1865 / 185 p. 4 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Reuß. Gera, 6. August. (L. Ztg.) Bei der vorgestern bier stattgehabten Wahlmännerroahl für den Landtag erschien von den circa 1200 Wählern biefiger Stadt ungefähr der zwölfte Theil.

Hesterreich. Wien, 6. August. Justizminister R. von Komers hat seinen Amtsantritt den cisleithanischen Ober-Landes- Gerichts-Präsidien und den unterstehenden Justizbehörden mit. einem vom 29. Juli datirten Rundschreiben notifizirt, in welchem es heißt: i :

heit: Absichten Sr. Majestät sind einzig und allein dahin gerichtet, das Wohl feiner Völker dauernd zu gründen und thätigst zu fördern ; wir müssen es ats unsere Lebensaufgabe- betrachteny-zur- Verwirklichung dieser ‘hoch- herzigen Absichten , Jeder in seinem Wirkungskreise , nach Möglichkeit beizutragen. Vom Richterstande, der dazu berufen ist, im Namen Sr. Majestät das Geseg zu handhaben und. das Recht zur Geltung zu bringen, muß i unerschütterliche Treue an den Monarchen ‘und strenge Unparteilichkeit vor Allem und unbedingt fordern. Aufopfernder Diensteifer und makellose Ehrenhaftigkeit müssen den Mann auszeichnen, in dessen Hände der Staat das wichtige Amt des Richters legt. Er wird aber für seine Aussprüche nur dann das allgemeine Vertrauen gewinnen, wenn er bei der Schöpfung der je j teistellung fremd, stets das Geseg und nur das Gesey im Auge behält. Die Gerichtssäle müssen Hallen der Gerechtigkeit bleiben und. dürfen nicht zur Arena politi- \cher Kämpfe werden. Dabei muß si der Richter stets gegenwärtig hal- ten, daß er zum Diener des Staates nur 1m Interesse der Bé- völferung bestellt ist j daß die Parteien von ihm richterliche Ent- scheidung erwarten , aber feine Gnaden beanspruchen y er muß sie daher auch. mit_ Würde, aber zugleich mit jenen Rücksichten be- handeln, die der Bürger dem Bürger suldet. Nur dadurch vermag er jene aufrichtige und dauernde Achtung der Bevölkerung zu gewinnen, deren er in seiner amtlichen Wirksamkeit bedarf. Oft in die traurige Nothwendig» feit verseßt, das Strafsgeseÿ gegen Jene, die es verleßzen, anzuwenden, möge er dies mit leidenschaftsloser Ruhe thun, und selbs mit der nothwendigen Strenge jene Humanität vereinen, welche auch in dem Schuldigen noch den verirrten Menschen erkennt. Diese Grundsäye entspringen flar aus der Natur unseres richterlichen Berufes, und ih bin nicht nur überzeugt, daß

.

Euer *** dieselben von jeher theilten, sondern rechne mit Sicherheit darauf, daß Sie denselben in dem Thnen anvertrauten Wirkungskreise nach jeder Richtung hin volle Geltung zu verschaffen wissen werden. « : Pra g, 0. August. (Dresd. J.) In Wien tritt {hon nächster Tage auf Veranlassung des neuen Finanz-Ministers, Herrn Grafen Larisch, eine Enquête-K ommission zusammen, welche sich mit der Auffindung von Mittela zu befassen haben wird, dur<h welche die Verbrauchsteuer von Spirituosen und Zuer auf das Zwe>- máäßigste. mit möglichst geringen Regiekosten eingehoben werden fönnte. Diese Berathungen y welchen eine Anzahl Gutsbesiger und Industrieller aus verschiedenen Kronländern beiwohnen wird , sollen {on am 12. August ihren Anfang nehmen. Aus Böhmen sind von dem Herrn Finanz - Minister die Herren Bachofen v. Echt und D: Doubef berufen worden. Es sind somit, wie man allgemein annimmt, Ersparungen bei dem. Modus der bung im Werke. Das Hauptverlangen , mit jegt die tschechischen Föderalisten beschäftigen und über welches tägli Artikel erscheinen , betrifft die Einberufung eines »(Henerallandtages« der Länder der böhmischen Krone. Es ist darunter eine Vereinigung der speziellen Landtage von Böhmen, Mähren und Schlesien zu verstehen. Dieser »Generallandtag<« oll über die staatsxechtliche Stellung der »böhmischen Krone« verhan- deln und zwischen ihm und der Regierung soll eine Vereinbarung bezüglich der Verfassung Oesterreichs stattfinden. Es ist nicht über- flüssig, zu bemerken, daß diese ¿Forderung nur hier in Prag ausge- prochen wird; in Mähren und Schlesien würde man si< gegen cinen solchen Generallandtag in Böhmen bis zum Aeußersten sträu- ben. Die hiesigen Föderalisten behaupten , die Einberufung dieses Generallandtages sei im Oftober-Diplom begründet.

