Kurgäste und Touristen, von Dr. B. M. Lohrsch. (X, 114 S.), geh. 1,20 46 Vierte Auflage. Mit Holzschnitten, Umgebung. Fremden besucht.

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S < olz).

Oru> der Norddeutshen Buchdru>kterei und Verlags-Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen (einshließli< Börsen-Beilage), und die Juhaltsaungabe zu Nr.

Berlin:

für die Woche vom 25. bis 30. Oktober 1886.

edwigs-Kirche in Berlin F rörterung der verschiedenen bei t die Akademie F uppel ist das F

ist un

Nachrichten über die Industrie- und Ver-! {

Arbeiter beschäftigt, sondern weil sie au<h cinen bedeutenden Bruchtheil der Die Hauptsitze F die auf einer Laguneninsel Murano ; beide beschäftigen gegenwärtig 4580

hervorgeht. Es sind thätig bei der Fabrikation von | - und Emaillewaaren sowie von Hohlglas 600 Personen, bei der Fabrikation von Gläsern und Krystallen Ge, P abri- Farben, Mosaikarbeiten 2c. 30 F und feinen Glasperlen!

vertheilen sh Das Material wird * zum größeren Theile aus dem Aus-* (wenn wir uns auf die Glasperlen und die vor der Lampe geblasenen Artikel bes<ränken) davon gehen etwa" für 6 Millionen ins Ausland. Die Ausfuhr der Perlen geschieht ent- Ganz Europa eht nah Frankreid), en bestehen, welhe" "7

Abnehmer dieses Produkts, dessen Fabri-

( : Or Das Monument besteht!" aus einer in Bronze gegossenen Büste des verewigten Landesherrn, Berwald in Berlin, einem geborenen"

„Der Der Heiter:

Vagabund“, von Carl Zeller, erworben, welche vor einigen Tagen! 0 im Carl-Theater in Wien mit großem Erfolge gegeben worden ist.

Das mehr erwähnte Künstler-Trio : die Beumer, die

ist bereits gestern in Berlin ein

Stadtplan und Karte der Wiesbaden wurde bis Ende Oktober von 81051

5 des öffentlichen Anzeigers (Kommanditgesellschaften auf Aktien und Aktiengesellschaften)"

Í

M 298,

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Prenßischeu S

Berlin, Dienstag, den 2. November

1. Stefbriefe and Untersuchungs-Sachen.

2. Zwangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen 3. Verkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

4. Verloofung, Zinszahlung

1) Ste>briefe_ und Untersuchungs - Sachen.

S Steckbrief. A den unten beschriebenen Kaufmann Gustav Otto Gunkel, welcher sich verborgen hält, ist in den Akten V. R. I. 569/2. 86 die Untersuchungshaft wegen betrügerischen Bankerutts verhängt.

Es wird ersuht, den 2c. Gunkel zu verhaften und in das Untersuchungsgefängniß zu Alt-Moabit

2 abzuliefern. : bbs, Uit-Moabit Nr. 11/12 (NW.), den 96. Oktober 1886. : L Der Untersuchungsrichter

bei dem Königlichen Landgerichte I.

Beschreibung: Alter 23 Jahre, geboren _am 99 Zuli 1863 in Berlin, Größe 1,66—68 m, Sta- tur \<lank, Haare blond, Stirn frei, Bart rasirt, Augenbrauen blond, Augen blau, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnli, Zähne vollständig, Kinn pi, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe blaß, Sprache deut|<.

3756 Steckbrief. : i in den unten beschriebenen Scriftseper Gruft Karl Max Hartmaun aus, Eberéwalte, zuleßt in Naumburg a. S., welcher flüchtig ist, ist die Unter- \fuchungshaft wegen Diebstahls verhängt. :

Gs wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Gerichts-Gefängniß zu Naumburg a. S. abzu-

liefern. : ; Naumvurg a. S-, d E 18836.

