1907 / 90 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Qualität Am vorigen Außerdem wurden Durchschnitts- N am Markitage N : gering mittel gut id Verkaufs- A Markitage (Spalie 1 g enge j nah ü April Marktort Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner g iet 1 Doppel Q Sthäher i alier niedrigster | höchster | niedrigster | höchster | niedrigster | höchster a G preis A4 f. E E 00 M M M M M M M 4 Noch: Roggen. A 14,80 14,90 15,20 15,30 16,30 ; : i ; E S E 15,50 15/85 15,85 16/20 16,20 240 3792 15,80 15,80 8.4. : T A s e L A T1 10 15/50 15.50 15,90 15/90 16,30 4 A 2 F \ : L 16/40 16/40 16,50 16/50 16/60 16/60 60 990 6, ; L ¿ 7 Liegnig A A d A 55 16/50 16/50 ; ¿ : ; : : Y C » A A A 2 17,34 17,34 33 564 17,34 17,34 bd / 2 S A a 17,00 17,00 17,50 17,50 : j : N E E a 8 16,00 16,00 17.00 17,00 160 2 640 16,50 16,62 | 1L4. 30 2 S 17,00 17,50 17/50 18/00 ‘00 : j ] L ages rg L E i 17/50 17,86 18/21 18/57 18,93 31 556 18,05 18,33 5. 4. ! O 18/20 18,40 18,80 19/00 20,00 102 1914 18,76 18,70 5, 4. ô O 23,00 | 23,00 3 69 23,00 ; i / 7 O N 19,20 19,20 2 ih 15 288 19,20 19,83 5. 4. i 7 O n U 22,00 22.00 A den 2 44 22,00 / 7 l 7 M 17,20° 17,20 = —= 17,50 17,50 : : ; j ¿ ; 2 O A v 16,50 17,40 fals dis i: : ; ; i; Ger fte. Ä 15,00 15,00 16,00 16,00 : : 7 i T i: 9 na N M pa —- s 14/60 15,00 13 192 14,75 14,78 NL / A 15,50 15,50 15,70 15,70 16,00 / : i ; | L Bran M n E 15,00 15,00 15,60 15/80 16.00 16,40 35 553 15,80 15,30 10,4 7 Ae 7 N : 14/60 14/80 14,90 15,10 15,20 15,40 17 256 15,03 / : 15 A 12,80 13,20 ,60 : ; ¡ : J s ; a h S E 15/60 15,80 15,80 16/00 16/00 40 632 15,80 15,80 9. 4; : 4 S L D L ta e an 16,00 16,00 50 800 16/00 16,30 5. 4. l Breslau . . E O 13,30 13,40 13,70 13/80 14,00 ' : : ; : E L L U Braugerils —— Es 16,00 16/50 16,60 17,00 j ; i | s : - C 14,00 15,15 15,15 16,30 16,30 210 3 255 15,50 15,50 8.4 | 7 eidni S 14,10 14,90 ; f j ; j i i: ; ' 5 “cui E “i A t 16,00 16.00 4 64 16,00 16,00 9.4. G A dd atn M ta 17/25 17,25 l l ; | 2 E u A A 17,34 17,34 11 191 17,34 17,34 5. 4. ' t 17,31 | 1808 | 184 | 1962 | 2000 | 2077 69 1289 18,70 O 4 ¿ E e L Er 2060 16,50 17,20 19.00 1920 21.00 81 1476 18,22 18,88 6. 4. : C ES A 19,00 19,00 19,40 4 | 20, / j 4 f a G C 5 E 19.40 19,40 2 s 9 39 19/40 19,20 8.4. ; E E e f O0 17,00 a t 17,15 17,15 ; Î : ; Hafer.

i; reie ol A000 16,00 17,00 17,00 18,00 18,00 i T o | 1670 | 1700 | 1720 | 1750 22 378 e R da | è e e E 1800 16,00 16,50 : i ; : ¿ Besen, n E ebe OO 17,00 17,60 18,00 18,20 19,00 30 537 17,88 16,85 10. 4.

L Aen T eER 16/30 16/40 16,50 16,60 16,80 92 1521 16/53 16/52 5.4. 75 7 E, L O 15,30 15/40 5, j j : : aa eee dl i ü A 6,00 16,00 16,50 ; i : ! ; 4 i; Z S P O o S 0 fd n A 16,00 18,00 50 800 16,00 16/00 S L | ¿ e e 1000 16,20 16,30 16,50 j i ; i i j 7 S L E E - A000 16,00 16/35 16,35 16.70 16/70 100 1630 16,30 16,30 8.4. ! 6 E e e a L ca T 1680 16,20 16,20 16,60 16,60 17.00 ; / Z “O e 4°, 16,80 17,00 17,00 17.20 17.20 30 510 17,00 16,76 9. 4. E E O 16/40 16,60 16,60 16,90 16,90 ¿ : : : | L 2 dus E E E 2 2 18,00 18,00 66 1188 18,00 18.00 A

Z E E de mia 18,00 18,00 19/00 / / ;

: Neeerd S A din b an 17,30 17,80 90 1580 17,55 17,60 ild 20 ¡ ier n 00 S0 P 0090,17 00.4 9190| gd i L Ea Oa D TSeO 20,00 20/00 20/50 20,60 21/00 122 2 501 20,50 20,50 fi : ; C O Er 17,74 18,28 18,82 19/35 20 43 168 3 080 18/30 18/52 5. 4. : 7 E C a L 00 G P 1280 18,20 18/40 18/80 19'00 19,40 350 6511 18/60 19/01 5. 4. i c E e 4 18/94 18/94 19,44 19/44 90/52 20,52 38 737 19/64 18,83 L 4

; E a a lat ie ae ABRO 19,00 19/20 19/40 19,60 1960 102 1983 19/41 19/06 5. 4,

i R O a 40 34 ABRO 18,20 18:80 1880 | 19/60 19,60 66 1227 18/59 18/24 5. 4.

