1887 / 84 p. 6 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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zum Militärdienst unbraubar befunden worden sein. Nur der ein-

jâhrig-freiwillige Militärdienst abgesehen von den militärischen

Uebungen fann au nah dem Eintritt in den Eisenbahndienst ab-

go und für diesen Zwe>k die dreijährige Vorbereitung unter-

rohen werden.

__ Solgten Bewerbern, welhe als Einjährig-Freiwillige erst später

ihre aftive Dienstpflicht erfüllen, soll auf ihren Wunrsh Ge-

[legenheit gegeben werden, daneben au< im Eisenbahndienst thätig zu

sein, soweit sih dies mit dem militärishen Dienst vereinigen läßt.

Doth kommt das Militärdienstjahr als Civildienstjahr weder bezüg-

lich der dreijährigen Ausbildung no< bezügli< des Dienftalters und

der Besoldung und zwar auch dann niht in Anrelnag, wenn die

Ablegung der Prüfung vor abgeleistetem einjährig-freiwilligen Dienste

bez. vor endgültiger Entscheidung über die Dienstverpflihtung ge-

stattet worden ist (Nr. 6 Abf. 2).

2) Anmeldung.

Das Gesu um Annahme als Civil-Supernumerar ift an die- jenige Königliche Eisenbahn-Direktion zu richten, in deren Bezirk der Bewerber angenommen zu werden wünscht.

Dem Gesuche müssen beigefügt werden:

1) Der Taufschein oder das (Heburtszeugniß, falls das Alter nit aus den Militärpapieren (zu 4) si ergiebt; minderjährige Bewerber baben außerdem eine \<riftlihe Erklärung des Vaters oder Vor- mundes darüber beizubringen, daß derselbe mit dem Gesute ein- verstanden ift;

2) das Zengniß über die s{hulwissenshaftlihe Bildung;

3) der Lebenslauf des Bewerbers, von ihm selbst verfaßt und geschrieben ;

_4) die auf die Erfüllung der Militärpfliht bezüglihen Aus- weise (Militärpaß und militärishes Führungsz-ugniß, Ausmusterungs- schein, Ersaßtreserveshein, Ersatreservepaß, Berechtigungs\hein zum einjährig-freiwilligen Dienst u. \. w.);

9) ein von einem Bahnarzt der Staatseisenbahnverwaltung oder von einem Staats-Medizinalbeamten na< vorgeschriebenem Muster ausgestelltes Yeuguis über den Gesundheitézustand des Bewerbers ;

6) eine beglaubigte Bescheinigung des Vaters oder Vormundes oder eines Angehörigen darüber, daß der Bewerber ih drei Jahre lang aus eigenen Mitteln oder dur< Unterstüßung Seitens seiner An- gehörigen unterhalten kann; 7) wenn der Bewerber niht unmittelbar aus der Sculanstalt in den Cisenbahndienst tritt, amtliche oder sonst glaubhafte Bescheini- gungen, welche über seine Beschäftigung und Führung seit dem Aus- scheiden von der Schulanstalt einen vollständigen und bestimmten Nachweis liefern ;

8) die Beantwortung des für diesen Zwe> Fragebogens.

In dem Gesuche muß der Bewerber angeben, ob und welche Schulden er hat, au bemerken, ob und in welcher Höhe er Kaution zu bestellen im Stande ist, und ob er zum Bureau- oder zum Ex- peditionsdienst zugelassen zu werden wünscht.

; 3) Aufzeichnung.

, Bewerber, welche die Bedingungen der Annahme erfüllen, werden bei der Königlichen Eisenbahn-Direktion aufgezeihnei und nah Maß- gabe des dienstlihen Bedürfnisses entsprehend ihrem Antrage entweder für den Bureau- oder für den Erpeditionsdienst einberufen.

Fur die Zureise wird freie Eisenbahnbeförderung nach den be- lon desfallsigen Bestimmungen gewährt; Reisekosten werden nicht vergütet.

vorgeschriebenen

4) Vorbereitungsdiens.

Der Vorbereitungsdienst dauert drei Jahre. Ist ein Bewerber bereits bei einer anderen Behörde als Civil-Supernumerar beschäftigt gewesen, so kann ihm die Zeitdauer dieser Beschäftigung ganz oder theilweise auf die cisenbahndienstlihe Beschäftigung mit Genehmigung des Ministers der öffentlichen Arbeiten in Anrechnung gebracht werden.

Die Zeit, während welcher der Civil-Supernumerar zu militäri- schen Uebungen sei es in der Reserve, sei es als übungépflichtiger Ersatzreservist erster Klasse herangezogen wird, sowie die Zeit sonstiger unvershuldeter Unterbrebung der Vorbereitung kann von dem Präsidenten der Königlichen Eisenbahn-Direktion je na den ob- waltenden besonderen Umständen ganz oder theilweise auf die vor- geschriebene dreijährige Vorbereitung insoweit in Anrechnung gebra<t werden, als die Versäumniß innerhalb eines Jahres die Dauer von zwei Monaten und innerhalb der gesammten Ausbildungszeit die Dauer von vier Monaten nicht überschreitet.

Der Civil-Supernumerar kann bei \i< erweisendem Mangel an praktischer Brau{barkeit, sowie wegen mangelnden Fleißes oder wegen ordnungêwidriger Führung von dem Präsidenten der Königlichen Eisenbahn-Direktion jederzeit obne Weiteres entlassen werden. /

Ge O Dienstbezüge. E i _Nach Ablauf des ersten Jahres der Beschäftigung kann von tem Präsidenten der Königlichen Eisenbahn - Dircktion dem Civil- Supernumerar bei tadellofer Führung, vorzüglichem Fleiße und ficht- lichen Fortschritten cine nah den Leistungen zu bemessende Monats- besoldung na<h Maßgabe der dieébezüglichen Bestimmungen gewährt werden.