Belgien. Brüssel, 6. August. (Köln. Ztg.) Der König Leopold befindet sich thatsähli< im besten Stadium der Genesung; er geht und fährt täglich spazieren und hat selbst seine Abreise nach Ostende auf den 11. d. angeseßt. Der Herzog von Brabant weilt mit seinen Kindern in Ostende, der Graf von Flandern reist in der Schweiz umher. Herr Frère, welcher vorgestern eine lange Audienz beim Könige hatte, tritt in den nächsten Tagen eine se<hswöchentliche Reise dur< ganz Deutschland an. Der »Moniteur« wird vor- aussihtli<h in den nächsten Tagen den Schluß der Session durch Königsexlaß verkündigen, da man dem Gedanken entsagt hat, den Senat während der gegenwärtigen Reise- und Badesaison in stimm- sähiger Anzahl versammeln zu fönnen.

Frankreih. Paris, 6. August. Die Ernennung des spanischen Senators Salvador Bermudez de Castro , Marquis de ama, an Mon's Stelle zum Gesandten in Paris ist jeht offiziell bier angezeigt. Dieser spanische Diplomat war früher Gesandter in Mexiko , sodann Gesandter in Neapel. Jm Jahre 1853 ward er von Lersundi für Paris ernannt, nahm den Posten jedoch nicht an. Der Marquis de Lama hat auch als Schriftsteller einen Namen und gehört durch seine Biographie des Staatssecretairs von Philipp 1L, Antonio Perez, zu den ausgezeichnetsten spanischen Historikern.

Der -Moniteur« veröfsentliht heute das von Plombières),

4. August , unterzeichnete Dekret , welches Herrn Thouvenel zum Groß-Referendar des Senates ernennt.

Dasselbe Blatt enthält einen Bericht des Marine-Ministers und ein ausführliches Kaiserliches Dekret über die Reorganisation des ärztlihen Personals und Dienstes in der Marine.

Spanien. Aus Madrid, 9. August, wird telegraphirt ; »Der italienishe Gesandte , Marchese Tagliacarne, is gestern vom Staatsminister empfangen worden und wird. von. der Königin gleih nach ihrer Rückkehr aus den basfishen Provinzen empfangen werden. «

Die »Epoca« meldet, daß die mit der englischen Post eingetrof- fenen Nachrichten aus San Domingo ernster Natur sind. Die zwischen General Gandara und den Kommissaren der Landes-Regie- rung abgeschlossene Uebereinkunft ist von lehterer nicht genehmigt worden. Die von dem spanischen General als unerläßlich geforder- ten Garantieen für die Personen und die Interessen eines Theiles der Bevölkerung von Domingo werden nicht beachtet, und er hat deshalb eine Proclamation erlassen, in welcher er exklärt, daß 1) Spanien, indem es die Jusel räumt, si< alle Rechte einer Wieder- einverleibung derselben vorbehält, daß 2) der Krieg zwischen Spanien und San Domingo fortdauert, und daß 3) die Blokade aller Häfen und Küsten von San Domingo fortdauert.

Portugal. Aus Lissabon vernimmt die »Epoca«, daß die Königin Pia eine sehr glückliche Niederkunft gehabt hat. Der fleine Prinz erhält den Namen Victor Ludwig, sein älterer Bruder, der Kronprinz, heißt Karl Albert, wie sein Großvater mütterlicher- seits. Man glaubt jeßt vielfach an das Zustandekommen eines Fusions-Cabinets der beiden Parteien Saldanha und Loulé. Infant Don Sebastian gedenkt, si<h in Portugal bleibend - nieder- zulassen.

