1886 / 271 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

E A - E ia A

96230404 im Jahre 1884 und 24300451 in 1881. Die Heu- und Grummeternte zeigte gleihmäßig 1885 in quali- tativer Beziehung keinen Unterschied gegen das Vorjahr, Note 11,2 gegen 11,1, größeren jedo< quantitativ. Der absolute Gesammternte- ertrag von dauernden Wiesen belief \si< 1885 auf 91 461 787 Ctr. gegen 130 145 221 im Jahre 1880, 123 538 541 im Jahre 1881, 115 199 715 im Jahre 1883, 114953 106 im Jahre 1882 und 110 743 725 im Jahre 1884. Wein ergab 1885 vom Hektar dur<- \<nittli< 27,7 b1 mit der Qualitätsnote 11,2, leßtere Note war 1884 11,1. Der Durchschnittsertrag vom Hektar batte sih gestaltet: 1875 49,4, 1883 34,8, 1884 34,4, 1882 26,9, 1881 23, 1878 20,7, 1877 18,4, 1876 16, 1879 9,8 und 1880 5,8 bl. Insgesammt ertrug der Wein 1885 617 958 k1 gegen 104 682 im Jahre 1880, 772 952 im Jahre 1883, 768 200 im Sahre 1884, 574784 im Jahre 1882 und

488 734 im Jahre 1881.

Veterinärwesen.

Rußland.

In dem Vorwerke Wlo<y (Gemeinde Pruszkow, Warschau) ist die Rinderpest ausgebrochen.

Kreis

Gewerbe und Handel.

Nach dem Geschäftsberiht der Berliner Unionsbrauerei für 1885/86 betrug der Bierabsat 83 968 h] oder fast 3000 hl mehr als im Vorjahr; davon entfallen auf den Flaschenbierabsaß 12790 t oder 500 t mehr als im Vorjahr. Die Preise für die Rohprodukte waren billig, dagegen fand eine Erhöbung der Brauer- und Böôttcher- löhne ftatt. Der Verkauf von Grundstücken in Charlottenburg erbrahte 168 159 M ; es bleiben no< weitere Komplexe im Besiße der Gesell- schaft, weldhe auf 210 000 4 ges<äßt werden. Die Abschreibungen be- tragen 50250 H; die Debitoren haben si< um 14 792 # verringert ; die Contocorrents<hulden sind um 103 391 A auf 173 233 zurüdk- gegangen. Der Netto-Uebershuß stellt sih auf 262 747 A. gegen 317 680 6 im Vorjahr; wovon 13 0854 zum Reservefonds fließen, 31405 M als Tantièmen vertheilt werden, 210 000 M = 7 °/ als Dividenden bezahlt und 8256 4. auf neue Rechnung übertragen wer- den sollen. S

Die „New-Yorker Hdls.-Ztg." schreibt in ihrem vom 5. November datirten Wochen bericht: Alle Anzeichen deuten jeßt, na<hdem die Wahlen vorbei, mit Eintritt kälteren Wetters. auf MWiederbelebung des Geschäfts; es herrscht darüber fasi nur eine Stimme, daß Handel und Wandel, wenn nit ganz unvorhergesebene Unistände eintreten sollten, alle Anwartschaît auf eine Epoche günstiger Entfaltung von längerer Dauer haben. Die wichtigen Fragen, welche gegenwärtig auf handelspolitischem wie auf fozialem Gebiet die ganze moderne Welt bewegen, finden in den Vereinigten Staaten das Feld, auf wel<hem sie, besser als vielleicht irgendwo anders, zur friedlichen Erörterung und zum Austrag gebra<ht werden können und hat die Geschäftswelt von Reformen, welche auf diese Weise herbei- geführt werden, Nichts zu fürchten, im Gegentheil nur zu hoffen. Der Geldmarkt versteiste sich mit dem Monatswechsel, und wurde hier und da für Call Loans bis zu 10% p. a. bezahlt. Die beträchtlichen Auszahlungen für November-Zinsen und Dividenden, die aus Europa einlaufenden Posten Gold und die in Aussicht stehende PUmloufseßung bedeutender Summen aus dem Bundesschaße lassen keine Befürchtungen einer ernstlihen Geldklemme aufkommen. In Wecbseln auf Europa wurde ein nit unbeträchtliches Geschäft gemacht. Das ohnehin ruhige Geschäft am Waaren- und Produkten- markt ist in Folge der Wahl dur cinen Feiertag unterbrochen worden und daher auf den meisten Gebieten an Umfang hinter den Vorwochen zurü>geblieben. Weizen und Mais konnten die höchsten Notirungen der Woche niht behaupten, sind aber vorübergehend für Export mehr beachtet gewesen, als bisher. Hafer hat nur unbedeutende Preis\{<hwankungen erfahren. Weizenmehl war still. Jn der Lage des Frachtenmarktes hat keine wesentlihe Aenderung stattgefunden. Baumwolle verkehrte in vorwiegend weichender Tendenz, der durch matte Lverpool-Berichte und größere Zufuhren an den Südhäfen Vorschub geleistet wurde. Wolle verharrte in stiller Geschäftslage, ohne im Preise entschieden williger gewefen zu fein. Brasil-Kaffees holten, bei ret lebhaftem Geschäft, eine Anfangs erlittene Cinbuße wieder ein; rein- \{med>ende Sorten, wenn au ruhig, verkehrten in fester Haltung. Rohzucker wurde troß anhaltend shwaher Nachfrage in den leßten Tagen mit mehr Festigkeit gehalten. Am Theemarkt herrs{te ein stetiger Ton. Provisionen haben O Tendenz, aber im Ganzen genommen ruhiges Ges<äft gehabt; Schmalz machte eine Ausnahme und ift für Export begehrt gewesen. Von Harz sind die geringen Sorten unverändert geblieben, die besseren Grade fonnten fich dagegen, ebenso wie Terpentinöl, im Preise niht behaupten. Raff. Petroleum fest und { C. pr. Gall. höher. In Pipe lines Certificates herrs<t andauernd feste Tendenz, Schlußpreis 654 C. G. Am Metallmarkt verlief das Geschäft ohne besondere Regsamkeit. Mit fremden und einheimis<hen Manufakturwaaren ist es still ge- wesen. Der Import fremder Webstoffe beträgt für die heute beendete Woche 1 443 303 Doll. gegen 1486 473 Doll. in der Parallelwoche

des Vorjahres,

Oldenburg, 17. November. (W. T. B.) Außer den bereits als ausgeloost zur Einlösung aufgerufenen 40 Thaler-Schuldscheinen der Eisenbahn-Prämienanleihe des Herzogthums Olden- burg von 1871 ist au<h die in Folge eines Schreibversehens nicht aufgerufene Nr. 55 299 mit dem Nennbetrage von 120 M. ausgeloost worden und wird ebenfalls auf den 1. Februar 1887 aufgerufen.

