1866 / 209 p. 2 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

2964 :

verdrängten Beamten und Diener erlassen. Die Präsidien wer- Beamten ihre fälligen Ge- nden Fällen auch ehaltsvorschüsse in

Die Jhnen ange- ist sehr schnell ins Leben ge- as 2. Bataillon des 1, iments aus feinen Kantonnements d morgen werden das

25. August. de Gerücht, da air-Gouvernement

d von Dresden, und zwar am en am linken) an-

andes-Kommission ekanntmachung erlassen, dische Bauunternehmer diesen Arbeiten, deren Beginn

Während heute chen Regiment hier | en der Einmars< der künf- vifion Göben beginnen, Dex Abmarsch ewerkstelligt werden. heil, bis zur Wieder- Tage bei den Bürgern ein- | 3 Belagerungs8zustandes, | as an dem brachte Schild

(Dresd. J.)

Sachsen. Dresde1 : von Seiten

Tagen hier zirkul Fischen Milit mgegen eyt ausgeführt Die Kön

, den sich meldenden er in unbedenklichen und drin aber höchstens dreimonatliche)

(Schles. Ztg.)

den ermächti halte, oder a angemessene ( Bankvyaluta an Brünn,

seit einigen des Königlich preußl igungen für die U en Elbufer (die bis eordnet seien, at heute bereits eine welche im Jntere und Arbeiter zur zum 3. September anber Mainz, bereits die Quartiermache eingetroffen sind, tigen preußischen Be und am Sonntag

der bayerschen ‘Tr Die ecinzichenden

herrichtung der Kas quartiert werden. der 32 Tage dauerte, versch »Plaßkommando der Bundesfestung dieses Tnhalts.

Fulda, 24. August. erste Bahnzug der neuen nahm das bisher hier garn fanteric-Regime 1 befördern.

uweisen.

22. August. kündigte Truppendislozirun treten. Gestern Mitta Schlesischen Grenadier- bei Boskowiß und Lettowiy hier ein un úsilier- Bataillon dieses Regiments folgen , indem <e bis hierher zurüczulegen haben. Heute rigen Einmarsch entsprechend, das 2. Ba- <lesishen Infanterie-Regiments Nr. 50 morgen die beiden übrigen. Bataillone des um die von den Zehnern verlassenen

bestätigt ich. hierauf be e des Lande etheiligung an aumt ist, 24. August. : r vom 36. preußi|

auffordert. 1. und das fie zwei Tagemärf früh hat uns, dem ges! taillon des 3. Nieder} verlassen, während Regiments abrücken , Kantonnements zu b Die Prager » Blattes folgende Bekanntmachung des | neral-Gouverneurs: »Se. Majestät, mein allergnäd wollendster Gesinnung gegen genschaft gerathenen K. | selben gestattet siedeln zu dürf rend des gegenwärtigen Krieges Wie mix bekannt gewor dieser Allerhöchsten Ermächtigung (Gebrauch Vorgeseßten weshalb auch vielfach das gestellten Revers zurückzugeben, w Gefangenschaft zurück erwarte daher bei etw den Herren hierzu vorläufig i Die, deren Genesung noch hierher antreten zu ks es mir wünschenswerth, zu werden, wo ein solcher ausgestellt

Der General-Gouverneur von Triest, 24. August. en Annexionen es, dessen Mitglie auf Preußen übertragen, in Triest die Konsulate <weig, Bremen, Frankfurk a, M., Lübe>k, Mecklenburg - Schwerin , Großherzogthum Sachsen - Weimar, Sachsen-Meiningen.

