1888 / 202 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

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ibre freie Forshung widmen, das Entstehen der bistorishen Kreisvereine. Später als in den meisten anderen Kreisen sei in der Landes-Haupt- stadt München der Gedanke des Königs ausgeführt worden. Der im Jahre 1830 von dem bekannten Historiker Baron von Freybera ins Leben gerufene „Verein für die Topographie und Geschichte des Jsar- kreises“, an dessen Spitze der g D von Widder und der Regierungs-Direktor Graf Carl von Seinsheim standen, gediech nicht und lôfte \sih bald wieder auf. Ein regeres Leben entwielte die 1831 gebildete „Gesellschaft für deutshe Alterthumskunde von den drei Schilden“ , welhe eine namhafte Zabl hobegabter Mitarbeiter, darunter den Frhrn. Hans von Aufseß, den Bildhauer Ludwig Schwanthaler, den Dichter und Maler Grafen Pocci, umfaßte und dem Wunsche des Königs in_ Bezug auf Erhaltung der alten Denkmäler durch Anlegung einer Sammlung von alten Drucken, Ge- mälden 2c. entgegenkam. Als nach Eintheilung des Königreichs Bayern nah Volksftämmen (am 29. Novembec 1837) König Ludwig I. wiederholt dem Präsidenten von Oberbayern, Grafen Carl August von Seinsheim, den Wunsch äußerte, in dessen Regierungsbezirk einen thâtigen bistorishen Verein zu besißen, versammelte dieser im Dezember 1837 20 Geschichtësfreunde um sich, mit denen er die Statuten entwarf. „Erhalten und Sammeln alles Defsen, was für Geschichte und Statistik Oberbayerns im weitesten Begriffe von Belang erscheint, war danach die eine, Bereitstellung und Ver- öffentlihung von Material zur Benüßung für die Forscher in den verschiedensten Gebieten dieses umfassenden Berecihes die zweite, Be- arbeitung des . Gewonncnen, Sichtung und Erörterung die dritte Richtung, welcher das gemeinsame Streben des Vereins der vater- ländischen Geschichte gewidmet sein sollte. Der Verein beabsichtigte die Anlegung von Sammlurgen für alle Zweige seiner Bestrebungen, und zwar nicht nur von bildlihen und scriftlihen Denk- mäâlern und Urkunden jeder Art, sondern auch nament- lih einer geshihtlihen Vereinébibliothek. Die Unterhaltung einer möglichst lebhaften gegenseitigen Mittheilung über die Gegenstände, welche die Aufgabe des Vereins bilden, in Versammlungen durch Vorträge, für größere Arbeiten durch die Herausgabe eines periodischen Blattes, war das wesentlichste Feld der Thätigkeit des Vereins, nah diesen Sazungen. Der nun erlassene Aufruf fand in boben wie in niederen Kreisen einen so günstigen Anklang, daß das nah Jahres- frist au8gegebene Mitgliederverzeihniß bereits über dritt- halbhundert Männer aus allen Ständen aufwies. Der am 11. De- zember 1837 erkorene Aus\ckuß, gebildet aus den Herren Hofrath von Bernhard, Rath Buchinger, Regierungs-Rath von Braun- mühl, General-Vicar Dr. Deutinger, Professor Ferchl, Staats- rath von Freyberg, Legations-Rath von Koch - Sternfeld, Staatsrath von Maurer, Graf Franz von Pocci,_ Staatsrath Graf Seinsheim, Hofrath Dr. von ThiersÞ, Ober-Studien-Rath Dr. August Freiherr von Zu-Rhein, wählte Seirsheim zum ersten, Zu-Rhein zum zweiten Vorstand. Am 18. Februar 1838 erfolgte die Königliche Bestätigung des Vereins. Bereits am Schluß des ersten Jahres trat der junge Verein mit dem ersten Hefte des „Oberbayerishen Archives fürvaterländisheGeschicht e“ in die Oeffentlichkeit, und am 20. Januar 1839 erstattete Frbr. von Zu-Rhein den ersten Jahresberiht in dem als Siß dem Verein unterm 18. Dezember 1838 zugewiesenen Saale des Theatiner- Gebäudes. Als Siegel nahm der Verein in dankbarem Andenken an die reihen Schenkungen, welche ihm beim Beitritt der Gesell- schaft für deutshe Alterthumékunde von dieser zu Theil wurden, die drei weißen Schildchen auf rothem Felde an, die au die Decke des Vereins - Sißungsfaales zieren. Ein Prinz aus dem bayerischen Königshause, Herzog Marx von Bayern, welcher selbst als Geschichtsforscher thätig ist, konnte als Cbrenmitglied und Mitglied des Vereins dessen 50. Stiftungsfest mitbegehen. Von der Thätigkeit des Vereins in den leßten 2% Jahren giebt sodann die mitgetheilte Uebersicht der Vorträge, welche in den regelmäßigen Monatssißungen fowie den seit 1885 ein- geführten geselligen Abendsißungen gehalten worden sind, ein impo- nirendes Bild. Die Vorträge behandelten, von der vorbistorishen Zeit an, die Zeiten der Römerberrschaft in ‘Bayern und der Ein- wanderung neuer Stämme, vornehmlich die Landes- und Orts- geshite, dann die Geschichte des Herrscherkbauses, die Geschichte geistliher Institute, Adels- und Geshlehterge\chicte, Muünz*, Rects- und Verwaltungs-, Kunst-, Kultur-, Kriegsgeschihte und Biographie. Viele von diesen Vorträgen sind im „Oberbayerischen Archiv“ ver- öffentliht. Au eine Reihe von Festgaben zu Erinnerungsfesten des Vereins enthält mannigfaltige Elaborate zur Landeëgeschichte 2c. Am Séluß des Berichts wird ein alphabetishes Verzeichniß sämnitlicher Mitarbeiter an den Veröffentlihungen des Vereins und ibrer Arbeiten während des zweiten Vierteljahrhunderts seines Bestehens (1863 bis 1887) gegeben. Ganz außerordentlich ver- meÿrt haben sih die Sammlungen des Vereins. Der Um- fang derselben nöthigte {hon im Jahre 1879 zur Ernennung von sechs Konservatoren für die einzelnen Abtheilungen. Die für die Verfolgung der Zwedcke des Vereins werthvollste AR O die Bibliothek, zählt jeßt über 10215 Werke mit mehr als 25 600 Bänden. Der größte Theil der in älterer und neuerer Zeit über bayerische Landes-, Orts- und Kulturgeshihte erschienenen Druckschriften if darin vertreten. Bedeutend ist auc die mit der Bibliothek verbundene Karten- und Plansammlung. Die Manu- \friptensammlung enthält ca. 700 ältere Handschriften und 14C0 Autographen. Das Vereinsarchiv is auf rund 6300 Num- mern angewachsen und weist manche werthvolle Unika auf. Die Bildersammlung hat für ihre sämmtlichen Unterabtheilungen, Gemälde, Handzeihnungen, Kupfer- und Stahlsti®e, Holzscbnitte und Photographien, sowohl durch Ankauf wie dur Geschenke reihe Meh- rung erfahren. Fortwährend läßt der Verein durch Maler Abbil- dungen von denjenigen geschihtlihen Denkmälern in München anfer- tigen, welche dem Verfall oder der “ene entgegengehen oder besonderen kunsthistorishen Werth besißen. ber nit München allein, sondern auch andere Orte des Vereinsgebiets sind in den Mappen vertreten. Die im Jahre 1846 bei der 50 jährigen Feier der Erfindung der Lithographie begründete bayerishe Porträt- fammlung zählt 1380 Bildnisse. Die ganze Sammlung besteht aus über 5200 Nummern. Die Wappensammlung umfaßt in 16 Bänden 6320 Stück. An se \chließt sich eine Kollektion von 750 Wachs- siegeln, 960 Abgüssen in Masse, 3100 Abdrücken in Siegelack und Oblaten an. Die Anzahl der Siegelstöckte und Petschafte beträgt über 60. Als Zugang von besonderem Werth aus neuerer Zeit wird ferner eine Senkung hervorgehoben, welche aus den Abgüssen von 69 Kaiser- segeln und 30 Siegeln der bayerischen Herrscher aus der ersten Zeit der Wittelsbacher besteht. Die Münzsammlung ist in zwei Unter- abtheilungen, die der antiken und die der mittelalterlihen und neueren Münzen getrennt. Außer einigen griehischen Städte- und Königs- münzen, zehn goldenen Regenbogenshüfjselhen, sind in der ersten Abtheilung die rôömishen Kaisermünzen (1800) so reich ver- treten, daß die Kaiserreibe fast vollständig ist. Der größte Theil der- selben hat fkenntliches Gepräge und ist, da die Fundorte besonders berüdcksihtigt werden, außer von numitmatischem, au von historishem Werth, weil eine Menge der mit den Münzen gefundenen Gegenstände dur sie eine rihtige Zeitbestimmung erhält. Von mittelalterli®en und neueren Münzen entbält die Sammlung über 5000 aus allen europäischen Ländern; Bayerns und der Pfalz Regenten sind mit 7C0 Stücken, darunter sehr seltenen, vertreten, Die vollständige Reihe der Geshichtsthaler der Könige Ludwig I. und Max II. wurde bei Einführung des neuen Münzfußes erworben. Ganz besonders reichhaltig ift die Alterthumssammlung, namentli an Gegenständen aus der prähistorishen und ältesten Zeit. Jn ihr sind, dem Bericht zufolge, viertehalbhundert Fundorte vertreten, deren Objekte unter den Rubriken : Waffen (750), Geräthe (312), Schmuck- gegenstände (411), Gefäßreste (700), ‘artistiiche Gegenstände (255), Baureste (55), Schädel (70), Anticaglien (25) thre Aufstellung fanden. Die zum Theil recht umfänglichen Kataloge der Samm- lungen werden fortlaufend vervollständigt und ergänzt. Nach dem im Jahre 1886 bewirkten Umzuge haben die Sammlungen eine über- fihtlihe, der Benutzung zugänglihe Aufstellung erfahren. Im regen Verkehr stand der Verein “mit Behörden, Gelehrten

