1888 / 161 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Die Nummer 27 des Reichs-Geseßblatts, welhe von heute

ab zur Ausgabe gelangt, enthält unter Hr. E Sie mina bung, C E as ähi nas ugnisse für Schi au ner Fahrt mi eefi)cherei- ahrzeugen und fr Berechnung der Steuermannsfahrzeit.

Vom 15. Juni 1888. Berlin, den 21. Juni 1888. Kaiserliches Post-Zeitungs-Amt. i Didden.

Königreich Preufßen.

Verordnung

wegen Einberufung der beiden Häuser des Landtages.

Vom 20. Juni 1888.

Vir Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen 2c. i verordnen in Gemäßheit des Artikels 51 der Verfassungs- urkunde vom 31. Januar 1850, auf den Antrag des Staats- Ministeriums, was folgt: ¿

Die beiden Häuser des Landtages der Monarchie, das Bere und das Haus der Abgeordneten, werden auf den 27. “n d. J. in Unsere Haupt- und Residenzstadt Berlin zusammenberufen.

Das Staats-Ministerium wird mit der Ausführung dieser Verordnung beauftragt.

Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändigen Unterschrift und beigedru>tem Königlichen gg

Gegeben Marmor-Palais, den 20. Juni 1888.

L. S, Wilhelm, I. R. | von Bismarck. von Maybach. ags von Lucius, von Friedberg. von Boetticher. von Goßler.

von Scholz. Bronsart von Schellendorff.

Graf von Bismar>.

Ministerium für Landwirthschaft, Domänen und Forsten.

Der Forst - Assessor, Premier-Lieutenant und Oberjäger im Reitenden Feldjäger-Corps, Ja es ke, ist zum Oberförfier ernannt und ihm die Oberförsterstelle zu Eihwald im Re- gierungsbezirk Gumbinnen übertragen worden.

Ministerium der ge Goa, Unterrihts- und Medizinal-Angelegenheiten.

An dem Königlichen Astrophysikalishen Observatorium auf dem Telegraphenberge bei Potsdam ist der bisherige Assistent Dr, Müller zum OÖbservator ernannt worden.

Abgereist: Se. Excellenz der kommandirende General e A ee So, General der Jnfanterie von Boehn, nach Breslau;

Se. Excellenz der kommandirende General des XV. Armee- ans ieval der Kavallerie von Heudu>, nah Straß- urg i. E.;

Se. Excellenz der kommandirende General des II. Armee- Corps, General der Jnfanterie von der Burg, nach Stettin.

Vollziehungsbeamten mit dem entspr \ sieht und deshalb als die auftraggebende Stelle die Ge-

nden

bühren selbst zu verre<hnen hat. Die

an die ersuchende Stelle abzuführen find, ent! nicht den diesseitigen Vorschriften. Aber auch in dem aus Vorstehendem \i<

zur Verfügung vom 28. Mai 1

antheile unverhältnißmäßigen Weiterungen und begegnet.

. M. in Abänderung jener V

Staatskasse zu vereinnahmenden Ge

Gebühr zu prüfen und zu vertreten. Berlin wieder abgereist.

der Schweiz begeben.

Bayern. München, 2. Juni.

des

worden ift, Sachsen. Dresden, 21. Juni.

N Ÿ ter des verstorbenen

Herzogs Friedri

Prinzen Leopold von Dessau, war

Prinzen Heinrih der Niederlande.

in zweiter Ehe mit dem Prinzen Albert vo Altenburg.

Vaden. Karlsruhe, 20. Juni. heutigen Si sident von

(Heidelberg)

Niqghtamtltlihes. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 21. Juni. Jhre Majestät die Kaiserin und Königin Augusta traf heute um 11 Uhr mit Jhren Königlichen Hoheiten dem Großherzog und der Großherzogin von Baden von Potsdam hier ein und begab Sich von dem Bahnhof nah dem Augusta-Hospital.

Vor der Abreise von Potsdam hatten Beide Majestäten sowie Jhre Königlichen Hoheiten der Prinz und die Prinzessin Heinrih Jhrer Majestät einen Abschiedsbesu< gemacht.

Im Königlichen Palais empfing Jhre Majestät mehrere erren der Umgebung weiland Sr. Majestät des Kaisers ilhelm und um 4 Uhr den Reichskanzler Fürsten

von Bismar>.

Die Rü>reise nah Baden-Baden findet heute Abend 6 E 30 Minuten in Begleitung Jhrer Königlichen Hoheit der Groß- herzogin von Baden statt.

Der Bundesrath sowie dessen Ausshuß für

Hanel und Verkehr, und die vereinigten Aus\hüsse für

oll- und Steuerwesen und für Justizwesen, und für Handel und Verkehr und für Justizwesen hielten heute Sißungen.

_— Die Verbindung von Vortheilen mit der Ver- e ur Nichtänderung oder zur Aenderung der

eligion des Bedachten hat nach einem Urtheil des Reich s- geri<hts, IV. Civilsenats, vom 24. April d. J.,, im Gel- tungsbereih des Preußischen Allgemeinen Landrehts in der Regel als unsittlih zu gelten. Jt dies in einer leßtwilligen Anordnung geschehen, so ist die den Mee betreffende Bedingung als e beigefügt zu erahten; der Erbe oder Legatar erhält das Vermächtniß, ohne genöthigt zu sein, die daran geknüpfte Bedingung zu erfüllen.

__— Nach den Bestimmungen zu Nr. 8 der Anlage der S Mac En des Finanz - Ministers vom 28. Mai 1880 sind bei aut auus von Vollziehungsbeamten der Steuer- und Kreiskassen mit Zwangsvoll- stre>ungen für die Verwaltung der indirekten Steuern die aufkommenden, zur Staatskasse zu vereinnah- menden Gebühren an diejenige Kassenstelle abzuführen, welhe t uftrag zur Zwangsvollstre>un ertheilt Jal: Diese Bestimmung bezieht fih lediglih auf die

assen der Verwaltung der indirekten Steuern, denen das Recht beigelegt ist, die Vollziehungsbeamten der Steuer- und Kreiskassen unmittelbar mit Zwangsvollstre>ungen zu be- auftragen. Anderen Behörden is ein solhes Recht nicht beigelegt ; Sfeen haben vielmehr in den geeigneten Fällen das Ersuchen um Zwangsvoll re>ung an die Steuer-

den

ins Grab getragen wurden.

