1865 / 159 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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darstellen. Auf dieser Vorderspalte sind drei Gedichte erhalten, ein deutsches, | die beiden ersten von einer | und derselben, das dritte von anderer Hand, alle drei aber im X11. Jahr-

| Hamburg. Jun den preußischen Listen fehlen die Parochieen und das Ein- heblichem literarischen Werthe ; es. bietet einen Abschnitt des sog. Wartburg- | friegeb- »nicht nur in älterer Niederschrist, als die Jenaer oder gar die Kol- | sondern auch in einer verständigerea, besser geordneten | und mehr in si selbst abgeschlossenen Fassung.« Von geringerem Interesse | ein lateinishes Lobgedicht auf Maria und | dessen » Sprachformen wie Schriftzüge auf eiuen | Schreiber niederrheinischer Herkunft deuten.« b) Der Deel der zweiten |

ein lateinis{hes und wieder ein deutsches,

hundert geschrieben. - Das erste Stück ist das wichtigste und von ‘er-

marer Handschrift,

sind die beiden anderen Stücke: ein deutscher Marienleich,

-

Handschrift enthielt ein doppel

deutscher Sprache. Die unter a. genannten Bruchstücke, in Deut]

des Königsberger Ordenshauses, für dessen Bibliothek der Codex,

Preußen einen neuen Beitrag liefern. Un 20M

Auftrage des Grafen Poninski die Familiengruft desselben in der dortigen

Pfarrkirche durch Malerei zu verzieren im 45. Lebensjahre gestorben. Für | ibm ausgeführte malerische | im erzbischöflihen Palast und des | Auch hat er viele andere Kirchen Schlösser und Privat- |

seine künstlerische Befähigung spricht die von Ausshmü>ung des Doms, des Saals Rathhaussaales. i d i häuser in der Provinz Posen künstlerisch verziert und mit Fresken und mannigfachen Malereien ausgestattet. Er hatte seine Studien in Berlin und Rom gemacht und war aus Danzig nach Posen übergesiedelt.

Am Sonntag, 9. Juli, j tellu sr nisch-westfälischen Kunstvereins in den Sälen der Akademie in Düssel- dorf eröffnet. Man hat dieses Mal einen anderen Modus dabei befolgt, wie es in früheren Jahren üblich war: es müssen alle auszustellenden

Kunstwerke gleich vom ersten Beginne an da sein, und es wird nach dem | Man hat bei dieser neuen Einrichtung den Wünschen der bisherigen Opposition innerhalb |

festgestellten Ablieferungstermine nichts mehr angenommen.

des Kunstvereins nachgegeben und damit jedenfalls auch dem besuchenden Publikum einen Dienst geleistet, welches früher immer nur einen Theil der Kunstwerke zu sehen bekam. Die Ausstellung wird nur vier Wochen dauern : ;

Statistische Mittheilungen.

_ Die Militair-Kommission wird in diesen Tagen, wie die » A. Z.«

äbrt, an den Bundestags-Ausschuß in Militair-An elegenheiten ihren Be- | 5 @ l: ang. _ ) erfährt, J {uß 9 ) | 122 Kapellen und Betsäle, 644 Hauptgeistliche, 35,947 Taufen, 19,465 Con-

richt über den Stand des Bundesheeres im Jahre 1865 abstatten. Nach

der von der Kommission übergebenen Generalübersicht von dem Friedensstand |

des deutschen Bundesheeres, wie solche sih nach den für 1865 eingegangenen Standesübersichten der einzelnen Bundes-Kontingente ergiebt, betragen die Bundes-Kontingente von Oesterreich 8388 Pferde; Württemberg 30,341 Mann und 3195 Pferde Baden 19,767 Mann und 2344 Pferde j i und 1260 Pferde; Sachsen 28,574 Mann und 3507 Pferde; Nassau, Lim-

burg und Luxemburg zusammen 22,457 Mann und 2135 Pferde; Hanno- ver 27,541 Mann und 3699 Pferde; Braunschwei, Meelenburg-Schwerin, | Hamburg | vier- |