Italien. Die »Jtalie« erklärt wiederholt, der König habe in Valdieri mit Sartiges keine Unterredung, sondern bereits Valdieri verlassen gehabt, als der französische Gesandte von Rom eintraf. Wie dasselbe Blatt mittheilt, zeigt sich die württembergische Regíe- rung dem Durchstihe des St. Gotthard günstig, und ist bereit, in entsprehendem Verhältnisse an den Kosten dieser Arbeit si< zu betheiligen.

Nußlaud und Polen, St. Petersburg, 6. August. Der Großfürst Thronfolger hat in Veranlassung seiner Eides- leistung dem Minister des Jnnern 16,000 Rubel übersandt. 10,000 Rubel sollen unter die Gouvernements vertheilt werden, welche am meisten dur< Mißernten und Brandschäden gelitten haben, 6000 Ru-

| bel aber zu dem Kapital geschlagen werden, das für den Bau und Steuercinbes | 5: d pital geschlag ¡ das \

dein sich |

die Ausschmückung der rechtgläubigen Kirchen in den westlichen Gou- vernements gesammelt wird. Außerdem sind von ebendemselben dem

| Petersburger Militair-Gouverneur 6000 Rubel mit der Bitte zuge-

gangen, dieselben unter die ärmsten Einwohner der Residenz zu vertheilen.

Eine fur<tbare Feuersbrunst hat, wie die »Rig. Y.« berichtet, am 29. Juli einen großen Theil der Stadt Dünaburg zerstört. Das Feuer bra<h in einem der katholischen Kirche nahe gelegenen Hause aus, erfaßte darauf in Folge starken Windes große Theer- und Talg-Niederlagen und nabm so gewaltige Dimensionen an, daß man es erst in der Nacht bewältigen konnte. 250 Häuser sollen ein Raub der Flammen geworden sein. Leider hat die Mangelhaftig- feit der Löschapparate sehr viel dazu beigetragen, daß das Unglü> eine solche Größe erreichte.

Von der polnischen Grenze, 6. August. (Ost. Ztg.) Die Feuersbrünste, welche in Litthauen und Reußen, so wie in den inneren russishen Gouvernements no< immer fortwüthen, treten jegt au< im Königreich Polen zahlreich auf. Schon wieder ist von zwei bedeutenden Bränden zu berichten, von denen die Städte Pi- lica, im Gouvernement Radom, und Siedlce, im Gouverne- ment Lublin, betroffen werden sind. Jn Pilica bra<h das Feuer in der Nacht zum 29. v. M. aus und legte in furzer Zeit, ungeachtet der größten Anstrengungen der städtischen Feuerwehr, ca. 50 am Markte gelegene Gebäude, darunter die große Moes\che Tuchfabrik, in Asche. Gegen 250 Familien sind obdachlos. und haben größtentheils ihre ganze Habe eingebüßt. Jn Siedlce eutstand das Feuer am 31. v. M. um 65 Uhr Abends in einer Wagenremise und wüthete fast 24 Stunden hindurch. Ein ganzer Stadttheil, der s{önste und reichste, mit 104 Wohnhäusern, ist abgebrannt und 10 Wohnhäuser sind außerdem in Folge des Löschens erheblich beschädigt worden. Die abgebrannten Häuser gt“ hörten 88 größtentheils jüdischen Besiyern und waren sehr niedrig mit 53,740 SRo. versichert. Das schnelle Umsichgreifen des Feuers ist hauptsächlih dem Umstande zuzuschreiben, daß sämmliche Pumpen in den betreffenden Stadttheilen mit Lumpen verstopft waren j so daß sie kein Wasser lieferten. Sicher wäre die ganze Stadk ein Raub der Flammen geworden, wenn nicht das gesammte in Siedlce garnisonirende Militair sofort zur Rettung fommandirt worden wäre und dem verheerenden Element ein Ziel gesezt hätte, Die