Bei Entsendung zu auswärtigen lediglich zum Zwecke der Ausbildung, sondern zum Zwe>e der Ver- tretung oder Ausbülfe erfolgl, und welche bei besonderer praktischer Brauchbarkeit und guter Führung {on vor Ablauf der dreijährigen Vorbereitung zulässig sein soll, empfängt der Civil-Supernumerar neben der Monatsbesoldung Tagegelder und Reisekosten nah den Sâzten für Bureau-Diätare.

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Beim Ablauf der dreijährigen Vorbereitung erläßt der Präsident der Königlichen Eisenbahn - Direktion nah den Bestimmungen der Prüfungsorduung die Aufforderung an den Civoil-Supernumerar für den Bureaudienst, die Prüfung zum Betriebs-Sekretär, und an den Civil - Supernumerar sür den Erxpeditionédienst, die Prüfung zum Güter-Expedienten abzulegen.

,_ _Civil-Supernumerare, welhe vor Erfüllung der aktiven Militär- dienstpfliht oder bevor sie endgültig als dienstunbrauchbar anerkannt worden, angenommen find, können nah Ablauf der Vorbereitungszeit zur Prüfung nur dann zugelassen werden, wenn sie den Na>weis führen, daß _jie inzwischen ihre aktive Dienstpflicht, als Einiährig- Freiwillige erfüllt baben oder endgültig als dienitunbrauchbar befunden worden sind, oder daß sie zu dem der Prüfung letztvorheraegangenen sür die Einstellung in das Heer bezw. in die Flotte festgesetzten Zeit- punkte sih gemeldet haben, abec zurü>gestellt worden sind. 7

Civil - Supernumerare, welche die Prüfung bestanden oder doch das Zeugniß der Befähigung zum Stations - Assistenten für den Crpeditionsdienst erhalten haben, werden durh die Dienstbebörde (Direktion oder Betriebsamt) zu Bureau-Diätaren bezw. zu “tations- Diâtaren ernannt. Im Falle nicht bestandener Prüfung kommen die bezüglichen Bestimmungen der Prüfungsordnung für die mittleren und unteren Beamten der Staatseisenbahnverwaltung zur Anwendung.

Berlin, den 26, Märi 1887.

Der Minister der öffentlichen Arbeiten. May ba c<.

Dienstleistungen, welche nit

Mittheilungen

über den gegenwärtigen Stand der Saaten in der preußischen Monarchie. S Provinz Ostpreußen. ui E A 2 Ad gs A Die Vegetation ist no<h so / uUd, daß der Stand der Saaten sih noch nicht mit BIRA len läßt. Li E 2) Reg.-Bez. Gumbinnen: Das so lange Zeit hindur anhaltende feuchte Herbstwetter ließ die jungen iee allenthalben in befriedigender Weise eingrünen und im Großen und Ganzen zu kiäftiger Entwi>klung gelangen; der gegen- wärtige Stand der Saaten ist daher ein verhältnißmäßig

Provinz Westpreußen.

1) Reg.-Bez. Marienwerder: Obwohl die Saaten des Schußes durch eine starke Schneede>e entbehrten und vielfach auch ganz kahl der Winterkälte ausgesezt waren, scheinen sie doch nicht erheblih beshädigt zu sein; indessen läßt si< ein sicheres Urtheil hierüber z. Z. no< nit fällen, weil die Ae>er noch niht dur<hweg aufgethaut sind. Die Kleefelder haben im Allgemeinen ein s{le<tes Aussehen und lassen ein günstiges Ernte-Ergebniß nicht erhoffen. Die Frühjahrsbestellung ist noch nit in Angriff genommen worden. i

2) Reg.-Bez. Danzig: Bei anhaltend milder Witterung in den Monaten Januar, Februar bis Mitte März waren die Saaten im Allgemeinen gut dur< den Winter gekommen. Mit der Frühjahrsbestellung hat no< niht begonnen werden können.

Provinz Brandenburg.

1) Reg.-Bez. Potsdam: Die Saaten sind bis Ende Februar gut durh den Winter gekommen; dagegen hat der rauhe Nord: und Ostwind im März nachtheilig auf die Saaten eingewirkt, so daß das gegenwärtige Aussehen derselben {hlehter ist, als einige Wochen zuvor. 2) Reg.-Bez. Frankfurt a. O.: Die Wintersaaten sind im Allgemeinen gut dur< den Winter gekommen. Da die Vegetation jeßt erst beginnt, läßt sich no< nicht übersehen, in welchem Umfange die wegen Beschädigung der Oelfrüchte und des Klees gehegten Befürchtungen gerechtfertigt sind.

Provinz Pommern.

1) Reg.-Bez. Stettin: Der Stand der Saaten is gegen- wärtig im Allgemeinen nicht als ungünstig zu bezeichnen. Wenn auch die vorherrschende Trockenheit den jungen Pflanzen besonders auf hochgelegenen Feldern und auf kaltgründigem Boden Schaden gethan hat, so läßt doch das kräftige Aussehen des Roggens und Weizens einen befriedigenden Ausfall der Wintergetreide-Ernte erwarten. Weniger aus\ichtsvoll erscheint augenbli>li<h der Zustand der Delfrüchte. Die Frühjahrs- bestellung, mit welcher theilweise begonnen war, hat des wieder eingetretenen Frostwetters halber eine Unterbrehung erlitten. 2) Reg.-Bez. Köslin: Die Wintersaaten sind zwar gut in den Winter gekommen, haben indessen dur die Witterung der legten Monate in der Besto>kung gelitten. Jn Folge der ungünstigen Witterung ist die Frühjahrsbestellung no<h weit zurückgeblieben.

9) Reg.-Bez. Stralsund: Die Wintersaaten haben den Winter im Allgemeinen gut überstanden und zeigen mit Aus- {luß derjenigen Felder, welhe dur<h Mäusefraß gelitten haben, ein gesundes und kräftiges Aussehen. Dagegen haben E Kleeschläge gelitten und ist der Rübsen größtentheils ver- oren.

Provinz Posen.

