1888 / 159 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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| “Kaiserin Victoria bin ih beauftragt, den besten Dank für die Meer enbarg Caen, Sa nafi a if Western Nase a7 boben Delegation als sol&er g TrauerbetiGaft, holl zie Kaiserin-Wittwe Victoria zu rihten, in welchen Anläßlich des Ablebens Kaiser Friedrich's ist für 7 geworden war, welche hier erklingt, sondern es ist die Spra&e des : zu erkennen gegebene Theilnahme I Der Kranz E) E clbersonke bicchee ZaeliElehrt. E Groß- | eine der ergreifendsten, eine der {merzlihsten, zur Kenntniß zu bringen. ie tiefste Theilnahme des Oberhauses ausgedrüdt werde. Es | das St. Petersburger Grenadier-Regiment, für das Kaluga'sche | deutschen Volks-Königs, der sich als der Erste, der Vorderste, als der Fürft ist niedezgelegt. gez. Fürst von N Es e Vicerbikins Hn Hoch- e G E gin-Mutter Alexandrine trifft am Mittwoch aus | Se. p Aale S ae Mee ay Adria von ci fein Anlaß, sih über die Beweggründe zu verbreiten, denn der | Jnfanterie-Regiment und für das 33. Dragoner-Regiment eine S E ie u A OoIs Me BA An U Mos 19 seli n isers "Vie bente MAE in s arnisonen, | Baden-Baden hier wieder ein. durch. den Tod erlöft worden. Das tcagische Geschid, von weldem merz überden Tod des Ne IME Haars ean e vierwöhentlihe Trauer angeordnet worden. ag fordert. Kaiser Wilhelm will ein treuer Fürst eines rtshäfen und Forts des britishen Reichs eine Trauersalve im Verlauf von wenigen Monaten in erster Reibe das deutsche ind das Lob seines Lebens sei E ermanns Mund. Die Trauer Jtalien. Rom, 18. Zuni. (W. T. B.) Der König | treuen Volks sein! Was kann cs Shöneres, Erhebenderes geben! In

Sachsen-Altenburg. Altenburg, 18. Juni. (Leipz. Ztg.) Der Herzog ist, von Baden-Baden kommend, gestern wieder hierher zurücgekehrt.

Lippe. Detmold, Landtag des Fürstenthums

iber den Verlust stehe im Verhältniß zu den hohen Er- partungen, die mit Recht von diesem Fürsten gehegt wurden. Raiser Friedrih schien auf seinem Haupte jede mögliche Anwartschaft für ein glorreihes, glänzendes, friedlihes und ußbringenden Zielen gewidmetes Leben ju vereinen.

Kaiserhaus und das deutshe Volk zu wiederholten Malen so s{hwer, so schmerzlich heimgesucht wurden, wirkt in der That auf jedes mensh- lih fühlende Herz geradezu niederschmetternd; denn wollen Sie, ver- ehrte Herren, den Verlauf dieser tragishen Schifsalsshläge sih nur [ebhaft vergegenwärtigen. Der ehrwürdige greise Kaiser Wilbelm liegt im Sterben, während sein Sobn und Thronfolger im fernen Auëlande, in

on 60 Schuß gelöst und die Flaggen auf Halbmast gesenkt. y Bl Iren s X 18. Juni. Jn der Privatkapelle des König- lichen eon wurde heute Nachmittag eine Leichenfeier für

diese offene, treue Königzhand wird zu festem Bund für Leben und Tod, für gute und bôse Tage das ganze Volk einschlagen und ein Jubelton wird bei allem Trauershmerz durch das Deutsche Reich er- klingen über diese ächt deutshen Königsworte. Man wird sich freuen, einen solchen deutschen Mann zum Deutschen Kaiser zu haben. Nicht große und prahlerishe Versprehungen und Pläne sind es,

ist von Monza hier wieder eingetroffen und stattete heute dem deutschen Botschafter einen Condo enzbesuch ab.

Bei den Munizipal wahlen is die Liste der liberalen Kandidaten vollständig durhgedrungen.

j edri ie Königin und die den Kaiser Friedrih abgehalten, welcher die Königin un Nach Berichten aus Massovah wäre Ras Alula mit

