1887 / 157 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

U SMTE “E N T TODNS E T Ä M E ea E Sn S Ö R wn.

der Leser mit Lion de Tinseau „Das beste Theil“ bekannt ge- mat, einer Erzählung, die von der französischen Akademie preis- gekrönt ist. Der Band der Engelhorn'shen Sammlung, die si<h au dadur auszeichnet, daß jeder Band ein abgeshlossenes Werk bringt, Tostet bekanntli<h nur 0 4. Die Bibliothek, die auf den Eisen- kabnhöfen käuflih ift, cignet sich treffli< zur Reiselektüre.

Land- und Forstwirthschaft.

Das „Nieders<le\. Tagebl.“ schreibt aus Grünberg: Nah dem gegenwärtigen Stand unserer Obstgärten hätten wir dies Jahr auf eine gute Mittelernte in Obst zu re<hnen. Die Nußernte dürste unter mittelmäßig bleiben Der Fruchtansaß bei den Pflaumen is ein sehr ungleiher; während _in einzelnen Mevieren dle Baue reli Grube alsvelen L m anderen der Fruchtansaß ein sehr geringer. Fn Aepfeln und Birnen läßt sich eine gute Mittelecnte erwarten. Kirshen dürften eine gute Ernie ergeben. An den Sauerkirschbäumen macht sich die auf- fallende Erscheinung bemerkbar, daß viele Zweigspißen absterben. Die LWeinstö>ke zeigen etnen ziemlich reichlihen Fruchtansaß; die anhaltende naßkalte Witterung im Juni hat no<h nichts verdorben und hält die gegenwärtige warme Wittcrung an, so dürfte in aht Tagen die Traubenblüthe beendet scin. Ein rashes Abblühen des Weinstoes ist für cin glei<hmäßiges Reifen der Trauben sehr erwünscht. Die dies- jährige Spargelernte hat knapp zwei Drittel der Ernten der Vor- jahre ergeben.

Gewerve und Handel.

Vom Berliner Pfandbrief- Institut find bis Ende Juni 1887 8313600 M 3#9%/oige, 2029 7 100 M 49/oige, 44 591 100 M. 4F39/oige und 9458400 A. dige, zusammen

82 660 200 M. Pfandbriefe ausgegeben, wovon no<h 3206 200 37 %oige, 17418300 M 49/oige, 27956100 M 439/oige und 4 616 700 e 5 oige, zusammen 53197 300 6 Pfandbriefe Seitens der Grundstücksbesitzer verzinslich sind. Es sind zugesichert, aber noch ni<ht abgehoben 606 900 4. im Lauf des Monats Juni 1887 an- gemeldet 1 Grundfstü>k mit cinem Feuer - Versiherungswerth von 131 900 M6 :

Ueber die historis<he Entwickelung der niedershle- sishen Steinkohleaindustrie eutnechmcn wir der Schrift des Königlichen Bergraths a. D. von Festenberg-Pa>kish: „Die Entwicke- lung, Lage und Zukunft des nieders{hlesishen Steinkohlenbergbaues“ (Breslau, 1886) folgende Zusammenstellung :

Durch- Jahres- Werth der \hnittl. Dampf- Jahre Werke produktion Produktion Arbeiter Arbeits- Pferde- leistung fkräfte. (t) M. (Ctr.) e020 29 07 —— O 20) 83 540 316 509 29 Tos 92 240 150 964 366 1 550 Loo 08 400 039 2214 447 2859 2800 420 1861 48 (Do 902 4292099 4000 G08 2 464 1871 D 196 08S 1360600 11142 3062 4 660 1881 47 2 Od 2 4340 9 705

1889 45 20A 20 As 11 980 Die entscheidenden Momente des großen Aufshwungs sind der Eisen- hahnbau Breslau-Freiburg-Waldenburg in den Jahren 1843 bis 1853 fowie die weiteren Anschlüsse nah Liegnißz—Glogau und nah Oefter- reich über Halbstadt. Bis gegen 1877 erfreute sh der Steinkoh!en- bergbau Niederschlesiens und die mit ihm zufammenhängende JIn- dustrie einer glänzenden Profperität troy viel höherer Eisenhahn- tarife als nah der Verstaatlihung der Bahnen, weil das natürliche Abjatzgebiet dieser Kohle no< ni<t von der oberschlesishen Kollen- kÉonkurrenz ernstlih bedroht und einges<ränkt war, Von da an be- gannen mit den für die obers<lesishe Kohle günstigen Bauten und Tarifermäßigungen die Schwierigkeiten; die Zunahme der ober- \<{lesis{<en Produktion wurde nunmehr die doppelte. i i

Nah dem Geschäftsbericht der Zu>kerfabrik Körbisdorf betrug der Bruttogewinn 259 257 A gegen 514 074 4 und der Rein- gewinn 84 095 M gegen 319 254 M im Vorjahr. Den Haupiausfall hat die Zu>erfabrik gehabt, und zwar beträgt derselbe 198 646 46 gegen das Vorjahr. Derselbe findet feine Erklärung in dem um 7 M pro 100 kg niedrigeren Zuerpreise. In der Landwirthschaft ist er wesentli<h durh die quantitativ geringere Rübenernte

(43 Doppelcentner pro Hektar) entstanden. Der Mindererlös bet der Verwerthung des Zuckers würde fic) übrigens noh viel mehr geltend machen, wenn cs niht mit Hülfe der ausgezeihneten Qua- lität der Rüben gelungen wäre, die Gestehungskosten herab- zudrü>en. Nach Abschreibungen von 57 620 fowie na<h Dotirung des Reservefonds mit 3255 4 verbleibt ein Ueberschuß von 30 985 46 Hiervon follen 30000 A für Neubauten zurü>gestellt und der Reit auf neue Rechnung vorgetragen werden. Am 1. September d. J. würde das große Hypothekenkapital von 1 200000 rü>zahlbar ge- worden sein; die Verwaltung hat jedo< im Januar d, I., auf die Offerte der Besißer eingehend, dasselbe auf weitere ò Jahre unter Herabsetzung des Zinsfußes auf 4/9 prolongirt Zu gleicher Zeit ift das landschaftlihe Hypothekenkapital von 247 000 4 baar zurü>- gezahlt und an dessen Stelle ein ebenfalls auf 5 Jahre unkündbares Hvyvothekenkapital von 380 000 M zu 49/0 aufgenommen. i

Bradford, 7. Juli. (W. T. B) Wolle ruhig, Preise unverändert, Garne und Stoffe ruhig.

