1888 / 61 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Vor vollem Hause fand am Sonntag im Wallner-Theater die zweite Aufführung der Novität „Durand und Durand“ eine wie am Premièren-Abend und hielt im \<tes* das Publikum den ganzen Abend

ste Akt zu lang, so baut nd kühn die Handlung pisoden aufgehaltener Folge

die Aufführung ist sie gefährli<. War der er

GuliaiiRweties ie: MUNE eiten Grundlage ras<h u

sih doch auf dieser br auf; in logischer, dur reißen ih die Ereigni Schlag auf Wirkung einen er : bânaniß, welchem der edle Jüngli i auer und versetzt sie in jene gesteigerte E Tragödie stets in uns erzeugt ; wir stehe der Handlung unter jener gewaltigen Spa!

ebenso glänzende Aufnahme n Verein mit der Posse „Vermi bindur< in heit-rster Stimmung. i

Im Belle-Alliance-Theater tritt in der Posse „Drei Paar Schube“, bekannt- nur noch bis zum S{luß diefer Leben“ mit der Gaítin

erfreut si< der „Herrgotts-

dur keine überflüssigen E 3 se mit unerbittliher Konsequenz an zur Peripetie, \{hütternden Eindru> ausübt.

ing freiwillig entgegengeht, mpfindung, wie sie n bis zum Schluß die erst ihr Ende Von Akt zu Akt verstand

19. März, Mittags. Messina. Magistrat: gußeiserne Wafsser- leitungäröhren im Anschlagswerthe von 134 000 Lire. Liefcrungéfrist Kaution 2c. 14 640 Lire.

Nähere Bedingungen : Municipio di Messina-Ufficio 3.

1) 24. März, 2 Ubr. 4500 Paar Pantoffeln.

Shlag folgt Gs Das sichere Ver- : Fr. Marie Geistinger als „Schustersfrau Leni* in lih eine ihrer prähtigsten Leistungen, Di Alsdann soll Offenbah's „Parifer als „Gabriele“ in Scene geben.

Im Wal halla-Theater

II. Spanien. A Madrid. General - Direktion der Straf-

Voranschlag 7 Pes. fürs Paar.

Woche auf.

eine wahre

getreten ift.

Erste Beilage

Berlin, Dienstag, den 6. März

zum Deulschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußisheu Staats-Anzeiger.

188,

A Kaution 1575 Pes. N G0. 2) 3. April, 13 Ubr. E mehrerer Straßen. zndgült.: 36 856 Pef. Näkeres an Ort und Stelle.

Theater und Musik.

Im Deutschen Theater erzielte Emil Wolff’ s fünfaktiaes Trauerspiel „Herzog Ernst * einen dur<s{lagenden Erfolg. tigen Zügen uns ein gewaltiges Bild jener bewegten Zeit vorzufübren, in welcher die deutschen Kaifer bestrebt warcu, die Herzoglihen Gewalten aufzuheben, fie auf eine Kaiferlihe Erbmacht zu gründen. en Kaiser ließen sich die Erreichung dieîes Zieles vor allen ad 11]. seinem Stiefsohn Ernft das väterliche

erreiht, als die Katastrophe ein es der Dichter, eine?Steigerung | | Verhängriß ih vollzieht, weiß er in un den, als könnte das Schwerste abgewendet werden, t erdrü>ender Gewalt der Anbli> der getödteten lihen tragishen Abschluß vor Augen führt. Der berrs{<\üchtige, nur von der uns 1n dem

edler Mensch

cines derartig regen Besuchs, daß die Direktion der Gesellshaft sh veranlaßt gesehen hat, denselben noch diese ganze Woche auf dem Repertoire zu Central-Theater. In Folge des großen L ten Sonntags-Vorstellung der Posse „Die Himmelsleiter“ bat Billet-Bestellungen schon 4 Tage früher ent- 9 Tage vorber verabfolgt.

herbeizuführen, und selbst in dem leßten,

Stadtrath. 8 eine trügerishe

Holipflasterung Vorans(lag: 36 856, Kaution, vorl, : 8

wo \<on das Müncbener

Hoffnung zu erwe bis dann do< mi l Freunde uns den unvermeidlichen Îra Die Charakteristik ift eine tüchtige. diplomatishen Rücksichten geleitete König, a<ten8werthen leidenschaftliche, j näher gekennzeihnete Mutter, großen Tragödie : x und um so mehr beklagen wir, daß si n und statt gemeinsam Auch die weniger Hervor-

Andrangs zuy

welche in der Zeit vom 16. bis 29. Februar 1888 i! abgefertigt und aus Niederlagen gegen Erstattung der Vergütung in den

ate e von mindestens 90 Proz. Polarisation und raffinirter Zucker von unter 98, aber mindestens

olarisation.

