1887 / 27 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Ihre Weishcit und Ihre hervorragenden Eigenschaften ho, wele es bröôtelt also s<on aus Ihnen, Herr Präsident, mit vollem Recht den ersten Beamten und das verehrte Oberhaupt der französishen Nation machen. Der Hauptzwe>k meiner Mission ift, Sie der hohen Wichtigkeit zu ver- sichern, die wir dem Frieden und den freundschaftlichen Beziehungen beimesen, wel<e, wie wir wünschen, zwischen den beiden Ländern enger und dauernd werden mögen, denn i< bin hier nur der Dolmetsh der aligemeinen Meinung, wenn ih Ibnen die aufrichtigen Spmpa- thien auédrüce, die Madagascar für Frankreich hegt. Meine erhabene Gebieterin und die tegierung von Madagaskar sind davon überzeugt, daß die ausgezei<hneten Bezichungen, die heute zwischen unseren beiden Ländern bestehen, die Folge der Sympathie sind, welche seit langer Zeit zwischen den beiden Nationen herrs<t. Ihr dringendster Wunsch gebt dahin, daß iu Zukunft nichts der Harmonie Eintrag thue, f daß die Anstrengungen, die 2 maden werde, um ihr Land auf der Babn der Civilisation vorwärts zu bringen mit dem Beistande des französishen Handels und Gewerbes, fru<htbar und nubbringend für die beiden Nationen fein mögen.“ Die „Patri e“ will wissen, daß Hr. Goblet der Kammer demnähst den Entwurf einer neuen Pariser Gemeindeordnung und einer neuen Organisation des Seine-Departements vorlegen werde. Die Pariser Gemeinderätße sollen nah diesem Entwurf wie bisher zugleich Generalräthe der Seine bleiben, zu ihnen aber die Vororte des Departements nicht mehr blos aht, sondern zwölf Mit- glieder hinzuwählen. Der Pariser Gemeinderath joll dieselbe Ausdehnung der Selbstverwaltungs-Besugnissen erhalten, die das Gesez von 1884 allen übrigen Gemeinderäthen Frankreichs eingeräumt hat. :

31. Januar. (W. T. B.) Die Deputirten- kammer genehmigte heute mit 301 gegen 208 Stimmen auf Antrag des Minister-Präsidenten Goblet die Wiederher- stellung der für die geistlihen Stifte geforderten Kredite und nahm darauf das Kultusbudget und das Postbudget an.

Türkei. Kon stantinopel, 31. Januar. (W. T. B.) Die bulgarischen Delegirten Grefow und Stoilow sind hier eingetroffen.

_ Gestern hat hier die Kandidatenwahl nische Patriarchat stattgefunden. Der frühere Patriarch Joachim 111. erhielt 33, der Metropolit von Adrianopel 19, der Metropolit von Heraklia 13, der Metropolit von Metelino 12 Stimmen. Die übrigen Stimmen vertheilen sih auf die 11 anderen Metropoliten. Die endgiltige Wahl findet spätestens am nächsten Sonntag statt, sobald die Pforte die Kandidatenliste revidirt und zurücgesandt haben wird.

: Rußland und Polen. St. Petersburg, 31. Januar. (W. T. B.) Bei dem deutschen Botshafter, General von Schweiniß, fand heute ein größeres Diner statt, zu welchem u. A. der Miniîter des Kaiserlihen Hauses, Graf Woronzow-Daschkow, der Staatssekretär Richter, Graf Jgnatieff nebst Gemahlinnen, die Ober-Hofmeisterin Fürstin Kotschubay, der Ober-Hofmarschall Fürst Trubezkoi und andere höhere Beamte sowie Vertreter der Diplomatie geladen waren.

Hrn. Witte keiner „weiteren Prüfung“ wieder !

Justiz-Rath von Vahl in Greifzwald hat feine Zusage zurü>- gezogen, dort für die „Deutscfreisinnigen“ als Kandidat aufzutreten, indem er für das Septennat stimmen zu wollen erflärte.

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mit Rü>ksicht auf den Verk:hr nah Rußland gekündiz Durchshnittsfätßze des bestehenden Verbandtarif, ereiaten russi ey unter Wahrung einer fe<swöchentlichen Kündiaun 25, Uf Weitere bleiben. gungsfrift j

London, 31. Januar. (W. T. B.) : __— Im Wahlkreise Stubm-Marienwerder stellen die „Deutsh- | „Moor“ hat auf der Heimreise heute Ma dei R freisinnigen“ ihren Parteigenofsen Maurermet!ter Obuh aus Mewe painrt. als Kandidaten auf, wel<er si vérpflihten mußte, für das Septennat B stimmen zu wollen. : Der Vorstand des „deutsfrcisinnigen“ Wakblvereins in Berlin, 1. Februar 1887. Liegnig bat, der „Vossischen Zeitung* zufolge, beschlossen, Direktor Golds<hmidt als Kandidaten vorzuschlagen, Und in Anbetracht der im Preußische Klassenlotterie. Vorstande über die Militärvorlage herrsbenden Meinungsverschiedenkeit (Ohne Gewähr.) Bei der gestern fortgeseßten Ziehun 175. Königlich preußischer Rlassenlot der 4. Klas

ibn nicht zu verpflichten, für das Triennat zu stimmen, sondern es h 7 ttertie fi der Nachmittags-Ziehung : fielen in

ihm zu überlassen, in diefer Frage nah freiem Ermessen zu stimmen. Wenn auch Hr. Goldschmidt gegen das Septennat it, so zeigt doch dieser Beschluß, wie „freisinnige“ UAgitationskörpershaften im Lande s über die von threr Partei eingenommene 1 Gewinn von 300 000 auf Nr. 89 398 1 Gewinn von 15000 # auf Nr. 60787. 1 Gewinn von 10000 S auf Nr. 96 745, 9 Gewinne von 5000 e auf Nr. 91 479. 173 844

Stellung denken.