Mecklenburg - Streliß, Oldenburg, Lübe>, Wicinen und zusammen 23,054 Mann und 1897 Pferde; die übrigen zehn Staaten, welche die Reserve - Jnfanterie- Division bilden, ein Kontingent von 19,845 Mann und 92 Pferden.

stellen

111,400 Pferde. } Erläuterungen begleitet, denen wir das Folgende entnehmen: Aus den Standesübersichten sei zu erschen , daß mit wenigen Ausnahmen ‘überal das Bestreben vorwalte, den Bestimmungen der Bundes- Kriegsverfassung zu entsprechen und den Zustand des Bundesheeres möglichst zu vervollkommnen. Insbesondere sei als eine erfreuliche Thatsache darauf hinzuweisen, daß sih ledigli<h bei

Ganze nur eine verhältnißmäßig geringe Wirkung äußerten. Unter den im Jahre 1864 stattgefundenen Neuorganisationen sei vorzugsweise der ver- änderten Organisation zu gedenken , welche Oesterreich und Preußen

gegeben hätten. Bei

ihrer Artillerie ren die Anzahl der Offiziere nicht das vorgeschriebene Streliß 3, Hamburg 3/

fehlten in Luxemburg Â, Weimar 8 und Lippe 6 Offiziere. Auch der Stand der schaften, welcher nach der Bundesforderung bereit gehalten

Mann- werden Weimar , wo

Meiningen, wo 304, 80 und Frankfurt, wo 43 Mann

fehlten.

Meiningen, Schwarzburg-Sondershausen und Liechtenstein. Die Militair-

Kommission erfucht \cließli< die hohen Regierungen wiederholt, auf die | Beseitigung der bei den bezüglichen Kontingenten wahrgenommenen Mängel |

hinzuwirken.

_ Statistik des evangelischen Rath Dr. G. Zeller, Mitglied des württembergischen statistischen Bürtau's, hat nah den von der deutsch - evangelischen Kirchen- fonferenz veranstalteten Ermittelungen den ersten dankenöwerthen Versuch gemacht, Beiträge zur fkirhli<en Statistik des evangelischen

Deutschlands.

paltiges Quartblatt aus der zweiten Hälfte | des XlV. Jahrhunderts mit einem Bruchstücke eines geistlichen Ae in and ge- schrieben, stammen, aller Wahrscheinlichkeit nach, aus dem Pergamentvorrathe | wie aus | den abgelösten Urkunden zu ließen, gebunden worden is. Die Bruchstücke | haben demnach, abgesehen von ihrem selbstständigen Werthe, noch insofern | ein besonderes Interesse, als sie zur Kenntniß deutscher Dichtwerke im alten |

ist der in Posen wohnhafte Maler Bonk uner- | wartet am Scthlagfluß in Wreschen , wohin er sich begeben hatte, um im |

292,107 Mann und 30,740 Pferde; | Preußen 238,706 Mann und 54,089 Pferde; Bayern 67,012 Mann und

Großherzogthum Hessen 12,944 Mann

Die Gesammtstärke der Bundesarmee im Jahre 1865 beträgt demnach 712,346 Mann und | Die Militair-Kommission hat diese General-Uebersicht mit | s : zt au i Pom: ei | Guts-Jnspeftoren zu einem provisorischen Comite vereinigt, um einen Verein | zur Unterstüßung von landwirthschaftlichen

einigen der | kleineren Kontingente Abweichungen von den bundesgeseßlichen Vorschristen | bemerkbar machten und daß die hiermit verbundenen Nachtheile auf das | utendst Î | Bestehen 2095 Mitglieder und besißt außer einigen Asylen für emeritirte und

mehreren Kontingenten erreiche | Minimum, #0 | Meiningen 8, |

Die Dauer der Prüfung des einzelnen Mannes sei noch nicht den | Bestimmungen der Bundes-Kriegêverfassung gemäß geregelt in: Luxemburg, |

