1887 / 51 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Auf Grund de emeingefährlihen 1. Oktober 1878 sind folgende Dru >s\ Ey hlaufruf mit der Ueberschrift

er Wahlaufruf mit der Ueberschrift :

die Wähler des 7.

olsteinishen Wahlkreises. Arbeiter! Handwerke i ürger!“ welcher beginnt: „am Tage der Stichwahl trete ein Der Wegfall der untersten Klassen- Wahlhinderniß“, Dru> von Wörlein

Wahlaufruf: „An die Wähler 6. \<hleswig-holsteinishen Wahlkreises!“ beginnend: „Mitbürger! Noch einmal sollt Jhr zur Urne schreiten“ und mit den Schlußworten: „Wählt einstimmig den Vertreter der Sozialdemokratie Hermann Molkenbuhr in Kellinghusen“, ohne Angabe des Druders. Schleswig, den 28. Februar 1887. Königliche Regierung, Sup 8 des Jnnern.

1 und 12 des Reichsgeseßes gegen die Sozialdemokratie vom <riften von uns ver-

für cine ganze Rei

werden solle, so abe au eine bes

ohne Unterhalt Deutsche Verein für Vorsißender er (Red

welche diese Erfind hat, nicht verkannt welche die mit der Momentphot \haftlih rihtig zu stellen hat.

tracht die ganze so einfah. W

onen, welhe böswilli Bot) zwangsweise zu beschä

re Familien 5 Der

he wifsenshaftliher Probleme n. feit, dessen

esondere Kommission einges aphie zu lôösznden Au erster Linic kommt Mechanik der Bewegung des Menscken. er aber die Ihnen vorgelegten

merksam ansieht, wird si< bald überzeugen, da Auge gar nit im Stande ist, den Uebergang von die andere genau zu verfolgen. Wir seben stets n mente in der Bewegung des Menschen und de ng in die Bewegung kennen wir nit.

ten Photographien werden Sie die des Sprin des Ballwerfens und einige andere finden,

aber no< ni<ht diejenige Voll künstlerischen Unterrichtsmateria

e Leul flege und Wohlthätigkeit ner) sei, habe bereits dreimal in dieser Richtung Beschlüsse gefaßt; die Regierung möge dieselben in

„Landräthlihe Aemter“ griff der Abg. zweiten Etats-Berathung berührte dukte eines bestimmten Fabrikanten >. Der Landrath, um den es si des Kreises Neurode, Graf Pfeil nt Hr. Zimmermann. Das Unter- standen, sondern trage Man habe den Versuh en niedrigen enhandels an

„Ein lettes botograpbien

er mers{li ner Beweg

ernstes Wort an ung ziehen.

eim Kap. 90 Stöcker auf die in der

Empfehlung der Webereipro dur einen Landrath zurü handle, sei der Landrat auf Hausdorf, der Fabri nehmen sei niht aus Gewinnsu rakter einer sozialen Hülfe.

<t, die Produkte der Handweber, i en Noth litten, unter Umgehung des Zwisch

Geschäftes habe

Jeder“ und \{hließt: „NB. steuerstufe ist kein u. Co., Nürnberg;

ruhende Mo den Ueberga Unter den vor: gens, des Ger,

die an \ih vie A Ps

von hervorragender Bedeu < die Aufnahmen über die bewegungen hotographien si solche b it besonders.

die bei d Aufnahmen

Faft von gleihem Werth sind au wegungen der Thiere. unter den vorgelegten ih Ihrer Aufmerksamke schiedenen Gangarten des Jeden, der Pferde beurthe dur deren Studien nam punkte eröffne an Verständ ets, und d

Konsumenten Die Pferde ich weiß nit, ob e befinden empfehle Aufnahmen von Pferdes sind geradezu epohemachend. F ilen kann, und selb entli<h über den G t. Kurzum, ich kann versichern, daß niß der Wichtigkeit des anger sie den Bestrebungen au< m

__ Auch der Herr Kriegs-Minister be dieser Sache. Die Schußphotographie if , und es werden ge

Fabrikant allerdings er in voller Uneigen- eil des Reingewinns verwendet habe, nisation der Armenpflege aufre<t zu s, eine Schule und ein Rettungshaus Es sei allerdings im Anfang manches vor- gekommen, was eine strenge parlamentarische Kritik nicht er- allein die Angriffe, die gegen das ien nit berechtigt.

genommen

seinen Nutzen dabei nüßigkeit den größten um eine freiwillige Orga erhalten, ein Krankenhau zu unterstützen.

it reiten kann, werden alopp ganz neue Gesichts es bei der Kunstverwaltung egten Gegenstandes nit it offener Hand entgegen-

schäftigt si< eingehend mit t erst in der letzten Zeit in genwärtig Versuche gematt, die g sein werden. Ich kann meiner ühungen nit na afften Instrumente e hr zu genügen, re Instrumente konstruirt werden, u Vollkommenheit zu fördern.

Auf Grund der $ die gemeingefährlichen 21. Oktober 1878 u Elberfeld erschie Flugblatt mit der Ueberschrift :

3. 11 und 12 des Reichsgeseßes gegen estrebungen der Sozialdemokratie vom ist das im Verlage von August Neumann

F. Berle daselbst gedru>te

Wähler Barmen-Elberfeld! Jn leßter „Das Arbeiter - Wahl-

durh welches Friedrih Harm in Elberfeld als Kandidat der empfohlen wird, von der unterzeihneten Landes- unterm heutigen Tage verboten worden. Düsseldorf, den 25. Februar 1887, Königliche Regierung, Abtheilung des Innern. von Roon.

nene und von tragen fönne,

gefallen seien, se Der Abg. Lückhoff bemertte, Daran hätte er sich jedenf nur getadelt worden, Fabrikant in die Sach sei, seine mechanischen Reich zusammengekauften Wa Handweber auszugeben. Die in Flugblätteru 2c. die Kon zugefügt, wie er jeden Redner führte aus, daß tage zur Sprache gebrach enden Fabrikanten und Verein abe au damals versproch l Als aber die vorige Session schlossen gewesen sei, habe die Reklame wieder nicht blos Seitens der Geistlichen, sondern au rathsamts. Unter der Ueberschrift Neurode“ habe man Cirkulare er treffende Fabrikant und während es notorish gewe niht blos die W