Submissionen im Auslande.

Niederländisch Indien.

In der Zeit vom 17. August bis 21. Dezember. van Binnenlandsch Bestuur zu Batavia.

Berkauf von zusammen 100 020 Pikols Kaffee ver 1887er Ernte.

Näberes in der (Expedition des „Deutschen Reichs-Anzeigers“.

Verkehrs - Anstalten.

Auf den Linien der Großen Berliner Pferde-Cisen- bahn-Afktien-Gesellshaft sind im Monat Juni 1887 8 042217 Personen befördert und dafür 972 276,21 M oder durh- \<nittli< pro Tag 32 409,21 M eingenommen. Die Einnahme im Monat Juni 1856 betrug 911 907,43 4 oder dur{s<hnittli< pro Tag 30 396,91 4

Te Directeur

Berlin, 8. uli 1887.

Mittheilungen über den Stand der Saaten und der Ernte- Aussichten in der preußishen Monarchie. Provinz Ostpreußen.

1) Neg.-Bez. Königsberg: Der Stand der Sommer- saaten ist fast dur<hweg zufriedenstellend, obwohl die kalte, häufig mit ungewöhnlichen Niederschlägen verbunden gewesene Witterung der leßten Wochen auf dieselben mehr oder weniger ungünstig gewirkt hat. Das Wintergetreide berechtigt zu den besten Hoffnungen. Ob und inwieweit das kalte und windige Wetter, welches während der Blüthezeit herrschte, für ven Körnerertrag nachtheilig gewesen ist, läßt si< zur Zeit no< niht mit Sicherheit übersehen; es is indessen anzunehmen, daß diese Ursachen erhebliche Schäden niht im Gefolge haben werden. Der RNRübsen verspriht einen Mittelertrag, ebenso das Futtergetreide und die Hackfrüchte.

2) Reg.-Bez. Gumbinnen: Der gegenwärtige Stand der Wintersaaten muß ols ein guter, das gewöhnliche Durch- schnittsmaß entschieden übersteigender bezeichnet werden. Das- selbe gilt in der gesammten Ausdehnung des Bezirks von den Sommerfrüchten. Die Roggenfelder gewähren in ihrer durh- weg gleihmäßigen Dichtigkeit einen überaus erfreulihen An- bli> und versprechen fat durhgehends einen reichlichen Körner- und Strohertrag. Auch Weizen und Gerste stehen zur Beit vortrefflich, ebenso die Kartoffeln. Der Klee und die übrigen Futterkräuter sind üppig emporgediehen und stellen einen reihen Extrag in Aussicht.

Provinz Westpreußen.

1) Reg.-Bez. Danzig: Die Winter- und Sommersaaten haben si< im Allgemeinen in befriedigender Weise entwi>elt. Der Roggen verspricht durhweg einen guten Strohertrag, während der Ertrag an Körnern voraussichtlih hinter dem vorjährigen zurü>bleiben wird. Delfrüchte befinden sih in gutem Stande, ebenso der Weizen und das Sommergetreide. Die Zuckerrüben sind im Wachsthum zurückgeblieben, lassen aber bei eintretender Wärme troßdem eine reichliche Ernte er- warien. Dasselbe gilt von den Kartoffeln und den anderen Ha>früchten. : |

2) Reg.-Bez. Marienwerder: Die Wintersaaten sind im Allgemeinen gut in das Frühjahr gekommen und haben sich kräftig weiter entwi>elt. Der jeßige Stand des Winter- und Sommergetreides kann im Großen und Ganzen als ein guter bezeichnet werden. Die Kleefelder zeigen im Allgemeinen einen schle<hten Stand. Die Zu>errüben sind fas allgemein, die Kartoffeln hier und da im Wachsthum zurü>geblieben.

Provinz Brandenburg. : -

1) Reg.-Bez. Potsdam: Der Stand des Weizens ist durchgehends ein guter. Der Winterroggen hat sih namentlich auf leihterem Boden recht gut entwi>elt; die diesjährige Ernte wird beim Roggen einen reihlihen Strohertrag gewähren, der Körnerertrag wird demselben zwar nicht gleihkommen, immerhin ber befriedigende Ergebnisse bringen. Das Sommergetreide, welches dur<h die kühle Witterung in der Entwickelung zurü>gehalten war, hat si< in leßterer Zeit vielfach recht erholt. Die Kartoffeln sind fehr verspätet und vielfach lü>enhaft aufgegangen, und sind gegen andere Jahre no< weit zurü:

2) Meg e. FVanturt a. D: Der Stand der Som: merung ist ungleihmäßig, dieselbe verspricht jedoh im Durch- schnitt immerhin eine Mittelernte. Das Wachsthum der Kar- toffeln und Rüben ist durh Kälte und Nässe beeinträchtigt, und entzieht sich der muthmaßlihe Ertrag derselben zur Zeit noch jeder zuverlässigen Schäßung. Jm Allgemeinen wird an- genommen, daß der Ertrag nur gering ausfallen wird.

Provinz Pommern.