_ 1) Reg.-Bez. Posen: Die im Monat März vorherrschenden heftigen Nord- und Ostwinde haben den bis dahin durch eine Schneede>e geshüßten Saaten geschadet, ohne daß indeß eine Ausgleihung dieses Schadens durh günstige Witterung aus- geschlossen wäre. Jm Allgemeinen ijt ihr Stand auch heute noch ein befriedigender. Auch für die Frühjahrsbestellung war der lang anhaltende Frost von Nachtheil. Die Verzögerung ist jedo weniger störend, weil die Arbeiten im vorigen Herbst weit gefördert werden konnten.

2) Neg.-Bcz. Bromberg: Durch die anhaltende Tro>&en- heit und den scharfen Nordostwind im Februar und März scheinen die Saaten erheblich gelitten zu haben. Jhr Aussehen ist wenig ersreulih; doch läßt si<h annehmen, daß sie si in Folge des jept eingetretenen wärmeren Wetters erholen werden. Mit der P ist auf leichtem Boden bereits im Monat März der Anfang gemacht, indessen mußten die Ar- beiten des eintretenden Frostwetters wegen wieder eingestellt werden. i

Provinz Schlesien. __1) Neg.-Bez. Breslau: Die Herbstsaaten sind gut und kräftig entwi>elt in den Winter gekommen. Gegenwärtig ist eine Vegetation bei denselben no< kaum bemerkbar. Wegen der ¿Feuchtigkeit auf dem A>er wird noch einige Zeit vergehen ehe mit der ¿xrühjahrsbestellung begonnen werden fann. i _2) Reg.-Bez. Liegniß: Die Weizenfaaten sind zum größten Theil gut aus dem Winter gekommen, weniger die Noggensaaten. _Klee- und Napsfaaten stehen gut. Die Aus- führung der Frühjahrsbestellung ist dur<h die ungünstige Witterung zurü>gehalten worden. / i ,_3) Reg.-Bez. Oppeln: Der Stand der Saaten ist, so- weit sich bis jeßt übersehen läßt, im Allgemeinen ein günstiger. Die Frühjahrsbestelung hat bei der ungünstigen nassen Witterung no<h nicht in Angriff genommen werden können.

Provinz Sachsen. 1) Reg.-Bez. Magdeburg: Wenn auch die Felder während der kalten Zeiten meist dur eine hinreichende Schneede>e ge- hüßt gewesen sind, so zeigen doch die Saaten in Folge der vorherrschend gewesenen Troniß zur Zeit nur cinen kaum mittel- mäßigen Stand. Die Frühjahrsbestellung, mit welcher bereits Anfang März begonnen war, hat bei dem Mitte März ein- getretenen Frostwetter eingestellt werden müssen und hat erst in den leßten Tagen wieder aufgenommen werden können. 2) Reg-Bez. Merseburg: Nicht in allen Theilen des Bezirks sind die Wintersaaten gut dur< den Winter ge- kommen. An einzelnen Stellen hat der Schnee den Saaten keinen genügenden Schuß gewährt; zum Theil haben nach dem ¿Fortgange desselben die Feldfrüchte im Februar und März durch die tro>ene, harte Kälte in ihrem Stande bedeu- tend eingebüßt. Haupt)ächlih ist dies bei dem spät bestellten KNoggen in leihterem Boden der Fall; weniger haben Weizen Raps und RNübsen gelitten. Mit der Frühjahrsbestellung konnte der ungünstigen Witterung wegen an vielen Orten noch nicht begonnen werden. E Ae Der Stand der war 01s zum Eintritt des Winters ein bei weitem bese als in den legten Jahren. Leider haben die Saaten e bruar und März von den starken Nachtfrösten nicht unerheb- lih gelitten; fajt noch verderblicher ‘als diese haben aber die scharfen Ostwinde auf die Saaten eingewirkt. Ein abs<ließen- des Urtheil über den Befund derselben läßt sich jedoh 3. Z. noh nicht sällen. Die Frühjahrsarbeiten sind dur die Witterungsverhältnisse bisher no< sehr zurü>gehalten.

Provinz Schleswig-Holstein.

Reg.:Bez. Schleswig: Troy der ungünstigen Witterungs- verhältnisse im verflossenen Vierteljahre ist der Stand der Saaten ein guter zu nennen. Anscheinend hat der Frost denselben einen wesentlichen Schaden nicht zugefügt.

Provinz Hannover. 1) Reg.-Bez. Hannover: Der Weizen is in den Marschen theilweise erfroren und hat deshalb dünnen Stand.

Wintersaaten

günstiger zu nennen. .

derselbe bei Eintritt wärmeren Wetters no< erho hat sih gut gehalten; Rübsen hat mehrfach rol, Raps Klee hat bei dem tro>enen Froste ebenfalls gelitten. Die stellungsarbeiten haben schon erheblih gefördert werden fön Sommerrogen ist meistens ausgesät und zu der Aussg at E Hafer und Gerste an manchen Orten Vieles vorbereitet von 2) Reg.-Bez. Hildesheim: Der Stand der Sa ist als ein ziemli befriedigender zu bezeihnen und dia die Aussichten, wenn das günstige Wetter anhält, sich bede heben. Die Bestellung von Brach- und Sommerfeld bat 3) Neg.-Bez. Lüneburg: Die Saaten ind 3) Reg.-Bez. Lüneburg: Die Saaten sind troß des Frostes ziemlih gut dur< den Winter aba: Frostseten ijt im Allgemeinen nicht bemerkt worden. Der andauernde Frost im März hat die Frühjahrsbestellung etwas verzögert womit aber in der lezten Woche des Monats März überall hat begonnen werden fönnen. 0 4) Reg.-Bez. Stade: Fm Allgemeinen ist der Stand des Noggens als gut zu bezeichnen und wird bei dem einge: tretenen fruhtbaren Wetter si< rash entwid>eln. Weizen Raps und Rübsen haben den Winter gut überstanden. Kle: hat etwas gelitten. Die Vorarbeiten für die Frühjahre Bestellung konnten im Herbst gründlih und gut beschafft wer: den. Kleesaat ist bereits gesäet, die Aussaat von Kartoffeln und e gt ARS wirt us l i 5) Reg.-Bez. Osnabrü>: Der Roggen steht im Gan: gut, ebenso der Weizen. Die grüne frische Sack lit erhebliche Nachtheile von dem Frostwetter nicht zu befürchten sind. Die Aerbestellungs-Arbeiten, welhe während des Frostez ruhen mußten, können jeßt in ungestörter Weise fortgeseßt werden. , ___ 6) Reg.-Bez. Aurich: Jm Ganzen haben die Winter früchte, namentlih wo dieselben frühzeitig gesäet waren und sih bereits kräftig besto>t hatten, sih troy des Frostes gut

gehalten. Provinz Westfalen.