_— Der „Kölnischen Zeitung“ wird aus Berlin ge- schrieben :

Berlin, 39. Januar. „Ich erinnere mi, daf jeder Fortschritt : : :

der preußisden Monarchie und. des Deutschen Reichs von den Vere | 99 30 Gewinne Vor 3000 M auf Nr. 1104, 91939

tretern der Fortschrittépartei aufs Vitterste und Schärffte bekämpft | 22 160. 30 896. 34379. 41023. 67384. 72672. 78 009

97 286. 97 543. 99 993. 100 066. 102 994. 106904. 1077S

115 600. 121 341. 121942. 126 349. 129569. 139

137 695. 145 155. 154 266. 164075. 168885 170211

177 417, 186 980. N

11 689

worden ist. Alles, was Deuts{land groß, reich und einig gemaht hat, ist immer von der Fortschrittspartei befämpft worden und ift do< immer zu Stande gekommen. Deshalb gebe ih auch die Hoff- L IEEE E E A W Setne unfer Gegner ist, es ie Militärvorlage zu Stande kommen wird.“ So Fürst Bism ominne F c - - Ge L Bed de 1.0 ware vet ¡Bora P E e mg E E V6 von 1500 A auf Nr. 447. 570, handenen geben wir die redenden Beweise für diese Aeußerung. Es stimmte die 20 300. 49 28. 34159. 41306. 565661. 61663. 69850 zurüsten. : 7 de Hof Nogi Fortschrittépartei im verfassungsberathenden Reistageam 16. April 1867 (4 359. 81 422. 86 858. 91564. 92155. 92375. 92 590. Der Regierungskowmtar, Geheime Regierungs : Rath gegen die Verfasiung des Norddeutschen Bundes; im norddeutschen Reichs» 102 020. 102 796. 102945. 107017. 107047 10898 l)r. Hopf erwiderte, die Ausführungen des Vorredners ent- tage am 25. Mai 1870 gegen das Reichs-Strafgefepbuch, am 9. Dezember | 113057. 114170. 124393. 129554. 136 133. 153 763 iprächen den thatfächlichen Verhältnissen nicht. Für die Fälle, A e die t ret meg (Vertrag mit Baiern); im deutschen 155 259. 169 008. 177471. 185542. 187 031. E wo das Geseß : die Zuziehung der Aichmeister zu den Revi- E E Meer 1571 gegen die Ds E Nies 7 37 Gewinne von 500 E auf Nr. 2924. 16 536. 20 186 onen vorschreibe, veriange es au<h nur die Ausrüstung für ERE au i O A gegen S 24 268. 27051. 31957. 33 (84. 36211. 38001. 5766 diese, welche übrigens nur zum geringsten Theil Königliche ! 21. Dezember 1876 gegen das GBerichtsverfassungs- | 61471. 61528. 63158. 92225. 94239. 95271. 99907 Vogmte seien. Die Aichämter eien 1n der Regel Gemeinde- 101 499. 105479. 115338. 116 673. 118 418. 125 759 Anstalten; nur da, wo eine Aichinspektion sei, könne die Re- 137 763. 138355. 140027. 145319. 149176 149 81 “ierung au Aichämter einrihten. Die Kontrole der Maße 151489. 154336. 155190. 158 304. 159683. 15993 wber sei ein? ortspolizeilihe Pflicht. Daher lägen auch die 173 059. 182 865. e REEEA M Ortspolizei den Gemeinden ob, und die Regierung

Kosten der è nenden l ; L è ; nosealih gar nicht befugt, dieje Last zu übernehmen.

Bei der heute fortgeseßten Ziehung der 4. Klasse 175 M geei erholten Aeußerungen des Abg. von Rauchhaupt Königlich preußischer Klajjenlotterie fielen in der Vormittags: und des Nogierungs‘ommissars erklärte der Abg. von Rauch- Ziehung: : ut daß für die Ausrüstung der Aichmeister und für die

1 Gewinn von 30 000 f auf Nr. 2081. E \ 1 Gewinn von 15000 auf Nr. 44 361. 3 Gewinne von 5000 s auf Nr. $4014. 92237

| Erste Beilage s-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger

Berlin, Dienstag, den 1. Februar 17

n Kraft

ampf;

zum Deutschen Rei

27. Nichtamtliches. Justitut ausführe, jederzeit übernehmen zu fönnen. Die Lehr- |

S thätigkeit des Instituts könne sih allerdings auch in Zukunft

sehr umfangreich gestalten. Der Abg. Freiherr von

etwas gewährt, was die übrigen Beamten beim Gericht und bei der Poft bereits hätten. | Der Unter-Staatssekretär die Erklä: | Versuch, die Subalternbeamten de i | ganze Monarchie rangiren zu laïsen, keinen guten Erfolg ge- | habt habe. Man sei deshalb wieder dazu zurü>gekehrt, die | Nscensionsverhältnisse in den Regierungsbezirken selbst zu | regeln. Die Ungleichheit in der Anciennität sei nur eine | vorübergehende. Jm Großen und Ganzen finde ein Ausgleich zwischen den einzelnen Regierungsbezirken statt. Der Titel wird bewilligt, ebenso der Rest dieses Etats

ebatte.

folgt die stung. e Einnahmen werden ohne i den Ausgaben, und zwar rxs, wünschte Abg. Seyffardt d endlich ein Landgericht errichtet werde. iner Petition mit 27 000 Unterschristen die Nothwendigkeit er Errichtung eines Landgerichts in Kref-ld eingehend be- gründet worden sei, habe ih die Regierung bisher doch nicht entschlossen, den Wünschen der Krefelder Rechnung zu tragen. Krefeld werde wie ein Aschenbrödel von der Regierung be- handelt.

