1888 / 141 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Justiz-Ministerium.

Der Relhtsanwalt Frost in Pugzig ist zum Notar für den Bezirk des Ober-Landeëgerichts zu Marienwerder, mit

Anweisung seines Wohnsitzes in Pußzig, und

__ der Rechtsanwalt Blumenthal in Wittstock zum Notar für den Bezirk des Kammergerichts, mit Anweisung seines

Wohnsißes in Wittstock, ernannt worden.

Minifterium der geistlihen, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

Dem ordentlichen Lehrer am

selben Anstalt ist genehmigt worden.

Am Schullehrer-Seminar zu Bromberg is der Konrektor Wollenburg zu Pitschen als ordentlicher Lehrer angestellt

worden.

Der ordentliche Lehrer Kun vom Schullehrer-Seminar zu Rawitsch ist als Vorsteher und Erster Lehrer an die Prä- paranden-Anstalt zu Dt. Krone verseßt worden. An der lezteren Anstalt ist der Lehrer Aloys Schulz aus Dt. Krone als

Zweiter Lehrer angestellt worden.

rogymnasium zu Rietberg, Dr. Franz Stolte, ist der Titel Oberlehrer beigelegt worden. Die förderung der ordentlichen Lehrer am Real- R zu Düsseldorf, Dr. Ernst August Reinhold raun und Dr. Heinrich Spieß zu Oberlehrern an der-

Finanz-Ministerium.

Vei der Königlichen Seehandlung

Diâtar Jürgens zum Kafsen-Sekretär.

Evangelischer Ober-Kirch

, Der in die erste Pfarrstelle zu Wollstein berufene bis- herige Superintendent der Diözese Schubin, Pfarrer Liérse in Labischin, ist zum Superintendenten der Diözese Wollstein,

Regierungs-Bezirk Posen, bestellt worden.

P sind ernannt: der Kassen-Sekretär Schneider zum Buchhalter und der Bureau-

enrath.

Abgereist: Se. Excellenz der Staats-Minister Dr. Frei- herr von Lucius in das Uebershwemmungsgebiet der Oder.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 1. Zuni.

: Se. Majestät der Kaiser und König empfingen gestern Nachmittag vor

einer Ausfahrt den Reichskanzler Fürsten von Bismarck.

Heute Vormittag begaben Se. Majestät der Kaiser Sich von S{hloß Charlottenburg mittels Dampfboots nach Potsdam und dann zu Wagen nah Schloß Friedrichskron, um dort für

die nächste Zeit Aufenthalt zu nehmen.

Jhre Majestät die Kaiserin und Königin Augusta empfing in Baden-Baden den Besuch Jhrer König- lichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin, des

; oßherzogin von Baden, sowie der Großherzogin-Mutter von Mecklenburg-Schwerin, der Gräfin

Erbgroßherzogs, der Erbgr

von Trani und Zhrer Hoheit der Herzogin von Hamilton.

_ Aus Potsdam meldet „W. T. B.“: Jhre Ma- jestäten der Kaiser und die Kaiserin sowie Se. Kaiserlihe Hoheit der Kronprinz landeten heute Nachmittag 1 Uhr an der Glieniker Brücke auf der Matrosenstation. Der Kaiser stieg ohne Stütze die Treppe hinauf und ging, be- gleitet von der Kaiserin, nah dem Wagen. Empfangen wurden

die Allerhöchsten Herrschaften von

er Erbprinzessin von

Sachsen-Meiningen und den anderen Prinzessinnen-Töhtern.

Die Stadt Potsdam war festli

beflaggt ;

die Schulen er-

warteten den Kaiser vor Sans})ouci. Allerhöchstderselbe sah sehr wohl aus. Troßdem der dem Dampfer „Alexandra“ vor- fahrende Regierungsdampfer den Fluß frei hielt, waren auf

demselben viele Ruderer und Segelboote.

Landung fuhr der Kaiser zu Wagen, auf enthusiastish begrüßt, Friedrichskron.

Nach erfolgter dem ganzen Wege

durch das Nauener Thor nah

__— Se. Majestät der Kaiser und König haben mittelst nachftehenden Erlasses das Protektorat über den Gustav-Adolf-Verein zu übernehmen geruht :

Ih bin seit Jahren mit hohem Interesse der regen Thätigkeit

gefolgt, welche der Gustav-Adolf-Verein in der

Fürsorge für die be-

drängten Glaubensgenossen der evangelischen Kirche unauLgeseßt ent- faltet, und freue Mi des reien Segens, welchen diese Gott wohl-

gefällige Arkeit in dem christlichen religiösen

Leben der teutschen

Charlottenburg jederzeit bezeigt worden ist, hat, wie in jenen nun Gottlob hinter Uns liegenden bangen Stunden, so au an dem frohen Tage der Vermählung Unsetes vielgeliebten Sohnes, des Prinzen Heinrih Köriglihe Hcheit mit Ihrer Großherzoglichen Hoheit der Prinzessin Jrene von Hefsen-Darmsftadt ‘einen bescnders warmen Aus- druck gefunden. Wir kaben die Glückwünsche, welche Uns zu diesem freudigen Feste von dem Magistrat und den Stadtverordneten Char- lottenburgs in der Adresse vom 24. d. M. dargebracht worden sind, mit hober Befriedigurg entgegengenommen und können Uns nicht ver- sagen, für diese treu gemeinte Kuntgebung Unseren berzlihen Dank aus8zusprecken.

Ckarlottenburg, den 29, Mai 1888,

Friedrickch. Victoria.

_— (Kirchliche Correspondenz für die deutsche Tagespresse.) Auf die Huldigungs- Adresse des Evangelischen Bundes an Se. Majestät den Kaiser und König ist demselben aus dem Geheimen Civilkabinet Sr. Majestät nach- stehendes Schreiben an den Central-Vorstand des Ev. Bundes ergangen:

Berlin, den 26. April 1888.

