1866 / 204 p. 5 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

Stamm-Áctien.

Aachen-Düsseldorfer .. Aachen-Mastrichter „…. Berg.-Märk. Lit. A. . Berlin-Anhalter Berlin-Hamburger Berl.-Potsdam-Magdeb, Berlin-Stettiner Breslau - Schw. - Freib. Brieg-Neisse .….…...... Cöln-Mindener ....……... Magdeb.-Halberstadt Magdeburg-Leipziger Münster-Hammer Niederschles-Märk..... Niederschles. Zweighb... Oberschl]. Lit. A. u. C. do. Lit. B Oppeln-Tarnowitzer .. Kl aluiaoks E A, do. (Stamm-) Prior, Ren NaDe oan bien Ruhrt.-Cref.-Kr.-Gladb. Stargard-Posen Thüringer .

2902 Eisenbahn - Actien,

rar

1/2131 157 /2062 129 137

TBerlin-Anhalter Lit. B. Berlin-Hamburger

do.

do. do.

werden usancemässig 4 pCt,

Prioritäts-Oblig. Aachen-Düsseldorfer .. do. IL Emission. . do. IIIL Emission.. Aachen-Mastrichter ..» do. I, Emission. . Berg.-Märkische conv. . do. IL Serie conv.. do. IIL S. v, Staat 37 gar.

do. do. Lit.

do. IV. Serie „….

do. V, Serie .…. do. Düsseld.-Elberf. Pr.

do. do. Il Serie...

do. Dortm.-Soest .

do. do. IL Serie... Berlin-Anhalter Berlin-Anhalter

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Berlin-Hamb, I. Emiss.

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Zf| Br. |Gld.

Wilh, (Cosel-Oderbg.).|—| 53 | 52 (Stamm) Prior. .|4{| 40. 19

Wo vorstehend kein Zinssatz notirt ist,

berechnet,

84% 83% 577 57%

84; 837 94%

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95% / (- 77 947 94!

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91% 96! 947

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Berl.-Potsd.-Mgd. Lt. A. do. Litt. B. do. Litt. C. Berlin-Stettiner do. do. I. Serie do. IV. Ser. v. Staat gar. Brsl.-Schw.-Frb. Lit. D. Cöln-Crefelder Cöln-Mindener do. do. do. do. do. do, Magdeburg-Halberstadt. do. v. 1865 do. Wittenbge. Magdebur . - Wittenbge. Niederschl.-Märk.I.Serie do. IL Serie à 624 Thlr. do. Conv do. ' do. UL Serie... do. IV. Serie... Nied.-Zweigbahn Lit. C.

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Rhrt. Cref. - Kr. Gladb.

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Ober-Schles. Litt. do. Litt. do. Litt. do. Litt. do. Litt. do.

Rheinische

do. vom Siaat gar...

do. IIL Em. v. 1858 /60

00, de. von 1862

do. do. vén 1864...

do. v. Staat garantirt. .

Rhein-Nahe v. Staat gar.

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do. II. Serie... do. [I. Serie... Stargard-Posen do, I. Emission. . do. L do, Thüringer conv U L Sée do. [I Serie conv.. G0 V Bee v Wilh, (Cosel-Odbg.).….

do. II. Emission..

dais di j ps v D di. ins js, asi. ps ps bs d Do

do\=

Nichtamtliche Notirungen,

Eisenbahn - Slamm- Actien.

Amsterdam - Rotterdam Galiz. (Carl Ludw.)...|5

Löbau-Zittau 5

Ludwigsha fen- Bexbach|4

Mz.-Ludwgh. Lt. A. u.C.4 Mecklenburger ed (Friedr. Wilh.)/4 Vester. franz. Staatsbahn'5 Oest. südI.Staatsb.Lomb.|5 Russische Eisenb. .…... 5 Westbahn (Böhm.) .….|5 Warschau-Terespol R

Nordb.