Der Unter-Staatssekretär Nebe-Pflugstädt erwiderte, daß die Errihtung eines Landgerichts in Krefeld in Erwägung indessen auf große Schwierigkeiten gestoßen sei. Es ver-Landesgeriht in Köln und Hamm

ine>e bemerkte, daß der r Regierungen durch dle

auf au7

Preußen. Berlin, 1. Februar. Jm weiteren Ver- auf. der gestrigen (10.) Sigung des Haujes der Ahgeordneten bemerkte bei der ferneren Berathung des Etats des Ministeriums für Handel und Gewerbe,

¿war zu dem Kapitel Handels- und Gewerbe- “waltung der Abg. von Rauchhaupt, die Revisionen der aichungèämter zerfielen in polizeilihe und tehnishe. Für oktere, für die Gefäßrevinonen, eren Bestimmungen geltend,

o< eigentlih jede Polizeibehörde „Fnstrumente von 12

130 M. gebrauchen mü)e. Das scheine ihm niht nöthig und

“verhältnißmäßig kostspielig. Es sei viel richtiger, die

Instrumente für größere Distrikte gemeinzam zu beschaffen. N Dec besser würde es sein, die 31 im preußischen Staat vor-

Aichmeister mit den nöthigen ZFnstrumenten aus-

Me Minnigerode meinte, d rungen des Regierungskommissars seien ja an si befriedi- gend, doch fürchte er, daß die jeßt geplante Organisation des Instituts nur eine provisorische ein werde. Daß die Privat- industrie sih sehr hoh entwidelt habe, sei anzuerkennen, da- dur< werde aber der Kreis der Thätigkeit für das Staats- institut sehr eingeshränkt. Wenn man diese Grenzen genau bezeichne, so könne man das L dem howhseligen König verdanke, au weiterhin erhalten. Der Aba. Dr. Meyer (Breslau) bestritt, daß ein staat- Es liches Jnteresse für die Verstaatlichung diefes J verwa i

s Jnt taatlic Justituts bestehe ; erwiesen scheine ihm nur, daß die Schatullen-Verwaltung sich | D | desselben zu entledigen ent}

: chlossen sei. Für die Zukunst | Be habe man ni<ht die geringite e

| Sicherheit, vielmehr | Ninist werde man bei einem späteren Versu, die Kosten ab- | Krefel | zulehnea, eines s<hweren Verfassungsbruchs beschuldigt | ei | werden, auf den nur mit Entrüstungsresolutionen geantwortet ! werden fönne. Das Jnstitut habe unvertennbare Vorzüge | | und Leistungen aufzuweisen ; seitdem aber der Privatindustrie einmal die Wege gebahnt wären, rehtfertige sich die Ver- | staatlihung jeßt nicht mehr. Er beantrage die Abseßung beider | Posten in Einnahme und Ausgabe. | | Der Abg. Cremer O meinte, daß auch ästhetische | Nücfsichten die Gegner bestimmen sollten, der Verstaatlihung | gezogen, | zuzustimmen. Er hoffe gerade, daß die Uebernahme der An- | jeie1 Berichte vom © i stalt den Charakter eines mustergültigen Runstinstituts be- | eingefordert, die ader zuvor dem Minister des Jnnern unter- wahren, nicht ihm den einer geschäftlichen Unternehmung ver- | breitet werden müßten, ehe eino Entscheidung erfolgen könne. leihen werde. | Der Abg. Biesenbach sprah sich gegen den Wunsch des Der Abg. Dr. Kropatsche> drückte sein Befremden darüber | Abg. Seyffardt aus. Grevenbroich, Gladbach, Neuß, Viersen | aus, wie der Abg. Meyer (Breslau) und die Freisinnigen so | würden fich mit Händen und Füßen dagegen wehren, dem | scharf gegen eine der Kunst gewidmete Veranstaltung Stellung Landgericht Krefeld zugetheilt zu werden. Die Errichtung nähmen, nachdem sie im Reichstage hundertfah höhere Sum- eines Landgerichts in Krefeld fönne nur auf Kosten von Kleve | men für eine vhysikalisch - tehnishe Reichsanstalt verlangt | und Düsseldorf erfolgen. j | hätten. : | Der Abg. Schmieding trat für Der Abg. Goldschmidt äußerte, der Standpunkt seiner | gerichts in Bochum eum. S E e i, | Partei sei einfa der, daß sie die Konkurrenz, welche dies Jn- | Der Geheime Ober-Justiz-Rath Schmidt erwiderte, daß | stitut der Privatindustrie mache, nicht durch die Verstaatlichung | Berichte über diese Angelegenheit eingefordert feilen, dieselben C 1) S übecmächtig machen wolle.| lägen jeßt vor; die Prüfung fei den Wünschen des Bezirks R Ie Dee oe, worde | —S Saa Minister von Boetticher entgegnete: di” Be: | günstig ausgefallen. Eine destntiwe Entscheidung sei noh nicht 22108. 24534, 25090. 25637. 36 332, 3634 O er Bat H E a e na der | fürhtungen des Vorredners sien unbegründet. So lange das | rrolgt, da die Angelegenze eri De MEUNES N S 41 141. 46 167. 50011. 55866. 66612. 67783. 72427, R S S nente tbeilzunebmen, T würde dem gegenüber die Verpflichtung | Fnstitut mit Unterstüßung aus der Chatulle bestanden habe, fei und dem Staats-Ministerium unterdrene. Be tigte É O T5 479, T6 509. 76 705. 82215. 82536. S7 096. 88 884 A d E ! j Denn tarüber ist na< der | von einer gefährlichen Konkurrenz Der Abg. Mund>el bemerkte, durch die beabnchtigle H2ra9:-

D

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Institut, welches seine Entstehung | T

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wona)

oyne Berathung des Etats der Justiz- Debatten bewilligt.

bei dem Titel Gehalt des (Magdeburg), daß in Troßdem in

gesetz, am 11. März 1878 gegen das Gese über Stellvertretung des Reichékanzlers, am 19, Oktober 1878 gegen das Sozialiftengesey, am 16. April 1880 gegen die Verlängerung des Scevtennats, am 4. Mai 1880 gegen die Verlängerung des Sozialistengesetze, am 21. Januar 1882 gegen den Hamburger Zollans<luß, am 30. November 1882 für die Zulassung der franzöfifen Sprache im Landesauss{uß von Elsaß- Lothringen (der größere Theil der Fortschrittépartci). am 15. Februar 1883 gegen die Unteroffiziersbule in Neu-Breifach( Elsaß), am 31.Mai1883 gegen das Krankenversicherungégefetß. Die freifinnige Partei stimmte: am 10, Mai 1884 gegen Berlängerung des Sozialistengesetes (übers wiegend, die ganze frühere Fortschrittöpartei und ein Theil der Se- zesstonisten), am 27. Juni 1884 gegen daë Unfallversicherungégeses8, am 15. Dezember 1884 und am 4. März 1885 geaen die Bewilligung eines zweiten Direktors im Auswärtigen Aint (am ersten Tage ge- s<loffen mit einec Ausnahme, am leßtern der größere Theil der Partei), am 16. März 1885 gegen dic australisd&e und afrifanische Linie bei der Postdampfer-Untercstükung, am 16. Januar 1586 für die Mißbilligung der von der preußishen Negierung n den volnis<hen Provinzen vorgenommenen Auéweisungen, am 2. April 1856 gegen Verlängerung des Sozialiftengeseßzes, am 14. Sanuar 1837 gegen das neue Militärgeset.