Aus der Adresse vom 13. d. M. haben Se. Majestät der Kaiser und König mit Befriedigung ersehen, daß der Evangelishe Bund, um den Heimgang weiland Sr. Majestät des Kaisers urd Königs Wilbelm \chmerzlih trauernd, dem Dabingeschiedenen ein treues und dankbares Andenken bewahrt.

Se. Majeftät baben aber auch die Huldigungen gern entgegen- genommen, welche aus Anlaß der Thronbesteigung Allerhöhfidem|elben vertrauenévoll dargebra@t werden. i

Ich bin beauftragt worden, dem Evangelisen Bunde für diese patriotisden Kundgebungen den Allerhöchsten Dank mit dem Wunsche auszusprechben, daß unter seiner Mitwirkung das evangelisch-kir{chlihe Leben im Volke immer mehr geweckt und gestärkt werde.

Ich ermangele niht, mi des Allerböchsten Befehls dur diese Mittheilung zu entledigen.

Der Geheime Kabincts-Rath, Wirkliche Geheime Rath von Wilmowski.

Heute fand eine Sizung des Bundesraths und des Ausschusses desselben für Handel und Verkehr, sowie der vereinigten Ausschüsse für das Seewesen und für Handel und Verkehr statt.

Die auf mit Waaren gefüllten Tonnen, Kisten 2c. gemalten Firmen der ursprünglihen Verkäufer bilden nah einem Urtheil des Reichsgerichts, Ill. Strafsenats, vom 12. März d. JF., ohne Weiteres keine Urkunden und ihre Verfälschung zum Zweck einer Täushung is nicht als Urkundenfälschung zu bestrafen.

Das Kreuzergeshwader (S. M. Schiffe „Bis- marck“, „Carola“ und „Sophie“), Geschwader: Chef Kapitän zur See und Kommodore Heusner, ist am 31. Mai cr. in Singapore eingetroffen.

S. M. Kanonenboot „Fltis“, Kommandant Kapitän- Lieutenant von Eickstedt, ist am 31. Mai cr. in Hiogo erein und beabsichtigt, am 16. Juni cr. wieder in See zu gehen.

Sachsen. Dresden, 31. Mai. (Dr. J.) Der König und die Königin sind gestern Nachmittag von Sibyllenort wieder hier eingetroffen.

Der Senats - Präsident bei dem Ober - Landesgericht, Appellations-Präsident Klemm i} zum Präsidenten des Ober-Landesgerichts, und der vortragende Rath im Justiz - Ministerium, Geheime Justiz - Rath Hensel zum Senat s-Präsidenten bei dem Ober-Landesgericht ernannt worden.

Vaden. Karlsruhe, 29. Mai. (Karlsr. Ztg.) Der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin empfingen gestern Mittag eine Abordnung der Städte und Gemeinden, welche sich vereinigt hatten, um ein Ho ch- zeitsgeshenk, bestehend in einem silbernen Tafel: aufsas, dem Erbgroßherzoglihen Paar zu widmen. Es waren erschienen die Ober-Bürgermeister und Bürgermeister von Mannheim, Heidelberg, Pforzheim, Baden, Konstanz, Karlsruhe, Freiburg, Bruchsal, Rastatt, Durlach, Schwetzingen, Gernsbach, Eppingen, Waibstadt und Offenburg. Ober- Bürgermeister Moll von Mannheim hielt die Ansprache, welche der Erbgroßherzog dankend beantwortete.

Braunschweig. Braunschweig, 31. Mai (K.) Se, Königliche Hoheit der Regent reiste heute Mittag, 2 Uhr 55 Minuten, mit den alen vom Dienst nah Hannover. Morgen wird der Regent in Hildesheim das (9, Jnfanterie-Regiment und am Sonnabend in Yalnapea die Escadrons des Ulanen-Regiments Nr. 13 und die Batterien des 10. Artillerie-Regiments besichtigen. Sodann gedenkt der O I auf einige Wochen nah Sthloß Kam-nz in Schlesien zu begeben.

Die lebhafte Theilnahme, welche Uns während der ganzen Dauer Unserer Residenz. im biesigen S{losse von der Bürgerschaft der Stadt

und das Verhältniß der öfterreichish-ungarischen Monar: ju demselben tangiren zu wollen, und noch viel ferner agi ie Absicht, die Kriegs- und Friedenschancen Europas t dieser Gelegenheit abzuwögen. i

Agram, 230. Mai. (Wien. Abdp.) Die froatijs, Regnikolar-Deputation hielt eine Sizung. Der Vi sident theilte mit, daß er die nöthigen Schritte eingeleitet g, um die noch nothwendigen Daten zu verschaffen, ferner de sich die ungarishe Regnikolar-Deputation konstituirt babs Die nähste Sißung findet erst statt, wenn von der ungaris: Deputation offizielle Nahrichten eingelangt sein werden.

Großbritaunien und Jrlaud. London, 1. ur: (W. T. B.) Das Unterhaus berieth gestern das Au: aben-Budget. Bei dem Kapitel „Auswärtigz mt“ erklärte der Unter-Staatssekretär Fergus 9:

