1888 / 183 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

immer Mübe, den riesigen Kohlenversandt prompt zu bewältigen, troßdem sie bestrebt sind, Verkehrsfte>ungen vorzubeugen. Der Versandt nah den Rheinbäfen war seit Jahren ni<t so stark wie in den leßten Monaten, und ift -no< im Steigen begriffen. Ebenso ift dec Koblenverkehr na< Osten bedeutend lebhafter ge- worden, namentli< nah den Provinzen Hannover und Sachsen, sowie na< Thüringen. Da tas Absaygebiet keine nennenê- werthen Erweiterungen erfahren bat, so is der gesteigerte Koblenktedarf ledigli<h auf die Thätigkeit der Eisen - Industrie zurüdzufübren, wenn auch ein geringer Theil auf Re<nung des dies- jährigen lebhaften Geshäftsganges in der Ziegel-Induftrie zu seßen sein mag. Die Betriebsberihte der Zehen konstatiren denn au dur<wea, daß bei Andauer der gegenwärtigen Verhältnisse die Prosperität des Steinkohlen-Bergbaues gesichert sein würde. _Einíst- weilen ist freili< die Mehrzahl der Gruben genöthigt, die sich er- gebenden Uebers<hüsse zur Abstoßung von Grundbuhschulden, sowie zur Erweiterung der Anlagen zu verwenden. Dazu kommt, daß die Preise für Grukbenmaterialien in leßter Zeit bedeutend geftiegen sind, und eine, wenn au< nur geringe, Erhêbung der Arbeitélöhne unab- weisbar geworden ift, der Anforderungen, welche die neue sozial-poli- tishe Gesetzgebung an den Koblenbergbau stellt, gar nicht zu gedenken.

Londor, 16. Juli. (W. T. B.) An der Küste angeboten 5 Weizenladungen. Wollauktion. Stimmung fet, un» verändert. E

Bradford, 16. Juli. (W. T. B.) Wolle ges<äftélos, Merinos stramm, Garne rubia, Stoffe rubiger.

Luzern, 17. Juli. (W. T. B.) Die Betriebseinnahmen der Gotthardbahn betrugen im; Juni cr. für den Personenverkehr 278 C00 (im Mai 364 500 Fr.), för den Güterverkehr 987 000 (im Mai 627 000 Fr.), zusammen 865 000 Fr. (im Mai 1 120 000 Fr.). Die Vetriebéausgaben betrugen im Juri 430 000 r. (im Mai 420!000 Fr.). Demnach Uebers<uß 435 000 Fr. (im Mai 594 000 Fr.). Der Bctriebsübers<huß im Juni 1887 betrug 430 000 Fr.

Verkehrs - Auftalten.

Hamburg, 17. Juli. (W. T. B.)_ „Borussia“ der Hamburg-Amerikanischen Aktiengesellschaft ist, von Hamburg kommend, in St. Thomas eingetroffen i :

Ó : (W. T. B.) Der Union-Dampfer

London, 16. Juli. : Da „Roman“ ist heute in Soutbampton auf der Heimreise ange»

fommen, und der Dampfer „Trojan“ der’elben Linie ist beute von Lijsakon auf der Ausreise abgegangen.

Theater und Musik.

Im Victoria-Theater fand am Sonntag bei vêllig auê- verkauftem Hause die 25 Au eus der dex des Kapitän Grant tatt, die sih zu ciner Festvorstellung geîitaltete. i -

G D A begann Hr. Heinri<hBötel im Kroll’s<en Theater sein angekündigtes Gastspiel. Das Haus war natürlich vollständig gefüllt und der Sänger übte dur seine \{öônen Stimm- mittel die gewohnte begeisternde Wirkung aus. Zur Antrittérolle hatte er den Manrico im „Troubadcur“ gewählt, cine jener Rollen, mit wel<cn er bei jeder Wiederkehr zu glänzen und die Zahl seiner Biwunderer zu vermehren pflegt. In der Dar stellung und Gesangs- weise des berübmten Gastes hat si< gegen früber kaum etwas ver- ändert. Das Spiel zeigt no< immer keine Spuren weiterer Cntwie- lung, dc< wirkt dafür die rubige Bescheidenheit des Auftretens, wel>es A von jeder Künstelei fernhält, wobltbuend. Das Organ zeigt die Füllé und den Glanz früherer Jahre in unvermínderter Stärke, sodaß das Publikum gefesselt und jedesmal zu tosendem Beifall hingerissen wurde, wenn der Sänger seine herrlichen Stimmnuittel in ver- shwenderis@en Gaben, wie namentlih beim Vortrage der Stretta, ausklingen ließ. Neben dem Gaste hielt si Fr. Grossi als „Leonore ebenbürtig auf ihrem Plage; besonders bervorheben müssen wir aber die künstlerish durhdachte und leidenschaftlih bewegte Leistung, welche Fr. Hein> niht weniger in gefangli<er als în darstelleri)/<her Be- ziehung als „Azucena® darbot; mit vollem Rebt nabm sie an den Ghren des Abends in gleihem Maßéë wie die beiden vorhergenannten efcierten Gäste Theil. Auch im Ensemble gestaltete si< die Vor- ftellung re<t erfreuli<h, so daß die fünstlerishen Kräfte dur an- dauernden Beifall Seitens des Publikums ausgezeichnet wurden.

Der Postdampfer Padetfahrt- am 15, d, M,

Mannigfaltiges.