Weisheit der Gründer des

Reich hat alle Vorzüge der Erbmonarchie. Wie Kaiser die Liebe und L Grab nimmt, so bringt dasselbe

Sigzung wurde hierauf aufgehoben.

In der Zweiten Kammer legte die R Nachtragsforderung zum Bau eines Pal Erbgroßherzoglihe Paar vor.

Oesterrei<h-Ungarn.

Wien, 20. Juni. Mit Bezug auf die

eutungen, welche eine rufes erfuhr, ist das „Fremdenblatt“ vo

er hon mit Rückfsiht auf seine dem Kaiser

und der aufrihtigsten Herzlichkeit

und die er au< sonst mißbillige. österreihishe Bündniß wiederholt Errungenschaft hingestellt habe , Gehässigkeit gegen Deutschland können. Die besagte Stelle jei nur dem einfache Gefühl entsprungen.

21. Juni. (W. T. B.) Das „Armee- blatt“ publizirt eine Kaiserliche Kabinetsordre,

Jhm, der als die werde man d

des Jnfanterie-Regimen ilhelm ernannt wird. Zugleih wird angeordnet, daß Regiment Nr. 7 fortan den Namen „W Deutscher Kaiser und König von Preuß

Zu Ehren des Gedähtnisses Kaiser fand am Vormittag in der protestantischen

herzog Karl Ludwig in preußischer Uniform, ferner arl Salvator und

deutsche Botschafter Fürst Reuß nit dem Militärbehörden, und zahlrei anwohnten. Gedächtnißrede, anknüpfend an den Brief Römer, wo es heißt: „Zch halte dafür, daß die Zeit der Herrlichkeit niht werth sind, die an

oder Kreiskasse zu richten, welche ihrerseits den ihr zugeordneten

offenbart wird.“

Königlichen Regierungen erlassenen Bestimmungen, wonach bei allen Requisitionen - wegen Haengge iredung die Gebühren P

shränkten Umfang soll die gedachte Bestimmung der Anlage nicht ferner aufre<ht erhalten werden, da die gegen denselben Schuldner gerichteten Zwangs- vollstrefungen si< zumeist gleichzeitig auf die Abgabenrü>stände verschiedener Verwaltungszweige beziehen und die Verrehnung der den verschiedenen Verwaltungen zukommenden Gebühren-

Mit Rücksicht hierauf hat der Finanz-Minister unterm d erfügung bestimmt, daß fortan au< bei den Seitens der Behörden der Verwaltung der indirekten Steuern an die Vollziehungsbeamten der Steuer- und Kreiskassen ergehenden Zwangsvollstre>ungsaufträgen, ebenso wie bei den von anderen Behörden an diese Kassen ge- rihteten Requisitionen wegen SivaigevolliireSung, die zur

ühren stets von den Steuer- und Kreiskassen verrehnet werden. Demnach haben die leßteren au< in allen Fällen die Richtigkeit der erhobenen

Der Bevollmächtigte zum Bundesrath, Senator der freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Burchard, is von

Der General der Kavallerie von Rauch, Chef der Land - Gendarmerie, hat si< mit mehrwöchigem Urlaub nah

Der General - Jnspecteur der Fuß-Artillerie, General- Lieutenant von Roerdansz, hat eine attägige Dienstreise nah dem Schießplay Gruppe und na< Posen angetreten.

j en. _(W. T. B.) Das „Kriegs-Ministerialblatt“ veröffentliht einen Armeebefehl Prinz-Regenten, dem zufolge das 1. Ulanen-Re- giment, dessen Chef bisher der Hochselige Kaiser Friedrich war, Sr. Majestät dem Kaiser Wilhelm verliehen

: P ; (W. T. B.) Die Prinzessin Marie von Sachsen-Altenburg ist heute an 12 Uhr enes Jhre E e die älteste 0 riedri

reußen und der Prinzessin Maria Anna, Tochter des

14. September 1855 und in erster Ehe vermählt mit dem 13. Januar 1879, vermählte ih Höchstdieselbe am 6. Mai 1885

(W. T. B.) Jn der ung der Ersten Kammer gedachte der Prä- i eyfried in bewegten Worten des Ablebens des Kaisers Friedrich. Geheim-Rath Hermann Schulze e ab darauf einen Ueberbli> über das Leben des «verewigten Kaisers und fügte hinzu: Wenn am Sarge des Kaisers Wilhelm die Erinnerungen an ein thatenreiches Leben uns bewegten, so gelten die Schmerzen bei dem Hinscheiden des Erhabenen Sohnes den gekni>ten Hoffnungen, die mit Dennoch stehen wir nicht hoff- nungslos am Sarge. Gerade jeßt haben wir die staatsmännische eis anzuerkenncn. sonst das alte Reih mannigfah als Vorbild gedient hat, so werden jeßt die Klippen der Wahlmonarchie vermieden. Das

des ganzen Volks in Sein Volk deni Sohne das feste Vertrauen entgegen, daß Er im Geiste der großen Ahnen mit sicherer Hand die Geschi>ke des Vaterlandes leiten werde. Die

des dem Hochseligen Kaiser Friedrich von dem Präsidenten der Reichsraths-Delegation, Dr. Smolka, gewidmeten Na <-

mächtigt zu erklären, daß ihm jede Absicht, irgend Jemand zu verlegen, volikommen fern gelegen habe. Smolka glaube, daß

dem Kaiser Friedrih gewidmeten, von dem wärmsten Gefühle eingegebenen hätte davor bewahrt sein können, in irgendwelhe Beziehun- pr mit Tendenzen und Aeußerungen gewisser Organe ge- raht zu werden, welhe gere<hte Jndignation hervorrufen

oder Preußen vorwerfen

Majestät der Kaiser E N Oberst-Jnhaber s ,”

Traueramt statt, welhem in Vertretung des Kaisers der Erz-

ranz Salvator, die Hofwürdenträger, der ) j ersonal der Bot- schaft, das diplomatische Corps, Vertreter der Civil- und L andere distinguirte Personen

Der Superintendent Scha> hielt Bee aae auli

Auftrage ver-

von einzelnen

rechen hiernah

ergebenden be-

Schwierigkeiten

Carl von geboren am Wittwe seit

n Sachsen-

Während

der Hoselige

egierung eine ais für das

(W. T. B.) gewisse Stelle

n Smolka er-

Wilhelm und Reden

das deut)<- werthvollste o< s{<werli<

n menschlichen

Verordnungs- wona<h Se.