Suakin werde niht von England, sondern von d egyptishen Regierung gehalten. Diese Erklärung involgiy einen großen Unterschied. Die Verwaltung Egypten: jei den Egyptern überlassen, wenn auch England ihnen le stehe, die Landesverwaltung zu verbessern. Hinsiótli di Handels von Süd-Afrika seien andere Nationen nis unempfindlih; dort sei für den britischen Handel wenig Ly siht, ausgenommen dur Eröffnung neuer Märkte. Fi Errichtung von Handelsgesellshaften in Afrika sei j, legitime Form für britische Unternehmungen und geeizn; Englands Znteressen zu fördern. Es sei niht wüns werth, die britishen folonialen Besizungen da auszudehnz wo dieselben sich nicht in natürlicher Weise ausdehnt: aber es sei entshieden erwünscht, englischen Kaufleuten, bereit seien, ein ernstes Risico zu übernehmen, um t britischen Handel in Afrika zu fördern, jede legitime Uniz. stüßung zu gewähren. Der ostafrikanishen Gesel! \haft sei noch kein Charter gewährt worden, weil à nch noch nit konstituirt habe, aber der bezügliche Chartz ¡=tde in jedem Fall in derselben Weise begrenzt werde; wis. derjenige der Niger:Gesell schaft. Sodann wiederbolz Fergusjon seine frühere Erklärung, daß die Regierung kein: dem Hause unbekannte Verpflichtung eingegangen sei, dus welche eine materielle Aktion Englands zugesagt wer Es würde indessen nicht weise sein, angesichts der großen Inte: essen Englands im Weltall, übereilte Grklärungen hinsiiliá der zukünftigen Politik abzugeben und sich so unempfindli gegen die Jnteressen des Weltfriedens zu zeigen. Schaßsekrät: Smith erwiderte auf eine bezügliche Anfrage: die fra. zöjlische Negierung habe über die Ablehnung der Thei: nahme an der Weltausstellung im Zahre 1889 fz Empfindlichkeit gezeigt, und protestirte sodann gegen den Versyt Labouchèr's, unfreundlihe Gefühle zwishen England uy Franftreic zu erregen. Er erklärte: die Regierung wüns mit Frankreih in freundshaftlichen Beziehungen zu bleib den Weltfrieden zu erhalten und den Verträgen, welche Enz: land binden, Achtung zu verschaffen. Es sei au unred{t, y; freundliche Gefühle zwischen D eutschland und Frankrei zu erregen, wie Labouchère gethan, oder irgend etwai j unternehmen, was den Frieden gefährden könnte. Niemand, der die Znteressen der Humanität achte, werde etwas thur, was eine der größten Kalamitäten herbeiführen könnte, nèt: lih einen Krieg zwischen zwei mächtigen Nationen, wie Frar: reih und Deutschland. Das Kapitel „Auswärtiges Ani“ wurde s{ließlich angenommen. _— (A. C.) Ju Sheerne § lief am 29. v. M. die neu Kriegsschaluppe „Daphn e“ vom Stapel. Das Stif trägt 8 Kanonen und hat 1020 Tonnen Deplacement un 2000 Pferdekräfte.

Dublin, 31. Mai. (W. T. B.) Jn einer gestrigen Versammlung von irischen Erzbischöfen un) Bischöfen wurden Resolutionen angenommen, in dene: erklärt wird, daß das päpstlihe Reskript sich nu auf das Gebie: der Moral beschränke und sh in kein: Weise in die irishen politischen Angelegenheiten mis Die Resolutionen tadeln alsdann die unehrerbietige Spra gegen den Papst und sprechen zwar den Häuptern der nationalistishen Bewegung Anerkennung aus, erinnern f jedo an die Autorität des Papstes in Fragen des Glaube! und der Moralität.

Fraukreih. Paris, 29. Mai. (Fr. C.) Der Finanz Minister Peytral hat zwei Budgetentwürfe vorbereitt: ein 6 monatlihes Uebergangsbudget, falls die Verlegung von 1. Januar auf 1. Juli dur{geht, und das gewöhnliche Budgi für das Jahr 1889, falls sie abgelehnt wird. Größere Refornin enthält keiner der beidenEntwürfe, dagegen hat derFinanz-Ministt in besonderen Gesezentwürfen Reformen der Getränke- und Et \chaftssteuern vorgeshlagen, welche vielleiht {on im Laufe nächsten Jahres in Kraft treten werden. Jhre etwaige 0? jammtwirkung würde troy mehrfacher Entlastungen eine L mehrung der Einnahmen sein.

31. Mai. (W. T. B.) Jn der Deputirten: kammer rihtete der Deputirte Gervillereache eir Znterpellation an die Regierung über die Red!

ihien zurückzekommen ; dies sei ihr Recht gewesen,

erien Al Nelleicht selbst die Pflicht, die ungarischen Jn: siriellen von der Betheiligung an Ausstellung zurück-

iten; aber sie habe nicht das Ret zu- sagen, daß eine

iórung des Friedens zwischen beiden Ländern dur ein-

S ende Ereignisse während der Ausstellung zu befürchten sei,

N 5e habe nicht das Recht zu sagen, Daß die französische Regie-

iht in der Lage sei, die Sicherheit ihrer Gäste zu n risten. Es seien dies vngerechte Anklagen, welche g niht von einem Lande habe erwarten dürfen, für hes Frankreih immer Sympathien bekundet habe. Die Worte S ¿ Mannes in der Stellung Tisza's könnten nicht unbemerkt Mbergehen. Er (Goblet) habe Deshalb den französischen Botschaster in Wien aufgefordert, Die Angelegenheit bei dem Grafen Kálnoky zur Sprache zu bringen. Dieser habe sein sebhaftes Bedauern über den Zwischenfall ausgedrückt und arfläârt, weder die Regierung noch er hätten die Absicht Zranfreih zu beleidigen, sie wüns{ten vielmehr mit diesem nde die besten Beziehungen zu unterhaiten; auch Tisza habe nachher erklärt, daß er diefe Gesinnung theile und keinerlei verlegende Absichten gegenüber Frankreih gehabt habe. Diese Erklärungen feien erfolgt, und wenn sie, wie man annehmen müsse, aufrichtig seien, so hänge es nur von Tisza ab, dieses Mißverständniß zu beseitigen. Der Minister wandie sih darauf der auswärtigen Politik im Allgemeinen u und bezeichnete dieselbe als eine durchaus friedliche. rankreich wolle den Frieden und suche kein Abenteuer; 63 beschäftige sich nur mit seinen Angelegenheiten und sei leich weit von offensiven Gedanken wie von. Schwäche ent- fernt. Die Ausstellung bekunde am besten, daß Frankreich den festen Willen habe, seinerseits jede Friedensstôrung zu vermeiden. Niemals übrigens sei die Ordnung im JFnnern besser gesichert gewe)en. enn irgendwo Unruhen entstehen sollten, so wüßten die Ungarn sehr wohl, daß dies nicht in Frankreich der Fall sein werde. Niemals seien in Frankreich Revolutionen anders entstanden, als wenn die Regierungen dieselben nothwendig gemacht hätten. Die Republik sei stärker befestigt, als vielleicht die Republiéaner selbst glaubten. Wenn irgend ein Nachbarstaat Vèaßregeln ergreife, welche französische Jnteressen shädigten, so müsse man sich nicht in unnüge Beschuldigungen verlieren, fondern sich es vorbehalten, abzuwarten, bis die Zeit komme, geeignete Gegenmaßregeln zu ergreifen. Jedermann werde anerkennen, daß diese Politik leihzeitig der Würde wie den Jnteressen Frankreichs ent- spreche. Die Fnterpellation war damit erledigt.