A Os und Zu>er in weißen vollen harten Broden 2c., oder in Gegenwart der Steuerbehörde zerkleinert, rystaus 2c. : N Z

699 a: Aller übrige harte Zu>ec, sowie aller weiße tro>ene (niht über 1 Proz. Wasser enthaltende) Zucker in

Krystall-, Krümel- und Mehlform von mindestens 98 Proz. Polarisation.]

die Direktion beschlossen, gegenzunehmen ; die Billets werden \<on

In dem gestrigen vbhilharmonischen Concert, Í Hrn. Dr. Hans von Bülow stattfand, wirkte Cellovirtuose Hr. Professor Charles Außer zwei kleineren Nummern, die Hr. Dr. von tete, spielte Hr. Davidoff mit orchestraler nes Cello-Concerts eigener Komposition, falishe Empfindung spriht, mit ungewöhnlicher Hr. Davidoff makellos und wirkungsvoll

unter Leitung des als Solist der vortrefflice Davidoff mit. Bülow auf dem Klavier beglei Begleitung den erste aus dem reine musi

Dichter bat es verstanden, gezeigt wird,

am Plaß ede ift in ihrer Art edel, n fo diese drei Menschen feindlih gegenüberstebe zu schaffen, einander Leid bereiten.

ogenannte sog O

falis-fränfiscen Kai angelegen scin. So hält Fonr

Deutsches Reich. Zud>ermengen, mnerhalb des deutschen f erag mit dem Anspruch auf Steuervergütung

reien Verkehr zurückgebracht worden sind.

Klangs<hönheit gepaart, die zu Gehör brachte. ür Cellisten der Gegenwart; er entlo>t seirem selben Klarheit und Sicherheit den Ausdru> zarter und

ernihtminder wihtigen Personen sind tüchtig 1 verzeihlichen Egoi8mus ießt unsere volle Sym-

erden können, do

tretenden, für dieHandlung ab ) gezeichnet, Die holde Edelgard, welche mit all den einer jungen Liebe an dem theuren Freunde hängt, gen

dom

Ernst pflanzt die Fabne der < langem Kampf zuglei< mit feinem Der Dichter

as Herzogthum Schwaben vor. Emrxörung auf und unterliegt na treuen Freunde Werner von Kiburg.

erdings ist der Künstler einer der tr Instrument mit d seelenvoller

patbie; Werner bätte vielleicht etwas schärfer gezeichnet wer : bat es wobl in der Absicht des Dichters gelegen, bier eine schwankende, von we<selnden Empfindungen bewegte Figur zu zeihnen. der Herzöge und Grafen sind knap ihrer Art trägt dazu bei, uns den

der Ausgang bot den Stoff der eit der Dichter von den bistoris<en Thatsachen fann bier nit in Betracht kommen; er hat das Recht. den Stoff so zu gestalten, wie es für seinen künf Gewaltige Momente sind cs, die hier

Ente dieses unfeligen Streits in seinem Drama vor,

des tragische: Stimmung, mit welcher er in markigen und vollklingenden Tönen ernste

Empfindungen wiedergiebt ; Künstler möglih, der neben te

der beiden Freunde C iel

B vos de aber ist natürlich ne Staaten / <nisher Meisterschaft au tiefes musikalishes Verständniß und Können besißt. Als zweite Neuheit

des Abends wurde eine C-moil Symphonie von F. Gernsheim ge\pielt,

! Die Figuren v und scharf gehalten, Charafter der Zeit und der

rishen Zwe erforderli ift. “der : | zusammenwirken, verscieden- nde kennen lernen zu lassen; die Schilderung jener E N

jeweiligen Umstä

welche si einer freundlichen Aufnahme erfreute; das neue Werk legt von der großen Gewandtheit dcs Komponisten in der Instrumentation aufs Neue Zeugniß ab, und läßt cau< ursprüngliches Empfinden es an Vertiefung des Inhalts nit auf der

artige Kräfte, weile fh feindli< gegenüberstehen, n< Anschauungen

um s<ließli< do< untcr s{rillem Vi Dem starken unbeugsamen Willen

Vißflang wieder auseinander at ihnen moderne An- des Königs, welcher mit unterzus@icben en Dramen nur zu

anzupassen, cin Febler, in den die Verfasser ges<iüt!icher oft verfallen. Rauh, starrköpfig, gewaltthätig und vor A waren die Leute damals, und so \<ilt j 1 Befremdend wirkt freilih eine Stelle, wo, wenn wir nit irren, dle Königin von „Deutschland“ redet, ein Begriff und Aus verstanden, jener Zeit fremd war. diesem Drama ist edel ; sie bâlt fich frei von all rhetoris<en a ges i&tlihen Dramen den Genuß verlciden; fie Ut u {<liht, zuweilen von großer Schönheit, und in ven bewegten Scenen genommen,

achtenêwerthe

Thatkraft auf sein Ziel lossteuert, steht entgegen die helden-

heiligîsten Rechten früherer Schöpfungen des Komponisten zu stehen \<{eint,

[lem egoistis b 1 Außerdem brate das Programm no< Hay

sie un3 der dn's C-moll Symphonie, Karneval und zum SHluß die Ouverture zum der tadellosen Auf nd unter der vortrefflichen

Verzweiflung Cal e. R u Berlioz Römischen Fliegenden Holländer, welche ausnahmssos in führung des vhilharmonishen Orchest Leitung reichen Beifall fanden.

Provinz Westpreußen Brandenburg . Pommern .

beide, groß Bestrebungen ,

wo ibre bten Interessen sich feindlich Die Königin, ein großartig gezeichneter Cha- rakter, vereirigt in si die Würde eines tugendhaften Weibes, den Stolz einer Königin, die Gewandthe i li überriegt in ibr do die s<önste aller Regungen des weid Charakters, die Liebe, und zwar die gerade dur diese in ein hochtragisches ( mit liegt die gewaltige Tragik des Dramas.