1) Reg.-Bez. Köslin: Der Roggen hat sich auf besserem Boden gut besto>t und ist ziemli<h do<h im Halm gewachsen ; es läßt sih jedo< im Allgemeinen kaum ein mittlerer Körne:- ertrag erwarten. Das Sommergetreide ist theilweise schlecht aufgegangen, Hafer und Gerste lassen auf leihtem Boden viel zu wünschen übrig, auf besserem Boden kann eine be- \riedigende Ernte erhofst werden. Der Ertrag des Klee wird hinter einer Mittelernte zurückbleiben. Die Kartoffeluü sind im Allgemeinen gut angekeimt. . : i

2) Reg.-Bez. Stettin: Die Ernte-Aussichten sind im Allgemeinen als befriedigende, zum Theil als gute zu bezeich- nen. Der Roggen hat überall einen ungewöhnlich guten Stand aufzuweisen; der Weizen verspricht durhweg sowohl an Stroh wie an Körnern eine hervorragend gute Ernte. Das Sommer- getreide ist infolge der kalten Witterung in seiner Entwi>e- lung zurüdgeblieben, es ist jedo<h immerhin noch ein zufrieden- stellender Ausfall der Ernte zu erwarten. Kartoffeln und Nüben berechtigen zu guten Hoffnungen. Die Delsaaten ver- sprechen einen guten Ertrag.

3) Reg.-Bez. Stralsund: Der Stand des Sommerkorns kann als ziemlih zufriedenstellend bezeihnet werden. Der Noggen zeigt ungewöhnlich lange Halme und Aehren. Die Weizenfelder sind in der Entwickelung weit vorgesc:itten. Die Kartoffelfeldec sind gut bestanden.

Provinz Posen. |

Reg.-Bez. Bromberg: Die Weizensaaten haben si reht üppig entwidelt, sind aber im Juni im Wachsthum zurügeblichen. Beim Roggen ist zu befürchten, daß dec Körneransaz sih lü>enhaft erweisen wird. Der Strohertr1g aber wird ein ungewöhnlich reicher werden. Hafer, Gerste und ebenso die Hülsenfrüchte sind durhweg gut aufgegangen. Die Kartoffeln haben von der Kälte unt Nässe gelitten.

Provinz Schlesien.

1) Reg.-Bez. Breslau: Der Stand der Saaten und der übrigen Feldfrüchte kann im Allgemeinen durhweg als ein

ünttiger bezeihnet werden. Die Zuckerrüben und Kartoffeln tehen an vielen Stellen sehr ungleih. Bei Winterung wird der Stroh- den Körnerertrag übersteigen, gerade im Gegensaß zur Sommerung, bei welcher das Umgelchrte der Fall ist. Die bei den Hackfrüchten zu erwartende Ernte kann als Mittel ernte bezeichnet werden. R

2) Reg.-Vez. Liegniß: Gersie und Hafer stehen gut, bei Roggen zeigen sih lüc>ige Achren. Weizen steht gegenwärtig in sehr shöner Blüthe und läßt auf eine gute Ernte hoffen. Die Halmfrüchte verspre<hen einen außerordentli<h reichen Strohertrag. Raps läßt kaum eine Mittelernte erwarten.

j Die Hackfrüchhte, namentli<h Zuckerrüben, haben sih, obschon

sie von der Nässe im Mai gelitten, doch etwas erholt.

9) Neg.-Bez. Oppeln: Die Wintersaaten haben sih im Allgemeinen gut en‘wi>elt und versprechen eine gute Mittel- exnte. Der Weizen steht im Allgemeinen gut, der Roggen verspricht eine - gute Mittelernte sowohl an Körner- als an Strozertrag. Der Stand der Gerste und des Hafers ist gleich- falls ein befriedigender. Die Ha>früchte sind in der Ent- wi>elung zurü>geblieben.

Provinz Sachsen.

1) Neg.-Bez. Magdeburg: Die Wintersaaten haben sih durhweg gut und fräftig entwid>elt. Die Sommersaaten und die sämmtlichen Hakfrüchte sind dagegen erheblih im Wachsthum zurückgeblieben. Falls nicht bald durchdringender Regen kommt, steht füc die Wintersaaten höchstens eine mittlere, für die Sommerfaaten und Haclsrüchle aber nur eine geringe Ernte bevoc. i

2) Reg.-Bez. Merseburg: Der Stand der Wintersaaten berechtigt durhweg zu den besten Hoffnungen. Die Entwicelung der Zuckerrüben i} erhebli<h vorgeschritten; auch die Futter- rüben sind in befriedigender Entwickelung. Der Strohertrag wird durchweg ein bedeutender sein. Weizen und Roggen werden voraussihtlih au reihen Körnerertrag liefern; dvas- selbe verspriht die Gerste, wogegen der Stand des Hafers ein

mittelmäßigec ist.

3) Reg.-Bez. Erfurt: Der Stand der Winterfelder wie der Sommersaaten ist im Allgemeinen ein guter, so daß die Hoffnung auf eine gute Mittelernte eine wohlbegründete ist. Kartoffeln, Zuker- und Futterrüben stehen im Allgemeinen ziemlich gut. :

Provinz Schleswig-Holstein.

Neg.-Bez. Schleswig: Die Sommersaaten sind gut auf: gegangen und lassen eine gute Ernte erhoffen. Ein Gleiches gilt von den Winter- und Oelsaaten. Der Weizen zeigt allgemein einen üppigen Wuchs.

Provinz Hannover.

1) RNeg.-Bez. Hannover: Der Stand des Weizens ist günstiger, als solcher im Frühling erwartet wurde. Der Stand des Roggens ist allgemein gut; die Ernte an Stroh wird die des Vorjahres bedeutend übertreffen. Der Stand der Sommerhalmfrucht ist sehr verschieden, weniger derjenige der Hülsenfrüchte. Die Kartoffeln haben si< nicht gleihmäßig und nicht recht kräftig entwi>elt. :

2) Neg.-Be:. Hildesheim: Der Stand des Weizens ist im Ganzen besriedigend. Die Aussichten bezüglich der Roggenernte können nur als mittelgut bezeichnet werden. Die Gerste steht besser als Hafer. Die Kartoffeln find gut aus der Erde gekommen. Die Zu>kerrüben sind in der Entwickelung zurückgeblieben.