L Nr. 34 das Husaren- ilhelm II, en“ führt.

Friedrih's Kirche ein

die Erzherzoge

i an die Leiden dieser uns allen ge:

__ Linz, 20. Juni. (W. T. B.) Der Gemeinderath beshloß einstimmig, die allgemeine Theilnahme der Bevölke- rung an dem a iden Kaiser Friedrichs zur Kenntniß der städtishen Behörden Berlins zu bringen.

Pest, 20. Juni. (W. T. B.) Der Budget-Aus\<uß der österreihishen Delegation erledigte sämmtliche P o- sitionen des Marinebudgets unverändert und beshloß, in dem zu erstattenden Ber:cht dem Marine-Kommandanten die Anerkennung für seine s ige Thätigkeit und das volle Vertrauen in Line fernere irsamkeit auszudrü>den. Die nächste Sißung wurde auf kommenden Freitag anberaumt.

Der Vierer-Aus\<uß der ungarishen Delegation berieth heute über den Kredit von 47 Millionen. Der Kriegs-Minister legte eingehend die Details des Erfordernisses und die in Ausficht genommenen weiteren Verfügungen dar. Bei der hierauf folgenden Debatte trat auch der Minister- Präsident Tisza unter Hinweis auf die Ungewißheit der all- gemeinen Lage für die Forderungen des Kriegsressorts ein und stimmte dem Antrage Hegedue's zu, daß die verlangte Ermächtigung zur Aufnahme des Kredils nur bis zur nächsten Session der Delegation zu gewähren sei. Die Fortseßung der Berathung wurde auf Freitag vertagt.

Jn der Generalversammlung der hauptstädti-

schen Repräsentanz hielt der Ober-Bürgermeister | dem Kaiser Friedrich, dem mähtigen Verbünde'en E 2

arauf beschloß die Versammlung einhellig, die schmerzliche Theilnahme | der Hauptstadt in einem Protokoll niederzulegen und diesen | Beschluß dem Minister-Präsidenten behufs Weiterleitung an

reih:Ungarns, einen überaus warmen Nachruf.

die kompetente Stelle zu unterbreiten.

21. Juni. (W. T. B.) Heute Vormittag um 11 Uhr fand in der evangelishen Kirche für den Hochseligen Kaiser Friedrih ein Trauergottesdienst fiatt, welhem der Kaiser, der Erzherzog Josef, die Vertreter der fremden Mächte, die Mitglieder des ungarischen Kabinets, des gemeinsamen Ministeriums und die des L beiwohnten. Ferner waren anwesend die

viele Personen von Distinktion. preußische Unifom mit umflorten Epaulettes trug, wurde von dem General-Konsul empfangen. Pastor Gladischewsky.

i T. B.) Jm Unterhause erklärte der Generalsekretär ür Jrland, Balfour, das Gerücht von seinem Rü>- tritt für eine lächerlihe Erfindung der irischen Presse.

Dublin, 20. Juni, (W. T. B.) Das Appellgeriht in Dundalk bestätigte das Urtheil, wodurh der Deputirte Dillon wegen einer Rede, in welcher er die Pächter zu un- geseßlihen Handlungen aufreizte, zu 6 Monaten Gefängniß verurtheilt wird,

__ Frankrei. Paris, 19. Juni, (Fr. C.) Die Depu- tirtenkammer seßte in ihrer gestrigen Siyung die Debatte über die Regelung der Arbeitszeit der Kinder und Frauen in den Fabrken und Werkstätten bei Art. 8 der Vorlage fort und gelangte bis zum Art. 17. Unter den Be- stimmungen , welche durhdrangen , sind zu erwähnen die- jenigen, die den Theater-:Direktoren verbieten, ohne bejon-

der Präfekten Kinder unter 16 Jahren auf der Bühne oder bei Circusspielen ju verwenden und die Arbeit von Knaben zwischen 12 und 16 Jahren in einzelnen Grubenwerken dann zulassen, wenn ihnen täglih niht über achtstündige Arbeit auferlegt und eine Ruhe von mindestens 14 Stunden

gewährt wird.

20, Juni. (W. T. B.) Der Präsident der Republik theilte im heutigen Ministerrath die Antwort Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm auf das Beileidstelegramm mit, welches der Präsident anläßlich des Hinscheidens weiland Kaiser Friedrih's an Allerhöchst- denselben gerichtet hatte, Kaiser Wilhelm {ließt Sih darin den diesseits zum Ausdru> gebrachten Wünschen für Auf- rehthaltung guter Beziehungen zwishen Deutshland und Frankreich an.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 20. Juni. W. T. B.) Heute Nachmittag sand in der lutherishen etrikirche ein feierliher Trauergottesdienst für weiland Kaiser Friedrich statt, welhem der Großfürst Nikolaus der Aeltere, die übrigen hier anwesenden Großfürsten, der Minister von Giers, das diplomatishe Corps, die Generalität, Stabsoffiziere und die hier anwesenden deutschen Reichsangehörigen beiwohnten.

talien. Rom, 20. Juni. (W. T. B.) Se. Majestät der Kaiser Wilhelm hat den hiesigen deutshen Bot- schafter beauftragt, dem Könige in Seinem Namen für die anläßlih des Todes des Kaisers Friedrich vom Könige ausgesprochene Theilnahme zu danken.

Spanien. Madrid, 21. Juni. (W. T. B.) De- putirtenkammer. Die Budgetkommission bewilligte einen Kredit von 250000 Pesetas zur Betheiligung Spaniens an der Pariser Weltaus stellun g.

__ Schweiz, Bern, 20. Juni. (W, T. ei Heute fand in der Münsterkirche ein von der deutschen Gesandtschaft ver- anstalteter ‘Trauergottesdiens für weiland Kaiser Friedrich statt. Demselben wohnten sämmtliche Mitglieder des Bundesraths, fast das gesammte Personal der hiesigen Gesandtschaften und ein sehr zahlreiches Publikum bei.

