1886 / 269 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

duktion belief \sih auf 7 038 653 Barrels à 280 ad. (523 716 Barrels

oll (+732 887 Doll. gegen 1884). An Brom wurden 310 000 Pfd. (1884 281 100 Pfd.) im Werthe von 89 000 Doll. (1884 67 464 Doll.) geliefert. Die Produktion von Borax, welche nur in Kalifornien und Nevad=« statt- findet, betrug 8 000 000 Pfd. im Werthe von 480 000 Doll. Cents das Pfund konzentrirter Borax); während die Produktion fich um 1000000 Pfd. erhöhte gegen 1884, fiel der Werth der Waare um 10000 Doll. An Schw-fel wurden nur 700 t im Werthe von 18 000 Doll. produzirt. An Schwefelkies wurden 49 000 long tons gefördert und 47500 t eingeführt. Die roduk- tion von Shwerspath betrug 15000 t im Werthe von 75(009 Doll.

mehr als in 1884) im Werthe von 4 930 621

Die Produktion an Glimmer nahm ab; dieselbe betrug 92 000 Pfd.

im Werthe von 161 000 Doll. Von Feldspath wurden 13 600

long tons im Wertbe von 68 000 Doll. hervorgebraht und an Asbest wurden #300 short tons im Werthe von 9000 Doll. gefördert. Die Asphaltproduktion blieb ziemli< unverändert im Gewichte von 3000 t im Werthe von 10000 Doll. An Mineralwassern wurden 9 148 401 Gallonen im Werthe von 1312 845 Doll. verkauft gegen 10 215 328 Gallonen im Werthe von 1459 143 Doll. in 1884. Der Gesammtwerth aller in 1885 in den Vereinigten Staaten produzirten metallislhen und nictmetallishen Mineralien betrug 28 521 356 Doll. gegen 413 214 748 Doll. in 1884 Es ist also gegen 1884 eine Zunahme zu konstatiren, jedo<h wird no< nicht die Werthhöhe der produzirten Mineralien der Jahre 1882 (455 216 689 Doll ) und 1883 (452 166 748 Doll.) erreicbt.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Zur der „Schulordnung für die Elementarschulen der Provinzen Ost- und Westpreußen vom 11. Dezember 1845*, herausgegeben von dem Schulrath Dr. B. Schulz, wird binnen Kurzem ein Nachtrag erscheinen, der die bis jeßt emanirten Gesetze und die Verordnungen der Königlichen Regierungen zu Danzig, Marienwerder, Königsberg und Gumbinnen auf dem Gebiet des Schulwesens ent- halten und inklusive des vollständigen Sachregisters 24 Bogen 40° umfassen wird. Der Preis desselben ist auf 6 M festgeseßt. Die vollständige Schulordnung inklusive Nachtrag kostet gebunden 20 M

Gewerbe und Handel.

Lehmann's grüne Hefte. Band I. Heft 7 (Leipzig, Johannes Lehmann), enthalten: Die Handel sbilanz vom national- und sozialpolitishen Standpunkte. Von Emil Richter, (Ver- fasser der Germanikus-Broschüren). (Preis 60 „.) Der Verfasser sagt im Vorwort: „Die Frage des Exports ist gegenwärtig eine der wichtigsten, wenn nicht überhaupt die wichtigste in der sozialpolitischen Debatte und Bewegung. Man gelangt immer mehr dahin, alle Pro- duktion auf den Export zuzuspißen. Die Vorausseßung des vorigen Jahrhunderts, die Industrie zu begünstigen und das „Geld im Lande zu erhalten“, ist entartet in die Begünstigung des Handels auf Kosten aller Beziehungen, „um das Geld îns Land zu ziehen“ als ov man mit purem Geld das Kraut fett machen könnte.“ Jn der That sei der Erfolg solher Wirthschaftspolitik der gerade Gegensaß zur Ab- iht. Das „Geld“, nämli das Kapital, \tröme in Tausenden von Millionen zum Land hinaus und finde dort Verwendung bei der „Konkurrenz“ gegen Diejenigen, durch die es geschaffen worden sei. Unter den fal<hen Vorausseßungen, auf welche diese „lediglih auf einem vom Manchestrismus präparirten Stedcenpferde paradirende falshe Wirthschaftspolitik“ zurückgehe, spiele die falshe Doktrin von der „günstigen“, bez. „ungünstigen“ Handelsbilanz eine sonderliche Rolle, weniger in der Wissenschaft, selbst der manchester- lichen, als in der vulgären Publizistik. Es scheine daher nicht über- flüssig, aus - prakti hen sozialpolitis<hen Gründen, das Wesen der „Handelsbilanz“ und den Einfluß der fals<hen Doktrin kurz zu erörtern“ Dies geschieht Seitens des Verfassers in dem 56 Seiten umfassenden Aufsaß.