Warschau-Wien

Ostpreuss. Sdb. | @ s 88 | Prioritats- Actien. |

Belg. Obl. J. de l’Est |4 de Somb. et Meuse..|4 Oester. franz. Staatsbahn|3

Bergisch-Märkische 1533 a 15 1037 a 7 gem. * Dessauer Kont. Gas neu 145 Gd.

Berlin, 21. August. das Geschäft aber beschränkt.

St. Pr.'5

Br.

1084/1074 767 75% 36%

ATL 1477

ï Î j

| | | |

1294 71 70% 922

1025, 752 572

1305 72

941

584 591 751

100

mere

605

763 [101

aaen amme

243 |

| Galiz. (Carl Ludw.)...

Vest. frz. Südb, (Lomb.)|: Moskau-Rjäsan (v. St. g.) Rjäsan - Kozlow j

äd, ouds.

Berl, Handels-Gesellsch. Disc. Commandit-Anth.|/ Schles. Bank-Verein .. Preuss. Hyp. Vers...

do. Erste Preuss. Hyp.-G.| do. Gew. Bk. (Schuster)

Ináusírie- Actien, Hoerder Hüttenwerk, . |& Minerva Fabrik v. Eisenbahnbed. Dessauer Kont. Gas... Fabr. für Holzw. (Neu-

haus)

Berl. Pferdebahn Berl. Omnibus-Ges. ...|5

2A (R I D

schwa

4 112 Cred.B.(Heneckel)|/4

\ Br. ‘61a. 2191 86 79% 77

“85 78%

1084| 997 987 111

96;

9614

891

1084| 3572| 347 96: 1531/1527 95:1 704

941

581

37 gem. Rheinische 1193 a 119% gem,

Die Börse war heut zwar im Ganzen fest, Eisenbahnen waren in

chem Ver-

kehr und eher etwas matter, Bergisch-Märkische eher etwas belebt; da- gegen wurden Preussische Bank in grossen Posten und Neue Russische

Prämien-Anleihe und

Amerikaner stark

behauptet; preussische Fonds fest, Aae mehrfach höher

schwach belebt.

ehandelt; österreichische Papiere

: Wechsel

Stettin, 21. August, 1 Ubr 35 Minuten Nachmitta Weizen 52—70, Oktober 695 bez., 697 Br.,

des Staats-Ánzeigers.)

bez, G. u. Br. ber- Oktober 443;—Z

Roggen 447

Br. %, Frühjahr

gs. (Tel. Dep. August 707 bez., September- Oktober - November 682 Br., Früh

—45, August 44;—+ bez. u. Br., , Frühjabr 45—447 bez. u. Br. 12%, September-Oktober u. Oktober - November 12 August-September 13%, September-Oktober 135—

jahr 68 Septem-

Rüböl 127, August Spiritus 145,

145, bez.

Ausl, Fonds, 1

Braunschweiger Bank 4 3:37

Bremer Bank.........

Coburger Creditbank . f

Darmstädter Bank ....| Dessauer Credit

do. Landesbank .| Genfer Creditbank ..../ Geraer Bank (4

Gothaer Privatbank .

| Hannoversche Bank... 4

Leipziger Creditbank Luxemburger Bank .., Meininger Creditbank . Norddeutsche Bank Oesterreich. Credit. ...|5 Rostocker Bank....... F u Weimar. Bank |

Oesterr. Metall. ....... 5

Nation.-Anleihe 5 Prm.-Anleibe . . 4

do. do. do. do.

Loose (1860) . |5

n: 100 V1, Loove

k, 61d.

824) 1142 93 82

1%

30% -/1047 79% 82% 947 1157

K | 595%

54 645 457 54

| 60% 587

Ag L DDZ

|

Nordbahn (Friedr. Wilh.) 714 a 70% gem. Russ. Präm. Anleihe von 1864 neue 80% a # bez.

| Lf

OVester. Loose (1864) . |—|

do. Silb.-Anl. (1864)|—/ Italien. Anleihe 5 uss. Stiegl. 5, l do. do, 1.0, AnL.9 i do. v. Rothschild Lst.|5 |

do. do.

do. do. L D | 00 O lte aier 5 do. Präm.-Anleibe v. 64/5 do. 00 d Cort, L A0 Poln. Pfandbr. in S.-R.4 | do. | Dessauer Prämien-Anl./3%) Hamb. St.-Präm.-Anl..|—|

Neue Bad. do. 35 Fl.'—

[D |

do. Neue Engl. Anleihe 3

Poln. Schatz-ObLI4 | G42

Part. 500 FI....4 | 87!