Der Nationalrath lehnte mit 108 gegen 9 Stimmen den Antrag Aerti ab, gesehlih festzustellen, in welhen Fällen die Landesverweisung von Ausländern dur die Richter, und u welchen Fällen solhe auf administrativem Wege erfolgen

nne.

Niederlande. Amsterdam, 20. Juni. (W. T. B.) Der ehemalige Minister des Jnnern, Pynad>er-Hordyk, ist zum General-Gouverneur von Jndien ernannt worden. Serbien. Belgrad, 21. Juni. (W. T. B.) Wie der „Videlo“ meldet, brachten sämmtliche Blätter des Landes \ympathische Leitartikel anläßlih des Hinscheidens des Hochseligen Kaisers Friedrih.

Die serbish-bulgarishen Delegirten zur end- gültigen Regelung der Bregovafrage treten Ende dieses onats in Negotin zusammen. | ;

Bulgarien. Sofia, 21. Juni. (W. T. a Prin RALUE und die Herzogin Clementine, welhe na

umelien reisen, werden von den Ministern des Aeußern, des Krieges und des öffentlichen Unterrichts begleitet sein.

pißen der Civil- und Militärbehörden, die Generalität und Der Kaiser, welher die

| Tr 6 des Deut fchen Reichstages jene Momente, wel<e die Hoff- Den Gottesdienst vollzog | flöfung de f

Großbritannien und Jrland, London, 2. Juni.

dere Erlaubniß des Ministers der shönen Künste oder |

(W. T. B.) Die l<e ihrer S at iür

it Resolut ionen an we rer Symp

Ti EE anLäßlih des jüngst erlittenen s<hweren

P Tes AuSsDru> geben.

Chicago, 21. Juni.

merika. h publifanisGe Konvention nahm in der

Zeitungsftimmen.

Der „Natio mal- Zeitung“ wird von einem Deutschen

Buenos-Aires geschrieben: i y Die bier e wie pt E Fs Plata-Zeitung*® bringt aus ion araguay) nachstehende Notiz: S Es h at fih Hier eine Kolonisations-Gesellshaft mit einem pital von zwei Wêillionen Pesos gebildet. Dieselbe gedenkt zwölf plonien an der Küfte der Flüsse Paraguay und Parana, und an der senbahnlinie von Æsfuncion nah Encarnacion zu gründen“. : Ich halte es für meine Pflicht als alter Landwirth, der seit Fahren in Süd-Amerika zu Hause ist, es nur in kurzen Zwischen- men verließ, in gan; bestimmter Weise gegen die Vershlcppun tsher Ad>kerbauer dur<h theilweise deutshe Unternehmer na araguay zu proteftiren. Der deutshe A>erbauer, der bei feiner bersiedelung în fremde Länder ein annähernd heimathli<es Klima ht und bedarf, wirD si<h nie mit der Hiße von Paraguay befreunden. fehlt in Süd-A1nxerifa ni<ht an Landstrichen, die ihm dies an- hernd heimatblicbbe Klima bieten, und zwar ohne Beimischung von andflôöben, unzähßligem anderen Ungeziefer, und dem neben den von enshenhand angeDauten Früchten wüst wucernden Unkraut, defsen seitigung mebr Arfeit erfordert, als die der {weren Hiße unge- phnte Natur des T eutshen A>erbauers zu liefern vermag. Möge do< dort Kolonien von Jtalienern resp anderen Südländern legen, die soldes ÆMrlima gewohnt sind; Deutsche dort ansiedeln zu llen, ift ein Verrath an unseren deutshen Landsleuten.

Dem JaHresbericht der Handels- und Gewerbekammer Oberbayern entnimmt die Münchener „Allgemeine itung“ nachstehende UDeE über die allgememe ä des ahres ; 2

| Es E s Et und Industrie war im Berichtsjahre we- tlih dur< die polLitishe Konstellation beeinflußt. Waren in den en Monaten des ahres das Verhältniß zu Frankrei und die ter dessen EindruÆX na< Ablehnung des Septennats erfolgte