—- In der Generalversammlung der Westfälischen Union, Aktien - Gesellschaft für Bergbau, Eisen- und Draht- Industrie zu Hamm vom 12. November wurde die Bilanz, sowie die vorgeschlagene Verwendung des Reingewinns, wonach 5 %/o Dividende auf die Prioritäts-Aktien zur Neribeilung gelangen, ge- nehmigt und der Direktion Decharge ertheilt. Die ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsraths wurden wiedergewählt.

Essen a. R., 15. November. (W. T. B.) In Verfolg einer in Düsseldorf stattgehabten Versammlung von Vertretern der bedeutendsten rheinish-westfälishenStabeisen- und Wal z- werke, in wel@er eine grundsäßliche Einigung über gemeinsame Ver- kfaufsbedingungen u. \. w. erzielt wurde, ist, wie die „Rheinisch-West- fälishe Zeitung“ meldet, eine Kommission niedergeseßt worden, welche die speziellen Bedingungen der Vereinigung ausarbeiten und ciner neu De Versammlung sämmtlicher Werkvertreter baldigst vor- egen joll.

Glasgow, 13. November. (W. T. B.) Die Vorräthe von Roheisen in den Stores belaufen si< auf 835 095 Tons gegen 637 453 Tons im vorigen Jahre. ahl der im Betricb befindlihen Hohhsöfen 74 gegen 91 im vorigen Jahre.

New-York, 12, November. (W. T. B.) Der Werth der in der vergangenen Woche eingeführten Waaren betrug 9498 871 Doll., davon 1 892 604 Doll. für Stoffe. Der Werth der Ein- 4 Al Fe Vorwoche betrug 8 400 207 Doll., davon 1 443 303 Doll.

r Stoffe.

Submissionen im Auslande.

Oesterrei <.

1) 25. November. Direktion der K. K. priv. Kaiser Ferdinands- Nordbahn. Wien. Lieferung von:

Approxim. Gegenstand. Lieferungssumme per Jahr in ö. W. Fl. Wagner- und Binderartikel . ¡ 5 000 Seilerwaaren . N 4 000 Bürstenbinderwaaren . . .. 5 000 KaGulvaara. «6 6 000 de T E 6 000 Saa, 9 000 2) 1. Dezember. Dieselbe Direktion. Wien. Lieferung von: Sa 3 000 C C 12 000 C E A 20 000 Stabeisen und Ble... 60 000 Nägel, Nieten, Schrauben u. #. w. 18 000 Oberbau-Werkzeuge. . S 4 000 Näheres an Ort und Stelle. Verkehrs - Anstalten.

