1888 / 209 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff

R, i R T ctra E R A E T Res gs rir Tem R

Verkehrs - Austalteu.

London, 15. August. (W. T. B.) Der Union-Dampfer „Mexican“ is heute auf der Ausreise von Madeira abgegangen.

Theater und Musik.

Das Friedri - Wilhelmstädtishe Theater wird aus seinem reichen Operettenshaß demnächst, nah „Gaëparone*, die ebenso amüsante wie grazióse Operette von Audran: „Der Dieses mit orientalishem Luxus auëgestattete Werk übte bekanntli seinerzeit eine solche Anziehungs- kraft aus, daß ununterbrochen ca. 200 Wiederholungen ftattfanden. Kapellmeister Zumpe, der Komponist von „Farinelli“, ift in Berlin anwesend, um mit Hrn. Direktor Fritßs@e Vereinbarung wegen der Aufführung seiner neuen großen Operette zu treffen. Das dritte Parkfest im Friedri&-Wilbelmstädtishen Concertpark erfreute sich

wieder zur Aufführung bringen.

wiederum eines außerordentlihen Besuchs.

Im Kroll’schen Theater führte sich gestern Abend ein neuer Gast, Madame Lilian Nordica, als „Margarethe“ sehr günstig beim Publikum ein. Das Organ der Sängerin entwickelte in allen Lagen Kraft und Wärme; der Klang war durchweg sympathisch einen quellenten Wobllaut von seltenem Glanz. Auch in der Technik des Gesanges zeigte sich Fr. Nordica duch Glätte und Ebenmaß als Meisterin ; der Vortrag ift als ein dramatisch belebter und

und entfaltete besonders in der Höhenlage

zu rühmen. Mit s{önstem Gelingen führte die ergreifende

erkennung fehlte es auch nicht an BVlumenspenten.

r. Goréfi als Faust.

ih den Faust umkleidet denkt.

Die Kroll’ \che Opernsaison, die an abwedbselungêreibdem Interesse in diesem Jahre alle früheren Saifons ükterbietet und von den fünstlerishen Bemühungen aller Betbeiligten ein glänzendes Zeugniß ablegt, geht allmäßlih zu Ende. Sie zählt nur noch wenige Woten, ist aber auch im Auëgang reib an bedeutungêvolien Opern- Abenden. Außer der Primadonna Mad. Nordica und dem scch{we- dislen Baritonisten Hrn. Terstén, welcher deu:nähst auftreten wird, ist noch Hr. Mierzwinéki zu nennen, der jeßt durch das Ableben des Kaisers Friedrih am weiteren Auftreten verhindert, seiner Zeit sein Gastspiel wieder aufnehmen wird; ferrer wird Fr. Marianne Brandt noh vor Schluß der Saison einige ihrer Glanzpartien singen, fo daß es also an manterlei gesanglichen Genüfsen niht fehlen dürfte,

«“

Mannigfaltiges.

Das Hocbzeitsgeschenk der \chleswig- holsteinishen Ritterschaft für Ihre Königlichen Hoheiten den Prinzen sin Heinrich besteht in einem silbernen Die Arbeit ist, nach der Beschreibung des „Hamb. Corr.*, ein wahres Meisterwerk deutscher Kunstindustrie und in den Werkstätten der Königliden Hof-Gold- Ein Untersay mit

und die Prinzessin i Tafelaufsat in Geftalt einer Bowle.

schmiede Sy & Wagner in Berlin ausgeführt. seitlichen Vorsprüngen

Schaft der auf dem Untersay ruhenden Bowle.

die Künstlerin Kerkerscene durch, in welcher die Töne mächtig und von Leidenschaft durhtränkt hervorquollen und die Hörer zu stürmis{em Beifall hinrissen. Neben der lauten An- Die einheimisben Kräfte halfen zumeist wader mit, die Vorstellung auch im Ensemble zu einer genußreichen zu machen. Fr. Heink leistete in der kleinen Rolle der Marthe Vorzüglides im Gesang und Spiel. Hr. Dr. Basch erwies si, wie {on früber, als ein tübtiger Mephisto in der Erscheinung und im carakteristisen Ge?angsvortrage. Lebhafte, fast übershæwänglide Anerkennung fand Hr. Frie als Valentin. Sein s{chöônes Organ und ( Embvpfindung, welche dasselbe auszeichnet, übten auf die Hörer eine gewin- nende Wirkung, welche in der Sterbescene ibren Höhepunkt erreichte. Die Partie des „Siebel“ wurde von Hrn. Cronberger in ansprechen- der Weise vorgetragen. Den s{wierigsten Standpunkt hatte Zu dieser Rolle gehört ein in jeder

ezichung bervorragend begabter Sänger, wenn die Wirkung nicht nüchtern bleiben soll. Hr. Gorsfi fang die Partie \{ulgemäß recht und gut, und denselben Eindruck mate scia Spiel; aber es rzangelte an dem poetishen Glanz und der geistigen Größe, mit welcher man

umschließt mit feinem | Rande eine stark bewegte Wasserfläche, aus welcher ein Triton und eine Nereïde ih erheben. Der Triton und die Nereïde umfasjen den Ein jugendlicher Triton hâlt jubelnd eine Austernsckaale empor, während ein zweiter in eine Muschel bläst. Für die Komposition dieser Grrppe war der Gedanke „S@leswig-Holstein meerumschlungen" leiteud; in dem marfig gehaltenen Triton soll die Nordsee, in der zarter au®gebildeten Nereïde die Ostsce zum Ausdruck gelangen. Der Rand des Unter- saßes ist vorn und hinten mit reihen Schildern geziert, welche die Widmungsivs&rift tragen, während an den seitlihen Vorsprüngen die Wappen und Namen der Geber, da:unter auch die Siegel der vier adeligen Klöster Itehoe, Preey, Uetersen und St. Johannis vor Schleswig, angebracht sind. Der Untersaß wird von Delpbinen getragen; der Saft der Vowle ift nach oben in eîne Musckelshaale ausgebildet, in welber der Körper der Bowle rukt. Dieser zeigt auf seinen stark ausgebauchten vier Füßen vorn daë Doppel-Waxpen, den preußishen Adler und den hbeisishen Löwen auf Hermelinmantel mit der Königskrone; gegenüber befinden si vereint die Namenszüge des Hohen Paares, mit Krone von Muyrthen um- geben. Die Seitenflähen sind gefüllt mit symbolisch@en Emblemen,