Kurhess. Pr, Obl. s M 5;

Schwed. 10 RIL. St.Pr.-A.! E A H Amerikaner

Amerikaner 747 a 74 a {4

Breslau, 21. August, Maas 1 Ubr 20 Minut

Dep. des Staats-Anzeigers.

Oesterreichise

Freiburger Stamm - Actien 137 G.

U O 1697 Br: ilt B. Litt. D., áproz., 89% G.; Litt. F.,

3{proz., 807 Br. Actien —.

Anleihe von 1859 103% Br.

Spiritus pr. 8000 weisser 66—85 40—46 Sgr.

Die Umsatz zu Fonds fest.

Ha

etwas

pCt. Tralles 14% Thlr. bez. u. G., 144 Br. t elber 66—82 Sgr.

er 26—31 Sgr.

örse war gänzlich geschäftslos, nur in Amerik erhöhten Coursen.

Russische Valuten

Redaction und Rendantur: Schwie ger.

OVesterr südl. Staatsbahn Lomb.

gem,

en.

Obligationen 44proz. 94% Br.; do. Litt. E., Kosel-Oderberger Stamm-Actien —.

Neisse-Brieger Oppeln-Tarnowitzer Stamm-Actien 76 Br.

Preuss. 5proz.

| 3 Weizen, Roggen 51—55 Sgr. Gerste

anern einiger begehrt.

Berlin, Dru> und Verlag der Königlichen Geheimen Ober - Hofbuchdructerei R. v. Deer).

Beilage

(Tel. e Banknoten 804 Br., 792 G. Oberschlesische Actien Littr. A. Oberschlesische Prioritäts -

I e E E L E Sit atUg tai E O

2903 Beilage zum Kösönigli<h Preußischen Staats - Anzeiger.

Statistische Nachrichten.

Das Kurfürstenthum Hessen (Kurhessen; Hessen - Kassel) be- steht aus 9 getrennt liegenden Theilen: aus dem Hauptlande, 2 größe- ren und 6 kleinen Enklaven und zerfällt in die 4 Provinzen Nieder- hessen mit Schaumburg , Oberhessen , Fulda mit Schmalkalden und Hanau. Der gesammte Flächen - Anhalt beträgt 1740 Quadrat- Meilen. Kurhessen ist größtentheils gebirgig. Die Flüsse des Landes gehören theils dem Rhein -, theils dem Wesergebiete an; zu ersterem gehören der Main und die Lahn, zu leßterem die Werra und Fulda ihre Nebenflüsse. Das Klima is gemäßigt und gesund, nah Maß- gabe der Höhenverhältnisse mehr oder weniger milde oder rauh. - Der Boden is im Ganzen gut und ergiebig. L.

Die Bevölkerung besteht aus 745/060 Einwohnern, 4279 auf 1 Quadrat - Meile. Die gesammte Bevölkerung lebt in 1360 selbstständigen Ortschaften oder Gemeinden , nämlich (3 Städten, 25 Fle>ken, 1234 Dörfern, 9 Kolonicen , 25 Höfen und 4 Schlössern. Dazu kommen noch 1604 Wohnpläße , welche ein Zubehör einer Ge- meinde bilden, so daß die Gesammtzahl aller Ortschaften sich auf 2964 beläuft. Von den Städten enthalten nur 2 mehr als 10,000 Einwohner (Kassel 40,228 Einwohner, Hanau 17,164 Ein- IOUNCO, ; i Y as die Religion anlangt, so bekennt sich die Mehrzahl der Bevölkerung zur evangelisch - reformirten Kirche, und es kommen auf 1000 Bewohner 505,2 Meferiitid, 181,5 Lutheraner, 141,4 Evangelisch- Unirte, 145,9 Römisch-Katholische, 1,1 Sefktirer und 24,9 Juden.

