1886 / 279 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

des Str. G. B. der objektive und subjektive Thatbestand desselben vor. Auch wenn aus der Entstehun gesciehte des 8. 352 zu entnehmen wäre, daß er si vornämlich gegen das übermäßige Sportuliren der Anwälte richtet, so re<tfertigt do<h weder eine Fassung noh seine innere Bedeutung die Annahme, daß seine Rei nur den Anwalt treffen soll, der Ge- ühren erhebt, die niht geshuldet werden, weil sie die Ge- bührenordnung nicht zuläßt, dagegen niht den Anwalt, der Gebühren erhebt, die niht geshuldet werden, weil die Berufs- thätigkeit niht gewährt werden durfte, für die sie liquidirt. Das Geseß macht einen solchen Unterschied nicht.“

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Köni lih bayerische Ministerial-Rath von Kastner, ist hier eingetroffen.

Württemberg. Stuttgart, 25. November. (St.-A. f. W.) Der As ist heute zusammengetreten. Die Kammer der Standesherren eröffnete der . Präsident Fürst Waldburg- Zeil - Trauhburg mit einer Ansprache, in welcher derselbe sagte, daß der Landtag zusammenberufen sei, um zum Theil tief einshneidende und weitgehende Geseße zu berathen, welche, wie er hoffe, zu Nuß und Frommen des Landes erledigt werden dürften. Staats- Minister a. D. Freiherr von Linden erstattete den Bericht der Legitimations-Kommission. Herzog Wilhelm von Württemberg hat danah seine Stimme wie bisher an den Präsidenten von Werner übertragen. Von einem Zusammen- tritt mit dem andern Hause behufs Entgegennahme des Rechen- schastsberihts des Ausschusses soll wie bisher Abstand ge- nommen werden. Die nächste Sißung wird voraussihtli< zwischen dem 12. und 18. Dezember stattfinden. czn der Kammer der Abgeordneten hieß der Präsident von Bou die Mitglieder willkommen: die Kammer sei berufen, die ntwürfe, betreffend die Vertretung der evangelischen Kirchhengemeindenund der katholishenPfarrgemein- den und die Verwaltung ihrer Vermögens- angelegenheiten, in Berathung zu nehmen. Nach Er- ledigung dieser Aufgabe werde vorerst eine Unterbrehung des Landtages eintreten. Am Freitag wird die Beneraldebatte Über die beiden Kirchengeseße beginnen.

Hessen. Darmstadt, 25. November. (W. T. B.) Anläßli<h der Großjährig-Erklärung des Erh- großherzogs fand heute Vormittag Gratulationscour der Generale und Stabsoffiziere und alsdann eine solhe der Civilbeamten statt. Später war Galatafel. Der Erhb- großherzog tritt in das Jnfanterie-Regiment Nr. 115 ein.

Me>lenburg - Schwerin. Schwerin, 25. November. gn der gestrigen Landtagssißung zu Malchin wurde ein esu<h des Dr. Rusteberg, Direktors der höheren Töchter- schule zu Wismar, um Bewilligung eines Zuschusses von 40—50 000 J zur Errichtung eines Feierabendhauses für Lehrerinnen vorgelegt, die Beshlußfassung aber aus- gesezt. Nachdem beschlossen ‘war, die Sonnabendsißung wegen des am 26. d. M. stattfindenden Buß- und Bettags ausfallen zu lassen, nahm man die Berathung der Pro- positionen des engeren Ausshusses sowie die Wahlen zu den einzelnen Sektionen (Kommitten), welche auf dem Landtage aus Ständemitgliedern zur Berathung der einzelnen Vorlagen konstituirt worden, vor. Es sind gebildet: eine Landkassen- Revisions-Kommitte, eine Kommitte ad Caput 1I Suerinense, eine Kommitte ad Caput IIT Suerinense, eine Kommitte für Verkehrswege, eine Zustiz-Kommitte, eine Polizei-Kommitte, Que NAUErR Ge Kommitte und eine Kloster- Revisions- ommitte.

Oesfterreih-Ungarn. Wien, 25. November. (W. T. B.) Das „Fremdenblatt“ und die „Presse“ bezeihnen die Meldung über ein angebliches Bündniß zwischen ODesterreih-Ungarn und England als unbegründet. Das Programm des Grafen Kälnoky sei ein Friedens- programm , welches als solches Kriegs-Allianzen aus\cließe.

26. November. (W. T. B.) Das „Fremdenblatt“ erblidt in der Thronrede zur Eröffnung des Deut- schen Reichstaaes eine gewichtige Friedenskundgebung und eine feierlihe Bekräftigung der Friedenspolitik des mächtigen Deutschen Reichs, zu dessen Kaiser, einem wahren Fürsten des

riedens, die Völker Europas verehrend emporbli>en. Der ohe Werth der freundschaftlihen Beziehungen zwischen

eutshland und Rußland für den Frieden könne nicht hoh genug angeshlagen werden, wenn man erwäge, wie sehr diese Beziehungen geeignet seien, andere friedensgefährlihe Staatengruppirungen ab- zuwehren. Die „Presse“ erklärt es dur< die Rücksicht auf die Friedensliebe der Regierungen, wenn in der Thronrede die 7 reundschaft für den russishen und den österreichischen Kaiser nebeneinandergestellt und u besondere- Hervorhebung des Bündnißverhältnisses zu dem österreichishen Kaiser erwähnt werde. Das „Neue Wiener Tagblatt“ sieht in den Worten des Kaisers einen klaren Hinweis darauf, daß es fue abermals gelungen sei, dur<h den unwiderstehlihen Ein- seiner Persönlichkeit einen Zusammenstoß von unberechen- daren Folgen zu verhüten. Die „Neue freie Presse“ A 1e den die auswärtigen Ang gethetlen betreffenden Theil der Thronrede als in jedem Falle beruhigend und ge- eignet, übergroße Befürchtungen zu entkräften. Er enthalte eine Mahnung zu nüchterner und besonnener Beurtheilung der internationalen Verhältnisse.