2539

gádtischen Réettungsmittel erwiesen sih als völlig unzulänglich. Daß das Feuer böswillig ángelegt war , dafür spricht außer ‘der Ver- stopfung der Pumpen au< die Thatsache , daß mehrere Tage vor Ausbru<h des Feuers unter den Einwohnern von Siedlce Ge- rüchte circulirten, daß die Stadt brennen werde. Selbst in Wax- hau war am Tage der Feuersbrunst das Gerücht verbreitet, daß Lowicz und Siedlce in Kurzem abgebrannt werden sollten. Zwei Tage vor dem Brande in Siedlce bra<h in der Stadt Skierniewice Feuer aus, das offenbar angelegt war, das aber sofort gelöscht wurde. Alle diese Aùzeichen, die auth vor dem Brande von Pe- trifau hervortraten, lassen es faum zweifelhaft, daß im Königreich Polen eine weitverzweigte Mordbrennerbande besteht. Dies ist auch die in offiziellen Blättern ausgesprochene Ansicht der russischen Re- gierung, welche die energishsten Maßregeln zur Ermittelung der Brandstifter und ihrer Leiter ergriffen hat.

S<hweden und Norwegen. Sto>holm, 4. August. Nach der » Posttidning« werden der König und die Königin so wie die Prinzessin Louise am Montag Abend mit einem Extrazuge von Beckaskog bier in Sto>holm zurüerwartet.

Zu Mitgliedern des Reichstages sind hier gewählt worden: die Großhändler Hjerta, F. Schartau, Riemann und J. G. Schwan, Kupfershmidt Brin, Fabrikant Sträle, Eisengießer C. A. Petterson, Professor Wistrand, Notarius Ljungborg und Auditeur Blanche. Die Theilnahme an den Wahlen war nur gering und namentli< bedeutend geringer als bei den beiden vorhergehenden Wahlen 1859 und 1862. Von den Gewählten hat der Großhändler F. Schartau gestern bei dem Magistrate die Anzeige gemacht, daß er die Wahl niht anehmen will.

Der Königl. preußische Minisier am hiesigen Hofe, Freiherr von Rosenberg, is gestern nah dem Auslande abgereist.

Das russische Ostseegeschwader unter dem Kommando des Groß- fürsten Constantin wird hier am 9. d. M. erwartet.

Das Zollcomité, welches seit längerer Zeit mit kurzen Unter- brehungen hier verhandelt hat, hat am Montage seine Arbeiten be- endigt und wird dessen Gutachten wohl bald veröffentlicht werden.

Amerika. Der Pariser »Moniteur« berichtet na< Briefen aus Montevideo, 28. Juni, daß das Kontingent dieser Stadt, in der Stärke von etwa 1500 Mann, am 22sten auf zwei brasilia- nischen Schiffen nach dem Kriegsschauplaÿe abgegangen ist. General Flores folgte mit seinen beiden Söhnen am folgenden Tage nach. Die brasilianische Armce, welche in der Stärke von ungefähr 15,000 Mann am Rio Dayman in der Nähe des Salto steht, hat unge- fähr 1500 Kranke. Die Korrespondenz macht darauf aufmerksam, daß alle Nachrichten, die bisher über das Flußgefeht zu Riachuelo bekannt wurden , braäsilianishen Ursprungs sind, und daß man des- halb auch den Bericht der Gegenpartei abwarten solle. Die Para- guiten haben, wie der »Moniteur« ausdrü>li<h anführt, »sih mit einer Kühnheit und Hingebung geschlagen, auf die man nicht gefaßt war, und haben si< des Ausspruches des englischen Admirals Brown, sie seien die besten Seeleute von Südamerika, würdig

gezeigt. «

Asien. Hongkong, 13. Oberbefehlshaber Sankolinsin, gegen die Alliirten vertheidigte, Rebellen geblieben.

Juni. Der bekannte chinesische der seiner Zeit die Taku - Forts ist in einem Gefechte mit den

r

Telegraphishe Depeschen aus dem Wolff schen Telegraphen - Büreau.