M 5 R s fs 18,20 19,20 d Ma 34 620 18,44 18,10 8.4. E A A e 18,75 des n 19 40 19,40 ; : ; Î : M S _— 4 19,80 20,60 s e

Bemerkungen. Die verkaufte Menge wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. Der Durchschnittspreis wird aus den unabgerundeten Zahlen bereGnet.

Ein liegender Strih (—) in den Spalten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein Punkt (.) in den leßten se<s Spalten, daß entsprechender Bericht fehl t,

Deutscher Reichstag.

27. Sißung vom 12. April 1907, Nachmittags 1 Uhr. (Bericht von Wolffs Telegraphis<hem Bureau.)

Tagesordnung: Beratung des schleunigen Antrags Brandys und Genoffen wegen Einstellung eines gegen den Abg. Grafen von Brudzewo-Mielzyúski schwebenden Straf- verfahrens für die Dauer der gegenwärtigen Session und Fortsezung der zweiten Beratung des Entwurfs eines Ge- jeves, betreffend die Feststellung des Neihshaushaltsetats für das Rechnungsjahr 1907, und zwar: Etat für das Reichs- amt des Innern.

Ueber den Anfang der Verhandlungen ist in der gestrigen Nummer d. Bl. berichtet worden.

Abg. Pauli- Potédam (dkons.) fortfahrend : Der Graf Posa- dowsky E 20D zu e Bt EREMenung der U Versicherungszweige ni<ht zu denken sei, fondern nur an ein ne der Gesege. Auf diesem Wege ist vielleicht das Erstrebenswerte zu erreihen. Für die Witwen- und Waisen- versorgung, die uns ja in den nähsten Jahren beschäftigen wird, sollen die Mehreinnahmen aus den Handelsverträgen auf Grund des Zoll- tarifs dienen. Diese Mehreinnahmen find auf ungefähr 50 Millionen

es<häßt worden. Die Gesamtkosten der Witwen- und Waisen ersicherung nd dagegen auf 225 Millionen zu \{äßen. Wo kommen die übrigen 175 Milltonen her? Wir find für die Versorgung der Witwen und Waisen der Arbeiter, soll aber etwa der Mittelstand wieder der Leidtragende sein, der die Kosten in Höhe von 175 Millionen tragen soll, oder wie wollen Sie die Kosten sonst de>en? Wird diese Mehrbelastung wiederum dem Mittelstand, den Handwerkern auf- erlegt, fo sind wir für ein folhes Geseß nicht zu haben, sondern nur, wenn die Kosten auf andere Weise aufgebracht werden. Die Re- olution des Abg. Neuner roegen der Unfallfürsorge für Arbeiter, die fei der Nettung von Personen usw. tätig sind, de>t si< mit dem Antrage meines Kollegen Dietrich, ein Beweis, daß au<h wir in dieser Beziehung für fozialpolitis<e Geseßgebung zu haben sind. Der Abg. Trimborn beantragt den Maximalarbeitötag für Frauen von zehn Stunden, Wir werden hoffentlih in absehbarer Zeit dahin kommen, aber man muß dabei unterscheiden zwishen den Fabrifbetrieben und der Landarbeit. Jm Fabrikbetrieb geht die Arbeit jahraus jahrein Tag für Tag in der selben Weise fort, in der Landwirtschaft bringt aber de Witterung, die Ernteverhältnisse usw. die Dauer der Arbeitszeit mit sich. Gin Maximalarbeitstag für Frauen in der Landwirtschaft würde also die Landwirtschaft so belasten, daß ihr die Erhaltung des Betriebes \{<wierig würde, und vielleicht au< eine Verteuerung der Lebensmittel die Folge wäre. Anders als bei den Frauen ist es mit einem Maximalarbeitstag für Männer. Mindestens muß man dabei die vershiedene Gefährdung der