Geretigfeit 1êdrud, : 4 fte Die Sprache in

modernem Sinn s N em Schwulst und

zusammen, i einer tnuß unterliegen.

Sachsen, eins Unterberrschaften ¡Holstein . .

Mannigfaltiges. Unter den jüngsten Funden

: : : : : 2 e E CCAT T . 6E . . it ciner Diplomatin, aber s{licß- maßvoll und der s{<warzb. 1 uf der Athenishen Afkro- e | poli s verdient ein folossaler männlider Kopf aus einbeimischem

Kalktuff (Poros) besondere Beachtung. Die Erhaltung ist eine glüc lie zu nennen, obwohl die Na'e ganz fehlt. Der Stil weilt auf

ciner Mutter, und daß fie Zeschi> verflohten wi r Gijela, tief betrübt

der Hinsicht

„Herzog Ernst“ 2 Repertoire

Rheinland .

Bühnen eincn dauernden Platz erringen wird. i: _ Ein nicht unwesentlicher Antheil an dem gestrigen Erfolge ill d vorzüglichen L arstellung beizumessen. Hr. Kainz hat ia dem Ernt wie sie seiner Eigenart so ganz angemeîten 11k GCHOtT, Lie Cr wechselnden Óte er vortreffli

Wie bei den Arbeiten aus Poro? reidlihere und grellere JNarmorwerfen

über das Swi'al ihres unglücli&en Sohnes, will ibn mit König „Konrad“, ihrem Gatten, aussöhnen. L gen Bitten Gehör. ( gesprocene Herzogthum Sch : dingung, und in diefer ist er mit Gisela einig: für alle Mar von Werner von Kiburg loësagen. trauische König

das sechste Jahrhundert vor Chr der Regel,

Beraalung

rwillig geben beide ihren inni- it, dem Stiefsohn gebcn, aber unter einer Be- Erst foll ih ein Als aber der miß- ng von Ernst verlangt, daß dieser

L e C \ 2 Der König ift bere E Sa. Sen Bemalung gut erhalten. Haar und Bart sind war dunkelroth, Augenbrauen un

\<uf cine Figur, welche zu den beilen Leidenschaftiichkeit bergeworfenen Jünglings bra

dunftel-ultramarinblau. E E j ¿ Puvillen ind rz ie äFriê Ut Empfindungen hin und Puvillen sind \{<warz, die Iri Brauns<weig

bellgrün bemalt. Auffällig ist sodann noch, taz die Pupile aus plastish dur eine Vertiefung angedeutet ift, Umkreis der Iris: eine Manier, die etwas anders fundanzental versiedener Wirkung benutzt, erst

¿um Eusdru> und wenn er sich eine größere Mäßigung im Georau seines Organs auferlegen möchte, so kann er diese Leistung mit zu Auch Frl. Bognar muß si vor der n Stimme hüten, ste

ebenso wie der äiKkere und vor allem zu bei den farbloîen

Ueberhaupt im deutschen Zollgebiet Hierzu in der Zeit vom 1. August

bis 15, Februar 18881)

selbst die A<ht an dem unglücklichen Freund voliz

und Zorn unmenschlihe Zu- | ciner seiner rollendetiien zählen. as D- - 2 x F_2c4! M É , x? - 4 allzu kräftigen Verwcndung ihrer oh: chin starke

Skulpturen der Kaiferzeit allgemein üblich ward. Der vlastishe Ausgestaltung des Auges nur cin Mittel, die Wirkung de

In einer großartigen Scene 1 Stimme hüten, f im Drama verzichtet er auf alle Würdcn und Berbe ibr sonst kürsileris<

zerstert dadur< zu oft den Eindruck, bedact, aus wun, D

Zusammen

dur{gearbecitetes Spiel macht.

Hr. Pohl, st

Tücbtiges zu fc: vâteren Werken cin Ersay dersclben,

verzichtet auf tie Hand eines geliebten Mädchens, Alles

j Malerei zu erhöhen, bei den Freunde die Treue zu bew Malerei z ohen, e

In demselben Zeitraum des Vorjahrs1) D vaidungen gegenüber der vorjährigen und lettveröffentlihten Uebers zurü>zuführen.

Berlin, im März 1888.

n. Rasch vollzieht sih das Verbängniß en unglü>klicben Freunden; treu vereint er Tod und geben so der Welt das Zeugniß V dem Könige in jener großen Scene in Aussicht stellte. i des Werkes Aufführung zwischen de

-Sc<hlobitten, Kaisers und Königs, ist, wie wir der Welt“ entnehmen, Seitens des Neprä/fentanten-Ausschusses des Union | Klubs zum Mitglied der techniic Trabrennvereine Deutschlands

i 2 ; T é ¡ E L a<tbare Kraft eingescßt und erzielt einen Hof-Jägz?: meiste

Sommerstorf spielt den so der cigentlih werig dankbaren Relle Lichtseiten ab. Pittsc;au und Nollet waren gleich tütig, j war die Edelgard des Frl. Geßner. Die Ausstaitung und Infcenirn

