1865 / 153 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Personal - Veränderungen in der Armee.

Offiziere, Portepee : Fähnriche 2c. A. Ernennungen, Beförderungen und Versezungen. Den 17. Juni.

von Oppeln-Bronikowsk i, Major vom Kriegs-Ministerium, Ab- | aen Zuli ab auf 2 Monate zur | j Br illerding, Hauptm. à la suite | der Garde-Art. Brig. und Mitglied der Art. Prüfungs - Kommission, Aa Abtheilung | Weymann, Zeughauptmann |

theilung für die Art. Angelegenheiten Dienstleistung bei der 2. Art, Brig,

1. Juli d. J. zur Dienstleistung bei de S D E ir di : g bei dem Kriegs - : für die Art. Angelegenheiten, kommandirt. E d

vom Artillerie - Depot in Coblenz, unter einstweiliger Belassung in

seinem Dienstverbhältniß bei dem Artillerie - D i

; stverhältr atrtillerie- Depot in Magdebur | A N in Stettin, Goldmann, Zeughauptm. vom Árt. Bevo in ejel, zum Art. Depot in Coblenz, Lebmann, Zeug-Lt. mit dem Char. unter Beförderung zum | : Pullwer, Jeug-Lt. vom Art. | zum Art. Depot in Minden, Sd neiber: Zeug-Lt. | Depot in Magdeburg, Srafft, | vom Art. Depot in Schweidniß, zum Art. Depot in Stettin! | vom Art. Depot in Stettin, zum Art. Depot in | Greifenhagen, Zeugfeldwebel von der Geschüg- | zum Zeug-Lt. bei dem Art. Depot in Stettin be- |

Art.

als Zeughauptm. vom Art. Depot in Minden, Zeughauptmann, zum Art. Depot Wesel, Depot in Magdeburg, vom Art. Depot in $ p Zeug. Li epot in Boyen, zum Art. Hoffmann, Zeug-Lt. Schweidnitz verseßt. Gießerei in Spandau, fördert.

L j Den 20. Juni. Ä &riedrich, Völlmer, T Feldwebel-Lts.

j G R A N mit dem Range eines Sec. Lts. in der Armee befördert.

Feldwebel vom Berliner Kadettenhause, zu

\

da Y f Habelmann I., Pr. Lt. vom 8. Brandenb. Inf. Regt Nr. 64, mit dem |

L. Juli d. J.

zum Kadettenbause in Wahlstatt versezt. Mil} G

eut | . Milsfon, Hauptm. und C

mgs m Leib-Gren. Regt. (1. Brandenb.) Nr. 8, in G 2 Pomm Un

E R Me. d es Hauptm. und Comp. 5 ren. Regt. (Colberg) Nr. 9, in das Leib-

Ne. 6 wehe g) , in das Leib-Gren. r. 8, zum Hauptm. und Comp. Chef beförd vom 3. Brandenb. Jnf. Regt. Nr. 90, pag wärtigen Kommdo. zur Dienstl. bei der 3.

Regt. (1. Brandenb.) Nr. 8 verseßt.

Regt. (1. Brandenb.)

unter Belassung in seinem gegen-

B. Abschiedsbewilligungen 2. Den 20. Juni.

Kroll, Pr. Lt. vom Leib - Gren. Regt. (1. Brandenb.) v. Manstein, Pr. Lt. |

unter Stellung à la suite dieses Regts., als Militair-Lehrer |

Chef im 2. Pomm. |

j | j |

Art. Brig., in das Leib - Gren. |

Dröcker, Major und Abtheil. Commdr. in der 6. Artill. Brig., mit |

Pens. und seiner bisberigen Unif. der Abschied bewilligt.

