1886 / 260 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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L Ca E amit pat M Nr wt Ä a TEE E O rer L Tr f 2, - . E Ee

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e „Me>lenburgis Ges Landesstrafre<t. Die in den Großberzogthümern F enburg einschließli< des Fürstenthums Ragte- burg in Geltung E landesrehtlihen Verordnungen \traf- rechtlichen Inhalts, zu ammengestellt und erläutert von Dr. C. Göf ch, Landgerichts-Rath in Schwerin, und A. von Düring, Landgerichts- Rath in Néustrelisg. Schwerin 1886. Konumission der Bâären- \sprung’schen Hofbu<hdru>erei. Die Verfasser haben es sich in diesem Werk, von dem im Laufe dieses Jahres die ersten beiden Hefte erschienen sind, zur Aufgabe gemacht, eine usammenstellung derjenigen Landesgesetze stra e<htlihen Inhalts zu geben, welche au nah der Einführung des Reichs-Strafgeseßbuhs und anderer Reichsgeseße noh in Geltung geblieben sind. Dab werden die im Einzelnen getroffenen landes- und reihsgeseßliGen Abänderungen sowie die in der Praxis aufgekommenen Zwei el und die den Herausgebern zugänglich

ewesenen Entscheidungen der Gerichte und, höheren Verwaltungs- behörden sorgfältig berü>sitigt. Bei den mitgetheilten Geseßen und Verordnungen finden \i<h Hinweise auf die einshlagende Literatux, sowie auf diejenigen Recht8gebiete, denea sie < anshließen. Man kann zwar bin und wieder mit den Bearbeitern \treiten, ob die von ihnen aufgenommenen Vorschriftea no@ Geltung haben oder nicht; aber gerade in der Mitberüsichtigung derartiger Bestimmungen zeigt si<h die Vorsicht der Compilatoren, die den Werth des Werkes, welches reihes re<tsges<hi<tli<es „und fritishes Material, bcsonders in den beigefügten Anmerkungen bietet, noh erhöht. Das dritte und Le Heft des Werkes wird wohl erst im nächsten Jahre erscheinen.

it demselben soll ein <ronologisches Verzeichniß aller einheimischen

. strafre{<tlihen Verordnungen nebst einem Sachregister verbunden sein.

Souheur (Hauptmann), „Taktische und strategi\<- taktishe Aufgaben für Felddienst-, Gefechts- und Detachhements-Uebungen, Feld-Uebungsreisen und für das Kriegsspiel“. (E. S. Mittler u. Sohn, Königliche Hof- Bubandlung, Berlin, Kochstraße 68—70. 2,409 M) Je mehr der Felddienst und das Kriegs\piel behufs Ausbildung von Truppen- führern in der Armee gepflegt werden, desto erwünschter werden Sammlungen streng durhdahter und mannigfaltiger Aufgaben für diesen Dienstzweig. Jhr Hauptziel muß sein, den Ausführenden zu nöthigen und zu befähigen, selbständig entscheidende Entschlüsse zu fassen. Sie müssen daher den Theilnehmern freien Spielraum ge- währen und vielseitige Situationen hafen. Diesen Zwe>, die Kriegsausbildung d.s Offiziers in jedem Wechsel der militärischen Lage im Auge, entwirft der Verfasser, vom Einfachsten zum Zu- sammwengesetßten fortshreitend, fünfundsiebenzig verschiedene Felddienft- und Kriegs\piel-Aufgaben, und zwar auf dem Terrain eines leicht coupirten Flahlandes und auf dem der Schlachtfelder von Meß. Die zum Studium nöthigen Karten sind dem Werkchen beigegeben ; be Agen lassen si<h unshwer für andere, ähnliche Terrains abändern.

Frankrei< in Wort und Bild. Seine Geschi@te, Geographie, Verwaltung, Handel, Industrie, Produktion, geschildert von Friedrih von Hellwald. Mit 459 Sllustrationen. Jn 50 Hesten zu je 75 Leipzig, Schmidt u. Günther. 44.—46. Heft. ‘Der Verfasser giebt in diesen Heften zunächst cine interessante Charakteristik der Pyrenäen, die si, wie er darlegt, dur< wunder- bare Regelmäßigkeit und Durchsihhtigkeit ihres Vaues auszeichnen. Er führt uns in die \{önen Thäler derselben, u a. nah Lourdes, dem bekannten Wallfahrtsort, wohin jährli viele Tausende ziehen, von der Quelle trinken und in dem Wasser baden, wobei sie von Damen und Herren der besseren Stände freiwillig bedient werden. Wir besuchen den Fabrikort Baréges, nah wel<hem Orte bekanntlich die Barége-Stoffe benannt worden sind, und den weltberühmten Cirque de Gavarnie, ein von der Natur angelegtcs wunderbar symmetrishes Amphitheater. Geradezu herrlih liegt der Badeort Luchon, wo alles vereinigt ist, um eine paradiesishe Landschaft zu \chaffen, dann. der ho<hromantishe See von Do und wie alle die [<önen Punkte der Pyrenäen heißen. Darauf folgt die fruchtbare Landschaft des Languedoc mit Toulouse und anderen interessanten Städten, die wir nicht alle aufzäßlen können. Auch diese Hefte sind reich illustrirt.

Von höchstem Interesse sind die im Novemberheft der „Deutschen Rundschau“ (herausgegeben von Jul. Rodenberg, Verlag von Gebr. Paetel, Berlin) mitgetheilten Aufzeihnungen: „Weimar in den neunziger Jahren“, welche aus dem Nachlaß Garlieb Merkel’s stammen, eines livländischen Sqriftstellers von hervor- ragender Begabung, der zu Ende des vorigen Jahrhunderts geraume Zeit hindur in Weimar gelebt hat und in nähere Beziehungen zu dem Musenhofe getreten war. Von ganz besonderem Werth sind Merkel's Aufzeihnungen über die einzelnen Dichterfürsten , namentlich über Goethe, Herder und Wieland; er schildert uns dieselben weniger nach ihrem poetishen als na<h ihrem menshli<hen Werth, und zwar in anschaulihsten, frischesten ba Von Julius Rodenberg's neuestem Abschnitt seiner fesselnden „Bildec aus dem Berliner Leben“ finden wir im vorliegenden „Rundschau“ Heft den Schluß. Der Verfasser sührt uns nah „dem Herzen Berlins“, der Gegend um das Rathhaus, neben den modernen Verhältnissen stets die Vergangenheit streifend, dabei uns Berlin und die Berliner vor Augen führend, so treu und lebenswahr, wie es bisher nur wenige vermo<ht. Das handels-geographisce Gebiet streift Hellmuth

