1866 / 236 p. 3 (Königlich Preußischer Staats-Anzeiger) scan diff

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Girung yon Darlehnen, welche auf den neu erworbenen | útern intabulirt, werden. Alle, welche ein solches Darlehen erhalten , werden dadur Mitglieder des Vereins. Die Regie- rung gewährt deni Verein 5 Millionen Rubel als Grundkapi- | tal; dessen Verzinsung exst nach“ Amortifirung der von den | Vèéxeins8mitgliedern erhaltenen Darlehne eintritt. Zur Beschaf- | fung. der zu ‘dên Unterstüßungen nöthigen Geldmittel wird | der Verein zur Ausgabe von Pfandbriefen ermächtigt Der Verein, der sofort hach Ueberweisung des von der Dung gewährten | Grundfapitals ins Leben tritt, steht unter der Leitung des Ministers der Staatsgüter und unter der unmittelbaren Auf- | sicht des General - Gouverneurs. Wer Mitglied des Vereins werden und an den Unterstüßungen desselben partizipiren

will, hat vom Minister der Staaisgüter ein Qualifications-

Attest beizubringen. Zur Förderung der Wirksamkeit des Ver-

eins werden deniselben, so weit es angänglich ift, von dem Mi-

nister der Staatsgüter aus dem Verkauf von Staat8gütern er-

haltene Geldsummen überwiesen, die der Verein bis zu ihrer Rüterstattung mit 5 pCt. zu verzinsen hat. Die den Vereins- mitgliedern zu Mr Biteen Darlehen dürfen bei in öffentlicher |

Licilätion gekauften Gütern nicht die. Hälfte des Tarwerthes, bei aus freier Hand gekauften Gütern für jede Dessätine Land niht 7 Und in den Gouvernements Mohilew und Witebs8k nicht - die Hälfte der Loskaufssumme für bäuerliche Grundstücke über- |

«steigen. Die Vereinsmitglieder übernehmen folgende Verpflich- | tungen: 1) die Zinfen und Amortisationsprocente für das er- hälfene Darlehn ‘pünktlich zu zahlen; 2) die folidarische Ver- bindlichkeit für die Darlehne der übrigen Vereinsmitglieder zu Übernehmen ; 3) ohne Genehmigung des Vereinsvorstandes kei- nen Wald zu verkaufen oder aus8zuhauen; 4) das gekaufte Grundstück niht an Polen oder Juden zu verpachten. Die Darlehne werden auf 49 Jahre ertheilt und jährlich mit 65 ÞCt. rern t, wovon ck pCt. auf die Amortisation kommt. Die übrigen Bestimmungen des Statuts betreffen den Modus der | Emittirung und. Amortisirung der Pfandbriefe, die Bildung des Reservefonds, die Verwaltung des Vereins, die Rechte der General-Versammlung U. s. w.

Dánemark. Kopenhagen, 25. September. (H. N.) Die Blätter berichten über verschiedene aus Anlaß der bevor- stehenden ReichstagS8wahlen abgehaltene politische Versammlun-

en, namentlich durch den Oktoberverein veranstaltet. Auf den nseln traten bei diesen Versammlungen Männer der doctri- nairen und namentlich auch der ultra-skandinavischen Partei als | Opponenten auf, ohne doch, so viel man sehen kann, sonder- lichen Eindruck zu Ungunsten des Vereins guf die bäuerlichen Zuhörer gemacht zu haben. Jn Jütland dagegen opponirten die Winther'schen Bauernfreunde gegen die Bestrebungen des ministeriellen Oktobervereins und scheinen dort einen etwas fruchtbareren Boden gefunden zu haben, wie- auch schon das | der unveränderten Juniverfassung günstige Ergebniß der leßten Reichstags8wahlen erwarten ließ.

Nmteriïa. New-York, 14. September. Dêr New-York | Herald ‘hat begonnen, ‘dem Präsidenten seine Unterstüßung zu entziehen. General Butler is in Massachusetts in den Kon- | greß gewählt worden. Die demokratische Staats-Convention von New-York hat ‘den Mayor der Stadt New-York, Hexrn Hoffmann, zum Kandidaten für den Gouverneur-Posten aguf- | estellt. Präsident Johnson ist, wie es heißt, entschlossen,

efferson Davis, falls er nicht im Oktober vor Gericht ge- | stellt wird, gegen Bürgschaft freizugeben. Dex Ex-Präsident der weiland Conföderirten soll es ausgeschlagen haben, die Orciheit mit der Bedingung, sih außer Landes zu begeben, anzunehmen.