: 15. Prinzessinnen Victoria und Louise von Schleswig-Holstein

uni. (Köln. Ztg.) Der

ippe tagte vom 30. Mai Seine

l G O E : A ; ; : : : roße Erfahrung, seine erprobte Tüchtigkeit, sein Muth im sei 15 T ab bli d Î s l | U i beiwohnten. Die Königin war in tiefe Trauer gekleidet. bis zum 13. Juni. Unter den von ihm erledigten geseß- | San Remo, von \hwerer Krankheit, welche die Hoffnung auf Genesung e 2 / : e Ne ; E E einem Heer am 15. Juni abgezogen, angeblih wegen des | die er hier ausbreitet, sondèrn \{licht und einfa, aber herzlich, ; tis 18. Zuni. In der russischen Kirche in der eberishen Arbeiten ist besonders zu erwähnen die dritte | kaum aufkommen läßt, festgehalten wird. Setro@enet Herjens ob der id e, E n B, Jae Fie. E a eer a N N Todes des Arca Salassies, eines Sohnes des Negus. groß und wahr, wie er zu seiner Armee gesprohen: „Jch und die Straße Daru wurde heute ein Trauergottesdienst für weiland Lesun des neuen Volksshulgeseßes, welhe zu Ende | schweren Krankheit seines Sohnes, schnt si Kaiser Wilkelm, dies als ódsten und beste - S , 4 : Schweiz. B 18 i. (W. T. B) D Ver- | Armee sind für einander geboren“, und Liebe und Treue gegen Kai iedrich ab lten. Der russische Botschafter Baron führt urde. Der Gesetzentwurf Letreffend die Land- | éinen seiner lcßten Wünsche aussprechend, seinen geliebten einzigen Sohn Küßungen einer gleihgesinnten Gemahlin E alles dies f M Elz ern, 18. Juni. ( T. B.) ur Ver- Liebe und Treue von seiner Seite fordert, so bringt er hier dem aiser Frie rih abgehalten. E N Abreise rerthümlich geführt wur ; y der Regierung zurückgezogen. | nochmals schen und ihn segnen zu können. Doch, hohe Delegation, hien ihn zu einer langen und glänzenden Laufbahn zu be- | fügung des Bundesraths wird die Einfuhr von Spiritus: | Volke Liebe und Treue entgegen und fordert nihts als Liebe und Mohrenheim und Graf Münster (dessen [S emeindeordnung, wurde von der Reg Eité b , | es sollte anders kommen, und es kam, daß dem edlen hohherzigen ähigen. „Durh den unerforshlihen Rathschluß der Vorsehung | lack von heute an mit einer besonderen Zollgebühr von Vertrauen, und bittet Gott um Kraft und Weisheit für si. Das gemeldet worden) wohnten mit dem gesammten Personal der | Yeber den Weiterbau der lippishen Eisenbahn von Kaisersohn, dem Liebling seines Volkes, der vermöge seiner hochbegabten, nd diese Erwartungen zershmettert; wir können uns den- | 3,50 Fr. außer dem tarifmäßigen Zoll belegt. ist der Boden, auf welchen der Kaiser sich zu seinem Volke stellt russischen und der deutschen Botschaft der en I bei. Detmold nah Altenbeken wurde in vertrauliher Sißung ver- hochberzigen Veranlagung von der Vorsehung dazu ausersehen zu sein hien, elben nur beugen und unsere tiefe Theilnahme entbieten den S d d N Stodtckhol 18 ; | und mit begeisterter Freude wird, wie die Armee so das Volk in Paris, 19. E U des P n E A e ein E E E M das E das Glûc lee Volles iu seftigen n dhe weiteren zu stei öniglihen Leidtragenden wie dem Volke Deutschlands | ( T AEN Bis E Neid aiaze b esl S L ies diese dargebotene Wnigshand Ense zum Bunde gegenseitiger iedrih fand gestern Abend in der protestanti]hen aatlihung des städtischen mnasiums z : ern, i sage, es kam, daß tiesem edlen Fürsten niht beschieden war, ; bon 4 ; D. Q le V i | iebe und Treue. In der That: wir haben alle Ursahe, Gott zu E Rue Chau N ein Trauergottesdienst statt, welhem der w 5 zu ersuchen, dem seines greisen sterbenden Vaters leßten Segen zur glücklihen Re- ber den grausamen Berlust, den sie erlitten.“ Selbst in der der Zölle auf industrielle Erzeugnisse des Auslandes tritt | danken für einen solhen von eht deutschem, christlihem Geist er-

Antrag des E Asemissen, die É ta Landtage den Entwurf einer Verfa wurde ebenfalls angenommen. Am 13. d. Vertagung des Landtages.

Elsaß-Lothringen. Straßburg, 18. Juni. (Lds.-Ztg.

rzen Zeit seiner Herrschaft gab der Entschhlafene das Beispiel hoher Pflichttreue, mitten in \{hwerster Prüfung chauptete er den hohen Geist, durch den sein Geschlecht ie Größe Deutshlands und seine eigene geschaffen habe. r starb auf seinem Posten mit der Hingebung eines Soldaten

deutsche Botschafter Graf Münster, das gesammte Botschafts- l und ride distinguirte Persönlichkeiten beiwohnten.

Vénedig, 18. Juni. Der Stadtrath hat einstimmig beschlossen, der Kaiserin Victoria bei dem Ableben Jhres Ge- mahls den tiefen Schmerz der Stadt e auszudrüden. -

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it 1. Juli in Kraft. füllten Kaiser; aber wir wollen auch nie die Fürbitte für ihn ver- gesser, daß Gott ihm Kraft und Weisheit verleihe, seines Königlichen Amts mit Weisheit zu walten, damit der Geist fürbittender Gebete das Band der Liebe und Treue immer fester und stärker mache.

Es ist eine männlich feste, charaktervolle Kaiserhand, welche dem

ung vorzulegen ierung, die er anzutreten hatte, entgegenzunehmen; es kam, daß dem | M. iOlate bié liebénten Sohne nicht beschieden war, seinem geliebten Vater am

Sterbebett tröstend zur Seite zu stehen, und ihm das gebrocene, das ecrlosdene Auge zu s{hlicßen, und von nun an, hohe Delegation, erreicht das Tragische der Schhicksals\hläge, welhe auf das deutsche

Kaiserhaus niedergegangen sind, im weiteren Verlaufe erst seinen Zeitungsftimmen.

/ / : e ‘Qaiforlie il - n. ] / ! ! d hinterließ ein Beispiel, das von kostbarstem Werthe nit deutshen Volk sich hier zum Bund der Liebe und Treue entgegen- Brüssel, 18. Juni. Jn der deutschen evangelischen | f. Els.-Lothr.) Der Kaiserlihe Statthalter, Fürst Hohen 6 ft, Der ehrwürdige, giorreihe Kaiser Wilhelm scheidet N y fi ; ; E , treckt; jubelnd wird die Nat t festem t dschlag in si Kirde, l finmutazuan Fsmüett war, fand ein Trauer- | lohe, ist gestern von Wien wieder hier eingetroffen. E Märi lanenden Sabros Ae N A die deutsche ur für die ihm nachfolgenden R O O h Ueber die Proklamation Sr. Majestät des Kaisers und Gd 06 Wle Sire M Cre L O e

19. Juni. (W. T. B.) Der Statthalter Fürst

Männer in jeder Stellung sein wird. Hohenlohe a sih heute Nachmittag nah

er Formalität, sondern um einem der edelsten Männer zu

Königs liegen aus dem

gottesdienst für Kaiser Berliner Blätter vor.