und sonstigen Mitalicdern, von denen Gutachten und Auffcklüsse erbeten wurden. Die Erhaltung des Sendlingerthores, der Kapelle in Königswiesen, der Ruinen der alten Herzogsrveste- in Vohburg sind dur die Gutachten des Vereins begründet, und als es nabe ftand, daß das Grabmonument des bayerishen Geschichtshreibers Westen- rieder verfiel, hielt es der Verein für seine Pflicht, dasselbe auf seine Kosten wieder in baulichen Zustand zu verseßen. Daß andere Wünsche, wie z. B. die Restaurirung des Prachtbaues in Steingaden, keine Erhörung finden konnten, N im Geiste der Zeit und ihrer ander- weitigen Bedürfnisse. In Verbindung und Schriftenaustausch fteht der Verein- mit 120 auswärtigen Geschichts- und Alterthumsvereinen, von denen der Heimath nach 82 Deutschland, 21 Oesterrei, 10 der Schweiz, 4 Belgien und den Niederlanden und je 1 Sch{weden, Dänemark und Rußland angehören. Ferner pflegt der Verein mit der Smithsonian Institution in Amerika S{riftenaustausch. Die gegenwärtige Zahl dec Vereinsmitglieder, 742 wirkliche und 9 Ehrenmitglieder, ist die höchste seit feinem Bestehen. Seit dem vorigen Jahre hat der Verein die Ehre, einen zweiten Prinzen des bayerishen Königsbauses seinen Mitgliedern beizählen zu dürfen: Se. Königliche Hoheit den Prinzen Dr. Ludwig Ferdinand von Bayern. Jn der Leitung der Vereins8angelegenheiten erfolgte mit dem Beginn des Jahres 1887 insofern ein Wandel, als an die Stelle des bis- herigen I. Vorstandes, Geheimen Hofraths, Haus- und Staats- Archivars, Universitäts-Profefsors Dr. Ludwig von Roinger, welcher seit sieben Jahren die Vereinsleitung geführt hatte, nun aber dur umfangrei(e literarische Arbeiten in Anspruch genommen ift, der bis- herige II. Vorstand, Oberst-Lieutenant Würdinger, trat, während Reichs-Ariv-Rath und Vereins-Arcivar Dr. Haeutle zum 11. Vor- stand gewählt wurde.

Manuigfaltiges.

Ueber UhrvergleichGungen und die dabei vorkommenden Irrungen. H Aus cinem von dem Geheimen Regierungs-Rath Prof. Dr. Förster, Direktor der Berliner Sternwarte, am 17. April 1888 im Berliner Uhrmahher-Verein gehaltenen Vortrage. (Separatabdruck aus der „Deutschen Uhrmacher-Zeitung" Nr. 15 vom 1. August 1888.)

In der Einleitung des Vortrages wurde zunächst die Stellung M O zu den Grundfragen der Meß- und Rechenkunst argeleg : ;

Die Gestaltungen und Bewegungen im Himmelsraume sind in Folge- einer ausglei@enden Wirkung der Ferne für uns nur in ihren großen, sozufagen idealen, Linien erfennbae.

