1865 / 222 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

o Ì 3036 Ter Baumeister e L L Or V Q ¿ Fe tis V L Á er Baume Fricdri<h Ernst Eduard Wiebe ist zum | einige Bürgermeister i F\ E da E 1 l Wter 3 ge Bürgermeister und ein Dorfschulze S E Gie O Eisenbahn-Baumeister ernannt und demselben die Eisen- | außerdem aber no< mehrere dia eian: 7 Sa M DHefohlen, ahn-Baumeisterstelle der Aachen-Düsseldorf-Ruhrorter Eisenbahn zu | den mittleren Play der Tafel iune, 3 A Dée. Caleitat batte Gladbach verliehen worden. Prinzen und Prinzessi DMUE H NMDEN CMETT 1TEIYIan fich die zen und Prinzessinnen des Königlichen Hauses und die G¿A, an. y ai der regierende Graf Otto zu Stolberg - r gerode brachte den Toast auf des ias E O V” - L des Königs Maje os Worten aus: 7 IENAE n Folgend a2 00V, MHOLEDES haben huldreihsi von den Ständen Allerhöchstil O : achte Ang 4 T E # , i de D rer N d aj das heutige Vest anmunedmen geruht. Die T er D O Stände sind glücklich, bei dieser Veranlassung Ew. Majestät di, M N e Dankes, der Freude und der Hoffnung aussprechen L ónnen., _Den A anf für den Schug und die Wohlthaten, A as CrU E R Königshaus allen Landestheilen dieser Provinz in D in Maße o O S | ! d eichem pg hat zufommen lassen; die Freude, daß Ew. Königl. Maießtét hter perjönlich unter uns erscheinen und dadurch dem Sd ena das Königliche Haus und unsere Provinz verknüpft, ne 30 oto » "04 A 2 . s A J Ó habene Weihe ertheilen; die Hossnung endlich, daß Emy M E unter Gottes Segen unser theures Vaterland noch anti „Zahre wie bisher mit Kraft und Weisheit durch U R M ange Schwierigkeiten hindurch N ur<h alle Gefahren und An T eAS en hindurch führen werden. Die Gefühle der Treue f E R E Am bAE / welche die Stände bei ahnlichen Veranlassungen E Gott rUyenden Königen Friedrich Wilhelm 111. und 1V An n A bringen M mit Freude und Begeisterung auch Ew “Majestät gegen. Wir wollen treu zu unserem erhabenen Köni 0A E Se , e al n König und dem Köni lichen Haute stehen, wir wollen T b E 1g bem Montge- e ; len uns zu allen Zeiten fest um den Königs ‘on \chaare O n den Königs- R d aaren E Ew. Majestät die Fahne Preußens , das Es E E hoch halten. Und nun , meine Herren Mét, E ie mit mir in diesen Gesinnungen übereinstimmen , nun Wohl its Ebi mir die Gläser zu erheben auf das Allerhöchste L | t gnadigen / un])eres starken l G D : 2 e LENN : B i U F E R E R A arken , un]eres ruhmreichen Königs _ An dem am 20. d, M. eröffneten evangelischen Schullehrer- S unscr Allergnädigster König und Herr lebe ho. - bi 7 É L s AS Bn 7 t E E; E | d Fd) n »& t a i C EO L e fe Seminar in Kozmin, Regierungsbezirk Posen, sind der frühere | wieder R Echo des Hochrufs tônte aus beiden Sälen Ô P "P9T B or it j (+4 of 1 f | A s T A ¡76 wi L 2 Tes. L Ba andes E in Wollstein und J semer in Chwa- Worte Su E N n L A Me Cet s Lehrer ange]sleUl worden. R R A Da O aare aus und nehme die Versicher gern q 2ei : s M es V t 7 Pt ens ault- A hoh E ¡ Er trinke gern auf das Wohl der Pro- Q Ls lane s6 lus der Er Sich heute so glücklich fühle, daß das Der Diakonus und - Rektor Adolph Klop\c< ist als erster inte Au a 10 lange Gott Jhm das Leben gebe, darauf Semi 1 on S E 2 mit dem Rufe: die Vrovinmz Sach\ 7 | T aiv evangelischen Schullehrer-Seminar zu Franzburg Mit B ibr rEN H p le A rden. | eiblichen, ni<ht enden wollend A | wurde der Königliche Toast / N enden Jubel | migliche Toast von den Anwesenden auf R ne E A Anwesenden aufgenommen; | tin e Ce IUGYEQnE des Mahles spielte, none Geil Dit | a O N mit Begeisterung mitgesungen wurde. Nah T E Ga a geruhten Se. Majestät mit der Kronprin - [11 1 e Ap u et E E in Sl isesaal die R Königlichen Gäste folgten , einen gan( Speisesaal, wo alle Anwesenden si< ehrfurchts 2 L R. x ih ehrfur<tSvoll von | ihren Plätzen erhoben hatte M N E f (2 : atten, zu halte : : 0 N ] I, Zu ÿ l UNd dal Unter, dem [U | O U O E d Anwesenden in den Ballsaal U | . (>21 _— L A E E, ( Z er ie ial zogen Sich Se. Majestät in Jhre Gemächer 8 O i S ichen Prinzen und Prinzessinnen betheiligten fich | Die übrigón Festth iitebin A E E A es E Cesttheilnehmer folgten diesem L L R So weniger \<nell. [958 sem Beispiele mehr ode A0 » N . 4 Ls Gen A 08 _Pon 10" Ubr an sand. aus den L d B e, Nieder - Clöbicau und Burgstaden belegenen hohen a N I: an" ag sogenannten Kirschplantage, die groß e 9 ", Armee - Corps und der mi ies ini C N \ ) nit diesem vereinig- ten fremdherrlichen deutschen Kontingente statt. Die Aufstellung