N statt, bei welchem der Köni die Königin und der

h Kaiserkrone übergeht auf den in San Remo weilenden, dazumal raf von Flandern durch ihre Hof-

1 i i Inlande bis jegt nur Aeußerungen Schrecken werden. Aber Gott der Herr, der das Deutshe Reih bereits todtkranken Thronfolger Friedrih. Nicht achtend auf die

Berlin, gegründet, wird diesen Bund der gottesfürhtigen Liebe und Treue

ä rsonal der | um sih bei Sr. Majestät dem Kaiser zu melden. evidente Lebenégefahr, der si der Kaiser ausgeseßt, indem er be- ldigen, die je einen Thron geziert, beantrage er diese Die ermanta“ : segnen. Fürwahr, es ist ein s{óner verheißungsvoller Regierungs- a Gesandtschaft, der E ämmtliche M ließt, in e Jahreszeit den ihm von den Aerzten dringend dressen. Nachdem Granville den Antrag Salisbury in Nd unse ieiiger éuiee f dem Andenken seines Vaters | anfang Kaiser Wilhelm's troß allen Leides und dieses deutshe Minister, das diplomatische Corps, viele Generäle und höhere empfoblenen Aufenthalt in dem milden südlichen Klima von San ärmsten Worten unterstüßt hatte, wurde derselbe einstimmig gerecht geworden und mit „Gottes Rathscluß“ seinen und des Volkes | Kaiserwort wird die Raben der Zwietracht vom deutschen Kaiferberge Behörden R zulilreide Verttetér der deutshen Kolonie ; L E A A ats o | geen S ale Curb Dev E US Schmerz gemildert kat. wendet er si zu feiner eigenen Regierung L, s Gel u R s Y Me ede

( ! B i L ohne Aufentha in fein Vaterland, 2 r use eantragte der exste Lor e aßes, : : f ; ; j z ergan a eloont er reue ablegt, der verdient nt eimn wohnten der Feier bei. Oesterreich-Ungarn. Pest, 18. Juni. (W. T. B.) Bei Hand, mit staunenerregender Geistes- und Willenékraft die Zügel y qmuUnterhauf g b und u genen Beziehungen zum Volke. Nicht in Einzel Deutscher zu heißen ! /

Belgrad, 18. Juni. Heute fand in der hiesigen Ka- | dex Berathung des Budgets des Auswärtigen im | der Regierung, gründet si in den alle: ersten während der Heim- ¿mith, eine Kondolenz-Adresse an die Königin und | ausführungen, wie wir \chon zu Anfang sagten, die auch Kaiser

thedrale eine Trauermesse für Kaiser Friedrih statt. Das Budget-Aus\chuß der ungarischen Delegation erklärte | reise selbst verfaßten Sattel h n eren s b a E 8 a L R Sn ches olge ite A Maf ven Thron E E N R oes Zraueramt vollzog der Metropolit von U la Kálnoky: Es sei shwer, heute über eine politische Frage zu A O eren U S E alisbury's entsprachen. Gladstone unterstüßte den Antrag | Meiner Väter berufen, sagt der König, habe Jh die Regierung im | in geistvollster Weise abgefaßt, jede Interpretation im Sinne eine Bischöfen. Der König erschien Punkt 12 Uhr in Trauergala | sprechen, ohne einen Blick auf den unter allgemeiner Theil- , , ' , Aufblick zu dem Könige aller Könige übernommen und Gott gelobt, | Partei unmöglih mast.

In shwungvollen Worten wird das Ereig-

glänzender Rede, der fic Hartington mit wenigen herzlichen niß der Thronbesteigung selbst in den Vordergrund gerückt und auf den

wahrlich cin erbabenes, glänzendes Denkmal nit nur in den dank- | ) igen her Worten anschloß. Die Adresse wurde sodann einstimmig an-

mit dem Bande des Schwarzen Adler-Ordens. Die Minister, baren Herzen seines Volkes und der gavilen cesitteten Menschheit,

L nahme stattgehabten Thronwechsel in Berlin zu werfen, denn Diplomaten und Würdenträger waren gegenwärtig.

N l nah dem Beispiel Meiner Väter Meinem Volke ein gerechter und milder Desterreih-Ungarn stehe zu Deutschland in einem so engen

Sürst zu sein, Frömmigkeit und Gottesfurcht zu pflegen, den Frieden

: L E 2 : C ) x | König aller Könige hingewiesen, als den Spender der Kraft

: : ; N E: ; “v1: sondern wohl au in der Geschichte für alle künftigen Zeiten. Schon nommen. Dieselbe besagt: das Haus sei auf das Tiefste \chi die Wohlfahrt des Landes zu förd den A d N f8hei A E E

Sofia, 18. Juni. Jn der Kathedrale fand heute ein | und innigen Freund aftsverhältniß, daß die Frage natürlich 1 5 i: Jeno! C O ;“ } zu s{irmen, die Wohlfa es Landes zu fördern, den Armen und | un er Weisheit. Es geht ein Ton wahrster Frömmigkeit piel er Fauecaotagie, für polan Kaise Hel fat, | jl gb, imb welden Einfu der gei «Zhronmwetl | till Sg wel u fi Ler n baf e sd und sefimmort über bes groben Necusl-cden- vie | Bantngt d Vesnnung und. eine. Grfafsung der Kéaigliden | allem Matalitgt ter ent der tele len n en A l V ‘utba SE Gertrudikiehe abgebalten, tinib Eabe, in dee, jüngsten 36 “de ataroten A B S d bei diesem Anlaß aus; gleidzeitig wird Zhre Majestät | Aufgabe, die Hristlih und groß und menfchlic-liebenswürdig ist: und | Kraft als unershütterliches Piedestal, Markig im Ton ift tio Ae

er König, Prinz Bernadotte, das diplomatishe Corps, Offiziere, Minister und höhere Beamte waren anwesend.

Toronto, 18. n Jn allen bedeutenderen Städten Canadas fanden Versammlungen der deutshen Einwohner statt, in welchen Beileidsadressen zur telegraphischen Ueber- mittelung nah Berlin beschlossen wurden.

Kalkutta, 18, Juni. Die Trauer um den entschlafenen Kaiser Friedrih is} eine allgemeine; alle öffentlihen und privaten Festlichkeiten wurden für heute abgesagt; von allen militärishen Stationen wurden Artilleriesalven als Trauer- salut abgegeben. é | :

Melbourne, 18. Juni. Heute Mittag wurde ein Trauersalut für Kaiser Friedri abgefeuert. i e

Kairo, 18. Juni. Heute Morgen fand in der hiesigen deutschen Kirche eine Leichenfeier für Kaiser Friedrich statt; anwesend waren Riaz Pascha, die Minister, das diplomatische Corps, die obersten Offiziere der englischen und egyptischen Armee, sowie (NIUIGe ersonen von Distinktion. Die Kirche war dicht gefüllt.