Gesundheit in den einzelnen Betrieben berü>sihtigen. Es ist über eine Vermehrung der Unfälle im Baugewerbe geklagt worden, aber nah meinen Informationen weiß ih, daß zum Schutze der Bau- arbeiter von den Baugewerksberufsgenossenshaften, von den Innungs- verbänden der Baugewerksmeister und den Baugewerksinnungen alles getan wird, was überhaupt zur Verhinderung von Unfällen geshehen kann. Je mehr Unfälle vorkommen, desto höhere Beiträge haben die Meister zu tragen, sie haben also selbft ein Interesse, die Unfälle zu vermindern. Was die Tarifgemeinschaften betrifft, so haben die Arbeit- gebèr immer, solange die Arbeiter Forderungen im Nahmen dessen taten, was bewilligt werden fonnte, ohne die Erxistenzfähigkeit des Gewerbes zu untergraben, nachgegeben, namentli< bei erhöhten Lohnforderungen, daß aber mit sol<hen Forderungen, wie sie z. B. vor 10 Jahren in der Berliner Holzindustrie gestellt wurden, daß der Arbeitgeber während der Frühstü>ks-, Mittags- und Vesperpausen die Werkstätten nicht betreten sollte, kein Arbeitgeber einverstanden sein kann, liegt auf der Hand. Solche unsinnigen Forderungen können nicht bewilligt werden. Die Arbeitgeberverbände haben {ih dur< den Gang der Verhältnisse als notwendig erwiesen, da die Arbeitnehmerverbände einzelne Betriebe abzushlahten begannen, die si< niht wehren konnten. Da Arbeitgeberverbände no< nicht vorhanden waren, fo hat das naturgemäß mit der Zeit zum Zusammenschluß der Arbeitgeber zu Verbänden geführt, damit unbere<htigten Forde- rungen der Arbeiter kräftig entgegengetreten werden fkonnte. So ist es au< im Holzgewerbe gewesen. Der bestehende Vertrag lief im Januar ab und beide Teile kündigten thn. Die Arbeitnehmer ver- langten Herabseßung der Arbeitszeit, sie wollten statt der 8 Stunden und 40 Minuten den Achtstundentag. Dagegen wehrten \ih die Arbeit- geber; die Arbeitnehmer ließen etwas nah, indem sie auf 90 Stunden bestanden, aber auh damit waren die Arbeitgeber niht einverstanden und mit vollem Recht, denn au< eine Arbeitszeit von 9 Stunden tatsächli< ist es ja sogar etwas weniger ist ni<t zu viel bei einem der Gesundheit unshädlihen Betriebe. Ein neuer Vertrag kam nicht zustande und so kam es zur Ausfperrung der Arbeitnehmer. Zu bemerken is dabei, daß die soztaldemokratis< organisfierten Arbeit- nehmer es abgelehnt haben, in die Verhandlungskommission einen Ver- treter der Hirsh-Dun>kershen Gewerkvereine zuzulassen. Jene Arbeit- nehmer erkennen also eine andere als die sozialdemokratische Organi- sation überhaupt ni<t an. Wenn die Arbeitgeber zusammenhalten, müssen fast jedesmal die Arbeitnehmer unterliegen, und das ist eine direkte Folge der ungere<tfertigten Forderungen, wel<e die Gewerk- schaften stellen; gere<tfertigte Forderungen finden“ bei den Arbeit- geberverbänden stets Anerkennung. Würde es sih allein um erhöhte Lohnforderungen handeln, so kommt darüber sehr viel leihter eine Einigung zustande, als wenn die Arbeitszeit herabgeseßt werden soll. Und wie stebt es denn mit den sozialdemokratischen Lehrlings- vereinen? Da wird den Lehrlingen gepredigt, daß sie si<h thr Recht der Organisation niht nehmen lassen dürfen. Auf den Parteitagen in Bremen, Mannheim und Jena wurden Anträge gestellt, welche darauf abzielten, die Jugend {hon vor dem Eintritt in den Militär-

| dienst fozialdemokratis< zu präparieren. Die Anträge wurden ja

niht angenommen, Bebel hat sih sogar scharf dagegen ausgesprochen. Aber im stillen wird für diese Idee des Rechtsanwalts Lieb- kneht sehr energish gearbeitet, da gründet man frete Turnbereine für die Jugend, in denen dieser Tendenz Vorschub geleistet wird. In einem Liederbu<h für diese jugendlihen Turner finden sih die \{ärfsten fozialdemokratischen Dichtungen, die schärfsten Ausfälle gegen das Heer und den Dienst in der Armee; auf diese Weise hofft man dur< und dur< sozialdemokratis< verseuhte junge Leute in das Heer zu bringen. Eine éFrage, die dringend der Erledigung bedarf, ist die der Abgrenzung zwischen Fabrik und Handwerk. Im Interesse des Handwerks und des Mittel- standes muß die Grenze mögli oben geiogen werden, denn wenn man sie zu tief zteht, bleibt für das Handwerk eben nihts mehr übrig. Wir wollen ja nur, daß Betriebe, welche mit hanbdwerksmäßig au8gebildeten Personen handwerksmäßig arbeiten, ganz glei<, wie zahlreih das Personal, wie groß der Betrieb ist, dem Handwerk, nicht der Fabrik zugerehnet werden. Es wird ja nun weiter abzuwarten sein, was bei den verbündeten Regierungen aus dieser Frage heraus- kommt. Dem Antrag Ablaß wegen des Submissionsverfahrens können wir vollständig zustimmen. Die Streikklausel muß in alle diese Ver- träge mit eingefügt werden ; die Frist zur Lieferung muß im Falle des Aus- bruhs eines Streiks verlängert werden, bis der Strei beigelegt ist. Unter den neuen Vorlagen, die der Graf Posadowsky gestern ankündigte, habe i< diejenige über die Sicherung der Bauforderungen vermißt. Dem Wohlwollen des Hauses und der verbündeten Negierungen empfehle ih den unter meinem Namen eingebrachten Antrag. Es geschieht niemandem ein Schade, wenn die alten Bestimmungen über die Ansammlung eines Reservefonds wieder hergestellt werden ; heute aber muß der Handwerker viel größere Summen hergeben, die zur Zeit für den Augenbli> gar niht voll erforderli find. Die ein- gegangenen Petitionen bieten dafür ein umfassendes Material, es ergibt fich daraus zwingend, daß. den heutigen Handwerkern unnêtig zuviel abgenommen wird. Mit der Aufhebung des $ 34 erweisen Sie dem Handwerk einen großen rg s Imallgemeinen steht fest, daß der Mittel- stand ganz besonders der staatlihen Hilfe und Förderung bedürftig ist, daß es also an der Zeit ist, daß die Regterung Gesetze vorlegt, die dem Mittelstande dienli<h find. Wir wollen endlich schen, daß ein Anfang in dieser Nichtung gemacht wird. Der kleine Befähigungsnachweis und andere kleine Verbesserungen find ja Dinge, für die wir dankbar sind; aber immer wieder müssen wir der Regicrung zurufen: Vergeßt den Mittelstand niht! Bleibt er weiter fo belastet wie bisher, wird er no< weiter belastet, so untergraben Sie eines der stärksten Fundamente des heutigen Staates !