Den Berichten aus Mexico zufolge ist cine amerikanische Expedition von San Francisco mit 8000 Gewehren in Lopez | gelandet,

Australien. Nachrichten aus Melbourne melden unter dem 26. August, daß der neue Gouverneur der Provinz Victoria |

angekommen war, und daß man ihm eine herzliche Aufnahme | bereitet hatte. Das australishe Parlament war bis zum Zten Oktober vertagt. Ein neues Ministerium war gebildet worden,

Telegraphische Depeschen aus dem Wolff schen Telegraphen-Büreau. Schwerin, Freitag, 28. September, Mittags. Der »Nord- deutsche Korrespondent« veröffcuklicht die Landtags- Propositicn | des Großherzogs von Mecklenburg -Strelißz, welche \sich im We- | sentlichen der von Mectlenburg- Schwerin anschließt. Es" heißt in derseiben: » Wie verschiedene Eindrücke auch der Untergang des deutschen Bundes hervorruft, so" könne doch Mecklenburg

geregelten Fuße. " Fürst nicht berechtigt fein.

| mit den türkischen Truppen 50 Todte hatten. | ständischen Bewegung in ZJeitoun wurden drei Anführer ver-

auf die in den Grundzügen bereits festgestellté Entwickelung feinen maßgebenden Einfluß beanspruchen. Die Fürsten wie die Stände haben Opfer zu bringen, und es sei Aufgabe, die Bedingungen ciner gedeihlichen Wirksamkeit unserer Verfassung auch unter den neuen Verhältnissen zu finden.

Dasselbe Blatt veröffentlicht ‘den von der Schwerinschen Regierung festgestellten Entwurf ciner Verordnung , betreffend die Wahlen zum PVarlamente.

Die aus 24 Mitgliedern bestehende Landtags - Kommission hält heute ihre zweite Sißung. Man erwartet einen Majoritäts- und einen Minoritätsbericht am nächsten Montag.

München, Freitag, 28. September. Der König hat seinen Oberhofmeister, Grafen Castell, beauftragt, cinen Jnvaliden- Untkerstüßungsverein ins Leben zu rufen. Bereits ist dic Konfti- tuirung des Comités im Gange.

Triest, Donnerstag, 27. September, Nachmittags. Mit

| der Levantepost find folgende Nachrichten eingetroffen :

Haag, Freitag, 28. September. Gestern hat die Zweite Kammer in der Adreßdebatte mit 39 gegen 23 Stimmen cinen Tadel gegen das Ministerium votirt; Letzteres hat erklärt, es halte sich verpflichtet, das Urtheil des Königs anzurufen.

Athen, 22. September. Der türkische Gesandte hat, von dem englischen und französishen Gesandten unterstüßt, mit Ab- bruch der diplomatischen Verbindung gedroht. Nach Berich- ten aus Kandia hatten die Aufständishen nah hartem Kampfe eine feste Stellung bei Malaxa erstürmt. Man erwartete die baldige Ankunft eines österreichischen Geschwaders in den griechischen Gewässern.

Florenz, Donnerstag, 27. September. Die »Gazzetta uffiziale« enthält eine Depesche aus Palermo, nach welcher in der Stadt vollkommene Ruhe herrscht und die Soldaten fort- während von der Bevölkerung unter Demonstrationen der leb- haftesten Sympathie empfangen werden. Die ficilianischen Mu- nicipalitäten fahren fort, dem Könige Adressen zu übersenden, in denen sie die jüngsten Ereignisse in Sicilien beklagen.