Königliches L : Beschreibung: Alter 19 Jahre, Größe 1,60 m, Statur unterseßzt, Haare hellblond, tirn rei, Augenbrauen blond, Augen blau und groß, Nase ge- wöhnli, Mund gewöbnlich, Zähne vollständig, Kinn oval, Gesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deuts<h. Besondere Kennzeichen: Sommer]pro)jen. Steckbrief. a ; Gegen den unten beschriebenen Scriftseßzer Julius Hees aus Kreuznach, zulchßt in Naumburg Le welcher flüchtig ist, ist die Untersuchungshafkt wegen Diebstahls verbängt. Es wixd ersucht, d das Gerihts-Gefängniyß zu zuliefern. 5 : Rid a. S., den 29. Oktober 1886. Königliches Amtsgericht. _ L Beschreibung: Alter 19 Jahre, Größe 1,59 m, Statur \{<mä<tig, Haare blond, Stirn hoch, Augen- brauen blond, Augen blaugrau, Nase normal, Mund normal, Zähne vollzählig, Kinn rund, Gesicht rund, Gesichtsfarbe blaß, Sprac{e deuts, etwas \<nell und \totternd, besondere Kennzeichen: auf beiden Kopfseiten zwischen der Stirn bis zu den Ohren fast keine Haare.

[37563]

denselben zu verhaften und in Naumburg a. S. ab-

[37492] Stecébriefs-Erneueruug- 5

Der gegen den Holzhändler Jean Chrétien Alphonse Sarius, geboren am 92. September 1847 zu Berlin, wegen wiederholter schwerer Urkunden- fälshung von dem Untersuchungsrichter des Könige lichen Landgerichts I. Berlin unter dem 1. Juli 1884 in den Akten U. R. 11, 500 v._1884 jeßt J, U V, 57 v, Lo04 erlassene Steckbrief wird hierdurch erneuert. E

Berlin, den 5. Oktober 1836. _ : Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I.

[37546] Stectbriefs-Erledigung._ :

Der gegen den Arbeiter Robert HSilse wegen Diebstahls in den Akten J. 1I. B. 371, 86 unter dem 96. Juni 1886 erlassene Stetbrief wird zurü>ge- nommcn.

Verlin, den 30. Oktober 1886.

Staatsanwaltschast bei dem Königlichen Landgericht I.

Stectbriefs-Erledigung. Laufburshen Heinrih Gustav Ro- bert Müller wegen s<weren Diebstahls und \<we- rer Urkundenfälshung in den Akten V. R. II. 517, 89. unter dem 24. Augujt 1886 erla}sene Steckbrief wird zurückgenommen.

Berlin, Alt-Moabit Nr. 11/12 (NW.), den 98, Oktober 1886. : Königliches Landgericht T. Der Untersuchungsrichter.

IJohl.

[37545] Stecfbriefs-Erledigung. Der gegen den Restaurateur Adolf Christian Gustav Hagemeister wegen Kuppelei in actis 9. 11. 1275/79 unter dem 1. September 1880 erlassene Steckbrief wird zurü>kgenommen Berlin, den 29. Oktober 1886. : Staatsanwaltschaft bei dem Königlichen Landgericht I.

[37547] Steckbriefs-Erledigung.

Der unterm 6. September 1886 hinter den Schreiber Hermann Robert Theodor Strelow aus Kartow eclassene Steckbrief ist erledigt.

Potsdam, den 29, Oktober 18836.

Königliche Staatsanwaltschaft.

[37543] Der gegen den

[37083] :

Am Vbend des 28. September d. Is. ist auf der Eisenbahnstrete zwishen hier und Büchen in der Nähe von Schwanheide ein etwa 30jähriger Mann verunglückt, welher mit cinem direkten Fahrbillet IV. Klasse für die Reise von VDêwiecim (in Ober- \<lesien) nah Hamburg versehen war und bei welchem \i<h 76 russishe Rubel in Noten vorgefunden haben. Der Rest dieses Geldes, na<h Abzug der Kosten der Beerdigung, mit gegen 100 1, wird hier no< ausbewahrt und kann, na< Abzug der Kosten

x. von öffentlichen Papieren. 5. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesell\h

u. dergl.