Zum Zwe>k einer pünktlihen Bestellung der na< Berlin bestimmten Postsendungen ist es unbedingt erforderli, daß die Empfänger dur< Hinzufügen der Wohnung (Straße, Haus- nummer, Stockwerk 2c.) näher bezeihnet werden. Auch dient es zur Beschleunigung der Bestellung, wenn außer der Wohnung au der Postbezirk (C., N., 0., 8, W,, N0., 80, SW., NW.), in wel<em dieselbe belcgeu ist, hinter der Ortsbezeihnung „Berlin“ angegeben wird. Sofern die Sendungen eine derartige nähere Bezeichnung des Empfängers nicht tragen, wird eine Verzögerung in der Bestellung niht immer zu vermeiden sein; die Ungenauigkeit in der Aufschrift fann unter Umständen sogar die Rückleitung der Sendungen nah dem Aufgabeorte behufs Rückgabe an die Absender bedingen. Es liegt deshalb im eigenen Interesse der hiesigen Empfänger, wenn dieselben bei den Absendern dahin wirken, daß die leßteren die Postsendungen nah Berlin mit möglichst genauen Aufschriften versehen. Sit us

Triest, 15. November. (W. T. B.) Der Lloyddampfer „Ettore* ist mit der ostindish-<inesishen Post aus Alexandria heute hier eingetroffen.

Berlin, 15. November 1886.

Offizieller Stre>en-Rapport der am 12. und 13. d. M. in der Kolbiß-Leßlinger Haide abgehaltenen Königlichen Hofjagden. |

Es sind erlegt am 12.: 64 Schaufler und 186 Stü> Damwild;

am 13.: 5 Hirsche, 6 Stü> Nothwild, 96 Schaufler, 139 Stü Damwild, 59 grobe und 71 geringe Sauen, 1 Hase und L Füchse. Zusammen 626 Stü>k Hochwild, 1 Hase und

Füchse.

Davon entfallen auf die Stre>en Sr. Majestät des Kaisers und Königs (welher nur der Jagd am 13. an- wohnte): 3 Hirsche, 3 Stü Rothwild, 18 Schaufler, 9 Stück Damwild und 15 Sauen;

Sr. Kaiserlihen Hoheit des Großfürsten Wladimir von Rußland: 29 Schaufler, 16 Stü>k Dam- wild und 21 Sauen;

Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Ludwig von Bayern: 15 Schaufler, 4 Stü>k Damwild und 4 Sauen :

Sr. Kaiserlihen und Königlichen Hoheit des Kronprinzen: 25 Schaufler und 9 Sauen;

Sr. Königlichen Hoheit des Prinzen Wilhelm: 1 Hirsch, 13 Schaufler, 6 Stü Damwild und 10 Sauen.

Die nächste Königliche?Parforce-Jagd findet morgen, Dienstag, den 16., statt. Rendezvous: Mittags 121/, Uhr zu Jagdshloß Grunewald; an der Saubucht um 1 Uhr.

Der Verein für Hinderniß-Rennen beshloß am gestrigen Sonntag auf der Rennbahn zu Charlottenburg sein Herbst- meeting mit:

I. Jahres-Trost-Rennen. Kapt. Joë's 3jähr. br. St. „Avenella“ Erste; Mr. G. Long's 4jähr. F.-St. „Goldmädchen“ Zweite; Hauptm. Drake's 4jähr. br. St. „Rosewary“ Dritte. Sicher mit einer Länge gewonnen. Werth: 1390 #4 der Ersten, 240 6 der T „Avenella“ wurde um 2720 M von Hrn. von Tepper-Laski gefordert.

II. Hunters Jagd-Rennen. Lt. Suffert's a. F.-St. „Crins Hope“ Erste; L. Gr. Sierstorpffff's a. F.-W. „Kilbarry“ Zweite; Lt. v. Winterfeldt's a. F.-St. „Jactance“ Dritte. Leicht mit acht Längen gewonnen. Werth: 860 #4 der Ersten, 360 /# dem Zweiten, 60 M der Dritten.

11I. Kurzes Hürden-Rennen. Mr. v. Kelly's 4 jähr. br. St. „Mattie“ Erste, Riltm. v. Köller's 6 jähr. br. H. „Iburg“ Zweiter, Kapt Joë's 4 jähr. br. St. „Little Bella* Dritte. Zuleßt sier mit anderthalb Längen gelandet. Werth: 1570 4 der Siegerin, 360 dem Zweiten.