olakowsky mit seinem eingehenden Aufsaß über den Panama-Kanal, in kurzen, fesselnden. Zügen ein Bild seiner Geschichte, seiner Bedeu- tung, [eines gegenwärtigen Stadiums gebend. Troy der unsagbaren Schwierigkeiten zweifelt der Verfasser niht an dem Gelingen des gigantischen Plans und stellt dessen Verwirklichung bereits für 1890 in Aussiht. Ein ausgezeichnetes literarishes Porträt Henrik JIbsen's, des großen nordischen Dramatikers, entwirft Otto Brahm. Am Schluß seines trefflichen Aufsaßes sagt er: „Aber näher oder ferner, die Zeit muß kommen, in der die Erkenntniß der Pflicht, Jbsen's Werke auf den deutschen Bühnen heimisch zu machen, unter uns aufsteht. Denn hier ist ein Dichter erwachsen, der, allem Epigonen- thum entsagend, zum unbekannten Strande den Mast richtet, den es mit wehenden Wimpeln eiuer im Werden begriffenen Kunst entgegen- zieht.“ Die leßten bedeutsamen historishen Werke über das perikleische Zeitalter zusammenfassend, giebt Professor Gottlob Egelhaaf eine an neuen Gesichtspunkten reiche Charakteristik des großen athenischen Staatêmannes. Ueber das gewaltige Erdbeben in Neu-Seeland be- rihtet J. Lobse in wabrheitsgetreuer, ergreifender Weise. Den belletristischen Theil des „Rundschau“-Novemberheftes füllt eine Novelle Ossip Schubin's : „Etiquette“, eine feine, gragióse Gabe, ‘aus. Ferner finden wir die wohlbekannte „Politishe“ fowie eine eingehende F Rundschau“, daneben literarishe und bibliographische

otizen.

Die in Leipzig am 6. d. M. erscheinende Nr. 2262 der „Illustrirten Zeitung“, enthält folgende Abbildungen: Die Columbus-Statue für St. Louis in Nord-Amerika, modellirt und ge- gefsen von Ferdinand von Miller, Ferdinand von Miller

fizzen aus Deutsch-Ost-Afrika. 2 Abbildungen. Originalzeichnungen von R. Hellgrewe. Rast in_ einem Negerdorfe (Matungu in der Niakata - Ebene). Auf der Flußpferdiag am Wami. Friedrich Pa Graf von Beust, f am 23. Oktober. Aus der Ju- iläums - Kupystausstellung zu Berlin: Harter Kampf. Nach dem eigenen Gemälde auf Holz gezeihnet von Richard Friese. (Zwei- seitig.) Von Bregenz über den Arlberg na Tirol. 8 Abbildungen. Nah der Natur gezeihnet von G. Haid. 1) Bli>k auf Bregenz und den Bodensee. 2) Bli>k auf die Scesaplana bei Bludenz. 3) Partie aus Bludenz. 4) Feldkir<h mit der Feste. 5) Stuben auf dem Arlberg. 6) Auf dem Wege nah Dalaas. 7) Einfahrt in den ‘Arlbergtunnel bei St. Anton. 8) Ausfahrt aus dem Tunnel bei Langen. In der Strandkneipe. Nach einem Ge- mälde von Rudolf Jordan. Ein unbekanntes Porträt Heinrich B aus dem Jahre 1843. Polytehnis<he Mittbeilungen: andtuhweibchen. Der Wechmar'sche lugapparat. Der Luftballon im Dienste der Meteorologie. (2 Abbildungen.) Eine neue Makart- Dekoration. Einsturz des großen Wasserthurms auf Long Island in Nord-Amerika am 7. Oktober. Moden: Bulgarenbaschlik.

Veterinärwesen. Dänemark. Laut Bekanntmachung des Königlis dänischen Ministeriums des Innern vom 18. Oktober 1886 ist die Einfuhr von lebendem Rind-

dieb, Schafen, Ziegen und Schweinen aus Norwegen na<h Däne- mark verboten worden.

Gewerbe und Handel.

Vom Berliner Pfandbrief- Institut sind bis Ende Oktober 1886 6509400 M 349/oige, 20214 300 M 4°/oige, 44520600 M 449/ige und 9457 M 59/oige, zusammen 80 701 500 Pinseeie ausgegeben, wovon no<h 6449400 31%%ige, 18217200 M 49°/oige, 9 989 800 M 449/oige und 4 958 400 M 5 9/oige, zusammen 59 614 800 M Pfandbriefe Seitens der Grundstü>sbesißer verzinsli< sind. Es sind zugesichert, aber no< niht abgehoben 448 800 H, im Laufe des Monats Oktober 1886 ae 1 Grundstü> mit einem Feuerversiherungöwerthe von

Der Aufsichtsrath der Dortmunder Aktienbrauerei E der Generalversammlung eine Dividende von 20 0/6 vorzu-

agen.

Nürnberg, 2. November. (Hopfenmarktberi <t von Leopold Held.) Am Markt ist fortgeseßt rege gros na gutfarbigen Hopfen, wenn auch der Einkauf niht mehr ein jo forcirter wie Mitte der Vor- woche ist. Grline Waare behaupt t sich stekf. Glanzvoll glattgelb- lie Hopfen werden für Export in kleinen östchen gesucht. Im großen Ganzen ist die Stimmung ruhiger als in der eten Woche. Die Notirun- gen lauten: Gebirgshopfen 5 —75 4; Markthopfen 30—5d H; Aisch-

ründer 45—70 4; Hallertauer prima 75—90 Æ, mittel 55—65 H, ürttemberger prima 85—90 H, mittel 45—60 4; Badische prima 80—85 M, mittel 45—65 M; Wollnzacher Siegel 70—95 M; Spalter Land 75—150 4; Elsässer 30—60 M; Posener 40—75 M Dresden, 4. November. (W. T. B.) Die heutige außer- ordentliche Generalversammlung der Sächsischen Bank, in welcher dur< 23 Aktionäre 4097 Aktien mit 967 Stimmen vertreten waren, genehmigte einstimmig alle Anträge der Verwaltung: wegen Abänderung

der Statuten. : New-York, 3. November. (W. T. B.) Der Werth der in der vergangenen Woche ausgeführten Produkte betrug

6 700 753 Doll. gegen 6 804 607 Doll. in der Vorwoche.