Großmogul“

eindruckévoller

die frische

gegliederten

von Blumen und Ranken durck{woben. nkel tragen Satyrköpfe; den oberen Abf{luß

ornamentirten He

ie kräfti balt Vertretung eines "zur gerichtli Die rástig geen: amten. ry Grundf _ fr hiligjen î

envernehmung geladenen Be- intenprüfun

gen. Kurorte und des Deckels bildet eine Allegorie der Rittershaft: zwei in Helm | Sommerfriscen, als For epar G 5) Wernigerode, 16) Gs

und Rüstung prangende Putten find um das

Provinz S{le8wig-Holstein gruppirt, von denen der Eine durch | machungen der

eine Fanfare der

Andere den hoh erbobenen Myrthenkranz schwingt. Der zur Bowle

Wappen der | 17) Harzburg, 18) Fried

1 cor- Zielenzi gverein Eifenbahn-L-. ätten Ueber

e. Z Welt das frobe Ereigniß verkündet, während der | eine bekannte Sitte in der Bier- und Weinstube. Farbenblindheit Gert f 4 der Eisenbahnbeamten. Dienst der Briefträger.

Für Sfat-

gebörige Löffel trägt an einem gewundenen Stiel einen mu Es spieler. Verdeutschung von Fremdwörtern. Vom Tabackrauchen.

ausgebildeten Ausguß, während der Griff in ornamentaler Umra den Namenszug H. I. mit Krone trägt. Das ganze Stil ter Renaiffance gehalten ; die 2 1 i dem Email, der Körper in getriebener Arbeit ausgeführt. Reiche Vergoldung und Orydirung sind in Anwendung gebracht. Die Höhe des Ganzen beträgt 75 em, die Breite des Untersaßzes 80 ecm.

Für die 61, Versammlung deutsher Naturforscher und Aerzte zu Köln 1888 ift folgendes Programm aufgestellt worden: Montag, den 17. September: Abends 8 Uhr: Gegen- seitige Begrüßung der Gäîte ienstag, den 18

plaße.

Uhr: I. Allgemeine Sizung

122 Ubr: Einführung und Bildung der Abtheilungen. Nm. 3 bis 5 Ühr: Sitzungen der Abtkeilungen. 5 Uhr: Besu der Flora- Ausstellung und Fest in der Flora. Mittwoch, den 19. Sep- Vm. 8—1 Uhr: Sizungen der Abtheilungen. Nm. 2 bis ranfenbäuser, des Hohenstaufenbades, der Wasserwerke, der Kanalisations - Einrichtungen, des Dom-

tember: 5 5 Ubr: Besicktigung der

\chates und der Domkapelle.

Donnerstag, den 20. September: Vm. 9—1 Uhr: 11. Allgemeine Nm. 2—5 Uhr: Situngen der Abtheilungen. des Zoologishen Gartens. Nm. 7 Uhr

Sitzung. 5 he: Vesuch

estvorstellun im Theater. Ö ; : Nm. 3—5 Ubr:

ber: Vin. 8—1 Uhr und Abtheilungen. Nm. 6 Uhr:

Wappen ch2. sind in durchs{cheinen-

im Kasino am Augustiner- September: Vin. 9—12 im großen Gürzenih - Saale.

Uhr: Feftessen im Gürzenich.

Freitag, den 21. Septem- Situngen der

Fest auf der Marienburg.

Werk ift im | Gerichtssaal. Familien-Nachrichten. Inserate. aua chrift für Deutsche Beamte.

irektor im Reichsamt des Jnnern Friedr. Weiß Nachf. 5 é 8. Heft. Inhalt: Kabinets-Ordre Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm I. Angelegenheiten des Vereins : 1 Direktion des Preußischen Beamten-Vereins. I1. Rechtsverhält- nisse der Beamten: A. Gesetgebung; Verordnungen;. Erkenntnisse. B. Abhandlungen und Nachrichten über fs en des Beamten- thums: Die Spezialkommissarien aus der Kla der landwirthshaftlichen Verwaltung. Garantie für gute Rechts- pflege und Verwaltung. Pensionszuschußkassen. Die Wehr- und Dienstpfliht nah dem Geseß vom 1L Februar 1888. Die ehe- malige Charçen- und auéschreiben. Unser Subalternbeamtenthum und deutscher Wage- muth. Peter Christian Wilhelm Beuth. Ueber Univerfitäts- Stipendien. III. Abhandlungen und Auffäße allgemeinen Inhalts. Erinnerungen des Grafen Eckbreckcht von Dürkbeim. (Fortseßzung.) Nm. | A@tunddreißig Jahre aus dem Leben eines Telegraphenbeamten. : | 1V. Vermiichtes. V. Sprechsaal. VI. Bücherschau. Inhalt der Beilage: Vakanzenlifte. Deutsche Medizinal-Zeitung. (Verlag von Eugen Grofser in Berlin.) Nr. 65. Inhalt: Zäëlein, Varietäten des Koch'schen

mung | Wichtig für pensionirte Beamte. Ordnung der Tafelrunde.

Humoristishes. Briefkasten. Feuilletoa.

Organ des

ten-Vereins. ausgegeben von R. Bofse, Kaiserl. o Grünberg i.

; g i. Schl. Verlag von (Hugo Söderström). 12. Jahrgang. 1888.

Bekanntmachungen der e der Techniker in

Rekrutenkafse. Berichtigung. Preis-

Sonnabend, den 22. September: Vm. 8—12 Uhr: 111. Allgemeine | Kommabacillus (Séluß). Eiselsbero, Tetanus traumaticus Sitzung. Nm. 3—6 Uhr: Sibtungen der Abtbeilungen Nm. | König, Arrosionëeblutungen. Zielewicz-Haggard-Lawsfon-Tait, Abdo- 8 Ühr: Festtrunk der Stadt Köln im großen Gürzenih-Saale. | minal{irurgie. Herczel, Nierenfteinoverationen. Roberts, Ne- Sonntag, den 23. September: Vmn. 9 Uhr: Auéflug zu | phrolithotomie. Franks, Hoher Steinschnitt. Fraivont, Olekranon- Stif nah dem Siebengebirge, Rüdckurft Abends 9 Ukr. | fraktur. Bum, Stnellender Finger. Légond, Osteomyelitis.