; Angriff genommen „An die für die Lehre der Ballistik v seits versichern, i< habe das eine der anges< scheint aber bereits ni<ht me komplizirt:

Angriffe seien hier nit ge- alls micht betheiligt.

daß ein gar nicht im Kreise woh e hineingezogen und ihm gestattet worden produkte und im ganzen Deutschen aren als Produkte der Hausdorfer sen Unwahrheiten habe man no< struirung eines Nothstandes hin- falls in dem Umfange nit existirte. er selbst sih, ehe die Sache im Land- t worden, bereits privatim mit dem in Verbindung geseßt en, alle Reklame z des Landtages ge- begonnen, und zwar < Seitens des Land- „Königliches Landrathsamt lassen, in denen der be- pfohlen wurden,

on Bedeutun

und unterzeichnet : daß i< in meinen Bem

tachlassen werde; bereits bezahlt; das und es müssen neuere m die Sache zur hösten die Versuche auch aué- hervorragendem Interesse b Lamm verzehrt, hanter sind die Darstellungen über Besonders die Darstellung der Stör t eine große Bereicherung unserer Kenntni hierphotographien sind geradezu epochem Der geehrte Herr Vorredner er Technik wieder ein gan; elt eröffnet, und i wir, Hr. Ans< Anerkennung in diesem

Arbeiterpartei l Polizeibehörde Neuerdings sind d Aufnahmen Fast no< intere des Vogelfluges. in dieser Hinsich

Auf Grund der 88. 11 und 12 des meingefährlihen Bestrebungen der S ktober 1878 wird das von Wörlein berg gedru>te und verlegte Flugblatt: Wähler in Stadt und Land!“ machers Wilhelm Bo in Goth E sozialistishe Arbeiter - Wahlcomité“

Gotha, den 28. Februar 1887. Der Stadtrath: Liebetrau, i. V.

Reichsgeseßes gegen ozialdemokratie vom u. Comp. in Nürn- ,ZUr Stichwahl! welches die Wahl des „Schuh- a“ empfiehlt und unter

wesen für Thier- und Genremalerei. ganz Necht, daß si<h mit dies neuer Vlick in die Geheimnisse unserer N bin dankbar dafür, daß die Bestrebungen, die seit Jahren gemeinschaftlih verfolgt haben, Hause gefunden haben.

Fm Uebrigen wurden alle ein de Debatte bewilligt. Schlie einstimmig angenommen treffend die E

unterlassen.

, hiermit ver- einzelnen Spezial-Etats ohue ßlih wurde das Etats , desgleichen das Geseg rgänzung der Einnahmen dur An-

Sghluß 21/, Uhr. Nächste Sißung Mittwoch 11 Uhr.

fiskalischen Unternehmungen nes Beamten herbeigeführten Unfall heil des Neihs gerichts, v. J., im Geltungsbereih 1ts der Fiskus haftpflichtig, selbs welchem seiner Beamten

seine Waaren em sen sei, daß der betreffende Fabrikant Handweber, sondern auch die ganzen Reiche Allerdings habe Theil seines Reingewinns für gabt, aber den Löwenantheil Möge man den armen Webern und ihnen hohe Löhne bezahlen, , er protestire aber dagegen, daß stand proklamire und in seinem ein Königlicher Landrath ein

daß der Abg. Lückhoff, immermann gewesen sei, die ebiet übergespielt habe. Eine efomiten, nämlih daß im Preis- ausdorfer Weber von denen des gehalten worden seien.

Abg. Stöcker urtheile eigenen Freunde, er gen, glaube also ein abe die Sache nit enn er habe bei der t, das habe der Abg.

Stirum meinte, es mache keinen n Konkurrenten hier ihre Sache Die Leistungen der Gräfin lthätigkeit seien so ausge- es gäbe no<h ret 1 und der Gräfin nüßigkeit betrieben Vorwurf daraus großen Ausdehnung brikanten übertragen worden sei. ber kleine Unregelmäßigkeiten, die sei auh nicht für un- rathsamts zu halten, ehle, wenn es häftsgebahrung 1 großen Theil des

Unterrichts- Windthorst,

aaren der seiner Maschinen , fte Waaren in den Handel bringe. fende Fabrikant einen Wohlthätigkeitsanstalten veraus habe er für si behalten. ret viel Arbeit verschaffen darüber werde er sih freuen ein Privatmann einen Noth Interesse ausbeute und d jolches Vorgehen \{hüte. Der Abg. Stö>ker bedauerte, der früher Compagnon bei Sache auf das persönliche einzige Unlauterkeit sei vo courant die Fabrikanten -i Der Abg.

Für den bei dur< Verschulden ei eines Angestellten ist, VI. Civilsenats, vom 1. November des Preuß. Allgem. Landre wenn nit festgestellt werder ein Verschulden zur Last falle.

Aus Anlaß des 8$. 18 des Ge Landesverwaltung vom 30. entstanden, inwiefern die Vo ordre vom 31. Dezember 1 Wiederintours se egierungen au

shriften erforderli zu finden habe. Mit

und der Minister des J zeitiger entsprehender Modi ergangenen Anordnungen, vom 2. Juni 1844, 22. Oktober 1847 1865 zur Nachahtung bestimmt, gierungen, in deren Bezirken das in Kraft getreten ist, insoweit, als heren Regierungs-Abtheilungen des mögensmassen handelt,

dem Regierungs-Präsiden vollziehen sind.

Hinsichtlich

Aufsicht der Fina unterliegen, bleib bisher beobachtet

Auf Grund des 8$. gefährlichen Bestrebunge 1878 wird das mit de Lübe>ker Wahlkrei „Wähler! Die erste Wahlichla <lagen“ beginnende Flugblatt, „Das Arbeiter-Wahlcomitee. von L. Schmidt in Lübe“ behörde hiemittelst verboten.

Lübe>, den 28. Februar 1887, olizei-Amt.

r. Rittscher.