3) Neg-.-Bez. Lüneburg: Das Wintergetreide, namentlich der Noggen, hat sich sehr gut entwi>elt und zeigt einen guten, zum Theil ganz ausgezeichneten Stand. Auch der Stand des Sommergetreîdes und der Kartoffeln kann überall als ein be- friedigender bezeichnet werden. Der Zustand der Kleefelder und Wiesen ijt indessen ein reht mangelhafter geblieben.

4) Reg.-Bez. Stade: Roggen steht ausgezeichnet, ist lan im Stroh und hat guten Körneransag. Der Weizen hat si überaus günstig entwid>elt; der Stand desselben ist ein vor- züglicher. Raps und NRübsen versprechen eine vorzügliche Ernte. Kartoffeln sind etwas ungleihmäßig aufgekommen, stehen aber sonst befriedigend. :

9) Rea.-Bez. Osnabrü>: Der Roggen hat eine außer- ordentliche Halmlänge und einen dichten Stand erreicht. Auch der Stand des Weizens, des Hafers und der Gerste ist im Ganzen befriedigend. Die Kartoffeln haben stellenweise durh die Nässe gelitten, jedoch sih wieder erholt, so daß ein Aus- fall kaum zu befürchten ist. :

6) Reg.-Bez. Aurich: Der Roggen fieht sehr gut, ebenso versprechen Buchweizen und Kartoffeln eine gute Ernte. Die Ernte-Aussichten sind, wenn auch einzelne Fruhtarten, nament- lih die Sommerfrüchte, unter der anhaltenden Dürre gelitten haben, im Ganzen günstig.

Provinz Westfalen. S

Neg.-Bez. Münster: Der Stand der Winterfrüchte Roggen und Weizen ist durhweg als ein guter zu be- zeihnen. Hafer, Gerste, Erbsen und Kartoffeln versprechen sämmtlih gute Erträge. Der Stand des Klees ist im All:

gemeinen gut. - Provinz Hessen-Nassau. e 1) Reg.-Bez. Kassel: Die Winterfruht hat si<h im Ganzen befriedigend entwi>elt und besto>t. Die Aussichten für die Roggenernte sind günstig, für die Weizenernte eben- falls, Die Sommerfrucht is ziemlih gut aufgelaufen. Kax- toffeln zeigen allgemein guten Stand und scheinen reihlichen Ertrag zu versprechen. : - | 2) Neg.-Bez. Wiesbaden: Der Stand des Winter- wie Sommergetreides ist im Ganzen ein re<t guter und bietet gute Aussichten auf eine befriedigende Getreideernte dar. Auch bei den Kartoffeln gestalten si<h die Aussichten im Ganzen

ziemlich günstig. Rheinprovinz

1) Reg.-Bez. Koblenz: Die andauernd starken Regen- güsse wöhrend des Monats Mai übten auf die Feldfrüchte einen besonders nachtheiligen Einfluß nicht aus, verzögerten jedo fast überall die Kartoffelaussaat derartig, daß eine volle Ernte durchweg nicht erhoffi werden kann.

2) Reg.-Bez. Köln: Der jeßige Stand der Früchte kann durchweg als ein befriedigender, zum Theil als ein ausge- zeihnet guter bezeihnet werden, der reiche Ernteerträge in Aussicht stellt. Roggen und Weizen haben sih im Allgemeinen vorzüglich entwi>elt und lassen auf einen reichlihen Stroh: und Körnerertrag hoffen. Ebenso steht der Hafer im Allge- meinen gut. : S :

3) Reg.-Bez. Aachen: Der Stand der Feldfrüchte ist durchweg ein guter und berechtigt zu den besten Hoffnungen. Weizen und Roggen stehen ausgezeichnet und lassen sowohl an Stroh wie an Körnern einen guten Ernteertrag erwarten. Auc) Hafer, Gerste, Erbsen und Soimmerweizen zeigen einen guten Stand und versprehen günstige Erträge. Der Stand der Kartoffeln ist überall ein recht guter und verspricht eine ergiebige Ernte. Die Zuckerrüben stehen allgemein gut.

(Nathtrag folgt.)

Leipzig, 8. Juli. (W. T. B) Im Lndesverrathsprozeß wurde Klein zu 6 Jahren, Grebert zu 5 Jahren Zuchthaus, Beide auch zum Verlust der Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren verurtheilt, Erhart wurde freigesprochen.

Zug, 7. Juli. (W. T. B.) In vergangener Nacht hat in der Vorstadt no< ein weiterer Nachsturz des Seeufers in den See stattgefunden, bis jeßt sind mehr als 30 Häuser versunken. Nach dem Gutachten der Sachverständigen gelten no< weitere Einstürze für wahrscheinli.

Das gemeinschaftlihe Auftreten der drei ausgezeichneten Gäste der Kroll’\hen Bühne, der Primadonnen Fr. A rkel und Fr. Grossi und des Bassisten Ney nahm das vollste Interesse des Publikums in Anspruch; die Vorstellung des „Robert der Teufel fand keinen Plaß in dem geräumigen Hause leer. Moroen (Sonn- abend) wirken die drei genannten Gäste in Meyerbeer's „Hugenotten“ wieder zusammen. Fr. Arkel singt die Valentine, Fr. Grossi die Königin, Hr. Ney den Marcel. Der Sonntag bringt noch einmal den „Postillon“ mit Hern. Heinrih Bötel als Gast.

Redacteur: Riedel.

Berlin: ———— - E Verlag der Expedition (J. V.: Hei drich).

Dru> der Norddeutschen Buchdru>kerei und Verlags-Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32,

Vier Beilagen (einshließli<h Börsen-Beilage).

M 157.

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen

Berlin, Freitag, den $. Juli

Slaals-Anzeiger. TSS7.

. Stecbriefe und Untersuhungs-Sachen.