Schweiz. alle für die Dauer des Krie Verfügungen, auch den Ausfuh citeres außer Kraft ge)

Seesen.

wird s{<hon morg : sazung von der Di vollständig geschehen | pen wird bis dahu Truppen werden ernen , einige Mit Aufhebung des Di <wand gleichzeitig auch Mainz« ange

zum T oh.« bringt an der Spitze ihres heutigen

Königl. preußischen Ge-

igster König , haben, in wohl[- undet in preußische Gefan- K. österreihishen Offiziere, den- hrer Heilung nach ihrer Heimath Üüber- ben, wäh- dienen zu

die verw

Heute Vormittag traf der ldaer Eisenlinie hier ein und | onirte 4. Bataillon des 30. solches nah dem Kreise Mel de Bataillon wurde von einer gropen leitet und ‘brachte zum Abschied tadt Fulda aus.

24. August. ( aupheim bei Ulm. melden, daß Shnung mehr ausbezahlt Pulvervorrath aus Wagen voll, auf-

(Fr. J.)

Bebra-¿¡FU gehabt, belzufs i

en, falls sie eine schriftliche Erklärung abge nicht gegen Preußen

den, sollen diejenigen, welche von gemacht , nunmehr von Verantwortung gezogen Gesuch an mi ergangen, ihnen den aus- ogegen sie sih wiederum in die ht nichts entgegen ; ich a wiederbeginnenden Feindseligkeiten die b 1 Prag, dispensire hiervon aber gern t soweit vorgeschritten, um eine Reise Zur Herbeischaffung der qu. Reverse ist recht bald von jedem Einzelnen benachrichtigt worden is. Prag, 23. August Böhmen: v. Fal>enstein.«

In Folge der von Preußen bewerk- ) ing des norddeutschen der bekanntlich die Vertretung nach außen werden, schreibt die » Triest. Ztg. « folgender Staaten eingehen: Braun- Hamburg, Hannover, Kur- Nassau, Oldenburg, Sachsen - Altenburg,

nts auf, un Das scheiden hiesiger Einwohner be <e Lebehochs auf die Wiesbaden, schen Soldaten aus eit acht Tagen keine L urde ein großes Quantum steinerweg, 21

(Karlsr. Ztg.) Der n Truppen, zunächst der han ald beginnt, w Staatsrath a. D. Lamey hat | weiten Kammer der Ständever

24. August.

\stürmi} FNafsau. von nassaui den Soldaten s wird. Gestern w l ulvermagazin am Schier geladen und nach Coblenz geb Karlsruhe, Rückmarsch der norddeut|che schen Brigade, aus än 26d. M. als Mitglied der z niedergelegt. ayerua. München, liche Staats-Ministerium Landwehr aus d nahme an den Landweh

(r. D)

begeben wollen. Dem ste

Baden. 24. August.

ie man vernimmt, ein Mandat sammlung

dem Odenw i und der Gründ1

(N. C.) Das König- n hat Stabs8of erungsbezirken zur Theil- ntwourfs einer revidirten Die Revision der Land- Antrag der Kammern den Landtags-Abschied vor die Erfahrungen der lehten r Revision noch mehr

des Inner fiziere der iedenen Re Berathungen des r-Ordnung einberufen. wehr - Ordnung von 182 entsprechend, bekanntlich Jahresfrist zuge| Monate mögen die N1 t habén, als es bishe sburg, 25. August. tag hat gestern seine l einem Bericht der »All einige Verfügungen in {loß sodann, nachdem eden8verhandlungen der den muß, ihre Thätigke au biervon die bei ihr begla Regierungen zu benachrih Fürsorge für die weiteren

en versch

Bern, 23, August. Der Bundesrath hat ges erlassenen außerordentlichen rzoll von 400 Fr. für Pferde, egt. Die Sammlun | deutschen Verwundeten betragen bis jeßt auern die Sammlun-

hon durch agt worden, und dle othwendigkeit diese r schon der Fall war.

st. Der hierher geflüchtete f ekte Sizung traf die Ber rwaltungs8-Angelegenheilke der Kriegsereignisse aufgelöst betrachtet u beendigen, us8wärtiger erimistische Bezichung

bis auf V Basel für die Fr. In allen Städten der Schweiz d gen fort.