1) Neg.-Bez. Münster: Die Winterfrüchte sind fas ausnahmslos gut durchgewintert und haben weder von dem lang andauernden Winterfroste no< von den Nachtfrösten im März gelitten. Nur ganz vereinzelt wird darüber geklagt daß Raps und Klee etwas zurückgeblieben seien. Die Ernte Aussichten sind daher bis jeßt als günstige zu bezeihnen. Die Vorarbeiten zur Frühjahrsbestellung lassen bei der ießt ein- cas agd günstigeren Witterung einen guten Fortgang er: warten. /

__ 2) Reg.-Bez. Minden: Die Wintersaaten, Roggen und Weizen, sind im Allgemeinen gut dur< den Winter gekommen und haben einen üppigen Stand. Die Frühjahrs estellung mit welcher bereits Anfangs März begonnen war, hat wegen der ungünstigen Witterung wieder eingestellt werden müßen.

3) Reg.-Bez. Arnsberg: Die Winterfrucht, welche ohne genügende Schneebede>ung der langen Frostzeit ausgeseßt war, hat entschieden gelitten, wie viel, läßt sich no< ni<ht bestimmen und hängt no< viel von der kommenden Witterung ab. Die spät eintretende Winterwitterung des März verzögert die Früh: jahrsbestellung. |

Provinz Hessen- Nassau.

1) Neg.-Bez. Kassel: Die Witterung war den jungen Saaten nicht günstig; Noggen und Weizen scheinen stark be- schädigt und der Raps fast völlig vernichtet zu sein. Die Saaten haben einen wenig versprehenden Stand, eine \{le<te Farbe, die Pflanzen stehen lo>er im Boden und werden \ih kaum wieder genügend bewurzeln. An der Frühjahrsbestellung hat nicht viel geschehen können, da der Boden eine Bearbeitung meist nit zuließ.

D Reg.-Bez. Wiesbaden: So weit si bis jegzt übersehen läßt, hat der Weizen ziemlih gut überwintert, nur der Roggen soll vielfah unter der dichten Schneede>e im Januar dur eingetretene Fäule gelitten haben. Der Schneefall um Mitte März hat die Bestellung der Felder zur Frühjahrssaat zurüd- gehalten, so daß dieselbe nur erst in einem verhältnißmäßig geringen Umfange erfolgt ist.

Rheinprovinz.

1) Reg.-Bez. Koblenz: Die Witterungsverhältnisse des leßten Quartals haben im großen Ganzen den guten Stand der Wintersaaten nicht beeinträchtigt. Die in günstigen Boden- verhältnissen sehr früh begonnenen Vorbereitungen zur Früh: jahrsbestellung mußten dur<h den im März eingetretenen starken Schneefall wieder eingestellt werden. Die Weinberge und Obstbäume sind dur< Frost nit geschädigt worden.

2) Reg.-Bez. Düsseldorf. Die Wintersaaten haben die ¿Frostperioden fast überall gut überstanden. Der Stillstand in der Vegetation, den die Käite des März herbeigeführt hat, gereicht den Früchten keineswegs zum Nachtheil, weil hierdurh ein zu srühzeitiges Wachsthum behindert worden ist. Mit der Bestellung zu den Sommerfrüchten ist an vielen Orten bereits Anfang März begonnen, bis der Wiedereintritt kälterer Witterung einen einstweiligen Stillstand herbeiführte.

9) RNeg.-Bez. Köln: Die Feldfrüchte zeigen im Allge- meinen einen guten Stand und lassen bei ferner günstiger Witterung auf eine befriedigende Ernte hoffen. Die Winter- jaaten haben den Winter durhweg gut überdauert und si kräftig entwi>elt. Die Frühjahrsbestellungsarbeiten, welche in den warmen Tagen mehrfah in Angriff genommen worden, aber mit dem Beginn der Frostperiode im März einstweilen wieder eingestellt werden mußten, können jegt überall wieder aufgenommen werden.

, 4) Reg.-Bez. Trier: Die Wintersaaten, welche im Herbst gleihmäßig aufgegangen waren und \i<h kräftig besto>t hatten, haben unter dem Schuße einer Schneede>e im Allge- meinen leidlih überwintert. Die Vorbereitungen zur Früh- jahrsbestellung, mit welchen bereits Ende Februar begonnen worden war, mußten des Schnee- und Frostwetters wegen bis zum Eintritt besserer Witterung ruhen.

9) Reg.-Bez. Aachen: Die Weizen- und Roggensaaten, welche im vorigen Herbst gut besto> und kräftig entwielt waren, haben anscheinend nur wenig oder garnicht gelitten und den Winter gut überstanden. Dieselben zeigen im Ganzen einen guten Stand, ebenso der Klee. Die Oelsaaten, welche durch die Märzfröste sehr gelitten haben, stehen dürftig. Jn Folge des im März eingetretenen Frostwetters konnte mit der erühjahrsbestellung erst jeßt begonnen werden, und ist dieselbe gegen andere Jahre weit zurü>.

__ Reg.-Bez.- Sigmaringen: Die Saaten haben, soweit sich dieë bei der gegenwärtigen falten Witterung beurtheilen läßt, gut durhwintert; die Frühjahrsbestelung hat wegen

Schnee und Frost no< nicht begonnen werden können.

Der Roggen sieht fahl aus, jedoh ist zu hoffen, daß sih

1, Ste>briefe und Untersubungs-Sachen.

2wang

3 Rerkäufe, Verpatungen, Verdingungeu 2c.

? iuna, Zinszablung 2c. von öffentlichen Papieren. 4. Verloosung, D Paten auf Aktien u. Aktien-Gesell\<

svollstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

Deffentlicher Anzeiger.