11 des Reichsgeseßes gegen die gemein- n der Sozialdemokratie vom 21. Oktober „An die Wähler des 1e, mit den Worten: in Deufkshland is ge- welches unterzeichnet ist:

J. V. J. Kretschmann. , von der unterzeichneten Landes-

r Ueberschrift : nach einem Urt

( seßes über die allgemeine Juli 1883 sind Zweifel darüber r\rift der Allerhöchsten Kabinets: zu D. VILI. Abs. 2, wonaÿ pungs - Vermerke Jnhaber-Papieren drei Unter- < Anwendung Finanz-Minister

aaren der t genügend ‘getrennt ü>hoff erwiderte, de nur na<h den Mittheilungen seiner (Redner) aber aus kompetenteres Urthei

fernerhin no ezug hierauf haben der nnern unter dem 15. v. M fikation der dieserhalb insbesondere der Cirfular- und 30. September daß bei denjenigen Re Geseß vom 30. Juli 1883 es si<h um von den frü- Innern ressortirende Ver- die erwähnten Vermerke fortan von ten allein und unter dessen Firma zu

welche der Regierungen Ï hen Vermerke rt fortbestehen. i; [testen der hiesigen Kauf: noch besonders darauf Wiederincourssezung sident“ erfolgt, nur o sie aber unter der folgt, drei Unterschriften erforder- fel an der nöthigen Zahl der

Niqchtamlliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 1. März. Kaiser und König empfi Freiherrn von Richthofen, n neurs, des Kommandanten Winterfeld militärishe Mel porte der Leib-Ne Vorträge des Chefs der Ad Caprivi, sowie des Chefs Kavallerie von Albedyll.

Den Kammerherrendienst bei Kaiserin und Königin h herren, Vize-Ober- l und Freiherr von dem Knesebe>-

Se. Kaiserliche und Köni

Kronprinz empfing gestern V propst D. Richter und um 11/,

eigenen Anschauun [l zu besitzen. persönliche Gebiet übergespielt, hung keinen Namen genann heut gethan.

__ Der Abg. Graf Limburg- sehr erfreulihen Eindru>, we1 persönlih zum Austrag brächt Pfeil auf dem Gebiete der Woh zeichnet, daß man nur wünschen viele solher Damen. Pfeil sei die Sache mit

ren Berat

Se. Majestät der Stöcker selbst

ngen heute den Polizei-Präsidenten ahmen in Gegenwart des Gouver- und des General-Lieutenants von dungen sowie demnächst die Rap- entgegen und hörten hierauf die miralität, General-Lieutenants von

des Militärkabinets, Generals der Seitens des Grafe:

mit der größten Uneigen Man dürfe ihnen do< keinen

b

chäfts die Sache dem Fa Daher müsse man auch ü vorgekommen seien, hinwegs mit der Stellung des Land Fabrikanten in dieser Weis natürlih die nöthige Kontrole über die

Fest stehe, daß der Fabrikant eine: Reingewinnes der Wohlthä Bei dem Etat des Mi und Medizinal-Angelegen wie bei der zweiten Le Centrum auf eine prinzipielle mehr als die Aufmerksamkei theilte sei.

Beim Kapitel des Elementar- Abg. Lubrecht, auf eine bessere Re1 welche die Schulaufsicht führen, Be Kunst und Wissenschaft“ Aufmerksamkeit des

photographie. Der hauptsächlichste [cher dort in Polen lebe, wo Ku t sehr gepflegt würden,

stspieligsten Präzisionsa he Unterstüßun strebungen nicht ganz ins dauernde Unterstüßung

derjenigen Vermögensmassen , nz- oder Schul-Abtheilung der t das bei Vollziehung der fragli e Verfahren unverände Der Minister des Jnnern hat die Ae ast auf eine bezügliche Anfrage sam machen lassen, daß, unter der Firma ,„ die eine Unterschrift Firma „Die Regieru lih seien, wodur jeder Z Unterschriften ausgeschlossen sei

der Mili heutigen Tage ein zur Theilnahme an gattungen und von de eingetroffen.

Der Bevollmä des Fürstenthums W ist hier angekommen.

Jhrer Majestät der aben die Königlichen Kammer- n Graf Louis Perponcher Milendonk überno

gliche Hoheit der Uhr den Feld- mmerherrn von

Schloßhauptmann

E Der Regierungs-Prä

ormittag 111/, des Präsidenten, w

Uhr den Ka

tigkeit zugewendet habe. nisteriums der geistlichen, eiten gab der Abg. Dr. die Erklärung ab, daß das Debatte Verzicht leiste, um so t des Hauses eine sehr ge-

schienen Jhre Kaiserlichen und Königlichen Kronprinz Kronprin Victoria zu

von Fürstenberg.

N ten der zessin mit Fhrer Königlich i dem Erbprinze

i und die en Hoheit der Prinzessin

tär-Turn- Anstalt hat mit dem n und der Erbprinzessin

neuer 5monatliher Kursus begonnen; demselben sind Offiziere aller Waffen- r Marine kommandirt worden und hier

m Diner be

Unterrichtswesens bat der nunerirung der Geistlichen, dacht zu nehmen.

Jn einer am gestrigen T Ministers, Staatssekretärs des haltenen Plenarsißung erklärt der Wiedervorlegung der Gese des Reichshaushalts-E einer Anleihe heeres, der Ma deutschen Heeres,

e unter dem Vorsitz des Staats- nnern, von Boetticher, abge- e sih der Bundesrath mit pentwürfe über d tats für 1887/88, über für Zwe>ke der Verwaltungen über die F über die unter Au findenden Gerichtsverhandlunge und die Klasseneintheilu für die Wittwen und heeres und der Marine, a1 Die vom Statistischen der Verfassung und den Ges Bevölkerungszahlen nach der sowie ein Antrag auf strafr Presse wurden den zuständig

In der gestrigen der Abgeordneten kam, Berathung

tigte zum Bundesrath, Landes-Direktor alde> und Pyrmont, von Saldern,

rihtete der Abg.

die Moment- selben, Anschüß , unst und Wissen- könne seine Versuche, zu wendig seien,

enn die Be-

ie Feststellung die Aufnahme

des Reichs- riedenspräsenzstärke des s\{luß der Oeffentlichkeit Servistarif ber die Fürsorge rigen des Reichs- nverstanden. gestellte Uebersicht der nah eßen des Reichs festzustellenden Zählung vom 1. Dezember 1885, ehtlihes Einschreiten gegen die en Ausschüssen überwiesen.