Großbr Die Königliche Familie ist gestern in | Sämmtliche Minister mit alleiniger Au Land gegangen. i:

r englischen Truppe

ogenanntîe ehalten. ammlung noch iten und be- und der

Bunde

London, 25. August. Schottland angekommen. snahme Lord Stanley's

E itanníien uud Jrlaud.

in Folge der deutsche Bund als it mit dieser Sitzung z ubigten Vertrelter a Qugleich traf sie int nthum, bis in dieser men von den früher im Bunde sein würden, und empfahl leß- es Bundes, so wie diejenigen nsionen und Unterstüßungen hrer Gehalts- und Pensions- e Unterstüßungen , indem die 2 schlüssen beruhenden Bezüge jeder

find aufs

Zur Ausrüstung der c 1 sind alle Anstalten getroffen. dlung von 250,000 Enfieldbüchs endet sein, so daß alle Waffengattungen, Artillerie und Marinesoldaten damit vers Die Freiwilligen, Miliz und Kolonial-Regimenter

n mit Hinterladungs-

Am 1. April | en in Hinterlader voll- Kavallerie, Jnfanterie, ehen werden können. sollen später

e 1 das Bundes-Cige Ee geeigneten Maßnah vereinten Regierungen ergriffen teren die Beamten und Diener d welchen vom Bunde Pe

hinsichtlich i

Individuen, verwilligt worden sind, h Ansprüche, beziehungswei| bezahlung der auf Bundesbe Art bis auf Weiteres angeordnet wurd

Hesterreich. Wien, 25. Augu wie bereits telegraphisch j Oesterreichs zu der Genfer Convention vom

Marschall Mac um nach Algier rt wieder zu übernehmen. Mexiko is gestern Abend in Turin ei at D

Franfreich, Paris, 29. August. Mahon h in Toulon eingeschif}t, zurückzukehren und |

Die Kaiserin von getroffen und , von den Behör

empfangen worden.

at fich gestern : ein Kommando do #. Die heutige »Wiener

angezeigt isl, die Bei- ahnhofe

wie von dort telegraphirt wird, den und einem Vertreter des Königlichen

22. August 1864. Wie die »Bohem1

die Bezirk8behörden auf angehörigen vor d ppen in der Se fertigen Tabakssorten j inweisung auf die seiner Zeit olgen nawdrü>lichst zu warnen. Das Finanzministerium hat, an die Prásfidien der Finanzla Kärnten und Krain eine Wei der durch die feindliche J nischen Königreiche in großer

meldet, hat die K. K. Statthalterei efordert , die österreichischen Staats- uf der von den Königlich preußischen dlever K. K. Tabaksfabrik erbeuteten Cigarren, n und unverarbeiteten Tabaksblätter unter die Käufer treffenden nachtheiligen

25. August. A ßen und Oesterreich enthält über die Artikel: In Ausführung-des Artikel86 und nachdem der Kaiser 9. Juli in Nicolsburg daß, was Frankreich betrifft, sei Venetien um es demselben im Frieden zu Über- ih dieser Erklärung bei und <-venetianischen Königreichs ung ohne andere F der Schulden,

Atalien. Florenz, (W: V: Friedens8vertrag zwischen

italienische Frage folgenden Artike der Friedens-Präliminarien in Nicolsbur

einen Gesandten am

em Anîta

Napoleon durch st offiziell erklären ließ, Italien erworben, geben, tritt der Kaiser von giebt zur Vereinigung des lo1 mit dem Königreich Jtalien beshwerende Bedingungen, als die Liquidation

wie die »Tagespost« meldet, desdirectionen in Steiermark, ng hinsihtli<h der Behandlung on im lombardis<h-venetia- Anzahl aus ihren Dienstorten

Oesterre nbardis seine Einwillig

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welche in Uebereinstimmung mit dem vorhergegangenen Züricher Frieden als auf den abgetretenen Ländern haftend, Ga worden sind.