Abg. Brejski (Pole) unterwirft die Polenpolitik des preußisch- deutshen Regiments etner eingehenden Kritik. Auf alle Weise suche man den deutschen Reichsbürgern polnisher Zunge ihr Dasein zu verleiden; von der hetimatlihen Scholle vertreibe man sie, die Erwerbung von Grund und Boden werde ihnen verwehrt. Gesetzgebung und Verwaltung gingen gleihmäßig darauf aus, den Polen ihre Rechte zu verkümmern.

andels- und tellen dieser Sinne eine die tatkräftige Bereitstellung

st, obwohl eine Aufgabe abnimmt. we>e gleicher um 25000 Æ

Plaß greifen,

diese Einrichtung aus der freien Initiative der Industriekreise hervorgehen möge. 4 K haben neuerdings beschlossen, genau in diesem solhe Auskunftsstelle zu errihten, und hoffen auf Unterstüßung der Reichsbehörden und au<h auf dite von NReichsmitteln als Beitrag zu Teil die deutshe Industrie selbst zu tragen bereit i

igent it de eigentlich t ichen ja "Won 50 000 A für 3

entralstelle Bro bratiscde Arbeitsweise vielmehr muß diese Stelle in lebendiger Wechselwirk Handels- und Jndustriekreisen ständig verbleiben. Die die das Reichsamt des Innern h sehr kleine Auflage, 1 geltlih überlassen werden. Das liegt wohl die den Kaufmann ammengearbeitet werden mit etner wenn tunlih man follte dem Kaufmann die Submi bedingungen, die man bekannt gibt, zusenden, ihm einen großen Gefallen tun.

rihten do nit auf blauem Papi Augen bei längerer Lektüre zu le

g_ das Versuhskaninchen. Boden im Osten nehme, übergehen, den Boden

olen seien für bie preußishe Regierun | Polen den Grund und o könnte die Regierung vielleiht einmal dazu m Wejten zu expropriieren, um dem Zentrum Abbru Abg. Oertel habe neuli< behauptet preußishen Regiment sehr gut. Fall sein, weil die Polen als Versuchskaninche die fühlten sih niemals wohl. Auch die Westpreußen und Posen ftrafen den Abg. sozial lie B T entziehe dem Nückgrat des Volk,

e Bevormundu e Ses Polen seien ein ruhiges Volk, das Die Polen baue

o wie man den Die führenden

, es gehe den Polen unter dem {on deshalb nit der n behandelt werden, und starken Auswanderungen aus Oertel Lügen.

haben im Osten gründlih Ftas

Das könne

u n o gemacht. L e S nur wirtschaftli<h und n ihre Hoffnung nicht Vorsehung und die Diese Aus- 1 tun.) Die Handwerker su einer Industrialisierung otektorat des früheren Ober- hlwerke in Danzig beweisen, n Posen stehe noh eine Fabrik mißlungenen Jndustrialisierun die polnische, \sond

m diesjährigen Eta

Natürlich kann hier nit | fulturell vors<reiten wolle. auf gewaltsame Losreißung, sondern auf die (Präsident Graf Udo St olb führungen haben mit dem Reichsamt des Innern nichts z1 Bureaukratie tue das Ihrige, um die Lage der Landwirte, und Arbeiter zu vers{<le<tern. des Ostens sei, wie die unter dem Pr präsidenten von Goßler stehenden Sta gründlih mißlungen. l enster als ein Monument dic ser reaukratie \{ädige nit bloß deutshe Industrie und den Handelsstand. Wenn ein deu mann si die polnis<e Kundschaft erhalten und sie polni wolle und in einer polnischen Zeitung annonciere, fo werde er von der deutshen Bureaukratie boykottiert. Das Schank- wesen in Posen sei zu einer politishen Waffe in den lizei gegen politishe Gegner geworden. zession versagt worden, weil au vorltege, als aber ein Deutsche sich plöglih ein Bedürfnis eingestellt die Polizei die vielen Weiberkneipen in Posen. Gastwirt, der polnishen Wählern \ein Lokal zur Verfügung gestellt habe, | hon dem Landrat die Polizeistunde Die Unterdrü>ung der Arbeiteror Die Polen verlangen die Koalitio Arbeiter im Interesse der Gerecht nishen Fraktion aus Großgrundbesi Entscheidung des Kammergerichts verboten, weil in ihnen in pol geslrigen Ausführungen des Staat Lothringen wie für den polnischen und Versammlungsreht wenig berh | Gewährung der Renten an Arbeiter Redner bekämpft \{hließli< die kultu e und verlangt für die Polen vollständige Freiheit zur Er

M abhängiger höherer und ntederer Schulen.

Abg. Dr. Stresemann (nl.): in threm fozialpolitis<en Glaubensbekenntni Sozialpolitik ausgesprochen und der Staats die Unterstüßung der Parteten in der Form e anderen Gebieten liegenden Wüns deshalb au< über manche Anregungen,

| Herzen liegen, hinweggehen, i sür die te<hnis<hen Angestellten und die P leßteren müssen wir

| Privatbeamten zu der Denkschrift der Re hoffe aber, daß wir mit dem von den Ausschuß, der {hon viel sahlihes verwe hat, au< in Zukunft

| tale s für Handel und Industrie, Naturgeseß Induf obwohl sie Interessenten unent die Nachrich interessieren, eine Trennung und Lieferungs- damit würde man Uebrigens brauchen diese Na(- er gedru>t zu werden, womit die iht ermüdet werden. <tung einer gewerblih-tehnis<hen Neichsbe Industriekreisen gewünscht, nachdem si d Retichsanstalt vermöge ihres rein wisse als ungeeignet erwiesen hat. sondern au der Arbeiterscha Mit den Lohn hishe Zwe>k nicht er- en sie gleihmäßig ab. ade e n or|{riften gesetzt Die Berliner