C e -

Jn demselben Blatt lesen wir:

: Mit dem Bruch zwischen einem Theil der Freisinnigen im König- rei) Sacfen und Hrn. Eugen Richter ist es nun voller Ernft Je» worden, Die „Dresdener Zeitung“ bringt an der Spiße des Blattes eine geharnishte Erklärung, in welcher es beißt : „Wir sind nicht geneigt, der persönlichen Eitelkeit oder Herrschsucht Altäre zu bauen oder uns dur die dräucnden Brauen eines Parteiführers be- unrubigen zu laffen.“ Dann heißt es: „Wir Ppolten der fraftionellen Œrfommunikation, wel<he als Dogma verkünden zu dürfen glaubt, wer über die dreijährige Präfenzdauer hinausgeht, habe feinen Raum mehr in der freisinnigen Partei. Wer sagt das? Wer hat ein Recht, das zu sagen? Wer unter- fängt si<, zu dekretiren, drei Jahre seten freisinnig und vier Jahre ni<ht? Wir selbst haben nie etwas Anderes als die Bewilligung für drei Zahre, gebilligt. Aber wenn si< jemand erlaubt, zu drohen, die Bewilligung auf mehr als drei Jahre fei nit mebr freifinnig, so erlauben wir uns die Antwort: Das ist ni<t wahr! Denn es ist ni<t wahr, daß es irgend einen prinzipiellen Unterschied macht, ob man etwas, was man prinzipiell nur auf ein Iabr bewilligen darf, auf drei oder auf vier oder auf sieben Jahre bewilligt.“ |

für das ökfume-

4 ä die Errichtung eines Land-

eventuelle antheilige Aufbringung der Kosten jeder Maßstab fehle. 267, Fh werde sehr gern bereit sein, : tr! > 184 410. { Kosten auf Staalks- JUUUL ULO (U 79 143 nit zugeben, daß die Maßregel, wie fie apgeordnet it, T s 79 653. 91 053. 100 490. 110 172. 111 953. 112 973. 11754) bar wäre, Es it allerdings richtig: es fehlt cin Maßstab dafür, wie 118 280. 122 466. 125542. 130895. 135 741 147 N7 vei gleichzeitiger Betheiligung mebrerer Polizzibezirfe die aufzubringende 150 595. 161 747. 167583. 188 790 : E uf die einzelnen Bezirke vertheilt werden soll, man it in dieser 43 Gewinne von 1500 F auf Nr. 15812. 35 906. 36 39:

Staats-Minister von Boetticher bemerkte: ; no< cinmal eine Erörterung T o 4h T E RLATS 96 (omi é 2 A darüber zu veranlassen, ob es thunlich ist, diele S 26 Gewinne von 3000 M auf Nr. 17270. 27349. £0nds zu ibernebmen; ich fann aber dem Hrn. Abg. von Rauchbaupt 30007. 31 525. 37 709. 39515. 50 146. 76 320. : t, undturcführ-

Zumme auf die einzelnen De p ==-; Kazjehung auf eine freiwillige V 16 (65, sen. Kommt eine solche

Zeitungsftimmen.

Aus Handwerkerkreisen wird der „Norddeutschen All- gemeinen Zeitung“ geschrieben: E Durch die Blätter war fürzlih die Notiz gegangen, daß der Borsigende des „Allgemeinen Deutschen Handwerkerbundes*“, C. Billing in München, ein Cirkular an die Mitglieder des Central- aus\<usses des Bundes gerichtet habe, worin zu der Wablfrage im Sinne der rei<streuen Parteien, also zu Gunsten des Septennat3 Stellung genommen wird. Gs war dies insofern niht ganz zu“ treffend, als in dem besagten Cirkular die endgültige Enticheidung vielmehr noch vorbehalten, und erst noG das Votum der Mitglieder eingeholt wurde, zunächst darüber, ob ein Zusammentritt des Gefammtaus\<usses zur Entscheidung der Frage stattfinde oder dieselbe _ U oe Wege der Correspondenz erledigt ‘werden soll, Der ganze übrige Inhalt des Schreibens licß indeß kaum eine andere Deutung zu, als daß das Präsidium feinerscits für die