Die Que des Aufbewahrungsortes enthält, nah einem Urtheil des Reihsgericht s, 11. Strafsenats, vom 23. März d. J., keine (aus §8. 137 Strafgesezbuchs zu bestrafende) Beiseiteshaffung der beshlagnahmten Sache, wenn die Sache troy dieser Veränderung der Disposition der zuständigen Behörden oder Beamten vorbehalten bleibt.

Das Kartelltragen beurlaubter Landwehr- resp. Reserve-ODffiziere unterliegt, nach einem Urtheil des Reichsgerichts, II. Strafsenate, vom 20. März d. J., der Zuständigkeit der Civilgerichte.

Jst auf die Revision des von der Strafkammer ver- ‘urtheilten Angeklagten das Urtheil der Strafkammer auf- gehoben und die Sache zu anderweiter Verhandlung und Ent- scheidung zurückverwiesen, demnächst aber Angeklagter von der Strafkammer zur Strafe und zur Tragung der Kosten ver- urtheilt worden, so hat der Verurtheilte nah einem Beschluß des Reichs8gerichts, II. Strassenats, vom 27. März d. J., auch die Kosten der Revisionsinstanz, welche das erste Straskammer-Urtheil aufgehoben hatte, zu tragen.

Ein für N in der ry beschäftigter Arbeiter wurde zeitweilig bei Erdarbeiten beschäftigt, welhe auf einem an die Fabrikanlagen sioßenden Gelände behufs Einebnung desselben und Verwerthung für etwaige Erweiterungsbauten vorgenommen wurden. Der Arbeiter wurde bei der Abtragung eines Böshungskammes getödtet, welhe noch den besonderen

wed verfolgte, den daran stoßenden Fabrikgebäuden mehr Licht zu verschaffen und dieselben trockener zu legen. Entgegen der Berufsgenossenshaft, welhe den Anspruh der Hinter- bliebenen ablehnte, weil der Unfall nicht bei dem Betrieb der Fabrik eingetreten sei, hat das Reihs-Versicherungsamt in der Rekurs-Entscheidung vom 30. Januar d. J. (Nr. 531 in Uebereinstimmung mit dem Schiedsgericht den Anspru anerkannt, weil die fraglihen Arbeiten im Jnteresse des Fabrikbetriebes vorgenommen wurden und mit demselben in einem so nahes Zusammenhange standen, daß die Thätigkeit der dabei beschäftigten Arbeiter me von der Thätigkeit des Gesammtbetriebes getrennt werden darf.

_ Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Senator der freien und Hansestadt Hamburg Dr. Burchard ist hier an- gekommen.

An Stelle des verstorbenen Geheimen Ober-Regierungs- Raths Goly ist der vortragende Rath im Ministerium der öffentlihen Arbeiten, Geheime Ober-Regierungs-Rath Hübner vom 1. September d. J. ab zum Mitglied des Gerichts- hofes zur Entscheidung der Kompetenz-Konflikte ernannt worden.

Als Aerzte haben sih niedergelassen die Herren: Dr, Proske in Myslowiß, Lega in Krappiy, Dr. Glaser in Nietleben, Dr. Lange in San gelsen, Dr. Kühn in Altenau, Dr, Linke in Lebus, Dr, wabe, in Woldenberg.

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Q wiederholte Kraftproben länzend bestanden, denn es gebe wobl keinen wesentlicheren Beweis für dessen Stärke und Dauerhaftigkeit, als da der zweimalige Wechsel der erhabenen Souveräne des verbün- deten Reichs keinerlei Veränderung hervorgebraht habe und daß auch in beiden verbündeten Reichen das allgemeine volle Vertrauen besiehe, es werde keinerlei Veränderun in dem Bündnißverhältniß Plaß greifen. Dies gebe der Basis des Bündnisses eine unzerstörbare Festigkeit, Der Grund- gedanke des Bündnisses sei aus\chließlich die Erhaltung des Friedens und der gemeinsame Schu der verbündeten Staaten gegen äußere Gefahren. Es erscheine nicht über- flüssig, dies immer wieder zu konstatiren, weil vielfach, besonders in der lezten Zeit, in russischen Zeitungen nach- zuweisen gesuht werde, daß die von der Regierung an die Delegationen für die Wéhrkraft gestellten Anforderungen abenteuerlihen fkriegerishen Zwecken dienen jollen und daß unsere Friedensliebe niht aufrichtig N sei, Der Minister ist weit entfernt anzunehmen, daß diese immer wiederkehr.nden gehässigen Verdächtigungen die Auffassung der besser informirten russishen Regierung widerspiegeln können, er glaube aber derselben gedenken zu sollen, da diese fortdauernden Verdächtigungen niht ohne Einfluß auf die öffentlihe Meinung Rußlands bleiben können und niht wenig zu dem dort gegen uns genährten Mißtrauen beitragen. Man könne die politische Lage niht anders charaf- terisiren, als daß deren fortdauernde Unsicherheit alle Mächte zwinge, in der Stärkung der eigenen Wehrmacht den besten Schuß gegen Gefahren und die beste Sicherung des Friedens zu erblicken. Gern erkenne er an, daß alle Kabinette den Frieden wünschten und bereit seien, zu dessen Erhaltung bei- utragen, aber troßdem könne Niemand für die Zukunft ein- feben, Wir müssen daher gleih unseren Nachbaren auch in organisher Weise vorsorgen, um allen au unvorhergesehenen Ereignissen gewachsen zu sein. Die zu bringenden Opfer werden uns in die Lage verseßen, mit Beruhigung der Zukunst entgegenzusehen. Die Situation auf der Balkanhalbinsel biete keinen zwingenden Anlaß zu Besprehungen, sie erscheine etwas beruhigter ; zur Beantwortung etwaiger Fragen erklärt sich der Minister bereit. Der Obmann des Ausschusses spriht dem Minister seinen Dank aus, man geht zur General- debatte über. E