O efffentl

SaiS pelt R E wi iei die

dieser Aufforderung, dem oder den genügend legiti- mirten Erben oder Re<htsnacfolgern des Verstorbenen ausgeantwortet werden. Ueber die Persönlichkeit des Verunglückten, welcher dihtes {<warzes Haupthaar und cinen \{<warzen Schnurrbart trug, ist bisher ni<ts weiter ermittelt, als daß er vermuthli<h zu einer Auswanderergesellschaft gehörte, und ist zu be- merken, daß das bei ihm gefundene Taschentuh mit P. U. 6. gezeichnet war. ie hier no< asservirten Sachen des Verstorbenen können auf hiesiger Ge- rihts\<hreiberei in Augenschein genommen werden. Gleichzeitig ersuhen wir alle s. t. Behörden um ge- fällige Mittheilung aller, zur Ermittelung der Per- fönlihkeit des Verstorbenen und seiner Angehörigen dienlichen, zu ihrer Kenntniß gelangenden Umstände.

Boizenburg a. Elbe, den 27. Oktober 1886.

Großherzoglich Me>lenburg-Schwerinsches Amtsgericht. [33899] Oeffentliche Ladung. Der Wehrpflichtige Josef Kahn, zuleßt zu Hamm wohnhaft, geboren zu Lahr, Kreis Oberlahn, am 15. Juli 1865, wird beschuldigt, als Wehrpflichtiger in der Absicht, si< dem Eintritt in den Dienst des schenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen, oder nach crreichtem militärpflichtigen Alter sich außerhalb des Bun- desgebiets aufgehalten zu haben.

Vergehen gegen $. 140 Abs. 1 Nr. 1 Str.-G.-B.

Derselbe wird auf den 15. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer des Königlichen Mndgerihts zu Dortmund zur Hauptverhandlung geladen.

Bei unentschuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nah S. 472 der Straf-Prozeß- Ordnung von dem Königlichen Landrathsamt zu Limburg a. Lahn über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsahen ausgestellten Erklärung verur- theilt werden. M. 2380—86.

Dortmund, den 7. Oftober 1886.

Königliche Staatsanwaltschaft.

2) Zwangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[37610]

Nach heute cerlassenem, seinem ganzen Inhalte na< dur< Anschlag an die Gerichtstafel und durch Abdru>k in den Me>lenburgishen Anzeigen bekanni gema<htem Proklam finden zur Zwangsversteigerung der dem Krüger August Wie> gehörigen Büdnerei Nr. 9 a. zu Neu-Rethwish mit Zubehör Termine:

1) zum Verkaufe nah zuvoriger endlicher Regu- lirung der Verkaufs-Bedingungen am

Sonnabend, den 29. Jauuar 1887, Vormittags 12 Uhr, Veberbot am ; Mittwoch, den 2. März 1887, Vormittags 12 Uhr,

3) zur Anmeldung dinglichher Rechte an das Grundstü und an die zur íImmobiliarmasse desselben gehörenden Gegenstände am

Sonnabcnd, den 29. Januar 1887, Vormittags 11 Zhr, im Amtsgerichtsgebäude statt.

Auslage der Verkaufsbedingungen vom 21. Januar 1887 an auf der Gerichtsschreiberei und_ bei dem zum Sequester bestellten Rentner von Scha>k in Doberan, welcher Kaufliebhabern nah vorgängiger Anmeldung die Besichtigung des Grundstücks mit Zubehör gestatten wird.

Doberan, den 29, Oktober 1886.

Großherzogli<h Mecklenburg-Schwerinsches Amtsgericht. von Ohlenburg. Veröffentlicht: Kroll, Aktuar.

2) zum

[37416]

Wie vorgestellt, ist die Wittwe des weil. Gerichts- Direktors Johann Carl Wilhelm Kropp zu Varel, Hiuriette Charlotte, geb. Hayessen, daselbst verstorben und beabsichtigen deren Erben, als: E

1) die verwittwete Ober-Appellations-Räthin ea Ida Sophie Christiane, geb. Kropp, tin

elle,

9) die Ehcfrau und Gütergenossin des Proprietärs Emil Carl Heinrih Ludwig Heeder in Varel, Theodore Sophie, geb. Kropp, daselbst, mit ihrem genannten Chemanne, ;