Die Landwirthschaft bildet die Hauptbeschäftigung der Be- wohner und erfreut sih großer Pflege. Die meisten Produfte des Landbaues reichen ni<ht nur vollkommen zur Deckung des Bedarfs der Bevölkerung aus, sondern ergeben auch noch Ueberschüsse in den allgemeinen Handel. Alle gewöhnlichen Getreidearten werden in reichlicher Menge gezogen, Weizen wohl nux in den offenen und wärmeren Gegenden, Roggen, Gerste und Hafer dagegen allenthalben. Die Kartoffel wird überall in großer Menge gebaut, von Hülsen- früchten namentli<h Erbsen. Auch der Gemüsebau ist allgemein ver- breitet. Unter dem Anbau der Handelspflanzen ist der Flachsbau am wichtigsten. Rübsamen und Raps werden vorzüglich auf den großen Gütern gezogen. Mehr untergeordnet is der Hanfbau, unbedeutend die Hopfen- und Mohnkultur. Tabak wird im Kreise Eschwege und in der Herrschaft Schmalkalden gebaut. Die Runkelrübe wird zur Juckerfabrication an der Werra und in einigen Kreisen kultivirt. Die

M 204.

Wiesenkultur und der Obstbau haben in der neueren Zeit einen be- |

deutenden Aufschwung n A Ras wird nur in der Provinz Hanau und zu Wißenhausen getrieben. : : Tm Jahre 1859 gab es in Kurhessen 41,671 Pferde, 202/409 Ctüd Rindvieh; 500,211 Schafe, 143/490 Schweine und 45/245 Ziegen. Die Schweinezucht liefert für den Export; an Bienenstöcken mag es etwa 40,000 geben. N 4 s | Die Forstkultur is in einem Lande, von dessen Areal ein Drittheil mit Wald bede>>t ist, natürlich sehr bedeutend. îe die Hälfte der Waldflächen befindet sih im Staatsbesiße. Der ge- sammte Holzertrag kann auf 470,000 Klaftern geschäßt werden. Was den Bergbau anbelangt, so Uefert er alle Berg- produkte, die zu den nothwendigsten Bedürfnissen der Menschen ge- worden find, wie fossile Brennstoffe (Braun- und Steinkohlen), Eisen und Salz, und außerdem noch Kupfer, Kobalt und vortreffliche Bau- steine, Mit der Ausbeute von Torf beschäftigen sich der Staat und Private. 4 i L Was die tehnis<e Kultur betrifft, so sind die Hauptartikel, welche in Kurhessen in großem Maßstabe fabrizirt werden und in den Handel gelangen, Tuche, Bijoutericen und Eisenwaaren. Außer den gewerkschaftlichen Hütten- und Hammerwerken in der Herrschaft Schmalkalden und dem Privat - Eisenhüttenwerke zu Neuenscheindten sind dic übrigen Hüttenwerke im Besiße des Staates. Diese Staatswerke sind: das Eisenhütten- und Hammerwerk in Holzhausen, die Schönsteiner Hütte mit den Eisenhämmern zu Rosenthal, Oberurst, Fischbach und dem gepachteten Hammerwerke zu Neubau, die Weerhagener Hütte mit dem Hammier- werke zu Lippoldsberg und die Hütte zu Bieber, 2 Kupfer- hütten, das Blaufarbenwerk zu Schwarzenfels , die Kupfer- und Messingfabrik zu Messinghof. _ Diese sämmtlichen Eisen- Hüttenwerke liefern Roh-, Schmiede-, Stab- und Puddeleisen, sowie Gußwaaren und Stahl, im Ganzen (1857) an Werth 620,115 Thlr. Der Werth der sonstigen Hüttenprodukte (an Garkupfer, Schmalte