Jtalien. Rom, 31. Mai: (W. T. B.) Der Pap wird in dem morgigen Konsistorium den bisherigen Feld- propsi Aßmann zum Armeebif of mit dem Titel eines Bischofs von Philadelphia in partibus präconisiren. :

1, Juni. (W. T. B.) Dis „Gazzetta ufficiale““ ver- öffentliht das am 15. Juni 1887 in Swhio unterzeichnete Uebereinkommen bezüglich der D sterreihiscch-italieni- shen Grenze bei Lastebasse. L |

Nach einer aus Massovah hier eingetroffenen Meldung ist Kantibay Haman mit einem die Friedens-Unter- handlungen betreffenden Schreiben des Negus daselbst

eingetroffen.

Schweiz. Bern, 29. Mai. (N. Zür. Ztg.) Der Bundesrath sucht für Beschaffung von _Kriegs- material im Jahre 1889 bei den eidgenössishen Räthen um

die Bewilligung eines Kredits von 3 574388 Fr. nad.

Schweden nud Norwegen. Sto p G 29. B Post- och Jnr.-Tidn.) Jn einer gestern abgehaltenen nor- C Nietloi inm g überreihten Staats-Minister Richter und Staatsrath rens f en dem Kronprinzen- Regenten ihre Abschieds gesuche. Die Brutto:-Ein- nahmen der Staatsbahnen betrugen in den erften vier Monaten dieses Jahres 6 571 846 Kronen oder 512755 Kronen mehr, und die an das Staatscomptoir abgelieferten Ueberschüsse 2200000 Kronen oder 300 000 Kronen mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres.

Amerika. New-York, 30. Mai. (A. C.) Präsi- dent Cleveland ist hier zur Feier des Gräber- shmüdungstages eingetroffen und wird die übliche Parade abnehmen. Heute Abend reist der Präsident nach Philadelphia. Blaine hat von Paris aus an den Herausgeber der „New-York Tribune“, Whitelaw Reid, ein Schreiben gerichtet, in welhem er -nohmals erflärt, daß er nit einwilligen könne, sich_ zum Präsi- dentshafts-Kandidaten aufstellen zu lassen. Er bitte deshalb, auf alle Fälle von seinem Namen Abstand zu nehmen. Der Gouverneur von Massachusetts hat ein Ge- les unterzeihnet, welches die Bildung eines Marine- Reservegeshwaders des Staats verfügt. Der Haupt- zweck dabei ist, eine Anzahl geshulter Seeleute heranzubilden, at im Falle der Noth in die Bundesmarine eintreten önnen.

id das Bekenntniß ablegen, daß die Franzoïen troy Allem, was e al immer É bie große Nation seien, der Europa fúr das Geschenk der modernen rolitisben Kultur zu huldigen habe.

Ein solches Ansinnen muß verwundersam erscheinen, auch wenn man die Bedeutung dcr französiswen Revolution voll anerkennt. Gewiß, ibre leitenden Ideen sind noch heut zu Tage lebendig, gewiß hat sie den Uebergang aus verrotteten mittelalterlihen Zuständen zu modernen Staats- und Gesellschaftéeinrichtungen beschleunigt. Aber die franzôsishe Revolution bat die versciedensten Entwickelungen dur@gemacht, ibre leitenden Ideen und die Träger derselben gerict jen oft in den frañesten Zwiespalt, und der Wahlspruch: „Krieg don Do lästen, Friede den Hütten“, wurde so ausgeführt, daß die unterdrückten Massen, welche die Neufranken gestern jubelnd als ihre Befreier empfingen, heute hon die „Befreier“ ärger baßten, als vorber ire alten Unter- drücker. Jedenfalls kann als epohemachendes historisches Ereigniß die französische Revolution nur als Ganzes genommen werden, und Ungarn kann fo wenig wie Oesterrei an einem Feste fich betheiligen, von dessen Theilnehmern eine große Anzahl die Hinrichtung Marie Antoinette's auch heute roch- als eine rübmlihe That betrachten, welcher die Feier ebenso gut zu gelten hat, wie den dauernden Errungens{aften der Revolution. Ganz äbnli verhält es sib mit England; dieses stand an der Spitze aller Gegner des revolutionären Frankrei, und keine andere Matt bat so Alles daran geseßt, das- selbe niederzuzwingen. Eine englishe Regierung, welde an der Feier von 1889 betheiligte, würde die ganze Haltung Englands zu Ende des vorigen und zu Anfang dieses Jahrhunderts ver- dammen. Ueber Deutschland, Rußland 2c. braudt bier nicht weiter geredet zu werden. Genug. schon seit Jahr und Tag steht es fest, daß, wenn überhaupt eine Rezierung sib an der Auéstellung betbeiligt, dies dos nur von Seite weniger, bauptsählich kleiner Staaten ge- schehen dürfte. Und au diese werden sid die Sache vielleicht no- überlegen ; diejenige Idee, welche die eigentli leitende der Revolution war, ist eben dto die Eroberung und Unterwerfung zunächst Europas gewesen; in den Dienst dieser Idee traten mehr und mebr, und ¿war sehr ras, alle übrigen Gedanken der Revolutionszeit. Wer die große Revolution feiert, der huldigt auch der Idee von Frankreihs ange- borenem Rechte auf die Weltherrs@af#t. y

Anlaß zu Beforgnifsen können also weder die Erklärungen Tis8za's noch âhnlihe Aeußerungen Lord Salisburv's geben, denn sie besagen Nichts, was nit längst bekannt gewesen wäre. Allerdings kann, wer durchaus die Lage in düûstere Farben kleiden will, sich mit einigem Anschein an die Worte Tisza's halten, daß in Frankreih und Paris gegenwärtig nihts Fremdes und so auc die staatlihen Embleme feiner auêwärtigen Macht vor Verunglimpfung sicher seien; noch mehr aber der Sat, daß feit der vorjährigen Aeuferung Tisza's über tie allgemeine Weltlage sie nicht besser geworden sei, und daß fie bis zum Sommer des nähsten Jahres sib noch rershlechtern könnte. Die ungarishe Regierung sei daher nicht in der Lage, für diesen Fall etwaigen Ausstellern Sicherheit zu garantiren, und felbst die fran- zösisde Regierung sei hierzu außer Stande.