Pest, 25. November. (W. T. B.) Der Budget- ausshuß der österreihishen Delegation hat den für Repetirgewehre geforderten Kredit, welcher vom Kriegs- Minister eingehend begründet wurde, einstimmig angenommen.

n der heutigen vertraulichen Sigung des Aus- schusses der ungarischen Delegation wurde der Be- je 4 des Referenten Falk authentifizirt, in welhem hervor- gehoben wird, daß keine Macht im Orient irgend welches Recht auf eine privilegirte Stellung habe, welche ihr nit ausdrüdli< in dem Berliner Vertrage reservirt sei; in dem Augenbli>, wo Bulgarien gegenüber eine direkte Verleßung der Verträge verübt werde, würde dessen Jnteresse zu einem europäishen. Der Bericht - empfiehlt, die “Gnitiative zu ergreifen zur Regelung der Union von Bulga- rien und Ost-Rumelien- auf legalem Wege, damit: die bulga- rishe Frage einen Abschluß finde. Bezüglich des T a zu Deutschland acceptirt der Bericht das Exposé des Grafen Kálnoky. Ungarn ns den Frieden, sei jedo< äußersten ales zu jedem Opfer bereit. Fm Laufe der Debatte hielt af Andrassy eine längere Rede sgenLper den Behaup- tungen : die Ungarn hätten <auvinistishe Gelüste. Andrassy

wollten ; beide Theile der Monarchie wünschten den Frieden, aber einen Frieden mit Ehren. Weder Deutshland no< Oester- reih-Ungarn verfolgten eine aggressive Politik, das Jnteresse Oesterreih-Ungarns erfordere, darauf zu sehen, daß es von Rußland nicht au< im Süden umzingelt werde. Rußland könne von Süden her keine Unterstüßung erwarten; Serbien, Numänie:z -und Bulgarien seien schon selbständig und könnten nihts mehr von Rußland oe vielmehr nur eine Gefähr- dung ihrer Freiheiten befürchten ; daher liege im e Rußlands niht eine agressive, sondern eine fkon}fervative abstinente Politik. Auf eine Anfrage bezüglih der Kandidatur des Prinzen von Mingrelien erwiderte Graf Kálnoky: er könne hierauf keine Antwort ertheilen.

Schweiz. Bern, 24. November. (N. Zürch. Ztg.) Jn der Berathung über das Alkoholgeseß hat die Mehr- heit des Bundesraths sih bis jeßt für das vom Bundes- rath früher beschlossene Steuersy stem ausgesprohen. Die Minderheit, Deucher, Hertenstein und Schenk, empfehlen das von der nationalräthli<hen Kommission vorgeschlagene Monopol.

Großbritannien und Jrland. London, 24. November. (A. C.) Der „World“ zufolge hat die Königin ihre Ge- nehmigung ertheilt zur Vermählung der Prinzessin Victoria von Tek (Tochter des Herzogs und der Herzogin von Tek) mit dem Viscount Weymouth, ältestem Sohn des Marquis von Bath und Unterhausmitglied für Frome (So- mersetshire). Die von England soeben annektirte Jnsel Socoitra ist im indishen Ocean, 120 Meilen östli<h vom Kap Gardafui elegen. Sie ist etwa 70 englishe Meilen lang, 20 Meilen reit, hat einen Flächenraum von circa 1307 englischen Quadratmeilen und eine Bevölkerung von über 3000 Menschen, die größtentheils aus Arabern, Negern und Abkömmlingen von *Portugiesen bestehen. Die Jnsel gehörte bisher dem Jmam von Mascat. Jhre Hauptstadt, Tamarida, an der Nord-Ostküste, ist in 120 39“ nördlicher Breite und 540 1‘ östlicher Länge gelegen. Wie aus Dover gemeldet wird, beabsichtigt die Kanal- Tunnel-Gesell schaft in nähster Session das Parlament anzugehen, ihr weitere Gewalten zur Ausdehnung ihrer ver- suchsweisen Operationen bezüglih des Tunnels zu verleihen. Mit der Anlage des neuen Schahhts wird no< immer fort- gefahren, und derselbe hat bereits eine bedeutende Tiefe erreicht. (A. C.) Aus Birma liegen folgende Telegramme vor : Rangun, 23. November. Nah einer amtlihen Meldung aus dem oberen Prome wurde die nah den Rubinen-Minen entsandte Ab- theilung von 200 Freibeutern angegriffen. Zwei Goorkhas wurden verwundet. In der Städt Mandalay selbst herrs<t Ruhe. In den Kreisen Mandalay und Sagaing is der Reis sehr theuer. Zwei

Führer der Freibeuter halten si< bei Mindbu, wo die Kavallerie einen Angriff auf die Insurgenten machte, welhe si<h in einem _dihten Dschungel befanden. Viel von Freibeutern im Sagaing-Kreise geraubtes Eigenthum kam in die Hände der Engländer, welhe es den re<tmäßigen Besitzern

zurükerstatteten. Die unter Befehl des Obersten Holt, vom Regiment Königin, von Ningyan entsandte Abtheilung umzingelte die Însur- genten in einem starken Verhau und &ahm die Stellung mit gefälltem Bajonnet. Der bekannte Freibeuterführer Thamhan und sein Sohn wurden getödtet. Die Insurgenten waren mit Snider-Gewehren be- waäffnet, welche sie von dem 16. Madras-Eingeborenen-Regiment am 23. Oktober erbeutet hatten. Die Truppen Holt's waren 26 Stunden unter Waffen. Jm oberen Birma wird jeßt \ystematish und'éenergisch gegen die Insurgenten vörgegangen. __ Rangun, 23. November. Das „Bureau Reuter“ meldet: Die in Tsaga Pung stationirte Streitkraft der Shans is angeblich 2000 Manu stark. Die Shans feuerten aus dem Di>icht auf eine Vorhut britis<er Truppen, die nah Tsaga Pung unterwegs war, um diefen Plaß aufs Neue zu beseßen. Zwei Mann wurden verwundet. Die Shans erlicßen cine Proklamation, worin sie die Stämme dringend auffordern, jedem Versuch der britishen Truppen, sih der Rubinen- Minen zu bemächtigen, Widerstand zu leisten. 29. November. (W. T. B.) Zufolge Nachrichten, welche über Hyderabad aus Afghanistan hier eingegangen sind, hätte der Emir nunmehr eine größere Truppen- macht gegen den aufständishen Stamm der Ghilzais pusg aen, und wäre dieselbe im Vorrü>ken gegen die Ghilzais egriffen.

26. November. (W. T. B.) Dem „Reuterschen Bu- reau“ wird aus Rangoon unter dem 2. gemeldet, daß

efehl erhalten

9 indische Eingeborenen-Regimenter 26. November. (W. T. V.) Gestern

haben, na< Birma abzugehen. Dublin, ;

wurde hierselbst ein außerordentliher Rath ab- N an welchem der Vize-König, der Staatssekretär ür Jrland, der Lord-Kanzler für Jrland, der General- rokurator, der Ober-Kommandirende in Jrland und der pezial-Kommissar General Buller theilnahmen. Wie es heißt, wäre beschlossen worden, energishe Maßregeln gegen Ausschreitungen eines Theils der Presse zu er- greisen, sowie gegen ungeseßliche Vereinigungen, welche bezwe>en, Pachtzahlungen zu verhindern.