Die vergleihsweise sehr vollkommene Beständigkeit und Regel- mäßigkeit, in welcher sie demnach sogar für unsere verfeinertste Wahr- nehmung zur Erscheinung kommen, hat es der Astronomie zuerst er- möglicht, aus der Natur selber Maßbestimmungen und Kontrolen für die zabhlreihen Irrungen und Verfehlungen unserer eigenen Wahr- nehmungen und Urtheile abzuleiten. ; /

(8 ist der Astronomie im Verein mit der Mathematik gelungen, gewisse Regeln zu ersinnen und zu erproben, nach denen man wenigstens im Ganzen und Großen bei allen mit Maßbestimmungen verbundenen Wahrnehmungen si von den trübenden Wirkungen vieler men\{ch{licher JFrrungen mebr und mehr unabbängig machen kann. G

Insbesondere gilt dies auch von den sogenannten persönlihen Fehlern, welche gerade im Gebiete der feineren Zeitmefsung und Zeit- vergleihung eine sehr wesentliße Bedeutung haben, und welche unter Anderem davon herrühren, daß bei vershiedenen Perfonen die Ge- \chwindigkeit und die Reihenfolge, in welcher die verschiedenen Sinnes- wabrrehmungen zum Bewußtsein kommen, ret erheblih von einander abweichen fönncn. : : i:

Zur Siterung gegen solche in manchen Fällen mehr als eine halbe Sekunde erreihenden persönlihen Unterschiede hat man in der Astronomie mannigfachbe Vorkehrungen erdacht und im Allgemeinen mit Erfolg in Aawendung gebracht. : i

Auf dem Gebiete derjenigen Uhbrvergleihungen, bei denen man der Natur der Sahe nah nicht bis auf kleine Bruchtheile der Sekunde, sondern etwa bis auf die Sekunde oder in noch viel zahlreiheren Fällen nur bis auf die Minute gehen will, haben natürli die fogenannten per- sönlichen Fehler in dem vorerwähnten Sinne keine Bedeuiung. Dennoch treten auch hier gewisse Gruppen von Irrungen auf, welche zwar niht ciner bestimmten Person in bestimmter Größe und Richtung an- zubaften pflegen, aber doch mit dem Wesen der persönlihen Wahr- nehmungen und Urtheile eng verwahsen sind. M

Das Persönlichkeits- oder Selbstgefühl bildet bekanntli {on an h eine bestäntige Gefahr von Urtbeilsfehlern auf allen Gebieten des Lebens. Auch die klügiîten und besten Menschen haben, so oft ihre eigenen Wahrnehmungen und Behauptungen mit denjenigen anderer Menschen oder sogar ganzer Gemeinschaften anderer Menschen in Kon- flift gerathen, die sehr wohl erflärlihe instinktive Neigung, den Irr- thum oder das Unrecht zunächst nicht auf ihrer eigenen Seite zu suden, und gerade in Folge dieser Neigung unterläßt man es sehr oft, für die eigenen Wahrnehmungen und Behauptungen noch recht- zeitig diejenigen Selbstkontrolen aufzusuhen, auf deren Ratbsamkeit jener Konflikt hinweist, und dürch welche man den Schuß gegen eigene Irrungen wesentlich erhöhen könnte. Für diese allgemeine Erschei- nung bieten gewisse, in zahllosen Fällen zur Kenntniß der biesigen Sternwarte gelangte Wahrnehmungen binsichtlih der Beurtheilung der Normaluhren sebr sprechende Beispiele. ;

Es hat Jemand die Minutenangaben oder, falls er eine genauere mit Sekundenzeiger versehene Uhr besißt, die Sekundenangaben zweier oder mehrerer Normaluhren nach einander mit seiner Uhr verglihen und dabei sehr erheblihe Unterschiede gefunden, welche über diejenigen Grenzen hinausgehen, die als Fehlergrenzen der Angaben der hiesigen von der Sternwarte regulirten Normaluhren mehrfach in öffentlichen Erklärungen verbürgt worden sind. Ungeachtet aller Erklärungen leßterer Art und ungeachtet des Rufes der Zuverlässigkeit, dessen fi im Allgemeinen die astronomishen Institutionen erfreuen, wird aber doch von den meisten Menschen ohne Weiteres angenommen, daß die Ursache der gefundenen Abweihung nicht in Unvollkommenheiten des Ganges der eigenen Uhr oder in Irrthümern, die bei der Ver- gleihung derselben mit den Normaluhren ron ihnen selbst begangen worden sind, ihren Grund haben, sondern daß die Angaben der Normaluhren selber fehlerhaft seien. In zahllosen Fällen lautet eben die stehende Aeußerung: „an meiner Uhr und an meiner Vergleihung kann es nit liegen“. : .

Welcher Art sind denn nun aber die Irrthümer, welche Jemand bei Vergleichung seiner Uhr mit den Normaluhren begehen kann ? Und welche Abweichungen können dabei durch Unvollkommenheiten der Einritungen und Leistungen der eigenen Taschenuhr entstehen ?

Was zunächst die Vergleichung der Sekundenangaben der Normal- uhr mit derjenigen des Sekundenzeigers einer Taschenuhr betrifft und zwar mit Aus\{luß einer größeren Genauigkeit als etwa bis auf die volle Sekunde —, fo kommen dabei zurächst erfahrungsmäßig Ab- lesungs- und Zäblungsfebler von ganzen Zehnern oder Fünfern der Sekunde in Betracht, aber aud) Seenciden von einem halben Um- kreise, also von runden dreißig Sekunden. Das Entstebßen eines Ver- sehens leßterer Art wird, wie es \heint, aub dadurch begünstigt, daß bei manchen Taschenuhren der Knopf und Ring sich niht bei der Zwölf, sondern gegenüber bei der Ses befindet, oder daß sonstige Verscbiedenheiten der bezüglichen Einrichtungen vorliegen. ö

Die Gefahr von Ablesungs- oder Zätlungéfehlern wird bei folhen Vergleichungen dadur erhöht, daß die Aufmerksamkeit sich zwischen zwei Bewegungs-Erscheinungen zu theilen hat, und daß bei der Ver- gleichung mit den Normaluhren die Gehörs-Wahrnehmungen ihrer Sekundenshläge, wodur sonst die Uebertragung der Zählung von einer Ühr auf eine andere unterstüßt wird, in Wegfall kommt, während anderer- seits das Zählen nah dem Hören der Schläge der Taschenuhr da- durch sehr ershwert wird, daß diese Schläge bei den meisten Taschenuhren in noch kleineren Jntervallen als halben Sekunden aufeinander folgen. , , L

Um si gegen Ablesungs- und Zählungsfehler vorerwäßnter Art zu sichern, thut man gut, die Vergleihung mindestens einmal und wo- möglich in einer von der ersten Vergleihung etwas verschiedenen Art

des Verfahrens, und zwar am beften an einer gegenübexliegenden Stelle des Sekunden-Zifferblatts zu wiederholen, sodann bei kleinen Unter- schieden der beiden Ergebnisse den Durchschnitt zu nehmen, bei größeren Unterschieden aber noch eine dritte Vergleihung hinzuzufügen, aus deren Uebereinstimmung mit einer der beiden erften man dann die Entscheidung entnimmt und so fort. : :

Auch die Vergleichungen der bloßen Minutenangaben der eigenen Uhr mit denjenigen der Normaluhr sind erfabrungsmäßig mit Ablesungs- fehlern ähnlicher Art, und zwar am leichtesten bei Zeigerstellungen, welche zwishen den ganzen Viertelstunden liegen, beispielsweise mit Ablesungsversehen von fünf Minuten, behaftet.