Werner mit Maß und Würde und gewinnt | Sr. Majcstät des Oefonemie ) Die Herren Bon ungemeinem Li

tleatralisce Kommi!sion der veretnig

<<=o

Mit dem Anspru auf Steuervergütun N ; Y a Da a D : ain Aus öffentliGen Niederlagen S oder Privatniederlagen unter E S amtlihem Mitvers<hluß wurden zur Aufnahme tin eme öffent- gegen Erstattung der Vergü- zur unmittelbaren Ausfuhr liche Niederlage oder eine | tung in den freien Verkehr Privatniederlage unter amt- zurü>gebracht lichem Mitverschluß 6994 | 6974 | 6984 | 6994 | 697a | 698a | 699a e Ee | kg kg kg kg _ E S M S = Bol = | 199 433! 7 500 300 027 G E 90147 120 000 T e O T 54 143 266070 29 7001 319 900 —— 39 094] 170459 130073 38 492 E 579 980| 327916) 370204 s 131 148] 2 033 479| 1185 842 188 192} 1 390 375 E E 600 000i 129 1830| s E O 15 038 132 166 —— 100 300 499 913 E 2 949 N 4680 757 146 186] 2 633 479 1547438 188 192} 1 890 288 —_— | —- 192 352 084 61 663 188 4 237 549/81 114 287 16 657 497 1 940 048/15 765 460. 438 156] 96 195 301 318 66 343 945 4 383 735183 747 766 18 204 935 2 128 240/17 655 748, 438 196 96 326 229 06876 775 499| 9 795 120]

c”

iht sind auf nahträgli< eingegangene Berichtigu ngen

Kaiserliches Statistishes Amt. Beer.

Bersöhnungéscene ¡ Stiefsohn im Kerker ist u lang ausgedehnt, zeit Schwankungen, als daß sie nit erinüdend wirken müßte. de ramas mag diese Länge nicht in Betracht kommen, für

MEONNSC E 2 P A A Z A A c O M M4 H IELE A « C U R B ALE

breite Exposition

E T I ly Hen D Königin und thr Wahl angenommen.

Reglement für Trabrennea bat das vom Union-Kl | der tehnis<hen Kommission 1n

Somit gestaltete sih für den Dichter, die Direktion und die Darsteller der gestrige Abcnd zu einem über alüdlicher.

des Werkes war L „Mg ub ernannte Vêitglid

derselben den Vorsitz zu führen.

Nichtamtliches.

Berlin, 6. März. lauf der gestrigen (53.) Sißung des Reichstages ber merkt bei fortgeseßter zweiter Berathung des Geseßentwurfs, betreffend Abänderung der Zolltarifgesete (Aufhebung des Jdentitätsnachweises), der Abg. Brömel: Centrum habe von Anfang an, seit 1879, betont, daß, wenn auch die deutsche Landwirthschaft gegen die ausländische Kon- kurrenz geschüßt werden müsse, do gewisse Erleichterungen im Jnteresse des berechtigten Handels und der berechtigten die Jnitiative die gemischten Transit- von Heereman

© a Q Buchauézabe dcs D

C A T T ESECE P E ZAE V K L A A

sa-Vortell

T M E E S De E P Residenz=-Theater. Mittwo<h: Zum 7, Male; francillonu. Schausviel in 3 Akten von A. Dumas Deutsch von Paul Lindau.

Donnerstag: Francillon.

Sonnabend: Parade-C ung zurn Benefi Prenßen. Im weiteren Ver-

. Vorstellung. S, für die Familie

ruspielhaus. an on Paul Lindau.

», Schauipiel in 4 Akten x

Scene gesetzt vom Dircktor Anno. r

Vetterberiht vom 6. M

S Ubr Morgens,

2 od

E. Rezz, Direktor. S E L: L M E T EN 2 T IEN K; D ES T I N N R

Familien - Sèacrichtett,

Frl, Helene von Lindern mit Hn < (Gothz—Langensalza). è

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12 d

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- nnerstag: Opernhaus. 62. Vorstellung. Tann- Gerade das äuser und ver Säugerkrieg auf der Wart- Große romantis<e Oper in 3 Akten von | Or. Niemann.)

Die Weis-

Belle-Alliance-Theuter. Mittwo<: Gastspiel der Fr. Marie Geistinger mit den des Friedrich Willhelmstädtiscen Theaters. Drei Vaaxr Schußze. Gesang in 3 Akten und einem Vorspiel von Carl b ron Alois Berla. 3 Mar'e Geistinger, als Gast.)

Donnerstag und

Yerlobt:

Mitaliedern L Lieut. Han

ret «s ® s

S Fp ea | Anfang 7 Uhr.

O N : Schauspielhaus

Sa!omo’s.

BYorsteliung. Schauspiel eyse, In Scene gesezt vom Direktor Anno. Aufang 7 Ubr.

Mullagabmore Zingler (Mainz—Hannorer), Frl, Margarett!