der Dinge herab- Mecenaten die Kom- welhe die

frieDlihe Weiterentwi>kelung es in den späteren und Rußland,

die so waren 4 ¿zwischen Oesterrei L Sür<t vor einer friegerishen . Lösung nur allzu sehr hrten. Nichts =xvirkt lähmender auf den Gang der Ge- fte, auf die BTClüthe der Industrie und des Gewerbes, als die itis<e Unsiherbeix, als die Ungewißheit über die Stabilität der chenden Verhältnisse; der Eintritt cines Krieges selbst könnte in er Be:iehung kaut einen {limmeren Einfluß üben. Um so dank- rer haben daber Kandel, Industrie und Gewerbe die Bemühungen deuts<hen Politi® begrüßt, - die politischen Verhältnisse friedlicher gestalten und zu Fonsalidiren La f Bestreben, dem bis heute inftens Erfolg ni<><t abzusprehen ist. ; : ; Ee ab s ein erfreulihes Zeichen unseres wirths{aftlihen standes gelten, Taf, abgesehen von den allseits beklagten Wirkungen | politisGen BerHäitnisse, der Gesäftêgang im Berichtsjahre als im großen Ganzen günstiger bezeihnet werden darf. : Großhandel u1uD Industrie haben in der Hauptsache auf befrie- ende SeschäftsergeBDnisse zurüd>zubsi>en, wennglei<h wie s{hon im orjahre die OSHe des erzielten Nußens- mit der Erweiterung 6 Umsates ni<ht iznmer gleihen Schritt hielt. Um die E hen das in Fokge der, Konkurrenz zu erwartende Sinken schüßen oder sie in - die Höhe zu treiben, wurden bestehenten Kartelle . gefestigt und erweitert und neue gründet, meist mät dèm gewünschten Erfolg für die Theilnehmer. 1 engerem Ans<hlu ß unter sih waren die ie ny auch deshalb öthigt, weil fie, von dem ausländis<en Markt dur<h Zoll- ¿bungen verdrängt, nun im Inlande in shärferen Wettbewerb eten, und bier einen Rüdgang der Preise befürchten mußten. Vor lem war es Oesterrei, das durch seine im Zolltarif vom 21. Mai 87 promulgirten Erhöhungen die Industrie und den Handel gerade seres Bezirks {wer traf. Obe:bavern, welches nach zwei Seiten hin an err eihishes Gebiet grenzt, ist \<on tur seine geographische Lage f den Absay na diesem Lande mit Fngewiesen, und so mancher übende Industriezrwweig ms in Folge dieser O für seine deitereristenz befürchten. Dazu kommt, daß verschiedene Begünsti- ingen, die von Desterreih vormals Italien zugestanden waren und Folge der Meist Begünstigung au< Deutschland zu gute kamen, ir< den neuen Ssfterreihisch-italienishen Handelsvertrag, welcher em 1. Januar 1888 an in Wirksamkeit trat, in Wegfall kamen. i Dur die Ver Llängerung des bisherigen E zwischen )cutshland und ODesterreih wurden bessere Zustände nicht ge: <haffen d Handel und FnrdDustrie schen sich, soweit sie eine Erfüllung ihrer züüglihen WünsHe erhofften, auf die Zukunft verwiesen. : î Die Preise der Waaren weisen im Berichtsjahre im allgemeinen tine wescntlide Weränderung gecen das Vorjahr auf; in verschiedenen Tänzelnen Sparten zeigen si< sowohl steigende als finkende Tendenzen. Ï Die Unsierbeit der politishen Verhältnisse mußte naturgemäß < auf den Geld1nmzarft zurü>wirken. Troßdem, daß Geld in reicher lle vorhanden war, sank der Zinsfuß nicht unter das Niveau des rjabres, sein Durcschnittsstand ist sogar etwas höher als jener abre 1886. Der Diskont der Reichsbank, dessen Durchschnitt n Jahre 1886 3,28 9% betragen hatte, weist im Berichtsjahre einen dur<schnittésaß von 3,408 9% auf bei erhöhtem Umfang der Baar- ttel der Bank (durchshnittliher Umfang des Banknotenumlaufs 1887 TR60 617 000 Æ, gegen 802 178000 « im Vorjahre, dur<scnittlicher Metallbestand 772 363 000 Æ#, gegen 693 105 000 Æ im abre 1886, Mälso metallisGe DeŒung der Banknoten 89,75 ©/o, gegen 86,40 /o im Die &Sourse der fremden Staatspapiere erfuhren glei Men Coursen der Z3Z# °%igen Pfandbriefe Einbußen von mehreren Prozenten, und fo mar au für den Grundbesiß der Abschluß von nnuitäten-Darlebhen auf Grund 34 °%iger Pfandbriefe, bezw. die tonvertirung älterer auf der Basis höher verzinsliher Pfandbriefe Meshlossener DarleHen nur unter Tragung des dur das Visagio der 102 9/0 igen Pfandbr tiefe bedingten Verlustes mögli. A So zeigte im Werihtsjahre der Zinsfuß in Folge der politischen age eine twadhe Sendenz zum Steigen; es kann wohl kaum be- veifelt werden, daß er G Non oa us Pen Verhältnisse i in die rü>läufige Bewegung einlenken wird. i G Lage des Sei (e éicerbes kann nach den uns vorliegenden Be- <ten nicht als ungünstig und keinessalls als minder günstig denn in em vorhergehenden Jahre bezeichnet werden ; besonders den bei Bauten eshäftigten Gewerben erwuchs in Folge der umfangreihen Bauthätig- it in München reichliher Verdienst, Wenn au< in diesen Sparten, vie bei sämmtlicher Gewerben, über den zahlreihen Andrang zum Bewerbe und die ungünstigen Wirkungen der großen Konkurrenz ge- lagt und Abhülfe hiergegen vielfah in der Einführung des Be- ähigung8nahweiseS und der obligatorischen Innungen gesu<t wird, muß diesen Erf cheinungen gegenüber erwogen werden, daß nit los im Kleingewer Le, sondern auf allen Gebietea auh des Handels nd der - Industrie Die nußenshmälernden Wirkungen der Konkurrenz / ühlbar machten. i : : Y n weni “i Grund zur Klage möchte in dieser Hinsicht wohl f dem Arbeitsmarkt herrshen. Wo freilih nur geringere Leistun- Wen verlangt wurden und zahlreiche Kräfte über Bedarf ih andrängten, Ï ae dies wie z- D. bei den weiblichen Konfektionsarbeiterinnen au<h die Löhne drücken. <Fn weitaus den meisten Branchen jedo wird entweder Stabilität oder ein mitunter re<t bedeutendes Steigen der Arbeits-

ng auf >ten , fationen

A Porjahre).

ewerbliden Lobnarbeiter werden, was die Höhe der Löhne anlangt, n ihrer überwiegenden Mehrzahl gewiß ni<ht Grund baben, mit dem abgelaufenen Jahre unzufrieden zu sein.

Statistische Nachrichten.