Bei den Ablesungen der Minuten-Angaben der Normaluhren kom- men außerdem diejenigen nit unmerklihen V-rshiebungen in Betracht, welche die anscheinende Stellung der Spige des Minutenzeigers gegen die Eintheilung des Zifferblaites an verschiedenen Stellen des Um- kfreises dadurch erfährt, daß das Auge des Ablefenden sich im Allge- meinen erbeblich unter der Mitte des Zifferblattes und oft auch seitlih von derselben befindet. Auch entstehen bei den vorderen Zifferblättern unserer Normaluhren, welche nur die Minuten-Angabe enthalten, wäh- rend das auch mit Sekundenzeiger versehene Zifferblatt fih auf der gegenüberliegenden Seite der Ubr befindet, kleine Mängel dadur, daß die Bewegung des vorderen vom Uhrwerke etwas entfernteren Zeiger- werkes nicht so genau centrisch geschieht, wie die Bewegung auf der mit Sekundenzeiger versehenen Seite. Sodann ist auch der Cinthei- lung des vorderen Zifferblattes wegen der vorerwähnten unvermeid- lihen Uebelstände der Ablesung, welhe nur durch eine Verbindung mit einer Sekunden-Ablesung einges{hränkt werden, nit ganz dieselbe Genauigkeit gegeben, wie der Eintheilung des anderen Zifferblattes. Die Unterschiede indeffen, welche durch alle diese kleinen Unvellkom- menheiten der Minuten-Angabe der Normaluhr felber an dem vocr- deren Blatte entstehen können, werden jeßt eine halbe Minute nie- mals erreichen. / :

Viel erheblicher sind bei den Vergleihungen einer Tashenuhr mit den Normaluhren diejenigen Unsicherheiten, welche aus den Ein- theilungsfehlern der Minuten-Zifferblätter der Taschenuhren in Ver- bindung mit den Centrirungsfehlern der Zeigerbewegurg zu dem in Minuten eingetheilten Umkreise entstehen können. Bei einer schr großen Anzahl von Tafchenuhren, selbst guter Qualität, sind Eintheilungsfehler und Etxcentrizitätsfehler der Minuten - Zifferblätter bis zu 1 oder 2 Minuten vorhanden. Die Einwirkungen dieser Fehler auf die Angaben der Uhren be- dingen im Allgemeinen die größten Verjciedenheiten an ein- ander gegenüberliegenden Stellen des Blattes, also nach dem Verlaufe einer halben Stunde, demna ungefähr in einem zwishen den Ver- gleihungen zweier Normaluhren verfließenden Zeitintervalle. In ein- zelnen Fällen kommt es auH vor, daf dur eigenthümliche Fehler oder Störung3ursacben im Werke periodische, z. B. allstündlich wieder- kehrende, dagegen in längeren Zeiträumen neben den sonstigen Ver- änderungen des Ubhrganges in den Hintergrund tretende Veränderungen der Schwingungsbedingungen in der Uhr entstehen, welce gerade in Fntervallen von halben Stunden Unterschiede bis zu Bruchtheilen einer Minute hervorbringen können. / e

Von größerer Wichtigkeit sind allerdings Schwankungen_ Tetterer Art bei denjenigen Vergleihungen, bei welhen man die Sicherheit von etwa einer Sekunde zu erreihen wünscht und glaubt.

Es giebt viele Taschenuhren, auch von guter Qualität, welche bei regelmäßig wiederkehrenden Vergleihungen von Tag zu Tage bis auf wenige Sekunden übereinstimmende Gänge zeigen, dagegen inner- halb eines Tages, sei es in Folge der Verschiedenheiten der Temperatur und der Lage, denen sie am Tage und in der Nacht ausgeseßt sind, sei es wegen Unvollkommenheiten der vorerwähnten Art, um ganze Zehner der Sekunde in ihren Angaben derartig hin- und hershwanken, daß fie sehr wohl innerhalb einer ganzen oder halben Stunde. ge- \chweige denn in mehrstündigen Zeiträumen, von dem regelmäßigen, nach ihren sebr kleinen tägli Durc{schnittsabweichungen zu erwar- tenden Verlauf der Angaben um viele Sekunden abweichen können.

Alle diese Unvollkommenheiten der Vergleihungsmittel, mit welchen man oft in bester Meinung und größtem Vertrauen die Normaluhren zu kontroliren glaubt, werden sofort zur Erscheinung kommen, wenn man die Vorsihtsmaßregel befolgt, zu der ersten Normaluhr, mit welcher man die eigene Ühr verglichen hat, nah einem nit zu langen E zurückzukehren und alsdann eine erneute Vergleichung vor- zunehmen.

Die uralte Erfahrung, daß Irrungen bei menschliGen Wahr- nehmungen und Urtheilen Naturerf{einungen find, welche au mit einer gewissen Nothwendigkeit und Gesezmäßiagkeit auftreten, drüdte man früher mit den harten Worten aus: Eines Mannes Rede ist keines Mannes Rede. In der Sprache der Messungs- und Rechnungstecnik beißt dies jeßt milder und ermuthigender für den Einzelnen: Ein Erfahrungs- und S{hlußergebniß, bei wel@em es an jegliher Kontrole gegen die der Natur der Sahe nah unvermeid- lihen Irrungen gebricht, ist nichtig, auch wenn es von der Rede vieler Männer getragen ift. S

Es liegt demgemäß auf der Hand, daß das Ergebniß jeder Vergleichung zweier oder mehrerer Normaluhren mit einer Taschen- uhr, wenn diese Vorsihtsmaßregel nicht befolgt und auch keinerlei sonstige Kontrole über die Gangfehler der zur Vergleihung dienen- den Uhr erlangt ist, nicht entfernt in Frage fommen kann neben der großen SiBerheit und Stetigkeit, mit welch{er die Normaluhren selber von der Sternwarte regulirt und überwacht werden. Jede gegen die Genauigkeit der Uebereinstimmung der Angaben der Normaluhren unter einander gerichtete Be- mängelung, bei welcher niht die zahlenmäßigen Ergebnisse solcher Selbsikontrolen der Vergleihung vorgelegt werden können, muß unbedingt abgelehnt werden, zumal dann, wenn aus der Art der Ver- gleihung si ergiebt, daß auch bei jeder einzelnen Vergleichung die oben erwähnten Kontrolen gegen bloße Ablesungs- oder Zählungs- fehler versäumt worden sind. : :

Dagegen werden alle solche Vergleihungen, bei welGhen die Er- gebnisse sorgfältig aufgezeichnet, und bei welchen dur rechtzeitige und \ystematishe Wiederholungen im Sinne obiger Ratbschläge auch der Einfluß der Gangfehler der zur Vergleihung dienenden Taschenubhr gehörig erkennbar und kontrolirbar gemaht worden ist, der hiesigen Sternwarte aufs Aeußerste willkommen sein, weil fie nicht bloß die Mittel und Wege der Kontrole der Normaluhren vermehren, sondern auch den Beweis liefern, N die von der Sternwarte dargebotene Genauigkeit der öffentlißen Zeitangaben zur Erhöhung der Genauig- keit und der Vorsicht des Urtheils zunächst auf dem Gebiete der Zeit- messung beiträgt, eine Wirkung, welche den sonstigen Wohlthaten der einheitlihen Zeitregulirung an Bedeutung keineswegs nachsteht und auch geeignet isl, die noch vorhandenen fleincn Unvollkommenheiten der bezüglihen Einrichtungen ausgleichen zu helfen.

Literarishe Neuigkeiten und periodishe Schriften.