Der Finanz- | obgleich

Deutschlands zu liefern. Diese statislishen Notizen entsprechen dem Stande des Jahres 1862 und umfassen die sämmtlichen deutsch-evangelischen Landeskirchen mit Ausnahme des Herzogthums Gotha und der freien Stadt

fommen der Geistlichen. Für Berlin war eine Reihe von Rubriken gar nicht aúsfüllbar. Die Zahl der Evangelischen im deutschen Bundesgebiete wird auf 20,599,442 angegeben. Nimmt man noch die außerhalb des Bundesverbandes stehenden Provinzen Preußens und Schleswig dazu, so stechen sich in Deutsch- länd 25,6 Millionen Katholiken und 23,8 Millionen Evangelische gegenüber, neben 600,000 Juden und ctwa 60,000 Dissidenten. Das evangelische Deutschland, Üüber' das die kirchlichen Tabellen Auskunft geben , {ließt 22,577,328 Evangelische in sid, wobei Gotha, Hamburg, ‘Bremen und Luxemburg fehlen, dagegen die Provinzen Preußen und Posen und die Super- intendenz Lemberg eingerechnet sind.

Auf diesem Gebiete zählte man ün Jahre 1862: 18,443 Kirchen, 2753 Kapellen und Betsäle, zusammen 21,196 evangelische Kirchengebäud e, 11,550 Geistliche, ohne die Kandidaten und ohne 450 öffentliche Diener, bei denen die geistlichen Functionen Nebenamt sind. Die Zahl der“aftiven Kandidaten beträgt etwa 2000 und so is hiernach der Fall , daß ein Geistlicher mehr als eine Kirche versicht, wie in den Filialgemeinden namhaft, häufiger, als daß mehrere Geistliche an "einer Kirche functioniren. i

Die Zahl der Parochieen beträgt mit Ausschluß Preußens für das cevan- gelische Deutschland: 7632. Nach derselben Proportion zwischen Geistlichen und Parochieen würde dies etwa 5670 preußische Parochieen ergeben und beiiefe sich sonach die Gesammtzahl auf 13,300 selbstständige kirchliche Lofal- gemeinden. Eine Parochie hat in Holstein durchschnittlich 3821 Angehörige, in Sachsen-Weimar 88 in Sachsen 2347, in Oesterreich 1762, in Hanno- ver 1479, in Württemberg 1296, in Baden 1248, in Bayern 1209. Eben

| so kommt ein Geistlicher in Sachsen - Weimar auf 843 Einwohner, in Bayern auf 1102, in Württemberg auf 1183, in Hannover auf 1400, in wird die diesjährige Ausstellung des rhei-

Oesterreicy auf 1695, in Preußen auf 1780, in Sacbsen auf 1981, in

| Holstein auf 2788, in der Provinz Preußen auf 3104. Das Einkom-

men der Geistlichen ist im Allgemeinen in den norddeutschen Ländern weit ansehnlicher, als in den süddeutschen. Der kleinste Betrag fällt auf die Geistlichen in Oesterreich mit 403 Thalern (für die helvetische Konfession nur 326) und in Bayern mit 455 Thalern. Der Durchschnitt der Jahreseinnahme beträgt 673 Thir. Ueber diesem Durchschnitt stehen: Hannover, Sachsen, Oldenburg, Braunschweig, Holstein, Anhalt ( Dessau 99, Bernburg 1063) und Meeflenburg (Schwerin 1011, Streliy 1065). Es wurden im Laufe

| des Jahres 1862 in dem Kirchengebiete der Eisenacher Konferenzen 811,598

Kinder getauft, worunter 15,790 Jäh- (Noth„) Taufen, (außerdem 47,807

| todtgeborne oder vor der Taufe gestorbene Kinder!) Man zählte 439,476 Konfirmanden, 191,852 Trauungen, 2106 Ehescheidungen, obne die Stadt | Berlin und das Herzogthum Coburg , wo die Qiffern fehlen, und 621,468

Beerdigungen , darunter 378,195 unter Mitwirkung des kirchlichen Amtes. “Die Zahl der deutsch-evangelischen Kommunikanten betrug im Jahre