Konstantinopel, 22. September. Die Fürsten Stixbey und Stourdza sind aus Bukarest eingetroffen, um wegen des Besuches und der Jnvestitur des Fürsten Carl das Nöthige zu

| vereinbaren. Dem Fürsten wird die erbliche Nachfolge und | das Recht, Oxdensverleihungen vorzuschlagen, zugestanden wer-

den. Die Armee bleibt auf dem durch den Pariser. Vertrag Zur Prägung von Kupfermünzen foll der

Nach Berichten aus Kandia war Mustapha Pascha

| daselbst eingetroffen und hatte die Aufständischen in einer Pro- | clamation, worin die Abstellung der Beschwerden versprochen | wird, unter Gewährung einer fünftägigen Frist zur Unter- | werfung aufgefordert,

Smyrna, 19. September. Jm Ghiaurdagh is ein neuer Aufstand ausgebrochen, bei welchem die Rebellen im Kampfe Bei einer auf-

haftet und nah Konstantinopel gebracht.

Kunst- und wisseuschaftlichhe Nachrichten. Von Fr. Bodenstedt's Gesammelten Schriften , welche,

| 12 Bände stark, im Verlage“ der Königl. Geh. Ober - Hofbuchdruerei

(R. v, Decker) herausgegeben werden, hd eben der 7te und 8te Band

erschienen, von welchem der erstere noch russische Dichter, und zwar | Michail Lermontoff, Kolzoff und Andere enthält; der achte Band | aber W. Shakespeare's Sonette in deutscher Nachbildung bringt. | Die außerordentliche Begabung Bodenstedt's für Uebertragung poeti- | scher Productionen der vorstehenden Dichter in unserer Muttersprache | ist längst cine allgemein anerkanute, so daß wir an dieser Stelle auf | etne weiter eingehende fkritische Besprechung wohl verzichten dürfen.

am

Stunde Ort.

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9379

Beobachtungszeit. Bars | Fompe-

meter. | ratur, Paris. | Réau-

Linien. | mur. 3300| 1A |SW., Schw. 334,5 141,8 40., mässig. 334,0 9 4 _/SO;, veliwach. 334,3 11,0 |S., schwach. 330,3 8,0 N. s. Schw. 331,4 8,9 |N0., schwach.

Tetlegraphisehe WitierungSsberiehte. Allgemeine

Himmels- ansiché.

dichter Nebel. ziHéiter. eiter. starker Nebel. Nebel. starker Nebel.

Wind.

| Baro- | Tempe-j j meter. | ratur. d

Paris. | Réau- | | E IY 6 Mrgs. | Münster .….

Linien; i mur. |{ j N [ » TToigau

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Ratibor...

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| Beobachtungszeit. Allgemeine Stunde | Ort.

A023 LLEe Dl 19 0:C N,

| Königliche Schauspiele. z

Sonnabend, 29, September. Jm Opernhause. (151ste Vorstellung.) Der Troubadour. Oper in 4 - Akten. Musik von Verdi. Ballet von Paul Taglioni. Lenore: Fr. Lucca. Manrico: Hr. Wachtel.

28. September,

i 10,4 |$S0., schwach. 334,8 | 13,3 |NO0,, s. schwach. 338,9 | 8,4 |S,, schwach, Helsingfors | 340,3 | 9,1 |Windstille. Petersburg. A af e SeBA 2 10, Vai A (a Extra-Preife. Stockholm .| 339,6 | 10,0 |Windstile. [neblig Gele In Schausptelhause. (169. Abonnements - Vorstellung.) | Max. 16,8. Ein Lustspiel. Lustspiel in 4 Aufzügen von R. Benedix.

Min. 8,5. Gewöhnliche Preise. j a neblig. i Sonntag, 30. September. Jm Opernhause. (152. Bor- bedeckt, neblig. | ellung.) Zur Feier des Allerhöchsten Geburtstages. Jhrer [Was Majestät der Königin. . Prolog von Auguste Kurs, gesprochen von Fr. Jachmann. Ouvertüre und 11, Aft aus: Ein Feld- lager in Schlesien. Musik von Meyerbeer. Ballet von P. Taglioni. Zum Schluß: Preußens Ehre. Lieder-Cantate mit M A W. A 1E ittel-Preise.

Im Sbanlielbause. 170. Abonnements-Vorstellung. ZULr Feier des Allerhöchsten Geburtstages Jhrer Majestät der Könt- gin. Prolog von Auguste Kurs, gesprochen von Fr. Jach- mann. Jubel-Ouvertüre von C. M. v. Weber. Colberg. Histo- risches Schauspiel in 5 Akten von Paul Heyse.

