1908 / 27 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Verkehrsaustalten.

Wie das Reichspostamt in der neuesten Numme blatts bekannt gibt, werden vom 1. Februar ab deutshen Verkehr s\ogenannte Fensterbriefe, d. denen die Aufschrift nicht auf dem Umschlage, fondern einlage angebracht ist und dur einen T scheint, Sertabduise zugelassen. Vorausseßung ift, scheinende Teil des Umschlags ket Glanz bringung einer leiht und gut haftenden Bestandteil des Umschlags bildet, also

nen ftôörenden

parallel zu den Langseiten des Umschlags verläuft.

Theater und Musik.

Konzerte.

Das zweite Russische Konzert von Dimi rumoff fand am i lebhafte Anteilnahme. Eine Symphonie in G-Moll storbenen russishen Tondichters Kalinnikoff bildete die [eitung des Abends; es geht dur alle jungrussishen ein jugendlih frisher Zug, ein lebhaftes Gefühl für rbythmishe Schönheit und do selten das Interesse der Hörer erlahmen. Symphonie in t Melodie und Zeitmaß tragen ein stark nationales Gepräge an kräftigen

im ersten Teil mit seinen reihen Variationen hervortre

Komponisten Valse mélancolique untermishte den Ausdruck heiterer Stürmische Anerkennung in dem asiatische Den Beschluß des

Lebensfreude harmonisch mit leiser Shwermut. eroberte fich Iwanows „Einzug der Tartaren“, Motive in höchst origineller Weise verwertet sind. Nbends machte Tschaikowskys bekannte Phantasie Rimini“. Die inhaltlich und tehnis{ch

und feinem russishen Leiter in wahrhaft es wurde ihnen für diese glanzvolle Leistung auch ju

zu teil. Friedenthal fand am

wurde eine neue Komposition des Ländler für zwei Klaviere, zu Gehör Inhalt der neuen Tondichtung fanden eine lebhafte Aufnahme; die heitere Anmut der Werk belebt, trat auffallend stark im zweiten die gleitende Bewegung des Zeitmaßes, die Zartheit wurden mit anshauliher Lebendigkeit wiedergegeben. von E. E. Taubert konnte weniger Ursprünglichkeit aufweisen; die sechs Tondihtungen nah Worten G mebr eine kluge Arbeit des Verstandes als eine freie Gefühls. besten Seite; ihre {ner Anschlag kamen den

gebracht. leich

flare Diépcsition, noch

Neuheiten

wortbh-Scharwenkasaal veranstaltet hatte, binterlie gute Eindrücke.

Kantate: „Ih will den Kreuzstab gerne tragen“ mit der der Konzertgeber den Abend einleitete, hafen. Auch die Reihe zum erften Male gesungener Kompvonisten vermochte niht durchweg are Ertels ausgenommen ,

riginalität und musikalischem Gehalt gebriht, und die

volle Wiedergabe niht geeignet war, ihnen besonderes Interesse zu verschaffen. Den meisten Erfolg hatte der Konzertgeber mit einigen

Liedern seines Landsmanns Horatio Parker, die e warmer Empfindung vortrug.

Am Mittwoch spielte der bekannte Violinvirtuose Friß Becker im Moizartsaal nach der vom Mozartorchester unter Kapell-

weister Mondels Leitung lobenswert vorgetragenen „Rosamunte“ von Schubert in Gemeinschaft mit dem O das A-Moll-Konzert von Voikmann,_ Fertigkeit fih wieder glänzend bewährte. in altem Stil gehaltene, weihevolle Largo Becker wurde sehr {chôn zu Gebör gebracht. wurde so fein und reizvoll wiedergegeben, daß die langte Wiederholung bewilligt werden mußte.

bildete

(Op.

Der erste der beiden angekündigten Klavierabende Pery in der Singakademie fand,

r-undlihe Aufnahme.

dem Programm, und ihre Tondichtungen vermittelte d

mit feinem musikalishen Einn.