E interessiert. In der Nähe vo

ther Kauf- {< bedienen ferner die Erri den betreffenden shaftlih-te<nische Charakters dazu werden nit nur der Industrie, und in diesem Sinne sozialpolit für Minderjährige is der gewollte et rden; Arbeiter und Arbeitgeber lehn Regelung der Heimarbeit liegt die bureaukrati

und Konzessions- Händen der Po- Einem Polen sei die Kon- f der betreffenden Stelle kein Bedürfnis Grundstü> erworben habe, habe . Auf der anderen Seite dulde Einem deutschen für Wahlzwe>e no< vor der Versammlung zur Strafe verkürzt worden. ganisationen sei geradezu töricht. néfreiheit au< für die ländlichen igkeit, obwohl ein Teil der pol- pern bestehe. Trotz wiederholter werden immer no< Versammlungen nisher Sprache geredet werde. Die ssekretärs seien sowohl für Elsaß- Osten in bezug auf das Vereins- eißungsboll. Auch in bezug auf habe der Often zu klagen. Der rwidrige preußische

is< wirken.

die Stelle werden, wel<he dem Heimarbeiter nichts | mit ihrem Zwischenmeistersystem ist keines- Verhältnisse Man follte er einmal

Konfektionsindustrie

sädsishen Erzgebirge. sämtlichen Heimarbeitindustrieen vornehmen. dem vorhandenen Entwurf ist die Unterwe unter die Krankenversicherungspfliht, sonst ab gen des Entwurfs leiht praktis hren, was bezwe>t wurde. ausdrüdli< betont, daß ¿ anders liegen als in der Mittel- amteindru> dieser Rede mußte on allgemein die Konzentration des so fortgeschritten sei, fondern bloß no<h eine Zahl wäre. dieser Allgemeinheit immer wie seinen Nies das Königreich Sachsen ist eine Entw no< nie eingetreten

Es gibt auh hier no< vielfa ein pe Arbeitgebern- und Arbeitern, auh h Arbeitgebern, die aufgestiegen i nehmer mit 50 bis 100 Arbeiter der Arbeiter wächst allerdings na \{limm, wie der Abg. Naumarn die Der Abg. Naumann wies eßgebung hin und auf die Notwendigkeit, untertanen Industriebürger zu machen. Geseßgebung psycologis<e Momente die Berufsfreudigkeit der

eine Enquete in Das einzig Positive in rfung der Heimarbeiter er könnten manche Be- < das Gegenteil dessen Naumann hat gestern islrie die Verhältnisse und Kleinindustrie ; nah dem man aber annehmen,

Kapitals in allen Indust Individuum mehr, uffafsung halte ih in

hypnotisiert hinbliden nah Nheinland-W und Riesenkartellierungen.

an, gewiß ein Industriela i>lung antezipiert worden, denno< aber wird hier der einzelne als Persönlikeit rsönlihes Verhältnis zwischen ine Generation von st aus dem Handwerkerstand, Unter- Die Zabl der Großbetriebe und der Reichsftatistik. Verhältnisse ges<ildert hat, Hardenberg sche aus den Industrie- Gewiß müssen wir bei der niht vergessen, wir müssen Man darf aber nit Risiko des Be- einen Industrie- d>en, daß man etwa von bängig macht, ob Maschinen anzu- Naumann über den Fort- gung des Koalitionsrehts An die Herren von der Wenn der Gewerkschafts- Aufshwung genommen bat, die Freiheit lassen, sih der- anzuschließen, die sie für zwe>mäßig

isation anzuschließen ! Der Abg. Bebel

„Volksftimme“ die Namen von Arb Kandidaten niht gewählt baben ? verurteilt, der einen nit orgarisierten Die Arbeiter baben

in der Großindustrie

Schulpolitik rihtung un- daß der Arbeiter kein zelnen Parteien haben sih für die Fortführung der ekretär hat dafür um rsucht, daß sie ihre auf he etwas zurüdstellen.

estfalen mit Sehen Sie si nd xar êEoyÿv. die anderwärts

enbetrieben

die meinen Freunden sehr am gestaltung der Gesetzgebung Bezüglich der anisation der gierung sagen wird. Jh Privatbeamten eingeseßten rtbares Material geliefert werden zusammenarbeiten fönnen.

< grundsäßlihe Erörterungen stattgefunden und d hat uns ein Bild von der Lage des Arbeite1s wirtschaftlichen E:twi>klung Diese grundfäßli

wie die Aus rivatbeamten. zunähst abwarten, was die Org

sind sie nicht. auf die Stein- und der Syndizierung der hen Fragen sind durhaus von g oder Verneinung hängt au Fragen der Sozialpolitik ab. rtreter aus dem Königreiche ng des Grafen Kani die großen Pessimismus bezügli der gleihung der sozialen Gegen- ß die Wirkungslosigkeit

atwi>lung Deutsch-

S Sndustrie entworfen. | hohem Werte, denn von ihrer Bejahun unsere Zustimmung zu den einzelnen Widerspru<h muß ih gerade als Ve Sachsen erheben ge ? 6. Februar vorigen | Wirkung der Sozialpolitik a säße zum Ausdru> brachte. in mangelnder

Arbeiter heben. Unternehmer triebes haben, und man parlamentarismus ihre Stellung berunterdrü einem Majoritätsbes{luß es ab Die Ausführungen [ritt der Sozialpolitik können die Zustimmung äußersten Linken möhte i gedanke, den Sie vertreten, einen solchen dann mögen Sie den einzelnen Arbeitern jenigen berufli<en Organisation

einer Hirs<h-Dun>ershen Organ t Terrorismus

n eine Acußeru uf die Aus

Opferwilligkeit in der fortschreitenden industriellen E

Wahlkreise übergegangen seien.