Auch diese Aeußerungen enthalten aber ridts Neues ; fie sprechen nur offen aus, was Jedermann weiß. Wie können die Regierungen anderer Staaten mit der beute in Frankrei am Ruder befindlichen bindende Abmachungen wegen einer im nächsten Jahre stattfindenden Festfeier treffen, da do die Existenz dieser leßteren Regierung, j1 der gesammten öffentliben Einrichtungen Frankreihs von Woche zu Woche in Frage kommen kann! Nidht auf etwaige kriegerische Pläne, deren Gegenstand Franfreich wäre, aud nit auf friegeri!che Absichten der gegenwärtigen französishen Regierung deuten die Aeußerungen Tisza's hin; sie erklären nur rund und offen, daß die gegenwärtige französishe Regierung feine Autorität im eigenen Lande mehr habe, daß die dortigen Zustände überhaupt jeder Sicherheit entbehren und fomit keine fremde Regierung die Verantwortung auf sich nehmen fönne, ihre Staatëangebörizen und deren Eigenthum unter den Schuß diefer Regierung zu stellen und diesen Verhältnissen anzuvertrauen. Die Rücksicht auf die e des Frieders sei es, welche den Regierungen dies verbiete; nur dur ihre Zurückhaltung in dem angedeuteten Sinne kann die Gefahr, Genugthuung von Frankrei fordern zu müssen, möglichst herabgedrückt werden. Ein Blick auf das heutige Frankrei, wo die ohnmähtige Regierung zwischen zwei „Staatsrettern“, zwisDen Boulanger, d. h. dem Câsariêmus, und der Gesellschaft der Menschen- und Bürger- rechte. d. bh. demn Jakobiner!hum rathlos und baltlos dasteht, genügt, die Berechtigung dieser Ausführungen darzuthun, S

Und ganz in demselben Sinne, wie die Aeußerungen Tisza's zu verstehen sind, ist von der deutshen Regierung die bekannte Paßmaß- regel erlassen worden; die ershörfende Begründung in der e Nord deuticzen AUgemeinen Zeitung“ überbebt uns einer eingebenderen Dar- legung. Das Neue an alledem ift einzig und allein, daß die Friedens- mächte aus dem Verhalten und den inneren Zuständen Frankreis jeßt ofen und chne Bemäntelung die natürlichen Konsequenzen ziehen. Wenn der Weltfriede krankt, so trifft die S{uld daran in erster Reihe Frankrei und zwar sowobl wegen sciner Revanepläne als au wegen seiner inneren Zerrüttung und Zerfahrenheit. Nabdem dies offen zu Tage liegt, ist es nur natürli, daß demgegenüber jede andere Macht si darauf einrichtet. Daß dies jeyt sans phrase ge- sicht, gestattet in erster Reibe nur den Schluß auf die immer wachsende Stärke und Zuversiht der europäischen Friedenspartei, also auf eine der Erhaltung des Friedens günstige Entwickelung.

Statistische Nachrichten.

Nach Mittheilung des Statistisßen Amts der Stadt Berlin sind R den bieñgzn Standesämtern in der Wobe vom 20. Mai bis infl. 26. Mai cr. zur Anmeldung gekommen: 297 Ebesbließungen, 873 Lebendgeborene, 35 Todtgeborene, 552 Sterbefälle.

Kunft, Wissenschaft und Literatur. Kaiser Friedrich. Von Wilhelm Müller, Professor