N 1 G0 O tk

Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gefells&,

Zwangsvollstr->ungen, Aufgebote, Vorladungen u. d S Berkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c. / E c c Verloosung, Zinszahlung 2c. von öffentlihen Papieren.

ntlicher

B

pam DOIAD

1) Steckbriefe und Untersuchungs -Sachen,

[18596] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Agenten Christian Joseph Anton Mahr aus Frankfurt g. M., welcher flüchtig ist und sih verborgen bält, ist die Unter- suhungshaft wegen Betrugs und Unterschlagung verhängt. - Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Justizgefängniß zu Frankfurt a. M. abzuliefern.

Frankfurt a. M., den 4. Juli 1887,

Der Untersuchungsrichter I. __ bei dem Königlichen Landgerichte.

Beschreibung : Soweit bekannt geboren den 1. 9. 66, Größe circa 1,65 m, Statur \{lank, Haare \{warz, Stirn ho<h, Bart \{w. Schnurrbart und etwas Bacenbart, Augenbrauen s{<warz, Augen \<warz, | und Rechte binne Nafe gewöhnlich, Zähne auffallend groß und weiß, | dem im Sigung Gesichtsfarbe ziemli blaß, Sprache korrektes Deuts <, | Aufgebotstermine Kleidung anständig. A Kennzeichen: etwas auswärts gebogene

eine.

[18784] Steckbriefs-Erledigung.

Der gegen den Kaufmann Paul Josef Johann Vreitkopf, am 28. Juni 1843 zu Leobschüß geboren, wegen Betruges in den Akten I. I, B, 303/80,

[60975]

Auf dem Anwe

Hypothekenbuche Band I. Seite 7 2. Oftober 1792 von Haimhausen

Tage hiergegen getragen worden. Auf Antrag d

anzumelden unter

erloschen erklärt würde. Bruck, den 4.

unter dem 24. Dezember 1884 erlassene Steckbrief Heim. wird zurückgenommen. E R T Verlin, den 4. Juli 1887. [18800] Aufgebot. _ Staatsanwalts<aft Der Kleidermach bei dem Königlichen Landgericht I. hat das Aufgebot der in der Steuergemeinde Osfter- S wi> belegenen, im Grundbuche vor [18773] : auf den Namen der Eheleute Schneider Johann Erneuerte offene Strafvollstre>ungs- Bernard Wenker und Anna Elisabeth Pöpping ein- Negquisition. getragenen Grundstücke Flur 1 ?

Die unterm 9. September 1885 higter den Re- servisten Kanonier Richard Julius Traugott August Noctzold aus Apolda in der zweiten Beilage der Nr. 217 zum Deutschen Neichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger von uns erlassene Strafvollstre>ungs-Requisition wird hiermit cer- neuert. Aktenzeichen E. $8 85,

Sonnenburg, den 1. Juli 1887.

Königliches Amtsgericht.

an die bezeichneten

[18772] Köni Der Hauskne<t Carl Lauterbach, geboren am 12. Mai 1867 zu Duderstadt, zuleßt wohnhaft in N ist dur<h_ re<tskräftiges Urtheil des iesigen Königlichen Swöffengerihts vom 10. März 1887 wegen Beleidigung und Körperverleßung zu einer Geldstrafe von 10 (zehn) 16, an deren Stelle im Unvermögensfalle 2 (zwei) Tage Gefängniß treten und in die Kosten des Verfahrens verurtheilt. Die Zwangsvollstre>ung wegen der Geldstrafe und Kosten ist fruhtlos ausgefallen. Antrag : Vollstre>kung der eventuell erkannten | D Gefängn:ßstrafe und Nachricht zu den Akten D. 21/87. | mit, Northeim, den 1. Jali 1887. Königliches Amtsgericht, III, Traumann.

[18584]

kÉneht gedient hat

in Nudnik, sowie \

nachdem stens bié

Pr T

_2) Zwangsvollstre>kungeu, Nufgebote, Vorladungen u. dgl. E

ie Zwangsversteigerung und die Termine 22. August 1887, betreffend das Kaufmann Friedrich Wilhelm Hanne’she Grundstü, Lindenstraße 2, Louisenstadt Band 22 Nr. 1288 K, 28, 87, werden aufgehoben.

Verlin, den 5. Juli 1887. Königliches Amtsgericht T, Abtheilung 51.

[18687] Ausgebot. und

Nr. 7954. Die ledige Marie Weber von Indhle- | !i, dem auf den kofcn hat unter Glaubhaftmachung des Verlustes mitiags 11 Uher, eines auf ihren Namen lautenden Sparkassenbuchs | Unterzeichneten Geri Nr. 9173 über eine am 13, September 1886 ge- | desselben schriftlich machte Einlage von 861 46, welcher Betrag durch Binsengutschrift and Abzug ciner Rückzahlung vom

September 1886 auf 950 M angewachsen ist, das E e,

er Inhaber dieser Urkunde wird spätestens in dem auf A Miitwoch, den 11. Januar 1888, Vormittags 9 Uhr, vor Großh. Amtsgerichte hier anberaumten Auf- gebotstermine seine Nechte anzumelden, und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklä- rung der Urkunde erfolgen wird. Waldshut, den 28. Juni 1887. Großh. Amtsgericht. Die bec N le Uebereinstimmung mit der Urschrift be t; Der Gerichts\<reibLe S Tröndle. [18792] Au?gevot.