, über die Festi des Hauses finden. < eine Bitte richten : industriellen Sozialdemokratie Zusammenhang induftriellen Entwi>lung. Bedeutung nicht ondern auch für die Auch aus ciner sorgnis angesihts der indem er es als im Staa! ß dur die Gesetzgebung ein schaftlihe Entwi>lun

Sozialpolitik Eine solche grundsäßlihe Stellungnahme ks für die Fortführung der Sozialpolitik, # rtführuna der deutschen Wirtschaftspolitik \ ede des Grafen Posadowsky klang eine Be dustriellen Entwi>klung heraus,

die Mannhcimer citern genannt hat, die den sozialdemokratisen Kürzlih wurde ein Arbeiter Arbeiter mit einer Feuerzan

ge ges<lagen hat. nun nit etwa verlanyt, da

ß der Mißhandelnde, sondern daß der

retardierendes g getragen werden möge. | indung zwishen Sozialdemokratie Gerade bei der

lement in die wirt Diesen Pessimismus und diese Verb und industrieller Entwi>klu leßten, Wahl baben fi der Sozialdemokratie abgewan ist, daß der Staat dem Gebiete mehr getan haben als andere Staaten. Königreih Sachsen hin. seßt, daß in keinem Wa kann, der niht auc eine große Zahl von Stimmen Abgeordnete Schultern etnes großen Teils der sächsischen meinem Kreise, find von den 15000 S!

1g muß i< zurü>weisen. aroße Anzahl von di, weil niht ohne Einfluß auf sie Mehrheit des Sozialpolitik ungleich Ich weise da gerade auf das dustriell so durh- gewählt werden der Arbeiter auf

einer eigenartigen Auffassung der individuellen häufig genug in der Sozialdemokratie vor. Ms Perfon und des Gewissens auch ringen, die niht auf dem Man hat hier viel gespro<en von ollte die Tarifverträge sogar zw wissen. Das ift allerdings fehr {hw g!aube ih, daß diese Tarifverträge allerdings ein Dazu gehört aber eine Ausbildung der dazu au< Arbeitgeber- glih gewesen,

ge der Abg. Bebel die gegenüber denen zur Boden der Sozialdemokratie steben. dem Segen der Tarifverträge. Der ang8weise eingeführt Im übrigen Instrument des

Freiheit der

Abg. Mugdan w Wir in Sachsen sind in er dur<zuführen. hlkreis ein Abgeordneter dens sein können.

Organisation. r Buchdru>ertarif wäre ni<ht Organisationen bestanden khätten.

sozialen Frie beiderseitigen organisfationen. wenn nicht auf beiden Seiten folhe J den Frieden ß

Arbeiter in dieses Haus

wohlhabenden der Stichwahl mind gegeben. Es erfüllt mich mit als wenn i< auf G sischen Land

immen für mi< in bis 5000 Stimmen von Arbteitern ab- Genugtuung und ih freue mi rund des Oreiklassenwahlre<hts J? mehr diese Entwi>lung eiter gewahr werden, daß fie ihre berehtigten e Staatsmänner

unerfüllbare ationen ausbilden, Verantwortlihkeitsgefühl ver- Seiten gesfu<t werden. Schwächung der Sozialdemokratie bei den Wahlen und die Arbeiter wird dazu beitragen, die endepunkt in unserer sozial politischen Lage zu erden sih mehr und mehr den G wenden und den Jllusionen des Zukunftsstaates den st von der Erfüllung threr Zukunftshoffnu Wir f\tehen no< lange nit vor der üsiht auf die Zusammenfassung Arbeit leisten, die, um mit dem au der Ewigkeiten zwar Sandkorn nur zu Ÿ von der s{weren Shuld der Zeiten Minuten,

Reichsamt des Innern Wermuth: Der Förderung des Außenhandels dur das Die Reichéverwaltung wird selbstverständli@ ie sie es seit Jahren an den T {öpfungen auf diesem Gebiete nac- dret großen Verbände der deu! en le für din Handel oder, wie man

Gewerkschaften Forderungen gestellt. FJemebhr ih die Organis darüber mehr, Mitglied des ä ortshreitet, um so mehr wer niht der Sozialdemokratie a nteressen vertreten zu fehen ahin becinflussen laff en Entwi>klung nicht freie Entwi>klung der de müssen die Interessen des < vercinen und in der Sozi finden, wenn anders man dem S ll. Die So mmungen über d! nteresse der Arbei

Friede von beiden den die Arb nzugehören brauchen, um Deshalb sollen auch di daß sie glauben, man türfe der n Spielraum lassen, weil damit Sozialdemokratie

der nihtsozialdemokratischen Wahlen zu etnem W Die Arbeiter w sfragen zu- RNRü>ken kehren. eine weitere

Die Sozialdemokratie i m leßten En f

weiter entfernt als je. ( ukunftéstaatea, auch nit mit R Wir wollen positive

Arbeitgebers und des alpolitifk muß man diese taatétinteresse nicht zuwider- ¿talpolitik darf si< ni<t in einzelnen Be- e einzelnen Betri. be e: \> öpfen, sondern das Lebens- n, daß die Industrie als solche nshe zur Förderung der Industrie politik im besten Sinne; denn sie r zu verbessern. eutschen Handelstages Wir können onjunktur uns erhalten