Theater. Königliche Schauspiele. Sonnabend: Opern-

Haus. 30. Abonnementsvorftellung. Salome. Drama fn einem Aufzuge nad Oskar Wildes gleihnamiger Dichtung in deutscher Uebersezung von Hedwig Lach- mann. Musik von Richard Strauß. Musikalische Leitung: Herr Kapellmeister Blech. Regie: Herr Regifeur Dahn. Anfang 8 Uhr

i \pielhaus. 32. Abonnementsvorstellung. Walleufteins Lager. Schauspiel in 1 Aufzug von Schiller. Regie: Herr Regisseur Keßler. Die Piccolomini. Schauspiel in 5 Aufzügen von E Regie: Herr Regisseur Keßler. Anfang

7 Uhr.

Sonntag: Opernhaus. 31. Abonnementsvorftellung. Dienst- und Freipläge sind aufgehoben. Taunhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg. Ro- mantishe Over in 3 Akten von Richard Wagner. Anfang 7# Uhr.

Schauspielhaus. 33. Abonnementsvorstellung. Dienst- und Freipläße sind aufgehoben. Wallenfteins Tod. Trauerspiel in 5 Aufzügen von Schiller. Anfang 7#§ Uhr.

Deutsches Theater. Sonnabend : Die Räuber. Anfang 74 Uhr. Sonntag: Die Räuber. Kammerspiele.

Sonnabend: Hochzeit. Anfang 8 Uhr. Sonntag: Gyges uud sein Riug.

Neues Schauspielhaus. Sonnabend, Nath- qnittags 3 Uhr: Judith. Abends 8 Uhr : WÆeolkenkcatzer.

Sonntag: Wolkenkragtzer.

Cessingtheater. Sonnabend, Abends 7# Uhr:

um ersten Male: John Gabriel Borkmau. aufpiel in 4 Akten von Henrik Ibsen.

l des Umschlags hindurch- daß der

Strift gestattet, einen festen niht eingeklebt und ferner so

angebracht ist, daß die Adresse des Briefes, wie bei den übrigen Briefen,

Montag im Beethovensaal mit Necht

ein tiefes, leidenshaftlihes Temperament ;

wenn au nit alle Kompositionen glei Meisterwerke sind, so lafsen fie So strahlt auch diese

farbenprächtiger innerer und äußerer Schönheit ;

langreizen verführt nie zu Uebertreibungen. l von Tanéiew besitzt gleichfalls anregende Eigenschaften, die am stärkften

gleih großen S&wierigkeiten

der Tondihtung wurden von dem Philharmonischen Orchester genialer Weise überwunden ;

Ein Klavierabend der bekannten Pianistin Flora Scherres- Dienstag in der Singakademie unter

Mitwirkung des Herrn Professors Alexis Hollaender ftatt. Es leßtgenannten Künstlers, ein

findung,

Eine neue Suite

Die vortragende Künstlerin zeigte ihr Können von der mehr ihr vortrefflich Ein Konzert, das Robert Maitland am Dienstag im Klind-

Der sonore Baßbariton des hier {hon eingeführten englishen Sängers besitzt zwar eine \ympathishe Klangfarbe, und do ift seine Schulung noch nicht ausreichend, um den Schönheiten der von I. S. Bach,

volle Geltung zu ver-

zu fesseln, da es, die Lieder den meisten dieser Tongebilde

wobei seine hervorragende tehnische Au das darauf folgende,

oppers „Papillon“

das fesselnde Konzert in_C-Dur von d’Albert, defsen drei obne Unterbrehung gespielten Säge viel Anregendes boten.

gleihfalls am Mittwoch, eine Liszt, Brahms und Schumann standen auf

Die lyrishen Partien, auch ver-

ab überhaupt viele fassende Großzügigkeit Die gleichzeitig im Pianistin recht fleißi nüchterne

r seines Amts- im inneren \. Briefe, bei auf der Brief- ihren

Pau. usdruck

zeigt, die An-

eine Wiederholung von „Salome

Hero Herr Berger, den Narraboth „Wallenfteins Lager“ Wallenstein \pielt Herr die Herren Oberländer,

iry Achscha-

des früh ver- wertvolle Ein- Tondichtungen

melodishe und | beschäftigt.

gegangen :

„und die Freude nehmens Christine Hebbel.“

Die Suite

Die Tragische Ouvertüre,

ten. Desfelben Akademishe Festouvertüre

play kostet für diesen Abend im

„Franceêca da

belnder Beifall

BYBortrag und berz;lihe und die das Satze hervor; des Froktsinns

der Erfindung oethes schienen Schöpfung des

Akademie und begaben sih dann in

Auftrage der deutschen leichter,

zugute. Der Gelehrte erläuterte seinen

ß nur teilweise | das Haus.