Glasgow, 16. November. (W. T. B.) Die Verschiffungen von Roheisen betrugen in der vorigen Woche 7200 gegen 7100 Tons in derselben Wohe des vorigen Jahres.

New - York, 15. November. (W. T. B.) Weizen - Ver- \<iffungen der leßten Woche von den atlantischen Häfen der Ver - einigten Staaten nah Großbritannien 97 000, do. nach Frank- reich 24 000, do. na< anderen Häfen des Kontinents 54 000, do. von Kalifornien und Oregon nah Großbritannien 84 000, do. nach anderen Häfen des Kontinents 50 000 Qrts.

Submissionen im Auslande.

Niederlande.

1) 23. November, Nachmittags 2 Uhr. Maatschappy tot Exploi- tatie van Staats\poorwegen im Centralbureau (Abtheilung Weg und Werken) zu Utrecht : l /

Nr. 1(9 Lieferung von Eichenholz für Weichen.

Näheres an Ort und Stelle. S

9) 26. November, Vormittags 11 Uhr. Marine-Direktion zu Amsterdam : i :

Lieferung von Balken, Masten, Dielen, Latten aus Eichen-, Tannen-, Föhren-, Eschen- und Lindenholz.

Näheres an Ort und Stelle.

3) 30. November, Nachm. 2 Uhr. Maatschappy tot Exploitatie van Staats\poorwegen im Centralbureau (Abth. Weg und Werken) zu Utrecht : A

Lieferung von stählernen Schienen, Laschenplatten, Unterlagen und Schraubenbolzen sowie von eisernen Haken.

Näheres an Ort und Stelle.

4) 1. Dezember, Vorm. 11 Uhr. Handel und Nyverheid im Haag : : i:

Lieferung von Ballaststeinen für Uferbauzwe>e, in zwei Ab- theilungen. :

Näheres beim Haupt-Ingenieur van Diesen im Haag, Langehout- ftraat Nr. 9. Bedingungen käuflih bei den Buchhändlern Gebr. van Cleeff im Haag, Spui Nr. 28 a. ; E

) 13. Dezember, Mittags 12 Uhr. Kolonial-Ministerium (te<nis<es Bureau) im Haag: j

Litt. G. Lieferung eiserner Oberbauten für drei Kaffee-Lager- häuser in Niederländis<h Indien. L Näheres an Ort und Stelle. Bedingungen käuflih beim Buch-

Ministerium von Waterstaat,

Verkehrs - Anstalten.

London, 16. November. (W. T. B.) Der Casftle- Dampfer „Grantully Castle“ ist heute auf der Heimreise in Plymouth angekommen.

Sanitätswesen und Quarantänewesen.

Frankrei <. E i In Marseille is für die von Sardinten sowie von Genua und Umgegend kommenden Schiffe eine , Quarantäne von 5 Tagen angeordnet worden. :

Spanién. z i Nach einem in der „Gaceta de Madrid" veröffentlichten Grlafse der Königlich spanishen General-Sanitäts-Direktion vom 10. Novem- ber 1886 werden wegen Ausbruchs der Cholera in Spezia die seit dem 2. dess. M. in See gegangenen Provenienzen des Golfes von Spezia als verdächtig erklärt und einer entsprehenden Quarantäne unterworfen.

Berlin, 17. November 1886.

Die näthste Königliche Parforce-Jagd findet am Freitag, den 18. d., statt. Rendezvous : Mittags 121/2 Uhr zu Jagd\shloß Grunewald, resp. 1 Uhr an der Saubucht.

Der Dom in Merseburg. (Centralbl. der Bauv.) Am Sonntag, den 7. November, fand in Gegenwart Sr. Kais erlihen und König- lichen Hoheit des Kronprinzen die feierliche Wiedereinweihung des Domes in Merseburg statt, nahdem das Gotteshaus während zweier Jahre wegen umfangreicher Herstellungsarbeiten der Benußung entzogen war. Dem Kranze geschichtliher Erinnerungen, die diese altehrwürdige Stätte zieren, ist damit ein neucs frishes Blatt hinzugefügt. Die alte Burg an der Saale war, wenn wir die zum Theil sagenhaften Ueberlieferungen, die ihr ein no< weit höheres Alter zuschreiben, über- gehen, der Lieblings\it des Königs Heinrich T, des eigentli<hen Begründers des Deutschen Reichs. Nachdem derselbe dort eine Kirche des heiligen äIohannes des Täufers gegründet, soll er einen \{<on vorhandenen Steinbau ausgebaut und mit geshihtlihen Darstellungen zur Erinne- rung an den Sieg über die Magyaren ges{<müd>t haben. Die neue \<were Gefahr dur die Ungarn hat dann seinen großen Sohn Otto I. zu einem Gelübde veranlaßt, demzufolge er im Jahre 968 in Merse- burg ein Bisthum f\tistete, zu Ehren des heiligen Laurentius, auf dessen Namenstag der Entscheidungskampf auf dem Lechfelde fiel. Die Stiftung gerieth zwar bald darauf in Verfall, wurde sogar dur Papst Benedict VIL. aufgehoben, aber von Kaiser Heinrich 11. wieder bestätigt und eingeweiht. Schwere Schi>ksale und mannigfache Ver- änderungen hat die Kircße seit jener Zeit erfahren. Im Jahre 1256 bewilligte der Papst einen Ablaß zum Qs von Beiträgen und Sammlungen für das dur Stürme und Blißschaden hact mitgenom- mene Bauwerk. Noch in der Reformationszeit, nit lange bevor der protestantische Kult von der Kirche Besiß ergriff, wurde das Langhaus einem vollständigen Umbau unterworfen. In der zweiten Hâlste des XVII. Sahrhunderts erfreute si< die Stadt unter Herzog Christian und seinen Nachfolgern einer kurzen Kunstblüthe, der au die Kirche manche Veränderung verdankt. :