Dichter zu reden, zum B Sandkorn reiht, do Tage, Jahre s\treicht. Unterstaatssekretär im wünscht die Reichsamt des Innern. bestrebt sein, w die Einrichtungen und Neu drü>li<s zu fördern. Industrie eine Zentralauskunftsftel ? , éine Zentral handelsftelle gründen wollen und zu diesem den nächsten Tagen eine Eingabe an das Rei so wird die Reichéverwaltung dief ¿n und selbstverständlih nit ktesonderer Hand in Hand arbeiten, Aufstellung des Zolltarifs getan hat. Pie atsfekretär Graf Posadowtky für die Einrichtung seitens des den drei großen Verbänden zu äher darzulegenden Tatsachen prüfen f ankommen, welches klare und ent- |

ter berüd>sihtige ß. Wenn ich cinige au<h das Sozial die Lage der Arbeite t auf dem Festmahl tes D Hochkonjunktur daß diese Hoch Sie ist \<{lieli< eine Weltkonjunktur

wirken aber die internationalen hr mit, so fönnten die Dinge fi Lage als Exportstaat ist durha3us <t erlauben fönnen zu glauben,

ermöglicht der In Staatssekretär ha < über die gegenwärtige merhin nit ficher sein, Wenn dte eiben wird. früher sagte Bebufe in inern rihten werden, mit Spannung entgeger Freude mit diescr Ein wie sie es bezüglich der Vorbedingungea, die der bung etner derartigen d die von werden sih an der

lassen; namentli wird es darau

samt des

Vorausseßungen für sie exr Eingabe

< au<h anders gestalten. niht so glänzend, daß daß unsere Milliarden- Von vbiesem G-csihtöpunkt bitte ih den Bestrebungen auf Förderung des deutschen ung nicht zu versagen,

Einrichtung einer Yeich6a1

ausfubhr un Staatssekre xports seine Mitwirk

s garantiert ist.

Der frühere Antrag angenommen worden war, 16l'unftsstele für alle diese Posadowsky sprach si 1901 dahin aus, daß zunächst

MNetches gestellt erfüllen sind,

Hand der n

ragen ; Graf

schiedene Programm die Zentralauskunftsstelle uns vorlegen wird und vor allen Dingen, ob dieses Programm auf die Erteilung allgemeiner Auskunft über die Handelsverhältnisse, über die Lage von Handel und Industrie in dem Absfatlande im allgemeinen, auf die Auskunft über Zollverhältnisse, Zollbestimmungen oder Eisen- bahnverhältnisse und dergleichen gerihtet ist, oder ob, wie es vielfah als Programm einer solchen Stelle befürwortet ist, es si darum handelt, auh Auskunft über die unmittelbare Anknüpfung be- stimmter Geschäftsverbindungen zwischen bestimmten Firmen zu er- teilen. Im leßteren Falle wird es ja au< Aufgabe des Reiches sein, alles, was eine folhe Stelle zur Förderung des Ausfuhr- handels tut, nadrü>li< zu unterstüßen, aber die unmittelbare Beteiligung des Reiches an einer solchen Einrichtung, die dann auch mit bestehenden Verhältnissen und mit bestehenden Aus- kunfl8bureaus unter Umständen in einen sehr kräftigen Wettbewerb treten könnte, wird dann do< besonders forgfältig abzugrenzen sein. Ich wollte diese Gesichtspunkte, die der Graf Posadowsky {on entwi>elt hat, no<mals klarer darlegen, aber jedenfalls über unser wohlwollendes Entgegenkommen keinen Zweifel lassen. Bezüglich der Nachrichten für Handel und Industrie kann sicherlih no<h eine Reibe von Wünschen hinsichtlich ihrer Gestaltung erfüllt werden und wird im Laufe der weiteren Gntwi>lung au erfüllt werden müssen, ob- wohl ih sagen darf, daß bei allen diesen Anregungen die großen te<hnishen Schwierigkeiten und die Divergenzen, die an uns beran- treten, bei denen die Wünsche einer Gruppe hinter denen einer anderen zurüdtreten müssen, häufig unters{häßgt werden. Daß die Nachrichten für Handel und Industrie nur eine geringe - Verbreitung haben, trifft niht zu. Die Verbreitung hat sih erfreuli< entwidelt; die Auflage ist von 2200 Exemplaren im Jahre 1899 auf 4300 gestiegen, fein anderes ähnliches Werk hat eine annähernd große Auflage. Zudem werden die Nachrichten ni<t nur den Firmen und Handels- korporationen, sondern au< allen Organen der Presse zugeshi>t und von dieser im weiten Umfang verbreitet. Das ist gerade der Zwe>, daß jeder Industrielle in seinen Fachzeitungen oder im Reichsanzeiger die Nachrichten von Bedeutung wiedergegeben findet. Fmmerhin danke ih dem Vorredner für den Hinweis auf dieses Organ ; diese Anregung wird genügende Würdigung finden und dem Publikum die weitere Bekanntschaft mit diesem Organ vermitteln: Ueber eine <hemis<-te<nis<e NReicheanstalt wird si< später der Staatsfekretär äußern. Augenbli>li< werden die Erörterungen über die Frage, in welcher Weise die Industriellen bereit sind, zu iee <emis<-te<nishen Neichsanstalt beizutragen, sorgfältig verfolgt.