3.) Sißung des Hauses ei Fortseßung der dritten Staatshaushalts - Etats dem Etat des Ministeriums ster-Gehalt, der Abg. Seyffardt zweiten Berathung des Etats von Anregung zurü>, dgß dur eine g den Gemeinden das Recht gegeben

Wolff die auses auf

örderer der

Oesterreich-Ungarn.

Abgeordnetenhaus wi Thätigkeit am 9. März zunächst die ge, betreffend die Kra nkenversi fortsezgen. Die S hat bis jeßt ein und ist troy vieltägiger Deba es ist sonach kaum zu erwarte durchberathen sein wird. D stand bereits der Geseßentwurf üb gung der Offizierswittwen und

ordnung geseßt ist, welcher gleihf , jo ist es fragl

Wien, 28. Februar. (Pr.) Das Wiederaufnahme seiner

Verhandlung über die cherung der Arbeiter, greichen Gesetzes

pparate not nicht herstellen. asser fallen sollten, so werde eine nothwendig sein. phie habe nit nur für die Kunst, so nschaft eine große Bedeutung. Er entphotographien der Thiere und der rwissenschaftliher Beziehung v

über den der Orte, und ü isen von Angehö 1 den Reichstag ei

ohne staatli

pezialberathung dieses u! \{leppenden tten erst bis zum $ n, daß die Vorlage vor Mitte März <ster Verhandlungsgegen- er die Militärversor- -Waisen auf die Tages- alls langwierige Debatten ih geworden, ob die Er- dgets noch vor. den Österfeiertagen möglich

(Wien. Abdp.) Die erste Sizung ssion der ungarishen De- ärz statt. Jn derselben wird der die Kreditvorlage unter-

Die Moment: ndern auch für weise nur auf

en äußerst

l on großer deutung seien. Der Minister der ßler erwiderte: Meine Herren! Vorredner versucht hat, Momentphotographie in zu erfahren, der Kunstverwal diesem Gebiete unterstüßungen gewährt sind, 25 000 Æ erreit haben!

geistlihen 2c. Angelegenheiten, Dr. von

daß der Herr hohen Hauses für die Es wird Sie inter- den leßten 3 oder 4 Jahren aus : bedeutsamen au< ni<ht unansehnlihe Geld- {on die Höhe rein die Bedeutung,

ervorrufen wird edigung des Bu sein werde. Pest, 26. außerorden [legation findet am 1. M Reichs - Kriegs - Minist

Ich bin sehr damit einverstanden, das Interesse des Anspru<h zu nehmen des Jnnern, Kap. 83, Mini

auf die in der

welche jeßt

Aenderung Ich habe von vornhe

er Geseßge

1. März. (Ee f or ae M eorbuotonhous

inanzge}?eß für - nah welchem die Ausgaben

ha: das Fig IAE i, die Einnahmen auf 328 258 351 Fl.,

das Defizit mithin auf 22024 794 Fl. festgestellt werden, mit 919 gegen 104 Stimmen angenommen. 228

oßbritannien und Jrland. London, 28. Februar. W Sr o Unterhause erklärte heute der erste f des Schaßes, Smith: die Königin beabsichtige anläßlich des 5S0jährigen Regierungs-Jubiläums am 91. Juni einem Dankgottesdienst in der Westminster-Abtei beizuwohnen und habe den Wunsch ausgesprochen, daß dieser Tag als allgemeiner Feiertag im Reiche begangen werde. Der Unter - Staatssekretär des Aus- wärtigen, Fergusson, theilte mit: die portu- iesishe Regierung habe ihren Flotten - Befehlshabern efohlen, diejenigen Schiffe, welche ni<ht Waffen oder Muni- tion nah Tungi bringen, unbehelligt zu lassen. England thue in Gemeinschaft mit Deutschland in Lissabon und Zan- ibar Schritte, die hoffentlih eine freundliche N der ungi-Frage herbeiführen würden. Die diplomatischen Beziehungen Englands zu Venezuela seien E der Grenzdifferenzen zwischen Venezuela und Britis} h- Guyana abgebrochen worden. (A. C.) Aus Birma wird gemeldet: / Rangun, 25. Februar. Alle Aussicht, friedlih mit den Woontho Tsawbwas fertig zu werden, ist ges{wunden. Die ihnen zur Unterwerfung gewährte Frift is abgelaufen, ohne daß sie Miene gemadt hâtten, herbeizukommen. Es ist daher die Befeßung ihres Gebiets und die Ergreifung olcher Maßregeln gegen die Tsawbwas, welche die vorgerückte Jahreszeit erlaubt, beschlossen worden.

rankreih. Paris, 28. Februar. (W. T. B.) Die A eft, seßte heute die Berathung der Zu- shlagstaxe auf Cerealien fort. : E Cuneo (Bonapartist) konferirte heute mit dem Minister- Präsidenten Goblet über eine Fnterpellation bezüg- lih der Vorgänge auf Korsika. Goblet ersuchte, wie es heißt, Cuneo, noch einige Tage zu warten, bis der Regierung vollständigere Berichte vorliegen würden.