Beamte der Militair-Verwaltung. Durc6 Verfügung des Kriegs-Ministeriums. Den. A JUYi

Wa \ch{k e, Garnison-Verwaltungs-J in Züli ‘aste, Garnison-Verwaltungs-Jnspektor in Jülich, zum Garnison- |

Verwaltungs-Ober-Inspektor ernannt. Den 10, Juni, Wernicke, Jntendantur - Setretariats - Assistent , dessen

verbleibt einstweilen bei der Jntendantur des Ill. Armee-Corps

i Wen 14 Jul. E A Korth, Kasernen-Jnspektor, mit Wabrnebmung der Lazareth-ITnspekt Stelle in Jülich beauftragt, zum Lazareth-Jnspekt. ernannt. “L

Militair- Justiz - Beamte. Dur Verfügung des General-Auditoriats. Den 23. Juni.

Botbe, Garnison - Audit i ia, i ; - M 2 jon - Auditeur in Danzi i L T Saarlouis verseßt. anzig, in gleicher Eigenschaft nah |

Nichtamtliches.

¿ 2 : : Le ; : 22 Muonsan. Berlin) l. Juli. Mit Rüsicht auf die Nach- | 1” E Id r Neußperungen des Erbprinzen von Augustenburg | O L E Dung mit dem Präsidenten des Königlichen | es ge l. Juni v. J. verbreitet worden, sind wir | m E g eht le nachfolgende Aufzeichnung zu veröffent- | aen , welche der Leßtere gleih nach der Unterredung auf Befehl | Sr. Majestät des Königs aufgeseßt hat. e Unterredung mit Sr. Durcblaucht dem Erbprinzen A von Augustenburg. I batte gehofft, den Erbprinzen von Augustenburg ín der Stimmung zu finden, unsere sehr mäßigen Forderungen dankbar zu acceptiren, und fam ibm in diesem Sinne entgegen, als mi am 1. d. M. Abends gegen 9 Uhr besuchte. L of di h agte E, wünschten eine Verständigung mit ihm für wang daß ur seine Ansprüche zu allseitiger Anerkennung zu bringen dermöchten. Unser Hauptinteresse sei das deutsche, nicht | s E LIGINE große Abtretungen von Dänemark ; daß ria ing Ep ibm zu widmen bereit wären, unter den | a eng na he die Rüfsicht auf das eigene Volk erheische, E wied reg blutigen Feldzuge nicht mit leeren Hän- Er fragte, velches unsere 75orderungen seien. I% bezog mi auf die sechs Punkte in dem Briefe an Seine

C - D eh | ur ÎIntendan d TIT_ 9 IAe i _Versegzung | zur J tur des VII. Armee - Corps unterm 23. Mai verfügt worden, |