Christiansund | Kopenhagen . Stotho!m Haparanda . St. Petersbz.

im Jahre 1879 und der Abg. habe jedes Jahr Erleichterungen für den Export gefordert. Diese Sache sei keine Parteifrage, sondern liege im Jnteresse Aller, und sie sei schon bei der Berathung der legten Zollnovelle in Der Vorredner meine, daß die süddeutschen Jnteressen diesen Antrag nicht erheishten, aber der ganze Vorstoß des norddeutschen Getreides nah Süd- deutshland bis für den Abfluß dieses Getreides auf dem früheren Wege Die Rückwirkung der leßten Zollerhöhungen auf den norddeutschen Getreidebau und damit au<h auf den süd- do<h ni<ht aus der Welt L Es sei kein thatsächliher Grund vorhanden, diese ¿Frage abermals um ein Jahr zu vertagen. welche das Jnteresse Süddeutshlands voranstellten und nicht wollten, daß einzelnen Landestheilen

(Berlin). Frl. Anna Lüders mit Hrn. Ritter gutépächter Karl Schlüter (Ottlebe i Erna Viktrans mit Hrn. Prem.-Lieu!.

Karl von Lingelsheim (Hildesheim). Frl. Ber Meineke mit Hrn. Assistenzarzt I. Kl. Dr. Fel! Berthold (Hannover). Fri. Friederike ( mit Hrn. Ger.-Assessor Verehelicht: Frl, Amalie Hahn (D Geboren:

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eingeführt

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Drei Paar

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Central-Theater. Mittwoch: Mit ganz neuen ekorationen, l | Die Himmeti®sleiter. 4 Akten von W. Mannstädt. Donnerstag: Dicselbe Vorsteltung.

Mittwoch : Gesellschafts-

Concert des Kapel meisters Herrn Karl Meder, S Streich - Veceiter

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Aussicht genommen worden.

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Donnerstag: Die berühmte Frau. (Anfayg 6# Uhr.)

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arl Scbultz (Burgwedel rihter Julius Hahn mt

Hrn. Wichard Grafæ von Königs8mar> (Radem). Hrn. Karl r Stutterbeim (Breslau). Hrn. Lieut. Han Wurmb (Hannover). Hrn. Rechtsanwalt Dr, Walter Immermwa!! Hrn. Dr. Paul Mever (Berlin Hrn. Rob. Wiesenack (B

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Requisiten, î _ _Gesangspoîje Anfang 7: Uhr.

Gorf, Queens: Freitag: Faust. Wallner - Theagier. Mittwc<h: Zum 5. V.: eher zur und Durand. von A, Valabrégue und M. Ordonneau. Posse mit Gesang in 1 Akt von

in 3 Akten 5 de S E gesorgt sei. Swinemünde Conceri- aus.

L Beurmischtes. Neufahrroa\er j

(Gardelegen). deutshen könne Vorredner (Verlin). —- Cine Tochter: Ç A. Loef<hner (Berlin). Hen l anwalt Balcke (Grünberg). Hrn. Semin= Direktor Dr Plath (Köpeni>k). Hrn. Fra Zillikens (Rittergut Asperschlag). Hrn. Hauk? mann Dyerboff (Magdeburg). Hrn. Dr. L von Schubert (Horn b. Hamburg). Hrn. Rik meister Frhrn. von Bu Ê Gestorben: Frau Prof, Julie Meyer, geb. fing (Potsdam) Hr. Fabrikant Ludwig B ni> (Berlin). Frau Anna Spitta, geb. L (Brandenburg a. H.). Hr. Oberst z. D, Eu! (Baden-Baden). :

Major a. D. Wilhelm von Ehrenberg (Magt" Hr. Karl Gustav von dem Vok Hr. Förster a. D. Karl But? Frau Friederike Widmat geb. Schwarz;kopf (Sontheim), Hr. Ockonom Direktor a. D. Karl Münster (Groß-Lichterseld Frau Magd. Kielpennig, aeb Rebwinkel (Cl

Redacteur: Riedel.

Verlag der Expedition (Scholz). Dru der Norddeutshen Buchdruckerei und Verla Anstalt, Berlin SW,, Wilhelmstra5e Nr. 32. Acht Beilagen (eins{ließli<h Börsen-Beilage), und die Inhaltsangabe zu Nr. 5 des öffe“ lichen Anzeigers (Kommanditges ellscha}! auf Aktien und Aktiengesellschaften) für N Woche vom 27. Februar bis 3. März 18

Donnerstag: Durand und Durand. Ver-

50 Künstler. Pregramm. Die Herren,

E „MRuy Blas“ Pictoria-Theater. Nur no< 12 Vorstellungen. Mittwoch ! Die Becise um 0 i einem Vorspiel:

e

von Mendelssohn: Bartholdy. Paraphra\e „Loreley“ von Neëswadba. Polonaife IL, Wotan's Abschied und Feuer- zauber von Ri. Wagner. 11. Theil : Akademische Fest-Ouverture von Ioh. Brahms. Sntroduftion und Brautchor aus der Oper „Lohen- grin“ von Rich. Wagner. von Fr. Liszt (

P,

Wiesbaden C besonderer Vor-

daß diese

602, Male: E-dur, von Fr. Liszt, 50 Tagen, ZBette um f Ansftattungsstü> mit Ballet von A d'Ennery und Jules Verne.

Donnerstag und folgende Tage: Die Reise um die Weit in $60 Tagen.

Walhalla-Theaier. Mittwoch: 6. Gefammt- Gastspiel der Münchener Mitglieder des Königl. Theaters am Gärtnerplaßz, unter Leitung des bayer. Hofschauspielers Hrn. Mar Hofpauer. Der Herrgottschnitzer von Ammergau. Volks- tüc mit Gesang und Tanz von Dr. L. Ganghofer und H. Neuert.