sh an den von trag: ergreifen, und ihre Antrag begründete

um die zur Zeit in Lieder neuerer Folgen der an wenig \chwung- bereits

Bauten

oder bei den r mit frischer, | parks und sfonstiger Parkanlagen ; lihen Arbeitszeit in \tädtishen Staatsregierung zur 5 Berlin beschlossenen Bauten, Ouvertüre zu | die Gewerkschaften, rchester zunächst mit Speisenabgabe Steuern, soweit dadurch das örderung und Ausbau der rbeitsof

Angelegenheiten. beteiligten fh Glode, Singer und der demnähst eine Vorlage zur

¡ur Inangriffnahme

6) von Hugo

stürmisch ver- Den Schluß von Edmund

er Vortragende | den Arbeitslosen zugute kämen.

L

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Die Weber. Abends 8 Uhr: Johu Gabriel Borkman. Montag, Abends § Uhr: Hedda Gabler.

Hebbeltheater. (Königgräßer Straße 57/58.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Maria Magdalene. S Trauerspiel in 3 Akten von Friedrich

ebbel.

Sonntag, Abends 8 Uhr: Maria Magdalene.

Schillertheater. ©. (Wallnertheater.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: DieHermaunschlacht. Ein Drama in 5 Aufzügen von Heinrih von Kleist.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr Das Glück im Winkel. Abends 8 Uhr: Reiterattacke.

Montag, Abends 8 Uhr: Kollege Crampton.

Charlottenburg. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Der Hexeukefssel. Schauspiel in 3 Akten von Georg Engel. Hierauf: Jungfer JImmergrün. Volks\tück in 1 Akt von Ernst von Wildenbruch.

Sonntag, Mittags 12 Uhr: Kammermusfik uud Gesang. Na@mittags 3 Uhr: Der Richter von Uen, Abends 8 Uhr: Gyges uud sein

ng.

Montag, Abends 8 Uhr: Der Hexeukefsel. Hierauf : Juugfer Jmmergrünu.

Theater des Westens. (Station: Zwologischer Garten. Kantstraße 12.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Ein Walzertraum.

Sonntag und folgende Tage: Ein Walzer- traum.

Komische Oper. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Tieflaud.

Lustspielhaus. (Friedrichstraße 236.) abend, Abends 8 Uhr: Panue.

Sonn-

shiedentlihe zarte Klangmalereien, gelangen dabei ute Einzelheiten ; dagegen wur der Darstellung Saal Bechstein illa von uro Sid E n en obgele

et noch allzusehr die Stab Von den gesanglihen Darbietungen, die mit den Klaviervorträgen ab- wechselten, läßt sich niht mehr sagen, -als daß sie gut gemeint waren.

Im Königlichen Opernhause findet morgen, Sonnabend,

Sönigliden Hoftheater in Dreéden singt als es Heir Sommer, die Herodias Herr Kirchhoff.

_ Im Königlihen Schauspielhau und „Die Piccolomini“ Matkowsky, in den anderen

Patry, Boettcher, Geisendörfer, Sommerstorff,

Vallentin, Kraußneck, Staegemann,

Zeisler und die Damen Buße, von Arnauld,

Der Direktion des Hebbeltheaters ist zur Gröffnung des Hauses von der Witwe Hebbels aus Wien folgendes Telegramm ju- „Hocherfreut sendet herzlichsten Dank nebst innigsten Wünschen zu fernerem glücklichen Gedeihen des reuen-s{chöônen Unter-

Das M ozartorcesterveranstaltetam 6. Februar im Blüthner- Saal unter August Mondels Leitung einen „Brahm3-Abend“. die Symphonie in D-Dur Nr. 2 und die

stehen auf dem Programm. Fräulein Hermine Scholten wird Lieder von Brahms singen. Der Parketts Vorverkauf 65 \. Der für gestern angeseßt gewesene 3. Liederabend des Kaiserlichen und Königlichen Kammersängers Franz Nav al findet, feststeht, am 19. Februar im B eethovensaal ftatt.