IV. Totalisator-Jagd-Rervnen. Lt. Kekulé's 4 jähr. br. H „Tartaruga“ Erster, Gr. Sierstorpff-Franzdorf's 6 E br. W. -Crown- Derby“ Zweiter. Nah Kampf um eine halbe Länge ge- wonnen. Werth: 1032 4 dem ‘Sieger, 68 4 dem Zweiten.

V. November-Jagd-Rennen. Rittm. v. Shmidt-Pauli's 5 jähr. br. W. „Appellant“ Erster; Hrn. v. Tepper-Laski's a. F.-H. „Horace Vernet“ Zweiter. Siegte im Handgalopp mit zwölf Längen. Werth: 1429 #4 dem Sieger, 351 # dem Zweiten.

VI. Parforce-Jagd-Rennen. Major Gr. Shlippenbah's 6 jähr. b. St. „Penitent" Erste; Mr. Alexander's 6 jähr. F.-W. „Machell“ Zweiter. Mit weitem Vorsprung gewonnen. Werth: 1140 M. der Siegerin, 140 A. dem Zweiten.

„Marthashof“, die in der Schwedterstraße belegene Mägde- herberge, eine Tochteranstalt des Diakonissen-Mutterhauses zu Kaisers- werth, beging gestern in der mit Laubgewinden ges<hmü>ten Zions- kirche die Feier des 32, Jahresfestes. Die Festpredigt, die an den 39. Psalm, Vers 18, anknüpfte, sowie die Berichterstattung hatte Hofprediger D. Frommel Übernommen. Wie derselbe mittheilte, baben seit Bestchen des Hauses in ihm be- reits über 22000 Mädchen Aufnahme gefunden, im leßten Jahre deren 829. Von diesen wurden 105 aus dem Vorjahre über- nommen, 724 traten neu ein. 142 waren Zöglinge der Mägde- bildungs\hule, die übrigen Pfleglinge der Herberge. Nur 74 waren aus Berlin, die übrigen hatten die Provinzen hergesendet. Die Ge- fammtzahl der Pflegetage betrug 43 517 oder 525 pro Mädchen. 174 blieben nur einen Tag, 219 bis zu einer Woche, 130 bis zu 14 Tagen, 125 bis zu einem, 53 bis zu 2, 36 bis zu 3, 54 bis zu 6 Monaten und 38 ein Jahr und länger. 449 fonnten dur< Vermittelung der Anstalt, an wel<he \si< 2240 Herrschaften gewendet hatten, in Dienst gebraht werden. 149 suhten fich selbst einen solchen, 105 kehrten in die Heimath zurü>, 10 er- frankten, 16 waren nur während der Abwesenheit der Herrschaft in der Anstalt und kehrten dann zur Herrschaft zurück, und 100 verblieben in der Anstalt. Als Abgesandter des Mutterhauses zu Kaiserswerth hielt Pa‘tor Disselhof no<h eine Ansprahe. An den Thüren wurde zum Besten von „Marthashof“ eine Kollekte abgehalten.

Auch der ältere Evangelische Jünglingsverein feierte gestern sein (36.) Stiftungsfest. Der Verein zählt gegenwärtig circa 200 Mitglieder und hat au<h im leßten Jahre eine vielseitige Thätig- keit entwi>elt. Jeden Dienstag wurde Bibelstunde abgehalten ; jeden Mittwo<h fanden erbaulihe Vorträge statt, nah deren Schluß der Sängerhor übte; jeden Donnerstag versammelte si< der Blâäserhor des Vereins; den Freitag widmete der Verein der Erbauung der Herbergsgäste; jeden Sonnabend wurde ein Diskutirabend abgehalten, und Sonntags waren die Mitglieder im Sonntagss\chuldienst thätig. Fortbildungsunterricht wird im laufenden Winter nur in Buchführung, Rechnen und Schreiben ertheilt; für die übrigen in Aussicht genommenen Fächer hatte sih eine zu geringe Anzahl Schüler gemeldet. In Pastor Dumrese hat der Verein einen neuen Vorsißenden erhalten. Es sei no< erwähnt, daß nah den neuesten statistishen Erhebungen zur Zeit auf der ganzen Erde 3372 Jünglingsvereine existiren, darunter au<h 2 in China, und zwar in Foo Choo und in Shanghai.