Abg. Giesberts (Zentr.): Aus der Erklärung des Herrn Staats- sekretärs ist erfreuliherweise zu ex ehen, daß unsere Sozialpolitik nicht auf den toten Punkt kommt. Jch möchte nur unsere Nefolution bezüglich der Walz- und Hüttenwerksarbeiter begründen. Eine möglichst lange Fortdauer der jetzigen Wirtschaftskonjunktur ist zwar wünschens- wert, aber auf die Dauer wird si das Wüutschaftsleben nicht auf dieser Höhe halten können. Man foll sih rechtzeitig überlegen, wie die Wirkungen einer wirtschaftlichen Krisis auf die Arbeiterverhältnisse abzus<wächen find. Es liegt im e der Industrie, rechtzeitig den Arbeiterstand vor diesen {<weren Schäden zu s{hüßen. Den Heimarbeiterentwurf wollen wir gern mit dem Vorredner zusammen zu verbessern su<hen. Den Abg. Naumann hat der Vor- redner mißverstanden. Naumann hat darauf hingewiesen, daß die mittlere und die Kleinindustrie längst unter dem Einfluß der Gewerkschaftsorganisationen korporative Arbeitsverträge abgeschlossen hat, daß aber die Großindustrie si< standhaft weigert , Ver- bandlungen mit Arbeiterorganisationen zu pflegen. In jüngster Zeit s\<heint allerdings au<h die Großindustrie bereit, mit freiwillig gewählten Arbeiterkommissionen zu verhandeln. Das ist zwar no< keine Anerkennung _ der gewerkschaftlihen Orga- nisation, aber do< ein wertvolles Zugeständnis. Der Terrorismus der Industriellen bat sehr \{arfe Formen angenommen, die Autsperrungen und indirekten Verrufserklärungen dur die \<warzen Listen greifen so sehr Plaß, daß die Arbeiterorganisationèn kaum die Leiter finden, die es wagen, vorstellig zu werden. Dieser Terrorismus ift genau o verwerflih wie derjenige der Arbeiter, Der Kollege Hoh hat uns vor- geworfen, wir hätten das Geseg zur Erdroffelung der freien Hilfs- faffen {ließli< do< gut gebeißen. Tatsächlich haben wir uns aller- dings mit den Sozialdemokraten in der Kommission über die Art und Weise nit verständigen können, wie dem Treiben der Schwindelkafsen entgegenzutreten ist; und wir glauben, in dem Auffichtsamte für die Privatversiherung eine geeignete Aufsichtsinstanz aud für diese Kafsen zu finden. Jedenfalls greift dieser S<windel immer mehr um sih und wir freuen uns, daß die Wiederkehr jenes Geseßentwurfes angekündigt ist. Dr. Mugdan batte zu seinen unfreundlihen Worten gegen uns gar feine Veranlaffung. Er meinte, die Sto>ung in der Sozialreform sei eingetreten in der Weile wo das Zentrum die sogenannte Führung im Neichstage hatte. er Abg. Naumann, sein Fraktionsfreund, hat ibn \{on eines Besseren belehrt. Was zustande gekommen ist, können wir zum großen Teil mit auf unser _Konto schreiben. Zu einer Reichstagsauflösung es wegen einer unserer f\ozialpolitishen Forde- rungen kommen zu lassen, dazu find wir nit imstande ge- wesen. Wenn Dr. Mugdan fo auflösungslustig ist, so möge er do<h das Reichsberggeseß s<leunigst einbringen, und wenn es vom Bundesrat nicht angenommen wird, es zur Auf- lösung treiben. Was die Neliktenversicherung betrifft, so steht doch fo viel fest, daß, wenn wir damals beim Zolltarife nicht festgehalten bätten, wir beute feine Witwen- und Waisen- versihernng hätten. Die Witwen- und Waisenversicherung foll ja au< ni<t aus\{ließlid auf dem Mehrertrag von Lebensmittel - zôöllen basiert werden. Hat fih erst einmal die neue Mehr- heit über wesentlißbe Reduzierung dieser Zölle verständigt, so werden wir sehr gern mitbelfen, nad neuen Steuer- und Einnahmequellen zu suchen, um diese Verfierung neu zu fundieren. Die Rede des Abg. Naumann war gciftig erfrisWend: es spra der

Mann, der fo lange draußen gestanden hat, über die Dinge, an denen wir uns hier schon lange den Kovf zerbreHen. Naumanr sagte ganz rihtig, im Reichstage war stets cine Mebrheit tür tozial.politis{e Reformen, au weitergchende, no Dorhanden. Au dex Graf Poleom bt ift durhaus reformfreundliè, aber im Bundesrat ift kein au sozialreformerishen Geiftes zu Thüren. unt freue mi daß diesen Herren einmal so gründtli& der Standvunkt lar gema@t worden ift. In dirsem Jabre And ums zualei 3 Neso- lutionen vorgelegt worden, mwele S mit dez Arbeits» verbältnifsen în den Betteben der aroßen Metall. und Hütten- industrie befassen. Bither war ni&t möglid, tin klares Bild über

die Gestaltung der Verdbältnifse în diefen wiriSen Großinduftrien zu gewinnen. Es baben S bier Mißftände angerbäufi, dic der ernftesten Prüfung bedürfen. Die Metallindustrie f das Nügrat der ganzen deutshen Industrie, fte wirft den Üriternebmern ganz er- beblicde Gewinne ab, zablt au erbeblie Löbne, erfordert aber au anz besondere Maßregeln zum S@Hhuße von Leden und Gesundheit. In unserer Nefolution werden Erdebungen über die Wirkung der Feuerarkeit auf die Gesundbeit der Arbeiter gefordert ; wir rolns{cen ferner Angaben über die Krankheits. und Unfallgefahr. Die diëher bekannt gewordenen \tatiftiSen Angaben geben fpeziell über die Zadl der Unfälle ein wenig ertroulihes Bild. Es liegt ja in der {weren Industrie cine Disposition zu Unfällen in größerem Maße als anderêwo dor, dernoS$ ift die DHbbe der Unfallzablen außer- ordentlich bederUli. Aechnlit bei der Hrankbeitsstatistik. Wir wüns

natritd, daf den Erbebunaen aläbald entspre@cnde Forderungen folgen. Aus den lothringis@hen HDüttenwerken werden mir ganz s{auderhafte Dinge beriétet, die i, ebe i Fe bier borbringe erst genauer untersu@hen muß. Besonders foll es în den Spitälern fehr unsauber hergehen und die Behandlung der italienischen Arbeiter dort eine ganz unwürdige sein. Die Unfallverbütungêkborschriften müssen den Leuten in threr Muktersprade zur Kenntnis gebracht werden, denn was foll der Ztaliener, Ruffe, Galizier, Böhme mit dem deutschen Text dieser zorschriften anfangen ? Am schlimmsten liegen die Dinge in Ober- s{lesien. Die Unfallziffern übertreffen hier diejenigen aller anderen Eifeninduftriegebiete, wie die Berichte der obershlesishen Walzwerks«

Ss l aa e us aa rei T L r I E E LS (U E EERE