Submissionen im Auslande.

Belgien.

1) 17. November, 11 Uhr Vormittags. Börse zu Brüssel. Lieferung von Loos 1/2. Segeltuh . . Vorans{lag 17 900 Fr., vorl. Kaution 875 Fr.

3. Seilerwaaren .. 2 A400 E S «2400

4 S. E 10 767 500

5 Brennöl . 19 524 900

6. Theer, Leder 2c. 19041 900

f M x 16 281 800

8. Nägel und Werkzeug 5435 275

9/12. t Alsen,

P rennmaterial 2c. . .|„, 13680 ey 060

Lastenheft Nr. 23 in der C pedition des „Reichs-Anzeigers“.

2) 13. November, 11 Uhr ormittags. Justiz-Ministerium, Rue Ducale Nr. 2, Brüssel.

Lieferung bedeutender Quantitäten Lebensmittel aller Art und anderer Bedürfnisse für die Gefängnisse 2c. des Königreichs. 8 Loose. Näheres bei genanntem inisterium.

3) Nächstens. Börse zu Brüssel. Bau eines Bahnhofes zu Malines (Mecheln). Vorans<lag 500 000 Fr. Vorläufige Kaution 14 000 Fr. Auskunft beim Ingenieur en chef Direktor Goffir, Rue Latérale Nr. 2, und beim Architekten Janlet, Rue de la Concorde Nr. 54 zu Brüssel.

L T LULIS

Verkehrs - Anstalten.

London, 3. November, Abends. (W. T. B.) Der Castle- Dampfer „Garth Castle“ ist am 2. d. M. in Plymouth an- gekommen.

Sanitätswesen und Quarantänewesen.

Türkei.

In Mustapha Pascha an der Eisenbahnlinie Philippopel— Adrianopel ist eine Sanitäts-Kommission eingeseßt worden. Nach der für die leßtere unterm 24. August 1886 erlassenen Instruktion sollen alle aus Philippopel kommenden Züge einer ärztlichen Untersuhung unterworsen werden. Reisende, wel<he aus infizirten Gegenden kommen, müssen in Mustapha Pascha in dem zu diesem Zwedte eigens erbauten Baracenlazareth cine fünstägige Quarantäne dur<hmachen ; die Übrigen Reisenden können ihre Fahrt fortsetzen.

Ferner ist in Folge der Nachricht über das Auftreten der Cholera unter den Rekruten, welche aus Ungarn in Dolnia Tulza (Bosnien) eintrafen, unter den gleichen Modalitäten wie für Mustapha Pascha eine Sanitäts-Kommission an der Station von Mitrowiya auf Kosten der türkischen Regierung eingeseßt worden.

Die Quarantäne gegen Montenegro („Reichs-Anzeiger Nr. 177 vom 30. Juli 1886) ist neuerdings auf fünf Lage vermindert, gegen Malaga (Spauien) vom 8. Oktober 1886 ab eine solche auf volle 10 Tage festgeseßt worden. Dieselbe ist in den türkischen LWazareth- hâfen zu Tripolis (Afrika), Pacha Liman (bei Valona), Beirut und Clazomene (bei Smyrna) abzuhalten.

<weden.

Durch Bekanntmachung des Königlich \{wedis<hen Kommerz- Kollegiums vom 26. Oktober ' 1886 ist die italienishe Provinz Genua als von der Cholera befallen erklärt worden.

L __ Brasilien.

Die Kaiserli brasilianishe Regierung hat mittelst Erlasses vom 6. Oktober 1886 angeordnet :

1) daß der Hafen von Cagliari vom 19. September d. I. ab als infizirt zu betrachten ist ;

2) daß die übrigen Häfen der Insel Sardinien als verdächtig anzusehen sind;

_3) daß die aus dem infizirten Hafen kommenden Schiffe in den E des Kaiserreihs nur zuzulassen sind, na<hdem sie die strenge uarantäne auf Ilha Grande durchgemacht haben ;

4) daß die aus den verdächtigen Häfen kommenden Schiffe der- selben Quarantäne zu unterwerfen sind. wenn sie während der Reise Cholerafälle an Bord gehabt oder Waaren mitbringen, welche die Anste>ungsstoffe zu übertragen vermögen.

Berlin, 4. November 1886.

Morgen, Freitag, den 5. d., findet im Forstrevier Grune- wald K öniglihe Parforce-Jagd statt. Rendez-vous: Mittags 12 Uhr an der Saubucht.

JIhre Königliche Hoheit die Prinzessin Friedri Carl hat Sich bereit erklärt, das zuerst von dem D inen Carl, aa von Ihrem Gemahl, dem Prinzen Friedrich Carl innegehabte Pr o- tektorat über den Verein Cypria zu übernehmen.

Hr. Soyaux, der im Auftrage des Deutschen Kolonial- vereins einige in der südbrasilianishen Provinz Rio Grande do Sul gelegene Territorien auf ihre Brauchbarkeit für deutshe An- siedelung untersu<ht hat, wird heute in der Abtheilung „Berlin“ des Deutschen Kolonialvereins einen Vortrag: „Ueber die deutsche Einwanderung in Südbrasilien“ halten. Der Vor-

jag findet im gro Saale des Arhitektenhauses beginnt um 74 Uhr Abends. Der Zutritt ift frei. den vielfachen, \i< größtentheils widersprehenden L j lungen, die das Projekt eines Ankaufs der Kolonie-Distrikte Sa

eliciano in der Oeffentlichkeit gefunden haben, wird der Vortrag dd

rn. Soyaux, der nah den zu diesem we> vorgénommenen ei gehenden Untersu<hungen am besten in der Lage sein dürfte, cin kon, petentes und zuverlässiges Urtheil abzugeben, viel des Interefsanta bieten und sicerlih ae dazu beitragen, eine Klärung darüber herbe zufübren, wel<he Ziele der Deutsche olonialverein in dieser Richtu verfolgt und welche speziellen Zwe>ke dur die Gründung der Gesel) \haft „Hermau“ und dur< den Ankauf des Feliciano-Distrikts ay gestrebt werden. i

“Der Stolze'\<he Stenographenverein feiert sein ate Stiftungsfest am Sonnabend, den 6. d. M., im Deutschen Hej Lucauerstraße 15. Anhänger und Freunde der Stenographie könng Eintrittskarten zu 14 bei dem Vorsißenden des Vergnügungk Ausschusses, Rechtsanwalt Dr. H. Sauer, De léibenteritvele A erhalten. Ein neuer ortbildungsfkursus, hauptsächlich Mitglieder, die eben den t eoretishen Unterriht beendet haben, begin morgen, Freitag, den 5., Abends 8| Uhr, im Restaurant Eng, Hagrmsrase 19. Derselbe wird an edem folgenden Freitag fort geführt.