Mannigfaltiges. Berlin, 31. Januar 1908.

Fhre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin ftatteten gestern nahmittag gegen 34 Uhr dem Kaiserin Friedrih-Hause am Luisenplatz, das aus diesem Anlaß fefilih geschmüdckt war, einen Besuch ab. Mit Ihren Majestäten ershienen, „W. lichen Hoheiten der Prinz Heinrich, der Prinz Adalbert, der Prinz und die Prinzessin Friedri Karl von Heffen, die Umgebungen und Gefolge und des Hauptquartiers. die Allerböchsten Herrschaften im Vestibül vom Generalftabsarzt der Armee Dr. Schjerning, dem Direktor des Hauses Professor Dr. N. Kutner und dem Leibarzt Dr. von Ilber g. Die Herrschaften besichtigten zunächst im 1. Stock die Modelle zu

Gekeime Nat, Professor Dr. R. Ko ch in längerem Vortrag über seine im Regierung ausgeführten Forschungsreisen zum Studium der Schlafkrankheit und ihrer Bekämpfung berichtete. Vortrag dur zahlreiche Lichtbilder. Gegen 43 Uhr verließen die Allerhöchsten und Höchsten Herrschaften

Fn der gestrigen Sihung der Stadtverordneten knüpfte sozialdemokratisher Seite „den Magistrat aufzufordern, Berlin zu lindern“, eine sozialpolitische Debatte. Stadtv. \{lug: Sofortige Jnangriffnahme aller begonnenen öffentlihen Bauten; der städtishen Straßenbahnen ; n und Reparaturen, des Schiller- Einführung der achtsiündigen täg- Betrieben, Aufforderurg an die

nabme der bes{lofsenen Umbaute

\ofortigen JInangriffnahme Umbauten und Anlagen; Beihilfe an die Arbeitslosenunterstüßzung eingeführt haben, prozentual nach deren Leistungen; Vermehrung der Wäumehallen zum Selbsikostenpreife, Schulkinder; möalichste Nachsicht bei der Beitreibung ftädtischer Wabhlrecht niht beeinträhtigt wird; Statistik bezüglich Arbeitsmarkt und er in Berlin und Eirsetzung einer An der Debatte, die sich ziemlich \charf zu)pißte, die Stadtvv. Goldschmidt, Brunzlow, Stadtrat Fishbeck, der hervorhob, daß Bewilligung von bis zu 800 000 #4 notwendiger in welher Summe do auc ein gut Teil Arbeitslöhne enthalten sei, die Int besondere sei auch die Verlegung des Scerkelberges auf dem Stralauer Anger in Ausficht gencmmen.

lehr glücklich. Es eine zusammen- des öôfteren vermißt. s gebotenen Ses der en erkennen e Dame hat. Aber der

lone der Schule.

dann einem

straße

Frage: ,

schullehrern.

statt. aa Annie Krull vom war, den Beginn

aft die Titelrolle, den räulein Hiedler, den Johanaan Anfang 8 Uhr.) morgen aufgeführt. Den Hauptrollen find

e werden Ständigen

ler, Vollmer, Pohl,

Arndt, Ke achner und Lindner

borough,

von Hobenzollern wie nunmehr

zur Bekämpfung

T. B.* zufolge, Ihre Königs

Damen und Herren der Empfangen wurden

dem Neubau der Kaifer Wilbelm- den Hörsaal, wo der Wirkliche

eingebrachten ‘An- en Maßnahmen zu

berrsGende Arbeitslosigkeit Den Dupont, der folgendes vor- in Ausficht genommenen \chnelleres Tempo Fnangriff-

Viller upt,

worden war.

wurden verleßt.

der sür Groß-

10000 Rubel

Speisung bedüftiger neunten

Kommission für foziale Saigon, Dr. Nathan,

Arbeiten zugehen werde,

Nach dreistündiger Erörterung einen S antrag an. us\{uß zur Vorberatung überwiesen.

wird am morgigen Sonnabend, Abends 8{ Ubr, über „Gewerbekrankheiten und ihre Verhütung“ in der Ausstellung für Arbeiterwohlfahrt (Char- lottenburg, Fraunhoferstraße reibe wird sechs Abende

trittékarten zum Preise von 1 H für sämtliche Vorträge in der Gfelliusshen Buch-, Antiquar- und Globenhandlung (M siraße 52), bei A. Schütz, Rendant (Holzmarktftraße 60), Chr. Tischen- döôrfer (Luisenstraße 10), ; (Kurfürstenstraße 70) und Bernhard Staar (Friedrichstraße 5) sowie in der Zentralstelle baus IIT Tr.) zu haben.