1862: 13,335,770, also 84,6 Procent der Berechtigten. _ Aus den General - Tabellen heben wir noch hervor: auf eine Million Einwohner kommen im evang. Deutschland 661 Parochien 817 Kirchen,

firmirte, 8497 Trauungen, 134 ohne evang. Trauung abgeschlossene Ehen, 93 Ehescheidungen, 133 zur evangelischen Kirche Uebergetretene, 120 aus der evang. Kirche Ausgetretene, 590,672 Kommunikanten, 16,916 Beerdigungen unter Mitwirkung des kirchlichen Amts, 8659 ohne dieselbe, 2117 Todtge- borne und vor der Taufe Gestorbene. Auf einen Geistlichen kommen 10e Einwohner, 56 Taufen, 30 Konfirmirte, 13 Trauungen, 916 Kommuni- kanten und 26 Beerdigungen. Es kann nur dringend gewünscht werden, daß diese statistischen Erhebungen periodisch, etwa je nah 10 Jahren, wie- derholt werden.

Gewerbe- und Handels-Nachrichten.

Wie bereits früher in den Provinzen Brandenburg, Preußen und Schlesien geschehen, haben sich jezt auch in Pommern einige Gutsbesiger und

Beamten zu gründen, Der Verein bezwect Vermittelung von Stellengesuchen, Unterstühung von land-

| wirthschaftlichen Beamten bei Dienstlosigkeit und Krankheitsfällen und Pen-

sionirung derselben bei Jnvalidität oder Alter. Zum Entwurf der Statu- ten 2c. werden die Landwirthe der Provinz Pommern auf den 28. Oftober c. nach Stettin eingeladen. Von den in anderen Provinzen bestehenden ähn-

lichen Vereinen ist der \{lesische der bedeutendste. Er zählt nach vierjährigem

invalide Beamte ein Verein8vermögen von ca. 50,000 Thlr.

Aus dem Wreschener Kreise, 4. Juli, wird der »Pos. Ztg.« ge- schrieben: Seit dem 1. Juli ist der Zoll für die Einfuhr von Getreide, Holz und Schafen, mit Ausnahme der Hammel, aus Rußland, aufgehoben worden, welche neue Bestimmung besonders den Einwohnern der Grenzkreise

sehr angenehm ist, weil dadurch wieder eine den Verkehr mit dem Nachbar- lande hemmende Schranke gefallen ist, So wenige Tage diese neue Ein-

solle, werde ‘nicht erreicht von Luxemburg, wo 267, Bremen, wo 122, | rihtung erst gilt, so macht sich doch dieselbe durch lebhafteren Verkehr auf

| der Hauptstraße unjeres Kreises /

die nach Rußland führt, schon recht be- merkbar. Jn Folge dieser Anordnung aber wird, sicherem Vernehmen nach, das Hauptzollamt in Pogorzelice aufgehoben und ein Theil dieses Bezirkes mit dem Strzalkower, der andere mit dem Podzamczer Steuerbezirke ver- einigt werden. Nicht nur die Einfuhr der Produkte von Rußland nach Preußen hat eine Steigerung in der lehten Zeit erfahren, sondern auch der Personenverkehr is jeßt ein so lebhafter geworden , wie noch niemals, und eine zweimalige tägliche Postverbindung zwischen der Grenz - Post- station Strzalkowo und Posen stattfindet, so reicht diese doh nicht hin, um alle Reisenden zu befördern. Diese Beobachtung kann zu dem Schlusse

| führen, wie erwünscht dem Publikum die projektirte neue Eisenbahn zwischen Warschau und Posen und wie rentabel dieselbe sein wird,

vereinsländisches la>irtes Leder i dische Kinderspielwaaren 46 Lire, französishe 40. Wir denken, diese Zah- | len sprechen für sih selbst.