Die Zahl der plastishen Kunstwerke auf der dieéjährigen Kunst-Ausstellung der Königlihen Akademie der Künste ist eine re<t beachteréwerthe: sie beträgt über 130 und weist cine Reibe tüchtiger Leistungen auf, welche jede für sich cin- ehender Würdigung werth sird. Von Bergineier sieht man die Büsten der beiden verewigten und des jeßt regierenden Kaisers, von welhem Albert Manthe cine woblgelungene Koloffalbüste, W. G olge in Pee gebe aus\tellte; au< Ioseph Uphues ist dur eine sol<e vertreten. - Y Von imposanter Wirkung ist ferner die Max Unger's<e Statue des Prinzen Friedrich Carl. Das Marmworbildniß der sitend dar-

ellten Königin Luise von Hundrieser verdient eingehende eahtung ; hubs< komponirt ist au< die Gruppe: Königin Luise mit Prinz

Wilbelm, von Eberlein. Weniger gilt dies ron seinem Reliefbild : „Die beldenhafte Vertheitigung Hann. Münden's im dreißigjährigen Kriege“ ; dieselbe fordert zu mancherlei Auéstellungen heraus, in8- besondere die weiblihen Figuren. Hervorgehoben fei besonders die Grillparzer-Statue des Bildhauers Kundmann in Wien. Von nam- baften Künstlern sind mit plaftishen Werken ferner vertreten: Carl Begas, A. Calandrelli, P. M. Otto, E. Ente, J. Kaffsa>, A. Donndorf, A. Tondeur, C. von Uechtriß, Fr. Pfannschmidt, E. Cauer, O. Gever, R. Felderhoff, F. Zadow u. a. m. N Von Oelgemälden sind, dem Katalog zufolge, 895 ausgestellt, do< find au< Kollektionen mit nur einer Zatl bezeinet, von denen bei- spieltweise die Otto Sinding’\he: „Von den Lofoten“ allein 50 Num- mern umfaßt. Die Landschaft s<eint, soweit ein flühtiger Umkli> zeigt, au< diesmal wieder am stärksten vertreten zu sein; ihr folgt dem Umfang nah das Genre; am \{wä<sten, höchst bedauerlicher Weise die Ges<ihtsmalerei, welbe von unseren modernen Künstlern re<t wenig gepflegt wird; Angesichts der großen nationalen Ereignisse der leßten abrzehnte sollte die Darstellung bedeutender bistorisher Momente do eine ungleid umfangreicere fein, als man fie auf den leßten an dieser Stelle stattgebabten Auëstellungen wahrnehmen fonte. Man würde gern eine ganze Reihe dieser si< ewig wieder- Folenden Motive der landschaftlihen Schilderung für etne kleine Anzahl guter Geshichtsbilder darangeben können. _ j

Die Freunde der Aquarellir- und Zeichenkunst werden dieêmal ibre ganz besondere Freude baben und einen re<t befriedigenden Ein- dru> gewinnen, wenn sie die stattlide Reibe ron Werken dieser Art in den zablreihen Kojen betraten. Gemeinhin ist man gewobnt, der Oelmalerei den breitesten Raum in den Ausstellungen zu geben, aber der Auf\{wung, welchen die Kunst auf dem Gebiete der Aquarell- vnd Gouatemalecreien, der Pastellzeihnungen und namentli der Radir- funst in neuester Zeit gemacht, zeigt, daß au diefe von Iahr zu Jahr an Umfang und Bedeutung wachsenden Scövfungen si einen ehren- vollen Play neben der Oelmalerci, wenn auch nie über der- selben, erringen werten. Die Zabl der Aquarelle und Zeich- nungen im Katalog reiht von 892—1228, do6 sind au bier verschiedene Kollektionen von stattilivem Umfange unter einer Nummer aufgeführt. Der Aquarellisten-Klub der Genohen- haft der bildenden Künsiler in Wien ist allein dur< eine Serie ron 49 Blättern vertreten; darunter sind zum Theil reizende Sachen, wel<e von einer hohen Vollkommenbeit in der Aquarellir- kunst ¿cugen. So fallen namentli< drei Studienköpfe von Franz Pitner dur ihre vorzügliche te<nisde Behandlung auf; auch die araziósen Entwürfe von R. Roesler sind äußerst gefällig. Diese kleine Ausstellung wird schon für si dem Beschauer Freude bereiten. Au von YAgquarellen Adolf Menzel's ist eine kleine Sonder- auéstellung in Stärke von 33 Nummern veranstaltet. Franz Skarbina bietct eine ganze Reihe meist realistis< gehaltener Pariser Studien und anderer in seiner Manier gehaltenen Zeichnungen. Ein präâchtiges stimmungsvolles Architekturstü>k von A. Seel zeigt einen tüchtigen Künstler. W, Sokbn's faubere Leistungen verdicnen genauere Veacbtung. H. Roesler-Franz stellt einen interessanten Aquarellen- cyclus: „Erinnerungen an eine untergehende Epo<e (Rom)“ aus; es sind allein 40 Blätter. Das südliche Europa und der Orient mit seiner farbensatten Schönheit bot einec ganzen Reihe von Künstlern dankbare Motive, so Karl C. Schirm, M. Rabes, Ludwig Passini, Paul Motn, dessen prächtige Illustrationen zu _deutsten Märchen dem Beschauer viel Vergnügen machen werden, Otto Brandt, Edg. Mever, Albert Hertel, H. Krabbes, dessen energis<e Pinselführung erwähnt sei, Rudolf Alt mit 30 Aqguarellen, auf denen die subtile Behandlung ‘der Ornamente und Arcitektur Bewunderung erregt, Eugen Bracht mit 27 Aquarellen , C. Breitbad mit 14 Blättern u. \. w. Andere Künstler und Künstlerinnen suchen wieder den Rorden mit seinen malerishen Küsten und Hasfenstädten auf, so Hans Gude, Louis Douzette, W. Leistiklow, Emma Lobedan u. a. m. Von C. G. Oellgvist findet man eine Serie sauber und zierlich aus- geführter Blätter ; Ludwig Kraus ift mit 59 Handzeihnungen èver- treten ; Paul Meverheim tellt u. a. den auf Seide ausgeführten Ent- wurf zu einem Fächer (Eisbär am Wasser) und die mit drastishem Humor entworfene Tischkarte für die Naturforsherversammlung zuBerlin 1886 aus. Otto Knille zeigt \si< in den von ihm au2gestellten Blei- stift- und Federzeihnungen fowie Aquarellen als den bewährten Meister. Jêmael Genz steht mit zehn Porträts in Bleistift und zwei trefflich mit Feder und Bleistift ausgeführten Damenbildrissen verzeicnet. Von Carl Gehrts schen wir zwei graziòs entworfene Widmungs- blätter, von Konrad Fehr sieben Pastellzeihnungen. Eine kleine saubere Thierstudie, Ziege nebst Iunges, rührt von C. Siemenroth ber. Es würde zu weit führen, in dieser kurzen Uebersicht all die ein- zelnen Leistungen aufzuzählen ; die hier verzeihneten Namen zeigen, daß darunter re<t viele von gutem Klang find, wenn ja au Mittel- mäßiges nicht ausgeschlossen it.