Die ältesten no< vorhandenen Bautheile, das Halbrund des Chors und die beiden Rundthürme zu seinen Seiten, sind etwa zwischen 1040 und 1050 unter Bruno, dem Nachfolger des Bischofs und bekannten Chronisten Ditmar, errihtet. Im Anschlusse daran muß auch die Krypta erbaut sein, wennglei<h ihre Bauformen auf eine etwas vorgeschrittenere Zeit hinweisen. Die Chorvorlage und das Querhaus zeigen bereits den sog. Uebergangsstil, dem auch die oberen achte>igen Theile der beiden Westthürme, sowie die stattliche, die ursprünglihe Westfront fast voUständig verde>ende dreischiffige Vorhalle angehören. Aus gothischer Zeit rührt der Kreuzgang an der Südseite der Kirche her. Unter dem baulustigen Bischof Thilo von Trotha und seinem kunstliebenden Nachfolger Christian von Ankalt wurde das Langhaus in Form einer dreischiffigen Hallenkirche mit reihen Sterngewölben und schlanken acte>igen Pfeilern erbaut. Die Maßwerksfenster hier und an den Seitenschiffen der _Westvor- halle stammen gleichfalls aus jener Zeit, ebenso zwei spätgothische Portale, das eine, am Nordkreuzflügel, mit der liegenden Gestalt des Bischofs von Trotho im Thürbegen, das andere, in die Vorhalle füh- rend, mit den Bildsäulen Johannis des Täusers und des heiligen Laurentius, der beiden Patrone der Kirche. Dem Ausgange der Gothik gehören die reihgestalteten Gewölbe des Mittelschiss der Vorhalle an, der häßlichen Dachgiebel aus Balksteinen an den Langseiten niht zu gedenken. Bemerkenswerthe Veränderungen erfuhr ferner, wie {on erwähnt, die Kirche unter der Regentschaft des Herzogs Christian, der die an den Stückkreuzflügel anstoßende sogenannte Fürstengruft anlegte. Jett ist dieselbe und etne an- \toßende, au< vom Kreuzgange aus zugänglihhe Kapelle aus älterer Zeit angefüllt mit zahlreichen, zum Theil reichverzierten Metallsärgen der Mitglieder und Anverwandten seines Geschlehts. Eines der Hauptdenkmäler der Kirche, die große und prachtvolle Orgel, ist eben- falls in jener Zeit errichtet und am 22. April 1666 eingeweiht.

So spiegeln sich in dem jeßigen Bauwerke sehr verschiedene, zum Theil weit auseinanderliegende Bauzeiten wider und machen dasselbe für uns, wenn es au in künstlerischer Hinsicht zurüctsteht, doch zu einem Denkmale von hoher geshihtliher Bedeutung. Das Langhaus und ebenso das Querschiff sind überdies von sehr stattlihen, gut ab- gewogenen Raumverhältnissen. : i l

Unschwer läßt sih troß aller Veränderungen no< die ursprüng- liche Anlage, insbesondere der alte Grundplan ermitteln. Chor und Querschif waren von dem gleichen Umfange wie heute. Die che- maligen halbrunden Nebenapsiden an der Ostseite des Querhauses (der Grundriß in Puttrich's Denkmälern ist gerade für diese Theile besonders ungenau) sind zum Theil no< erhalten, zum Theil von den späteren Anbauten der Sakristei im Norden und der {on er- wähnten Fürstengruft, verdrängt oder überbaut. Die alte, jeßt dur die Mittelschiffpfeiler veränderte Achsentheilung des Langhauses giebt ih no< in den Fenstern und Wandstüßgen der Außenwände zu er- kennen. Mit seiner Westfront, d. h. der dreischiffigen Vorhalle der- selben, liegt der Dom frei an cinem Playe, der im Norden von Nebenanlagen des Sthlosses, auf den anderen Seiten von den eche- maligen Kuriengebäuden begrenzt wird. Die Nordseite der Kirche bildet zugleich den südlihen Abschluß des s{<önen Schloßhofs. An die Südseite lehnt \si<h der Kreuzgang an, während der Chor, ganz dur<h Theile des Schlosses verbaut, von keinem freien Standpunkte betrachtet werden fann. Von der Unterstadt, jenseit der Saale

esehen, bieten Dom und Schloß mit ihren zahlreichen Giebeln, hohen ächern und Thürmen ein Ganzes von s{önster malerisher Wirkung.

Das Werk der Wiederherstellung war ein \{<wieriges und auf- wandvolles,. Im Aeußern wurde zunä<hst die westliche Vorhalle, deren Seitenschiffe in unshöner Weise überbaut waren, in ihrer ur- \sprünglichen Gestalt erneuert. Der Kreuzgang war zum großen Theil dur die alte Domshule eingenommen. Die späteren Anlagen wurden beseitigt und für die Schule ein besonderes Gebäude unweit des Sclo}\es errihtet. An die Südseite des Kreuzganges {ließt si< ein ungemein reizvoller, im Ministerium der öffentlihen Arbeiten ent- worfener Neubau an in frühgothis<en Formen, vornehmlich zu Woh- nungen für Unterbeamte der Kirche bestimmt. Im Innern des Domes galt es zunächst ebenfalls, die störenden Cinbäuten von Galerien, Logen u. A. m., wie sie während der leßten beiden Jahrhunderte in den meisten Dom- und Hofkirhen entstanden waren, zu entfernen, hingegen Alles, was künstlerisch werthvoll er- sien, zu erhalten und zu ergänzen. Eine weitere Schwierigkeit bot