Frankreih. Paris, 24. November. (Fr. C.) Nicht nur der Unter-Staatssekretär im Pn e, rium, Peytral, sondern auch seine drei Kollegen, Turquet, de La Porte und Bernard wollen, von dem vorgestrigen Votum der* Kammer - betroffen, welhes die Unter - Staats- sekretariate nur mit 245 gegen 241 Stimmen in Schuß 1 ihre Entlassung nehmen und richteten gestern ein in diesem Sinne lautendes Kollektivschreiben an den Minister-Präsidenten. Hr. de Freycinet soll jedo entschlossen sein, das Gesuch niht anzunehmen. Vorläufig soll die Frage in der Schwebe bleiben und die Debatte über das Budget des Ministe- riums des. an abgewartet werden, um sie ganz von selbst zum lustrag zu bringen. Wenn die Kammer dann den Kredit für das Unter-Staatssekretariat bewilligt, so wird man dies so deuten, daß die sta:ke Minorität von vorgestern nur gegen die Unter-Staatssekretariate im Finanz-Ministerium erihtet war, und die Herren Turquet, de La Porte und ernard werden bei ihren Ressorts, den Schönen Künsten, den Kolonien und im Ministerium des Junern bleiben.

Der Kriegs - Minister hat beshlossen, das Kommando des Ofkkupations-Corps in Tongking einem Divisions- General zu übertragen. '

Die „Agence Havas“ meldet:

„Der „Pingouin“, dessen Mannschaft zum Theil bei Ambadu (Ambabo) niedergemeßzelt wurde, ist cin kleitteres Kriegs\ciff, welches dem Kommandanten von Obok zur Verfügung gestellt wurde. Der Ort, wo die aht Matrosen des , ingouin“ ums Leben gekommen, gleiht den Bergschlu<hten in den Pyrenäen. Wosser ist darin im Ueberfluß, was in jenen Gegenden selten vor- kommt. Bereits im vorigen Sahre, ungefähr um dieselbe Zeit, sind zwei französishe Kundschaster, welche si< in der Nähe von Ambadu

und in Nuhe einrihten zu können. Da \i< di des Kreises der französishen Herrsbast ie OT alis \{wierig werden, dieselben zu züchtigen. Man darf jede E daß sie niht unbestraft bleiben werden, da der Angriff B und wo der französische Einfluß \si< bisher Beziehungen gelußert dot 5 2 g her nur dur freunds 29. November. öln. Ztg.) Ange lihen Haltung der Kammer in der Vudget-Grpuats der die Minister der gemäßigten Richtung im heutigen Mi rath ihre Absicht, zurückzutreten; 5 dessen bis Sonnabend vertagt. Mehrere Minister, nam die res de Freycinet und Sarrien, äußerten den Ent bei Erörterung ihres Budgets die ortefeuillefrage

Thibaudin zum Oberbefehlshaber in Tongfki

sei, für ne E 1geing 25. November. . T. B.) Die i

kammer beendete heute die Veratbung des Hu puli

die votirten Wstriche ist eine vorläufige“ Ver ständ; zwischen der Regierung und der Kom misfion E Unterden Budget-Abstrichen befindet sih auch eine R edu

ist, hätte vor seiner Abreise erklärt, er würde \ei lassung nehmen, falls diese Neduktion votirt E Der in jeder Woche stattfindende Empfang der

meutarishen Krei

Sonnabend Gelegenheit geboten werden würde, die trauensfrage zu stellen.

Jtalien. Nom, 21. November. (Köln. Ztg.)

Artillerie begutachten sollte, habe vorgeschla en, 24 Batterien mit je 8 Geschüßen neu zu ee Phaß di

Batterien dagegen um zwei vermehrt werden. dieser Batterien wird die 3 500 000 Lire vorgeschlagen.

nah St. Petersburg berufen worden. Bulgarien. Sofia, 25. November.

großen Sobranje ab. Gadban brachte sodann die

einen von dem Berliner Vertrage niht vorgesehenen

zur Zeit hierüber niht aussprechen könne.

bur g den Vorzug geben, und es wird der Erfolg einer erachtet.

der Partei der Rehten aus dem ganzen Lande einstimmig eine Resolution an, in welcher der Po

ernennen, sowie die Gleichstellung beider Kammern irge in Frage gestellt werden, nit einzulassen.

25. November, Abends. (W. T. B.) Bei dem gen Banket der Delegirten der Partei der Re erklärte der Minister-Präsident Estrup: die Rechte die Freiheit und den Fortschritt; ob die Vorbedingunge Verhandlungen mit der Opposition vorhanden seien, von dem Budget-Auss\<uß ab, dessen Haltung st kundgeben müsse, Reichstagssession unmittelbar bevorstehe.

Dem Gesuch um Hinauss<hiebung der Hinrich

geltend gemacht wurden, ausgesprochen haben wird.

Zeitungsftimmen.

eröffnet wurde, bezeihnet die Negierun

Reichstag beschäftigen wird. heiten der Vorschläge, welche hierfür gema<t werden, der Na

Theil wird, daß die Neuordnung bereits cin Jahr vor dem des jeßt geltenden Septennates in Kraft treten soll. Wi

tatsjahr cin besonderes Gewicht gelegt wird. Wie dem au mag, der Ernst, womit zur Nation und ihrer Vertretung die Nothwendigkeit der Heeresverstärkung überhaupt un „Sicherstellung der Wehrkraft des Neis“ gesprochen ist vollkommen bere<htigt, und wir hoffen,

Volksempfindung hiervon alle

heit herumzukommen,

betonte, daß weder Ungarn no< Cis-Leithanien den Krieg

gelagert hatten, zu l e Malen angegriffen und gezwungen worden, sih na< Tadjurah zu flüchten, um ihre Karawane gehörig

in dem Maße” seiner nationalen Existenz sihher] ist, wie

Tadjurah begangen wurde, welches unter französis<em S n

die Entscheidung wurde in;

Finanz-Ministeriums ohne weiteren Zwischenfall. $ des

des Marine-Pensions-Etats. Gerüchtweise verlautet. Marine-Minister, welcher heute früh nah Rees Mrd

schafter is gestern wegen der in der Kammer vor eko Zwischenfälle auf Freitag ver \<ho ben worden. 2 i s fen glaubt man, daß dem Kabinet an

mae

Ÿ bofa,

fi lde feind: ister:

entliÿ

\{luj,

Der Kriegs-Minister läßt das Gerücht, daß Gerte

ausersehen

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Ueber gun Orden, tion

Ent: sollte, Vot:

Ver:

trage des Kriegs-Ministers melden die Militäreit grit

der Aus\<huß, welcher die beabsichtigte Vermehrung der

neue e Ge

sammtzahl derselben bis auf 144 vermehrt werde, wel<he in Ganzen mit 1152 Kanonen ausgerüstet sein sollen. Die Zahl der 24 Artillerie-Regimenter soll nicht erhöht, die der reitenden