In lebenden Bildern sollen die Meisterwerke von Gains- Reynolds, Rommey und Lawrens der älterer englischer Kunst auf dem großen Wohltätigkeitsfest vorgeführt werden, Blüthner-Schharwenka-Festsälen (Lüßowstraße 76 persönlihen Leitung Seiner Durchlaucht 1 ¡um Besten der Gesellschaft zur der Säuglingssterblichkeit stattfindet. zeitgemäßen Darbietun Gesellshaft. Der Aufführung geht ein Künstlerkonzert mit bervor- ragenden Solisten vorauf; Eintrittskarten, die auf den Namen ausgestellt werden (Preis ein- {ließli Efsfen 20 4) sind

Breslau, 30. Januar. stark wahsentem Wasserstande Eis gan g eingetreten.

Mannheim, 31. Januar. wird starkes Fallen des Rheinstromes gemeldet. und Kehl ift der Wasserstand des Stromes vergangene Nacht um 30 bzw. 40 cm jzurüdgegangen. Unterrheins nimmt noch langsam zu.

Darmstadt, 30. Januar Stadtverordnetenversammlung teilte der Beigeordnete Jaeger mit, taß die Bürgermeisterei \haftlihe Wanderausstellung im Jahre 1911 in Darm- stadt abgebalten werden könne, keiten der Beschaffung eines geeigneten Geländes einen ablehnenden Bescheid erteilt habe.

Paris, 31. Januar. Departement Meurtke - et - Moselle : Arbeiter drangen in das Spielzelt Komödiantentruppe S Sie überfielen die Schauspieler mit Messern. Ein Kind wurde getötet und

Sosnowißtz, „Graf Renard-Grube“ Männern überfallen,

Christiania, 30. Januar. nächste Expedition von Roald Amundsen wird internationalen geograpbishen Konferenz in Gen f unter dem Titel „Eine g:plante Expedition zur Erforschung des nordishen Polarbassins* bekannt gegeben werden.

30. Januar. Quinchon, namens Reise in der Umgebung getötetk. gleitung und mehrere Kulis sollen gleihfalls getöôtet sein.

pay die Mehrheit der Versammlung

Der sozialdemokratishe Anträg wurde als

Der Berliner Qweigwerein der Deutschen Meteorolo- gishen Gesellschaft h 4 Uhr, im Saale des Königlichen 28) eine Sitzung, in der der Profefsor Bei welcher Lufttemperatur findet in und um Berlin Shnee- und Graupelfall statt ?* sowie über Nowacks Weitterpflanze sprehen wird,

Verein für volkstümlihe Kurse von Berliner Hoh,

Diensta 4. Februar, Statistischen L tai Ses Dr. Kassner über die

Herr Dr. Kaup, der durch Krankheit genötigt

seiner Vortragsfolge um aht Tage zu verschieben,

den ersten Vorirag

Vortrags- E Ne find

ohren-

11/12) halten. Die zu je 14 Stunden umfassen.

in den Buchhandlungen von F. E. Lederer

für Volkswohlfahrt (Dessauer Straße 14, Garten-

Ausftellun

das am Sonnabend, den 22. Februar, in den unter der des Prinzen Karl Anton Bekämpfung An den interessanten, en beteiligen sfih zahlreihe Damen der Berliner

Abendefsen und Ball besließen das Fest.

in der Geschäfts\telle der Gesellschaft der Säuglingssterblichkeit, Berlin W., Froben-

itraße 26 I (Fernsprehamt 6, Nr. 14918) zu haben.