Justiz - Ministerium.

Der Staatsanwalt Melchior in Hamm is zum Rechtsanwalt bei dem Kreisgericht daselbst und zuglei<h zum Notar im Departe- ment des dortigen Appellationsgerichts mit Anweisung seines Wohn- sihes in Hamm und mit der Verpflichtung ernannt worden, statt seines bisherigen Amts - Charakters fortan den Titel »Justiz-Rath«

zu fübren. weldbes

Der Rechtsanwalt und Notar Schulze in Warburg ist zum Rechtsanwalt bei dem Appellationsgericht in Paderborn unter Bei- behaltung des Notariats im Departement desselben, mit Anweisung seines Wohnfiges, in Paderborn ernannt worden. : \

Ministerium der geistlichen , Unterrichts - Medizinal - Angelegenheiten.

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Angekommen: Se. Excellenz der Staats- und Minister des Innern Graf zu Eulenburg von Merseburg. __Der Kammerherr und General-Jntendant der Königlichen Schau- spiele; von Hülsen, von Merseburg. : Der Wirkliche Geheime Ober - Regierungs - R Tofl : | ber - ierungs - Rath Cofstenoble aus der Schweiz. ; P E Der Wirkliche Geheime Ober-Regierungs-Rath und Direktor im Ministerium für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, Mac Lean, aus der Schweiz.

Verlin, 20. Septembe —, Matefig S

J . September. Se. Majestät der König habe , "” , 4 Í r , T7 4 f n Allergnädigst geruht: Allerhöchstihrem General - Adjutanten , dem a von Alvensleben, die Erlaubniß zur An- egung des von des Königs der Niederlande Majestät ihm verliehe- wurde in zwei Treffen mit dem rechten Flügel am Schackendorf