S den König, indem ich hinzufügte, sie ließen si{ vielleicht ver- cus hen) »Marine-Etablissements« und »Befestigungen « zusammen- i en in Gestalt eines Schifffahrts-Kanals von Eckernförde nach E mit zwei befestigten Endpunkten an beiden Meeren; cine tecdnis-militärische Frage sei, ob das befestigte Eckernförde den fts o u noch einer Bundesfestung bei Rendsburg er- T bätte ih nur: via für den Fall ckie beabsichtigten Etablissements als Dunk Anstitutionen nicht rechtzeitig zz Stande zu bringen wären der Herzog fich bereit erkläre, die bezeichnetez Eadpunkte des Qa nals an Preußen zu überlassen, nach Analogie bes Jabdebusens in welchem Falle ivir uns dann mit der Bunde über das Ge- U des Küstenshußes verständigen würden; ebenso das Alussihtsreht über den Kanal, nach Analogie ciner S Eisenbahn ; / E O ito Nilitair-Convention , cine Marine-Convention cin- Len ea! daß die Zahl der zur preußischen Flotte zu stellen- E Is aften von dem Landkontingent in Abzug käme. is Ai in allen Punkten Schwierigkeiten, tg E O über den Kanal sei ibm in seiner Aus- awa R an Preußen werde er vor dem Landtage L lens wivenang En, Jedenfalls müßten dieselben gering E A deg annehmbare Grenzen der Herzog- L, T sein. Als solche bezeichnet er die Linie der Ih drückte meine Verwunderung aus wesen sei, Glückstadt, mit cinem I | reden Bes abzutreten. erstaunt abe L ines solchen Plans, war betrage ment og pe Abtretung; das Hamburger Landgebiet il E M LIMeilen, Er müsse auch wissen, ob bei Eckern- 40) ekl A gemeint sein solle, oder ein unbebauter N es M Größe sei, genau definirt j und die spezielle Lage. E O Abtretungen schien er sih höchstens in der ehnung es Jahdegebiets zu denken. ein ei ciner Militair-Convention sagte er, die mit Ko- U bgeschlossene gehe in manchen Punkten zu weit; es würden yer seinerseits Abänderungen einer gleichartigen Conventi wünscht werden. atten wh reie R E mit dergleichen Bedingungen nur vor S ROAAE s S wenn er die vollen Herzogthümer oder doch a E O von der Gjenner Bucht ab, nördlich Apen- n ae, \onfs A Schimpfliche Bedingungen könne er A E Alt solche bezeichnete er: cine südlichere Grenze E g u its ei Schulden für Kriegsfosten zu übernehmen und Inn noch Landabtretungen ; mit einem solchen System könne nicht vor den Landtag und vor das Volk treten. E E der Diskussion hob er hervor, wir möchten mebr darauf en, sein Herz zu gewinnen , als ihn dur feste Abmachun- gen zu binden ; dann werde er preußisc{e Politik machen. N O wir hätten gehofft, sein Herz hon gewonnen a E Perzogthümer hätten Preußen nit gerufen ; n A e der Bund die Befreiung der Herzogthümer M6 Leichtigteit unter weniger lästigen Bedingungen bewirkt Er fragte auch, ob wir über die ihm zu machenden Zumu- thungen mit Oesterreich einig wären, und hob bervor, daß dies erforderlich sei. J verneinte Ersteres, mit dem Zusage daß wi unter allen Umständen unsere Forderungen aufret bielte s mit Oesterreich darüber einig zu werden glaubten, / M Gegen zweiseitige, zu unterzeihnende Abmachungen war offen- bare Abneigung vorhanden. Er wolle nichts versprechen us nicht halten könne, also feine Zusagen machen, deren Genehmi u durch die Stände er nicht versichert sei. Letztere werde Un b h Umfang der Herzogthümer abhängen; bei Integrität bifelbta werde sich Manches erreichen lassen, sonst nicht. Ein Vor efübl der Bereitwilligkeit, sich durch das Votum der Stände E N inachten Zusagen entbinden zu lassen, war unverkennbar daa Schließlich erklärte er einlenkend, er wolle sich die Sache i Dolzig Überlegen, und betrachte diese Unterredung nur als is zu gegenseitiger Aufklärung über die Auffassung bestimmte at Den Gesammteindruck der dreistündigen Unterredun muß ih dahin zusammenfassen, daß der Erbprinz uns nicht mit e Gefühlen betrachtet, sondern als unwillkommene Mahn u n O unvollständiger Befriedigung er bereit i dén E er Stände und auch Oesterreichs in Bewegung ezu Go ‘pu Glas Mien A G Dts “a Durchlaucht gegen uns abhänge amiobéeé vi A O p dieser Beziehung keine Besorgniß hege da Vi gi fori weit gediehen sei, um noch rüdgängig Heiliotdé It a N

s da er doch bereit ge- dem Hamburger Landgebiete ent-

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so wie aus Gründen des öffentlidben Wohles diejenigen Postreformen her- beizuführen, welche das Verkehrsleben der Gegenwart so wie die postalische Sicherheit des Publikums und die damit in Verbindung stehende Stellung

L! Ae Post-Anweisungs- Verkehr, welcher durch die ost- Anstalten in Berlin vermittelt worden ist, war vom 1, bis 30. Juni d. J. folgender: Jn Berlin zur Poft gegeben: Nah | außerhalb 14,284 Post-Anweisungen, im Ganzen auf 229,018 Thlr. | 1 Sgr. 7 Pf.¡ für Einwohner in Berlin 3330 Post-Anweisungen, | im Ganzen auf 26,644 Thlr. 12 Sgr. 8 Pf. Nach Berlin ge- | richtet von außerhalb: 45,593 Post-An1weisungen , im Ganzen | auf 830,927 Thlr. 16 Sgr. 6 Pf.