Der Verein für Originalradirung zu Berlin, dessen Gründung wir im Frübjahr meldeten, erfreut ih, wie uns mitgetheilt wird, ciner immer steigenden Theilnahme sowohl Seitens der Kunst- freunde wie au< zahlreicher Künstler, welhe sih mit regem Eifer der hier seit langer Zeit vernachlässigten Radirkunst wieder zuwenden. Dieses allgemeine Interesse hat dem Vorstand gestattet, bereits für das erste Vereinsjahr die Vertheilung eines reichhaltigen Hefts von Radirungen an die Mitglieder in Aussicht - nehmen zu

können. Dasselbe soll außer einer von J. Chrentraut entworfenen

und radirten Vignette für das Titelblatt, die Werkzeuge der Radirkunst darstellend, sieben Originalradirungen größeren Formats und zwar von W. Brö>ker (Landschaft, Motiv von der Elbe), J. Ehrentraut (Die Raucher), J. Jacob (Alt-Berlin, Wusterhauser Thurm am rünen Graben), B. Manfeld (Die Kurfü:“tenbrücke mit dem König- ien Schloß zur Nachtzeit), Ad. Menzel (Die Zeitung), L, Spangenberg (Landschaft, Motiv aus Holstein) und O. Wisnieski (Landleute aus dem Spreewald) enthalten und im Monat Dezember ausgegeben werden. Das Statut des Vereins ist dur< den Geschäfts-

führer Paul Bette, Charlottenstraße 96, zu beziehen.

Wie der „Schwäbische Merkur“ berichtet, trat Stuttgart auf Veranlassung des „Liederkranzes“ lung von Männern verschiedener Lebensstellung, von Kün Dichtern, Musikerä, Lehrern u. A. mit Mitgliedern deg [7 kranzes zusammen, um eine erste Berathun hrigenGeburtstages Ludwig U t Man wurde einig, die gehörten Näheren zu prüfen und auszugestalten und im einzelne

zum Deul 269.

über die Fei and's, E R

Erste Beilage E scheu Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staais-Auzeiger.

Berlin, Montag, den 15. November

1886.

|

für die Haupttheile zu bilden. Zur Vorbereitung wurde eine Vertrauenskommission bestellt.

5

plant das Hof-Theater die Wiederaufführung de3 „Herzog Ernst“

Paris, 13. November.

t (W. T. B.) Nas h amtlichen Berichten ist das Wasser der Rhône

ier eingegangen

5 Bei Embrun an der Durance wurden 8 einen Einsturz verschüttet. 14. November.

Personen du Das Wasser der

fällt weiter; es scheint alle Géfahr vorüber zu sein.

Se. Königliche Hoheit der Prinz Wilhelm be gestrigen Sonntag die Vorstellung im Deutschen Thea

Ein neues Werk von R. Planquette, dem Komponist „Glo>ken von Corneville“, erlebte im Walhalla-Th Sonnabend seine erste Aufführung. i eine, wie der Titel sagt, romantisch-komishe Oper in 3 Akten (4 dern) von Meilhac und Gille, deuts< von F. Gumbert Fakobson, fand im Ganzen eine freundlihe Aufnahme, hätte

Die Novität ,

no< weit besseres Schicksal verdient. Unfer Publikum erw den Räumen des Walhalla-Theaters dur<scnittli<h eine übermüth Operctte, etwas pikant und ctwas frivol, welche gestattet, den Ah bequem und namentli ohne tiefere seclis<he Erregun