Wegen unerlaubter Auswanderung wurden im Deutschen Reih währcnd des Jahres 1887 bezw. 1886 19527 Ge- ftellungépflihtige oder 1,40 0/6 der in den alphabetishen und Restanten- listen Geführten bezw. 18 888 oder 1,35 9/0 bestraft. Die Betheili- gung der einzelnen Armee-Corpsbezirke an diesen Bestrafungen ist theilweise eine sehr ungleihe; sie bewegt si< zwischen 3,48 9% und 0,39 % bezw. 4,61 % und 0,38 9/o, wie aus der nächstehenden Zu- sammenstellung ersihtliG. Es wurden wegen unerlaubter Auswande- rung im Jahre 1887 bezw. 1886 bestraft im Bezirk des XV. Armee-Corps 3,48 9% bezw. 4,61 9/6 der in den alphabetishen und Restantenlisten Ge- führten, des II. Armee-Corps 2,96 %/o bezw. 2,95 9/0, des I. Armee-Corps 2,82 9% bezw. 2,29%, des IT. Königlih bayerishen Armee-Corps 2,58 9/0 bezw. 1,63 9/6, des XTIII. (Königlih württembergischen) Armee- Corps 2,07 9% bezw. 2,82 9%, des V. Armee-Corps 1,79 9% bezw. 0,91 9%, des IX. Armee-Corps 1,62 %/ bezw. 1,52 9/0, des IV. Armee- Corps 1,31 9% bezw. 1,30%, der Großherzoalih hessishen (25.) Division 1,27 9/0 bezw. 2,15 9%, des X. Armee-Corps 0,98 9/0 bezw. 1,47 9/0, des VI. Armee-Corps 0.89 %/6 bezw. 0,70 9%, des XI. Armee- Corps 0,82% bezw. 0,68 9/0, des VII. Armee - Corps 0,77 9% bezw. 0,88 9/0, des VIII. Armee-Corps 0,72% bezw. 0,75 9%, des III. Armee - Corps 0,64% bezw. 0,74%, des XII. (KönigliG \ächsis{<en) Armee - Corps 0,56% bezw. 0,52 9/0, des I. Königlid bayeris<hen Armee - Corps 0,49% bezw. 0,38 9/0 und des IV. Armee-Corps 0,39 °%/ bezw. 0,39 9/. Demnach haben sih die Bestrafungen wegen unerlaubter Auswanderung ver- bâltnißmäßig in aufsteigender Skala vermehrt beim II., XII. (König- li< fä<sishen), IR., I. Königlich bayerishen, XI, VI, I., V. und IT. Königli<h bayerishen Armee-Corps; dagegen vermindert beim VIII., XIV., III., VII., X. u. XIII. (Nail württembergischen) Armee- Corps, bei der Großhberzoglih hessischen (25.) Division und beim XV. Armee-Corps. Gleich geblieben sind sie bei dem 1V. Armee- Corps.

M Nah den Uebersichteu, welche der Bericht der Finanz-Abthei- lung 48 statistishen Bureaus der Vereinigten Staaten von Nord- Amerika vusgt, geben die „Berl. Pol. N.* im Folgenden einen Veberbli> über Finfuhr, Ausfuhr, Einwanderung und Schiffahrt der Dzreinigten Staaten im Jahre 1887. Dem Werthe nach betrug 188 «4 Waarenauéfuhr der Vereinigten Staaten insgesammt rund 715 000 09 Doll,, wovon 703 000 000 Doll. auf eigene Erzeugnisse entfallen; die G-sammteinfuhr rund 709 000 009 Doll. Gegen 1886 ergiebt sih darnach eine S4eigerung der Ausfuhr um 2000000 Doll., welche hauptsählih den Gde Erzeugnissen zu Gute ge- kommen ist; der Einfuhr um 45 000 000 Dou. Von den zur Aus- fuhr gelangten einheimishen Erzeugnissen wifallen auf Brodstoffe 161 000 000 Doll. = 22,94 °/9, auf Leben2mktte] - 94 000 000 Doll. = 13,34 °/), auf Mineralöle 47 000 000 Doll. = 6,67 ©/0, auf Baum- wolle 216 000 000 Doll. = 30,72 9/0, auf Tabad 21 000 000 Doll. = 2,97 9%. auf andere Waaren 164 000 000 Doll. = 3,36%. An Edelmetallen in Münzen und Barren wurden auêgeführ. im äahre 1887 rund 37 000 000 Doll, gegen 1886 weniger 31000 (n Doll.; eingeführt 1887 6200000 Doll., gegen 1886 mehr 3 000 000 Doll. Die Zahl der Einwanderer aus fremden Ländern außer Kanada und Mexiko betrug rund 517 0C0, davon waren männ- liden Ges<blehts 322 000, weiblihen 195 000. Unter 15 Jahren waren 99 000, zwishen 15 bis 40 Jakbren 36 700, 40 Jahre und älter 51 000. Der Nationalität nach entfallen von den das Haupt- fontingent stellenden europäishen Einwanderern auf Grespetann en und Irland 180 000, auf Oesterreich-Ungarn 39 000, auf Fran N 5600, Deutschland 111 300, Italien 46 200, Niederlande un h Belgien 8000, Skandinavien 70000, Rußland 31 E hife Schweiz 6500. Die Zahl der einheimis<hen und fremden a1 e wel<e in Häfen der Vereinigten Staaten einliefen, betrug mit einem Connengehalt von 15 661 678 t, davon waren cinheimi|he

i it einem Tonnengehalt von 3268489 t; fremde SQU E M Serb von 12393 181 t. Aus

ikanishen Häfen liefen aus: 9483 amerikanishe Schiffe mit E i von 3 214839 t und 22 313 fremde Sc)iffe mit einem Tonnengehalt von 12556 495 t; insgesamnit also 31 796 Schiffe mit einem Tonnengehalt ven 15 771 334 t.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Verlage von Paul Kittel, Kottbus, erscheint in Lieferungen ein s Werk : ie Frit“, Deutscher Kaiser und König von Preußen. Von Hermann Müller-Bohn. Dieses literarische Unternehmen ist von dem Verfasser in Angriff genommen worden, no< bevor die traurige Katastrophe eintrat, wel<he den Leiden des erhabenen Krank-n tür immer ein Ziel seßte. Es lag in der Absicht des Verfassers, wie er schreibt, vom Kaiser ein getreues, in das Herz des Volkes tief cindringendes Bild seines Charakters und Lebens, des theueren Lebens, dessen Gefährdung die deutshe Nation hon so lange in \<merz;li<ster Aufregung hielt, dessen Erhaltung in immer \si< wieder erneuernder Hoffnung und Zuversicht von vielen Tausenden tagtäglih dur Vas Gebete erfleht wurde, zu ent- werfen, wie es selbst unter den Gebildetsten und Wohlhabenften unserer Nation nur sehr wenige besißen. Dem Verlangen na einem sol<hen Lebensbilde sollte der Verfasser in vorliegendem Buche in bohem Maße gere<ht werden. Wenngleih er von der Zeit überholt wurde, und der geliebte Fürst bereits dem Erdenleben entrü>kt ist, so tbut dies dem Werke kcinen Abbruch, dasselbe behält seinen Werth troßdem und wird jeßt, wo das Herz der deutschen Nation {wer ge- troffen ist von dem tragishen Geschik des Erlauchten Fürsten, mit dem es so viele stolze Hoffnungen zu Grabe trägt, erst re<t einen dankbaren Leserkreis finden, der jeßt mit doppelter Verehrung und Anta<t das Bild des Dahingeschiedenen betrahten wird. In seinem Buch bietet uns der Verfasser cin Lebensbild von der frühesten Jugend des Kaisers an bis zu der Gegenwart, bei dem kein charafkte-» ristisher Zug fehlt, und was dem Buch einen geradezu kultur- historischen Werth verleiht, das ist der Umftand, daß der Verfasser das geistige Werden und Wasen der deutschen Nation, sowie die großen historischen Gee die den Hintergrund zu diesem Fürsten-

emälde bilden, in eingehender Weise und mit großer historischer Sitte und Lebendigkeit geschildert hat. Der beigegebene reiche