Donnerstag : Dieselbe Vorstellung.

Friedrich - Wilhelmstädtisches Theater.

Mittwoch: Mit neuer Ausstattung. Zum 27. M.: Die Dreizehn. t Benutzung eines französis<hen Sujets von F. Zell. Anfang 7 Uhr.

Donnerstag u. folgende Tage: Die Dreizehn. Sonnabend, 10, März. Hochzeit des Reservisten. 4 Akten (na< dem Französishen von Duru und

Chivot) von F. Zell. Musik von Julius Stern.

Landestheile Maßregeln im Nachtheil gewesen seien, daß hier nichts Anderes als eine gewisse Ausgleichung angestrebt werde. Die Sache habe aber au eine nationale Bedeutung. Das in Deutschland bis 1879 vorhandene System, das durchaus kein abstraktes Freihandels- system gewesen, sei darauf allerdings hinausgegangen, die deutsche Werkthätigkeit von jeder zollpolitischen Belastung i stoffe allmählich zu entlasten. Auch in dem System der der Rohstoffe, das seitdem eingetreten, werde immer die Frage bleiben, wie weit man gehen könne, ohne die weitesten Krei)e der Nation so {wer zu schädigen, daß Abhülfe absolut noth: wendig werde. Das habe \sih 1879 bei der Einführung der Getreidezölle chon gezeigt, schärfer 1885 und heute in noh _Y Man müsse daran denken, bestimmte Schädigungen, welche die hohen Getreidezölle herbeigeführt hätten und herbeiführen würden , soweit es innerhalb des gegenwärtigen Systems möglich sei, zu mildern. Die Frage Der Aufhebung des Jdentitätsnachweises sei dadurh no< mehr fomplizirt worden, daß man si< allzu viel von dieser Maß- regel verspreche; man knüpfe daran Hoffnungen, die si< nun und nimmermehr erfüllen würden. Manche Freunde der Kommissions- vorshläge trügen si< mit dem Gedanken, mit diesem System i bringen, bei hohen Getreidepreisen einen internationalen Getreideverkehr herzustellen, wie er seines

ahtens nur bei vollständiger ( bleibe nits übrig, als in den bestehenden Schranken gewisse Durthläfse zu mahen. Ob man dafür diese oder jene Form

bisherigen

S S L A S —_ Lo

f

Kuß-Walzer.

-

C Cs

Ungarishe Nhapsodie II. HYiüller-Berghaus), d . Op. „Fra Diavolo“ von „Die Wachtparade kommt“, Charakterstü, Aubade printanière von LSacombe. Kronprinzen-Marsch von Karl Meyder. Donnerstag: Gesellschafts-C oncert.

bro>t (Kreuzburg)

(Q E)

t.

1) Nauhfrost. 2) Nachts starkes Schneegestöbcr.

4) Siarker Reif. von Eilenberg

3) Nebel, Reif.

Uebersicht der Witterung. Ein Minimum von 745 mm ist bei Christiansund erschienen, während über Central-Guropa der Lustdru>k sehr echebli<h zugenommen hat. wiegend südlicher bis westlicher Luftströmung ift das Wetter über Deutschland kalt vielfa haben Schneefälle stattgefunden. peratur ist meisters gestiegen. ziehen über Rügenwaldermünde aus Nordnordwest, über Grünberg und Wilhelmshaven aus West. Deutsche Seewarte.

Berneuchen).

Circus Renz. Mittwoch: Wiederholung der ardt (Misburg).

am Sonnabend mit großem Beifall aufgenommenen Gala-Vorstelung zum N Quadrille aus der Zeit Friedrich's Neu einstudirt und kommandirt Franz Renz, und 8 Herren. de châles,

Bei {wacher vor- Zum 6. M.:

und unveränderli, Sans Bos

des Großen. viel höherem Maße.

Die oberen Wolken Grand tableau arab. Vollblut und die 6 großartigen englis<hen Vollblutspringpferde, drefs. und vorgef. von Hrn. Franz R Schulpferd, dress. und ger. von Hrn. I. W. Hager. der 5 Phänomene der Luft. oder: Ein Sommertag am Große Original-Pantomime. Auf- Reitkünstlerinnen

in 3 Akten „Colmar“,

L Ì-_% + 547 Theater - Anzeige. Die Touristen, Tegernsee. ) der vorzüglichsten Reitkünstler.

Donnerstag: Extra-Borstellung. Zum 500, Male;

Die luftigen Heidelberger.

Königlihe S<auspiele. Mittwo<h: Overn- werde man es fertig

Waffenschmied.