Die Sammlung von Kupferstilen, Radirungen und Holz- s<nitten ist nidt groß, weist aber wohlgelungene Reprodufktionen nah bekannten Oelgemälden auf; so ist eine ganze Reihe nah Rubens'schen Bildern gestochen, andere nah solhen von Rembrandt, Menzel. Bölin, Atenba(h u. A. Hervorragendes Interesse nimmt die prächtige Radirung „Aufbahrung Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm im Dom zu Berlin“ von tem trefflihen Meister der Radirkunst, Bernhard Mannfeld, in Anspru; au< der Remarquedru> der von demselben Künstler berrührenden Bilder „Merseburg“ und „Dom zu Erfurt“ zeigt die be- fannten Vorzüge. Der Verein für Original-Radirung zu Berlin ift

dur die Pukblikationen der Jahre 1887 und 1888 vertreten. Prä<tig ausgeführte Holzsbnitte nah namhaften Künstlern hat die Firma G. Heuer und Kirmse (Berlin) ausgestellt. Der Liebhaber für die Kunst mit der Radirnadel und dem Stichel findet in dieser aus- gewählten Sammlung sicherlih viel Vortreffli?es. ;

Arcitekturen sind nur in beschränkter Anzahl ausgeftelltk. Mit Interesse wird jeder Beshauer vor dem Entwurf eines Denkmals stehen bleiben, dessen Errichtung ja eine Herzensangelegenheit der deutshen Nation geworden ist; es is dies der Entwurf zu einem Nationaldenkmal für Kaiser Wilhelm I. Dieses Projekt ift sicherlich cin grandioses zu nennen; ob es zur Ausführung gane ist, mag dabin gestelll bleiben, die eigenthümli@e Lage des Plages, wel<en der Künstler für die Aufstellung ausersehen hat im Thier- garten zwis<hen Brandenburger Thor und Siegesallee dürste unendlißbe S&wierigkeiten bereiten. Jedenfalls wird die hier im Bilde dargestellte Skizze die Aufmerksamkeit der Besucher in hervorragendem Maße in Anspru< nehmen; zu verwundern ift jedo, daß -ri<ht mehr Entwürfe zu cinem folhen Denkmal bei einer so günstigen Gelegenheit der öffentlihen D urter- breitet worden sind. Auch die Dombaufrage ist dur< einen Entwurf von A. E. Wentzel berührt und in eigenartiger Weise zu lösen versuŸßt worden. Das neu erstandene Lessing-Theater in Berlin wird in einer Skizze von den Regierungs-Baumeiftern v. d. Hude und Julius Henni>e den Beschauern vor Augen geführt; es ist ein gefälliger Bau, wel<{er, äußerlih ziemlih vollendet, s<on jeßt der betreffenden Stadt- gegend zur hervorragenden Zierde gereit.

Die Deutsche Gesellshaft zur Rettung Shiff- brüciger 1887/88. (Stat. Corr.) An hervorragender Stelle unter den Schöpfungen der Nätbstenliebe, dur< welche sih unser Zeitalter vor allen früheren aus8zei>net, steht die unter dem Protektorat Kaiser Wilbelm’s T. ins Leben gerufene „Deutsche Gesellsaft zur Rettung Schiffbrüchiger.“ Gegenüber dem Mutb und der Ausdauer, mit wel<en .unsere Marine, Kriegs- wie Kauffahrteiflotte, dem Ruhm Deutschlands, dem 2A der Erzeugnisse seines Gewerbfleißes und dem Schuß des Deutschthums jenseit der Meere dient, erscheint es erklärlih, daß \si< eine Anzabl von Menschenfreunden im deutf&en Vaterland zu dem edlen Zwe> vereinigte, den Seemann aus der Noth und den Gefahren des Elements zu retten, auf weldbes ihn sein Beruf anweist. Die Gesells@aft, am 29. Mai 1865 zu Kiel gegründet, hat in 23jähriger erfolgreiber Thätigkeit nit allein den deuts<en, son- dern den Scefahrern aller Nationen, wel&e an den deuts<hen Küsten verunglü>ten, Hülfe und Rettung zu Theil werden lassen. Immer weitere Kreise des deuts<en Volks haben si< diesen, von uns {on wiederholt besprochenen segensrei@en Bestrebungen anges>lofsen und dem edlen Werk der Nächstenliebe ibr Scherflein zugewendet.

Nach dem neuesten „Bericht über das Rechnungejahr 1887/88 sind nunmebr au die lettcn, no$ im fiékalis<hen Besitz befindlih gewesenen Stationen zu Neufabrwasser, Pillau und Memel Seitens der Gesells<haft zur Rettung Sciffbrüchiger übernommen worden, fo daß der gesammte Rettungédienst aa den deuts<en Küsten jegt in den Händen der Gesellscaft vereinigt ift. Die Zahl der Rettungöstationen beläuft sich jeßt auf 111, von denen fi< £6 an der Ostsce' und 45 an der Nordseeküste befinden, 39 aber Doppvekftationen, ausgerüitet mit Boot und Rafketenapparat, 53 Bootsstationen und 19 Raketen- stationen sind. Im Berichtéjabre baben die Stationen der Sefell- schaft 23 Mal erfolgrei< in Thätigkeit treten können und dabei 94 Perjonen der Seegefahbr entrissen ; hiermit steigt die Gesammtzabl der seit Begründung der Gesellschaft geretteten Menscheu auf 1703. Von den Rettungen im Jahre 1887/88 entfielen 16 mit 65 Personen auf die Rettungsboote und 7 mit 29 Personen auf die Rettuncs- stationen. Von der Gesammtheit der Rettungen wurden 202 mit 1426 Geretteten dur< Boote, 50 mit 277 Geretteten aber dur< Raketenapparate ausgeführt. : : . E