sodann die Ausmalung des Kirchenraums. Mit Rücksicht namentlich

Zierrath auf weißem Grunde aufweist, ift das “anghaus vorwi

în lihten Tönen gehalten und eine allmähliche Steigerung der Fa wirkung dur< das Querhaus, bis zum Chor hin, erzielt worden. Wandflächen zeigen zum Theil nah alten Spuren wiederbergestellte aufgemalte Quadertheilungen auf heller Steinfarbe im Langhause, iy den zuleßt genannten Theilen auf wärmeren Grundtönen. Den \{önstey Schmu> des Innern bildet aber ohne Frage die große Zahl seine Kunstdenkmäler, die, wo es irgend anging, an ihrem ursprünglihen Plate belassen, wo nit, an anderweitiger passender Stelle angebracht sehr wesentlih zur Belebung des Raumes und der Wandflähen bej, tragen. Den ersten Rang unter ihnen behauptet die berühmte Bro platte mit der wohlerhaltenen liegenden Figur des Gegenkönigs Rudolph von Schwaben, der von Heinrich 1V, in der Schlacht an der Elster besiegt, kurz darauf in Merseburg seinen Wunden erlag (1080). Der romanischen Kunst gehört ferner ein Crucifirus an, aus Holz, mit ex, gänzten Armen, jeßt auf einem innerhalb des westlichen Vierungsbogenz eingespannten Querbalken aufgerichtet. Die um einige Stufen über daz Swiff und die Kreuzflügel erhobene Vierung ist von den leßteren durh steinerne Abshlußwände getrennt, an deren Innenseite si die alten, ven entstellenden Farbüberzügen gereinigten Chorstühle anlehnen. Die Außen seiten dieser Abshlußwände zieren Blendbögen mit den von dem Male Weinmeyer großentheils nah alten Resten und Vorbildern gemalten Figuren von Bischöfen und Heiligen. Eine Anzahl . von alten Chor stühlen hat ferner innerhalb der Chorvorlage und in den Seitenschiffen entlang den Außenwänden Plaß gefunden. Ursprünglich war die Vierung au< gegen das Mittelshiff dur< einen Lettner abge chlossen, bis derselbe aus Nücksiht auf den protestantishen Kultus mitsammt drei Nebenaltären beseitigt wurde. Der Nordkreuzflügel, die sogenannte Bischofskapelle, enthält die Bronzetumba des Bischofs Thilo von Trotha mit der vortreffli< modellirten liegenden Gestalt des Kirchenfürsten in flaherhabener Ausführung. Ein an der Wah befestigtes Flachbild aus vergoldeter Bronze von ebenfalls sorgfältiger Arkeit zeigt denselben Bis<hof in Anbetung vor der heiligen Dreieinige feit knieend. Im nördlichen Nebenschiffe ist das leider niht mehr ganz vollständig erhaltene, reihverzierte Grabdenkmal des Stiftz- hauptmanns von Bila vom Jahre 1588 zu erwähnen, sodann im Mittel- schiffe die prächtige in Holz geshnißte Kanzel in \spätgothischen For! men. Der zugehörige Schallde>el mit Ausnahme des aus Rüsiht auf bessere Schallwirkung jeßt hinzugefügten unteren Gesimskranzes gehört dem Beginne der Menaissancezeit an. Die Vorhalle endlih ist zu einer Art Museum geworden, indem dort eine Anzahl werth voller Alterthümer, Gemälde, Bildwerke und kunstgewerbliche Gegen- stände, für die man in der Kirche keinen geeigneten Platz fand, zur Aufstellung gelangten. Unter denselben ist besonders ein ehemals der Neumarktskirhe angehörendes romanisches Taufbe>en aus Skein mit figürlihen Darstellungen bemerkenswerth.

Die Wiederherstellungsarbeiten wurden nah einem von dem Ge heimen Ober-Baurath Adler und dem verstorbenen Konservator der Kunstdenkmäler, von Dehn-Rotfelser, festgestellten Arbeit splane be- gonnen. Der Erstgenannte hatte ferner die eigentlihe Oberleitung von ihm rührt au der Entwurf für die malerische Aus\<müd>ung des Doms her —, während die Ausführung in den Händen des Ne gierungs-Baumeisters Weber lag. : L

Jn eingehendster Weise nahm Se. Kaiserlihe und Königlide Hoheit der Kronprinz von allen Theilen des Bauwerkes Kenntniß, nachdem dasselbe dur< eine kirhlihe Feier und Weihe feiner alten Bestimmung wieder übergeben worden war, Und welchen Antheil au das Volk an der Wiederherstellung seines ehrwürdigen Gotteshause genommen, bewies die große Menge derer, die voll Andacht und freu

“diger Theilnahme bis zum Dunkelwerden seine Hallen durchströmten,

Fm Lichthofe des Königlichen Kun stgewerbe-Museums if eine kleine Aus stellung veranstaltet, welhe Stickereien der Hand- arbeits<ule von Frl. Seeliger enthält. Dieselben zeichnen sh dur< große Mannigfaltigkeit in Verwendung verschiedener Materialien, Techniken und älterer z. Th. orientalisher Muster aus und geben ein erfreulihes Bild von der fortschreitenden Entwi>kelung der Schule,

Zum Best-n der Berliner Stadtmission hat der unter Vorsiß des Frls. von Dedenroth stehende Frauenverein der Stadtmission im Restaurationssaale des Herrenhauses heute einen Bazar eröffnet, der in Ihrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Wilhelm eine huldvolle Protektorin gefunden hat, Die Damen des Vereins und zahlreiche hiesige Firmen haben eint Fülle von Gaben aller Art eingeschi>t ; vor Allem sind die Gebiete des weiblihen Kunstfleißes in überrashender Mannigfaltigkeit ver treten. Auch Bücher und Kunstdruke, meist religiösen Inhalts, sind in reicher Auswahl cingegangen. In der Vorhalle ift ein Wildpret-Verkauf eingerihtet, der von den Gutsbesißern der Umgebung ausgestattet worden is. In einem Nebenzimmer sind Gegenstände des Wirth \haftsgebrauhs : Töpfergeschirr, Eingemachtes, Kaffee, Wurst u. dgl. ausgestellt; ein zweiter Nebenraum birgt Berge von Armenjachen, die zumeist von den Damen des Vereins selbst gefertigt sind.