5. Kommandit E H Ste>briefe

und Untersuchungs - Sachen.

N Steckbrief.

[1526] unten beshriebene Dacbde>ergeselle Martin sprzak aus Posen ift, na<hdem er wegen Ver- hens gegen die öffentlihe Ordnung zu zwei Jahren

Gefängniß verurtbeilt war, entwichen. : Es wird ersu<t, denselben festzunehmen und in

das * Gerichts - Gefängniß zu Posen abzuliefern.

R LO, ten 5. April 1887. vet Königliche Staatsanwaltschaft. Beschreibung : Alter 25 Jahre, Größe circa 5 Fuß,

Statur s<lanf, Haare dunkelblond, Stirn frei, Bart:

blonder Vollbart, Augenbrauen dunkelblond, Augen

blau, Zähne gut, Kinn fpiß, Gesicht längli, Ge- sihtéfarbe gesund, Sprache deuts< und polnisch. leitung: Gamasen, wn Strümpfe, braun-weiß vunftirte Stoffhofen, dergleihen Ro> und Weste,

Unterbosen, geblümten Schlips, Hemde, Vorhemde,

shwarzen Hut. Besondcre Kennzeichen: trägt eine

Brille. E 933 Steckbrief. L [1233] unten beschriebenen Arbeiter Karl

egen den an (Karl Julius Hermann), geboren am

7 Mai 1858 zu Berlin, evangelischer Konfession, ag ebra hält, ist die Untersuhungshaft wegen Unterschlagung in den Akten 1V. I. 95/87 verhängt. J È s wird ersuht, denselben zu verhaften und in t Untersuhungsgefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 11/12, abzuliefern. / 7 Berlin, den 4. April 1887. Der UntersuHungsrichter bei dem Königlichen Landgerichte. T1. Beschreibung: Größe 1,72 m, Statur kräftig, Haare dunkelblond, Stirn ho, gewölbt, Bart, Sónurrbart blond, sonst rasirt, Augenbrauen dunkel- blond, Augen braun, Nase klein, _Zähne vollständig, Kinn oval, Gesicht länglich, Gesichtsfarbe gesund. Besondere Kennzeichen: Keblkopf links eine Warze, am linken Zeigefinger eine Narbe. Die rechte Hüste vorstehend. Am linken Fußgelenk eine Narbe.

561 Stecbriefs-Erueuerung. llee am 10. April 1883 geaen die Wehrleute Wermuth, Prill und Scheschouke eclassene Steck- brief wird g N ai att Bartenstein, 1. April 1354. Königliches Amtsgericht. T.

Strafvollstre>ungs-Erneuerung. Das binter den ehemaligen Grenadier, Reservist Knecht Michael Friedri<h Nünger aus Beerfelde in Zweite Beilage zu Nr. 88 unter Nr. 2656 er- lassene Strafvollstre>ung8-Ersuchen wird hierdur< erneuert. Berlinchen, den 1. April 1887. Königliches Amtsgericht.

[1237] Strafvollstre>ungs-Erneuerung. : Das Strafvollstre>unas-Ersuchen vom 19. Mai 1881 (Nr. 118 Börsen-Beilage Nr. 16 860) hinter den Schuhmacher Mech alias Plenert zu Krappiß, Kr. Oppeln, wird hierdur< erneuert. Verlinchen, den 1. April 1887. Königliches Amtsgericht.

[1236]

[1238] Strafvollstre>Œungs-Erneuerung. i

Das Strafvollstre>ungsersuben vom ._ Mai 1881 (Nr. 116 Erstes Beiblatt Nr. 16 220) hinter den Füsilier Knecht Wilhelm Friedrich Huhn, zuleßt in Hobengrape, und den Musketier, Fabrik- arbeiter, aud Müller Friedrih Zarwell aus Mandelkow, wird bierdur erneuert.

Berlinchen, den 1. Avril 1887.

Königliches Amtszericht.

[4

J

4] In der Strafsache gegen den Friseur August Hermann Funke, zuleßt zu Hannover wohnhaft, wegen Verletzung der Wehrpflicht, wird, da der Angeshuldigte des Vergehens gegen $. 140 Abs. 1 Ne. 1 des Strafgeseßbuchs bes{Guldigt ist, auf Grund der 88. 480, 325, 326 der Straf- prozeßordnung zur De>urg der den Angeschuldigten möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafe und der Kosten des Verfahrens das im Deutschen Reiche befindlihe Vermögen des Angeschuldigten mit Be- shlag belegt. E Hannover, den 26. März 1887. Königliches Landgericht, Strafkammer Ila. gez, Lindenberg. v. Meibom. Brodmann. Die Richtigkeit der Abschrift beglaubigt : (L. 8.) Eigen, ; Gerichts\<hreiber des Königlichen Landgerichts. [61842] Oeffentliche Ladung. Die Wehrpflichtigen : l 1) Postschreiber Karl August Zeuke zu Prausnit, geboren den 30. Mai 1865 zu Groß-Schmograu, Kreis Wohlau, x 7 2) Müllerfohn Johann Felix Linka zu Märzdorf, Kreis Poln. Wartenbera, geboren den 4. Mai 1863 zu Rojow, Kreis Schildberg, werden beschuldigt, . : als Wehrpflichtige in der Absicht, si< dem Ein- tritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu entziehen, ohne Erlaubniß das Rei8gebiet verlassen oder na< erreichtem militärpflichtigen Alter sih außerhalb des Reichs- gebietes aufgehalten zu haben, i Vergehen gegen 8. 140 Absatz 1 Nr. 1 des Reichs- Strafgeseßbuchs. teselben werden auf den 4. Juli 1887, Vormittags 94 Uhr, vor die Strafkammer des Königlichen Landgerichts ¡u Dels zur Hauptverhandlung geladen. i Bei unentshuldigtem Ausbleiben werden dieselben auf Grund der nah $. 472 der Straf-Prozeßordnung von dem Königlichen Landrath zu Wohlau, resp. Kempen, als den zuständigen Civilvorsitßenden der

Grunde liegenden Thatsachen ausgestellten Erklärungen verurtheilt werden. Zugleih wird das im Deutschen Reiche befindlihe Vermögen der Angeklagten bis zum Betrage von je 300 Æ zur De>ung der die- selben mögliher Weise treffenden Geldstrafe und Kosten des Verfahrens mit Beschlag belegt.