Beschaffung der S >fl und ganz geltend zu maden fein. N D ach de nz mit der Privatindustrie | L Anwaltsgebühren seien zahlreiche Eristenze F 94 448, 97 375. 98 424. 109 476. 110 188. 112 057. 13049. Rebtsprehung und nah dem Gese gar fein Zweifel, daß diele | nicht die Nede gewesen. Es sei au<h nicht die Wahr- as dar Mala nan E apa Age 133 941, 98 311. 146230. 153 327. 162659, 16805. Kosten zu den Kosten der, örtlichen Polizeiverwaltung gehören, also | nehmung gemacht worden, daß das Münchener Institut ar E A ns e afer va a fh E a 172391. 175499, 178449. 181 157. 182 706. 199 %1 von jetcm einzelnen Polizeibezirk aufzubringen find, und wenn ein eine | dur< seine Konkucrenz die Privatindustrie geschädigt habe. | zabe man gesagt, die Gebühren muten | eorg , bemesjen 46 Gewi 5 343. 3806. 7257, 8615. elner Polizeibezirk si< weigert, zur Verminderung ciner eigen Last | Fs Toi allerdinas richti ß 3 Münchener Institut | werden, €s ei leicht, sie hinterher zu erhöhen. Nun jet gerade 4 Gewinne von 500 M auf Nr. 343. 3806. 7257. 8615. e ebuen an der gemeinsamen Last, dann iebe ibm geguilibes | L i6 allerdings richtig, daß das Münchener Institut | werde, theil geschehen. Man habe den Steuerfiskus iz 9070. 12328. 30275. 30632. 31540. 34130. 39219 theilzunehmen an der ge M enn Fe von ihm verlang Gee | in dem Moment aufgehoben worden ]el, als Klagen über die | as Degen) S R O ee 027 C 307 7997 7 59 5 O S je Bebörde im Rechte sein, wenn 1e von 190 verlangte, daz er | & o G A i: ¿R k | seinen Einnahmen zu heben gesucht auf Kohten der Advokatu e 41 AE 41 983. 43 070. 47997. 49 702. 52 592, 62 204, in fr die Beschaffung der Normale sorge, die dann allerdings Konkurrenz des Justituts laut geworden ; er müje aber hervor- | Er sei persónlid n befor, Sache völlig uninteressirt, aber* 63373. 66532. 69113. (1 T9. TDATS, (i262, SP U ¿6 rur innerhalb seines Bezirks zur Anwendung fommen würden. | heben, daß Jeit Aufhören der Münchener Anstalt die Privat- | wn A | daß ) s über E B us Wede R 99 927. 106 975. 108 940. 111 439.. 111TH. H4229. It bin aber, wie gesagt, fehr gern bereit, die Sache nochmals | indusirie etnen größeren Aufshwung genommen habe und zwar | Sta a m f N ofbeia N aaten Fei. T BEA 117925. 119254. 123743. 128598. 128965. 13002. n Erwägung zu nehmen, i fürhte nur, wir werden “nach Lage der | lediglich infolge der Erziehung eines tüchtigen Arbeiterstandes prt aelEA U ub Me veu ise Regierung ihren jonstigen 136 650. 139866. 141515. 146 989. 165698. 176473. NVetsprehung und der Geseßgebung außerordentlibe Schwierigkeiten dur das Jnstitut. Wenn das Institut als Staateanstalt | erfahren, wes n, Ba B 5 s E e Mde rv 182 120, 185008. 189 141. bei dem Finanz-Minister haben, diefe Last aus die Staatskasse zu über- | ¿tablirt werde, so gebe man damit Gelegenheit, den Traditionen zuwider die nwalte orher in dieser 2 10e legen- nehmen. Sinn des Volkes für vollendete und gute Glasmalerei | Veit nicht einmal gefragt hade. Seme zwoite „Frage vetresse inter mehr zu bilden, und es werde dadur eine neue Quelle | den Fall Jhring:Mahlow. Bekanntlich habe sich der Minitter des Absates für die Privatindustrie geschaffen werden. Er | des Znnern. dieses Mannes warm angenommen. Dem glaube deshalb, daß dieses Jnstitut geradezu als Förderungs- | S ¿d a S A E R H S mittel für die private Thätigkeit auf diesem Gebiet bezeichnet haven Juen, EILgEITE G S

: f c ; E c FT ; *hrinag behauptet worden, au<h wahr fei, er werden dürfe, und daß man die Befürchtung zurü>stellen fönne, v0! Fhring Vveygupter Wonen, Ee Es n

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Das Kapitel wurde

hierauf bewilligt. Ueber den Aus- Qo 2 L ; t gabetitel „Zur Errichtung und Unterhaltung der Fortbil- 4 und Vortcag des Erfinders cinen neuen unentgeltlichen Lebr dungss<hulen n den Provinzen Westpreußen U nd De Lr Ste! vate an wel<em Jeder Theil nebmen Posen 350 000 4“ wurde auf Antrag des. Aba. Magdzinski

. Diese neue Ges<windshrift wird in 6 Stunden gelt gesondert abgestimmt; die Bewilligung erfolgte mil großer

Die „Stenotachvgravhische Gesellshaft" beginnt morgen, Mittwo<, den 2. Februar, Neue Friedrichstraße 1, unter

daß Je

Wakhlbetheiligung des Handwerkerbundes an der Seite der nationalen Parteien sei; denn es hieß darin u. A.: „Die bevorstebende Wahl ift ein Apvell des Deutschen Kaisers an das deutshe Volk, die Militär- vorlage der Reichéregierung betreffend. Diese Verbältniffe ändern die S lage und influenziren die Stellung des deutschen Handwerker- bundcs zu den bestehenden Parteien. .. . In alen unseren Ver- sammlungen wurde auch betont, daß, so enerzis< der deuts<e Hand- werkerbund eintreten wird für die wirthscaftlihen Fragen und seine berechtigten Forderungen auf dem sozialen Gebiete, dicse Fragen in den Hintergrund treten müßten in einem Augenbli, wo das deutsche Volk berufen sei, in einer hobwichtigen nationalen Frage einzutreten für die jeweiligen öffentlihen Zustände“ u. #. w.

Jetzt bringt nun aber die neueste „Allgemeine Handwerker-Zei- tung“ einen von demseiben Billing im Namen des Gentralauëshuîses unterzeichneten Aufruf vom_22. Januar, worin das direkte (Gegentbeil gesagt wird. „Von allen Seiten“ babe sich „die Majorität“ 1) dahin ausgesprochen, „daz die gegenwärtige Sachlage keinen Anlaß biete von ter seither eingeschlagenen Praxis abzugehen, sondern auch in den \evorstehenden Wahlen in erster Reihe die wirthschaftlihen Verhält- nisse ins Auge zu fassen“, furz, es sollen „nur Freunde des Hand- werks, ohne Rücksicht auf ibre sonstige Parteistellung“ gewählt werden. Mit anderen Worten: das Präsidium des Handwerkerbundes findet jest, eine Woche nah dem Erlaß des erwähnten Cirkulars, daß das S gw des P O demjenigen des Vaterlandes stehe, und die das ganze übrige Volk bewegende Frage: Septe er nit ? für die Handwerker nebel a E A