Belle-Alliance-Theater. Fr. Marie Geistinger ist nunmehr vollständig wieder genesen und wird ihr Gastspiel an Sonnabend, und zwar in einer ihrer Glanzleistungen, als „Therese Krones“ in dem gleichnamigen Lebensbild von Carl Haffner, wiede aufnehmen. Bis dahin bleibt die „Fledermaus“ auf dem Repertoîtt,

Walhalla- Theater. Die romantisch - komische Oper! „Rip-Rip“ sent si in der Gunst des Publikums täglich mehr n Das allabendlich zahlreicher erscheinende Auditorium verfolgt die Han lung mit Interesse, lausht der melodiösen Musik Planquette 8 mi Wohlgefallen und spendet der Darstellung reihen Beifall. Es M auch merkwürdig, wenn das reizende Stück, das in London über 100 in Paris über 200, in Wien an 100 Aufführungen erlebt hat, hie niht nah scinem Werth geshäßt werden sollte.

Kroll's Theater. Fr. Amalie Joachim wird in iht leßten Concert, am Freitag, den Lieder-Cyklus „Die s{höne Müúllerin von Franz Schubert zum Vortrag bringen. Dieses an und für E \{on interessante Programm wird no< mehr an Interesse gew dur< Deklamations-Vorträge des Hrn. Paul Berthold. F pianistishen Theil des Concerts wird auch diesmal Frl. Anna D0 ausführen.

Hr. Prof. Aldo Martini hat den vielen interessanten e

originellen Nummern, die er in seinen unterhaltenden „orienta bi ] phantastishen Soiréen*“ im Saale der Passage "U eine neue Ueberrashung hinzugefügt, welhe er „Stena Han moderne Sphinx“ nennt: Es is der lebende Kopf einer e der vor den Augen des Publikums erscheint. Wo hinte v großen Maria Stuart-Krause, welche in weitem Bogen Ge Kopf umgiebt, dec übrige Theil der Dame bleibt, das ist de u heimniß des Hrn. Martini. Wir wollen im Interesse des Pub lea das an der Nummer viel Gefallen fand, nicht versuchen, den S nt oder, hier wohl richtiger ausgedrü>t, die Krause zu lüften un f etwa der Körperlänge entsprechende Brettergestell, auf dem der Koh 1 scheint, in Bezug auf seinen Zwe>, einer Erforschung zu un vit und wollen nur no< erwähnen, daß „Stella“ als „Sphinx“ au Points von Würfeln u. dgl. erräth.

L

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S < olz).

Drue> der Norddeutshen Buchdru>erci und Verlags-Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmsicaße Nr. 32.

Vier Beilagen (einshließli< Börsen-Beilage).

Bexrlinz

auf die große Orgel, wel<he mit ihrer Empore die gesammte Höhe

händler Martinus Nyboff im Haag, Nobelstraat Nr. 18.

und Breite des Mittelschiffs einnimmt und fast dur<hweg vergoldeten

271.

Erste Beilage

Berlin, Mittwoch, den 17. November

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1886,

Stedkbricfe and UntersuGhungs-Sachen.

S

* Rerkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

O P D

Zwangsvollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen U. dergl.

* Perloosung, Zinszahlung 2c. von öffentlihen Papicren. * Fommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesells<

h) Ste>briefe

und Untersuchungs - Sachen.

40089] Bekanntmachung. Der hinter die unverehelihte Louise Kumpmann 1s Sticpel unter dem 11. August 1886 erlassene

Stedbrief ist niht, wie unter dem 8. November

686 bekannt gemacht, erledigt, wird vielmehr hiermit

neuect. (J. 059—86.)

Paderborn, den 13. November 1886. Der Erste Staatsanwalt.

54 s C TWET-RT)

9 » Zwaugsvollstre>ung en, Uufgebote, Vorladungen u. dgl. 10033] Hyangsversieigerung.

&m Wege der Zwangsvollstre>kung soll das im Grundbuche von der Königstadt Band 87 Nr. 4475 uf den Namen des Steinhändlers Wilhelm Hüttner ierselbst eingetragene, in der Mühlenstraße 65 be- egene Srundstü> 5 m 10, Jauuar 1887, Vormittags 10} Uhr, or dem unterzeichneten Geriht an Gerichts» elle Neue Friedrichstraße 13, Hof parterre, Duerzebáude Saal 36, versteigert werden.

Oas Grundstü> ist mit 5180 F Nußzungswerth r Gebäudesteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuch- latts, etwaige Abschäßungen und andere das Grund- betreffende Nachweisungen, sowie besondere dnufbedingungen können in der Gerichtsschreiberei, M eue Friedrichstraße 13, Zimmer 23, eingesehen jerden. Alle Realberechtigten werden aufgefordert, die idt von selbst auf den Ersteher übergehenden An- prüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Srundbuche zur Zeit der Eintragung des Versteige- hingsvermerks nicht hervorging, insbesondere derartige Forderungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Pebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- ermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- oten anzumelden und, falls der betreibende Gläu- iger widerspricht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, bidrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Bebots nicht berü>sihtigt werden und bei Vertheilung es Kaufgeldes gegen die berüctfsichtigten Ansprüche n Nange zurü>treten.

Diejenigen, welche das Eigenthum des Grundstücks eansprudzen, werden aufgefordert, vor Schluß des Persteigerungs8termins die Einstellung des Verfahrens erbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag as Kaufgeld in Bezug auf den Anspruch an die Stelle des Grundstücks tritt.

Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags ird am 10. Januar 18387, Nachmittags 2 Uhr, an Gerichtsstelle, Neue Friedrichstraße 13, ; pf parterre, Quergebäude Saal 36, verkündet Perden, ÿ Verlin, den 12. November 1886.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 51.