2 Posse mit Gesang in __ 61, Vorstellung. Komische Oper in 3 Akten von A. Lorting.

ollfreiheit möglih sei. Es

wähle, scheine ihm eine untergeordnete Frage; er habe deshalb auh nit recht verstanden, wie Hr. Richter bei der ersten Be- rathung ein großes Gewicht darauf gelegt habe, daß mit den

Vorschlägen ein vollständiges Novum geschaffen werde, welhes alle bisher festgehaltenen Anschauungen über Wirkungen des Zolles und Zulässigkeit eines Rück zolles über Bord werfe. Jn langjähriger Erfahrung

habe man gelernt, in welhem Maße nicht nur sür den Handel, sondern auch für die Jndustrie Deutschlands zulässig sei, bei bestehenden hohen Zöllen eine Erleichterung zu schaffen. Der Abg. Lohren habe neuli<h gegen die Privilegien esprochen, die sih bei den bestehenden Vorschriften über ühlen- und Transitläger in dem deutschen Getreide- vertehr eingenistet hätten. Er befinde fi< in einem {weren Jrrthum, wenn er glaube, daß ohne Privilegien oder Monopole innerhalb des bestehenden Syjtems ein freier Verkehr möglih sei. Solche Einrichtungen, seien es Transitläger, seien es Exportprämien, welche die Wirkung der Zölle abzushwächen geeignet seien, seien in allen Ländern nothwendig geworden. Der Vorredner meinte, die Erfahrungen auf diesem Gebiet regten nicht dazu an, diesen Weg weiter zu gehen; und Hr. von Kardorff äußere, daß die Exportmühlen gegen das vom Bundesrath festgeseßte Rendement einen großen Vortheil besäßen. Jn allen Exportmühlen müsse ein besonderes Lagerbuh geführt werden, welches alles auf die Mühlen kommende Getreide ent- halte und ebenso das aus der Mühle gehende Mehl; das Buch werde jede Woche von der Zollbehörde kontrolirt, und wenn in irgend einem Falle sih herausgestellt habe, daß die Mühle in ihrem Renvement die von dem Bundesrath an- genommenen Säge erheblih überschritten, so würde eine ent- sprechende Herabseßung der Exportprämie eingetreten sein. Der Vortheil der Exportmühlen liege in der Ausnahme- stellung, die sie auf Grund der Aufhebung des Jdentitäts- nachweises gegenüber dem ganzen anderen Getreidehandel

einnehmen. ie Aufhebung beruhe auf der Annahme, daß die Mühlen das inländishe Getreide um den vollen Mas würden höher zu bezahlen haben. Die etreidepreise im Osten seien aber ni<ht um den vollen Zoll in die Höhe gestiegen. Die Export- mühlen seien also in der bevorzugten Lage, einen

welchen ihnen beim Export

Nohstof} zu bearbeiten, Ls die Vergütung mit 30 M bezahlt werde, während die eigent- lihe Versteuerung dieser Produktion si<h erheblih geringer stelle. Nun wolle Hr. von Kardorff für den Fall, daß dieses Monopol nicht dur< Erweiterung der Erleichterung gebrochen werde, den Exportmühlen das Privileg nehmen. 1882 sei mit Recht ausgeführt worden, daß, wenn die Erleichterung für die Exportmühlen niht gewährt würde, au<h diese Mühlen mit ihrer fortlaufenden Produktion auf den inländishen Markt fallen und dann erst ret den kleinen Müller ruiniren würden. Glaube denn Hr. von Kardorff, daß diese Folgen jegt nicht eintreten würden ? Be man das Mühlenprivileg auf, jo würden die kleinen Müller, die Sie berü>jihtigen wollen, mehr geshädigt werden, als heute der Fall ist. Die Abhülfe liege allein auf dem Wege der Aufhebung des Jdentitäts- nahweises. Der Grundgedanke der Kommission sei richtig,

daß er si<h eng anshließe an vorhandene Verkehrs- und Handelsverhältnmsse. Es sei von je her übli<h gewesen, im Osten einen Ueberschuß an Getreide im Auslande ab- zuseßen und im Süden und Westen Getreide einzuführen. Beiden Richtungen wolle der Antrag dienen. Der Abg. Richter meine, es seien künstlihe Veranstaltungen zur Ver- \chiebung von Handel und Verkehr. 1882 habe er aber selbst für die Aufhebung des Fdentitätsnachweises, betreffs der Ex- portmühlen, gestimmt, wel<he doch dieselben Folgen nah sich ziehe. Daß die Freisinnigen Bedenken gegen dieses System an si< hätten, hätten sie immer erklärt. Es sei aber eine Folge der Getreidezölle. Er (Redner) sei der Ueb ‘rzeugung, daß, je höber die Zollsäße, man um so mehr werde Bedacht

nehmen müssen, Formen der Erleichterung ins Auge zu fassen. Dem Theil der landwirthschaftlihen Fnteressen, der sih beschwere, daß er bei der leßten Zollerhöhung

zu kurz gekommen, wolle seine Partei dur<h Aufhebung des Ödentitätsnachweises seine Lage erleichtern. Das sei doch un- bestreitbar, daß, wenn nicht dur<h irgend eine Maßregel für die. vorhandene Beshwerde Abhülfe geschaffen würde, der Nuf nah weiterer Erhöhung der Getreidezölle mit starker Gewalt hervortreten würde. Man befinde sich also in einer gewissen Zwangslage. Wenn es gelinge, einen lebhaften Getreide- Export hervorzurufen, so werde das feine Wirkung auf die