Herr Billing ift offenbar dur _ eine von ein paar ultramontanen bayerischen Blättern gegen ihn eröffnete Polemik eingeshüchtect und hat der Tavferkeit besseren Theil erwählt, Kehrt zu machen. Das mag er halten wie er will, aber was er entschieden ni<ht durste, ist, daß er unter seinen jeßigen Aufruf auch die Namen von verschiedenen Auss\chußmitgliedern gefeßt hat, welche denselben weder unterzeihnet noch auc nur gesehen haben, und von denen er wußte und wissen mußte, daß sie mit dem Inhalt desselben nicht einverstanden seien. So z. B. der Name des Hrn, H. M. Wehn>e in Hamburg, Vorsitzenden des dortigen Innungsausschusses und Miturbebers der unlängst von der dortigen Gewerbevartei auégegangenen Erklärung zu Gunsten der Militärvoriage. Hr. Wehn>e hat denn auch bereits gegen diesen Mißbrauch seiner Unterschrift energisch remonstrirt. Zu dem im erst- erwähnten Cirkular dargelegten Standpunkt hatte er brieflih scine Zustimmung auégedrüd>t; wahrscheinli haben dies die üktrigen Aus- \hußmitglicder, oder do die meisten von ihnen, gleihfallé gethan Und gleihwohl steben ihre Namen unter einem Aufruf im gegen- theiligen Sinne! Wir sind übrigens überzeugt, daß diese Täuschung wenig oder keinen Erfolg haben wird, au wenn Hr. Billing in seiner „Allgemeinen Handwerker-Zeitung“ die ihm eingesandten Proteste ab- zudru>en unte lassen follte.

Dasselbe Blatt schreibt :

_Es brô>elt! In Güstrow wurde der „deuts<freisinnige“ Witte- Rosto> als Kandidat vorgeschlagen, derselbe wollte jedoch nur an- nehmen, wenn iha alle Lberalen einstimmig aufftellten. Da Hr. Witte indessen feine Abstimmung über das S-ptennat von „weiterer Prü- fung“ abhängig mat, schieden die Nationalliberalen, die größere Hâlfte der Versammlung, aus dem liberalen Ortsverein aus. Nach dem Fusionéprogramm bedarf die Septennatsfrage bekanntlih für

„Wolff's Telegraphisches Bureau“ meldet aus Neuß a. Rh. unter dem 31. Januar:

« In einer gestern Nachmittag hier stattgehabten zahlrei besuchten Versammlung von Reichstagswählern aus deu Wabhlkreise Neußz- Grevenbroich, welche dem Septennat zustimmten, wurde beschlossen dem bisherigen Abg. von Dalwigk, welcher gegen das Sevtennat stimmte, einen anderen fatholishen Kandidaten in der Person des aus dem Kreise Reuß gebürtigen Ober-Landesgericts-Raths Saurland in Kolmar entgegenzustellen. Die Kandidatur wurde einstimmig acceptirt und die Versammlung trennte ih unter stürmishem Hoch auf den erhabenen Schutze und Schirmherrn des Deutschen Reichs.

Gewerbe und Handel.

Aahen, 31. Januar. (W. T. B.) In der heutigen außer- ordentlihen Generalversammlung der Aachen-Jülicher Eisen- babn - Gesellschaft waren 2749200 Stammaktien und 1464 090 #4 Prioritätsafktien vertreten. Der Antrag der Verwaltung die Bahn der Regierung zu den ursprünglihen Bedingungen zu ofe riren, wurde mit dem Unterantrage Deichmann (die Stammaktien follen auf die Baarzahlung verzichtend, diese mit 44 46 pr. Aktie den Stammprio- ritätsaktien überweisen, abgelehnt, ebenfo ein neuer Unterantrag von Berliner und Kölner Großaktionären, wona< die Inhaber von Stammaktien auf 1°/o der baaren Abfindung zu Gunsten der Inhaber von Prioritätsaftien verziten sollten. Scbließlih wurde ein Unter- antrag von Seligmann (Köln) mit 17 Stimmen Majorität ange- nommen, der Regierung die Bahn anzubieten, wobei die Inhaber von Stammaktien auf 13 %/o der baaren Abfindung zu Gunsten der In- haber der Prioritätsaftien verzihten. Erstere würden hierna<h 3 resp 6 #, legtere 36 für das Stü erbalten, : _ Wien, 1. Februar. (W. T. B.) Die Direktion der Staatsschuld macht befannt, daß die für die Elisabethbahn- Aktien ausgegebenen Interimsscheine auf mit 59% in Gold verzins- liche Eisenbahn-Sculdverfchreibungen vom 15. März 1887 an bei der Direktion der genannten Bahn gegen definitive Titres umgetauscht werden. Vom 38. Februar an gelaugt der Tilgungsplan zu den im Options-Wege durh Abstempelung in Staat8\schuld-Verschreibungen umgewandelten Aktien zur Ausgabe. : i

London, 31. Januar (W. T. B.) Wollauktion. Stim- mung fest. Preife unverändert. Bradford, 31. Januar. (W. T. B.) Wolle ruhig, fest Garne ruhig, Käufer uns{hlüssig. S

Verkehrs - Anftalten.

_ Hamburg, 31. Fanuar. (W. T. B.) Der Postdamvfer „Silesia * der Hamburg- Amerikanischen Pa>ketfahrt-Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, gestern in St. Thomas eingetroffen Hamburg, 1. Februar. (W. T. B.) Der Postdamvfé „Teutonia der Hamburg-Amerikaniscben Padcutetfahrt- Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, gestern in Vera- cruz ngerronen, S S i

5 ten, 1. Februar. T. B.) Wie die „Presse* meldet, wäre der Südbabhn, als der S Bästsführenden Verwaltung des e:

reichisch-russischen Eisenbabnverkehr-Verbandes, die Mittheilung zu- gegangen, daß die Seitens der russishen Bahnen per 12. Februar

Meldungen beim Beginn oder bei Hrn. A. Lehmann, Große Ham- burgerstraße 35 II. E i

London, 31. Januar. (W. T. B) Ein Telegramm von Loyd's aus Bahia, vom beutigen Tage, meldet: Das fran- zösishe Barkshiff „Ulvsse“ ist mit einem Theil der Manr° schaft des englis<hen Schiffes „Kapunda“, wel<es aus offener See von cinem unbekannten Dampfer überfahren worden ist, hier eingetroffen. Das S@iff „Kapunda“ wurde hierbei in den Grund gebohrt und baben 3609 Menschen das Leben eingebüßt. Das Schiff hatte London am 11, v. M. mit Auswanderern verlassen, um fich nah Freemantle in Australien zu begebe.