) Zur Neubildun sofortige Verwendung dl

Türkei. Konstantinopel, 25. November. (W. T. Y) General von Kaulbars ist zur mündlichen Berichterstattung

(W. T. Y. Gadban Pascha sondirte die Regentschaft über 4 Kandidatur des Prinzen von Mingrelien. Seiten der Regentschaft wurde erwidert: sie kenne den Prinzen nitt; im Uebrigen hänge die Wahl einzig und allein von de

Er:

nennung einer neuen Regentschaft dur die Pforte in Anregung. Es wurde ihm darauf bemerkt, daß es \ih un

all handele, und daß die gegenwärtige Regentschaft ih vet

„Die „Polit. Corresp.“ meldet: Die Kandidatur dei Prinzen von Mingrelien stößt in maßgebenden bul: garischen Kreisen auf großen Widerstand. Man würde in diesen Kreisen der Kandidatur des Herzogs von Olden:

even:

tuellen Kandidatur des Herzogs von Oldenburg als gesihet

Grefko ff ist von Konstantinopel hierher zurückgekehrt.

__ Dänemark. Kopenhagen, 25. November. (W. T. V) Eine heute abgehaltene Versammlung von Delegirten

nahm [itil

der Negierung warme Anerkennung gezollt und dit Rechte des Reichstages aufgefordert wird, der Opposition zwar Entgegenkommen zu zeigen, sich jedoch auf Verhandlunget, in welchen das Recht des Königs, das Ministerium zu

ndwit

heuti: <ten wolle n für hängt

< bald da der Schluß der verfassungsmäßige!

Amerika. New-York, 25. November. (W. T. 9)

tung

der sieben in Chicago verurtheilten Anarchisten if stattgegeben worden. Die Hinrihtung wird mindestens st0 lange verschoben werden, bis der höcbste Gerichtshof de Staates Jllinois si< in einer Plenarsißzung über y Rechts fragen, welche zu Gunsten eines neuen Prozesse?

des

Die „N ational- Z eitu ng 4 bemerkt über die Thromedt: In den ersten Worten der Rede, mit welcher heute der Reichsta i die „fernere Sicherstelluts der Wehrkraft des Reichs“ als die wichtigste Aufgabe, welhe d!

i ü inzd/ Es ist merkwürdig, daß von den Sn /

einer Erwähnung in der Eröffnungsrede ledigli< der Forderung K

man

niht annehmen, daß bei der Auswahl dessen, was im Einzelne bei diesem feierlihen Anlaß erwähnt worden, ohne spezielle Erwägund verfahren ward, so muß vermuthet werden, daß auf die Erhöbun

riedensstandes der deukshen Armee {hon für das bevorste

des end

über

d det

wird,

eas an der } tervc Versuhe, mit Worten 15 die harte Ie neuer Opfer für die nationale Sihe

, \heitern werden. Der Zustand der Erregu in welhem gerade jeßt Europa lebt, ist eine erneute M b Mahnung daran, daß das deuts<he Volk in dieser Zeit tiefer Er 4 terung aller Weltverhältnisse Angesihts offenkundiger Feinde "

g dit

| Auf der

stehenden Interessen sind uns Allen gemeinsam, Allen verständlih; abgesehen. von einigen, numeris<h niht be- / deutenden Gruppen ausgesprohen treihsfeindliher Elemente, wollen alle Parteien vor allen Dingen die äußere Sicher-

öthigenfalls allein ohne Bundesgenossen, oder wenn diese e Os sind, zu vertheidigen vermag. Für die Einzel- eiten der Militärvorlage uns in diejem Augenbli>e zu erklären, fann esbstverständl< ni<t unsere Absicht sein; der Grundsay aber, die le iemeine Wehrpflicht dur< Verstärkung der Zahl der jährli zur Auébildung bestimmten Manrschaften möglihst zur Wahrheit zu achen, muß in der heutigen Weltlage als berechtigt anerkannt werden ; L fann nah der Ueberzeugung der militärishen Autoritäten diese Mebreinstellung von Rekruten nit dur< eine Verkürzung der Dienst- i kfompensirt werden, fo ergiebt si< die Nothwendigkeit ciner Er-

öhung der Präsenzstärke. .

Die „Weser-Zeitung“ sagt, der Reihstag werde bei der Militärvorlage einer sehr bedeutsamen und sehr shwie- rigen Aufgabe gegenüberstehen, und fährt dann fort:

Auf der einen Seite handelt es si< um das wichtigste aller öffentlichen Interessen, um die zeitgemäße Pflege unserer Wehrkraft, m die Sicherstellung unserer Grenzen und unserer Selbständigkeit. p anderen Seite steht cin Interesse, welhes kaum minder in die Wagschale fällt, die Fürsorge für das Gleichgewiht der Finanzen und für die finanzielle Leistungs- fähigkeit der Nation. Ein inhaltsvolleres Programm kann einer Volksvertretung niht leiht entgegengetragen werden. Man sollte denken, daß alle Köpfe der parlamentarischen Kreise in voller Arbeit wären, um eine möglichst weise Lösung der gestellten und, wie

esagt, in den Hauptpunkten völlig übersehbaren Aufgabe au8zudenken. Man sollte au denken, daß einem so ernsten, die Lebenésragen der Nation so nahe berührenden Problem gegenüber die Parteiunter- \hiede in den Hintergrund treten, daß alle patriolishen Kräfte ge- meinsame Sache machen würden, um das sachli< richtige Mittel auéfindig zu maden. Wenn man aber einen Bli> in die Blätter der Fraktionspresse wirft, zeigt sih ein ganz an- deres Bild. Dann gewinnt man den Eindru>, als ob der Hader der Parteien das Oberste und Erste im Leben der Nation sei, dem alle anderen- Rücksichten untergeordnet werden müßten. Nicht wie unser Heer beschaffen sein soll, niht wie der Haushalt des Reichs auf solide Grundlagen zu stellen sein wird, ni<ht das bildet den Gegen- stand der Erörterungen und Spekulationen ; sondern man bere<net und erwägt mit einem Cifer, als ob davon das Heil der Welt abhinge, in welcher Weise die Fraktionen si< muthmaßli< zu der Militärvorlage stellen, ob sie sih dabei kompromittiren und ob fie in Folge dessen bei den nächsten Wahlen gewinnen oder verlieren werden. . Für eine rein \sachlile Behandlung, wie sie zu wünschen wäre, bietet dies Vorherrschen der Fraktionsstimmung \{le<te Autsihten. Wes- halb eine solche unter normalen Verhältnissen nit sehr wohl möglich sein sollte, ist in der That niht ecinzuschen. Die auf dem Spiele

heit Deutschlands, und alle diese, mit Ausnahme vielleicht einiger weniger sonderbarer Shwärmer sehen Alle ein, daß nur ein auf der

öhe ter Zeit stehendes, hinreichend starkes, mit allen technischen Lülfsmittcln ausgerüstetes Heer diese Sicherheit zu gewähren vermag. Ünd da sollte es unmögli sein, für nothwendige und einleuhtende Maßregeln im Interesse dieser Sicherheit die Zustimmung des Reihs- tages zu gewinnen ?