Gesellschaft gebildet zum Zwed>e Fischereien an der norwegischen Küste ergiebiger zu machen. Die Gesellschaft hat bereits mit denen, haben, Kontrakte über unbegrenzte Lieferung von Hummer und Lachs zu bestimmten Preisen abgeschlossen. port angekauft, und im Falle das Geschäft günstig ausfällt, sollen noch mehr Dampfschiffe angeschasst Fische auf den Makrelenfischerei, die jezt in vollem Gange ift, liefert einen bedeutenden Er- trag, nachdem diese Fischart, die land sehr viele Nachfrage gesunden hat. N Tage nahe an 84,000 Stüú> frische Makrelen in Eisverpa>ung ver- andt, von 24,000 Stü> Reichsmünze (9000 Thlr. Pr. Cour.) gefangen und mit zwei Dampfschiffen in 3000 Kisten von Fracht für 1300 Kisten, die mit dem einen Schiffe nach Hull gingen, betrug 4700 Thlr. Reichsmünze (1175 Thlr. Pr. Cour.).

»Seit dem 3. Juni haben wir in hiesiger Gegend nach der so lange an- haltenden Dürre im Mai gehabt, wodurch sich das Sommergetreide und die Feldfrüchte so erholt haben, daß man mit Recht eine gute Ernte erwarten darf, und sogar das Winter- getreide, von dem man im Mai jeßt bedeutend besser und verspricht gut zu s{ütten, nur furz ist. Nur auf den Raps halte das anhaltende feuchte Wetter keinen Einfluß mehr; er ist als gänzli mißrathen zu betrachten und mußte an den meisten Orten unseres Kreises umgepflügt werden,

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folgende fremde Staaten dur< Kommissare vertreten:

Nortong /

hans, und endli Rußlaud

A 192)

Bei der Allgemeinen Jndustrie - Ausstelung in Stettin waren |

Ueber den Stand der Getreidefelder im Königreich Polen

i die Nordameri- | gehen, wie man der »Osis. Jtg.4 schreibt, v Sei ie ni - fanishen Freistaaten durch Dr. L. J. Czapsfkay aus San Francisco; | gendsten Nachrichten “t Star Mrniiteroom-afler- Seiteir per See

Schweden, Professor Fo> aus Stockholm; Belgien, Legations-Secretair

Die im Mai herrschende Dürre unddie unauf-

| Ÿ i : | | höôrlihen Regengüsse im Juni haben der Winter- wi S Oesterreich; Jngenieur Wottiÿ, Dr. Kreuzberg und v. Hohen- | F pen A : E E S Aa,

bru>; Württemberg, Regierungs-Affessor Vischer; Baden , Lehrer Jung- | dur< den hiejigen russishen Konsul. Die Ausstellung wurde in den 52" Tagen, an denen sie geöffnet war; von circa Personen gegen Billets zu 15 Sgr., 10 Sgr., 5 Sgr. 2c. besucht, |

a i P e Z aaf e Ir L Mißernte in Aussicht steht. n den niedrig gelegenen Gegenden sind sogar die Kartoffel s [t und daher arößtentheils umgepflügt worden. s As

darunter 127,720 Personen zu 5 Sgr. und zu besonders ermäßigten Preisen |

(Arbeiter und Militairs). Besucher auf Partout-Karten zu 3 Thlr. und Aussteller - Partout - Karten zu 1 Thlr.

Württemberg. Der von der Königl. Centralstelle für Gewerbe und

delsfammern hat so eben die Presse verlassen. Stuttgarter Handelskammer für den Abschluß von der Schweiz, mit Rußland und mit Jtalien aus. Jnöbesondere ist es das leztere, mit welchem viele Industrielle mit Zuschriften an die Handels-

fammer dringende Wünsche nach Verkebrserleichterungen ausgesprochen haben, | @ ee; : ‘si e h! : : ,

nachdem Oesterrei, Frankreich, Großbritannien h die S e dem | Kommission die Gebicgebahn venn worden und wird die Sirede Koh!- sionen erlangt haben, welche den vereinéländischen | Die Erzeugnisse, mit | welchen die württembergische Jndustrie bereits jeyt den italienischen Markt | beschi>t, sind: Leder, lohgare Sorten verschiedener Art, namentlich Zeugleder, |

m c *

neuen Cinhbeitsftaate Konze} Handel dahin erschweren oder unmöglich machen,

so wie la>irtes Leder ; Leinwand, bedructe Calico'8, wollene Rundstuhlwaaren ; Sensen und etivas Messerwaaren, chirurgische Jnstrumente ; Go waaren ; la>irte Bleh- und Plaquéwaaren; Spielwaaren, Stô>e und Goldrah-