Die Gesellschaft besteht zur Zeit aus 57 Bezirksvereinen, nämli> 23 Küsten- und 34 binnenländishen Vereinen und 242 Vertreter- schaften; während der Bestand der ersteren gegen das Borjahr unpver- ändert blieb, stieg die Zahl der Vertreter]<aften um 22. Die ordentliden Mitglieder vermehrtèn si< von 3874 im Jahre 1865 auf das Zehnfa&e im Jahre 1881/82 und auf mebr als das Zwölffache (47 173 Mitglieder) im Berichtsjahre, während si die Rabhresbeiträge nahbebei verzehnfahten, indem sie von 14 197 auf 141171 Æ stiegen. Mit Eins{luß der außerordentlichen Bei- träge belief fi< die Gesammteinnahme im Jahre 1887/88 auf 978 253 M, die größte, welhe die Gesellshaft seit ihrer Grün- dung zu verzeihnen gehabt hat. Die Gesammtausgaben betrugen im gleicen Jahre 172181 #&, wovon für die Begründung neuer und die Vervellständigurg bereits bestehender Stationen 63 295 4 verwendet wurden. Seit ihrer Begründung bat die Gesellschaft 2 664 252 # verau8gabt, davon für Errichtung von Rettungsstationen 976 464 M L : e

An Prämien für Rettung aus Seegefahr sind im Berichtsjabre 3615 50 A, seit Begründung der Gesellschaft überhauvt 60 020 M gt- zahlt. Stließlih sei no< kurz erwähnt, daß die von der GefellsZast angestellten Versuhe mit Oelraketen - zur Beruhigung der an den flacen deutschen Küftfen besonders heftig auftretenden Brandung zu einem befriedigenden Ergebnisse nit geführt habea, da das Del, welches in tiefem Wasser naWgewiesenermaßen eine überraschend be- rubigende Wirkung auf den Seegang ausübt, der Brandung gegen- über mahtlos bleibt.

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Ü R E R R E

Wetterbericht vom 17. Juli 1888, 8 Uhr Morgenéëê.

Uebersicht der Witterung. In Nordskandinavien und Finnland ift das Baro-

Barbier von Sevilla.

Neyma von R. Teatro Nicolini zu Florenz. Der

Täglih: Bei günstigem Wetter vor und nah der

FriedriG Claus mit Frl. Charlotte Hents(el

Hannover). Geboren: Ein Sohn: Hrn. C. Faber (Ader-

Stationen.

Bar. auf 0 Gr.

Mullaghmore

St Petersburg. MNosfau . . . |

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Mürfter . Karlsrube Wiesbaden . München

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u. d. Meeressp. red. inMillim.

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Wind.

in ° (Felsius 50 C. =— 49 R

“V Temperatur po pra 05

4 Regen

3 wolkenlos ! 4 betet 4\wolkenlos | 2wolkenlos 2'bede>t | 1'wolfenlos

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4 wolfig 1'Regen 3 wolkig 4 bededt!) 6'wolfkig

1 heiter 2'bede>t 1'Regen 3'heiter?) 3:bede>t?) 5'wolkig 5'bede>t4) 2'bede>t

meter wieder über 760 mm gestiegen. Ueber Nord - Deutschland der südliden Nordsee, Eng- land und dem größten Theile - Frankreichs ligt der Luftdru> unter 750 mm, dem- zufolge ist im nördlißen Deutschland bei mäßigen bis frischen öftlihen Winden das Wetter trübe und regneris<, im südlichen, bei mäßigen westlihen Win- den veränderli<h. Die Temperatur liegt noch allent- halben unter der normalen. In West-Deutschland fiel Regen, zum Theil in sehr beträ(tlihen Mengea. Aus Mittel-Deutshland werden Gewitter gemeldet. Deutsche Seewarte.

I Theater - Anzeigen. Victoria - Theater. Mittwoh: Mit gänzli

neuer Ausstattung: Die Kinder des Kapitän Graut. Ausftattungs\tü>k in 12 Bildern.

Friedrich - Wilhelmstädtishes" Theater. Mittwo<h: Fatiniza. Operette in 3 Akten von F. Zell und R. Genée.

Im pra<tvollen Park um 6 Uhr: Großes Triple - Concert. Auftreten erster Gesangs- und Im

Instrumental-Virtuofen. Donnerstag: Im Theater: Fatinigtza.

Vorstellung, Abends bei brillanter elektrisher Be- a des Sommergartens : Großes Doppel- oncert.

Belle-Alliance-Theater. Mittwo<: 12, Volks- vorstellung zu ermäßigten Preisen. Zum 14. Male: Das elfte Gebot. Schwank in 3 Aufzügen nah F. F. S. von Albert Teller. Hierauf: Madame Flott. Posse in 1 Aft von Carl Görlig.

Vor, während und nah der Vorstellung : Großes Doppel-Concert. Auftreten der Wiener Volkssänger- gesellshaft Kriebaum u. Nowak, des ersten Schwoc- dishen Damen-Sextetts, des Kärnthner Damen- Terzetts Alpenveilhen und der Gejangsduettistinnen Geschwister Venoni, genannt die Goldamseln. Brillante Jllumination des Gartens.

Eintritt zum Garten und Theater 50 „1,

Donnerstag: Zum 15. Male: Das elfte Gebot. Hierauf: Madame Flott. Im Garten: Großes Doppel-Concert. Austreten sämmtliher Sänger- gesellschaften.

R Familien-Nachrichten. Verlobt: Frl. Bertha Klingler mit Hrn. Dr. med.

Eugen Pfeilsti>er (Nagold—Wildberg), Frl. Oitilie Giesse mit Hrn. Gerichts-Afsessor

stedt). Hrn. Bucdru>ereibesißger Bruno Drev- \{<u< (Groß-Strehliß). Hrn. Reg.-BVaumetiter Ernst Roloff (Fürstenwalde a. Spree). Hrn. Reg.-Asessor Szyskowiß (Frankfurt a. M.). Hrn. Lieut. Grafen Vitßthum von Ed>ftaedt (Darmstadt). Hrn. Dr. Ernst Weber (Friedenau). Eine Tochter: Hrn. A. Win>ler (Han elé- berg). Hrn. M. Poets< (Edderig). Drn. Willy He>mann (Nienburg a. W.). ; Gestorben: Hr. Shornsteinfegermeister Wilhelm Jacoby (Berlin). Frau Antoinette Gerie, geb. Bölte (Berlin). Hr. Kaufmann Eduard Ehren- berg (Bad Elster). Verw. Frau Kreisgerichté- rath Luise von Piper, geb. von Bredow (Wriexen a. O.) Frau Auguste von Risselmann Sohn Eilhard (Görbitsch). Hr. Oekonom Christian Smidt (Wulferstedt). Frau Kammerdirektor Spangenberg, geb. Schraidt (Carolath). Ôr- Reátsanwalt William Fischer 11. (Hannover).

Redacteur: J. V.: Siemenroth.