Ftalien. Rom, 28. Februar. (W. T. B.) _ Der König hat an den Präfekten von Genua ein Tele- gramm gerichtet, in welhem er sein Mitgefühl für die Opfer des Erdbebens an der Niviera ausspricht und hinzufügt, daß er si< selbst na<h jenen Orten begeben haben würde, wenn ihn nicht augenbli>lih Staatsgeschäfte in Rom urü>hielten. 5 ;

G Be Leichnam des Kardinal - Staatssekretärs Jacobini wird heute aufgebahrt und bis zum Mittwoch ausgestellt bleiben. i ;

Jn Cagliari kam es heute in Folge der Einstellung der Zahlungen der Landwirthschaftlichen Kredit- bank zu Ruhestörungen. Es wurden Truppen requirirt, welche von den Exrzedenten mit Steinwürfen empfangen wurden. Mehrere Personen wurden verwundet, \<hließli< aber die Ruhe wiederhergestellt. A

1. März. (W. T. B.) Die „Agenzia Stefani veröffentlicht folgendes Communiqué: Nachdem Depretis das Mandat zur Bildung des Kabinets abgelehnt hatte,

wandte si<h der König an den Grafen Robilant, welcher t Mandat ebenfalls niht annahm. Der König berief sodann den Präsidenten der Kammer, Biancheri, und hierauf den Senator Farini. Da auch diese erklärten, die Bildung des Ministeriums nicht

übernehmen zu können, so hat si< der König weitere Ent- liefen vorbehalten. Wie mehrere Blätter wissen wollen, fänden mit Saracco und Rudini weitere Be- sprehungen wegen Bildung des neuen Ministeriums statt; Rudini habe gestern Abend mit dem König konferirt.

In Diano Marina ist heute wieder ein leihter Er d - stoß verspürt worden.

Türkei. Konstantinopel, 28. Februar. (W. T. B.) Riza Bey ist heute Abend 6 Uhr mittels Separatzuges nah Sofia abgereist, wohin si<h Grekow und Kaltschew bereits gestern Abend begeben hatten. 208 eng

Amerika. Washington, 26. Februar. (R. B.) Der Senat genehmigte mit einigen Amendements den Beschluß des RNRepräsentantenhauses, Einsiht in die Bücher der Pacific- Eisenbahn zu nehmen.

Zeitungsstimmen.

Der „Germania“ wird aus Wiesbaden u. d. 24. Fe- bruar geschrieben : L

._. . . Der zweite Wahlkreis (Wiesbaden) und der vierte ift den Deutschfreisinnigen dur< die Hülfe der Katholiken erhalten worden; ohne diese Hülfe würde ihnen der zweite Wahlkreis sicher, der vierte höhstwahrscheinlih verloren gegangen sein.

Das „Leipziger Tageblatt“ äußert „Zur par- lamentarishen Lage“: -

Die Hauptbedeutung der Wahlen vom 21. Februar besteht darin, daß der Deutsche Reichstag damit wieder in die ihm gebührende Stel- lung als maßgebender Faktor für die Gestaltung der Gntwielung des Deutschen Reichs eingetreten ist. Nach der bere<tigten Auffassung des Reichskanzlers war es im Laufe der leßten Jahre dahin gekommen, daß die deutshe Einheit ni<ht mehr im Reichstage ihren Hort und ihre werthvollste Bürgschaft fand, sondern daß die verbündeten Re- gierungen die Vertreter des Einheitsgedankens waren. Dieser Zustand war ungesund; in einem Verfassungsstaate muß die Volksvertretung eine gleihbere<tigte Stellung neben der Regierung einnehmen, aber diesem Rechte steben Pflichten gegenüber und unter diesen ist die vornehmste, daß die Volksvertretung die Eristenzbedingungen des gesammten Staats- wesens niht außer Acht läßt, daß die Parteiinteressen erst zur Gel- tung kommen, wenn die Gesammtwohlfahrt sichergestellt. Diese erste Pflicht hatte der aufgelöste Reichstag vollständig aus den Augen ver- loren, und Freisinnige, Centrum und Intransigenten begegneten sich in dem Streben, die Staatsmaschine dur< ihre gemeinsame Oppo- sition zum Stillstand zu bringen. Ein sol<hes Verfahren hat nur L dem Falle einen Sinn, wenn die Opposition ein gemeinsames Zie Verte lat und wenn sie den Willen und die Macht hat, die Regierung dur< Vertreter aus ihrer Mitte fortführen zu lassen. ee E \etzungen treffen im Deutschen Reih niht zu. Die Opposition if

i ihartigste und buntshe>igîte, die überhaupt denkbar ift, und

wei E sie aus ras darauf rechnen, die Regierung i üunschen umzugestalten. A

490 De Prbhten Bru Pibeil der Opposition lieferte das Centrum,

also war es zur Bethätigung einer vernünftigen Opposition noth-

wendig, daß si< die übrigen Oppositionsparteien der Führung des

Centrums unterordneten. War das ausführtar oder auh nur denk- bar? Entschieden nit, denn eine Partei, wel<e die firhlihen In- teressen über die staatlihen Interessen stellt, kann si niht mit Parteien zu gemeinsamer Arbeit verbinder, welhe den firhlihen Interessen überhaupt feine Berechtigung zugestehen, wie die deutsfreisinnige und die sozialdemokratische. j | zwischen Freisinn, Centrum und Sozialdemokratie leuhtet Jedem ein, wenn man die E kanzler dieses Dreibundes sein würde. demokraten sih wohl jemals diese gemacht? Nein! Und weil sie es ni _war parlamentarishe Thätigkeit gedankenlos und ohne sittlichen Erníît. Der vernünftige Mensch und Volksvertreter thut nur Das, was einen Zwe>k hat; die Opvosition aus Grundsak, die nur das Ziel verfolgt, Verwirrung zu stiften, mag Parteien anstehen, welche auf den Zu-

Der ganze Unsinn des Bündnisses

Schlußfolgerung zieht, daß Windthorst der Reichs- Haben Freisinnige und Sozial- olge ihrer Handlungsweise klar t gethan haben, war ihre ganze

ammenbru< des Bestehenden hoffen, um dann aus dem Chaos den

Löwenantheil für si in Sicherheit zu bringen; aber für ernsthafte

Staatsbürger, welche auf eine stetige und gedeihlihe Gesammtent- wi>elung hinwirken müssen, ist ein folhes Beginnen strafwürdig und

hirnlos. .… . Diese drei Parteien waren in dem einen Punkte ein- verstanden, die Regierung des Deutschen Reihs unmöglich zu machen, aber fie waren si<h niht flar darüber. was an

die Stelle des Bestehenden treten sollte. Hr. Eugen Richter sagte: Die Stellung des Reicskanzlers verträgt sich nicht mit der Macht- vollkommenheit des Kaisers, sein Wille ist übermächtig und muß des- halb außer Kraft geseßt werden. j t / nur einen Sinn hätte, wenn etwa Hr. Ribter Aussicht hätte, Reichs- fanzler zu werden und auch ein Programm vorzulegen im Stande wäre, das nit nur feinen persönlihen Wünschen entspriht, sondern auch geeignet wäre, die Zustimmung des Bundesraths und der Mehr- heit des Reichstages zu erhalten. ti : 1 behauptet hat, ein fol<hes Programm zu besißen und da ihm außer- dem die meisten Vorbetingungen fehlen, falls er vas Paras wirk- lih besäße, um es durchzuführen, so ist sein ganzes L ‘eginnen fopflos, und das Einzige, was er erreichen konnte und auch leider erreicht hat, war, eine Zeit lang Verwirrung anzuitiften und der naturgemäßen Entwickelung des Deutschen Reichs Hindernisse zu bereiten.