Nachdem die Redner der verschiedenen Parteien ihre Zu- stimmung zu der auswärtigen Politik der Regierung ausge- sprochen hatten, beantwortete Gra Kálnoky noch einige spezielle Anfragen. Dumba gegenüber konstatirte der Minister, die Regierung halte darauf, daß alle Stämme Macedoniens Oesterreich-Ungarn als uneigennüßigen Freund betrachten lernten. Seit Jahren sei er bestrebt, die Fabel von dem Vormarsche auf Salonichi aus der Welt zu schaffen, die bei jeder Gelegenheit wieder gegen Oesterreich aus- gebeutet werde. Er (der Minister) stimme darin mit Dumba Überein, daß der Fortbestand eines toleranten türkischen Regimes gerade für Macedonien nothwendig sei; seit Jahren sei die Regierung bemüht gewesen, ein besseres Verhältniß zwischen Athen und Konstantinopel Tau ten, Bezüglich der “Ion Oesterreih:Ungarns zu Griechenland erklärte der Minister, dieselben seien sehr freundschaftlihe. Die Regierung wünsche den Griechen das Beste und sei gern bereit, sie thunlichst zu unterstüßen, da sie die Ueber- zeugung habe, daß die Jnteressen Oesterreih:Ungarns mit jenen Griechenlands im Großen zusammenfallen. Die meisten der Balkanvölker seien bereits zu der Einsiht gekommen, daß das, was Oesterreih auf der Balkanhalbinsel anstrebe, auch zu ihrem Vortheile sei. Die Be iehungen Desterreihs zu dem eng mit ihm verbündeten Jtalien seien unverändert herzlihe. Die Regierungen beider Länder begegneten und untersiüßgten sich in dem übereinstimmenden ernsten Streben nah den bekannten A ihrer konservativen friedlichen Politik. Der Aus\{huß nahm s\cließlich das Ordinarium und Extraordinarium des Budgets des Auswärtigen un- verändert an.

Die Delegation des Reichsraths hielt um 12 Uhr Mittags eine Sitzung, in welcher der Präsident Dr. Smolka Dent Perozdenen Kaiser Friedrich folgenden Nachruf widmete:

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gesetzt es gleihsam als seine Pflicht anerkennend, au die leßte Kraft seines qualvollen Doseins dem Wohle seines Volkes widmen zu sollen, bis er endli, ein wahrer Märtyrer des Pflichtgefühls, für sein Volk und seine erhabene Stellung gänzlih erschöpft zusammenbricht. Wahrlich, hohe Delegirte, unwillkürlih drängt {ih die Frage auf, was modckte wohl dieser edle Fürst vershuldet haben, daß die Hand des Herrn so {wer auf ihm lastete, auf ihm, dessen gan?:8 Leben hohen Geistesadel, Gerectigkeitsliebe, Friedensliebe, Menschen- freundlihkeit und eine wahrhaft rührende Herzensgüte so «l, so rein widerspiegelte? Oder sollte er wohl Ver- \{ulden sühnen, welche er hintanzuhalten nit die Macht besaß ? Aber wir wollen nit die unerforslihen Rathschlüsse des Allmächtigen zu ergründen traten, beugen wir uns vor seinem Willen, sein Wille ist gesdehen. Wahrlich, hohe Delegation, wer immer den Verlauf dieser shaudererregenden Tragödie lebhaft \ich zu vergegenwärtigen vermag, der wird auch zu ermessen im Stande sein den Grad des un- säglihen Schmerzes und der tiefen Trauer, von welcher das deutshe Kaiserhaus und das deutshe Volk ergriffen werden

mußte, wie ja die Gefühle der tiefen Trauer der ge- sammten und gesitteten Menschheit die Bahre des mit der Kaiser- und Königskrone gezierten, nunmehr verewigten edlen

Menschenfreundes umschweben, und auh Sie, verehrte Herren, kenn- zeichnen, wie ih entnehme, indem Sie sih von ihren Siten erhoben haben, daß Sie dcn Gesühlen ticfer Trauer zustimmen, denen ih Ausdruck gegeben habe. Und denno, hohe Delegation, fo sehr uns auch der Hintritt des edlen Monarchen \chmerzlich berührt, so möge cs mir dennoch gestattet sein, was die Zukunft an- belangt, ein lihtvollcs, ein beruhigendes, ein uns _tröôstendes Moment hervorzuheben, und dieses Moment erblicke ih in der zuversichtlihen Hoffnung, wona der jeßige erhabene Träger der: deutschen Kaiserkrone pietätvroll für das Andenken seines glorreihen Großvaters, pietätvoll für das Andenken seines edlen howherzigen Vaters bezüglich des Freundschafts- und Bündnißverhältnisses Deutsch- lands zu Oesterreih-Ungarn die Traditionen diescr seiner erhabenen Vorgänger, daß er ihren diesbezüglichen leßten Willen ho» halten und unserem Allergnädigsten Kaiser und Herrn ein ebenso getreuer Freund und Verbündeter verbleiben werde wie seine zwci erhabenen unmittelbaren Vorgänger „es waren, daß somit das besagte Freundschafts- und Vündnißverhältniß als ein“ unzerreiß- bares sih bewähren werde, weshalb wir uns auch der frohen Hoff- nung werden hingeben können, daß der Friede noh dur längere Zeit uns werde erhalten bleiben. Hohe Delegation! Möge die tiefe allgeweine Trauer um den Hintritt des edlen Monarchen, möge die Gewißheit, daß sein Andenken fortleben werde in den dank- baren Herzen feines Volkes und dcr gesammten gesitteten Mensch- heit, möge die Gewißheit, daß sein Andenken fortleben werde in der Geschichte als ein erhabenes, glänzendes Beispiel, wie die von der Vorsehung als Herrscher über Völker und Reiche Aus- erkorenen vorzugehen, wie sie zu handeln, wie sie die ihnen von der Vorselung anvertraute erhabene Mission zu erfüllen haben, um si die Anhänglichkeit, um sch die opferwillige Liebe der Regierten zu erwerben und si dieselbe zu sichern, Mögen diese Betrachtungen den nah dem Verewigten Hinterbliebenen, der hohherzigen Kai- serin-Wittwe, dieser am Krankenlager des Verewigten unaus- geseßt mit zärtlichster Fürsorge sch abmühenden und waenden edlen Dulderin, jowie auch dem jeßigen erhabenen Trägcr der deutschen Kaiserkrone und allen Mitgliedern des deutschen Kaiserhauses zum Troste gereichen, und deren Schmerz wenigstens einigermaßen zu mildern als geeignet sih erweisen. Hohe Delegation ! Es mag der bisherigen Tradition der Delegation vielleicht als nicht ganz ent- sprechend befunden werden, wenn bei dem Ableben eines Monarhen an dem Tage, an welchem dec Delegation dies zur Kenntniß gebracht wird, von einer Verhandlung in öffentlicher Delegations\ißung ab- esehen wird, doch der vorliegende Trauerfall it ein so allgemein, ein o intensiv \{merzlich empfundener, es is ein Trauerfall, der einen getreuen Freund und Verbündeten unseres Allergnädigsten Kaisers und pern betrifft, es ist ein Trauerfall, den sicherlih auch unser Aller- öhstes Kaiserhaus gleih {chmerzlich mitempfindet, so daß ih cs für angemessen erahte, wenn wir unserer tiefen Trauer den feier- li@sten uns zu Gebote stehenden Ausdruck in der Weise ver- leihen, daß wir sür heute von einer weiteren Verhandlung in öffent- licher Sißung Abstand nehmen, wohl aber den Beschluß fassen, Se. Excellenz den Herrn Minister der Auswärtigen Angelegenheiten zu ersuchen, anläßlih des Ablebens Sr. Majestät des Kaisers und Königs Friedrih den Ausdruck der tiefen Trauer der Delegation der im österreihishen Reichsrath vertretenen Königreihe und Länder der Kaiserlichen und Königlichen Regierung des Deutshen Reis und E e geeignetem Wege zur Kenntniß bringen zu wollen. (Zus immung.