1 g zu verbri An die Stelle der Oxerette aber war vorgestern eine mehr cit d

komisch gehaltene kleine Oper getreten, deren Musik anmutbig u zart, zuweilen ernst und bewegt der Handlung entspricht, aber ten Konzessionen matt,

GBeshma>k des

l _ Publikums | Das Libretto ist einer alten Kyffhäusersage entnommen

Washington Winkle“ auf amerikanis<hen Grund und Boden verpflanzt worden i, Dieser „Rip“ aus W. Irving's poetishem „Skethbook“ spielt tj Titelrolle der neuen Oper; er wandert als träumerischer, nit thuender Dörfler in den Bergen umher, verirrt sich, spielt eine Nat

mit Geistern Kegel und kehrt nah langem Schlummer um 20 Jaht gealtert in seinen inzwishen zu eiver Stadt bherangeblühten Heimath Nip sicht sich, gebrohen an Geist und Körper, in einr fremden Welt, in welcher er seine Tochter, die er als Kind verlas, 8 Diese s{<wermüthige Sage hat in d anquette’\{<en Musik ein kleidsames romantis<hes Gewand erhalt,

als Braut wiederfindet.

/ voll zarter Anmuth elegisher Empfindung und geben den Märchenzauber und Walde duft des sagenhaften quellen wie aus einem Born in reicher Zahl dervorz dabei bleibt de Musik der Charakter feiner Anmuth au< in den ernsten und tw s en An Beifall mangelte es daher den Komponisten Seitens der musikliebenden Hörer nicht, aber jener Tel

Weisen erklingen und zuweilen wel

vortrefflich wieder; die Melodin

gishen Momenten erhalten.

des Publikums, welcher die derbe Operettenkost nicht entbehren wollt, Zu den anmuthendsten Nummern dieser neun Arbeit Planquette's zählt Rip's Antrittslied im ersten Akt, ci Quartett und Chor im zweiten Akt und Rip's Lied bei feiner Rid kehr aus dem Zauberschlaf im Schlußakt. Die Darstellung war in jeder Beziehung eine gute. Titelrolle eine ausgezeichnete Charafkterstudie, sowo wie in schauspielerisher Hinsicht; besondere Anerkennung verdient di

blieb unbefriedigt.

Hr. Philipp (Rip-Rip) lieferte in de

[l in gesanglie

Art, in welcher er sein Lied im ersten Akt in Begleitung der beiden indi 3 doh half seine licbens8würdige Treuherzig keit im Vortrag nicht ganz über den peinli<hen Eindru> fort, de ungeshulte und empfindungslose Kinderstimmen auf der Bühne stet Frl. Seebold spielte ihre Doppelrolle (Mutter ut

Kinder durchführte ;

machen werden.

Tochter) mit Frische und re<t gefällig; in Frl. Ronda (Kate) ht das Walhalla-Theater eine anmuthige Bühnenerscheinung und eit

gewandte Darstellecin gewonnen; auch die sympathische Stimme genügt u Die komischen Partien wurden von de Herren Klein (Ischabod) und Herrmann (Derri>k) in anerkennenb werther Weise zur Geltung gebracht. großer Schönheit und die Kostüme übten eine malerische Wirkuy

billigen Anforderungen.

Die Dekorationen waren bot

aus, sodaß im Ganzen über eine in jeder Hinsicht gelungene Auf führung des neuen Werkes zu berichten ist. Die gestrige Sonntags-Vorstellung der Novität „Rip-Rip“ fat

vor vollständig ausverkauftemn Hause statt.