Mit der Versammlung ist einz Ausstellung (in der Volkëshule, Kronengasse-Elogiusplay) verbunden, welche eine erfreulihe Ent- wickelzng nimmt und fehr reihhaltig ¿u werden verspriht. Die Ausftellung wird vom 10. bis 24. September geöffnet bleiben. Die Voranusêbestellung von Legitimationskarten für die Theilnehmer fann Seitens der auswärtigen Mitglieder gegen Einsendung von und 6 F für die Damwen-

12 M für die Mitgliedkarte farte an den Vorsigenden Banquier Moriß Seligmann,

Chemiker Th. Kyll,

Der „Aerztlice Centralanzeiger“

nommen,

Im Uebrigen wird datselbe unter Kreuzband übermittelt an alle Vertreter der Naturwiffenshaften an technishen und landwirthschaftlihen Hothshulen.

Kasinostraße 12 und 14 erfolçen.

misclhies.

des aer a Hra. | Vu{druckerei,

Feßler, Osteoklaße. Rollet, Cingeheiltes Geschoß. v. Bergmarn, Knieschcitenbrübe. Miles Miley, Neucoretinitis bei Schrumpfniere. Paris. Korgreß zum Studium der Tuberkulose. Gesellschaft f. Biologie. Gesellsch. f. Chirurgie. Therapeut. Gesellsch. Praktishe Notizen. Ver-

Herrnheifer, Symblepharon multiplex.

Deutsche Gemeinde-Zeitung. (Verlag von P. Stankiewicz? Berlin SW. 19.) Nr. 32. Inhalt: f gegen den Branntwein. Militär- und Civilpersonen im Gemeinde-

Der Kampf

Die Ges{äftsführer, Prof. Dr, Bardenheuer und Stadtverordneter | dienst. Königliche Polizeiverwaltungen ia Stadtgemeinden. besorgen die Versendung des Programms. | Gemeindeabgaben von fitkalisen Domänen und Forstgrundstücken.

in Hamburg hat es über- | Preußischer Beamtenverein zu Hanaover. Ausübung des Heb-

dasselbe an alle Aerzte Deutschlands zu rerschicken. | ammenberufs in den preußischen Grenzbezirken Seitens in einem anderen

vermitt Bundesstaat wobnender Hebammen. Vaterländische Gedenk- und

an den Universitäten, poly- | Erinnerungêtage in den preußis{en Schulen. Unterstükung von

Wenn hierbei | Schulbauten. Beitragépfliht zu den Schullasten bei einem doppel-

ten Wohnsiß. Unbescheltenheitszeugnisse behufs Zulassung zum

Einjährig-Freiwilligendienst. Verkehr mit blei- uud zinkhaltigen

einzelne Vertreter L a der Naturwisscnschaften übersehen sein sollten, so werten dieselben gebeten, sich bebufs Zufendung eines Programms an den I. Geschäftsführer, Professor Dr. Bardenheuer,

Köln, Berlich 20, zu wenden.

München, 15. August. (W. T. B.) Der Deutsche Hand- 1d j ; werkertag wurde beute, rah Annahme mehrerer Resolutionen be- | von Sculutensilien durch die treffs des Befähigungsnachweises, einer Bevorzugung der Handwerker- forderungen dur das neue bürgerliche Geseßbuch 2c., dur den Vor- sißendten Billing mit Hochrufen auf den Kaiser und den Prin z-

Regenten ge\chlofen.

Brüssel, 15. August. (W. T. B.) Der Kardinal Lavigerie hielt heute in der Kathedrale eine Rede, in welcher er ein ergreifendes Gemälde von den Schrecken des Sklavenhandels entwarf. Er befürwortete die Bildung einer auss{ließlich aus Belgiern bestehenden Miliz von etwa 100 Mann, welche fi am Tanganyika-See festzuseßen hätten, um den Sklavenkändlern 1 Der Redner gedahte mit lebhafter An- erkennung der civilisatorischen Thatkraft des Königs Leopold. Der Kardinal wird ein Comité bilden, welhes Beitrittserklärungen

den Weg zu versperren.

und Beiträge entgegennehmen soll. Francs geschäßt.

Literarische Neuigkeiten und periodishe Schriften.

Deutsche Beamten-Zeitung. (Bexlin SW., Belle-Alliance- Die Steuerpflicht der Veamten. eier der Todestage der Kaiser Wil- ezüge der zum Kriegsdienst einge- zogenen Beamten. Zahlung eincr Pension an provisorisch ange- stellte Volksschullehrer, bezw. Fortzahlung derselben an eine ver- heirathete persionirte Lehrerin. i un treffend die Kaution der Beamten der Reichsbahnen. Kosten der

Plat 8.) Nr. 16. Inhalt:

Allerböhster Erlaß, betreffend N

belm I. und Friedri. Die

in Stuttgart). Die Kosten werden auf 1 Million

von Cherubini.

Entwurf einer Verordnung, be-

(dreimonatlicher) Hinderung des Verkehrs. Oeffentliche Armenpflege im Deutsen Reich. Kosten des öffentilihen Unterrichts in Preußen. Be- strafung des Bettelns und der Baden i. I. 1887. Alteréklafsen der Bevölkerung Deutschlands. Erwerb und Verlust der Reihs- und Staateangehörigkeit im preußis&en Staat. Stürzen der Pferde auf dem Asphaltpflafster in Berlin. Der dreizehnte deutsche Feuerwehrtag in Hannover. Knabenhandarbeit in Magdeburg. Armenanstalt in Lübeck. Arbeits- und Landarmenhaus in Sck{weidniß. Beagens 1) Deutscher Gemeinde: Anzeiger und Schul-Anzeiger Nr. 32. 2) 2 waltungsrecht, Bd. RXIVP.

Musikalische Jugendpost (Verlag von Carl Grüninger ] Nr. 15. Inhalt: „Der Geist des Professors.“ Von Marie Lederer. „Im Gaftthaus zur {önen Aussicht." Aus Franz Schubert's Leben von Hans Bergen. (Mit Illuftration.) „Einführung in die Oper“, in Erzäblungen urd belehrenden Unter- bhaltungen. Von

Gegenständen. Wucher auf tem Lande. Genekmigung der Dienst- behörde zur Verheirathung der Beamten vor dem Standes- beamten. Thatbestand des Bettelns. Die unterlaffene Verhinderung von Unfug als Verübung von sol@&em. Beschaffung

| Lehrer. Entlaffung der mit Kündigung angestellten Gemeindebeamten.