Das Sparkassenbu<h Nr. 1760, ausgestellt von der Kreis-Sparkasse zu Johannisburg auf den Namen der Geschwister Ludwig und Lotte Lädugga, lautend über 72 K 87 S nebst Zinsen seit 31. Dezember 1882, ift verloren gegangen und foll auf Antrag der Lotte Ladugga aufgeboten werden. Es wird des- halb der unbekannte Inhaber des Sparkasenbuchs aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermin am 12. Januar 1888, V.-M. 12 Uhr,

im Zimmer 6 des unterzeihneten Gerichts, seine Rechte anzumelden und das Sparkassenbuch vor- A San dasselbe für kraftlos erklärt | dem au werden wird. den 25. Ok Johannisburg, den 20. Juni 1887. vor dem Ee Königliches Amtsgericht. | straße Nr. 13, Hof,

Strasburg, den

[41673] Borkendorf als de

Cs werden daher

[18585] Auf den Antrag

von Ventlewska, Vermächtnißnehmer im Terniine,

aufgekommenen Nu

[18796] als Pflegers des am

sämmtliche Naclaßgl des x. Ae hierd

Das Königl. bayr. Amtsgericht 15. Februar 1887 nahsteh

Grben ein Darlehenskapital 7. Mai 1828 vorgemerkt un

961/163 nebst aufstehendem zum Zweck der Besitz Es werden daher Alle, welche Éi

haben, aufgefordert, solche \pätest den 28, Oktober 1882 Ba vor dem unterzeichneten Gerich gebotstermine anzumelden, widr selben werden ausges<hlo}sen werden. Coesfeld, den 25, Juni 1887.

Aufgebot behufs Der in den Anfangs David Boehlke, welcher in der Z 1868 bis 1, Januar 1870 in Karbowo alé Pferde- und wie seine Verwandten, der nehl und Arbeiter Juli:18 Kuhn ein Abwesenheitsvormund Besiger chern, seit seinem wo verschollen ic, wird hier- Personen die

Käthner Johann Kan

Johann Drews aus Weißhof versi Dienstaustritt in Karbo | l genannte 3 R: beantragt haben, aufgefordert,

zum 19, April 1888, Vorm. —— dem unterzeichneten Gerichte zu melden falls feine Todeserklärung erfolgen pird.

und Friedrich Meier sow rbnehmer hiermit

falls die Todeserklärung

Meier ausgesprochen werden wird.

Ziegenhals, den 12. November 1886, Königliches Amtsgericht.

hierselbst, als Pflegers des N zember pr. hierselbst versto

_den 17. Dezember d. J., Vorm. ihre Ansprüche und Rechte auf den Nachlaß bei dem unkerzei<neten Gerichte anzumelden, widrigenfalls sie gegen die Beneficialerben ihre infoweit geltend machen könne mit Aus\<luß aller seit dem

angemeldeten Ansprüche nicht

Graudenz, den 1. Juli 1887, Königliches Amtsgericht.

Auf Antrag des K storbenen Bildhauers Wilhelm

des K. b.

für den

es Rechtsanwalts Bürcerling in Bruck Namens der Lampl’shen Eh : j Denjenigen, welcher auf diese zu haben glaubt, die Aufforder

8zimmer vom

dem Ne und im Hypotheken März 1887.

Der K. b. Gerihts\<hreiber :

Grundstü>e geltend

glihes Amtsgericht.

28. Juni 1887.

Königliches Amtsgericht.

Aufgebot.

Aufgebot.

des Rechtsanwalts

1

r

_Seitens des Pauergutsbesigers Icseph N rfen ] s den Geshwiftern E Meier zu Borkendorf be telltes E ist die

ahre 18951 auf Wanderschaft gegangenen BVauer- \öbne Florian Meier und Friedri N

Bru> hot unterm endes Aufgebot eclassen: 4 vesen Hs. Nr. 1 der Wirthseheleute Hnnozenz und Viktoria Lampl in Tegernbah ist im Amtsgerihts Bruck auf Grund Uebergabsvert:ags vom Müller Mathias Hartl und bezw. dermalen dessen etwaige E von 200 Fl. unterm d no< am nämlichen wegen Zahlung Protestction ein-

eleute ergeht an Forderung ein Recht ung, seine Ansprüche n 6 Monaten, spätestens aber in Nr. 23/1. tattfindenden

Samstag, den 22, Oktober 1887, Vormittags 9 Uhr,

i tsnahtheile, daß im der Unterlassung der Anmeldung die Forderung für uhe gelöscht

er Bernard Hüster zu Osterwi> c. von 67 Thaler 5 Silbergroschen 3

Osterwick

1 Nr. 562/102 und l Wohnhause Nr. 45 cat, titelberi<tigung beantragt. genthumêansprüche zu machen ens in dem auf rmittags 10 ühr, te anberaumten Auf- igenfalls sie mit den-

Todeserklärung. 1840 er Jahren geborene

eit vom 1, Januar

_Todes- sich spâte-

11 Uhr, widrigen-

l < Meier beantragt. die Bauersöhne Florian Meier le deren unbekannte Erben it aufge*ordert, sih vor oder 22. September 1887, Vor- anberau:nten Termine bei dem M E u E S0 A er persönli u

daselbst weitere Anweisung zu u N

widrigen-

des Florian und

K

Friedrich

abilinsfki

a<hlasses der am 11. De- rbenen Wirthin Emilie

werden die Nachlaßgläubiger und derselben aufgefordert, \pätestens

10 Uhr,

Ansprüche nur noh n, als der Nachlaß Tode des Erblassers

ungen durch Befriedigung dec

Aufgebot.

7. März 1887 Fischer,

aufmanns Eduard Con

ershöpft wird.

srein hier zu Berlin ver-

werden

äubiger und Vermähtnißnehmer ur< aufgefordert, spätestens in

887, Vormittags 113 Uhr,

eten Gerichte, Neue Flügel B, parterre,

S

riedrich-

aal 32,

Falle

eier zu lorian und Abwesen-

Todeserklärung der im

Berufs-Senossenscaften. Wothen-Ausweise der deutsGen Zettelbanken,

ershiedenc Bekanntmachungen.

Theater- Anzeigen.

der angemeldeten Ansprüche niht ers{<öpft wird Berlin, den 30, Juni 17, pi Wird. Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 48.