Jerusalem. Von Paul Ließzow, Verfasser von Nord- und Süd-Germanen, Leben und Lieben in Dänemark, Handbuch der Philatelie oder Postwertb- zeihenkunde, u. \. w. (Berlin 1888. B. Behr’'s Buchhandlung (R. Wilhelmi), Unter den Linden 47.)

Deutsche Kolonialzeitung. Organ der Deutschen Kolo- nialgesellshaft. (Berlin W., Mauerstraße 63, 64, 65.) Nr. 31. Inhalt : Bekanntmachung. Geschichte der südafrikanischen Republik. Von Karl Blind. Heinrih Semler in Deutsch-Ostafcika. Mit einer Karte. Die Lage im Mid la Mittheilungen aus der deutschen Kolonialgesellshaft. Korrespondenzen. Kleine Mittheilungen.

Aus dem Walde. Wowenblatt für Forstwirthshaft. (Verlag Pet. Weber & Scholze in Frankfurt a. M.) Nr. 32, Jhunhalt: I. Abhandlungen: Vom Mittelwald zum Hohwald (Fortsetzung) von Oberförster Dr. Jäger in Tübingen. 1II. Mittheilungen: Die deutschen Holzzölle. Von der Sterbekasse für das deutsche Forstpersonal. Vermischtes. Dienst- und Personalnachrichten. Aus Württemberg. Briefkasten. Beilage: Anzeiger für die Forst- und Domänen-Verwaltungen.

Ein Besuch in der heiligen Stadt

Steckbriefe und Unters.

2 Fwangdvolljtredun L O Ge sad dergl. E gen, o orladungen u.

3. äufe, Verpachtungen, Verdingungen E G 4. Verloosung, Zinszahlung 2c. von öffentlihen Papieren.

Deffentlicher Anz eiger ¿ : Berulb-Genofen asten E wr E

Verschiedene Bekanntmachungen.

1) Steckbriefe und Untersuchungs - Sachen.

(25085] Steckbrief.

Gegen den Arbeiter Carl Grimm, am 17. Mai 1852 zu Roderédorf geboren, zuleßt in Brandenburg a. H., welcher flüchtig ist, ist die Untersuhungs- haft wegen wifsentlih falscher Abgabe einer eides- stattliben Versicherung in den Aften L! 32/88 ver- hängt. Es wird ersut, denselben zu verhaften und in das Gerichts-Gefängniß zu Potsdam abzuliefern. Potsdam, den 2. August 1888. Königliche Staats- anwaltichaft. Beschreibung : Alter 36 Jahre, Größe 1,64 m, Statur unterseßt, Haare dunkelblond, Stirn oval, Augenbrauen blond, Augen blau, Nase, Mund gewöhnlih, Zähne gut, Kinn oval, Gesicht rund, Gesichtsfarbe gesund, Sprache deutsch.

[25086 Steckbrief.

Gegen den unten besckriebenen Arbeiter Wilbelm Senft aus Jaromierz, Kreis Bomst, Reg.-Bez. Posen, zuleßt in r d wohnhaft, welcher flutig üt, 1st die UntersuGungshaft wegen ‘Dieb- stahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu ver- haften und in das Gerichtsgefängniß zu Potsdam abzuliefern. Potsdam, den 4. August 1888. Der Untersuchungsrihter am Königlichen Landgericht.

Beschreibung: Größe 5 Fuß 8 Zoll, Statur hager, Haare blond, ohne Bart, Augen blau.

[25084] Steckbrief.

Gegen den unten beschriebenen Fleisck ermeister Karl Kanter aus Werndorf, Kreis Trebniy, welcher fluhtig ist. ist die Untersuhungsbaft wegen zwei schwerer Diebstähle und eines einfachen Diebstahls verhängt. Es wird ersucht, denselben zu verhaften und in das Justizgefängniß zu Oels abzuliefern. Oels, den 3. Bugust 1858, Königlices Landgericht, Strafkammer. Molle. Beschreibung: Alter 33 Iabre, Größe 4 Zoll, Statur mittel, Haare schwarz, Stirn hoch, Bart dunkelblonder Schnurr- bart, Augenbrauen braun, Augen grau, Nase gewöhn- lid, Mund gewöhnli, Zähne feblerbaît, Kinn ge- wöbnlid, Gesibt längli, Gesichtsfarbe blei, Spracbe deutsch. Kleidung: dunkelblaue is graue Stoffhofen, ein Paar Halbstiefeln, bräunliches Jaquett und brâäunlie * Stoffweste. Besondere Kennzeichen keine.

[25090] Oeffentliche Zustellung. Strafbefehl.

Auf den Antrag der Grot:herzoglihen Staats8- anwaltscaft wird gegen Sie wegen der Beschuldi- gung, im April d. I. durch mehrere selbstständige Handlungen, um Behörden oder Privatpersonen zum Zwecke seines besseren Fortfkommens zu täuschen, 1) zu Blücherbof einen angeblich von dem Tage- lóhner Magß daselbst für ihn ausgestellten Arbeits- hein falih angefertigt und 2) Anfang Mai d. I. zu Augusterruh von demselben wissentlih dem Guts- besizer Stein auf Augustenruh gegenüber Gebrauch gemat zu haben, Uebertretung gegen S8. 363, T7 Abs. 2 St.-G.-B., wofür als Beweiëmittel bezeich- net sind: Zeugniß des Tagelöhners Maaß und dessen Ebefrau zu Blücherhof und des Guts- besißers Stein auf Augustenruh und der zu den Aftea liegende falsche Arbeitsshein, cine Hastitrafe ad 1 von einem Tage und ad 2 von einem Tage, zusammen von zwei Tagen festgeseßt. Zugleich wer- den Ihnen die Kosten des Verfahrens auferlegt. Die Kosten sind an die Amtsgerichtskasse zu Güstrow zu zahlen. Dieser Strafbefehl wird vollstreckbar, wenn Sie nicht binnen einer Woche nach der Zustellung bei dem unterzeichneten Gericht \chriftlich oder p Protokoll des Gerichts\chreibers Einspruch er- eben.

Güstrow, den 9. Juni 1888.

Großh. Méecklenburg-S{werinsches Amtsgericht.

(gez.) E. Buschmann.

(L. 8.) Beglaubigt: L. Elies, A.-G.-Act.

An den Hofgänger Jacob Planker beim Tage-

[löhner Bohn zu Augustenruh bei Güstrow.

[20182]

Der Ersat-Reservist Friedri Wilhelm Robert Kofalk Schlosser geboren am 26. Juli 1862 zu Potsdam, zuleßt in Potedam wohnhaft, wird beshuldigt, als Ersazreservist erster Klasse au8ge- wandert zu sein, ohne von der bevorstehenden Aus- wanderung der Militärbehörde Anzeige erstattet zu haben, Uebertretung gegen §. 360 Nr. 3 des Strafgeseßbuchs, in Verbindung mit Art. I. §. 3 Nr. 8 des Reich8geseßes vom 6. Mai 1880 (R.-G.- Bl. S. 103) Derselbe wird auf Anordnung des Königlichen Amt3gerichts hierselbst aur den 22. Ofk- tober 1888, Vormittags Uhr, vor das Königliche Schöffengeriht zu Potsdam, Linden- straße 54, zur Hauptverhandlung geladen. Bei unentshuldigtem Ausbleiben wird derselbe auf Grund der nach §. 472 der Strafprozeßordnung von dem Königlichen Landwehr - Bezirks - Kommando zu Potédam ausgestellten Erklärung verurtheilt werden.