>, bis auf die früheste Jugend zurü>- E Hand der hervorragendsten Meister : W. Camphausen, W. Gen . Lüders und v. A. m., sowie ein

s H . . - ,

erordentli ônes Piidrudporträt Sr. Maiestät des Kaisers a einer Sl lalafnabite der Hofphotographen Reichard u Lindner in Berlin als Titelbild verleihen dem ganzen Werke eine besondere ierde. Zur Erleichterung des Bezuges erscheint das Buch in 10 Lie- erungen, welhe in Zwischenräumen von 14 Tagen bis _3 Wochen zur Ausgabe gelangen. Jede Lieferung umfaßt 32 Seiten groß Lexikonformat mit 1a 0 Gi nebst VolUbildern auf Kupfer-

ier und kostet nur : :

O treffliche, reih illustrirte Kaisernummer zum Ge- denken des verewigten Kaisers Friedrich ist die neueste Folge (27) von Schorer's Familienblatt. Die e A estattete Trauernummer enthält in Wort und Bild: Kaiser Friedrichs Ge- \innung im Zeugniß seiner Aussprüche, Aus dem Familienleben des Kaisers, mit 4 Porträts ; ferner eine große Illustration, vorstellend : Der Held bei Wörth*, Originalzei<hnung von C. va: der Freund der Kunst und Wissenschaft; die Schlösser des aisers mit einer trefli< gelungenen Jllustration, den Kaiser qu der Orangerie des Charlottenburger Schlosses darstellend der Kronprinz im Ausland; der Kaiser als Freimaurer;

óhne gemeltet, obne daß es immer gelang, einen entsprehend höheren Maia Vex fertigen Arbeitsprodukte zu erzielen, Die industriellen und

iedri d die Süddeutshen; der Kronprinz im lsa, Altestration von L. Dettmann, u. #. w. Ferner ziert die Nummer eine Allegorie, entworfen und gezeichnet von Maler Friy

Gehrke u. \. w. Preis dieser Nummer 50 H (40 Kr.), mit Porto 60 S (45 Kr.) Das ebeafalls im Verlag von Schorer's Familien- blatt ershienene Porträt S. M. des großen Dulders auf extrafeinem Kupferdru>papier, zum Einrahmen vorzüglich geeignet, zu dem billigen Fete von 75 (Vervacurg 10 4, Porto 50 <4) hat in der kurzen

A ger Wochen bereits eine Auflage von über 7000 Exemplaren erlebt.

„Zur Erinnerung an den zweihundertjährigen Todestag des Großen Kurfürsten“ betitelt si< ein von dem Hofprediger und Garnisonpfarrer D. Bernhard Rogge in Potsdam herau8gegebenes Gedenkbu<h. (Berlin, Verlag von Bracvogel u. Ranft). Es if eine verdienstvolle Aufgabe, welhe \i< der Verfasser mit der Ausarbeitung dieses Buches, in welhem er uns das Leben und Wirken des Großen Kurfürsten schildert, gestellt hat. In \{li{<ter Weise führt er uns das Lebensbild vor und weiß geschi>t all die wihtigen Momente beson- ders hervorzuheben, wel<e die Regierung Friedri< Wilhelm's zu einer fo bedeutungsvollen und ihn selbst zu dem gefeierten Helden maten, als welcher er in der Geshibte Brandenburgs und Preußens für ewige Zeiten dastehen wird. Der Verfaffer carakterisirt die Be- deutung des Großen Kurfürsten zum S{luß mit folgenden zutreffenden Worten : Aus dem tiefen Verfall, in welbem der brandenburgische Staat sich befand, als Friedri Wilhelm die Regierung antrat, batte er denselben zu einer neuen Staatsbildung erhoben, wel<e die Gewähr einer verbängnißvollen Zukunft in sich trug. Fest in seinem politis<en Gefühle, dur< jungen, im Fluge erworbenen Kriegsruhm geweiht, dur< seine Stellung in dem protestantischen Norden auf die großen nationalen Aufgaben der deutshen Politik hingewiesen, hat der brandenburgis<-preußishe Staat seitdem mit Allem, was er für si selbst gewann, dem gesammten deutshen Vaterlande gedient. Das Rogge’[<e Buch empfiehlt |< in jeder Hinsicht zur Anschaffung für Volk3- und Jugendbibliotheken und wird überall aufmerksame Leser finden. i; | :

Soeben ist im Verlage oon Franz Vahlen in Berlin, W. Mohrenstraße 13/14, dec siebente Band (1887, 1888) des vom Ge- heimen Dber-Justiz-Rath 2c. Reinhold Jobow herausgegebenen „Jahrbuchs für Entscheidungen in Sachen der niht- streitigen Gerichtsbarkeit und in Strafsachen® erschienen. Preis 5 # Inhaltsverzeichniß: Erste Abteilung. Sachen der nihtstreitigen Gerichtébarkfeit: 1. Allgemeine Grundsätze über die Rechtsmittel der Beshwerde und der weiteren Beschwerde. 11. Erb- besheinigungssaden und Nat&laßsa<en. 111. Vormundschaftesachen. IV. Grundbusahen. V. Kosten» und Stempelsahen. Zweite Abtbeilung. Strafsachen: I. Verfahren. 11. Gewerbepolizeiliche Vor- \<riften. III. Stempel- und Dle IV. Preß- und Vereinss gee V. Jagd-, Forst-, Fischerei- und Vorflutibge]ete. VI. Chaussee- und Steaßenpolizeigeseze und Verordnungen. VII. Sonstige landes- re@tlihe Lazschriften. Anbang. În dem vorliegenden Band sind die Beschliiïe des ersten Senats von den Kammergerihts-Räthen Barschdorff, Kerstirg, Dr Olshausen und Schultenstein, die Beschlüsse des Strafsenats dur< den Kammergerihts-Rath Blümel bearbeitet.