Berlin: —— Verlag der Expedition (I. V.: Heidri>).

Dru> der Norddeutshen Buhdru>erei und Verlagt- Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32.

Fünf Beilagen

V2 1183,

: : Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Slaals-Anzeiger.

Berlin, Dienstag, den 17. Juli

E

1888S,

1. Ste>briefe und Untersuhungs-SaGben. 2. Zwangsvollstre>ungen, E or-S

3. Verkäufe, Verpahtungen, Verdingungen 2c.

4. Verloosung, Zinszahlung 2. von öffentlichen Papieren.

orladungen u. dergl.

Deffentlicher Anzeiger.

Be

N

00

. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesells&.

rufs-Genofsenf\caften.

Wochen-Ausweise der deutschen Zettelbanken. . Verschiedene S E

1) Ste>briefe und Untersuchungs - Sachen. [21323]

Gegen den flühtigen Banquier Anton Ulrich von bier, Israelit, 28 Jahre alt, untersett, \<warze Haare und Sónurrbart, fteifen Gang, ift wegen einer Reihe von Betrugs-Reaten und wegen Ver-

brebens der Urkundenfäls<bung Haftbefebl erlaffen. Es wird ersu<t, denselben zu verbaften. Paffau, den 11. Juli 1888,

Der \tellv. Untersuchungsriter, Kgl. Rath Kalb.

[21324] Ste>briefs : Erueuerung. Der gegen den Handlungéêreisenden Salomon Luftig aus Budapest, bisher in Berlin, Alexander- straße 29, wohnhaft, wegen Diebstabls in actis J. IMa. 646. 83 unter dem 2. Oftober 1883 erlassene und unter dem 31. Januar 1885 erneuerte Steckbrief wird no{mals erneuert. Berlin, den 11. Juli 1888. Königliches Amtsgericht. 84. Abtbeilung.

[18479] Der übungépflihtige Ersaßreservist I. Klasse, Kne<ht Carl Hermann Wilhelm Petersen aus Bernstein, wird bes<uldigt, als Erfatreservist erster Klasse ausgewandert zu sein, obne von der bevor- stehenden Auëwanderung der Militärbeb örde Anzeige erstattet zu haten. Uebertretung gegen S$. 360 Nr. 3 des Strafgeseßbuhes. Derselbe wird auf Anordnung des Königlichen Amtsgerichts hierselbft auf den 12. Ottober 1888, Vormittags 9 Uhr, vor das Königliche Schöffengeriht zu Ber- linhen zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentshuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der na< $. 472 der StrafvrozeZordnung von dem Königlichen Bezirks-Kommando zu Küstrin auêgestellten Erflärung verurtbeilt werden. Berlinchen, den 27 Iuni 1888. Wagner,

$ Geri<hts\hreiber des Königlichen Amtsgerichts. 21326]

Nachstebend Verzeihneter wird beshuldigt, als Wehrpflichtiger in der Absicht, sih dem Eintritte in den Dienst des stehenden Heeres oder der Flotte zu ent- ziehen, ohne Erlaubniß das Bundesgebiet verlafsen oder nah erreihtem militärpflihtigen Alter si<h außer- halb des Vundesgebietes aufgehalten zu haben, Ver- gehen gegen $. 140 Abf. 1 Nr. 1 Str. G. B. Derselbe wird auf Freitag, den 19. Oktober 1888, Vormittags 9 Uhr, vor die Strafkammer des Kaiserlihen Landgerihts zu Saargemünd zur Hauptverhandlung geladen. Bei unents{uldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nah $. 472 der Strafprozeßordnung von dem Landratkbsamts- Verwalter zu Saarlouis am 25. Mai 1888 über die der Anklage zu Grunde liegenden Thatsachen aus- gestellten Erklärung verurtheilt werden, nämli:

Abel, Johann, geboren den 8, April 1864 zu Werbeln, zuleßt zu Kleinroßeln.

Dur< Beichlu5z der Strafkammer hiesigen Landgerihts vom 11. Juli 1888 wurde das im Deutschen Reiche befindliße Vermögen des Vor- genannten zur De>ung der ihn möglicherweise treffenden höchsten Geldstrafen und der Kosten des Verfahrens mit Beschlag belegt.

Saargemünd, den 14. Juli 1888.

er Kaiferlide Erste Staatsanwalt.

I 2) Zwangsvsllstre>ungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

F - .

[214834] Swwangsversteigerung.

Im Wege der Zwangévollstre>ung foll das im Grundbue von Lidbtenberg Band 19 Nr. 629 auf den Namen des Johann Adolf Julius Hugo Germann eingetragene, am Weidenweg belegene Grund- stút am 19. September 1888, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Geriht an Gerichtsstelle Neue Friedrihstraße Nr. 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 40 versteigert werden. Das Grundstü> ist mit 7 A $ Z Rein- ertrag und einer Flähe von 12 a 9 gm zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuer- rolle, beglaubigte Abschrift des Grundbu(- blatts, etwaige Abshäßungen und andere das Grund- tüd betreffende Nachweisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können in der Gerihts\{reiberei, ebenda. Flügel D., Zimmer 41, eingesehen werden. Alle _Realbere<{tigten werden aufgefordert, die nit von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüche, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund- cue zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks ni<t kervorging, insbesondere derartige Porverungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Ocbungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- oten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspriht, dem Gerichte glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei aSesielung des ge- pagsten Gebots nit berücksichtigt werden und ei Vertheilung des Kaufgeldes gegen die be- rüdsihtigten Ansprüche im Range zurü>treten. b tlenigen,j wel<he das Eigenthum des Grundstücks ean)pruchen, werden aufgefordert, vor S<hluß des

[214883] Bwangsversteigerung.

mann eingetragene, in der Thaerstr. Nr. 24 bele

ideelle Grundstü>s-Hälfte am 5. Oktober 1888 Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeiGneten Ge ri<t an Gerichtéstelle Neue Friedrichstr. 13 gef, Flügel C., parterre, Saal 40, versteigert werden

gen und andere das Grundstü> betreffende

in der ESerichtss<reiberei ebenda, Zimmer 41, eingesehen werden. tigten werden aufgefordert, die nit

Flügel D.

Vorhandensein oder Betrag vermerks ni<t hervorging,

Forderungen von Kapital, Z

widerspricht, dez widrigenfalls dieselben bei Feststellung des

enfa selben eringîten Gebots nit berü>si{tigt werden und bei thetl

Vertheilung

im Range zurü>treten. Diejenigen, welche das Eigen- thum des Grundstü>s beanspruten, eta E efordert, vor Shluz des Versteigerungstermins die Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigen- falls na< erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Anspru an die Stelle des Grundstü>s tritt. Das Urtbeil über die Erthcilung des Zuschlags wird am 5. Oktober 1888, Nachmittags 15 Uhr, an obenbezci<neter Gerihtêstelle verkündet werden. Berlin, den 11. Juli 1888. T E

Königliches Amtsgeri< Abtheilung 52,

21432] <6 S oi

s ] Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll die im Grund- buche von Lichtenberg Band 32 Nr. 1019 auf den Namen des Johann Adolf Julius Hugo Germann eingetragene, an der E>e der Eldenaer- und Thaer- straße belegene ideelle Grundstücshälfte am 3. Of- tober 1888, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeineten Geridt an Gerichtsstelle Neue Sriedrichstraße 13, Hof, Flügel C., parterre, Saal 40, versteigert werden. Das ganze Grundstü> ist mit 2,28 Reinertrag und einer Fläche von 4a 84 qm zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuer- rolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuhblatts, etwaige Abschäßungen und andere das Grundstü> betreffende Na>@weisungen, sowie besondere Kauf- bedingungen können in der Gerichtsschreiberei ebenda, Flügel D, Zimmer 41, eingesehen werden. Ulle Realberehtigten werden aufgefordert, die nit von felbst auf den Ersteher übergehenden Ansprüce, deren Vorhandensein oder Betrag aus dem Grund- buche zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- vermerks nicht hervorging, insbesondere derartige For- derungen von Kapital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger widerspricht, dem Gericht glaubhaft zu machen, widrigenfalls dieselben bei Feststellung des geringsten Gebots nit berü>si<tigt werden und bei Ver- theilung des Kaufgeldes gegen die berüdsichtig- ten Ansprüche im Range zurü>treten. Diejeni- gen, welhe das Eigenthum des Grundstü>s bean- spruchen, werden aufgefordert, vor Schluß des Ver- stetgerungstermins die Einftellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag das Kaufgeld in Bezug auf den Arspru< an die Stelle des Grundstücks tritt. Das Urtheil über die Ertheilung des Zuschlags wird am 3. Okto- ber 1888, Mittags 1 Uhr, an obenbezeicneter Gerichtsstelle verkündet werden.

Verlin, den 11. Juli 1888.

Königliches Amtsgeriht 1. Abtheilung 52.

[21404] Aufgebot.

Das auf den Namen Gertrud Krause in Hoyers- werda lautende Sparbuch der Oberlausitzer Neben- sparkasse in Hoyerswerda Litt. C. Nr. 14 833, aus- gestellt über einen Sparbetrag von 272,56 M, ift angebli< verloren ‘gegangen. Der Königliche Kreis- sekretär R. Krause, der Vater der Gertrud Krause, hat das Aufgebot dieses Sparbuchs beantragt. Die etwaigen Inhaber des Sparbuchs werden daher auf- gefordert, bei dem unterzeichneten Gerichte spätestens im Aufgebotstermine am 29. Jauuar 1889, Vormittags 11 Uhr, ihre Re<te anzumelden und das Sparbuch vorzulegen, widrigenfalls dessen Kraft- loserklärung erfolgen wird.

Hoyerswerda, 2. Juli 1888,

Königliches Amtsgericht.

[21403] _ _ Aufgebot.

Das Sparkassenbu<h der Breslauer Kreis-Spar- fasse Nr. 27 141, auêgefertigt für Johanna Bau- mert von bier am 7. Oktober 1878 über 900

Im Wege der Zwangsvollstre>ung soll das im Grundbuche von Lichtenberg Band 33 Nr. 1037 auf den Namen des Joharn Adolf Iulius Hugo Ger-

Das ganze Grundftü> ist mit 1,47 X Reirertrag und einer Flâähe von 3a 13 qm zur Grundsteuer veranlagt. Auszug aus der Steuerrolle, be: laubigte Abschrift des Grundbu(blatts, etwaige A lane

S as

weisungen, sowie besondere Kaufbedingungen können

Alle Realbere<{- 1 N L von selbst auf den Ersteher übergehenden Ansprü$e, deren : t i aus dem Grund- buhe zur Zeit der Eintragung des Versteigerungs- insbesondere derartige i Kavital, Zinsen, wiederkehrenden Hebungen oder Kosten, spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Ge- boten anzumelden und, falls der betreibende Gläubiger dem Gerichte glaubhaft zu maßen,

des Kaufgeldes gegen die berü>si{tigten Anivrüche

liner Sterbekasse für Frau Marie Engel austgestelltz1 tember 1839, städtishen Sparkafse für Minna Kirstein, Tochter

des Arbeiters, Kleine Franffurterstr. 3/4, mit einem Guthaben von 314 Æ 16 »,

zweiten Sto> anberaumten

Kraftloserklärung des letteren erfolgen wird è | Breslau, den 12. Juli 1888. : i , Königliches Amtsgericht.

,

. | [18544] Aufgebot.

Quittungsbuhes der hiesigen beantragt worden.

Die Inhaber dieses Sparkassenbules werden demnach aufgefordert, ihre Rechte spätestens in dem - | am 7. Februar 1889, Vormittags 94 Uhr, anstehenden Termine bei dem unterzeihneten Geri{t anzumelden und das aufgebotene Sparkaïenbu< vorzulegen, widrigenfalls auf Antrag die Kraftlos- erklärung deêéselben erfolgen wird,

Kempen (Prov. Posen), den 27. Juni 18388.

Königliches Amtsgericht.

[21392] _ Anfgebot. Es ist das Aufgebot folgender, angebli abhanden diener E der Berliner Stadt-:Anleihesheine Litt. Nr. 25889 und 25890 von 1878 über je 1000 x und Litt. M. Nr. 50365 von 1578 über 5C0 M von Herrn C. Goerges in Kottbus,

2) des der Frau Justiz-Rath Levin, gev. Maraïe, hier vom Komtoir der Reihs-Hauptbank für Wertb- papiere ertbeilten Depotscheines Nr. 306232, d. d Berlin, den 18. März 1885, i :

von der verwittweten Frau Justiz-Rath Levi

__ Therese, geb. Marie bie : s 3) der von der Lebensversiherungéanstalt für die Armee und Marine auf das Leben des Königl. Feld- webels im Fuß-Artillerie-Regiment Nr. 15, Herrn Johann Andreas Böder in Straßburg i. Els. aus- gestellten Police Nr. $220 über die Summe von 1500 Æ, d. d. Berlin, den 1. April 1880,

von dem Königl. Feldwebel im Fuß-Artillerie- Regiment Nr. 10 Johann Andreaë Böer zu

_ Straßburg i. Els, 4) folgender von Hermann Cohn zu Driesen aus- gestellten, auf den Brauereitesizer Paul Otto zu Driesen gezogenen, von Leßterem acceotirten, bei C. W. Stiersmann zu Berlin, Ritterstraße 59, domi- zilirten, mit Blankogiros des Ausftellers versehenen Wesel : S j

a. vom 19. Juni 1877 über $00 4, za ,_ 22, Sepkember 1877, aa a

. vom S. Juli 1877 über 3000 4, zak a

12. Oktober 1877, A

c. vom 1, September 1877 über 1200 #, zablbar : am 1 EUE D j

. vom 15, Iuli 1877 über 700 M, z

15. Oftober 1877, a A e. vom 30, Juli 1877 über $00 Æ, zablbar a 30, Oktober 1877, iat des

_ vom Kaufmann Hermann Cohn hier, 9) des der Frau Auguste Hoerter, geb. Büttner, bier vom Komtoir der Reichs-Hauptbank für Werth- papiere ertheilten Depotscheins Nr. 420156, d. d. Berlin, den 11. Juli 1887,

von der verehel. Schlosser Hoerter, Auguste,

geb. Büttner, hier, 6) des der Frau Jda Breitter, geb. Breitter, und dem Gürtlermeister Herrn Albert Breitter hier vom Komtoir der Reicbs-Hauptbank für Werthpapiere ertheilten Depotscheines Nr. 445856, d. d. Berlin den 10. Januar 1888, i von Frau Ida Breitter, geb. Breitter, und _ dem Gürtlermeister Albert Breitter bier, __7) des dem Herrn Gustav Kniepf in Kottbus vom Komtoir der Reihs-Haupvtbank für Wertbpapiere ertheilten Depots<{eines Nr. 271620, d. d. Berlin den 26, Januar 1586, |

vom Brennereibesitzer __ Kottbus, __3) des Sparkafsenbuhes Nr. 109646 der hiesigen städtishen Sparkasse für Fräulein Emilie Klatt, Zandwehrstt. 19, mit cinem Guthaben vvn 1053 M o s,

Gustav Kniepf in

von Fräulein Emilie Klatt bier, 9) des Preußischen Staatsshulds{eins von 1842 Litt. F. Nr. 14889 über 100 Thlr.

von der verwittweten Frau Korbmachec Er-

_ nestine Kallert, geb. Geiéler, zu Liegnitz,

__10) des Sparkassenbuches Nr. 229247 der biesigen stâdtishen Sparkasse für Johanna Wolff, geb. Cohn, Sc<hmidstr. 34, mit cinem Guthaben von 596

94 s, tou Frau Clara (Keile) Hennig, geb. Coh:, ier, 11) des vom Kuratorium der nduen großen Bezr- Sterbekassenbuches Nr. 667, d. d. Berlin, den 1. Sep-

bom Arbeiter Wilbelm Feiht zu Köpeni, 12) des Sparkassenbubes Nr. 107898 der biesigen

vom Arbeiter Aron Kirstein hier, 13) des viereinhalbprozentigen unkündbaren Pfand-

nißer Stadtgraben Nr. 2/3, Zimmer Nr. 47, im

j iten Aufgebotstermine seine Rechte bei dem unterzei>,neten Geriht anzumelden und das Sparkassenbuch vorzulegen, widrigenfalls die

Das Aufgebot des angebli verloren gegangenen ung _der j Kreis - Sparkasse Nr. 3679, „auëgefertigt auf Pauline Grabowséki, ist

widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunden er- folgen wird. Verlin, den 1. Juli 1888. Königliches Amtsgericht I. Abtheilung 48.

[21406] : __ Aufgebot.

_ Der Eigenthümer Eduard Kummerlin Schn dabier, vertreten durb den Re<tzanwalt Leiber hicr, hat das Aufgebot von drei vierprozentigen Pfand- briefen der Boden- und Kommunal-Kreditbank dabier, der Serie I. Litt. A. über* je 500 # mit den Nr. 1893, 1896 und 1897 beantragt. Der Inhaber der Urfunde wird aufgefordert, pätestens in dem auf den 2. November 1890, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Civilgerichtssaal anberaumten Aufgebotstermine feine Redte anzu- meldea und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Krastloëerflärung der Urkunde erfolgen wird.

Straßburg, den 13. Juli 1888, Kaiserliches Amtsgericht.

[21402] Aufgebot.

Die auf den Inbaber iautende, als Pfandbrief der S@lesisWen Boden-Credit-Afktien-Bank Serie I, Litt. D, Nr. 5495 bezeichnete, über Einbundert Tbaler, verzinëli< zu 509%, ausgestellte S{uld- urkunde ift angebli< verloren gegangen und foll auf den Antrag a. des Gutsbesizers Julius Selle in Jatk!@au, Kreis Glogau, b. der v:rwittweten Arbeiter Johanne Kothe ebendaselbst, Beide vertreten durch den Nehtéanwalt Heiiberg zu Breêlau, bebufs neuer Ausfertigung für kraftlos erklärt werden.

Ss wird daber der unbekannte Inhaber der vor- bezcibneten Urkunde biermit aufgefordert, svätestens in dem au? den 15. Februar 1889, Vor- mittags 11? Uhr, in dem hiesigen Amtegerihts- gebäude, Am Sw<weidnizer Stadtgraben Nr. 2/3, Zimmer Nr. 47, im zweiten Sto>, anberaumten Uurgebotstermine feine Rechte bei dem unter:eibneten Gerichte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftlozerklärung der legteren er- folgen wird.

Vreslau, den 12. Juli 1588.

Königliches Amtsgericht.

[21400] _ Aufgebot. Auf den Antrag des MRittergutsbesigers Selmar von Kriegsheim zu Jordansmühle (Stlesien) in setner Eigenschaft als Vormund der drei minder- jährigen Kinder und Erben des verstorbenen Ritter- gutébesizers Oskar von Kriegsheim, nämli: Emilie Maria, Karl Selmar Otto Ludwig und Henriette Anna Hedwig von Kriegsbheim vertreten dur den Rechtêanwalt Pan!e zu Erfurt wird der Inhaber der angebli< verloren gegangenen St-mmaktie Nr. 17894 der Bergis-Märkischen Eisenbahn- Ge!ellshaft aufgefordert, seine Rechte auf diese Aktie spätestens im Aufgebotêtermine am Mittwoch, den 19. September 1888, Mittags 12 Uhr, bei dem unterzeichneten Gericht, Zimmer 27, anzu- melden und die Aktie vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserflärung der Leßteren erfolgen wird. Elberfeld, den 14, Juli 1888,

Königliches Amtsgericht. Abtheilung VI.

gez. S<niyler.

(L. 8.) Beglaubigt: Reit, Assistent, Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. Abtbeilung VI. :

[21409] Vekanntmachung. In Sacen, betreffend die von dem Pfarrer W. Aderm:nn in Berga a. E. beantragte Kraftlos- erflârung eines angebli verloren gegangenen Depo- fitals<eins der Reichsbankstelle zu Gera, wird der auf den 7. Dezember 1888, Vormittags 11 Uhr, anberaumte Aufgebotstermin biermit auf Dienftag, den 11. Dezember 1888, Vormit: tags 11 Uhr, verlegt. Gera, am 13. Juli 1888. Das Fürstliße Amtsgericht. Münch.

[21407] : Aufgebot. Das Kgl. bayer. Amtsgeriht Mktkt. Erlba< hat unterm 9. d. Mts. folgendes Aufgebot erlassen: Ver im Jahre 1859 verstorbene Oekonom Georg Heinrih Raab von Elgersdorf hat einen Schuld- sein der K. Bank in Nürnberg vom 11. Mai 1856 Nr. 17435 über 109 Fl. oder 171 Æ 43 4 hbinter- laffen, welder Schuldshein zu Verlust gegangen ift. _Auf den Antrag der Erben des Georg Heinrich Raab wird der Inbaber dieses Schuidscheins biemit aufgefordert, seine Re<hte auf denselben bei dem K. Amtsgerichte Markt-Erlbach svätestens im Aufgebots- termine anzumelden, widrigenfalls derselbe für fraft- los erklärt wird.

_ Als Aufgebotstermin wurde die Sißzung vom Samstag, den 9. Februar 1889, Vorm. 9 Uhr, im Sizungssaale des K. Amtsgerichts da- hier bestimmt.

Mkt. Erlbach, den 14. Juli 1888.

_ Die Gerichts\{reiberei des K. Amtsgerichts.

(L. 8.) (Unterschrift), K. Sekr.

[21405] e Aufgebot. _ Seitens der Wittwe des verlebten Harmonika- fabritanten Carl Heinri Eduard Oheim, Selma,

Lünyel (Langenshwalbah). Frl. Liesbeth Get mit Hrn. Dr. med. Steirert (Allenstein—Kortau). Frl. Auguste Mühlenbe> mit Hrn. Hermann Wenzel (Berlin—Heringsdorf). Frl. Elisabeth Krause mit Hrn. Cigarrenfabrikanten Herm. Kodt- low (Berlin).

Verehelicht: Hr. Dr. Arthur See> mit Frl. Käthe Berg (Königsberg), Hr. Bautechniker

Park: Großes Triple-Concert. Auftreten sämmtlicher Gesangs- und Instrumeatal-Künstler.

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Versteigerungstermins die Einstellun eiger nin g des Verfahrens und die Inhaltsangabe zu Nr. 5 des öffent; perbeizuführen, widrigenfalls nah erfolgtem Zuschlag lichen Anzeigers (Kommauditgesellschaften anf Stell D Si t Su e ae D Aktion us Artiengesellschaften) für die Woche É cth das Grundstü>s tritt. Das Urtheil über die vom 9. bis 14. Juli 1888. b ellung des Zuschlags wird am 19. Septem- Es 1888, Nachmittags 1; Uhr, an oben- ezeihneter Gerichtsstelle verkündet werden. Verlin, den 11. Juli 1888. Königliches Amtsgeriht I. Abtheilung 52.

und zur Zeit des Verlustes über denselben Betra lautend, ift angebli< abhanden gekommen und soll behufs neuer Ausfertigung auf den Antrag der ver- wittweten Johanna Baumert, geb. Berg, zu Breslau, für fraftlos erklärt werden.

_Es wird daher der Inhaber des vorbezeichneten Sparkafsenbuhs hiermit aufgefordert, spätestens in dem auf 12. Februar 1889, Vormittags 11È Uhr, an Gerichtsstelle hierselbst, am Schweid-

briefes der Deutschen Hypothekenbank (Aktien-Gesell- schaft) Serie Ia. Litt. C. Nr. 911 über 1000 A, vom A>erbürger August Liepe zu Nauen,

beantragt. Die Inhaber der Urkunden werden auf- gefordert, spätestens in dem auf den 5. März 1889, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeibneten Gericdte, Neue Friedrichstraße 13, Hof Flügel B., part., Saal 32, anberaumten Aufgebotstermine ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen,

(einschließli Börsen-Beilage),

geborene Lehmann, zu Leipzig ist die Kraftloserklä- rung der ihr abhanden gekommenen Police Nr. 1345 der Vaterländischen Lebensversiherungs - Aktien - Ge- sellscaft zu Elberfeld beantragt worden. Es wird der etwaige Inhaber dieser Police aufgefordert, bei dem unterzeichneten Gerichte und zwar spätestens in dem von demselben auf Mittwoch, den 7. November 1888S, Vormitttags 11 Uhr, im Sitzungssaale Nr. 24 anberaumten Aufgebotstermine seine Re<te an-

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Kroll's Theater. Mittwoh: Gastspiel des

Hrn. Heinri<h Bötel. Der Postillon von Lon- jumeau. (Ckapelou u. St. Phar: Hr. Böôtel.) Donnerstag: Erstes Gastspiel der Sigra. Alice

1) Nachts Regen, 2) Abends Wetterleuchten. 3) Abends starkes Gewitter, #4) Nachts Geditter.