Dazu kommen noch die nicht speziell gezäblten |

Handel in Württemberg jedes Jahr veröffentlichte Jahresbericht der Han- | Untex diesen spricht sich die |

Eisenbahn - Angelegenheiten.

a Jn Bezug auf den Bau der Haffbahn hört die Ost. Ztg.«, daß auf Veranlassung der Regierung nur die Vorarbeiten am 10. d. Mts. in Angriff genommen werden sollen, über die definitive Bildung einer Bahn-

Handelsverträgen mit | gesellschaft aber noh nichts bekannt geworden ist.

___— Gebirgsbahn. Am 3. und 4. d. M. is, wie- die »Prov. Ztg. f. Schles « meldet, dur< den Regierungs-Rath Herrn Mahlberg und eine

furt-Lauban-Greiffenberg-Reibniß definitiv am 1. August dem Verkehr übergeben werden. Die Brü>e bei Langenöls scheint nicht so ge- fährlich zu sein, als man in den öffentlichen Blättern oft gelesen hat, denn sie wird vorläufig bleiben wie sie ist.

Posen-Warschauer Eisenbahn. Die russssche Regierung hat

iv. u Silbéc- die jenseitige Stre>e der Posen-Warschauer Eisenbahn nicht, wie es = | ursprünglich projektirt «war , in der Richtung auf Kutno, sondern, wie der

S E 3 E r |_»Osisee Btgis 1 »i i i | 2 Í 0 j men ; musikalische Jnstrumente ; Cichorie ; Farben, Krappla>, Anilin u. st. w. Für | îisee Ztg « gemeldet wird, in Richtung auf Lodz dbste>en lassen. Die viele dieser Artikel is der Handel mit Jtalien bereits von entschiedener Be- | g A R y :

l S : / D | Kolo, Lodz und R'okic ) dien - S deutung und fönnte noch für manche andere, wie buntgewobene Baums- | N Diese diele, de O N Vir MMMILOLLO I R R Be

Vorarbeiten sind bereits beendigt und die festgestellte Linie geht über Konin,

ollstoffe leinene G dor trinoli Weiß : 26; : 3 ; : wollstoffe, halbleinene Gewebe, Korsetten, Krinolinen , Weißwaaren u. }. w. | stätigung vorliegt, ist jedenfalls die vortheilhaftere, weil sie ‘die reichen Ge- | treidekammern der Koniner Gegend , die zahlreichen Zuckerfabriken des Kreises

vortheilhaft werden, wenn die Begünstigungen, welche jeht die obengenann-

ten Staaten in Jtalien genießen, auch dem Zollverein zu Theil werden | @

würden. Jn Folge der zwischen diesen Staaten und Jtalien abgeschlosse-

\ j

enczyc und die Fabrikstädte Lodz, Zgierz, Ozorkow 2c. auf kürzestem Wege

mit den deutschen Handelspläßen in Verbindung bringt. Sie stellt der

nen Handelsverträge sind aber bereits mehrere Jndustriezweige zu Schaden | Posen-Lodzer Bahn eine bedeutende Rente in Aussicht

gekommen und in Gefahr, mehr und mehr vom dortigen Markte verdrängt

zn werden. Jtalien macht nämlich einen doppelten Tarif geltend; einen Rußland und China Unterhandlungen wegen telegraphischer Ver-

Konventionalzoll gegenüber denjenigen Staaten, mit welchen es in neuester

E g : : s it Handelsvertiage eingegangen ha ind einen allge e R de 1 Trt éi Pe an h / L Zeit Handelsverträge eingegangen hat, und einen allgemeinen Zoll gegen- | wünschen, daß dieses in politischer wie kommerzieller Hinsicht so bedeutungs-

| volle Unternehmen zu Stande käme.