[18794] Vekanntmachung.

von Ansprüchen an den

verfahren eingestellt ift. Verlin, den 2. Juli 1887. Königliches Amtsgericht T, Abtheilung 49. [18564] Ausschlußurtheil. n der Rosenberg’ schea Aufgebotssache, F: 3 pro 1857, erkennt das Königliche Amtsgericht in O N E Nobach für Necht : le elwatigen Berechtigten d ‘ezeihnete O tigten der nachbezei<neten a. von 47 Thaler 12 Silbergroschen nebst fünf Prozent Zinsen Muttererbtheil für Johann ; e e . von 9 Thaler 7 Silbergroshèn 9 Pfennig nebst fünf Prozent Zinsen ittererbtheil Mori Marcuse Zinsen Muttererbtheil für O Pfennic nebst fünf Prozent Zinsen und dem Aen auf ein eichenes Halbtonnengefäß mit eisernen Bändern für den Kaufmann Israel Wolff in __ Wonqgrowit, etngetragen in Abtheilung 111. Nr. 2 beziehungs- weise Nr. 5 und 8 des Grundbuchs des der Wittwe Hannchen Rosenberg in Margonin und dem Möbel- bändler _WVzarus Marcuse in Bromberg gehörigen Grundstü>s Margonin Nr. 19. werden mit thren Ansprüchen auf die bezeichneten Hypothekenposten ausgeschloffen. 2) Die Hypothekenurkunde über 25 Thaler Dar- lehn, „eingetragen aus der Schuldurkunde vom 30. März 1822 für die Zantow'\{<en Minorennen in Abtheilung TI1. Nr. 4 des Grundbuchs des der Wittwe Hanncen Rosenberg in Margonin und dem Méöbelhändler Lazarus Marcuse in Bromberg ge- hörigen Grundstü>ks Margonin Nr. 19, gebildet aus der Schuldurkunde vom 30. März 1822 und dem PypothekensHein vom 24. Oktober 1825, wird für raftlos erklärt. Margonin, am 2. Juli 1887. Königliches Amtsgericht. gez. No ba <.

[18557] Bekanntmachung. Auf den Antrag des Eisenbahn-Baumeti'ters D Adam Mathias von Mor-aczewski zu Lemberg, zu- cleih als Cefsionars des Rentiers Heinrich Berendes zu Posen, und Genossen, kat das unterzeichnete Ge- ri<ht am 21. Funi 1887 für Recht erkannt: Der Grundschuldbrief, noch gültig über die im Grundbuche des Rittergutes Naramowice Nr. 1 in Abtheilung Il]. Nr. 41 für a. den Rittergutsbesißer Adam Mathias von Moraczewski zu Krakau, b. die Frau Marianna (Marie) von Laszczynska, geb. von Moraczewka, zu Grabow, c, die Frau Sophie von Brudzewska, geb. von Moraczewska, zu Lednogóra, . die Helene von Moraczewska zu Chaîïawy, . die Hedwig von Moraczewska daselbft, . die Frau Ludowika Gräfin Dobrzyúska, geb. Moraczewska, zu Schrimm, &. den Rentier Heinrih Berendes zu Posen, h, den Rittergutsbesißer Stephan von Mo- : raczewsfi zu Chatawy, 1 die Frau Josepha von Laszezeroskc, geb. von Moraczewska, zu Florenz, eingetragene Grundshuld von no< 12000 M (Zwölftausend Mark) nebst 5% Zinsen wird für kraftlos erklärt. Poseu, den 2. Juli 1887, Königliches Amtsgericht. Abtheilang 1IV .

[18558]_ Im Namen des Königs! In Sachen betreffend das Aufgebot :

A. Folgender Hypothekeninstrumeute : I. (Grundbu<hnummer 39 Nieder-Kunzendorf Ab- theilung IIL. Nr. 7 über 400 Thaler Darlehn, cin- getragen für Fräulein Agnes von Napolska zu A L A der Schuldurkunde vom 28. Dezember und des Hypothekenshei “O N E 1. Grundbuhnummer 11 Gesteuertes Haus Zirlau Abtheilung III. Nr. 4 über 48,10 T os rung, eingetragen für Schmiedemeister F:lius Reus(lel zu Polsnig in Gemäßheit des Urtels vom 5. De- zember 1877 und des Oypothekenbriefs vom 13. Fe- bruar 1878, 111. Grundbu<hnummer 32 Fröhlihsdorf Abthei- lung 111. Nr. 2 über 20 Thaler Dark, Me tragen für Johanne Eleonore, Johann Karl Gott- lieb, Johanne Juliane, Johann Karl August und N O e U Ed zu Fröhli<hsdorf in Gemäßheit der Schuldurkunde und des Hypo 3 O G0 E At 1843, L

V. Orundouhnummer 152 Haus Polsniß Ab- theilung III. Nr. 8 und 176 Ade Snia AHA lung TIT. Nr. 7 über no< 8850 46 Grundstü>srest- kaufgeld, eingetragen für den Partikulier, jeßt Handelsmann Karl Gottlieb Volke zu Polsnißt, jeßt zu Neu-Reichenau, in Gemäßheit der Schuldurkunde vom 16. August 1872 und der Hypothekenbriefe vom

D

anberaumten Aufgebotstermine ihre Ansprüche anzu- melden, widrigenfalls sie dieselben gegen den Benefizial- erben nur insoweit geltend machen können, als der Nachlaß mit Aus\<luß aller seit dem Tode des Erb- lafsers aufgekommenen Nutzungen durch Befriedigung

Der auf den 16. September d. J., Vormit- tags 11 Uhr, P zur "Anmeldung 1 ) „(alaß der verstorbenen Wittwe Wobith, Anna, geb. Goß (Gohs), wird auf- gehoben, da auf Antrag des EGrtrahenten das Aufgebots- B. Folgender Hypothekenposten:

Familien-Nachrichten. / In der Börfen-Beilage.