(W. T. B.) Auf der Oder ift bei

(W. T. B.) Vom Oberrhein Bei Hüningen Der Wasserstand des Mittel- und

(W. T. B.) In der keutigen

auf die Anfrage, ob die landwirt- wegen unüberwindliher Schwierig-

(W. T. B) Die Blätter melden aus Ftalienishe einer wandernden ein, weil ihnen der Eintritt verweigert mebrere erwahsene Personen Es entstand eine furhtbare Panik. Gendarme rie

wurde aufgeboten, um die Italiener festzunehmen.

30. Januar. (W. T. B.) Der Rendant der Kuctak wurde gestern von mehreren die ibm nf heftiger Gegerwehr über raubten. Die Täter find unerkannt entkommen. (W. T. B.) Der Plan für die auf der

(W. T. B.) Ein Ansiedler aus Paris, wurde von Gingeborenen während einer Einige Eingeborene seiner Be-

(Fortsezung des Nichtamtlichen in der Ersten, Zweiten und

Dritten Beilage.)

L s

Residenztheater. (Direktion : RihardAlexander.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Bibi! Schwank in 3 Akten von de Gorsse und de Marsan. Deuts von M. S{hönau. (Bretillot: Richard Alexander.) Sonntag und folgende Tage: Bibi!

Thaliatheater. Sonnabend, Abends 8 Uhr: Gastspiel von Alexander Girardi. Jmmer obeu auf! Posse mit Gesang in 3 Akten von Kren und Buchbinder. Gesangstexte von Alfred Schönfeld. Musik von Paul Line.

Sonntag und folgende Tage, Abends 8 Uhr: A von Alexander Girardi. Jmmer oben auf!

Trianontheater. (Georgenstraße, nahe Bahnhof Friedrichstraße.) Sonnabend, Abends 8 Uhr: Zum ersten Male: Baron Toto.

Sonntag, Nachmittags 3 Uhr: Gaftons Frauen.

Konzerte.

Singakademie. Sonnabend, Abends 8 Ubr:

Konzert von Lola Rally (Gesang) mit dem Phil- harmonischen Orchester. Dirigent : Dr. Ernst Kuunwald.

Saal Bechstein. Sonnabend, Abends 74 Uhr : Klavierabend von Georg Gundlach.

Beethoven-Saal. Sonnabend, Atents 8 Uhr: IL. Kammermusikabend des SevEik-Quartetts, unter Mitwirkung von Julius Röutgen (Klavier) aus Amsterâàam

Klindworth-Scharwenka -Saal (Lüßow- straße 76). Sonnabend, Abends 8 Uhr: Liederabend

Zirkus Schumann. Sonnabend, Abends7iUhr: K X. Grande Soirée Migh-Lise. - Debüt: Resisto, das elektrische Nätsel. Mr. Resisto [äßt 300 000 Volt elektris tödlich wirkenden Strom zu vershiedenen Erperimenten durch seinen Körper leiten. Außerdem: Das vorzügliche Programm und die Kleiu-Familie. Um 94 Uhr: Amerika. Glänzende Ausstattungspantomime. i

Sonntag: Zwei Vorstellungen : Nachmittags 34 Uhr und Abends 74 Uhr. Nachmittags: Die lustigen Heidelberger mit der heiteren Regen- szene, sowie Mr. Refisto, das elektrische Rätsel. Nathmittags ein Kind frei, weitere Kinder zahlen halbe Preise.

H E I O E

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Frida Barhewitz mit Hrn. Profefsor Dr. Dannenberg (Bad Salzbrunn— Aachen). X Fl. Erna Zeise mit Hrn. Gerichtsafsessor Pau Schteblih (Görliß). E

Geboren: Eine Tochter: Hrn. Oberförster S (Glausbagen i. Pomm.). Hrn. Kreisf chulinspeltor

Volkmer (Kattowitz). L 18

Gestorben: Hr. Oberst Seth von Mühlenfe

ee. ‘Hr. Geheimer Regierungsrat a. D. [bert von Lundblad (Cassel). Hr. Kommissionk- rat Reinhard Efser (Berlin).

O

Verantwortlicher Redakteur: Direktor Dr. Tyrol in Charlottenburg-

Verlag der Expedition (Heidrich) in Berlin.

Druck der Norddeutschen B Anstalt Berlin SW., Wilhelmstraße Nr. 2.

Acht Beilagen

Sonntag und folgende Tage: Paune.

von Tilly Erlenmeyer.