gescildert und für den Kriegsfall gewürdigt; die wictigsten auf diesem, Deutihland zugefkebrten Theile Frankreihs stattgefundenen Kriegsereignifse ter wonelimn Kriecgsgeshichte werden zugleih als Er- Juterungen und Beweise berangejiogn Aulerunge dem soeben erschienenen fechsten Heft vollendet n der erste Band des laufenden Jahrgangs von „Unsere Zeit“, beraus- gegeben von Friedrich Bienemann (Leipzig, F. A. Brotckhaus). Durh ein sorgfältig ecarbeitetes, übersihtlihes Register und ein Ver- zeichniß der Mitarbeiter am ersten Bande wird „diefer zu einem in ih geschlossenen selbständigen Bu, dessen 55 Auffäßz mannig- faltigen Inhalts (dur 5 Karten und 10 Abbildungen erläutert) ein einheitlihes Ganzes zur Anschauung bringen. Das Regiiter zeigt au, daß „Unsere Zeit“, wie versprohen, vom neuen Jahrgange an eine wihtige Ergänzung zur 13. Auflage von Brokiaus „Konversation5- Lexikon“ bictet. Im vorliegenden Heft gelangt G Rudorff's gebaltvoie Erzäblung „Duell und Ebre“ zum Abschluß. I. Norder-Nev erwägt auf Grand augenscheinlich genauer Kenntniß Irlands „Die Wirkungen eines Sieges von Home-rule“ auf die grüne Insel und das britishe Gefsammt- reib und beschäftigt sh mit dem Nachweise des Rükgangs, den Irland seit dem Treiben der Landliga genommen hat, sowie init dea Mitteln, durch welche eine Versöhnung mit England herbeigeführt werden könnte. An der Hand des trefliden Bus von Hermann Soyaur „Die deutsche Arbeit in Afrika“ und der Newenschaftsablegung der Neu-Guinea-Gesellshaft verbreitet sich Richard Leser über „Nationale Aufgaben in unsern Kolonialgebieten“ ; die beigegebenen Kaztenskizzen dienen der Orientirung über Kaifer-Wilhelms Land. Der Aufsas „Die Schweiz und ihre Nachbarn“ von Dr. Emil Blösch suht die jüngste Verstimmung in der Schweiz in verständiger Weite zu erflären. Walter Bormann führt unter dem Titel - Deutsche Gescichtédramen“ Martin Greif's Hobenstaufenschauspiele dem Leser vor und entwidelt an ihnen einige anziehende dra- maturgiïhe Gesichtspunkte. In fesselnder Focm wet Leonhard Marbolm in der Stbilderung des Sristitellers Jonas Lie die Gäbrung in den gefellshaftlichen Zuständen Nor- wegens zur Ansauung zu bringen. Albert Naudé berichtet von der Wandlung der geschichtlichen Auffaffung, weldbe dur die Forschungen Gustav Schmoller's und Walter Schulge's über die übel beleumdete Eirrichtung der Regie Friedri des Großen anaebahnt ist. Endli leistet Guitav Portig dem jüngst begonnenen Monumentalwerk der VeröffentliGung aus der Gemäldegalerie der Königliwen Museen zu Berlin durch eine Besprehung derselben, wie er 1ch auêdrüdt, Heroldédienste. Eine Uebersicht der Reichsgesezgebung ‘bis zum 12. April von Ludwig Fuld und die Darlegung einer neuen boh- vervollkommneten Siigreihmas@ine durch W. H. Uhland mit einer Abbilduna \chließt das reichbaltige Heft. E Ï Gg p Bremen (Hauptmann im Neben-Etat des Großen Generalstabes). Die Schlacht bei Kesselsdorf am 15. Dezember 1745. Vortrag, gehalten in der Militärischen Gesellschaft zu Berlin am 14. Dezember 1887. Mit einem Plan und zwet Skizzen. (M 1,50) Die Sélatht von Kesselsdorf so genau und anshaulich darzutitellen, wie es thre folgenreiche Bedeutung für die Geschicke Preußens verlangt, sind wir glücklicerweise dadurch in den Stand geseßt, daß zablreide Originalberihte über sie namentli von Seiten der sähsishen Truppenführer aufbewabrt sind. So gewährt die Schilderung dieser Sclact, die Hauptmann von Bremen aus den archivalischen Quellen s{chöôpfte und în der Königlichen Hofbuchbandlung von E. S. Mittler und Sohn soeben erscheinen ließ, eine reiche Aus- beute an taftishen Erfahrungen und Lehren, die au für die beutigen Grundsäge der Kriegführung von Werth bleiben. Siz beweist, was streng-diéziplinirte Truppen bei umsihtiger Führung in rücksichtéälo?er Offensive zu leisten vermögen.

Land - und Forstwirthschaft.

Die Merinos auf der Ausstellung der Deutschen Landwirthshafts-Gesellshaftin Breslau. Es ist Manhem niht unbedenklich crschienen, daß die Deutsche Landwirthschafts-Ge- sellschaft auf Grund reifliGer Erwägung bes{lofsen batte, dem Wunsche der Vertreter der Provinz S(lesien zu entsprehen und gelegentlich der Breslauer Ausstellung auf die Beurtheilunz bezw. Prämiirung der Merinoschafe aller Kategorien zu verzichten Von anderer Seite ist dieses Zugeständniß mit lebdafter Freude begrüßt worden. Denn abgesehen von prinzipiellen und bier nit zu erörternden Gesichtêpunkten ließ si eine vielseitige und umfangreide Beschikung der Bréélauer Ausstellung mit Merinos nur dann erwarten, wenn man den Grundsaß: ohne _öffentliwe Beurtheilung und damit ver- knüpfte Prämiirung feine Sau! im vorliegenden Falle_ aus prafti- \chen Gründen auf si beruhen ließ. Für die Provinz Stblesien, die Wiege der Zucht edler Merinos, war es nichts weniger als gewagt, eine au8giebige BVeschikung der Ausstellung zu gewährleisten; durfte sie sid do auf die Erfolge ihrer bisherigen Swaffchauen berufen, von denen der Landesöfonomie-Rath Korn mit voller Berehtigung noch 1878 sagen konnte: „Sie hießen s{lesis{he und waren deutsche Schauen, zum Theil mit internationalem Charakter. Wir fezten die Schafsbauen mit immer erhöhter Betheiligung _ bis heute fort, ohne daß je cine Prâmie vertheilt worden wäre“. So wird denn eine folde Schau dem Freunde edler Thierzubt auch auf der zweiten Ausstellung der Deutschen Landwirtbscafts-Gesellschaft geboten werden und nicht verfehlen, theils in mannigfaltigen Richtungen belehrend, anregend und flärend zu wirken, theils dem ausstellenden Züchter die verdiente Anerkennung seines Strebens einzutragen._ Und damit wäre ja erreicht, was durch eine Thierausítellung beabsichtigt wird. Wie wenig zutreffend die Besorgniß war, es dürfte ein Fortfall der Prämiirung auf dea Umfang der Breélauer Schau un- günstig einwirken, ergiebt si fofort aus einem Vergleich der jetzigen Anmeldungen mit der Beschickung der Frankfurter Ausstellung _in der Abtheilung für Merinos. Denn während bier nicht mehr als 10 Heerden vertreten waren, werden deren in Breslau 102 ersheinen. Das sagt alles ! Auch hat sich die Mekbrzahl der Merinozübter, welche in Frankfurt ausítellten nit abbalien laffen, auf der Breslauer Ausstellung mit den Repräsentanten ihrer Heerden wieder zu ersheinen. Es würde zu weit führen, die in Breslau vertretenen Züchter alle namhaft zu machen ; so viel nur sei bemerkt, daß wir die Mehrzahl der deutschen