E ——————————— V, Grundbu<hnuminer 111 Freiburg Abtheilung III Ne (jeßt 110 Freiburg Abtheilung III. Ne 14) über 500 Thaler Darlehn, eingetragen für den Kalk- messer Wilhelm Hovpe zu Freiburg, in Gemäßheit der Schuldurkunde und des Hypothekensheins vom “e 1853,

‘1. Grundbu<hnummer 23 Bauergut Ober-K - dorf Abtheilung TIT. Man, ae e 1 Thaler 15 Sgr. 8 Pfennig Kaufgelderrü>stand, eingetragen für die Buchhändlerwittwe Constanze Mathilde Heege, geb. Rüdiger, zu Schweidniß, in Gemäßheit des Zusclagsurtels und der Kaufgelderverhandlung vom 8. Juni bezw. 11. Juli 1872 und des Hypo- thekenbriefs vom 26. Oktober 1872. E

VIT. Grundbuhnummer früher 20, jeßt 19 65 Srundbuhnummer früher 20, jeßt 19, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71 Nieder-Kunzendorf Abthei- lung III. Nr. 12, jeßt 1, über 100 Thaler Muttec- erbe, eingetragen für die 5 Kinder erster Ehe des Bauers Johann Georg Heide, dort in Gemäßheit der Schuldurkunde und des Hypothekensheins vom 17. Januar 1840, IIT. der oben unter T. {on näher beh

400 Bhalee, [< äher behandelten erkennt das Königliche Amtsgeriht zu Freibur i. Schl. dur den Amtsrichter S :

O e Recht : „le Urtunden zu I, TL, TIL, IV,, V., VI. werde für kraftlos erklärt ; E „die Posten zu VII., VIII. werden unter Aus\<luß S unbekannten Ansprüche für löshungsfähig er- ärt ; : den Antragstellern fallen die Kosten des Verfahrens

zur Last. Rechts Wegen.

Bon [18586] Dle Hypothekenurkunde, welche über die am 2 November 1841 verfügte Eintragung der nah se<8monatlicher Aufkündigung zahlbaren und vom 1. Juli 1841 ab mit vier Prozent verzinslichen vierzig Thaler des Musikus Gottfried Lehmann zu Guben im Grundbuch von Lamsfeld Band I. Blatt Nr. 3 Abtheilung III. Nr. 1b. aus dem Kaufvertrage vom 21. Juli 1841, ausgefertigt am 11. August 1841, und aus dem Ingrofsationsvermerke und Hypo- thekenscheine vom 27. November 1841 gebildet ist ist für kraftlos erklärt. iy : Lieberose, den 29. Junt 1887. Königliches Amtsgericht.

[185883] Oeffentliche Sitzung Geschehen Königliches Amtsgericht , Abtheilung I. Freiburg a. E., den 2. Juli 1887, Anwesend : Amtsrichter Trummler.

Z Gerichis\chreibergehülfe Krusemark.

In Sachen betreffend das Aufgebotsverfahren

zwe>s Todeserklärung des Hinri<h Röhling aus

Nindorf und 4 Genossen 2c. E :

wurde folgendes Urtheil bc\<lossen

Tee

Die Verschollenen, nämli:

1) der am 27. Oktober 1834 zu Nindorf ge- borne Hinrih Röhling, Sohn des weiland Schuhmachermeisters Jacob Röhling daselbsi,

2) der am 16. Februar 1815 zu Neulandermoor geborene Arbeitsmann Johann von Holt aus Neukandermoor,

3) der am 8. September 1835 zu Hamelwörden geborene Sciffskapitän Johann Diedrich Hamann aus Wischhafen,

werden, da fie sih des Aufgebots vom 28. März;

1886 ungeachtet im heutigen Termine nicht gemeldet

haben, au von ihrem Fortleben glaubwürdige Nach-

riht nichi eingegangen ist, und die betreffenden An- cragsteller einen Eid dahin geleistet haben, daß solche

Nachricht leit mindestens 10 Jahren nicht eingegangen

ist, damit für todt erklärt. :

Die Kosten des Verfahrens haben die Antragsteller

zu tragen 2c.

und ver-

Zur Beglaubigung : E gez. Trummler. Krusemark. 9) Sue E 16, Q) rusemar erihts\<reibergeh. als Gerihts\<reiber Königlichen Amtsgerichts.

[18578] Oeffentliche Zustellung.

Der Schäfer Gustav Jse>e zu Großalsleben klagt gegen den Großfkossathen August Bösche, früher zu Broßalsleben, jeßt unbekannten Aufenthaltsorts, aus einem Schuldscheine vom 1. Januar 1887 über ein dem Beklagten gegebenes Darlehn mit dem An- trage auf Verurtheilung des Be?lagten zur Zahlung von 90 M nebst 4 Prozent Zinsen seit dem 1. Ja- nuar 1887 und vorläufige Vollstre>barkeit3erklärunç, des Urtheils und ladet den Beklagten zur mündlihen Berhandlung des Rechtsstreits vor das Herzogli>e

Amtsgericht zu Ballenstedt an Geritstagg telle zu Großalsleben auf i E L

den S8. November 1887, Vormittags 9 Uhr. Zum Zwe>e der öffentlichen Zustellung wird its

Auszug der Klage bekannt gemacht.

Vallenstedt, den 6. Juli 1887, S Höhne, Sekretär, Gerichts\hreiber des Herzoglihen Amtsgerichts.

[18087] Oeffentliche Zustellung.

Der Kaufmann Theodor Schulz, als Universal-

erbe des Lorenz Schulz zu Berlin 8, Ale andrinenstr. 99 ] l » | vertreten dur< den Rechtsanwall{ erben fast r Polsniz Äbthei- | gegen den dem Aufenthalte na< unbekannten Uhr- macher Herrmann Rehbronn, l des Grundstü>ks Tuet-Hufen Nr. 14, wegen einer Sl ul Mbit von O Blact 14 für Lorenz

«thetlung 111. Nr. 3 cingetra of von 900 G und Zinsen, s V

als Miteigenthümer

mit dem Untrage auf

27. April 1874,

Verurtheilung des Beklagten zur Zahlung von 300