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pa c mnabend L

Im Walhalla- Tbeater erlebte ai vecgangenen D010 die beraus gefällige Zeller he Operette Der Vagabunde“ v reits die 50. Aufführung, ohne im Geringstcn an der von Anfang an bewährten Zugfraft etwas eingebüßt zu haben, Es s<eint im Gegen theil, als befestige ih dieselbe mebr und mehr in der Gunst des Publikums, welches an der heiteres, von Zweideutigkeiten freien Hand? lung und der anmutßigen Musik Sefallen findet und dem hübschen Weri stets von Neuem Tbeilnabme entgegenbringt. Obgleich bereits in der nächsten Woche ein neues Werk, die Operette „Josephine in Egypten“ in Scene geht, so wird „Der Vagabund“ doch wohl eine ständige, stets gern geschene Nummer des bereits zu ftattlichem Utnfange an’ gewa senen Repertoires des Walhalla-Theaters bilden und das Felt der hundertsten Wiederholung sicherlih erleben. Die überaus treffliche Besezung, wie sie die Hauptrollen augenbli>li< au!“ weisen, findet allabeadlih die lebhafteste Anerkennung des Publikums. Seitdem Frl. Seebold die \calkhafte Rolle der Wahr- sagerin übernommen, ommt die Wirkung dieser Figur in erhöhtem Maße zum Ausdru> und das grazióse Spie der fh mehr und mebr als tüchtige Kraft bewährenden jungen Dam? erwirbt ihr den woblverdicnten Beifall. Frisch und überaus gefällig spielt Hr. Klein den Ossip, während der andere Vagabund in Nk Philipp einen geeigneten Darsteller findet. Die nie versagendt drastische Komik des Hrn, Herrmann erzielt wie immer_die_ r Latlust ; lobend erwähnt seien {ließli Frl. Ronda und Frl. Kläger, welcve in den Rollen der Marizza und Prascovia sih re<t hübsd 1 das tüchtige Ensemble einfügen. i

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (S < olz). Dru der Norddeutschen Bubdruckerei und Verlags-Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmftraße Nr. 32. Sieben Beilagen (einshließli<h Börsen-Beilage),

und die Inhaltsangabe zu Nr. 5 des öffentlichen Anzeigers (Kommanditgesellschaften auf Aktien und Aktiengesellschaften) für dic Woche vom 24. bis 29. Jauuar 1887.

Berlin:

Ebenso wurde das Kapitel „Porzellan- Manufaktur zu Berlin“ ohne Debatte genehmigt.

Bei dem Etat des Kapitels des Königliche u Fn jti- tuts für Glasmalerei erklärte der Abg. Goldschmidt, er wolle der Pofition nicht direkt entgegentreten, und ein Fn: stitut, das Königlicher Kunstsinn und Königliche Munifizenz geschaffen habe, direkt in Frage stellen. Er wolle aber jeine ZU- stimmung abhängig machen von der Erklärung der Königlichen Staatsregierung. Sein Vorbehalt gründe sich auf die Befürchtung der Privatinstitute für Glasmalerei, deren Berechtigung nicht ganz abzusprechen sei. Er habe immer gefunden, daß da, wo eine Sitaatsthätigkeit in die Privatthätigkeit eingegriffen | Ne leßtere immer dur< die Konkurrenz der Staatsthätigfkeit geschädigt worden sei. jolle hier nicht ins Feld geführt werden, sie habe in hundert- ährigem Bestehen Außergewöhnliches geleistet Und der Privat- industrie die Bahn geebnet. Aber auch : Porzellanfabrikanten kämen Klage! über die Konkurrenz des Königlichen Jnstituts. Jn Bayern habe man ; mit dem Königlich preußischen Jnstitut für Glasmalerel er- richtete Jnstitut wieder eingehen lassen, nachdem dasselbe eine Reihe von Künstlern für die Privatthätigkeit ausgebildet hätte, und dort habe man sogar noch der Privatthätigkeit Kartons und Skizzen überlassen. Von der Zeit an habe si<h die bayerische Glasmalerei privatim so weit entwidelt, daß auch die Leitung des Königlich preußischen Jnstituts für Glas- malerei einem bayerischen Künstler anvertraut worden el. Auch in Preußen sei eine Reihe tüchtiger, leistungsfähiger Glasmalereë-Jnstitute emporgekommen, die zum Theil höchit Anerkennenswerthes leisteten. Es müsse die Privatindujtrie durch- aus schädigen, wenn das Königliche Jnstitut sogar mit eigenem Schaden die private Glasmalerei unterbiete, wie D de Renovation der Dreifaltigkeitskirhe in Berlin geschehen fei. Die Aufgabe des Königlichen Jnstituts für Glasmalerel }el seiner Ansicht nah schon erfüllt, wenn es Künstler heranbilde, und so die Kunst der Glasmalerei -fördere. Das, Beste würde sein, das Königliche Jnstitut für Glasmalerei mit den Unter- rihtsklassen des Kunstgewerbe-Mujeums zu verbinden, und es sei bedauerlich, daß dieser Punkt in den Motiven zur Ein- nahmeposition nit hervorgehoben fei. Er wolle in dieser Be- ziehung erst die Erklärungen der

Majorität.

Königlihen Staatsregierung abwarten und behalte si< für die dritte Lesung eventuelle nträge vor. Der Regierungskommissar, Geheime

Rath Lüders erklärte, von einer Konkurrenz die institute werde nah der Verstaatlihung eben)owen1g die Rede fein, als bisher. Die Privatinstituté seien übrigens au gar niàt in der Lage, derartige Arbeiten, wie sie das Königliche

Ober-Regierungs- aa die Privat- 1

habe, |

Die Königliche Porzellanmanufaktur |

aus dem Kreise der |

das gleichzeitig |

das bei der |

als ob dieselbe durch die Es sei von Seiten des K

erklärt worden, daß es nih

| rung liege, bei diesem | stellungen vorzunehmen, es regierung ausgesprochen worde! hier bezeichneten Form zu erhalten.

gegeben, werde a

das

Jn

da

Zur

Durch die Anna wesentlicher Dienst geleistet w 1s Opfer gewiß ein geringes. Lehrinstitut verbunden, wie

dann würden die Ausgaben bedeutend Zeit nothwendig seien.