Das Pergamon-Panorama und das Diorama auf dey Ausstellungs-Plaß bleiben bis zum 31. Dezember d. J., von 10 Uh Normittags bis 4 Uhr Nacbmittags, geöffnet. Der Eingang i}t va der Alt-Moabiter-Straße, hinter dem Stadtbahn-Viadukt.

In Kroll's Theater gab gestern die Königlich niederländische Hofsängerin Frl. Dyna Beumer ihr erstes Concert. Di Sängerin ist eine höchst interessante Erscheinung, ausgestattet mi einem umfangreiben, te<nis< auf das forgfältigste ausgebildeta Mezzosopran ; alles was sie bietet an Fiorituren, Triller, ufen, Staccatos, aufs feinste, vornehmsie und zierlichste aus gefeilt und bis zur Unfehlbarkeit sier: kurz eine Gesangs fünstlerin allerersten Ranges, wel<he Kenner und Laien zu Bewunderung hinreißen muß. Leider aber is ihr Vortrag s marmorkalt, wie wir dies selten «in solchem Grade gehört haben, Wo man Wärme und Beseelung erwarten sollte, wie in dem Rubin steinen Liede „Du bist wie eine Blume“, da zeigt sih nur elegant! Manier; eine Serenade von Soubre und ein zugegeben S(lummerlied, ebenfalls französischer Herkunft, sagten ihrer Eigenart (und offenbar aud) französishen Schulung) weit besser zu. Großarti aber waren die Leistungen Frl Beumer's in der großen Ari aus dem „Barbier (der sie neue s<hwierige Verzierungen zugefügt hatte) und in den tere, müssen wir gestehen, zierliher, sauberer und technisch voll: endeter no nicht gehört zu haben. Der Beifall war denn au na dieser Schlußnummer ein ganz besonders reicher und wohlverdiente, Die Pianistin Frl. Zélie Moriamé, welche gleichfalls zum erste Male hier auftrat, erwies sich als eine sehr ges<hma>volle Künstlerin von feiner Ausgeglichenheit und Sicherheit der Technik, welche na mentli< in duftigem, delikatem piano-Spiel Vorzügliches leistet Sit bot außer der As-dur-Ballade von Chopin, das Presto von Scarlatti und die selten gespielte, ziemlich uninteressante 4. Rhapsodie von Liszt. Der hier seit Jahren gut akkreditirte Cellist Hr. Jules de Swert spielte mit rl. Moriamé zusammen die D-dur-Sonate von Rubin stein und ferner u_ a. ein von ihm selbst für Cello übertragen Nocturne (op. 27, Nr. 2) von Chopin sowie ein ebenso interessante wie ea Caprice burlesque eigener Komposition. Alle bereits längst gewürdigten Vorzüge seines ausgezeichneten Spiels brachte et glänzend zur Geltung. Au ihm wie der Pianistin Frl. Moriamé fehlte es ni<ht an der gebührenden Anerkennung. Das zweite und leßte Concert der drei Künstler findet am Sonnabend, den 6. November, statt.

Literarische Neuigkeiten und periodishe Schriften

Deutsche Kolonialzeitung. Organ des Deutschen Kolonial vereins in Berlin. (Verlag des Deutschen Kolonialvereins, Berlin 8M) 91, Heft (1. November). JInhalt: Deutscher Kolonialvereiu Abtheilung Berlin, Vorstandssizung vom 9. Oktober. Zwveigverein Braunschweig, Vortrag des Hrn. von Koseritz („Das Deutschthum in Rio Grande do Sul“). Vortrags-Tournée des Dr. Groth in Hanau, Eisena, Chemniß, Hof, Werdau, Plauen, Meerane, Dresden, Frei! berg i. S., Reichenbach i. V., Gera. —, Mittheilungen aus den Auskunftsbureau des Deutschen Kolonialvereins. 35) Ueber das Congo gebiet. 36) Militärpflichtige Auswanderer nah den Vereinigten Staaten von Amerika. Kolonialpolitishe Vorgänge und geogr phische Erforschungen Verwaltungseinri<tungen für das Schutzgebitt der Marschall-, Brown- und Providence-Inseln. Con; o-Eisenbahn. Refkognoszirungsreisen in der Kamerunkolonie. 1) fa rten auf dei Lungasi und Dongo. 2) Fahrten na< Mbinga und Ntiko. 3) Fahr nah dem Wuriflusse. 4) Fahrt auf dem Lungasiflusse. Tagebu(y aufzeihnungen in West-Afrika. Die wirthschaftlihen Verhältnisst der Vereinigten Staaten von Kolumbien. Von Dr. Alfred Hettner. Korea. Von Adolf Glo>er. Die Produktion der argentinischen Provinz Mendoza. Von Dr. P. A. Wos. Zur Kaffeckultur. 2) Die Anpflanzung. Von Heinrih Semler. Die Südamerika nishe Ausstellung zu Berlin. Von Hermann Soyaux. Literatur. Dr. Otto Arendt, Ziele deutscher Kolonialpolitik. Dr. Charpentiet, Entwi>elungsgesbihte der Kolonialpolitik des Deutschen Reichs. H. Cermoise, Deux ans à Panama. Notes et récits d’un ingénieu au Canal. Redaktionelle Correspondenz. Viehzucht in Namaqgu( land. Von Karl Nolte. von Könneriß. Spre(hsaal.