Vagabondage im Großherzogthum

rchiv für Ver-

Ernst Pasqué. XV. Der Wafserträger. Oper

: (Mit Illustration.) (S{luß.) „Das Spinnchen Helfgern und das arme Geigerlein.“ Ein Märchen von Maximilian Ger. „Wie? Wo? falishes Plaudereckcchen.*" Briefkasten. Räthsel. Anzeigen. Musikbeilage: Wiltberger, „Müde bin ic“, Klavierstück. Nicolai, „Die lustigen Weiber von Windfor“, Ouverture für Violine und Klavier. R. Kerner, „Turnerlust“, Klavierstück. Rich. Kügele, „Röslein am Wege“, Lied sür eine Singstimme und Klarier.

Warum ?“ Unterhbaltungsspiel. „Mufsi-

L R

Theater - Mnzeigen.

Königliche Schauspiele. Freitag : Opernhaus. 133. Vorstellung. Der Freishüß. Oper in 3 Akten von C. M. v. Weber. Dichtung zum Theil na einem Volksmärhen: „Der Freishüß“ von Friedrih Kind. Anfang 73 Uhr. .

Wallner- Theater. 139. Vorftellung. Zum ersten Male wiederholt: Der Menornit. Trauerspiel in 4 Akten von Ernst v. Wildenbruch. (Reinhold: Hr. Matkowéky, vom Stadt-Theater in Hambur, als Gast.) Anfang Uhr. N

Sonnabend: Opernhaus. 134. Vorstellung. Margarethe. Oper in 5 Akten von Gounod. Dichtung von Jules Barbier und M. Carré nah Goethe's Faust. Ballet von P. Taglioni. Kapell- Direktion: Kapellmeister Kahl, Regie: Regisseur Salomon. Anfang 7#§ Uhr.

Wallner - Theater. 140. Vorstellung. 1) Jm Neiche der Mütter. Lustspiel in 1 Akt von F. von Sakken. 2) Die Prüfung. Lustspiel in 1 Aft von L. Clement. 3) Castor und Pollux. Lustspiel in 1 Aft von W. Ernst. 4) Eine alte Schachtel. Lustspiel in 1 Aft von G. zu Putliy. Anfang 7# Uhr.

Victoria - Theater. Freitag: Mit gänzli® neuer Ausstattung: Die Kinder des Kapitän Grant. Ausftattungsftück in 12 Bildern.

Friedrich - Wilhelmfstädtishes Theater.

Freitag: Gasparone. Operette in 3 Akten von F. Zell und R. Genée. Musik von Misllöcker. Regie: Hr. Binder. Dirigent: Hr. Kapellmeister Federmann.

Im prachtvollen Park um 6 Uhr: Wroßes Triple - Concert. Auftreten erster Gesangs- und Instrumental-Virtuosen.

Sonnabend: Im Túcater: Gasparone. Im Park: Großes Triple-Concert.

Kroll's Theater. Fr. Brandt-Görß.

Freitag: Gasispiel der Lucrezia Borgia. (Lucrezia :

Fr. Brandt-Görß. Orsino: Fr. Henk.) Sonnabend: Gastspiel der Mad. Lilian Nordica.

La Traviata.

Täglich: Bei günstigem Wetter vor und nah der Vorstellung, Abends bei krillanter elektrisher Be- leu@tung des Sommergartens: Großes Doppel-

Concert, Anfang

Belle-Alliance-Theater. Das elfte Gebot.

44. Male: 3 Aufzügen nach

Hierauf: Zum 3. Male:

54, der Vorstelung 7 Uhr.

Freitag: Zum

Schwank in F. F. Sch. von Albert Teller. Othello’'s Erfolg.

Schwank in 1 Aufzug von Edmund Alexander Läutner. Vor, während und na der Vorstellung im präh- tigen Sommergarten: Elite- uud Monstre-Concert, ausgeführt von 3 Musik-Corps. Auftreten der Wiener

Duettisten Fräul.

Wilhelma und Hrn. ‘Fritz Steidl,

der österreihishen Preis-Jodler Herren Weber und RäufSle. Auftreten des Kärthner Damen-Terzetts und der Gesangsduettistinnen Geschwister Vanoni, genannt die Goldamseln. Brillante Jllumination

des Gartens.

Sonnabend: Zum 45. Male: Das elfte Gebot.

Hierauf: Othello's Erfolg.

Großes Doppel-

Concert. Auftreten sämmtlicher Sängergesfellschaften.

Central-Theater. Direktion Emil Thomas.

Freitag: Zum 2. Male: Schmetterlinge. Ge- sangsposse in 4 Akten von W. Mannstädt. Musik

von G. Steffens. Emil Thomas.

In Scene gesezt vom Direktor

Fanmiilien-Nachrichten.

[26400] Machruf.

Anfang dieses Monats verstarb auf seiner Besibung Wolfshagen unser lang- jriaes Mitglied der Königliche Kammer-

err

Berr Gans Edler Herr zu Puttliß, Ritter hoher Drden pp.

Herr zu Puttlis gehörte unserem Aufsichtsrathe seit vielen Jahren an und betheiligte sich an unfern Berathungen mit regítem Interesse. Sein Andenken e bei uns ein ehrendes und dauerndes ein.

Verlin, den 14. August 1888,

Der Auffichtsrath der Friedrich Wilhelm, Preußischen Lebens- undGarantie-Verficherungs- Actien-Gesellschaft. Carl Prinz zu Hohenlohe- Ingelfingen, Vice-Präsident.

Verlobt: Frl. Emilie Wattern mit Hrn. Wil- helm Weder (Berghausen b. Speyer—Stuttgart). Frl. Frieda Piepenbrink mit Hrn. Lebrer Friedrich Wolfes (Hannover—Wafssel). Frl. Maria Müller mit Hrn. Franz Mommers (Gref- rath—Mülheim a. Rb.).

Verehel iht: Hr. Regierungs-Baumeister Adolf Strauß mit Frl. Mila Krüger (Bromberg). or A Ulrich mit Frl. Klara Lußze (Magdeburg Zeit).

Geboren: Ein Son: Hrn. Thilo Kürsten (Torgau). Hrn. Ger.-Assefsor Dr. Muskat (Naméêlau). Hrn. F. Knopf (Gommern).-— Hrn. Rechtsanwalt Eugen Mayer II. (Aachen). Hrn. Lieutenant Franz Grafen von Walder- see (Neverstorff). Hrn Paul Geipel (Berlin). Eine Tochter: Hrn. Rechnungs - Rath Swalhorn (Berlin). Hrn. Friß Sh{afbeitlin Stegliß). Hrn. Hugo Tfchentscher (Güsten in L Hrn. Landmesser R. Ubherck (Leobschüß).