das F

lso niht zu befürchten i Ste aus der Einwand erhoben werden könnte, es sei unmöaglich, aufzuheben, , l hme der Position werde dem Kunstgewerbe ein | und für diesen Dienst sei |

ititut

JFnstitute sei

nstitut wieder

Der Abg. Dr. Meyer (Br

budgetrechtl

| unbeantwortet ge

Die Debatte wurde hiera die Stimmen der Frein i Ausgabe genehmigt, desgleichen Ausgaben des Etats des Ministe-

gegen

ohne Debatte der Rest der

in Ei

iche Frage au<h nach den Erklärungen des

blieben fei. hiera

nnahme und

Konkurrenz ernt Jer ommissars in der Budgetkomminon

der

erden,

tlih gefährdet werde.

t in der Absicht der Regie- irgend welche etatsmänge An-

damit die Absicht der Staats- l, Damit sei die Möglichkeit n l U dieser Stelle

daß von

Posten stehe im Etat.

Würde mit der Anstalt ein

es der Abg. Goldschmidt wolle, größer werden, als he |

eslau) beharrte dabei, daß die Ministers

uf geshlossen und das Kapitel nnigen und etnes Theils des

riums für Handel und Gewerbe.

Es

Die Einnahmen

| ordentlichen denten, Regierungs-

| bemerkte der Abg. Pr. rungsvorlage. der Gehälter de Aurih und Stralsund, welche | wie die übrigen O aufbesserung werde man au Der Unter-Staatssekretär

rung geben,

wollten.

daß das

werde.

| | Centrums | |

Der Abg.

folgte

Au

Unzuträglichkeiten he | Präsidenten mögli wemg

wurden Geh

sgaben, Gel Pr a]

Spéeziell handele cs n r Ober-Regierungs-Räthe

Mo

Möllmann äußerte,

Möllmann,

ber-Regierungs-Räthe. 1 : < die geeigneten Personen finden. Meine>e erklärte, zu der Aende- der seit 1880 bestehenden Bestimmung ‘habe Anlaß ge-

daß der bisherige Vio hervorgerufen

der Etat des Finanz-Ministeriums.

genehmigt. aller Ur identen U...

ZU Kap. 58 der Ober - Prä s1-

12 743 000 e, er befürworte die RNegie- es fi< um die Aufbesserung von Osnabrüc, die gleihen Geschäfte hätten, Durch dieje Gehalts-

des Avancements vielerlei habe, da die Regierungs: mit ihrem Personale wechseln

dus

es sei ihm mitgetheilt worden,

seit 1880 bestehende Avancement der Regierungs-Sub-

alternbeamten n abgeändert | die Anciennit

Es wer

ah der Ancie

worden sei, wie es vor át nur innerhalb des

de damit den

nnität im ganzen Staate dahin 1880 bestanden habe, daß Regierungsbezirks beobachtet Regierungs-Subalternbeamten

Fortfall zu bringen; es | Er

das Institut lediglich in der |

| ment erforderlich?

Majzestätsbeleidigungen micht befannt geworden, daß verfahren ebenso prompt wie NRerleumder eingeleitet worden el. die Akten über diesen Fall gelesen haben. Er frage, was der Minister zu thun gedenke“ Ein anderer Fall sei folgender: In einer großen vreußischen Stadt lebe ein angesehener RNechts- anwalt, der Mitglied eines deutshfreisinnigen Vereins sei. soi bereit, den Namen zu nennen. Der Landes- oder Ober-Landesgerichts-Präsident habe diesen Nechtsanwolt zum Notar befördern wollen, ihm aber gesagt, er müsse vorher aus dem Verein ausscheiden. Seien im Justiz-Ministerium für die Beförderung der richterlichen und anwaltlichen Beamten außer threr Befähigung noch andere Verdienste zum Avance- Die Zwangsversezung liege in der Hand Nun Tei ein Richter von Köln nach während ein anderer Richter in Nähe verseßt worden sei. Pflugstädt erwiderte, was wolle er nur darauf hin- Nechtsanwälte zu Aeuße-

begangen 3 gegen Jhring ein Straf- gegen seine angeblichen Der JZustiz-Minitter solle

auch

des Justiz-Ministers. Königshütte versegt worden, Schleswig-Holstein ganz in die

Der Unter-Staatssekretär Nebe das Anwaltskostengeseß betreffe, 10 weisen, daß in früheren Jahren die U rungen über dieje Lage veranlaßt seien. Diese Aeußerungen seien bei der Ausarbeitung des erwähnten Gesetzes berüd- sihtigt worden. Die Akten des Prozesses Jhring-Mahlow seien im Justiz-Ministerium niemals gelesen worden. _ Hr. Mund>el sei zu seiner Annahme vermuthlih auf Grund von Zeitungsnachrichten gelangt, die inde)en unrichtig ge- wesen seien. Was den dritten der von ihm beregten Punkte betreffe, #0 sei von einer Auslassung eines Ober- Landesgerichts-Präsidenten dahin gehend, daß ein Rechtsanwalt aus einem politischen Verein auszuscheiden habe, nichts be- fannt geworden. Bei der Versepung des rheinischen Richters habe die Sache so gelegen, daß durch die Verhältm)e selbst es geboten gewesen sei, denselben vom Schauplay seiner früheren Wirksamkeit jo weit wie möglih weg zu bringen. Was die zweite Verseßung betreffe, so sei in der That damals feine andere Stelle vakant gewesen.

Der Abg. Korsch wies darauf hin, vereidigung Und Einzelvereidigung der Zeugen z i des gerichtlihen Eides sehr geschädigt werde. Er ersuche die Staatsregierung beim Reich dahin zu wirken, daß durch eine Aenderung der Prozeßordnung dieser Mißstand beseitigt werde. Außerdem trat Redner für eine Aufbesserung der Gehälter der Ersten Gerichtsschreiber bei den Landgerichten und für eine Vermehrung der etatsmäßigen Staatsanmwaltstellen ein.

rauf wurde die weitere Berathung vertagt. Schluß 4 Uhr. Nächste Sigung Dienstag 12 Uhr.

daß durch die Vor- das Ansehen