1865 / 154 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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frist der Betrag der angemeldeten und bis dahin nicht vorgekommenen Zins- Coupons gegen Quittung ausgezahlt werden.

j Mit dieser Schuldverschreibung sind halbjährige Zins-Coupons bis zum Schlusse des Jahres ausgegeben. Für die weitere Zeit wer- den Zins-Coupons auf fünfjährige Perioden ausgegeben.

Die Ausgabe einer neuen Zinscoupons - Serie erfolgt bei der Kreis- Kommunal-Kasse zu Greifswald gegen Ablieferung des der älteren Zinscoupons®- Serie beigedru>ten Talons. Beim Verluste des Talons erfolgt die Aus- händigung der neuen Zinscoupons-Serie an den Inhaber der Schuldver- \chreibung, sofern deren Vorzeigung rechtzeitig geschehen ist.

Qur Sicherheit der hierdurch eingegangenen Verpflichtungen haftet der

Kreis mit seinem Vermögen.

Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer Unter-

\chrift ertheilt. Greifswald, den . T Die ständische Kommission für den Chausseebau im Greifswalder Kreise.

Provinz Pommern. Regierungsbezirk Stralsund. Exster bis Qins- Coupon .te Serie zu der Kreis - Obligation des Greifswalder Kreises, I. Emission LALO, ausse Nr. U anae Thaler zu 45 Prozent Zinsen über Thaler Silbergroschen.

Der Jnhaber dieses Zinscoupons empfängt gegen dessen Rückgabe in

der Zeit vom ten bis resp. vom …. ten

bis und späterhin die Zinsen der vorbenannten Kreis - Obligation | mit (in Buchstaben) Thalern |

für das Halbjahr vom bis Silbergroschen bei der Kreis-Kommunal-Kasse zu Greifswald. Greifswald, den ten 1B Die ständische Kreis-Kommission für den Chausseebau im Greifswalder Kreise. Dieser Zinscoupon is ungültig, wenn dessen Geldbetrag nicht bis zum erhoben wird.

Provinz Pommern. AAlORN zur Kreis-Obligation des Greifswalder Kreises, IT. Emission.

Der Jnhaber dieses Talons empfängt gegen dessen Rückgabe zu der |

Obligation des Greifswalder Kreises, 11. Emission, Lit. 4.5 M

Be s Thaler à 45 Prozent Zinsen die ..te Serie Zins-Coupons für bei der Kreis-Kommunal-Kasse zu Greifswald, | sofern dagegen Seitens des als solchen legitimirten Inhabers der Obligation |

die 5 Jahre 18... bis 18... fein Widerspruch erhoben ist.

Greifswald, den .. ten 18. Die ständische Kreis-Kommission für den Chausseebau im Greifswalder Kreise.

Miniscrerium für Handel, Gewerbe und vfentlicze Arbeiten.

Beau R Mud.

Durch Erlaß des Herrn Ministers für Handel , Gewerbe und |

öffentliche Arbeiten vom 21. d. M. sind bei der Königlichen Berg- Akademie für das laufende Jahr wiederum zwei Reise - Stipendien

von je 200 Tblr. und ein drittes von 100 Tblr. zur Auszahlung

an diejenigen Bewerber bestimmt worden , welche die besten Aus-

arbeitungen über Gegenstände der Bergwerks-, Hütten- und Salinen- | Technik oder der dazu gehörigen Zweige des Maschinen-Wesens ein-

liefern werden.

An dieser Konkurrenz können alle Diejenigen si< betheiligen, welche im Studienjahre 1564/65 mindestens während eines Seme-

sters Vorlesungen und Uebungen an der Königlichen Berg-Akademie beigewohnt haben. Die Wabl der Themata bleibt den Konkurren- ten freigestellt; jedo<h werden neben den, eine bestimmte Aufgabe be- handelnden Ausarbeitungen au<h Reiseberichte zugelassen. Den Sti-

pendiaten liegt die Verpflihtung ob, über die demnächst auszufüh- | renden Reisen Berichte einzusenden, welche ebenso wie die Arbeiten |

der Bewerber , der Berg-Akademie zur Benußzung, und wenn sie geeignet befunden werden, zur Veröffentlihung durch die Zeitschrift für das Berg-, Hütten- und Salinen-Wesen anheimfallen.