London, Dienstag, 8. August, Vormittags. Mit dem Dampfer »North American « sind Nachrichten aus New-York vom 29. v. M. Abends eingetroffen. Es war das Gerücht verbreitet, der südstaatliche Generäl Kirby Smith sei na< Mexiko entkommen, habe \si< dem Gouverneur Satillo gestellt und sei von diesem paroliert. Zwischen den französischen Truppen und denen der Union war die feindselige Stimmung im Wachsen. Jn Tennessee und Nordkarolina herrschte angesichts der Wahlen große Aufregung. Die 7—30 Anleibe is vollständig gezeichnet.

Wechselcours auf London 155%, Goldagio 435, Bonds 106, Baunuvolle 48,

Florenz, Montag, 7. Augusi. Aus Ancona werden 207 Cholera - Erkrankungen mit 102 Todesfällen gemeldet. Die Regierung erläßt an diejenigen italienischen Aerzte, welche si< nach Ancona begeben wollen, um die dortigen ärztlichen Kräfte zu unterstühen, die Aufforderung, si< auf den Präfekturen einschreiben zu lassen.

Madrid, Montag, 7. August. Die Krankheit des Infanten Franz de Paula, Vaters des Königs, hat sich verschlimmert.

beziehungsweise

National-Dan.f.

Seine Königliche Hoheit “der Krönprinz ‘haben im Namen Sr Majestät des Königs, des Allerdurchlau<htigsten Protektors des Na- tional - Danks für Veteránen, folgende Personen zu Verwaltúngs -,

t _zu Ehren-Mitgliedern der Stiftung zu ernennen und

die Patente für dieselben unterm 7. Juli 1865 Höchsteigenhändig zu vollziehen geruht: L Regierungs - Bezirks - Kommissariat Gum- binnen. Kreis-Kommissariat Sensberg. Zum Ehren-Mitgliede: den Kreis-Bauineister von Schon in Sensburg. IL Regierungs-Bezirks-Kom- missariat Frankfurt a. O. Kreis - Kommissariat Landsberg a, W. Jum Kreis-Kommissarius: den Königlichen Landrath Jacobs in Lands- berg a. W. 11]. Regierungsbezirks - Kommissariat Merseburg. Kreis- Kommissariat Torgau. Zum Ehren-Mitgliede: den Königlichen Garnison- Auditeur Pickhardt das. Stadtbezirks-Kommissariat Halle a. S. Zum Ehren-Mitgliede: den Königlichen Premier-Lieutenant a. D. Kreis-Auctiona- tor und gerichtlichen Taxator Hoppe in Halle a. S. Stadtbezirks- Kommissariat Wittenberg. Zum Schaßmeister und Schriftführer den Stadt-Secretair Neumann in Wittenberg. IV. Regierungs - Bezirks- Kommissariat Breslau, Kreis - Kommissariat Milit #<. Zum Kreis- Kommissarius den Königlichen Landrath und Landes - Aeltesten von Heydebrandt und der Lase, Rittergutsbesiger von Gollkowo. V. Regierungs-Beziiks-Kommissariat Arnsberg. Zum Vorsigenden des Regierungsbezirks-Kommissariats: den Königlichen Oberst z. D., beauftragt mit der Vertretung des Commandeurs des 1. Bat. 3. Westfälischen Land- wehr-Regiments Nr. 16, von Langen in Soest. VI. Regierungsbezirks- Kommissariat Düsseldorf. Stadtbezirks - Kommissariat Elberfeld. Zum Schahmeister: den Gemeinde-Einnehmer E. Böddinghaus das. Lokal-Kommissariat Dinslaken. Zum Lokal - Kommissarius: den König» lichen Premier-Lieutenant und Steuer-Einnehmer Capaun-Karlowa zu Dinsla>en. VII, Regierungsbezirks - Kommissariat Münster. Yu Ehren- Mitgliedern: den Königlichen Regierungs-Präsidenten von Mauderode das., den Königl. Appellationsgerichts-Direktor, Geh. Justizrath von Vie- bahn das., den Königl. Wirkl. Geh. Kriegsrath und Militair-Jntendant des 7. Armee-Corps Meyer in Münster, den Königlichen Ober-Staats- anwalt Löb be>e daselbst, den Königlichen Kreisgerichts-Direktor von Ta- bouillot daselbst, den Königlichen Ober-Post-Direktor Gottbrecht da- selbst. Stadtkreis - Kommissariat Münster. Zu Ehren - Mitgliedern: den Königl. Geh. Ober-Reg.-Rath Delius das, den Königl. Präsidenten der General-Kommission Jonas das., den Königl. Geh. Reg.-Rath von Grangius in Münster, den Königl. Strafanstalts-Direktor Polmann das, den Königl. Reg.-Buchhalter a. D. Vonnegut das, den Königl. Kreisgerichtsrath Callenberg das. Kreis - Kommissariat Ahaus. ZQu Ehrenmitgliedern : den Amtmann von Basse zu Haus Velmering * bei Südlohe, den Königlichen Landrath Freiherrn von Kerkering-Borg zu Ahaus. Kreis-Kommissariat Borken. Zu Ehrenmitgliedern : den König- lichen Kreisgerichts - Rath Braunstein daselbst, den Königlichen Rechts- anwalt Na>e daselbst, den Apotheker Brinkmann daselbst, den Fa- brikbes. h l in Gemen. Kreis-Kommissariat Cs feld. Qu Ehrenmitgliedern : den Bürgermeister Ohm zu Dülmen, den Steuer-Empfänger Selbstädt daselbst, den Amtmann Massonneau zu Billecbe>, den Pfarrer und Landdechant Ruland in Cösfeld. Kréis - Kömmissariat Te>klenburg. Zum Ehren-Mitgliede: den Königl. Major a. D., Skteuer-Einnehmer von Falfken-Plache>i zu Sbbenbüren. Kreis-Kommissarial Warendorf. Zu Ehren-Mitgliedern : den Königl. Major a. D. Ei>holt das, den Königl. Hauptmann a. D. Rentier Verkrüzen das. VIlI. Regierungs8bezirks- Kommissariat Sigmaringen. Ju Ehren-Mitgliedern: den erzbischöflichen Dekan des Kapitols Veringen, Pfarrer von Ow in Harthausen a. Scheer, den Pfarrer B a> in Straßberg.