E TDége Yront nach Kürbisdorf genommen , im ersten L E anterie im zweiten die Kavallerie, Artillezic M De E Zuerst die 7. Infanterie - Division mit der 13ten und 14. Jufanterie - Brigade, dann die fremdherrlichen Kon- tingente auf dem Ehrenplaye in der Mitte der außerordent- Je langen G&ront y dann die 8. Jufanterie - Division nit der 15, und 16. Jnfanterie - Brigade, von der lehteren indessen nu! D Regiment, das 72, da das andere Regiment der Brigade, daé L 4_in der Bundesfestung Mainz steht. Im zweiten Treffen stand die 7. und 8. Kavallerie-Brigade, das Magdeburgische Feld - Artil N Nr. 4 und das Train-Bataillon des Corps. Seine O L L allein mit dem Flügel - Adjutanten vom Pl k E A enstein , auf der Chaussce über Kriegs ädt d ren D O Zahl der fremdherrlichen Offiziere und militairi- Ma N Clôbicauer Weg herauffuhren. An dem imme wachsenden Hurrahrufe der außerordentlich zahlreich versammelten Meng fennte man die Annäherung Sr. Majestät des Königs erkennen, dem bald darauf, als Allerhöchstderselbe mit seiner Suite zu Pferde ge: „legen war, das Prâäsentiren der Truppen und die Militairmusik auf der ganzen Linie folgte. Die Suite des Königs war diesmal o zahl reich j daß sie Über se<8s Bataillonsfronten reichte. Das zweite E R A Majestät vom linken zum rechten Flügel herauf, da A A der Infanterie ungewöhnlich lang war. Der BVorbeimars< Ne nicht in der gewöhnlichen Entwickelung aus der Ausstellung sondern so, daß die Jnfanterie in der Verlängerung ihres ersten Flügels \si< massirte "und so vorbeimarschirte, das erste Mal in Comipagniefronten. Die Kavallerie in halben Escadronsfronten

e Großkreuzes des Ordens vom Niederländischen Löwen zu er- heilen.

Nichtamtliches.

_ Preußen. Berlin, 20. September. Des Königs jestät haben Allergnädigst geruht : | dem. Obex A von Voß zu Halle die Befugniß zum Tragen der goldenen Amts- kette, zugleich im Sinne einer der Stadt Halle für das Amt ibres Ersten Bürgermeisters dauernd gewährten Berechtigung zu verleihen L 7e uns mitgetheilt wird, hat die Cholera an der Osifküste O aus D ai Sugenommen und es sind in ( Y . A A angesed E on Palma, Carthagena und Barcelona für E terseburg, 18. September. Den Beschlu Z i eg Tages machte das Ständefest, A E Ats einen geräumigen Bau erweiterten Schloßgartensalon seinen a nahm. Die Polonaise wurde, wie der »Magd. Corresp.« da n von Sr. Majestät, der Ihre Königliche Hoheit die Kron- N führte, eröffnet, dem die Prinzen und die übrigen Theil- wik x T Gegen 11 Uhr war der erste Theil des Balles be- n M Aas placirte si<h in dem Speisesaale zum Souper. Zu fürstlichen jen Tafel waren außer den hohen hier anwesenden n M O die hohe Generalität und alle Personen mit râdifat Excellenz, so wie einige Mitglieder der Ritterschaft,