(einshließlih Börsen-Beilage):

druckerei und Berlagte

N

zum Deutschen Reichsanze

M 27

Er fte Beilage

Berlin, Freitag, den 31. Januar

Berichte von deutschen Fruchtmärkten,

Qualität

gering

mittel | gut Verkaafte

Gezahlter Preis für 1 Doppelzentner

Menge

niedrigster t

hödster

niedrigster

böster | niedrigfter t“ M M“

#6 M

Doppelzentner]

iger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger.

1908,

Außerdem wurden am Markttage (Spalte 1) nah überschlägliher

eng auft Dobpelzentner (Preis unbekannt)

Dur®shnitt3- preis

für 1 Doppel- ¡entner *

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Landsberg a. W. ,

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Göttingen . Geldern . .

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19,50 18,40 18 30 19,20 18,80

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16,00

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Bemerkungen. Die verkaufte Me Ein liegender Strich (—) in den S

Berlin, den 31. Januar 1908.

e wird auf volle Doppelzentner und der Verkaufswert auf volle Mark abgerundet mitgeteilt. ten für Preise hat die Bedeutung, daß der betreffende Preis niht vorgekommen ist, ein Punkt (. ) in den legten fechs Spalten, daß entsprechender Beet fehlt.

Weizen. 22,00 21 99

21,80

21,80 22,20

22,30 22,60 22,60 21,20 21,10

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22,50 22,40 22,60 22,80 21,20 21,40 21,20 21,39

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Kerneu (enthülfter Spelz, Diukel, Fesen).

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21,80 22,00 22,20 oggen.

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19,50 20,00 18,60 19,39 19,60 19,00

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19,50 || 2000 | 18,80 19,70 19,80 19,00

20,40 29,30 18 90 20,30 19,80 19,50 18,50

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17,20 15 29 15,70 16 30 16,40

16.35 17,00 16,00 20,00

17,00 16,80 15,10 15,10 15,90 16,20 16,00

4 16,00 16,50 1

17,20 15,39 16,20 16,50 16,40

16,35 17,50 70 17.00 100 20,09 6 9, | 1589 16,00

7, ; | 18,00 18,00 100 8, j _—— 30

20, 4 16,00 1000

16 50 15,10 15,00 15,70 16,00 28 E 350

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Kaiserlihes Statiftishes Amt. van der Borght.

17,00

20,10 18,75 16,90

16.58 15 24

16,84 15,14

842 757

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1185 1650 120

16 549 80 15 800

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16,93 16,50 20,00

17,73 18,30 20,00 15,80

16,07 16,10

16,88 16,90

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18,08 18,20 19,50 16,25

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Der Durch(schnittspreis wird aus den unabgerundeten

hlen Sebi

Deutscher Reichstag.

90. Sißung vom 30. Januar 1908, Nachmittags 1 Uhr. (Berit von Wolffs Telegraphishem Bureau.)

ur zweiten Beratung steht der Entwurf eines Gesetzes, betreffend die Feststellung des Mrt r err für das Rechnungsjahr 1908, und zwar: Etat für die „Ver- waltung der Kaiserlihen Marine“.

Ueber den Anfang der Verhandlungen ift gestrigen Nummer d. Bl. berichtet worden.

¿ Abg. Leonhart (fr. Volksp.) fortfahrend: Wenn man in England Fugebli keine guten Erfahrungen gemackht habe mit der Gleich- Ee ung des Seeoffizier- und des Ingenteurkorps, so sei das nah amt- quen eußerungen der englishen Admiralität nicht rihtig. Auch in peaisWland müsse eine gemeinsame Erziehung beider Gruppen gefordert lid en; es fehle den Ingenieuren jetzt eine (E wifsenshaft- i e Ausbildung, es müsse ihnen auch Gelegenheit gegeben werden, re Kenntnisse beim Bat der Kriegsschiffe maßgebend zu verwerten. cil n Marinekriegsgerihten werde die Oeffentlichkeit zu oft aus- f ofen und der Aus\{luß dem subjektiven Ermessen des Gerichtsherrn D afen; das sei unzulässig. Den Oberkriegsgerichtsräten im Nange von