NMußland und Polen. Aus Litthauen, 20. August, wird der »Pos. Ztg.« geschrieben: Die Regierung hat zwei Millionen Rubel zu einem Darlehnsinstitut bestimmt, um rus- sischen Unterthanen den Ankauf von Landgütern in hiesiger Provinz zu erleichtern. Verdiente Offiziere und Beamte, sowie auch Privatpersonen, wenn sie als qualifizirte Landwirthe von einer russischen Centralbehörde ihres Gouvernements hierfür empfohlen werden, erhalten aus diesem Fonds angemessene Vorschüsse zu Gutsankäufen zu 5 pCt. in der Art, daß sie fich die Eintragung des geliehenen Kapitals auf das erkaufte Fun- dum und eine Oberaufsicht der Kreditbehörde gefallen lassen, bis das Darlehn abgetragen is, wodann auch erst die Besißtitelberichtigung erfolgk. Der Käufer wird also erst dann wirklicher Besißer, wenn die Kreditbehörde befriedigt ist, uud ist bis dahin eigentli nur Administrator des erkauften Gutes. Ob sih Leute hierzu finden werden und ob das Unternehmen überhaupt als zwe>entsprehend sih bewähren wird, bleibt ab- Arien, De Besaßzungen unserer Provinz werden um ie Hälfte verringert, die Truppen gehen per Bahn durch Pe- tersburg nah dem Süden Rußlands, wo ein größeres Corps konzentrirt werden soll. Auch aus Polen sollen im Herbst E abziehen und nur Linientruppen zur Besaßung eiben,

Von der polnischen Grenze, 23. August, s{hreibt man der »Osts. Ztg.«: Die gemäßigt demokratische Partei der polni- {hen Emigration hat nach langen und heftigen Kämpfen end- lih ihre Einigung zu Skande gebracht. An der Spitze derselben steht ein aus 7 Mitgliedern bestehendes Central- Comité, das seinen Siy in Paris hat , und dessen Präsident der bekannte ehemalige Insurgenten - Chef Bosak- Hauke ist. Als Organ der demokratischen Vereinigung erscheint seit dem 11. d. Mts. in Bendlikon bei Zürich drei mal monatli< eine Zeit schrift unter dem Titel » Niepodleglos8c « (Unabhän- gigkeit). Die social - demokratishe oder Mieroslawski- sche Partei hat den Beitritt zu der Vereinigung abgelehnt und sucht ihr aus allen Kräften entgegen zu wirken. Jn der Stadt Rapperswyl, im Kanton St. Gallen, ist Ende v. M. dur einen polnischen Emigranten, Lisowski, das Rathhaus, in welchem derselbe wegen eines Straßen - Skandals sich in Haft befand, muthwillig in Brand geste>t und so in Asche gelegt worden. Der Brandstifter benußke , unter- stüßgt von anderen Polnischen Emigranten , die durch das Feuer entstandene Verwirrung zu cinem Fluchtversuh, wurde aber bald ergriffen und sieht jeßt im Gefängniß zu St. Gallen seiner Aburtheilung dur das Schwurgericht entgegen. Dieser Vorfall hat im Kanton St. Gallen eine allgemeine Entrüstung gegen die polnischen Emigranten hervorgerufen, am stärksten in Rapperswyl. Während des Brandes fonnten die sich dort auf- haltenden Emigranten nur durch ihre Verhaftung der Volks- wuth entzogen werden. Viele Emigranten haben in Folge dessen den Kanton St. Gallen verlassen. Die Zahl der aus Bayern ausgewiesenen Emigranten is} in schweizerischen Bläk- tern mit 400 viel zu hoh angegeben worden. Sie beträgt höchstens 150, indem die Maßregel der Ausweisung ih nur auf diejenigen Emigranten erstre>t, welche nicht arbeiten und ihr Brod auf ehrliche Weise verdienen wollen, sondern dem Lande dur< Vagabondiren, Betteln und Gaunerstreiche sich lästig machen. Der Schweizerische Bundesrath hat von den Ausgewiesenen nur denjenigen die Niederlassung in der Schweiz gestattet, welche sich Über den Besiß ausreichender Existenzmittel ausweisen können, was bis jeßt noch bei keinem einzigen der Fall gewesen ist.