0180] Nach heute erlassenem, scinem ganzen Inhalte

a dur<h Anschlag an die Gerichtstafel bekannt

emachten Proklam finden zur Zwangsversteigerung

cs dem Arbeitsmann Wilh. Schwarz hies. gehörigen d bier eub Nr. 10 belegenen Wohnhauses mit ubehör vor dem Großh. Amtsgerichte Termine

1) zum Verkaufe nah zuvoriger endlicher Re- gulirung der Verkaufsbedingungen am

A a 26. Arte 1887, ormittags 11 r 2) zum Neberbot am j E Mittwoch, den 16. Februar 1887,

E Vormittags 14A Uhr,

9) zur Anmeldung dinglicher Rechte an das Grund- stü> und an die zur Immobiliarmasse desselben gehörenden Gegenstände am

Mittwoch, deu 26. Januar 1887,

h SGsF Vormittags 11 Uhr,

B aue des hiesigen Amtsgericht8-

ge der Verkaufsbedingungen vom 12. Ja- far 987 an auf der Gerichtsschreiberei und bei

f A Sequester bestellten Kämmereiberehner

n iggers hierf., welcher Kaufliebhabern nah vor-

A A Anmeldung die Besichtignng des Grund-

M mit Zubehör gestatten wird. eruberg i. Meel., den 12, November 1886.

E H. Kolßt, erihtsshreiber des Großherzoglichen Amtsgerichts.

85195] Aufgebot.

E das Aufgebot folgender Urkunden: i, n r, ebensversiherungs-Anstalt für die a, e «arine unterm 1. Juli 1878 auf das h x E Königlichen Second - Lieutenants Hein- Sgestell - Prinzen Reuß Durchlauht in Berlin

voin Sönleties e s ahe 500 M,

ichen Lieutenant Heinrich XXX. Prinz

q Neuß Durchlaucht zu Lübben, ü U R 29. Sanuar 1885 ausgestellten, am deln 2 N fälligen, auf C. Trautmann in m Nan O une von diesem acceptirten, mit * er 106 Le Ausstellers nit versehenen Wechsels

von Julius Enterlein zu ; geln, Mi U vom Kuratorium der neuen großen lm Ad Fgrbetasse zu Berlin für Johann Wil- ernhard ph Bernhard und Frau Julie Auguste , geb. Jürgens, unterm 10. Dezember 1868 rbekassenbüher Nr. 19263 und

4 von der Wittwe Auguste Bernhard und von

V 2

Deffentlicher Anzeiger.

D LAD

. Berufs-Genossenschaften. Wochen-Ausweise der deutschen Zettelbanken. Verschiedene Bekanntmachungen.

. Theater-Anzeigen. E ; 10. Familien-Nachrichten. | In der Börsen-Beilage.

4) der 3 landschaftlißen Central - Pfandbriefe

Nr. 044 773, 044 774 und 044 775 lber fe 300 A vom Altsißer Christoph Brümmer zu Drüsedau bei Seehausen î. Altm,,

9) der auf den Namen der verwitt. Frau Prediger Louise Hingmann, geb. Blümlein, zu Berlin vom Comtoir der Reichs-Hauptbank für Werthpapiere de dato Berlin, den 20. Juni 1885 ausgestellten Depotscheine Nr. 317224 und 317 225,

von Frau Prediger Hingmann, Louise, geb.

Vlümlein, zu Berlin,

6) der beiden vom Kuratorium dex neuen großen Berliner Sterbefasse zu Berlin für Herrn Iohann Traugott Daehnert und für Frau Daehnert, Karo- line Wilhelmine, geb. Reinhold, unterm 21. Juni 0E ausgestellten Sterbekassenbücher Nr. 5645 und 9 ,

vom Eisenhändler Johann Traugott Dachnert

„zu Nixdorf und dessen 5 Kindern,

_7) des von J. Schülke auf Rich. Jungbluth, Berlin, gezogenen, am 1. August bei J. Schülke in Berlin zahlbaren, mit Giros von J. Schülke, S. Freimann, Spinnerei und Weberei Hüttenheim- Benfeid und Rudolph Dreyer versehenen Prima- Wechsels, de dato Berlin, den 1. Mai 1886, über ül M,

vom Spediteur Rudolph Dreyer zu Ludwigs-

N 00 M ; Us

9) der vom Comtoir der Neihs-Hauptbank für Werthpapiere zu Verlin E |

a. unterm 8. Januar 1881 für Herrn Albert Hofmann in Köln ausgestellten Depotscheine Nr. 154566, 154568, 154569, 154 570, 154 573, 154 576, 154 583,

b. unterm 5. März 1881, 9. September 1882 und 29. Juli 1884 für Herrn Albert Hof- mann in Köln ausgestellten Depotscheine Nr. 159 660 resp. Nr. 210224 und 280 477,

c. unterm 29. Dezember 1884, 27, Juli 1885 und 5. Oktober 1885 für Herrn Albert Hof- mann in London ausgestellten Depotscheine Nr. 295 649 resp. 322 785 und 329 355,

und des vom Comtoir der Reichs-Hauptbank für Werthpapiere zu Berlin unterm 28. März 1884 für Herrn Albert Hofmann in Brüssel ausgestellten Depotscheines Ne. 264 851

von Herrn Albert Hofmann zu Jokohama

beantragt.

Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf

den 26. Mai 1887, Vormittags 113 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof part, Saal 32 anberaumten Auf- gebotstermine ihre Rehte anzumelden und die Ur- kunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, den 4. Oktober 1886.

Königliches Amtsgericht 1. Abtheilung 48.