Mittwoch, 22. August

Der Handel is lebhaft. Für den Binnenhandel ist Kassel der Hauptplaß, und die beiden dasigen E die Frühjahrsmesse und die Herbstmesse, sind für das ganze Land von hoher edeutung. Für den auswärtigen Handel sind Hanau, Karlshafen und Eschwege die vorzüglichsten Orte. Die vorzüglichsten Ausfuhrgec i aps sind: Leinwand, Garn, Tuche, Bijouterieen, Eisen- und Messingwaaren, Tabakfabrikate _Salz/ baumwollene Zeuge, t , Mittelpapiere und Tapeten, Schmelztiegel, irdene Pfeifen, Geschirre und roher Thon, Glas, Branntwein, Bier, Holz, Kupfer, Getreide, Obst, Sand- stein u. st. w. Dagegen werden hauptsächli<h eingeführt: Kolonial- waaren, Südfrüchte, Wein, feine Wolle, Baumwolle, Seide und Seidenwaaren, Tabacksblätter, Pferde, Rindvieh, Hanfsamen, Glas- waaren und Luxusartifel.

Berkehrsmittel sind außer den 4 schiffbaren Flüssen (Main, Weser, Werra und Fulda), die Staats - Chausseen, die Eisenbahnen (447 M.), Posten und Telegraphen.

Gewerbe: und Sandels:-Nachrichten,.

___— Die »Times« werfen in Anlaß der Herabseßung des Diskonto einen Rückbli> auf die Geldverhältnisse während der leßten drei Monate: »Nie zuvor is das Geschäft des Landes einem fo andauern- den Drucke unterworfen gewesen, als der, wovon es sich eben zu er- holen beginnt. Mehr als drei Monate sind es, daß die Bank Be Disfontosaß auf 10 pCt, erhöhte und während dieses ganzen Zeit- raums habe Handel und Jndustrie so zu sagen, nur »halbe Zeit« ge- arbeitet. Ein Jeder, Banquier, Kaufmann, Fabrikant , gab so wenig Kredit, hielt so geringen Vorrath arbeitete so wenig als möglich. Kontrakte, die vortheilhaft zu sein versprachen, \<lugen in das Scaentbéil um / Geldanlagen, die höchst solid geschienen hatten, erwiesen sich als eitel Wind. Was war die cigentlihe Ursache, welche die Bank- direktoren zwang, für länger als ein Vierteljahr einen Zinsfuß von 10 pCt. aufrecht zu erhalten? Man hat gesagt und mit Recht, daß die Nothwendigkeit, 10 pCt. zu fordern, dur<h das allgemeine Miß- trauen hervorgerufen worden is, welches in Folge der ¿allissemente von zwei oder drei Firmen von einem Wesltruf Play griff, die ihrer- seits wiederum durch eine Mißverwaltung, die sich durch cine faum glaubliche Unvorsichtigkeit charakterisirte, entstanden waren. Aber ein eben so allgemeines Mißtrauen i|st mehrmals vorgekommen , wie es auch nicht das erste Mal war, daß die Bank zur Selbstvertheidigung 10 pCt. zu nehmen genöthigt war, nie zuvor jedoch ist es nöthig ge- funden worden, einen so hohen Saß fo lange aufre<t zu erhalten.

| Die obigen S Ne sind daher ungenügend. Die wahre Ur-

| sache des andauernden Uebels liegt nirgends anders, als in dem unge-

heuren Mißverhältniß zwischen der Ausdehnung unsers Weslthandels und unserer Metallreserve. Ersterer ist mit reißender Schnelle gewachsen, während leßtere sich kaum verändert hat ; dies von Jahr zu Jahr \i<

| steigernde Mißverhältniß ist das neue Element in unserer Situation, roel-

Mehr als |

und Nielspeise) betrug im Jahre 1857: 206,326 Thlr. Die Erzeugnisse |

in Stahl und Eisen sind groß und mannigfaltig, und auch die Jndustrie in sonstigen I baaren ist ansehnlih. In Hanau befinden si<