Residenz-Theater. In „Georgette“, der am nähstt Donnerstag zur ersten Aufführung gelangenden großen N Victorien Sardou, wird Fr. Charlotte Frohn die T

Im Belle-Alliance-Theater gedenkt Ende dieser Volt

Fr. Marie Geistinger wieder aufzutreten, und zwar als „Ther

Vor gut beseßtem Hause und unter großem Beifall wurde at Sonnabend die Wintersaison des

Circus Renz / Publikum der ersten Vorstellut

freudige Stimmung, in welher das ] beiwohnte, die reihli< gespendeten Ehrenbezecigungen bewie

Neue, daß das bei den Berlinern so hochbeliebte Institut na vor seine alte Zugkraft bewahrt hat, die au<h in diesem Winter Hn

Direktor Renz eine ununterbrochene Reihe von Erfolgen sicher Das Programm der Eröffnungs-Vorstellung war besonders rei besten Kräfte von der kleinen Seiffert ausge| trugen der jungen Reitkünstlerin aufmunternden Beifall ein; freundliher Aufnahme erfreuten sih das Auft Gebr. Revelli und das von 16 Damen glänzen

(mit Aus\{luß der Werkstätten) auf deutschen Eisenbahnen (auss<hließli< Bayerns) im Monat September 1886, aufgestellt im Reichs- Uenbahnamt.

und führte Produktionen zu Pferde ,

reten der Springclow# d durchgeführte Orienl?

lische Manöver. Die beiden Re>künstlerinnen Frls, Thora und Thel

fmann bewiesen große Fertigkeit. beiden prächtigen engli (het ollblutpferde Lady Lyon und Atropos machten im Verein mit del

arabishen Vollbluthengst Harras ihrem Lehrer, Hrn. Fr. Ren

Ehre. Hr. Hager ritt auf dem Hengst Colmar, wie son

unter allgemeiner Anerkennung die hohe Schule; ihm ih seine Tochter, Frl. Klotilde Hager,

ebenbürtig zeigt Der Reitkünstler Mr. Batty un

zwei Schulpferde vorführte.

h als shäßenswerthe Kräfte. Staunenswet Gewandtheit verrietbhen die Produktionen der amerikanischen ymnastikerin Miß Maggie Claire am hängenden Seil, eistung des Hoch) pringers Mr. sieben übereinander gestellten Tischen herabstürzt. Elephanten des Hrn. Thompson sowie die aht ara welche Hr. Fr. Renz vorführte, zeugen von Das Auftreten der Wasserkünstlerin Miß Paula wurde du!

einen Ohnmahhtsanfall der Dame verhindert; glücklicherweise

Adèle erwiesen {ih

Jadley, welcher si<

bischen Shimm der Gelehrigfeit ditt

sich dieselbe balo. Für Befriedigung der Lachlust sorgt haltendsten Weise die Clowns François, Baptiste, andere mehr. '

Godlewsfy W

Redacteur: Riedel.

Berlag der Expedition (S < olz).

Dru> der Norddeutschen Buchdru>kerei und Verlags-Anstalt Berlin $SW., Wilhelmstraße Nr. 32.

Nachzweisuug der Unfälle bcim Eisenbahnbetriebe

Fünf Beilagen (eins{ließli< Börsen-Beilage).

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Anzeigen.

1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

[39577] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Buchhalter Friß

Albert Theodor Albre<t, geboren am 22. Pat 1854 zu Coburg, Herzogthum Sachsen-Coburg-Gotha, am 3. Augujit 1886 in Berlin, Stallschreiber- straße 38/39, bei Gabel wohnhaft gewesen, welcher flüchtig ist, ist die Untersuhungshast wegen wieder- holten Diebstahls in den Akten I.Ta. 478. 86 ver-

hängt. : Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das

Untersuchungsgefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 11/12, abzuliefern.

Berlin, den 6. November 1886. L: Königliche Staatsanwaltschaft beim Landgericht I. Beschreibung: Alter 32 Jahre, Größe 1,67 m, Statur unterjeßt, Haare {<warz, Stirn frei, Bart \{<warzer, kurzer Vollbart, Augenbrauen \<warz, Augen s<warz, Nase gewöhnlich, Mund gewöhnlich, Zähne vollständig, Kinn oval, Gesicht oval, Gesichts- e gesund, Sprache deutsh. Kleidung: dunkler nzug.