[20793] Aufgebot. Es ist das Aufgebot folgender abhanden gekom- mener Urkunden:

1) der Schuldverschreibung der konsolidirten 44 %/o Preußischen Staats-Anleihe Läitt. E. Nr. 43 118 über 100 Thaler,

von dem Rechtsanwalt Engelke in Stettin, als Pfleger des Nachlasses des Buchhand- lungs8gehülfen Johann Louis Alexander Haase,

2) der Schuldverschrcibung der konfolidirten 42 %o Preußischen Staats-Anleihe Litt. D. Nr. 29 779 über 200 Thaler,

: von Fräulein Marie Gauffreß zu Minden,

3) der Schuldverschreibung der konfolidirten 44 %o Preußischen Staats-Anleihe Litr. K. Nr. 14 855 über 500 6,

von der Handelsgesellshaft C. N. Engelhard zu Berlin,

4) der Schuldverschreibung der konfolidirten 4 %/o Preußischen Staats-Anleihe Litt. F. Nr. 42197 über 200 M,

von Herrn A. Eggers zu Münster i. W.,

5) der Schuldverschreibung der fkonsolidirten 4 /9 Preußischen Staats-Anleihe Litt. E. Nr. 4706 über 100 Thaler, ë

von dem Landwirth Friedri<h Helmholz zu Ströbe>,

6) der Schuldverschreibung der konsolidirten 4# %/o Preußischen Staats-Anleihe Litt. E. Nr. 36 730 über 100 Thaler,

von der verwittweten Dr. med. Auguste Fo>, geb. Andreae, zu Magdeburg,

7) der Schuldverschreibung der konfolidirten 43 %o Preußischen Staats-Anleihe Litt. C, Nr. 344 über 500 Thaler,

von dem Kolonen Adolf Bulk zu Bauerschaft Metten, beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 17. September 1887, Vormittags 115 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof parterre, Saal 32, anberaumten Auf- ebotstermine ihre Rehte anzumelden und die Ur- unden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird. Berlin, den 1. Juli 1886. Königliches Amtsgericht L., Abtheilung 48.

[20562] Aufgebot. Es ist das Aufgebot nachfolgender, angeblid) ver- N O e Le Q gischen Hypotbek es Pfandbriefes der Preußishen Hypotheken- Actienbank Läitt. J. Nr. 13 954 Serie II. über 100 Thaler = 300 46 von Frau Antonie Rottmanner, geb. Hoff-

) fg ellten Sfe Bert Agnes Guntermann, geb. Becnhard, zu

mann, zu Heldburg, vertreten dur<h den Bürgermeister Schultheiß daselbst,

2) der rumänischen 6 9/0 Eisenbahn-Schuldverschrei- bungen Serie A. Nr. 38 688, 27780 und 14 411 à 100 M,

von Herrn Franz Peßold hier, Alexandrinen- 3d rale R es Sparkassenbuches der städtishen Sparkasse zu Berlin Nr. 87 636 über 578,92 M, a auf Nademacher, August, Schlächter, Anklamer- straße Sb von dem lähter August Rademacher hier, Borsigstraße 11a, auf N

4) des Depotscheines der Reichsbank Nr. 39 556 über 25 000 Thaler in 4/9 Kur- und Neu- märkishen Pfandbriefen ohne Coupons und S H

von dem Herrn Frit von Schierstädt au Skyren, hier, Karlsbad 14, N |

. 9) des Prima-Wechsels über 170 # per 15. April 1886 auf Frau E. Lange zu Charlottenburg, zahlbar bei Sahs & Edinger zu Berlin , aus- gestellt am 9. Januar 1886 von Katsch & Nechter zu Berlin an eigene Ordre, versehen mit den Girovermerken von Kats<h & Rechter und Julius Votteler in Reutlingen,

von der Württembergischen Vereinsbank, Actiengesellschaft zu Stuttgart, vertreten durch den Nehtsanwalt A. Bacher ebenda,

6) des Sterbekassenbuhes Nr. 5462 der neuen großen Berliner Sterbekasse, lautend auf Frau Sophie Charlotte Seeger, geb. Genz, über 300 M vom 23, März 1845,

von dem Kaufmann Gustav Seeger hier, Frankfurter Allee 116, für si<h und als Be- vollmächtigter seines Bruders, des Gürtler- meisters Emil Julius Franz Seeger hier, Köpni>kerstraße 47,

7) des Prima - Wechsels de dato Berlin, den 1. August 1883 über 300 Æ, zahlbar 6 Monat nah dato, ausgestellt von C. Martini, ange- nommen von Jobann Zwanzig und mit dem Blanco-Giro C. Martini versehen,

von dem Herrn Carl Martini hier, Große Friedrichstraße 103,

8) des Depotscheines Nr. 255 735 der Reichs- R über 6000 A Rheinische Hypotheken- »)ankactien Interimsscheine über 50 9/0,

von dem Baurath Rheinhard zu Stuttgart, Moserstraße Nr. 5,

9) des Sterbekassenbuches Nr. 19 094 der neuen großen Berliner Sterbekasse, lautend auf Frau Caroline Wilhelmine Reichelt, geb. Putten- dörfer, vom 22. August 1868 über 300 4,

von der verwittweten Feldwebel Caroline Wilhelmine Reichelt, geb. Puttendörfer, hier, i N O egvae 41,

10) des 5% Pfandbriefes der Preußischen Hypo- thekenactienbank Ser. V. Litt. J. Nr. 57 566 über 300 M,

von dem Lehrer H. Schwarze in Steinhude (Schaumburg-Lippe),

11) des Hypothekendokuments über die im Grund- buche von Berlin, Königstadt Band V. Nr. 380 Abtheilung II1T1. Nr. 20 für die unverchelichte Anna Catharine Elisabeth Windmann und den Landmann Gerhard Wilhelm Windmänn, ein- getragen gewesenen 1500 Thaler, bestehend aus einer Ausfertigung des Kaufvertrages vom 18. Mai 1844, der e befindlichen Ingrossations- note vom 22. Oktober 1844 und dem Hypo- thekenscheine von demselben Tage,

von dem Rechtsanwalt Fish zu Te>lenburg als Bevollmächtigter der Rechtsnachfolger der genannten Gläubiger,

beantragt worden.

Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert,

spätestens in dem auf den 16. Februar 1887, Vormittags 115 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof parterre links, Zimmer 32, anbe- raumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loserklärung derselben erfolgen wird.

Verlin, den 1. Juli 1886.

Königliches Amtsgericht T., Abtheilung 49.

[20791] Aufgebot.