in der

i ft rstleutnants sollte auch die Zulage von 1150 4 zuteil werden. Ie eS den Militäranwärtern in der Marine würden die Grund- hier feste ndedrats für die Anstellung nicht genau innegehalten ; fal e nah dem Muster der T go Marineverwaltung ver- Taf werdén, deren Stolz das tüchtige Unteroffizierkorps sei. Die Coelder und Messezulagen sollten die Seeoffiziere nur erhalten, wenn der Läli an are erf bet nat ans f p ade t e os omman aufgeführt seien. Die Freisinnige Volks- bartei werde nah wie vor alles für den Ausbau der Flotte Not-

wendige bewilligen, aber sie wünshe, daß auch bei der Marine d Geist altpreußisher Sparsamkeit walten möge, der Preußen ¡id Deutschland groß gemacht habe.

__ Staatssekretär des Neichsmarineamts, Admiral von Tirpit:

Meine Herren! Bei der großen Menge (Zurufe : Lauter!) ih bitte um Entschuldigung, ih bin etwas erkältet von Klagen und Vor- würfen, die der Herr Abg. Leonhart hier aufgeführt hat, wird es mir sehr \{chwer werden, auf sämtlihe Anfragen und Vorwürfe hier eins ge Ih werde mich jedo bemühen, dies nah Möglichkeit zu tun.

Der Herr Abg. Leonhart hat zuerst auf die Mangelhaftigkeit der Siegfried-Klasse hingewiesen. Meine Herren, der Wert dex Stiegfried- Klasse ist ja hon im Jahre 1900 bei Beratung des Flottengesetzes vom damaligen Herrn Referenten beleuchtet worden ; ih glaube daher, ih brauche nicht mehr darauf zurückzukommen. Wenn aber der Herr Abg. Leonhart ausführt, ich hätte gesagt, die Kaiserklasse bätte deshalb Mängel, weil wir mit einem Male auf große Schiffe gegangen wären, so hat er mich zu meinem Bedauern mißverstanden. Ich habe gesagt: weil wir längere Zeit überhaupt keine größeren Swiffe gebaut haben, so hätte die Fähigkeit unserèr tehnishen Be- hörden, unserer technishen Departements darunter gelitten, und daß das vielleiht der Grund wäre, warum gewisse Mängel in die Kaiser- Flasse bineingekommen wären. Ih möchte auh energisch dagegen protestieren, daß ih gestern gesagt hätte, unsere Schiffsbauindustrie wäre nit auf der Höhe (Sehr richtig! rechts), oder als ob ih über-

haupt einen Tadel gegen unsere Schiffsbauindustrie ausgesprochen bätte. Das habe ih nit getan; ih habe nur gesagt: quantitativ sind wir nicht in derselben günstigen Lage wie England. Daß das rihtig ist, meine Herren, mözen Sie daraus entnehmen, daß in England jährlich 1 700 000 Tonnen Schiffe gebaut werden, während bei uns nur 300000 Tonnen gebaut werden. Daß unsere Firma Krupp ausgezeihnete Kanonen baut, die jeder von uns lieber nimmt als die Kanonen anderer Länder, meine Herren, das ist ja nie bezweifelt worden; ih habe ja gerade über diesen Punkt das Gegenteil in der Budgetkommission ausgeführt die anderen Herren werden mir das bezeugen ; aber es is doch etwas anderes, wenn ein Staat wie England etwa 5 folcher Firmen hat. Dann kann es eben quantitativ mehr leisten. Ih habe daran die Folgerung ge- e daß England imstande if, wenn es will, {neller zu bauen als wir.

Meine Herren, der Herr Abgeordnete hat dann von der nicht genügenden Zusammenarbeit der Technik mit dem militärischen Element in der Marine gesprohen. Er hat dabei zwei Momente verwechselt, nämlihß den tehnishen Betrieb der vorhandenen Maschinen und die konstruktive Technik. Was den Bau unserer Schiffe und Maschinen anbetrifft, so handelt es sch hierbei nur um die konstruktive Technik. Es sind die akademisch gebildeten Bau- beamten, die dazu erzogen werden, konstruktiv zu leiften. Daß die jeßige Marineverwaltung niht Anciennitätsbedenken geltend mat, um bier den besten Mann an der Spitze zu lassen, das, meine Hexren, schen Sie ja am besten aus der tatsählihen Besezung.