in Batteriefronten; das zweite Mal die Jnfan- ¿rie in Regiments - Kolonnen Kavallerie in Escadrons- fronten und im Trabe und die Ariillerie in Abtheilungsfronten. O Danzig, 18. September. (D. D.) Gestern Vormittag 11 Uhr die neu erbaute und vollständig bemannte Dampf - Korvette „Medusa/ Kommanant Capitain - Lieutenant Kinderling, die Marine -Werst und dampste na Neufahrwasser. Nachmittag um halb 4 Uhr ging dieselbe zum Zwet der Probefahrten auf die Rhede. Schleswig - Holstein. Schleswig, 16. September. (Riel. Ztg.) In der ersten Hälfte dieses Monats begab sih der Binreauchef der Finanzabthei! ‘1g in Begleitung mehrerer Comtoir- heamten nach Kopenhagen, um daselbst von den dänischen Kassen die Kapitalien y Depots und Werthsdokumente in Empfanz zu neh- men, welche auf Grund der Verständigung zwischen dänischen, preu- gischen und österreichischen Kommissarien, über die bezüglichen Artikel des Wiener FFrieden®, von Dänemark zur Auslieferung bereit gestellt waren. Es umfaßte die Auslieferung einen Betrag von ca. 4 Mil- lionen Rthlr. R.-M. und faßte u. a. die Saldi der Zuchthausbaugel- der j Kapitalien der Universität, andere Kassensaldi , Cautionen der Beamten U. iw. Zer Transport ist bereits per Dampfschiff Über Riel nach hier erfolgt. Kiel, 18, September. (Kiel. Ztg.) General von Man- teuffel traf heute Mittag mit der Eisenbahn hier ein und reiste, nachdem er mit dem Feldmarschall-Lieutenant von Gablenz konferirt, gegen Abend nah Ekernförde. ' ___ VBadDen. Karlsruhe, 18. September. (Karlsr. Ztg.) höchste Entschließung aus Großherzoglichem Staats-Ministerium vom {4, d. M. ist u. A. ausgesprochen worden , daß sämnmitliche Behör- den, welche an den Budgetarbeiten Theil nehmen , bei den Voran- hlägen für das ordentliche wie für das außerordentliche Budget mit möglichster Sparsamkeit zu Werke zu gehen haben ; da eine unab- weisbare, nicht unbedeutende Mehbrforderung des Ministeriums des Innern für Erhöhung der Gehalte der Volksschullehrer aus den Finnahme-Ueberschüssen des ordentlichen Budgets gede>t werden muß. Hesterreih. Wien), 19. September. Das bereits telegra- phisch angezeigte Kaiserlihe Patent vom gestrigen Einberufung der Provinzial-Landtage [lautet heutigen » Wiener Zeitung« : : Wir Franz Joseph der Erste 2c. thun kund und zu wissen : Die Landtage von Böhmen, Galizien Dalmatien , Oesterreich unter und ob der Enns, Rärnten , Krain y Bukowina, Mähren, Schlesien, Tirol, Vorarlberg, J Górz und Gradisca, dann der Stadtrath von Triest, sind auf den 23. No- vember d. J. in ihre geseßlichen Versammlungsorte einberufen.

„nd die Artillerie 11 w die

verließ

Durch

nach der

Salzburg - Steiermark,

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(B, A No- Esforte nach dem

B.

19, September.

Brüssel, unter starker

Belgien. verhaftet /

geard wurde gestern

Bahnhofe gebracht und von dort nach der preußischen Grenze dirigirt, |

London, 18. Septem- her. Die in Jrland zur Ersti>Cung der Fenischen Aufruhr®- feime ergriffenen Maßregeln werden von allen Organen der ôssent- lichen Meinung gebilligt. Endlich sagt die »Timed« hat die irische Regierung die Existenz der Fenier durch einen Akt politischer Kraftentfaltung anerkannt. Der Schlag (die am Freitag vorgenom» mene Verhaftung) kam ganz unerwartet Und _Gey h hat erst ein, zwei Stunden vorher nach sorgfältiger Erwägung sich für den Erlaß des Verhaftsbefehl entschieden. Diefser Schnelligkeit ist ohne Queifel das vollkommene Gelingen der Maßregel größtentheils zuzu- hreiben. Es wurde kein Widerstand geleistet, und der einzige Mann, der gegen seine Rerhastung protestirte, Namens Murp hy, nannte sh einen amerikanishen Bürger und erklärte, den Schuß Mr. Seward's anrufen zu wollen. Zugleich war ein Polizeibeam- ter nach dem Telegraphen-Büreau gesandt worden, Um die Verbrel- tung der Nachricht nach anderen Theilen des Landes zu verhindern. Dank dieser rechtzeitigen Vorsichtsmaßregel war d Y im Stande, Sonntag Morgens um drei oder vier Uhr eine große Anzahl verdächtiger Personen abzufangen, und wahrscheinlich werden uns ähnliche Nachrichten aus anderen Mittelpunkten des Feniismus zukommen. Sonnabend Nachmittag wurden die Dubliner Verhaf-