Gestorben: Frau Fabrikbesißer Hedwig Schramm, geb Hoffmann (Hirschberg i. Schl.). Hr. Rechts- anwalt und Notar Arthur Reéke (Darkehmen). Frau Dorothea Besecke, geb. Krümmel (Hems- dorf). Hr. Wilhelm Oßmann (Breslau). Hr. Walter Gad (Straf:burg i. E.). Hr. Ober- Stabsarzt 1. Kl. a. D. Dr. med. Robert Ziesner (Berlin). Hr. Rentier Friedr. Wilhelm Hoff- mann (Potsdam). Hr. Landschafts-Direktor Kurt von Scheliha (Pershüß). Hr. Major a. D. Hans von e (Kotargen bei Eihmedien, Oftpr.). Hr. Pastor emer. Lappe (Neu-Torney-Steitin). Frau Rittmeister Elisabeth von Hagen, geb. von Raumer (Görbersdorf). Hrn. Lieut. Hans Frhrn. von Wangenheim Tochter (&otha).

L É

Redacteur: J. V.: Siemenroth.

Berlin: Verlag der Expedition (Scholz).

Druck der Norddeutshen Buchdruckerei und Verlag? Anstalt, Berlin SW., Wilbelmstraße Nr. 32.

Vier Beilagen (einschließlich Börfen-Beilage).

X 209.

L S und Untersuhungs-Sachen. 2. ang 3. Verkäufe, Verpachtungen, dingungen 2c.

4. Verloosung, Zinszahlung 2c. von öffentlihen Papieren.

svollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. *

Erste Beilage zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlih Preußischen Staats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 16. August

Deffentlicher Anzeiger.

N

. Kom

1888,

mandit-Gesellshaften auf Aktien u. Aktien-Gesell\ch. erufs-Genofsenschaften. _

. Wothen-Ausweise der deutshen Zettelbanken.

. Verschiedene Bekanntmachungen.

2) Zwangsvollstreckungen, Aufgebote, Vorladungen u. dgl.

26271] l In Sahen der Herzoglichen Leihhaus-Administration zu Helmstedt, Klägerin, wider die Ehefrau des Dreschmaschinenbesitzers Friedrich Schulze, Anna, eb. Alpers, daselbst, Beklagte, wegen Hypothek- fapitalszinsen, wird, nahdem auf Antrag der Klägerin die Beshlagnahme des der Beklagten gehörigen sub No. ass. 13, jeßt 690, auf der Gartenfreiheit zu Helmstedt belegenen Wohnhauses sammt Zubehör zum Zwecke der Zwangsversteigerung durch Beschluß vom 1, August 1888 verfügt, auch die Eintragung dieses Beschlusses im Grundbuche an demselben Tage erfolgt ist, Termin zur Zwangsverfteigerung auf itag, den 23. November 1888, Morgens 9 Uhr, vor Herzoglichem ili A A zu Helmstedt angesezt, in welchem die Hypothekgläubiger die Hypothekenbriefe zu überreichen haben.

Die Versteigerungsbedingungen, laut welcher jeder Bieter auf Verlangen eines Betheiligten Sicherheit bis zu 109% seines Gebotes durch Baarzahlung, Niederlegung coursfähiger Werthpapiere oder ge- eignete Bürgen zu leisten hat, sowie der Grundbuh- auszug können innerhalb der pen zwei Wochen vor dem Versteigerungstermine auf der Gerichtsschreiberei g, auh die Grundftücke selbst besichtigt werden.

Helmstedt, den 7. August 1888.

Herzogliches Amtsgericht. Hassel.

[26387]

In Saten, betreffend das Zwangsverfteigerungs8- verfahren über das den Erben des verstorbenen Ge- höftsbesißers Steinberg zu Wendish-Priborn ge- hôrige Lehn8gehöft Nr. 3 daselbst, wird der nah dem Proklam vom 19. Mai d. I. auf den 18. August d. J. anberaumte Ueberbotstermin zum Verkauf des. Gehöfts hiermit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Plau, den 14. August 1888. :

Großherzoglihes Amtsgericht. Begl.: L. Kunkel, Aftuar.

[15629] Aufgebot.

Das Einlagebuch der Distrikts-Sparkafsa Erben- dorf, Hptbh. Fol. 4690 über 515 16 , aus- gefertigt für Anna Kieswetter, Bauerstohter von

as, nun verehelihte Greger, in Hohenbardt, ift angeblich am 2. Mai 1887 auf dem Wege von Erbendorf noch Hobenhardt verloren gegangen und sol nunmehr auf Antrag ihres S{hwiegervaters Ioseph Greger, Wagners zu Hohbenhardt, It. Voll- macht vom 29. Mai 1888 zum Zwecke der neuen Ausfertigung für kraftlos erklärt werden.

Es wird daher der Inhaber des Einlagebuhs auf- gefordert, spätestens im Aufgebotstermine Dienftag, den 18. Dez-mber 1888, Sa E 9 Uhr, bei dem unterzeihneten Gerichte seine Rechte an- ¡umelden und das Sparkafsabuch vorzulegen, widrigenfalls dessen Kraftloserklärung erfolgen wird.

Erbendorf, 14. Juni 1888,

Königliches Amtsgeri®t.

(L. S) Hinterwimmer, A.:R.

Zur Beglaubigung : i Gerichtsschreiberei des Kgl. Amtsgerichts. Der K. Sekretär beurl.

(L. S8) Döbrich, Stellvertreter.

[26482] Aufgebot. ; s Das Bankhaus Adolph Davidson in Hildesheim, vertreten durh die Rechtsanwälte Dres. I. und A. Wolfffon und O. Dehn, hat das Aufgebot beantragt zur Kraftloserklärung des 49/0 Pfandbriefes der Hvpothekenbank in Hamburg Liätt. A. 11796 im Betrage von #4 2000,— fowie der dazu gehörigen Zinscoupons vom 1. Juli 1888 bis 1. Januar 1897 und des Talons. j e _ Der Inhaber der Urkunde wird aufgefordert, [pätestens in dem auf Donnerstag, den 2. Juli 1891, 2 Uhr Nachmittags, y vor dem unterzeihneten Gerichte, Dammthorftraße 10, immer Nr. 56, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und die Urkunde vorzulegen, widrigenfalls die Kraftloserklärung der Urkunde er- folgen wird. Samburg, den 10. Juli 1888. : Das Amtsgeriht Hamburg. Civil-Abtheilung FVIII. Zur Beglaubigung: : Romberg Dr., Gerichts-Sekretär.