_Milc-Zeitung,. (M. Heinsius in Bremen.) Nr. 45. Inhalt: Wie verhält fich die Milch bei Schlempefütterun 2? Von Professor Dr. Kircner-Halle. Anste>ende Hausthierkrankheiten. Deutschland. Rinderpest. Ver. Staaten von Nord-Amerika. Lungenseudche. Ausstellungen. is d Schau von Lazarcschafen in la Cavaleri, Allgemeine Berichte. Zur deutschen Viehzucht. Der Glan Donnersberger Viehschlag (S(hluß). Zum Butterhandel. Zun Betriebe der Milchwirthschaft in Ostpreußen. Gesetz, betr. det Verkauf von Butter, Margarin 2c. in Frankrei<h, Aus Schleswig! O Die Butterinfrage in Ostindien. Erfahrungen in det

raxis. Ein mil<gebendes Füllen. Statistik. Landwirthschaftlich Nerhältnisse in Großbritannien. S(weine-Einfuhr in Deutschland aus Rußland und Oesterreich-Ungarn. Geräthe-, -Maschinen- und Baukunde. Dampf - Turbinen - Separator. Neue Kleereibe- und Getreide-Reinigungsmaschine. Verschiedene Mittheilungen : Deuts) land. Viehtransport auf Eisenbahnen, Prämiirung ganzer Viel) stapel. Milchkontrole in Berlin. Niederlande. Ausfuhr von Vie nah England. Dänemark. Vertilgung von Maikäfern. Vereint wesen und Versammlungen: Winterversammlung des Centralaut \<usses der Königl. hannövershen Landwirth| aftsgesellshaft 1 Celle. Literatur. Mil<wirth\chaftlihes Taschenbuch für 1887. Aer, Wischen und Veih, andbu< der Milchwirthschaft. Sypre(<hsaal: Zur Butterverfälshung. Vier Wochen Holzfutterprobe. Koliktinktur. Brennerci- (Molkerei-) Berufsgenossenschaft. Le Deutsche Landwirthschafts-Gesellshaft. Marktberichte.

us

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S < ol z).

Dru> der Norddeutshen Buchdru>kerei und Verlags-Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Vier Beilagen

Beclin:

Geagenü! N

virtuosen Proch'shen Variationen. Leh

Aus Australien und der Südsee. Von

zum Deutschen R

Er

ste Beilage

Berlin, Donnerstag, den 4. November

eichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Auzeiger.

1886.

E P

. Ste>briefe und Untersuhungs-Sa(en.

2 Zwang e tun Aufgeboie, Vorladungen u. dergl.

erkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

* Verloosung, Zinszahlung 2c. von öfentli<hen Papieren. erloofung, Se Haften auf Aktien u. Aktien-Gesellsd.

. Kommandit-

“N Ste>briefe und Untersuchungs - Sachen.

[376960] Steekbrief.

Gegen den Eisenbahnarbeiter Peter Sobiek aus Damratsls Kreis Oppeln, 28 Jahre alt, katholisch, welcher i< verborgen hält, soll eine dur< Urtheil des Königlichen Schöffengerichts zu Neurode vom 15. September 1880 erkanute Gefängnißstrafe von ¡wei Monaten vollstre> werden. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und die Strafe gegen ihn zu vollstre>en und hiervon zu den Akten D. 115/80 Anzeige zu erstatten.

Neurode, den 28. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht.

37695] Oeffentliche Ladung.

[ In der Strafsache wider Kuhnke und Genossen _—’J. I). E. 868. 86 werden : : :

1) der Schuhmacher Hermann Ferdinand Julius Knhuke, am 16. März 1863 zu Köslin geboren, evangeli\<,

2) Franz Wilhelm Hain, am 29. November 1864 zu Reichenau, Kreis Sagan, geboren,

3) der Schneider Carl Eduard S ulz, am 22. Februar 1862 zu Zinskowo, Kreis uk , geboren, evangelis<

4) der Barbier Johann Otto Hundt, am 15. Ja- nuar 1863 zu Markowice, Kreis S(roda, geboren,

5) Robert Julius Hoffmann, am 3. August 1863 zu Zehdeni>k geboren,

6) Georg Franz Wilhelm Mertens, am 28. Ia- nuar 1863 zu Pinnow geboren, Z

7) der Schlächter Albert Ernst Zahl, am 7. Fe- bruar 1863 zu Templin geboren, evangelisch,

8) der Raschmacher Carl Gottlieb Hermann Wapwlex? am 9. Juli 1863 zu Hermsdorf geboren, evangelisch,

9) der Kommis Hermann Taruowski, am 29. Sanuar 1860 zu Sauter geboren, mosaisch,

p der Maler Oscar Carl Emil Gerstuer, am 14. August 1862 zu Wronke geboren, evangelis<,

11) Siegmund Labisch, am 30. Juli 1863 zu Samter geboren, mosais<,

12) der Kaufmann Alfred Eugen Alexander Georg Theodor Brandes, am 19. November 1862 zu Braunschweig geboren, evangelisch, /

13) Emil Paul Heinrich Kefsler, am 13. Maî 1863 zu Hirschberg geboren, evangeli,

14) der Maler Carl Hermann Radewagen, am 1. April 1863 zu Striegau geboren,

15) Johann Lucas Sadowski, am 18. Oktober 1863 zu Graudenz geboren,

16) Alexander Richard Berger, am 2. Oktober 1861 zu Köpeni>k geboren, , A

17) Johann Hermann Friedrich Fröschke, am 6. Juni 1863 zu Teltow geboren,

18} Paul Robert Wichert, am 2. November 1863 zu Straußberg geboren, evangelis<,

19) der Bergarbeiter Friedci<h Gustav Müller, am 7. Januar 1863 zu Stechau, Kreis Schweidnitz, geboren, evangelisch, :

90) der Kaufmann Rudolf Carl Emil Cordua, am 31. Oktober 1862 zu Lubs in Mecklenburg- Schwerin geboren,

beschuldigt, L j E als Wehrpflichtige in der Absicht, si dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet ver- lassen oder nach erreihtem militärpflichtigen Alter sich

| außerhalb des Bundesgebiets aufgehalten zu baben,

Vergehen gegen $. 140 Abs. 1 Nr. 1. St.-G.-B. Dieselben werden auf

Y den 19. Januar 1887, Vormittags 93 Uhr.

vor die L Strafkammer des Königlichen Landge- rihts I. zu Berlin, Alt-Moabit 11/12, I Treppe,

| Saal 49, zur Hauptverhandlung geladeu.

Bei unentschuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nah $. 472 der Strafprozeft- ordnung von den betreffenden Königlichen Kreis- Ersay - Kommissionen über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklä- rungen verurtheilt werden.

Berlin, den 26. Oktober 1886.

Königliche Staatsanwaltschaft am Landgericht T.

2) Zwangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[37766] Ausgebot.