Potsdam, den 6. Juli 1888.

: : Regenstein,

Gerichts\chreiber des Kgl. Amtsgerichts. Abth. V.

init

2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl. (25093)

In Sachen, betreffend die Zwangsversteigerung des Gärtner Küchenmeistershen Hauses und Gärten Nr. 695—700, in der Büßower Vorstadt zu Krö- pelin, ist zur Abnahme der Rebnung des Sequesters, zur Erklärung über den Theilungsplan und zur Vornahme der Vertheilung Termin auf Dienstag, den 11. September 1888, Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Amlsgerihte ange- seßt. Der Thcilungsplan und die Rechnung des Cielters liegen auf der Gerichtsschreiberei zur Einsicht der Betheiligten aus.

Kröpelin, den 30. Juli 1888.

[13785] „Das auf die minderjährige Emilie Streich zu Kiedrowo ausgestellte, über 50 A 60 S lautende Sparkassenbuch der Kreisfparkafse Gnesen Nr. 3752 ist angebli in der Hand des früheren Vormundes der Gläubigerin verloren gegangen. Auf Antrag des gegenwärtigen Vormurdes, S{äfers Anton Pruß zu Starenzynek, ergeht biermit an den Inhaber des bezeihneten Sparkafsenbuhs die Aufforderung, spätestens in dem auf den 17. Dezember 1888, Mittags 12 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte anberaumten Aufgebotstermine seine Rehte anzumel- den und das Buch vorzulegen, widrigenfalls dessen Kraftloserklärung erfolgen wird. Guesen, am 5. Juni 1888. Königliches Amtsgericht.

[25091] Aufgebot. Die nacbenannten Antragsteller baben wegen der bei eines Jeden Namen verzeihneten Wertbpapiere das Aufgebot beantragt: 1) Herr Gutsbesißer Ernst Däbriß in Nischwiß bei Wurzen, in abgetretenen Rehten des Privat- manns Carl Gottlob Köbler bier, wegen der K. S. Staatéëschuldverschreibung vom 1. April 1878 Litt. C. Nr. 5692 über 20 # 3 % jährli&e Rente auf

1000 M. Kapital,

2) die Gemeinde zu Helberêdorf wegen des K. S. Lanpre reis Litt. E. Nr. 6653 über 25 Tblr. = ,

3) Herr Gastbofsbesißer Paul Otto Fichtner in Niederau bei Meißen wegen der K. S. 4% Staats- \huldenkafsenscheine der Anleibe vom Jahre 1869 Litt. B. Nr. 17 729 und 17 854 über je 100 Thlr.,

4) Herr Maurer Karl Friedri Trepte hier wegen der K. S. 4 9% Staaté\{uldenkassensheine vom Jahre 1869 Litt. A. Nr. 24478 und 24479 über je 500 Tkblr., der K. S. Staatésbuldvershreibungen vom Jahre 1876 über je 39 Æ 3 °/9 jährliche Rente auf 1000 6 Kapital Litt. C. Nr. 149, 42671 und 94686 und der dergl. über je 15 4 3% jährliche e auf 500 M Kapital Litt. D. Nr. 15 910 und

5) Fräulein Pauline Ernestine Eihborn in Würs{h- niß bei Radeburg wegen der K. S. Staatsschuld- verschreibungen vom Jabre 1876 über je 30 Æ 3 °/o jährli%e Rente auf 100I Æ# Kavital Litt. C. Nr. 13 652 und 77 013,

6) die Bergknappschaftliße Begräbnißkasse des Freiberger Bergamtêreviers, eingetragene Genofsen- schaft, wegen des K. S. 39% Staatéschuldenkafsen- scheins vom Iahre 1855 Nr. 37 836 über 100 Thlr. und der K. S. Landeskulturrentensheine Ser. II. Nr. 723 und 725 über je 100 Tblr. = 309 ,

7) Herr Gutsbesißer Karl August Grafe in Vol- kersdorf bei Morißburg wegen des K. S. 4/0 Staatsschuldenkafsens{eins der Anleihe vom Jahre 1869 Litt. B. Nr. 2143 über 190 Thlr.,

8) Herr Christian Gotthelf Jonaball, Weichen- wärter hier, und Genossen wegen des K. S. Land- rentenbriefs Litt. C. Nr. 26 167 über 100 Thlr. =

9) Herr Arresihautinspektor Georg Klien in Frei- berg wegen des K. S. 40% Staats\culdenkassen- scheins der vereinigten Anleibe von den Jahren 1852/68 Ser. II. Nr. 40 919 über 109 Thlr.,

10) die Verwaltung der bei der Kirche in Kroft- wiß bestehenden Hornig's{en Fundation wegen des K. S. 49/0 (vormals 5 %/5) Staatsschuldenkassen- {eins vom Jahre 1867 Ser. II. Nr. 24929 über 100 Tblr,

11) Herr Dr. med. Walther Reinhard in Baußen wegen des 49% (vormals 419%) Swuldshcins Litt. A. Ser. 346 Nr. 8627 über 200 Tblr. der

rioritätsanleibe vom Jahre 1872 der vormaligen Leipzig-Dresdner Eisenbahn-Compagnie,

12) die Herren Günther & Rudolph hier wegen der Prioritäts-Obligation Nr. 222 über 100 Thlr. der Anleihe der Aktiengesellschaft „Bayrish Brau- haus“ bier vom Jahre 1874,

13) Herr Rentner Karl August Georg Töpfer hier wegen des von der hiesigen Reichsbankstelle unterm 20. Oktober 1886 ausgestellten Pfandscheins Nr. 2023 mit Nachträgen, inbalts defsen der Antrag- steller der Reichsbank für mehrere von der leßteren zur Verzinsung nach 4 9% jährli empfangene Darlehen von zusammen 4000 # eine Anzah! Werth- papiere im Nennwerthe von zusammen 6700 M als Unterpfand übergeben hat.

Die Inhaber der Urkunden werden aufgefordert,

spätestens in dem auf deu 10. Juli 1889,

Vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeihneten

Amtsgerichte, Landbausstraße 13 II., anberaumten

Aufgebotstermine ihre Ansprühe und Rechte auf

die Urkunden anzumelden und die leßteren vor-

zulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben

erfolgen wird.

Dresden, den 11. Juli 1888,

Königliches Amtsgericht. Abibeilung Ib.

Schönert.