Oels, den 8. März 1887. :

Königliche Staatsanwaltschaft.

2) Zwangsvollstre>kungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

[1597] s Horn. Auf Antrag einiger Gläubiger ist im Wege der Zwangsvollstrekung dur< Beschluß vom beutigen Tage die öffentlihe Versteigerung der

zu Meinkerg, nämlich: 1) des Colonats Nr. 41 daselbst, zu welhem nah dem Kataster ein Wohnhaus und Grundstücke in der Eeode von 9 Schffl. 5 Meten 8,5 Qu.-R. gehören, un 2) der in der Feldmark der Stadt Horn be- legenen Grundgüter im Hagen zu Vahlhausen Nr. 978 und 979 d. a. K. zu 3 Schffl. 1 Mete 5 Qu.-R,, welhe na< der Grundsteuermutterrolle eine Größe von 56 a qm haben, erfannt und Verkaufs- termin auf Dienstag, den 7. Juni d. Js., Morgens 10 Uhr, angeseßt, zu welhem Kauflustige mit dem Bemerken eingeladen werden, daß Taxe und Verkaufsbedingungen 3 Wochen vor dem Termine auf hiesiger Gerichts- schreiberei cirgesezen werden können, und daß der Zuschlag ertheilt werden wird, wenn ein F des Taxats über)teigendes Gebot erfolgt. In dem anberaumten Termine haben diejenigen, welche Anspru<h auf Befriedigung aus den Kauf- geldern erheben, und welche dingliche Rechte an dem zu verkaufenden Grundobesißze zu haben vermeinen, ihre Ansprüche so gewiß anzumelden und zu be- gründen, als sie fonft damit ausgeschlossen werden jollen und die ni<ht augemeldeten Rechte dem neuen Erwerber gegenüber verloren gehen. Horn, den 1. April 1887. Fürstlich Lippisches A1ntsgericht.

gez. G. Cordemann. | Beglaubigt : S (L. S) Pagenstecher, Gerihtéschreiber. [1596]

In dem Kollokationsverfahren, wel<hes Jakob Haas, Geschäftsführer in Mayen, am Königlichen Landgerichte zu Koblenz gegen den Mathias Degen, Sohn von Peter, Tagclöhner, in Niederzissen woh- nend, zum Zwecke der Vertheilung des Erlöses aus der gegen denselben unterm 18. Dezember 1885 am Königlichen Amtsgerichte zu Sinzig stattgehabten äImmobiliar-Zwangsversteigerung betreibt, werden die Eheleute Peter Degen, Sohn von Peter, und Anna Maria, geborene Heuwagen, früher zu Niederzissen, dermalen ohne bekannten Wohnort, aufgefordert, ihre Forderung, wofür sie ein Privilegium an den veräußerten Immobilien haben, binnen Monats- frist dur< einen am Königlichen Landgerichte zu Koblenz zugelassenen Rechtéanwalt bei dem mit der Leitung des Verfahrens beauftragten Richter-Kom- missar, Herrn Landgerichtsrath Dr. Freiherr von Thermann, anzumelden und die darauf bezüglichen Titel auf der Gerichtsschreiberei des genannten Ge- rihts zu hinterlegen.

Koblenz, den 2. April 1887.

Heinni>e, : Ersic:z Gerichtsschreiber des Kö..iglihen Landgerichts.

1602 [ D Sparkassenbuch der Kreissparkasse des West- Sternberger Kreiscs zu Droffen, Nr. 2664 über 1200 MÆ, ausgefertigt für den Häusler Wilhelm Kupsch zu Mauskow ift angebli verloren gegangen und soll auf Antrag des Kupsh zum Zwecke der neuen Ausfertigung amortisirt werden. 5

Es wird daher der Inhaber des Buchs aufgefor- dert spätestens im Aufgebotstermine, den

20. September 1887, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeid;:neten Gerichte seine Rechte anzu- melden und das Buch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung deéfelben erfolgen wird.

Drossen, den 30. März 1887.

Königliches Amtsgericht.

[61694] Aufgebot.

Der Braucr Paul Scherf zu Dortmund hat be- antragt, das auf seinen Namen lautende Quittungs- bu<h der Städtischen Sparkasse zu Dortmund Serie 1I. Nr. 25 528, na< ter leßten Eintragung vom 3. August 1885 über eine Einlage von 49 ##. 52 A sich verhaltend, éffentli<h aufzubieten, weil dasselbe beim Brande der Aktienbrauerei am 27. September 1885 verloren aegangen fei.

Der Inhaber dieses Spatka}\enbuchs wird daher aufgefordert, spätestens in dem auf den 5. Oktober 1887, Vormittags 11 Uhr, Zimmer 283 hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Ter- mine seine Rechte anzumelden und das Buch vor- zulegen, widrigenfalls das letztere wird für fraftlos erklärt werden. y

Dortmund, den 4. März 1887.

Königliches Amtsgericht.

[1605] Amtsgericht Hamburg. Aufgebot.

Der Kaufmann Emil Gotthelf, vertreten dur Rechtsanwalt Dr. Bauer, hat das Aufgebot beantragt zur Kraftloserflärung des am 1. Oktober 1861 aus- estellten Scheines der Deposito-Casse der _Ham- butgisben Allgemeinen Versorgungs-Anstalt Litt. A. Nr. 1956 über Bco. F 250,—.

Der Inhaber der Urkunde spätestens in dem auf

Mittwoch, den 4. Januar 1888, Nachmittags 2 Uhr, ; vor dem unterzeichneten Gerichte, Dam'athorstraße 10, Zimmer Nr 25, anberaumten Aufgebotstermine seine

wird aufgefordert,

Militär-Ersaß-Kommission der Aushebungsbezirke ohlau und Schildberg über die der Anklage zu

Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen,

Grundgüter des Colon Heinri<h Amelmann Nr. 41 |

widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er- folgen wird. amburg, den 39. März 1887. Das Amtsgeriht Hamburg, Civil-Abtheilung II. Zur Beglaubigung: Romberg Dr., Gerihis-Sefkretär.