Das Aufgebot is beantragt worden :

1) vom hiesigen Amtsgericht

a. über den Nachlaß der am 13. v. Mis. verstor- benen Auna Catharina Olfe aus Neumühlen,

b. über den Nawlaß des am 12, August d. I. hier verstorbenen Daniel August Carl Biel,

9) von Jacob Böge hier über ein Sparkassenbuch -

des Altonaischen Unterstützungsinstituts Läitt. K. Nr. 8299 über 73 M 60 4, lautend auf Jacob Böge in St. Margarethen,

3) von I. F. Krogmann in Hamburg über ein Buh desselben Inistituts Litt. R. Nr. 119 über 962 4 66 F und Zinsen, lautend auf Joachim Friedri<h Krogmann in Schmalbe>,

4) von der Ehefrau Anna Margaretha Leisner, verw. Behn, geb. Schäfer, in Hamburg, über das

F Sparkafsenbu<h Nr. 771 der städtishen Spar- und

Leihkasse in Altona über 309 A 69 „S, lautend auf die Antragstellerin,

9) von dem Rechtsanwalt Jungclaußen in Altona

a. über einen Betrag von 146 A 91 Á nebst

Zinsen [e 1884, fiammwend aus dem ahlaß

der Eheleute Mathias Wilhelm und Lucie Marg. Hasse,

E über den Nachlaß des am 6. August d. F, hier

verstorbenen Arbeiters Adolph

6) von dem Rechtsanwalt Dr. Düer in a. über den Naa des am 20. , verstorbenen Arbeiters Hans Hinrih Sti>k aus

Quiborn,

b. über den Nachlaß der am 7. t verstorbenen Wittwe Dorothea Friederica Hüff- meyer, geb. Wörtmann, in Altona.

Alle Dielenigen, weld)e Rechte irgend welcher

stens in dem auf

Montag, den 21. Februar 1887, Vormittags 11 Uhr, ; vor dem unterzeihneten Amtsgeriht Justiz-Ge- Nr. 16, anstehen- —— den Aufgebotstermine unter Vorlegung der Urkunden [37 widrigenfalls die aufge- botenen Urkunden für kraftlos erklärt, die aufgebote-

bäude, an der Allee hier, Zimmer

re<tsbehôrig anzumelden,

nen Nachlässe und Gelder aber dem ; \pro<hen werden, unter Aus\chließung aller niht an-

gemeldeten Rechte und Ansprüche. Altona, den 30. Oktober 1886.

Königliches Aga gee e. Abtheilung T1. ähr

Veröffentlicht :

Hartung, Sekretär als Gerichtsschreiber.

Nusfertiguug.

[30281] Aufgeboi.

Der Inhaber des zu Verluft gegangenen Geschäfts- d. d. 18. Juni 1881 über 100 Mh, ausgestellt vom landwirths\caftlihen

antheils\cheines Nr. 26857,

Kreditvereine zu Augsburg eingetragene Genossen- \haft, auf den Namen des Bauers Lorenz zofer zu Nötting, K. Amtsgerichts Geisensfeld, als Berechtigten, sowie der dazu gehörigen Dividenden- coupons Nr. 10 bis 20 eins<ließli< und des Talon wird auf Antrag des Lorenz Randlzofer vom 4. Juli he auf diesen Ge-

l. Js. aufgefordert, seine Ansprü \<äftsantheils\<hein nebst Coupons testens am

Mittwoch, den 20. April 1887, Vormittags 8# Uhr, : im Sitzungssaale 11I., links, des Kgl. Amtsgerichtes dahier anzumelden, und jene Urkunden hierbei în Vor- lage zu bringen, widrigenfalls dieselben für kraftlos erklä

rf werden würden.

Augsburg, am 16. September 1886.

Originale bestätigt. Augsburg, am 16. September

Gerichtsschreiberei des K. Amtsgerichts. Der K. Sekretär.

(L. S.) J. Fer.

[15017] Aufgebot. Der Schiffer Wilhelm Werner

Aufgebot des angeblich seit Oktober 1885 vermißten,

für thn vom Handelsmann Julius

April 1883 ausgestellten Sculdscheins über 600 # Darlehn zu 4 %/o verzinslich, nah dreimonatlicher

Kündigung rü>zahlbar, beantragt.

Urkunde wird aufgefordert, pätestens in dem auf deu 24. Februar 1887, Mittags 12 Uhr,

vor dem unterzeichneten Gerichte,

anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzu- melden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die

Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Brandenburg, den 9. Juni 18 Das Königliche Amtsgericht.

[37768]

Durch Ausschlußurtheil vom 22. das angeblich verloren gegangene Hypotheken-Justru- ment über 184 Thaler 1 Sgr. 2 Pf. Vatererbe der Geschwister E Auguste Amalie Johanna und

udwig Grunow, i

Srundbuhe des Königlichen Amtsgerichts T von Tempelhof Band 11. Nr. 95, Abtheilung 111. Nr. 10, bestehend aus einer E e

ermann Carl

vom 3. Juni 1845 nebst ange

scheins vom 3, August 1845, für fraftlos erklärt.

BVerliu, den 28. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 49.

[37769] Im Namen des Königs!

Auf den Anträg des Gärtners

Petersheide, vertreten durch den Justizrath Gersten- berg zu Neisse, erkennt das Königliche Amtsgericht

zu Neisse für Recht:

Das über die nacstehende auf dem Grundstücke Nr. 49 Königswalde haftende Hypothekenpost : Ab- 1 des gedachten Grundstü>ks: K.

theilung 111. Nr.

140 Thlr. rückständige Kaufgelder zu 59/0 verzinslich vom 1. Juni 1858 ab, und zwar mit je 60 Thlr, für die Geschwister Josef und Theres

Petersheide/und mit 20 Thlr. für die Maria Otte auf Grund des Vertrages vom 14. Juni 1858 resp. der Verhandlung vom 27. Fe- bruar 1860 mit dem Bemerken eingetragen, daß der g Mariîa heleuten lebenslänglih zusteht, gebildete Hypotheken-

aus Petetsheide,

insgenuß den Joseph und

instrument, bestehend aus einer Vertrages vom 14. Juni 1858

Verhandlung vvm 27. Februar 1860 und einem Auszuge aus dem Hypothekenbuche vom 7. März

1860 wird für kraftlos erklärt. Neisse, den 27. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht.

Deffeutlicher

rt an den vorstehend aufge Urkunden, Nachlässen und Geltcrn- zu haben ver- meinen, werden aufgefordert, diese Ansprüche späte-

Königliches Amtsgericht. _ S Der K. Ober-Amtsrichter.

Donle. j : Den Gleichlaut vorstehender Ausfertigung mit dem

Bekanntmachung.

Anzeiger.