Nit ; ( pf rtigem Maßstabe betrieben werden | b - E Q l Dijouteriefabrifen, : welhe-în großartig h | direfktoren genau so handeln müssen, wie sie gehandelt haben. Fhre

und deren Fabrikate nach allen europäischen und übersecischen Ländern gehen. Die Thonwaaren-Tndustrie is in Kurhessen uralt und ihre Waaren werden in vielen großen und kleinen Etablissements in verschie- denen Sorten gefertigt. Es bestehen 4 Glasfabriken, deren Erzeugnisse

zum Theil über Bremen nach Amerika exportirt werden. Von großer Wichtigkeit für das Land is die Wollindustrie, namentlich die Tuch- |

fabrication. Leinenfabrication von großer Bedeutung. ind t i Allgemeinen nicht bedeutend, obgleich sich in fast allen Städten Loh-, in vielen auch Weißgerbereien befinden. ages Papier liefern, außer einer Anzahl von Papiermühlen, etliche 30 Papierfabriken.

Die Baumwvoll - Judustrie is ziemlich ansehnlich, die | Die Lederindustrie ist im

| |

|

sogar um 650,000 Pfd. Sterl. höher.

ches 10 pCt. für drei Monate nöthig machte. Der Gesammtwerth unserer Ausfuhr belief si<h im vergangen Jahre auf 219 Millionen Pfd. St,, 1854 auf 116 Mill, 1844 auf 59 Mill. ; die Einfuhr im vergangenen Jahr auf 271 Mill., 1854 auf 152 Mill, und 1844 wahrscheinli< auf nicht mehr als 80 Millionen. Unser auswärtiger Handel if also in den 21 Jahren seit 1844 von 140 Mill. auf 490, d. h. auf das Drei- bis Vierfache gestiegen. Die Noten- und Metallreserve der Bank da- gegen, welche praftish den Belauf des \{rocbenden Kapitals im Königreiche repräsentirt, hat nur selten 10 Millionen überstie- gen, demnach faum zugenommen. So zu verfahren befähigte uns die Entwi>elung des »Clearing-house-Systems«, dazu die ver- mehrte Kreditleichtigkeit. Das Resultat, ein \<lagendes Beispiel von Kapitalersparniß, hat in gewöhnlichen Zeiten nur gute Folgen, tritt jedoch einmal eine Reaction ein, so sind sie eben so unheilvoll, als onsstt wohlthätig. Unsere schwebende Schulden wachsen nothwendig in demselben Verhältniß wie unser Handel, und verlieren unsere Gläu- biger cinmal das Zutrauen zu uns, so kostet es uns die schwersten Opfer, unsern Verpflichtungen nachzukommen. Dies ist genau; was seit Mai geschah. Das Fallissement von Overend, Gurney u. Co. beun- ruhigte unsere fremden Gläubiger, d. h. die ausländischen Jnhaber von englischen Wechseln, die seitdem nur auf eins bedacht waren, den Betrag der Wechjel in Baar zu erhalten und keine neuen an- zunehmen. Aus diesem Grunde geschah es, daß der _Metall- vorrath der französischen Bank stetig zunahm und der Pariser Dis- kontosaß fiel, während wir die größte Schwierigkeit hatten, unsern geringen Vorrath ungeshmälert zu erhalten und 10 pEt. zahlen mußten Js} unsere Erklärung richtig, und wir glauben, daf fte es ist, so trifft die Bankgesezgebung für das Geschehene au fein Tadel. Auch wenn die Bankakte gar nicht existirt, hätten die Bank-

erste Pflicht ist, die Zahlungsfähigkeit der Bank zu wahren und die 10 pCt. find gerechtfertigt dur< die Thatsache, daß troß derselben die Bankreserve während dreier Monate nicht zunahm.« In ihrem Börsenberichte bemerken die » Times« ferner, daß die Zunahme des Reserve-Fonds um 1,030,637 Pfd. Sterl. wohl mit Recht der entscheidende Grund zur Ermäßigung des Diskontsagzes der Bank von England gewesen sei. Der Reserve-7Fond stehe jet nur um wenig niedriger, als zur Zeit diht vor Anfang der Panik, wo der Diskont 6 pCt. betrug, und der Vorrath an Edelmetall che Auch sei es bemerkenswerth;