[24112] Aufgebot.

Auf Antrag:

1) des Kanzleirathes Friedri< Ernst Hartmann zu Lüneburg,

2) der verwittweten S<bneidermeister Helene

_ Lindewald, geb. Hartmann, zu Celle,

3) der verebelihten Schuhma(er Caroline Mar- tens, geb. Hartmann, zu Austin (Teras),

4) der verwittweten Kaufmann Dorothee Bend- ba>, geb. Hoffmann, zu Hannover,

5) der vercheli<hten Koch Dorothee Lenore Louise Ie, geb. Oetling, zu Kassel,

6) der unverehelihten Caroline Dorothee Chri- stiane Magdalene Oetling aus Göttingen, ai in Bierbaumsmühle bei Baddeken- stedt,

7) der unvereheli<hten Sophie Eleonore Marga- rethe Oetling zu Göttingen, :

ad 2—7 vertreten dur< den Mitantrag- steller zu 1,

wird der Inhaber der angebli<h abhanden gekomme-

nen auf den Inhaber lautenden d prozentigen Prio-

ritäts-Obligatioun der Breslau-Schweidnißz-Freibur-

ger Eisenbahn-Gesellshaft von 1876 Nr. 16 907

über 500 Æ, ausgefertigt auf Grund des Aller-

höchsten Privilegii vom 2. Juni 1876 hierdurch aufgefordert, fpätestens in dem auf

den 20. April 1887, Vormittags 11? Uhr,

an Gerichtsstelle, am Schweidniger /Stadtgraben

Nr. 2/3, Zimmer Nr. 47 im zweiten Sto, hier-

selbst anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte bei

dem unterzeichneten Gerichte anzumelden und die

Obligation vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlos-

erklärung der letzteren erfolgen wird.

Breslau, den 22. Juli 1886.

Königliches Amtsgericht.

ie Ausgebot.

Auf Antrag der Wittwe des Pastors Reinhold Brinkmann, Ottilie, geb. Lüdemann, zu Wolfsburg bh. Vorsfelde, wird der Inhaber der von dem Preußi- schen Beamtenverein zu Hannover über die Versiche- rung eines am 1. Oktober 1891 fälligen Kapitals von 4000 Æ zu Gunsten des Pastors Karl Reinhold Brinkmann zu Bellingen oder dessen Erben ausge- fertigten Police Nr. 1170 d. 4. Hannover 14. Ofk- tober 1879 aufgefordert, spätestens in dem auf

Mittwoch, 6. April 1892, Mittags 12 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem Gerichte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er- folgen wird. N Hannover, 30. März 1836. Königliches Amtsgericht. TIVb. S (L. 8.) Ausgefertigt: Thiele, Gerichtsschreiber. Amtsgericht Hamburg.

[51857] Aufgebot. Dir Makler Friedr. Beckmann, vertreten durch den Rechtêanwalt Dr. Gobert, hat das Aufgebot be- antragt zur Kraftloserklärung der Hamburgischen

Staatsprämien - Anleihe von 1846, Serie 1830, Nr. 91 483, groß Bco.& 100—. e Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert,

spätestens in dem auf Montag, den 10. Oktober 18387, Vormittags 10 Uhr, E vor dem unterzeichneten Gerichte, Dammthorstraße 10, Zimmer Nr. 23, anberaumten Aufgebotstermine feine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er- folgen wird. s Hamburg, den 5. Januar 1887. | Das Amtsgericht Hamburg, Civil-Abtheilung I. Zur Beglaubigung : Romberg Dr., Gerichts-Secrctair.

[1599] Aufgebot. i:

lahdem die Erben des verstorbenen Diedr. Heinr. Winter, näwli<h 1) H. Kappenberg Ehefrau ver- wiltwete D. H. Winter in Bremerhaven, 2) Io- hanne Elisabeth Winter in Bremen, 5) Diedr. Heinr. Winter zu Athens, 4) J Ch. Grasmann Ehefrau, geb. Winter, in Bremerhaven, 5) C. Bunte Ehefrau, geb. Winter, in Fort Davis, 6) Marga- retbe Adelheid Winter in Bremerhaven, vertreten durch ihre Vormünder H. L. Kuhlmann und H. G. Hohn, den Antrag auf Mortifikation folgender ihnen abhanden gekommener Urkunden gestellt haben:

1) ciner Handfeste, groß 500 Thlr. Gold, fol- gend nach 12500 Thlr. Gold, 2) einer Handfeste, groß 500 Thlr. Gold, fol- gend na< 13 000 Thlr. Gold,

beide gewilligt von dem verstorbenen Diedrih Hein- ri< Winter zu Bremerlaven am 30. September 1863 auf den zu Bremerhaven an der Keilstraße und am Hafen belegenen Anbauplatz Nr. 634 nebst Wohn- haus, Anbau, Hofplay und Zubehör, und beide ein- getragen in den CEintragebüchern für Handfesten auf den Namen von Gastwirth Johann Friedrih Ehlers in Bremen, Breedenstraße Nr. 9, als Bevyollmäch- tigten von Jobßann Friedri Winter in Loge, Amts Bruchhausen, l

werden diesem für zulässig befundenen Antrage ge- mäß die Jnhaber der vorbezeichneten Handfesten auf- gefordert, ihre Rechte spätestens im Aufgebots-

termine Sas den 7. Juni 1887, Morgens 9} Uhr, bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die Handfesten vorzulegen, widrigenfalls die letzteren für fraftlos erklärt werden sollen, Bremerhaven, 5. April 1887. Das Amtsgericht, Abtheilung I. gez. Funke. Zur Beglaubigung: Trumpf, Gerichtsschreiber.