[25138] Aufgebot. Auf dem in der Steuergemeinde Fürth gelegenen Anwesen Haus-Nummer 3 der unteren Fischergasse hier, Plan Nr. 169 zu 3 Ar und Zubehör, zur Zeit im Besiße des Fischereibesigers Johann Ernst Schmidtkunft, ist in Band VI. S. 965 des Hypo- thekenbuhes für Fürth seit 9. Auguft 1826 auf Grund Instruments vom 4. Mai 1813 eine Kaution von 84 Fl. 194 Kr. = 134 # 554 S eingetragen. Die Nawchforshungen nach den Rechtsnachfolgern der inzwischen verstorbenen Margareta Lehnert sollen fruchtlos geblieben sein. Auf Gesuch des p. Schmidt- funst ergeht nunmehr Aufforderung an alle Die- jenigen, welche auf die ursprünglihe dur Kautions- eintrag gesiherte Forderung zu 84 Fl. 194 Kr. ein Recht zu haben glauben, folches Recht hierorts innerhalb sech8 Monaten arzumelden, widrigen- falls die Forderung für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelöst würde. Der Aufgebotstermin findet am Donnerstag, deu 7. März 1889, ; Vormittags 9 Uhr, Sizungszimmer Nr. 18/TI. statt. ürth, den 24. Juli 1888. Königliches Amtsgericht. gez. Keller.

Großherzoglihes Amts3geriht.

en 60

„Nachdem ih die beiden Hypothekenscheine über die Fol. VIIT. erster und Fol. 19 zweiter Haupt- abtheilung des Hypothekenbuhs über das Rittergut Kölpin für den Kammerherrn von Behr-Negendank auf Passow mit Zinsen zu 4 °/6 eingetragen stehenden Pôste von 1100 Thlr. Court. = 3300 4 und resp. 3800 Thlr. Court. = 11400 4, bezüglih welcher von dem unterzeihneten Gerihte unterm 16. Mai ds. Is. das Aufgebot angeordnet worden, nah An- ¡eige der Antragsteller wieder angefunden haben,

geftelt und der auf den 7. Dezember d. Js., Vormittags 11 Uhr, angeseßzte Anmeldetermin wieder abgekündigt. Neubrandenburg, den 3. August 1888. Großberzoglihes Amtsgericht. F. Scharenberg.

[17537] Aufgebot.

Auf Antrag von Eilert Friedrich Fels ift zum Zwede der Kraftloserklärung der von dem Antrag- steller gewilligten und am 27. März 1877 abge- lieferten Handfesten groß 1000 A, folgend nach 24 800 #, 500 M, folgend nah 25 800 4, 500 A, folgend nah 26300 #4, 500 Æ, folgend nah 26 800 #, und 500 Æ, folgend na 28 800 M, auf sein in der Vorfladt, an der Herderstraße Nr. 9 be- legenes, im Kataster der Feldmark Pagenthorn mit 144 G a, b, c bezeihnetes Grundstück, rücksichtlich deren eine Eintragung in die Eintragungsbücher nicht erfolgt ist, das Aufgebot angeordnet.

Der Aufgebotstermin is angeseßt auf

Diensftag, den 16. Oktober 1888, : Nachmittags 43 Uhr, in der Amtsgerichtsstube unten im Stadthause, Zimmer Nr. 9. : __ Der Inhaber der Handfesten wird aufgefordert, seine Rechte spätestens im Aufgebotstermine anzu- melden und die Handfesten vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung derselben erfolzen wird.

Bremen, den 25. Juni 1888.

Das Amtsgericht. Abtbeilung Erbe- und Handfesten-Amt. _(gez.) Blendermann Zur Beglaubigung: Ruete Dr, Gerichtsschreiber.

[24949] Aus\chlußurtheil.

Das K. Amtsgericht Oettingen erläßt in Sachen Gaab, Jobann, Söldners von Fremdingen und Gen. gegen Gäbele, Sebastian und Leonhard von Bosacker und Gen. wegen Hypotheken-Amortisation nachstehendes Aus\{lußurtbeil ;

I. Die Hypothekenforderungen 1) des Sebastian Gäbele von Bos8acker zu 25 Fl.

und des Leonhard Eäbele von dort zu 150 Fl.,

2) E e Josefa Krauß von Hirshbrunn zu

ferner des ledigen Xaver Krauß von Hirs{-

brunn zu 50 FI., sowie die Wohnungsrechte für Iofefa und Xaver Krauß,

3) des Simon Marr Bier von Oettingen zu

8 Fl. 4) io Fulibam Rosenthaler von Hainsfarth zu

5) der ohann Aloys, Franz Anton und Franz Karl Singhäufer von Hainsfarth zu 71 Fl.

R,

6) des Michael Feile von Hausen zu 400 Fl. und 300 Fl. und :

7) des Taglöhners Iosef Vübler von Hainsfarth zu 50 Fl.

werden hiermit für erloshen erflärt und wird deren

Löschung im Hypothekenbuche veranlaßt werden.

__]1. Die Kosten des Verfahrens haben die Antrag-

steller und zwar die Auslagen zu gleihen Theilen,

die Gebühren nach Verbältniß der Forderungen zu

tragen. gez. Christenn, K. Amtsrichter. In Abwesenkbeit der Antragsteller fofort verkündet u zweiten August eintausend ahthundert aht und achtzig. Oettingen, den 2. August 1888. Stellv. Gerihteschreiber. gez. Schwab, Sekretariatsgehülfe. (L. 8.) Beglaubigt: Sekr. Munkert, K. Gerichts\chreiber.

m Nameu des Königs!

erkündet am 28. Juli 1888, i gez. Kurt, Gerichtss{reiber. i Auf den Antrag des Wirths Carl Dignaß in Fylißz, vertreten durch den Rechtsanwalt Wronka in Soldau, erkennt das Königliche Amtsgericht zu S durch den Amtsrichter Reichenbah für

echt : Das Hypotheken-Dokument über die im Grund- buce von Fyliy Nr. 14 Abtheilung III. Nr. 7 für Michael Schulz auf Grund des Vertrages vom 2. April 1855 am 5. Oktober 1874 eingetragenen 100 Thaler wird für kraftlos erklärt. gez. Reichenbach, I. V.

[24962]

[24957] Jm Namen des Königs! Verkündet am 25. Juli 1888.

gz. Kralewski, Gerichtsschreiber. Auf den Antrag des Besißers Peter Kruczynski in Swierczyn, vertreten durh den Justizrath Pandcke in Thorn, erkennt das Königlile Amtsgericht zu Thorn für Ret: : Daß alle Diejenigen, welche auf die nachstehend aufgeführten Hypothekenposten, nämlich die auf dem Grundstüde Swierczyn Blatt 1 Abth. IIl. a. Nr. 3a. eingetragenen Post von 22 Tblr. 4 Sgr. 6. Pf. = 66,46 # Erbtheil für Marianna Lu- kfiewska, geb. Kictbasiewici, : b. Nr. 3b. eingetragenen Post von 22 Tblr. 4 Sgr. 6 Pf. = 66,46 4 Erbtheil für Catharina Kietbasiewicx, c. Nr. Ze. eingetragenen Post von 22 Thlr. 4 Sgr. 6 Pf. = 66,46 A Erbtheil für Andreas Kietbasiewicz : Ansprüche und Rechte zu haben meinen, mit den- selben auszuschließen und die Kosten des Verfahrens dem Antragsteller zur Last zu legen.

Zur Beglaubigung : (L. S.) ouis, K. Setretär.

Königliches Amtsgericht.

wird das eingeleitete Aufgebotsverfabren hiermit ein-_

[24961] Vekanutmachung.