Gewöhnliche Preise.

! etwas bewölkt. wolkig. bedeckt. neblig,

héiier.

heiter.

Brüssel .. Pag ;

'0., schwach. | Windstille. | S0, schwach,

338,6 | 410,4 339,1 8,9 338,4 j - 10,0

Skudesnäs . Hernoesand | Christians..

Pr enssslsene Stain e€e n,

28, September.

340,7 10,4 |S0., mässig. i

berg | 340,6 11,0 |S0., schw. [heiter.

| 340,1 | 9,3 |S., stille. « [heiter

336,7 12,1 |0., schwach. heiter.

10,7 80., mässig. | heiter.

11,0 |0., mässig. heiter.

[Berlin 336 12,9 |080., lebhaft. |heiter. l

6 Mrgs. | Memel heiter, 7 | Königs

6 Danzig

Posen 9.8 |ONO., s, Schw. | heiter.

Bean maun. d | i E n Wünsche des Publikums zur Vereinfachung des Verfahrens bein Billetverkauf, in Ber- bind nit den von allen R die V breialiche M aloaliuma herantretenden erhöhten Anforderungen und E dan d fe den Vermehrung des Kunst- und Arbeitspersonals haben die unterzeichnete Beueral- eat, veranlaßt, E ta I, an folgende, die Bekanntmachung vom 3. Juni 1864 vérändernde Maßnahmen eintreten zu n, La ; M0 D e fithérige Verschiedenheit der Preise gleicher Plätze zu einer Vorstellung innerhalb der Verkaufszeit, sowie die.

ine i Frühstunden gegen Bons hört auf. : B5Eged A Zahlung A P Ger erteilen teètén agegèn folgende Preise, fowohl beim Vorverkauf E am Tage (in den 2 is 1 Uhr, an den Sonn- und Festtagen von 11 bis 2 Uhr) als an der Abendkasse:

ir S S ETES n T £vernhanfe. ._ Fm Schauspielhause. e i hnN-1 S - Gewöhn-4 Mittel- Gewöhn Mittel liche | Preise. lihe | Preise. Preise Preise. Í 1 | . j

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Die vielfach ausgespro

tra- Extra- Extra: Preife.

Preise.

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Fremden-Loge 15 cen am Orehester P D Erster Balkon 9 Erster Rang Logen ..……... D Parquet-Logen . 29 Trilie do. t g it eee ce E Parquet... .., Ut» P Parterre-Logen 20 E n 17 Zweiter Rang Logen H 15|--1— [20 Parterre L i 10|—[— [10 Dritter Rang. 4 1M Proscenium dritten Ranges . 7 Al | | Amphitheater E A 10 : 5 Sgr. zu. entrichten, worübex

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Fremden - Loge

Proscenium am Orchester. . Erster Balkon

Erster Rang Logen

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3) Für jedes auf vorherige Meldung verabfolgte Billet ist außerdem ein Bestellgeld von dd | n S Setigeld von 5 Sgr. ist auch von den Jnhabern von permanenten reservirten B M entrichten Wogegen Pt Lag g Jur M Zu cines 7 inen oa en O has eingezahlte Bestelgeld nicht zurüerstättet, sondern nur béimlAuisfallldèt Bedrstolhumg.: il 7 e L o RTatsso bigen Breisveränderungen bis ult. Dezember d. J. unbe- rührt, DD 1 Ubonnemenipre ommen solche jedo auch vel den Wbonnenfen in Winwöndthq: So. Preis e Parquet- Billets wäre bann bel gewöhnliihen Preisen wie voher 19) Scgungen wegen der in ganz besonderen, Fällen zur Anwendung tamen Eitaleiik, i Prüfung der Billetineldüngen mittelß de E fee eie hs dak a Geneval- Intendantur, ie de “ingleinde Meldung jur Reservirung von Billets berücksichtigen zu müstew,' werden durch obige Maßnahmen von 1-bis

6 nicht alterirt.

366 Generat- Intendantur der Königlichen Schauspiele. Berlin, im! September 1866,