[26481] Aufgebot.

Die Norddeutshe Bank in Hamburg, vertreten dur die Rechtsanwälte Dres. Nolte und S({hroeder, bat das Aufgebot beantragt zur Kraftloserklärung der 10 Aktien der Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Ge- sellschaft, Litt. B. Nr. 4761 bis 4770 à 1000 Mark nebst Talons und Dividendenscheinen. E

Der Inhaber der Urkunden wird aufgefordert, spätestens in dem auf

Sonnabend, den 10. Dezember 1892, Nachmittags 2 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte, Dammthorstraße 10, immer Nr. 56, anberaumten Age votBermtine seine echte anzumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfa die Kraftloserklärung der Urkunden erfolgen wird.

Hamburg, den 9. August 1888.

Das Amtsgeriht Hamburg. Civil-Abtheilung VIII. Zur Beglaubigung: 7 Romberg Dr., Gerihts-Sekretär.

"Die nibetainien Siber der ansicbend; 40 e undetannten er er na en aus- geführten Schuldurkunden, nämlich :

, 1) auf den Herrschaftlihen Hof Nr. 1 zu Pepen ingrossirt : t

a. Obligation vom Sa 1783 über 200

Thaler Gold zu Gunsten des Hauptmanns le Dour,

b. Obligation vom 13./22. Dezember 1783 über | spätestens

100 Thaler Gold zu Gunsten desfelben Gläubigers,

c. Obligation vom 15./22. März 1785 über 200 Thaler Gold zu Gunsten des hiesigen fundus ecclesiasticus,

d. Obligation vom 9./22. März 1787 über 250 Thaler Gold zu- Gunsten des hiesigen reformirten Waisenhauses,

2) auf das zum Hause Nr. 35 an der Herden, straße hierselbst gehörige olim Althans's\che abrik- gebäude ingrofsirt :

Obligation vom 10./26. Oktober 1848 über 315 Thaler Crt. zu Gunsten der Fanny Dubois, :

_3) auf den Herrschaftlihen Hof Nr. 3 in Heefsen ingrossirt : :

Obligation vom 14. Januar 1773 über 30 Thaler Gold zu Gunsten der Frau Amts- rath Dommeri,

sowie alle Diejenigen, welche auf die gedahten Hy- potheken Anspruch machen, werden auf Antrag der Fürstlihen Rentkammer hierselbst als Vertreterin des Fürstlihen Domaniums, in defsen Eigenthunie die verpfändeten Grundstücke stehen, nah erfolgter Glaubhaftmachung der Tilgung der in Rede stehen- den Forderungen aufgefordert, pätestens im Termine

den 1. Oktober d. J., Morgens 9 Uhr, dem unterzeichneten Gerichte die Urkunden vorzu- legen und ihre Rechte anzumelden, widrigenfalls die Schuldverschreibungen dem hohen Eigenthümer gegen- über für fraftlos erklärt und die Hypotheken gelöst werden sollen. i

Vückeburg, den 20. Juli 1888.

Fürstlihes Amtsgericht. (gez.) Begemann.

[2972 Ausfertigung. ] Se ga g

Auf Antrag des Oekonomen Johann Georg Bibelriether in Reush vom 4. l. M. wird, nahdem sämmtliche rechtliche und thatsählihe Vorausseßungen vorliegen, gemäß §. 823 ff. der C.-P.-O. u. Art. 123 Z. 3 des bayer. Ans RYeungogeenes ¿. C.-P.-O. vabfolgendes Aufgebot erlaffen :

Auf dem Anwesen Hs.-Nr. 29 des Johann Georg Bibelriether in Reusch sind im Hypothekenbuche für Reus Bd. 1II. S. 506 seit 29. bzw. 30. Septem- ber 1826 nathfolgende Hypothekforderungen an I. bzw. II. Stelle eingetragen : S

1) Fünfbundert Gulden Darlehen des fürftlih \chwarzenbergishen Oberamtmanns von Grandjean n L Gwarzenberg, gemäß Obligation vom 13. März 2) sech8zig Gulden Darlehen der Herbert'shen Kuratel von Reusch, gemäß Obligation vom 20. Ja- nuar 1769.

Die Nachforshungen nach den rechtmäßigen In- habern dieser Forderungen sind fruchtlos geblieben und vom Tage der leßten, auf diese Forderungen si beziehenden Handlung, nämlih der am 20. Juni 1830 erfolgten Protestation des damaligen Anwesens- besizers gegen den Fortbestand beider Hypotheken an gerechnet, find mehr als 30 Jahre verstrichen. Auch ist Iohann Georg Bibelriether als Bie der bypothezirten Sache gegenwärtig im Hypothekenbuche vorgetragen. Es ergeht daber an Diejenigen, welche auf diese Forderungen ein Recht zu haben glauben, die ôffentlihe Aufforderung, dieses Recht binnen sech8 Monaten, spätestens im Aufgebotstermin, welcher auf Freitag, den 26. Oktober 1888, Vormittags 9 Uhr, kestimmt wird, hierorts an- zumelden, widrigenfalls die Forderungen für erloschen erklärt und im Hypothekenbuche gelös{cht würden.

Uffenheim, den 7. April 1888.

Königliches Racigt.

Fischah. Zur Beglaubigung vorstehender Ausfertigung : (L. 8.) AteIbanes, Gerichts\chreiber.