Das ift eine leere Redensart, die

Da Hr. Ritter niemals auh nur

Es ift nothwendig, darüber zur Klarheit zu gelangen, damit das,

was jeßt glü>liherweile abgethan ift, seinem ganzen Unwerth nah zum Bewußtsein des deutschen Volkes kommt. festen Mehrheit I j l politischen Rechte des Deutschen Volkes preiszugeben, sondern um die gemeinsame Arbeit von Bundesrath und Reichstag überhaupt erst möglich zu machen. ! D tag zu el i Linde für persönliche Liebhabereien, für ebrgeizige Bestrebungen ein- elner Personen, d i N 1onaulc Polen t Halbfranzosen, oder für Partikularisten wie Welfen herab- sinken soll, dann ift es besser, daß ec überhaupt ge\{lossen wird, denn wir brauen einen _Delammtkinkere)]e de deutschen Volkes vertritt und daher aub ein Verständniß für diese Interessen besitzt. Wir haben es erlebt, daß_der Deutsche Reichstag in seiner Mehrheit für die volnishen Interessen eingetreten ist unter

Wir haben nah einer im deutschen Reichstage gestrebt, niht um die

Wenn der Deutsche Reichstag zu cinem Tummel-

für die Sonderwünshe von Nationalitäten, wie

Reichstag, welcher das Gesammtinteresse des

Führung des Welfen Windthorst, welcher die Rechte der Kirche als

Aushängeschild für seinen eigentlichen leßten Zwe>k gebrauht : die

î stellung Hannovers. A : ; P S seite Bindtborft, wel<her die Resolution im Reichêtage beantragte und dafür die Mehrheit fand, daß die Polenausweisungen bedauerli< und tadelnswerth seien, hat die Stirn gehabt, in der Mittwochésitzung des preußischen Abgeordnetenhauses, ganz so als ob die Wahlen vom 21. Februar gar nicht stattgefunden hätten, wiederum auf die Unzwe>mäßigfkeit und die Härten der Gesetze hinzuweisen, welche die Wahrung der deutschen Interessen gegenüber den polnischen bezwe>en. Dieser Vorgang ist so bezeihnend für unsere Zustände, daß er verdient, ganz besonders hervorgehoben zu werden. Derselbe Windthorst, welcher in der Katholiken-Versammlung vom 6. Februar den Papst als einen wohlwollenden gutmüthigen Herrn binstellte, der über die deutshen Verhältnisse ni<ht genügend unterrichtet sei, _fand am Mittwoch den Muth, die polnifhe Sache wiederum zur Sache des Centrums zu machen. Dieses Beginnen ist freilih die Folge der früheren Haltung des Centrums in dieser Frage: aber heute, da der Centrumsführer ni<t mehr hoffen kann, im Reichstage für dieses Vorgehen Verständniß und Zustimmung zu finden, ersheint es als unverständig und als ein Beitrag zur Untergrabung der ehemaligen

s Centrums. N L :

e O Wahlen vom 21. Februar ist die Morgenröthe einer Zeit angebrochen, in welcher das deutshe Velk nicht mehr die Sache vaterlandsloser Parteien und fremder Nationen, sondern feine eigene Sache führen wird, in welcher es darauf verzichtet, seine Kraft in unfruhtbaren Wortgefehten zu vergeuden, in welcher es darauf be- dat sein wird, dem Deutschen Reich die nöthige Festigkeit zu geben, daß es allen Stürmen, welche es umtoben, erfolgreihen Widerstand zu leisten vermag. Eine einzige wirkli<he Kraftanstrengvng hat es dahin gebracht, daß der ganze wüîste Mummenschanz, der seit so langer Zeit die Sinne unseres so reih befähigten Volkes umnebelt hat, zer- flossen ist, und aus der trüben Dämmerung tritt aufs Neue in ihrer ruhigen erqui>enden Schönheit die eisengepanzerte, shwertumgürtete Sungfrau Germania hervor. Ihr allein gilt fortan die Arbeit des deuts<hen Volkes.

Ueber den Ausfall der deutschen Reichstagswahlen wird dem „Schwäbischen Merkur“ aus Wien geschrieben :

Daß in Oesterreih das Ergebniß der deutshen Reichstagswahlen von allen Deutschgesinnten mit lebhafter Genugthuung begrüßt wurde, brauht nit erst des Näheren belegt zu werden. Welcher Deutsche möchte es au<h mit einer Mehrheit halten, zu der französishe Pro- testler, Polen, Dänen, Welfen und Sozialisten _zählen, von dem Centrum ganz zu \{<weigen, dessen Gesinnungêgenossen - in Oesterreich zu den erbittertsten Gegnern des Deutshthums zählen. Und was die Deutschfreisinnigen betrifft, so hat selbst die Presse der v0 verwandten Partei Herbst sie stets wegen der Gefellshaft e- dauert, in der sie na<hgerade bei allen Abstimmungen im Reichstage zu finden waren, mochte es si< au<h glei<h um eine Eristenz- frage des Reiches handeln. Die Sympathien der österreihishen Deutschen können naturgemäß nur den nationalen Parteien gehören, und daß dies nur jene sind, welche nicht gegen, sondern mit den Gründern des Reiches für die Fortentwi>kelung desselben eintreten, das wird, wie die zunehmende Erftarkung des Nationalbewußtseins unter den österreihishen Deutschen und jeßt der Ausfall der Wahlen in Deutschland zeigt, immer weiteren Kreisen des deutschen Bolkes flar. Und so begrüßt man denn in Deutsch-Ocsterreih den Ausfall der Wahl als einen Sieg des Nationalbewußtseins, und hegt nur den Wunsch, es möge das nationale Pflichtgefühl den reten und linken Flügel des Kartells, die Konservativen und Nationalliberalen, befähigen, die Besonderheiten, die zwischen ihnen bestehen, wenigstens in allen jenen Fragen zu überwinden, bei denen es si< darum handelt, großen nationalen Aufgaben gere<ht zu werden.