3) Hermann Ludwig Kropp daselbst,

4) Eduard August Eyting daselbft,

5) die Ehefrau des Alexander Meyer zu Varel, Henriette Johanne Caroline geb. Eyting, daselbst,

in Beijtandschaft ihres genannten Chemannes,

6) Fräulein Helene Johanne Albertine Eyting da- selbst und

7) Carl Anton Wilhelm Eyting daselbst, die zum Nachlasse der Erblasserin gehörigen Im- mobilien, bestehend in: 4

1) einer zu Phiesewarden belegenen Hoffstelle, fatastrict in der Mutterrolle der Gemeinde Blexen unter Artikel Nr. 167, Flur 8, Parz, 398/36, 399/36, 400/37, 401/38, 984/39, 265/39, 40, 41, 42 und 44, und Flur 10, Parz. 52, 119/53, 54, 59, 120/56, 57, 121/58, 122/59, 123/60, 124/61, 127/65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 123/72 und 129/73 zur Größe von ha 53,25,57,

9) einer zu Stollhammerahndeih belegenen un- behauscten Hofstelle, katastrirt in der Mutterrolle der Gemeinde Stolllßamm unter Artikel 188, Flur 14, Parz. 53, 54 und 99 und Flur 15, Parz. 55, ot, 104, 105, 971/93, 272/94, 273/99, 574/97 und 275/106, zur Größe von ka 29,64,92,

dur den Auktionator Wehlau zu Tossens öffent- | lich meistbietend verkaufen zu lassen.

icher Anzeiger.

Es werden nun alle Berechtigte aufgefordert, ihre hypothekarishen Forderungen an Kapital, Zinsen und Kosten und ihre sonstigen dinglichen Ansprüche, insbesondere au< Eigenthums-, lehnre<htlihe und fideifommissarishe Rechte, Reallasten und Servi- tuten bei Strafe des Verlustes des dinglichen An- spruchs in dem auf _ den 14. Dezember 1886

hierselbst angeseßten Angabetermine entweder \rift- li<h oder mündli<h zum Protokolle des Gerichts- \chreibers anzumelden.

Der Aus\clußbescheid erfolgt am

15. Dezeraber 1886. Termin zum öffentlichen Verkaufe der obverzei<- neten Immobilien findet am 16. Dezember 1886, Vormittags 11 Uhr, im Gerichtslokale des Großherzoglichen Amtégerichts Butjadingen statt. Ellwürden, 1886, Oktober Großherzogl. Amtsgericht Butjadingen, Abth. L. Ellerhorfst. [59785] Aufgebot.

Der Maler Theodor Bauhus zu Kellen bei Kleve hat das Aufgebot der Schuldverschreibungen der fonsolidirten vierprozentigen Preußischen Staats- anleihe Litt. C. Nr. 11257 und 61061 über je 1000 A beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf

den 26. März 1887, Vornitta@s 113 Nhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof parterre, Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung der Urkunden erfolgen wird. Verlin, den 20. Februar 1886. Das Königliche Amtsgericht I.

[25339] Aufgebot. Der Kaufmann Karl Kohn Aufgebot des von Karl Kohn 97. Dezember 1883 ausgestellten, von Seelig Moses acceptirten, am 15. Januar 1899 bei S. Schönwald in Berlin zahlbar gewesenen Wechsels über 2500 M, versehen mit Vlanco-Giro von Karl Kobn, I. Saal- mann und Otto Gaede, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf deu 6. Mai 1887, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof part., Saal 32, anberaumten Auf- gebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Verlin, den 12. August 1386. Das Königliche Amtsgeriht I.

Le Aufgebot. Auf dem im Grundbuche von Bl, 40 und in den G. A. Reg. LXXIV. Nr. 427 geführten Wohnhause des Dachdeckers Albert Franke und dessen Ehefrau, Friederike, geb. Pirl, in Gröbzig, stehen in rubr. Il. 1 e 480 M Nestforderung aus dem Consense vom 1/1. Mai 1872 für die Geshwister Anna und Friedri<h Pirl, von denen die Erstere mit Hinterlassung ihres Chemannes, des Schmiedes Hermann Menke zu Roßlau a. E. und eines minorennen Kindes, Gu\tav Hermann Menke, verstorben ift, eingetragen. Die Schuldurkunde is angeblich verloren gegangen und haben deren Aufgebot i 1) der Schmied Hermann Menke zu Roflau a. E. für sih und seinen genannten Sohn,

9D

Abtheilung 48.

zu Berlin hat das zu Berlin unterm

Abtheilung 48.