Das ein Erkenntniß des Königlichen unal . D das den Grundsay ausspricht: Wenn der im shwurgerichtlichen Ver- | fahren erschienene Angeklagte sih entfernt; nachdem die Geschwornen | sh zur Abfassung ibres Spruches in thr Berathungszimmer zurük- gezogen haben, so fann demnächst auch in seiner Abwesenheit zur | Fâllung des Urtheils geschritten werden j und unter Nr. 91 ein Er- | fenntniß des Königlichen Ober-Tribunals vom 15. Mai 1565, dabin | lautend: Für cin gegen einen Rechtsanwalt gerichtetes Disziplinar- | verfahren ist der Ehbrenrath der Rechtsanwalte auch dann zuständig, |

Ober-Tribunals vom 5. Mai 1865, |

wenn es sih um cin Dienstvergehen handelt, welches der Betressende | vor seiner Ernennung zum Rechtsanwalt, als Richter sih hat zu Schulden, kommen lassen. : die Danzig, 30. Juni. (Westpr. Z.) Das Gebäude zur bydrau- lischen Anker- und Ketten-Probir-Maschine auf der Königlichen Werft is gerichtet und wird mit dem Ausfstellen der Maschinerie | durch den Ingenieur der englischen Fabrik Robinson u, Cottam be- | gonnen. Die Expansionsékraft der Maschine beträgt 250 Tons. Stettin, 30. Juni. (Osts. -Ztg.) In der heutigen Sigung | der Stadtverordneten-Versammlung wurde der von der Kommission zur Prüfung des Vorschlags werke beantragte Beschluß nommen. Der Beschluß lautet im In Erwägung, daß die Beseitigung der Jndustrie von Stettin die Möglichke

bieten und deshalb eine Steigerung des 2W Y C auf städtischem Gebiet zur Folge haben würde, daß dieselbe mithin als ein

im Interesse der ganzen Stadt und vorzugsweise der Grundbesiger liegen- des gemeinnüßiges Unternehmen zu betrachten ist; in Erwägung, daß voraussichtlich die Steigerung des Grundwerthes und im Besonderen nach verschiedenen Abstufungen el je nachdem den einzelnen Grundstüfen die natürlichen ihrer Lage durch die Festungswerke | w zalt: worden wären; in Erwägung, daß es rathsam erscheint , der Staatsregie- rung die Verlegung der Festungswerke an einen anderen Ort durch einen Beitrag zu erleichtern und dadur den Beschluß der Verlegung hexbeizu- führen; in fernerer Erwägung, daß diejer Beitrag am richtigsten durch eine progressive und nach Maßgabe der Werthverbesserung der einzelnen Grund- stücke klassisizirte Gemeinde-Grundsteuer aufzubringen ware / beschließen Ma- gistrat und Stadtverordnete 30. Mai 1853, $$. 11, 53 1l.: b l | Festungswerke von des Königs Majestät genehmigt, und die rayongeseh- lichen Bestimmungen irfja! geseyt m

den sind, sollen alle Grundstücke im Kommunal-Bezirk, so weit sie nicht, nach dem Bebauungsplan zu öffentlichen Pläßen, Straßen und Bolwerken

mit 32 gegen 18 Stimmen ange-

Wejentlichen : der Festungswerke dem Handel und

nur eintreten dürste, Vortheile

reservirt bleiben, mit einex zur Kommunal-Kasse fließenden klassifizirten Ab- | Lande.

gabe belegt werden, deren Gesammt-Betrag vom Zeitpunkt ihrer Einfüh- rung an allmälig bis auf 150,000 Thlr. jährlich steigen und mit dieser Summe

abschließen soll.