Srcipoitannien und Jrland. London, 18. Juni. hae T. B.) Jm Oberhause beantragte Marquis von Salis- ury, anläßlih des Ablebens des Kaisers Friedri eine Adresse an die Königin, sowie eine Kundgebung an

ut, dem Kaiser Wilhelm die tiefe Sympathie des Hauses r die Kaiserlihe und Königliche Familie, für die Regierung und s Volk Deutschlands SUSSL Ie, Das Haus sei erfüllt von den

das Glüdck der Königlichen Familie, es den wärmsten Antheil nehme. e für die Kaiserin-Wittwe Victoria bestimmte Beileidskund- spriht die aufrihtigste Theilnahme selben an dem Verluft aus, den die Kaiserin dur den dd Zhres E Gemah[s erlitten habe. Der Sprecher wird ' ie Kundgebung dem englishen Botschafter mit

rmsten Wünschen für N deren Angelegenheiten

bung des Unterhauses

mächtigt, el Ersuchen zu übermitteln, Esönlih zu überreichen.

Y Das Oberhaus genehmigte die erste Lesung der Bill, Treffend die Reform des Oberhauses mittelst der Feirung lebenslängliher Peers, auch soll die nigin ermächtigt werden, unwürdige Peers auf L des Oberhauses zeitweilig oder permanent zu bpendiren.

4 Frankreih. Paris, 17, Juni. (Fr. C.) Die Depu- Ftenkammer seßte gestern die Berathung über die Tbeitszeit der Frauen und Kinder in den Fabriken ad Werkstätten fort und hob mit 282 gegen 227 Stimmen n im Beginn der Woche gefaßten Beschluß wieder auf, élher den Frauen die Nathtarbeit untersagt. Das Verbot Eibt nur für die Kinder und Mädchen bis zum Ie legten 18. Altersjahre fortbestehen. Bei Artikel 5, T bestimmt, daß Frauen und Kinder von sieben Wodhen- gen nur an sechs arbeiten dürfen, wurde niht der Inntag für die euge auserschen, wie Bischof Freppel be- ragte (dieser Vorschlag fand 323 Gegner und nur 167 hänger), sondern der Antrag, in den Fabriken und Werk- ten den für die Rast geeignetsten Tag durh Anschläge be- Unt zu machen. Art. 6 gestattet, während der nächsten drei Wre an allen Tagen der Woche in Fabriken mit fortwäh- lldem Feuer, wie Glasbrennereien, Zuckerraffinerien u. s. w., laben zu beschäftigen.

# 18. Juni. (W. T. B.) Der Präsident der Kammer eline hielt gestern bei einem Festessen anläßlich der land- xthshaftlihen Aus stellung in Epinal eine Rede, welcher er die Shwierigfeiten der landwirthschaftlichen Lage porhob. Er glaube jedo, die Kammer habe zur Hebung der dwirthschaft ihr Möglichstes gethan, obschon dieselbe unzweifel- viel Zeit mit unnüßgen Debatten verloren und leider zu spät Schwierigkeiten R babe, welche aus ihrer Zusammen- ng hervorgehen. ie Auflösung der Kammer würde die Lage shwieriger machen. Das beste Mittel, um die eständigkeit des parlamentarishen Mechanismus in nkreih zu beseitigen, wäre die partielle Erneuerung der mer. Meline weist die Angriffe gegen den Parlamen- ¿mus als Angriffe gegen die Freiheit und die Rechte der on zurück. . Ein Erfolg derselben würde eine Katastrophe ih wie im Jahre 1870 herbeiführen. Er hoffe, daß die on, welhe man irrefübhren möchte, bald zum vollsten Be- tsein gelangen und das Werk. der nationalen Wieder- ihtung fortseßzen werde, welches jeßt mehr als je der | ing aller guten GIOn osen bedürfe.

J Vei der gestrigen * abl im Departement Charente 31401, Weiller (Re- kaner) 23989 und Déroulède (Boulangist) 20 656 Immen. Es hat demnach eine Stihwahl stattzufinden. IMarseille, 18. Juni. (W. T. B.) Floquet äußerte u dem Bürgermeister und den Stadträthen, der einzige eiz des Ministeriums sei der einer fortschrittlihen Reform. Muswärtigen Angelegenheiten befolge das Ministerium eine Dliche Politik und es fei daher ungerechtfertigt, die Regie- g zu beschuldigen, daß sie an Krieg denke, zumal sie jevt Minternationale Ausstellung vorbereite.

ußland und Polen. St. Petersburg, 18. Juni.

S T. B. Der hier eingetroffene Minister Giers

e sofort Condolenz besu auf der deutschen Bot-

t. Diese begeht in der Peter-Paulskirche den Trauer-

esdienst für Kaiser Friedrih am Mittwo.