Gröbzig B VI

un 9) der Schmied Friedri Pirl in Dessau beantragt. O Der Inhaber der Urkunde, nämlich der Schuld- und Hypothekverschreibung der Vorbesiterin, Wittwe Friederike Pirl, geb. Lindner, vom 1. Mai 1872 über ursprüngli<h 400 Thlr. = 1200 # [ur fünf Geschwister Pirl, bestätigt am selben Tage dur die vormalige Herzogl. Anhalt. Kreisgerichtskommission Gröbzig, wird hierdurch aufgefordert, spätestens in

dem auf :

Sonnabend, 14. Mai 1887,

Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Zimmer 15, an- beraumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, | die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird Cöthen, 23. Oktober 1886. Herzogl. Anhalt. Amtsgericht. T1. (L. 8.) Gust. Holzmann.

[34967]

Ausgeboî.

Die am 12. Mai 1885 zu Leobschüß verstorbene Grekutorwittwe Elisabeth Wagner, geb. Bayer, hat in ihrem am 23. April 1885 errichteten Testamente unter anderen Bestimmungen auch folgende (rone

„Den Ueberrest sollen die mir unbekannten Kinder meiner älteren Schwester Rosalie, geb. Bayer, erhalten. Meine Schwester Rosalie ist in Chrzelitz, Kreis Neustadt O.-S<hl., geboren und war an einen Gutspächter bei Myslowiß verheirathet. Nähere Angaben vermag ih nit zu machen.“

Auf Antrag des Testamentsexrekutors, Stadtrath |

Kosch hier, werden diese unbekannten Erben oder deren Rechtsnachfolger aufgefordert, ihre Rechte und Ansprüche auf den Nachlaß spätestens în dem auf

den 18. Februar 1887, Vormittags 11 Uhr, anberaumten Termine, bei dem unterzeichneten Gericht, Terminszimmer Nr. 16 b. anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren Ansprüchen und Rechten ausgeschlossen, und der Nachlaß, soweit er auf sie entfallen bis auf die dur< das Aufgebotsverfahren entstehenden

6. Berufs-Genossenschaften. 7. Wochen-Ausweise der deutshen Zettelbanken. 8, Verschiedene Bekanntmachungen.

9, Theater-Anzeigen. l 10. Familien-Nachrichten. |

widrigenfalls ;

úIn der Börsen-Beilage.

Kosten dem Fiskus ausgeantwcrtet werden wird, und ale nah der Ausschließung sich meldenden Erben die Verfügungen des Fiskus anerkennen müssen, und weder Rechnungslegung no< Ersa der erhobenen E, sondern nur Herausgabe des no< Vor- handenen fordern dürfen.

Leobschütz, den 11. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung V.

[20158] Aufgebot.

Das Sparkassenbuch der städtischen Sparkasse zu Frankfurt a. O. Nr. 25215 über 57,06 #4, aus- gefertigt für die Wittwe Karoline Gade, geb. Mann, aus Brieskow, ist angeblich verloren gegangen und soll auf den Antrag der Eigenthümerin zum Zwe>ke der neuen Ausfertigung amortisirt werden.

Es wird deshalb der Inhaber des Buches auf- gefordert, spätestens im Aufgebotstermine

am 10. März 1887, Vormittags 11 Uhr, fei dem unterzeichneten Gerichte, Oderstraße 953/94, Zimmer 16, seine Rechte anzumelden und das Spar- fassenbu< vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos» ertlärung erfolgen wird.

Frankfurt a. O., den 1. Juli 1886.

Königliches Amtsgericht. II. [37427] Nusfgebot.