Tisza's von vorigem Sonnabend; er bezeichnete dieset als unhöflih und dem internationalen Brauche zuwiderlaufen? Tisza scheine die Eventualität eines baldigen Krieges v0 auszusehen, wenn sich diese Eventualität realisiren sollt könnten Frankreih und seine Regierung sagen, day ! alles gethan haben, um ihn zu vermeiden. Wenn Tis besser informirt wäre, so würde er wissen, daß in Frankreiä vollklommene Sicherheit herrsche, und daß man Leben un Eigenthum der Fremden dort respektire. Die Worte Tit!

in Tübingen; 1—10 Tausend. 10 Bogen mit Porträt, geh 1 4, E Verlag von C. Krabbe in Stuttgart. Kaiser Friedri, in seinem Wollen, Fühlen, Denken und Handeln zu verstehen, ist jedem Deutschen innerstes Bedürfniß, ein Bedürfniß, welchem die Tagespresse theils durch einen reihen Schay alter und neuer Anekdoten, theils durch Deuten und Deuteln jedes Kaiserworts entgegenkommt. In vollständigerem u:d höherem AUA afer wird dies Verlangen be- friedigt dur Wilhelm Müller's Lebensbild Kaiser Friedrichs, das bis in die jüngste Zeit fortzeführt den Kaiser noch auf den Thron geleitet. Schlit und edel in der Darstellung, sablih gehalten und frei von Parteibefangenheit, das anefkdotische Material auf das Nötbigste beshränkend, ist hier das Bild des Fürsten in großen Zügen, einbeitlih und klar hingeftellt, dem deutschen Volk und vor Allem der deutshen Jugend zu berzerhebender Freude und Zukunstshoffnung. Eine kleine Schrift: „Der Offizier als Erzieher des Volkes“ (Verlag der SonigliGen FUNRARo Lng, wen * S E j o in Berlin, Kocbîitraße 63—(0, s 50 d. j j 5 ; y Mler d S A die hohe Aufgabe, welche der Offizier für Die 4°%%igen Worms/er Sant eén Von, E die sittliche Festigung der ihm anvertrauten Mannschaften und fomit | und 1880 kommen, wie aus der in der Ee vom S ui D für das Volkswohl zu erfüllen berufen ist, „Jn dem Vürger den | veröffentlihten Bekanntmabung des O erse A Mara besten Soldaten, und in dem Soldaten den besten Bürger zum Aus- | 1. Januar 1889 zur Heimzahlung. Das zur A tragung E eiden druck ¿u bungen“ das sei die im Interesse von Monarchie und Staat | Anlehen von der Stadt Worms Treirte neue 34 oige aleben von zu fordernde Losung der Gegenwart. Indem die Schrift die Armee | nom. 1 3000093 A ift von der Bank für Handel und Industrie in als eine Scbule des Volkes würdigt, folgt sie den einzelnen Obliegen- | Darmstadt und dec Firma Eduard Herz in Worins übernommen

Heerden, auf deren Leistungen wir mit gerebtem Stolz bliken und die durch Zuchtviehverkauf den Zustand der Merinoschafzuht Deutsch- lands in der einen oder andern Richtung beeinflussen, dort zn sehen und zu prüfen Gelegenheit haben werden.

Nation gewirkt hat. Wenn der Gustav-Adolf-Verein au ferner, wie Ich es wünsche, seine Aufgabe darin erkennt, die Ausbreitung des Evangeliums auf dem Grunde des Wortes Eottcs zu föôr- dern, als ein einigendes Band, wie es des in Gott ruhenden Königs Friedrich Wilhelm IV. Majestät bcffend- ausspra, die rer- iedenen Richtungen der deutsh-erangelischen Kirche- zu umschließen, wenn der Verein nickt na&läßt, durch Werke der Liebe und Barm- berzigkeit christli&en Sinn zu heben, und in der kirhliden Gleich- gültigfeit Wandel zu hafen, fo wird solhen ernsten Bestrebungen Sottes Segen nit fehlen. In dieser Ueberzeugung betrachte Ich die Theilnabme, welche Meine Vorgänger in der Krone Preußens dem Gustav-Adelf-Verein von Anbeginn an zugewendet haben, als ein heiliges Vermättniß, und nehme daber auf die bier beifolgende Eingabe des Vorstandes des Brandenburgishen Haupt- Vereins

der erangelishen Guftav - Adolf - Stifturg vom 14, v, M, : ; - : 7 gleih Weinen Vorfahren, das Protektorat über den Verein nie 4 ge Bei A zig Be felbst A innerbalb der preußishen Monarchie hiermit an. Ih beauftrage mgen Industriellen Propaganda für die Beschikung der Sie, den Vorstand hiervon in Kenntniß zu segen. Pariser Weltausstellung zu machen gesucht, indem sie Letteren Charlottenburg, den 12. Mai 1888. die Unterstüßung der Regierung für dieses Unternehmen Friedricch. in Ausficht stellten, obgleich cine solche vollständig aus-

An den Minister der geistliben 2c. Angelegenheiten. geshlossen war. Herr von Tisza erhielt von diesen Um- trieben Kenntniß, und um denselben mit einem Schlage ein

Zeitungsftimmen.

Die „National-Zeitung“ reibt: e

Von verschiedenen Seiten ist in den leßten Tagen tie Frage s boben worden, ob Europa vor einer neuen Krisis angelangt sei, un ob binter den Kulifsen sich Dinge abgespielt bâtten, welche die Kriegs- gefahr mit einem Male wieder näher rückten. Den Anlaß zu der arien Veo an geren Ane Sorge: ie Se, ves bie arien Minister-Präsidenten Tisza bezügli de E E Jabr angeseßten Pariser Weltausstellung und die Einführung des (saanges für Ausländer und ganz speziell für Franzosen an der | claß-lothringishen Grenze. L pathien kennen. Der Redner richtete an den Minift An und für sich fonnten_ die Bemerkungen d E L Hs die Anfrage, ob die Regierung Mittheilungen empfang? Sensowenig e E Iun FlneT En e 0s Beun- habe, welche geeignet seien, den betrübenden Eindruck a our €, worüber vereinzelt bericht« 1rchishe Regierungen