Ueber gleichzeitige Staats8angehörigkeit in mehreren deuts<en Bundesstaaten und deren Einfluß auf die Beurtheilung der Status- und Samilienverhältnissce von Assessor Dr. jur. Fal>e, bes< bei der Kreishauptmannsctaft in Leipzig. Leipzig, Dru> und Verlag der Roßberg'schen Buchhandlung. 1888. Preis 14 60 4. Der Ver- fasser hat si< die Beaniwortung folgender Fragen: I. „Kann ein Deutscher gleic;eitig Stan gangepS E (unrerthan) mehrerer zum œutschen Reich gehöriger Bundesstaaten sein?" uv 11. „Torrws

Fluß äußern die auf gleichzeitige Staatsangehörigfeit in mehreren zum Trgbihen Reih gehörigen Bundesstaaten bezüglichen rei<sre<tliche S -ctimmungen hinsichtlich der Anwendung der $S. 7, 13, 15 und 16 de Häxgerlichen Geseybuchs für das Königrei Sachsen, bezichentlih des" G. des sächsischen Geseyes, einige Abänder>agen des Bürgerlichen t “as enthaltend, vom 6. November 18722* zur Aufgabe gestellt. B liegenden Aus- führungen dürften in «2n Verwaltungs- und rihterli i = ah einer beifälligen Aufnahme begrzeen, da sie Fragen behandeln, wét& ph schon dieselben oft genug pratr< werden, bis jeßt noch einer w11f& \<aftlihen Bearbeitung entbehrten.

Land- und Forstwirthschaft.

ournal für Landwirthschaft. Im Auftrage des Central- S der "Königl. Landwirthschafts-Gesell schaft zu Celle und unter Mitwirkung der landwirthicaftlihen Institute, Laboratorien und Versuchsanstalten deutsder Hochschulen, herausgegeben von Dr. W. Henneberg, ordentl. Professor und Direktor der landwirthsc<aft- lihen Versuchsstation, und Dr. G. Drechsler, ordentl. Profefsor und Direktor des landwirthscaftlihen Instituts zu Göttingen. Berlin, Verlag von Paul Parey, Verlagshandlung für Landwirthschaft, Garten- bau und Forstwesen. 1888. 1. Heft. Inhalt. Originalabhandlungen. Zur Frage über den Einfluß des Wasserkonsums auf den Nährstoff- verbrau< der Thiere. Von W. Henneberg. Ueber Wasfferleitung, Wasserkapazität und Durchlüftbarkeit des Bodens. Von Prof. Dr. Mar Fesca in Tokio. Ueber Vodenabsorption. Von Prof. Dr. Mar Fesca. Anbauversuche mit verschiedenen Rothkleesaaten und Kleegraëgemengen in den Jahren 1886 und 1887, Von General» Sekretär H. Putensen in Hildesheim. Wie sind die Ergebnisse geologisher Untersuchungen, besonders die geologischen E besten für die praktishe Landwirthschaft nuybar zu mawen? Bon Prof. Dr. A. von Koenen in Göttingen. Ueber die Veränderungen, wel<e die Eiweißsubstanzen der Lupinen und des Roggens unter der Einrirkung gewöhnliher und gespannter Wasserdämpfe_ erleiden. Von Dr. S. Gabriel in Breslau. Gemeinschaftliche Düngungs- versuche in der Provinz Hannover im Jahre 1887. Von Dr. Edler- Göttingen (Ref.). Ist unter den heutigen Verhältnissen die Me viehhaltung rentabel oder ni<ht? Von F. Behrens. Die Ent- wid>elung der Landwirthschaft eines mittleren Bauernbofs während der beiden leßten rae Von H. Höft. Der Sa>'she Kraft- : on Dr. W. Strecer. . i E S Jäger-Zeitung, Organ für Jagd, Fischereî, Zut und Drefsur von Jagdhunden. (I. Neumann, Neudamm.) Nr. 24. Inhalt: Schweiß huntprüfung. Von Georg Pobl. Kritischer Birs{gang dur< die Jagd- und Hunde-Auëstellung des Vereins Hektor* zu Berlin vom 18. bis 22. Mai 1888, unter besonderer Bezugnahme auf das vorhandene Gebrauhs‘und-Material. Von egewald. (Fortseßung.) Ein Jagdausflug na dem Kaukasus. Seletter aus meinem Tagebuhe. Von E. L. L. (Fortfeßung.) Ein Beitrag zum Kapitel Wander-Rebhühner. Von Pr. von Kadich. Weiteres über N R er ane I n von Homeyer. Bruteifer einer Rebhenne. Bon V. G. Ein pübsdes Erlebniß wit einem Fuhs. Von Friedri Frhr. von Gaisberg-Schö>ingen. Jagdverein in Königswinter. D M JIagdergebnisse der S E O et Eger ee vas Aus: i jahre 1. April 1587/88. Von Müller. _Auf- Fues VoA s boschas. Von Friedrich Frhr. von Gaisberg- Schödcingen Aus dem Jagdshuy. Von D. Brief- und Frage» kasten. Inserate.

Sanitäts-, Veterinär- und Quarantänewesen.

ortugal. 5

Dur eine unter dem A Suni 1888 veröffentlichte Verfügung des Königlich portugiesischen L i des Innern ist der Hafen

von Pernambuco seit dem 1. Mai für von Gelbfieber „verseucht und die übrigen Häfen der gleihnamigen Provinz als derselben Krank- heit „verdächtig* erklärt worden. Süd-Amerika. : Durch Erlaß der Res s Republik Peru vom 1. Mai

i olgendes angeordnet worden: i

1808 N Tus dem Atlantischen Ocean mit reinem Gesundheitspafse in Peru ankommenden Schiffe werden in den Häfen von Peru ohne n N Quarantäne zugelassen, sofern fie beim Passiren der <ileniswen Küste nur Häfen angelaufen haben, in denen Cholerafälle

niht vorgekommen sind.