Auch die „Kieler Zeitung“ äußert:

Wenn versichert wird, die neue Militärvorlage verlange nur das für die Sicherheit des Reichs unbedingt Erforderliche, so bezweifeln wir keinen Augenbli>, daß die Freisinnigen das Nothwendige be- willigen werden. Denn wenn der gegenwärtige Reichstag auch das Branntwein-Monopol ablehnt, so wird er do<h das, was als für die Sicherheit des Reichs erforderli< nachgewiesen wird, nimmermehr ablehnen, selbs niht bei einer so s{le<ten Finanzlage, wie cs die gegenwärtige ist.

Ein Shanghaier Brief \ des „Frankfurter Journals“ konstatirt, daß Deutschland auf dem Gebiet des Handels in China bereits in großem Stil mit England rivalisirt : E : |

Die Erfolge der neuen Dampferlinie, heißt es, werden sich erst später in vollem Umfange zeigen; was die Küstenschiffahrt in den winesishen Gewässern anbetrifft, so stellt jeßt {on Deutschland 39 Dampfer mit 27 733 t 46 fremden Dampfern mit zusammen 40586 t gegenüber. Von den leßteren gehören 18 Dampfer einer chinesishen Gesellschaft, und nur 28 Dampfer mit 23 915 Tonnen, von denen einige no< in Hongkong zu Hause sind, fahren unter englischer Flagge in den ostasiatischen Gewässern. . __ Die An- erkennung der deutshen Industrie bricht ih auf allen Gebieten Bahn, und wenn die deutshe Kolonialbank zu Stande kommt, auf die man hier die allergrößten Hoffnungen sett, so wird eines der Haupt- hindernisse für den Aufs<hwung des deutschen Handels, das Fehlen genügenden Kapitals, beseitigt sein und der Fortschritt cin ra cheres Tempo einschlagen. Der Betheiligung deutscher Technik, deutscher Industrie und deutschen Kapitals steht hier no< ein weites Feld offen. Der Bau von Eisenbahnen wird von der inesishen Regierung no<h immer hinausgezögert. Dagegen hat die Regierung, namentlich durh die Erfahrungen im jüngsten Kriege gewißigt, den Bau von Telegraphenlinien mit erstaunli<em Eifer in die Hand genommen. Die telegraphishe Verbindung mit der tongkingesischen Grenze und die Verbindung aller militäris< wichtigen Positionen dortselbst ist nahezu vollendet; seit 6 Monaten wird aber auc, an- läßlih des Eindringens der Engländer in Birma, an einer Tele- I von Junnan und Szehhuen gebaut, und zwar, den unge-

euren Schwierigkeiten gegenüber, mit bewundernswerther Raschheit.

Statistishe Nachrichten.

Na< Mittheilung des Statistishen Amts dec Stadt Berlin sind bei den hiesigen Standesämtern in der Wothe vom 14. November bis incl. 20. November cr. zur Anmeldung gekommen: E. pefgeiMließungen, 847 Lebendgeborene, 34 Todtgeborene, 541

erbefälle. |

,… Von den im Auftrage der Centralkommission für wissenshat iet Landeskunde von Deutschland von Dr. Richard Lehmann, Pro- fessor der Erdkunde an der Akademie zu Münster i._W., heraus- gegebenen und im Verlage von I. Engelhorn in Stuttgart er- \heinenden „Forschungen zur deutshenLandes- und Volks- kunde“ ist soeben das 1. Heft (Preis 0,80 6) des zweiten Bandes ershienen, Dasselbe bringt eine interessante Abhandlung über „Die ationalitätsverhältnisse Böhmens“ aus der Feder des Dr. Ludwig Schlesinger in Prag. Der Verfasser behandelt fein Thema in folgenden Abschnitten : Statistik der Nationalitäten im Allgemeinen; ertheilung auf die cinzelnen Gerichtsbezirke; Die Sprachgrenze ; Sprachzungen und Sprachinseln. Aus dem ersten Abschnitt ent- nehmen wir folgende Daten: Bei der in Oesterreich am 81. De- zember dur<hgeführten Volkszählung wurde in Böhmen eine anwesende Bevölkerung von d 560 819 Seelen gezählt, wovon einheimische 5 527 263 Seelen. Von den Einheimischen wurden dur die Rubrik Umgangssprache gefunden: 2 051 486 (37,12 9/0) Deutsche, 3 472 940 (62,83 9/0) Czechen und 2837 (0,05 %) andere. Von den 13 184 Ortschaften, welche öhmen zählt, ergeben \i< als rein deuts 4304, als rein czechis<

73 und als gemis<ht 407. Die verhältnißmäßig kleine Anzahl von

407 national gemis{<ten Ortschaften läßt sich, je nachdem in denselben die deutsche oder czehis<e Bevölkerung in der Majorität sich be- findet, in gemischt deutsche oder gemischt czechishe scheiden. Von den ersteren giebt es 299, von den leßtercn 108, În den gemischt deutschen Ortschaften wohnen 159 209 Deutsche und 47445 Czechen, in den gemischt czehishen Ortschaften 62 605 Deutsche und 256 546 Czethen. Geechish gemishte Städte mit über ein Zehntel deutscher Cin-

12868 C, 1672 D. ; Pilsen 31609 C., 6827 D.; Neuhaus 7718 C. 976 D. ; Königgräß js C, 761 D; Königinbof 5878 C., 909 D Josefstadt 3485 C., 1454 D.; Trebnit 1066 C., 383 D.; Manetin 986 C., 400 D., und Nürschan 2608 C. und 1647 D. Diesen gegen- über stehen folgende deuts< gemishte Städte mit über ein Zehntel cze<is<her Bevölkerung: Budweis 11 829 Deutsche, 11 812 Czechen; öhmish-Aicha 1473 D., 1054 C.; Braunau 2707 D., 339 C.; Brür 8943 D., 1026 C.; Rudolfstadt 670 D., 479 C.; Dux 4872 D., 2285 C. ; Seestadel 1180 D., 143 C.; Hohenelbe 3303 D.. 445 C.; Krumnau 5969 D,., 1658 C.; Leitmeritß 9263 D., 1417 C. ; Theresienstadt 4827 D., 1873 C.; Lobosig 3687 D,., 522 C. ; Postel- berg 2779 D., 457 C.; Prachatiy 3261 D., 1086 C.; Dobran 2579 D., 345 C.; Stechen 1116 D., 507 C.; Tannwald 1929 D,., 310 C.; Bodenbach 1700 D., 681 C ; Trautenau 7895 D., 1522 C. ; Liboh 612 D., 255 C.; und Winterberg 2985 D. und 658 C.