if 1M, E S ¿ch hervor: rubigendcs liegen würde. Verschiedene mona je u verwischen, welhen die Rede Tisza's in Frankrei d Europas haken {on vor Jahr und Tag verlauten laffen, daß sie an gerufen habe. Der Minister Des Aeußern, oe L der Pariser Ausstellung des Jahres 1889 sich nicht offiziell bethei- widerte, die Regierung theile die allgemeine Erregung üb ligen könnten. Wollte man Ti über etwas wundern, so fönnte es die Rede Tisza's; man dürfe dieselbe jedoch nicht übertreinz füglih nur dem auf der denkbar höchsten Höhe sich vergan Er erkenne an, daß der Beshluß 1889 eine allgemeine 4 Stibltbewußtsein der Franzofen_ gelten DENt A Sie ne stellung zu veranstalten, Widersprüche bei jenen Nationen bt „aaten zumuthen zu dürfen glauben, 1 L ; ; F ite bi n l D - J Éri 1g an 178 ge\chidtliden Ereignisses zu betheiligen, gegen desen Beginn : s Offiziers und der Tageseintheilung des Soldatenlebens und | wcrden Die Bak für Handel und Industrie bietet den Inhabern

\ , welche vergäßen, daß die Erinnerung a A e d der zusammen | heiten des Offiziers g 0A : i ; l den Titel d Konvertirun einzig und allein die Jdeen der Emancipation und der [2d Entwickelung alle diese kaan aGe nauer 9 Revolution zu | bebt überall die Erziehungsmittel bervor, die sich aus ibnen darbieten | der zur Heimzahlung A S “" Rcbivcrtiiids HiaS rectigkeit erwecken könne. Die Regierung habe mit Danktar Ende, de fe U t E: die Franzosen den Begriff | und Vie gls Me tel, dan 2 /NNEr Jui Yreuade, RLBa ten i U Zeit “po E 4. “bis "B Sani Ä dei einer 1 1 ge e keit die zahlreichen Beitrittserklärungen, welche ihr zugegange der Grande Nation geshaffen, und die Einladung an die Welt zur | zu machen. H nordostfranzösishen Kriegsschauplaß“ | der in der Publikation genannten Stellen zu erfolgen. Die alten Ende zu machen, entschloß er si, einé ganz unzweideutige | seien, entgegengenommen ; man dürfe jedo den Regieruna bundertjährigen Feier jener Umwälzung if ganz im Geiste E beschreibt *Sünbtniann Kallee in ciner soeben in der Königlichen | Titel, sowie sämmtlihe nah dem 1. Juli fällig werdenden Coupons Sprache zu führen. Die Rede des Minister-Präsidenten war | niht zürnen, welche glaubten, fich an dieser internationz Hugo's eetacht, für welchen Paris bekanntli das Lit und das Ds Hofbuchhandlung ron E. S. Mittler u. Sohn erschienenen Schrift. | der alten Anlehen sind bei der Anmeldung zur Konvertirung ein- durhaus nur für das Jnland bestimmt und in keiner Weise Kundgebung nicht betheiligen zu dürfen. Es habe si für 2 Le Erde war : die Völker und Regierungen sollen P E Die geographische Gliederung desselben, das Straßenneß und das das | zureichen und empfangen dagegen die Einreicher später neue 31 /aige an pie Adresse des Auslandes gerichtet. Er ist geen Je | Betheiligung Oesterreih-Ungarns ein eigenes Comil r M die Kut e De, Jon IepeNer: mgm, "r S Mirepa lollle feier- Land beberrshende und vertheidigende Festungésystem werden eingehend * Titel, deren erster Coupon am 1. Januar 1889 fällig wird. Der dividuen und Bestrebungen entgegengetreten, ohne Frankreich Zustimmung der Regierung gebildet. Leßtere sei von iht le Kultur und die Menshenwürde gekommen.

Oefterreich - Ungarn. Pest, 30. Mai. (Wien. Ztg.) Das „Amtsblatt“ publizirt ein Allerhöchstes Handschreiben, welches der Kaiser an den serbischen Patriarchen Angelics in Karlowigt gerichtet hat. :

Der „Pol. Corr.“ wird geschrieben: „Es is eine durchaus schiefe Auffassung, die nur auf vollständiger Un- kenntniß der wirklichen Verhältnisse beruhen kann, wenn die engagiiten allerdings niht die österreihish-:ungarishe X Rede des Minister-Präsidenten Herrn von Tisza in Angelegen- | gierung, aber sie könnten wohl Diejenigen überras{". heit der Beschickung der Pariser Weltausstellung als | welhe die zwischen beiden Ländern herrschenden Syr ein gegen Frankrei oder gor Ipeziell gegen die Republik

gerihteter Angriff gedeutet wird. Nichts liegt Herrn von Tisza ferner als ein derartiger Ausfall; er war in diesem Falle geradezu gezwungen, eine derartige Sprache zu führen, um Jrreführungen der ungarishen Jndustriellen zu verhüten.

Gewerbe und Handel.

In der ordentlihen Generalversammlung der Aktionäre von O. Titel's Kunsttöpferei, Aktiengesellschaft, wurde die Bilanz sowie die in Höbe von 11/9 vorgeschlagene Dividende ein- stimmig genehmigt und ebenso der Verwaltung Decharge ertheilt. Auf eine Anfrage über die Geschäftsentwickelung der Gesellschaft im laufenden Jabre wurde mitgetheilt, daß die Aufträge si in diesem Jahre in größerem Maße häufen als im vorigen Jahre Es wurde in das laufende Jahr die Arbeit für 25 Neubauten übernommen, wozu bis jet die Arbeiten für andere 15 Neubauten hinzu-

Das „N. Charlottenb. Jntell.-Bl.“ veröffentlicht an der ge feiner gestrigen Nummer folgendes Allerhöchste Dankschreiben an den Magistrat und die Stadtverordneten- Versammlung zu Charlottenburg:

D E T R D E R E E E LEN Z R t E Pt Ét I -cd F eg uw BLe da 2: pn bne A Fee dw dep s v E E L 4VL Z

Binz ck, e