[37770] Im Namen des Königs! Auf den Antrag 1) des rens Julius Starfinger, 2) des Käthners Christian Radtke, ad 1 von hier, ad 2 aus Gr. Guja,

Otto Peters, Altona Juni 1886 hier

Juli 1886 hier | dur den Amtsrichter Kabath für Recht:

; Angerburg : oder Miyione otenen

124 M 07 S, werden für kraftlos erklärt. Angerburg, den 15. Oktober 18836, Königliches Amtsgericht. Kabat h.

802] Oeffentliche Zustellung mit Vorladung. Fiskus zuge-

wohnhaft, Klägerin, im Armenre<te, durch

in Frankenthal vertreten, gegen ihren Ebemann Rudolf Orth, Beklagten , Klage auf Ehe

arteien wegen Verschuldens des Be

zwischen den rozeß

klagten auszusprehen, dem Beklagten die P

des ergehenden Urtheils zu bewilligen. Zur mündlichen Verhandlung der Klage ist di Sitzung des Kgl. Landgerichts zu Frankenthal, Kam

nächsthin, Vormittags neun Uhr, wozu der Beklagte vorgeladen wird

Randl-

Rechtsanwalt zu bestellen.

Zustellung an den abwesenden Beklagten wird Vor stehendes bekannt gegeben. Frankenthal, den 28. OktoLer 1886. Kgl. Landgerichts\chreiberei. Denig, Kgl. Obersekretär.

und Talon #pà-

[37803] Oeffentliche Zustellung mit Vorladung. Zum Kal. Landgericht Frankenthal, Kammer Civilsachen, -hat Elisabetha Be>mann, in thal wohnhaft, Wittwe des in Frankentha

1886. im Armenrechte, dur ihren Prozeßbevollmächtigte

treten, gegen ihren genannten Chemann, die Ehescheidung zwischen den Parteien auszuspreche

zu Plaue hat das legen.

Hahn, daselbst im Ka1inmer für Civilsachen, vom neunzehnten Janua

nächfthin, Vormittags neun Uhr, Der Inhaber der Aufforderung, einen beim Prozeßgerichte zugelassene Rechtsanwalt zu bestellen.

Zimmer Nr. 39,

Zustellung

stehendes befannt gegeben. Frankenthal, den 28. Oktober 1886.

S6 Kal. Landgerihts\hretbere.. : Denig, Kal. Obersekretär.

[36994] Oxffeaune Zustellung.

Oktober 1886 ift

eingetragen 1m

\sabetha Schifferde>ker, Gläubiger, gegen

des Erbvergleichs

teten Hypotheken- ohne bekannten Wohn-

den K. Moutag, deu 22. November 1886, ) mittags 1 Uhr, zu Kallstadt im Gemeindehauf festgesetzt. E :

Joseph Klein zu Beschreibung der Uegenschaft: Pl. Johonnes Trump Wittwe und Lehrer Duttenhöfer Kallstadter Vannes.

vorgenannt hiermit Kenntniß gegeben, nahdem da Amtsgeriht Dürkheim du 11. Oktober 1886 die öffentliche willigt hat. Dürkheim, den 3. November 1888. K. Amtsgerichtsschreiberei. Hammersdor f, K. Sekretär.

(37801) Oeffentliche Zustellung.

ja Lux aus

Stephanschen

Ausfertigung des

einer solhen der | Îla Eisenbahn, vertreten dur

1, Oktober cr. fällig gewesenen 3800 Stück Zins

Couvons, à 3 Fl. 75 Kr.

erkennt das Königliche Amtsgericht zu Angerburg folgende Sparkassenbücher der Kreissparkasse zu

Nr. 1130 für Johanna Wolff über 18 M. 44 S, Nr. 1131 für August Wolff über 18 M 44 „, Nr. 390 für Bertha und Ida Starfinger über

Zum Kgl. Landgerichte Frankenthal, Kammer für Civilsachen, hat Philippine Urschel, Chefrau des obne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort abwesenden Meggers Rudolf Orth, Haushälterin in Fe ihren Pro- zeßbevollmächtigten, Rechtsanwalt Karl Schweilkert genannten

\heidung erhoben mit dem Antrage, die Chescheidung

kosten zur Last zu legen und die öffentliche Zustellung

mer für Civilsachen, vom neunzehnten Jaunar bestimmt, mit der Aufforderung, einen beim Prozeßgerichte zugelassenen

Behufs Auéführung der bewilligten öffentlichen

S wohn- haft gewesenen und daselbst verlebten Tünchers x A A D Eymer, jeßt Ehefrau des früher daselbst Fn Sachen der Hundehändlersfrau Sabine Hirsch- wohnhaft gewesenen, zur Zeit unbekannt wo ab

wesenden Auktionators Johann Schwarz, Klägerin,

Rechtsanwalt Karl Schweickert in Frankenthal ver- Beklagten,

Klage auf Ehescheidung erhoben uit dem Antrage, und dem Beklagten die Prozeßkosten zur Last zu

Zur mündlichen Verhandlung der Klage ift die Sitzung des Kal. Landgerichts zu Frankenthal,

: bestimmt, wozu der Beklagte zu lei vorgeladen wird mit der

Behufs Ausführung der bewilligten öffentlichen an den abwesenden Beklagten wird Vor-

uszug.

Fn Sachen Ludwig Josef Pfungst, Rentner, in Worms wohnhaft, vertreten durch seinen Prozeß bevollmächtigten Theodor Forster, Notariats-Clerc, in Dürkheim wohnhaft, Pfungst in seiner Eigenschaft als Cessionär der in Wachenheim wohnhaften Che- und Gutsbesißersleute Johannes Schuster ne erich

einri Schmitt, Winzer, in Kallstadt wolmhaft, dermalen und Aufenthaltsort ab- wesend, Schuldner, ist zur konventionellen Wieder- versteigerung der nachbeschriebenen Liegenschaft durch (L. 8 Notar Biffar in Dürkheim acn a :

ac):

Nr. 1856 53/10 Ar Wingert im Bettenthal (Kceidkeller) neben

Hiervon wird dem Schuldner Heinrich Schmitt

dur<h Beschluß vom Zustellung be-

Der Kaufmann„Jean Wegerth zu Frankfurt a. M,., vertreten dur< Rechtsanwalt Dr. Holdheim daselbst, klagt gegen die auss<licßli< priv. Buschtêrahder ihre General-Dircktion zu Prag, zu Händen des General- Direktors Wilhelm Krets<mer zu Prag, wegen Nichteinlösung der am | [37788] B es <luß

Oe. Wg. oder 2 Thlr. 15 Sgr., von Schuldverschreibungen der Beklagten

erufs-Genofsenschaften.