Die Konkurrenz - Arbeiten sind mit einer Chiffre oder einem Motto zu versehen und unter Beifügung eines entsprechend bezeich-

neten, den Namen und Aufenthalt des Verfassers sowie den Nach- | Bewohner Nordschleswigs, hat na< den eingegangenen Berichten

weis über den Besuch der Akademie enthaltenden versiegelten Cou- verts, bis zum 1. November d. J. an die Direction der Königlichen Berg- Akademie, Lindenstraße 47 bierselbst, portofrei einzureichen. i Berlin, den 23, Juni 1865. Lottner, Bergrath.

Méíénisterium der geistlichen , Unterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Der Thierarzt erster Klasse Julius Wilbelm Si>ert zu Belgern isst zum Kreis-Thierarzt in den Kreisen Wanzleben und Neubaldensleben, Regierungs-Bezirks Magdeburg, ernannt worden.

Regierungsbezirk Stralsund. |

| wordenen

Akademie der Wissenschaften.

Jur Feier des Jahrestages ihres Stifters Leibniz wird die Akademie der Wissenschaften am Donnerstag, den 6. Juli, Nachmit- tags um 5 Ubr, eine öffentliche Sißgung veranstalten, zu welcher der Zutritt; auch ohne besondere Einladung durch Karten, freisteht.

Finanz: Ministerium.

Die Jiehung der 1. Klasse 132. Königlicher Klafsen - Lotterie

| wird nah planmäßiger Bestimmung am 5. Juli d. A: fru c Uhr | thren Anfang nehmen ; das Einzähblen der sämmtlichen 95,000 Loosen- | nummern nebs den 4000 Gewinnen gedachter 1. Klasse wird schon | heute Nachmittags 2 Uhr dur<h die Königlichen Ziehungs-Kom- | missarien im Beisein der dazu besonders aufgeforderten Herren | Lotterie-Einnehmer Hemptenmacher, Günther undUthemann "von bier öffentli<h im Ziehungssaal des Lotterie - Gebäudes statt-

finden. Berlin, den 4. Juli 1865. Königliche General-Lotterie-Direction.

Preußische Bank.

Monats-Uebersicht der Preußischen Bank, gemäß $. 99 der Bank - Ordnung vom 5. Oktober 1846. Ac 411.) a, 1) Geprägtes Geld und Barren 69,446,000 Thlr. ) Kassen-Anweisungen und Privat-Banknoten 2,035,000 » 3) ee UNIUNDE (ene pegppdt toe 100 83,259,000 4) Lombard-Bestände 13,892,000 5) Staatspapiere, verschiedene Forderungen und Aktiva 15,053,000 Daf tva, Banknoten im Umlauf 136,148,000 SCDOTEEH SECIITEIIIENE «ada dn dto a0 eee 21,157,000 Guthaben der Staat8-Kassen, Jnstitute und Privat-Personen, mit Einschluß des Giro- Verkehrs Berlin, den 30. Juni 1865. Königlich Preußisches Haupt-Bank-Direktorium. Dechend. Schmidt. Kühnemann. Boese. Herrmann. von Koenen. :

3,307,000

Abgereist: Se. Excellenz der Staats- und Minister für

| Handel, Gewerbe und öffentlihe Arbeiten, Graf von Jhenplißÿ,

nach Cunersdorf bei Wriezen a. O. Der General-Auditeur der Armee, Fle>, nach Glogau.

__Verlin, 3, Juli. Se. Majestät der König haben Allergnä- digst geruht : dem Vorstand der Botschafts-Kanzlei in Paris, Hofrath Gasperini, die Erlaubniß zur Anlegung des von der Königin

von Spanien Majestät ihm verliehenen Ritterkreuzes vom Orden

Carl ll}, zu ertheilen.

E E

Nichtamtliches.

_ Preußen. Berlin, 3. Juli. Die auf Anordnung der Königlichen Regierung Seitens des Königlichen Civil-Kommissarius, Freiherrn von Zedliß, dem Prinzen zu Hohenlohe übertragene Mis- sion zur näheren Jnformation über die Klagen und Beschwerden der

Ergebnisse geliefert , welche die Aufmerksamkeit der die Herzogthümer auf Grund des Wiener Friedens besigenden Mächte zu erregen geeig-

net sind. Erst die bevorstehenden weiteren amtlichen Untersuchungen | werden ergeben, inwieweit diese Beschwerden wirklih begründet sind.

Ohne diesen Untersuchungen irgendwie vorgreifen zu wollen , ist es do<h angemessen ; hon jeßt eine kurze Uebersicht Über den Inhalt derselben zu geben, um gegenüber den laut ge-

gebässigen FJnsinuationen fklar zu machen, daß allerdings Grund vorhanden 1var, durch eine Jnformation an Ort und Stelle der Bevölkerung die Gewißheit zu geben, daß ihre

Klagen wenigstens nicht ungehört verhallen, und daß es nicht die | Absicht der beiden, das Land regierenden Mächte ist, einen Theil der

| Bevölkerung, welcher auf ihren Schuy Anspruch hat, ungerechter

Behandlung preiszugeben.