Die „Weimarische Zeitung“ E Ua, „Zeitschrift für die gesammte Staatswissenschaft“ ha

Dr. Ret Se eine au als Separatabdru> erschienene militär- und finanzstatistishe Studie veröffentliht, welche die P der deuts<en Friedenspräsenz ¡um Gegenstand hat. Aus seinen Tabellen und ihrer Erläuterung zieht Schaeffle folgende Ergebnisse: E „Erstens, daß Deutschland die Last erhöhter Kriegsbereitshaf mit kaum einer halben Mark pro Kopf leiht tragen kann; zweitens, daß es den Pfennig sparen und das Zwanzigmarkstü> hinaus- werfen hieße, wenn es dies leiht erträgliche Opfer nicht bringen, dafür aber 600—800 Millionen Mark jährliche Mehrbelastung aus einem verlorenen Kriege, eben damit die härteste Ausbeutung der no< unausges<höpften Steuerquellen ohne jeglihe Aussiht auf Ab- \<afung \s{le<ter Steuern wagen würde; drittens, daß Deutsch- land und Oesterreih gegen Frankrei<h und Rußland zahlenmäßig, bald vielleicht au< der Qualität der Streitkräfte na<, keineswegs fo überlegen sind, um ohne volle Entwikelung der Kriegsbereit schaft sich und Europa den Frieden und die Entwi>kelung zu sichern. Daher ift

eine Verständi > R über ausreihende Erhöhung der Vertheidigungskcaft im hohen Grade wünschenswerth. : s der Regierung dur die Volksvertretung niht gering an. 1 es zum Kampfe zwischen beiden kommen soll, fo ist doh der Kriegs- bedarf Frankrei gegenüber am mindesten der Punkt, wo der Parla- mentarismus reiben sollte, und eine Majorität, welche blos im Ver- neinen besteht, am wenigsten geeignet, die Frage des Parlamentaris- mus d. heit zu tellen.“

ng der deutshen Reichsregierung und des Deutschen

Wir schlagen den Werth der Kontrole Aber wenn

h. der Regierung dur< die Führer der Parlamentsmehr-

Jn der Wiener „Presse“ heißt es: E Die Wos zum Deutschen Reichstage sind vorläufig beendet

und von den se<zig Stichwahlen erhoffen die Deutschfreisinnigen faum mehr, als die Echaltung ihrer Existenz als Partei. für den deutshen Parlamentarismus eine neue,

ohe eröffnet. reue Majorität n 1 A Mfreh Stimmen der Opposition über sein, fo trägt diese Majo- rität do< werthvolle Bürgschaften ihres Bestandes und ihrer legis- lativen Fruchtbarkeit in sh. Diese Majorität ist auf die Parole des einigenden nationalen Staatsgedankens gewählt. D ist i Volke verständliche, dem Patriotismus uud dem staatsbürgerlichen Egoismuas sympathishe Parole. „centralistifd und national zuglei< und damit is dem neuen Organismus starker Puls und warmes Blut gegeben. möôge 1 L 1 Ausgaben der nächsten Zukunft in hohem Grade geeignet. i gewählt par dépit der demagogishen Phrafe zum Zweke der endlichen Befriedigung der Reichserfordernisse, und sie ift gebildet aus Parteien, deren erster und wihtizster Programmpunkt die Voranstellung des Staatsbedürfnisses, der gemeinsamen Wohlfahrt vor allen Sonder- wünschen und Sonderbeshwerden bildet. J ität Konservativen mildert die Ansprüche des Junkerthums ebenso sehr, wie die trüben Erfahrungen des leßten Jahrzehnts die National- liberalen von allem unnüßen Doftrinarismus befreit haben. Parteien wollen wirken, \{<afen, helfen, sie haben den Göórgeiz, dur sahli<h wohlerwogene Gefete die Reichsinstitutionen bei allen Deutschen als Shuyz und Wohithat einzuführen und die {weren Lasten, welche die Verhältnisse den Steuerträgera aufbürden, leihter erträgli< zu abet In dieser veränderten Beziehung zwischen dem Reich- kanzler und der Majorität liegt der bleibende Gewinn, welchen das Reich von den Neuwahlen ziehen wird. .

Damit ift höchst bedeutsame Mag immerhin die reihstreue Majorität nur etwa

Das ift eine dem Diese Maiorität ift centralistis< Diese Majorität 1#t aber auch ver-

schwierigen legislativen

ihrer Zusammenseßung für die Laltvel i 3 ß Sie ift

Die ftrenge Loyalität der

Diese

. . Mäßigung und Vorsicht sind von jeßt an die Führer der

Majorität, und ein Wettkamvf der politishen Intelligenz ift in dem neuen Reichstage eröffnet, ein Wettkamvf, wie er die ideale G rund lage des Parlamentarismus bilden soll, der die Tonservativen _In- teressen mit den liberalen Ideen versöhnt, der die monarhishe Tra- dition in eine fruchtbare Vereinigung bringt mit der Beachtung des Volfswillens und der öffentlichen Meinung Eir under Parla- mentarismus erleihtert und fördert aber die Politik des Fortschritts und des Friedens.