Schweden und Norwegen. Stockholm, 21. August. Dex Prásident der Vereinigten Staaten hat, nah »Aftonbladet« den Schweden John Ericsson als Mitkommissionair für dic Union und in Eigenschaft als Erfinder der Monitore bei der großen Weltausstellung in Paris 1867 ernannt.

In der Königlichen Botschaft Über die Wahlen zum neuen Reichstag is der Wunsch ausgedrückt, daß die Wahlen zur Zweiten Kammer vor Beginn des September-Monats abge- halten werden möchten. Die Verfassung schreibt jedo<h nur vor, daß dieselben vor Ausgang des genannten Monats statt- finden sollen, und überläßt es außerdem jedem Wahlkreise, die nähere Zeit selbst zu bestimmen. »Aftonbladet« giebt nun den Rath, si nicht zu übereilen, sondern lieber abzuwarten, bis der Ausfall der Wahlen zur Ersten Kammer, welche von den Landsthingen abgehalten werden sollen, bekannt wird,

Der zweite schwedische Monitor »Thordön«, welcher in Norrköping gebaut worden is, wurde vor Kurzem inspizirt und

Ericsson« aus Amerika (als Geschenk des berü gleichen Namens) gekommen find, erühmten Dm

__ Amerika. New-York, 11, August. Der »G - Eastern «, welcher am 9. d. zur Aufsuhung des alten Rabels von Neufundland abgegangen ist, hat Lebensmittel für ein hal- bes Jahr und 8000 Tonnen Kohlen mitgenommen und ist man entschlossen, die Nachforschungen nicht aufzugeben, so lange diese Vorräthe vorhalten. Jndessen is diese reichliche Verprovianti- rung nur als eine Vorsicht für den s{limmsten Fall zu be- trachten, denn Capitain Anderson hoffte bereits in 12—14 Tagen die zweite Kabellinie vollendet zu haben und in Neufundland urü> zu sein. Nach dem Berichte zu schließen, den die mit

er Inspection der Freigelassenen-Büreau's betrauten Ge- nerale Steedman und Fullerton nach ihrer Rückkehr aus dem Süden erstattet haben, is die jeßige Lage der Shwarzen unter der Aufsicht des Büreau's wenig besser als ihre frühere in der Sklaverei. Ueber das vom Büreau durchgeführte System der Dienstverträge urtheilen die Tnspektoren wie folgt:

»Dasselbe is einfah Sklaverei În einer andern Form. Jfst's ein Unterschied für den Neger, ob er um 5 Doll. oder um 5000, an 30 Herren auf je ein Jahr oder an einen auf 30 Jahr verkauft wird : Unfreiwillige Knechtschaft bleibt es immer und Lincolns Enanci- pations-Proclamation is} rein illusorisch gemacht. Wenn der Frei- gelassene seine Arbeit verläßt, um bessern Lohn u suchen, wird erx als Vagabund festgenommen und in Ketten zur Arbeit gezwungen. Ver- läßt er einmal die Pflanzung, um einen Freund zu besuchen, so ist dies ein Vergehen, das mit 50 Dollars abzubüßen is Weigert er sih Zu arbeiten, \o wird er von der Polizei des Büreaus in Verhaft genommen und für wenige Dollar an den nächsten besten Pflanzer verkauft. Das einzige Mittel gegen Vertragsbruch eines Weißen ist die Schadenersaßklage und wir vermögen nicht einzusehen, warum es bei den Schwarzen anders sein soll. Der Freigelassene hat nichts zu verkaufen, außer seiner Arbeit und es sollte ihm freistehen, den höchstmöglichen Preis dafür nachzusuchen. J} er wirkli< ein freier Mann, so kann es auch weder gerecht noch geseßlich sein, sich eine Autorität über ihn anzumaßen und dem Beamten des Büreaus eben so wenig als dem Pflanzer erlaubt sein.