teten 21 in Allem vor die Friedensrichter im gestellt, und von

der Polizei des Versuchs beschuldigt, durch Ver- <hwörung und verrätherische Umtriebe Krieg gegen die Königin in Irland anzufangen und dieses Land vom Vereinigten Königreich [os- zureißen. Die Friedensrichter bewilligten eine vorläufige Verlän- gerung der Untersuchungshast bis nächsten Sonnabend, und für kei- nen der Angeschuldigten wurde eine Caution angenommen. Es ist sehr zu hoffen, daß die noch auf freiem Fuß befindlichen Führer der Fenier, wer sie auch sein mögen, sich jeyt bewogen fühlen ‘werden, ihr Treiben einzustellen. E, i

Der amerikanische Schiffbauer Donald M'Kay hält si ge- genwärtig in England auf und hat mit der Admiralität angelegent- liche Besprechungen y die si< um das Wefen und die Wirkung der Torpedos drehen. Laut der »Army and Navy Gazette« ist es die ernstliche Absicht der Regierung / einen Vorrath dieser unter- secishen Höllenmaschinen zU beschaffen und e n Kriegsfalle in

Großbritannien und JrlanD.

|

L : o | seinem Posten zurücktretende Gesandte von Neu - Granada an Tage über die |

und Lodomerien mit Krakau, |

strien, |

und der Geheimrath hatte |

die Polizei in Cork |

Hauptpolizeiamt |

die Eintrittskanäle zu den Häfen niederzulegen und so einen viel größeren Theil der Floite zur Verwendung auf der hohen See frei zu machen.

Rußland und olen. Warschau, 16. September. Da mehrfacher früherer Warnungen und Verbote ungeachtet no<h immer Privatgeldmarken im Verkehr \si< zeigen , so sind dur Ukas vom 31. August Strafbestimmungen für Ausgabe und Nichteinwechselung derartiger Marken angeordnet und unterm Heutigen veröffentlicht worden. Die Strafen bestehen außer dem Schadenersazz” in zwei- bis achtmonatlicher Gefängnißhaft. :

Von der polnischen Grenz, 18. September. (Ofts. Ztg.) Fürst Wladislaw Czarto rysfi hat seinen Entschluß, si< auf einige Zeit gänzlich von der Politik zurüczuziehen, auch dadurch manifestirt, daß er die seit dem Orientalischen Kriege von seiner Fa- milie in der Türkei unterhaltene Agentur ausgehoben hat. Zwe> dieser Agentur war, im Juteresse der Wiederherstellung Polens Ein- fluß auf die ottomanische Regierung zu gewinnen und die \lavischen Stämme der Türkei Rußland abspenstig zu machen. Die beiden wichtigsten Unternehmungen j welche die Agentur zu diesem Zwe> durchgeseßt hat, sind die Errichtung der beiden polnischen Kavallerie- Regimenter und die Gründung von Missions - Stationen zur Bekehrung der griechisch - katholischen Bulgaren zum römischen Katholizismus. Diese von yolnischen Geistlichen geleiteten und durch Geldbeiträge aus allen ehemals polnischen Landestheilen unterstühten Bekehrungsversuche haben bis jeßt nur geringen Erfolg gehabt, da die Masse der bulgarischen Bevölkerung treu an dem Glauben ihrer Väter festhält. Die Absicht des Fürsten MWladislaw Czartorysfi, dauernd nach seinem Familiengute Siencawa in Galizien zu über- fiedeln, wird wahrscheinli ni<ht zur Ausführung kommen. We- nigstens hat, nach glaubwürdigen Nachrichten, die österreichische Re- gierung bis jeyt noch nicht ihre Genehmigung dazu ertheilt.