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Eine erste Gruppe dieser Beschwerden bezieht sih auf die kirh- lihen und damit in so enger Verbindung stehenden sprachlihen Ver-

hältnisse. Es war natürlich, daß im vorigen Jahre sofort nach der | C eines Nachfolgers, welcher weder lesen no< \{reiben könne; über

Occupation des Landes die deutsche Sprache überall da wieder her-

gestellt wurde, wo sie durch die früheren dänischen Uebergriffe ver- | drängt worden war. Es geschah dies zum Theil durch Abstimmung |

in den Gemeinden, welche eine große Majorität für die deutsche Sprache ergab. Aber die Minoritäten beklagen sich, daß Einschüchterun- gen bei diesen Abstimmungen gegen sie geübt worden seien ; ste beklagen

sich, daß seit jener Zeit, namentlich durch die Vereinigung der beiden Herzog- zogthümer und die Unterordnung auch des Herzogthums Schleswig | unter die gemeinsame »Landesregierung«, die unmittelbare Einwir- | sage, in Flensburg und Gravenstein diese Anordnung dadur ver-

fung und Controle der Kommissarien in die Ferne gerückt sci, die

lokalen Behörden in den sprachlichen Verhältnissen in den Schulen | lele 1 " wiesen wären, welche nur regierenden Herren zuständen.

mit entschiedener Partheilichkeit verfahren, den Unterricht in der dä-

nischen Sprache allzusehr beschränken, und bei der Anstellung von Lebrern niht genug auf die Bedürfnisse der angeblih der Majorität | nach dänisch redenden Kinder Rücksicht nehmen. Das Bedürfniß und |

i anzusehen sind ist es nicht zu verwundern, wenn die Stimmung

die wachsende Bedeutung des Deutschen auch für sie selbst wird dabei

von den meisten willig anerkannk. Daneben treten Klagen über neu | erun; i “glaubt , eine feindliche , namentli< gegen die augustenburgische

angestellte Geistliche, ganz in derselben Art, wie sie früher von der deutschen Bevölkerung gegen die aufgedrungenen dänischen Geistlichen laut wur- den : daß dieselben weder der dänischen Sprache genug mächtig seien, um

in den gemischten Gemeinden auch bei dem dänischen Theile die Amtshand- |

lungen in einer würdigen, mindestens verständlichen Weise vornehmen, und den Kindern den geeigneten Religionsunterricht ertheilen zu kön-

nen; noch die Achtung der Gemeinden si< zu erwerben verständen, | albehôr / | und daß die Mehrzahl der Beschwerdeführer si< in dem Antrage

weil sie sich selbst von Parteiumtrieben nicbt fern hielten.

Es is mögli, daß bei der tbeils freiwilligen, theils gezwunge- | el | Kommission untersucht werden mögen, d. h. dur< eine Kommission, Geistlichen und den rasch und zum Theil provisorisch zu treffenden welche “nicht aus Sthleswig - Holsteinschen Beamten, in denen sie | die Träger augustenburgischer Tendenzen erbli>t, sondern aus preu-

nen und auch durch die Kriegsverhältnisse gebotenen Entfernung vieler

Einrichtungen Manches Einzelne vorgekommen, was bei geordneten und rubigen Zuständen einer Abänderung bedarf.

Die Beschwerdeführer beklagen sich aber zum Theil ganz be- sonders darüber, daß ihre Klagen und Eingaben an die Landes®- regierung unbeachtet und selbst ohne Antwort blieben. Es ist die

Ausgabe der Kommissarien von Oesterreich und Preuße, sich genau und 6 C h

persönlich von diesen Sachen zu unterrichten und gerade in diesen zarten, | eine Untersuchung und Abhülfe der Beschwerden auf dem bestehen-

das Gewissen der Einzelnen so nabe berührenden Punkten, die sorgfältigste | tanzen 1 / | auf unerwartete Schwierigkeiten stoßen , \o wird jener Antrag aller-

“dings zu berücksichtigen sein. i:

tungen in 5 Wochen gar kein Gottesdienst gehalten, daß in einem | nicht umhin können, seine Ausführung in Wien zu befürworten, da

| es ihr fester Wille is, Gerechtigkeit und Billigkeit gegen diejenigen

Rücksicht eintreten zu lassen. Wenn Klagen wie die , daß in einem Orte im Amte Hadersleben (Agerskow) in Folge der neuen Einrich-

andern (Düppel) weder am Gründonnerstage, no<h am Buß- und Bettage Gottesdienst gewesen, si< bestätigen sollten, so mup gewiß an eine andere Fürsorge gedacht werden.