Weiter weist der Bericht nach, daß Neger, die nicht unter dem Kontraktsystem des Büreaus arbeiten, in der Regel das Drei- oder Vierfache verdienen und daß die Pflanzer den leß- tern sogar immer den Vorzug geben. Ein Telegramm aus Memphis meldet, daß in Helena (Arkansas) ein Infanterie- Regiment von Farbigen revoltirt und sich der Stadt bemäch- tigt habe. Die Bürger flüchteten in größter Angst. Zu den leßten Beschlüssen des Kongresses gehörte eine Resolution beider Häuser, worin die Regierung aufgefordert wird, um eine volle Vertretung der Erzeugnisse aller Staaten auf der Pariser Aus- stellung zu sichern, denen, welche dieselbe beschi>en, Prämien zu gewähren. Der erste Ballen neuer Baumwolle in Macon E ist von der Bürgerschaft dem Präsidenten Johnson zum R g worden.

16. August. Die Convention in Philadelphia

hat Senator - Doolittle zu threm Träfidenten tbe, Vallandigham is aus derselben ausgeschieden. Die Abgeord- neten aus Massachusetts und Südcarolina traten Arm in Arm ein unter Hochrufen für Präsident Johnson und die 36 loyalen Staaten. Der Präsident telegraphirte, daß man dem Volke vertrauen müsse, die alte Einheit würde hergestellt werden, sein Glaube an ihren schließlichen Triumph sei unerschütterlich. Die Convention hat sih heute (16ten vertagt, nachdem sie dic entschiedenste Zustimmung zur Politt des Präsidenten ausgesprochen. Die gefaßten Resolutionen er- flären die Union und Verfassung für wieder hergestellt, sprechen dem Kongresse das Recht ab, einem Staate die Bertretung zu verweigern, und fordern die Nation auf, nur sol<he Männer zu wählen, die sich zu diesem Grundsaße bekennen. Den Einzel- staaten wird das Recht vorbehalten, das Stimmrecht an Be- dingungen zu knüpfen (also z. B. die Farbigen auszuschließen) ; fein Staat kann aus der Union austreten , keine Vereinigung von Staaten im Kongresse andere aus der Union ausschließen. _ Nachrichten aus Matamoras vom 10. d. zufolge hatten die Republikaner am 28. Juli Monterez, Saltillo und andere Städte beseßt und die Kaiserlichen fich auf San Luis Potosi zurückgezogen. Marschall Bazaine war auf dem Marsche nach der Stadt Mexiko, Juarez auf dem Marsche nah Mon- terez. Am 1. d. deseuten die Republikaner Tampico. Der amerikanische General Lewis Wallace, der zum General-Major in der republikanischen Armee ernannt worden, is in einem Dampfer von New-York mit Mannschaft, Waffen und Muni- tion in Matamoras angekommen , die Stadt wird von einer französischen Korvette blokirt. (Bekanntlich wird, einem späte- ren transatlantischen Telegramm zufolge, die Blokade von der Unionsregierung nicht anerkannt und sind 2 Kanonenbote der amerikanischen Flotte dorthin abgegangen.)

in jeder Beziehung als vortrefflich befunden. Die Kanonen des »Thordön« find in Fins8pong verfertigt, wogegen die des »John

__— 23. August (dur den Telegraphen). Präsident Jobn- son hat die Verfolgung der Fenier aufgegeben.