Dur Aus\clußurtheil des biesigen Amtsgerichts vom heutigen Tage sind die Ausfertigungen der nach- bezeihneten, vom Kolonisten Bernard Schlangen zu Neuarenberg zu Gunsten des Reinhard Meemken aus Bodbolte ausgestellten, und von Letterem auf den Kaufmann Theodor Meemken daher über- gegangenen Hvpotheken-Dokumente, als:

) der notariellen Shuldvershreibung vom 15. No-

vember 1846 nebft Eintragungsvermerk vom 9. Dezember 1846 über Bd. V. Nr. 568 ein- getragene 100 Rtblr.,

2) desgl. vom 11. Mai 1862 nebst Eintragungs- vermerk vom 17. Mai 1862 über Bd. VIII. Nr. 1018 eingetragene 100 Rthblr.,

3) de8gl. vom 19. Oktober 1862 nebst Eintragungs- vermerk vom 27. Oktober 1862 über Bd. VIII.

___ Nr. 1177 eingetragene 100 Rtßblr.

für fraftlos erflärt.

Sögel, den 5. Juli 1888.

Königliches Amtsgericht. Il.

[24950] Im Namen des Königs! Verkündet am 25. Juli 1388.

(gez.) Kaiser, Aktuar, als Gerichtsschreiber.

In Sachen des Aufgebots:

A. der unbekannten Inhaber der Hypothekenpost von 150 Thaler, eingetragen auf dem Grund- stüuck des Schmieds Hermann Fünfstück, Zirhow Nr. 7 in Abtheilung II1. Nr. 2, und des Hypothekenbriefs über diese Post,

B. des Hypothekenbriefs über die auf demselben Grundstück Abtbeilung IIL. Nr. 5 eingetra- genen 26 Tblr. 18 Groschen,

erkennt das Königliche Amtsgeriht zu Zanow durch den Gerihts-Assefsor Scheunemann für Recht:

A. Die unbekannten Berechtigten der im Grund- buch von Zirchow Band I. Blatt Nr. 7 in Ab- tbeilung IIT. unter Nr. 2 eingetragenen Post von 150 Thaler, welche aus der gerihtlihen Schuld- verschreibung vom 19, Mai 1550 für die Bauer Carl Döbling'’she Vormundshaftsmasse, und zwar für den minorennen August Friedrich Döhbling, ge- boren am 4. März 1841, vom 1. Juni 1850 ab jährli mit 5 9% verzinslich und nah balbjährlicher Kündigung rückzahlbar zufolge Verfügung vom 9. Juni 1850 eingetragen ist, und ven welcher laut geridtliher Urfunde vom 3. April 1858 folgende Theilbeträge nebst Zinsen seit dem 1. April 1858 abgetreten sind, nämlich:

I. 25 Thaler an die am 7. September 1841 geborne Anna Charlotte Friedrike,

II. 25 Thaler an den am 9. April 1844 geborenen Wilbelm Ludwig,

III. 25 Thaler an die am 20, Oktober 1849

geborne Bertha Auguste Marie, j Geschwister Klit, deren Abtretung vermöge Verfügung vom 22. April 1858 im Grundbuch des verpfändeten Grundstücks vermerkt ist, werden mit ibren Ansprühen auf diese Post, beziehentlih diese Theilposten ausge\{lofen. _B. Das Hypotheken-Dokument über die ursprüng- lid auf dem Grundstück Zirchow Nr. 12 haftende, nach Séließung dieses Grundbuchblattes auf das Grundftück Zirchow Band I. Blatt Nr. 7 über- tragene, daselbst in_ Abtbeilung IIT. unter Nr. 5 für den Kaufmann C. F. Weiß zu Zanow aus dem Schuldshein vom 9. Mai 1868 und dem rechts- kräftigen Mandate vom 19. Februar 1870 auf Grund der Requisition vom 22. Juni 1871 im Wege der Exekution zufolge Verfügung vom 27. Juni 1871 eingetragene Post von 26 Thlr. 18 Groschen nebst 5% Zinsen von 25 Thalern vom 9. Mai 1868 und den Kosten der Eintragung, wird für kraftlos erklärt. Die Kosten der Aufgebote zu A. und B. fallen den Blatt 88 89 der Grundakten von Zirhow Nr. 7 aufgeführten Erben des am 2. Juni 1886 zu Zirchow verstorbenen Tisclermeisters Friedrich Kunde und der verwittweten Müller Friedrich Kunde, Dorothea, geborne Welsow, nach Verhältniß der in der Erbauseinandersezung vom 3. Januar 1888 Blatt 68 71 der Grundakten von Zirhow Nr. 7 festgeseßten Antheile zur Last. Scheunemann.

[24960]

Die Urkunden:

1) über die im Grundbuße von Helmenzen Band Il. Artikel 73a zu Gunsten der Kinder erster Che des Iakob Scürdt von Helmenzen und zu Lasten der Eheleute Jakob Schürdt daselbst einge- tragene Hypothek von 89 Thalern,

2) über die im Grundbuche von Fiersbach Band IT. Blatt 255 Artikel 65a zu Gunsten des verstorbenen Conrad Schreiner zu Maulsbach und zu Lasten der Ebeleute Hubert Schuster und Anna Maria Katharina, geborene Leiendecker, zu Fiersbach einge- tragene Hypothek von 209 Thlr.,

3) von 400 Thaler zu Gunsten der Erben der verstorbenen Ebeleute Steuer-Controleur Stoll von Altenkirhen und zu Lasten der Eheleute Conrad öller und Christine, geborene Lichtenthäler, zu ladersbach, eingetragen im Hypothekenbuh der Schultheißerei BirnbaG Band VII. Blatt 121 Nr. 52 mit dem Datum vom 3. Januar 1857,

4) von 246 Thaler zu Gunsten derselbigen Gläubiger und zu Lasten derselbigen Schuldner, eins etragen im Hvpothekenbuch der Scultheißerei Birnbach Band VII. Blatt 136 Nr. 57 mit dem Datum vom 24. April 1857,

5) von 475 Thaler zu Gunsten der Sparkasse des Kreises Altenkirhen und_ zu Lasten der Eheleute Ferdinand Kraß von Oberirsen eingetragen in vol. ŸVII. pag. 227 Nr. 89 des Hypothekenbuchs für den Schultheißerei-Bezirk Birnbach, jeßt übernommen in das Grundbuch von Oberirsen Artikel 77 Abtb. II1. Nr. 1, ;

über die im Hypothekenbuch für die Schultheißerei Hamm a/Sieg vol]. IV. fol. 65 Nr. 83 bezw. jeßt im Grundtuhe für Roth Artikel 197 Abth. 1IL Nr. 11 und 24 eingetragene Hypothek über 92 64.46 nebst 6% Zinsen seit 1. Januar 1879 und Kosten zu Gunsten der Firma Bauer und Wagner zu Hamm a/Sieg und zu Lasten der Eheleute Heinrih Sälzer zu Hämmerholz,

6) über die Hypothek von 63,75 #4 nebst 6%

Zinjen seit 1. Januar 1871 und Kosten, eingetragen

Vie. Paar dv Pi