zur Beseitigung der Festungs- | | hängigkeit Polens zu vertreten, wird laut Erklärung seiner Redaction ‘in seiner jegigen Gestalt mit dem 1. Juli l , . , Q a s it naturgemäßer Entwicelung dar- | er soll durch ein internationales Journal ersegt werden, welches Werthes jeder Art von Grundbesiß |

von Stettin auf Grund der Städte-Ordnung vom | , Ó Î Sobald die Schleifung der Stettiner die Parteien einander

für den Rayon-Bezirk außer Wirksamkeit geseht wor- | | vorliegt, welche tief in die Gemüther einschneidet,

der Postbeamten erheischen. «

Ehe jedoch dieser Antrag zur Berathung kam, erklärte der

Staatsminister von Seebach, daß der Spezial-Landtag des Herzog- thums Gotha dazu nicht kompetent sei, sondern daß die Postsachen,

| dem Staatsgrundgeseße gemäß, Zar, E Oe 96 alt’ unt des Herzogthums Coburg und Gotha gehörten. Justiz Ministerialblatt Nr. 26 enthält unter Nx ay Erklärung ward der Antrag an die Finanzkommission zurückgewiesen,

| um das weitere Schicksal desselben in Erwägung zu Antrag des Abg. Albrecht)

vor den gemeinschaftlihen Landtag In Folge dieser

ziehen. Ein die Regierung um eine Geseßesvorlage

zu ersuchen, wodurch das Telegraphenwesen unseres Landes ge-

erwartet man auch die nachträgliche

Kommission für gleihes Maß und Gewicht | ZV, | das Protokoll offen gehalten haben.

| Beide Häuser hielten gestern kurze Sigunge n,

\chrittweise | schäfte zu erledigen, und beide

bisher mehr oder weniger vorenthalten |

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| nur gestatten.

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_— Die Einschäßung der Grundstücke erfolgt nach Verhält- |

niß des Vortheils, welchen die Besizer durch die Beseitigung der Festungs- |

werke erlangen. verordneten - Versammlung drei Kommissarien ernannt. Jahren findet eine Revision des Veranlagungéwerks statt. der Abgaben beginnt mit dem / welchem die Beseitigung der Festungswerke verfügt worden, in monatlichen Raten.

Breslau, 29. Juni. Syndikus Anders nach kurzem Krankenlager. i

Schleswig - Holstein. Das » Verordnungsblatt« bringt

eine Bekanntmachung des Generals vorgeht, daß das Lager, welches von in den Herzogthümern auf der Lochstedter Haide bezogen werden soll, circa 9000 Mann umfassen und vom 1. bis 30. August zu-

sammenbleiben wird. Ñ

Sachsen. Gotha, 28. Juni. (F. J.) Der Ausgabe-Etat unserer Staatókasse ward in der beutigen Sizung des Landtags mit 650,424 Thaler, sona mit einer über den Voranschlag der Staat®-

regierung hinausgehenden Mehrausgaben von 4076 Thalern abge-

{lossen ; ein Beweis, : \ verwilligungen war. Bei Berathung des Einnahme-Etats brachte

die Finanzkommission folgenden Antrag, den sie vom Abg. Schwerdt adoptirt hatte : / j »ITn Erwägung, daß die privilegirten Postgerecht}ame, welche dem fürst- lichen Hause von Thurn und Taxis in unseren Herzogthume vertragsmäßig eingeräumt sind, mit der Jdee des modernen Staates und mit der volks- wirthschaftlichen Verkehrs8entwickelung der Gegenwart, so wie mit dem Geiste unserer Landesgesezgebung und den materiellen Interessen unseres Staates

Die Zahlung

in vielfachem Widerspruch stehen, möge der Landtag die Herzogliche Staats- | die

regierung ersuchen, auf Ablösung jenes feudalen Monopols hinzuwirken ;

eventuell aber, falls eine

Grund des das Postwesen betreffenden Patentes vom 29, Dezember 1827

1. Januar nach Ablauf des Jahres, in |

Heute starb hier der Stadtrath und |

wie freigebig der Landtag mit seinen Geld- |

Qur Ausführung der Einschäßung werden von der Stadt- Von fünf zu fünf |

|

von Canstein, aus welcher her- | den preußischen Truppen | | vorschlagen will, is dasselbe, welches

|

| worden.

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solche Ablösung unthunlich erscheinen sollte, auf | ferner eine Abänderung der

" ordnet und erweitert werde, ward der Verwaltungs-Kommission zur Vorberathung übergeben.