Eine andere Gruppe der Beschwerden richtet sih gegen angeb- | g ; sche ümer n | Recht beklagt, nun von fanatischen Parteigängern gegen die dänisch-

liche Vexationen polizeilicher und anderer Art, die von untergeord-

neten Beamten gegen die dänisch redende Bevölkerung gerichtet sein | e 2 | ot wer i 1 el sollen. Da -diese Beschwerden Gegenstand amtlicher Untersu<hung | Partei bildet ein wesentliches Hinderniß der Consolidation der QU-

| stände in den Herzogthümern und ist geeignet, die Regierungen über

werden müssen, ist hier nicht näher darauf einzugehen. Es muß

aber do< bemerkt werden, daß in der That in vielen Be e | das Maß berechtigter Repression von Demonstrationen politischen | \ 7 mi ü R i j än | tionalität im Norden von Schleswig würden nicht allein unbillig, sondern

Charafters hinausgegangen zu sein scheint. Es macht einen eigen-

tbhümlichen Eindru, Klagen z. B. über das eigenhändige Entfernen | ) j ; | fortwährend in Aufregung halten und zur nothwendigen Folge

von Halsbändern mit dänishen Farben, von den Personen der

Tragenden, über die Bestrafung von Knaben, die auf einem Hofe | auf einer Harmonika dänische Melodien gespielt, über das Abreipen | pa von Ladenschildern in dänischer Sprache zu hören, Klagen, die | mark aber zugetban bleiben. So d 1 an die s{limmsten Fälle früherer Willkür, nur in umgékehrter Weije wohner des Herzogthums nur în einer Wiedervereinigung mit dem erinnern. Auch die Entfernung von Bändern mit dänischen Farben | Königreiche denjenigen Schuß und diejenige Hülfe zu finden glau- von dänischen Gräbern, wo eine natürliche Pietät am ersten einen | | 1 in ci S ig-Ht Wi

solchen Ausdru>k der Sympathie dulden kann, muß das Gefühl ver- | ist der Bestand dieses Staates immer neuen Erschütterungen ausge]eßt. ertigte Härte in der Behand- | ve!

| »Vineta« in diesen Tagen erwartet wird, um in weiterer Ausfüh- | rung der Allerhöchsten Kabinets-Ordre die Uebersiedelung der Ma-

Civilbehörde verdächtig waren, haben bereits ihren Weg in die Oeffent- rine-Truppen nach Kiel zu vermitteln, s haben sich zunächst die Viele Einzelheiten dieser Art mögen über- | Stäbe des Königlichen See-Bataillions und der Flottenstamm-Vivt=-

trieben oder unbegründet sein, eine strenge Ueberwachung wird | st

leßen. Andere Klagen über ungere<tf _HC A ' lung, Arretirung und Transportirung von Personen, die der Agi- tation und selbst nur der Verbreitung von Adressen an die oberste

lichkeit gefunden.

aber das Verfabren der lokalen Behörden jedenfalls bedürfen.

Eine besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die Beschwerden über Verfolgung von Beamten, die nicht Anhänger dr Augusten- burgischen Partei sind, wobei sogar Über willkürliche Eingriffe in den Organismus der Gemeinden und Corporationen geïlagt wird. Wir heben hier hervor die angebli eigenmächtige Entlassung dâni- cher Mitglieder des Deputirten-Kollegiums zu Sonderburg und die bis jezt unterlassene Ergänzung dieser Körperschaft dur< Wahl. Sämmtlichen Synsleuten der Augustenburger Harde soll die Frage vorgelegt sein,- ob sie für die Herstellung der Herzogthümer als Staat unter » ihrem legitimen Herzoge« thätig sein wollten ? Diejenigen, welche die Frage verneinten, sollen im Februar d. I. entlassen sein, einige angeblich »auf Ansuchen«, während doch feiner der Synsleute seine Entlassung gefordert hätte. Die Absezung des Kirchspielvoigts Petersen aus Studning soll erfolgt sein, weil derselbe nicht versprach, sein Amt im »shleswig - holsteinschen Sinne« zu führen. Geklagt wurde unter anderen über die seit drei Vierteljahren unterlassene