F 19, Juni. (W. T. B.) Kaiser Wilhelm ist zum des St. Petersburger Grenadier-Regiments

j lten Gellibert (Bonapartist)

dieselbe der Kaiserin-Wittwe

vor Allem die Hingabe an Gott,

und dem Herzen des Volks ihn so Gottes will der König Wilhelm

Armen und Bedrängten ein Helf

der Verfassung stattfindet,

von

König chlicßt: Wenn Jh Gott um Kraft bit

unsere Geschihte Mir gewährt. reaus Volk

reue, deren Band ih Bewußtsein, daß Ich sie aus vollem P erwidere, als treuer Fürst ( in der Hingebung für das ge- meinsame Vaterland.

Zuversicht, daß Gott Mir Kraft Meines Königlichen Amtes zum Mit Gott will der König gabe, seine „Pflichten“, seine Hoffnungen. Daraus ave zwishen Fürst und Volk, die au Und diese traditionelle und nur einem Ziele gelten : land“, zu dessen „Heile“.

sittliche

vertrauensvoller entgegen. Dem Ks Vaterland! antworten wir mit dem Vaterland!

trägt, zunächst auch ( der tiefen Bewegung, welche ob des

die Würdigung dessen, was der h durch den Nachfolger \spriht. ..…. Die kurze Ansprache

wird überall mit derselben Herzlichke es aus der Proklamation spricht. Volk, dur die

nur ausgeglichen werden kann, lebens sich, durch zielbewußte Einigkeit ersetzen, Namen durch den Tod genommen

ation ergangen, unter der entwideln, der Welt behaupten können, sowohl nalen Lebens im außen hin.

Der „Reichsbote“ sagt:

seinem Volke

nt worden.

unter Nachahmung französishen Wes

Sriedrich im Kirchengebet genannt sein wollte, und die Betonung aller der Seiten des Fürstlihen Berufs, die diesen so groß machen

milde zu regieren, Frömmigkeit und Gottesfurht zu pflegen, den Frieden zu \hirmen, die Wohlfahrt zu fördern und befonders den

„ein treuer Wächter“, und deshalb hoffen wir, daß nicht irgend Jemand Aufhebens davon mat, 10 keine ausdrückliche Erwähnung welche seinem Aufruf einmal und wiederholt darn in seinem Erlaß hervor- gehoben und betont hat. Das kann noh bei der Eröffnung des «ezu machen, welche Deutschlands Best Reichstages und Landtages geschehen, wo es auch von Kaiser Friedrich Neuem lgeshah, und außerdem ift ja die R in dem eRechte* beschlossen, ja dessen Hauptgrundlage und oberster Theil, dem König Wilhelm „ein treuer Wächter“ sein will, Und er is ja au ganz von demselbêèn Vertrauen Vater fo hocherzigen Ausdruck gab, Wilhelm feine Proklamation in

erfüllen, die sein Wille Mir auferlegt, Vertrauen zum preußischen Volke getragen, welches der În guten und in bösen Tagen hat stets 1reu „zu seinem Könige gestanden; auf diese i Meinen Vätern gegenüber in jeder \{chweren Me und Gefahr als unzerreißbar bewährt hat, zähle aud J in dem

eines treuen Volkes, beide glei star l [ Diesem Bewußtsein der Gegenseitigkeit der Liebe, welche Mich mit Meinem Volke verbindet, entnehme Ich die

Heil des Vaterlandes zu walten,

stammen dem König Vertrauen, Treue, deren Bewährung in der Geschichte Preußens

„der Hingebung für das gemeinsame Vater- Wir sehen den weiteren Handlungen des Kaisers Wilhelm 11. nach dieser

Die „National- Zeitung“ sagt:

In einfachen und herzlihen Worten bat Wilhelm II. \ih mit

der Ansprache, welche die historishe Aufschrift „An Mein Volk“ 1 an das preußishe Volk, dessen König, mittelbar aber

an die ganze deutshe Nation, deren Kaiser er il

durch das Land geht, wird es überall einen wohlthuenden Eindruck machen, daß der neue Herrscher nah der Erinnerung an den geßlihen" Begründer des Deutschen Reichs, den Kaiserlichen Vater in Worten rühmt, aus denen ebenso wie die Liebe des Sobnes au

warmen Betonung der Zusammengehörigkeit von Fürst und Volk iu Preußen, der gegenseitigen Treue aus.

des Kaisers und Königs klingt in einer gün berge und eine ungewöhnliche us. Das Gelöbniß dieser Treue Po ster Lloyd“ N it erwidert werden, mit welcher hein die

Nicht allein durch das E ganze deutsche Nation geht die Empfindung, da

doppelte Verlust, jden wir am 9, M wenn alle Faktoren unseres Staats- jeden unnöthigen Zwist vermeidend, was uns au Autorität zweier großen

Staatsmann und der große Feldherr, welche das halfen, dem jugendlichen Herrscher zur Seite, der ierung ergreift; doch an zwei Kaiser-Särgen ift die Mahnung an die i die staatlichen Kräfte zur Bewahrung dessen, was eitung ungewöhnliher Männer errungen worden, \ daß wir auh ohne solhe

Innern a!s dur die Bedeutun Das preußishe Volk, die deutshe Nation wird dazu in bewußter Hingebung der Führung des neuen

___ Es ist ein herzerquickendes echtes deutsches Hettnvoet, bei dem jedes deutsche Hens aufjubeln muß, welches hier Ka

priht: es ist niht die Spracbe der und Despoten, wie sie in einer {l

dessen „Knecht“ ja auch Kaiser

nabebringen. Vor dem Angesiht

seinem Beruf leben, gerecht und | Väter zu regicren das allein ist ei

er zu sein. „Dem Rechte“

auch

ganzen Mann. Wir haben einen Friedrich \chon

Kaiser in

mit den Segnungen des Friedens all

Künste fruhtreilher Boden zu sein un

Nächstenliebe darstellen. zu dem Volke beseelt, dem sein und mit tessen Verkündigung

folgenden herrlihen Worten ihrer Sprache einen guten Eindruck

angenehm, zu hören, in wie herzlicher

te, Großvaters und namentlich seines V

diese Königlichen Pflichten zu fo bin Ih dabei von dem

Rükblick auf

der Proklamation so formvollendeten _ Wenn man die Proklamation Ka Kaisers Friedrih vom 12, März d. J

jeßigen Kaisers nur von Friedrich

korrekter ist, daß der Aufruf des Kais

und Weisheit verleihen werde,

einer Reichs-Angelegenheit, überhaupt Proklamation ein politisches Prograt Vermuthlich wird anderen Kundgebung niederlegen.