Kunst: und wisseuschaftlihe Nachrichten.

Das kürzlich im Verlage der Königlichen Geh. Ober-Hofbuchdru>erei (R. v. Deer ) erschienene General -Register der sieben Bände des Archivs für preußisches Strafrecht Jahrgang 1858, 1859, 1860,

1861, 1862, 1863, 1864. Herausgegeben dur< Dr. Goltdammer, Königl. Ober - Tribunalsrath, enthält auf den ersten sechs Seiten das Jn- halts- Verzeichniß, auf einer folgenden Seite das Namens - Verzeichniß derjenigen Autoren, welche außer dem Herausgeber Beiträge geliefert haben. Auf S. 10 24 is das Register der erläuterten Gesehyes-Vor- \chriften. enthalten, und S. 25—86 nimmt das Sachregister ein.

Das »Ludwigsluster Wochenbl.« schreibt: »Wir hören , daß das Comité zur Errichtung einer Ehrenhalle und eines Wätchterhauses am Grabe Th. Körner's den diesjährigen Todestag, den 26. August , durch eine Grundsteinlegungsfeier zu begehen gedenkt. Es werden dazu Einladungen an die Gesang- und Turnvereine der nächstgelegenen Städte ergehen. Es liegt in per Natur der Sache, daß diese Feier einen ernftéren Charakter tra- gen würde.

Aufzeichnungen und Briefe des Malers, Professors Suhrlandt (gestorben am 2. Februar 1862 in Schwerin), die derselbe in Rom nieder- geschrieben, wo er 1816 im Kreise von Schadow, Cornelius, Overbe>, Thor- waldsen und anderen künstlerischen Berühmtheiten lebte, sollen, dem »Dresd. Journ. « zufolge, nächstens publizirt werden. Die in Mecklenburg befindliche Familie des Briéfstéllers will diesen für die’ Kutistgeschichte werthvollen Mit- theilungen auch Portraits von Tischbein, Rauch, Overbe> und Thorwaldsen beigeben, die Suhrlandt damals in Kreide gezeichnet hat.

Die neuernannten Ehren - Mitglieder der Wiener Universität werden in der » Wiener Yeitung « folgendermaßen ver- öffentlicht (vergl, Nr. 123):