Ein gesunder Parla-

bheitsamts sind in 13, bi: uar ( je 1000 Bewohnern, auf den Jahresdurhs<nitt berechnet, als ge sto rben gemeldet : in Berlin 20,9, in Breslau 25,5, in Königsberg 25,9, in Köln 27,2, in Frankfurt a. M. 21,4, in Wiesbaden 18,2, in Hannover 18,3, in Kassel 16,6, in Magdeburg 25,1, in Stettin 29,2, „in Altona 34,3, in Straßburg 25,9, in Mey 25,8, in München 23,3, in Nürnberg 25,6, in Augsburg 33,8, in Stuttgart 17,4, in Karlsruhe 14,4, in Dresden 20,7, in Leipzig 23,2, / i Hamburg, D

28,4, in Pest 36,6, in Prag 33,7, in Triest 39,9, in Krakau 35,6, in Basel —, in Amsterdam 23,4, in Brüffel 30,4, 8 27, in London 19,3, in Glasgow 27,1, in Liverpool 25,8, in Dublin 35,3, in Edinburg 23,8, Christiania 27,8, Alerandria 33,1

ï c H H ; 996 {$4 : 76, in in New-York 26,8, in Philadelphia 22,6, in Baltimore 17,6, R Saat in Bombay 22,7, in Madras 69,1.

kungen

der

Statiftische Nachrichten.

Gemäß den Veröffentlihungen des Kaiserlihen Gesund- in der Zeit vom 13. bis 19. Februar cr. von

in Brauns<hweig 18,8, in Hamburg 30,7, in Wien

in Paris 27,0,

in_ Kopenhagen 27,1, in Stockholm 21,5, in in St. Petersburg —, in Warschau 24,3, in Odessa 29,2, in Rom 34,5, in Turin 25,3, in Venedig H TO Ferner in der Zeit vom 23. bis 29, Januar 1887

Während in der Berichtêwoche in den meisten außerdeutschen Großstädten Europas die Sterblichkeit eine gesteigerte war, und aus

denselben höhere Sterblichkeitsziffern gemeldet wurden, blieben die

Sterblichketsverhältnisse in den deutshen Städten meist günstige, und werden nur wenig größere, zum großen Theil auch fleinere Sterblichkeitszablen mitgetheilt, als aus der vorhergegangenen Woche. So war die Sterblichkeit in Wiesbaden, Stuttgart, Darmstadt, Karlsruhe, Mannheim, Mainz, Aachen, Kassel, Braunschweig Gu geringere, au< in Berlin, Münthen, Dresden gegen die Vorwoche

verminderte, und nur wenig deutsche Städte (Hamburg, Altona, Augsburg, Chemniß, Posen, Bohum) melden außer- gewöhnliG hohe Sterblichkeitszahlen (über 30 pro Mille

und Jahr). Im Allgemeinen kamen akute Gntzündungen der Athmungsorgane und Katarrhe der Luftwege no<h häufig S e M schein, obwohl die Zahl der dur< sie hervorgerufenen E e abzunehmen beginnt. Auch Darmfkatarrhe und Brechdurhfä le der Kinder waren nicht selten, do zeigten nur Hamburg und „Para ke auffallende Steigerung der durch fie bedingten Sterbefälle, P in Berlin, München, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Königs erg, Altona, London, Wien, Prag u. a. ihre Zahl eine fleincre wurde. Der Antheil des Säuglingsalters an der GesammisterbliGkeik Par M Ganzen eine geringere als in der Vorwohe. Von 10000 Lebenden starben aufs Jahr berechnet, in Berlin 57, in München 76 Säug- linge. Von den JInfektionsfkrankheiten haben Masern, Ua en und typhöse Fieber etwas weniger, Scharlach, dene und oen etwas mehr Todesfälle hervorgerufen. Sterbefälle an Min wurden in Berlin, Breslau, Augsburg leltener, B Faris, London, Liverpool zahlreicher. Erkrankungen an Masern as B den Regierungsbezirken Düsseldorf und Münster abgenommen, ware sie in den Bezirken Stettin und Aurich, fowie in Se un Ren mehr zum Vorschein kamen. Das Scharlachfieber zeig e in Berlin, Köln, Danzig, London, Liverpool eine Verminderung, in Wien, Pest, Edinburg, Christiania eine Steigerung der ‘dg E fälle, au wurden aus den meisten der genannten Städte gte L: ays Berlin und Wien weniger neue Erkrankungen berichtet. Die De

lihkeit an Diphtherie und Croup war in Berlin, Ae urg, Altona, Wien, Paris und Kopenhagen eine kleinere, ¿h Bres pat Dortmund, Dresden, Hamburg, Nürn erg, Stettin, Fran lie E. Bremen, Chemniß, Braunschweig, Pest, Prag, Brüel, E Amsterdam, Christiania, eine zum Theil erheblich größere als in der Vor-

woche. Neue Erkrankungen wurden aus Berlin, Nürnberg und Kopenhagen

etwas seltener, aus Hamburg und aus den Regierungsbezirken Düssel- dorf und Swbleswig zahlreicher gemeldet. Todesfälle Aer, leib8typhus famen nur in Paris in gesteigerter, aus Berlin m London in verminderter, aus Hamburg in gleicher Zahl gr: n er Vorwoche zur Mittheilung. Erkrankungen wurden nur aus Hamburg in gésteigerter Zahl gemeldet. An Fle>typhus n nur gon Todesfall aus Krakau, Erkrankungen 1 aus Edinburg, aus dem

Regierungsbezirk Königsberg und 45 aus dem Regierungsbezirk

i r zur Anzeige. Aus Berlin werden 2 Erkran- E 1 Todedfall an epidemisher Geni>starre berichtet. Rosenartige Entzündungen des Zellgewebes Haut waren in Wien, London, Kopenhagen nicht

selten. Auch der Keuchhusten zeigte in London, Liverpool und

Kopenhagen eine Steigerung, in Berlin und Paris eine Abnahme der

älle. e Cöfere Zabl von Frauen. Todesfälle an Po>ken

De eine amen aus i i is 7 ) 8, aus 0 1, aus Venedig 2, aus Paris 7, aus Prag 8, Baba D, ‘aus Pest 26, aus Rom 28 zur Mittheilung. Erkran-

Dem Kindbettfieber erlagen in

fungen aus den Regierungsbezirken Aachen und Königsberg 1 bzw. 10, aus Hamburg 2, aus Wien 11, aus Pest 60.