Die definitiven Ergebnisse der sähsis<hen Volks- zählung vom 1. Dezember 1885. (Soz. Corr.) Nahh den \ocben bekannt gewordenen definitiven Ergebnissen der leßten Volks- ¿ählung zählte Sachsen am 1. Dezember 1885 3 182 003 Einwohner, während am 1. Dezember 1880 nur 2 972805 gezählt wurden. Die Zunahme von 1880/85 beträgt mithin 209198, d. i. 7,04, während sie im Zeitraume 1875/80 7,699 betrug. (Die vorläufigen Zusammen- stellungen hatten nur 3 179168 Einwohner ergeben. Die Differenz hat ibren Grund in den unrihtigen Aufrehnungen und Uebertragungen in verschiedenen Zählerkontrollisten, wel<he vor der Veröffent- lihung der vorläufigen Resultate noh niht sämmtli einer Kontrole unterworfen werden konnten.) Sachsen hat au< diesmal wieder eine weit größere Zunahme als Preußen und andere Staaten; denn nah den vorläufigen Ergebnissen, die si< nicht viel ändern werden, betrug die Zunahme von 1880—85 in Preußen nuc 3,79 9%, in Württemberg 1,20 9%, in Baden 1,95 9/o. : . Jn den einzelnen Kreishauptmannschasten Sachsens zeigt \si< folgendes Wachsthum:

- Zunahme Zunahme 1880

i8hauptmannschaften 1885 von von ina 1875—80 1880—85 Bauten . 351 326 356560 3,57 1,49 Dresden. 808 512 860 558 7,87 6,44 Leipzig 707 826 774036 10,69 9,35 Zwickau . 1 105 141 1 190 849 7,10 7,76 Kömarei<h Sach)en Y 972 80Ó 3182003 7,69 7,04

Die drei sähsishen Großstädte sind scit 1880 gestiegen: Dresden von 220818 auf 246 086, d. i. 11,44 9/%, Leipzig von 149 081 auf 170 340, d. i. 14,26 9/0, und Chemniß von 95123 auf 110 817, d. i. 16,59 9/0. L Von den Amishauptmannschaften Sachsens ist die Amtshaupt- mannschaft Leipzig von 161 946 auf 195 540 Einwohner, d. i. um 20,74 9%, gewachsen, Amtshauptmannschaft Chemniß von 145 828 auf 166 450 Einwohner, d. i. um 14,14%, und Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt von 75 282 auf 83 638 Einwohner, d. i, um 11,09 %/9, dagegen Amtshauptmannschast Löbau nur von 93 989 auf 94531, d. i. um 0,58 9/, Dippoldiswalde von 51 399 auf 51 635, d. i. um 0,46 °/o, und Aintshauptmannschaft Döbeln von 100 160 auf 100 203, d. î. nur um 0,04%. : Unter den Mittelstädten über 20000 stieg Plauen von 35 078 auf 42 848, Zwidau von 35 005 auf 39 243, Freiberg von 25 445 auf 27 042, Zittau von 22 473 auf 23 215 und Glauchau von 21 358 auf 21715, während Meerane von 22 293 auf 22 013 herabgegangen ist. Unter den Städten über 10 900 ift nur Frankenberg von 10913 auf 10 898 hberabgegangen. 4 : : : Unter den sächsishen Landgemeinden zeigen namentli<h die Vorstadtdörfer von Leipzig eine außerordentlihe Zunahme. Reudniß vermehrte #< von 14452 auf 18824, Lindenau von 12166 auf 15 342, Gohlis von 9804 auf 12 996, Volkmarsdorf von 11 054 auf 12 696, Plagwiß von 6966 auf 9170, Konnewiß von 6611 auf 7756, Neustadt b. Leipzig von 5918 auf 7656, Eutribs< von 5879 auf 7612, Neuschönefeld -von 5628 auf 6131, O

Von den Dresdener Vorstadtdörfern vermehrte si< Löbtau von 9273 auf 10 090, Striesen von 7225 auf 8011, Pieschen von 6573 auf 7950, Plauen von 4258 auf 5192. ; E

Dem Geschle<ht na<h vertheilen si< die 3182 003 Einwohner Sachsens auf 1542 405 männlihe und auf 1639 588 weibliche Per- sonea. Die Zunahme seit 1880 betrug 97 075 männliche, 112 123 weiblihe, zusammen 209 198 Personen. Auffallend is der große Ueberschuß der weiblihen Bevölkerung in Dresden. Dasselbe zählt 116 465 männlihe und 129 621 weibliche Personen, dagegen Leipzig 84 736 männliche ind A 604 weibli<he, Chemniß 55 141 männli<he und 55 676 weiblihe Personen. :

Die Zahl der bewohnten Gebäudekomplexe in Sachsen hat \sih seit 1880 von 275 299 auf 284 304, mithin um 9005 vermehrt.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

In Wien is am 23. d. M. der Schriftsteller Leopold S omp ert, Präsident des dortigen Zweigvereins der Swhiller- Stiftung, und namentlih dur< seine „Ghettoges<hichten“ bekannt, verstorben. A È E annover, 23. November. (Hann. Cour. er Historische