über allen anderen Staaten. Die Positionen des lehteren sind fast durchgängig höher als die des ersten, und das Mißverhältniß zwischen beiden wird no<h dadurch erhöht, daß die Länder, deren Euzeugnisse no< einen Kriegsfostenzuschlag von 15 pCt. zu zahlen haben. einige Beispiele anzuführen, so zahlt Allgemeiner Tarif: Leder (gewisse Sorten)... 100 Kil. 40 Lire. 100 Rit. 19 Yive; » jede andere Sorte » 20,» » 19,» » lad>irtes j 100 » » Leinwand, wenn in 5 Millim. weniger als 6 Fäden in der Qi E A : 100» O Y Leinwand, mehr als 6 Fäden p 100 » Q P Goldleisten und Rahmen » 100 # Chirurgische, mathematische Jn- strumente » ZO F » Kinderspielwaaren A7 40 » » 40 » Mit dem Kriegskostenzuschlag von 15 Prozent zahlt somit z. B. zoll- 115 Lire, französisches 80, zollvereinslän-

Conventionaltarif:

10 Lire.

In Hull hat sich, der »H. B. Qtg.« zufolge, eine große Actien-

die großen Lach s- und Hummer-

welche über die Fischereien die Aufsicht Qwei Dampfschiffe sind für den Trans- und diese so gebaut werden, daß die

gebracht werden fönnen, um von da durch England verbreitet zu werden. Die

lebend nah Hull

Eisenbahnen

in Eisverpackung versandt wird, in Eng- Von Hangesund wurden im Laufe Bei Christiansand wurden in einer Nacht Makrelen zum Werthe

da nach England expedirt. Die

Landwirthschaftliche Mittheilungen. Aus dem Wreschener Kreise wird der »Pos. Zkg.« berichtet : ein eben so lange Zeit anhaltendes Regenwetter

eine gänzliche Mißernte prophezeite- steht wenngleich das Stroh

10 % d. W. |

| j

| |

Die »R. S. P. YJ.« schreibt: Es geht das Gerücht, daß zwischen bindung der Städte Peking und Kjachta stattfinden. Es wäre zu

L ] Auch wird andererseits versichert, England habe den Wunsch geäußert, einen Telegraphendraht von Peking über

bei ihrem Eingang in Jtalien nach dem allgemeinen Tarif besteuert werden, | S Nictbrding Ctebol's L Cla dürste diese Route der telegraphi-

eniger vortheilhaft sein , als die

Um nur | erstere. Es wird interessant sein, zu erfahren, für welches Projeft die <ine- | sische Regierung sich entscheiden wird,

Telegraphische Witterungsherlchte,

, Baro- |Lempe-, | meter, | ratur. Paris. | Réau- ! Linien. mur. |

8eobachtungszeit. Allgemeine

Wind Himmels-

; L j ansieht.

Sa. 0 C

8. Juli

15,4 14,7

14,7 11,6 16,0 162 15,0 15,0

Auswärtige

Pa Ls Brüssgsel....

338,2 336,6

333,5 909,7 336 5 337,0 332,4 334,2

SS0., schwach. SW,, schwach.

schön, schön, Regen in Zwischenräumen bedeckt. bedeckt. bewölkt. bedeckt. bewölkt. heiter, in d. Nacht starker Regen u, Sturmwind, gestern Abend SSW. schwach, am Tten er. Maxim. 20 8°, Minim. 10,5°. bewölkt. bed., regnerisch. Regen.

S., schwach. Windstille. SW., s8chwach, S0., mässig. Windstille, SSW,, schwach,

para k Helsingfors Petersburg

Moskau ….. Stockholm .

Skudesnäs . Hernoesand Christians. .

431,6 11.2 331,9 9,8 391,6| 9,7

S, frisch, SSO0., mässig. W., schwach.

PreusíSische StativunedD.

8, Juli.

S, mässig.

W.. schwach. NW., schwach. SW., schwach.

trübe.

heiter.

heiter.

heiter, gestern Nehm. Gewitter u, Regen.

ziewlich heiter, Gewitter Abds. und Nachts.

WSW., schwacech. [heiter, gest. Gew.

Memel. Königsberg Danzig««<««- Putbus

336,1 336 6 337.0 339,2

15.4 172 14-3 14,7

Cöslin 336,9| 164, |SW., mässig.

Steitin 15,32

3308/2