[15413]

Der Dachdeckermeister Conrad Schadht, der Maurer Fritz Dettmer und dessen Ehefrau, Wilhel- mine, geb. Sack, der Provisor der von Strom- beck’\chen Stiftung, Carl Schrader und die Ebefrau des Bäckermeisters Becker, Johanne, geb. Märtens, haben das Aufgebot i) f

a der gerihtlichen Obligationen vom 5. März 1874 und 21. Januar 1875, laut welcher gegen Ver- pfändung des an der Echternstraße Nr. 673 gelege- nen Hauses und Hofes sammt Zubehör der Dach- deckermeister Carl Heinrich Christian Könecke dem Dachdeckermeister Conrad Schaht 2000 Thlr. und 48 600 M nebst 5 9/9 Zinsen schuldet,

b. des Hypothekenbriefs vom 15. Mai 1879, In- halts defsen der Maurer Friy Dettmer und defsen Ebefrau, Wilhelmine, geb. Sack, gegen Verpfändung des Nr. 826 an der Echternstraße gelegenen Hauses und Hofes sammt Zubehör der Chefrau des Zimmer- meisters C. Böse, geb. Bolle, 600 #4 nebst 5 %o Zinsen \{chuldet, E

c. der gerihtlihen Station vom 7. Juli 1796, laut welcher der Gärtner Ludwig Jahns gegen Ver-

fändung des in der zwishen dem Wenden- und Kallerslebertbore gelegenen Todtentwete, zwischen âger's und Blume's Gärten gelegenen Gartens Nr. 32a und b, Blatt VII. des Feldrifses Hagen, der mit der St. Magnikirche verbundenen von Strom-

beck’\chen Beguinen-Stiftung 400 Thlr. Gold schuldet,

d, des gerihtlihen Kaufbriefs vom 7{März 1867, laut welches gegen Verpfändung des Nr. 2343 in der alten Wiek im Oelshlägern gelegenen Hauses und Hofes sammt Zubehör die unverehelihte Johanne Dorothee Caroline Ernestine Märtens dem Seiler- meister Heinrih Friedrih Carl Haberkorn 500 Thlr. nebst 5 % Zinsen schuldet,

antragt. Die Inhaber dieser Urkunden werden aufgefordert, in dem auf den 27. März 1889, Morgens 11 Uhr, vor Herzoglichem Amtsgerichte Zimmer 27 angesezten Termine ihre Rechte an- zumelden und die Urkunden vorzulegen, widrigenfalls solche für kraftlos erklärt werden sollen. Braunschweig, den 8. Juni 1888. Herzogliches Amtsgericht. L. Rabert.

[26344] Das K. Amtsgericht München ]L., Abth. A. für Civilsachen, hat am 13. August 1888 nachstehendes Aufgebot erlafsen:

Auf dem Anwesen Hs. Nr. 2 an der Kanalstraße dahier findet sih im diesgerihtlichen Hypothekenbuche für das Graggenauer-Viertel Thl. 111. Bd. I. S. 299 in Rubrik 111. der Eintrag:

e2/TI. 30. September 1825:

654 Fl. 395 Kr. Rosalia SHever [Her Erbtheil dem landesabwesenden Josef Zeder nach SGuldbrief vom 19. August 1819“.

Nachdem die bisherigen Nahforshungen nah dem rechtmäßigen Inhaber dieser - Forderung erfolglos eben und vom Tage der leßten darauf si

eziehenden Handlung an gerechnet 30 Jahre ver- strichen sind, wird auf Antrag des K. Advokaten und Rechtsanwalts Müller Namens der Studienrektors- wittwe Johanna Tauschek in Krailsheim und der Kinder des verstorbenen Kaufmanns Joseph Uhland, als Erben des leßten Besißers des Hauses, des K. Oberlandesgerihtsrathes a. D. Jojef Praxmarer dahier, hiermit derjenige, welher auf befagte Forderung ein Recht zu haben glaubt, zur An- meldung desselben innerhalb sech8 Monaten und längstens im Aufgebotstermine am

Mittwoch, den 13. März 1889,

; Vormittags 9 Uhr, beim K. Amtsgerihte München I. Abth A. f. C.-S. im Sigzungsfaale Nr. 18/7 (Augustinerstock) unter dem Rechtsnachtheile öffentlich aufgefordert, daß im Falle der Unterlaffung der Anmeldung diese

orderung für erloschen erflärt und im Hypotheken-

ube gelö\{cht würde.

München, den 14. August 1888,

Der geshäftsleitende K. Gerichts\{reiber beurlaubt.

(L. 8.) MRoedel, K. Gerihtsschreiber.

[26269] Ans

Zur Sicherung gegen Ansprüche unbekannter Real- berechtigter an der ihr gehörigen Köthnerstelle Haus Nr. 67 in Himmelsthür hat die Ebefrau des Tischlers Heinrih Dörner, verwittwete Ehefrau des Köthners Ludolph Ahrens, Elisabeth, geb. Röseler, zu Himmelsthür den Erlaß des gerihtlihen Auf- gebots beantragt. z

Die genannte Köthnerstelle besteht aus den unter Artikel Nr. 57 der Grundsteuer-Mutterrolle, Nr. 69 der Gebäudefteuerrolle des Gemeindebezirks Himmels8- thür eingetragenen Parzellen, als:

1) Parzellen 449/230, 450/231, 232, 233 [att 2 der Gemarkung Himmelsthür, Hof- raum, Garten, Acker, im Dorfe, 2) Parzelle 3 Blatt 5 daselbst, Aker an der üppelbrüdcke 3) Parzelle 30 Blatt 1 der Gemarkung Steuer- wald, Wiese im Rungenpfuhl[.

In Stattgebung des Antrags werden hiermit Alle, welche am obgenannten Grundbesiße Eigenthums-, Näher-, lehnrechtliche, fideikommifiarishe, Pfand- und andere dinglihe Rechte, in8besondere Servituten und Realberehtigungen zu haben vermeinen, auf- gefordert, ihre desfallfigen Ansprühe bis zum Montag, den 1. Oktober d. J.,, Morgens 11 Uhr, an hiesiger Gerichtsstelle anzumelden, und zwar unter der Rehtsverwarnung, daß für den si nicht Meldenden im Verbältnisse zum neuen Er- werber das Recht verloren geht.

Von der Verpflihtung zur Anmeldung sind die Gläubiger befreit, welhen eine Ausfertigung dieser Verfügung besonders zugestellt werden wird.

Hildesheim, den 13. August 1888.

Königliches Amtsgericht. V.