Frankfurt, 29. Juni. Die Bundesversammlung hat heute, wegen des katholischen Feiertags Peter und Paul, keine Siyung gehalten j dieselbe ist auf nächsten Sonnabend vershoben. Bis dahin Zustimmung zu dem Beschlusse Fachmänner- auf den

sich neulih

vom 22. d. M. wegen Einberufung der neuen

Juli von Seiten derjenigen vier Regierungen, welche

Schweiz. Bern, 30. Juni. (W. T. B.) Der Bundesrath hat bei der Bundesversammlung beantragt, den mit Frankreich ver-

| einbarten Conventional- Tarif für den deutschen Zollverein mit dem

1. Juli in Kraft treten zu lassen. Zürich, 27. Juni. Der »Weiße Adler«, welcher seit dem vorigen Jahre hier herausgegeben wurde, um die Sache der Unab-

zu erscheinen aufhören ;

täglich erscheinen und dieselben Prinzipien vertreten wird.

Großbritannien und Jrland. London, 29. Juni. um laufende Ge-

waren fast ganz leer. Ein »Haus zu machen« wird in den nächsten Tagen überhaupt \chwierig sein, da, wer nit unwiderruflih an die Hauptstadt gebunden is, längst den Wanderstab ergriffen hat, um sich in seinem resp. Wahlbezirke umzuthun. So is es denn möglich und wahrscheinlich, daß das Unterhaus morgen seine leßte Sißung hält, während das Oberhaus

" noch die ersten Tage der nächsten Woche benußen wird, um so viele

der vorliegenden Privatbills zu erledigen, als Zeit und Umstände Obwohl es seit vielen Jahren, vielleicht nie früher, englischen Geschichte gegeben hat, in welchem so nahe gerückt wären, als eben jeßt, obwohl feine derselben sih mit der Hoffnung sckmeicheln darf, einen außer- ordentlichen Krastzuwachs zu erlangen und obwohl feine cinzige Frage

ist die Aufregung doch einc gewaltige, auf dem Lande eine bei weitem größere als in London, in den kleinen Burgflecken eine viel stärkere als auf dem

einen Zeitpunkt in der

Die Königin hat heute Nachmittag in Windsor eine Sißung des geheimen Staatsrathes abgehalten.

Spanien. Die »Correspondencia« meldet; daß General Prim in einem Telegramm dem Herzog von Tetuan für die Zurüfnahme des Königlichen Befehls, der ihm das längere Verweilen im Aus- lande verbot, scinen Dank abgestattet bat. Er zeigt an, daß er in den ersten Tagen des Juli wieder in Madrid eintreffen werde.

Wie die -Epoca« anzeigt, hat der in Madrid beglaubigte päpst- lie Nuncius während des langen Streites über die Anerkennung Ttaliens sich einfach darauf beschränkt, in Rom neue Jnstructionen

zu verlangen.

Das Wahlgesetz, welches das jehige spanishe Ministerium

am 18. Juli 1857 verkündigt Jede Provinz ernennt ihre Abgeordneten, aber außerdem Städte und die Landbezirke noch ihre besonderen Vertreter zu wählen. Die Steuer, deren Zahlung das Recht zu wähblen ver- leiht, beträgt 200 Realen (Fl. 27), während gegenwärtig das Dop- pelte verlangt wird. Es soll ein Abgeordneter auf 45,000 Seelen fommen.

Die den Ausbruch eines Negerausstandes befürhten, was

Madrid große Besorgnisse erregt hat.

haben die

leßten aus Cuba angekommenen Nachrichten lassen dort natürlich in

Nach telegraphischen Mittheilungen meldet die »Opinione« vom 30. d. M. in Uebereinstimmung mit den Angaben des »Moniteurs« (\. gestr. Ztg.) in Betreff der röômisch - italienischen Verhandlungen: »Der Papst hat die vorgeschlagene Eidesformel für Biscdse verworfen, dagegen eingewilligt, Bischöfe zu ordini- | ren, welche den Gesehen des Staates Gehorsam versprechen; er hat bei Ertheilung des Exequatur zu beobach- Was die Rükkehr derjenigen Bischöfe de»

Italien.

tenden Formen verlangt.