Ber für Niedersachsen hielt gestern Abend seine diesjährige Generalversammlung ab, die an Stelle des behinderten Präsidenten, Abts Dr. Uhlhorn, der Sekretär, Oberlehrer Dr. Köcher, eröffnete, welhec den mit großer Gründlichkeit ausgearbeiteten Jahresbericht verlas. Derselbe schildert zunähst eingehend die mit dem Uebergang der Museumsgebäude in den Besiß der Provinz eingetretenen Aende- rungen, die für den Historishen Verein ergeben, daß derselbe nur noh für seine Bibliothek eine Miethe von 275 X zu zahlen und für Be- nußung der Versammlungsräume nur die Auslagen für Feuerung und Licht zu entrihten hat, Der Verein hat zwei Mitglieder von hervorragender Bedeutung verloren: den Studien-Rath I. Müller, der fich auch um den Verein als Konservator, geschäftsführender Sekretär und durh Vor- träge sehr verdient gemacht, und den Ober-Baurath Mithoff, bekannt dur seine kunsthistorishen Arbeiten. Auch hat der Verein den Tod seiner beiden bedeutendsten Korrespondenten zu beklagen : Leopold von Ranke und Georg Waiz. Von den 434 Mitgliedern, welche der Verein in der vorjährigen Generalversammlung zählte, sind 28 aus- geschieden, 11 neu eingetreten, so daß sih die Mitgliederzahl jeßt auf 416 beläuft. An Stelle des verstorbenen Studien-Raths Müller hat Lndsyndikus Iugler die Geschäfte des Konservators übernommen. Die Vereins-Zeitshrift wird sieben größere und einige kleinere Arbeiten bringen. Ein neuer Katalog is in Ausarbeitung begriffen. Wegen Herausgabe der Ebstorfer Weltkarte {weben Verhandlungen mit dem Kultus - Ministerium; die Edition des Hamelnschen Urkundenbuches ist zu erwarten. Von dem Han- novershen Städtebu<h is das die Stadt Uelzen behandelnde Probehest zum großen Theil vollendet. Zur Forderung der Arbeiten des Vereins haben Kultus-Ministerium und Provinzialverwaltung je 600 M, die Kalenbergsche Landschaft 200 und 300 #4 gewährt; für das Städtebuh haben Baurath Wallbreht und Bürgermeister a. D. Mohrhof wiederum je 100 Æ gespendet. Die Einnahmen des Ver- eins en 3490 M, die Ausgaben 2939 F betragen, so daß ein Ueberschuß von 551 bleibt. Die Sammlungen haben sich erheblich vermehrt; besondere Erwähnung wird der „Gildestube“ geschenkt, welche durch die rastlose Thätigkeit des Landsyndikus Jugler zu großer kulturhistorisher Bedeutung gelangt ist. Es wird die Hoffnung aus- gesprochen, daß an die den Bürgerstand repräsentirende Gildestube ih demnächst eine Ritter- und Bauernstube {ließen werde. Zum bevorstehenden Weihnachtsfest machen wir wiederholt

auf die Hugo Zöller'\<hen Werke über die deutschen Be- sißungen an der westafrikanishen Küste aufmerksam, die durch ihre lebendigen, farbenrcichen Schilderungen bei ihrem Erscheinen ein großes Interesse erregten, welches ihnen dur ihren ere Nerth auch auf die Dauer verbürgt ist. Das mit zahlreichen JUustrationen ge- zierte Werk ist in 4 Bänden 5 4) bei W. Spemann in Stuttgart

frauen in Senegambien.

Land: Das R EE e. and.

Kap. 1. Die Republik Liberia.

I. Das Togoland und die Sklavenküste.

Kap. 2. Die Neger - ap. 3. Wie Togo deutsches Shutzgebiet wurde. Kap. 4. Das Togo- andelsdorf Lome. Das Haussalager bei Abosa. Die Kap. 5. Lagunenfahrten und Streifzüge in das 4 ap: E Das Toog-See a: Auna G d u s. Kap. 7. Die Handelsorte Bagida und Porto Seguro. . 8, V Streifzüge ins Togo-Land und deren Ergebnisse. Kap. 9. Die drei Königreiche Klein-Popo, Ague und Groß-Popo. Kap. 10. Handel und U 8 Ee Kap. 11. Das Leben auf einer westk- afrikanishen Faktorei. : i I Forschungsreisen in der deutshen Kolonie Kamerun. Das Kamerungebirge nebst den Nachbarländern Dahome, englishe Goidküstenkolonie, Nigermündungen, Fernando Po u. f. w. Kap. 1. Die englische Goldküstenkolonie. Kap. 2. Unter den Ama- zonen von Dabome. Kap. 3. Lagos, Porto Novo und Mahin-Gebiet. Kap. 4. Die Nigermündungen. Kap. 5. Die Spanier auf Fernando S. Kap. 6. Viktoria und Bimbia. Kap. 7. Am Lagerfeuer im afri- anis<en Urwald. Kap. 8. Zum Gipfel des Götterbergs. Kap. 9. Das Bakwiri-Volk. Kap. 10. Die Alpendörfer des Hochgebirges. Kap. 11. Mein friedliher Eroberung8zug im Kamerungebirge. Kap. 12. Dr. Nachtigal. : 111. Forschungsreisen in der deutshen Kolonie Kamerun. Das Flußgebiet von Kamerun, seine Bewohner und seine Hinterländer. Kap. 1. Das Mündungsdelta der Kamerunflüfse. Kap. 2. Mit Dr. Na(htigal ins Mungo-Land. Kap. 3. Afrikanis<he Sagdabenteuer. Kap. 4. Das Dualla-Volk. Kap. 5. S<hwarze Studien. Kap. 6. Europäerleben in Kamerun. Kap. 7. Der Handel. Kap. 8. Plantagenbau. Kap. 9. Das Klima unserer westafrikanis<hen Kolonien. Kap. 10. Zur älteren Geschichte von Kamerun. Kap. 11. Die kriege- rishen Ereignisse im Dezember 1884. Kap. 12. Kamerun unter deutsher Verwaltung. Anhang: Die hervorragendsten Sprachen und Dialekte unserer westafrikanischen Kolonien. E IV. ForsPungralen in der deuts<hen Kolonie Kamerun. Das südlihe Kamerungebict, die spanishen Besitzungen, das französische Kolonialrei<h und der Kongo. Kap. 1. Das südliche Kamerun-Gebiet. Kap. 2. Malimba und Klein-Batanga. Kap. 3. Die Entde>kung des Moanja-Stroms. Kap. 4. Das Batange-Land. Kap. 5. Kampo-Fluß und Batta-Land. Kap. 6. Der Benito-Fluß. Kap. 7. Deutscher Handel in spanischen Kolonien. Kap. 8. Das franzö- sische Kolonialreih in Westafrika. Kap. 9. Eine deutsche Kaffeeplantage. Kap. 10. Von Banana bis Vivi. Kap. 11. Der belgische Kongo- Staat. Kap. 12 Die Heimreise. Kap. 13, Togo und Kamerun im Jahre 1698. Anhang 1. Westafrikanischer Klima-Kalender. Anhang 2. Entfernungen der Küstenpläßge in Seemeilen. Anhang 3. Firmen- Liste sür Westafrika. Anhang 4. Die Literatur über Togo und Kamerun. Anhang 5. Geologische Ergebnisse der Reise des Verfassers.