Getreidepreise n Dien m0 versehlen De gleiWe Folge wäre aber au< eingetreten dur< den au<h von Richter und Rickert unterzeichneten Antrag von Heere-

man vom vorigen Jahre. Der einzige Unterschied liege im Grade, und darüber lasse si streiten. Die Maßregel werde in einem gewissen Umfang nur wirken, sofern nämlich be- stehende frühere Verkehrsnerhältnisse dem System entgegen- fommen. Wie der Antrag im Einzelnen wirken werde, sei mit voller Bestimmtheit nicht zu sagen. Ein fester Punkt sei der, daß er da, wo ein Uebershuß vorhanden, den Export, und wo ein Bedarf vorhanden, die Einfuhr zu ermöglichen suche. Er habe schließli<h nichts dagegen, wenn im Hause der Wunsh überwiegen sollte, die Entscheidung noch zu vertagen. Davor aber warne er, die ganze Frage als über- haupt nicht vorhanden zu betrachien. Das wäre ein verfehltes Verfahren. Wolle man eine weitere Prüfung und genauere Untersuchungen, so möge das durch einen besonderen Beschluß ausgesprochen werden. Das gere<hte Berlangen des Ostens werde früher oder später in der Geseßgebung einen Ausdru> finden.

Während dieser Rede ist von dem Abg. von Bennigsen folgende, von Mitgliedern der Reichspartei und der konjer- vativen Partei unterstüßte Resolution eingebracht worden :

In Erwäguna, daß der Antrag Ampah und Genossen dur die Neuheit und Schwierigkeit des Gegenstandes erbeblichen Zweifeln Raum läßt über die Wirkungen, welche seine Annahme und Durh- führung für die Landwirthschaft und den Handel, insbesondere au< in den cinzelnen Theilen Deutscblands, haben würde,

in fernerer Erwägung, daß für die erforderliche sorgfältige Prüfung des Antrags im Ganzen und im Einzelnen, namentli<h aber für die nah verschiedenen Richtungen no< wüns<henswerthen Er- bebungen die Zeit während. der gegenwärtigen Session mangelt,

fowie in der Erwartung und dem Wunsche, daß die ver- bündeten Megierungen den in dem Antrage angeregten wichtigen Fragen ihre volle Aufmerksamkeit zuwenden und das Ergebniß der über dieselben anzustellenden Erhebungen dem Reichstage in der nä;sten Session mittbeilen werden, geht der Reichstag über den Antrag Ampach und Genossen zur Tagesordnung über.

Abg. Singer: Seine Fraktion sei gegen den Antrag der Kommission. Es sei zweifelhaft, ob die in den in Betracht fkfommen- den Gewerben beschäftigten Arbeiter davon Vortheil haben würden; jedenfalls habe die gesammte Arbeiterbevölkerung von einer solchen Maßregel in Folge der Vertheuerung des Getreides entschieden Nachtheil. Die Einfuhrvollmnachten würden zudem die Börsensvekulation vermehren, und dazu die Hand zu bieten habe seine Partei nicht die geringste Neigung. Das wesentlihste Be- denken gegen den Antrag aber sei dies, daß über feine Wirkungen völlige Unklarheit herrsche und Niemand die Folgen übersehen könne. Seine Partei werde aber auch gegen den Antrag auf motivirte Tagesordnung stimmen, da auch ohne Aufforderung des Reichstages die verbündeten Regierungen der Sache ihre Aufmerksamkeit schenken würden.

Abg. von Puttkamer (Plauth): Daß der Antrag keine politishe Tendenz habe, werde dadur< bewiesen, daß fast jämmtliche Parteien dasselbe wollten. Um so mehr bedauere er, daß das Centrum ihm nicht zustimme, troßdem es doch für die Erhöhung der Getreidezölle, die Ursache dieses Antrages, gestimmt habe. Die Zollerhöhung sei wesentli<h durch die Resignation des Ostens und Nordens gesichert worden, denn die Vertreter Ostens und Nordens seien feinen Augenbli> im Zweifel darüber ge- wesen, daß die Zollerhöhung uns niht annähernd den Gewinn bringen könne wie dem Süden und Westen. Sie hätten die Vorlage mit der Jdentitätsfrage nicht belasten wollen, um das Zustandekommen der Zollnovelle nicht in Frage zu stellen. Deshalb sei es ein ungerehter Vorwurf, daß sie eine Oder- oder Weichsellinie herstellen wollten. Selbst der Abg. Richter habe anerkannt, daß der Norden und Osten nicht den Vortheil von den Zöllen habe, wie Süddeutschland, wenn er auch aus politishen Gründen zu anderen Schlußfolgerungen gekommen sei, wie die Konservativen. Hr. von Wedell-Malchow meine, daß dieser Antrag nur dem Handel zu Gute kommen würde, wenn große Getreidemassen eingeführt würden. Diese Befürchtung sei unbegründet, denn die Kaufleute in Danzig und Königsberg führten schon heute so viel Getreide ein, als überhaupt aus Rußland kommen könne. Daß Jmporteure und Exporteure Koalitionen {ließen könnten, um den Vor- theil für sih allein zu haben, besorge er ebensowenig; denn die Maßregel sci weder an Personen, no< an Lokalitäten gebunden, sie könne verallgemeinert werden. Hr. von Pfetten wollte keine Wirkung der Zölle, die nur einem bestimmten Landestheile zu Gute kämen. Das sei aus dem Süden eine \chroffe Absage für alle berehtigten Ansprüche aus dem Norden und Osten. Sei sein Einwand begründet, dann hätte er gar nicht für die Erhöhung der Zölle stimmen sollen, die do< dem Osten und Norden nihts genüßt hätten. Einen Appell möchte er an die verbündeten Regierungen richten, die

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