. Wochen-Ausweise der deutschen Zettelbanken. . Verschiedene Bekanntmachungen.

9, Theater-Anzeigen \ s è 10. Familien-Na@richten. ¡In der Börsen-Beilage.

des Anlehens aus dem Jahre 1868 über 159 Fl. Oe. Wg. oder 109 Thlr., sowie 30 Stü verlooster, und gleihfalls am 1. Oktober cr. rü>zahlbaren Obli- gationen der Beklagten der Emission von 1868 und 1872 über je 150 Fl. Oe. Wg. oder 100 Thlr., mit dem Antrage, die Beklagte zu verurtheilen, an den Kläger nah dessen Wahl gegen Aushändigung der in der Klaganlage 1 verzeihneten 3800 Stück Cou- pons und 30 Schuldverschreibungen oder gegen Hinterlegung bei der für Frankfurt a. M. zuständi- gen Hinterlegungéstelle den Betrag von 37 500 M nebst 6/9 Zinsen seit 23. Oktober 1886, sowie 30 M 40 S Protestkosten, aub die Prozeßkosten und Kosten des Arrestverfahrens, nebst 6 9/0 Zinsen vom Tage der Kostenfestseßung zu zahlen und das Urtbeil ohne, eventuell gegen Sicherheitsleistung für vorläufig vollstre>kbar zu erklären, und ladet die Be- flagte zur müridlihen Verhandlung des Rechtsstreits vor die I. Civilfammer des Königlichen Landgerichts zu Frankfurt a. M. auf Dienstag, den 18. Ja- nuar 1887, Vormittags 9 Uhr, mit der Auf- forderung, einen bei dem gedahten Gerichte zuge- lafsenea Anwalt zu bestellen. / zum Zwe>ke der öffentlichen Zustellung wird diefer Auszug der Klage bekannt gemacht. Fraukfurt a. M., den 28. Oktober 1886. Der Geri<htsshreiber des Königlichen Landgerichts.

137949) Oeffentliche Zusiellung.

- Bei der in der Zwangsversteigerung der Grund- tü>e Nr. 36, 46 und 87 Nicoline erfolgten Kauf- gelderbelegung is für den Banquier Theodor e | Nathorff zu Frankfurt a. O. eine auf den genannten - | Grundstü>en in Abtheilung 111. Nr. 6 bezw. 1 und 9 haftende Forderung von 150 000 H von Amts- wegen liquidirt und theilweise zur Hebung gelangt.

Zur Schlußvertheilung der aus vorstehend er- wähnter Hebung no< vorhandenen Spezial-Rest- masse von 238 M 94 nebst Zinsen i} ein Termin auf - | deu 30. Dezember 1886, Vormittags 11 Uhr, vor dem Herrn Amtsrichter Fränkel, Zimmer Nr. 9, unseres Geschäftsgebäudes anberaumt, zu welchem der seinem Aufenthalte na< unbekannte Subhastat, Kaufmann Moriß Joachimsthal, bierdur öffentli vorgeladen wird.

Loewen, den 2. November 1886.

Reder,

r Gerichtsschreiber des Königlichen Amt3geri<hts.

[37785] Bekanntmachung steiner hier, vertreten vom Rechtsanwalt Flessa, gegen den Hundehändler Josef Hirschsteiner, früher ü in Neuhausen, nun unbekannten Aufenthalts wegen Ehescheidung, hat das Kgl. Landgeriht München I. in der Sitzung der I Civilkammer vom 18. dss. Mits. zweiten Termin zur Verhandlung über die dem Beklag- 4 ten bereits zugestellte Klage auf Freitag, den 31. De- genen 1886, Vormittags 9 Uhx, in derselben ivilkammer angeseßt und wird hiezu der Beklagte gemäß Beschlusses vom Heutigen geladen München, den 28. Oktober 1886. S Gerichtsschreiberei des Kgl. Landgerichts München I. (L. S.) Rodler, Kgl. Ober-Sekretär.

N | [37784] Bekanntmachung.

In Sachea Therese Keßler . Meggers-Ehefrau hier gegen Andreas Keßler, Mezger, unbekannten Aufenthalts, wegen She DEpung, hat das P Landgeriht München I. mit Bes luß vom 20. d. M. die öffentliche Zustellung der Klage des kgl. Advo- faten und Rechtsanwalts Erdmannddorffer bewilligt und wurde zur Verhandlung über diese Klage die Sitzung der I. Civilkammer vom Mittwoch, den 19. Januar 1887, Vormittags 9 Uhr, be- stimmt. Hierzu wird der Beklagte mit der Aufforde- rung rechtzeitig behufs seiner Vertretung einei bei diesseitigem Gerichte zugelassenen Rechtsanwalt zu bestellen, geladen. B S

Beantragt wird, es wolle die Ehe der Klägerin mit Andreas Le dem Bande nah getrennt und Beklagter als |huldiger Theil în die Kosten ver- ) | urtheilt werden.

München, den 28. Oktober 1886. ;

Gerichtsschreiberei des Königlichen Landgerichts München ]UA.

) _ _Rodler, .

Königlicher Ober-Sekretär.

© | [37787] Kgl. Staatsanwaltschaft Hall.

Vermögensbeshlagnahme.

i Durch Beschluß der Strafkammer des K. Land- ' | geri<hts Hall vom 17. September 1886, ift das

Nermögen 1) des Hasners Johann Georg Michael Bach, geb. in Krailsheim den 23, Mai 1893, 2) des Schreiners Peter Haug, geb. in Mössingeu den 2 Januar 1864, 3) des Bäckers Georg Michael Hippelein, geb. in Erkenbrehtshausen den 16. Fe- bruar 1865, 4) des Mechanikers Adolf Friedri Jakob Georg Schüler, geb. in Stuttgart den Z. September 1864, zur Deckung der denselben wegen Verleßung der We rpflicht zuerkannten Geldstrafe von je 600 1 und der Kosten des Strafverfahrens bis zum Betrage von je 670 f mit Beschlag be- legt worden.

Den 1. November 1888.

Der Kgl. Erste Staatsanwalt. Dr. Bucher.

8

Auf Antrag der Königlichen Staatsanwaltschaft wird gegen den Wehrpflichtigen Heinrich Schneider