[39578] Steckbriefs-Erledigung. Der gegen die verehelichte Steuer-Rath a. D. Weber, Anna, geborene Pohlmann, wegen wissent- lichen Meineides und wiederholten Betruges unter dem 8. Mai 1886 erlassene und unter dem 29. Mai, 9. Juli und 25. August 1886 erneuerte Ste>brief wird zurückgenommen. Potsdam, den 10. November 1886.

Königliches Landgericht.

Der Untersuchungsrichter.

[31880] j Der Fabrikarbeiter Julius Hermann Täuber, ge- boren den 11. Dezember 1863 zu Liebersdorf, Kreis Landeshut, zuleßt in Wüstewaltersdorf wohnhaft gewesen, wird beschuldigt, : | als Wehrpflichtiger in der Absicht, sich dem Cin- tritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen zu haben und nah er- reihtem militärpflihtigen Alter sih außerhalb des Bundesgebiets aufzuhalten, Vergehen gegen $. 140 St.-G.-B. Derselbe wird auf : den 21. Dezember 1886, Vormittags 97} Uhr, vor die Strafkammer bei dem Königlichen Amts- gerichte zu Waldenburg i. Schl. zur auptverhand- lung geladen. : : :

Bei unents<huldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nah $. 472 der Strafprozeßordnung von dem Civilvorsißzenden der Königlichen Kreis-Ersatz- Kommission zu Landeshut über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklärung verurtheilt werden. ;

Waldenburg, den 27. September 1886.

Königliche Staatsanwaltschaft.

31682

( Der ‘Grubénabbeiter August Spiger in Amerika,

am 9. April 1565 zu Krainsdorf, Kreis Neurode,

geboren, zuleßt in Weißstein wohnhaft gewesen,

wird beschuldigt, _ als Wehrpflichtiger in der Absicht, si dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlassen zu haben und sih seit jener Zeit nah erreihtem militärpflichtigen Alter außechalb des Bundesgebietes aufzuhalten. Vergehen gegen $. 140 Strafgeseßbuchs.

Derselbe wird auf : den 21. Dezember 1886, Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer ber dem Königlichen Amts- gerihte zu Waldenburg i. Schl. zur Hauptverhand- lung geladen. O :

Bei unentshuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nah $. 472 der Strafprozeßordnung von dem Civilvorsißenden der Ersaß - Kommission des Aushebungs-Bezirks Neurode vom 14. August 1886 über die der Anklage zu Grunde liegenden That- sachen ausgestellten Erklärung verurtheilt wer- den. M. 1I. 37/86.

Waldenburg, den 27. September 1886.

Königliche Staatsanwaltschaft.

E G E I O C O T T Q E E’ T: R

2) Zwangsvollstre>ungen, Anfgebote, Vorladungen u. dgl.

[39820] S jpangsversieigerung.

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbuche von der Königstadt Band 29 Nr. 2119 auf den Namen des Steinhändlers W lhelm Hüttner hierselbst eingetragene, in der Mühlenstraße 65a be- legene Grundstü am 7. Jauuar 1887, Vormittags 102 Uhr, vor dem unterzeihneten Geriht an Gerichts- stelle Neue Friedrichstraße 13, Hof partecre, Quergebäude Saal 36, versteigert werden.

Das Grundstück ist mit 5180 4 Nutzungswerth zur Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grrndbuch- blatts, etwaige Abschäßungen und andere das Grund- tit> betreffende Nahweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei, Neue Friedrichstraße 13, Zimmer 23, eingeschen werden.

Alle Realberehtigten werden aufgefordert, die nicht von selbst auf den Ersteher übergehenden An- e deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Hrundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteige- rungsvermezts nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden

Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs-