1888 / 185 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

Von Landschaften, in denen das Genrebild vorwiegt, sei er- wähnt „Ein Prediger in der Wüste“, von Wilh. Genß, der \ih hier wieder als den trefflihen Kenner des Orients bekundet. An dieser Stelle müssen auch Jan von Chelminski's Bilder genannt werden; ihr Kolorit dürfte manhem nit gefallen. Leopold Bode vereinigt Genre und Landschaft recht hübsch in seinen „Drei Zigeu- nern* ; man glaubt ein Bild aus der alten Düsseldorfer Schule zu erblifen. Die Zahl derartiger Landschaften mit hervorragender Staffage ist zu bedeutend, als daß sie in dieser flühtigen Uebersicht alie erwähnt werden könnten ; unter ihnen sind recht tüchtige Leistungen vertreten. Daß die plein-air-Malerei hier wieder einen weiten Spielraum für \sich in Anspruch genommen. liegt in der Natur der Sache. Diese neue Richtung hat ja, sobald sie niht in Uebertreibungen ausartet, viel für \sich und macht von Jahr zu Jahr mehr Schule. Einige recht verunglückte Leistungen zeigen jedoch, wieviel die Anhänger derselben zu lernen baben, um mit Erfolg die älteren Manieren bekämpfen zu können. Vorläufig ist die Freude an der satten Farbe noch größer, als das Bekagen an diesen oft kreidigen, shattenhaften Malereien, auf denen nur allzuhäufig gerade das zu fehlen scheint, was sie doch vorzugs- weise zur Geltung bringen wollen: das belle Liht. Die plein- air - Malerei hat denn auch, wie naheliegt, in der Genremalerei vielfach Anwendurg gefunden

Derartige abshreckende Schildereien, wie „Die leßte Aussage“ fehlen glückliherweise, wer aber einen Verglei zwischen der alten und neuen Mealweise anstellen will, der betrahte jenes große Bild, auf dem ein Kindermädchen, welches im Wagen ein Baby fährt, und eine alte

rau zu sehen sind, oder ten „Inhalationssaal in Reichenhall“ von

ax Fleischer, dann wird er vor der naturalistischen Malerei doch noch gewisse Bedenken niht los werden, Die Vorwürfe zum Genre sind diesmal wieder so mannigfaltig, wie es diese Gattung der dar- stellenden Kunst eben mit sich bringt. Viel Neues und Eigenartiges wird aber eigentlich nit geboten; oît muß man si sogar wundern, daß die Male unserer modernen Maler eine so wenig ausgiebige ift und Motive als zur Darstellung würdig erscheinen läft, die doch faftish so nihtig und künstlerisch werthlos sind, daß man die angewandte Zeit und Mühe beklagen möchte. Die Forderung, daß der Künstler aus dem Leben \{öpfen soll, sheint von manchen derselben unbeachtet zu bleiben, und so begegnet man den mühsam ausgeklügelten und abgeschmadten Kompositionen, welhe überhaupt keinen ausge- \prohenen Charakter tragen und daher nicht zu fesseln vermögen, selbft wenn die Technik eine tüchtige ist. Zahlreih sind auch diesmal wieder Bilder dieser Art, welche eigentlih nur als Füllsel dienen und dur ihre Eintönigkeit ermüden. Es \cheint fast, als \heuten \sih manche Künstler vor jenem „Griff ins volle Leben“, der ihnen do so viele dankbare Vorwürfe bietet, als fürhteten sie, wegen Behand- lung derartiger Motive für Realisten oder gar Naturalisten verschricen zu werden, während es doh ganz bei ihnen liegt, welher Auffassung in der Schilderung moderner Motive sie huldigen wollen. Diese abgebrauchten Motive wie „Mutteralück*, „Plauderstündchen“, „Liebes- botsdaft“ u. \. w. in ihren typishen Wiederholungen gehören do allmäh- lig einer vergangenen Zeit an; {wer aber wird es demjenigen fallen, welcher die Schöpfungen vieler unserer Genremaler betrahtet, daraus den Charakter und das Eigenartige unserer Zeit zu erkennen; dic Kunst \oll doch aber in ihren Schöpfungen auch das Gepräge der 5 tragen, welche sie repräsentirt, und gerade dem Ge! remaler bietet 1 hierzu gewiß die günstigste Gelegenheit, wie es beispielsweise A. Blunck in seinem „Café Bauer“ thut, womit er sich geschickt an A. Menzel anlehnt, den er auch, hinter eine Glase Bier sißend und das Treiben vor sih beobachtend, auf seinem Bilde gezeichnet hat. Auf einzelne der ausgestellten Leistungen i Genre näher ein- zugehen, würde zu weit führen; es ist hier viel Gutes neben manchem recht Mittelmäßigen zu verzeichnen. E O

Die Geshichts- und S(cchlachtenmalerei ist, wie wir \{chon Eingangs unserer Uebersicht erwähnten, nur {wah vertreten. Die Aujmerksamkeit des den zweiten Saal betretenden Zuschauers wird sih hauptsächlih auf das große Schlachtenbild des verstorbenen Münhhener Professors Franz Adam richten, dessen leider unvollendeter

„Angriff bei Mars la Tour“ uns an die ruhmreichen Thaten des deutschen eeres erinnert. Louis Koliy führt uns den Kronprinzen Friedri ilhelm bei Wörth im Bilde vor, Theodor Rocholl fand ein dank-

bares Motiv in dem „Angriff der 7. Kürassiere bei Vionville“

(18. August 1870), G. Koh malte „Versprengte Kürassiere bei

Sedan“, A. Kempf schildert die Nacht vom 13. zum 14, März im

Dom zu Berlin, E. Hildebrand verseßt uns mit seinea Lutherbildern

in die Zeit der Reformation. „Wauenstein's Ende“ von R. Forell

\chreckt ab durch die zur Schau gebrachten Theile des Leichnams; der

aus dem Tuch herauéragende bereits todtenblaue Arm ist widerlih anzuschauen ; warum der Künstler den ohnehin gräßlihen Eindruck des

\hredensvollen Vorganges noch fo abstoßend erhöhte, ist niht einzu-

sehen, es liegt etwas Barbarisches in dieser Komposition. : Von religiösen, symbolishen und allegorischen

Malereien ist eine vershwindend kleine Zahl vorhanden. P. Händler

hat ein „Ecce Homo* ausgestellt, A. Dietrich einen Christus als Tröster und Heilspender. Auf Hermann Prell's „Ruhe auf der Flucht“ stört der

Engel durh tas absonderlihe unruhige Kolorit. f Possin nennt

eine Aktstudie „Märtyrer“. Paul Meyerheim's lu tige «Frühlings» sinfonie“ ist wohl etwas zu bunt ausgefallen. G. Mader's „Trio“ zeichnet \sih durch prächtigen goldigen Ton aus. Eine ganz eigen- artige Leistung bietet Herm. Clemeny mit seiner „Jllusion“, einer zarten Mädchengestalt auf einer Seifenblase in der Luft s{webend, fihherlih eine originelle Idee; die Zeichnung is recht hübsch auë- geführt und im Kolorit zart abgetönt ; nur hätte die Seifenblase nod

etwas subtiler und vor allen Dingen plastisher gemalt werden sollen.

Das S tillleben, die Domäne der malenden Damen, ist mehr als zu reihlich vertreten. Auch hier dürfte chwerlich noch etwas Neues zu schaffen sein; es erübrigt den Malern und Malerinnen hier nur noch, sich in der technischen Ausführung zu übertreffen, und man muß gestehen, daß einzelne von ihnen es bereits zu einer staunenswerthen Virtuosität darin gebracht haben. In der Komposition am groß- artigsten und ebm aron gehalten find die beiden magtigen Stillleben von Albert Hertel, die thatsählih hervorragende Zierden jedes Speisesaals werden dürften. Der Maler giebt seinen Früchten und Geräthscaften einen imposanten Hintergrund, wie man ihn auf fürstlihen Porträts sieht: eine Säule mit reiher Draperie \{ließt eine ofene Halle ab welche den Ausblick auf eine Landschaft heroischeu L Mente: gewiß eine hübshe Idee, welhe bald Nachahmung

nden wird.

Wir schließen unsere flühtige Uebersiht mit der Erwähnung der orträtmalereien ab. Sie sind ret stattlih vertreten und aus der and der tüchtigsten Porträtisten finden wir hier eine erfreuliche An-

zahl. So sehen wir Bilder, deren Signatur Namen trägt wie Lud- wig Knaus, Gussow, Emile Wauters, Hellgvist, Ferdinand Graf Harra, C. Freyberg, Hugo Vogel u. a m. Ferner find ausgestellt Werke von P. Sleing, Al. Erdtelt, Koner, Wichgraf, A. Holm, Crola, P. Bülow, Biermann, Nils Gude, C. Hertel, Fr. Heyser, Paulsen, G. Richter, Lazar Rosenberg, E. Teschendorf u. a. m.

Auch bei den diesmal ausgestellten Porträts, namentlich denjenigen von Damen, in Lebensgröße, ist zuweilen das Hauptaugenmerk wieder mehr auf das Kostüm und die Wiedergabe der Schönheiten des Stoffs in den Kleidern, deren Besaß und Ausstattung gewandt, als auf das Gesicht, dessen Behandlung, eigentlich die Hauptsace, zur Reben- sache geworden ist. Statt einer Dame in M sieht man übrigens diesmal eine solhe in Schwarz auf hellblauem Hintergrunde.

So bietet die LX. Ausstellung, bei deren Betrachtung man nit vergessen darf, daß gleichzeitig eine von der deutshen Künstlerwelt be- \chickte in München stattfindet, im Großen und Ganzen einen recht zufriedenstellenden Anblick.

Som e e E des Vereins für Hinderniß- Rennen auf der Rennbahn zu Charlottenburg. Zweiter Tag. Mittwo, den 18. Juli. : : :

I. er. Herren-Reiten. Sieger für 2000 M fäuflih. Distanz ca. 800 m. Von 15 angemeldeten Pferden ershienen 8 am Ablaufépfosten. Des Rittmeisters von Boddien 3 jähr. F.-H. „Raufbold“ (fr. Roland) unter Lieut. Graf H. Dohna s{chlug des Hrn. v. Tepper-Laski 3 jähr. F.-St. „Bagatelle“ unter Lieut. von Gräveniß sicher mit einer Länge, Zwei Längen zurück wurde Lieut. Graf Bredow's br. St. „Comana® unter ihrem Besißer Dritte. Werth des Rennens: 1420 4 dem Sieger, 260 (. der Zweiten, 160 4 der Dritten. Sieger wurde nicht gefordert. :

II. Entshädigungs-Hürden-Rennen. Preis 1000 Der Sieger is für 3000 Æ käuflih 2c. Distanz 2600 m Von 6 argemeldeten Pferden ershienen 4 am Ablaufspfosten. Hrn. O. Germann's sjähr. F.-St. „Marketenderin“ war den Konkurrenten ent- schieden überlegen und siegte nah Gefallen mit anderthalb Längen gegen Mr. G. Sear’s br. St. „Audit“. Zwanzig Längen hinter dieser passirte des Lieut. v. Skopnik br. H. „Mestize“ als Dritter das Ziel. Werth des Rennens: 1660 A der Siegerin, 585 6 der Zweiten. Die Siegerin, welhe mit 1500 #4 eingeseßt war, wurde in der Ver- steigerung für 2750 A zurüdckgekauft. , / /

III. Thorner Jagd-Rennen. Offizier - Reiten. Distanz 2500 m. Zu diesem Rennen waren 18 Pferde angemeldet und 12 er- schienen am Ablaufspfosten, die nah einem sehr \{höônen Lauf vor der Tribüne ein {chönes Schlußgefeht lieferten, bei dem Lieut. Sélüter's 4jähr. F.-St. „Hymenaea“ unter ihrem Besitzer die gleihfalls von ihrem Besißer gerittene F.-St. „Cara“ des Lieut. von Sydow mit einer halben Länge \{lug. L Längen hinter dieser wurde die F.-St. „Rheda“ des Lieut. Suffert 1T, geritten von Lieut. Suffert 1., Dritte, drei Längen vor Lieut. a. D. Winckel's \{w. H. „Partner*, der unter Lieut. von Grävenig Vierter wurde. Werth des Rennens: 1380 4 der Siegerin, 360 der Zweiten, 260 M der Dritten, 160 4 dem Vierten.

1IV, Juli-Handicap. Jagd-Rennen Distanz ca. 5000 m. Dem dritten Pferde bis 500 (G aus den Einsäßen und Reugeldern. Von den angemeldeten 14 Pferden erschienen 6 am Ablaufspfosten. Nach einem scharfen Lauf \{chlug des Grafen Sierstorpff-Franzdorf a. br. St. „Laty Mildred“ des Rittmstr. v. Schmidt-Pauli 6 jähr. F.-St. „Ruby“ mit einer halben Länge. Des Hrn. v. Tepper-Lask br, W. „Tommy* wurde 10 Längen zurück Dritter. Werth des Rennens 3400 Æ der Siegerin, 600 # der Zweiten, 400 4 dem Dritten. „Cork“ kam zwar als Dritter ein, wurde aber distanzirt, da er eine falsche Bahn gelaufen war. | S

V, Ahorn-Jagd-Rennen. Herren-Riiten. Der Sieger ist für 5000 M fäuflih 2c. Distanz ca. 3600 m Für dieses Rennen waren 16 Pferde angemeldet und 8 erschienen am Ablausspfosten. Des Lieut. Suffert I. 6 jähr. br. St. „Idee“ unter ihrem Besiger führte vom Fleck und siegte leiht mit drei Längen gegen des Majors von Zansen-Östen a br. St. „Nil Admirari“ unter Lieut. v. Gräveniß. Fünf Ungen hinter der leßteren landete des Hrn. O. Spiekermann br. H. „Imperial“ unter Mr. Eyre. Werth des Rennens 2110 M der Siegerin, 350 X der Zweiten. „Idee“ wurde für 4200 #4 zurüdckgekauft ; sie war mit 3500 # eingeseßt. i:

VI. Don Merino-Hürden-Rennen. Preis: 2000 ( dem ersten, 500 X dem zweiten Pferde. Altersgewiht. Gewichtsbestim- mungen. Distanz ca. 3600 m. Dem dritten Pferde die Einsäße und

erden ershienen nur fünf am Ablaufspfosten. Des Lieut. v. Wih-

Pf

leben 4jähr. br. H. „Don Merino“ fiegte wie er wollte fast im Canter mit vier Längen gegen des Hrn. F. Bothe sjähr. F.-H. e„Ruppsippos*“. Drei Längen dahinter folgtc Hrn. O. Oehlschläger's dbr. d. „Ascold® und weitere zwei Längen hinter diesem wurde ; Schmidt's a. F.-St. „Tabula rasa* Vierte. Werth des Rennens: 2660 M dem Sieger, 450 4 dem Zweiten, 250 4 dem Dritten.

Potsdam, 19. Juli. (W. T. B.) Der _„Circolo della caccia“ in Rom, dessen Ehren-Präsident Se. Majestät der König Humbert is, übersandte einen künstlerisch gearbeiteten Bronzekranz an den italienishen Botschafter, Grafen de Launay, um denselben am Sarge A A1 Kaisers Friedri ch, Allerhöhstwelher Ehrenmitglied der Ge « aft war, niederzulegen. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm ließ für diese Sendung Seine Genugthuung ausdrücken, und auch Jhre Majestät die Kaiserin Friedrich sprach JIhrerseits die lebhafte Dank-

- barkeit für diesen neuen Beweis der Sympathie aus.

London, 18. Juli. (W. T. B.) Wie das „Reuter'she Bureau“ aus Yokohama von gestern meldet, erfolgte in der Näbe der Stadt Takamatsu der Ausbruch eines Vulkans. 400 Per- sonen sollen hierbei umgekommen und gegen 1000 verleßt worden ein.

Rom, 19. Juli. (W. T. B.) In vergangener Naht herrschte bier ein heftiger Orkan, der an den Häusern vielfah Be- \{chädigungen anrihtete und u. a. von dem Hotel der spanischen Bat- \chaft beim Vatikan einen Theil des Daches fortriß.

Literarishe Neuigkeiten und periodishe Shriften.

Aus der Praxis der früheren Haftpfliht-Geseßt- gebung in Deutschland und der sih an dieselbe anschließenden Unfallversiherung. Von Dr phil. Adolf Lehr, Direktor der Allgemeinen Unfallversiwerungs - Bank in Leipzig. Leipzig, Verlag von Giesecke u. Devrient.

Deutsche Medizinal-Zeitung. (Verlag von Eugen Groffer in Berlin.) Nr. 57. Inhalt : Bordoni-Uffreduzzi: Ferrari-Bonome- Paulson, Levra Schef, Rudimentäre Zähne, Zahnfleishwangen- fistel. Sutton, Odontome.' Miller, Zinn und Gold zur Zahn- füllung. Cohn, S6ularztdebatte. Kallivoda von palte, Cholera in Kroatien. Bock-Hufeland, Buch vom gesunden und kranken Menschen. Chievici, Scheintodte und Leichenhäuser. Morie, Diuretishe Wirkung des Bieres. Reichardt, Ableitung der Abfallstoffe. Wiener, Kommentar zum Obduktionsregulativ. Seliger, Tod durch Verbrennung. Motet, Falshe Zeugen- ausfagen der Kinder yor Geriht. Bircher, Kriegsheilkunde. Flashar, Verwaltung des Garnisonu-Lazareths. Italien. Chirurgen: Kongreß. (Schluß): Cyste des Mesenterium; Cholecystektomie mit

eilung; Nephrektomie bei wandernder Niere; Hernia inguinalis;

hron. SFntussusception; Gastroenterostomie wegen Pyloruskarzinoms. London. mediz. Gesells. : Eklampsia rotans ; Funfktionelle Hand- kontraftur ; Jkterus durch Obstruktion des Gallenweges; Larynx- papillome. Co!lectanea medica: Verbreitung der Tuberkulose durch Stubenfliegen; Antipyrin-Vergiftung; Doppelmißgeburt. Geheimmittelunwesen. Vermischtes. N

Deutsche Gemeinde-Zeitung. (Verlag von P. Stankiewicz Bu(druckerei, Berlin 8SW. 19.) Nr. 28. Jhnhalt: Die Be- werbung um vakante Stellen im höheren Kommunaldienst. Lebens- stellung und Beruf in ihrem Einfluß auf die Sterblihkeit. Gesey- entwurf, betr. die Alters- und Jnvalidenversiherung der Arbeiter. Kammergerichtlihe Entscheidung, betr. die Schliekung der Gastwirth- \haften während des Gottesdienstes. Reichsgerichtlihe Entscheidung, betr. die Störung des Gottesdienstes Die Entlassung der mit dreimonatlicher Kündigung angestellten Gemeindebeamten 56 Nr. 6, Städte-Ordnung vom 30. Mai 1858, inquartierung der Miethswohnungen der Offiziere im Ben Bierverkauf im Umherziehen Die dreizehnwöchige

artezeit bei versiherungspflihtigen Unfällen. Gewerbliher Wohn- bp der Schiffer. Vertretungskosten für als Zeugen vernommene

eamte. Wasserverbrauh großer Städte. Säuglingssterblichkeit in verschiedenen Ländern Europas. Gemeindeshulwesen, Fortbil- dungs\hule, Vermögensverkbältnisse der Bevölkerung Berlins. Oeffentliche Haushaltungs\chulen zu Frankfurt a. M. Christlicher Verein zur Hebung der öffentlichen Sittlichkeit für Deutschland zu Köln. Städtishe Steuern in Husum. Staatswissenschaftlihe Literatur. Beilagen: 1) Deutsher Gemeinde- Anzeiger und Schul- Anzeiger Nr. 28. 2) Archiv für Verwaltungsreht Bd. X1V.

Deutsche Beamten-Zeitung. (Berlin SW., Belle-Alliance-

Play 8.) Nr. 14. Inhalt: Beamter-Reht und -Pflicht. Kaiser Wilhelm's Andenken in Blumenspenden. Kurorte und Sommerfrischen, als Fortseßung : 6) Eberswalde, 7) Bad Freienwalde, 8) Bad Iohannistha!, 9) Buckow und 10) Wasserheilanstalt Feld- berg. Vergünstigungen in Bädern und Gasthöfen, Beamten- erholungen. Die Postämter der Großmächte in der Türkei. Be- kfanntmahungen des Vorstandes. Vergünstigungen für die Mit- glieder. Bekanntmachungen der Zweigvereine. Ünteroffiziershulen. Die Aenderung des Datums in einem Vollmachtsformular ift niht als Urkundenfälshung zu kestrafen. Bedarf an Steuerbeamten Seitens der Freien und Hansestadt Hamburg. Altersstufen- Gehaltsbeträge und -Zeitabschnitte eiuzelner Beamtenklafsen der Staats- Eisenbahnverwaltung. Verschiedene kleine Mittheilungen. Litera- tur und Kunst. Feuilleton. Inserate.

Reugelder bis zu 300 A Von 17 zu diesem Rennen angemeldeten

Wetterbericht vom 19. Juli 1888, heute vom Ural bis nach Ostdeutshland. Ueber 8 Uhr Morgens. West-Europa ist das Barometer allenthalben ge- S = | stiegen, doch sind die Winde an der westlichen briti- SÈZE = Ä | sen Küste wieder nah Süden zurückgedreht. Ueber S S SSA C int O O A m eh ; L ; D B rüben und kühlen Wetters \{chwache, vorherrschen Sen. Ss D, O T l westlihe Winde, au fiel gestern fast allenthalben S S S 2 Regen. Obere Wolken ziehen über Oftdeutshland 2 —S | aus südlicher Richtung. Mullaghmore | 759 |ONO 2lbedeckt 14 Deutsche Seewarte. Aberdeen . . | 759 |WNW 1\wolkenlos | 17 a 12 Mo a 1 openhagen . 2 bede : St Peteraburg 752 NO ‘1/heiter 17 Theater 2 Anzeigen. Mokfau . „750 N _1bedeck _\__] Victoria- Theater. Freitag: Mit gänzlich Ga, Hmeens- 759 |N 1 beiter 16 | neuer Ausstattung: Die Kinder des Kapitän Helder l Ea N 4/Regen 14 | Grant. Ausftattungs\tück in 12 Bildern. ylt ....| 752 |NO 2 wolkig 15 D bura de | 720 (NNO 2e | 19 | Friedrich - Wilhelmstädtishes. Theater. Neufahrwafser 747 V 1 bededt 16 l R Se Operette in 3 Akten von E —— L S 9 E 15 ‘Jm prachtvollen Park um 6 Uhr: Großes e E n Triple - Concert. Auftreten erster Gesangs- und Karlsruhe .. | 755 |SW 4Regen 15 Instrumental-Virtuosen. Mie gaden Í (b n A i Sonnabend: Im Theater: Fatiniza. Jm Chemniy ** | 752 |[WSW 4 wolkig 15 Bat! Großes Triple-Concert. Auftreten sämmtlicher Berlin. . . . | 750 ftillsbedeckt | 17 | Vesangs- und Instrumental-Künsller, Wien ....| 754 |[W 3\Regen_- 13 E R - e S ret E Kroll's Theater. Freitag: Gastspiel des Hrn. S egen!) Heinuris Bôtel und der Frau Garlatts Grell ; artha, oder: Der ar u mond. 1) Morgens Séivilter, (Lady: Fr. Grofst. Lyonel: Hr. Bel.) Uebersicht der Witterung. * Sonnabend: Der Wildschüg. Die Zone niedrigen, unter 750 mm liegenden Luft- | Täglich: Bei günstigem Wetter vor und nah der Vorstellung, Abends bei brillanter elektrisher Be-

drudcks hat ih ostwärts vershoben und erstreckt sich

leuchtung des Sommergartens : Concert.

Belle-Alliance-Theater. P A s

ufzügen na ; Ma Madame Carl Görli

lott.

Scchwedi Geschwister Veroni , Sonnabend: Zum 17.

ierauf : roßes Sommerfest.

Das elfte Gebot. . Sch. von Albert Teller. Posse in 1 Akt von

Vor, mäbeaib und nah der Vorstellung: Großes |

Elite- und Monstre-Concert. Auftreten der Wiener Volks\ängergesellshaft Kriebaum u. Nowak, des ersten \chen Damen-Sextetts, des Kärnthner Damen- Terzetts Alpenveilhen und der Gesangsduettistinnen genannt die Goldamseln. Brillante Illumination des Gartens. Male: Das elfte Gebot. Madame Flott. Im Garten: 1 Großes Doppel - Concert. Auftreten sämmtlicher Sängergesellschaften.

Dr. phil, E. Börnstein (Berlin). Hrn. Hülfs- Staatsanwalt Hegelmaier (Ulm). Hrn. Aug, Böhm (Ruhrort). n Dr. med. Fr. Köbel (Stuttgart). Hrn. Diakonus Dr. Salzmann (Liebenzell). Hrn. Lieutenant v. Cramon (Breslau). Hrn. Draor Dr, Paul Ewald Leipzig). Hrn. Pastor Johannes Hoppe (Blum- erg). Eine Tochter: Hrn. Premier- Lieutenant v. Rothkirch und Panthen ( teglitz).

Hrn. Baron H. v. Brockdorff (Kastorf). rn. Dr. med,

Großes Doppel-

Freitag: Zlim Schwank in

rn. A. Pagendorf (Hannover). ugen Schwary (Gleiwiß). Gestorben: Frau Major Gertrud Rabe von appenheim, geb. von Goßler (Düsseldorf). r. Reg.-Baumeister Hermann Rust (Berlin). ‘Hrn. Dr. med. J. Hoffmann Tochter Gertrud (Forsthaus Tornow). —, Frau Kreisgerichts-Rath Julie Scchulz, geb. Süß (Potsdam). Or. Mühlenbesißger Wilhelm Rubah (Fallingbostel). Hr. Landwirth Gottfr. Theod. Bundt (Königs- berg). Frau Elsbeth Blumberg, geb. Knobbe

weites

Familieu-Nachrichten.

Verlobt: Frl. Marie Wiedfeldt mit Hrn. Predigt- Oppermann ‘(Estedt bei Gardelegen). Frl. Martha Stra eimburg (Hannover). Frl. Meta rn. Marine-Schiffbau-Ingenieur Hans

amtskandidaten Franz

Lieut. von Wisch mit

Johow (Belum—Kiel). Frl. mit Hrn. Dr. med. Albert Creuß (Köln). Frl. Charlotte Le mit Hrn. Dr i Schustehrus. (Neuhäuser). fer

rn. Friedrih rake a. ilmowski mit Hrn. Berlin—Steinbach-

g Geboren: Ein Sohn: Hrn. Reihsbank-Buch- halter Joseph Hildebrand (Friedenau). Hrn.

mit artens Gre Frl. Klara von Geri n eff}sor Wiarda (

Hallenberg).

S Germ. Sundhausen bei Gotha). Hr. Zahnarzt ustav Siedentop (Helmstadt).

mit Hrn.

Redacteur: J. V.: Siemenroth. Berlin: : Verlag der Expedition (I. V.: Heidri ch).

Druck der Norddeutshen Buchdrudckerei und Verlags- Anstalt, Berlin 8W., Wilhelmstraße Nr. 32. Fünf Beilagen (einshließlich Börsen-Beilage), sowie das Verzeichuiß der gekündigten und

ek noch rückständigen Stamm-Aktien der Nieder- \chlefisch- Märkischen Eisenbahn.

Helene Holthausen

. med. Erich. elene Wierichs W.—Han-

‘April 1866 v. Pfahlbronn, 35) Holz, Wilhelm,

zum Deutscheu Reichs-Anzei

C 185.

1. Steckbriefe und Untersuchungs-S L 2. Zwangsvollstreckungen, s ebote Bo

L erkäufe, Verpachtungen, Verdingungen 2c.

Verloosung, Zinszahlung 2c. von öffentlichen Papieren.

ufgebote, Vorladungen u. dergl.

Erste Beilage

Berlia, Donnerstag, den 19. Juli

ger und Königlih Preußischen Staats-Auzeiger.

1888.

: P E; f j 5. Kommandit-Gesellschaften auf Aktien u. Aktien-Gesellsch. 6. Berufs-Genofs\ t Deffentlich én Anzeiger. s Becher Act ui ‘deuten Zettelbanken.

Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Steebbriefe und Untersuchungs - Sachen.

[21808] Steckbrief. : Gegen den unten beschriebenen Kaufmann und In

spektor, früheren Omuibus-Kontroleur Georg Suhre, n 13. Ap zu Bremen, evangelisch, welcher flütig ist oder sich verborgen bält, ift Hnufgebote Vorlad dal ¿S Z f vrtadungen u. 5gi.

maliger Vorbestrafung wegen Betruges in den Akten

geboren am 13. April 1855 zu die Untersuhungshaft wegen Betruges nah mehr

J. IV e. 431. 88 verhängt.

4 Es wird ersucht, den selben zu verhaften und

in das Untersuchungs

Verlin,, den 10. Juli 1888. A daa e a __ veim Königlicßen Landgericht I. Beschreibung: Alter ca. 33 S

e Ei Mer BagD und Ptund gewöhnlia, Zäbne gesund, Kinn rund Gesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deutsch Kleidung dunkel.

[21807] Steekbrief.

Gegen 1) den Arbeiter Karl Ludwig Theodor Gieëfe, am 10. Oftober 1848 zu Moderphul, Kreis Friedeberg, geboren, evangelish, zulegt in Remicken- dorf wohnhaft gewesen, 2) den Gärtner Richard Ehrenfried Anton Neumann, am 17. Jaguar 1866 in Neu-Brandenburg geboren, evangelisch, zuleßt in Reinickendorf wohnhaft gewesen, welche flüchtig sind, soll eine dur vollstreckbares Urtheil des Königlichen Landgerichts IL., Strafkammer IL., zu Berlin vom 27. April 1828 erkannte Gefängnißstrafe von je i | Es wird ersucht, dieselben zu verhasten und in èas rähste Amts- geriht8gefängniß abzuliefern, welches um Straf- vollstreckung sowie um Nachricht zu den Akten I. L.

vier Monaten vollstreckt werden.

11/88 ersucht wird. Berlin, den 7. Iuli 1888,

Königliche Staatëtanwaltschaft beim Landgericht II.

[21806] i s Peter, Emil Reinhold, Tis&ler, geb. am 23. Ia-

nuar 1864 zu Reichenbach, hiesigen Bezirks, zuleßt

in Leipzig aufhältig, hat sih in den Jahren 1884 bis 1888 vor feiner Ersaybehörde gestellt. Es wird gebeten, denselben im Betretungsfalle festzunehmen und der nächsten Ersaßbehörde zur außerterminlihen Musterung als unsichern Heerespflichtkgen zuzuführen. Roda, Sawsen-Altenburg, den 13. Juli 1888. Der Civilvorsitende der Ersatz-Kommission. Gerstenbergt, Herzogl. Landrath.

¡21093 Kgl. Staatsanwaltschaft Ellwangen. Durch Besluß der Strafkammer des K. Land- gerichts hier ist das Vermögen der nachstehend be- zeihneten Wehrpflichtigen gemäß §. 326 St. P. O M u Höhe von 500 mit Bes§lag belegt rden : 1) Beifiwenger, Karl August, Graveur, geb. 25, Septewber 1867 v. Gmünd, 2) Pfeifer, Friecd- ri, Bauer, geb. 8, Dezember 1267 v. Kitzinghof, Gèe, Vartbolomà, 3) Wilhelm, Andreas, Schneider, geb. 5. April 1867 v. Unterböbingen, 4) Barth, Wilhelm, Schubmater, geb. 25. September 1865 v. Oberkocen, 5) Väuerle, Johannes, Werks- arb.iter, geb. 25, März 1865 v. Essingen, 6) Bren- ner, Sebastian, Schneider, geb. 9. Januar 1865 v. Attenbofen, Gde. Hofen, 7) Eußlin, Georg Hriedrih, Kaufmann, geb. 22. Februar 1866 v. Aalen, 8) Holzbaur, Georg Karl, geb. 1. Februar 1865, Kammmacher v. Aalen, 9) Säugling, Karl Gottlieb, Mezger, geb. 14. Januar 1865 v. Aalen, 10) Schaupp, Franz Xaver, Mühlenbauer, geb, ârz 1865 v, Oberkohen, 11) Stegmaier, Mathäus, Schmied, geb. 30. November 1865 v. Essingen, 12) Finkh, Jakob Gottlob, Kaufmann, geb. 11. Januar 1865 v. Giengen a. B., 13) Jun- ginger, Adolf, Kaufmann, geb. 9. Januar 1867 v. Mergelstetten, 14) Kayser, Karl August, Bäder, geb. 12 Februar 1866 v. Steinheim, 15) Schwarz, Christian, Kaufmann, geb. 5. April 1866 v. Heiden- heim, 16) Straub, Karl erdinand, Wagner, geb. 1, September 1867 v. Bolheim, 17) Merz, Adam Karl, Schlosser, geb. 27. August 1865 v. Bopfingen, 18) Verkhemer, Gottlob Reinhold, Kaminfeger, geb. 6, September 1867 v. Welzheim, 19) Fritz, Vilhelm Karl, Suster, geb. 19. Juli 1867 v. Schafhof, Gde. Welzheim, 20) Strotbeck, Wilhelm riedrih, Meßger, geb. 6. April 1867 v. Königs- ronnbof, Gde. Rudersberg, 21) Rinker, Christian, Dâder, geb. 14. Oktober 1867 v. Lor, 22) Eisele, Fobann Eduard, Metzger, geb. 15. Januar 1867 v. L ad, 23) Fauth, Gottlieb, Fabrikarbeiter, fe 23. Februar 1867 v. Oberurbach, 24) Greiuer, L 0 Heinrich, geb. 25. November 1867 v. Adelberg, 7) Steinbroun, Karl Andre28, Weingärtner, geb. Fri Mai 1867 y. Winterbach, 26) Wendling, Karl Priedrih, Dosenmather, geb. 8. Juni 1867 v. Adel- trl 2) Wolf, Daniel, Die-stkneht, geb. 27. Sep- Se 1867 v. Beutelsbah, 28) Beiftwänger, aur Schuster, geb. 11. Juli 1867 v. Börtliagen, 180g e eA Auguît Friedrich, Bauer ; geb. 9. August B v. Unterschneidheim, 30) Krämer, Anton, Ghaere geb. 16. November 1867 v. Herlingöhof, Me Rosenbera, 31) Mack, Johann Heinri, Steger, geb. 18. Januar 1867 in Garxhardt, Gde. 19 g a 32) Röther, Heinri, Wagner, geb. 33; ugust 1867 in Himmelreich, &@de. Neuler, ¿prBahl, Alois, Maurer, ged. 20. April 1866 v. Uhlerthann, 34). Möftner, Julius, Kellner, geb.

eo. 16, Januar 1865 in Tübin en, 36) Straub,

ib : 3 Jahre, Größe 1 m 68 cm, Statur unterseßt, Haare hellblond, nah hinten geïämmt, Stirn hoch, Bart: röthlich blonder Augen blau, Nase

wird.

muth, 1866 v. Holcnstein, Gde. Vühlerzell. H. - Staatsanwalt Megtler.

Mangoldshausea, Gde. Bübhlerzell, 37) Wilder- Iohann Christian, Dienstkneht, geb.-15. April

[62393] Ausfertigung. Aufgebot. Auf dem Anwesen _ der Bauers8eheleute Andreas

und Anna Maria Staudigl in Demlinz ist im

Hypothekenbuhe für Demling Band I S. 254 an

I. Rangstelle für Johann Staudigl von Demling

2) Zwangsvzollstreckungenu,

21869] In Sachen,

Nr. 358 b. an der Wasserstraße zu Wittenburg ha

lung Termin auf den 13. August 1888 or mittags 10 Uhr, bestimmt N und die Rechnrung des Sequesters werden

' | Gerichtsschreiberei , Abtbeilung

* | streckungen und Konkurse, niedergelegt sein.

Wittenburg, den 16. Juli 1888. Chriitmas, Afkt.-Geh.

Sormer Carl Erdmarn

werden, Blankenburg, den 11. Juli 1888. Herzogliches Amtsgericht. H. Sommer.

[62389]

angebli verloren gegangen und soll auf Antrag des Karl Pagel zum Zwecke der neuen Ausfertigung amortisirt werden. Es wird daher der Inhaber des Buchs aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine am 29. September 1888, um 10 Uhr Vor- mittags, bei dem unterzeihnetea Gerichte seine Rechte geltend zu machen und das Buch vorzulegen, V a die Kraftloserklärung desselben erfolgen ird. Rummelsburg, den 12. März 1888. Königliches Amtsgericht.

[9700] Aufgebot. Die früher zu Köln, jeßt zu Bonn wohnende, zum Armenreht zugelassene Dienstmagd Caroline Engelbert, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Bod, bat das Aufgebot des auf ihren Namen lautenden Sparkassen-Quittungsbuhes B. 1 Lol. 583 der städtischen Sparkasse zu Köln, über einen Betrag von 1636,12 f Sechs8zebn hundert sech8s und dreißig Mark zwölf Pfennig pro 1. April 1888 beantragt. Der Jnhaber des Sparkassenbuches wird aufgefordert, spätestens in dem auf Dienstag, den 8. Januar 1889, Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte an ordentlicher Gerichts- stelle anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und das Sparkassenbuch vorzulegen, E die Kraftloserklärung desselben erfolgen ird. Köln, den 11. Mai 1888. (L. 8.) Königliches Amtsgericht. Abtheilung. XI.

[62434] zie Musgebot, Das angebli verloren gegangene Sparkassenbu der Halberstädter Kreis-Sparkasse T Tas üb 393,31 F, ausgefertigt für Heinrih Rudolph, soll auf den Antrag des Großspänners Heinrih Rudolph zu Schlanstedt aufgeboten werden. Der Inhaber dieses Buchs wird aufgefordert, spätestens im Aufgebotstermine den 26. September 1888, Vormittags 11 Uhr, bei dem unterzeichneten Gerihte Zimmer Nr. 11 sein Recht anzumelden und das Buch vorzulegen, wipigenale die Kraftloserklärung desselben erfolgen wird. Halberstadt, den 14. März 1888.

Königliches Amtsgericht. Abtheilung 1V.

(21888) Aufgebot. Frau Friederika von Bilow, geb. von Bilow, in Dessau, hat das Aufgebot der nachbenannten Prämienpfandbriefe der Deutschen Grundcreditbank zu Gotha, nämli: i Abtkeilung I. Serie 1910 Nr. 38183 und 38184, Abtheilung 1. Serie 2890 Nr. 57793, 57794, 57795, 57796 und 57797, Abtheilung II. Serie 4358 Nr. 87141,

über je 300 M beantragt. Der bezw. die Inhaber der Urkunden wird bezw. werden aufgetordert, spätestens in dem auf den 2. Februar 1892, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte im Zimmer Nr. 5, anberaumten Aufgebotstermin seine bezw. ihre Rechte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigen- falls die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen

Gotha, den 14. Juli 1888.

/ : betreffend die Zwangsversteiaerung Gefängniß zu Berlin, Alt-Moabit 11/12, a‘vzuliefern. des Arbeit8manns Iohann Woeblcke’ {hen Wohnhauses

das Großherzoglihe Amtsgeriht zur Abnahme der Rechnung des Sequeîters, zur Erklärung über den Theilungsplan, sowie zur Vornahme der Verthei-

Der Theilungéplan , des vom 17, d M. an zur Einsicht der Betheiligten auf der für Zwangsvoll-

{21871] In der wangsvollstreckungssahe des Gastwirths Wilbelm Baars zu Kattenstedt, Klägers, wider den

zu Neuwerk, Beklagten,

Zur Erklärung über den Vertbeilungéplan, sowie zur Vertheilung der Kaufgelder witd Teriin auf den 17. Augast 1888, Morgeus 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Amtsgerihte anberaumt, wozu die Betheiligten und der Ersteher biermit vorgeladen

Das Sparkassenbuch der Kreis\parka\se Rummels- burg Nr. 1189 über 49 Æ 70 S ausgefertigt, E die Tagelöhner Karl Pagelsche Vormundschaft ist

eine Kaution von dreihundertfünfundachtzig Gulden eingetra ah forsch

le Nachforshungen nach dem rechtmäßigen In- haber dieser Forderung blieben erfolgíos. S

Da nun mit Rücksicht hierauf und auf die Zeit

des geschehenen Eintrags die obigen Andreas Und Anna Maria Staudigl die Amortisirung dieser Hy- t | pothek beantragt haben, so werden hiermit alle die- Jentgen, wele auf das besagte Hypothekkapital Rechte geltend machen zu können glauben, zur Anmeldung der leßteren bei dem unterfertigten Gerichte P „binnen sechs Monaten, jedenfalls spätestens im Aufgebotstermine unter dem Rechtsnactheile aufgefordcrt, daß im Falle der Anmelde - Unterlassung fraglihe Forderung dur Ausschlußurtheil für erloschen erklärt und die Löschung N Dypothet im Hypothekenbuche angeordnet werden Als Aufgebotstermin wird

Montag, 26. November 1888, Vormittags 9 Uhr, im dieëgeri®tlichen Sigzungsfaale bestimmt. JIngolftadt, 3. März 1888.

Kgl. bayr. Amtsgericht.

A n

as Königlihe Amtsgeriht München I., Abtheilung A. für Civilsachen,

hat am 9. Juli laufenden Jahres folgendes

Aufgebot

erlassen:

Es ist zu Verlust gegangen ein Depositenschein der

hiesigen bayerisäzen Vereinsbank vom 19. Oktober

1882 Nr. 1443, wornach Fräulein Adelaide Freiin

von Völderndorff verschiedene Werthpapiere in einen

Gesammtnominalbetrag von 53 896 M als offenes

Depot bei dieser Bank hintcrliegen hat. Es wird

nun auf Antrag des K. Ministerialrath8s Hecrn Dr.

Otto Freiherrn von Völderndorff äls bevollmäßtig-

ten Vertreters der Freiin Adelaide von Völderndorf

der Inhaber dieses Depositenscheins aufgefordert,

längstens im Aufgebotstermin am

Montag, den 18. Februar 1889,

i _ Vormittags 9 Uhr,

im diesgerichtlichen ißungézimmer Nr. 18/1

(Augustinerstock) seine Rechte anzumelden und den

Depositenschein vorzulegen, widrigenfalls desscn Kraft-

loserflärung erfolgen wird.

München, den 10. Juli 1888,

Der geschäftsleitende Königliche Gerichts\chreiber.

zu Kotschanowit, vertreten durch den Rechtsanwalt Rosentktal zu Kreu:burg O.-S., werden n Die- jenigen, welche Eigcnthumsansprüche auf das zu Kot!chanowißz belegene, unter Nr. 127 des Grund- buchs verzeichnete Uckergrundstück von 41 a 40 qm geltend zu machen haben, aufgefordert, ihre Rete auf das Grundftück spätestens in dem auf den 15. Of- tober 1888, Vorm. 11 U9r, an Gerichtsstelle, Zimmer Nr. 10, anberaumten Termine anzumelten und zu bescheinigen, widrigenfalls sie damit aus- geshlofsen und Antragsteller als Eigenthümer des gedahtcn Grundstücks eingetragen werden wird. Kreuzburg O.:S., den 11. Juli 1888. Königliches Amtsgericht.

[21882] Aufgebot.

Zur Erwerbung eines Aus\hlußurtheils behufs ihrer Eintragung in das Gcundbuch als Eigenthümer haben die nahbenannten Personen das Aufgebot der nahbezcihneten Grundstücke in Antrag gebracht, R p pötter Job

,_a, der Kötter Johann Gerhard Robert gt. Koppert in Estern, der Parzelle Flur 21 Nr. T92/68 jeßt 899 und 909/658 der Gemeinde Estern Büren, b. der Zeller Johann Heinrich Effsing in Almsick, der Parzelle Slur 13 Nr 797/268 jeßt 836/797(268) der Gemeinde Almsick,

c. die Wittwe Kaufmanns Engelbeit Kemper, Caroline, geb. Borggreve, in Stadtlohn, der Parzelle Flur 23 Nr. 645/257 jeßt Nr. 966/258 ch2c., Gemeinde Stadtlohn,

d. der Neukötter Johann Eppenbrock in Nichtern, der Parzelle lur 13 Nr. 762/257 jetzt 822 und 823/257 der Gemeinde Südlohn,

e, die Chegatten Kaufmann Theodor Triep und Elisabeth Josepha fe, geb. Decking, in Ahaus und der Dr. med. Engelbert Johann Arnold Decking zu Stadtlohn, die ideelle Hälfte der Parzelle Flur 16 Nr. 134/22a. jet 154/(134)22 a. der Ge- meinde Almsick.

Es werden deshalb alle Dicjenigen, welhe Eigen- thumsansprüche auf eines der zu a. bis d. bezeich-

neten Grundstücke und auf die ideelle Hälfte der

zu e. benannten ae geltend zu machen haben,

aufgefordert, ihre Rehte und Ansprüche - bei dem

unterzeichneten Amtsgericht, spätestens aber in dem

auf den 27. Oktober 1888, Mittags 12 Ugzr,

an hiesiger Gerichtsstelle anberaumten Lermine an-

zumelden, widrigenfalls sie mit allen Rechten und

Ansprüchen auf die Grundstücke zum Vortheile der

vorbenannten Personen für immer werden aus-

geschloffen werden.

Vreden, den 4. Juli 1888,

attbäus, Dienstkneht, geb. 1. September 1867 in

Herzolih S. Amtsgericht. T. Ra

[22000] 9

Laut Rezesses Nr. 721 vom ck Mgi v. Is., bestätigt am 31, August v. Js., die Ablösung der der Gemeinheit Stiege in den Herrschaftlihen Forsten der Feldmark Stiege und der Forstgemarkungen Stiege und Trautenstein zustehenden Weideberech- tigungen betreffend, hat Herzogliche Kammerdirektion der Forsten zu Braunschweig für das Kammergut die aus Forstweideabfindungsflähen neu gebildete Stieger Semeindeforst für einen Preis von 45000 X, welcher seit dem 1. Januar 1880 bis zum S(hlusse des vorigen Jahres mit 49/9 verzinst ist, käuflih wiedererworben und is der Kaufpreis nebst 4 9/0 Zinsen seit dem 1. Januar cr. bis zum Zahblungs- tage innerhalb Jahresfrist nah der Rezeßbestätigung an die Gemeinde Stiege zu bezahlen.

Auf den Antrag Herzogliher Kammer, Direktion der Forsten, vom 9/13. d. Mts. werden alle Die- Jenigen, wel&e Realrechte an die betreffende: Brund- stüce resp. die Kaufsumme zu haben vermeinen, hierdurch aufgefordert, ihre Ansprüche spätestens in dem zur Auszahlung der Kaufsumme auf Freitag, den 31. August d. Js., Vormittags 11 Uhr, vor dem unterzeihneten Gerichte anberaumten Ter- mine anzumelden, widrigenfalls sie mit ihren An- sprüchen der Antragstellerin gegenüber werden aus- ges{chloîsen werden.

Hasselfelde, den 14. Juli 1888.

Herzogliches Amtsgericht.

wegen Forderung, Zinsen und Kosten, werden die ez. Ziegler, Kgl. Amtsri

iee aufgefordert , ihre Forderungen unter a L roavacis E s 5 M Betrages an Kapital, Zinsen, Kosten | Gerichtsschreiberei des Kgl. Amtsgerichts Ingolstadt.

n Ne enforderungen binnen zwei Wochen bei (L. S) Ley, Kgl. Sekretär. [21883] Ausferti ermetdung des Ausschlusses hier anzumelden. : Aufgebot

Auf Antrag vom 5. Juli 1388 des Gartenhauser- güûtlers Mar Gillhuber in Ottersbera ds. Gerichts, den seit mehr als 25 Jahren verschollenen Garten- hausergütlerësohn Sylyest Birki-ger von Ottersberg nach durhgeführtem É ufgebotsverfahren als todt zu erklären ergeht hiermit die Aufforderung :

1) an den verschollenen Sylvest Birkinger, \päte- stens im Aufgebotstermin versönlih oder \chrift- lih bei Gericht dabier sich anzumelden, widri- genfalls er für todt erklärt werde,

2) an die Erbbetheiligten, ihre Interessen im Auf- gebotsverfahren wahrzunehmen, und

) an alle Diejenigen, welhe über das Leben des Verschollenen Kunde geben können, Mittheilung hierüber bei Gericht zu machen.

4) E aide U der 16. April

Vormittags r, festgeseßt.

Am 14. Zuli 1888. A

Königliches Amtsgeriht Ebersberg. (L. S. Klein.

Der Gleichlaut der Ausfertigung mit der Urschrift

wird bestätigt. : ‘bersberg, am fünfzehnten Juli Ei: tausen

ahthundert aht und achtzig. Y N

Der Kgl. Gerichts\c{reiber.

(L. §.) Hagenauer. (L. S.) Voggenauer. [21884] Vekanntmachung. N Auf Antrag des Stellenbesitzers Wilhelm Ko3mala [21881] Amtsgericht Hamburg.

Der hiesige Rehtsanwalt Dr. Otto Meier hat den Erlaß eines Aufgebots zwecks Todeserklärung nachstehend bezeihneter vershollener Personen be- E

er am 18. Dezember 1837 hier geborene Eduard Theodor Ehrhardt ift seit mehr als PTS ahren vers{ollen. Seinem Curator Dr. Otto Meier {sind als nächste Intestaterben bekannt 1) eine Schwester Sophia Friederika, verwittw. Harjes und 2) der verstorbenen Schwester Elise Philippine Emilie Tochter : Friederike Juliane Ludolphi 2) Der am 19. Februar 1838 hier geborene Wil- helm Hermann Emil Völkers. ist im Jahre 1854 nach _New-York gegangen und seitdem verschollen. Nächste Intestaterben sind zwei Schwestern: 1) Auguste Johanna, verehel. Knüll, und 2) Johanna Catharina Maria, verwittw. Zwier. 3) Der Matrose Iobannes Wilhelm Cbristian Harz, geboren den 1. Dezember 1861 zu Altona, war auf dem Elsflether Schiffe ,W von Freeden“, Kapitän Pape, angemeustert und ist mit diesem Stiffe seit 1884 versholen. Dem Curator Amts- rihter Dr. Osfar Herß sind zwei überlebende Ge- \chwister: 1) Anna Friederike Catharina, verehel. Appelmann, 2) Carl Louis Martin Hact, als Erben R t) Der am 3 April 1829 hier geborene Carl Wilhelm Petersen, auch genannt Charles Patterson, ging im Jahre 1857 nach Californien und hat zu- leßt im Jahre 1858 von Boston aus Nachriht von ih gegeben. Nächste Verwandte sind Geschwister : 1) Christian Theodor Petersen und 2) Adele Nrandes, geb. Petersen, 3) Helene Johanna Peters, geb. Petersen. Sein Curator Jürgen Jobhanres Wilhelm Peters hat dem Antragsteller Vollma@t ertheilt. 95) Der am 12, Oktober 1819 hieselbst geborene Carl Eduard Kusel ist seit- dem Jahre 1870 gänz- lih vershollen. Derselbe hinterläßt drei Geschwister : 1) Alexander Kusel, Uh-mater in Riga, 2) Johanna Luise, verwittw. Sellmann, in Schleswig, 3) Therese Amalie, verwittw. Weber. Sein Curator Dr. A. Nie tias hai dem Antragsteller Prozeßvollmacht ertheilt. 6) Heinrich August Lorenz Dittmer, am 18. Fe- bruar 1838 hieselbst geboren, ist im Jahre 1862 als Matrose der Hamburger Brigg „Hever* von bier nach China gegangen und hat von dort auf ver- schiedenen andern Schiffen gefahren. Derselbe schrieb zuleßt im Jahre 1864 von cinem, dem Namen nah unbekannten, Englischen Sciffe: bei Anger* in der Sundastraße, und ift seitdem verswollen. Alleinige Erbin ist eine Schwester : Anna Catharina Caro-

Königliches Amtsgericht.

line, geb. Dittmer, des Küpers J. C. Kretshmann