Es ift das Aufgebot folgender abhanden gekom- mener Ürkunden :

1) der von der Lebensversiherungs-Anstalt für die Armee und Marine unterm 1. Januar 1878 auf das Leben des Second - Lieutenants im Ostpreußischen Train-Bataillon Nr. 1 Karl Julius Falkenberg zu Königsberg in Preußen, in Höhe von 500 4 aus- gestelltea Versicherungs-Police Nr. 5672,

von der verwittweten Frau Rentiere Julianne

Falkenberg, geb. Ziegner, zu Kreuzburg, 2) des von Gebr. Fi>ert auf A. Däumner in Berlin E am 28. Iuni 1886 an die Ordre der Aussteller, zahlbar mit Acceptvermerk von A. Däumner und Blancogiro von Gebr. Fi>kert ver- sehenen Primawechsels über 200 4, d. d, Berlin, den 28. März 1886, | vom Weinhändler E. Borchardt zu Berlin, : Á des der verwittweten Frau Marianne von Stein in Gera vom Comptoir der Reichs-Hauptbank für Werthpapiere ertheilten Depotscheines Nr. 77709, d. d. Berlin, den 1. April 1878,

von den Erben der Frau Marianne von Stein, 4) des dem Herrn Karl Grätschel ertheilten Quittungsbuches Nr. 85 über seinen Geschäftsantheil bei der Real-Kredit-Bank zu Berlin, eingetragene Genossenschaft,

von Herrn Karl Grätschel in Berlin, 5) des dem Herrn Bernhard Gutthal vom Comp- toir der Reihs-Hauptbank für Werthpapiere ertheil- ten Depotscheines Nr. 280962, a4. d. Berlin, den

31, Juli 1884,

von dem Mecaniker Bernhard Gutthal in Berlin,

6) der beiden vom Kuratorium der Neuen großen Berliner Sterbckasse für Frau Bertha Ehrlich und für den Shuhma@er Friedrih Ehrlich ausgestellten Sterbekassenbücher Nr. 1344 resp. 2321 vom 18. Juli 1839 resp. 4. August 1841,

von dem Schuhmachermeister Friedri<h Ehrlich und dessen Ehefrau Bertha Ehrlich, geb. Bastian, zu Berlin, beantragt. _ Die Inhaker der Urkunden werden aufgefordert, spätestens in dem auf den 22. Februar 1887, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof parterre, Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos- erklärung der Urkunden erfolgen wird.

Berlin, den 1. Juli 1886.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 48.

A Ausgebot.

Es ist das Aufgebot folgender Urkunden :

1) der Schuldverschreibung der konsolidirten 4pro- zentigen Preußischen Staatsanleiße Läitt. E. Nr. 70392 über 300 A.

vom Hausdiener Heinrih Beiker zu Stadk- oldendorf,

2) der Schuldverschreibung der konfolidirten 45 pro- zentigen Preußischen Staatsanleihe Litt. L. Nr. 19 000 über 300 46

vom Referendar Dr. jur. Braunschweig,

3) der Schuldverschreibung der Preußischen Staats- Prämicnanleihe von 1855 Serie 738 Nr. 73 763 über 100 Thlr.

von Sr. Dur<hlauht dem Fürsten zu Lynar auf Schloß Lindenau dur< den Fürstlichen Rentmeister und General-Bevollmächtigten Herrn F. Nebe zu Ortrand *),

4) der Schuldverschreibung der kfonsolidirten 43 pro- zentigen Preußishen Staatsanleihe Litt. E. Nr. 10 087 über 100 Thlr.

vom Gemeindetirhenrath von Alt-Jeßnißz beantragt.

_ Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert,

spätestens in dem auf

den 17. Dezember 1887, Vormittags 113 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich= straße 13, Hof part., Saal 32, anberaumten Aufgeböts- termine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der

Urkunden erfolgen wird.

Verlin, den 4. Oïtober 1886. Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 48.

*) Nicht Ostrand, wie in Nr. 247 d. Bl. gedru>t.

Kammrath zu

[20563] _ ___ Aufgebot.

Die Bank für Handel und Industrie in Berlin hat das Aufgebot des Antheilscheins der Berliner Handels-Gesellschaft Litt. A. Nr. 3371 über 500 (ursprünglich für Hermann Schlieper in Barmen unter Nr. 37433 am 9. August 1879 eingetragen, umgeschrieben am 27. Oktober 1882 auf die Firma Lampson & Opdenhoff und mit Indossament der Leßteren versehen) beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 11. Februar 1890, Vormittags 113 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Neue Friedrich- straße 13, Hof parterre, Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung der Urkunde erfolgen wird.

Verlin, den 8. Juli 1886.

Königliches Amtsgericht T. Abtheilung 48.

(4e) Aufgebot.

Auf den Antrag der Wittwe Pießsh hierfelbst werden die Nachlaßgläubiger und Vermächtnißnehmer des am 95. d. M. verstorbenen Kaufmanns Franz ns i zu hier, Inhaber der Firm@æ

. F. Piepsch hier, aufgefordert, spätestens im Auf- gebotstermin, den

16. Februar 1887, Vormittags 10 Uhr, ihre Ansprüche und Rechte auf den Nachlaß desselben bei dem unterzeihneten Geriht, Zimmer Nr. 22, anzumelden, widrigenfalls sie gegen die Benefizial- erbin ihre Ansprüche nur insoweit geltend machen können, als der Nachlaß mit Ausfluß aller seit dem Tode des Erblassers aufgekommenen Nutzungen dur< Befriedigung der angemeldeten Ansprüche nicht ershöpft wird.

Torgau, den 12. November 1886.

Königliches Amtsgericht.

[29365] Aufgebot.

Der Winkelier Gustav Jacob zu Efsen, vertreten durch den Rechtsanwalt Anz, hat das Aufgebot des zu Gunsten seiner Ehefrau Auguste Henriette, geb. Mohr, hierselbst ausgestellten Sterbekassenbuchs der Allgemeinen Renten-, Kapital- und Lebensversiche- rungsbank Teutonia zu Leipzig, Nummer 21 765, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufge- fordert, spätestens in dem auf den 6. April 1887, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte, Zimmer 43. anbe- raumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraft- loserklärung der Urkunde erfolgen wird.

Essen, den 11. September 1886.

Königliches Amtsgericht.

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