[25951] Aufgebot, betreffend Nachlaß der Johannes Gröninger Wittwe, Marie Christine, geborenen Herrlih, von Bönstadt. Die am 2. Januar 1865 verstorbene Rubrikatin hat aus ihrer erften Che mit Adam Raus von Bönstadt einen Sohn Johann Friedri Rausch, ge- boren zu Bönftadt am 15. Mai 1816, hinterlassen. Letterer, der {on sein 70. Lebensjahr vollendet hat, ist {on vor längerer Zeit unbekannt wohin na Amerika ausgewandert, und beträgt sein inzwischen von Kurator Adam Jckes von Bönstadt verwaltetes Vermögen circa 840 Auf Antrag seines Stief- bruders Heinri Gröninger von Bönstadt, als ein- zigen nähsten Erbberechtigten, ergeht biermit an den genannten Johann Friedri Rausch von Bönstadt, En an dessen Leibes- oder sonstige Erben die Auf- orderung, fo gewiß spätestens im Aufgebotstermin Mittwoch, den 14, November l. J., Vor- mittags 10 Uhr, Mittheilungen über ihren der- maligen Aufenthaltsort anher gelangen zu laffen und ihre Eigenthums- bezw. Erb- und sonstigen Ansprüche geltend zu machen, als font der erwähnte Johann

Friedrich Raufch für todt erklärt und sein Nathlaß dem sih gemeldet habenden Intestaterben Heinri Gröninger überlafsen werden wird. Altenstadt, den 10. August 1888. Großherzogl. Amtsgeriht Altenstadt. Hellwig.

[26263] l

Durch Ausf\{luß-Urtheil von beute ift der am 22. September 1824 zu Hartum geborene Peter Heinri Wilbelm Roethemeier I. zu Eickhorft Nr. 57 für todt erklärt.

Die Kosten des Verfahrens hat der Antragsteller zu tragen.

Minden, den 11. Auguft 1888.

Königliches Amtsgeri{t.

[26276] Oeffentliche Zuftellung.

1) Sugulte Ernestine, verebel. Friedrich, geb.

uster, in Taubenpreskeln, 2) Wilbelmine Ernestine, verebel. Eichler, geb. Shhuricht, in Altstadt-Waldenburg, 3) Ernestine Pauline, verehel. Iahn, geb. Fuchs,

in Werdau, _

4) Marie Louise, verebel. Witti, geb. Knoll, in Meerane,

5) Therese, verehel. Thieme, geb. Hartig, in Kallenberg,

6) Ida Alma, verebel. Boden, geb. Meyer, in an

7) Ida, verebel, Pech, geb. Linke, in Walden-

8) Laura, verehel. Preller, geb. Barth, in Niederplanit, und

9) Iobanne Natalie, verehel. Uhlmann, geb. Graf, in P

vertreten zu 1, 2, 3, 5 und 7 durch den Rets-

anwalt Förster in Zwickau, zu 4, 6, 8 und 9

durch den Rechtsanwalt Nathusßus dafelbst,

klagen, und zwar:

zu 1) gegen den Sattler Christian Heinri Fried-

ri, früber in Taubenpresfkeln,

zu 2) gegen den Getreidebändler Hugo Gottfried

Eichler, früher in Zwickau,

zu 3) gegen den Klempner Adolph Jabn, früßer

in Werdau,

zu 4) gegen den Handarbeiter Wilhelm Wittich,

früher in Meerane,

zu 5) gegen den Strumpfwirker Friedrih Ernst

Thieme, früber in Reichenbach b. Waldenburg, . zu 6) gegen den Tischler Ernft Friedri Boden, früher in Zwickau,

zu 7) gegen den Müller Carl Ernft Pech, früber

in Waldenburg,

zu 8) gegen den Maurer Carl Friedri Theodor

Preller, früher in Niederplanigt,

zu 9) gegen den Bädergebülfen Christian Friedri Uktlmann, früber in Obersch{lema, allerseits dermalen unbekannten Aurenthalts,

wegen böêsliher Verlaffung, mit dem Antrage, die zwishen den Parteien bestehende Ebe zu s\ch{eiden, und laden die Beklagten zur mündlihen Verhand- lung des Rechtsstreits vor die Civilkammer I. des Königlichen Landgerichts zu Zwidkau auf den 28. November 1888, Vormittags 9 Uhr, mit der Aufforderuna, einen bei dem genannten Gerichte zugelaffenen Rechtsanwalt zu bestellen.

Sodann ladet in Ebesaben der Ernestine Clara, verebel. Albert, geb. Künzel, in Klaufnit, vertreten durch den Re@tsanwalt Natbusius in Zwidckau, Klägerin, gegen den Strumpfwirker Franz Eduard Albert, früher in Rüßdorf b. St. Egidien, jeßt unbekannten Aufenthalts, Beklagten, Ehescheidung betr., die Klägerin den Beklagten zur mündlihen Verbandlung des Rechtsstreits vor die Civil- kammer I. des Königlichen Landgerihts Zwickau auf den 28. November 1888, Vormittags 9 Uhr, fordert ibn auf, einen bei diesem Gerichte zugelaffenen Recht8amvalt zu bestellen, und bemerkt noch, daß fie zur Begründung ihres Ebescheidungäantrags nicht nur auf den in der Klage gedahten Ehebruch, son- dern auch auf böézlihe Verlassung Bezug nehmen werde.

Weiter ist in Ebesahen der Pauline Friederike, verehel. Neumann, geb. Colberg, in Potsdam, ver- treten durch den Recht8anwalt Rob in Krimmitschau, Klägerin, gegen den Apotheker Rudolf August Wil- helm Moriy Neumann, früber in Zwidckau, jeßt unbekannten Aufenthalts, Beklagten, wegen Eheschet- dung, zur Fortseßung der mündliwen Verhandlung Termin au? den 28. November 1888, Vor- mittags 9 Uhr, vor der Civilkammer I. des hiesigen Königlichen Landgerichts bestimmt.

Zum Zwedcke der öffentlihen Zuftellung wird dieser Auszug der Klagen bez. Ladungen bekannt gemat. 2

Zwickau, am 11. August 1888.

Der Gerichts\{reiber der Fertencivilklammer des Königlichen Landgerichts. Liebmann.

[26348] Armensahe. Oeffentliche inelinng. Der Adam Adckermann, Maurer aus Gimbsheim,

z. Zt. Musketier beim Bezirkskommando Mainz, vertreten durch Recht2anwalt Dr. Swerer in Mainz, flagt gegen jeine Ebefrau Charlotte, geb. Rube, obne bekannten Wohn- und Aufenthaltsort, auf Ehescheidung, wegen Ebebruh, mit dem Antrage, die zwischen den Parteien bestehende Ehe zu scheiden, Beklagte zu den Kosten zu verurtheilen, und ladet die Beklagte zur mündlichen Verhandlung des Rehts- streits vor die II. Civilkammer des Gro s lihen Landgerihts zu Mainz auf deu 1. t- ber 1888, Vormittags 9 Uhr, mit der Auf- forderung, einen bei dem gedahten Gerichte zuges

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