Berufung des Amtsraths zur Erledigung der Kommunal-Angelegen- heiten im Amte Hadersleben; über die angebli ohne Angabe der Gründe erfolgte Absegung eines Kirchspielvoigts und die Ernennung

cigenmächtige Entlassung und willkürliche Einsezung der Mit- glieder des Stadtverordneten - Kollegiums “in Hadersleben. Im leßteren Orte ist vom Magistrat und dem Stadtverordneten-Kolle-

| gium der Erbprinz Friedrih von Augustenburg als alleiniger [egitimer Landesherr proklamirt worden; und viele Beschwerde-

führer haben zu bedenken gegeben, welche Unpartheilichkeit sie wohl von Beamten zu erwarten hätten, welche, obgleich cin Landesreskript den Beamten die Betheiligung an politischen Demonstrationen unter- lezten, daß von ihnen öffentli<h dem Herzoge Christian Ehren er-

Bei diesem nur kurz und übersichtlih zusammengestellten Bilde der Beshwerden welche, wir wiederholen es, no< nicht als be- gründet, sondern nur der Aufmerksamkeit und Untersuchung bedürfend der Bevölkerung, die si< unterdrückt und partheiish behandelt

Partei gerichtete ist, wenn die Bevölkerung die Gegenwart des Erb-

"prinzen und seinen Einfluß als die Ursachen der Zerwürfnisse an-

sieht. Eben so ist es begreiflih, daß die Bevölkerung in die, zu- nächst von der Landesregierung, welche ein in vieler Beziehung

| selbsiständiges Mittelglied zwischen der obersten Civilbehörde und

den Lokalbehörden bildet, eingeseßten Beamten kein Vertrauen seht

zusammenfindet, daß ihre Beschwerden durch eine unpartheiische

bischen und österreichishen Beamten zusammengeseßt werde. Sie

| bitten die Regiecungen von Oesterreih und Preußen, die sie gegen- | wärtig als ihre Landesherrlichen betraten, dringend um die Bil- | dung und Entsendung ciner solchen Untersu<hungs-Kommission.

Zunächst wird es die Aufgabe der beiden Kommissarien sein, den, gewöhnlichen Jnstanzenzuge herbeizuführen. Sollten fie dabei

Die Königliche Regierung wird dann

zu üben, welche dur< den Wiener Frieden ihrer Sorge Übertragen

| sind, und da sie es niemals zugeben wird, daß dieselben Bedrückun-

d

en, über welche si< früher die Deutschen der Herzogthümer mit

redende Bevölkerung geübt werden. Das Treiben einer solchen

die Zukunft der legteren, wenn sie einen selbstständigen Staat bilden sollten, mit Besorgniß zu erfüllen. Bedrückungen der dänischen Na-

auch politish im höchsten Grade unklug sein, weil sie die Bevölkerung

haben, daß die Blicke der Nordschleswiger dauernd na<h Dänemark gewandt und ihre Sympathieen den Herzogthümern verloren, Däne- So lange die dänish redenden Be-

ben, welche ihnen in cinem Staate Schleswig-Holstein versagt wird,

Danzig, 1. Juli. (Westpr. J.) - Da Sr, Majestät Korvette

Sr. Majestät Kasernenschisf »Barbarossa« wird Mitte dieses Monats hergestellt sein und zur Aufnahme der Oeko- mic-Vorräthe und der beiden lezten Compagnieen des See-Bataillons bei der Ueberführung dienen. :

Breslau, 1. Juli. Vorgestern Nachmittag brah auf dem Neubau ‘der St. Miwaelskirche das 80 Fuß hohe Gerüst, auf dem sich gerade die Bauführenden nebs dem Kanonifus Dr. Klops< be- fanden, wahrscheinlich in Folge zu starker Belastung; zusammen- Alle oben Stehenden, mit Ausnahme des Kanonikus Dr. Klops<{; stürzten herab. Ein Handlanger wurde sofort erschlagen und ein Zimmermeister und ein Zimmerlehrling starben hon in der darauf folgenden Nacht an den empfangenen Verlezungen. Auch alle übri- gen Hinabgestürzten wurden erheblich verlegt, Und geben zum 2 heil wenig Hofsnung auf Erhaltung. 4

Am 29. ist Karl Gotthardt Graf v. Schaffgotsch, geb. 99, Mai 1794, welcher nur erst vor Kurzem seinem Bruder dem Grafen Leopold in dem Besitze der freien Standesberrschast Kyna| succedirt war, gestorben.

ion vorbereitet.