Der Brinksiter und Tischlermeister Heinrich Lüders zu Kirchberg und dessen Ehefrau, Wilhelmine, geb. Rieke, haben glaubhaft gemacht:

daß das aus der Obligation vom 20. November 1869 resp. der Cession vom 30. September 1875 relevirende und im Grundbuche bei dem der Che- frau Lüders zugehörigen Brinksißerwefen No. ass. 7 zu Kirchberg zu Gunsten des Bäckermeisters Friedrich Schütte, jet zu Badenhausen eingetragene Hypo- thekenkapital zu 200 Thlr. nebst Zinfen zu 49/6 längft getilgt sei, daß die Ausfertigungen der gerichtlichen Schuld- und Pfandurkunde vom 20. November 1869 resp. des gerichtlihen Cessionsprotokolls vom 30. September 1875 aker abhanden gekommen seien.

Auf Antrag der Lüders\hen Eheleute werden der unbekannte Inhaber der vorgedachten Urkunden, \o- wie Alle, welche auf das durch jene Urkunden ver- briefte Hypothekenkapital Anspru machen, hierdur< aufgefordert, ihre Rechte, eventuell unter Vorlegung der genannten Urkunden, spätestens in dem auf

Montag, den 16. Mai 1887, Morgens 10 Uhr, angeseßten Termine anzumelden , widrigenfalls die Kraftloserklärung der genannten Urkunden erfolgen und die Hypothek gelöscht werden solle.

Scesen, am 23. Oktober 1886.

Herzogliches Amtsgericht. Haars. [37608] Aufgebot.

Der Häutehändler S. Steinharter zu München, vertreten dur die Rechtsanwälte Dr. Löwenstein IT. und 111. zu Stuttgart, bat das Aufgebot eines ihm angebli< am 1. September 1886 auf dem Bahnhofe zu Stuttgart gestohlenen Wechsels über 100 M. beantragt, welcher am 2. August 1886 von Feigen- heimer & Burger ¿zu Mühenigen auf Lampert Hirschberger zu Dögingen gezogen, von diesem accep- tirt, am 30. Oktober 1886 verfallend und von Jacob Göppinger jr. in Reutlingen in blanco auf den Antragsteller girirt ist. __ :

Der Inhaber des Wechsels wird spätestens in dem auf

Montag, den 6. Juni 1887, Vormittags 10 Uhr, i: vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Auf- gebotstermine scine Rechte anzumelden und die Ur- funde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. :

Dannenberg, den 26. Oktober 1286.

Königliches Amtsgericht, Abtheilung Il. Dettmer. [37613] Aufgebot. E /

Die unverehelihte großjährige Auswärterin Char- lotte Eder aus Schwetz a. W. ist in der Nat vom 95, zum 26. November 1871 aus ihrer hiesigen Wohnung verschwunden. Seit dieser Zeit ist die Charlotte Eder verschollen. Auf Antrag des Vor- mundes der verschollenen Eder, des Justiz-Raths Philipp Apel in Schwetz wird die Verschollene auf- gefordert, sich spätestens im Aufgebotstermine am

16. September 1887, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 5, \chriftli<h oder persönli zu melden; dieselbe Auf» forderung ergeht an die unbekannten Erben und Erb- nehmer der Versholleen

Unterbleibt die Meldung, so wird die Verschollene für todt erklärt werden. e

Schwetz, den 26. Oktober 1836.

Königliches Amtsgericht. Jacobi.

aufgefordert,

36969] [ Die Lehrerin Auguïte Quenstedt, die Wittwe des Chorsängers Henry Kühne, Charlotte, geb. Schacht, das Presbyterium der reformirten Kirche, die Erben des Rechtsanwalts und Notars Egmont Lucius hie- selbst haben das Aufgebot der gerichtlihen Obliga- tionen und Kaufbriefe vom a. 6. April 1837, laut welher dem Scneider- meister Heinri Carl Christian Quenstedt gegen Verpfändung des an der Neuenstraße gelegenen Hauses und Hofes sammt Zubehör, insbesondere dem Abfindungsplane Nr. 339 im Schweineanger 400 Thlr. Gold nebst 4%/o Zinsen zustehen; 14. Oktober 1875, laut wel<her der Bild- hauer Christian Berthold Wilhelm Ahrens

würde, !

f

gegen Verpfändung des am Nielnkulke Nr. 1233 e. gelegenen Hauses und Hofes