Die soeben erschienenen Lieferungen 55—59 der illustrirten Prachtausgabe von Heinrih Heine's Werken, heraus- gegeben von Heinrich Laube, bringen den Schluß des „Romancero und den Anfang der leßten Gedichte aus den Jahren 1853/56, Die zahlreihen Illustrationen dieser Hefte sind ebenso charakteristis< und fünstleris<h wie die der früheren Lieferungen. Das Werk erscheint be- fanntlih im Verlage von Sigmund Bensinger in Wien, Leipzig und Prag Der Preis der höchst sauber ausgestatteten, je 2 Bogen gr. 8 umfassenden Lieferung beträgt nur auf 50 S.

Von der bei Fr. Korlkampf hierselbst erscheinenden Zur der „Reden des Fürsten von Bismarck“ ist der 4. and ausgegeben worden, Derselbe umfaßt die Reden aus den Jahren 1881—$84 und is von Otto de Grahl (W. Wohlgemuth) mit erläuternden Einleitungen und Anmerkungen versehen. Die Reden der bezeichneten Jahre sind vollständig wiedergegeben, weshalb auf dem Titel der Zusaß in den früheren Bänden: e Ausgewählte

(Reden) fortgeblieben i. Der Preis des Bandes beträgt geh. 4 #, geb. 5—T7 M : /

Die beliebte Jugendschriststellerin und Künstlerin Marie Beeg ist gegenwärtig mit der Herausgabe eines auf periodisches Er- scheinen bere<neten illustrirten Sammelwerks : „Blüthen und Nehren, ein Schaßkästhen für die junge Mädchenwelt von 14 Jahren an“ (München, Richter und Kappler; Preis \tilvoll gebun- den 4 4) beschäftigt, wel<hes Belehrendes und Unterhaltendes in Poesie und Prosa gemeinsam in die Hánde der jungen Leserinnen legt und Namen wie Clementine Helm, Emma Laddey, Helene Stökl, Karl Gerok, Johannes Trojan, Emil Fromurel, Marie von Olfers, Th. Syann-Weber, Ludwig Stake, Helene von Hülsen, Jakob von alke, Luise Otto u. A. unter der Aegide der E vereint. Dieses Unternehmen kommt dem längst gehegten Wunsch na<h einem Bude entgegen, das den jungen Mädchen, welche die Schule ver- lassen und demgemäß höhere Ansprühe an eine Unterhaltungs- {chrift stellen, als die eigentli<hen Jugendschriften zu gewähren ver- mögen, eine ihrem Ideen- und Interessenkrei]e angepaßte, geist- und herzerfrischende Lektüre bietet. Der erste Band, welcher außer einer poetishen Einleitung eine anmuthige Erzählung von Marie Beeg, „Die Geschichte eines alten Strickstrumpfes“, enthält, ist auch von einem entshiedenen Erfolg begleitet gewesen. Für jedes Jahr ist ein weiterer Band in Aussicht genommen, der stets ein sür sich ab- eshlossenes Ganzes bildet und au einzeln käuflich ist. Auch dieses Jahr erscheint A er e N mit trefflichen Beiträgen unserer besten zeitgenössischen riftsteller. j

| Eine srit für das Alter von 12 bis 14 Jahren (Knaben und Mädchen) bestimmt, von Marie Beeg felbst illustrirt und mit deren Bildniß geziert, ist kürzlih unter dem Titel: „Junge Freunde“, ebenfalls im Verlage von Richter und Kappler in München, erschienen (Preis gebunden 3 4).

Die Buch- und Antiquariatshandlung von Joseph Jolo- wicz in Posen hat B 94 ihres antiquarischen Büdcher- lagers ausgegeben. Derselbe, die Bibliothek des verstorbenen Ge- heimen Raths Odenheimer in Schroda und andere nachgelassene Sammlungen enthaltend, führt 1392 Schriften, welche sich auf Juris- prudenz, Staatswissenschaft und Nationalökonomie beziehen, unter fol- genden Rubriken auf, und zwar zunächst die Jurisprudenz in folgenden 12 Abtheilungen: I. Geschichte des Rechts, Rechtsphilosophie, Natur- ret, Methodologie; 11. Sammelwerke, allgemeine Zeitschriften, Geseßsammlungen und Entscheidungen; 1 Geschichte und Quellen des rômishen Rechts, sowie griehis<es Recht 2c.; IV. Quellen und Alterthümer - des deutshen Rehts, Geseßentwürfe, Provinzialrehte; V. Ausländisches, speziell slavishes Reht; VI. Altjüdishes Recht, sowie re<tlihe Stellung der Juden im modernen Staat ; VIL. Lehr- bücher des Privatre<ts und civilistische Monographien ; VIII. Familien- und Ehereht; IX. Grundeigenthum, Handels- und Wechsel- re<t, Presse 2c.; X. Gerichtsverfassung, Civilprozeß, Gerichtspraxis, Notariat 2c.; XI. Strafre<t und Strafprozeßz; KXRI]. Kirchenre<t, re<tli<es O zwischen Staat und Kirhe: Die 2. Haupt- abtheilung des Katalogs, die Staatswissenschaften betreffend, zerfällt in die zwei Rubriken: I. Staatsrecht, Politik, Völkerre<ht; I1. Ver- waltung und Polizei. Die 3. E R endlich, National- ökonomie, verzeichnet die darauf bezüglichen Sri ten unter folgenden 2 Abschnitten: 1. Allgemeines; 11. Finanz-, Bank-, Zoll- und Steuer- wesen, sowie Handel und Verkehr. In - allen 3 L dea des vorstehenden Katalogs findet man viele werthvolle Schriften.

Joseph Baer & Co., Buchhändler und Antiguare ‘in Frankfurt a. M. und Paris, haben über ihr reihhaltiges anti- quarishes Bücherlager wiederum 2 Lager-Kataloge (186 u. 188) veröffentlicht. Katal. 186, „Aegyptologie und Assyriologie, zum Theil aus der Bibliothek des verstorbenen Dr. G. t a in Berlin®, enthält ein Verzeichniß von 347, zum großen Theil recht werthvollen Schriften über Egypten, Arabien, Assyrien, Babylonien, Aethiopien, Nubien, aus deren Anzahl wir Lepsius' Denkmäler aus Egypten und Aethiopien in 12 Bdn. mit 900 Tafeln erwähnen. Katal. 188, „Bibliotheca Biographica, Reichhaltige Sammlung von Biographien und Memoiren." „L. Abtheilung: Ne Sammelwerke. Biographishe Monographien A—Hatto*", führt 1847 solche Schriften auf, wel<he Biographien von Kaisern Deutsch-

Kap.“6.

wohner sind folgende: Prag 125 742 Czechen, 32 657 Deutsche ; Karo- linenthal 14 147, 38Î7 D. ; Fri>ow 20611 C., 2982 D.; Weinberge

ershienen. Der Inhalt der einzelnen Bände ist folgender:

lands, Fürsten der verschiedenen deutshen Staaten und anderer Länder

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