alle für ihn gegenseitige sind, und er freudig hinweist. und herzlihe Gemeinschaft soll

Aeußerungen und roklamation noch nigsruf : Mit ott für Volk und

ufe: Mit Gott für König und

voller Ausführlihkeit aller Verdienste denkt. gewesen; es ift kein Gcund zu Zukunft anders Das Gelöbniß, welhes Kaiser

des Volks und t, gewendet. Jn | wird es an einem geeigneten Ausdruck

tragischen Geshickes Friedrich III.

"Botre | Proklamation Kaiser Wilhelms 1

„Pesti Naplo“ hebt

eimgegangene Monarch erstrebte, | die ganze Jndividualität

dankbar zu begrüßendes Regierungëprogramm Dies erste Wort König Wilhelm's an sein Volk kennzeihnet den

und der Gesittung, der Forschung Heimstätte, der

man fest überzeugt sein, daß Kaiser Wilhelm II. richtigkeit von den Wünschen und Vorsäten beseelt ist, denen er in

klamation niedergelegt hat, dieses Gelöbniß wird in

ervor, daß sich in der P es Kaisers widerspiegele, selbstbewußt,

sprache doch in hohem Maße bescheiden und weist darauf hin, daß Treue um Treue die beste Bürgschaft für das Heil ist. mation hâlt sich fern von Einzelversprebungen in Betreff organisa- torischer Fragen, aber der König verspriht, nah dem Beispiel seiner

Die Prokla-

n großes, Vertrauen erweckendes,

D A 6

_ Wir n König, in dessen Adern markige Kraft wohnt, dessen Seele von glühender Vaterlandsliebe erfüllt ist, dessen ganzes Sinnen und Denken nah Hohenzollernart darauf gerihtet ist, uns

„jene erhabenen Güter zu eigen immung: E des REhfs

issenshaften und

d zu bleiben als leuhtenden

Stern im Kampf der Kultur gegen Vorurtheil und Mangel an

Der „Börsen-Courier“ schreibt : Lie Proklamation des Kaisers wird überall durch die Wärme

machen. Es berührt überaus Weise Kaiser Wilhelm seines aters gedenkt. Ueberall wird in tiefster Auf-

Auédruck giebt. iser Wilhelms Il. mit der des vergleiht, so wird man einen

hauptsählihen Unterschied darin finden, daß in der Proklamation des 1 Preußen die Rede ist, während Kaiser / sich an das gesammte deutshe Volk wandte. nicht bestreiten, daß die Auffassung Kaiser Wilhelm's vielleiht noch

Man kann

ers an sein Volk in erster Linie

Preußen angeht. Jn Konsequenz dieser Beschränkung \pricht der

s i: ¿ h - | Aufruf Kaiser Wilhelm's auch nit von Deutschland, E re Aufruf on M leitet er seine Auf- enthält er feine Silbe von auswärtiger Politik... In wie der Aufruf sagt, ab, auf ihn baut er | der Proklamation is von der auswärtigen Politik, als von

niht die Rede; es ist in der nm überhaupt nit enthalten.

Kaiser Wilhelm ein solches Programm in eincr ider ] ( Daß Kaiser Wilhelm an der aus- wärtigen Politik seiner Vorfahren festhalten wird, mag man indirekt daraus schließen, daß die oben mitgetheilte Proklamation mit pietät-

der beiden vorigen Kaiser ge-

t. Aber auch ohne dies darf man annehmen, daß die auswärtige Politik eine stetige bleiben wird. Diese Politik ist bisher gut geleitet 1 der Annahme vorhanden, daß sie in eleitet werden solite ...

Wilhelm II. in feiner Pro-

allen Sichten

seiner Vertretung lauten Widerhall finden, und dafür

niht fehlen.

Von auswärts meldet „W. T. B.“: Die heutigen Pester Mo enb lutter ¿geen die

in sympathischer Weise. roklamation

4 g würdig. Der „Budapesti Hirlap“ konstatirt den 1g

der | Möge.

ärz und am 15, Juni erlitten,

eng zusammenschließen, ) für Europa den Passus, in dem nah dem Beispiel seiner Väter „Daily Telegraph“ hebt den klamation de „Standard“ als eine

verlege.

worden. Noch stehen der große Reich begründen

die Zügel der Re-

\ o zu seltene Gunst unseren Plaß in

en Eindruck der Proklamation, die einen reichen Jnhalt t Individualität verrathe. Der priht den Wunsch aus, daß heller Sonnen- Herrscherlaufbahn Kaiser Wilhelm's umstrahlen

___ Die meisten Londoner u die Proklamation und finden in den Worten, und König an das preußische Volk richtet, besonders beruhigend

enblätter besprechen die der Kaiser

Allerhöchstderselbe gelobt, den Frieden zu \cirmen. Fürstlihen Ton der Pro- bezeichnet die Proklamation

olche, die sich gegen Niemand wende, Niemand

dur die Gestaltung des natio- Deutschlands nah

errshers folgen. Deutscher Kaiser und König

Renger*ichen L andlung (Gebhardt soeben die ahte (Schluß-) Lie

ser Wilhelm zu | \chöne, volksthümlihe Werk ( : stolzen Deer

immen Zeit von Frankreich her

Kapferdruckpapier, vollständig vorliegt. ens in manchen Staaten Mode hz s

elegant gebunden 4 4)

ferung erschienen, so u : mlic in einem stattlichen L 50 Bildern theils im Text, theils in Einzel-

Kunft, Wissenschaft und Literatur. Von der Wiermann’'shen Biographie:

vFriedrich III., von Preußen“, Verlag der & Wilisch) in Leipzig ist nunmehr dieses ande mit circa „und Doppelbildern auf (Preis brosch. 3 4 20 y,