Die Antwort, welche

die der von ihn

Amerika. New-York, 6. August. Präsident Johnjon auf die Abschied8ansprache gab j

richtete, hat folgenden Wortlaut:

»Herr Salzar! Nicht ohne aufrichtiges Bedauern nehme ih das Ab- berufungsschreiben entgegen welches Jhrer - Mission in den Vereinigten Staaten ein Ende macht. Es ist jedoch sehr erfreulich für uns , von dem Präsidenten Murillo die Versicherung zu erhalten daß Sie Jhr Amt nur niederlegen , um ein gleich ehrenvolles

und wichtiges in dem Dienste Jhrer achtungswerthen Regierung zu übernehmen. Unterlassen Sie nicht , dem Präsidenten von Columbien zu versichern, daß die Vereinigten Staaten ihren republikanischen Grundsätzen stets treu bleiben werden und besonders ihrer Politik, durch friedliche Mittel das Bestehen freier Institutionen auf dem ganzen amerikanischen Kontinent und die Entwicklung der gewaltigen Hilfs- quellen, mit welchen eine allweise Vorsehung diesen Melttheil zum allgemei- nen Besten der Menschheit gesegnet hat, zu \{hüßzen. Genehmigen Sie, mein Herr, für den Präsidenten Murillo die Versicherung meiner bleibenden Ach- tung und für Sie persônlich den Ausdru aufrichtiger erthschäßung. « Menn eine Anspielung auf die Monroesche Doktrin in diesen Worten liegen soll, so ift sie wenigstens mit sehr vorsihtiger Zurü- haltung gegeben. Obwohl es noch an einer amtlihen Ankündi- gung fehlt, so nimmt man es doch allgemein als gewiß an, daß der Prozeß gegen den Expräsidenten der Conföderation im Anfange des nächsten Monats eingeleitet werden wird, Die New - Yorker »Times- glaubt nicht daß Davis aus sachlichen Gründen auf Freisprechung rechnen dürfe, da Oberrichter Chase die Untersuchung leiten werde. Wenn Davis verurtheilt werde ¡ #0 sei der Constitution Genugthuung geleistet und die Ober- hoheit der nationalen Autorität auf immer festgestellt, dem Gesehe wie der That nah. Daß auf die Verurtheilung die Hinrich- tung folge, möge feine Nothwendigkeit sein, und die Politik werde wobl seine Amnestirung gestatten j jeder aber, der treu an der Ver- fassung hangt) müsse die Verurtheilung des Angeklagten ernstilih wünschen. Von seinem Erysipeles- Anfalle ist Jefserson Davis woieder genesen. Es ist ihm gestattet worden, mit seiner Gattin in Brief- wechsel zu treten und an Lesestoff hat er keinen Mangel. Ueberhaupt ist er mit seiner Behandlung jeyt völlig zufrieden und spricht nur den Wunsch aus, daß sein Prozeß recht bald vorgenommen werden möge. Einem Briefe aus Richmond zufolge hat General M, T- Lee seinen Plan, eine Geschichte des Krieges zu schreiben, bereits praktisch | auszuführen begonnen. Er hat sih auf einen wenig bekannten und | fast unnahbaren Pachthof in der virginischen Grafschaft Cumberland, | das Eigenthum eines Freundes, zurügezogen, wo er in großer Stille und Einfachheit lebt. Ju dem Berichte, welcher die Wiederher- stellung einer Stre>e von 75 Meilen der centralgeorgischen Eisenbahn nah Savannah und die Ankunft großer Quantitäten Baum- heißt es weiter: »Die ungeheuren

wolle in leßterer Stadt meldet, Baumuwollhaufen, welche jeßt auf den Werften und in der Nähe der

Pressen liegen, machen einen sehr ermuthigenden Eindru>, und das- selbe gilt von den beträchtlichen Ladungen Baumwolle, welche be- ständig durch die Straßen passiren. Von Tag zu Tage und aus allen Richtungen kommt der Rohstoff an, von den See-Jnselu in | feineren, von Florida) Südgeorgien, aus Augusta und Macon in

| größeren Massen.