6. Berufs-G L T Meruss-Senossen[Gasten chen Zettelbanken. 8. Verschiedene Bekanntmachungen.

9. Theater- Anzeigen. Cr lea 10. Familien-Nachrichten. |In der Börsen-Beilage.

1601 [ Auf den Antrag der Handlung Lue & Comp. zu Spandau und der Arbeiter Friedri< Görn und Wilhelm Wegener, fowie des Schiffbauergesellen Carl Görn zu Sternfelde werden die Verlierer oder Eigenthümer der am 10. April 1886 auf dem zu Sternfelde belegenen, der Handlung Leue & Comp. gehörigen Grundstü>e von den genannten Perfonen gefundenen 21 Friedrihétd'ore und einer ebendaselbst gefundenen Ta'chenuhr aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am 3. Juni 1887, Vormittags 10 Uhr, bei dem unterzeihneten Gerichte, Zimmer Nr. 15, ihre Ansprüche und Rechte anzumelden, widrigenfalls ibnen nur der Arspru< auf Herausgabe des dur< Schatz erlangten und zur Zeit der Erhebung des An- \spru<s no< vorhandenen Vortheils vorbehalten, jedes weitere Recht jedo<h ausges{lossen werden wird. Spandau, den 14. März 1887.

Königliches Amtsgericht.

[1603] Aufgebot. | Der Erbpähhter Carl Dahl zu Schadeland hat das Aufgebot des Hypothekenscheins 4. d Großßher- zoglihes Amtsgeriht Wittenburg, den 27. August 1883, lautend über 1500 Me, eingetragen auf der dem Antragsteller gehörigen Erbpachthufe Nr. II. în Scadeland sub Fol. 14 für ihn felbst, als wel<er Hypothekenschein bei dem Brande seines Gehöftes am 15. März 1886 zerstört ift, beantragt. Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 18. Oftober 1887,

Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte auf der Gerichts- stube zu Zarrentin anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzu- legen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde erfolgen wird. Wittenburg, den 5. April 1887.

(Unterschrift)

Beglaubiat: W. Neumann, Gerichtssekretär.

dee, Ausgebot.

Die an Stelle cines Hypothekenbriefs ausgefertigte Schuldurkunde vom 17. April 1878 über 387 M Darlehn, cingetragen für den jeßt verstorbenen Partikulier Heinrih Koh in Schöningen hypo- thekarish an 2ter Stelle auf das daselbst sub No. ass. 423 belegene Wohnhaus der Fuhrmann Heinrich Wallbaum’ schen Cheleute, ift verloren gegangen und soll auf den Antrag der Rechtsnachfolger des p. Koch zum Zwe>k der Neubildung eines Hypotheken- dofuments für jene im Wege des Aufgebots für kraftlos crfklärt werden.

(s werden deshalb der Inhaber der gedachten Urfunde und alle, welche auf dieselbe Anspruch macher, bierdur aufgefordert, spätestens in dem auf

den 12. Juli ds. Js., Morgens 9 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Auf- gebotstermine die Hypothekenurkunde vorzulegen resp. etwaige Ansprüche auf dieselbe anzumelden, widrigenfalls die Kraftloserklärung des Dokuments erfolgen wird. :

Schöningeu, den 29. März 1887,

Herzogliches Amtsgericht. Reinbec.

[Oas Ausgebot.

Auszug.

Auf dem Anwesen Hs. Nr. 17 zu Ballhausen ist im Hypothekenbuh für Altenberg Bd. I. S. 373 auf Grund Heirathsvertrages vom 6. Juni 1807 ein mütter! ies Voraus von 125 Fl. für die „Hauser'schen Kinder I. Ebe“ eingetragen. : S

Das Kgl. bayer. Amtsgericht Lauingen erläßt auf Antrag des dermaligen Besitzers des verpfändeten Anwesens, nämlich des Handelsmannes Maier Stern- glanz in Nördlingen, die Aufforderung, allenfallsige Ansprüche und Rechte auf die besagte Forderung binnen 6 Monaten und spätestens an dem auf

Dienstag, den 20. September lfd. Jrs.,

Vormittags 9 Uhr, anberaumten Aufgebotstermine bei Gericht anzu- melden, widrigenfalls die Forderung für erloschen er- flärt und die hiefür bestehende Hypothek gelöscht würde. 7 Lauingen, den 28. Januar 1887. Gerichtsschreiberei des Kgl. bayer. Amtsgerichts. (L. 8.) Staudinger.

[1598] Aufgebot.

Auf den Antrag der Hâauslerfrau Johanne Ferenz, geb. Holubek, der Marianne MNipka, geb. Holubek, und des Häuslers Joseph Holubek aus Deutsch- Crawarn wird deren Bruder, der Gärtnersohn und Maurergesell Johann Holubek, welcher am 24. Fe- bruar 1876 nach Rufland gegangen ist, aufgefordert, sich spätestens im Aufgebotstermin den 24. Januar 1888, Vormittags 9 Uhr, bei dem unterzeihneten Geriht Atheilung 11. zu melden, andernfalls feine Todeserklärung erfolgt.

Hultschin, den 26. Februar 1887. F. 3/86.

Königliches Amtsgericht. Abth. 11.

(41673] Aufgebot. :

Seikens des Bauergutsbesizers Joseph Meier zu Borkendorf als des den Geschwistern Florian und Friedri Meier zu Borkendorf bestellten Abwesen- heits-Vormundes ist die Todeserklärung der im Jahre 1851 auf Wanderschaft gegangenen Bauer- \söhne Florian Meier und FriedriÞ Meier beantragt.

Cs werden daher die Bauersöhne Florian Meier und Friedri<h Meier sowie deren unbekannte Erben und Erbnehmer hiermit aufgefordert, sih vor oder in dem auf den 22. September 1887, Vor- mittags 11 Uhr, anberaumten Termine bei dem unterzeichneten Gerichte oder in der Gerichtsschreiberei desselben schriftli<d oder persönlih zu melden und daselbst weitere Anweisung zu erwarten, widrigen- falls die Todeserklärung des Florian und Friedrich Meier ausgesprochen werden wird.

Ziegenhals, den 12. November 1886.

Königliches Amtsgericht.